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Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert (Politik)

Klopfer , Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 17:04 (vor 47 Tagen)

Ein offizieler Politik-Thread war lange nicht angebracht, da die FIFA-WM allein schon genug politische Brisanz mitbrachte. Am Ende dieses Spektakles hat uns dann doch wieder der politische Alltag eingeholt.

Nun finde ich, dass es hier ein ganz spezielles Thema gibt. Über die Parteigrenzen hinweg hat sich hier ein Problem gezeigt, dass ganz sicher in vielen Parteien, Verbänden Vereinen, Firmen und sogar Familien - meistens jedoch unterdrückt - existiert.

Auch wenn ich Jens Spahn als Politiker überhaupt nicht mag, hat mich doch seine Geschichte sehr nachdenklich gemacht, wenn nicht sogar gerührt.
Ich versuche mir seine Situation im letzten Wahlkampf vorzustellen, als er sich ganz offen (natürlich im Sinne der Partei) gegen Leihmutterschaften ausgesprochen hat.
Zu diesem Zeitpunkt muss das Thema in seinem Privatleben bereits eine sehr große Rolle gespielt haben und trotzdem musste er als Frontmann der CDU im Wahlkampf das genaue Gegenteil von dem vertreten, was er eigentlich fühlt.

Natürlich fällt hier schnell der Begriff Doppelmoral oder Scheinheiligkeit, gerade bei den politischen Gegnern, die es natürlich auch in der eigenen Partei gibt, aber ist es das wirklich ?

Ich denke, es ist in Wirklichkeit ein ziemlich grausamer Konflikt, wenn einerseits die eigene Karriere von einer Gruppenzugehörigkeit abhängt, die einen Moralcodex festschreibt, andererseits das Privatleben und private Glück, genau davon abhängt, diesen Codex abzulehnen.
Dabei war es sicher nicht seine Idee, diese Ablehnung zum Parteiprogramm zu machen, es musste es "nur" vertreten.

Sicher ist Jens Spahn nicht der Einzige, der mit diesem Konflikt leben muss. Wie ich schon schrieb, gibt es diese Konflikte überall. Für Spahn ist es allerdings besonders gravierend, da er nicht nur eine herausragende Position in der Partei inne hatte, sondern auch noch gleichzeitig sein Lebensmodell veröffentlichen musste, das von der Mehrheit in Lande grundweg abgelehnt wird.

Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.

SGG
Klopfer

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

markus, Donnerstag, 23.07.2026, 19:15 (vor 42 Tagen) @ Klopfer

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann. Der LTO Bericht klärt in Sachen Grundgesetz auf. Die anderen beiden Berichte sind Meinungen.

Friederike Wapler und Liane Wörner erklären, warum einfache Antworten zu kurz greifen und welchen Spielraum das Grundgesetz lässt.

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/kinderwunsch-selbstbestimmung-ausbeutung-leihmutterschaft-grundgesetz-verfassung

Kommentar von Lotte Laloire
Das Verbot ist verlogen, paternalistisch und oft wirkungslos. Frauen sollten selbst entscheiden, ob sie für andere ein Kind austragen wollen.

https://taz.de/Nach-der-Debatte-um-Jens-Spahn/!6198137/

„Das ist eben, was ich mit meinem Körper machen möchte“

https://www.sueddeutsche.de/panorama/leihmutterschaft-usa-debatte-selbstbestimmung-erfahrungen-jens-spahn-li.3517452?reduced=true

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

haweka, Donnerstag, 23.07.2026, 22:12 (vor 42 Tagen) @ markus

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.

Du schreibst mehr als 130 Beiträge zum Theme Leihmutterschaft und möchtest, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören. Verstehe.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

markus, Donnerstag, 23.07.2026, 22:16 (vor 42 Tagen) @ haweka

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.


Du schreibst mehr als 130 Beiträge zum Theme Leihmutterschaft und möchtest, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören. Verstehe.

Du scheinst immer noch unzufrieden zu sein mit deinem Leben.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

Gargamel09, Freitag, 24.07.2026, 10:34 (vor 41 Tagen) @ markus

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.


Du schreibst mehr als 130 Beiträge zum Theme Leihmutterschaft und möchtest, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören. Verstehe.


Du scheinst immer noch unzufrieden zu sein mit deinem Leben.

Sascha hatte da letztens einen guten Einwurf, warum politische Diskussionen so anstrengend waren. Genau wegen solche Beiträge, die überhaupt nichts bringen, außer dem Gegenüber einen reinzuwürgen. Dafür hast Du doch eigentlich auch nicht nötig...

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

haweka, Freitag, 24.07.2026, 00:12 (vor 42 Tagen) @ markus

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.


Du schreibst mehr als 130 Beiträge zum Theme Leihmutterschaft und möchtest, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören. Verstehe.


Du scheinst immer noch unzufrieden zu sein mit deinem Leben.

Ich kritisiere deine Beiträge, du denunzierst mein Leben. Kannst du das bitte mal regulieren.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

markus, Freitag, 24.07.2026, 05:51 (vor 42 Tagen) @ haweka

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.


Du schreibst mehr als 130 Beiträge zum Theme Leihmutterschaft und möchtest, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören. Verstehe.


Du scheinst immer noch unzufrieden zu sein mit deinem Leben.


Ich kritisiere deine Beiträge, du denunzierst mein Leben. Kannst du das bitte mal regulieren.

Dass ich mich an der Diskussion beteilige, schließt nicht aus, dass ich dafür plädiere, den Erfahrungen betroffener Frauen mehr Gewicht zu geben. Beides passt problemlos zusammen.

Da bisher von dir ausschließlich persönliche Kommentare kamen ohne jeglichen sachbezogenen Inhalt, hoffe ich einfach, dass es dir nicht so schlecht geht.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

haweka, Freitag, 24.07.2026, 21:54 (vor 41 Tagen) @ markus

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.


Du schreibst mehr als 130 Beiträge zum Theme Leihmutterschaft und möchtest, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören. Verstehe.


Du scheinst immer noch unzufrieden zu sein mit deinem Leben.


Ich kritisiere deine Beiträge, du denunzierst mein Leben. Kannst du das bitte mal regulieren.


Dass ich mich an der Diskussion beteilige, schließt nicht aus, dass ich dafür plädiere, den Erfahrungen betroffener Frauen mehr Gewicht zu geben. Beides passt problemlos zusammen.

Da bisher von dir ausschließlich persönliche Kommentare kamen ohne jeglichen sachbezogenen Inhalt, hoffe ich einfach, dass es dir nicht so schlecht geht.

Markus, vor vier Tagen hatte ich hier auf einen Beitrag eines anderen Teilnehmers geantwortet und unter anderem geschrieben: Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten?

Für MarcBVB war diese Aussage ein Dummfick, was ich als juristisch einwandfreie Kritik an meiner Aussage verstand. Du hast dann direkt ergänzt, dass es einigen, also mir, gar nicht um die Sache geht, sondern ich mich nur maximal empören möchte, weil in meinem Leben einiges unbefriedigend läuft.

Du solltest dir vielleicht mal genauer überlegen, wer hier etwas kommentiert und wer andere persönlich beleidigt.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 23.07.2026, 21:31 (vor 42 Tagen) @ markus

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.

Das ist das Problem der alten weißen Männer. Bzw. nicht deren Problem, sondern das derjenigen, die mit ihnen umgehen müssen: sie wissen halt grundsätzlich und immer, was das Beste in Allem und für Jeden ist: das, was ihrer Meinung entspricht. Viel Platz für Gedöns wie andere Ansichten oder gar Fakten bbleibt da nicht.

Besonders beeindruckend finde ich, wenn alte weiße Männer felsenfest glauben, besser als die Frauen selbst zu wissen, was gut für sie ist.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

istar, Freitag, 24.07.2026, 05:58 (vor 42 Tagen) @ nico36de

Ähnlich wie Scherben sehe ich es auch so, dass wir vielleicht mehr auf Frauen hören sollten und weniger auf den alten, weißen Mann.


Das ist das Problem der alten weißen Männer. Bzw. nicht deren Problem, sondern das derjenigen, die mit ihnen umgehen müssen: sie wissen halt grundsätzlich und immer, was das Beste in Allem und für Jeden ist: das, was ihrer Meinung entspricht. Viel Platz für Gedöns wie andere Ansichten oder gar Fakten bbleibt da nicht.

Klingt,als würdest du von dir erzählen. Wie alt bist du denn?

Besonders beeindruckend finde ich, wenn alte weiße Männer felsenfest glauben, besser als die Frauen selbst zu wissen, was gut für sie ist.

Gibt es denn eine einheitliche Position, die "die Frauen" vertreten? Oder ist das vielleicht gar nicht so?

Aber es stimmt schon, was haweka schreibt, wenn die poweruser mit gefühlt den meisten Beiträgen anfangen, Meinungsäußerungen aufgrund des Geschlechts, dem sie selbst angehören, abqualifizieren zu wollen, dann ist anscheinend alles gesagt und argumentativ nicht mehr viel zu erwarten.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 24.07.2026, 19:27 (vor 41 Tagen) @ istar

Wieder ein vor Intelligenz leuchtendes Istarium: wenn sich eine Frau nach reiflicher Überlegung, aus welchen Gründen auch immer, für eine Leihmutterschaft entscheidet, warum sollte es da irgendjemandem zustehen, ihren freien Willen zu beschneiden? Da es dir neu ist: der Freiheitsgedanke der Verfassung bezieht sich auf das Idividuum und nicht auf die Mehrheit.

Aber was solls, intererssiert dich eh nicht. Mit Argumenten stehst du schon seit Jahren auf Kriegsfuß.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

istar, Samstag, 25.07.2026, 08:29 (vor 40 Tagen) @ nico36de

Wieder ein vor Intelligenz leuchtendes Istarium: wenn sich eine Frau nach reiflicher Überlegung, aus welchen Gründen auch immer, für eine Leihmutterschaft entscheidet, warum sollte es da irgendjemandem zustehen, ihren freien Willen zu beschneiden? Da es dir neu ist: der Freiheitsgedanke der Verfassung bezieht sich auf das Idividuum und nicht auf die Mehrheit.

Ja,warum wohl könnte man hier und da die Freiheit des Individuums beschneiden? Warum sollte nicht jeder so schnell fahren dürfen, wie er möchte? Freie Fahrt für freie Bürger.
Im Fall von Leihmütterschaften vielleicht,weil es um ein Kind geht,das zum Objekt,oft genug zum Handelsobjekt,gemacht wird.
Ob das mit der Würde des Menschen vereinbar ist und dem Freiheitsgedanken nicht widerspricht,ist eine Frage,die andere eben anders beurteilen.

Aber was solls, intererssiert dich eh nicht. Mit Argumenten stehst du schon seit Jahren auf Kriegsfuß.

Wenn man praktisch jeden Post nutzt,um unreflektiert rumzupöbeln,dann ist so eine Aussage amüsant. Erst recht, weil du gar nicht auf das eingangen bist, was ich geschrieben habe.
Aber du bist argumentativ schon ein echter Sternekoch,nee wirklich.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

markus, Samstag, 25.07.2026, 09:32 (vor 40 Tagen) @ istar

Ja,warum wohl könnte man hier und da die Freiheit des Individuums beschneiden? Warum sollte nicht jeder so schnell fahren dürfen, wie er möchte? Freie Fahrt für freie Bürger.
Im Fall von Leihmütterschaften vielleicht,weil es um ein Kind geht,das zum Objekt,oft genug zum Handelsobjekt,gemacht wird.
Ob das mit der Würde des Menschen vereinbar ist und dem Freiheitsgedanken nicht widerspricht,ist eine Frage,die andere eben anders beurteilen.

Der Straßenverkehr zeigt doch, wie es richtig geht. Es gibt weder ein absolutes Fahrverbot noch eine uneingeschränkte Erlaubnis, sondern Regelungen für den Straßenverkehr. Genau das wird auch für die Leihmutterschaft diskutiert. Niemand fordert, sie ohne jegliche Regeln oder Auflagen zu erlauben.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

istar, Samstag, 25.07.2026, 11:29 (vor 40 Tagen) @ markus

Ja,warum wohl könnte man hier und da die Freiheit des Individuums beschneiden? Warum sollte nicht jeder so schnell fahren dürfen, wie er möchte? Freie Fahrt für freie Bürger.
Im Fall von Leihmütterschaften vielleicht,weil es um ein Kind geht,das zum Objekt,oft genug zum Handelsobjekt,gemacht wird.
Ob das mit der Würde des Menschen vereinbar ist und dem Freiheitsgedanken nicht widerspricht,ist eine Frage,die andere eben anders beurteilen.


Der Straßenverkehr zeigt doch, wie es richtig geht. Es gibt weder ein absolutes Fahrverbot noch eine uneingeschränkte Erlaubnis, sondern Regelungen für den Straßenverkehr. Genau das wird auch für die Leihmutterschaft diskutiert. Niemand fordert, sie ohne jegliche Regeln oder Auflagen zu erlauben.

Was nichts daran ändert, dass Kinder zu (Handels)-Objekten werden. Das kann man ausblenden oder es unwichtig finden,genauso wie man sich daraus ergebende Problemstellungen (auf die nicht eingegangen wird mit dem Verweis auf "Regulierung") negieren oder ausblenden kann.
Beispiele dafür sind hier reichlich genannt,die muss ich nicht nochmal aufzeigen.
Genauso wie man die (möglichen) psychischen oder körperlichen Probleme der Leihmutter ausblenden kann oder nicht. Im Sinne des Freiheitsgedankens wäre die dann aber selbst schuld.

Wenn man es als Gesellschaft für so wichtig erachtet, das Thema anzugehen, dann kann nur eine Leihmutterschaft auf altruistischer Basis dabei herauskommen.

Letztendlich ist es aber ein echtes Minderheitenproblem einer vorrangig gut betuchten Gesellschaftsschicht. Wahrscheinlich würden trotzdem viele weiterhin ins Ausland gehen (müssen). Oder glaubt irgendwer, dass plötzlich haufenweise potentielle Leihmütter auftauchen, die sich nichts sehnlicher wünschen,als für andere ein Kind austragen zu dürfen? Wobei ich die Nachfrage nicht wirklich beurteilen kann.
Ich glaub das nicht und Brosius-Gersdorf hat wahrscheinlich auch besseres vor.

Minderheitenproblem gegen das, was dieses Jahr noch auf viele zukommt

Kris, Samstag, 25.07.2026, 17:00 (vor 40 Tagen) @ istar

Letztendlich ist es aber ein echtes Minderheitenproblem einer vorrangig gut betuchten Gesellschaftsschicht. Wahrscheinlich würden trotzdem viele weiterhin ins Ausland gehen (müssen). Oder glaubt irgendwer, dass plötzlich haufenweise potentielle Leihmütter auftauchen, die sich nichts sehnlicher wünschen,als für andere ein Kind austragen zu dürfen? Wobei ich die Nachfrage nicht wirklich beurteilen kann.
Ich glaub das nicht und Brosius-Gersdorf hat wahrscheinlich auch besseres vor.

Genauso ist es. Eine Erlaubnis in Deutschland würde ihnen lediglich die Reisekosten ersparen, wenn man die vielen Fragestellungen reglementiert und dadurch ein entsprechendes Geschäftsmodell auch hierzulande ermöglicht. Obwohl es zzt. seitens der Regierung keine Initiative gibt, diesbezüglich die Gesetzeslage zu ändern, eignet sich das Thema „Leihmutterschaft“ dank des prominenten „Falls“ offenbar dennoch, um es wochenlang durch die Medienlandschaft zu jagen und es mit Empörungspotential diskutieren zu lassen.

Ich finde es schade, dass man in der Tiefe nicht auch über die tatsächlichen Gesetzesvorhaben diskutiert (nicht an dieser Stelle natürlich!), die einem wesentlich größeren Teil der Bevölkerung nach der Sitzungspause drohen, wie:
- die Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes in der jetzigen Form (nur noch bei „berechtigtem Interesse“) https://www.tagesschau.de/investigativ/mdr/ifg-bundesinnenministerium-100.html
- die Reform der Pflegeversicherung (mit Auswirkungen nicht nur auf die Pflegebedürftigen (weniger Geld für die Pflege zur Verfügung, Zugang bzw. Höherstufung zu Pflegegraden wird erschwert), sondern auch auf die Pflegepersonen, die zum größten Teil Frauen! sind, hier explizit: Wegfall der Verhinderungspflege als separate Leistung – soll nun aus dem normalen Pflegebudget gezahlt werden; Kürzung bzw. Wegfall der Rentenversicherungsbeiträge für diese Gruppe u.a.
https://www.vdk.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/pflegereform-verunsichert-pflegebeduerftige-und-angehoerige/?pk_campaign=cpc&pk_kwd=&gad_source=1
- die Reform der Rentenversicherung (z.B. Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung; keine Einbeziehung von Beamten; kapitalgedeckte Zusatzkomponente. An der Stelle frage ich mich, ob das Verzocken von Beiträgen an der Börse auch hier passieren könnte. Mehrere Krankenkassen und Verbände haben jüngst ja einen nicht unbeträchtlichen Schaden dadurch angerichtet. Bin gespannt, was dabei am Ende rauskommt. Vielleicht war es einfach nur „Pech“? https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/krankenkassen-immobilienfonds-100.html
- die Reform des Wohngeldes (neue Berechnung zu Ungunsten der Bürger, wie z.B. die Halbierung der Heizkostenkomponente und: alles im Ergebnis unter 15 EUR wird nicht ausgezahlt)
https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/wohngeld-unter-kuerzungsdruck-zur-sozialen-und-finanziellen-situation-von-wohngeld-beziehenden-und-den-folgen-geplanter-leistungskuerzungen/

Es ist leider davon auszugehen, dass die Ergebnisse der „Experten“ nach der Sitzungspause genauso durchgeprügelt werden, wie die Gesundheits“reform“.
Um ehrlich zu sein, ist es mir angesichts dessen, was uns noch alles zugemutet werden wird, im Moment wirklich egal, dass es hierzulande keine Leihmutter-Regelung gibt. Das System, wie es ist, reicht für diese Randgruppe meiner Meinung nach völlig aus. Man fährt ins Ausland, bestellt sich ein Kind und holt es ab. Alles legal.


P.S. Wenn ich schon dabei bin: Weiß jemand, wo man aktuelle Zahlen dazu nachlesen kann, wie viel von den 1000 Milliarden genehmigter Schulden im lfd. Jahr schon in Anspruch genommen wurden und wer welche Beträge für welche Maßnahmen bekommen hat? Ich weiß, das sind zusätzliche Gelder für Verteidigung und Infrastruktur außerhalb des normalen Haushalts. Es wäre jedoch wegen der Informationsfreiheit mal spannend zu erfahren, wo die Kohle bleibt, wenn doch alle Kassen innerhalb des normalen Haushaltes so klamm sind.


Sorry für so viel Off Topic.

Minderheitenproblem gegen das, was dieses Jahr noch auf viele zukommt

markus, Samstag, 25.07.2026, 20:05 (vor 40 Tagen) @ Kris

Natürlich sind diese Themen aufgrund ihrer Tragweite wichtiger. Aber der Betreiber des Forums gibt die Themen vor, weshalb hier darüber nicht diskutiert wird. So etwas würde vermutlich nur funktionieren, wenn rund um die Uhr moderiert würde, weil solche Diskussionen schnell emotional werden und ausarten. Am Ende wäre man dann ohnehin wieder bei einzelnen Politikern, die angeblich versagt haben, bei Reich vs. Arm, bei Fakten vs. Bauchgefühl und den nicht gewinnenden Kampf gegen Milliardäre.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

markus, Samstag, 25.07.2026, 14:41 (vor 40 Tagen) @ istar

Ja,warum wohl könnte man hier und da die Freiheit des Individuums beschneiden? Warum sollte nicht jeder so schnell fahren dürfen, wie er möchte? Freie Fahrt für freie Bürger.
Im Fall von Leihmütterschaften vielleicht,weil es um ein Kind geht,das zum Objekt,oft genug zum Handelsobjekt,gemacht wird.
Ob das mit der Würde des Menschen vereinbar ist und dem Freiheitsgedanken nicht widerspricht,ist eine Frage,die andere eben anders beurteilen.


Der Straßenverkehr zeigt doch, wie es richtig geht. Es gibt weder ein absolutes Fahrverbot noch eine uneingeschränkte Erlaubnis, sondern Regelungen für den Straßenverkehr. Genau das wird auch für die Leihmutterschaft diskutiert. Niemand fordert, sie ohne jegliche Regeln oder Auflagen zu erlauben.


Was nichts daran ändert, dass Kinder zu (Handels)-Objekten werden. Das kann man ausblenden oder es unwichtig finden,genauso wie man sich daraus ergebende Problemstellungen (auf die nicht eingegangen wird mit dem Verweis auf "Regulierung") negieren oder ausblenden kann.
Beispiele dafür sind hier reichlich genannt,die muss ich nicht nochmal aufzeigen.
Genauso wie man die (möglichen) psychischen oder körperlichen Probleme der Leihmutter ausblenden kann oder nicht. Im Sinne des Freiheitsgedankens wäre die dann aber selbst schuld.

Wenn man es als Gesellschaft für so wichtig erachtet, das Thema anzugehen, dann kann nur eine Leihmutterschaft auf altruistischer Basis dabei herauskommen.

Letztendlich ist es aber ein echtes Minderheitenproblem einer vorrangig gut betuchten Gesellschaftsschicht. Wahrscheinlich würden trotzdem viele weiterhin ins Ausland gehen (müssen). Oder glaubt irgendwer, dass plötzlich haufenweise potentielle Leihmütter auftauchen, die sich nichts sehnlicher wünschen,als für andere ein Kind austragen zu dürfen? Wobei ich die Nachfrage nicht wirklich beurteilen kann.
Ich glaub das nicht und Brosius-Gersdorf hat wahrscheinlich auch besseres vor.

Genau wegen dieser Risiken wird doch über eine Regulierung diskutiert. Der Sinn einer Regulierung ist nicht, jede denkbare Gefahr auszuschließen (das gelingt in keinem Lebensbereich), sondern Risiken so weit wie möglich zu minimieren und klare Schutzmechanismen zu schaffen.

Wir akzeptieren in vielen Bereichen Restrisiken, solange wir sie durch Regeln, Kontrollen und hohe Sicherheitsstandards möglichst gering halten. Das gilt beispielsweise auch für den Straßenverkehr. Obwohl dort jeden Tag in Deutschland 8 Menschen sterben, fordert deshalb niemand ein generelles Fahrverbot. Stattdessen werden Fahrzeuge sicherer, Regeln angepasst und der Schutz kontinuierlich verbessert.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

Gargamel09, Samstag, 25.07.2026, 17:34 (vor 40 Tagen) @ markus

Genau wegen dieser Risiken wird doch über eine Regulierung diskutiert. Der Sinn einer Regulierung ist nicht, jede denkbare Gefahr auszuschließen (das gelingt in keinem Lebensbereich), sondern Risiken so weit wie möglich zu minimieren und klare Schutzmechanismen zu schaffen.

Wird denn auf entscheidender Ebene darüber überhaupt noch diskutiert oder liegt das auf Eis und aufgrund der wenigen Leute, die in diesem Land davon betroffen sind, dürfte es in naher Zukunft auch weiter beim Status Quo bleiben, weil es viel wichtigere Probleme gibt, die angegangen werden müssen, als Leihmutterschaft. Das Thema gerät doch nur wegen Spahn seiner Doppelmoral (vorübergehend) in den Fokus der Öffentlichkeit, ob da gerade aber jemand in der CDU/SPD/Grüne... Bock drauf hat, einen breiten, gesellschaftlichen Diskurs drüber zu führen, zweifle ich mal stark an.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 25.07.2026, 12:37 (vor 40 Tagen) @ istar

Wenn man es als Gesellschaft für so wichtig erachtet, das Thema anzugehen, dann kann nur eine Leihmutterschaft auf altruistischer Basis dabei herauskommen.

Und warum? Weil das deine Auffassung? Und weil du das meinst, hat sich gefälligst jede Frau daran zu halten? Auch wenn sie absolut gefestigt ist, mitten im Leben steht und auch nach ausgiebigen Beratungen gerne ein Kind für eine Familie gebären möchte, sich das aber auch für sie lohnen soll?

Die darf das dann aus dem Grund nicht, weil istars meinen, das könne nicht? Weil sie einfach mal ausblenden, dass die Eltern, die das Kind hier nicht kaufen können, das dann woanders machen. Und dort findet das, was sicher kritisch zu sehen ist und hier schon vielfach durchgekaut wurde, in sehr viel stärkerem Umfang statt, als es hier bei einer vernünftigen Regulierung der Fall wäre.

Na, wenn das keine überzeugende Argumentation darstellt. Allerdings nur für diejenigen, die nicht über den deutschen Tellerrand hinaussehen können oder wollen.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

istar, Samstag, 25.07.2026, 13:03 (vor 40 Tagen) @ nico36de

Wenn man es als Gesellschaft für so wichtig erachtet, das Thema anzugehen, dann kann nur eine Leihmutterschaft auf altruistischer Basis dabei herauskommen.


Und warum? Weil das deine Auffassung? Und weil du das meinst, hat sich gefälligst jede Frau daran zu halten? Auch wenn sie absolut gefestigt ist, mitten im Leben steht und auch nach ausgiebigen Beratungen gerne ein Kind für eine Familie gebären möchte, sich das aber auch für sie lohnen soll?

Die darf das dann aus dem Grund nicht, weil istars meinen, das könne nicht? Weil sie einfach mal ausblenden, dass die Eltern, die das Kind hier nicht kaufen können, das dann woanders machen. Und dort findet das, was sicher kritisch zu sehen ist und hier schon vielfach durchgekaut wurde, in sehr viel stärkerem Umfang statt, als es hier bei einer vernünftigen Regulierung der Fall wäre.

Na, wenn das keine überzeugende Argumentation darstellt. Allerdings nur für diejenigen, die nicht über den deutschen Tellerrand hinaussehen können oder wollen.

Vollkommen richtig erkannt. Das ist meine Auffassung. Wenn du der Meinung bist, Kinderverkauf müsse sich lohnen und das machen sowieso nur Frauen,die mitten im Leben stehen, dann kannst du das so sehen.
Ob das mit der Würde des Menschen,in dem Fall der des Kindes,vereinbar ist, bezweifel ich.
Aber auch das kannst du gerne anders sehen.

Bist du eigentlich schon besoffen oder sind deine albernen Aggressionen irgendwie anders begründet? Dann würde ich mir an deiner Stelle Gedanken machen. Wobei ich dir soviel Selbstreflexion eigentlich nicht zutraue.

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

markus, Samstag, 25.07.2026, 15:08 (vor 40 Tagen) @ istar

Wenn man es als Gesellschaft für so wichtig erachtet, das Thema anzugehen, dann kann nur eine Leihmutterschaft auf altruistischer Basis dabei herauskommen.


Und warum? Weil das deine Auffassung? Und weil du das meinst, hat sich gefälligst jede Frau daran zu halten? Auch wenn sie absolut gefestigt ist, mitten im Leben steht und auch nach ausgiebigen Beratungen gerne ein Kind für eine Familie gebären möchte, sich das aber auch für sie lohnen soll?

Die darf das dann aus dem Grund nicht, weil istars meinen, das könne nicht? Weil sie einfach mal ausblenden, dass die Eltern, die das Kind hier nicht kaufen können, das dann woanders machen. Und dort findet das, was sicher kritisch zu sehen ist und hier schon vielfach durchgekaut wurde, in sehr viel stärkerem Umfang statt, als es hier bei einer vernünftigen Regulierung der Fall wäre.

Na, wenn das keine überzeugende Argumentation darstellt. Allerdings nur für diejenigen, die nicht über den deutschen Tellerrand hinaussehen können oder wollen.


Vollkommen richtig erkannt. Das ist meine Auffassung. Wenn du der Meinung bist, Kinderverkauf müsse sich lohnen und das machen sowieso nur Frauen,die mitten im Leben stehen, dann kannst du das so sehen.
Ob das mit der Würde des Menschen,in dem Fall der des Kindes,vereinbar ist, bezweifel ich.
Aber auch das kannst du gerne anders sehen.

Die Ausgangslage ist doch, dass zahlreiche Länder Leihmutterschaft erlauben. Das geborene Kind hat selbstverständlich ebenfalls Rechte (Zitat aus der BGH Entscheidung „Recht auf Gewährleistung elterlicher
Pflege und Erziehung aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG“). Es ist dann im Sinne des Kindeswohls, dass es Eltern hat (zumal ein Teil der Wunscheltern biologisch der Vater ist). Was soll denn sonst im Sinne des Kindes sein? Entziehen und Kinderheim?

LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 25.07.2026, 10:34 (vor 40 Tagen) @ markus
bearbeitet von nico36de, Samstag, 25.07.2026, 10:38

Da hat er auch nach zig Beiträgen mit genau diesem Tenor nicht verstanden und wird er - zumindest ist das meine Prognose - auch nie verstehen (können).

Wenn in der Schule Dreisatz dran ist und man merkt, dass jemand beim Addieren über den Zehner hinaus Probleme hat, sieht die Prognose für die Versetzung desjenigen eher ungünstig aus.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 10:19 (vor 42 Tagen) @ Klopfer

Debatten über Kinderwunsch und die Integrität von Politikern in allen Ehren, aber ich finde es einmal mehr entlarvend, mit welcher Empathie wir uns bisweilen über die politische Karriere von Jens Spahn Gedanken machen, während die Perspektive der austragenden Frauen so gut wie überhaupt nicht stattfindet. Auch ich habe in den letzten Tagen Einiges dazugelernt, nämlich:

- Leihmütter leben in der Regel prekär und in Armut. Die Entlohnung variiert zwischen 2.000 Dollar und bis zu 10.000 Dollar für eine (erfolgreiche) Schwangerschaft
- Rund um das Thema Leihmutterschaft hat sich ein Netzwerk an Unternehmen herausgebildet (transnationale Vermittlungsagenturen und Agenturen, Logistikunternehmen, Kliniken mit Reproduktionstechnologien, Pharmaindustrie, Kanzleien die sich um Adoptionsurkunden kümmern usw. usf.) - Sprich: Unternehmen, die ein Interesse daran haben, den Bestelleltern möglichst viel Geld abzunehmen und zugleich die Kosten des Prozesses und der Leihmütter möglichst gering zu halten.
- Wenn man sich einmal durch entsprechende Anbieter-Homepages klickt, findet man Pakete / "All-inclusive-Deals" mit einer unbeschränkten Anzahl Fertilisationsversuchen und Präimplantationsdiagnostik umfassen, um Geschlechter auszuwählen und Behinderungen ausschließen zu können.
- Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichten sich Leihmütter zu regelmäßigen Hormon- und Medikamentenbehandlungen und sonstigen regelmäßigen Kontrollen; körperliche und psychische Folgen der Hochrisikoschwangerschaft, die in der Regel mit einem Kaiserschnitt beendet wird, hat die Frau selbst zu tragen
- Häufig leben die Frauen während der Schwangerschaft in einer Art Klinik-Wohnheim, um eng überwacht zu werden. Dabei wird Essen, Trinken, Schlaf etc. engmaschig kontrolliert
- Kommt es zur Mehrlingsschwangerschaft, werden je nach Wunsch der Eltern einzelne Föten abgetrieben (natürlich ohne Mitsprache der Leihmutter)

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Ulrich, Freitag, 24.07.2026, 21:18 (vor 41 Tagen) @ Giog

Wir haben es hier in der Tat vielfach mit extrem asymmetrischen Machtverhältnissen zu tun. Auf der einen Seiten Eltern mit Kinderwunsch, die über große bis sehr große Summen verfügen, und auf der anderen Seite Frauen, die sich im Bereich des Existenzminimums bewegen. Vor allem in den Staaten, in denen der Lebensstandard niedrig ist. Bei weitem nicht alle Leihmutterschaften werden in den USA abgewickelt, viele auch in Osteuropa, Asien, Afrika oder Lateinamerika.

In der Vergangenheit boomte auch das Geschäft mit Adoptionen aus solchen Regionen. Teilweise waren die "Adoptionsvermittler" reichlich skrupellos. Die Kinder waren vielfach keine Waisen, sondern die Mütter wurden unter Druck gesetzt. Aber dieses Geschäftsfeld scheint weitgehend ausgetrocknet. Glücklicherweise.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

markus, Freitag, 24.07.2026, 23:32 (vor 41 Tagen) @ Ulrich

Wir haben es hier in der Tat vielfach mit extrem asymmetrischen Machtverhältnissen zu tun. Auf der einen Seiten Eltern mit Kinderwunsch, die über große bis sehr große Summen verfügen, und auf der anderen Seite Frauen, die sich im Bereich des Existenzminimums bewegen. Vor allem in den Staaten, in denen der Lebensstandard niedrig ist. Bei weitem nicht alle Leihmutterschaften werden in den USA abgewickelt, viele auch in Osteuropa, Asien, Afrika oder Lateinamerika.

In der Vergangenheit boomte auch das Geschäft mit Adoptionen aus solchen Regionen. Teilweise waren die "Adoptionsvermittler" reichlich skrupellos. Die Kinder waren vielfach keine Waisen, sondern die Mütter wurden unter Druck gesetzt. Aber dieses Geschäftsfeld scheint weitgehend ausgetrocknet. Glücklicherweise.

Hier gibt es eine Zusammenfassung, wie einige Länder damit umgehen.

https://www.anwaelte-schneider-stein.de/kinderwunsch/

Der BGH erkennt das Eltern-Kind-Verhältnis nur unter bestimmten Voraussetzungen an. Es spielen auf Seiten der Leihmutter die Menschenrechte der Europäischen Menschenrechtskonvention eine große Rolle. Auch das Kind hat Rechte. Auf Seiten des Kindes spielt das Recht auf Gewährleistung elterlicher Pflege und Erziehung eine Rolle. Hier ein paar Auszüge:

41 Auf Seiten der Leihmutter ist die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG
berührt. Rechte der Wunsch- oder Bestelleltern können sich aus Art. 2 Abs. 1
und Art. 6 Abs. 1 GG bzw. Art. 8 Abs. 1 EMRK ergeben (vgl. Dethloff JZ 2014,
922, 927). Auf Seiten des Kindes ist das Recht auf Gewährleistung elterlicher
Pflege und Erziehung aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG zu be-
achten.
(…)
51 Die Menschenwürde der Leihmutter kann dagegen verletzt sein, wenn
die Leihmutterschaft unter Umständen durchgeführt wird, die eine freiwillige
Mitwirkung der Leihmutter in Frage stellen, oder wesentliche Umstände im Un-
klaren bleiben, etwa Angaben zur Person der Leihmutter, zu den Bedingungen,
unter denen sie sich zum Austragen der Kinder bereiterklärt hat, und zu einer
getroffenen Vereinbarung fehlen (vgl. BVerfG NJW-RR 2013, 1 Rn. 15) oder
wenn im ausländischen Gerichtsverfahren grundlegende verfahrensrechtliche
Garantien außer Acht gelassen worden sind (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 182,
188 = FamRZ 2009, 1816 Rn. 24 ff.).
(…)
56 Wird dem Kind vor diesem Hintergrund im Inland die Zuordnung zum
zweiten Wunschelternteil versagt, so liegt darin ein Eingriff in sein Recht aus
Art. 8 Abs. 1 EMRK, eine rechtliche Eltern-Kind-Verbindung begründen zu kön-
nen (EGMR Urteil vom 26. Juni 2014 - Beschwerde Nr. 65192/11 [Mennesson]
Nr. 96). Dass bereits ein Wunschelternteil als rechtlicher Elternteil etabliert ist,
wahrt dieses noch nicht, weil das Kind dann abweichend von dem in Art. 6
Abs. 2 Satz 1 GG unterstellten Fall nicht zwei Eltern, sondern nur einen Eltern-
teil hätte (vgl. BVerfG FamRZ 2013, 521 Rn. 44; Coester-Waltjen Familienrecht
6. Aufl. § 48 Rn. 9 mwN - zu Art. 9 Abs. 3, 18 Abs. 1 UN-Kinderrechts-
konvention).

https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XII_ZS/2013/XII_ZB_463-13.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Ausbeutung und Zwang sind somit Versagungsgründe. Wenn man es sicherer gestalten will, führt wohl kein Weg daran vorbei, Leihmutterschaft in Deutschland bei entsprechender Regulierung zu ermöglichen.

Reine ökonomische Interessen belegen für sich genommen noch keine Ausbeutung. Andernfalls wäre die gesamte Arbeitswelt davon betroffen, denn die meisten Menschen arbeiten in erster Linie deshalb, weil sie dafür Geld bekommen und darauf angewiesen sind. Und bei Weitem nicht jeder hat einen angenehmen Bürojob. Es gibt zahlreiche Tätigkeiten, die Menschen körperlich oder psychisch stark belasten oder sogar krank machen können.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 23.07.2026, 21:36 (vor 42 Tagen) @ Giog

Genau solche Auswüchse sind aus meiner Sicht ein Riesenargument dafür, dass man darüber nachdenken sollte, ob es nicht sinnvoll wäre, in Deutschland ein Gesetz zu schaffen, dass solche unwürdigen Zustände unmöglich macht. Aber diejenigen, die pauschal gegen die Leihmutterschaft wettern, haben offenbar die Fähigkeit, das Denken einzustellen, wenn es Geschehnisse außerhalb der Landesgrenzen betrifft.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

haweka, Donnerstag, 23.07.2026, 22:01 (vor 42 Tagen) @ nico36de

Genau solche Auswüchse sind aus meiner Sicht ein Riesenargument dafür, dass man darüber nachdenken sollte, ob es nicht sinnvoll wäre, in Deutschland ein Gesetz zu schaffen, dass solche unwürdigen Zustände unmöglich macht. Aber diejenigen, die pauschal gegen die Leihmutterschaft wettern, haben offenbar die Fähigkeit, das Denken einzustellen, wenn es Geschehnisse außerhalb der Landesgrenzen betrifft.

Was sind die Geschehnisse außerhalb der Landesgrenzen?

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 24.07.2026, 19:19 (vor 41 Tagen) @ haweka

Was sind die Geschehnisse außerhalb der Landesgrenzen?

Ich dachte dass erschlösse sich aus dem Text: wenn das, was hier in Deutschland gut reguliert stattfinden könnte, aus subjektiven Erwägungen heraus abgelehnt wird, nämlich Leihmutterschaft, in anderen Ländern in sehr viel weniger fürsorglicher und regulierter Form stattfindet.

Diejenigen, die die Leihmutterschaft in Deutschland ablehnen, aber ansonsten nach dem Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Verfahren handeln, ist es offensichtlich vollkommen egal, was außerhalb der Grenzen passiert.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 23.07.2026, 14:12 (vor 42 Tagen) @ Giog

Debatten über Kinderwunsch und die Integrität von Politikern in allen Ehren, aber ich finde es einmal mehr entlarvend, mit welcher Empathie wir uns bisweilen über die politische Karriere von Jens Spahn Gedanken machen, während die Perspektive der austragenden Frauen so gut wie überhaupt nicht stattfindet. Auch ich habe in den letzten Tagen Einiges dazugelernt, nämlich:

- Leihmütter leben in der Regel prekär und in Armut. Die Entlohnung variiert zwischen 2.000 Dollar und bis zu 10.000 Dollar für eine (erfolgreiche) Schwangerschaft
- Rund um das Thema Leihmutterschaft hat sich ein Netzwerk an Unternehmen herausgebildet (transnationale Vermittlungsagenturen und Agenturen, Logistikunternehmen, Kliniken mit Reproduktionstechnologien, Pharmaindustrie, Kanzleien die sich um Adoptionsurkunden kümmern usw. usf.) - Sprich: Unternehmen, die ein Interesse daran haben, den Bestelleltern möglichst viel Geld abzunehmen und zugleich die Kosten des Prozesses und der Leihmütter möglichst gering zu halten.
- Wenn man sich einmal durch entsprechende Anbieter-Homepages klickt, findet man Pakete / "All-inclusive-Deals" mit einer unbeschränkten Anzahl Fertilisationsversuchen und Präimplantationsdiagnostik umfassen, um Geschlechter auszuwählen und Behinderungen ausschließen zu können.
- Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichten sich Leihmütter zu regelmäßigen Hormon- und Medikamentenbehandlungen und sonstigen regelmäßigen Kontrollen; körperliche und psychische Folgen der Hochrisikoschwangerschaft, die in der Regel mit einem Kaiserschnitt beendet wird, hat die Frau selbst zu tragen
- Häufig leben die Frauen während der Schwangerschaft in einer Art Klinik-Wohnheim, um eng überwacht zu werden. Dabei wird Essen, Trinken, Schlaf etc. engmaschig kontrolliert
- Kommt es zur Mehrlingsschwangerschaft, werden je nach Wunsch der Eltern einzelne Föten abgetrieben (natürlich ohne Mitsprache der Leihmutter)

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.

- Ist ein reines Thema für die Upper-Class, weil im Schnitt bisher knapp 175.000 USD fällig werden, für den reinen Vorgang als solchen (Reisen usw. alles nicht mit eingerechnet).

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

markus, Donnerstag, 23.07.2026, 11:42 (vor 42 Tagen) @ Giog

Ich glaube, dass sich hier im Thread ausnahmslos alle darüber einig waren, dass Ausbeutung und Zwangslage keine Rolle spielen dürfen. So sieht es ja auch der BGH. Voraussetzung für die Anerkennung im Deutschland ist, dass keine Ausbeutung vorliegt und dass ein Elternteil genetisch verwandt sein muss. In den USA sind die Hürden wohl hoch genug. In anderen Ländern scheint das deutlich weniger reguliert und nicht der Fall zu sein.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Ulrich, Freitag, 24.07.2026, 21:22 (vor 41 Tagen) @ markus

Ich glaube, dass sich hier im Thread ausnahmslos alle darüber einig waren, dass Ausbeutung und Zwangslage keine Rolle spielen dürfen. So sieht es ja auch der BGH. Voraussetzung für die Anerkennung im Deutschland ist, dass keine Ausbeutung vorliegt und dass ein Elternteil genetisch verwandt sein muss. In den USA sind die Hürden wohl hoch genug. In anderen Ländern scheint das deutlich weniger reguliert und nicht der Fall zu sein.

In den USA wird vieles, was in Deutschland auf Bundesebene oder sogar auf EU-Ebene geregelt ist, in den einzelnen Bundesstaaten geregelt. Das führt dazu, dass die Rechtslage auf einigen Gebieten sehr heterogen ist. Das Abtreibungsrecht ist mittlerweile teils mittelalterlich, ähnliches könnte durchaus auch für Leihmutterschaften gelten.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 11:47 (vor 42 Tagen) @ markus

In den USA sind die Hürden wohl hoch genug.

Ich empfehle wirklich, hierzu mal ein paar Stunden Recherche aufzuwenden.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

markus, Donnerstag, 23.07.2026, 11:48 (vor 42 Tagen) @ Giog

In den USA sind die Hürden wohl hoch genug.


Ich empfehle wirklich, hierzu mal ein paar Stunden Recherche aufzuwenden.

Gerne Quellen verlinken.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 11:54 (vor 42 Tagen) @ markus

Zur Übersicht kann ich einen Artikel bei Wired empfehlen. (Titel: "The baby died. Whose fault is it?"). Über die gängigen Plattformen lässt sich die Paywall umgehen (oder ein kostenloses Probeabo abschließen).

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

istar, Donnerstag, 23.07.2026, 11:16 (vor 42 Tagen) @ Giog

Debatten über Kinderwunsch und die Integrität von Politikern in allen Ehren, aber ich finde es einmal mehr entlarvend, mit welcher Empathie wir uns bisweilen über die politische Karriere von Jens Spahn Gedanken machen, während die Perspektive der austragenden Frauen so gut wie überhaupt nicht stattfindet. Auch ich habe in den letzten Tagen Einiges dazugelernt, nämlich:

- Leihmütter leben in der Regel prekär und in Armut. Die Entlohnung variiert zwischen 2.000 Dollar und bis zu 10.000 Dollar für eine (erfolgreiche) Schwangerschaft
- Rund um das Thema Leihmutterschaft hat sich ein Netzwerk an Unternehmen herausgebildet (transnationale Vermittlungsagenturen und Agenturen, Logistikunternehmen, Kliniken mit Reproduktionstechnologien, Pharmaindustrie, Kanzleien die sich um Adoptionsurkunden kümmern usw. usf.) - Sprich: Unternehmen, die ein Interesse daran haben, den Bestelleltern möglichst viel Geld abzunehmen und zugleich die Kosten des Prozesses und der Leihmütter möglichst gering zu halten.
- Wenn man sich einmal durch entsprechende Anbieter-Homepages klickt, findet man Pakete / "All-inclusive-Deals" mit einer unbeschränkten Anzahl Fertilisationsversuchen und Präimplantationsdiagnostik umfassen, um Geschlechter auszuwählen und Behinderungen ausschließen zu können.
- Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichten sich Leihmütter zu regelmäßigen Hormon- und Medikamentenbehandlungen und sonstigen regelmäßigen Kontrollen; körperliche und psychische Folgen der Hochrisikoschwangerschaft, die in der Regel mit einem Kaiserschnitt beendet wird, hat die Frau selbst zu tragen
- Häufig leben die Frauen während der Schwangerschaft in einer Art Klinik-Wohnheim, um eng überwacht zu werden. Dabei wird Essen, Trinken, Schlaf etc. engmaschig kontrolliert
- Kommt es zur Mehrlingsschwangerschaft, werden je nach Wunsch der Eltern einzelne Föten abgetrieben (natürlich ohne Mitsprache der Leihmutter)

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.

Mitleid mit Jens Spahn hab ich jetzt nicht unbedingt herausgelesen. Aber es scheint ein großes Verständnis dafür zu geben, dass vermögende Leute sich den Wunsch nach einem genetisch eigenen Kind erfüllen können sollten.

Das muss ich jetzt nicht unbedingt verstehen.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 23.07.2026, 10:48 (vor 42 Tagen) @ Giog

Debatten über Kinderwunsch und die Integrität von Politikern in allen Ehren, aber ich finde es einmal mehr entlarvend, mit welcher Empathie wir uns bisweilen über die politische Karriere von Jens Spahn Gedanken machen, während die Perspektive der austragenden Frauen so gut wie überhaupt nicht stattfindet. Auch ich habe in den letzten Tagen Einiges dazugelernt, nämlich:

- Leihmütter leben in der Regel prekär und in Armut. Die Entlohnung variiert zwischen 2.000 Dollar und bis zu 10.000 Dollar für eine (erfolgreiche) Schwangerschaft
- Rund um das Thema Leihmutterschaft hat sich ein Netzwerk an Unternehmen herausgebildet (transnationale Vermittlungsagenturen und Agenturen, Logistikunternehmen, Kliniken mit Reproduktionstechnologien, Pharmaindustrie, Kanzleien die sich um Adoptionsurkunden kümmern usw. usf.) - Sprich: Unternehmen, die ein Interesse daran haben, den Bestelleltern möglichst viel Geld abzunehmen und zugleich die Kosten des Prozesses und der Leihmütter möglichst gering zu halten.
- Wenn man sich einmal durch entsprechende Anbieter-Homepages klickt, findet man Pakete / "All-inclusive-Deals" mit einer unbeschränkten Anzahl Fertilisationsversuchen und Präimplantationsdiagnostik umfassen, um Geschlechter auszuwählen und Behinderungen ausschließen zu können.
- Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichten sich Leihmütter zu regelmäßigen Hormon- und Medikamentenbehandlungen und sonstigen regelmäßigen Kontrollen; körperliche und psychische Folgen der Hochrisikoschwangerschaft, die in der Regel mit einem Kaiserschnitt beendet wird, hat die Frau selbst zu tragen
- Häufig leben die Frauen während der Schwangerschaft in einer Art Klinik-Wohnheim, um eng überwacht zu werden. Dabei wird Essen, Trinken, Schlaf etc. engmaschig kontrolliert
- Kommt es zur Mehrlingsschwangerschaft, werden je nach Wunsch der Eltern einzelne Föten abgetrieben (natürlich ohne Mitsprache der Leihmutter)


Da spricht für mich wirklich so ziemlich nicht mehr viel für diese Optio eines eigenen Kindes.
Ist zwar in den USA, die sowieso einen Scheiß (auch schon vor Trumo) auf Menschen in prekären Situationen geben (sind ja selbst Schuld), aber auch hier in Deutschland würde vermutlich der ein oder andere Punkt übernommen.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 10:58 (vor 42 Tagen) @ Foreveralone


Da spricht für mich wirklich so ziemlich nicht mehr viel für diese Optio eines eigenen Kindes.
Ist zwar in den USA, die sowieso einen Scheiß (auch schon vor Trumo) auf Menschen in prekären Situationen geben (sind ja selbst Schuld), aber auch hier in Deutschland würde vermutlich der ein oder andere Punkt übernommen.

Mag sein, dass es Gemengelagen gibt, in denen das Konzept Leihmutterschaft dazu dient, z. B. nächsten Angehörigen aus altruistischen Motiven ein Kind zu ermöglichen. Sobald das Ganze einen monetären Charakter bekommt, kann es aber aus meiner Sicht nicht ohne die genannten Auswüchse verlaufen. Das lässt sich deshalb m. E. auch nicht in einer Art und Weise regulieren, die nicht zwangsläufig zur Ausbeutung von Personen in prekären Lebensumständen führt.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Scherben, Kiel, Donnerstag, 23.07.2026, 11:03 (vor 42 Tagen) @ Giog


Da spricht für mich wirklich so ziemlich nicht mehr viel für diese Optio eines eigenen Kindes.
Ist zwar in den USA, die sowieso einen Scheiß (auch schon vor Trumo) auf Menschen in prekären Situationen geben (sind ja selbst Schuld), aber auch hier in Deutschland würde vermutlich der ein oder andere Punkt übernommen.


Mag sein, dass es Gemengelagen gibt, in denen das Konzept Leihmutterschaft dazu dient, z. B. nächsten Angehörigen aus altruistischen Motiven ein Kind zu ermöglichen. Sobald das Ganze einen monetären Charakter bekommt, kann es aber aus meiner Sicht nicht ohne die genannten Auswüchse verlaufen. Das lässt sich deshalb m. E. auch nicht in einer Art und Weise regulieren, die nicht zwangsläufig zur Ausbeutung von Personen in prekären Lebensumständen führt.

Wenn sich eine Frau in derart prekären Lebensumständen befindet, wie kommt sie da denn alternativ heraus?

Es ist nicht als rhetorische Frage gemeint, aber nach meinem Verständnis hilft ein Verbot ohne einen ganzheitlichen Blick auf das Problem selten weiter.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 23.07.2026, 12:58 (vor 42 Tagen) @ Scherben


Da spricht für mich wirklich so ziemlich nicht mehr viel für diese Optio eines eigenen Kindes.
Ist zwar in den USA, die sowieso einen Scheiß (auch schon vor Trumo) auf Menschen in prekären Situationen geben (sind ja selbst Schuld), aber auch hier in Deutschland würde vermutlich der ein oder andere Punkt übernommen.


Mag sein, dass es Gemengelagen gibt, in denen das Konzept Leihmutterschaft dazu dient, z. B. nächsten Angehörigen aus altruistischen Motiven ein Kind zu ermöglichen. Sobald das Ganze einen monetären Charakter bekommt, kann es aber aus meiner Sicht nicht ohne die genannten Auswüchse verlaufen. Das lässt sich deshalb m. E. auch nicht in einer Art und Weise regulieren, die nicht zwangsläufig zur Ausbeutung von Personen in prekären Lebensumständen führt.


Wenn sich eine Frau in derart prekären Lebensumständen befindet, wie kommt sie da denn alternativ heraus?

Wird mir wahrscheinlich als Sozialistisch oder Träumerei nachgesagt;
In dem man mal das System grundsätzlich überdenkt, in dem Menschen die trotz Arbeit nicht dermaßen arm und verschuldet sind, um so etwas in Erwägung ziehen zu müssen.


Es ist nicht als rhetorische Frage gemeint, aber nach meinem Verständnis hilft ein Verbot ohne einen ganzheitlichen Blick auf das Problem selten weiter.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 11:16 (vor 42 Tagen) @ Scherben


Da spricht für mich wirklich so ziemlich nicht mehr viel für diese Optio eines eigenen Kindes.
Ist zwar in den USA, die sowieso einen Scheiß (auch schon vor Trumo) auf Menschen in prekären Situationen geben (sind ja selbst Schuld), aber auch hier in Deutschland würde vermutlich der ein oder andere Punkt übernommen.


Mag sein, dass es Gemengelagen gibt, in denen das Konzept Leihmutterschaft dazu dient, z. B. nächsten Angehörigen aus altruistischen Motiven ein Kind zu ermöglichen. Sobald das Ganze einen monetären Charakter bekommt, kann es aber aus meiner Sicht nicht ohne die genannten Auswüchse verlaufen. Das lässt sich deshalb m. E. auch nicht in einer Art und Weise regulieren, die nicht zwangsläufig zur Ausbeutung von Personen in prekären Lebensumständen führt.


Wenn sich eine Frau in derart prekären Lebensumständen befindet, wie kommt sie da denn alternativ heraus?

Es ist nicht als rhetorische Frage gemeint, aber nach meinem Verständnis hilft ein Verbot ohne einen ganzheitlichen Blick auf das Problem selten weiter.

Klar, wer Leihmutterschaft aus den von mir genannten Gründen ablehnt, muss selbstverständlich auch dafür eintreten, die Ursachen von Armut zu bekämpfen. Beides schließt sich ja nicht aus. Es erscheint mir zugleich eher zynisch, die prekäre Lebenssituation der Betroffenen als Argument dafür heranzuziehen, dass sie unter Inkaufnahme von erheblichen physischen und psychischen Belastungen eine Schwangerschaft am Markt anbieten können sollten. Ein Verbot löst Armut nicht – aber Armut dadurch zu "lösen", dass man sie ökonomisch in diesem gravierenden und krassen Ausmaß verwertbar macht, kann auch nicht der Weg sein.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

markus, Donnerstag, 23.07.2026, 12:29 (vor 42 Tagen) @ Giog


Da spricht für mich wirklich so ziemlich nicht mehr viel für diese Optio eines eigenen Kindes.
Ist zwar in den USA, die sowieso einen Scheiß (auch schon vor Trumo) auf Menschen in prekären Situationen geben (sind ja selbst Schuld), aber auch hier in Deutschland würde vermutlich der ein oder andere Punkt übernommen.


Mag sein, dass es Gemengelagen gibt, in denen das Konzept Leihmutterschaft dazu dient, z. B. nächsten Angehörigen aus altruistischen Motiven ein Kind zu ermöglichen. Sobald das Ganze einen monetären Charakter bekommt, kann es aber aus meiner Sicht nicht ohne die genannten Auswüchse verlaufen. Das lässt sich deshalb m. E. auch nicht in einer Art und Weise regulieren, die nicht zwangsläufig zur Ausbeutung von Personen in prekären Lebensumständen führt.


Wenn sich eine Frau in derart prekären Lebensumständen befindet, wie kommt sie da denn alternativ heraus?

Es ist nicht als rhetorische Frage gemeint, aber nach meinem Verständnis hilft ein Verbot ohne einen ganzheitlichen Blick auf das Problem selten weiter.


Klar, wer Leihmutterschaft aus den von mir genannten Gründen ablehnt, muss selbstverständlich auch dafür eintreten, die Ursachen von Armut zu bekämpfen. Beides schließt sich ja nicht aus. Es erscheint mir zugleich eher zynisch, die prekäre Lebenssituation der Betroffenen als Argument dafür heranzuziehen, dass sie unter Inkaufnahme von erheblichen physischen und psychischen Belastungen eine Schwangerschaft am Markt anbieten können sollten. Ein Verbot löst Armut nicht – aber Armut dadurch zu "lösen", dass man sie ökonomisch in diesem gravierenden und krassen Ausmaß verwertbar macht, kann auch nicht der Weg sein.

Was wäre denn eine realistische Lösung? Ich gehe nicht davon aus, dass wir es schaffen werden, Armut weltweit zu beseitigen.

Es ist ja schon ein grundsätzliches Problem. Der Mensch ist egoistisch. Staaten stehen in Konkurrenz zueinander. Wenn wir ehrlich sind, profitieren wir alle in vielen Bereichen selbst davon, dass Menschen in anderen Ländern unter schlechten Bedingungen arbeiten. Die Schuhe von Primark für 4,99 Euro gibt es vermutlich nur deshalb, weil sie dort produziert werden, wo Löhne niedrig sind und Sozialversicherungen fehlen.

Es stellt sich auch die Frage, wo Armut und Zwang beginnt. Wenn man Armut oder eine Zwangslage so weit auslegt, dass sie bereits immer dann vorliegt, wenn jemand etwas nur wegen des Geldes tut, dann wäre letztlich auch ein großer Teil der Arbeitswelt in Deutschland von Zwang geprägt. Die wenigsten Menschen würden ihren Beruf weiter ausüben, wenn sie dafür kein Geld mehr bekämen. Die meisten Menschen tun das nur deshalb, weil sie auf das Geld angewiesen sind. Besonders körperlich und psychisch sehr belastende Tätigkeiten wie Spargelstechen, Altenpflege oder die Arbeit in Schlachtbetrieben werden zudem häufig von zugewanderten Menschen übernommen, weil viele Deutsche diese Arbeit nicht machen möchten. Wir wissen aber, dass diese Menschen einen noch größeren wirtschaftlichen Druck haben und lassen das einfach ohne Skrupel zu.

Wenn für bestimmte Menschen die Alternativen schlimmer sind als Prostitution und Leihmutterschaft, ist es für mich naheliegen, dass sie sich für diesen Weg entscheiden. Dann kann es doch nur noch darum gehen, diese Tätigkeiten möglichst gut zu regulieren.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 23.07.2026, 21:42 (vor 42 Tagen) @ markus

Wenn für bestimmte Menschen die Alternativen schlimmer sind als Prostitution und Leihmutterschaft, ist es für mich naheliegen, dass sie sich für diesen Weg entscheiden. Dann kann es doch nur noch darum gehen, diese Tätigkeiten möglichst gut zu regulieren.

Anders kann man es aus meiner Sicht nicht sehen. Zumindest dann nicht, wenn man vorrangig die Interessen derjenigen Frauen im Auge hat, um die es geht, anstatt die eigenen Moralvorstellungen als den von allen einzuhaltenden Maßstab anzusehen.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

CF, Donnerstag, 23.07.2026, 10:40 (vor 42 Tagen) @ Giog

Debatten über Kinderwunsch und die Integrität von Politikern in allen Ehren, aber ich finde es einmal mehr entlarvend, mit welcher Empathie wir uns bisweilen über die politische Karriere von Jens Spahn Gedanken machen, während die Perspektive der austragenden Frauen so gut wie überhaupt nicht stattfindet. Auch ich habe in den letzten Tagen Einiges dazugelernt, nämlich:

- Leihmütter leben in der Regel prekär und in Armut. Die Entlohnung variiert zwischen 2.000 Dollar und bis zu 10.000 Dollar für eine (erfolgreiche) Schwangerschaft
- Rund um das Thema Leihmutterschaft hat sich ein Netzwerk an Unternehmen herausgebildet (transnationale Vermittlungsagenturen und Agenturen, Logistikunternehmen, Kliniken mit Reproduktionstechnologien, Pharmaindustrie, Kanzleien die sich um Adoptionsurkunden kümmern usw. usf.) - Sprich: Unternehmen, die ein Interesse daran haben, den Bestelleltern möglichst viel Geld abzunehmen und zugleich die Kosten des Prozesses und der Leihmütter möglichst gering zu halten.
- Wenn man sich einmal durch entsprechende Anbieter-Homepages klickt, findet man Pakete / "All-inclusive-Deals" mit einer unbeschränkten Anzahl Fertilisationsversuchen und Präimplantationsdiagnostik umfassen, um Geschlechter auszuwählen und Behinderungen ausschließen zu können.
- Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichten sich Leihmütter zu regelmäßigen Hormon- und Medikamentenbehandlungen und sonstigen regelmäßigen Kontrollen; körperliche und psychische Folgen der Hochrisikoschwangerschaft, die in der Regel mit einem Kaiserschnitt beendet wird, hat die Frau selbst zu tragen
- Häufig leben die Frauen während der Schwangerschaft in einer Art Klinik-Wohnheim, um eng überwacht zu werden. Dabei wird Essen, Trinken, Schlaf etc. engmaschig kontrolliert
- Kommt es zur Mehrlingsschwangerschaft, werden je nach Wunsch der Eltern einzelne Föten abgetrieben (natürlich ohne Mitsprache der Leihmutter)

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.

Ich hab ja diese Diskussion hier ziemlich intensiv verfolgt, aber Mitleid mit Jens Spahn hab ich nun wirklich nicht herausgelesen? Dazu besteht ja nun auch nicht der geringste Anlass.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 10:46 (vor 42 Tagen) @ CF

Der Thread beginnt doch literally mit der Äußerung, dass sich Jens Spahn in einem so schlimmen inneren Konflikt befunden haben muss, dass er unser Mitgefühl verdient. Aber das brauchen wir auch nicht so hoch zu hängen, mir geht es einfach um den Fokus der Debatte. Dass Jens Spahn ein korrupter Politiker ist, der unsere Ärsche übermorgen an die AfD verkaufen würde wenn es ihm nur genügend Macht verschaffen würde - dafür hätte es die causa Leihmutterschaft sicher nicht gebraucht.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 23.07.2026, 10:29 (vor 42 Tagen) @ Giog

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.

Ich finde es interessant das es letztlich ein privater Grund war warum Jens Spahn zurück getreten ist.
Es gab schon mehrere Gründe für einen Rücktritt.
Das jetzt ausgerechnet die Leihmutterschafts als solches hier heiß diskutiert wird finde ich ein bisschen verwirrend, ich weiß gerade nicht wie ich es anders ausdrücken soll.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Scherben, Kiel, Donnerstag, 23.07.2026, 10:53 (vor 42 Tagen) @ Garum

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.


Ich finde es interessant das es letztlich ein privater Grund war warum Jens Spahn zurück getreten ist.
Es gab schon mehrere Gründe für einen Rücktritt.
Das jetzt ausgerechnet die Leihmutterschafts als solches hier heiß diskutiert wird finde ich ein bisschen verwirrend, ich weiß gerade nicht wie ich es anders ausdrücken soll.

Wenn ich zynisch wäre, würde ich glatt sagen, dass es hier um den Körper von gebärfähigen Frauen geht, und da reden traditionell ja gern auch Männer mit.

Ich bin zum Glück kein Zyniker. Wäre trotzdem ganz schön, wenn solche Themen vorrangig von Frauen bestritten würden. Am Ende kann ich als Mann sowieso recht wenig von Wert beitragen.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

istar, Donnerstag, 23.07.2026, 11:31 (vor 42 Tagen) @ Scherben

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.


Ich finde es interessant das es letztlich ein privater Grund war warum Jens Spahn zurück getreten ist.
Es gab schon mehrere Gründe für einen Rücktritt.
Das jetzt ausgerechnet die Leihmutterschafts als solches hier heiß diskutiert wird finde ich ein bisschen verwirrend, ich weiß gerade nicht wie ich es anders ausdrücken soll.


Wenn ich zynisch wäre, würde ich glatt sagen, dass es hier um den Körper von gebärfähigen Frauen geht, und da reden traditionell ja gern auch Männer mit.

Ich bin zum Glück kein Zyniker. Wäre trotzdem ganz schön, wenn solche Themen vorrangig von Frauen bestritten würden. Am Ende kann ich als Mann sowieso recht wenig von Wert beitragen.

Und im Gegenzug halten die Weiber sich dann aus Männerthemen raus oder was jetzt?

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 11:38 (vor 42 Tagen) @ istar

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.


Ich finde es interessant das es letztlich ein privater Grund war warum Jens Spahn zurück getreten ist.
Es gab schon mehrere Gründe für einen Rücktritt.
Das jetzt ausgerechnet die Leihmutterschafts als solches hier heiß diskutiert wird finde ich ein bisschen verwirrend, ich weiß gerade nicht wie ich es anders ausdrücken soll.


Wenn ich zynisch wäre, würde ich glatt sagen, dass es hier um den Körper von gebärfähigen Frauen geht, und da reden traditionell ja gern auch Männer mit.

Ich bin zum Glück kein Zyniker. Wäre trotzdem ganz schön, wenn solche Themen vorrangig von Frauen bestritten würden. Am Ende kann ich als Mann sowieso recht wenig von Wert beitragen.


Und im Gegenzug halten die Weiber sich dann aus Männerthemen raus oder was jetzt?

Zumindest ist mal wieder bewiesen worden, dass die Abgabe des dümmstmöglichen Kommentares in aller Regel zuverlässig von Männerseite kommt.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

istar, Donnerstag, 23.07.2026, 12:37 (vor 42 Tagen) @ Giog

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.


Ich finde es interessant das es letztlich ein privater Grund war warum Jens Spahn zurück getreten ist.
Es gab schon mehrere Gründe für einen Rücktritt.
Das jetzt ausgerechnet die Leihmutterschafts als solches hier heiß diskutiert wird finde ich ein bisschen verwirrend, ich weiß gerade nicht wie ich es anders ausdrücken soll.


Wenn ich zynisch wäre, würde ich glatt sagen, dass es hier um den Körper von gebärfähigen Frauen geht, und da reden traditionell ja gern auch Männer mit.

Ich bin zum Glück kein Zyniker. Wäre trotzdem ganz schön, wenn solche Themen vorrangig von Frauen bestritten würden. Am Ende kann ich als Mann sowieso recht wenig von Wert beitragen.


Und im Gegenzug halten die Weiber sich dann aus Männerthemen raus oder was jetzt?


Zumindest ist mal wieder bewiesen worden, dass die Abgabe des dümmstmöglichen Kommentares in aller Regel zuverlässig von Männerseite kommt.

Das war auch total ernst gemeint. Aber gut, dass du das verstanden hast.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 25.07.2026, 10:45 (vor 40 Tagen) @ istar

Ein Scherz kann es kaum gewesen sein. Dann würde der Beitrag nämlich noch weniger Sinn ergeben als so schon.

Obwohl: vielleicht muss man istar-Maßstäbe anlegen. Dann wäre so ziemlich alles möglich, auch dass der Beitrag ironisch gemeint war.

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 23.07.2026, 12:40 (vor 42 Tagen) @ istar

Gratulation für den gelungenen Scherz!

Das Wesentliche gerät mal wieder in den Hintergrund

haweka, Donnerstag, 23.07.2026, 11:17 (vor 42 Tagen) @ Scherben

Ich empfehle, sich in das Thema einzulesen und sich dann noch einmal zu Fragen, ob unser Mitleid bzw. der Fokus der Debatte Jens Spahn gelten sollte.


Ich finde es interessant das es letztlich ein privater Grund war warum Jens Spahn zurück getreten ist.
Es gab schon mehrere Gründe für einen Rücktritt.
Das jetzt ausgerechnet die Leihmutterschafts als solches hier heiß diskutiert wird finde ich ein bisschen verwirrend, ich weiß gerade nicht wie ich es anders ausdrücken soll.


Wenn ich zynisch wäre, würde ich glatt sagen, dass es hier um den Körper von gebärfähigen Frauen geht, und da reden traditionell ja gern auch Männer mit.

Ich bin zum Glück kein Zyniker. Wäre trotzdem ganz schön, wenn solche Themen vorrangig von Frauen bestritten würden. Am Ende kann ich als Mann sowieso recht wenig von Wert beitragen.

Es ist aber durchaus möglich, auch als Mann neue Erkenntnisse zu gewinnen. Ohne diesen Thread hier hätte ich mir vermutlich nicht so viele Gedanken über Leihmutterschaft gemacht. Danke an Schwatzgelb.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

Ulrich, Mittwoch, 22.07.2026, 14:51 (vor 43 Tagen) @ Klopfer

Nach abgelehnter Abtreibung: Kanadisches Paar verklagt Leihmutter wegen „erheblichem emotionalen Schaden“ (Tagesspiegel)

"Als bei Ultraschalluntersuchungen eine Lippenspalte und ein Herzfehler festgestellt wurden, verlangten die Wunscheltern einen Abbruch. Die Leihmutter trug das Kind trotzdem aus."

Sicherlich ein extremes Beispiel. Aber es zeigt auf, welche Probleme es bei einer Leihmutterschaft geben kann.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 16:40 (vor 43 Tagen) @ Ulrich

Nach abgelehnter Abtreibung: Kanadisches Paar verklagt Leihmutter wegen „erheblichem emotionalen Schaden“ (Tagesspiegel)

"Als bei Ultraschalluntersuchungen eine Lippenspalte und ein Herzfehler festgestellt wurden, verlangten die Wunscheltern einen Abbruch. Die Leihmutter trug das Kind trotzdem aus."

Sicherlich ein extremes Beispiel. Aber es zeigt auf, welche Probleme es bei einer Leihmutterschaft geben kann.

Ähnliche Konflikte gibt es allerdings auch außerhalb der Leihmutterschaft. Wenn in einer normalen Schwangerschaft eine Behinderung festgestellt wird, kann der Vater ebenfalls einen Schwangerschaftsabbruch wollen, während die Mutter ihn ablehnt. Die letztendliche Entscheidung liegt auch dort bei der schwangeren Frau.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

Ulrich, Donnerstag, 23.07.2026, 10:18 (vor 42 Tagen) @ markus

Nach abgelehnter Abtreibung: Kanadisches Paar verklagt Leihmutter wegen „erheblichem emotionalen Schaden“ (Tagesspiegel)

"Als bei Ultraschalluntersuchungen eine Lippenspalte und ein Herzfehler festgestellt wurden, verlangten die Wunscheltern einen Abbruch. Die Leihmutter trug das Kind trotzdem aus."

Sicherlich ein extremes Beispiel. Aber es zeigt auf, welche Probleme es bei einer Leihmutterschaft geben kann.


Ähnliche Konflikte gibt es allerdings auch außerhalb der Leihmutterschaft. Wenn in einer normalen Schwangerschaft eine Behinderung festgestellt wird, kann der Vater ebenfalls einen Schwangerschaftsabbruch wollen, während die Mutter ihn ablehnt. Die letztendliche Entscheidung liegt auch dort bei der schwangeren Frau.

Hier allerdings sind in der Regel drei Personen betroffen. Die Person, von der die Eizelle stammt, die Person, von der die Spermie stammt, mit der die Eizelle befruchtet wird, und die Person, die das Kind austrägt. Verbunden sind die ersten beiden mit der Leihmutter über einen Vertrag. Aber der kann nicht wirksam alle Eventualitäten abdecken. Im allerschlimmsten Fall landet das Kind am Ende in einem Heim.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 25.07.2026, 10:48 (vor 40 Tagen) @ Ulrich

Aber der kann nicht wirksam alle Eventualitäten abdecken. Im allerschlimmsten Fall landet das Kind am Ende in einem Heim.

Was bei "normal" geborenen Kindern vermutlich in höherem prozentualen Umfang der Fall sein dürfte. Sollte man daher Geburten pauschal verbieten? Oder sich eher Gedanken darüber machen, Regelungen zu finden, die das bestmöglich unterbinden können?

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

Gargamel09, Mittwoch, 22.07.2026, 17:09 (vor 43 Tagen) @ markus

Nach abgelehnter Abtreibung: Kanadisches Paar verklagt Leihmutter wegen „erheblichem emotionalen Schaden“ (Tagesspiegel)

"Als bei Ultraschalluntersuchungen eine Lippenspalte und ein Herzfehler festgestellt wurden, verlangten die Wunscheltern einen Abbruch. Die Leihmutter trug das Kind trotzdem aus."

Sicherlich ein extremes Beispiel. Aber es zeigt auf, welche Probleme es bei einer Leihmutterschaft geben kann.


Ähnliche Konflikte gibt es allerdings auch außerhalb der Leihmutterschaft. Wenn in einer normalen Schwangerschaft eine Behinderung festgestellt wird, kann der Vater ebenfalls einen Schwangerschaftsabbruch wollen, während die Mutter ihn ablehnt. Die letztendliche Entscheidung liegt auch dort bei der schwangeren Frau.

Da ist ein Paar aber nur allein involviert, hier ist noch eine 3 Person dabei und die hat schließlich die größte Aufgabe/Last zu zutragen. Wenn das Paar sagt, wollen wir nicht, steht die Leihmutter alleine da und muss dann entscheiden, was sie macht. Vermutlich wird dann noch geklagt, dass die Leihmutter kein Geld bekommt, weil sie sich gegen die Eltern stellt. Somit nicht wirklich vergleichbar.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 17:28 (vor 43 Tagen) @ Gargamel09

vermutlich, hätte, wäre, wenn.....

Welchen Sinn soll es haben, den Fall der Leute mit emotionalem Schaden, die wegen dieses Schadens auch noch klagen, anzuführen? Das ist nicht mehr als einer von zig denkbaren kritischen Fällen. Den man aber wie auch die anderen mit vernünftigen, eindeutigen Regularien abfangen kann.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

Gargamel09, Mittwoch, 22.07.2026, 18:22 (vor 43 Tagen) @ nico36de

vermutlich, hätte, wäre, wenn.....

Welchen Sinn soll es haben, den Fall der Leute mit emotionalem Schaden, die wegen dieses Schadens auch noch klagen, anzuführen? Das ist nicht mehr als einer von zig denkbaren kritischen Fällen. Den man aber wie auch die anderen mit vernünftigen, eindeutigen Regularien abfangen kann.

Wie soll man etwas, was keine Sache ist, mit Regularien abfangen.
Ein Auto, was Dir nicht gefällt, kannst Du zurückgeben, Du kannst sogar noch Deine Meinung ändern und vor der Auslieferung vom Vertrag zurücktreten, bei einem Kind schwierig.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 22.07.2026, 19:18 (vor 43 Tagen) @ Gargamel09

vermutlich, hätte, wäre, wenn.....

Welchen Sinn soll es haben, den Fall der Leute mit emotionalem Schaden, die wegen dieses Schadens auch noch klagen, anzuführen? Das ist nicht mehr als einer von zig denkbaren kritischen Fällen. Den man aber wie auch die anderen mit vernünftigen, eindeutigen Regularien abfangen kann.


Wie soll man etwas, was keine Sache ist, mit Regularien abfangen.

> Ein Auto, was Dir nicht gefällt, kannst Du zurückgeben, Du kannst sogar noch Deine Meinung ändern und vor der Auslieferung vom Vertrag zurücktreten, bei einem Kind schwierig.

Nein, pacta sunt servanda gilt auch bei Autos. Es gibt beim stationären Handel eben KEIN gesetzliches Widerrufsrecht.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 20:23 (vor 43 Tagen) @ MarcBVB

Nein, pacta sunt servanda gilt auch bei Autos. Es gibt beim stationären Handel eben KEIN gesetzliches Widerrufsrecht.

Es gibt eine Ausnahme: Sollte der Autokauf finanziert werden, bilden Kaufvertrag und Darlehensvertrag ein verbundenes Geschäft gem. § 358 BGB. In diesem Fall hat ein Verbraucher dann doch ein Widerrufsrecht.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

burz, Lünen, Mittwoch, 22.07.2026, 19:06 (vor 43 Tagen) @ Gargamel09

vermutlich, hätte, wäre, wenn.....

Welchen Sinn soll es haben, den Fall der Leute mit emotionalem Schaden, die wegen dieses Schadens auch noch klagen, anzuführen? Das ist nicht mehr als einer von zig denkbaren kritischen Fällen. Den man aber wie auch die anderen mit vernünftigen, eindeutigen Regularien abfangen kann.


Wie soll man etwas, was keine Sache ist, mit Regularien abfangen.
Ein Auto, was Dir nicht gefällt, kannst Du zurückgeben, Du kannst sogar noch Deine Meinung ändern und vor der Auslieferung vom Vertrag zurücktreten, bei einem Kind schwierig.

Ich denke, dass Fragen wie ein möglicher Schwangerschaftsabbruch, genetische Auffälligkeiten des Kindes oder andere medizinische Entscheidungen vor Beginn der Leihmutterschaft anhand eines juristisch klar formulierten Fragenkatalogs geregelt werden sollten – soweit solche Fragen nicht bereits gesetzlich vorgegeben sind. Kommt in wesentlichen Punkten keine Einigung zustande, sollte die Leihmutterschaft nicht zustande kommen.

Das wären sicherlich Mindestanforderungen an eine Leihmutterschaft. Soweit ich das als Nichtjurist beurteilen kann, wären aber manche solcher Regelungen nicht bindend - vor allem für die Leihmutter. Dessen müssten sich alle Beteiligten bewusst sein. Letztlich müsste das Rahmenwerk so ausgestaltet sein, dass insbesondere für ein warum auch immer zur Welt gebrachtes Kind für annähernd alle denkbaren Szenarien eine gute Lösung gefunden wird.

Im Zweifelsfall darf es nie zu einer Leihmutterschaft kommen.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 16:57 (vor 43 Tagen) @ markus

Nach abgelehnter Abtreibung: Kanadisches Paar verklagt Leihmutter wegen „erheblichem emotionalen Schaden“ (Tagesspiegel)

"Als bei Ultraschalluntersuchungen eine Lippenspalte und ein Herzfehler festgestellt wurden, verlangten die Wunscheltern einen Abbruch. Die Leihmutter trug das Kind trotzdem aus."

Sicherlich ein extremes Beispiel. Aber es zeigt auf, welche Probleme es bei einer Leihmutterschaft geben kann.


Ähnliche Konflikte gibt es allerdings auch außerhalb der Leihmutterschaft. Wenn in einer normalen Schwangerschaft eine Behinderung festgestellt wird, kann der Vater ebenfalls einen Schwangerschaftsabbruch wollen, während die Mutter ihn ablehnt. Die letztendliche Entscheidung liegt auch dort bei der schwangeren Frau.

In dem Fall muss sich das Paar dann wohl einigen, wenn sie weiterhin zusammenleben wollen. Wenn nicht und es kommt zur Trennung, dann dürfte wohl Unterhalt fällig werden. Wie sieht das dann im Fall der Leihmutter aus? Ist die auf sich alleingestellt mit dem Kind, wenn die potentiellen neuen Eltern vom Geschäft zurücktreten oder müssen die das Kind dann trotzdem nehmen?

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 17:31 (vor 43 Tagen) @ CF

Vielleicht solltest du dir Mühe machen, verlinkte Beiträge einfach mal zu lesen.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 18:11 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Vielleicht solltest du dir Mühe machen, verlinkte Beiträge einfach mal zu lesen.

Die Fragen werden in dem Artikel nicht beantwortet. Sie waren natürlich allgemein gestellt. Vorschlag: lies sie dir am besten nochmal durch.

Leihmutterschaft: Wenn das Kind nicht "perfekt" ist .....

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 17:31 (vor 43 Tagen) @ CF

Nach abgelehnter Abtreibung: Kanadisches Paar verklagt Leihmutter wegen „erheblichem emotionalen Schaden“ (Tagesspiegel)

"Als bei Ultraschalluntersuchungen eine Lippenspalte und ein Herzfehler festgestellt wurden, verlangten die Wunscheltern einen Abbruch. Die Leihmutter trug das Kind trotzdem aus."

Sicherlich ein extremes Beispiel. Aber es zeigt auf, welche Probleme es bei einer Leihmutterschaft geben kann.


Ähnliche Konflikte gibt es allerdings auch außerhalb der Leihmutterschaft. Wenn in einer normalen Schwangerschaft eine Behinderung festgestellt wird, kann der Vater ebenfalls einen Schwangerschaftsabbruch wollen, während die Mutter ihn ablehnt. Die letztendliche Entscheidung liegt auch dort bei der schwangeren Frau.


In dem Fall muss sich das Paar dann wohl einigen, wenn sie weiterhin zusammenleben wollen. Wenn nicht und es kommt zur Trennung, dann dürfte wohl Unterhalt fällig werden. Wie sieht das dann im Fall der Leihmutter aus? Ist die auf sich alleingestellt mit dem Kind, wenn die potentiellen neuen Eltern vom Geschäft zurücktreten oder müssen die das Kind dann trotzdem nehmen?

Die Frage wie man damit umgeht, ist dann Teil des Gesetzes. Soweit sind wir noch lange nicht.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass derartige Risiken und Konflikte auch in normalen Schwangerschaften vorkommen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

burz, Lünen, Dienstag, 21.07.2026, 11:57 (vor 44 Tagen) @ Klopfer

Ich habe mich in der Diskussion bisher bewusst zurückgehalten. Aus meiner Sicht kann man das Thema nur mit einer eingehenden Analyse von Erfahrungsberichten von Leihmüttern bewerten. Ggf. gibt es auch schon genügend erwachsene Kinder, die von Leihmüttern zur Welt gebracht wurden und sich dazu geäußert haben. Hinzu kämen noch Eltern, die ein Kind von einer Leihmutter erhalten haben (also Menschen wie Jens Spahn, allerdings mit vielen Jahren Abstand und entsprechenden Erfahrungen)

Diese Erfahrungen gibt es zwar nicht in Deutschland. In den USA sollten solche Analysen aber verfügbar sein.

Alles andere ist Theorie und ich wundere mich, dass die eindeutigen Positionen Pro oder Contra Leihmutterschaft weitgehend anhand von Annahmen belegt werden.

Hier wurde ja auch häufiger die Parallele zur Prostitution gezogen. Die heutige Meinung zum Thema Prostitution wird auch maßgeblich von Menschen geprägt, die selbst von Prostitution betroffen waren und sich mit einigen Jahren Abstand zu ihren Erfahrungen äußern. Diese Sichtweise scheint mir in der bisherigen Debatte zu kurz zu kommen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 12:28 (vor 44 Tagen) @ burz

Ich habe mich in der Diskussion bisher bewusst zurückgehalten. Aus meiner Sicht kann man das Thema nur mit einer eingehenden Analyse von Erfahrungsberichten von Leihmüttern bewerten. Ggf. gibt es auch schon genügend erwachsene Kinder, die von Leihmüttern zur Welt gebracht wurden und sich dazu geäußert haben. Hinzu kämen noch Eltern, die ein Kind von einer Leihmutter erhalten haben (also Menschen wie Jens Spahn, allerdings mit vielen Jahren Abstand und entsprechenden Erfahrungen)

Diese Erfahrungen gibt es zwar nicht in Deutschland. In den USA sollten solche Analysen aber verfügbar sein.

Alles andere ist Theorie und ich wundere mich, dass die eindeutigen Positionen Pro oder Contra Leihmutterschaft weitgehend anhand von Annahmen belegt werden.

Hier wurde ja auch häufiger die Parallele zur Prostitution gezogen. Die heutige Meinung zum Thema Prostitution wird auch maßgeblich von Menschen geprägt, die selbst von Prostitution betroffen waren und sich mit einigen Jahren Abstand zu ihren Erfahrungen äußern. Diese Sichtweise scheint mir in der bisherigen Debatte zu kurz zu kommen.

Diese Diskussion hier ist doch, wie so häufig, wieder mehrheitlich auf gefährlichem Halbwissen basierend und driftet ausschließlich in die Extreme. Ich werde auch nie verstehen, warum man Diskussionen nicht erst einmal aus einer gemäßigten Position beginnt, wenn man nicht absoluter Fachmann für eine Sache ist. Nein, da reicht schon, dass man mal eine Youtube-Reportage gesehen hat und Zack, ist die Meinung gesetzt.

Meine Frau und ich haben uns im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mal ausgiebig mit dem Thema "Eizellenspende" auseinander gesetzt und hier Informationsveranstaltungen besucht. In Deutschland ist dies verboten, wir waren damals sowohl in Österreich als auch in Spanien.
Schon bei dieser Version der Hilfeleistung für kinderlose Paare gibt es etliche Vorschriften zum Schutz aller Parteien, auch der Eizelle selbst als auch des oder der Embryonen. Spenderinnen haben ausgiebige psychologische Betreuung, vor der Spende, nach der Spende. Eltern haben ausgiebige psycholgische Betreuung, vorher und auch Jahre später. Es gibt sogar extra geschriebene Kinderbücher, die im Rahmen der Erziehung genutzt werden können, um dem Kind zu erklären, wie es (entgegen der natürlichen Praxis) entstanden ist. Usw usw usw. Die gesetzlichen Vorschriften hierfür sind sehr streng (Vorhaltung der Zellen, Anzahl dieser, Untersuchung von Erbkrankheiten usw.)

Und hier wird so getan, als ob da verarmte Frauen eingefangen würden, die keine Ausweg mehr sehen, als gegen Geld ihren Körper zu verkaufen. Natürlich ist das Wohlergehen mE der austragenden Frau die wichtigste Komponente dieser Angelegeneheit. Aber wie kann man hier auf die Idee kommen teilweise so pauschale Meinungen zu vertreten? Wenn bei einer ("bloßen") Eizellenspende schon so reguliert wird, warum sollte dies bei einer Leihmutterschaft nicht der Fall sein? Und selbst dann kann man ja meinetwegen noch drüber diskutieren. Aber so krass in die Extreme? Ich finde es wirklich absurd hier teilweise. Was passiert denn mit Familien in unserer Gesellschaft, die offen (wie Spahn) eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben? Die ächten wir dann oder was per se? Absurd meines Erachtens nach.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Schoeneschooh, CDMX, Dienstag, 21.07.2026, 20:32 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich fühle mich von deiner Äußerung zu der Youtube-Reportage angesprochen, deswegen möchte ich dir kurz antworten und vorab schonmal meinem Respekt dazu äußern, dass du hier deine persönliche, sehr intime Erfahrung geteilt hast.

Ich habe nicht wirklich ein Problem mit Leuten, die das Angebot in Anspruch nehmen (auch bei Spahn nicht, da geht es mir ausschließlich um seine mangelnde Glaubwürdigkeit). Da liegt es bei der aktuellen Gesetzeslage an jedem Einzelnen in seinem Fall zu entscheiden, ob er/sie das mit sich ausmachen kann. Hier pauschal zu kritisieren geht in meinem Augen nicht!

Ich finde es aber maximal inkonsequent und am Ende auch feige, dass wir als Gesellschaft das Vorgehen (mit all seinen Herausforderungen, Chancen und Problemen) in Deutschland verbieten und faktisch einfach nur ins Ausland verschieben. Und dort kommt es dann anscheinend zu solchen Konstellationen, die gut funktionieren und zu anderen, bei denen in meinem Augen jede Grenze des ethisch-moralisch vertretbaren überschritten wird.

Daher sollten wir in meinem Augen entweder eine eigene Lösung in Deutschland ermöglichen oder es ggf. komplett verbieten. Dafür braucht es aber keine (oder nicht nur eine) Diskussion von Interessierten in einem Fußballforum, sondern eine breite gesellschaftliche Debatte unter Experten (und Betroffenen auf beiden Seiten).

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 21:12 (vor 44 Tagen) @ Schoeneschooh

Daher sollten wir in meinem Augen entweder eine eigene Lösung in Deutschland ermöglichen oder es ggf. komplett verbieten. Dafür braucht es aber keine (oder nicht nur eine) Diskussion von Interessierten in einem Fußballforum, sondern eine breite gesellschaftliche Debatte unter Experten (und Betroffenen auf beiden Seiten).

Die Debatte hat ja durchaus begonnen. So war das Thema Leihmutterschaft heute recht ausführlich der Opener in der 20-Uhr-Tagesschau. Das Thema ist jetzt schon sehr präsent. Nach Spahns Rücktritt kann darüber ja auch besser gesprochen werden, als wenn er sich an seinen Posten geklammert hätte. Aber eine Diskussion kann bei solchen Themen lange dauern.

Ich denke da nur an unser völlig unbrauchbares Organspendegesetz, bei dem die Politik gefühlt seit einem halben Jahrhundert herumeiert. Und da geht es nicht um die Erfüllung von Herzenswünschen, sondern um tausendfaches vermeidbares Sterben.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Mittwoch, 22.07.2026, 07:42 (vor 44 Tagen) @ Habakuk

Daher sollten wir in meinem Augen entweder eine eigene Lösung in Deutschland ermöglichen oder es ggf. komplett verbieten. Dafür braucht es aber keine (oder nicht nur eine) Diskussion von Interessierten in einem Fußballforum, sondern eine breite gesellschaftliche Debatte unter Experten (und Betroffenen auf beiden Seiten).


Die Debatte hat ja durchaus begonnen. So war das Thema Leihmutterschaft heute recht ausführlich der Opener in der 20-Uhr-Tagesschau. Das Thema ist jetzt schon sehr präsent. Nach Spahns Rücktritt kann darüber ja auch besser gesprochen werden, als wenn er sich an seinen Posten geklammert hätte. Aber eine Diskussion kann bei solchen Themen lange dauern.

Ich denke da nur an unser völlig unbrauchbares Organspendegesetz, bei dem die Politik gefühlt seit einem halben Jahrhundert herumeiert. Und da geht es nicht um die Erfüllung von Herzenswünschen, sondern um tausendfaches vermeidbares Sterben.

Wenn es um eine Thematik geht, bei der du dich für durchgestiegen hältst, dann kanns nicht schnell genug gehen. Vielleicht sollte es dich dazu bewegen bei anderen Thematiken, wo du vielleicht noch nicht so durchgestiegen bist, ein wenig an Militanz rauszunehmen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Habakuk, OWL, Mittwoch, 22.07.2026, 08:03 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Daher sollten wir in meinem Augen entweder eine eigene Lösung in Deutschland ermöglichen oder es ggf. komplett verbieten. Dafür braucht es aber keine (oder nicht nur eine) Diskussion von Interessierten in einem Fußballforum, sondern eine breite gesellschaftliche Debatte unter Experten (und Betroffenen auf beiden Seiten).


Die Debatte hat ja durchaus begonnen. So war das Thema Leihmutterschaft heute recht ausführlich der Opener in der 20-Uhr-Tagesschau. Das Thema ist jetzt schon sehr präsent. Nach Spahns Rücktritt kann darüber ja auch besser gesprochen werden, als wenn er sich an seinen Posten geklammert hätte. Aber eine Diskussion kann bei solchen Themen lange dauern.

Ich denke da nur an unser völlig unbrauchbares Organspendegesetz, bei dem die Politik gefühlt seit einem halben Jahrhundert herumeiert. Und da geht es nicht um die Erfüllung von Herzenswünschen, sondern um tausendfaches vermeidbares Sterben.


Wenn es um eine Thematik geht, bei der du dich für durchgestiegen hältst, dann kanns nicht schnell genug gehen. Vielleicht sollte es dich dazu bewegen bei anderen Thematiken, wo du vielleicht noch nicht so durchgestiegen bist, ein wenig an Militanz rauszunehmen.

Ich habe darauf hingewiesen, dass solche Debatten lange dauern können. Und auch wenn es dich persönlich vielleicht weniger betrifft, dürfte die Organspende das im täglichen Leben bedeutendere Thema sein. Und selbst bei diesem haben wir nach ewigen Anläufen noch immer keine taugliche Lösung. Was ist an dieser Aussage militant?

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Mittwoch, 22.07.2026, 08:54 (vor 43 Tagen) @ Habakuk

Daher sollten wir in meinem Augen entweder eine eigene Lösung in Deutschland ermöglichen oder es ggf. komplett verbieten. Dafür braucht es aber keine (oder nicht nur eine) Diskussion von Interessierten in einem Fußballforum, sondern eine breite gesellschaftliche Debatte unter Experten (und Betroffenen auf beiden Seiten).


Die Debatte hat ja durchaus begonnen. So war das Thema Leihmutterschaft heute recht ausführlich der Opener in der 20-Uhr-Tagesschau. Das Thema ist jetzt schon sehr präsent. Nach Spahns Rücktritt kann darüber ja auch besser gesprochen werden, als wenn er sich an seinen Posten geklammert hätte. Aber eine Diskussion kann bei solchen Themen lange dauern.

Ich denke da nur an unser völlig unbrauchbares Organspendegesetz, bei dem die Politik gefühlt seit einem halben Jahrhundert herumeiert. Und da geht es nicht um die Erfüllung von Herzenswünschen, sondern um tausendfaches vermeidbares Sterben.


Wenn es um eine Thematik geht, bei der du dich für durchgestiegen hältst, dann kanns nicht schnell genug gehen. Vielleicht sollte es dich dazu bewegen bei anderen Thematiken, wo du vielleicht noch nicht so durchgestiegen bist, ein wenig an Militanz rauszunehmen.


Ich habe darauf hingewiesen, dass solche Debatten lange dauern können. Und auch wenn es dich persönlich vielleicht weniger betrifft, dürfte die Organspende das im täglichen Leben bedeutendere Thema sein. Und selbst bei diesem haben wir nach ewigen Anläufen noch immer keine taugliche Lösung. Was ist an dieser Aussage militant?


Entschuldigung, aber warum genau sollte das Thema Organspende das im täglichen Leben bedeutendere sein? Weil du das Thema durchdacht hast, für dich bewertet und deshalb kanns losgehen? Das gilt bei anderen Thematiken für andere Leute ebenso.
Wie viel Raum nimmt das Thema "Queere Rechte" derzeit ein? Komm ich da um die Ecke und sage "da sollten aber andere Themen deutlich übergeordnet werden- betrifft ja nur wenige"

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Habakuk, OWL, Mittwoch, 22.07.2026, 09:19 (vor 43 Tagen) @ Trainer09

Ich habe darauf hingewiesen, dass solche Debatten lange dauern können. Und auch wenn es dich persönlich vielleicht weniger betrifft, dürfte die Organspende das im täglichen Leben bedeutendere Thema sein. Und selbst bei diesem haben wir nach ewigen Anläufen noch immer keine taugliche Lösung. Was ist an dieser Aussage militant?

Entschuldigung, aber warum genau sollte das Thema Organspende das im täglichen Leben bedeutendere sein? Weil du das Thema durchdacht hast, für dich bewertet und deshalb kanns losgehen? Das gilt bei anderen Thematiken für andere Leute ebenso.
Wie viel Raum nimmt das Thema "Queere Rechte" derzeit ein? Komm ich da um die Ecke und sage "da sollten aber andere Themen deutlich übergeordnet werden- betrifft ja nur wenige"

Du kannst da gerne andere Prioritäten setzen. Aber bei der Organspende geht es nun mal für sehr viele Menschen um Leben und Tod. Bei der Leihmutterschaft geht es um einen Aspekt der Selbstverwirklichung für eine derzeit noch vergleichsweise kleine Gruppe. So ist meine Sicht darauf. Betroffener bin ich in beiden Bereichen nicht.

Eigentlich wollte ich nur auf die zu erwartende Langwierigkeit einer Debatte mit relevantem ethischen Hintergrund hinweisen. Ich habe auch nirgends geschrieben, dass man erst die Organspende regeln soll, bevor man die Leihmutterschaft angeht. Das Thema der Queeren-Rechte passt da nicht hinein und betrifft zudem viel mehr Menschen als in den beiden anderen Bereichen.

Und Militanz kann icn an meiner Position immer noch nicht erkennen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Mittwoch, 22.07.2026, 10:10 (vor 43 Tagen) @ Habakuk

Ich habe darauf hingewiesen, dass solche Debatten lange dauern können. Und auch wenn es dich persönlich vielleicht weniger betrifft, dürfte die Organspende das im täglichen Leben bedeutendere Thema sein. Und selbst bei diesem haben wir nach ewigen Anläufen noch immer keine taugliche Lösung. Was ist an dieser Aussage militant?

Entschuldigung, aber warum genau sollte das Thema Organspende das im täglichen Leben bedeutendere sein? Weil du das Thema durchdacht hast, für dich bewertet und deshalb kanns losgehen? Das gilt bei anderen Thematiken für andere Leute ebenso.
Wie viel Raum nimmt das Thema "Queere Rechte" derzeit ein? Komm ich da um die Ecke und sage "da sollten aber andere Themen deutlich übergeordnet werden- betrifft ja nur wenige"


Du kannst da gerne andere Prioritäten setzen. Aber bei der Organspende geht es nun mal für sehr viele Menschen um Leben und Tod. Bei der Leihmutterschaft geht es um einen Aspekt der Selbstverwirklichung für eine derzeit noch vergleichsweise kleine Gruppe. So ist meine Sicht darauf. Betroffener bin ich in beiden Bereichen nicht.

Eigentlich wollte ich nur auf die zu erwartende Langwierigkeit einer Debatte mit relevantem ethischen Hintergrund hinweisen. Ich habe auch nirgends geschrieben, dass man erst die Organspende regeln soll, bevor man die Leihmutterschaft angeht. Das Thema der Queeren-Rechte passt da nicht hinein und betrifft zudem viel mehr Menschen als in den beiden anderen Bereichen.

Und Militanz kann icn an meiner Position immer noch nicht erkennen.

Die Militanz nehme ich zurück, falscher Ausdruck im Eifer des Gefechts ;-)

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Habakuk, OWL, Mittwoch, 22.07.2026, 14:06 (vor 43 Tagen) @ Trainer09

Die Militanz nehme ich zurück, falscher Ausdruck im Eifer des Gefechts ;-)

Alles gut. ;-) Ist ja durchaus auch ein emotionales Thema.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

stfn84, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 15:28 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Was passiert denn mit Familien in unserer Gesellschaft, die offen (wie Spahn) eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben? Die ächten wir dann oder was per se? Absurd meines Erachtens nach.

Ich habe die Diskussion hier nur oberflächlich verfolgt. Ganz grundsätzlich nehme ich es in der öffentlichen Diskussion aber sehr wohl differenzierter wahr.

Das eine ist die persönliche Ebene der "Familie Spahn". Ich habe keine Beiträge konsumiert in denen Spahn bzw. dessen Mann abgesprochen worden ist diese Entscheidung so getroffen zu haben, von Ächtung ganz zu schweigen.
Erst in der Verbindung mit Spahns politischem Wirken entzündet sich die Kritik, die mE vollkommen berechtigt ist.

Die Kritik an Spahn und seinem Vorgehen, auch hinsichtlich der Veröffentlichung und diverser medial getätigter Aussagen, führen dann doch nicht zu einer sozialen Ächtung von Personen die eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben. Unabhängig davon, dass dies in .de eben verboten ist und eine entsprechende Änderung bis dato von keiner Partei von Relevanz (ausnahmsweise zähle ich sogar mal die FDP rein) gefordert wird.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 16:28 (vor 44 Tagen) @ stfn84

Was passiert denn mit Familien in unserer Gesellschaft, die offen (wie Spahn) eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben? Die ächten wir dann oder was per se? Absurd meines Erachtens nach.


Ich habe die Diskussion hier nur oberflächlich verfolgt. Ganz grundsätzlich nehme ich es in der öffentlichen Diskussion aber sehr wohl differenzierter wahr.

Das eine ist die persönliche Ebene der "Familie Spahn". Ich habe keine Beiträge konsumiert in denen Spahn bzw. dessen Mann abgesprochen worden ist diese Entscheidung so getroffen zu haben, von Ächtung ganz zu schweigen.
Erst in der Verbindung mit Spahns politischem Wirken entzündet sich die Kritik, die mE vollkommen berechtigt ist.

Die Kritik an Spahn und seinem Vorgehen, auch hinsichtlich der Veröffentlichung und diverser medial getätigter Aussagen, führen dann doch nicht zu einer sozialen Ächtung von Personen die eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben. Unabhängig davon, dass dies in .de eben verboten ist und eine entsprechende Änderung bis dato von keiner Partei von Relevanz (ausnahmsweise zähle ich sogar mal die FDP rein) gefordert wird.

Das nehme ich sehr wohl sehr anders wahr. Ich dachte bislang auch, es läge an der zurecht kritisierten Doppelmoral. Etlichen hier in dem Strang geht es aber in keinster Weise um die Doppelmoral, sondern um das "Ob" an sich.
Und zur Ächtung: Du nimmst hier in diesem Thread keine Beiträge wahr, die das Prozedere an sich ächten? Wenn ich davon ausgehe, dass jede Leihmutterschaft eine grobe Ausnutzung einer Frau darstellt aus finanzieller Abhängigkeit, und dies als pauschale einzigen Beweggrund ansehe, was geschieht denn dann bei Öffentlichwerden im näheren Umkreis als Ergebnis?

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Alones, Dienstag, 21.07.2026, 16:58 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 00:29 (vor 44 Tagen) @ Alones

Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.

Ist doch absolut in Ordnung. Findest du die Inkonsequenz der deutschen Gesetze aber auch o. k.? Hierzulande, wo man das Ganze unter sehr guten Bedingungen und vernünftigen Auflagen durchführen könnte ist es verboten, wenn sich aber jemand sein Kind in einem Land kauft, wo diese Voraussetzung nicht gegeben ist, ist das zulässig. Man verlagert also das Problem einfach ins Ausland.

Das ist für mich nicht nachzuvollziehen, egal zu welchem Schluss man bezüglich der Zulässigkeit gelangt. Ich bin der Meinung, dass man das italienische Modell wählen sollte, wenn man weiterhin auf einem Verbot besteht. aus meiner Sicht ist es nicht nachzuvollziehen, die Leihmutterschaft einerseitsin Deutschland zu verbieten, die aus einer Leihmutterschaft im Ausland entstandenen Kinder hier aber andererseits anzuerkennen.

Aber das ist nur meine Meinung. Darüber bestimmen sollten die Leute, die im Gegensatz zu uns wissen, worüber sie reden und auf Basis einer vernünftigen Datengrundlage anstatt nicht mehr als subjektiver Meinung entscheiden können.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:07 (vor 44 Tagen) @ Alones

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Alones, Dienstag, 21.07.2026, 17:23 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?

Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Gargamel09, Dienstag, 21.07.2026, 17:32 (vor 44 Tagen) @ Alones

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.

Kategorisch abzulehnen würde auch wieder falsch sein. Es gibt Situationen, wo eine Schwester/Mutter das Kind für ihre Schwester/Tochter austrägt, weil sie das nicht kann. Da fließt kein Geld, es bleibt in der Familie.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Alones, Dienstag, 21.07.2026, 17:40 (vor 44 Tagen) @ Gargamel09

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.


Kategorisch abzulehnen würde auch wieder falsch sein. Es gibt Situationen, wo eine Schwester/Mutter das Kind für ihre Schwester/Tochter austrägt, weil sie das nicht kann. Da fließt kein Geld, es bleibt in der Familie.

Könnte ich jetzt auf den ersten Blick so mitgehen. Mein Problem ist dann nur, dass egal wie ein Gesetz dann aussehen würde, es wahrscheinlich Lücken hätte. Und gerade bei den letzten Bundesregierungen bin ich davon überzeugt, dass die allesamt auch noch nebens Klo scheißen würden, selbst wenn sie direkt auf der Schüssel sitzen. Deshalb wäre ich sehr, sehr skeptisch, dass am Ende auch wirklich ein gutes Gesetz bei rauskommen würde, das Missbrauch vllt. nicht komplett ausschließt, aber zumindest so schwer wie möglich macht. Aus diesem Grund ist das aus meiner Sicht ein sehr heikles Thema, bei dem man besser mehrfach genauer hinsehen sollte, bevor man etwas übers Bein bricht.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:48 (vor 44 Tagen) @ Alones

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.


Kategorisch abzulehnen würde auch wieder falsch sein. Es gibt Situationen, wo eine Schwester/Mutter das Kind für ihre Schwester/Tochter austrägt, weil sie das nicht kann. Da fließt kein Geld, es bleibt in der Familie.


Könnte ich jetzt auf den ersten Blick so mitgehen. Mein Problem ist dann nur, dass egal wie ein Gesetz dann aussehen würde, es wahrscheinlich Lücken hätte. Und gerade bei den letzten Bundesregierungen bin ich davon überzeugt, dass die allesamt auch noch nebens Klo scheißen würden, selbst wenn sie direkt auf der Schüssel sitzen. Deshalb wäre ich sehr, sehr skeptisch, dass am Ende auch wirklich ein gutes Gesetz bei rauskommen würde, das Missbrauch vllt. nicht komplett ausschließt, aber zumindest so schwer wie möglich macht. Aus diesem Grund ist das aus meiner Sicht ein sehr heikles Thema, bei dem man besser mehrfach genauer hinsehen sollte, bevor man etwas übers Bein bricht.

Die Politik bzw. Regierung schreibt doch solche Gesetze gar nicht. Da geht es rein um den politischen Anstoß. Das Schreiben Fachleute in den Ministerien. Wenn der politische Wille da ist kommt bei so einem Thema auch eine bombenfeste Regelung raus.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 21.07.2026, 18:00 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.


Kategorisch abzulehnen würde auch wieder falsch sein. Es gibt Situationen, wo eine Schwester/Mutter das Kind für ihre Schwester/Tochter austrägt, weil sie das nicht kann. Da fließt kein Geld, es bleibt in der Familie.


Könnte ich jetzt auf den ersten Blick so mitgehen. Mein Problem ist dann nur, dass egal wie ein Gesetz dann aussehen würde, es wahrscheinlich Lücken hätte. Und gerade bei den letzten Bundesregierungen bin ich davon überzeugt, dass die allesamt auch noch nebens Klo scheißen würden, selbst wenn sie direkt auf der Schüssel sitzen. Deshalb wäre ich sehr, sehr skeptisch, dass am Ende auch wirklich ein gutes Gesetz bei rauskommen würde, das Missbrauch vllt. nicht komplett ausschließt, aber zumindest so schwer wie möglich macht. Aus diesem Grund ist das aus meiner Sicht ein sehr heikles Thema, bei dem man besser mehrfach genauer hinsehen sollte, bevor man etwas übers Bein bricht.


Die Politik bzw. Regierung schreibt doch solche Gesetze gar nicht. Da geht es rein um den politischen Anstoß. Das Schreiben Fachleute in den Ministerien. Wenn der politische Wille da ist kommt bei so einem Thema auch eine bombenfeste Regelung raus.

Ich würde dir gerne zustimmen. Leider halte ich die derzeitige Hausspitze des BMJ für noch nicht einmal geeignet auf der Klaviatur des Rechts das "Hänschen klein" zu spielen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 18:10 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.


Kategorisch abzulehnen würde auch wieder falsch sein. Es gibt Situationen, wo eine Schwester/Mutter das Kind für ihre Schwester/Tochter austrägt, weil sie das nicht kann. Da fließt kein Geld, es bleibt in der Familie.


Könnte ich jetzt auf den ersten Blick so mitgehen. Mein Problem ist dann nur, dass egal wie ein Gesetz dann aussehen würde, es wahrscheinlich Lücken hätte. Und gerade bei den letzten Bundesregierungen bin ich davon überzeugt, dass die allesamt auch noch nebens Klo scheißen würden, selbst wenn sie direkt auf der Schüssel sitzen. Deshalb wäre ich sehr, sehr skeptisch, dass am Ende auch wirklich ein gutes Gesetz bei rauskommen würde, das Missbrauch vllt. nicht komplett ausschließt, aber zumindest so schwer wie möglich macht. Aus diesem Grund ist das aus meiner Sicht ein sehr heikles Thema, bei dem man besser mehrfach genauer hinsehen sollte, bevor man etwas übers Bein bricht.


Die Politik bzw. Regierung schreibt doch solche Gesetze gar nicht. Da geht es rein um den politischen Anstoß. Das Schreiben Fachleute in den Ministerien. Wenn der politische Wille da ist kommt bei so einem Thema auch eine bombenfeste Regelung raus.


Ich würde dir gerne zustimmen. Leider halte ich die derzeitige Hausspitze des BMJ für noch nicht einmal geeignet auf der Klaviatur des Rechts das "Hänschen klein" zu spielen.

Dann ist es eine Momentaufnahme, aber kein dauerhafter Grund sich der Thematik nicht zu stellen. Ich hab ebenfalls selbst Jura studiert (dort nicht mehr tätig), mein gesamter Freundeskreis besteht noch aus weiten Teilen aus heutigen Juristen. Ich weiß, dass das Vertrauen in die Qualität der handelnden Personen da oft leidet, wenn man Fachwissen hat.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 17:36 (vor 44 Tagen) @ Gargamel09

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.


Kategorisch abzulehnen würde auch wieder falsch sein. Es gibt Situationen, wo eine Schwester/Mutter das Kind für ihre Schwester/Tochter austrägt, weil sie das nicht kann. Da fließt kein Geld, es bleibt in der Familie.

Gutes Beispiel für eine akzeptable Situation.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:30 (vor 44 Tagen) @ Alones

Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Wie gesagt, eine wirkliche altruistische Leihmutterschaft lehne ich nicht kategorisch ab. Hier wäre ich gerne bereit, mir einen entsprechenden Gesetzesentwurf anzusehen. Sobald jedoch Kohle fließt, bin ich komplett raus.

Ich denke bei der Meinung sind die allermeisten bei dir. Ich eingeschlossen.
Aber nochmal zu dem Thema, mit dem ich mich besser auskenne, die Eizellenspende.

Wenn du da mit 30 interessieren Zuhörern in einer Diskussionsrunde sitzt, kommen ALLE diese wesentlichen Fragen aus dem Publikum selbst. Die allerwenigstens sitzen da und wollen sich ein Kind aus einem fremden Körper schnitzen, sondern es ist deren letzte Chance. Es kommen Fragen wie: Wie wird die Mutter betreut, was sind das für Frauen? Haben diese Frauen finanzielle Nöte? Wie wird hier vergütet ? (Diese Frage wurde übrigens nicht beantwortet. Ich kann aber aufgrund der Gesamtkosten daraus schließen, dass eine Frau für einen Eizellenzyklus wahrscheinlich keine 2.000 Euro erhält, denn das Thema "Nichtkommerzialisierung" ist ebenfalls primär zur Achtung angelegt- da kann ja jeder selber entscheiden, ob das eine Aufwandentschädigung ist oder eine Bezahlung).

Es ist doch Käse anzunehmen, dass der wesentliche Anteil dieser Menschen das Hollywoodsternchen ist, das keine Dehnungstreifen am Bauch haben möchte. Bei den richtigen rechtlichen Rahmenbedigungen wäre man hier fernab von Menschenhandel, wie es dann ggf. in den USA oder sonst wo den Anstrich hätte. Und ich finde man müsste sich zumindest mal politisch einer umfassenden Güterabwägung stellen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 17:21 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?

Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

burz, Lünen, Dienstag, 21.07.2026, 17:25 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.

Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 17:29 (vor 44 Tagen) @ burz

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?

Tendenziell ja. Einzig mit der Bedingung, dass eine Leihmutter keinen materiellen Gewinn daraus ziehen könnte, könnte ich mich anfreunden.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

markus, Dienstag, 21.07.2026, 17:51 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?


Tendenziell ja. Einzig mit der Bedingung, dass eine Leihmutter keinen materiellen Gewinn daraus ziehen könnte, könnte ich mich anfreunden.

Ich fand in dem ZEIT Interview folgendes Zitat von Frau Brosius-Gersdorf bemerkenswert. Sie sieht genau das anders.

Ich persönlich habe allerdings Zweifel, ob das fair ist. Praxen, Kliniken und Agenturen würden mit Leihmutterschaften Geld verdienen, während ausgerechnet die Leihmutter, die erhebliche Belastungen und auch Risiken auf sich nimmt, leer ausginge? Das könnte man auch als Ausbeutung unter dem Deckmantel des Altruismus ansehen.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-07/frauke-brosius-gersdorf-leihmutterschaft-jens-spahn-ruecktritt-cdu

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:40 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?


Tendenziell ja. Einzig mit der Bedingung, dass eine Leihmutter keinen materiellen Gewinn daraus ziehen könnte, könnte ich mich anfreunden.

Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Blarry, Essen, Dienstag, 21.07.2026, 18:11 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.

Das grüne Licht kann ein Jens Spahn sich erkaufen.

Es gibt sicher Frauen, die sich aus reiner Menschenliebe dazu hinreißen lassen, ihre körperliche und geistige Gesundheit über Jahre Gefahr auszusetzen, ohne wirtschaftliche Hintergedanken. Welche benennen kannst Du nicht. Weil diese Entscheidung im Normalfall eben einen verzweifelten letzten Ausweg darstellt und entsprechend missbraucht wird.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 18:16 (vor 44 Tagen) @ Blarry

Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.


Das grüne Licht kann ein Jens Spahn sich erkaufen.

Es gibt sicher Frauen, die sich aus reiner Menschenliebe dazu hinreißen lassen, ihre körperliche und geistige Gesundheit über Jahre Gefahr auszusetzen, ohne wirtschaftliche Hintergedanken. Welche benennen kannst Du nicht. Weil diese Entscheidung im Normalfall eben einen verzweifelten letzten Ausweg darstellt und entsprechend missbraucht wird.

Wen soll ich benennen? Welche Entscheidung ist im Normalfall ein verzweifelter letzter Ausweg?

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

haweka, Dienstag, 21.07.2026, 19:51 (vor 44 Tagen) @ Trainer09
bearbeitet von haweka, Dienstag, 21.07.2026, 19:55

Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.


Das grüne Licht kann ein Jens Spahn sich erkaufen.

Es gibt sicher Frauen, die sich aus reiner Menschenliebe dazu hinreißen lassen, ihre körperliche und geistige Gesundheit über Jahre Gefahr auszusetzen, ohne wirtschaftliche Hintergedanken. Welche benennen kannst Du nicht. Weil diese Entscheidung im Normalfall eben einen verzweifelten letzten Ausweg darstellt und entsprechend missbraucht wird.


Wen soll ich benennen? Welche Entscheidung ist im Normalfall ein verzweifelter letzter Ausweg?

Wenn du eine finanzielle Notsituation ausschließt, dann benenne doch mal was eine Frau dazu motivieren soll oder kann, neun Monate schwanger zu sein, ein Kind im eigenen Körper zu spüren, es zu gebären und dieses Kind dann abzugeben.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Mittwoch, 22.07.2026, 07:25 (vor 44 Tagen) @ haweka

Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.


Das grüne Licht kann ein Jens Spahn sich erkaufen.

Es gibt sicher Frauen, die sich aus reiner Menschenliebe dazu hinreißen lassen, ihre körperliche und geistige Gesundheit über Jahre Gefahr auszusetzen, ohne wirtschaftliche Hintergedanken. Welche benennen kannst Du nicht. Weil diese Entscheidung im Normalfall eben einen verzweifelten letzten Ausweg darstellt und entsprechend missbraucht wird.


Wen soll ich benennen? Welche Entscheidung ist im Normalfall ein verzweifelter letzter Ausweg?


Wenn du eine finanzielle Notsituation ausschließt, dann benenne doch mal was eine Frau dazu motivieren soll oder kann, neun Monate schwanger zu sein, ein Kind im eigenen Körper zu spüren, es zu gebären und dieses Kind dann abzugeben.

Ich sage es nochmal, mein Thema ist "nur" die Eizellenspende- hier taucht die Frage auch auf. "Was bewegt diese Frauen ?" Antwort: Die meisten geben an, das Glück, was sie selbst schon erfahren haben oder selbst als Glück empfinden, anderen Frauen auch zu ermöglichen, die es selbst nicht erreichen können.
Ausschlusskriterium für Spenderinnen: Abitur! Zudem die Prüfung, ob eine finanziell stabile Lage vorliegt. Mit beidem zusammen sollten oder sind die meisten dieser Frauen in keiner finanziellen Notsituation. Spielt eine finanzielle Attraktivität(!) ggf. eine Rolle? Ja, vielleicht- vielleicht sogar wahrscheinlich. Ist das Kriterium für eine Ausnutzungssituation? Das gilt es alles zu diskutieren.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 17:56 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?


Tendenziell ja. Einzig mit der Bedingung, dass eine Leihmutter keinen materiellen Gewinn daraus ziehen könnte, könnte ich mich anfreunden.


Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.

Und genau auf diese Prüfung vertraue ich nicht. Und als so gewichtig, dass Menschen ihre eigenen Gene unbedingt auf diese Weise weitergeben müssen, erachte ich persönlich das Thema für die Gesellschaft einfach nicht, um dort wie viele Ressourcen auch immer zu investieren. Es gibt künstliche Befruchtung, Samenspende, Eizellenspende, Adoption, daneben Pflegeelternschaft. Das sind viel gute Möglichkeiten, seinem Wunsch nach Elternschaft nachkommen zu können. Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 00:42 (vor 44 Tagen) @ CF

Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.

Stimmt, kann man nicht. Muss man sogar, Art. 2 Grundgesetz.

Zumindest solange es keine gewichtigen Gründe gibt, das Selbstbestimmungrecht einschränken.Zudem muss nicht diejenige, die von diesem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen will, begründen warum sie dies tun möchte. Diejenigen, die das Selbstbestimmungsrecht einschränken wollen, müssen dafür gewichtige Gründe vorbringen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 09:24 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.


Stimmt, kann man nicht. Muss man sogar, Art. 2 Grundgesetz.

Zumindest solange es keine gewichtigen Gründe gibt, das Selbstbestimmungrecht einschränken.Zudem muss nicht diejenige, die von diesem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen will, begründen warum sie dies tun möchte. Diejenigen, die das Selbstbestimmungsrecht einschränken wollen, müssen dafür gewichtige Gründe vorbringen.

Wo bleibt mein Selbstbestimmungsrecht, wenn ich meine Niere an den meistbietenden verkaufen möchte? Oder wenn ich beschliesse, meinem Leben ein würdiges Ende in Form einer Todesspritze zu bereiten, weil meine Qualen zu groß sind? Es ist nicht so einfach mit dem Selbstbestimmungsrecht. Da gibt es kein schwarz oder weiß. Auch eine Leihmutterschaft kann mit Komplikationen einhergehen, die dann möglicherweise langwierige medizinische Versorgung nach sich zieht usw. Soll das die Gemeinschaft bezahlen? Man muss dann auch für sämtliche Konsequenzen Lösungen parat haben. Das gehört sorgfältig diskutiert.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 12:25 (vor 43 Tagen) @ CF

Wo bleibt mein Selbstbestimmungsrecht, wenn ich meine Niere an den meistbietenden verkaufen möchte? Oder wenn ich beschliesse, meinem Leben ein würdiges Ende in Form einer Todesspritze zu bereiten, weil meine Qualen zu groß sind? Es ist nicht so einfach mit dem Selbstbestimmungsrecht. Da gibt es kein schwarz oder weiß. Auch eine Leihmutterschaft kann mit Komplikationen einhergehen, die dann möglicherweise langwierige medizinische Versorgung nach sich zieht usw. Soll das die Gemeinschaft bezahlen? Man muss dann auch für sämtliche Konsequenzen Lösungen parat haben. Das gehört sorgfältig diskutiert.

Und was soll das jetzt mit der allgemeinen Feststellung zu tun haben, dass das verfassungsmäßige Selbstbestimmungsrecht (zumindest aus der Sicht von Fachleuten, du magst es anders sehen) auch in Bezug auf die Leihmutterschaft gilt und man es nur bei ganz gewichtigen Gründen einschränken darf?

Dass das Thema ausgiebig diskutiert werden muss, ist sicher richtig. Vor allen Dingen müssen sich diejenigen, die die Leihmutterschaft Weiterhin verbieten möchten, vor dem Hintergrund des Selbstbestimmungsrechts überzeugende Argumente einfallen lassen. Die beiden Aktuelljeweils nur nebulös vorgebrachten Argumente Kindeswohl und Notsituation überzeugen Beispielsweise den Vorsitzenden der Ethikkommission nicht.

Das erscheint mir ein sinnvollerer Maßstab zu sein als irgendwelche Typen in Fußballforen, die (wie ich natürlich auch) allenfalls eine Meinung haben.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 09:34 (vor 43 Tagen) @ CF

Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.


Stimmt, kann man nicht. Muss man sogar, Art. 2 Grundgesetz.

Zumindest solange es keine gewichtigen Gründe gibt, das Selbstbestimmungrecht einschränken.Zudem muss nicht diejenige, die von diesem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen will, begründen warum sie dies tun möchte. Diejenigen, die das Selbstbestimmungsrecht einschränken wollen, müssen dafür gewichtige Gründe vorbringen.


Wo bleibt mein Selbstbestimmungsrecht, wenn ich meine Niere an den meistbietenden verkaufen möchte? Oder wenn ich beschliesse, meinem Leben ein würdiges Ende in Form einer Todesspritze zu bereiten, weil meine Qualen zu groß sind? Es ist nicht so einfach mit dem Selbstbestimmungsrecht. Da gibt es kein schwarz oder weiß. Auch eine Leihmutterschaft kann mit Komplikationen einhergehen, die dann möglicherweise langwierige medizinische Versorgung nach sich zieht usw. Soll das die Gemeinschaft bezahlen? Man muss dann auch für sämtliche Konsequenzen Lösungen parat haben. Das gehört sorgfältig diskutiert.

Das eine gibt es doch.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Selbstbestimmtes-Sterben-Autonom-sein-bis-zum-Lebensende,sterbehilfe468.html

Die Frage, warum Du keine Niere verkaufen darfst, während die Selbsttötung zulässig ist, ist berechtigt.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 05:52 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.


Stimmt, kann man nicht. Muss man sogar, Art. 2 Grundgesetz.

Zumindest solange es keine gewichtigen Gründe gibt, das Selbstbestimmungrecht einschränken.Zudem muss nicht diejenige, die von diesem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen will, begründen warum sie dies tun möchte. Diejenigen, die das Selbstbestimmungsrecht einschränken wollen, müssen dafür gewichtige Gründe vorbringen.

Totalverbote mag das Grundgesetz auch nicht besonders. Wenn zwei Rechtsgüter oder Interessen miteinander kollidieren, kommt es auf eine Güterabwägung an, die häufig zu Kompromissen führt. Eine Regulierung mit klaren Auflagen kann dann eine verhältnismäßige Lösung sein.

Anders kann das Leben in einem freiheitlichen Staat kaum funktionieren. Wenn wir jeden Einzelnen vor sich selbst schützen wollten, müssten wir viele andere Dinge ebenfalls verbieten – wahrscheinlich sogar mit deutlich höherer Priorität, weil von ihnen objektiv größere Gefahren ausgehen. Durch den Straßenverkehr, Zigaretten, Alkohol und ungesunde Ernährung kommen wohl ohne Zweifel deutlich mehr Menschen zu Schaden, als es durch Leihmutterschaft jemals der Fall sein dürfte. Denn selbst bei einer regulierten Zulassung würde sie gesellschaftlich wohl nur eine Randerscheinung bleiben.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 18:13 (vor 44 Tagen) @ CF

Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.


Und genau auf diese Prüfung vertraue ich nicht. Und als so gewichtig, dass Menschen ihre eigenen Gene unbedingt auf diese Weise weitergeben müssen, erachte ich persönlich das Thema für die Gesellschaft einfach nicht, um dort wie viele Ressourcen auch immer zu investieren. Es gibt künstliche Befruchtung, Samenspende, Eizellenspende, Adoption, daneben Pflegeelternschaft. Das sind viel gute Möglichkeiten, seinem Wunsch nach Elternschaft nachkommen zu können. Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.

Das ist aus meiner Sicht ein gewichtiger Punkt. Dass ein unerfüllter Kinderwunsch für Paare ein Problem sein kann, das kann ich verstehen. Dass es sich bei einem Kind um einen genetischen Nachkommen handeln soll, kann ich bedingt nachvollziehen. Sollte dies aber mit den von dir genannten Methoden nicht möglich sein und deshalb eine dritte Person in Form der Leihmutter einbezogen werden müssen, dann könnte der Verzicht auf die Weitergabe des eigenen Erbguts die beste Lösung sein.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 18:00 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?


Tendenziell ja. Einzig mit der Bedingung, dass eine Leihmutter keinen materiellen Gewinn daraus ziehen könnte, könnte ich mich anfreunden.


Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.


Und genau auf diese Prüfung vertraue ich nicht. Und als so gewichtig, dass Menschen ihre eigenen Gene unbedingt auf diese Weise weitergeben müssen, erachte ich persönlich das Thema für die Gesellschaft einfach nicht, um dort wie viele Ressourcen auch immer zu investieren. Es gibt Samenspende, Eizellenspende, Adoption, daneben Pflegeelternschaft. Das sind viel gute Möglichkeiten, seinem Wunsch nach Elternschaft nachkommen zu können. Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.

Eizellenspende gibt es nicht, die ist hier verboten. Du siehst das als ausreichend an. Das heißt noch nicht, dass es für andere, die das anders sehen, unter gewissen Rahmenbedingungen nicht möglich sein sollte.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 18:12 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Die Antwort verstehe ich nicht. Willst Du damit aussagen, dass Leihmutterschaften unter allen Umständen zu verhindern sind und auch Umgehungsversuche wie die von Spahn verboten werden müssen?


Tendenziell ja. Einzig mit der Bedingung, dass eine Leihmutter keinen materiellen Gewinn daraus ziehen könnte, könnte ich mich anfreunden.


Du gehst hier pauschal davon aus, dass Frauen immer nur primär einen Beweggrund haben. Warum genügt keine umfassende Prüfung, dass Frauen in Betracht gezogen werden, die dies eben nicht aus einer finanziellen Notsituation heraus machen? Umfassende psychologische Vorgespräche etc.


Und genau auf diese Prüfung vertraue ich nicht. Und als so gewichtig, dass Menschen ihre eigenen Gene unbedingt auf diese Weise weitergeben müssen, erachte ich persönlich das Thema für die Gesellschaft einfach nicht, um dort wie viele Ressourcen auch immer zu investieren. Es gibt Samenspende, Eizellenspende, Adoption, daneben Pflegeelternschaft. Das sind viel gute Möglichkeiten, seinem Wunsch nach Elternschaft nachkommen zu können. Man kann und muss es aus meiner Sicht nicht jedem einzelnen Wunsch Recht machen.


Eizellenspende gibt es nicht, die ist hier verboten. Du siehst das als ausreichend an. Das heißt noch nicht, dass es für andere, die das anders sehen, unter gewissen Rahmenbedingungen nicht möglich sein sollte.

Da wären wir wieder beim gesellschaftlichen Diskurs. Andere mögen das anders sehen. Jeder hat seine Meinung, aber nicht jeder wird all seine Interessen durchsetzen können. Hier eben auch nicht. Nun backe man sich also seine Gesetze aus knapp 80 Mio. Ansichten in Deutschland.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:24 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.

Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 00:44 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.

Glücklicherweise siehst nicht nur du, sondern auch unsere Verfassung das anders.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 17:26 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.

Nein, nicht pauschal. Wie kommst du darauf? Es geht hier um ein konkretes Thema.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:35 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.


Nein, nicht pauschal. Wie kommst du darauf? Es geht hier um ein konkretes Thema.

Es gibt doch Länder um uns herum, die politisch die Rahmenbedingungen für ähliche Eingriffe schon gesetzt haben (Thema: Spende). Warum sollte das der deutsche Staat nicht schaffen (das ist deine Meinung). Das ist originäre Aufgabe des Staates.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

CF, Dienstag, 21.07.2026, 17:39 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.


Nein, nicht pauschal. Wie kommst du darauf? Es geht hier um ein konkretes Thema.


Es gibt doch Länder um uns herum, die politisch die Rahmenbedingungen für ähliche Eingriffe schon gesetzt haben (Thema: Spende). Warum sollte das der deutsche Staat nicht schaffen (das ist deine Meinung). Das ist originäre Aufgabe des Staates.

Dann wären wir wieder bei dem altruistischen Thema weiter oben. Da wäre ich dabei. Das hier viel diskutierte Beispiel ist aber ein anderes und darauf beziehe ich mich.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:43 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.


Nein, nicht pauschal. Wie kommst du darauf? Es geht hier um ein konkretes Thema.


Es gibt doch Länder um uns herum, die politisch die Rahmenbedingungen für ähliche Eingriffe schon gesetzt haben (Thema: Spende). Warum sollte das der deutsche Staat nicht schaffen (das ist deine Meinung). Das ist originäre Aufgabe des Staates.


Dann wären wir wieder bei dem altruistischen Thema weiter oben. Da wäre ich dabei. Das hier viel diskutierte Beispiel ist aber ein anderes und darauf beziehe ich mich.

Also das kommerzielle Leihmuttergeschäft wie in den USA kann ja kaum einer gutheissen. Ich wüsste aber auch nicht was dagegen spräche wenn eine geprüfte Leihmutter mit 15.000 Euro oder ähnlichem entschädigt(!) würde. Würde das ein Arzt nach GoÄ abrechnen würde das ne Mio. kosten ;-)

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Blarry, Essen, Dienstag, 21.07.2026, 18:15 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Deine .... Deine Kritik an der Leihmutterschaft ist, dass gekaufte Kinder um einen Faktor 10 zu teuer in der Anschaffung sind?

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Gargamel09, Dienstag, 21.07.2026, 17:03 (vor 44 Tagen) @ Alones

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.

Ich kannte das Thema vorher größtenteils nur im Zusammenhang mit Promis, wo das eher den Anschein hatte, dass sie sich ihren Körper nicht ruinieren wollen und sich lieber eine Leihmutter nehmen.
Aber selbst die können das nicht so einfach abhaken...

https://www.n-tv.de/leute/Khloe-Kardashian-spricht-ueber-Leihmutterschaft-article24147422.html

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

Alones, Dienstag, 21.07.2026, 17:21 (vor 44 Tagen) @ Gargamel09

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Ich kannte das Thema vorher größtenteils nur im Zusammenhang mit Promis, wo das eher den Anschein hatte, dass sie sich ihren Körper nicht ruinieren wollen und sich lieber eine Leihmutter nehmen.
Aber selbst die können das nicht so einfach abhaken...

https://www.n-tv.de/leute/Khloe-Kardashian-spricht-ueber-Leihmutterschaft-article24147422.html

Nicht nur das. Häufig kommt auch noch eine Art Eugenik-Komponente hinzu. Ich rate nur mal dazu, sich darüber zu erkundigen, was der bekannte Menschenfreund Jeffrey Epstein in puncto Leihmutterschaften so alles für Pläne hatte.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

stfn84, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 16:55 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Das nehme ich sehr wohl sehr anders wahr. Ich dachte bislang auch, es läge an der zurecht kritisierten Doppelmoral. Etlichen hier in dem Strang geht es aber in keinster Weise um die Doppelmoral, sondern um das "Ob" an sich.

Wie ich sagte, habe ich die Diskussion hier nur sehr oberflächlich verfolgt.

Und zur Ächtung: Du nimmst hier in diesem Thread keine Beiträge wahr, die das Prozedere an sich ächten? Wenn ich davon ausgehe, dass jede Leihmutterschaft eine grobe Ausnutzung einer Frau darstellt aus finanzieller Abhängigkeit, und dies als pauschale einzigen Beweggrund ansehe, was geschieht denn dann bei Öffentlichwerden im näheren Umkreis als Ergebnis?

Auch hier hilft eine Zuspitzung meines Erachtens nur sehr bedingt.

Zunächst einmal muss man doch festhalten, dass die in den USA praktizierte, kommerzielle Leihmutterschaft hier in Deutschland wohl sehr lange nicht denkbar sein wird. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass kommerzielle Leihmutterschaften auch mit der finanziellen Not der betroffenen Leihmütter zu Stande kommen. Gleichwohl ist mir bewusst, dass es auch links und rechts Fälle geben wird, in denen es eben nur um altruistische Hilfsangebote geht.

Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass ich keine Ächtung in den für mich relevanten Diskussionen zu diesem Thema vernommen habe. Außerdem würde ich selbst Niemanden ächten, der dieses Verfahren für sich wählt.
Das bedeutet aber nicht, dass nicht irgendwelche Personen der Auffassung sind Leihmutterschaft per se abzulehnen und auch die entsprechend handelnden Personen dafür zu verurteilen.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

burz, Lünen, Dienstag, 21.07.2026, 15:34 (vor 44 Tagen) @ stfn84

Was passiert denn mit Familien in unserer Gesellschaft, die offen (wie Spahn) eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben? Die ächten wir dann oder was per se? Absurd meines Erachtens nach.


Ich habe die Diskussion hier nur oberflächlich verfolgt. Ganz grundsätzlich nehme ich es in der öffentlichen Diskussion aber sehr wohl differenzierter wahr.

Das eine ist die persönliche Ebene der "Familie Spahn". Ich habe keine Beiträge konsumiert in denen Spahn bzw. dessen Mann abgesprochen worden ist diese Entscheidung so getroffen zu haben, von Ächtung ganz zu schweigen.
Erst in der Verbindung mit Spahns politischem Wirken entzündet sich die Kritik, die mE vollkommen berechtigt ist.

Die Kritik an Spahn und seinem Vorgehen, auch hinsichtlich der Veröffentlichung und diverser medial getätigter Aussagen, führen dann doch nicht zu einer sozialen Ächtung von Personen die eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben. Unabhängig davon, dass dies in .de eben verboten ist und eine entsprechende Änderung bis dato von keiner Partei von Relevanz (ausnahmsweise zähle ich sogar mal die FDP rein) gefordert wird.

Mit meinem Beitrag habe ich die Situation von Jens Spahn ausgespart. Ich habe das Thema bewusst allgemein aufgegriffen, weil dies in diversen Beiträgen vorher auch gemacht wurde. Und da hat es mich überrascht, dass es einen hohen Anteil an Leuten gibt, die zum Thema eine klare Meinung haben.

Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern

burz, Lünen, Dienstag, 21.07.2026, 15:21 (vor 44 Tagen) @ Trainer09

Ich habe mich in der Diskussion bisher bewusst zurückgehalten. Aus meiner Sicht kann man das Thema nur mit einer eingehenden Analyse von Erfahrungsberichten von Leihmüttern bewerten. Ggf. gibt es auch schon genügend erwachsene Kinder, die von Leihmüttern zur Welt gebracht wurden und sich dazu geäußert haben. Hinzu kämen noch Eltern, die ein Kind von einer Leihmutter erhalten haben (also Menschen wie Jens Spahn, allerdings mit vielen Jahren Abstand und entsprechenden Erfahrungen)

Diese Erfahrungen gibt es zwar nicht in Deutschland. In den USA sollten solche Analysen aber verfügbar sein.

Alles andere ist Theorie und ich wundere mich, dass die eindeutigen Positionen Pro oder Contra Leihmutterschaft weitgehend anhand von Annahmen belegt werden.

Hier wurde ja auch häufiger die Parallele zur Prostitution gezogen. Die heutige Meinung zum Thema Prostitution wird auch maßgeblich von Menschen geprägt, die selbst von Prostitution betroffen waren und sich mit einigen Jahren Abstand zu ihren Erfahrungen äußern. Diese Sichtweise scheint mir in der bisherigen Debatte zu kurz zu kommen.


Diese Diskussion hier ist doch, wie so häufig, wieder mehrheitlich auf gefährlichem Halbwissen basierend und driftet ausschließlich in die Extreme. Ich werde auch nie verstehen, warum man Diskussionen nicht erst einmal aus einer gemäßigten Position beginnt, wenn man nicht absoluter Fachmann für eine Sache ist. Nein, da reicht schon, dass man mal eine Youtube-Reportage gesehen hat und Zack, ist die Meinung gesetzt.

Meine Frau und ich haben uns im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mal ausgiebig mit dem Thema "Eizellenspende" auseinander gesetzt und hier Informationsveranstaltungen besucht. In Deutschland ist dies verboten, wir waren damals sowohl in Österreich als auch in Spanien.
Schon bei dieser Version der Hilfeleistung für kinderlose Paare gibt es etliche Vorschriften zum Schutz aller Parteien, auch der Eizelle selbst als auch des oder der Embryonen. Spenderinnen haben ausgiebige psychologische Betreuung, vor der Spende, nach der Spende. Eltern haben ausgiebige psycholgische Betreuung, vorher und auch Jahre später. Es gibt sogar extra geschriebene Kinderbücher, die im Rahmen der Erziehung genutzt werden können, um dem Kind zu erklären, wie es (entgegen der natürlichen Praxis) entstanden ist. Usw usw usw. Die gesetzlichen Vorschriften hierfür sind sehr streng (Vorhaltung der Zellen, Anzahl dieser, Untersuchung von Erbkrankheiten usw.)

Und hier wird so getan, als ob da verarmte Frauen eingefangen würden, die keine Ausweg mehr sehen, als gegen Geld ihren Körper zu verkaufen. Natürlich ist das Wohlergehen mE der austragenden Frau die wichtigste Komponente dieser Angelegeneheit. Aber wie kann man hier auf die Idee kommen teilweise so pauschale Meinungen zu vertreten? Wenn bei einer ("bloßen") Eizellenspende schon so reguliert wird, warum sollte dies bei einer Leihmutterschaft nicht der Fall sein? Und selbst dann kann man ja meinetwegen noch drüber diskutieren. Aber so krass in die Extreme? Ich finde es wirklich absurd hier teilweise. Was passiert denn mit Familien in unserer Gesellschaft, die offen (wie Spahn) eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben? Die ächten wir dann oder was per se? Absurd meines Erachtens nach.

Danke Dir für die Antwort. Finde so etwas viel wertvoller als die "Meinung" von Menschen wie mir, die hier keine konkreten Berührungspunkte mit dem Thema haben. Dementsprechend habe ich hier auch keine abschließende Meinung.

Etwas überrascht hat mich die KI Zusammenfassung zur Frage wie Betroffene ihre Erfahrungen bewerten. Die Tendenz scheint mir hier Pro Leihmutterschaft zu gehen. Zumindest wenn man den Weg wie in den USA oder GB geht. Nun liest man in den diversen Absätzen nichts zu den finanziellen Motiven. Insofern ist das alles mit Vorsicht zu genießen und sich fragen, ob Leihmütter sich ihre Entscheidung nicht "schön reden". Bei einem vergleichbaren Text zum Thema Prostitution würde man aber sicher eine kritischere Tendenz herauslesen können. Aber lest selbst bei Interesse:

Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen, dass die Erfahrungen von Leihmüttern und den betroffenen Kindern in regulierten, legalen Kontexten überwiegend positiv sind. Dennoch hängen die Erlebnisse stark von den rechtlichen Rahmenbedingungen und der sozialen Absicherung ab, weshalb Kritiker auch auf erhebliche negative Risiken und Ausbeutung hinweisen.

Erfahrungen von Leihmüttern in Ländern mit strengen rechtlichen Standards (wie den USA oder Großbritannien) bewerten die meisten Leihmütter ihre Erfahrung rückblickend als positiv.

Altruismus und Stolz: Die Mehrheit der Frauen gibt an, aus altruistischen Motiven zu handeln, und empfindet tiefen Stolz darüber, einer anderen Familie geholfen zu haben.

Keine Abgabeprobleme: Entgegen häufiger Befürchtungen fällt den meisten Leihmüttern die Übergabe des Kindes nach der Geburt psychologisch nicht schwer. Sie distanzieren sich emotional oft schon während der Schwangerschaft strategisch vom Fötus.

Langzeitfolgen: Eine wegweisende 20-Jahres-Langzeitstudie zeigt, dass ehemalige Leihmütter auch zwei Jahrzehnte später keine erhöhten psychischen Probleme aufweisen und oft noch losen, positiven Kontakt zu den Familien halten.

Negative Aspekte: In weniger regulierten Systemen oder bei kommerzieller Ausbeutung (z. B. in Schwellenländern) berichten Frauen von sozialer Stigmatisierung, postpartalen Depressionen, mangelnder medizinischer Nachsorge und finanziellem Druck. Zudem birgt jede Leihmutterschaft erhöhte medizinische Risiken (wie z. B. eine höhere Kaiserschnittrate).

Erfahrungen der betroffenen Kinder:
Die psychologische Entwicklung der Kinder wird von Forschern intensiv begleitet – mit sehr beruhigenden Ergebnissen für geordnete Familienverhältnisse.

Psychische Gesundheit: Studien des Centre for Family Research der Universität Cambridge belegen, dass Kinder, die durch Leihmutterschaft geboren wurden, im Alter von bis zu 20 Jahren weder psychologische Auffälligkeiten noch Defizite in der Identitätsentwicklung im Vergleich zu natürlich gezeugten Kindern zeigen.

Die Rolle der Transparenz: Entscheidend für eine positive Erfahrung der Kinder ist der Zeitpunkt der Aufklärung. Erfahren Kinder vor dem 7. Lebensjahr, wie sie gezeugt wurden, entwickeln sie eine sehr stabile Identität und ein hervorragendes Verhältnis zu ihren Eltern.

Beziehung zur Leihmutter: Viele Kinder haben im Heranwachsen ein unverkrampftes, positives Bild von ihrer Leihmutter und betrachten sie als eine Art "Spezialhelferin" ihrer Eltern.

Schattenseiten: Probleme entstehen vor allem dann, wenn die Herkunft verheimlicht wird oder wenn Kinder im Zuge einer anonymen, grenzüberschreitenden Leihmutterschaft ihre genetischen Wurzeln (z. B. bei zusätzlicher Eizellspende) nicht nachvollziehen können, was zu Identitätskrisen führen kann.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 09:40 (vor 44 Tagen) @ Klopfer

Ausgerechnet der Postillon hat die umfassendste Liste der Spahn-Skandale aufgestellt, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

https://www.der-postillon.com/2026/07/sonntagsfrage-lieblings-spahn-skandal.html

Seit Franz-Josef Strauß dürfte kein deutscher Politiker in so viele Skandale verwickelt gewesen sein wie Jens Spahn. Das sollte man angesichts der aktuellen Diskussion immer im Hinterkopf behalten.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Gargamel09, Dienstag, 21.07.2026, 10:36 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Ausgerechnet der Postillon hat die umfassendste Liste der Spahn-Skandale aufgestellt, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

https://www.der-postillon.com/2026/07/sonntagsfrage-lieblings-spahn-skandal.html

Seit Franz-Josef Strauß dürfte kein deutscher Politiker in so viele Skandale verwickelt gewesen sein wie Jens Spahn. Das sollte man angesichts der aktuellen Diskussion immer im Hinterkopf behalten.

und immer ungeschoren davongekommen, der Halunke hatte den Dreh raus - wenn ihn da nicht ausgerechnet ein Foto mit einem Kinderwagen einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 10:40 (vor 44 Tagen) @ Gargamel09

Ausgerechnet der Postillon hat die umfassendste Liste der Spahn-Skandale aufgestellt, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

https://www.der-postillon.com/2026/07/sonntagsfrage-lieblings-spahn-skandal.html

Seit Franz-Josef Strauß dürfte kein deutscher Politiker in so viele Skandale verwickelt gewesen sein wie Jens Spahn. Das sollte man angesichts der aktuellen Diskussion immer im Hinterkopf behalten.


und immer ungeschoren davongekommen, der Halunke hatte den Dreh raus - wenn ihn da nicht ausgerechnet ein Foto mit einem Kinderwagen einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Im Grunde ein Treppenwitz der Geschichte, aber einer, der häufiger vorkommt. Jens Spahn dürfte bei weitem nicht der erste Politiker sein, der große, schwerwiegende Skandale überstanden hat, um dann aber über eine im Vergleich "kleinere" Sache zu stürzen. Bei Spahn sind es jetzt die eigenen Parteifreunde, die für seinen Abgang gesorgt haben.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 10:29 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Seit Franz-Josef Strauß dürfte kein deutscher Politiker in so viele Skandale verwickelt gewesen sein wie Jens Spahn. Das sollte man angesichts der aktuellen Diskussion immer im Hinterkopf behalten.

Man sollte Helmut Kohl da aber nicht unterschätzen.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 10:37 (vor 44 Tagen) @ Habakuk

Seit Franz-Josef Strauß dürfte kein deutscher Politiker in so viele Skandale verwickelt gewesen sein wie Jens Spahn. Das sollte man angesichts der aktuellen Diskussion immer im Hinterkopf behalten.


Man sollte Helmut Kohl da aber nicht unterschätzen.

Da waren es nicht unterschiedliche Skandale, sondern im Grunde nur ein großer, der Spendenskandal. Und zudem ist erst nach Kohls aktiver Zeit bekannt geworden, wie riesig der war und wie sehr Kohl schwarze Kassen genutzt hat, um seine Macht in der Partei zu festigen.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 09:53 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Ausgerechnet der Postillon hat die umfassendste Liste der Spahn-Skandale aufgestellt, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

https://www.der-postillon.com/2026/07/sonntagsfrage-lieblings-spahn-skandal.html

Ist dann aber schon fast Gewohnheitsrecht :)


Seit Franz-Josef Strauß dürfte kein deutscher Politiker in so viele Skandale verwickelt gewesen sein wie Jens Spahn. Das sollte man angesichts der aktuellen Diskussion immer im Hinterkopf behalten.

Da gibt es für mich deutlich gravierendere Punkte, wegen derer er viel eher hätte zurücktreten müssen. Dass er nicht den Mut hatte, sich gegen die eigene Parteilinie zu stellen, ist für mich dabei noch das Harmloseste.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 10:35 (vor 44 Tagen) @ markus

Da gibt es für mich deutlich gravierendere Punkte, wegen derer er viel eher hätte zurücktreten müssen. Dass er nicht den Mut hatte, sich gegen die eigene Parteilinie zu stellen, ist für mich dabei noch das Harmloseste.

Nach dem Bekanntwerden der bisherigen Skandale kamen die Rücktrittsforderungen aus anderen Parteien, den Medien und der Öffentlichkeit. Wenn so etwas geschieht, dann löst das in der eigenen Partei den Reflex aus, sich vor den eigenen Mann zu stellen. Jetzt aber kam die Kritik zum allergrößten Teil aus der eigenen Partei, Vertreterinnen und Vertreter anderer Parteien haben sich weitgehend zurückgehalten. Deshalb griffen die üblichen Schutzmechanismen nicht. Wenn ich es richtig überblicke, dann ist niemand aus der CDU Jens Spahn zur Seite gesprungen. Diejenigen, die ihm normalerweise nahestehen, haben komplett geschwiegen.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Dienstag, 21.07.2026, 10:42 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Wer steht ihm denn in der CDU nahe? Außer Leuten, die mit seiner Hilfe ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen?? Und die halten sich ganz bewusst aus Opportunismus von ihm fern, als er untergeht. Was auch zu erwarten war.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 10:52 (vor 44 Tagen) @ Murksknüller

Wer steht ihm denn in der CDU nahe? Außer Leuten, die mit seiner Hilfe ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen?? Und die halten sich ganz bewusst aus Opportunismus von ihm fern, als er untergeht. Was auch zu erwarten war.

Unter anderem ist er mit dem Wirtschaftsflügel der CDU (Stichworte z.B. Fiege und Gotthardt) sowie der Jungen Union hervorragend vernetzt.

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Murksknüller, Brühl/Rheinland, Dienstag, 21.07.2026, 10:57 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot...

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Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 11:34 (vor 44 Tagen) @ Murksknüller

Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot...

Ich würde den Einfluss von Jens Spahn nicht unterschätzen. Hätte er vorausgesehen, was auf ihn zukommt, dann hätte er sicherlich "seine Truppen gesammelt". Aber diese massive Ablehnung seines Verhaltens kam für ihn vollkommen überraschend, aus dem Nichts heraus. Und sie hat ihn komplett überrollt, bevor er reagieren konnte.

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nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 11:47 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Aber diese massive Ablehnung seines Verhaltens kam für ihn vollkommen überraschend, aus dem Nichts heraus. Und sie hat ihn komplett überrollt, bevor er reagieren konnte.

Da bin ich auch von überzeugt! Nach dem, was er an Skandalen schon überstanden hat, ist er vermutlich davon ausgegangen, dass über das aktuelle Verhalten nicht mehr als maximal der Kopf geschüttelt wird. War ja vorher bei den viel größeren Themen auch nicht anders.

Die Annahme wäre dann aber auch nicht mehr als ein weiterer Beleg dafür, was für ein unmöglicher Politiker und Mensch Spahn ist.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 12:16 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Aber diese massive Ablehnung seines Verhaltens kam für ihn vollkommen überraschend, aus dem Nichts heraus. Und sie hat ihn komplett überrollt, bevor er reagieren konnte.


Da bin ich auch von überzeugt! Nach dem, was er an Skandalen schon überstanden hat, ist er vermutlich davon ausgegangen, dass über das aktuelle Verhalten nicht mehr als maximal der Kopf geschüttelt wird. War ja vorher bei den viel größeren Themen auch nicht anders.

Vor zwei Tagen gab es beim Spiegel einen Artikel hinter der Paywall "Jens Spahn ist das Opfer seiner Hybris". Ich hatte die Überschrift gelesen, den Text selbst aber nicht gelesen, das habe ich jetzt nachgeholt.

"Im politischen Berlin galt Jens Spahn lange als ein Mann mit sieben Leben. Kein Skandal, keine Affäre schien dem Christdemokraten etwas anhaben zu können. Weder die windigen Maskendeals noch fragwürdige Immobilienkredite oder zweideutige Aussagen über eine Zusammenarbeit mit der AfD. Im Gegenteil: Harte Kritik und scharfer Gegenwind schienen den ohnehin ausgeprägten Ehrgeiz des Münsterländers weiter anzustacheln.

Der Politprofi Spahn, so schien es, kommt mit allem irgendwie durch."
....
"Spahn hat sich selbst überschätzt. Er hat Kanzler Friedrich Merz, seine Partei und auch das Anstandsempfinden vieler Menschen im Land unterschätzt. Dafür zahlt Spahn, dem Ambitionen auf das Kanzleramt nachgesagt wurden, jetzt einen hohen Preis. Der nach Merz zweitwichtigste Mann in der CDU musste sein Amt als Unionsfraktionschef im Bundestag niederlegen. Spahns politische Karriere ist damit fürs Erste beendet."

https://www.spiegel.de/politik/jens-spahn-der-cdu-politiker-ist-das-opfer-seiner-hybris-a-042125fd-7c3a-46d4-9622-e426c6454fdc

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 12:20 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Man kann es in der Tat so zusammenfassen: Jens Spahn ist über Jens Spahn gestolpert.

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nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:19 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Insgesamt finde ich es für unsere Gesellschaft schon sehr positiv, dass – gemessen an dem, was man über ihn gelesen und gehört hat – durch und durch schlechte Menschen wie Spahn irgendwann dann doch die Quittung für ihr Verhalten bekommen.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

istar, Mittwoch, 22.07.2026, 11:00 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Insgesamt finde ich es für unsere Gesellschaft schon sehr positiv, dass – gemessen an dem, was man über ihn gelesen und gehört hat – durch und durch schlechte Menschen wie Spahn irgendwann dann doch die Quittung für ihr Verhalten bekommen.

Abgesehen davon, dass ich nichtmal dich für durch und durch schlecht halte, stimme ich dir ausnahmsweise zu.

Es ist doch auch schön, dass der frischgebackene Vater jetzt genug Zeit hat, sich um seinen Nachwuchs zu kümmern.

Umfrage des Postillon zum "Lieblings-Spahn-Skandal"

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 12:32 (vor 43 Tagen) @ istar

Abgesehen davon, dass ich nichtmal dich für durch und durch schlecht halte, stimme ich dir ausnahmsweise zu.

Danke! Geht mir beim ersten Teil ähnlich. Das Niveau von Spahn erreichst du nicht. Das ist ganz einfach eine Klasse für sich.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 18:02 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Kris, Dienstag, 21.07.2026, 10:46 (vor 44 Tagen) @ markus

Mit schwirren bei der Thematik auch etliche Fragen durch den Kopf, und ich kann nicht sagen, ob ich bei allen liberalen Grundgedanken tatsächlich für eine Legalisierung wäre.

Was würde eine Gestattung unter staatlicher Reglementierung der Leihmutterschaft grundsätzlich ändern?
Heute können Paare, die keine leiblichen Kinder bekommen können, ins Ausland fahren, um per Leihmutterschaft ein solches zu bekommen. Das ist nicht verboten, aber teuer. Das können sich nur solche Personen leisten, die genügend Geld dafür haben (wie Spahn oder andere Prominente wie Ronaldo und Musk). Wie viele sind das denn in Deutschland?
Würde sich für weniger vermögende Paare etwas daran ändern, wenn Leihmutterschaft im Inland erlaubt wäre? Oder reden wir hier nur von einer Gruppe stinkereicher Leute, die unbedingt ihre Gene weitergeben wollen? Denn ohne erheblichen Geldfluss wird sich doch keine Frau den Strapazen und Risiken einer Schwangerschaft für fremde Leute hergeben.

Wonach werden Frauen für die Mutterschaft ausgewählt: Aussehen, Klugheit, Langlebigkeit der Vorfahren, Krankheitsanfälligkeit usw.? Reden wir hier nicht sogar von einer Auslese: nur das Beste für die Reichsten? Warum sollen wir dazu unsere Gesetze ändern?

Wenn man unbedingt Kinder will, warum nicht Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen, so wie das Leute ohne die o.g. finanziellen Mittel auch heute schon tun?

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Vielhilftviel, Dienstag, 21.07.2026, 11:37 (vor 44 Tagen) @ Kris

Mit schwirren bei der Thematik auch etliche Fragen durch den Kopf, und ich kann nicht sagen, ob ich bei allen liberalen Grundgedanken tatsächlich für eine Legalisierung wäre.

Was würde eine Gestattung unter staatlicher Reglementierung der Leihmutterschaft grundsätzlich ändern?
Heute können Paare, die keine leiblichen Kinder bekommen können, ins Ausland fahren, um per Leihmutterschaft ein solches zu bekommen. Das ist nicht verboten, aber teuer. Das können sich nur solche Personen leisten, die genügend Geld dafür haben (wie Spahn oder andere Prominente wie Ronaldo und Musk). Wie viele sind das denn in Deutschland?

Es würde in Deutschland allein dadurch viel günstiger werden, dass die Kindskäufer der Mutter alle Gesundheitsleistungen (Vorsorgeuntersuchungen, Geburt, Hebamme, Nachsorge etc.) nicht bezahlen müssen - das trägt ja die Krankenkasse. Diese Kosten sind gerade in den USA unglaublich hoch und müssen dort in der Regel selbst bezahlt werden.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Fisheye, Dienstag, 21.07.2026, 21:54 (vor 44 Tagen) @ Vielhilftviel

Mit schwirren bei der Thematik auch etliche Fragen durch den Kopf, und ich kann nicht sagen, ob ich bei allen liberalen Grundgedanken tatsächlich für eine Legalisierung wäre.

Was würde eine Gestattung unter staatlicher Reglementierung der Leihmutterschaft grundsätzlich ändern?
Heute können Paare, die keine leiblichen Kinder bekommen können, ins Ausland fahren, um per Leihmutterschaft ein solches zu bekommen. Das ist nicht verboten, aber teuer. Das können sich nur solche Personen leisten, die genügend Geld dafür haben (wie Spahn oder andere Prominente wie Ronaldo und Musk). Wie viele sind das denn in Deutschland?


Es würde in Deutschland allein dadurch viel günstiger werden, dass die Kindskäufer der Mutter alle Gesundheitsleistungen (Vorsorgeuntersuchungen, Geburt, Hebamme, Nachsorge etc.) nicht bezahlen müssen - das trägt ja die Krankenkasse. Diese Kosten sind gerade in den USA unglaublich hoch und müssen dort in der Regel selbst bezahlt werden.

Also wenn du allein jemanden 9 Monate 24/7 lang Mindestlohn bezahlen würdest käme man auf ca. 120.000 €. Jetzt kann man darüber diskutieren ob eine Frau die ein Kind austrägt nicht eigentlich drastisch mehr verdient als Mindestlohn. Dann müsste man die Frau noch für die enormen Einschränkungen im Rahmen der Schwangerschaft entschädigen. Besser auf Koffein, Alkohol, Tabak oder sonstige Drogen verzichten. Sport ist ab einem gewissen Punkt auch schwierig. Wenn das Kind geboren wurde geht’s ja weiter, der Körper ist bereit ein Kind zu versorgen und das ist dann garnicht da. Aus dem Modus muss der Körper erstmal wieder rauskommen. es gibt noch unzählige weitere Punkte.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Kris, Dienstag, 21.07.2026, 12:13 (vor 44 Tagen) @ Vielhilftviel

Es würde in Deutschland allein dadurch viel günstiger werden, dass die Kindskäufer der Mutter alle Gesundheitsleistungen (Vorsorgeuntersuchungen, Geburt, Hebamme, Nachsorge etc.) nicht bezahlen müssen - das trägt ja die Krankenkasse. Diese Kosten sind gerade in den USA unglaublich hoch und müssen dort in der Regel selbst bezahlt werden.

Das ist nicht sicher und gehört mit zur Klärung. Bei Fruchtbarkeitsbehandlungen trägt die KK ja auch nicht alles.

Ich frage mich auch, wie denn eine staatliche Reglementierung aussehen könnte. Müsste eine Leihmutter nicht unbekannt bleiben, und würde ein "Gen-Katalog" zur Verfügung stehen?
Würde die Vermittlung über staatliche Instanzen gehen, oder wären die Preise frei verfügbar? Wer von denen, die jetzt mit Geld im Hintergrund eh ins Ausland fahren, würde denn irgendwas dem Zufall überlassen? Mir fehlt die Fantasie mir vorzustellen, wie weniger Betuchte sowas stemmen könnten.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

istar, Dienstag, 21.07.2026, 12:37 (vor 44 Tagen) @ Kris

Es würde in Deutschland allein dadurch viel günstiger werden, dass die Kindskäufer der Mutter alle Gesundheitsleistungen (Vorsorgeuntersuchungen, Geburt, Hebamme, Nachsorge etc.) nicht bezahlen müssen - das trägt ja die Krankenkasse. Diese Kosten sind gerade in den USA unglaublich hoch und müssen dort in der Regel selbst bezahlt werden.


Das ist nicht sicher und gehört mit zur Klärung. Bei Fruchtbarkeitsbehandlungen trägt die KK ja auch nicht alles.

Ich frage mich auch, wie denn eine staatliche Reglementierung aussehen könnte. Müsste eine Leihmutter nicht unbekannt bleiben, und würde ein "Gen-Katalog" zur Verfügung stehen?
Würde die Vermittlung über staatliche Instanzen gehen, oder wären die Preise frei verfügbar? Wer von denen, die jetzt mit Geld im Hintergrund eh ins Ausland fahren, würde denn irgendwas dem Zufall überlassen? Mir fehlt die Fantasie mir vorzustellen, wie weniger Betuchte sowas stemmen könnten.

Warum sollte die Krankenkasse das auch zahlen? Wenn das auch bei uns ein Geschäftsmodell werden soll, dann sollen diejenigen zahlen, die daran verdienen. Die können ja vertraglich vereinbaren, dass das von den Auftraggebern zurückgezahlt wird.
Neben deinen richtigen Punkten stellt sich auch noch die Frage, was soll passieren, wenn die Leihmutter es sich während der Schwangerschaft oder nach der Geburt anders überlegt?
Wäre es mit dem Grundgesetz vereinbar, Vertragstreue einzufordern?
Oder wenn der Spross sich anders als erhofft entwickelt, möglicherweise eine Beeinträchtigung hat?
Kann man dann das Kind zurückgeben?
Auf die Diskussionen und juristischen Auseinandersetzungen in solchen Fällen wäre ich gespannt.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Sascha, Dortmund, Mittwoch, 22.07.2026, 07:52 (vor 44 Tagen) @ istar

Eigentlich kann man diese Regelungen doch analog dem Adoptionsverfahren festlegen. Der Vorgang ist ja nicht grundlegend anders.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 08:09 (vor 44 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 08:13

Die Freigabe eines Kindes zur Adoption kann frühestens acht Wochen nach der Geburt erfolgen. Wie soll das bei einer Leihmutterschaft funktionieren? Soll die Leihmutter die ersten acht Wochen eine Beziehung zu dem Kind aufbauen, um es dann für immer abzugeben?

Und was soll passieren, wenn die Frau sich aufgrund der acht Wochen entscheidet, dass Kind zu behalten? Muss der Auftraggeber dann Unterhalt zahlen und darf das Kind alle zwei Wochen am Wochenende sehen?

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Sascha, Dortmund, Mittwoch, 22.07.2026, 08:18 (vor 43 Tagen) @ Litze80

Die Freigabe eines Kindes zur Adoption kann frühestens acht Wochen nach der Geburt erfolgen. Wie soll das bei einer Leihmutterschaft funktionieren? Soll die Leihmutter die ersten acht Wochen eine Beziehung zu dem Kind aufbauen, um es dann für immer abzugeben?

Warum nicht? Sie hat sich ja bewusst zur Mutterschaft entschieden.

Und was soll passieren, wenn die Frau sich aufgrund der acht Wochen entscheidet, dass Kind zu behalten? Muss der Auftraggeber dann Unterhalt zahlen und darf das Kind alle zwei Wochen am Wochenende sehen?

Nein. Damit fällt dann der Vertragsgrund weg.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 09:00 (vor 43 Tagen) @ Sascha

Die Freigabe eines Kindes zur Adoption kann frühestens acht Wochen nach der Geburt erfolgen. Wie soll das bei einer Leihmutterschaft funktionieren? Soll die Leihmutter die ersten acht Wochen eine Beziehung zu dem Kind aufbauen, um es dann für immer abzugeben?

Warum nicht? Sie hat sich ja bewusst zur Mutterschaft entschieden.

Ja, aber ein solches Versprechen ist zumindest im Adoptionsrecht bis acht Wochen nach der Geburt unwirksam, vgl. § 1747 Abs. 2 BGB.

Und was soll passieren, wenn die Frau sich aufgrund der acht Wochen entscheidet, dass Kind zu behalten? Muss der Auftraggeber dann Unterhalt zahlen und darf das Kind alle zwei Wochen am Wochenende sehen?


Nein. Damit fällt dann der Vertragsgrund weg.

Zumindest Unterhalt würde er nach der jetzigen Rechtslage - die du ja behalten willst - zahlen müssen. Damit würde die Auftraggeber das realistische Risiko eingehen, am Ende kein Kind zu haben, aber Unterhalt zahlen zu müssen.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

stfn84, Köln, Mittwoch, 22.07.2026, 09:07 (vor 43 Tagen) @ Litze80

Wenn Du den Unterhaltsanspruch streichen würdest wäre auch wieder eine wirtschaftliche Komponente gegeben, die Du in einem altruistischen Modell eben gar nicht vorsehen solltest.
Von Aufträgen wie in den USA mal ganz zu schweigen, aber das dürfte in Deutschland eh kaum politische Mehrheiten haben.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 09:12 (vor 43 Tagen) @ stfn84

Wenn Du den Unterhaltsanspruch streichen würdest wäre auch wieder eine wirtschaftliche Komponente gegeben, die Du in einem altruistischen Modell eben gar nicht vorsehen solltest.
Von Aufträgen wie in den USA mal ganz zu schweigen, aber das dürfte in Deutschland eh kaum politische Mehrheiten haben.

Den Unterhaltsanspruch kann du nicht streichen. Das wäre bereits mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, Art. 6 Abs. 2 GG.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Ulrich, Mittwoch, 22.07.2026, 08:55 (vor 43 Tagen) @ Sascha

Die Freigabe eines Kindes zur Adoption kann frühestens acht Wochen nach der Geburt erfolgen. Wie soll das bei einer Leihmutterschaft funktionieren? Soll die Leihmutter die ersten acht Wochen eine Beziehung zu dem Kind aufbauen, um es dann für immer abzugeben?

Warum nicht? Sie hat sich ja bewusst zur Mutterschaft entschieden.

Und was soll passieren, wenn die Frau sich aufgrund der acht Wochen entscheidet, dass Kind zu behalten? Muss der Auftraggeber dann Unterhalt zahlen und darf das Kind alle zwei Wochen am Wochenende sehen?


Nein. Damit fällt dann der Vertragsgrund weg.

Der Auftraggeber ist doch in der Regel der biologische Vater des Kindes? Dann könnte sich schon aus der biologischen Vaterschaft, unabhängig von Vertragsinhalten oder auch nur dem Sonderfall der Leihmutterschaft eine Unterhaltspflicht ergeben.

An der Frage und anderen könnte sich vermutlich eine ganze Horde von Juristen austoben. Und je nach Land, in dem die Leihmutter lebt und das Kind zur Welt bringt, konnten viele juristische Details unterschiedlich sein.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 00:51 (vor 44 Tagen) @ istar

Auf die Diskussionen und juristischen Auseinandersetzungen in solchen Fällen wäre ich gespannt.

Da könntest du ganz entspannt sein! Diese Fragen sind doch problemlos zu handhaben, wie beispielsweise die Regularien bei einer Samenspende zeigen.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Vielhilftviel, Dienstag, 21.07.2026, 12:23 (vor 44 Tagen) @ Kris

Es würde in Deutschland allein dadurch viel günstiger werden, dass die Kindskäufer der Mutter alle Gesundheitsleistungen (Vorsorgeuntersuchungen, Geburt, Hebamme, Nachsorge etc.) nicht bezahlen müssen - das trägt ja die Krankenkasse. Diese Kosten sind gerade in den USA unglaublich hoch und müssen dort in der Regel selbst bezahlt werden.


Das ist nicht sicher und gehört mit zur Klärung. Bei Fruchtbarkeitsbehandlungen trägt die KK ja auch nicht alles.

Ab dem Zeitpunkt wo die Frau schwanger ist, trägt die Krankenkasse natürlich alle Leistungen, die ich oben genannt habe. Tut sie ja jetzt auch, egal wie und von wem die Frau schwanger geworden ist.


Ich frage mich auch, wie denn eine staatliche Reglementierung aussehen könnte. Müsste eine Leihmutter nicht unbekannt bleiben, und würde ein "Gen-Katalog" zur Verfügung stehen?
Würde die Vermittlung über staatliche Instanzen gehen, oder wären die Preise frei verfügbar? Wer von denen, die jetzt mit Geld im Hintergrund eh ins Ausland fahren, würde denn irgendwas dem Zufall überlassen? Mir fehlt die Fantasie mir vorzustellen, wie weniger Betuchte sowas stemmen könnten.

Auf die mögliche Reglementierung will ich nicht eingehen, ich bin auch kein Befürworter der Leihmutterschaft. Mir ging es nur darum, dass in Deutschland Kosten vom Gesundheitssystem getragen werden, die man bei Leihmutterschaften im Ausland quasi als pass-through Kosten mittragen muss.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:22 (vor 44 Tagen) @ Kris

Man könnte z. B. versuchen, das italienische Modell modifiziert zu übertragen: Die Bedingungen, die bei einer deutschen Lösung eingehalten werden müssen, sind auch bei Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft im Ausland verbindlich. Wenn die Voraussetzungen dort nicht gegeben sind, ist die Inanspruchnahme ebenso unzulässig, wie es in Deutschland wäre.

Recht auf eigene Kinder durch Leihmütter vs. Geld und Auslese?

Schnippelbohne, Bauernland, Dienstag, 21.07.2026, 11:07 (vor 44 Tagen) @ Kris


Wenn man unbedingt Kinder will, warum nicht Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen, so wie das Leute ohne die o.g. finanziellen Mittel auch heute schon tun?

Dazu zwei Anmerkungen: Die Zahl der zur Adoption stehenden Kinder ist deutlich geringer als die der adoptionswilligen Eltern. Auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind kommen laut Statistischem Bundesamt rechnerisch etwa 5 bis 8 Bewerber.
Pflegekinder sind ein anderes Konzept, da man hier immer damit rechnen muss, dass diese Kinder irgendwann zu ihren leiblichen Eltern zurückkehren. Ich kenne Pflegeeltern, die sich dafür bewusst entschieden haben, da sie auch leibliche Kinder haben und eine soziale Aufgabe sehen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 09:05 (vor 44 Tagen) @ markus

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html

Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

stfn84, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 15:20 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Inwiefern wäre das überhaupt relevant?

Eigentlich sollte es doch lediglich darum gehen welche Argumente für welche Position herangezogen werden (können) um sich in einer Diskussion tiefergehend mit dem Thema auseinander zu setzen. Ggf. lernt man mindestens weitere Details zum Thema kennen oder kann sogar seine eigene Position verändern.

Allein die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist doch schon mal gut.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 15:56 (vor 44 Tagen) @ stfn84

Inwiefern wäre das überhaupt relevant?

Eigentlich sollte es doch lediglich darum gehen welche Argumente für welche Position herangezogen werden (können) um sich in einer Diskussion tiefergehend mit dem Thema auseinander zu setzen. Ggf. lernt man mindestens weitere Details zum Thema kennen oder kann sogar seine eigene Position verändern.

Allein die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist doch schon mal gut.

Ich denke auch, dass es bei der Diskussion keine Rolle spielen sollte, ob der Teilnehmer in einer Beziehung lebt, mit Kindern oder ohne oder welche sexuelle Neigung er hat. Das dürfte zwar alles zur persönlichen Wahrnehmung beitragen, die verschiedenen Meinungen scheinen mir aber vor allem von grundsätzlichen Wertvorstellungen abzuhängen. Das sind dann ethische Kriterien, die einen da leiten, ähnlich wie bei den Themen Sterbehilfe, Organspende usw.

Was ich bei einem solchen Thema nicht gut nachvollziehen kann, ist das Reduzieren auf ein überwiegend juristisches Problem, auch wenn letztlich natürlich der praktische Umgang damit von der Rechtslage abhängt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

stfn84, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 16:57 (vor 44 Tagen) @ Habakuk

Ich hielte es auch für wichtig, dass man sich in aller Tiefe damit auseinandersetzt.

Es gibt so viele Perspektiven und Aspekte die zu beachten sind, sodass es bei der Beurteilung des Themas eben auf vielerlei ankommt. Der letzte Ausschuss zu diesem Thema ist aber zumindest mal zu dem Schluss gekommen, dass lediglich eine altruistische Variante in engen Grenzen denkbar sein könnte. Von dort ist es noch weit bis zu einer Legalisierung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 00:19 (vor 44 Tagen) @ stfn84

naja, zumindest sind sich Frau Brosius-Gersdorf und der Vorsitzende der Ethikkommission in der Einschätzung einig, dass in einer freiheitlichen Grundordnung das Recht auf Selbstbestimmung Vorrang hat. Und dass diejenigen die Argumente vorbringen müssen, die etwas verbieten wollen und nicht diejenigen das rechtfertigen müssen, was sie im Rahmen dieses Selbstbestimmungsrechts tun möchten.

Und beide können im Gegensatz zu einigen Floristen bisher keine überzeugenden Argumente der Verbotsfraktion erkennen. Dabei wurden die auch hier vorrangig angeführten Argumente Kindeswohl und Ausnutzung einer Notsituation schon in Betracht gezogen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

stfn84, Köln, Mittwoch, 22.07.2026, 09:03 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Ich denke, dass es kein abschließendes und allgemeingültiges richtig oder falsch gibt, insbesondere in diesem Zusammenhang.

Aus der rechtlichen Perspektive ist das Vorgebrachte total legitim. Gleichzeitig gibt es eben meines Wissens keinen entscheidenden Vorstoß politischer Parteien die darauf hindeuten eine gesetzliche Änderung herbeizuführen. Womöglich würde es am Ende eher analog zu Italien verschärft als liberalisiert, unabhängig vom Ansatz von Brosius-Gelsdorf.

Mit diesem Ansatz hätte ich zumindest in Einzelfällen auch meine Probleme, wenn es bedeuten würde, dass eben auch Senioren sich dafür entscheiden dürfen ein Kind durch eine Leihmutter zu bekommen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 22.07.2026, 07:51 (vor 44 Tagen) @ nico36de


Und beide können im Gegensatz zu einigen Floristen bisher keine überzeugenden Argumente der Verbotsfraktion erkennen. Dabei wurden die auch hier vorrangig angeführten Argumente Kindeswohl und Ausnutzung einer Notsituation schon in Betracht gezogen.


Also der Blumenhandel würde davon aber profitieren....

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 12:38 (vor 43 Tagen) @ Foreveralone

Und beide können im Gegensatz zu einigen Floristen bisher keine überzeugenden Argumente der Verbotsfraktion erkennen. Dabei wurden die auch hier vorrangig angeführten Argumente Kindeswohl und Ausnutzung einer Notsituation schon in Betracht gezogen.

Also der Blumenhandel würde davon aber profitieren....

Die Floristen sind die Besten der Besten unter den Foristen. So wie die Koniferen die Besten der Besten unter den Koryphäen sind.

Aus gegebenem Anlass noch der Hinweis: dieser Beitrag könnte Spuren von Ironie enthalten.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 10:38 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html


Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?

Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

majae, Muc, Dienstag, 21.07.2026, 14:13 (vor 44 Tagen) @ markus

Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.

Und dann anderen prophylaktisch die Schuld geben, dass der Politik-Bereich wieder gesperrt wird, wenn der Ton von (ausschließlich abweichenden) Meinungen zu rau wird.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 18:29 (vor 44 Tagen) @ majae

Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.


Und dann anderen prophylaktisch die Schuld geben, dass der Politik-Bereich wieder gesperrt wird, wenn der Ton von (ausschließlich abweichenden) Meinungen zu rau wird.

Ich würde von mir behaupten, dass ich mir weit überwiegend die Mühe mache, vernünftige Argumente in einer halbwegs unfallfreien Sprache und mit einer angemessenen Wortwahl zu formulieren. Wenn darauf dann persönliche Angriffe folgen, halte ich denjenigen gerne den Spiegel vor. Das kann man falsch finden, aber es ist oft die einzige Möglichkeit, solche Aussagen nicht unkommentiert stehen zu lassen. Denn hier wird weder moderiert noch gelöscht. Ich kann auch verstehen, warum nicht moderiert wird. Das hier ist kein kommerzielles Forum. Nur funktionieren solche Diskussionen dann oftmals nicht und letztendlich ist es dann richtig, sie nicht zuzulassen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Lordran, Dienstag, 21.07.2026, 15:03 (vor 44 Tagen) @ majae

Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.


Und dann anderen prophylaktisch die Schuld geben, dass der Politik-Bereich wieder gesperrt wird, wenn der Ton von (ausschließlich abweichenden) Meinungen zu rau wird.

+1

Ein wiederkehrender Ablauf.
Die eigene Meinung in Stein meißeln, jeden angehen und abwerten, der dieser Meinung nicht entspricht, Eskalation, angebliche Trolle für das schließen des Threads verantwortlich machen.
Hat ein bekannter User hier quasi perfektioniert über die Jahre.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 14:29 (vor 44 Tagen) @ majae

Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.


Und dann anderen prophylaktisch die Schuld geben, dass der Politik-Bereich wieder gesperrt wird, wenn der Ton von (ausschließlich abweichenden) Meinungen zu rau wird.

Markus wirkt zumindest noch verhältnismäßig gelassen, auch wenn er natürlich komplett auf seinen Punkt verharrt. Ein gewisser anderer User, aus dem angeblich schwarz-gelben Ruhrpott, bellt hier wie ein kleiner Kleffer hinterm Gartenzaun an, dessen Geruch ihm nicht passt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Dienstag, 21.07.2026, 11:51 (vor 44 Tagen) @ markus

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html


Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?


Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.

Genau. Immer mal kurz andeuten, dass die Gegner, also die Menschen, die nicht deiner Meinung sind irgendeinen Knacks haben. Gestern waren sie nicht weltoffen, heute sind es Menschen, die noch nie einen Partner oder eine Partnerin hatten und morgen sind es wahrscheinlich Schalker.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 21.07.2026, 11:59 (vor 44 Tagen) @ haweka

ich bin selten mit Markus einer Meinung, aber das ist gerade unfreiwillig komisch.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Vielhilftviel, Dienstag, 21.07.2026, 12:50 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

ich bin selten mit Markus einer Meinung, aber das ist gerade unfreiwillig komisch.

Euch beiden sollte zu denken geben, dass nico36de mit euch einer Meinung ist.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 14:28 (vor 44 Tagen) @ Vielhilftviel

Euch beiden sollte zu denken geben, dass nico36de mit euch einer Meinung ist.

Klar, das könnte bei dir nicht passieren. Weil es Ideologen halt nicht so mit dem differenzierten Denken haben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Vielhilftviel, Dienstag, 21.07.2026, 14:48 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Euch beiden sollte zu denken geben, dass nico36de mit euch einer Meinung ist.


Klar, das könnte bei dir nicht passieren. Weil es Ideologen halt nicht so mit dem differenzierten Denken haben.

...tönte es von jenseits der Brandmauer.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 11:54 (vor 44 Tagen) @ haweka

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html


Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?


Ich würde nicht davon ausgehen, dass für die meisten Kinderlosen Leihmutterschaft oder Adoption überhaupt infrage kommt. Das wird eine kleine Minderheit sein. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und meisten Gegner haben weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt – und werden es auch niemals haben.


Genau. Immer mal kurz andeuten, dass die Gegner, also die Menschen, die nicht deiner Meinung sind irgendeinen Knacks haben. Gestern waren sie nicht weltoffen, heute sind es Menschen, die noch nie einen Partner oder eine Partnerin hatten und morgen sind es wahrscheinlich Schalker.

Vielleicht ist es auch eine Mischung aus allen drei.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 10:36 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html


Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?

Ich habe mich nicht sonderlich beteiligt, sehe aber den Punkt von Frau Brosius-Gersdorf. Letztlich würde ich auch noch weiter gehen und als Staat im Prinzip gar nichts verbieten, was im Kern individuelle Entscheidung ist. Ob man Kinder hat (wie ich) oder keine, spielt da doch letztlich nur eine untergeordnete Rolle. Es geht im Recht ja in erster Linie um eine Güterabwägung. Wenn man das nicht kann, weil man emotional involviert ist, sollte man sich m.E. nicht beteiligen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 11:42 (vor 44 Tagen) @ Scherben

Ich habe mich nicht sonderlich beteiligt, sehe aber den Punkt von Frau Brosius-Gersdorf. Letztlich würde ich auch noch weiter gehen und als Staat im Prinzip gar nichts verbieten, was im Kern individuelle Entscheidung ist. Ob man Kinder hat (wie ich) oder keine, spielt da doch letztlich nur eine untergeordnete Rolle. Es geht im Recht ja in erster Linie um eine Güterabwägung. Wenn man das nicht kann, weil man emotional involviert ist, sollte man sich m.E. nicht beteiligen.

Im Fall der Leimutterschaft betrifft diese individuelle Entscheidung aber mit der Leihmutter und dem Kind noch zwei weitere Menschen in ganz erheblichem Maße. Für mich ist das ein Kriterium, bei dem ich immer sagen würde, dass mein persönlicher Wunsch hier zurückgestellt werden muss. Das werden andere Menschen anders sehen, aber dann ist eben auch der Punkt erreicht, wo der Staat gefordert ist.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 11:28 (vor 44 Tagen) @ Scherben

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html


Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?


Ich habe mich nicht sonderlich beteiligt, sehe aber den Punkt von Frau Brosius-Gersdorf. Letztlich würde ich auch noch weiter gehen und als Staat im Prinzip gar nichts verbieten, was im Kern individuelle Entscheidung ist.

Also alle harten Drogen erlauben und Hooligans bzw Ultras dürfen sich auch unter gegenseitigem Einverständnis auf die Mütze hauen? Inzest wäre dann auch ok, ungeachtet der wissenschaftlichen Tatsache, dass Genfehler und Krankheiten bei Inzucht wesentlich häufiger auftreten.

Ich bin noch nichtmal fundamental gegen die Leihmutterschaft, finde es aber nur ziemlich unterkomplex das Thema wie einen Autokauf gleichzusetzen und keine Bedenken bzw contra äußern zu dürfen. Das du alleine für Menschen schon den Terminus "Güter" verwendest, ist gelinde gesagt gruselig.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 13:19 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Das du alleine für Menschen schon den Terminus "Güter" verwendest, ist gelinde gesagt gruselig.

Oder Du schlägst einfach mal nach, was mit Begriffen wie dem Ethischen Gut, dem Höchsten Gut, etc. so gemeint ist, und kommst dann nochmal frisch in die Diskussion hinein, wie wärs?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 21.07.2026, 11:33 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Bei Inzest ist das tatsächlich auch so ein Ding. Ich sehe den Punkt, aber dann dürftest du Menschen mit vererbbaren Krankheiten eigentlich auch keine Fortpflanzung erlauben (was uns vom Thema komplett weg führt, daher gerne bei einem Bier).

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 12:40 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Bei Inzest ist das tatsächlich auch so ein Ding. Ich sehe den Punkt, aber dann dürftest du Menschen mit vererbbaren Krankheiten eigentlich auch keine Fortpflanzung erlauben (was uns vom Thema komplett weg führt, daher gerne bei einem Bier).

Naja, die Leute mit vererbaren Krankheiten( welches übrigens ein breit gestreutes Feld umfasst, weil kaum ein Mensch keine Genfehler hat) können aber nix dafür. Bruder und Schwester können sich auch anderweitig umschauen.

Und jetzt ganz pikant: Sind Vater und volljährige Tochter dann auch ok?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Dienstag, 21.07.2026, 11:44 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Bei Inzest ist das tatsächlich auch so ein Ding. Ich sehe den Punkt, aber dann dürftest du Menschen mit vererbbaren Krankheiten eigentlich auch keine Fortpflanzung erlauben (was uns vom Thema komplett weg führt, daher gerne bei einem Bier).

Theoretisch sind wir ja alle irgendwie Nachfahren von Inzest, war ganz früher Gang und gäbe, da war im Dorf doch jeder mit jedem verwandt, auch heute noch ist es nicht so unüblich, dass Cousin und Cousine... Auf Island gibt es sogar einen Inzest-App, um ungewollte Beziehungen zu vermeiden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 11:03 (vor 44 Tagen) @ Scherben
bearbeitet von nico36de, Dienstag, 21.07.2026, 11:07

Es geht im Recht ja in erster Linie um eine Güterabwägung. Wenn man das nicht kann, weil man emotional involviert ist, sollte man sich m.E. nicht beteiligen.

Das haben diejenigen, die vor ihrer Ernennung als Verfassungsrichterin auf Brosius-Gerdorf rumgehackt haben, schon zu dem Zeitpunkt nicht verstanden. Recht ist nicht, wie bei den Hackern üblich, eine Meinung zu haben und die jemandem aufdrücken zu wollen, sondern alle Aspekte abzuwägen und unter dieser Abwägung zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen. Gern auch nüchtern, weil Emotionen eine sachgerechte Entscheidung immer negartv beeinflussen.

Inhaltlicher Diskurs

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 23:16 (vor 45 Tagen) @ markus

Ich finde es sehr gut, dass die Frau hier einen inhaltlichen Diskurs zu dem Thema anregt. Ich glaube, dass dieser dringend notwendig ist und vielleicht wird Jens Spahn am Ende dazu beigetragen haben.

Ich habe mit gerade beim Lunch kurz eine Doku bei Youtube (ARD Team Recherche) zum Thema Leihmutterschaft im Ausland angeschaut und konnte das nicht komplett ansehen (weil mir unwohl wurde) und musste immer mal wieder springen. Es macht den Eindruck, als sei die aktuelle Gesetzeslage so ziemlich das schlimmste, was man sich ausdenken kann.

Es fällt am Ende folgender Satz:

Die große Debatte, die wir zu führen haben ist: Habe ich ein Recht auf ein Kind?

Inhaltlicher Diskurs

haweka, Dienstag, 21.07.2026, 00:12 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh

Ich finde es sehr gut, dass die Frau hier einen inhaltlichen Diskurs zu dem Thema anregt. Ich glaube, dass dieser dringend notwendig ist und vielleicht wird Jens Spahn am Ende dazu beigetragen haben.

Ich habe mit gerade beim Lunch kurz eine Doku bei Youtube (ARD Team Recherche) zum Thema Leihmutterschaft im Ausland angeschaut und konnte das nicht komplett ansehen (weil mir unwohl wurde) und musste immer mal wieder springen. Es macht den Eindruck, als sei die aktuelle Gesetzeslage so ziemlich das schlimmste, was man sich ausdenken kann.

Ist doch eine interessante Recherche. Von zwei Frauen, zwei Müttern.

Goldstandard sind die USA. Angebote aus Albanien oder Kolumbien sind deutlich preisgünstiger. Kind wird garantiert und wenn es Komplikationen gibt, dann wir einfach eine neue Mutter genommen.

https://www.youtube.com/watch?v=2Sl31gxkJec

Inhaltlicher Diskurs

Kruemelmonster09, Montag, 20.07.2026, 23:59 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh
bearbeitet von Kruemelmonster09, Dienstag, 21.07.2026, 00:06

Ich gebe dir Recht, man sollte sich mehr mit dem Kern der Debatte auseinandersetzen.

Und dennoch muss ich sagen, tut mir das ziemlich weh, um was sich die Debatte immer nur dreht.
Ich mach kein Hehl daraus und habe es hier ja auch schon öfter geschrieben:
Wir haben ein Pflegekind.

Dieses Pflegekind ist bei uns Einzelkind.
In der Ursprungsfamilie hat unser Kind zwei Halbgeschwister und zwei "vollwertige Geschwister". Aktuell lebt noch ein Kind in der Ursprungsfamilie.

Wir haben nicht vor ein weiteres Kind zu bekommen. Genetisch könnten wir (vermutlich). Wir haben aber entschieden das ein Kind reicht.
Und wir haben uns entschieden, dass auch ein nicht leibliches Kind ein "vollwertiges Kind" sein kann.

Ja... Unser Kind sieht mir durchaus ähnlich, meiner Frau aber gar nicht. Und ja... Es gab durchaus schon Nachbarn die (als das Kind zu uns kam) darüber getuschelt haben, ob es vielleicht ein Kind aus einem Fehltritt meinerseits war.
Aber wisst ihr was? Scheiß drauf. Alle die den Hintergrund bislang noch nicht mitbekommen haben, haben selbst Pech.

Und ja, das Kind sieht meiner Frau nicht ähnlich, aber es ist absolut meine Frau.
Das Kind bewegt sich wie sie, fängt an zu diskutieren wie sie, meckert mit mir genauso wie sie.

Dieses Kind ist unser Kind.

Ja, es gibt da den gesetzlichen Vormund der uns einmal im Monat besucht. Ja wir müssen ein bis zwei Mal im Jahr zum HPG aber scheiß drauf.
Das ist halt inzwischen so natürlich wie ein Zahnarzt Besuch.

Freunde von uns haben ein natürliches Kind, ein Adoptivkind, zwei Pflegekinder.
Andere Bekannte von uns haben ein Kind aus Afrika adoptiert.
Ein befreundetes schwules Pärchen hat ebenfalls ein Pflegekind.

Ich fände es schön wenn wir in dem ganzen Zuge mal mehr darüber reden würden, ob es nicht unnormal ist, dass wir immer unbedingt unsere Gene weitergeben wollen, oder ob es nicht auch anders geht?
Evolutionär mag das alles verständlich sein, aber wir versuchen doch sonst auch uns mit Kultur von den reinen evolutionären Trieben zu trennen.

Ich fände es schön, wenn wir auch mal darüber reden könnten, dass Familie nicht nur gleiches Blut bedeutet.


Edit:
Bitte nicht falsch verstehen. Jeder der ein Kind bekommen kann und will, soll es bekommen - sofern er dem Kind eine schöne Kindheit ermöglichen kann.

Ich finde es nur so schlimm in unserer Gesellschaft, dass Adoption, oder Pflege noch immer (und es wird wohl auch nie anders sein) einfach nur eine Elternschaft zweiter Klasse ist. Oftmals die absolute Notlösung.

Inhaltlicher Diskurs

stfn84, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 12:06 (vor 44 Tagen) @ Kruemelmonster09

Es ist sicherlich notwendig die Diskussionen zu trennen. Aus meiner Warte heraus gibt es hier so viele Stränge und Themenfelder, in einem hochemotionalen Kontext.

Meines Erachtens muss unverrückbar feststehen, dass es keine "Rangordnung" von Elternschaft geben kann oder sollte. Es ist kein Makel ein Kind aus Adoption oder zur Pflege zu haben und dieses zu erziehen, sondern eher von höherem gesellschaftlichem Wert da man einem unschuldigen Individuum die Chance gibt bei Eltern aufzuwachsen die einem mit Liebe begegnen. Auch "reproduktionsfähige Erwachsene" können sich für diesen Weg entscheiden, weil die Entscheidung für ("eigene") Kinder eben eine sehr individuelle ist. Aus Eurer Sicht kann ich mir vorstellen, dass es aber eben oftmals so ankommt als wäret ihr bzw. euer Lebensmodel mit Makeln behaftet. Wer sich hiermit aber eben intensiver als auf Schlagwortebene auseinandersetzt sollte schnell feststellen, dass das ziemlicher Unfug ist der zudem verletzend aufgefasst werden kann.
Das sollte entsprechend vermieden werden, wenngleich es auf die Frage nach Leihmutterschaft ggf. keinen Einfluss haben sollte.

Aktuell ist es in Deutschland untersagt Leihmütter zu vermitteln oder Embryonen zum Zwecke einer Leihmutterschaft einzusetzen. Über die Sinnhaftigkeit darf man gerne diskutieren, auch wenn ich es persönlich als durchaus nachvollziehbar erachte dies so zu handhaben. Ich würde grundsätzlich davon ausgehen, dass eine Leihmutterschaft in der Mehrzahl der Fälle aus der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Leihmutter resultiert. Wenn Leben zu einer Dienstleistung wird, gibt es aber neben der rechtlichen immer auch eine moralische Komponente.

Wenn sich der Fraktionsvorsitzende einer demokratischen Partei dazu entschließt etwas im Ausland zu tun was hier in Deutschland (auch aufgrund "eigenen" Zutuns, zumindest der Partei für die er arbeitet und die er gewollt in exponierter Stellung vertritt) untersagt ist, halte ich Konsequenzen für notwendig und richtig, auch wenn ich den individuellen Kinderwunsch des Paares durchaus nachvollziehen kann. Gerade eben weil es andere "Möglichkeiten" gibt Kinder zu "bekommen", halte ich das Vorgehen von Spahn aber für unangemessen.

Zudem darf man durchaus darüber philosophieren, inwieweit ein Kinderwunsch legitim ist und wer das überhaupt prüfen könnte. Das ist aber eben immer vom persönlichen Wertekosmos geprägt. Jeder kann sich ein Kind wünschen und oftmals sogar bekommen, unabhängig davon ob er dazu "geeignet" ist. Es gibt zigtausende von Einzelfällen, bei denen es furchtbare Ausprägungen von "natürlichen Eltern" gibt die ihre Kinder vernachlässigen, während es selbstredend auch zigtausende homosexuelle Paare gibt die ihre Kinder bestens erziehen und ihnen - subjektiv empfunden - "richtige" Werte mitgeben. Andererseits gibt es in der Natur eben auch Restriktionen.
Frauen mit 60 können kein Kind mehr auf natürlichem Wege bekommen, während Vati natürlich auch noch mit 85 aktiv sein kann. Ob es aber für Kinder besonders zielführend ist, wenn man in welchem System (Leihmutterschaft, Reproduktionsmedizin, Adoption, Pflege) sechzigjährigen Kinder überlässt, sollte zumindest auch in einer vollumfänglichen gesellschaftlichen Debatte angesprochen werden (dürfen). Analog dazu eben inwieweit homosexuellen Paaren Möglichkeiten gegeben werden sollen "eigene" Kinder zu bekommen.

Inhaltlicher Diskurs

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 11:06 (vor 44 Tagen) @ Kruemelmonster09

Das Beste, was ich hier zu dem Thema bisher gelesen habe. Mit Abstand!

Inhaltlicher Diskurs

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 21.07.2026, 10:22 (vor 44 Tagen) @ Kruemelmonster09

Franz Beckenbauer hat das mal sehr humorvoll auf den Punkt gebracht "Der Herrgott liebt alle seine Kinder".

Und exakt so ist es. Es gibt keine Kinder erster oder zweiter Klasse. Ich finde das toll, dass ihr ein Pflegekind aufgenommen habt.

Ich finde es auf der anderen Seite aber auch nicht verwerflich, wenn jemand anderes sagt "Das Kind soll unsere Gene haben". Und wenn's dann aus welchen Gründen auch immer nicht klappt und Leihmutterschaft geht, dann sollte man dem nicht per se entgegen stehen.

Insbesondere deswegen, weil ungewollte Kinderlosigkeit eine unfassbare Belastung für Paare ist. Und man könnte auch mal überlegen, ob der Zuschlag für Kinderlose bei der Pflegeversicherung so fair ist, wenn man auf der anderen Seite nicht sämtliche Möglichkeiten staatlich unterstützt (IVF, etc.).

Inhaltlicher Diskurs

Jos, Ort, Dienstag, 21.07.2026, 11:19 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Insbesondere deswegen, weil ungewollte Kinderlosigkeit eine unfassbare Belastung für Paare ist. Und man könnte auch mal überlegen, ob der Zuschlag für Kinderlose bei der Pflegeversicherung so fair ist, wenn man auf der anderen Seite nicht sämtliche Möglichkeiten staatlich unterstützt (IVF, etc.).

Wenn Jens Spahn die Kinderlosigkeit als eine unfassbare Belastung empfindet und die Kinderwunscherfüllung für sich als Grundbedürfnis festgestellt hat, warum hat er nicht als Politiker in maßgeblicher Position daran gearbeitet, die Befriedigung des Grundbedürfnisses auch für andere möglich zu machen, auch wenn sie keine 100 000 Euro haben?

Inhaltlicher Diskurs

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 11:45 (vor 44 Tagen) @ Jos

Über genau diesen Widerspruch ist der Gute ja gestürzt. Wobei es mich ehrlich gesagt verwundert hat, dass der Kompass in der CDU – sicherlich auch den anstehenden Wahlen geschuldet – so justiert ist, dass das Verhalten von Skandal-Spahn überhaupt so kritisch gesehen wird.

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Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 10:51 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Ich kann den Wunsch, eigene Kinder zu haben, vollkommen verstehen. Kinder sind eine enorme Bereicherung. Und ich habe für jeden vollstes Mitgefühl, deren Wunsch nach Kindern (aus was für Gründen auch immer) nicht erfüllt wird.

Aber bei der Abwägung darf die Rolle der Leihmutter einfach nicht zu kurz kommen. Wenn eine beachtliche Zahl der Leihmütter nach einer Leihmutterschaft an posttraumatischem Stress oder Angststörungen leiden, dann ist das ein legitimes Argument gegen eine Leihmutterschaft. Es gibt dazu ausreichend Studien und Berichte (Teile davon habe ich bereits gepostet).

Aber noch ein anderer Aspekt: Der Gesetzgeber hat nicht ohne Grund geregelt, dass die Einwilligung zur Adoption frühestens acht Wochen nach der Geburt erteilt werden darf, weil sich nach der Geburt Bindungsgefühle entwickeln oder verstärken können. Eine Leihmutter müsste aber bereits vor der Geburt die Entscheidung treffen, das Kind abgeben zu müssen.

Inhaltlicher Diskurs

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 10:38 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Insbesondere deswegen, weil ungewollte Kinderlosigkeit eine unfassbare Belastung für Paare ist. Und man könnte auch mal überlegen, ob der Zuschlag für Kinderlose bei der Pflegeversicherung so fair ist, wenn man auf der anderen Seite nicht sämtliche Möglichkeiten staatlich unterstützt (IVF, etc.).

Das ist in der Tat so. Man sollte aber auch einmal die Frage stellen, warum das so ist. Kinderlose Paare werden oft gefragt, warum sie keine Kinder haben. Eltern hingegen dürften vergleichsweise selten gefragt werden, warum sie Kinder haben.

Obwohl oft und wohl auch zurecht beklagt wird, dass Kinder und ihre Eltern es zu schwer in ihrem Alltag haben, scheint es trotzdm eine hohe gesellschaftliche Erwartung zu geben, dass man als Paar doch Kinder haben müsse.

Inhaltlicher Diskurs

Schoeneschooh, CDMX, Dienstag, 21.07.2026, 20:14 (vor 44 Tagen) @ Habakuk

Guter Punkt!

Inhaltlicher Diskurs

Blarry, Essen, Dienstag, 21.07.2026, 09:56 (vor 44 Tagen) @ Kruemelmonster09

Edit:
Bitte nicht falsch verstehen. Jeder der ein Kind bekommen kann und will, soll es bekommen - sofern er dem Kind eine schöne Kindheit ermöglichen kann.

Ich finde es nur so schlimm in unserer Gesellschaft, dass Adoption, oder Pflege noch immer (und es wird wohl auch nie anders sein) einfach nur eine Elternschaft zweiter Klasse ist. Oftmals die absolute Notlösung.

Aber das ist doch trotz markus' Bemühungen der Kern und inhaltliche Konsens der Debatte: dass es bereits vielfältige Mittel und Wege zum Kinderglück gibt, ohne die prekäre wirtschaftliche Lage von Frauen zu missbrauchen. Gerade eine Wirtschaftsordnung, die um das Erschaffen ausbeutbarer Armut herum funktioniert, sollte das Konzept erwerbbarer Neugeborener eher vermeiden. Es wird nunmal nicht aus Nächstenliebe gegenüber kinderlosen Paaren geboren, sondern aus wirtschaftlicher Verzweiflung.

Ein Jens Spahn hätte übrigens deutlich weniger Schlamm um die Ohren geworfen bekommen, wäre er nicht sein Leben lang als Verfechter und Förderer eben jener Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung aufgetreten, die Frauen, Menschen, Familien in Armutsverhältnisse und zu verzweifelten Taten führt.

Inhaltlicher Diskurs

Schoeneschooh, CDMX, Dienstag, 21.07.2026, 00:28 (vor 45 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ich hoffe es ist nicht falsch rübergekommen von meiner Seite aus und es tut mir Leid, dass dich die Art und Weise der Debatte verletzt. Ich habe großen Respekt vor dem, wie ihr lebt und würde niemals von Kind oder Familie zweiter Klasse sprechen.

Mit Debatte beziehe ich mich auf die Folgen, welche die aktuelle dt. Gesetzgebung (bzw. Lücke - gewollt oder ungewollt - ich halte sie für maximal inkonsequent) auf der Seite der Leihmütter (und ggf. Kinder) im Ausland mit sich bringt.

Inhaltlicher Diskurs

Kruemelmonster09, Dienstag, 21.07.2026, 07:21 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh

Ich hoffe es ist nicht falsch rübergekommen von meiner Seite aus und es tut mir Leid, dass dich die Art und Weise der Debatte verletzt. Ich habe großen Respekt vor dem, wie ihr lebt und würde niemals von Kind oder Familie zweiter Klasse sprechen.


Ich glaube ich hab es etwas unglücklich ausgedrückt.
Ernüchternd ist sicherlich das bessere Wort.
Ich empfinde es unfassbar ernüchternd, dass die öffentliche Debatte mal wieder nicht in diese Tiefe geht.

"Hätten ja auch ein Kind adoptieren können. Klar das ist dann nicht deins, aber so ist die Natur.", "Hätten ja wenigstens ein Adoptiv-, oder Pflegekind nehmen können", "hätten ja auch anders ein Kind bekommen können. Das wäre dann zwar nicht das eigene gewesen, sondern nur adoptiv..."
Alles Aussagen, die ich in den letzten Tagen vernommen habe.

Wie gesagt, grundsätzlich würde ich mir da eine tiefere Debatte darüber wünschen, was es heißt Familie zu sein, was es heißt Eltern zu sein.
Auch, um den Gedanken mal fortzuführen, unter den Gesichtspunkt dass ich erschreckend finde wie viele Paare sich trennen während das Kind in den ersten 3 bis 6 Lebensjahren ist.

Grundsätzlich was ist Familie heutzutage?

Hier ist leider wieder eine Chance vertan.

Mit Debatte beziehe ich mich auf die Folgen, welche die aktuelle dt. Gesetzgebung (bzw. Lücke - gewollt oder ungewollt - ich halte sie für maximal inkonsequent) auf der Seite der Leihmütter (und ggf. Kinder) im Ausland mit sich bringt.

Alles gut. Finde deinen Gedanken nicht falsch und ja, auch darüber sollte mehr gesprochen werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 18:48 (vor 45 Tagen) @ markus

Frau Brosius-Gersdorf verkürzt das Grundgesetz auf ein grenzenloses Recht zur Selbstbestimmung. Das Grundgesetz schützt jedoch nicht nur individuelle Entscheidungsfreiheit, sondern verpflichtet den Staat ebenso, Menschenwürde, körperliche Unversehrtheit und die Rechte besonders verletzlicher Beteiligter zu schützen.

Aber Frau Brosius-Gersdorf glaubt mal wieder, sie vertrete eine besonders feministische Position, dabei tut sie genau das Gegenteil. Ihre Argumentation ähnelt stark der Debatte über Prostitution. Wenn vor allem finanziell schwächere Frauen ihren Körper und ihre Gesundheit zur Verfügung stellen, während wohlhabendere Menschen davon profitieren, dann ist das nichts anderes als die Kommerzialisierung des weiblichen Körper.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 19:13 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Frau Brosius-Gersdorf verkürzt das Grundgesetz auf ein grenzenloses Recht zur Selbstbestimmung. . Das Grundgesetz schützt jedoch nicht nur individuelle Entscheidungsfreiheit, sondern verpflichtet den Staat ebenso, Menschenwürde, körperliche Unversehrtheit und die Rechte besonders verletzlicher Beteiligter zu schützen.

Sie verkürzt gar nichts. Sie sagt in dem Interview (leider hinter der Paywall), dass der Staat gewisse Regeln aufstellen und man natürlich auch für Aufklärung sorgen muss. Das ganze muss natürlich reguliert sein und findet keinesfalls grenzenlos statt. Genau so funktioniert eine Güterabwägung. Das ist kein reines Schwarz-Weiß-Denken zwischen Totalverbot und einer unregulierten Erlaubnis.

Aber Frau Brosius-Gersdorf glaubt mal wieder, sie vertrete eine besonders feministische Position, dabei tut sie genau das Gegenteil. Ihre Argumentation ähnelt stark der Debatte über Prostitution. Wenn vor allem finanziell schwächere Frauen ihren Körper und ihre Gesundheit zur Verfügung stellen, während wohlhabendere Menschen davon profitieren, dann ist das nichts anderes als die Kommerzialisierung des weiblichen Körper.

Das ist sehr einseitig. Es gibt Pro und Kontra.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 19:24 (vor 45 Tagen) @ markus

Frau Brosius-Gersdorf verkürzt das Grundgesetz auf ein grenzenloses Recht zur Selbstbestimmung. . Das Grundgesetz schützt jedoch nicht nur individuelle Entscheidungsfreiheit, sondern verpflichtet den Staat ebenso, Menschenwürde, körperliche Unversehrtheit und die Rechte besonders verletzlicher Beteiligter zu schützen.


Sie verkürzt gar nichts. Sie sagt in dem Interview (leider hinter der Paywall), dass der Staat gewisse Regeln aufstellen und man natürlich auch für Aufklärung sorgen muss. Das ganze muss natürlich reguliert sein und findet keinesfalls grenzenlos statt. Genau so funktioniert eine Güterabwägung. Das ist kein reines Schwarz-Weiß-Denken zwischen Totalverbot und einer unregulierten Erlaubnis.

Aber Frau Brosius-Gersdorf glaubt mal wieder, sie vertrete eine besonders feministische Position, dabei tut sie genau das Gegenteil. Ihre Argumentation ähnelt stark der Debatte über Prostitution. Wenn vor allem finanziell schwächere Frauen ihren Körper und ihre Gesundheit zur Verfügung stellen, während wohlhabendere Menschen davon profitieren, dann ist das nichts anderes als die Kommerzialisierung des weiblichen Körper.


Das ist sehr einseitig. Es gibt Pro und Kontra.

Glaubst du wirklich, dass es Frauen gibt, die ein Kind hauptsächlich aus altruistischen Gründen als Leihmutter austragen? Das Hauptmotiv wird doch fast immer finanzieller Natur sein.

Ich empfehle dir mal den Bericht der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu lesen, insbesondere zu den psychische Folgen nach der Geburt

https://fsspx.news/de/news/uno-bericht-fordert-abschaffung-der-leihmutterschaft-54131

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Klopfer , Dortmund, Montag, 20.07.2026, 20:30 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Glaubst du wirklich, dass es Frauen gibt, die ein Kind hauptsächlich aus altruistischen Gründen als Leihmutter austragen? Das Hauptmotiv wird doch fast immer finanzieller Natur sein.

Mir ist ein Fall bekannt, dass sich ein schwules Ehepaar mit einem lesbischen Paar zusammengetan hat. Die zwei Männer haben dann je eine Frau in vitro befruchtet und dann jeweils ein Kind austragen lassen.

Heute leben das schwule und das lesbische Paar im Alltag je mit einem Kind als glückliche Familie. Die Kinder sind noch klein, aber wenn die Frage aufkommt, dann kann schnell geklärt werden, wo sich die entsprechende leibliche Mutter, bzw. der Vater befindet.

Geld ist meines Wissens nicht geflossen.

SGG
Klopfer

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 21:59 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Dein geschildertes Beispiel klingt eher nach einer privaten Co-Parenting-Vereinbarung als nach der typischen anonymen oder kommerziellen Leihmutterschaft. Das unterscheidet sich erheblich von Fällen, in denen eine Frau gegen Bezahlung ein genetisch fremdes Kind austrägt und es danach dauerhaft an Auftraggeber übergeben soll.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 00:00 (vor 45 Tagen) @ Litze80

... was dich aber nicht davon abgehalten hat, deine absolutistische Meinung als allein selig machend zu verkaufen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 08:19 (vor 44 Tagen) @ nico36de

In einer Diskussion vertritt jeder seine Position möglichst überzeugend. Wenn dich schon eine klar formulierte Gegenmeinung stört, ist vielleicht nicht mein Ton das Problem, sondern deine Erwartung an eine Diskussion.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

TerraP, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 08:41 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Na, man könnte auch sagen: In einer Diskussion versucht jeder, die Position des anderen so gut wie möglich zu verstehen.

Ich denke, in Bezug auf Deine Position (Leihmütter handeln fast immer aus finanziellen Erwägungen heraus) würde ich erst einmal fragen: Ist das automatisch schlecht? Viele Menschen tun aus finanziellen Erwägungen heraus jeden Tag Dinge, die ihnen keinen Spaß machen und/oder ihnen sogar körperlichen oder psychischen Schaden zufügen. Die Legalität der meisten dieser Dinge wird nicht diskutiert. Und es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass Erwerbsarbeit ein Tausch von Lebenszeit/Energie/Expertise/whatever gegen Geld ist.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 09:08 (vor 44 Tagen) @ TerraP

Leihmutterschaft ist keine gewöhnliche Erwerbsarbeit. Hier geht es nicht nur um Zeit oder Arbeitskraft, sondern um eine Schwangerschaft mit allen körperlichen und psychischen Risiken sowie um die Entstehung und Übergabe eines Kindes. Wenn eine beachtliche Zahl an Frauen (hierzu bspw. der von mir weiter oben im Strang geteilte Bericht der UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen) nach einer Leihmutterschaft an posttraumatischem Stress oder Angststörungen leiden, dann sollte uns das zumindest dazu veranlassen, die Praxis kritisch zu hinterfragen – anstatt sie vorschnell als gewöhnliche Dienstleistung einzuordnen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 09:24 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Leihmutterschaft ist keine gewöhnliche Erwerbsarbeit. Hier geht es nicht nur um Zeit oder Arbeitskraft, sondern um eine Schwangerschaft mit allen körperlichen und psychischen Risiken sowie um die Entstehung und Übergabe eines Kindes. Wenn eine beachtliche Zahl an Frauen (hierzu bspw. der von mir weiter oben im Strang geteilte Bericht der UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen) nach einer Leihmutterschaft an posttraumatischem Stress oder Angststörungen leiden, dann sollte uns das zumindest dazu veranlassen, die Praxis kritisch zu hinterfragen – anstatt sie vorschnell als gewöhnliche Dienstleistung einzuordnen.

TerraP wollte auf was anderes hinaus. Dass eine Tätigkeit Risiken birgt oder manche Beteiligte psychische Folgen davontragen, reicht als Argument allein nicht aus. Das gilt auch für andere Bereiche, in denen Menschen freiwillig (auch gegen Geld) erhebliche körperliche oder psychische Belastungen auf sich nehmen.

Natürlich muss man das kritisch hinterfragen. Daher kann das nur reguliert sinnvoll sein.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 11:55 (vor 44 Tagen) @ markus

Natürlich muss man das kritisch hinterfragen. Daher kann das nur reguliert sinnvoll sein.

Das ist absolut richtig. Was nicht richtig ist: Aus Berichten über psychische Belastungen von Leihmüttern Die Schlussfolgerung zu ziehen, dass diese immer und unter allen Umständen auftreten. Tun sie nämlich nicht! Und da muss man sich schon die Frage stellen, ob man pauschal allen Frauen das Recht absprechen muss, als Leihmutter zu fungieren, wenn sie sich umfassend informiert haben, mit beiden Füßen im Leben stehen und gefestigt sind.

Es gibt da sicher kein Richtig und kein Falsch. Und daher sollte ohne Ideologie darüber diskutiert werden können. Mich stört, dass man diese Ideologie aus fast allen Äußerungen derjenigen herausliest, die sich gegen die Leihmutterschaft positionieren.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 12:08 (vor 44 Tagen) @ nico36de


Das ist absolut richtig. Was nicht richtig ist: Aus Berichten über psychische Belastungen von Leihmüttern Die Schlussfolgerung zu ziehen, dass diese immer und unter allen Umständen auftreten. Tun sie nämlich nicht! Und da muss man sich schon die Frage stellen, ob man pauschal allen Frauen das Recht absprechen muss, als Leihmutter zu fungieren, wenn sie sich umfassend informiert haben, mit beiden Füßen im Leben stehen und gefestigt sind.

Ich habe nie behauptet, dass das immer und unter allen Umständen auftritt. Das tut ja auch keine Statistik. Das Problem ist, dass von Gott oder (wenn man nicht gläubig ist) von der Natur vorgesehen ist, dass eine Frau nach der Geburt eine tiefe Bindung zu dem Kind aufbaut. Trotz der enormen Schmerzen die eine Geburt mit sich bringt, trotz der körperlichen Erschöpfung liegen Frauen nach der Geburt beseelt mit ihrem Kind im Arm. Darauf kann man eine Frau nur schwer vorbereiten.

Meine Frau ist Gynikologin und hat jahrelang auf der Geburtsstation gearbeitet. Sie berichtet davon, wie Mütter vor der Geburt fest entschlossen waren, ihr Kind zur Adoption frei zu geben und nach der Geburt sich dann um entschieden haben. Das trifft natürlich auch nicht immer zu, aber durchaus regelmäßig.

Genau das ist der Grund, warum in Deutschland die Einwilligung zur Adoption frühestens acht Wochen nach der Geburt erteilt werden darf.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Trainer09, Bochum, Mittwoch, 22.07.2026, 09:20 (vor 43 Tagen) @ Litze80


Das ist absolut richtig. Was nicht richtig ist: Aus Berichten über psychische Belastungen von Leihmüttern Die Schlussfolgerung zu ziehen, dass diese immer und unter allen Umständen auftreten. Tun sie nämlich nicht! Und da muss man sich schon die Frage stellen, ob man pauschal allen Frauen das Recht absprechen muss, als Leihmutter zu fungieren, wenn sie sich umfassend informiert haben, mit beiden Füßen im Leben stehen und gefestigt sind.


Ich habe nie behauptet, dass das immer und unter allen Umständen auftritt. Das tut ja auch keine Statistik. Das Problem ist, dass von Gott oder (wenn man nicht gläubig ist) von der Natur vorgesehen ist, dass eine Frau nach der Geburt eine tiefe Bindung zu dem Kind aufbaut. Trotz der enormen Schmerzen die eine Geburt mit sich bringt, trotz der körperlichen Erschöpfung liegen Frauen nach der Geburt beseelt mit ihrem Kind im Arm. Darauf kann man eine Frau nur schwer vorbereiten.

Meine Frau ist Gynikologin und hat jahrelang auf der Geburtsstation gearbeitet. Sie berichtet davon, wie Mütter vor der Geburt fest entschlossen waren, ihr Kind zur Adoption frei zu geben und nach der Geburt sich dann um entschieden haben. Das trifft natürlich auch nicht immer zu, aber durchaus regelmäßig.

Genau das ist der Grund, warum in Deutschland die Einwilligung zur Adoption frühestens acht Wochen nach der Geburt erteilt werden darf.

Das ist doch überhaupt nicht das gleiche Setting.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:13 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Natürlich muss man diese Aspekte alle in die Betrachtung miteinbeziehen. Aber aus meiner Sicht muss man aber trotz dieser Beispiele offen diskutieren können. Und nicht solche Einzelbeispiele als allgemeingültig erklären und diese als Argument zu nutzen, um eine Diskussion zu unterbinden. Die Einzelbeispiele belegen nämlich nicht, dass es in jedem Fall so sein muss!

Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 09:37 (vor 43 Tagen) @ nico36de


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.

Für einen Christen schon.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 09:55 (vor 43 Tagen) @ Litze80


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.

Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Mittwoch, 22.07.2026, 09:57 (vor 43 Tagen) @ CF


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 10:33 (vor 43 Tagen) @ Scherben


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.

Die Kirche vertritt halt gewisse Wertvorstellungen bzw. legt diese aus anhand der Bibel meinetwegen. So wie andere Gruppierungen halt auch ihre Ansichten vertreten. Wenn ein Thema eine gesamtgesellschaftliche Brisanz besitzt, kann man ja durchaus gesamtgesellschaftliche Ansichten anhören zu diesem Thema. Wie man das danach auch immer gewichtet und einordnet. So sehe ich u.a. die Aufgabe der Politik.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Mittwoch, 22.07.2026, 10:45 (vor 43 Tagen) @ CF


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.


Die Kirche vertritt halt gewisse Wertvorstellungen bzw. legt diese aus anhand der Bibel meinetwegen. So wie andere Gruppierungen halt auch ihre Ansichten vertreten. Wenn ein Thema eine gesamtgesellschaftliche Brisanz besitzt, kann man ja durchaus gesamtgesellschaftliche Ansichten anhören zu diesem Thema. Wie man das danach auch immer gewichtet und einordnet. So sehe ich u.a. die Aufgabe der Politik.

Dagegen habe ich auch nichts.

Der Punkt war aber, dass irgendwas "von Gott vorgegeben" sei, und auf der Ebene wird man gesamtgesellschaftlich kaum sinnvoll kommunizieren können.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 12:29 (vor 43 Tagen) @ Scherben

Der Punkt war aber, dass irgendwas "von Gott vorgegeben" sei, und auf der Ebene wird man gesamtgesellschaftlich kaum sinnvoll kommunizieren können.

Genau das habe ich damit gemeint, als ich die Auffassung vertreten habe, dass Gott in dieser Diskussion nicht zu suchen hat.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 12:36 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Der Punkt war aber, dass irgendwas "von Gott vorgegeben" sei, und auf der Ebene wird man gesamtgesellschaftlich kaum sinnvoll kommunizieren können.


Genau das habe ich damit gemeint, als ich die Auffassung vertreten habe, dass Gott in dieser Diskussion nicht zu suchen hat.

Selbstverständlich hat Gott etwas in der Diskussion zu suchen, weil natürlich für einen Christen, der auch Teil der Debatte sein darf, sein Glaube bei der Meinungsbildung eine große Rolle spielt. Oder willst du Christen aus der Debatte ausschließen.

Du kannst dir deine Meinung bilden und sie auf der Grundlage begründen, die du für richtig hältst – genauso wie ich meine Meinung auf der Grundlage meines Glaubens bilde.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 12:46 (vor 43 Tagen) @ Litze80
bearbeitet von nico36de, Mittwoch, 22.07.2026, 12:52

Nichts gegen zu sagen, Auch wenn ich mit Glauben rein gar nichts anfangen könnte und denke, dass die Welt ohne Glauben und mehr Orientierung an Fakten eine bessere wäre.

Die Erfahrung zeigt aber, dass der Glaube regelmäßig genutzt wird, um die eigenen subjektiven"Argumente" zu stützen. Und das ist nur so lange akzeptabel, wie der Glaube nicht relevanter ist als Fakten. Und damit haben die Kirchen einfach objektive Probleme.

Das ist genauso unsinnig, wie wenn man zum Beispiel mit der psychischen Belastung von Leihmüttern argumentiert und die Auffassung vertritt, man könne auch Kinder adoptieren. Die Untersuchungen zu diesem Thema haben nämlich gezeigt, dass die psychische Belastung der Mütter, die ihre Kinder geboren und zur Adoption freigegeben haben, im Durchschnitt wesentlich höher ist als bei Leihmüttern.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 13:38 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Und das ist nur so lange akzeptabel, wie der Glaube nicht relevanter ist als Fakten. Und damit haben die Kirchen einfach objektive Probleme.

Für mich ist in erster Linie maßgeblich, was in der Bibel steht. Daran richte ich meine Überzeugungen aus. Und soweit ich das Grundgesetz verstehe, ist es in Deutschland durch die Meinungs- und Religionsfreiheit gedeckt, seinen Glauben als Grundlage der eigenen Überzeugungen zu haben.

Es steht dir vollkommen frei, zu einem Thema eine andere Auffassung zu vertreten als ich, weil sie z.B. aus deiner Sicht faktenbasierter ist. Damit habe ich genauso kein Problem, wie wenn sich die Mehrheit in einem demokratischen Prozess für einen anderen Weg entscheidet, als ich ihn für richtig halte.

Auch wenn ich mit Glauben rein gar nichts anfangen könnte und denke, dass die Welt ohne Glauben und mehr Orientierung an Fakten eine bessere wäre.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass die Welt ohne christliche Werte eine bessere wäre. Aber auch da, sei dir deine Meinung unbenommen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 12:55 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Nichts gegen zu sagen. Die Erfahrung zeigt aber, dass der Glaube regelmäßig genutzt wird, um die eigenen "Argumente" zu stützen. Da ist erst einmal prinzipiell nichts gegen zu sagen. Wird aber dann ärgerlich, wenn der Glaube relevanter ist als Fakten.

Wenn man zum Beispiel mit der psychischen Belastung von Leihmüttern argumentiert und stattdessen sagt, man könne auch Kinder adoptieren, dann ist das einfach nur lächerlich. Die Untersuchungen zu diesem Thema haben nämlich gezeigt, dass die psychische Belastung der Mütter, die ihre Kinder geboren und zur Adoption freigegeben haben,Im Durchschnitt wesentlich höher ist als bei Leihmüttern.

Hält aber trotzdem einen Teil des Forums nicht davon ab, gebetsmühlenartig die psychische Belastung von Leihmüttern als den Bewertungsmaßstab anzusehen und dann in einem Atemzug die Adoption als Alternative zu nennen.

Das hast du nicht richtig verstanden.
Die Gründe, weshalb Kinder zur Adoption freigegeben werden sind ganz andere (die Kinder sind aus unterschiedlichsten Gründen nicht gewollt). Adoption wird nicht als Alternative zur Leihmutterschaft im Hinblick auf die psychische Belastung angeführt, sondern als Alternative bzw. andere Möglichkeit, eine Elternschaft auszuleben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 14:28 (vor 43 Tagen) @ CF

Ich habe etwas nicht verstanden?

Ich hatte kritisiert, dass hier im Forum die Leihmutterschaft wegen angeblicher psychischer Belastungen der Leihmütter infragegestellt und dann Adoption als Alternative genannt wird, obwohl die psychische Belastung der Mütter, die ihr Kind zur Adoption freigeben, deutlich größer ist.

Da frage ich mich, wer da etwas nicht verstanden hat

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 15:17 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Ich habe etwas nicht verstanden?

Ich hatte kritisiert, dass hier im Forum die Leihmutterschaft wegen angeblicher psychischer Belastungen der Leihmütter infragegestellt und dann Adoption als Alternative genannt wird, obwohl die psychische Belastung der Mütter, die ihr Kind zur Adoption freigeben, deutlich größer ist.

Da frage ich mich, wer da etwas nicht verstanden hat

Ich verstehe deinen Punkt nicht.
Bei einer Adoption existieren die Kinder schon. Sie sind aus welchen Gründen auch immer nicht gewollt von den Eltern/der Mutter oder die Eltern sind gestorben etc. Nun gibt es diese Kinder und es wird ein neues Zuhause gesucht. Bei der Leihmutterschaft werden die Kinder geordert. Die Mutter lässt sich auf die Befruchtung ein, trägt das Kind aus und gibt es dann ab. Ja, in beiden Fällen wechseln die Kinder den Erziehungsberechtigten, aber die Situationen sind nicht vergleichbar. Also ist jeweils auch die psychische Belastung nicht vergleichbar. Im Fall der Adoption gibt es diese psychische Belastung sowieso schon und man hilft ganz konkret Kindern ohne ein Zuhause, was zudem noch einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag bedeutet. Bei der Leihmutterschaft wird sie erst initiiert durch den Kinderwunsch. Das ist ein großer Unterschied.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 12:02 (vor 43 Tagen) @ Scherben


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.


Die Kirche vertritt halt gewisse Wertvorstellungen bzw. legt diese aus anhand der Bibel meinetwegen. So wie andere Gruppierungen halt auch ihre Ansichten vertreten. Wenn ein Thema eine gesamtgesellschaftliche Brisanz besitzt, kann man ja durchaus gesamtgesellschaftliche Ansichten anhören zu diesem Thema. Wie man das danach auch immer gewichtet und einordnet. So sehe ich u.a. die Aufgabe der Politik.


Dagegen habe ich auch nichts.

Der Punkt war aber, dass irgendwas "von Gott vorgegeben" sei, und auf der Ebene wird man gesamtgesellschaftlich kaum sinnvoll kommunizieren können.

Für mich ist das "von Gott vorgegeben" gleichbedeutend mit der Interpretation und Auslegung der Kirche. Aber ja, losgelöst davon gibt es da schlicht keine Diskussionsbasis.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

istar, Mittwoch, 22.07.2026, 10:20 (vor 43 Tagen) @ Scherben


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.

Wie wärs mit Ethik? Kinder zu gebären,um sie nachher zu verkaufen,ist zumindest diskussionswürdig.

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markus, Mittwoch, 22.07.2026, 10:09 (vor 43 Tagen) @ Scherben


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.

Man wird als Christ ja auch nichts gezwungen. Sie können weiterhin auf Sex vor der Ehe, auf Kondome und auf Leihmutterschaft verzichten. Man kann nicht verlangen, dass seine eigenen religiösen Vorstellungen für alle gelten.

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Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 10:52 (vor 43 Tagen) @ markus
bearbeitet von Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 11:09


Man wird als Christ ja auch nichts gezwungen. Sie können weiterhin auf Sex vor der Ehe, auf Kondome und auf Leihmutterschaft verzichten. Man kann nicht verlangen, dass seine eigenen religiösen Vorstellungen für alle gelten.

Bei der Bildung meiner eigenen Meinung spielt natürlich auch mein Glaube eine Rolle. Und natürlich haben Christen als Teil der Gesellschaft ein Recht darauf, ihre Position zu vertreten und diese auch mit ihrem Glauben zu begründen. Und deshalb habe ich der Aussage von nico widersprochen:

Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.

Und natürlich akzeptiere ich jedes Ergebnis eines demokratischen Prozesses. Das ist eigentlich so selbstverständlich, dass man das gar nicht schreiben muss.

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nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 17:37 (vor 43 Tagen) @ Litze80

Und trotzdem bin ich der Auffassung, dass Argumente nach allgemeinen, universellen ethischen Maßstäben und nicht nach speziellen religiösen, die sich je nach Religion unterscheiden können, beurteilt werden sollten.

Und daher meine ich, dass Religion in der Diskussion nichts zu suchen hat.

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Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 17:54 (vor 43 Tagen) @ nico36de

Und trotzdem bin ich der Auffassung, dass Argumente nach allgemeinen, universellen ethischen Maßstäben und nicht nach speziellen religiösen, die sich je nach Religion unterscheiden können, beurteilt werden sollten.

Und daher meine ich, dass Religion in der Diskussion nichts zu suchen hat.

Ich hoffe, du entziehst mir jetzt nicht das Wahlrecht :)

Wie du ein Argument bewertest, ist deine Sache. Dennoch darf jede seine Argumente vorbringen.

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Alones, Dienstag, 21.07.2026, 11:59 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, habe mich umfassend informiert und würde nun gerne meine Niere an den Meistbietenden verkaufen. Wieso erlaubt mir der Staat das nicht? My Body, my Choice.

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nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:07 (vor 44 Tagen) @ Alones

Sehe ich, wenn es einen rechtlichen Rahmen mit entsprechenden Sicherheitsmechanismen gäbe, auch so. Schließlich darf ich einem Verwandten auch eine Niere spenden. Die Spende scheint also nicht das Problem zu sein.

Wenn ich also als Verkäufer meiner Niere diese unter den gleichen, optimalen Bedingungen spenden könnte, wie es der Fall wäre, wenn ich sie unentgeltlich einem Verwandten zur Verfügung stellen würde, fällt mir kein Argument dafür ein, dies zu unterbinden.

Es ist meine Entscheidung und ich schade niemandem damit. Außer eventuell einmal mir selbst. Da würde man sich wünschen, dass dies bei Entscheidungen der Politiker ähnlich wäre.

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CF, Dienstag, 21.07.2026, 12:15 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Sehe ich, wenn es einen rechtlichen Rahmen mit entsprechenden Sicherheitsmechanismen gäbe, auch so. Schließlich darf ich einem Verwandten auch eine Niere spenden. Die Spende scheint also nicht das Problem zu sein.

Wenn ich also als Verkäufer meiner Niere diese unter den gleichen, optimalen Bedingungen spenden könnte, wie es der Fall wäre, wenn ich sie unentgeltlich einem Verwandten zur Verfügung stellen würde, fällt mir kein Argument dafür ein, dies zu unterbinden.

Es ist meine Entscheidung und ich schade niemandem damit. Außer eventuell einmal mir selbst. Da würde man sich wünschen, dass dies bei Entscheidungen der Politiker ähnlich wäre.

Dir ist aber schon klar, dass dies eines der denkbar unsozialsten Vorgehensweisen wäre, die man sich im gesellschaftlichen Leben vorstellen kann? Ein ganz offensichtliches "wer am meisten Kohle hat, dem gehts am besten".

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nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:30 (vor 44 Tagen) @ CF

Ein ganz offensichtliches "wer am meisten Kohle hat, dem gehts am besten".

In genau dem System leben wir und alle anderen Industrienationen doch schon lange. Immer wieder erstaunlich, dass manche dennoch der Ansicht sind, man könne da nicht - natürlich reguliert - konsequent sein, weil sie selbst ja ganz genau wissen, wo die Grenze zu ziehen ist. Tatsächlich hat man in den Fällen sehr oft den Eindruck, dass die Grenze immer da liegt, wo denjenigen bestimmte Sachverhalte einfach gegen den Strich gehen.

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CF, Dienstag, 21.07.2026, 12:46 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Ein ganz offensichtliches "wer am meisten Kohle hat, dem gehts am besten".


In genau dem System leben wir und alle anderen Industrienationen doch schon lange. Immer wieder erstaunlich, dass manche dennoch der Ansicht sind, man könne da nicht - natürlich reguliert - konsequent sein, weil sie selbst ja ganz genau wissen, wo die Grenze zu ziehen ist. Tatsächlich hat man in den Fällen sehr oft den Eindruck, dass die Grenze immer da liegt, wo denjenigen bestimmte Sachverhalte einfach gegen den Strich gehen.

Es ist ja die Aufgabe der Gesellschaft, die Grenzen zu ziehen. Und daran darf sich jeder gleichberechtigt beteiligen und selbstverständlich hat jeder eine seinem Weltbild entsprechende Meinung - extrem oder nicht ist erstmal irrelevant. Ja, wir haben eine medizinische Zweiklassen-Gesellschaft aufgebaut, doch ist zumindest theoretisch immer noch gewährleistet, dass die unterste Einkommensschicht im Notfall dieselbe medizinische (Erst-)Hilfe bekommt wie der Tech-Milliardär. Wenn wir als Gesellschaft nun ganz offiziell proklamieren, dass dem meistbietenden auch am ehesten bzw. überhaupt nur dem geholfen wird, dann können wir uns von der Sozial-Gesellschaft verabschieden. Und nein, in dem System leben wir bei weitem noch nicht!

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majae, Muc, Dienstag, 21.07.2026, 14:21 (vor 44 Tagen) @ CF

Ein ganz offensichtliches "wer am meisten Kohle hat, dem gehts am besten".


In genau dem System leben wir und alle anderen Industrienationen doch schon lange. Immer wieder erstaunlich, dass manche dennoch der Ansicht sind, man könne da nicht - natürlich reguliert - konsequent sein, weil sie selbst ja ganz genau wissen, wo die Grenze zu ziehen ist. Tatsächlich hat man in den Fällen sehr oft den Eindruck, dass die Grenze immer da liegt, wo denjenigen bestimmte Sachverhalte einfach gegen den Strich gehen.


Es ist ja die Aufgabe der Gesellschaft, die Grenzen zu ziehen. Und daran darf sich jeder gleichberechtigt beteiligen und selbstverständlich hat jeder eine seinem Weltbild entsprechende Meinung - extrem oder nicht ist erstmal irrelevant. Ja, wir haben eine medizinische Zweiklassen-Gesellschaft aufgebaut, doch ist zumindest theoretisch immer noch gewährleistet, dass die unterste Einkommensschicht im Notfall dieselbe medizinische (Erst-)Hilfe bekommt wie der Tech-Milliardär. Wenn wir als Gesellschaft nun ganz offiziell proklamieren, dass dem meistbietenden auch am ehesten bzw. überhaupt nur dem geholfen wird, dann können wir uns von der Sozial-Gesellschaft verabschieden. Und nein, in dem System leben wir bei weitem noch nicht!

Danke, schön zusammengefasst. Vor allem auch der erste Teil. Ich finde diesen gerade hier schnell hervorgebrachten Vorwurf, dass abweichende Meinungen pauschal "irrational" oder irgendwelche verstecken Motive die wahren Gründe seien, nervig und auch traurig. Das führt regelmäßig dazu, dass bei diesen "Diskussionen" (mit Diskurs hat das überhaupt nichts mehr zu tun) sich ziemlich schnell Lager bilden und diese sich nur noch gegenseitig bekämpfe, ohne das irgendwo mal ein klein wenig zugehört wird.
Absurd, wie verbittert das dann auch bei Themen passiert, wo wohl die wenigsten hier genügend Expertise besitzen um sich solch eine abschließende Meinung bilden zu können.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 09:16 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Leihmutterschaft ist keine gewöhnliche Erwerbsarbeit. Hier geht es nicht nur um Zeit oder Arbeitskraft, sondern um eine Schwangerschaft mit allen körperlichen und psychischen Risiken sowie um die Entstehung und Übergabe eines Kindes. Wenn eine beachtliche Zahl an Frauen (hierzu bspw. der von mir weiter oben im Strang geteilte Bericht der UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen) nach einer Leihmutterschaft an posttraumatischem Stress oder Angststörungen leiden, dann sollte uns das zumindest dazu veranlassen, die Praxis kritisch zu hinterfragen – anstatt sie vorschnell als gewöhnliche Dienstleistung einzuordnen.

Hier sieht man eigentlich perfekt, wie der moarlische Kompass bei so mnachem ausgeprägt ist. Aber wehe ein Fußballerspieler sagt zu einer Reporterin "Fräulein", dann werden gleich die Mistgabeln heraus geholt.

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Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 10:52 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Leihmutterschaft ist keine gewöhnliche Erwerbsarbeit. Hier geht es nicht nur um Zeit oder Arbeitskraft, sondern um eine Schwangerschaft mit allen körperlichen und psychischen Risiken sowie um die Entstehung und Übergabe eines Kindes. Wenn eine beachtliche Zahl an Frauen (hierzu bspw. der von mir weiter oben im Strang geteilte Bericht der UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen) nach einer Leihmutterschaft an posttraumatischem Stress oder Angststörungen leiden, dann sollte uns das zumindest dazu veranlassen, die Praxis kritisch zu hinterfragen – anstatt sie vorschnell als gewöhnliche Dienstleistung einzuordnen.


Hier sieht man eigentlich perfekt, wie der moarlische Kompass bei so mnachem ausgeprägt ist. Aber wehe ein Fußballerspieler sagt zu einer Reporterin "Fräulein", dann werden gleich die Mistgabeln heraus geholt.

Hä?

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Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 08:54 (vor 44 Tagen) @ TerraP

Na, man könnte auch sagen: In einer Diskussion versucht jeder, die Position des anderen so gut wie möglich zu verstehen.

Ich denke, in Bezug auf Deine Position (Leihmütter handeln fast immer aus finanziellen Erwägungen heraus) würde ich erst einmal fragen: Ist das automatisch schlecht? Viele Menschen tun aus finanziellen Erwägungen heraus jeden Tag Dinge, die ihnen keinen Spaß machen und/oder ihnen sogar körperlichen oder psychischen Schaden zufügen. Die Legalität der meisten dieser Dinge wird nicht diskutiert. Und es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass Erwerbsarbeit ein Tausch von Lebenszeit/Energie/Expertise/whatever gegen Geld ist.

Naja, vielleicht sollte du jetzt allerdings nicht alles durcheinander bringen und bedenken, was so einer Schwangerschaft mit sich bringt und den biologischen Faktor, als Mutterinstinkt nicht völlig ausklammern.

Findest du es wirklich angebracht, so einen Umstand mit Fließbandarbeit zu vergleichen?

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TerraP, Köln, Dienstag, 21.07.2026, 09:27 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.

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CF, Dienstag, 21.07.2026, 10:42 (vor 44 Tagen) @ TerraP

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.

Was ist an dem Beruf problematisch? Dass es ein Beruf ist und man dafür bezahlt wird?

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istar, Dienstag, 21.07.2026, 11:41 (vor 44 Tagen) @ CF

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.


Was ist an dem Beruf problematisch? Dass es ein Beruf ist und man dafür bezahlt wird?

Welche Art von Soldaten sind denn gemeint? Berufs-oder Zeitsoldaten bei der Bundeswehr?
Oder Söldner, die sich für Geld irgendwo verpflichten?
Wobei ich bei der Fremdenlegion noch sagen würde, geht klar, aber bei Wagner eher nicht.

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markus, Dienstag, 21.07.2026, 10:45 (vor 44 Tagen) @ CF

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.


Was ist an dem Beruf problematisch? Dass es ein Beruf ist und man dafür bezahlt wird?

Dass man auch dort mit physischen und psychischen Problemen zu tun hat.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 10:49 (vor 44 Tagen) @ markus

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.


Was ist an dem Beruf problematisch? Dass es ein Beruf ist und man dafür bezahlt wird?


Dass man auch dort mit physischen und psychischen Problemen zu tun hat.

Ich bezweifle, dass mein Vorredner das so gemeint hat. Dann könnte man auch Feuerwehr, Polizei, Sozialarbeiter, Dachdecker im Sommer bei 40°C uva. aufzählen.

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markus, Dienstag, 21.07.2026, 11:10 (vor 44 Tagen) @ CF

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.


Was ist an dem Beruf problematisch? Dass es ein Beruf ist und man dafür bezahlt wird?


Dass man auch dort mit physischen und psychischen Problemen zu tun hat.


Ich bezweifle, dass mein Vorredner das so gemeint hat. Dann könnte man auch Feuerwehr, Polizei, Sozialarbeiter, Dachdecker im Sommer bei 40°C uva. aufzählen.

Hat er doch hier geschrieben https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2948031

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CF, Dienstag, 21.07.2026, 11:21 (vor 44 Tagen) @ markus

Vergleichen kann man alles. Das ist etwas Anderes als Gleichsetzen. Ich würde es zum Beispiel auch nicht mit dem weltweit anerkannten, nicht komplett unproblematischen Beruf des Soldaten gleichsetzen.


Was ist an dem Beruf problematisch? Dass es ein Beruf ist und man dafür bezahlt wird?


Dass man auch dort mit physischen und psychischen Problemen zu tun hat.


Ich bezweifle, dass mein Vorredner das so gemeint hat. Dann könnte man auch Feuerwehr, Polizei, Sozialarbeiter, Dachdecker im Sommer bei 40°C uva. aufzählen.


Hat er doch hier geschrieben https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2948031

Nein, der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Aber es bringt auch nichts, wenn wir beiden diesen Aspekt interpretieren denke ich;-)

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Montag, 20.07.2026, 19:44 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Irgendwie kommt mir die Perspektive der Kinder noch zu kurz. Wer weiß, wie sich das alles in den nächsten Jahren entwickelt, aber ob diese Leihmutterschaften nun sonderlich gut für die Kinder sind, würde ich zumindest auch mal bezweifeln. Viel Spaß dabei dem Kind irgendwann zu erklären, wie es zustandegekommen ist. Und gerade im Fall von Spahn kann sich das Kind doch jetzt schon auf eine tolle Schulzeit freuen. Die Geschichte ist im Internet und verschwindet auch nicht mehr. Von mir aus sollen alle mit ihrem Körper machen, was sie wollen. Aber hier trifft man ja nicht nur Entscheidungen für sich selbst, sondern auch für die Neugeborenen. Bei dem Thema stößt man mindestens in einen ehtisch-moralischen Graubereich.

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nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 00:04 (vor 45 Tagen) @ Alones

Bei dem Thema stößt man mindestens in einen ehtisch-moralischen Graubereich.

Würde man nicht mehr, wenn es klare Regeln gäbe und Bedingungen, unter denen eine Leihmutterschaft erlaubt ist.

Das ist wie mit der Aus meiner Sicht geradezu absurden Diskussion um Haschisch als Einstiegsdroge. Die Einstiegsdroge Nummer 1 ist Alkohol.

Darüber spricht aber niemand, weil hier in Deutschland so billig gesoffen Werden kann und das nicht nur legal ist, sondern dafür auch noch geworben werden darf.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 19:47 (vor 45 Tagen) @ Alones

Das darf tatsächlich kein Argument sein. Ansonsten dürftest du auch homosexuellen Paaren keine Adoption erlauben, weil die Kinder ja in der Schule gemobbt werden könnten.

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Alones, Montag, 20.07.2026, 20:04 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Das darf tatsächlich kein Argument sein. Ansonsten dürftest du auch homosexuellen Paaren keine Adoption erlauben, weil die Kinder ja in der Schule gemobbt werden könnten.

Es macht aber einen Unterschied, ob ein Kind von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde, weil die leiblichen Eltern beispielsweise verstorben sind, oder ob ein Kind gegen Bezahlung von einer wildfremden Frau aus einem anderen Land mit einer wiederum fremden Eizelle ausgetragen wurde. Das Kind selbst kann dann freilich nichts dafür, aber es wäre schon sehr naiv zu glauben, dass sich das nicht irgendwie auf das Kind in der Entwicklung auswirken wird.

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markus, Montag, 20.07.2026, 20:14 (vor 45 Tagen) @ Alones

Das darf tatsächlich kein Argument sein. Ansonsten dürftest du auch homosexuellen Paaren keine Adoption erlauben, weil die Kinder ja in der Schule gemobbt werden könnten.


Es macht aber einen Unterschied, ob ein Kind von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde, weil die leiblichen Eltern beispielsweise verstorben sind, oder ob ein Kind gegen Bezahlung von einer wildfremden Frau aus einem anderen Land mit einer wiederum fremden Eizelle ausgetragen wurde. Das Kind selbst kann dann freilich nichts dafür, aber es wäre schon sehr naiv zu glauben, dass sich das nicht irgendwie auf das Kind in der Entwicklung auswirken wird.

Auch bei heterosexuellen Paaren gibt es zahlreiche Konstellationen, die statistisch mit höheren Risiken für Kinder verbunden sind, etwa Armut, Trennungen oder Gewalt in der Familie. Trotzdem käme kaum jemand auf die Idee, deshalb die Familiengründung zu verbieten oder von Vermögen, Beziehungsstabilität oder einem Eignungstest abhängig zu machen. Ein bloßer Risikohinweis reicht also nicht aus, um ein Verbot zu begründen.

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Alones, Montag, 20.07.2026, 20:21 (vor 45 Tagen) @ markus

Das darf tatsächlich kein Argument sein. Ansonsten dürftest du auch homosexuellen Paaren keine Adoption erlauben, weil die Kinder ja in der Schule gemobbt werden könnten.


Es macht aber einen Unterschied, ob ein Kind von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde, weil die leiblichen Eltern beispielsweise verstorben sind, oder ob ein Kind gegen Bezahlung von einer wildfremden Frau aus einem anderen Land mit einer wiederum fremden Eizelle ausgetragen wurde. Das Kind selbst kann dann freilich nichts dafür, aber es wäre schon sehr naiv zu glauben, dass sich das nicht irgendwie auf das Kind in der Entwicklung auswirken wird.


Auch bei heterosexuellen Paaren gibt es zahlreiche Konstellationen, die statistisch mit höheren Risiken für Kinder verbunden sind, etwa Armut, Trennungen oder Gewalt in der Familie. Trotzdem käme kaum jemand auf die Idee, deshalb die Familiengründung zu verbieten oder von Vermögen, Beziehungsstabilität oder einem Eignungstest abhängig zu machen. Ein bloßer Risikohinweis reicht also nicht aus, um ein Verbot zu begründen.

Ich sage ja auch nicht, dass der Punkt alleine ausreicht, um ein Verbot zu rechtfertigen. Aber es ist ein Aspekt, den man nicht komplett ausklammern kann. Denn genauso wenig kann man den Elternwunsch von homosexuellen Paaren als so absolut darstellen, dass dieser quasi jedes Mittel rechtfertigt, um sich diesen zu erfüllen.

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markus, Montag, 20.07.2026, 20:24 (vor 45 Tagen) @ Alones

Das darf tatsächlich kein Argument sein. Ansonsten dürftest du auch homosexuellen Paaren keine Adoption erlauben, weil die Kinder ja in der Schule gemobbt werden könnten.


Es macht aber einen Unterschied, ob ein Kind von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde, weil die leiblichen Eltern beispielsweise verstorben sind, oder ob ein Kind gegen Bezahlung von einer wildfremden Frau aus einem anderen Land mit einer wiederum fremden Eizelle ausgetragen wurde. Das Kind selbst kann dann freilich nichts dafür, aber es wäre schon sehr naiv zu glauben, dass sich das nicht irgendwie auf das Kind in der Entwicklung auswirken wird.


Auch bei heterosexuellen Paaren gibt es zahlreiche Konstellationen, die statistisch mit höheren Risiken für Kinder verbunden sind, etwa Armut, Trennungen oder Gewalt in der Familie. Trotzdem käme kaum jemand auf die Idee, deshalb die Familiengründung zu verbieten oder von Vermögen, Beziehungsstabilität oder einem Eignungstest abhängig zu machen. Ein bloßer Risikohinweis reicht also nicht aus, um ein Verbot zu begründen.


Ich sage ja auch nicht, dass der Punkt alleine ausreicht, um ein Verbot zu rechtfertigen. Aber es ist ein Aspekt, den man nicht komplett ausklammern kann. Denn genauso wenig kann man den Elternwunsch von homosexuellen Paaren als so absolut darstellen, dass dieser quasi jedes Mittel rechtfertigt, um sich diesen zu erfüllen.

Ja, deshalb darf sowas selbstverständlich nicht unreguliert erlaubt werden.

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Eisen, DO, Montag, 20.07.2026, 20:08 (vor 45 Tagen) @ Alones

Mich wundert es, dass es diese Debatten nicht in den teils evangelikalen USA gibt. Streeck soll sein Kind aus Idsho haben, einem der konservativsten Staaten überhaupt. Aber verboten ist es nur in einer Handvoll Staaten, z.B. Tennessee.

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markus, Montag, 20.07.2026, 19:29 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Dass finanzielle Motive häufig eine Rolle spielen, würde ich gar nicht bestreiten. Aber aus „fast immer“ folgt eben nicht „immer“. Deshalb tue ich mich mit absoluten Aussagen schwer.

Und selbst wenn Geld ein wesentliches Motiv ist, ist die moralische Bewertung nicht automatisch eindeutig. Menschen übernehmen auch andere körperlich oder psychisch belastende Tätigkeiten gegen Bezahlung, ohne dass jede Form davon per se unmoralisch ist. Die entscheidende Frage ist für mich daher, unter welchen Bedingungen Leihmutterschaft stattfindet: Gibt es echte Freiwilligkeit, umfassende Aufklärung, medizinische und psychologische Betreuung sowie einen wirksamen Schutz vor Ausbeutung?

Den UN-Bericht kenne ich. Er weist auf erhebliche Risiken und problematische Praktiken hin, die man ernst nehmen sollte. Daraus folgt aber nicht zwingend, dass jede Form der Leihmutterschaft unabhängig von den konkreten Umständen moralisch oder rechtlich gleich zu bewerten ist. Genau deshalb ist das Thema so komplex und lässt sich nicht auf ein einfaches „immer“ oder „nie“ reduzieren.

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Litze80, Montag, 20.07.2026, 19:38 (vor 45 Tagen) @ markus

Die entscheidende Frage ist für mich daher, unter welchen Bedingungen Leihmutterschaft stattfindet: Gibt es echte Freiwilligkeit, umfassende Aufklärung, medizinische und psychologische Betreuung sowie einen wirksamen Schutz vor Ausbeutung?

Das klappt alles schon so super gut beim Thema Prostitution. Da werden die Rechte der Prostituierten immer weiter gestärkt. Und dennoch wird der Großteil der Frauen ausgenutzt. Oder willst du mir sagen, dass Frauen im horizontalen Gewerbe eine große Freude daran empfinden, ihren Körper mehrmals täglich zur Befriedigung eines wildfremden Mannes zur Verfügung zu stellen.

Aber es gibt zahlreiche Frauen, hauptsächlich aus Osteuropa, die aus finanzieller Not oder gar aus viel schlimmeren Gründen sich jeden Tag dieser Qual hingeben.

Und wie viele Freier reden sich das ganze schön?

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 19:43 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.

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Litze80, Montag, 20.07.2026, 19:50 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von Litze80, Montag, 20.07.2026, 19:54

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.

Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 20:11 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.

Nur so viel: My body, my choice.

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Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 08:47 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.

Nur so viel: Sex is not a right.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 21.07.2026, 10:07 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Nur so viel: Sex is not a right.

Wir waren bei Leihmutterschaft. Well...

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 10:22 (vor 44 Tagen) @ MarcBVB

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Nur so viel: Sex is not a right.


Wir waren bei Leihmutterschaft. Well...

In den Zwischenast wurde das Thema Prostitution hinein geworfen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 22:11 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Was für eine zynische Antwort!

Eine Frau, die aus Armut, Schulden, Gewalt, Abhängigkeit oder fehlenden Alternativen ihren Körper verkaufen muss, hat oft keine echte Wahl. Sie sagt vielleicht Ja – aber nur, weil das Nein für sie unbezahlbar wäre.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 22:27 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 00:13 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.

Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 08:46 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.

Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 09:36 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.


Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.

Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 12:31 (vor 44 Tagen) @ markus

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.


Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.


Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.

Also das Frauen gegen ihren Willen zu Sex gewzungen werden, ist auch heute schon in Deutschland verboten. Es gibt aber auch die legalen all you can fuck Billigpuffs, wo sich Zuhälter mit der finanziellen Not anderer Frauen ne goldene Nase verdienen.

Warum ignorierst du das?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 13:30 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.


Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.


Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.


Also das Frauen gegen ihren Willen zu Sex gewzungen werden, ist auch heute schon in Deutschland verboten. Es gibt aber auch die legalen all you can fuck Billigpuffs, wo sich Zuhälter mit der finanziellen Not anderer Frauen ne goldene Nase verdienen.

Also geht es im Kern doch nicht um die Frage, ob man gut bezahlte, freiwillige Prostitution grundsätzlich erlauben dürfte, sondern darum, ob man diese erst dann grundsätzlich erlauben sollte, wenn sie so reguliert ist, dass auch wirklich nur gut bezahlte, freiwillige Prostitution stattfindet und man die illegale direkt erkennt und sanktionieren kann.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 13:44 (vor 44 Tagen) @ Scherben


Also geht es im Kern doch nicht um die Frage, ob man gut bezahlte, freiwillige Prostitution grundsätzlich erlauben dürfte, sondern darum, ob man diese erst dann grundsätzlich erlauben sollte, wenn sie so reguliert ist, dass auch wirklich nur gut bezahlte, freiwillige Prostitution stattfindet und man die illegale direkt erkennt und sanktionieren kann.

Und wer soll illegale oder unfreiwillige Prostitution „direkt erkennen“? Gerade Ausbeutung lebt davon, dass sie nach außen freiwillig erscheint. Ich glaube nicht, dass sich ein Markt schaffen lässt, in dem man freiwillige Prostitution sauber von Ausbeutung trennen kann. Gesetze sollten sich nicht an den wenigen privilegierten Fällen orientieren, sondern an der Realität derjenigen, die am verletzlichsten sind.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 13:55 (vor 44 Tagen) @ Litze80


Also geht es im Kern doch nicht um die Frage, ob man gut bezahlte, freiwillige Prostitution grundsätzlich erlauben dürfte, sondern darum, ob man diese erst dann grundsätzlich erlauben sollte, wenn sie so reguliert ist, dass auch wirklich nur gut bezahlte, freiwillige Prostitution stattfindet und man die illegale direkt erkennt und sanktionieren kann.


Und wer soll illegale oder unfreiwillige Prostitution „direkt erkennen“? Gerade Ausbeutung lebt davon, dass sie nach außen freiwillig erscheint. Ich glaube nicht, dass sich ein Markt schaffen lässt, in dem man freiwillige Prostitution sauber von Ausbeutung trennen kann. Gesetze sollten sich nicht an den wenigen privilegierten Fällen orientieren, sondern an der Realität derjenigen, die am verletzlichsten sind.

Verstehe es bitte eher als "philosophischen" Beitrag.

Ich finde es macht einen großen Unterschied, ob man Praxis xyz verbieten will, weil sie einem aus ideologischen Gründen nicht passt, obwohl im Idealfall niemand zu Schaden kommt, oder ob man Praxis xyz verbieten will, weil man sie nicht so zu regulieren können glaubt, dass im Regelfall auch wirklich niemand zu Schaden kommt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 15:34 (vor 44 Tagen) @ Scherben


Verstehe es bitte eher als "philosophischen" Beitrag.

Ich finde es macht einen großen Unterschied, ob man Praxis xyz verbieten will, weil sie einem aus ideologischen Gründen nicht passt, obwohl im Idealfall niemand zu Schaden kommt, oder ob man Praxis xyz verbieten will, weil man sie nicht so zu regulieren können glaubt, dass im Regelfall auch wirklich niemand zu Schaden kommt.

Es geht nicht um "niemanden". Es geht um die große Masse, die bei Prostitution zu Schaden kommt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 16:12 (vor 44 Tagen) @ Litze80


Verstehe es bitte eher als "philosophischen" Beitrag.

Ich finde es macht einen großen Unterschied, ob man Praxis xyz verbieten will, weil sie einem aus ideologischen Gründen nicht passt, obwohl im Idealfall niemand zu Schaden kommt, oder ob man Praxis xyz verbieten will, weil man sie nicht so zu regulieren können glaubt, dass im Regelfall auch wirklich niemand zu Schaden kommt.


Es geht nicht um "niemanden". Es geht um die große Masse, die bei Prostitution zu Schaden kommt.

Ich halte diese Frage für wirklich nicht einfach.

Zum einen ist Prostitution ein Spektrum, das von einer aus rein wirtschaftlichen Gründen eingegangenen Ehe über den ganzen Escort- und Fetischbereich, in dem m.W. in vielen Fällen bewusst und aus freien Stücken gearbeitet wird, bis hin zu erzwungener Prostitution und Frauenhandel reicht. Aus einer Güterabwägung heraus kann man z.B. begründet zu dem Schluss kommen, das in Deutschland genau das verboten ist, was verboten sein sollte.

Zum anderen halte ich in solchen Fällen immer für sehr billig, dass man das zu einem rein juristischen oder wahlweise einem ideologischen Thema macht. Das eigentliche Problem sind die vielen Männer, die sich wissentlich an erzwungener Prostitution beteiligen bzw. diese den Behörden nicht melden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 16:30 (vor 44 Tagen) @ Scherben

Natürlich ist die Frage nicht einfach.

Um einen Einblick zu bekommen, reicht es, mal ein Blick in frei zugängliche Foren zu werfen, in denen sich Freier über Prostituierte austauschen. Dort werden dann nach legalen Bordellen kategorisiert Frauen bewertet, wie eng sie sind, ob sie schreien oder gar weinen (was für einige eine besondere Qualität darstellt), wie tief sie das Glied in den Mund aufnehmen können (oder ob man nachhelfen muss), etc. Weitere Einzelheiten oder gar Zitate spare ich mir, da der dortige Ton hier sicherlich nicht der Etikette entspricht.

Prostitution hat in der Realität nichts mit der Romantik in einigen Serien (The Girlfriend Experience) oder gar Pretty Woman zu tun.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 16:37 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Ich lese das eher als Ergänzung zu meinem zweiten Absatz denn als Kontrapunkt dazu, oder?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 16:44 (vor 44 Tagen) @ Scherben
bearbeitet von Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 16:54

Du schriebst:

Aus einer Güterabwägung heraus kann man z.B. begründet zu dem Schluss kommen, das in Deutschland genau das verboten ist, was verboten sein sollte.

Die Berichte in den Foren handeln (zumindest in einem erheblichen Teil) von legalen Laufhäusern, Bordellen, etc. Sicherlich mag es ( wie so häufig) auch Spinner geben, die dort irgendeinen erfundenen Quatsch schreiben. Aber ein Teil (insbesondere wenn die Zimmereinrichtung beschrieben wird oder so) ist sehr authentisch. Wenn die Berichte dann teils einer Vergewaltigung ähneln, dann ist gerade nicht das verboten, was verboten sein sollte.

Edit: Wobei allein der Umstand, das Frauen danach bewertet werden, wie eng sie sind, schon zeigt, wie frauenverachtend das ganze "Geschäft" ist.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 20:00 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Du schriebst:

Aus einer Güterabwägung heraus kann man z.B. begründet zu dem Schluss kommen, das in Deutschland genau das verboten ist, was verboten sein sollte.

Die Berichte in den Foren handeln (zumindest in einem erheblichen Teil) von legalen Laufhäusern, Bordellen, etc. Sicherlich mag es ( wie so häufig) auch Spinner geben, die dort irgendeinen erfundenen Quatsch schreiben. Aber ein Teil (insbesondere wenn die Zimmereinrichtung beschrieben wird oder so) ist sehr authentisch. Wenn die Berichte dann teils einer Vergewaltigung ähneln, dann ist gerade nicht das verboten, was verboten sein sollte.

Das kann ich nicht beurteilen. Es gibt ja offensichtlich illegale Prostitution en masse, wenn Frauen grundsätzlich dazu gezwungen werden oder auch zu einer Art von Prostitution gezwungen werden, die sie nicht wünschen. Und andererseits gibt es sicher auch eine Art von Prostitution, die auf Außenstehende wie eine Vergewaltigung wirkt und trotzdem einvernehmlich stattfindet. Ich finde wahnsinnig schwierig, das eine regulativ vom anderen zu trennen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 08:12 (vor 44 Tagen) @ Scherben

Ich glaube, ich bin an der Stelle aus der Diskussion raus, da ich nur schwer ertragen kann, wie man die Augen vor dem Leid der Frauen verschließt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Scherben, Kiel, Mittwoch, 22.07.2026, 09:50 (vor 43 Tagen) @ Litze80

Ich glaube, ich bin an der Stelle aus der Diskussion raus, da ich nur schwer ertragen kann, wie man die Augen vor dem Leid der Frauen verschließt.

Es gibt unterschiedliche Ebenen, auf denen man diskutieren kann und muss. Die rechtliche Ebene ist eine andere als die philosophische Ebene, die ethische Ebene ist eine andere als die religiöse Ebene. Insofern halte ich die Unterstellung für ziemlich daneben, man würde die Augen vor dem Leid verschließen, nur weil man auf einer Ebene spricht, die Dir offenbar nicht passt.

Edit: Und davon ab ist die eigentliche Arbeit jene, von der ich gestern sprach, nämlich anderen Männern nicht durchgehen zu lassen, wenn sie diese Art von Prostitution bezahlen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 11:06 (vor 43 Tagen) @ Scherben
bearbeitet von Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 11:10

Ich glaube, ich bin an der Stelle aus der Diskussion raus, da ich nur schwer ertragen kann, wie man die Augen vor dem Leid der Frauen verschließt.


Es gibt unterschiedliche Ebenen, auf denen man diskutieren kann und muss. Die rechtliche Ebene ist eine andere als die philosophische Ebene, die ethische Ebene ist eine andere als die religiöse Ebene. Insofern halte ich die Unterstellung für ziemlich daneben, man würde die Augen vor dem Leid verschließen, nur weil man auf einer Ebene spricht, die Dir offenbar nicht passt.

Edit: Und davon ab ist die eigentliche Arbeit jene, von der ich gestern sprach, nämlich anderen Männern nicht durchgehen zu lassen, wenn sie diese Art von Prostitution bezahlen.

Ich habe mich mit diesem Thema sehr intensiv beschäftigt (mehr möchte ich dazu nicht sagen). Aufgrund des ganzen Leids der betroffenen Frauen, das ich mitbekommen habe, bin ich bei diesem Thema sehr emotional. Mein Post war dennoch unfair. Das tut mir sehr leid. Deine Kritik an meinem Post ist vollkommen berechtigt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 16:34 (vor 43 Tagen) @ Litze80

Ich glaube, ich bin an der Stelle aus der Diskussion raus, da ich nur schwer ertragen kann, wie man die Augen vor dem Leid der Frauen verschließt.


Es gibt unterschiedliche Ebenen, auf denen man diskutieren kann und muss. Die rechtliche Ebene ist eine andere als die philosophische Ebene, die ethische Ebene ist eine andere als die religiöse Ebene. Insofern halte ich die Unterstellung für ziemlich daneben, man würde die Augen vor dem Leid verschließen, nur weil man auf einer Ebene spricht, die Dir offenbar nicht passt.

Edit: Und davon ab ist die eigentliche Arbeit jene, von der ich gestern sprach, nämlich anderen Männern nicht durchgehen zu lassen, wenn sie diese Art von Prostitution bezahlen.


Ich habe mich mit diesem Thema sehr intensiv beschäftigt (mehr möchte ich dazu nicht sagen). Aufgrund des ganzen Leids der betroffenen Frauen, das ich mitbekommen habe, bin ich bei diesem Thema sehr emotional. Mein Post war dennoch unfair. Das tut mir sehr leid. Deine Kritik an meinem Post ist vollkommen berechtigt.

Gerade wegen dieses Leids ist es doch wichtig, die Bedingungen für die betroffenen Frauen so gut wie möglich zu verbessern. Ein Verbot würde Prostitution nicht verschwinden lassen. Sie würde sich stärker in den illegalen Bereich verlagert und die Frauen dort noch schlechter schützen, weil Kontrolle, Regulierung und der Zugang zu Hilfsangeboten erschwert werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 17:50 (vor 43 Tagen) @ markus

Ich glaube, wir haben beide unsere Argumente ausgetauscht und werden uns - zumindest hier in dieser Form - nicht einig. Langsam drehen wir uns auch im Kreis.

Ich tendiere bei diesem Thema dazu, sehr emotional und dann auch unfair zu werden, was nicht richtig ist.

Daher klinke ich mich jetzt - wie oben geschrieben - zu dem Thema Prostitution aus.

Eigentlich sollte es in dem Strang ja eh um Leihmutterschaft gehen. Und davon sind wir zwischenzeitlich vollkommen abgekommen :)

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 17:05 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Wer nicht ewig suchen möchte, findet hier einiges:

https://dieunsichtbarenmaenner.wordpress.com/tag/freier/

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 18:15 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Wer nicht ewig suchen möchte, findet hier einiges:

https://dieunsichtbarenmaenner.wordpress.com/tag/freier/

Gerade solche Fälle sprechen aus meiner Sicht eher für eine legale und regulierte Prostitution als dagegen. Wenn jemand problematische oder sogar gewaltbezogene sexuelle Fantasien hat, ist es doch besser, diese – soweit zulässig und ausschließlich mit freiwilliger Zustimmung aller Beteiligten – in einem legalen und kontrollierten Rahmen auszuleben, als tatsächlich eine Straftat zu begehen und jemanden zu vergewaltigen. Da gibt es ja unterschiedliche Praktiken und Fetische, die in diese Richtung gehen.

Natürlich endet die Freiwilligkeit dort, wo Zwang, Gewalt oder fehlende Einwilligung ins Spiel kommen. Dann ist die Grenze überschritten und es handelt sich nicht mehr um legale Prostitution, sondern um eine Straftat.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 18:33 (vor 44 Tagen) @ markus
bearbeitet von Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 18:44

Hast du dir die Seite mal angeschaut? Hier mal ein Beispielbericht eines Freiers, der einen Escort Service bucht.

https://dieunsichtbarenmaenner.wordpress.com/2018/07/28/forumeintrag-loecher-ordentlich-dehnen/

Für mich klingt das wie eine Vergewaltigung.

Und du findest, dass das legal sein sollte???

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markus, Dienstag, 21.07.2026, 19:55 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Ob der geschilderte Vorgang tatsächlich eine Vergewaltigung ist, kann man anhand eines anonymen Forenberichts nicht sicher beurteilen. Entscheidend ist, ob die Handlung freiwillig und mit wirksamer Einwilligung erfolgte oder ob Gewalt, Drohung oder das Übergehen eines erkennbaren Neins vorlagen.

Falls der Bericht tatsächlich eine nicht einvernehmliche Handlung beschreibt, dann ist das bereits nach geltendem Recht eine Straftat. Niemand, der eine Legalisierung freiwilliger Prostitution befürwortet, muss deshalb Vergewaltigung legal finden.

Die eigentliche Frage ist daher nicht: Soll Vergewaltigung legal sein?, sondern: Soll freiwillige Sexarbeit zwischen einwilligungsfähigen Erwachsenen legal sein, während Übergriffe konsequent verfolgt werden?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 13:51 (vor 44 Tagen) @ Litze80


Also geht es im Kern doch nicht um die Frage, ob man gut bezahlte, freiwillige Prostitution grundsätzlich erlauben dürfte, sondern darum, ob man diese erst dann grundsätzlich erlauben sollte, wenn sie so reguliert ist, dass auch wirklich nur gut bezahlte, freiwillige Prostitution stattfindet und man die illegale direkt erkennt und sanktionieren kann.


Und wer soll illegale oder unfreiwillige Prostitution „direkt erkennen“? Gerade Ausbeutung lebt davon, dass sie nach außen freiwillig erscheint. Ich glaube nicht, dass sich ein Markt schaffen lässt, in dem man freiwillige Prostitution sauber von Ausbeutung trennen kann. Gesetze sollten sich nicht an den wenigen privilegierten Fällen orientieren, sondern an der Realität derjenigen, die am verletzlichsten sind.

100% Sicherheit ist auch utopisch. Auch in anderen Bereichen – etwa Schwarzarbeit, häusliche Gewalt oder Menschenhandel in der Landwirtschaft – gibt es erhebliche Kontrollprobleme. Trotzdem werden die legalen Tätigkeiten nicht verboten, sondern der Staat versucht, Missbrauch besser aufzudecken und zu bekämpfen.

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Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 15:31 (vor 44 Tagen) @ markus

Ja gut, bei der Schwarzarbeit entsteht ein Steuerschaden, bei Prostitution wird nur der Köper einer Frau sexuell ausgebeutet.

Sorry, ich bin vielleicht bei dem Thema sehr emotional und tue dir da Unrecht. Es ist nur so unvorstellbar viel Leid, was man dort sieht, dass ich nicht anders kann.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 13:06 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.


Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.


Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.


Also das Frauen gegen ihren Willen zu Sex gewzungen werden, ist auch heute schon in Deutschland verboten. Es gibt aber auch die legalen all you can fuck Billigpuffs, wo sich Zuhälter mit der finanziellen Not anderer Frauen ne goldene Nase verdienen.

Warum ignorierst du das?

Ich habe mich auf zwei Bespiele bezogen, die von dir kamen. Zu deinem weiteren Beispiel kann ich wenig sagen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 12:08 (vor 44 Tagen) @ markus

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.


Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.


Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.

Offensichtlich lässt sich aber nicht alles regulieren - oder zumindest nicht soweit, dass es allgemein zufriedenstellend wäre. Man kann ja "Regulierung" fordern. Das ist dann vielleicht auch nur eine ähnliche Worthülse wie "Weltfrieden", "Gerechtigkeit" o.ä., die nicht wirklich mit Inhalt gefüllt werden kann. Gerade in Deutschland, das ja als Land der Überregulierung schlechthin gilt, hat man so seine Erfahrungen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 12:15 (vor 44 Tagen) @ CF

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Hey, Da sind wir mal mal absolut einer Meinung! Und ich kann nicht ansatzweise erkennen, was an der Meinung Zynisch sein soll.

Zynisch finde ich es allenfalls, die Meinung zu vertreten, man wüsse besser als diejenigen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine bestimmte Sache entscheiden, Ob diese Sache gut für sie ist oder nicht.


Man sollte auch jetzt nicht so tun, als wäre die Prostitution grundsätzlich ein sauberes Geschäft in Deutschland und alle Frauen das aus reiner Vergnügung machen. Das Milieu ist überwiegend zwielichtig, bis gewalttätig und mindestens schmutzig, wenn dort Frauen aus den allegmeinen Umständen genötigt werden, ihren Körper für 50€ die Stunde herzugeben.
Nur mal so: Es putzen auch viele osteuropäische Reinigungskräfte öffentliche Toiletten und die Mall eines Kaufkräfte nicht unbedingt, weil es ihnen so viel Spaß und Erfüllung bereitet.
Was anderes sind die Escort-Agenturen, wo meist hierzulande geborene, oft deutsche Frauen aber fürstlich entlohnt werden und das als Nebenverdienst sehen und im Alltag häufig einer normalen Tätigkeit nachgehen.


Bin immer wieder erstaunt bis entsetzt, wie die Prostitution aus großen Teilen des links-libertären und progressiven Lager schön geredet wird.


Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.


Offensichtlich lässt sich aber nicht alles regulieren - oder zumindest nicht soweit, dass es allgemein zufriedenstellend wäre. Man kann ja "Regulierung" fordern. Das ist dann vielleicht auch nur eine ähnliche Worthülse wie "Weltfrieden", "Gerechtigkeit" o.ä., die nicht wirklich mit Inhalt gefüllt werden kann. Gerade in Deutschland, das ja als Land der Überregulierung schlechthin gilt, hat man so seine Erfahrungen.

Dass sich nicht alles vollständig regulieren lässt, ist so. Aber daraus folgt doch nicht, dass man auf Regulierung verzichten sollte.

Nach derselben Logik könnten wir auch auf Arbeitsrecht, Mietrecht oder Lebensmittelrecht verzichten, weil es dort trotz aller Vorschriften weiterhin Verstöße gibt.

Regulierung bedeutet nicht, jedes Problem zu beseitigen. Sie soll Risiken verringern, Mindeststandards schaffen und die Beteiligten besser schützen. Die Alternative ist oft nicht die ideale Welt, sondern ein unregulierter Markt mit deutlich schlechteren Bedingungen.

Gerade wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Leihmutterschaft ohnehin besteht, spricht das eher für klare Regeln als für ein pauschales Verbot.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 12:22 (vor 44 Tagen) @ markus


Gerade wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Leihmutterschaft ohnehin besteht, spricht das eher für klare Regeln als für ein pauschales Verbot.

Ich hoffe nicht, dass du die Auffassung vertrittst, dass für alles, für das eine Nachfrage besteht, es einen regulierten Markt geben sollte

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 12:26 (vor 44 Tagen) @ Litze80


Gerade wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Leihmutterschaft ohnehin besteht, spricht das eher für klare Regeln als für ein pauschales Verbot.


Ich hoffe nicht, dass du die Auffassung vertrittst, dass für alles, für das eine Nachfrage besteht, es einen regulierten Markt geben sollte

Ich hoffe nicht, dass du meine Aussage bewusst auf Extrembeispiele wie Mord oder Missbrauch ausweiten willst. Denn darum ging es erkennbar nicht.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 12:33 (vor 44 Tagen) @ markus


Gerade wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Leihmutterschaft ohnehin besteht, spricht das eher für klare Regeln als für ein pauschales Verbot.


Ich hoffe nicht, dass du die Auffassung vertrittst, dass für alles, für das eine Nachfrage besteht, es einen regulierten Markt geben sollte


Ich hoffe nicht, dass du meine Aussage bewusst auf Extrembeispiele wie Mord oder Missbrauch ausweiten willst. Denn darum ging es erkennbar nicht.

Naja, es gibt hier auch Leute, für die es vollkommen ok ist, seine Organe an den meistbietenden zu verkaufen...;-)
Aber natürlich ist klar, wie deine Aussage gemeint ist. Aaach, nur das mit der Nachfrage ist schwierig. Das Thema Drogen wurde hier eigentlich noch gar nicht aufgegriffen. Auch da gibt es ja eine Nachfrage und selbst nach Jahrzehnten noch nicht einmal im Ansatz einen regulierten Markt. Ich stecke jetzt thematisch da nicht tief drin, aber vielleicht ist auch Verbot manchmal die beste Regulierung?

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markus, Dienstag, 21.07.2026, 13:12 (vor 44 Tagen) @ CF


Gerade wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Leihmutterschaft ohnehin besteht, spricht das eher für klare Regeln als für ein pauschales Verbot.


Ich hoffe nicht, dass du die Auffassung vertrittst, dass für alles, für das eine Nachfrage besteht, es einen regulierten Markt geben sollte


Ich hoffe nicht, dass du meine Aussage bewusst auf Extrembeispiele wie Mord oder Missbrauch ausweiten willst. Denn darum ging es erkennbar nicht.


Naja, es gibt hier auch Leute, für die es vollkommen ok ist, seine Organe an den meistbietenden zu verkaufen...;-)
Aber natürlich ist klar, wie deine Aussage gemeint ist. Aaach, nur das mit der Nachfrage ist schwierig. Das Thema Drogen wurde hier eigentlich noch gar nicht aufgegriffen. Auch da gibt es ja eine Nachfrage und selbst nach Jahrzehnten noch nicht einmal im Ansatz einen regulierten Markt. Ich stecke jetzt thematisch da nicht tief drin, aber vielleicht ist auch Verbot manchmal die beste Regulierung?

Es gibt doch bereits bestimmte Regularien für Drogen, wie die Beispiele Cannabis, Alkohol und Zigaretten zeigen. Willst du das auch verbieten? Oder soll es erlaubt bleiben, dass man eigenverantwortlich vor dem Stadion ein Bier trinken kann – wohl wissend, dass man damit sein Krebsrisiko erhöht?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 13:24 (vor 44 Tagen) @ markus


Gerade wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Leihmutterschaft ohnehin besteht, spricht das eher für klare Regeln als für ein pauschales Verbot.


Ich hoffe nicht, dass du die Auffassung vertrittst, dass für alles, für das eine Nachfrage besteht, es einen regulierten Markt geben sollte


Ich hoffe nicht, dass du meine Aussage bewusst auf Extrembeispiele wie Mord oder Missbrauch ausweiten willst. Denn darum ging es erkennbar nicht.


Naja, es gibt hier auch Leute, für die es vollkommen ok ist, seine Organe an den meistbietenden zu verkaufen...;-)
Aber natürlich ist klar, wie deine Aussage gemeint ist. Aaach, nur das mit der Nachfrage ist schwierig. Das Thema Drogen wurde hier eigentlich noch gar nicht aufgegriffen. Auch da gibt es ja eine Nachfrage und selbst nach Jahrzehnten noch nicht einmal im Ansatz einen regulierten Markt. Ich stecke jetzt thematisch da nicht tief drin, aber vielleicht ist auch Verbot manchmal die beste Regulierung?


Es gibt doch bereits bestimmte Regularien für Drogen, wie die Beispiele Cannabis, Alkohol und Zigaretten zeigen. Willst du das auch verbieten? Oder soll es erlaubt bleiben, dass man eigenverantwortlich vor dem Stadion ein Bier trinken kann – wohl wissend, dass man damit sein Krebsrisiko erhöht?

Sein Krebsrisiko erhöht man auch schon, wenn man im Stadion ne Portion Pommes isst.;-)
Aber ja, ist ne schwierige Frage. Alkohol ab 16, 18 oder 21? Zigaretten auch. Cannabis? Wie sieht es eine Stufe höher aus? Kokain oder Heroin sind soweit ich weiß verboten. Warum? Oder was wäre die Alternative?
Man könnte auch hier sagen, dass am Ende jeder selbst verantwortlich ist für seine Gesundheit und alles laufen lassen. Regulierungen werden stets hintergangen - zumindest wenn es wenigstens eine Partei gibt, die daran verdient. Und dieser letzte Punkt ist es, der mich am meisten umtreibt: kann man Regulierungen (konkret wieder zum Thema Leihmutterschaft) so gestalten, dass es keine Partei gibt, die damit Geld verdient? Dann bin ich offen dafür.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:38 (vor 44 Tagen) @ CF

Ich stecke jetzt thematisch da nicht tief drin, aber vielleicht ist auch Verbot manchmal die beste Regulierung?

Diese Annahme Ist gerade im Zusammenhang mit Drogen nichts anderes als vollkommen schwachsinnig. Auf solchen Blödsinn möchte ich nicht lange antworten. Nur als Tipp, damit du nicht noch weiter solch einen wirklich ärgerlichen Unsinn schreibst: informier dich mal, wie die Schweiz das Problem handhabt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 12:54 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Ich stecke jetzt thematisch da nicht tief drin, aber vielleicht ist auch Verbot manchmal die beste Regulierung?


Diese Annahme Ist gerade im Zusammenhang mit Drogen nichts anderes als vollkommen schwachsinnig. Auf solchen Blödsinn möchte ich nicht lange antworten. Nur als Tipp, damit du nicht noch weiter solch einen wirklich ärgerlichen Unsinn schreibst: informier dich mal, wie die Schweiz das Problem handhabt.

Witzig dass du die Schweiz erwähnst. Die hat wohl ein recht gutes Präventionsmodell und auch die Betreuung Süchtiger egal welcher Art ist durchaus vorzeigbar. Allerdings hat sie inzwischen ein massives Problem mit harten Drogen (Kokain, Crack) aufgrund ihrer Politik, dem die Behörden kaum noch nachkommen. Aber ja, danke für das Nicht-Argument.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 14:24 (vor 44 Tagen) @ CF

Auch wenn es bei dir vergeblich wäre, darauf zu hoffen, dass du ausnahmsweise etwas Sinnvolles schreibst, hier ein paar Zahlen und Argumente, die deinen Unsinn widerlegen:

Anzahl der Drogentoten pro 100.000 Einwohner: Deutschland 2,54, Schweiz 2,09

Der größere Effekt des Schweizer Modells zeigt sich weniger bei allen Drogentoten insgesamt, sondern bei den Folgeschäden schwerer Abhängigkeit: weniger offene Drogenszenen, weniger Infektionen durch Spritzen, weniger Beschaffungskriminalität, bessere Einbindung Schwerstabhängiger in Behandlung. Die können in vielen Fällen trotz schwerster Abhängigkeit einem geregelten Beruf nachgehen.

Selbst wenn die Schweiz hinsichtlich der Drogentoten mit einer 20 % geringeren Quote nicht dramatisch besser ist als Deutschland, gibt es noch einen anderen Effekt. Wenn man nämlich fragt fragt, wie viele Menschen in einer völlig verelendeten Abhängigkeitssituation landen und wie sichtbar die Probleme im öffentlichen Raum sind, fällt der Vergleich deutlich stärker zugunsten der Schweiz aus.

Das Schweizer Modell ist also vor allem ein Modell zur Reduzierung der Schäden durch Drogenabhängigkeit, nicht unbedingt ein Modell zur vollständigen Verhinderung von Drogenkonsum. und gilt deswegen weltweit auch aktuell noch als vorbildlich.

Das Schweizer Modell war vor allem eine Antwort auf das Heroinproblem. Die neue Herausforderung – Kokain/Crack und Mischkonsum – trifft auch die Schweiz und stellt das Modell vor neue Aufgaben. Es zeigt aber auch, dass kein Land das Drogenproblem „lösen“ kann; die Frage ist eher, ob man die Schäden kontrolliert oder sie sich im öffentlichen Raum konzentrieren.

Auch wenn ein Dummschwätzer wie du mit wie üblich nichts außer Meinung das nicht zur Kenntnis nehmen will.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 15:17 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Auch wenn es bei dir vergeblich wäre, darauf zu hoffen, dass du ausnahmsweise etwas Sinnvolles schreibst, hier ein paar Zahlen und Argumente, die deinen Unsinn widerlegen:

Anzahl der Drogentoten pro 100.000 Einwohner: Deutschland 2,54, Schweiz 2,09

Der größere Effekt des Schweizer Modells zeigt sich weniger bei allen Drogentoten insgesamt, sondern bei den Folgeschäden schwerer Abhängigkeit: weniger offene Drogenszenen, weniger Infektionen durch Spritzen, weniger Beschaffungskriminalität, bessere Einbindung Schwerstabhängiger in Behandlung. Die können in vielen Fällen trotz schwerster Abhängigkeit einem geregelten Beruf nachgehen.

Selbst wenn die Schweiz hinsichtlich der Drogentoten mit einer 20 % geringeren Quote nicht dramatisch besser ist als Deutschland, gibt es noch einen anderen Effekt. Wenn man nämlich fragt fragt, wie viele Menschen in einer völlig verelendeten Abhängigkeitssituation landen und wie sichtbar die Probleme im öffentlichen Raum sind, fällt der Vergleich deutlich stärker zugunsten der Schweiz aus.

Das Schweizer Modell ist also vor allem ein Modell zur Reduzierung der Schäden durch Drogenabhängigkeit, nicht unbedingt ein Modell zur vollständigen Verhinderung von Drogenkonsum. und gilt deswegen weltweit auch aktuell noch als vorbildlich.

Das Schweizer Modell war vor allem eine Antwort auf das Heroinproblem. Die neue Herausforderung – Kokain/Crack und Mischkonsum – trifft auch die Schweiz und stellt das Modell vor neue Aufgaben. Es zeigt aber auch, dass kein Land das Drogenproblem „lösen“ kann; die Frage ist eher, ob man die Schäden kontrolliert oder sie sich im öffentlichen Raum konzentrieren.

Auch wenn ein Dummschwätzer wie du mit wie üblich nichts außer Meinung das nicht zur Kenntnis nehmen will.

Oh, du kannst ChatGPT! Herzlichen Glückwunsch dazu.
Alles in allem entspricht dein KI-Text ja dem was hier sowieso - und auch von mir - schon argumentiert und diskutiert wurde. Aber du weißt sicherlich auch, dass man bei solchen Texten immer eine gewisse Fakten-Restunsicherheit berücksichtigen muss? Gern geschehen!
Kurz gesagt: keine Regulierung ist perfekt, sollte ab und zu angepasst werden und grundsätzlich ist ein Verbot auch eine legitime Form der Regulierung. Ob es angebracht ist gilt es als Gesellschaft auszudiskutieren.

Ansonsten sprechen deine wohlbekannten stets anzutreffenden persönlichen Beleidigungen für sich. Falls du das nicht kontrollieren kannst, dann kann ich dir gerne Adressen geben, die dir da weiterhelfen könnten. Gern geschehen!

Was soll das ?

Jos, Ort, Dienstag, 21.07.2026, 14:31 (vor 44 Tagen) @ nico36de


Auch wenn ein Dummschwätzer wie du mit wie üblich nichts außer Meinung das nicht zur Kenntnis nehmen will.

Das ist ja selbst für Deine Verhältnisse schon sehr drüber.

Was soll das ?

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 20:27 (vor 44 Tagen) @ Jos

Könnt ihr gerne meinen.

Wenn jemand solch dummes Zeugs schreibt, finde ich den Begriff angemessen. Ob andere dabei nicht der blödsinnige Inhalt, sondern nur die Form interessiert, interessiert mich nur am Rande. Es sei denn, es wären Freunde, deren Meinung mir wichtig ist.

Was soll das ?

Habakuk, OWL, Dienstag, 21.07.2026, 15:29 (vor 44 Tagen) @ Jos


Auch wenn ein Dummschwätzer wie du mit wie üblich nichts außer Meinung das nicht zur Kenntnis nehmen will.


Das ist ja selbst für Deine Verhältnisse schon sehr drüber.

Wenn die Beleidigungen wenigstens in irgendeiner Weise kreativ oder amüsant wären. Aber so lernt man ja nicht mal neue Verbalinjurien hinzu. Enttäuschend.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:03 (vor 44 Tagen) @ markus

Deine beiden Beispiele treffen es doch ganz gut. Es gibt sehr fragwürdige Formen, die nicht erlaubt sind (Zwang) und weniger fragwürdige, die zulässig sind (auch gegen Geld). Umso wichtiger ist eine entsprechende Regulierung.

Das ist eigentlich so offensichtlich, dass man es schon bewusst nicht sehen wollen muss, um es nicht als Argument in seine Betrachtungen einzubeziehen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 22:42 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 23:11 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.

Wenn man Frauen pauschal die Fähigkeit abspricht, eine solche Entscheidung selbstbestimmt zu treffen, ist das eine paternalistische Haltung. Und die kommt auffällig oft von alten, weißen cis Männern.

Natürlich muss man über Schutz vor Ausbeutung sprechen. Aber die Debatte wird nicht dadurch entschieden, dass man Befürwortern unterstellt, sie wollten ein System schaffen, in dem Männer Frauen „kaufen“. Das ist eine sehr einseitige Darstellung.

Die eigentliche Frage ist doch: Schützt man Frauen besser durch ein Verbot, oder durch klare Regeln, Kontrolle und Rechte für die betroffenen Frauen?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Dienstag, 21.07.2026, 00:29 (vor 45 Tagen) @ markus

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.


Wenn man Frauen pauschal die Fähigkeit abspricht, eine solche Entscheidung selbstbestimmt zu treffen, ist das eine paternalistische Haltung. Und die kommt auffällig oft von alten, weißen cis Männern.

Ich bin nur ein Container. Das Geschäft mit Leihmutterschaft: https://www.youtube.com/watch?v=XYYId9MSIUA

Das Geschäft mit der Leihmutterschaft kritisiere allerdings nur, weil ich ein alter, weißer cis Mann bin.

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nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 00:15 (vor 45 Tagen) @ markus

Die eigentliche Frage ist doch: Schützt man Frauen besser durch ein Verbot, oder durch klare Regeln, Kontrolle und Rechte für die betroffenen Frauen?

Und da wage ich es – so wie Du vermutlich auch – zu bezweifeln, dass der Schutz der Frauen in der Illegalität besser gegeben wäre als in einer Situation, wie sie in Deutschland herrscht.

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Litze80, Montag, 20.07.2026, 23:20 (vor 45 Tagen) @ markus
bearbeitet von Litze80, Montag, 20.07.2026, 23:29

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.


Wenn man Frauen pauschal die Fähigkeit abspricht, eine solche Entscheidung selbstbestimmt zu treffen, ist das eine paternalistische Haltung. Und die kommt auffällig oft von alten, weißen cis Männern.

Natürlich muss man über Schutz vor Ausbeutung sprechen. Aber die Debatte wird nicht dadurch entschieden, dass man Befürwortern unterstellt, sie wollten ein System schaffen, in dem Männer Frauen „kaufen“. Das ist eine sehr einseitige Darstellung.

Die eigentliche Frage ist doch: Schützt man Frauen besser durch ein Verbot, oder durch klare Regeln, Kontrolle und Rechte für die betroffenen Frauen?

Sorry, aber Prostitution ist nichts anderes, als einen weiblichen Körper zur sexuellen Befriedigung zu kaufen oder wie würdest du das beschreiben. Einen Markt, in dem Männer für sexuellen Zugriff auf Frauen bezahlen, mit „weiblicher Selbstbestimmung“ zu verklären, ist schon bemerkenswert. Es ist geradezu absurd, Kritik an einem überwiegend männlichen Nachfragemarkt als patriarchalisch abzutun, während die sexuelle Verfügung über Frauenkörper gegen Geld als liberal verkauft wird.

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markus, Montag, 20.07.2026, 23:36 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.


Wenn man Frauen pauschal die Fähigkeit abspricht, eine solche Entscheidung selbstbestimmt zu treffen, ist das eine paternalistische Haltung. Und die kommt auffällig oft von alten, weißen cis Männern.

Natürlich muss man über Schutz vor Ausbeutung sprechen. Aber die Debatte wird nicht dadurch entschieden, dass man Befürwortern unterstellt, sie wollten ein System schaffen, in dem Männer Frauen „kaufen“. Das ist eine sehr einseitige Darstellung.

Die eigentliche Frage ist doch: Schützt man Frauen besser durch ein Verbot, oder durch klare Regeln, Kontrolle und Rechte für die betroffenen Frauen?


Sorry, aber Prostitution ist nichts anderes, als einen weiblichen Körper zur sexuellen Befriedigung zu kaufen oder wie würdest du das beschreiben. Einen Markt, in dem Männer für sexuellen Zugriff auf Frauen bezahlen, mit „weiblicher Selbstbestimmung“ zu verklären, ist schon bemerkenswert. Es ist geradezu absurd, Kritik an einem überwiegend männlichen Nachfragemarkt als patriarchalisch abzutun, während die sexuelle Verfügung über Frauenkörper gegen Geld als liberal verkauft wird.

Dem ersten Satz würde ich unterschreiben. Der entscheidende Punkt ist für mich die Unterscheidung zwischen freiwilliger Tätigkeit und Ausbeutung bzw. Zwang.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 23:46 (vor 45 Tagen) @ markus
bearbeitet von Litze80, Montag, 20.07.2026, 23:50


Sorry, aber Prostitution ist nichts anderes, als einen weiblichen Körper zur sexuellen Befriedigung zu kaufen oder wie würdest du das beschreiben. Einen Markt, in dem Männer für sexuellen Zugriff auf Frauen bezahlen, mit „weiblicher Selbstbestimmung“ zu verklären, ist schon bemerkenswert. Es ist geradezu absurd, Kritik an einem überwiegend männlichen Nachfragemarkt als patriarchalisch abzutun, während die sexuelle Verfügung über Frauenkörper gegen Geld als liberal verkauft wird.


Dem ersten Satz würde ich unterschreiben. Der entscheidende Punkt ist für mich die Unterscheidung zwischen freiwilliger Tätigkeit und Ausbeutung bzw. Zwang.

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

majae, Muc, Dienstag, 21.07.2026, 14:49 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?

Wie viel Prozent der aktuell geleisteten Arbeit würde wohl noch verrichtet werden, wenn keinerlei finanzielle Zwänge existieren? Mein Tipp: unter 10%. Und nicht alle davon sitzen im Büro und schaukeln sich die Eier. Auf Spargelfeldern oder in Schlachtbetrieben schuften sich die Leute ebenfalls ihren Körper bzw ihre Psyche kaputt, oft unter Umgehung von Mindestlohn und anderen Mindeststandards.
Zwangsprostitution und Zuhälterei ist ja bereits verboten, auch herrschen gewisse Anforderungen an die Arbeitssicherheit der Prostituierten. Dass diese Gesetze zu oft nicht eingehalten werden, ist ein trauriger Fakt, aber weitere Verbote werden das kaum verbessern.
Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die das Geld benötigen und sich deswegen freiwillig dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen. Verbietest du ihnen das, werden die finanziellen Sorgen, die zu dieser Entscheidung geführt hatten, nicht verschwinden - ganz im Gegenteil, werden sie vermutlich eher steigen.

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Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 20:13 (vor 44 Tagen) @ majae
bearbeitet von Foreveralone, Dienstag, 21.07.2026, 20:19

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?


Wie viel Prozent der aktuell geleisteten Arbeit würde wohl noch verrichtet werden, wenn keinerlei finanzielle Zwänge existieren? Mein Tipp: unter 10%. Und nicht alle davon sitzen im Büro und schaukeln sich die Eier. Auf Spargelfeldern oder in Schlachtbetrieben schuften sich die Leute ebenfalls ihren Körper bzw ihre Psyche kaputt, oft unter Umgehung von Mindestlohn und anderen Mindeststandards.
Zwangsprostitution und Zuhälterei ist ja bereits verboten, auch herrschen gewisse Anforderungen an die Arbeitssicherheit der Prostituierten. Dass diese Gesetze zu oft nicht eingehalten werden, ist ein trauriger Fakt, aber weitere Verbote werden das kaum verbessern.
Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die das Geld benötigen und sich deswegen freiwillig dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen. Verbietest du ihnen das, werden die finanziellen Sorgen, die zu dieser Entscheidung geführt hatten, nicht verschwinden - ganz im Gegenteil, werden sie vermutlich eher steigen.


Es ist eben keine echte Freiwilligkeit, wenn man sich nicht gerne von fremden Fingern begrabschen lässt. Frauen die hier finanzielle Probleme haben, weil sie keine berufliche Qualifikation haben, gehören vom Staat entsprechend unterstützt.

Darüber hinaus kann das für unsere Gesellschaft kein Argument sein bzw finde ich das eher traurig. Mit echter Emanzipation hat das nämlich nichts zu tun. Den eignen Körper aus Not für Sex zum Verkauf hergeben, ist mit harter Schufterei aufm Feld nicht vergleichbar. Es ist die komplette Entwürdigung.

Dabei möchte ich die Prostitution nichtmal zwingend nach dem nordischen Modell abschaffen, aber mindestens flächendeckend auf das Escort-Niveau anheben, also mindestens 200-300€ die Stunde, plus Grundgebühr
Noch dazu sollte das Gewerbe ausschließlich selbst von einer Frau betrieben werden, mit Register, Personalien des Freiers aufnehmen, usw.

Und ganz wichtig: die Frauen enstcheiden selbst, ob sie einen Freier ablehnen oder nicht.


Wer das als Mann nicht bezahlen oder akezpetieren kann, der sollte entweder seine Ansprüche herunter schrauben oder seine Fünf Finger benutzen.

Die Hürden für bezahlten Sex müssen höher als das hiesige Waffengesetz sein.

Es wird die Illegalität nicht komplett abschaffen, deswegen gehören Strafen um illegale Prostitutio in Anspruch zu nehmen, auch verschärft. Aber strafbar macht sich hier nur der Freier.

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markus, Dienstag, 21.07.2026, 21:41 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?


Wie viel Prozent der aktuell geleisteten Arbeit würde wohl noch verrichtet werden, wenn keinerlei finanzielle Zwänge existieren? Mein Tipp: unter 10%. Und nicht alle davon sitzen im Büro und schaukeln sich die Eier. Auf Spargelfeldern oder in Schlachtbetrieben schuften sich die Leute ebenfalls ihren Körper bzw ihre Psyche kaputt, oft unter Umgehung von Mindestlohn und anderen Mindeststandards.
Zwangsprostitution und Zuhälterei ist ja bereits verboten, auch herrschen gewisse Anforderungen an die Arbeitssicherheit der Prostituierten. Dass diese Gesetze zu oft nicht eingehalten werden, ist ein trauriger Fakt, aber weitere Verbote werden das kaum verbessern.
Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die das Geld benötigen und sich deswegen freiwillig dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen. Verbietest du ihnen das, werden die finanziellen Sorgen, die zu dieser Entscheidung geführt hatten, nicht verschwinden - ganz im Gegenteil, werden sie vermutlich eher steigen.

Es ist eben keine echte Freiwilligkeit, wenn man sich nicht gerne von fremden Fingern begrabschen lässt. Frauen die hier finanzielle Probleme haben, weil sie keine berufliche Qualifikation haben, gehören vom Staat entsprechend unterstützt.

Darüber hinaus kann das für unsere Gesellschaft kein Argument sein bzw finde ich das eher traurig. Mit echter Emanzipation hat das nämlich nichts zu tun. Den eignen Körper aus Not für Sex zum Verkauf hergeben, ist mit harter Schufterei aufm Feld nicht vergleichbar. Es ist die komplette Entwürdigung.

Dabei möchte ich die Prostitution nichtmal zwingend nach dem nordischen Modell abschaffen, aber mindestens flächendeckend auf das Escort-Niveau anheben, also mindestens 200-300€ die Stunde, plus Grundgebühr
Noch dazu sollte das Gewerbe ausschließlich selbst von einer Frau betrieben werden, mit Register, Personalien des Freiers aufnehmen, usw.

Und ganz wichtig: die Frauen enstcheiden selbst, ob sie einen Freier ablehnen oder nicht.


Wer das als Mann nicht bezahlen oder akezpetieren kann, der sollte entweder seine Ansprüche herunter schrauben oder seine Fünf Finger benutzen.

Die Hürden für bezahlten Sex müssen höher als das hiesige Waffengesetz sein.

Es wird die Illegalität nicht komplett abschaffen, deswegen gehören Strafen um illegale Prostitutio in Anspruch zu nehmen, auch verschärft. Aber strafbar macht sich hier nur der Freier.

Drei Anmerkungen:

1. Das ist doch bereits die Rechtslage. Eine Prostituierte kann einen Freier jederzeit ablehnen und ihre Einwilligung auch jederzeit widerrufen. Wird eine Frau zu sexuellen Handlungen gezwungen, ist das strafbar.

2. Macht eine Vergütung von 200–300 € pro Stunde plus Grundgebühr die Tätigkeit im Vergleich zu anderen Berufen nicht sogar attraktiver? Wenn das Ziel ist, Prostitution unattraktiver zu machen, könnte eine sehr hohe Vergütung den gegenteiligen Effekt haben.

3. Führt ein so hoher Preis nicht zu derselben Kritik wie bei der Leihmutterschaft, nämlich, dass sich das am Ende nur noch Wohlhabende leisten können?

Zur Prostitution gibt es einen Evaluierungsbericht mit über 600 Seiten. Ich traue mir ehrlich gesagt nicht zu, abschließend zu beurteilen, ob die derzeitigen gesetzlichen Regelungen gut oder schlecht sind.

https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/evaluation-des-gesetzes-zur-regulierung-des-prostitutionsgewerbes-sowie-zum-schutz-von-in-der-prostitution-taetigen-personen-prostituierten...

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 22:35 (vor 44 Tagen) @ markus

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?


Wie viel Prozent der aktuell geleisteten Arbeit würde wohl noch verrichtet werden, wenn keinerlei finanzielle Zwänge existieren? Mein Tipp: unter 10%. Und nicht alle davon sitzen im Büro und schaukeln sich die Eier. Auf Spargelfeldern oder in Schlachtbetrieben schuften sich die Leute ebenfalls ihren Körper bzw ihre Psyche kaputt, oft unter Umgehung von Mindestlohn und anderen Mindeststandards.
Zwangsprostitution und Zuhälterei ist ja bereits verboten, auch herrschen gewisse Anforderungen an die Arbeitssicherheit der Prostituierten. Dass diese Gesetze zu oft nicht eingehalten werden, ist ein trauriger Fakt, aber weitere Verbote werden das kaum verbessern.
Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die das Geld benötigen und sich deswegen freiwillig dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen. Verbietest du ihnen das, werden die finanziellen Sorgen, die zu dieser Entscheidung geführt hatten, nicht verschwinden - ganz im Gegenteil, werden sie vermutlich eher steigen.

Es ist eben keine echte Freiwilligkeit, wenn man sich nicht gerne von fremden Fingern begrabschen lässt. Frauen die hier finanzielle Probleme haben, weil sie keine berufliche Qualifikation haben, gehören vom Staat entsprechend unterstützt.

Darüber hinaus kann das für unsere Gesellschaft kein Argument sein bzw finde ich das eher traurig. Mit echter Emanzipation hat das nämlich nichts zu tun. Den eignen Körper aus Not für Sex zum Verkauf hergeben, ist mit harter Schufterei aufm Feld nicht vergleichbar. Es ist die komplette Entwürdigung.

Dabei möchte ich die Prostitution nichtmal zwingend nach dem nordischen Modell abschaffen, aber mindestens flächendeckend auf das Escort-Niveau anheben, also mindestens 200-300€ die Stunde, plus Grundgebühr
Noch dazu sollte das Gewerbe ausschließlich selbst von einer Frau betrieben werden, mit Register, Personalien des Freiers aufnehmen, usw.

Und ganz wichtig: die Frauen enstcheiden selbst, ob sie einen Freier ablehnen oder nicht.


Wer das als Mann nicht bezahlen oder akezpetieren kann, der sollte entweder seine Ansprüche herunter schrauben oder seine Fünf Finger benutzen.

Die Hürden für bezahlten Sex müssen höher als das hiesige Waffengesetz sein.

Es wird die Illegalität nicht komplett abschaffen, deswegen gehören Strafen um illegale Prostitutio in Anspruch zu nehmen, auch verschärft. Aber strafbar macht sich hier nur der Freier.


Drei Anmerkungen:

1. Das ist doch bereits die Rechtslage. Eine Prostituierte kann einen Freier jederzeit ablehnen und ihre Einwilligung auch jederzeit widerrufen. Wird eine Frau zu sexuellen Handlungen gezwungen, ist das strafbar.

In der Theorie.


2. Macht eine Vergütung von 200–300 € pro Stunde plus Grundgebühr die Tätigkeit im Vergleich zu anderen Berufen nicht sogar attraktiver? Wenn das Ziel ist, Prostitution unattraktiver zu machen, könnte eine sehr hohe Vergütung den gegenteiligen Effekt haben.

Diese "Tarife" gibt es ja bereits und dennoch will nicht längst jede Frau ihren Körper für Geld eintauschen, ganz gleich wie viel das ist. Wichtig ist es aus dieser Schmuddelecke raus zu kommen. Escort ist ja nicht nur Beischlaf. Manche Männer suchen einfach nur die Gesellschaft.


3. Führt ein so hoher Preis nicht zu derselben Kritik wie bei der Leihmutterschaft, nämlich, dass sich das am Ende nur noch Wohlhabende leisten können?

Da hast du Recht, aber ich sehe das jetzt im Gegensatz zur Leimutterschaft nicht als kompeltt unerschwinglich für den Durschnittsbürger an, aber es sollte einfach keine Selbstverständlichkeit sein. Es geht vor allem darum die Umstände zu verbessern.

Zur Diskussion ansich: Ich finde es komplett absurd, wenn die Frauenquote in Deutschland von teilweise den selben Leuten ständig als zu niedrig bemängelt wird und das als Unterdrückung durch das Patriach angsehen wird, aber beim Thema Prostitution noch reichlich pro Argumente finden.


Zur Prostitution gibt es einen Evaluierungsbericht mit über 600 Seiten. Ich traue mir ehrlich gesagt nicht zu, abschließend zu beurteilen, ob die derzeitigen gesetzlichen Regelungen gut oder schlecht sind.

https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/evaluation-des-gesetzes-zur-regulierung-des-prostitutionsgewerbes-sowie-zum-schutz-von-in-der-prostitution-taetigen-personen-prostituierten...

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 08:21 (vor 43 Tagen) @ Foreveralone

Da hast du Recht, aber ich sehe das jetzt im Gegensatz zur Leimutterschaft nicht als kompeltt unerschwinglich für den Durschnittsbürger an, aber es sollte einfach keine Selbstverständlichkeit sein. Es geht vor allem darum die Umstände zu verbessern.

Als ich neulich meinte, dass der Dieselpreis überbewertet wird und 1.000 km Autofahren lediglich etwa 20 € mehr kosten, hieß es von einigen, der Anteil derjenigen, die dadurch in den Dispo geraten, sei ziemlich groß. Ist ein Preis von 300 € dann wirklich noch erschwinglich?


Zur Diskussion ansich: Ich finde es komplett absurd, wenn die Frauenquote in Deutschland von teilweise den selben Leuten ständig als zu niedrig bemängelt wird und das als Unterdrückung durch das Patriach angsehen wird, aber beim Thema Prostitution noch reichlich pro Argumente finden.

Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich wirken, ist bei genauer Betrachtung aber eine Ergänzung. Wenn eine Frau selbstbestimmt ihren Körper verkaufen möchte (bei bestmöglichem Schutz vor Zwang) sollte das genauso ermöglicht werden wie wenn sie beruflich erfolgreich in den Vorstand aktiv sein möchte. Oder umgekehrt: Es ist Unterdrückung, wenn der alte, weisse Mann ihr das verbieten möchte.

Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 13:08 (vor 43 Tagen) @ markus

Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.

Hmmm, Frauen achten auf das Gesamtpaket, aber für Geld drücken sie schonmal eine Auge zu. Das klingt überzeugend.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 22.07.2026, 12:56 (vor 43 Tagen) @ markus


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.

Selbstbefriedigung muss dann reichen. Um einen Partner fürs Lebens zu finden, muss ich diese ganzen Eigenschaften nicht erfüllen. Oder siehst du nur unattraktive Singles ohne sichtlichen Habitus auf den Straßen?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 16:23 (vor 43 Tagen) @ Foreveralone


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.


Selbstbefriedigung muss dann reichen. Um einen Partner fürs Lebens zu finden, muss ich diese ganzen Eigenschaften nicht erfüllen. Oder siehst du nur unattraktive Singles ohne sichtlichen Habitus auf den Straßen?

Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden. Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen. Das bedeutet nicht, dass sie nie eine Partnerin finden werden, aber ihre Chancen sind objektiv schlechter. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Für diese kann legale Prostitution eine Möglichkeit sein, körperliche Nähe zu erleben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Mittwoch, 22.07.2026, 23:20 (vor 43 Tagen) @ markus
bearbeitet von haweka, Mittwoch, 22.07.2026, 23:28

Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden. Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen. Das bedeutet nicht, dass sie nie eine Partnerin finden werden, aber ihre Chancen sind objektiv schlechter. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Für diese kann legale Prostitution eine Möglichkeit sein, körperliche Nähe zu erleben.

Zusammenfassung. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Dies gilt auch für die Gegner der Leihmutterschaft, die weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt oder haben werden. Glücklicherweise gibt es aber legale und regulierte Prostitution und auch die Gegner der Leihmutterschaft können und dürfen für 80 Euro körperliche Nähe erleben. Perfekt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 23:55 (vor 43 Tagen) @ haweka

Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden. Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen. Das bedeutet nicht, dass sie nie eine Partnerin finden werden, aber ihre Chancen sind objektiv schlechter. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Für diese kann legale Prostitution eine Möglichkeit sein, körperliche Nähe zu erleben.


Zusammenfassung. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Dies gilt auch für die Gegner der Leihmutterschaft, die weder Kinder noch jemals überhaupt einen Partner oder eine Partnerin gehabt oder haben werden. Glücklicherweise gibt es aber legale und regulierte Prostitution und auch die Gegner der Leihmutterschaft können und dürfen für 80 Euro körperliche Nähe erleben. Perfekt.

Es ist doch schön, wenn es auch für dich einen Weg raus aus der Misere gibt. Den Preis scheinst du ja schon sehr gut zu kennen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Kobold, Mittwoch, 22.07.2026, 22:47 (vor 43 Tagen) @ markus

Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden. Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen. Das bedeutet nicht, dass sie nie eine Partnerin finden werden, aber ihre Chancen sind objektiv schlechter. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Für diese kann legale Prostitution eine Möglichkeit sein, körperliche Nähe zu erleben.

Dann müssen sich diese Männer mal raus aus dem Internet und hinein ins echte Leben bewegen und sich nicht darüber aufregen, dass Frauen angeblich nur die obersten 20 % der Männer haben wollen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 22.07.2026, 19:27 (vor 43 Tagen) @ markus


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.


Selbstbefriedigung muss dann reichen. Um einen Partner fürs Lebens zu finden, muss ich diese ganzen Eigenschaften nicht erfüllen. Oder siehst du nur unattraktive Singles ohne sichtlichen Habitus auf den Straßen?


Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden.


Die meisten Menschen sehen durchschnittlich aus und haben einen Partner, deswegen heißt das auch Durchschnitt. ;-)


Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen.

Diese Plattformen sind imo zweifelhaft. Es ist der Kern dieser Apps nach Oberflächlichkeiten zu daten. Es geht hier um vor allem um ONS und für ne kurze Zeit Spaß haben.


Das bedeutet nicht, dass sie nie eine Partnerin finden werden, aber ihre Chancen sind objektiv schlechter. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Für diese kann legale Prostitution eine Möglichkeit sein, körperliche Nähe zu erleben.

Ich kenne Leute persönlich, die sich damit auch einfach abgefunden haben, weil es so viel mehr Sachen in der Welt gibt die einen erfüllen können. Ebenso kenne ich Männer die gehoben gut aussehen und dennoch niemanden finden, weil sie dumme Arschlöcher ohne jeglichen Charme sind.
Krampfhaftes Suchen ist ebenfalls kein guter Ratgeber, besser man lässt den Zufall entscheiden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 23:48 (vor 43 Tagen) @ Foreveralone


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.


Selbstbefriedigung muss dann reichen. Um einen Partner fürs Lebens zu finden, muss ich diese ganzen Eigenschaften nicht erfüllen. Oder siehst du nur unattraktive Singles ohne sichtlichen Habitus auf den Straßen?


Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden.

Die meisten Menschen sehen durchschnittlich aus und haben einen Partner, deswegen heißt das auch Durchschnitt. ;-)


Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen.


Diese Plattformen sind imo zweifelhaft. Es ist der Kern dieser Apps nach Oberflächlichkeiten zu daten. Es geht hier um vor allem um ONS und für ne kurze Zeit Spaß haben.

Das ist aber tatsächlich nur eine sehr kleine Minderheit der Frauen, die so etwas sucht. Die meisten Frauen finden das eher abstoßend und schreiben in ihren Profilen ausdrücklich, dass sie weder Dickpics erhalten möchten – offenbar bekommen viele solche Nachrichten regelmäßig – noch auf ONS aus sind.

Das bedeutet nicht, dass sie nie eine Partnerin finden werden, aber ihre Chancen sind objektiv schlechter. Manche Menschen finden trotz jahrelanger Bemühungen keinen Partner. Für diese kann legale Prostitution eine Möglichkeit sein, körperliche Nähe zu erleben.


Ich kenne Leute persönlich, die sich damit auch einfach abgefunden haben, weil es so viel mehr Sachen in der Welt gibt die einen erfüllen können. Ebenso kenne ich Männer die gehoben gut aussehen und dennoch niemanden finden, weil sie dumme Arschlöcher ohne jeglichen Charme sind.

Krampfhaftes Suchen ist ebenfalls kein guter Ratgeber, besser man lässt den Zufall entscheiden.

Das meinte ich ja mit dem Gesamtpaket. Wenn die Kommunikation schon totale Grütze ist, hat man schlechte Karten. Natürlich spielen aber auch Äußerlichkeiten eine Rolle. Man muss kein Bodybuilder sein, aber wenn man sieht, dass sich jemand zumindest ein bisschen fit hält, ist das definitiv ein Vorteil. Und Status spielt ebenfalls eine große Rolle.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 23.07.2026, 01:02 (vor 43 Tagen) @ markus


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.


Selbstbefriedigung muss dann reichen. Um einen Partner fürs Lebens zu finden, muss ich diese ganzen Eigenschaften nicht erfüllen. Oder siehst du nur unattraktive Singles ohne sichtlichen Habitus auf den Straßen?


Natürlich gibt es Menschen, die trotz durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Attraktivität einen Partner finden.

Die meisten Menschen sehen durchschnittlich aus und haben einen Partner, deswegen heißt das auch Durchschnitt. ;-)


Ich habe auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist. Mein Punkt ist lediglich, dass diese Eigenschaften die Chancen beeinflussen. Gerade auf Dating-Plattformen zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt deutlich selektiver sind als Männer und ein relativ kleiner Teil der Männer den Großteil der Aufmerksamkeit erhält. Entsprechend gibt es viele Männer, die nur sehr wenige oder gar keine Likes bekommen.


Diese Plattformen sind imo zweifelhaft. Es ist der Kern dieser Apps nach Oberflächlichkeiten zu daten. Es geht hier um vor allem um ONS und für ne kurze Zeit Spaß haben.


Das ist aber tatsächlich nur eine sehr kleine Minderheit der Frauen, die so etwas sucht. Die meisten Frauen finden das eher abstoßend und schreiben in ihren Profilen ausdrücklich, dass sie weder Dickpics erhalten möchten – offenbar bekommen viele solche Nachrichten regelmäßig – noch auf ONS aus sind.

Ich rede von ONS und du kommst mit dickpicks. Es gibt reichlich Leute die keine feste Bindung suchen.


Natürlich spielen aber auch Äußerlichkeiten eine Rolle. Man muss kein Bodybuilder sein, aber wenn man sieht, dass sich jemand zumindest ein bisschen fit hält, ist das definitiv ein Vorteil. Und Status spielt ebenfalls eine große Rolle.

Wenn es um Äußerlichkeiten geht ist das Gesicht und die Größe viel wichtiger als Muckis. Viele Frauen mögen es garnicht, wenn Männer versuchen etwas offensichtlich zu kompensieren.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Donnerstag, 23.07.2026, 06:14 (vor 43 Tagen) @ Foreveralone

Wenn es um Äußerlichkeiten geht ist das Gesicht und die Größe viel wichtiger als Muckis. Viele Frauen mögen es garnicht, wenn Männer versuchen etwas offensichtlich zu kompensieren.

Ist mir bekannt. Das sind oft Grundvoraussetzungen, die man nicht ändern kann. Die Natur kann da ganz grausam sein. Ich hatte mich bewusst nur auf Dinge bezogen, die man beeinflussen kann.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 23.07.2026, 09:42 (vor 42 Tagen) @ markus

Wenn es um Äußerlichkeiten geht ist das Gesicht und die Größe viel wichtiger als Muckis. Viele Frauen mögen es garnicht, wenn Männer versuchen etwas offensichtlich zu kompensieren.


Ist mir bekannt. Das sind oft Grundvoraussetzungen, die man nicht ändern kann. Die Natur kann da ganz grausam sein. Ich hatte mich bewusst nur auf Dinge bezogen, die man beeinflussen kann.

Wenn man diesen ganzen teilweise richtig abartigen looksmaxxing Kult mal verfolgt, dann kann man an gewissen Dingen doch schon auf die eine oder Weise etwas ändern....

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Mittwoch, 22.07.2026, 12:11 (vor 43 Tagen) @ markus


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.

Prostitution kann keine körperliche Nähe ersetzen. Prostitution kann lediglich Sexualtrieb befriedigen. Und da ist jetzt die Frage, ob man statt Frauen sexuell auszubeuten, die betroffene Person nicht lieber auf die Selbstbefriedigung verweisen sollte.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Mittwoch, 22.07.2026, 16:26 (vor 43 Tagen) @ Litze80


Wir beide haben sportlich aussehend mit Muskeln und Moral auf dem normalen Datingmarkt noch gute Chancen und sind darauf nicht angewiesen. Wenn aber jede äußerliche Attraktivität fehlt, die Kommunikation Grütze ist und man das auch nicht mit Haus und Geld ausgleichen kann, wird es schwierig. Denn viele Frauen achten schon auch auf das Gesamtpaket. Da kann als Alternative legale Prostitution etwas sein, die körperliche Nähe bietet, auch wenn es darauf keinen 100% Anspruch gibt.


Prostitution kann keine körperliche Nähe ersetzen. Prostitution kann lediglich Sexualtrieb befriedigen. Und da ist jetzt die Frage, ob man statt Frauen sexuell auszubeuten, die betroffene Person nicht lieber auf die Selbstbefriedigung verweisen sollte.

Dass Prostitution keine Partnerschaft ersetzt, würde ich sofort unterschreiben. Aber zu behaupten, sie könne keine körperliche Nähe bieten, ist falsch.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 23:57 (vor 45 Tagen) @ Litze80


Sorry, aber Prostitution ist nichts anderes, als einen weiblichen Körper zur sexuellen Befriedigung zu kaufen oder wie würdest du das beschreiben. Einen Markt, in dem Männer für sexuellen Zugriff auf Frauen bezahlen, mit „weiblicher Selbstbestimmung“ zu verklären, ist schon bemerkenswert. Es ist geradezu absurd, Kritik an einem überwiegend männlichen Nachfragemarkt als patriarchalisch abzutun, während die sexuelle Verfügung über Frauenkörper gegen Geld als liberal verkauft wird.


Dem ersten Satz würde ich unterschreiben. Der entscheidende Punkt ist für mich die Unterscheidung zwischen freiwilliger Tätigkeit und Ausbeutung bzw. Zwang.


Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt?

Ich kenne dazu keine Studie. Entscheidend ist aber der Unterschied zwischen echtem Zwang, Ausbeutung und einer Entscheidung, die jemand trotz wirtschaftlicher Motive selbst trifft.

Wenn eine Frau beispielsweise von einem Zuhälter gezwungen oder bedroht wird, ist das etwas völlig anderes, als wenn sie sich aus freien Stücken dafür entscheidet, mit Prostitution mehr Geld zu verdienen, als sie in einem anderen Beruf mit Mindestlohn verdienen würde.

Das sind doch im Grunde die Beweggründe für die Regulierung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 10:34 (vor 44 Tagen) @ markus

Es werden zwar immer wieder neue Gesetze und strengere Regeln mit dem angeblichen Ziel beschlossen, Prostituierte besser zu schützen. Tatsächlich geht es vielmehr darum, ein System zu erhalten, das seit jeher von der sexuellen Ausbeutung der Frau profitiert.

In vielen Bordellen kostet allein das Zimmer rund 100 Euro pro Tag. Gleichzeitig liegen die Preise für sexuelle Dienstleistungen oft nur bei etwa 50 bis 100 Euro. Das bedeutet: Bevor überhaupt Geld zum Leben übrig bleibt, müssen erst Miete, Steuern und weitere Kosten erwirtschaftet werden. Dadurch entsteht ein enormer wirtschaftlicher Druck, möglichst viele Freier zu bedienen. Hinzu kommt ein harter Konkurrenzkampf unter den Frauen. Ist eine Frau nicht bereit, die Wünsche des Freiers zu erfüllen, muss dieser meistens nur zum nächsten Zimmer gehen.

Häufig kommen Prostituierte mit großen Versprechungen von dem großen, schnellen Geld aus Osteuropa und befinden sich dann in einem System, aus dem es nur schwer ist, wieder auszusteigen.

Den Freiern wird natürlich erzählt, dass die Frauen dabei Freude empfinden, mit ihrer unendlichen Lust nach Sex Geld zu verdienen zu dürfen. Und die Prostituierten müssen dieses Spiel mitspielen, denn als Freier fühlt man sich doch erst recht gut, wenn man es der Prostituierten mal so richtig besorgt hat. Da zahlt man dann gerne auch 'nen Zehner mehr.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:10 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Den Freiern wird natürlich erzählt, dass die Frauen dabei Freude empfinden, mit ihrer unendlichen Lust nach Sex Geld zu verdienen zu dürfen. Und die Prostituierten müssen dieses Spiel mitspielen, denn als Freier fühlt man sich doch erst recht gut, wenn man es der Prostituierten mal so richtig besorgt hat. Da zahlt man dann gerne auch 'nen Zehner mehr.

Erstaunlich, was für Gedanken du dir so machst und was du so alles weißt. Da bekommt man dden Eindruck, du würdest dich extrem gut auskennen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 12:17 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Tue ich. Aber nicht aus den Gründen, die du mir da versuchst zu unterstellen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 22:52 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.

Ich war bei Leihmutterschaft. Den Bogen zur Prostitution haben andere gespannt. Nun ja.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 22:58 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Du machst es dir sehr einfach, indem du aus einer inhaltlichen Kritik eine Frage von Hautfarbe, Alter und Geschlecht machst. Du solltest dich eher fragen, ob du die Frauen schützen willst oder nur ein System, in dem Männer Frauen zu ihrer sexuellen Befriedigung kaufen können.


Ich war bei Leihmutterschaft. Den Bogen zur Prostitution haben andere gespannt. Nun ja.

Und du hast in dem Strang als Beispiel gegen ein Verbot der Prostitution Schweden aufgeführt, so dass ich deine darauffolgenden (mir replizierenden) Beiträge ebenfalls diesem Thema zugeordnet habe. Sollte ich dich da falsch verstanden haben und du Prostitution nicht als "her body her choice" abtun, tut mir das Missverständnis leid.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Montag, 20.07.2026, 22:35 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.

Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:42 (vor 45 Tagen) @ Alones

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.

Bei einer Leihmutterschaft geht es nicht darum, ein bereits geborenes Kind zu „verkaufen“. Es geht darum, dass eine Frau sich bereit erklärt, eine Schwangerschaft für andere auszutragen. Das Kind ist kein Gegenstand, der den Besitzer wechselt.

Auch bei einer Adoption geht es nicht darum, dass Eltern ihr Kind verkaufen dürfen. Die Freigabe zur Adoption dient dem Kindeswohl, wenn die leiblichen Eltern es nicht selbst großziehen können oder wollen. Daraus folgt nicht automatisch, dass jede Form einer finanziellen Unterstützung oder Vergütung in anderen Bereichen mit „Kinderhandel“ gleichzusetzen ist.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 22:41 (vor 45 Tagen) @ Alones

Immanuel Kant hat das schön auf den Punkt gebracht: Sapere aude - oder auch "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Vielleicht versuchst du das auch einmal.

Vielleicht erkennst du dann den Unterschied, zwischen Leihmutterschaft (die reguliert imho zuzulassen ist) und dem "Verkauf" von Kindern. Schade, dass du offensichtlich nicht in der Lage bist, argumentativ zu arbeiten. Aber hey, jeder kann an sich arbeiten.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 23:07 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

„Sapere aude“ bedeutet, den eigenen Verstand zu benutzen, nicht Andersdenkenden pauschal die Denkfähigkeit abzusprechen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 23:12 (vor 45 Tagen) @ Litze80

„Sapere aude“ bedeutet, den eigenen Verstand zu benutzen, nicht Andersdenkenden pauschal die Denkfähigkeit abzusprechen.

Das habe ich auch nicht getan, sondern darauf hingewiesen, dass "Kinder kaufen" halt wirklich kein Argument ist, sondern bloßes Taubenschach. Und das ist bei dem Thema einfach schade.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 20.07.2026, 22:38 (vor 45 Tagen) @ Alones

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.

Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:47 (vor 45 Tagen) @ FourrierTrans

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.

Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.

Die Frage ist daher nicht nur, ob die Art der Entstehung ethisch diskutiert werden kann, sondern auch, wie es dem tatsächlich existierenden Kind geht und unter welchen Bedingungen es aufwächst. Das sind alles Fragen der Regulierung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Montag, 20.07.2026, 23:08 (vor 45 Tagen) @ markus

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.

Ein Kind würde nicht ohne Mutter existieren. Wer hätte das gedacht?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 23:19 (vor 45 Tagen) @ haweka

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.


Ein Kind würde nicht ohne Mutter existieren. Wer hätte das gedacht?

Die Diskussion in diesem Strang war bisher auf einem sachlich guten Niveau. Jetzt kommst du wieder an und klatschst erneut einen Facebook-Dieter-Einzeiler dahin. Warum?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Dienstag, 21.07.2026, 00:08 (vor 45 Tagen) @ markus

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.


Ein Kind würde nicht ohne Mutter existieren. Wer hätte das gedacht?


Die Diskussion in diesem Strang war bisher auf einem sachlich guten Niveau. Jetzt kommst du wieder an und klatschst erneut einen Facebook-Dieter-Einzeiler dahin. Warum?

Vermutlich fehlt mir das Niveau, um über das Kindeswohl von Kindern zu diskutieren, die nicht existieren.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 00:23 (vor 45 Tagen) @ haweka

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.


Ein Kind würde nicht ohne Mutter existieren. Wer hätte das gedacht?


Die Diskussion in diesem Strang war bisher auf einem sachlich guten Niveau. Jetzt kommst du wieder an und klatschst erneut einen Facebook-Dieter-Einzeiler dahin. Warum?


Vermutlich fehlt mir das Niveau, um über das Kindeswohl von Kindern zu diskutieren, die nicht existieren.

Dir fehlt vor allem Empathie.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 10:57 (vor 44 Tagen) @ markus

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.


Ein Kind würde nicht ohne Mutter existieren. Wer hätte das gedacht?


Die Diskussion in diesem Strang war bisher auf einem sachlich guten Niveau. Jetzt kommst du wieder an und klatschst erneut einen Facebook-Dieter-Einzeiler dahin. Warum?


Vermutlich fehlt mir das Niveau, um über das Kindeswohl von Kindern zu diskutieren, die nicht existieren.

> Dir fehlt vor allem Empathie.

Der war gut!

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 09:21 (vor 44 Tagen) @ markus


Vermutlich fehlt mir das Niveau, um über das Kindeswohl von Kindern zu diskutieren, die nicht existieren.


Dir fehlt vor allem Empathie.

Was darf Satire?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Dienstag, 21.07.2026, 00:37 (vor 45 Tagen) @ markus

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Das Kindeswohl sollte selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Man darf dabei aber auch nicht vergessen: Ohne die Leihmutterschaft würde dieses konkrete Kind überhaupt nicht existieren.


Ein Kind würde nicht ohne Mutter existieren. Wer hätte das gedacht?


Die Diskussion in diesem Strang war bisher auf einem sachlich guten Niveau. Jetzt kommst du wieder an und klatschst erneut einen Facebook-Dieter-Einzeiler dahin. Warum?


Vermutlich fehlt mir das Niveau, um über das Kindeswohl von Kindern zu diskutieren, die nicht existieren.


Dir fehlt vor allem Empathie.

Das stimmt. Für privilegierte Menschen, die glauben, sie haben ein Recht auf Kinder fehlt mir jegliche Empathie.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:16 (vor 44 Tagen) @ haweka

Kann man aus meiner Sicht zumindest in einem Fall wie dem von Spahn aus meiner Sicht durchaus zu stehen. Empathie sollte da auch einmal den Fakten untergeordnet werden können.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 22:46 (vor 45 Tagen) @ FourrierTrans

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.

Dahin würde die Diskussion auch noch kommen, soweit sind wir noch nicht...;)

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Montag, 20.07.2026, 23:18 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Dahin würde die Diskussion auch noch kommen, soweit sind wir noch nicht...;)

Vorher kommt wahrscheinlich noch der Tariflohn für Leihmütter und falls die nicht gewerkschaftlich organisiert sind, sind sie selbst schuld.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

istar, Dienstag, 21.07.2026, 05:53 (vor 45 Tagen) @ haweka

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Dahin würde die Diskussion auch noch kommen, soweit sind wir noch nicht...;)


Vorher kommt wahrscheinlich noch der Tariflohn für Leihmütter und falls die nicht gewerkschaftlich organisiert sind, sind sie selbst schuld.

Das wäre nur folgerichtig. Aber warum sollen eigentlich nur reiche Leute ein Recht darauf haben, sich ein Kind kaufen zu können?
Sollte nicht auch Cindy aus Marzahn sich diesen Wunsch erfüllen dürfen, wenns nach diversen Aufrissen in der Hafenschänke immer noch nicht geklappt hat?
Also müsste man die Kosten über Steuern oder Krankenkasse regeln. Und braucht Cindy einen Partner oder dürfen sich auch Singles ihren Traum vom Kind erfüllen?

Aber gut,eine alte,weisse,privilegierte Frau schmeißt einen feministischen Kampfbegriff ins Rennen und dann kann das ja gar nicht mehr anders sein.

Lustig auch, dass User,die gestern noch den Jens am liebsten in der Knastwäscherei gesehen hätten, plötzlich die Leihmutterschaft legalisieren wollen.

Gibt ja auch nichts wichtigeres, als Leuten mit viel Geld möglichst komplikationslos ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 07:08 (vor 45 Tagen) @ istar

Zwischen einem Verbot und einer vollständigen Finanzierung durch Krankenkassen liegen zahlreiche Möglichkeiten. Man kann eine regulierte Leihmutterschaft befürworten, ohne zu fordern, dass sie von der Allgemeinheit bezahlt wird.

Nach deiner Argumentation müsste dieselbe Kritik auch für Adoption gelten. Auch eine Adoption ist mit erheblichen Kosten verbunden und setzt häufig ein stabiles Einkommen sowie passende Wohnverhältnisse voraus. Faktisch ist also auch sie nicht für jeden gleichermaßen zugänglich.

Der Punkt ist auch ein anderer. Ein Verbot führt häufig dazu, dass die Leihmutterschaft in Länder mit schlechteren Schutzstandards verlagert wird (z.B. in der Ukraine). Gerade deshalb sprechen viele für eine strenge Regulierung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 23:21 (vor 45 Tagen) @ haweka

Du nennst das zynisch. Ich möchte, dass solche Entscheidungen den Frauen überlassen werden und nicht von alten, weißen Männern wie dir oder mir entschieden werden.


Dann sei wenigstens auch konsequent und sag, dass Frauen generell ein Recht darauf haben sollten, ihre Kinder zum Verkauf anzubieten. Zur Adoption freigeben dürfen die ihre Kinder ja schließlich auch. Warum sollten sie dafür nicht also auch ein bisschen Taschengeld bekommen? Immerhin machen sie damit eine andere Fanilie glücklich. Da wäre es doch nur fair, wenn sie für diese Dienstleistung auch belohnt werden. Die Arbeit mit der Geburt hatten sie schließlich trotzdem, auch wenn sie das Kind eigentlich gar nicht wollen. Und wenn wir schon dabei sind, sollte der Staat auch Umsatzsteuer erheben, wir leben schließlich in wirtschaftlich harten Zeiten.


Eigentlich taurig, wenn man bedenkt, wie wenig Raum das Kind in den Diskussionen hier im Forum einnimmt.


Dahin würde die Diskussion auch noch kommen, soweit sind wir noch nicht...;)


Vorher kommt wahrscheinlich noch der Tariflohn für Leihmütter und falls die nicht gewerkschaftlich organisiert sind, sind sie selbst schuld.

Du scheinst mit dir selbst und deinen Privatleben frustriert zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, was deine unsinnigen Beiträge sollen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 20:15 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.

Her Body, his choice

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 21:24 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 21:31 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.

Wer zahlt denn hier wem Geld und nutzt dabei wessen Körper aus? Die Frau ist nur Mittel zum Zweck, passiert ihr etwas, who cares, war doch "freiwillig", dann eben die Nächste Bitte.

Du setzt voraussetzt, dass es komplett freiwillig geschieht. Und da habe nicht nur ich erhebliche Zweifel, wenn viel Geld im Spiel.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 21:44 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.


Wer zahlt denn hier wem Geld und nutzt dabei wessen Körper aus? Die Frau ist nur Mittel zum Zweck, passiert ihr etwas, who cares, war doch "freiwillig", dann eben die Nächste Bitte.

Du setzt voraussetzt, dass es komplett freiwillig geschieht. Und da habe nicht nur ich erhebliche Zweifel, wenn viel Geld im Spiel.

Dass finanzielle Abhängigkeit und mögliche Ausbeutung ein Problem sein können, bestreitet denke ich niemand. Genau deshalb ist die Frage der Regulierung so wichtig.

Aber du setzt im Gegenzug voraus, dass eine Frau, die sich für eine Leihmutterschaft entscheidet, zwangsläufig fremdbestimmt ist und nur als „Mittel zum Zweck“ dient. Das ist eine sehr pauschale Annahme.

Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass jede Entscheidung unter idealen Bedingungen getroffen wird. Auch bei vielen anderen körperlich belastenden oder risikoreichen Tätigkeiten spielen finanzielle Motive eine Rolle. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob Geld im Spiel ist, sondern unter welchen Bedingungen die Entscheidung getroffen wird und wie gut die Rechte und die Gesundheit der Frau geschützt werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 22:06 (vor 45 Tagen) @ markus

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.


Wer zahlt denn hier wem Geld und nutzt dabei wessen Körper aus? Die Frau ist nur Mittel zum Zweck, passiert ihr etwas, who cares, war doch "freiwillig", dann eben die Nächste Bitte.

Du setzt voraussetzt, dass es komplett freiwillig geschieht. Und da habe nicht nur ich erhebliche Zweifel, wenn viel Geld im Spiel.


Dass finanzielle Abhängigkeit und mögliche Ausbeutung ein Problem sein können, bestreitet denke ich niemand. Genau deshalb ist die Frage der Regulierung so wichtig.

Aber du setzt im Gegenzug voraus, dass eine Frau, die sich für eine Leihmutterschaft entscheidet, zwangsläufig fremdbestimmt ist und nur als „Mittel zum Zweck“ dient. Das ist eine sehr pauschale Annahme.

Wenn Du eine Frau findest, die das macht, aber dafür kein Geld haben möchte, rein privat, dann passiert das auf freiwilliger Basis, da ist sie nicht fremdbestimmt.

Wenn Geld fließen muss, dass eine Frau das Kind eines (fremden) Mannes austrägt, ist sie natürlich Mittel zum Zweck, vertraglich wird dann alles geregelt, wie sich sie während der 9 Monate zu verhalten hat u.s.w - sie stellt ihren Körper einem fremdem Mann/-Agentur/... zur Verfügung, natürlich ist dann nicht mehr die alleinige Bestimmerin über ihren Körper. Mal ganz davon abgesehen, warum sie das macht/machen muss.


Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass jede Entscheidung unter idealen Bedingungen getroffen wird. Auch bei vielen anderen körperlich belastenden oder risikoreichen Tätigkeiten spielen finanzielle Motive eine Rolle. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob Geld im Spiel ist, sondern unter welchen Bedingungen die Entscheidung getroffen wird und wie gut die Rechte und die Gesundheit der Frau geschützt werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:31 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Aus einer Vergütung und einem Vertrag folgt nicht automatisch, dass eine Frau keine Selbstbestimmung mehr besitzt oder nur noch „Mittel zum Zweck“ ist. Auch in vielen anderen Bereichen entscheiden Menschen aus finanziellen Gründen über Tätigkeiten, die ihren Körper oder ihre Gesundheit betreffen. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen diese Entscheidung getroffen wird.

Ein Vertrag bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jemand seine persönlichen Entscheidungen vollständig aus der Hand gibt. Eine Leihmutter bleibt selbstverständlich eine eigenständige Person mit eigenen Rechten.

Die eigentliche Frage ist daher nicht nur „Geld oder kein Geld“, sondern: Gibt es ausreichende Schutzmechanismen, damit eine Frau freiwillig, informiert und ohne unzulässigen Druck entscheiden kann?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 22:44 (vor 45 Tagen) @ markus

Aus einer Vergütung und einem Vertrag folgt nicht automatisch, dass eine Frau keine Selbstbestimmung mehr besitzt oder nur noch „Mittel zum Zweck“ ist. Auch in vielen anderen Bereichen entscheiden Menschen aus finanziellen Gründen über Tätigkeiten, die ihren Körper oder ihre Gesundheit betreffen. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen diese Entscheidung getroffen wird.

Ich wüsste nicht, was physisch und vor allem psychisch einer Leihmutterschaft gleichkäme.
Vor allem was passiert, wenn die Mutter, und das ist sie, das Kind nicht hergeben möchte, weil das eben nun mal auch ihr Kind ist?
Wird sie unter Druck gesetzt?
Wird ihr das Kind bei der Geburt gleich weggenommen, damit sie bloß auf keine dummen Ideen kommt.
Eine Frau kann im vorhinein noch so abgeklärt wirken, was in den 9 Monaten mit der Frau passiert, kann niemand vorhersagen, egal wie vertraglich geregelt das alles ist und wie viel Geld fließt.
Das ist kein 0815 Job, der heute beginnt - am Nachmittag hast Du Feierabend und in 9 Monaten endet er.

Ein Vertrag bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jemand seine persönlichen Entscheidungen vollständig aus der Hand gibt. Eine Leihmutter bleibt selbstverständlich eine eigenständige Person mit eigenen Rechten.


Die eigentliche Frage ist daher nicht nur „Geld oder kein Geld“, sondern: Gibt es ausreichende Schutzmechanismen, damit eine Frau freiwillig, informiert und ohne unzulässigen Druck entscheiden kann?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:55 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Aus einer Vergütung und einem Vertrag folgt nicht automatisch, dass eine Frau keine Selbstbestimmung mehr besitzt oder nur noch „Mittel zum Zweck“ ist. Auch in vielen anderen Bereichen entscheiden Menschen aus finanziellen Gründen über Tätigkeiten, die ihren Körper oder ihre Gesundheit betreffen. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen diese Entscheidung getroffen wird.


Ich wüsste nicht, was physisch und vor allem psychisch einer Leihmutterschaft gleichkäme.
Vor allem was passiert, wenn die Mutter, und das ist sie, das Kind nicht hergeben möchte, weil das eben nun mal auch ihr Kind ist?
Wird sie unter Druck gesetzt?
Wird ihr das Kind bei der Geburt gleich weggenommen, damit sie bloß auf keine dummen Ideen kommt.
Eine Frau kann im vorhinein noch so abgeklärt wirken, was in den 9 Monaten mit der Frau passiert, kann niemand vorhersagen, egal wie vertraglich geregelt das alles ist und wie viel Geld fließt.
Das ist kein 0815 Job, der heute beginnt - am Nachmittag hast Du Feierabend und in 9 Monaten endet er.

Ein Vertrag bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jemand seine persönlichen Entscheidungen vollständig aus der Hand gibt. Eine Leihmutter bleibt selbstverständlich eine eigenständige Person mit eigenen Rechten.


Die eigentliche Frage ist daher nicht nur „Geld oder kein Geld“, sondern: Gibt es ausreichende Schutzmechanismen, damit eine Frau freiwillig, informiert und ohne unzulässigen Druck entscheiden kann?

Die Punkte, die du ansprichst, sind genau die Gründe, warum eine Leihmutterschaft nicht einfach ungeregelt stattfinden sollte.

Aber daraus folgt nicht automatisch, dass eine Frau ihre Entscheidung grundsätzlich nicht selbst treffen kann. Auch bei einer Adoption kann es Situationen geben, in denen eine Mutter nach der Geburt ihre Entscheidung bereut.

Deshalb wäre die entscheidende Frage: Wie gestaltet man die Rahmenbedingungen so, dass die Frau ausreichend geschützt ist, Beratung erhält und nicht unter Druck gesetzt werden kann? Ein Vertrag allein reicht sicherlich nicht.

Ein generelles Verbot löst diese Konflikte allerdings nicht unbedingt, sondern kann dazu führen, dass Menschen in Länder ausweichen, in denen die Bedingungen schlechter kontrolliert werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Montag, 20.07.2026, 22:18 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Man muss doch mal ganz klar benennen, was das ist: Menschenhandel. Kohle gegen Kind. Hier findet eine Transaktion statt. Selbst wenn ich sage, dass ja nur die Dienstleistung der Frau bezahlt wird, kauft man sich faktisch trotzdem ein Kind. Mag man unter diesen Umständen okay finden, aber moralisch ist das alles trotzdem mindestens ein Graubereich. Und spätestens hier zieht dann auch das Argument Prostitution nicht mehr. Denn bei der Sexarbeit wechseln in der Regel keine Besitzrechte von Kindern. Das ist eigentlich der Punkt, der mich am meisten bei der Geschichte stört.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 22:30 (vor 45 Tagen) @ Alones

Man muss doch mal ganz klar benennen, was das ist: Menschenhandel. Kohle gegen Kind. Hier findet eine Transaktion statt. Selbst wenn ich sage, dass ja nur die Dienstleistung der Frau bezahlt wird, kauft man sich faktisch trotzdem ein Kind. Mag man unter diesen Umständen okay finden, aber moralisch ist das alles trotzdem mindestens ein Graubereich. Und spätestens hier zieht dann auch das Argument Prostitution nicht mehr. Denn bei der Sexarbeit wechseln in der Regel keine Besitzrechte von Kindern. Das ist eigentlich der Punkt, der mich am meisten bei der Geschichte stört.

Nein, das ist kein Menschenhandel. Reguliert wäre das für viele Menschen ein Segen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 21:52 (vor 45 Tagen) @ markus

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.


Wer zahlt denn hier wem Geld und nutzt dabei wessen Körper aus? Die Frau ist nur Mittel zum Zweck, passiert ihr etwas, who cares, war doch "freiwillig", dann eben die Nächste Bitte.

Du setzt voraussetzt, dass es komplett freiwillig geschieht. Und da habe nicht nur ich erhebliche Zweifel, wenn viel Geld im Spiel.


Dass finanzielle Abhängigkeit und mögliche Ausbeutung ein Problem sein können, bestreitet denke ich niemand. Genau deshalb ist die Frage der Regulierung so wichtig.

Aber du setzt im Gegenzug voraus, dass eine Frau, die sich für eine Leihmutterschaft entscheidet, zwangsläufig fremdbestimmt ist und nur als „Mittel zum Zweck“ dient. Das ist eine sehr pauschale Annahme.

Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass jede Entscheidung unter idealen Bedingungen getroffen wird. Auch bei vielen anderen körperlich belastenden oder risikoreichen Tätigkeiten spielen finanzielle Motive eine Rolle. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob Geld im Spiel ist, sondern unter welchen Bedingungen die Entscheidung getroffen wird und wie gut die Rechte und die Gesundheit der Frau geschützt werden.

Welche Bedingungen sollen denn deiner Meinung nach gegeben sein? Und wie sollen diese Bedingungen ernsthalt und nachhaltig kontrolliert werden?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:16 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.


Wer zahlt denn hier wem Geld und nutzt dabei wessen Körper aus? Die Frau ist nur Mittel zum Zweck, passiert ihr etwas, who cares, war doch "freiwillig", dann eben die Nächste Bitte.

Du setzt voraussetzt, dass es komplett freiwillig geschieht. Und da habe nicht nur ich erhebliche Zweifel, wenn viel Geld im Spiel.


Dass finanzielle Abhängigkeit und mögliche Ausbeutung ein Problem sein können, bestreitet denke ich niemand. Genau deshalb ist die Frage der Regulierung so wichtig.

Aber du setzt im Gegenzug voraus, dass eine Frau, die sich für eine Leihmutterschaft entscheidet, zwangsläufig fremdbestimmt ist und nur als „Mittel zum Zweck“ dient. Das ist eine sehr pauschale Annahme.

Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass jede Entscheidung unter idealen Bedingungen getroffen wird. Auch bei vielen anderen körperlich belastenden oder risikoreichen Tätigkeiten spielen finanzielle Motive eine Rolle. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob Geld im Spiel ist, sondern unter welchen Bedingungen die Entscheidung getroffen wird und wie gut die Rechte und die Gesundheit der Frau geschützt werden.


Welche Bedingungen sollen denn deiner Meinung nach gegeben sein? Und wie sollen diese Bedingungen ernsthalt und nachhaltig kontrolliert werden?

Das ist zugegeben nicht einfach. Eine mögliche Regelung müsste möglichst sicherstellen, dass die Entscheidung freiwillig und informiert getroffen wird, keine akute finanzielle Notlage ausgenutzt wird, eine unabhängige Beratung erfolgt und die gesundheitlichen Risiken für die Frau transparent sind. Auch müsste es Dinge geben wie medizinische Betreuung, Versicherungsschutz, psychologische Beratung, angemessene Vergütung.

Regulierung macht aus meiner Sicht vor allem dann Sinn, wenn etwas ohnehin stattfindet. Man hat Cannabis, Glücksspiel oder Prostitution ja auch nicht einfach aus dem Nichts legalisiert, sondern weil es diese Angebote auch ohne Regulierung gibt, dann allerdings häufig unter schlechteren Bedingungen und mit weniger Schutz für die Beteiligten.

Auf die Leihmutterschaft bezogen wäre daher die Frage, ob ein reguliertes Modell in Deutschland nicht besser wäre als eine Verlagerung in Länder, in denen möglicherweise deutlich schlechtere Bedingungen herrschen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 22:25 (vor 45 Tagen) @ markus

Gerade das Thema Glücksspiel zeigt, dass Legalisierung und Regulierung keineswegs automatisch zu einer Verbesserung führen.

https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Jahrbuch_Sucht/JBS25_S093_Kap2-4_WEB.pdf

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 00:25 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Gerade das Thema Glücksspiel zeigt, dass Legalisierung und Regulierung keineswegs automatisch zu einer Verbesserung führen.

Du schaffst es wirklich immer wieder, dich selbst zu übertreffen. Was um alles in der Welt hat Glücksspiel mit seinem extremen Suchtpotenzial mit Leihmutterschaft zu tun?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 08:13 (vor 45 Tagen) @ nico36de
bearbeitet von Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 08:24

Glücksspiel wurde von meinem Vorposter als Beispiel dafür gebracht, dass eine Regulierung besser ist als ein Verbot. Ich habe mit der Studie dieses Beispiel widerlegt. Die Regulierung des Glücksspielmarktes hat nachweislich nicht zu einem Rückgang von problematischen Suchtspiel geführt, eher das Gegenteil.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 21:30 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von Litze80, Montag, 20.07.2026, 21:43

Nunja. Einer von uns möchte die Entscheidung der Frau überlassen. Der andere möchte als weißer Mann besser wissen, was richtig für die Frau ist. Letzteres nennt man wohl peak Patriarchat.

Ausbeutung zu benennen ist nicht patriarchal. Im Gegenteil: Es wäre ziemlich bequem, jedes Machtgefälle mit dem Wort „Selbstbestimmung“ abzuhaken und sich dann nicht mehr für die Bedingungen zu interessieren, unter denen diese Entscheidung zustande kommt.

Patriarchal wäre eher eine Gesellschaft, in der überwiegend Männer Zugang zu Frauenkörpern kaufen und jede Kritik daran als Angriff auf weibliche Freiheit umgedeutet wird.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 20:19 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice

Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Montag, 20.07.2026, 20:30 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.

Es gibt Fälle, in denen Flüchtlinge ihre Nieren verkauft haben, um Schlepper für die Überfahrt nach Europa bezahlen zu können. Da könnte man auch zynisch sagen, dass diese Leute ihre eigene, freie Entscheidung getroffen haben. Und mit Menschenhandel in diesem Zusammenhang möchte ich gar nicht erst anfangen... Man macht es sich bei dem Thema schon ein bisschen sehr einfach, wenn man das alles mit "freiem Willen" abtut. Manchmal muss man die Menschen halt auch vor sich selbst schützen, wenn man nicht möchte, dass eine Gesellschaft komplett degeneriert. Ansonsten bräuchte man beispielsweise auch keinen Verbraucherschutz.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 20:38 (vor 45 Tagen) @ Alones

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Es gibt Fälle, in denen Flüchtlinge ihre Nieren verkauft haben, um Schlepper für die Überfahrt nach Europa bezahlen zu können.

Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 21:39 (vor 45 Tagen) @ markus

n.


Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.

Das verstehe ich nicht! Du willst die Situation von Flüchtlingen verbessern, indem du den Verkauf derer Nieren regulieren willst? Oder was willst du regulieren um die Situation des Flüchtlings zu verbessern?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 21:48 (vor 45 Tagen) @ Litze80

n.


Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.


Das verstehe ich nicht! Du willst die Situation von Flüchtlingen verbessern, indem du den Verkauf derer Nieren regulieren willst? Oder was willst du regulieren um die Situation des Flüchtlings zu verbessern?

Dass Flüchtlinge legale und einfachere Möglichkeiten bekommen, in ein Zielland zu gelangen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 21:56 (vor 45 Tagen) @ markus

n.


Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.


Das verstehe ich nicht! Du willst die Situation von Flüchtlingen verbessern, indem du den Verkauf derer Nieren regulieren willst? Oder was willst du regulieren um die Situation des Flüchtlings zu verbessern?


Dass Flüchtlinge legale und einfachere Möglichkeiten bekommen, in ein Zielland zu gelangen.

Das ändert doch nichts an dem Problem, dass Menschen bereit sind, aus finanzieller Not ihre Nieren zu verkaufen. Das Problem bekommst du nicht gelöst oder reguliert...

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 00:30 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Das ändert doch nichts an dem Problem, dass Menschen bereit sind, aus finanzieller Not ihre Nieren zu verkaufen. Das Problem bekommst du nicht gelöst oder reguliert...

wie wär's denn mal, wenn du vor dem Schreiben mal kurz nachdenkst. Unter welchen Bedingungen würde wohl selbst eine solch extreme Sache wie der Verkauf einer Niere besser für den Verkäufer laufen? Unter der aktuellen oder unter regulierten, wo eine solche Nierenspende unter festgelegten Bedingungen legal ablaufen kann.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 09:28 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Das ändert doch nichts an dem Problem, dass Menschen bereit sind, aus finanzieller Not ihre Nieren zu verkaufen. Das Problem bekommst du nicht gelöst oder reguliert...


wie wär's denn mal, wenn du vor dem Schreiben mal kurz nachdenkst. Unter welchen Bedingungen würde wohl selbst eine solch extreme Sache wie der Verkauf einer Niere besser für den Verkäufer laufen? Unter der aktuellen oder unter regulierten, wo eine solche Nierenspende unter festgelegten Bedingungen legal ablaufen kann.

Du bist einfach komplett welt- und lebensfremd.


Warum legtimieren wir eigentlich nicht so etwas wie das "Squid Game"?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 10:52 (vor 44 Tagen) @ Foreveralone

Du bist einfach komplett welt- und lebensfremd.

Ich frage mich, wer von uns beiden weltfremd ist. Ob es verboten ist oder nicht, solche Dinge werden gemacht. Da nützt es auch nichts, wenn du die Augen davor verschließt. Die Frage ist Ist daher aus meiner Sicht nur, unter welchen Bedingungen so etwas stattfinden sollte.

Der Ansatz, dass es solche Dinge nicht mehr gibt, weil sie verboten sind, ist auf jeden Fall maximal weltfremd.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Dienstag, 21.07.2026, 11:04 (vor 44 Tagen) @ nico36de

Das Argument finde ich auch richtig gut. "Es wird halt gemacht, dann kann man es auch regulieren." Okay, aber warum hier stoppen? Mord ist auch verboten und geschieht trotzdem täglich. Nach dieser genialen Logik könnte man auch sagen "Dann regulieren wir doch Mord, weil die Leute sich eh nicht an das Verbot halten...". Also wenn einem der Nachbar in Zukunft so richtig auf den Sack geht, könnte man hier Ausnahmenregelungen schaffen, um straffrei aus der Sache rauszugehen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 12:40 (vor 44 Tagen) @ Alones

Jetzt gibt es doch tatsächlich einmal einen Beitrag, der Dermaßen schwachsinnig ist, dass man darauf nicht mehr ernsthaft antworten kann.

Respekt!

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 08:14 (vor 45 Tagen) @ nico36de

Ernsthaft? Du argumentierst dafür, den Organhandel zu optimieren, statt zu hinterfragen, warum Menschen aus purer Not ihre Organe verkaufen würden. Das ist schon eine bemerkenswerte Prioritätensetzung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 21.07.2026, 10:57 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Nein, Realismus!

Esist komplett zynisch, jemandem, der sich – aus welchen Gründen auch immer – seine Niere verkaufen muss/will, zuzumuten, das unter unwürdigen, unhygienischen und potenziell lebensgefährlichen Bedingungen zu tun.

Aber klar, als Gutmensch im wohlhabenden Deutschland, der mit der Lebensrealität der Menschen, iie ihre Organe Verkaufen, nicht das Geringste zu tun hat, kann man sich natürlich auf ein solch hohesRoss setzen und wie du und diene Brüder im Geiste.

Ob das allerdings sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.

Wer meint, ein Problem aus der Welt zu schaffen, indem man es verbietet, ist wie ein Kleinkind, das sich beim Versteckenspielen die Augen zuhält und dann denkt, man könne es auch nicht sehen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 11:18 (vor 44 Tagen) @ nico36de

"Gutmensch", "hohes Ross", "Kleinkind" – alles hübsche Schlagworte.

Tatsächlich verkaufst Du Resignation als Realismus. Weil Menschen aus Not ihre Organe verkaufen, soll der Staat daraus einen legalen Markt machen? Mit derselben Logik könnte man jede Form der Ausbeutung legalisieren, solange sie ohnehin existiert. Das ist kein Pragmatismus, sondern die Kapitulation vor sozialem Elend.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 11:45 (vor 44 Tagen) @ Litze80

"Gutmensch", "hohes Ross", "Kleinkind" – alles hübsche Schlagworte.

Tatsächlich verkaufst Du Resignation als Realismus. Weil Menschen aus Not ihre Organe verkaufen, soll der Staat daraus einen legalen Markt machen? Mit derselben Logik könnte man jede Form der Ausbeutung legalisieren, solange sie ohnehin existiert. Das ist kein Pragmatismus, sondern die Kapitulation vor sozialem Elend.

Vom Prinzip her ist genau das doch in der Arbeitswelt passiert. Früher gab es in der Arbeitswelt massive Ausbeutung und teils sogar Zwangsarbeit. Mit dem Arbeitsrecht wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die den Schutz der Beschäftigten deutlich verbessert haben.

Trotzdem tun Menschen auch heute noch für Geld Tätigkeiten, die körperlich belastend oder gesundheitsgefährdend sein können. Und manche sprechen selbst unter den heutigen Bedingungen noch von Ausbeutung.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 11:51 (vor 44 Tagen) @ markus

"Gutmensch", "hohes Ross", "Kleinkind" – alles hübsche Schlagworte.

Tatsächlich verkaufst Du Resignation als Realismus. Weil Menschen aus Not ihre Organe verkaufen, soll der Staat daraus einen legalen Markt machen? Mit derselben Logik könnte man jede Form der Ausbeutung legalisieren, solange sie ohnehin existiert. Das ist kein Pragmatismus, sondern die Kapitulation vor sozialem Elend.


Vom Prinzip her ist genau das doch in der Arbeitswelt passiert. Früher gab es in der Arbeitswelt massive Ausbeutung und teils sogar Zwangsarbeit. Mit dem Arbeitsrecht wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die den Schutz der Beschäftigten deutlich verbessert haben.

Trotzdem tun Menschen auch heute noch für Geld Tätigkeiten, die körperlich belastend oder gesundheitsgefährdend sein können. Und manche sprechen selbst unter den heutigen Bedingungen noch von Ausbeutung.

Also sollte man Organhandel erlauben, damit die sich die Bedingungen für die Organspender verbessern? Was kommt als nächstes? Wir erlauben Sex mit Kindern, weil diese danach psychologisch besser betreut werden können oder überhaupt eine psychologische Betreuung erfahren? Das wurde ja bereits Ende der 70iger Jahre schon einmal politisch vertreten.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 12:01 (vor 44 Tagen) @ Litze80

"Gutmensch", "hohes Ross", "Kleinkind" – alles hübsche Schlagworte.

Tatsächlich verkaufst Du Resignation als Realismus. Weil Menschen aus Not ihre Organe verkaufen, soll der Staat daraus einen legalen Markt machen? Mit derselben Logik könnte man jede Form der Ausbeutung legalisieren, solange sie ohnehin existiert. Das ist kein Pragmatismus, sondern die Kapitulation vor sozialem Elend.


Vom Prinzip her ist genau das doch in der Arbeitswelt passiert. Früher gab es in der Arbeitswelt massive Ausbeutung und teils sogar Zwangsarbeit. Mit dem Arbeitsrecht wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die den Schutz der Beschäftigten deutlich verbessert haben.

Trotzdem tun Menschen auch heute noch für Geld Tätigkeiten, die körperlich belastend oder gesundheitsgefährdend sein können. Und manche sprechen selbst unter den heutigen Bedingungen noch von Ausbeutung.


Also sollte man Organhandel erlauben, damit die sich die Bedingungen für die Organspender verbessern? Was kommt als nächstes? Wir erlauben Sex mit Kindern, weil diese danach psychologisch besser betreut werden können oder überhaupt eine psychologische Betreuung erfahren? Das wurde ja bereits Ende der 70iger Jahre schon einmal politisch vertreten.

Dazu habe ich nichts gesagt. Ich wollte nur ein Beispiel dafür nennen, wie aus Ausbeutung eine regulierte Arbeitswelt geworden ist. Trotzdem müssen Menschen noch immer für Geld Dinge tun, die sie ansonsten nicht tun würden und die auch gesundheitsgefährdend sein können.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

CF, Dienstag, 21.07.2026, 13:02 (vor 44 Tagen) @ markus

"Gutmensch", "hohes Ross", "Kleinkind" – alles hübsche Schlagworte.

Tatsächlich verkaufst Du Resignation als Realismus. Weil Menschen aus Not ihre Organe verkaufen, soll der Staat daraus einen legalen Markt machen? Mit derselben Logik könnte man jede Form der Ausbeutung legalisieren, solange sie ohnehin existiert. Das ist kein Pragmatismus, sondern die Kapitulation vor sozialem Elend.


Vom Prinzip her ist genau das doch in der Arbeitswelt passiert. Früher gab es in der Arbeitswelt massive Ausbeutung und teils sogar Zwangsarbeit. Mit dem Arbeitsrecht wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die den Schutz der Beschäftigten deutlich verbessert haben.

Trotzdem tun Menschen auch heute noch für Geld Tätigkeiten, die körperlich belastend oder gesundheitsgefährdend sein können. Und manche sprechen selbst unter den heutigen Bedingungen noch von Ausbeutung.


Also sollte man Organhandel erlauben, damit die sich die Bedingungen für die Organspender verbessern? Was kommt als nächstes? Wir erlauben Sex mit Kindern, weil diese danach psychologisch besser betreut werden können oder überhaupt eine psychologische Betreuung erfahren? Das wurde ja bereits Ende der 70iger Jahre schon einmal politisch vertreten.


Dazu habe ich nichts gesagt. Ich wollte nur ein Beispiel dafür nennen, wie aus Ausbeutung eine regulierte Arbeitswelt geworden ist. Trotzdem müssen Menschen noch immer für Geld Dinge tun, die sie ansonsten nicht tun würden und die auch gesundheitsgefährdend sein können.

Also der Sprung von Organhandel zur allgemeinen Arbeitswelt ist mir dann aber auch zu groß.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Dienstag, 21.07.2026, 13:14 (vor 44 Tagen) @ CF

"Gutmensch", "hohes Ross", "Kleinkind" – alles hübsche Schlagworte.

Tatsächlich verkaufst Du Resignation als Realismus. Weil Menschen aus Not ihre Organe verkaufen, soll der Staat daraus einen legalen Markt machen? Mit derselben Logik könnte man jede Form der Ausbeutung legalisieren, solange sie ohnehin existiert. Das ist kein Pragmatismus, sondern die Kapitulation vor sozialem Elend.


Vom Prinzip her ist genau das doch in der Arbeitswelt passiert. Früher gab es in der Arbeitswelt massive Ausbeutung und teils sogar Zwangsarbeit. Mit dem Arbeitsrecht wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die den Schutz der Beschäftigten deutlich verbessert haben.

Trotzdem tun Menschen auch heute noch für Geld Tätigkeiten, die körperlich belastend oder gesundheitsgefährdend sein können. Und manche sprechen selbst unter den heutigen Bedingungen noch von Ausbeutung.


Also sollte man Organhandel erlauben, damit die sich die Bedingungen für die Organspender verbessern? Was kommt als nächstes? Wir erlauben Sex mit Kindern, weil diese danach psychologisch besser betreut werden können oder überhaupt eine psychologische Betreuung erfahren? Das wurde ja bereits Ende der 70iger Jahre schon einmal politisch vertreten.


Dazu habe ich nichts gesagt. Ich wollte nur ein Beispiel dafür nennen, wie aus Ausbeutung eine regulierte Arbeitswelt geworden ist. Trotzdem müssen Menschen noch immer für Geld Dinge tun, die sie ansonsten nicht tun würden und die auch gesundheitsgefährdend sein können.


Also der Sprung von Organhandel zur allgemeinen Arbeitswelt ist mir dann aber auch zu groß.

Was aber wohl der mit Abstand größte Markt ist und fast alle betrifft.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:02 (vor 45 Tagen) @ Litze80

n.


Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.


Das verstehe ich nicht! Du willst die Situation von Flüchtlingen verbessern, indem du den Verkauf derer Nieren regulieren willst? Oder was willst du regulieren um die Situation des Flüchtlings zu verbessern?


Dass Flüchtlinge legale und einfachere Möglichkeiten bekommen, in ein Zielland zu gelangen.


Das ändert doch nichts an dem Problem, dass Menschen bereit sind, aus finanzieller Not ihre Nieren zu verkaufen. Das Problem bekommst du nicht gelöst oder reguliert...

In dem konkreten Beispiel: Wenn ein Flüchtling die Möglichkeit hat, legal und kostenlos in ein sicheres Land zu flüchten, muss er keinen illegalen Schlepper finden, der soviel Geld verlangt, dass erst noch die Niere verkauft werden muss.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Montag, 20.07.2026, 22:10 (vor 45 Tagen) @ markus

n.


Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.


Das verstehe ich nicht! Du willst die Situation von Flüchtlingen verbessern, indem du den Verkauf derer Nieren regulieren willst? Oder was willst du regulieren um die Situation des Flüchtlings zu verbessern?


Dass Flüchtlinge legale und einfachere Möglichkeiten bekommen, in ein Zielland zu gelangen.


Das ändert doch nichts an dem Problem, dass Menschen bereit sind, aus finanzieller Not ihre Nieren zu verkaufen. Das Problem bekommst du nicht gelöst oder reguliert...


In dem konkreten Beispiel: Wenn ein Flüchtling die Möglichkeit hat, legal und kostenlos in ein sicheres Land zu flüchten, muss er keinen illegalen Schlepper finden, der soviel Geld verlangt, dass erst noch die Niere verkauft werden muss.

Mag in der Theorie funktionieren, aber nicht in der Praxis. Das geht komplett an der Realität vorbei. Selbst wenn Deutschland sagen sollte, wir nehmen jetzt alle unproblematisch auf, muss die Einreise aus dem Herkunftsland oder einem Nachbarland organisiert werden, also in der Regel hochdsyfunktionalen Staaten. Das ist wiederum mit Kosten verbunden. Und wenn du die Ressourcen nicht hast, was dann? Kostenrückerstattung nach dem die Aufenthaltsgenehmigung raus ist?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 22:08 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir bewegen uns vom Thema weg. Deswegen nur ganz knapp. Wenn sich jemand entscheidet, ein Organ zu verkaufen, um die Kosten für seine Flucht in sein Zielland zu finanzieren, dann bliebe nur der Weg, jedem die Einreise zu erlauben, der hierzu bereit wäre. Eine sinnvolle Flüchtlingspolitik kann aber nicht davon abhängig sein, welchen "Einsatz" der Flüchtling bereit ist zu bringen oder um es flapisger zu formulieren, weches Organ er bereit ist, zu opfern.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 22:25 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Wir bewegen uns vom Thema weg. Deswegen nur ganz knapp. Wenn sich jemand entscheidet, ein Organ zu verkaufen, um die Kosten für seine Flucht in sein Zielland zu finanzieren, dann bliebe nur der Weg, jedem die Einreise zu erlauben, der hierzu bereit wäre. Eine sinnvolle Flüchtlingspolitik kann aber nicht davon abhängig sein, welchen "Einsatz" der Flüchtling bereit ist zu bringen oder um es flapisger zu formulieren, weches Organ er bereit ist, zu opfern.

Der Punkt war: Wenn Menschen aufgrund fehlender legaler Möglichkeiten auf gefährliche oder ausbeuterische Wege ausweichen, können legale und regulierte Alternativen die Situation verbessern.

Beim Thema Flucht wäre das zum Beispiel nicht „jeder darf einreisen, wenn er genug leidet“, sondern sichere und geordnete Wege, über die Menschen Schutz beantragen können, ohne sich Schleppern auszuliefern oder sich finanziell zu ruinieren.

Dass es auch an der Stelle komplex und keineswegs einfach ist, ist klar. Ist aber in der Tat ein anderes Thema.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 20.07.2026, 22:04 (vor 45 Tagen) @ markus

n.


Beides ist verboten, richtig? Trotzdem haben Flüchtlinge ihre Nieren verkauft und sich illegal verschleppen lassen.

Das ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit regulierten Voraussetzungen die Situation verbessern kann.


Das verstehe ich nicht! Du willst die Situation von Flüchtlingen verbessern, indem du den Verkauf derer Nieren regulieren willst? Oder was willst du regulieren um die Situation des Flüchtlings zu verbessern?


Dass Flüchtlinge legale und einfachere Möglichkeiten bekommen, in ein Zielland zu gelangen.


Das ändert doch nichts an dem Problem, dass Menschen bereit sind, aus finanzieller Not ihre Nieren zu verkaufen. Das Problem bekommst du nicht gelöst oder reguliert...


In dem konkreten Beispiel: Wenn ein Flüchtling die Möglichkeit hat, legal und kostenlos in ein sicheres Land zu flüchten, muss er keinen illegalen Schlepper finden, der soviel Geld verlangt, dass erst noch die Niere verkauft werden muss.

Wer würde die Kosten übernehmen, wenn jeder Flüchlting kostenlos ein Fluchtziel wählen könnte?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 20:25 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.

Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

haweka, Montag, 20.07.2026, 20:38 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.

Laut Medien kostet der gesamte Prozess ca. 120-140.000 Euro. Laut google, bekommt eine Leihmutter in den USA in der Regel zwischen 32.000 bis 64.000 Euro. Je nach Erfahrung und Bundesstaat. Die Agenturen kassieren also ordentlich ab.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 20:32 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.

Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 20.07.2026, 20:59 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.

In der Theorie...

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 21:03 (vor 45 Tagen) @ FourrierTrans

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


In der Theorie...

Auch in der Praxis.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 20.07.2026, 21:05 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


In der Theorie...


Auch in der Praxis.

Da unterhalte dich mal mit Kollegen der Sitte in Hamburg, bzw. jetzt beim LKA organisatorisch.

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markus, Montag, 20.07.2026, 21:08 (vor 45 Tagen) @ FourrierTrans

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


In der Theorie...


Auch in der Praxis.


Da unterhalte dich mal mit Kollegen der Sitte in Hamburg, bzw. jetzt beim LKA organisatorisch.

Es ist nie zielführend, mit einzelnen Personen zu reden und daraus dann die ultimative Wahrheit ableiten zu wollen. Da wirst du immer Leute finden, die etwas konsequent ablehnen oder umgekehrt befürworten.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 20.07.2026, 21:13 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.

Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.


Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


In der Theorie...


Auch in der Praxis.


Da unterhalte dich mal mit Kollegen der Sitte in Hamburg, bzw. jetzt beim LKA organisatorisch.


Es ist nie zielführend, mit einzelnen Personen zu reden und daraus dann die ultimative Wahrheit ableiten zu wollen. Da wirst du immer Leute finden, die etwas konsequent ablehnen oder umgekehrt befürworten.

Ich wollte auch nur anfügen, dass "Regulierung" in dem Kontext komplex ist und möglicherweise nicht das beste Beispiel, wenn man damit Pro Leihmutterschaft argumentieren möchte. Schlichtweg, weil das große Geschäft fernab des regulierten Bereichs gemacht wird, auch in Deutschland, und nicht da, wo sich Sitte und Luden freundlich zunicken, wenn sie sich auf dem Kiez im regulierten Sektor begegnen. Behörden wie LKA und co. gehen davon aus, dass 70-90% im unregulierten Bereich stattfinden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 21:17 (vor 45 Tagen) @ FourrierTrans

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.

Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.

Nur so viel: My body, my choice.


Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


In der Theorie...


Auch in der Praxis.


Da unterhalte dich mal mit Kollegen der Sitte in Hamburg, bzw. jetzt beim LKA organisatorisch.


Es ist nie zielführend, mit einzelnen Personen zu reden und daraus dann die ultimative Wahrheit ableiten zu wollen. Da wirst du immer Leute finden, die etwas konsequent ablehnen oder umgekehrt befürworten.


Ich wollte auch nur anfügen, dass "Regulierung" in dem Kontext komplex ist und möglicherweise nicht das beste Beispiel, wenn man damit Pro Leihmutterschaft argumentieren möchte. Schlichtweg, weil das große Geschäft fernab des regulierten Bereichs gemacht wird, auch in Deutschland, und nicht da, wo sich Sitte und Luden freundlich zunicken, wenn sie sich auf dem Kiez im regulierten Sektor begegnen. Behörden wie LKA und co. gehen davon aus, dass 70-90% im unregulierten Bereich stattfinden.

Dann ist es aber noch immer eine Verbesserung für die anderen 10-30%. Das spricht nun nicht dafür, die Regulierung wieder abzuschaffen, eher noch weitere Verbesserungen zu regeln, oder?

Dass dies komplex ist, bestreitet denke ich niemand.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 20.07.2026, 21:20 (vor 45 Tagen) @ markus

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.

Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Und natürlich gibt es Parallelen zur Prostitution. Eine Frau gibt ihren Körper für etwas her, was sie ohne finanzielle Entschädigung nicht machen würde. Und genau in diesen Situationen besteht immer die Gefahr, dass die finanzielle Notlage dazu führt, dass eine Frau etwas tut, was zu langwidrigen psychischen Schäden führt, nur um aus dieser Notlage heraus zu kommen.

Nur so viel: My body, my choice.

Her Body, his choice


Genau deshalb sollte auch eine Frau eigene, freie Entscheidung treffen dürfen.


Das weißt Du als Kunde eben nicht, weder in der Prostitution, noch bei der Leihmutterschaft. Und sei es aus dem Grund, dass die Frau in solch einer finanziell prekären Lage ist, dass sie das aus Verzweiflung tut.

Wenn (viel) Geld im Spiel ist, sollte man sich als Kunde die Frage stellen, wer profitiert alles davon und bei einer Leihmutterschaft ist das Geschäft nicht nach 10,15 Minuten oder einer Stunde erledigt.


Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


In der Theorie...


Auch in der Praxis.


Da unterhalte dich mal mit Kollegen der Sitte in Hamburg, bzw. jetzt beim LKA organisatorisch.


Es ist nie zielführend, mit einzelnen Personen zu reden und daraus dann die ultimative Wahrheit ableiten zu wollen. Da wirst du immer Leute finden, die etwas konsequent ablehnen oder umgekehrt befürworten.


Ich wollte auch nur anfügen, dass "Regulierung" in dem Kontext komplex ist und möglicherweise nicht das beste Beispiel, wenn man damit Pro Leihmutterschaft argumentieren möchte. Schlichtweg, weil das große Geschäft fernab des regulierten Bereichs gemacht wird, auch in Deutschland, und nicht da, wo sich Sitte und Luden freundlich zunicken, wenn sie sich auf dem Kiez im regulierten Sektor begegnen. Behörden wie LKA und co. gehen davon aus, dass 70-90% im unregulierten Bereich stattfinden.


Dann ist es aber noch immer eine Verbesserung für die anderen 10-30%. Das spricht nun nicht dafür, die Regulierung wieder abzuschaffen, eher noch weitere Verbesserungen zu regeln, oder?

Dass dies komplex ist, bestreitet denke ich niemand.

Das nicht, aber es ist halt einfach kein gutes Beispiel, weil die Regulierung größtenteils unterlaufen wird. Ich gehe nicht davon aus, dass das bei einer Leihmutterschaft-Regulierung ähnlich liefe, aber wenn du als Anwalt der "Pro Leihmutterschaft"-Fraktion auftrittst, würde ich dir raten genau diese Regulierung nicht anzuführen, weil das quasi eine Steilvorlage für die Gegenseite wäre, das als Argument in der Luft zu zerrreißen. ;-)

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Alones, Montag, 20.07.2026, 20:41 (vor 45 Tagen) @ markus

Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.

Und wie könnte hier eine sinnvolle Regulierung aussehen? Wir könnten ja mal Folgendes ausprobieren: Wer sich als Leihmutter anbietet, muss nachweisen können, finanziell komplett unabhängig zu sein. Also sagen wir mal, mindestens eine Millionen Euro netto auf dem Konto haben. Dann wäre ich ja mal gespannt, wie viele Freiwillige sich noch finden lassen, um sich für soetwas herzugeben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 21:06 (vor 45 Tagen) @ Alones

Deshalb ist Prostitution reguliert worden. Deshalb darf Leihmutterschaft auch nicht unreguliert erlaubt werden.


Und wie könnte hier eine sinnvolle Regulierung aussehen? Wir könnten ja mal Folgendes ausprobieren: Wer sich als Leihmutter anbietet, muss nachweisen können, finanziell komplett unabhängig zu sein. Also sagen wir mal, mindestens eine Millionen Euro netto auf dem Konto haben. Dann wäre ich ja mal gespannt, wie viele Freiwillige sich noch finden lassen, um sich für soetwas herzugeben.

In den USA spielt das Thema Geld tatsächlich eine Rolle. In welchem Umfang genau und was noch alles gefordert wird, ist mir nicht bekannt. Es wäre dann ja Aufgabe der Bundesregierung, die Voraussetzungen festzulegen.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Chappi1991 , Montag, 20.07.2026, 20:13 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Nur so viel: My body, my choice.

Es ist aber nicht deiner. Du bist ein Mann.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 19:53 (vor 45 Tagen) @ Litze80

Wir können ja mal schauen, wie das in so Ländern wie Schweden läuft. Kleiner Spoiler: Beschissen, obwohl dort Prostitution (übrigens großartig, von Leihmutterschaft dahin zu kommen) für die Kunden eine Straftat darstellt. Es ist schon eine Riesenidee, wenn man daran glaubt, dass es dann einfach verschwindet.


Ein Verbot führt nie dazu, dass etwas verschwindet. Ansonsten würde es keine Straftaten geben. Diese Erkenntnis kann doch kein Argument sein, alles zu erlauben?

Es ist reguliert erlaubt. Auch hier gibt es Pro und Kontra.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Litze80, Montag, 20.07.2026, 19:56 (vor 45 Tagen) @ markus


Es ist reguliert erlaubt. Auch hier gibt es Pro und Kontra.

Es gibt auch Argumente, harte Drogen zu legalisieren. Du findest für alles Pro und Kontra. Mit dem Satz kannst du jede Diskussion beenden.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 20:01 (vor 45 Tagen) @ Litze80


Es ist reguliert erlaubt. Auch hier gibt es Pro und Kontra.


Es gibt auch Argumente, harte Drogen zu legalisieren. Du findest für alles Pro und Kontra. Mit dem Satz kannst du jede Diskussion beenden.

Genau deshalb werden solche Fragen ja nicht mit einem einzigen Argument entschieden, sondern durch eine Abwägung der Vor- und Nachteile. Dass es auf beiden Seiten Argumente gibt, beendet keine Diskussion – es ist der Ausgangspunkt der Diskussion.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Vielhilftviel, Montag, 20.07.2026, 20:15 (vor 45 Tagen) @ markus


Es ist reguliert erlaubt. Auch hier gibt es Pro und Kontra.


Es gibt auch Argumente, harte Drogen zu legalisieren. Du findest für alles Pro und Kontra. Mit dem Satz kannst du jede Diskussion beenden.


Genau deshalb werden solche Fragen ja nicht mit einem einzigen Argument entschieden, sondern durch eine Abwägung der Vor- und Nachteile. Dass es auf beiden Seiten Argumente gibt, beendet keine Diskussion – es ist der Ausgangspunkt der Diskussion.


Die beiden Seiten im diesem Strang lauten zufällig (?) Mann und Frau - daher riecht das schon ein bisschen nach Mansplaining was du so erzählst.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

markus, Montag, 20.07.2026, 20:22 (vor 45 Tagen) @ Vielhilftviel


Es ist reguliert erlaubt. Auch hier gibt es Pro und Kontra.


Es gibt auch Argumente, harte Drogen zu legalisieren. Du findest für alles Pro und Kontra. Mit dem Satz kannst du jede Diskussion beenden.


Genau deshalb werden solche Fragen ja nicht mit einem einzigen Argument entschieden, sondern durch eine Abwägung der Vor- und Nachteile. Dass es auf beiden Seiten Argumente gibt, beendet keine Diskussion – es ist der Ausgangspunkt der Diskussion.

Die beiden Seiten im diesem Strang lauten zufällig (?) Mann und Frau - daher riecht das schon ein bisschen nach Mansplaining was du so erzählst.

Welche beiden Seiten?

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 18:23 (vor 45 Tagen) @ markus

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html

Spahn hat doch dafür gestimmt und will diesen sog. paternalistischen Staat, sie kann ja ihre Meinung haben, würde Spahn trotzdem nicht retten

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Eisen, DO, Montag, 20.07.2026, 19:34 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Spahn hat den Schuss nicht gehört. Laut Robin Alexander im Machtwechsel Podcast hat er selbst jetzt gesagt, er würde wieder für ein verbot stimmen, er könne als Fraktionsvorsitzender ja nicht Fraktionsdisziplin einfordern und sich selbst nicht dran halten. Den viel größeren Widerspruch wollte oder konnte er wohl nicht sehen und dachte, er kommt damit durch wie Hendrick Streeck.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 19:48 (vor 45 Tagen) @ Eisen

Spahn hat den Schuss nicht gehört. Laut Robin Alexander im Machtwechsel Podcast hat er selbst jetzt gesagt, er würde wieder für ein verbot stimmen, er könne als Fraktionsvorsitzender ja nicht Fraktionsdisziplin einfordern und sich selbst nicht dran halten. Den viel größeren Widerspruch wollte oder konnte er wohl nicht sehen und dachte, er kommt damit durch wie Hendrick Streeck.

Da muss man wirklich kein Mitgefühl aufbringen, beim ihm sowieso schwer. Am Ende hat es den Richtigen erwischt, über irgendwas musste er mal stolpern, wenn er davon ausgegangen ist, unangreifbar zu sein, aufgrund der vielen Verfehlungen und nie Konsequenzen gespürt zu haben.

Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch"

Eisen, DO, Montag, 20.07.2026, 19:54 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Ein versierter Politiker, Netzwerker, Machtmensch, Egoist, Opportunist und Heuchler.

Ich hatte immer Sorge, dass er mal Kanzler wird. Dann lieber sein Rivale und Weggefährte seit Jugendzeiten, Hendrik Wüst…der scheint mir moralisch wesentlich integrer zu sein als Spahn.

Das weibliche Gegenstück zu Jens Spahn ist übrigens ein Stück weit Alice Weidel.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Earl Chekov, Köln, Montag, 20.07.2026, 16:08 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Danke für den möglichen Perspektivwechsel.

Allerdings sind politische Rücktritte mit einem möglicherweise tragischen, persönlichen Hintergrund durchaus keine ungewöhnliche Angelegenheit. Vielleicht ist ein persönlicher Interessenkonflikt durchaus ein Antreiber, der Karriere einen Knick zu verpassen.

Grundsätzlich kann ich das schon nachvollziehen, wenn ein Politiker von der Bedeutung Spahns daran gemessen wird, in einer Frage von - nennen wir es moralischer Bedeutungsebene - an seinem Wort gemessen wird. Und das spielt hier wohl eine entscheidende Rolle.

Gleichzeitig kann ich es nachvollziehen, wenn Du den Schaden taxierst (ist in moralischen Bedeutungsebenen schwerer greifbar) und diesen so nicht in dem Ausmaß erkennst. Ich bin da nicht bei Dir, kann es aber nachvollziehen.

Der Gedanke kam mir aber tatsächlich auch, dass bei anderen Affären mit immenser Schadensbilanz - nennen wir es Wirksamkeit eines Andi Scheuer - der Druck nicht so aufgebaut wird. Ich hätte da noch eine aktuelle Ministerin in peto, die gerade massiven Schaden anrichtet - aber sei es drum.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Litze80, Montag, 20.07.2026, 12:11 (vor 45 Tagen) @ Klopfer


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.

Das sehe ich grundlegend anders. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten. Schwangerschaft und Geburt werden bei einer Leihmutterschaft wie eine Dienstleistung behandelt und Kinder indirekt zur „Ware“. Wohlhabende Menschen können sich etwas kaufen, das meist Frauen anbieten, die finanziell deutlich schlechter gestellt sind.

Eine Leihmutter trägt ein Kind monatelang in ihrem Körper, spürt seine Bewegungen, bringt es zur Welt und muss es anschließend abgeben. Dass sie vorher zugestimmt hat, macht die psychische Belastung nicht bedeutungslos. Gefühle lassen sich nicht vertraglich abschalten.

Ich verstehe, dass Jens Spahn und sein Lebensgefährte einen Kinderwunsch haben. Viele Menschen haben diesen unerfüllten Wunsch. Das rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer Frau eine "Geburtsmaschine" zu machen.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema

https://people.com/surrogate-mom-severe-post-partum-depression-exclusive-11867799

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

tim86, Hamburg, Dienstag, 21.07.2026, 11:12 (vor 44 Tagen) @ Litze80

Wobei wenn man in die USA schaut, ist dort das Thema Leihmutterschaft auf bundesstaatlich Ebene unterschiedlich geregelt. Und neben Bundesstaaten, wo man sich eine Leihmutter kaufen kann oder sie wie in Deutschland illegal ist, gibt es auch Bundesstaaten wo nur die altruistische Leihmutterschaft legal ist. Also wo die Eltern maximal die Arztkosten übernehmen und die Leihmutter es aus Freundschaft oder anderer Verbundenheit zu den Paar macht aber kein Geld dafür erhalten darf. Und auch in den Benelux Ländern, Dänemark, UK, Grichenland oder Portugal ist nur die altruistische Leihmutterschaft legal.

Dann würde man zumindest den Aspekt das Frauen aus finanzieller Not eine Leihmutterschaft anbieten aus dem Weg geräumt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Dienstag, 21.07.2026, 11:31 (vor 44 Tagen) @ tim86

Wobei wenn man in die USA schaut, ist dort das Thema Leihmutterschaft auf bundesstaatlich Ebene unterschiedlich geregelt. Und neben Bundesstaaten, wo man sich eine Leihmutter kaufen kann oder sie wie in Deutschland illegal ist, gibt es auch Bundesstaaten wo nur die altruistische Leihmutterschaft legal ist. Also wo die Eltern maximal die Arztkosten übernehmen und die Leihmutter es aus Freundschaft oder anderer Verbundenheit zu den Paar macht aber kein Geld dafür erhalten darf. Und auch in den Benelux Ländern, Dänemark, UK, Grichenland oder Portugal ist nur die altruistische Leihmutterschaft legal.

Dann würde man zumindest den Aspekt das Frauen aus finanzieller Not eine Leihmutterschaft anbieten aus dem Weg geräumt.

Allerdings besteht bei so etwas immer die Gefahr, dass die Geschäfte dann im Verborgenen gemacht werden.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Litze80, Dienstag, 21.07.2026, 11:44 (vor 44 Tagen) @ Ulrich

Die Gefahr besteht bei allem, was du verbietest. Es wird immer einen illegalen Markt geben, den es dann gilt, möglichst gut zu bekämpfend, wohl wissen, dass du ihn nie unterbinden wirst.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

haweka, Montag, 20.07.2026, 12:48 (vor 45 Tagen) @ Litze80


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.


Das sehe ich grundlegend anders. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten. Schwangerschaft und Geburt werden bei einer Leihmutterschaft wie eine Dienstleistung behandelt und Kinder indirekt zur „Ware“. Wohlhabende Menschen können sich etwas kaufen, das meist Frauen anbieten, die finanziell deutlich schlechter gestellt sind.

Eine Leihmutter trägt ein Kind monatelang in ihrem Körper, spürt seine Bewegungen, bringt es zur Welt und muss es anschließend abgeben. Dass sie vorher zugestimmt hat, macht die psychische Belastung nicht bedeutungslos. Gefühle lassen sich nicht vertraglich abschalten.

Ich verstehe, dass Jens Spahn und sein Lebensgefährte einen Kinderwunsch haben. Viele Menschen haben diesen unerfüllten Wunsch. Das rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer Frau eine "Geburtsmaschine" zu machen.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema

https://people.com/surrogate-mom-severe-post-partum-depression-exclusive-11867799

Das ist ein guter Einwand. Danke.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

CF, Montag, 20.07.2026, 12:14 (vor 45 Tagen) @ Litze80


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.


Das sehe ich grundlegend anders. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten. Schwangerschaft und Geburt werden bei einer Leihmutterschaft wie eine Dienstleistung behandelt und Kinder indirekt zur „Ware“. Wohlhabende Menschen können sich etwas kaufen, das meist Frauen anbieten, die finanziell deutlich schlechter gestellt sind.

Eine Leihmutter trägt ein Kind monatelang in ihrem Körper, spürt seine Bewegungen, bringt es zur Welt und muss es anschließend abgeben. Dass sie vorher zugestimmt hat, macht die psychische Belastung nicht bedeutungslos. Gefühle lassen sich nicht vertraglich abschalten.

Ich verstehe, dass Jens Spahn und sein Lebensgefährte einen Kinderwunsch haben. Viele Menschen haben diesen unerfüllten Wunsch. Das rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer Frau eine "Geburtsmaschine" zu machen.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema

https://people.com/surrogate-mom-severe-post-partum-depression-exclusive-11867799

Sehe ich auch so. Es spricht ja nichts gegen eine Adoption. Man kann und sollte nun mal nicht alles haben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 19:05 (vor 45 Tagen) @ CF

Sehe ich auch so. Es spricht ja nichts gegen eine Adoption. *Man kann und sollte nun mal nicht alles haben.*>

Ich war in dem letzten zwei Tagen öfter kurz davor, genau diesen Satz zu schreiben, insbesondere an der Stelle als jemand von “Tragik” sprach. Mit Blick auf die Probleme anderer Menschen auf dieser Welt (whataboutism maybe!) finde ich es schwer von einem tragischen Schicksal zu sprechen, wenn jemand keine “eigenen” Kinder haben kann, weil es der Liebe Gott und die Biologie einfach nicht so vorgesehen haben. Dann mit aller Macht nach Lösungen suchen und dabei die Rechte Dritter ggf. hintenanstellen, finde ich ganz ganz schwierig.

Und um es ganz klar zu sagen: Ich habe z.B. mit der Adoption durch homosexuelle Paare absolut und überhaupt gar kein Problem und bin fest davon überzeugt, dass diese einem Kind genauso und vollumfänglich das geben können, was es braucht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

burz, Lünen, Montag, 20.07.2026, 12:34 (vor 45 Tagen) @ CF


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.


Das sehe ich grundlegend anders. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten. Schwangerschaft und Geburt werden bei einer Leihmutterschaft wie eine Dienstleistung behandelt und Kinder indirekt zur „Ware“. Wohlhabende Menschen können sich etwas kaufen, das meist Frauen anbieten, die finanziell deutlich schlechter gestellt sind.

Eine Leihmutter trägt ein Kind monatelang in ihrem Körper, spürt seine Bewegungen, bringt es zur Welt und muss es anschließend abgeben. Dass sie vorher zugestimmt hat, macht die psychische Belastung nicht bedeutungslos. Gefühle lassen sich nicht vertraglich abschalten.

Ich verstehe, dass Jens Spahn und sein Lebensgefährte einen Kinderwunsch haben. Viele Menschen haben diesen unerfüllten Wunsch. Das rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer Frau eine "Geburtsmaschine" zu machen.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema

https://people.com/surrogate-mom-severe-post-partum-depression-exclusive-11867799


Sehe ich auch so. Es spricht ja nichts gegen eine Adoption. Man kann und sollte nun mal nicht alles haben.

Was die Adoption angeht, könnten die beiden Herren wohl zu alt sein. Es wird ein Altersabstand zum Kind von maximal 35 bis 40 Jahren empfohlen. Bei einem Kleinkind hätten die meisten Jugendämter wohl eine Adoption verhindert.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Kruemelmonster09, Montag, 20.07.2026, 14:40 (vor 45 Tagen) @ burz


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.


Das sehe ich grundlegend anders. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten. Schwangerschaft und Geburt werden bei einer Leihmutterschaft wie eine Dienstleistung behandelt und Kinder indirekt zur „Ware“. Wohlhabende Menschen können sich etwas kaufen, das meist Frauen anbieten, die finanziell deutlich schlechter gestellt sind.

Eine Leihmutter trägt ein Kind monatelang in ihrem Körper, spürt seine Bewegungen, bringt es zur Welt und muss es anschließend abgeben. Dass sie vorher zugestimmt hat, macht die psychische Belastung nicht bedeutungslos. Gefühle lassen sich nicht vertraglich abschalten.

Ich verstehe, dass Jens Spahn und sein Lebensgefährte einen Kinderwunsch haben. Viele Menschen haben diesen unerfüllten Wunsch. Das rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer Frau eine "Geburtsmaschine" zu machen.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema

https://people.com/surrogate-mom-severe-post-partum-depression-exclusive-11867799


Sehe ich auch so. Es spricht ja nichts gegen eine Adoption. Man kann und sollte nun mal nicht alles haben.


Was die Adoption angeht, könnten die beiden Herren wohl zu alt sein. Es wird ein Altersabstand zum Kind von maximal 35 bis 40 Jahren empfohlen. Bei einem Kleinkind hätten die meisten Jugendämter wohl eine Adoption verhindert.

Bei Pflegekindern gibt es wiederum keine Einschränkungen beim Alter, oder Familienmodell.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

CF, Montag, 20.07.2026, 12:37 (vor 45 Tagen) @ burz


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.


Das sehe ich grundlegend anders. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten. Schwangerschaft und Geburt werden bei einer Leihmutterschaft wie eine Dienstleistung behandelt und Kinder indirekt zur „Ware“. Wohlhabende Menschen können sich etwas kaufen, das meist Frauen anbieten, die finanziell deutlich schlechter gestellt sind.

Eine Leihmutter trägt ein Kind monatelang in ihrem Körper, spürt seine Bewegungen, bringt es zur Welt und muss es anschließend abgeben. Dass sie vorher zugestimmt hat, macht die psychische Belastung nicht bedeutungslos. Gefühle lassen sich nicht vertraglich abschalten.

Ich verstehe, dass Jens Spahn und sein Lebensgefährte einen Kinderwunsch haben. Viele Menschen haben diesen unerfüllten Wunsch. Das rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer Frau eine "Geburtsmaschine" zu machen.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema

https://people.com/surrogate-mom-severe-post-partum-depression-exclusive-11867799


Sehe ich auch so. Es spricht ja nichts gegen eine Adoption. Man kann und sollte nun mal nicht alles haben.


Was die Adoption angeht, könnten die beiden Herren wohl zu alt sein. Es wird ein Altersabstand zum Kind von maximal 35 bis 40 Jahren empfohlen. Bei einem Kleinkind hätten die meisten Jugendämter wohl eine Adoption verhindert.

Klingt wie eine Empfehlung aus dem letzten Jahrtausend.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 18:57 (vor 45 Tagen) @ CF

Wäre vor allem absurd, wenn das bei Adoption gilt, aber beim Modell Leihmutter im Ausland nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Zebulon, Wattenscheid, Montag, 20.07.2026, 19:53 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh

Bei einer Adoptionsvermittlungin Deutschland ist die Berücksichtigung des Kindeswohls ein wichtiger Faktor.
Ob das bei einem Leihmuttervertrag in den USA auch so ist, weiß ich nicht, vielleicht gilt das ja eher Rückgabe bei Nichtgefallen. Ich vermute, die Möchtegernväter dürfen Ansprüche hinsichtlich der Hautfarbe stellen.

Auswirkungen auf Umfragen und Wahlen

markus, Montag, 20.07.2026, 11:05 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Mal abwarten, ob das Auswirkungen auf die Umfragen hat. Kann die Union davon profitieren, dass Spahn zurückgetreten ist? Oder wenden sich weitere Wähler ab, weil ein solches Thema überhaupt in der CDU aufgekommen ist?

Seit vielen Wochen ist die AfD in Deutschland die mit Abstand stärkste Kraft.

Im September finden drei Landtagswahlen statt. In Berlin ist die AfD noch nicht ganz so stark. Im Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sieht es anders aus.

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Auswirkungen auf Umfragen und Wahlen

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 11:23 (vor 45 Tagen) @ markus

Mal abwarten, ob das Auswirkungen auf die Umfragen hat. Kann die Union davon profitieren, dass Spahn zurückgetreten ist? Oder wenden sich weitere Wähler ab, weil ein solches Thema überhaupt in der CDU aufgekommen ist?

Seit vielen Wochen ist die AfD in Deutschland die mit Abstand stärkste Kraft.

Im September finden drei Landtagswahlen statt. In Berlin ist die AfD noch nicht ganz so stark. Im Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sieht es anders aus.

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Die wichtige Frage ist, welche Auswirkungen hat das ganze mittel- und langfristig?

Jens Spahn ist einer der unbeliebtesten Politiker Deutschlands. Das vor allem wegen der zahlreichen Skandale, in die er im Verlauf seiner politischen Karriere verwickelt war. Und er hat auch die eigenen Parteifreunde dazu gebracht, sich vor ihn zu stellen, zuletzt in der Frage eines Masken-Untersuchungsausschusses. Das hat auch den Ruf der anderen Politikerinnen und Politiker sowie der Partei beeinträchtigt. Wenn Spahn jetzt weniger im Fokus steht, könnte sich das positiv auswirken.

Andererseits ist auch Friedrich Merz ziemlich unbeliebt. Jetzt, nachdem Jens Spahn weg ist, könnte er noch stärker in den Fokus geraten.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 10:38 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Friedrich Merz war gestern im ZDF-Sommerinterview. Natürlich ging es in weiten Teilen um Jens Spahn. Ich hatte die Sendung aufgezeichnet und habe sie mir vorhin angeschaut.

Mein erster Eindruck war, dass Friedrich Merz versucht hat, sich zurückzunehmen und positiv herüberzukommen. Ganz zu Beginn ist ihm das auch gelungen, aber sobald der Namen Spahn fiel, gingen die Mundwinkel nach unten.

Friedrich Merz ist vor elf Tagen erstmals von Jens Spahn über den Nachwuchs des Paares mit Hilfe einer Leihmutter informiert worden. Friedrich Merz ließ durchscheinen, dass er skeptisch war, aber mit dem Ausmaß an Empörung, dass es dann gab, hatte er nicht gerechnet. Da er von Spahn darum gebeten worden war, hatte Merz die Information nicht innerhalb der CDU weitergegeben, sondern Spahn die Kommunikation überlassen. Welchen Schaden die ganze Angelegenheit innerhalb der Union anrichten würde, ist Merz erst am Samstag im vollen Umfang klar geworden, deshalb habe man gehandelt. Eine weitergehende Kommunikation zwischen Merz und Spahn hat es wohl nicht gegeben.

Insgesamt klang Friedrich Merz sehr distanziert. Das ganze wirkte für mich wie die vertonte Version eines Arbeitszeugnisses für eine Person, die ein Unternehmen "auf eigenen Wunsch" verlassen hat, um einen Rauswurf zu vermeiden. Für mich klang es nicht so, als habe Merz ein engeres persönliches Verhältnis zu Spahn, sondern ein rein dienstliches. Tränen weint er Spahn wohl nicht nach.

Wer Spahn nachfolgen wird, ließ Merz offen. Aber er ließ durchblicken, dass dieser Wechsel auch Wechsel im Kabinett bewirken könnten.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

markus, Montag, 20.07.2026, 10:57 (vor 45 Tagen) @ Ulrich

Für mich klang das alles sehr vorbereitet. Möglichst wenig Angriffsfläche bieten.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 11:12 (vor 45 Tagen) @ markus

Für mich klang das alles sehr vorbereitet. Möglichst wenig Angriffsfläche bieten.

Das sicherlich. Aber es war deutlich zu spüren, dass es zwischen Spahn und Merz wohl kein besonders enges Vertrauensverhältnis gegeben hat. Meine Vermutung ist, Spahn war für Merz zu gut vernetzt, um ihn bei der Postenvergabe zu übergehen. Nun weint er ihm keine Träne nach.

Mein Eindruck ist zudem, dass sich Merz Mühe gegeben hat, sich zurückzunehmen. Das ist ihm aber nur teilweise gelungen. Insbesondere in dem Teil, in dem es nicht mehr um Jens Spahn ging, wirkte er teilweise reichlich dünnhäutig und selbstgerecht. Zudem zeigte er mal wieder, dass er sich andre Menschen nur schwer hineinversetzen kann.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 11:49 (vor 45 Tagen) @ Ulrich

Insbesondere in dem Teil, in dem es nicht mehr um Jens Spahn ging, wirkte er teilweise reichlich dünnhäutig und selbstgerecht. Zudem zeigte er mal wieder, dass er sich andre Menschen nur schwer hineinversetzen kann.

Merz ist und bleibt Merz. Auch wenn er zwischenzeitlich versucht, sich zu verstellen.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 11:59 (vor 45 Tagen) @ nico36de

Insbesondere in dem Teil, in dem es nicht mehr um Jens Spahn ging, wirkte er teilweise reichlich dünnhäutig und selbstgerecht. Zudem zeigte er mal wieder, dass er sich andre Menschen nur schwer hineinversetzen kann.


Merz ist und bleibt Merz. Auch wenn er zwischenzeitlich versucht, sich zu verstellen.

Ich gestehe ihm durchaus zu, dass er versucht, sich zu ändern. Aber er kommt einfach nicht aus seiner Haut heraus. Hinzu kommt eine gewisse Lern- und Beratungsresistenz.

Beispielsweise hat er mal wieder behauptet, dass man in der Schweiz im Jahr 200 Stunden mehr arbeiten würde als in Deutschland, obwohl das nicht den Tatsachen entspricht: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/faktenbasis-arbeit-arbeitszeit-in-deutschland-100.html

Und als es um "kleine Paschas" und "Stadtbild" ging, wirkte er zeitweise geradezu bockig.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

markus, Montag, 20.07.2026, 12:16 (vor 45 Tagen) @ Ulrich

Insbesondere in dem Teil, in dem es nicht mehr um Jens Spahn ging, wirkte er teilweise reichlich dünnhäutig und selbstgerecht. Zudem zeigte er mal wieder, dass er sich andre Menschen nur schwer hineinversetzen kann.


Merz ist und bleibt Merz. Auch wenn er zwischenzeitlich versucht, sich zu verstellen.


Ich gestehe ihm durchaus zu, dass er versucht, sich zu ändern. Aber er kommt einfach nicht aus seiner Haut heraus. Hinzu kommt eine gewisse Lern- und Beratungsresistenz.

Beispielsweise hat er mal wieder behauptet, dass man in der Schweiz im Jahr 200 Stunden mehr arbeiten würde als in Deutschland, obwohl das nicht den Tatsachen entspricht: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/faktenbasis-arbeit-arbeitszeit-in-deutschland-100.html

Und als es um "kleine Paschas" und "Stadtbild" ging, wirkte er zeitweise geradezu bockig.

Friedrich Merz ist 70 Jahre alt und wird sich, wie viele Menschen in diesem Alter, wohl nicht mehr ändern. Mir schien es, als hätte er in Momenten der Ruhe und Sachlichkeit seine Aussagen vorher geübt. Bei den Paschas war er dann aber schnell wieder ganz der Alte.

Friedrich Merz im Sommerinterview zum Thema Jen Spahn

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 12:40 (vor 45 Tagen) @ markus

Friedrich Merz ist 70 Jahre alt und wird sich, wie viele Menschen in diesem Alter, wohl nicht mehr ändern. Mir schien es, als hätte er in Momenten der Ruhe und Sachlichkeit seine Aussagen vorher geübt. Bei den Paschas war er dann aber schnell wieder ganz der Alte.

Ja, leider.

Ich bin kein Freund von Friedrich Merz. Aber er ist zum Bundeskanzler gewählt worden, scheitert er, dann scheitert mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch Schwarz-Rot, und danach könnte es richtig bitter werden.

Ich höre mir gerade den Podcast von Paul Ronzheimer und Filipp Piatov an. Das ganze läuft zwar nicht unter dem Label "Bild", aber da die beiden für das Blatt arbeiten, verzichte ich auf eine Verlinkung.

Mein Eindruck ist, beide sägen massiv am Stuhl von Friedrich Merz. Und das wiederum passt zur Springer-Linie.

Der Fall Hendrik Streeck

Lambert09, Am Rande Westfalens, Montag, 20.07.2026, 10:31 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Es gab ja im April/Mai schon einen vergleichbaren Fall in der CDU. Dieser ist aber (bisher) recht geräuschlos verlaufen. Hendrik Streeck (ebenfalls in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung) hat auch eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen.

Bundestagsabgeordneter darf man somit bleiben, nur für höhere Ämter ist eine solche Leihmutterschaft eher Suboptimal. ;-)

Der Fall Hendrik Streeck

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 10:39 (vor 45 Tagen) @ Lambert09

Es gab ja im April/Mai schon einen vergleichbaren Fall in der CDU. Dieser ist aber (bisher) recht geräuschlos verlaufen. Hendrik Streeck (ebenfalls in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung) hat auch eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen.

Bundestagsabgeordneter darf man somit bleiben, nur für höhere Ämter ist eine solche Leihmutterschaft eher Suboptimal. ;-)

Ich kann jetzt keine Quelle verlinken, aber ich meine gestern gelesen zu haben, dass es bei Hendrik Streeck keine Leihmutterschaft wie bei Jens Spahn gewesen sein soll.

Der Fall Hendrik Streeck

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 12:21 (vor 45 Tagen) @ Ulrich

Und selbst wenn: es ist aus meiner Sicht schon ein wesentlicher Unterschied, ob man sich wie Spahn immer wieder aktiv gegen Leihmutterschaft ausspricht oder in einer Partei Mitglied ist, die die Leihmutterschaft ablehnt, man aber selbst eine andere Position hat bzw sich zumindest nicht aktiv dagegen positioniert hat.

Der Fall Hendrik Streeck

Eisen, DO, Montag, 20.07.2026, 19:30 (vor 45 Tagen) @ nico36de

Regierungssprecher Steffen Kornelius hat das heute mehr oder weniger genauso begründet, warum es bei Streeck keine Konsequenzen haben wird.

Der Fall Hendrik Streeck

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 23:53 (vor 45 Tagen) @ Eisen

Regierungssprecher Steffen Kornelius hat das heute mehr oder weniger genauso begründet, warum es bei Streeck keine Konsequenzen haben wird.

Finde ich so auch vollkommen korrekt! Auch wenn man das Verbot der Leihmutterschaft persönlich für richtig hält, sollte man aus meiner Sicht nicht die Moralkeule schwingen, wenn jemand das anders sieht und die rechtliche Grauzone nutzt, um sich im Ausland ein Kind zu kaufen.

Bei dem Ekelpaket Spahn lag der Fall aber anders. Er hat sich mit seinen Äußerungen immer wieder aktiv dafür eingesetzt, dass die Leihmutterschaft verboten wird. Wenn so jemand dann selbst das tut, was er seinem Wahlvieh verbieten möchte, ist er als Politiker aus meiner Sicht schlicht ungeeignet.

Was aber auch schon vorher klar war aufgrund der Vorgänge um den Kauf seiner Villa, vor allem aber seiner Maskendeals trotz der Warnungen von Leuten, die im Gegensatz zu ihm wussten, wovon sie redeten.

Wenn so jemand sein Verhalten dann auch noch mit „innerer Zerrissenheit“ zu rechtfertigen versucht, wie Spahn in dem Interview mit Ronzheimer, zieht es einem nur die Schuhe aus. Der Typ ist sich echt für nichts zu schade.

Es ist irgendwie schon ein gutes Gefühl, wenn ein unfähiger und selbstsüchtiger Politiker zurücktritt.

Der Fall Hendrik Streeck

Lambert09, Am Rande Westfalens, Montag, 20.07.2026, 11:01 (vor 45 Tagen) @ Ulrich

Okay, das weiß ich nicht. Alle Quellen, die ich so gelesen habe, schreiben durchweg von US-Leihmutterschaft. Inwieweit es da natürlich noch Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen.

Der Fall Hendrik Streeck

brummbaer, Montag, 20.07.2026, 11:27 (vor 45 Tagen) @ Lambert09

Okay, das weiß ich nicht. Alle Quellen, die ich so gelesen habe, schreiben durchweg von US-Leihmutterschaft. Inwieweit es da natürlich noch Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen.

Ich meine im Podcast von Alexander/Rosenfeld "Machtwechsel" hätten sie gesagt, dass Streeck die Leihmutterschaft wohl bestreitet.
Wie genau das dann biologisch in gleichgeschlechtlicher männlicher Ehe funktioniert, bleibt dann wohl sein Geheminis (oder ist ein modernes Wunder, das es verdient, in die neueste Bibelauflage aufgenommen zu werden).

Der Fall Hendrik Streeck

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 18:55 (vor 45 Tagen) @ brummbaer

Ein Bekannter von mir hat mit seinem Partner und einem lesbischen Paar gemeinsam zwei Kinder und zieht diese in einem modernen Familienmodell gemeinsam auf. Die wohnen im gleichen Mietshaus in zwei verschiedenen Wohnungen. Wie es rechtlich geregelt ist, weiß ich nicht. Aber das ist für mich beispielsweise etwas anderes als Spahns Fall.

Der Fall Hendrik Streeck

Zebulon, Wattenscheid, Montag, 20.07.2026, 19:18 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh

Da beruht die Vereinbarung ja wohl auf Freiwilligkeit.
Wenn aber die Leihmutter einen Vertrag eingegangen ist, und sich während der Schwangerschaft entscheidet, das Kind lieber nicht abzugeben. Was dann, Kreidekreis?

Der Fall Hendrik Streeck

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 19:38 (vor 45 Tagen) @ Zebulon

Ja genau, der Unterschied ist mir schon klar und wie es bei Streeck gelaufen ist, das weiß ich nicht. In dem Fall meiner Bekannten ist Leihmutter vermutlich auch unpassend. Die haben nach der Geburt die Kinder nicht aufgeteilt in (Kind 1 zu den Papas, Kind 2 zu den Mamas).

Der Fall Hendrik Streeck

haweka, Montag, 20.07.2026, 11:57 (vor 45 Tagen) @ brummbaer

Okay, das weiß ich nicht. Alle Quellen, die ich so gelesen habe, schreiben durchweg von US-Leihmutterschaft. Inwieweit es da natürlich noch Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen.


Ich meine im Podcast von Alexander/Rosenfeld "Machtwechsel" hätten sie gesagt, dass Streeck die Leihmutterschaft wohl bestreitet.
Wie genau das dann biologisch in gleichgeschlechtlicher männlicher Ehe funktioniert, bleibt dann wohl sein Geheminis (oder ist ein modernes Wunder, das es verdient, in die neueste Bibelauflage aufgenommen zu werden).

Ich kenne mich mit der Bibel nicht so aus, aber war Maria nicht auch eine Leihmutter.

Der Fall Hendrik Streeck

Garum, Bornum am Harz, Montag, 20.07.2026, 12:02 (vor 45 Tagen) @ haweka

Okay, das weiß ich nicht. Alle Quellen, die ich so gelesen habe, schreiben durchweg von US-Leihmutterschaft. Inwieweit es da natürlich noch Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen.


Ich meine im Podcast von Alexander/Rosenfeld "Machtwechsel" hätten sie gesagt, dass Streeck die Leihmutterschaft wohl bestreitet.
Wie genau das dann biologisch in gleichgeschlechtlicher männlicher Ehe funktioniert, bleibt dann wohl sein Geheminis (oder ist ein modernes Wunder, das es verdient, in die neueste Bibelauflage aufgenommen zu werden).


Ich kenne mich mit der Bibel nicht so aus, aber war Maria nicht auch eine Leihmutter.

Naja Josef und Maria haben das Kind ja großgezogen, ist aber ein schwieriger Fall, damals gab
es noch andere Gesetzte. Außerdem wurde das von ganz Oben beschlossen.:-)

Der Fall Hendrik Streeck

Jos, Ort, Montag, 20.07.2026, 12:03 (vor 45 Tagen) @ Garum

Geboren wurde es aber auch in der Fremde.

Der Fall Hendrik Streeck

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 12:28 (vor 45 Tagen) @ Jos

Aber niemand weiß, ob nun wirklich der heilige Geist oder einfach nur der Zweitliebhaber verantwortlich war.

Der Fall Hendrik Streeck

BDN130671 , Hagen, Montag, 20.07.2026, 15:25 (vor 45 Tagen) @ nico36de

War der Vater nicht ein Römer namens Nixus Minimax?

Der Fall Hendrik Streeck

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 17:52 (vor 45 Tagen) @ BDN130671

Wäre zumindest auch eine chöne Gechichte. Aber wer weiß, vielleicht hat sie auch Charme von Chwanzus Longus petört.

Der Fall Hendrik Streeck

Zoon, Montag, 20.07.2026, 11:42 (vor 45 Tagen) @ brummbaer

Wie genau das dann biologisch in gleichgeschlechtlicher männlicher Ehe funktioniert, bleibt dann wohl sein Geheminis (oder ist ein modernes Wunder, das es verdient, in die neueste Bibelauflage aufgenommen zu werden).

Nix Wunder. Die Möglichkeiten wären natürliche oder künstliche Befruchtung. Das funktioniert auch bei schwulen Männern. ABER er müsste dann eine Frau gefunden haben, die so etwas mitmacht und ihr eigenes Kind ihm überlässt (?).

Der Fall Hendrik Streeck

brummbaer, Montag, 20.07.2026, 11:46 (vor 45 Tagen) @ Zoon

Wie genau das dann biologisch in gleichgeschlechtlicher männlicher Ehe funktioniert, bleibt dann wohl sein Geheminis (oder ist ein modernes Wunder, das es verdient, in die neueste Bibelauflage aufgenommen zu werden).

Nix Wunder. Die Möglichkeiten wären natürliche oder künstliche Befruchtung. Das funktioniert auch bei schwulen Männern. ABER er müsste dann eine Frau gefunden haben, die so etwas mitmacht und ihr eigenes Kind ihm überlässt (?).

[/b]

Ich meinte nicht nicht den Akt der Befruchtung, sondern die Verfügbarkeit einer Eizelle und das Austragen derselben.
Der markierte Teil macht doch gerade die Leihmutterschaft aus - darum ging es mir.

Der Fall Hendrik Streeck

Zoon, Montag, 20.07.2026, 11:59 (vor 45 Tagen) @ brummbaer

Wie genau das dann biologisch in gleichgeschlechtlicher männlicher Ehe funktioniert, bleibt dann wohl sein Geheminis (oder ist ein modernes Wunder, das es verdient, in die neueste Bibelauflage aufgenommen zu werden).

Nix Wunder. Die Möglichkeiten wären natürliche oder künstliche Befruchtung. Das funktioniert auch bei schwulen Männern. ABER er müsste dann eine Frau gefunden haben, die so etwas mitmacht und ihr eigenes Kind ihm überlässt (?).

[/b]

Ich meinte nicht nicht den Akt der Befruchtung, sondern die Verfügbarkeit einer Eizelle und das Austragen derselben.
Der markierte Teil macht doch gerade die Leihmutterschaft aus - darum ging es mir.

Das macht sicherlich den ethisch problematischen Teil bei dieser Variante aus.

Der Fall Hendrik Streeck

Lambert09, Am Rande Westfalens, Montag, 20.07.2026, 11:44 (vor 45 Tagen) @ Zoon

Ist das nicht im Grunde dann eine Leihmutterschaft? Oder wo liegt der Unterschied?

Leihmutterschaft ist doch ebenso künstliche Befruchtung mit anschließender Kindesüberlassung.

Der Fall Hendrik Streeck

Zoon, Montag, 20.07.2026, 11:56 (vor 45 Tagen) @ Lambert09

Ist das nicht im Grunde dann auch eine Leihmutterschaft? Oder wo liegt der Unterschied?

Leihmutterschaft ist doch ebenso künstliche Befruchtung mit anschließender Kindesüberlassung.

Da stammt das Ei von einer anderen Frau und wird in die auf eine Schwangerschaft hormonell vorbereitete Leihmutter eingesetzt. Die Leihmutter übernimmt die "Gebärfunktion" und übergibt nach der Geburt das Kind (gestationelle Leihmutterschaft).

Ich stimme Dir aber insofern zu, dass auch die von mir beschriebenen Möglichkeiten als Leihmutterschaft bezeichnet werden können und ihre ethischen Probleme haben, insb. wenn einer Frau ihr eigenes Kind "abgekauft" wird.

Der Fall Hendrik Streeck

Lambert09, Am Rande Westfalens, Montag, 20.07.2026, 12:53 (vor 45 Tagen) @ Zoon

Ah okay, das war mir auch nicht so bewusst. Danke für die Aufklärung.

Der Fall Hendrik Streeck

haweka, Montag, 20.07.2026, 12:27 (vor 45 Tagen) @ Zoon

Ist das nicht im Grunde dann auch eine Leihmutterschaft? Oder wo liegt der Unterschied?

Leihmutterschaft ist doch ebenso künstliche Befruchtung mit anschließender Kindesüberlassung.

Da stammt das Ei von einer anderen Frau und wird in die auf eine Schwangerschaft hormonell vorbereitete Leihmutter eingesetzt. Die Leihmutter übernimmt die "Gebärfunktion" und übergibt nach der Geburt das Kind (gestationelle Leihmutterschaft).

Ah, danke. Mit dem Thema hatte ich mich noch nie befasst und mir war nicht bewusst, dass Eizellen und Samenzellen in die Gebärmutter implantiert werden. Die Leihmutter ist also nur ein Brutkasten auf zwei Beinen, der von privilegierten Menschen gemietet werden kann.

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.

Der Fall Hendrik Streeck

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 13:33 (vor 45 Tagen) @ haweka

Ist das nicht im Grunde dann auch eine Leihmutterschaft? Oder wo liegt der Unterschied?

Leihmutterschaft ist doch ebenso künstliche Befruchtung mit anschließender Kindesüberlassung.

Da stammt das Ei von einer anderen Frau und wird in die auf eine Schwangerschaft hormonell vorbereitete Leihmutter eingesetzt. Die Leihmutter übernimmt die "Gebärfunktion" und übergibt nach der Geburt das Kind (gestationelle Leihmutterschaft).

Ah, danke. Mit dem Thema hatte ich mich noch nie befasst und mir war nicht bewusst, dass Eizellen und Samenzellen in die Gebärmutter implantiert werden. Die Leihmutter ist also nur ein Brutkasten auf zwei Beinen, der von privilegierten Menschen gemietet werden kann.

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.

Sorry, not sorry. Unterkomplexe Scheiße. Und halt komplett empathielos. Wahrscheinlich halt nur so lange, bis man selbst betroffen ist.

Für viele Paare (unabhängig ob hetero, homo oder bi) ist so eine Leihmutterschaft die einzige Möglichkeit, ein eigenes Kind zu bekommen. Sei es, weil man den IVF-Weg inzwischen durch ist oder weil der Uterus der Frau das auf natürlichem Weg oder per IVF nicht mitmacht.

Selbstverständlich gibt's dafür und dagegen Argumente, aber DAS war halt einfach nur Dummfick. Und es wird dem Thema null gerecht.

Der Fall Hendrik Streeck

markus, Montag, 20.07.2026, 15:43 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Ist das nicht im Grunde dann auch eine Leihmutterschaft? Oder wo liegt der Unterschied?

Leihmutterschaft ist doch ebenso künstliche Befruchtung mit anschließender Kindesüberlassung.

Da stammt das Ei von einer anderen Frau und wird in die auf eine Schwangerschaft hormonell vorbereitete Leihmutter eingesetzt. Die Leihmutter übernimmt die "Gebärfunktion" und übergibt nach der Geburt das Kind (gestationelle Leihmutterschaft).

Ah, danke. Mit dem Thema hatte ich mich noch nie befasst und mir war nicht bewusst, dass Eizellen und Samenzellen in die Gebärmutter implantiert werden. Die Leihmutter ist also nur ein Brutkasten auf zwei Beinen, der von privilegierten Menschen gemietet werden kann.

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Sorry, not sorry. Unterkomplexe Scheiße. Und halt komplett empathielos. Wahrscheinlich halt nur so lange, bis man selbst betroffen ist.

In der Tat. Ich finde das vor allem bei denjenigen erschreckend, die sich sonst immer als besonders weltoffen darstellen, für Freiheitsrechte eintreten und sich für Minderheiten starkmachen.

Für viele Paare (unabhängig ob hetero, homo oder bi) ist so eine Leihmutterschaft die einzige Möglichkeit, ein eigenes Kind zu bekommen. Sei es, weil man den IVF-Weg inzwischen durch ist oder weil der Uterus der Frau das auf natürlichem Weg oder per IVF nicht mitmacht.

Selbstverständlich gibt's dafür und dagegen Argumente, aber DAS war halt einfach nur Dummfick. Und es wird dem Thema null gerecht.

Letztendlich ist dieser Weg offensichtlich legal. Die deutsche Rechtsprechung erkennt unter bestimmten Voraussetzungen die im Ausland begründete Elternschaft nach einer dort legalen Leihmutterschaft an. Ob er auch moralisch gerechtfertigt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden (ich würde diesen Weg nicht gehen, akzeptiere aber, dass andere anders entscheiden).

Ich werde allerdings das Gefühl nicht los, dass es einigen gar nicht um die Sache geht, sondern darum, einen Sündenbock zu suchen, weil im eigenen Leben einiges unbefriedigend läuft. Oder einfach deshalb, weil es jemand aus einer anderen Partei ist als der, die man selbst wählt. Sich maximal zu empören und eine Sau durchs Dorf zu jagen, ist schließlich auch ziemlich einfach.

Der Fall Hendrik Streeck

haweka, Montag, 20.07.2026, 19:06 (vor 45 Tagen) @ markus

Ich würde meine Meinung eventuell sogar ändern, wenn diese Frauen einfach nur Spaß daran haben, neun Monate schwanger zu sein und Kinder zu gebären.

Meine Einstellung zu diesem Thema musst du nicht teilen oder akzeptieren. Geschenkt. Was aber hat das mit Weltoffenheit zu tun, wenn privilegierte Menschen, in der Mehrheit vermutlich heterosexuelle Paare, die finanzielle Notlagen anderer Menschen ausnutzen? Man (nicht du) kann mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber mit Weltoffenheit hat dies nichts zu tun und auch nicht damit, dass Jens Spahn in der CDU ist. Das sind die Dinge, die du hineininterpretierst, die du glaubst zu erkennen, und weil du grundsätzlich immer nur deine eigene Sichtweise akzeptierst, machen Diskussionen mit dir leider keinen Sinn.

Der Fall Hendrik Streeck

markus, Montag, 20.07.2026, 19:26 (vor 45 Tagen) @ haweka

Ich würde meine Meinung eventuell sogar ändern, wenn diese Frauen einfach nur Spaß daran haben, neun Monate schwanger zu sein und Kinder zu gebären.

Das sind übrigens gerade die Argumente, die hauptsächlich von alten, weißen cis Männern auf Facebook völlig empathielos dahingerotzt werden. DieselDieter.63 weiß natürlich am besten, was für Frauen gut und schlecht ist.


Meine Einstellung zu diesem Thema musst du nicht teilen oder akzeptieren. Geschenkt. Was aber hat das mit Weltoffenheit zu tun, wenn privilegierte Menschen, in der Mehrheit vermutlich heterosexuelle Paare, die finanzielle Notlagen anderer Menschen ausnutzen? Man (nicht du) kann mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber mit Weltoffenheit hat dies nichts zu tun und auch nicht damit, dass Jens Spahn in der CDU ist. Das sind die Dinge, die du hineininterpretierst, die du glaubst zu erkennen, und weil du grundsätzlich immer nur deine eigene Sichtweise akzeptierst, machen Diskussionen mit dir leider keinen Sinn.

Ich glaube, du liest in meinen Beitrag etwas hinein, was ich gar nicht geschrieben habe. Ich habe weder behauptet, Leihmutterschaft sei moralisch unproblematisch, noch dass jeder sie gut finden müsse. Im Gegenteil: Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass das jeder für sich moralisch bewerten muss und dass ich diesen Weg selbst nicht gehen würde.

Mein Punkt war vielmehr, dass manche die Debatte nutzen, um sich maximal über Jens Spahn zu empören, obwohl die moralische Frage der Leihmutterschaft viel komplexer ist. Man kann den Weg moralisch ablehnen und trotzdem anerkennen, dass er nach geltendem Recht legal war und die dadurch begründete Elternschaft unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland anerkannt wird.

Der Fall Hendrik Streeck

haweka, Montag, 20.07.2026, 19:52 (vor 45 Tagen) @ markus

Ich würde meine Meinung eventuell sogar ändern, wenn diese Frauen einfach nur Spaß daran haben, neun Monate schwanger zu sein und Kinder zu gebären.


Das sind übrigens gerade die Argumente, die hauptsächlich von alten, weißen cis Männern auf Facebook völlig empathielos dahingerotzt werden. DieselDieter.63 weiß natürlich am besten, was für Frauen gut und schlecht ist.


Meine Einstellung zu diesem Thema musst du nicht teilen oder akzeptieren. Geschenkt. Was aber hat das mit Weltoffenheit zu tun, wenn privilegierte Menschen, in der Mehrheit vermutlich heterosexuelle Paare, die finanzielle Notlagen anderer Menschen ausnutzen? Man (nicht du) kann mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber mit Weltoffenheit hat dies nichts zu tun und auch nicht damit, dass Jens Spahn in der CDU ist. Das sind die Dinge, die du hineininterpretierst, die du glaubst zu erkennen, und weil du grundsätzlich immer nur deine eigene Sichtweise akzeptierst, machen Diskussionen mit dir leider keinen Sinn.


Ich glaube, du liest in meinen Beitrag etwas hinein, was ich gar nicht geschrieben habe. Ich habe weder behauptet, Leihmutterschaft sei moralisch unproblematisch, noch dass jeder sie gut finden müsse. Im Gegenteil: Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass das jeder für sich moralisch bewerten muss und dass ich diesen Weg selbst nicht gehen würde.

Mein Punkt war vielmehr, dass manche die Debatte nutzen, um sich maximal über Jens Spahn zu empören, obwohl die moralische Frage der Leihmutterschaft viel komplexer ist. Man kann den Weg moralisch ablehnen und trotzdem anerkennen, dass er nach geltendem Recht legal war und die dadurch begründete Elternschaft unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland anerkannt wird.

Okay. Ich glaube, die meisten hier "empören" sich oder eher sie kritisieren Spahn, weil sein privates Handeln davon abweicht, was er politisch äußert und von anderen einfordert. Nicht mehr und nicht weniger.
Wäre vielleicht auch schlau zu unterscheiden, zwischen den Beiträgen hier und auf Facebook. Viel Spaß mit DieselDieter.63

Der Fall Hendrik Streeck

markus, Montag, 20.07.2026, 12:49 (vor 45 Tagen) @ haweka

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.

Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.

Der Fall Hendrik Streeck

CF, Montag, 20.07.2026, 13:00 (vor 45 Tagen) @ markus

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.

Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.

Der Fall Hendrik Streeck

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 20.07.2026, 13:20 (vor 45 Tagen) @ CF

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.

Das ist ein Punkt, den man von außen wunderbar moralisch argumentieren kann. So lange, wie man nicht selbst betroffen ist.

Der Fall Hendrik Streeck

CF, Montag, 20.07.2026, 13:33 (vor 45 Tagen) @ MarcBVB

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.


Das ist ein Punkt, den man von außen wunderbar moralisch argumentieren kann. So lange, wie man nicht selbst betroffen ist.

Ja, in der eigenen Not greift der Mensch zu Extremmaßnahmen. Das ist verständlich. Wenn ich (oder ein naher Verwandter) eine Lunge oder ein neues Herz benötigten und ich hätte die finanziellen Mittel, dann weiß ich auch nicht, ob mir der Gedanke, dieses irgendwo im Ausland zu besorgen, nicht auch wenigstens für ein paar Sekunden durch den Kopf gehen würde.
Und selbstverständlich muss man solche Dinge "von außen moralisch argumentieren" und diskutieren - auch wenn man nicht selbst betroffen ist. Auf diese Weise wurden Gesetze geschaffen.

Der Fall Hendrik Streeck

markus, Montag, 20.07.2026, 13:09 (vor 45 Tagen) @ CF

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.

An der Stelle fehlen aber die Alternativen. Für ein homosexuelles Paar gibt es keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein biologisch eigenes Kind zu bekommen.

Man kann Leihmutterschaft aus ethischen Gründen ablehnen. Aber der Wunsch nach einem biologisch eigenen Kind ist deshalb nicht automatisch Ausdruck eines übersteigerten Egoismus. Er ist natürlich und schlicht nur auf diesem Weg erfüllbar.

Der Fall Hendrik Streeck

CF, Montag, 20.07.2026, 13:24 (vor 45 Tagen) @ markus

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.


An der Stelle fehlen aber die Alternativen. Für ein homosexuelles Paar gibt es keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein biologisch eigenes Kind zu bekommen.

Man kann Leihmutterschaft aus ethischen Gründen ablehnen. Aber der Wunsch nach einem biologisch eigenen Kind ist deshalb nicht automatisch Ausdruck eines übersteigerten Egoismus. Er ist natürlich und schlicht nur auf diesem Weg erfüllbar.

Der Wunsch mag selbstverständlich nachvollziehbar vorhanden sein, muss aber zwangsläufig verworfen werden wie sich auch heterosexuelle Paare, die aus gesundheitlichen/genetischen oder sonstigen Gründen keine eigenen Kinder bekommen können, damit abfinden müssen, dass es nicht geht. Das ist schlicht alternativlos oder sollte es sein. Zumindest solange bis es möglicherweise zukünftig eine Möglichkeit ohne Einbezug eines weiblichen Körpers für die Austragung gibt.

Der Fall Hendrik Streeck

markus, Montag, 20.07.2026, 13:31 (vor 45 Tagen) @ CF

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.


An der Stelle fehlen aber die Alternativen. Für ein homosexuelles Paar gibt es keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein biologisch eigenes Kind zu bekommen.

Man kann Leihmutterschaft aus ethischen Gründen ablehnen. Aber der Wunsch nach einem biologisch eigenen Kind ist deshalb nicht automatisch Ausdruck eines übersteigerten Egoismus. Er ist natürlich und schlicht nur auf diesem Weg erfüllbar.


Der Wunsch mag selbstverständlich nachvollziehbar vorhanden sein, muss aber zwangsläufig verworfen werden wie sich auch heterosexuelle Paare, die aus gesundheitlichen/genetischen oder sonstigen Gründen keine eigenen Kinder bekommen können, damit abfinden müssen, dass es nicht geht. Das ist schlicht alternativlos oder sollte es sein. Zumindest solange bis es möglicherweise zukünftig eine Möglichkeit ohne Einbezug eines weiblichen Körpers für die Austragung gibt.

Ich würde das trennen und nicht den Umweg über den Vorwurf gehen, jemand halte seine Gene für übermäßig wichtig. Der eigentliche Grund für die Ablehnung ist doch, dass du den Einsatz einer Leihmutter ethisch nicht akzeptierst. Das ist eine andere Argumentation.

Der Fall Hendrik Streeck

CF, Montag, 20.07.2026, 13:38 (vor 45 Tagen) @ markus

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.


An der Stelle fehlen aber die Alternativen. Für ein homosexuelles Paar gibt es keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein biologisch eigenes Kind zu bekommen.

Man kann Leihmutterschaft aus ethischen Gründen ablehnen. Aber der Wunsch nach einem biologisch eigenen Kind ist deshalb nicht automatisch Ausdruck eines übersteigerten Egoismus. Er ist natürlich und schlicht nur auf diesem Weg erfüllbar.


Der Wunsch mag selbstverständlich nachvollziehbar vorhanden sein, muss aber zwangsläufig verworfen werden wie sich auch heterosexuelle Paare, die aus gesundheitlichen/genetischen oder sonstigen Gründen keine eigenen Kinder bekommen können, damit abfinden müssen, dass es nicht geht. Das ist schlicht alternativlos oder sollte es sein. Zumindest solange bis es möglicherweise zukünftig eine Möglichkeit ohne Einbezug eines weiblichen Körpers für die Austragung gibt.


Ich würde das trennen und nicht den Umweg über den Vorwurf gehen, jemand halte seine Gene für übermäßig wichtig. Der eigentliche Grund für die Ablehnung ist doch, dass du den Einsatz einer Leihmutter ethisch nicht akzeptierst. Das ist eine andere Argumentation.

Verstehe die Sichtweise. Für mich hängt das allerdings zusammen, da die Fortpflanzung in dem Fall nur über die Leihmutterschaft geht und man - indem man dies in Betracht zieht - seinen Kinderwunsch höher hängt, also so wichtig nimmt, dass er über diesen moralischen Bedenken steht.

Der Fall Hendrik Streeck

haweka, Montag, 20.07.2026, 13:21 (vor 45 Tagen) @ markus

Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.


Dann müsstest du dieselbe Frage aber auch den allermeisten heterosexuellen Paaren stellen. Warum bekommen sie eigene Kinder, anstatt ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen?

Der Wunsch nach einem eigenen biologischen Kind ist etwas sehr Menschliches, unabhängig von der sexuellen Orientierung.


Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.


An der Stelle fehlen aber die Alternativen. Für ein homosexuelles Paar gibt es keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein biologisch eigenes Kind zu bekommen.

Man kann Leihmutterschaft aus ethischen Gründen ablehnen. Aber der Wunsch nach einem biologisch eigenen Kind ist deshalb nicht automatisch Ausdruck eines übersteigerten Egoismus. Er ist natürlich und schlicht nur auf diesem Weg erfüllbar.

Die Frage war ja nicht, wie man seine eigenen Gene für so wichtig halten kann, dass man eigene Kinder bekommen möchte, sondern wie man sie für so wichtig halten kann, dass man ein Kind auf diese Art und Weise meint haben zu müssen.

Der Fall Hendrik Streeck

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 12:42 (vor 45 Tagen) @ haweka

Ah, danke. Mit dem Thema hatte ich mich noch nie befasst und mir war nicht bewusst, dass Eizellen und Samenzellen in die Gebärmutter implantiert werden. Die Leihmutter ist also nur ein Brutkasten auf zwei Beinen, der von privilegierten Menschen gemietet werden kann.

Ja.


Kinderwunsch hin oder her, wie kann man seine eigenen Gene für so wichtig halten.

Ja.

Der Fall Hendrik Streeck

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 12:32 (vor 45 Tagen) @ haweka

M.E. reicht es, das Aufteten von Spahn oder Streek in den Medien erlebt zu haben, um die Frage beantworten zu können.

So weit unter Gott sehen die beiden sich selbst wohl nicht. Und solches Erbgut schreit förmlich danach, weitergegeben zu werden.

Der Fall Hendrik Streeck

istar, Montag, 20.07.2026, 11:07 (vor 45 Tagen) @ Lambert09

Okay, das weiß ich nicht. Alle Quellen, die ich so gelesen habe, schreiben durchweg von US-Leihmutterschaft. Inwieweit es da natürlich noch Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen.

Ich meine, er und Partner wären mit Baby aus den USA gekommen und die logische Schlussfolgerung lässt eben nichts anderes zu.
Aber er hat es nicht an die große Glocke gehangen (Insta und so) und dabei war wahrscheinlich auch keiner.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 09:49 (vor 45 Tagen) @ Klopfer

Für die "Dinosaurier", die noch einen Facebook-Account haben:

https://www.facebook.com/share/v/1bGu7CDQgt/

Gut gemachte Comedy, aber auch mit guten Argumenten hinterlegt.

Ich kannte den Account vorher nicht, und leider weiß ich auch nicht, von wem das ursprünglich stammt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:53 (vor 45 Tagen) @ Ulrich

Für die "Dinosaurier", die noch einen Facebook-Account haben:

https://www.facebook.com/share/v/1bGu7CDQgt/

Gut gemachte Comedy, aber auch mit guten Argumenten hinterlegt.

Ich kannte den Account vorher nicht, und leider weiß ich auch nicht, von wem das ursprünglich stammt.

Fasst alle Positionen recht gut zusammen.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

haweka, Samstag, 18.07.2026, 21:52 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

In seiner Erklärung schreibt er: Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.

Er hatte also von seiner CDU-Fraktion etwas anderes erwartet. Völlig zu Recht. Maskengeschäfte, Vetternwirtschaft und Kungelei haben die CDU nicht gestört. Es gab keine Rücktrittsforderungen. Nicht aus dem Sauerland und nicht aus Bayern, und von daher konnte er schon damit rechnen oder darauf hoffen, dass die Zahl seiner Unterstützer groß genug ist, ihn weiter im Amt zu halten.

Jens Spahn ist nicht an einer Gruppenmoral gescheitert, sondern daran, dass die Diskrepanz zwischen seinem Anspruch an die Gesellschaft und dem persönlichen Agieren zu durchschaubar war und diese Diskrepanz auch für die gesamte CDU-Politik sichtbar wird.

Jens Spahn ist nicht als Lebensmodell gescheitert, sondern als Jens Spahn.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:02 (vor 47 Tagen) @ haweka

In seiner Erklärung schreibt er: Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.

Er hatte also von seiner CDU-Fraktion etwas anderes erwartet. Völlig zu Recht. Maskengeschäfte, Vetternwirtschaft und Kungelei haben die CDU nicht gestört. Es gab keine Rücktrittsforderungen. Nicht aus dem Sauerland und nicht aus Bayern, und von daher konnte er schon damit rechnen oder darauf hoffen, dass die Zahl seiner Unterstützer groß genug ist, ihn weiter im Amt zu halten.

Jens Spahn ist nicht an einer Gruppenmoral gescheitert, sondern daran, dass die Diskrepanz zwischen seinem Anspruch an die Gesellschaft und dem persönlichen Agieren zu durchschaubar war und diese Diskrepanz auch für die gesamte CDU-Politik sichtbar wird.

Jens Spahn ist nicht als Lebensmodell gescheitert, sondern als Jens Spahn.

Er scheint hier aber auch einigermaßen dümmlich zu sein.
Hier geht es ja ganz konkret darum, dass die Union, und er auch ganz konkret persönlich, dafür geworben haben, eine Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich zu verbieten. Nur, um es dann nonchalant zu unterlaufen, im eigenen Privatleben. Wenn man ernsthaft glaubt, dass so etwas durchgehen kann, dann können wir hier den Parlamentarismus und Rechtsstaat auch einfach über Bord werfen.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Sonntag, 19.07.2026, 10:21 (vor 46 Tagen) @ FourrierTrans

Nicht nur hier !
Er kann halt nicht aus seiner Haut; der IQ ist angeboren! Da kannste machen nix…

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 22:16 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Er scheint hier aber auch einigermaßen dümmlich zu sein.
Hier geht es ja ganz konkret darum, dass die Union, und er auch ganz konkret persönlich, dafür geworben haben, eine Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich zu verbieten. Nur, um es dann nonchalant zu unterlaufen, im eigenen Privatleben. Wenn man ernsthaft glaubt, dass so etwas durchgehen kann, dann können wir hier den Parlamentarismus und Rechtsstaat auch einfach über Bord werfen.

Man kann das Ganze nicht losgelöst von der bisherigen Geschichte von Jens Spahn betrachten. Der Mann gehört der unter Politikern durchaus nicht sonderlich verbreiteten Typ, an dem bisher alles abperlte. Spahn war in eine ganze Reihe von Skandalen verwickelt, von denen jeder einzelne die meisten anderen Politikerinnen oder Politiker aus dem Amt gehebelt hätte. Dies dürfte dazu geführt haben, dass sich Spahn für unantastbar hielt. Ich bin mir sicher, er war bis mindestens gestern zutiefst davon überzeugt, er würde auch dieses Mal damit durchkommen.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:20 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Er scheint hier aber auch einigermaßen dümmlich zu sein.
Hier geht es ja ganz konkret darum, dass die Union, und er auch ganz konkret persönlich, dafür geworben haben, eine Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich zu verbieten. Nur, um es dann nonchalant zu unterlaufen, im eigenen Privatleben. Wenn man ernsthaft glaubt, dass so etwas durchgehen kann, dann können wir hier den Parlamentarismus und Rechtsstaat auch einfach über Bord werfen.


Man kann das Ganze nicht losgelöst von der bisherigen Geschichte von Jens Spahn betrachten. Der Mann gehört der unter Politikern durchaus nicht sonderlich verbreiteten Typ, an dem bisher alles abperlte. Spahn war in eine ganze Reihe von Skandalen verwickelt, von denen jeder einzelne die meisten anderen Politikerinnen oder Politiker aus dem Amt gehebelt hätte. Dies dürfte dazu geführt haben, dass sich Spahn für unantastbar hielt. Ich bin mir sicher, er war bis mindestens gestern zutiefst davon überzeugt, er würde auch dieses Mal damit durchkommen.

Ich bin da so tief nicht drin. Ich weiß, dass es unzählige Skandale gibt bei der Causa Spahn.
Aber waren die so ein-eindeutig, beim Unterlaufen eines deutschen Gesetzes, wie dieser Fall? Das wird ja jedem Laien sofort klar, was hier gelaufen ist.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 13:08 (vor 46 Tagen) @ FourrierTrans

Ich bin da so tief nicht drin. Ich weiß, dass es unzählige Skandale gibt bei der Causa Spahn.
Aber waren die so ein-eindeutig, beim Unterlaufen eines deutschen Gesetzes, wie dieser Fall? Das wird ja jedem Laien sofort klar, was hier gelaufen ist.

Einiges, was Jens Spahn vorgeworfen wird, würde in der Privatwirtschaft in die Kategorie Verstoß gegen Compliance-Regeln fallen. Beispielsweise hat er 2017 vom Pharma-Manager Markus Leyck Dieken eine Eigentumswohnung für fast eine Million Euro gekauft. 2019 berief er den Mann dann zum Geschäftsführer der bundeseigenen Gematik GmbH und stockte sein Gehalt deutlich auf. Macht man so etwas als verantwortliche Person in der Privatwirtschaft, dann kann das durchaus zum Rauswurf führen.

Finanziert hat er seine Immobiliengeschäfte zunächst über Kredite der Sparkasse Westmünsterland, bei der wenige Jahre zuvor im Verwaltungsrat gesessen hatte. Seine Villa in Berlin, die er 2020 (?) gekauft hatte, wurde von der Sparkasse voll finanziert, man verzichtete auf einen Eigenanteil, der sonst in der Regel verlangt wird. Die Kreditsumme überschritt den Kaufpreis sogar knapp. Später wurde dann bekannt, dass Spahn über die Grundbuchabsicherung hinaus einen der Kreditsumme entsprechenden, auf einem österreichischen Geldinstitut hinterlegen Betrag aus unbekannter Quelle als zusätzliche Sicherheit gebracht hatte. Als das bekannt wurde, wurde zunächst behauptet, das Geld stamme aus einer Erbschaft von Spahns Ehemann. Das wurde dann später widerlegt. Offiziell ist nicht bekannt, wer die Summe zur Verfügung gestellt hatte. Laut Spiegel weist aber alles auf einen Milliardär aus dem Umfeld von Peter Thiel hin.

Jens Spahns größtes Versagen fand während der Corona-Politik statt. Seine Masken-Bestellungen gerieten völlig außer Kontrolle, es entstand ein Schaden in mindestens dreistelliger Millionenhöhe. Dabei wurden teilweise bestimmte Anbieter bevorzugt, zum Beispiel ein Konsortium um Andrea Tandler, Tochter des ehemaligen CSU-Generalsekretärs. Eine größere Anzahl von Klagen von Maskenlieferanten sind noch nicht rechtskräftig entschieden. Falls die sich jeweils vor Gericht durchsetzen sollten, dann droht der Schaden auf eine Summe von mehr als einer Milliarde Euro anzuwachsen. Alleine durch sein damaliges Handeln hatte er sich eigentlich für jede herausragende Position disqualifiziert.

Und das sind nur die Beispiele, die mir spontan einfallen. Einiges andere findet man beispielsweise bei Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Spahn#Kontroversen

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 22:13 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

In seiner Erklärung schreibt er: Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.

Er hatte also von seiner CDU-Fraktion etwas anderes erwartet. Völlig zu Recht. Maskengeschäfte, Vetternwirtschaft und Kungelei haben die CDU nicht gestört. Es gab keine Rücktrittsforderungen. Nicht aus dem Sauerland und nicht aus Bayern, und von daher konnte er schon damit rechnen oder darauf hoffen, dass die Zahl seiner Unterstützer groß genug ist, ihn weiter im Amt zu halten.

Jens Spahn ist nicht an einer Gruppenmoral gescheitert, sondern daran, dass die Diskrepanz zwischen seinem Anspruch an die Gesellschaft und dem persönlichen Agieren zu durchschaubar war und diese Diskrepanz auch für die gesamte CDU-Politik sichtbar wird.

Jens Spahn ist nicht als Lebensmodell gescheitert, sondern als Jens Spahn.


Er scheint hier aber auch einigermaßen dümmlich zu sein.
Hier geht es ja ganz konkret darum, dass die Union, und er auch ganz konkret persönlich, dafür geworben haben, eine Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich zu verbieten. Nur, um es dann nonchalant zu unterlaufen, im eigenen Privatleben. Wenn man ernsthaft glaubt, dass so etwas durchgehen kann, dann können wir hier den Parlamentarismus und Rechtsstaat auch einfach über Bord werfen.

Nicht ganz. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Es ist aber nicht verboten, das Kind aus einer Leihmutterschaft in Deutschland aufzunehmen bzw. aufzuziehen.
Sucht man sich eine Leihmutter in Deutschland sieht das anders aus.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:18 (vor 47 Tagen) @ istar

In seiner Erklärung schreibt er: Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.

Er hatte also von seiner CDU-Fraktion etwas anderes erwartet. Völlig zu Recht. Maskengeschäfte, Vetternwirtschaft und Kungelei haben die CDU nicht gestört. Es gab keine Rücktrittsforderungen. Nicht aus dem Sauerland und nicht aus Bayern, und von daher konnte er schon damit rechnen oder darauf hoffen, dass die Zahl seiner Unterstützer groß genug ist, ihn weiter im Amt zu halten.

Jens Spahn ist nicht an einer Gruppenmoral gescheitert, sondern daran, dass die Diskrepanz zwischen seinem Anspruch an die Gesellschaft und dem persönlichen Agieren zu durchschaubar war und diese Diskrepanz auch für die gesamte CDU-Politik sichtbar wird.

Jens Spahn ist nicht als Lebensmodell gescheitert, sondern als Jens Spahn.


Er scheint hier aber auch einigermaßen dümmlich zu sein.
Hier geht es ja ganz konkret darum, dass die Union, und er auch ganz konkret persönlich, dafür geworben haben, eine Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich zu verbieten. Nur, um es dann nonchalant zu unterlaufen, im eigenen Privatleben. Wenn man ernsthaft glaubt, dass so etwas durchgehen kann, dann können wir hier den Parlamentarismus und Rechtsstaat auch einfach über Bord werfen.


Nicht ganz. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Es ist aber nicht verboten, das Kind aus einer Leihmutterschaft in Deutschland aufzunehmen bzw. aufzuziehen.
Sucht man sich eine Leihmutter in Deutschland sieht das anders aus.

Indirekt unterläuft er damit das eigene Gesetz aber schon oder er stellt es inhaltlich zumindest massiv infrage.
Das wäre ungefähr so, als wenn man sagen würde, einen Auerhahn darf man in Deutschland nicht schießen, fährt dafür aber ins Ausland, um ihn da zu schießen und ihn dann an die Wand zu hängen. Ist faktisch kein Vergehen, aber führt das eigene Gesetz ad absurdum.

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

Spekka, Montag, 20.07.2026, 07:08 (vor 46 Tagen) @ FourrierTrans

Das hätte Adeyemi mal als Verteidigung bei der Mystery Box nehmen sollen: "Der Schlagring ist zwar in Deutschland verboten, aber ich hab den im Ausland gekauft, wo er legal ist und dann eingeführt!"

Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 07:25 (vor 46 Tagen) @ Spekka

Das hätte Adeyemi mal als Verteidigung bei der Mystery Box nehmen sollen: "Der Schlagring ist zwar in Deutschland verboten, aber ich hab den im Ausland gekauft, wo er legal ist und dann eingeführt!"

Schau mal hier:

https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 20:38 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Auch wenn ich den Bosbach nicht gut finde, unterschreibe ich, was er gesagt hat: „Wenn es um die grundsätzlichen Positionen einer C-Partei gehe, dürfe es keine Unklarheit geben. Es sei fatal, „wenn der Eindruck entsteht, Politiker machen Regeln, an die sich 84 Millionen Menschen halten sollten – und wenn sie selbst betroffen sind, dann finden sie schon einen Umweg.“

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 20:21 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Warum ein Spahn schon längst ins politische Exil gemusst hätte.
Spätestens als er an der Einladung des bekennenden Antidemokraten Thiel teilnahm.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

majae, Muc, Samstag, 18.07.2026, 21:36 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Warum ein Spahn schon längst ins politische Exil gemusst hätte.
Spätestens als er an der Einladung des bekennenden Antidemokraten Thiel teilnahm.

In Spanien verknackt man korrupte Politiker zu langen Haftstrafen, bei uns werden sie franktionsvorsitzende der Union.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

rvnvon1909, Celle, Samstag, 18.07.2026, 22:01 (vor 47 Tagen) @ majae

Und selbst hier im Forum wird ihm auch noch der rote Teppich ausgerollt. Oder zumindest mal sowas wie ein moralischer Konflikt und Menschlichkeit unterstellt.

Spahn ist ein korrupter Verbrecher und einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen kein Vertrauen mehr in die Politik haben.

Wo sind die 5 Milliarden JENS?

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:04 (vor 47 Tagen) @ rvnvon1909

Und selbst hier im Forum wird ihm auch noch der rote Teppich ausgerollt. Oder zumindest mal sowas wie ein moralischer Konflikt und Menschlichkeit unterstellt.

Spahn ist ein korrupter Verbrecher und einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen kein Vertrauen mehr in die Politik haben.

Wo sind die 5 Milliarden JENS?

Ich kann mich nicht erinnern. :-)

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Frankonius, Frankfurt, Samstag, 18.07.2026, 22:00 (vor 47 Tagen) @ majae

Und nach einem Rücktritt gibt es in der Regel einen gut bezahlten Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben (Fiege Logistik?).

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

haweka, Sonntag, 19.07.2026, 00:21 (vor 47 Tagen) @ Frankonius

Und nach einem Rücktritt gibt es in der Regel einen gut bezahlten Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben (Fiege Logistik?).

Ein Job bei Fiege wäre mehr als fair. Der Vertrag von 1,5 Milliarden mit Fiege "ohne Teilnahmewettbewerb" als zentraler Beschaffer und Verteiler von Masken sollte jeder Kumpel honorieren.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Schoeneschooh, CDMX, Samstag, 18.07.2026, 22:06 (vor 47 Tagen) @ Frankonius

Ich würde mich nicht wundern, wenn der Kerl in den nächsten Jahren in eine Steueroase auswandert.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 00:03 (vor 47 Tagen) @ Schoeneschooh

Ein solcher Charakter wie Spahn ändert sich nicht. Von daher wäre es doch prima, wenn sich der Widerling komplett aus der deutschen Politik abmeldet.

Ein Job bei der FIFA oder UEFA würde gut zu ihm passen.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

istar, Samstag, 18.07.2026, 22:04 (vor 47 Tagen) @ Frankonius

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.

Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 23:23 (vor 47 Tagen) @ istar

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.


Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?

Spielen wir heute wieder advocatus diaboli?


Zu deiner Frage: Ne, der gehört in eine Wäscherei einer JVA.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

istar, Samstag, 18.07.2026, 23:57 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.


Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?


Spielen wir heute wieder advocatus diaboli?

Zu deiner Frage: Ne, der gehört in eine Wäscherei einer JVA.

Dann zeig ihn doch bei irgendeiner Staatsanwaltschaft an,wenn du das meinst.

Ich versteh dein Problem aber nicht. Steuerhinterziehung findest du doch ganz okay, wie du neulich kundgetan hast.

Da kann der eigene moralische Anspruch ja so hoch nicht sein. Jedenfalls auch nicht höher als bei Jensemann.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Samstag, 18.07.2026, 23:46 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.


Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?


Spielen wir heute wieder advocatus diaboli?


Zu deiner Frage: Ne, der gehört in eine Wäscherei einer JVA.

Hey, ProTipp: Für Dinge, für die man gemeinhin in die JVA muss (die von euch wahrscheinlich niemand von Innen gesehen hat), also im Regelfall Verbrechen gibt's so eine Institution, die das verfolgt. Staatsanwaltschaft nennt die sich. Oder gibt's da vielleicht gar keinen Straftatbestand und es geht wieder eher um niedere Instinkte?

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 11:56 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.


Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?


Spielen wir heute wieder advocatus diaboli?


Zu deiner Frage: Ne, der gehört in eine Wäscherei einer JVA.


Hey, ProTipp: Für Dinge, für die man gemeinhin in die JVA muss (die von euch wahrscheinlich niemand von Innen gesehen hat), also im Regelfall Verbrechen gibt's so eine Institution, die das verfolgt. Staatsanwaltschaft nennt die sich. Oder gibt's da vielleicht gar keinen Straftatbestand und es geht wieder eher um niedere Instinkte?

Hey Marc, ProTipp: das deutsche Justiz Wesen ist nicht das Maß aller Dinge, auch wenn es dir aufgrund deiner eigenen Teilnahme vermutlich schwer fällt zu glauben.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 12:40 (vor 46 Tagen) @ majae

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.


Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?


Spielen wir heute wieder advocatus diaboli?


Zu deiner Frage: Ne, der gehört in eine Wäscherei einer JVA.


Hey, ProTipp: Für Dinge, für die man gemeinhin in die JVA muss (die von euch wahrscheinlich niemand von Innen gesehen hat), also im Regelfall Verbrechen gibt's so eine Institution, die das verfolgt. Staatsanwaltschaft nennt die sich. Oder gibt's da vielleicht gar keinen Straftatbestand und es geht wieder eher um niedere Instinkte?


Hey Marc, ProTipp: das deutsche Justiz Wesen ist nicht das Maß aller Dinge, auch wenn es dir aufgrund deiner eigenen Teilnahme vermutlich schwer fällt zu glauben.

Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber Menschen, die ich nicht mag, ins Gefängnis zu stecken, war schon bei Tropico 4 kein Erfolgsrezept.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 13:03 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber Menschen, die ich nicht mag, ins Gefängnis zu stecken, war schon bei Tropico 4 kein Erfolgsrezept.

Nichts verstanden.
Merz mag ich auch nicht, genauso wenig meinen Vermieter nach meiner letzten Mieterhöhung. Würde dennoch niemals fordern, diese deswegen ins Gefängnis zu stecken.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

TerraP, Köln, Sonntag, 19.07.2026, 13:07 (vor 46 Tagen) @ majae

Gut. Und für solche Entscheidungen ist aber wohl hierzulande die deutsche Justiz das Maß aller Dinge.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 20:16 (vor 46 Tagen) @ TerraP

Gut. Und für solche Entscheidungen ist aber wohl hierzulande die deutsche Justiz das Maß aller Dinge.

Für die Entscheidung, ob Jens Spahn die nächsten Jahre in der JVA verbringt, eine eine Bewährungs-/Geldstrafe oder unbescholten davon kommt, ist natürlich nur die deutsche Justiz verantwortlich - wer sonst? Für ein abschließendes moralisches Urteil ist die Justiz aber nicht das Maß aller Dinge. Und auch wenn Marc es hier mehrmals unterstellen mag, persönliche Sympathie/abneigung spielt da keine Rolle.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

TerraP, Köln, Sonntag, 19.07.2026, 20:42 (vor 46 Tagen) @ majae

Marc hat sich eindeutig auf "ins Gefängnis stecken" bezogen.

Für moralische Bewertungen gibt's kein Maß aller Dinge, insofern ist das auch einfach.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

majae, Muc, Montag, 20.07.2026, 12:29 (vor 45 Tagen) @ TerraP

Marc hat sich eindeutig auf "ins Gefängnis stecken" bezogen.

Für moralische Bewertungen gibt's kein Maß aller Dinge, insofern ist das auch einfach.

Ich versteh nicht worauf du hinaus willst. Ich halte es für falsch, dass Spahn keinerlei juristische Konsequenzen befürchten muss. Marc behauptet das habe mit fehlender Sympathie zu tun, das bestreite ich ganz entschieden. Dass die Entscheidung über eine Anklage und das dann daraus ergebende Urteil allein bei der Justiz liegt, ist klar. Ich bin aber nicht so naiv, zu denken, dass die Justiz da immer frei und objektiv entscheidet. Ist für mich ungefähr auf der gleichen Ebene, wie zu denken, dass bei uns keine Korruption existieren würde.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 12:58 (vor 45 Tagen) @ majae

Marc hat sich eindeutig auf "ins Gefängnis stecken" bezogen.

Für moralische Bewertungen gibt's kein Maß aller Dinge, insofern ist das auch einfach.


Ich versteh nicht worauf du hinaus willst. Ich halte es für falsch, dass Spahn keinerlei juristische Konsequenzen befürchten muss. Marc behauptet das habe mit fehlender Sympathie zu tun, das bestreite ich ganz entschieden. Dass die Entscheidung über eine Anklage und das dann daraus ergebende Urteil allein bei der Justiz liegt, ist klar. Ich bin aber nicht so naiv, zu denken, dass die Justiz da immer frei und objektiv entscheidet. Ist für mich ungefähr auf der gleichen Ebene, wie zu denken, dass bei uns keine Korruption existieren würde.

Die Frage ist zunächst, ob Jens Spahn sich in der Vergangenheit strafbar gemacht hat. Aktuell sehe ich da nichts, wo das offensichtlich der Fall wäre. Was bisher bekannt ist, geht eher in Richtung von etwas, was man in der Privatwirtschaft als "Compliance-Verstöße" bezeichnet. Allerdings ist vieles nicht aufgeklärt. In Sachen Masken könnte ein Untersuchungsausschuss weitere Klarheit bringen.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 13:06 (vor 46 Tagen) @ majae

Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber Menschen, die ich nicht mag, ins Gefängnis zu stecken, war schon bei Tropico 4 kein Erfolgsrezept.


Nichts verstanden.
Merz mag ich auch nicht, genauso wenig meinen Vermieter nach meiner letzten Mieterhöhung. Würde dennoch niemals fordern, diese deswegen ins Gefängnis zu stecken.

https://bvb-forum.de/index.php?id=2946518

Nunja. Ich finde das halt so semi-toll, Menschen, die man nicht mag, in den Knast stecken zu wollen (unter anderem deswegen, weil ein Hafttag knapp € 200,00 kostet).

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 19:21 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber Menschen, die ich nicht mag, ins Gefängnis zu stecken, war schon bei Tropico 4 kein Erfolgsrezept.


Nichts verstanden.
Merz mag ich auch nicht, genauso wenig meinen Vermieter nach meiner letzten Mieterhöhung. Würde dennoch niemals fordern, diese deswegen ins Gefängnis zu stecken.


https://bvb-forum.de/index.php?id=2946518

Nunja. Ich finde das halt so semi-toll, Menschen, die man nicht mag, in den Knast stecken zu wollen (unter anderem deswegen, weil ein Hafttag knapp € 200,00 kostet).

https://bvb-forum.de/index.php?id=2946550 Lesen bildet

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 23:51 (vor 47 Tagen) @ MarcBVB

Und nach einem Rücktritt, gibt einen gut bezahltem Job in der freien Wirtschaft.
Im Fall von Spahn wird es da sicher Angebote von seinen Kumpels aus dem Münsterländer Mittelstand geben.


Ja und? Sollte man ihm vielleicht noch ein Arbeitsverbot erteilen?


Spielen wir heute wieder advocatus diaboli?


Zu deiner Frage: Ne, der gehört in eine Wäscherei einer JVA.


Hey, ProTipp: Für Dinge, für die man gemeinhin in die JVA muss (die von euch wahrscheinlich niemand von Innen gesehen hat), also im Regelfall Verbrechen gibt's so eine Institution, die das verfolgt. Staatsanwaltschaft nennt die sich. Oder gibt's da vielleicht gar keinen Straftatbestand und es geht wieder eher um niedere Instinkte?

Es geht dabei nicht um die Leihmutterschafts-Geschichte. Siehe übrigens majaes Antwort dazu.

Und ja, da gehört auch ein wenig Polemik dazu.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Frankonius, Frankfurt, Samstag, 18.07.2026, 22:11 (vor 47 Tagen) @ istar

Nein, aber wenn wir in unserem Job spektakulär Mist bauen, ist die Chance auf eine neue Beschäftigung nicht so gut.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 22:20 (vor 47 Tagen) @ Frankonius

Nein, aber wenn wir in unserem Job spektakulär Mist bauen, ist die Chance auf eine neue Beschäftigung nicht so gut.

Man darf das alles nicht so negativ sehen. Wer in der Politik sein Korruptiosexamen bestanden hat, ist fortan ein gern gesehener Gast in jedem Aufsichtsrat.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:24 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Nein, aber wenn wir in unserem Job spektakulär Mist bauen, ist die Chance auf eine neue Beschäftigung nicht so gut.


Man darf das alles nicht so negativ sehen. Wer in der Politik sein Korruptiosexamen bestanden hat, ist fortan ein gern gesehener Gast in jedem Aufsichtsrat.

Ich frage mich mittlerweile, ob das nicht in aller Regel der Antrieb für die allermeisten ist. "Ja Ulrike, aber vorher muss ich erst noch diesen Politiker-Bums machen. Jaha, ich beeile mich ja, schnell da raus zu kommen, um bei der XY AG einzusteigen." :-)

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Frankonius, Frankfurt, Samstag, 18.07.2026, 21:35 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Der Spiegel listet die vergangenen Affären noch mal auf. Mal nicht hinter der Paywall.
Am bekanntesten ist natürlich der Masken-Skandal.
Seine Nähe zu Thiel und MAGA finde ich persönlich noch schlimmer.

Spiegel-online

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 21:41 (vor 47 Tagen) @ Frankonius

Der Spiegel listet die vergangenen Affären noch mal auf. Mal nicht hinter der Paywall.
Am bekanntesten ist natürlich der Masken-Skandal.
Seine Nähe zu Thiel und MAGA finde ich persönlich noch schlimmer.

Spiegel-online

Der Artikel listet einen beträchtlichen Teil der Skandale auf, aber bei weitem nicht alle.

Da gab es ganz andere, gewichtigere Gründe

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 20:40 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Warum ein Spahn schon längst ins politische Exil gemusst hätte.
Spätestens als er an der Einladung des bekennenden Antidemokraten Thiel teilnahm.

Als Gast auf seinem letzten Geburtstag hatte er Holger Friedrich eingeladen. Zu DDR-Zeiten IM, später erfolgreicher Unternehmer, Besitzer der Berliner Zeitung und jetzt auch der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Ein Mann, der in der russischen Botschaft in Berlin ein und aus geht, der auch zum kürzlich in St. Petersburg von Wladimir Putin veranstalteten Wirtschaftsforum eingeladen war. Und augenscheinlich vernetzt mit Jens Spahn.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 19:53 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Ich frage mich, wie man für diese so offensichtliche Doppelmoral auch nur einen Ansatz von Verständnis haben kann.

Für den Kinderwunsch habe ich voll und ganz Verständnis, natürlich! Sich aber über all das hinwegzusetzen, was man seit 2017 durchgängig vertreten hat und das dann so zu „rechtfertigen“ wie in dem Interview mit Ronzheimer, ist einfach nur zum Fremdschämen.

Spahn hat sich geäußert, dass die Ehe für alle nicht zur Legalisierung der Leihmutterschaft führen solle und auf den Schutz der Frauen und die ethischen Probleme der Kommerzialisierung verwiesen.

Wie kann man es für normal halten, wenn ein Politiker, der sich seit 2017 in allen Wortbeiträgen in solcher Form gegen Leihmutterschaft ausgesprochen hat, plötzlich seine Meinung ändert, wenn er aus dem Meinungsumschwung persönliche Vorteile hat.

Wäre das, was er in dem Interview abgesondert hat, tatsächlich der Fall und Hätte er sein Mandat vor dem Kindskauf Niedergelegt, hätte man ihm seine Meinungsänderung ja vielleicht noch abkaufen können.

So aber War es nur ein weiterer „echter Spahn"„ und ich hoffe, dass dieser opportunistische Widerling In der Politik jetzt endlich Geschichte ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 21:33 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Ich frage mich, wie man für diese so offensichtliche Doppelmoral auch nur einen Ansatz von Verständnis haben kann.

Für den Kinderwunsch habe ich voll und ganz Verständnis, natürlich! Sich aber über all das hinwegzusetzen, was man seit 2017 durchgängig vertreten hat und das dann so zu „rechtfertigen“ wie in dem Interview mit Ronzheimer, ist einfach nur zum Fremdschämen.

Spahn hat sich geäußert, dass die Ehe für alle nicht zur Legalisierung der Leihmutterschaft führen solle und auf den Schutz der Frauen und die ethischen Probleme der Kommerzialisierung verwiesen.

Wie kann man es für normal halten, wenn ein Politiker, der sich seit 2017 in allen Wortbeiträgen in solcher Form gegen Leihmutterschaft ausgesprochen hat, plötzlich seine Meinung ändert, wenn er aus dem Meinungsumschwung persönliche Vorteile hat.

Wäre das, was er in dem Interview abgesondert hat, tatsächlich der Fall und Hätte er sein Mandat vor dem Kindskauf Niedergelegt, hätte man ihm seine Meinungsänderung ja vielleicht noch abkaufen können.

So aber War es nur ein weiterer „echter Spahn"„ und ich hoffe, dass dieser opportunistische Widerling In der Politik jetzt endlich Geschichte ist.

Ich würde hier sogar nocht weitergehen. Letztlich ist es keine Doppelmoral, sondern seine Äußerungen im Ronzheimer-Podcast ("Er kenne es "als Christ", dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben".") machen mich absolut fassungslos. Sie berühren den Kern dessen, wie ein Rechtsstaat funktionieren soll. Wenn ein Spitzenpolitiker, der selbst an der Gesetzgebung beteiligt ist, so argumentiert, wirkt das wie eine fundamentale Infragestellung des Rechtssystems. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie solche Aussagen zustandegekommen sind. Zudem ist es Wasser auf die Mühlen derer, die sagen "die da oben können machen was sie wollen". Wenngleich mir natürlich bewusst ist, wie quälend ein Kinderwunsch sein kann.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Talentförderer, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 22:17 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Wer als Politiker mit Religion argumentiert ist sowieso ungeeignet.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 22:04 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Ich würde hier sogar nocht weitergehen. Letztlich ist es keine Doppelmoral, sondern seine Äußerungen im Ronzheimer-Podcast ("Er kenne es "als Christ", dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben".") machen mich absolut fassungslos. Sie berühren den Kern dessen, wie ein Rechtsstaat funktionieren soll. Wenn ein Spitzenpolitiker, der selbst an der Gesetzgebung beteiligt ist, so argumentiert, wirkt das wie eine fundamentale Infragestellung des Rechtssystems. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie solche Aussagen zustandegekommen sind. Zudem ist es Wasser auf die Mühlen derer, die sagen "die da oben können machen was sie wollen". Wenngleich mir natürlich bewusst ist, wie quälend ein Kinderwunsch sein kann.

Ach, das ist seit Jahrhunderten gelebte katholische Tradition: Gehst du am Sonntag in den Puff, vergiss die Bibel nicht. Oder so ähnlich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:07 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Ich würde hier sogar nocht weitergehen. Letztlich ist es keine Doppelmoral, sondern seine Äußerungen im Ronzheimer-Podcast ("Er kenne es "als Christ", dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben".") machen mich absolut fassungslos. Sie berühren den Kern dessen, wie ein Rechtsstaat funktionieren soll. Wenn ein Spitzenpolitiker, der selbst an der Gesetzgebung beteiligt ist, so argumentiert, wirkt das wie eine fundamentale Infragestellung des Rechtssystems. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie solche Aussagen zustandegekommen sind. Zudem ist es Wasser auf die Mühlen derer, die sagen "die da oben können machen was sie wollen". Wenngleich mir natürlich bewusst ist, wie quälend ein Kinderwunsch sein kann.


Ach, das ist seit Jahrhunderten gelebte katholische Tradition: Gehst du am Sonntag in den Puff, vergiss die Bibel nicht. Oder so ähnlich.

Das ist aber sicherlich nicht nur bei der RK Kirche so.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 22:25 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Ich würde hier sogar nocht weitergehen. Letztlich ist es keine Doppelmoral, sondern seine Äußerungen im Ronzheimer-Podcast ("Er kenne es "als Christ", dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben".") machen mich absolut fassungslos. Sie berühren den Kern dessen, wie ein Rechtsstaat funktionieren soll. Wenn ein Spitzenpolitiker, der selbst an der Gesetzgebung beteiligt ist, so argumentiert, wirkt das wie eine fundamentale Infragestellung des Rechtssystems. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie solche Aussagen zustandegekommen sind. Zudem ist es Wasser auf die Mühlen derer, die sagen "die da oben können machen was sie wollen". Wenngleich mir natürlich bewusst ist, wie quälend ein Kinderwunsch sein kann.


Ach, das ist seit Jahrhunderten gelebte katholische Tradition: Gehst du am Sonntag in den Puff, vergiss die Bibel nicht. Oder so ähnlich.


Das ist aber sicherlich nicht nur bei der RK Kirche so.

In der katholischen Kirche geht man samstags in den Puff und sonntags zur Beichte. Das Ganze bleibt dann weiterhin geheim. Bei den Evangelikalen in den USA fliegt der Pastor mit den Spenden der Gemeinde nach Las Vegas, verzockt und verhurt das Geld, fliegt dann zurück in den Bible Belt, und gesteht dann seiner Gemeinde im Gottesdienst tränenreich seine Sünden. Und die Gemeinde nimmt den reuigen Sünder wieder in ihre Mitte auf. Bis zur nächsten Sünde.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:31 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Ich würde hier sogar nocht weitergehen. Letztlich ist es keine Doppelmoral, sondern seine Äußerungen im Ronzheimer-Podcast ("Er kenne es "als Christ", dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben".") machen mich absolut fassungslos. Sie berühren den Kern dessen, wie ein Rechtsstaat funktionieren soll. Wenn ein Spitzenpolitiker, der selbst an der Gesetzgebung beteiligt ist, so argumentiert, wirkt das wie eine fundamentale Infragestellung des Rechtssystems. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie solche Aussagen zustandegekommen sind. Zudem ist es Wasser auf die Mühlen derer, die sagen "die da oben können machen was sie wollen". Wenngleich mir natürlich bewusst ist, wie quälend ein Kinderwunsch sein kann.


Ach, das ist seit Jahrhunderten gelebte katholische Tradition: Gehst du am Sonntag in den Puff, vergiss die Bibel nicht. Oder so ähnlich.


Das ist aber sicherlich nicht nur bei der RK Kirche so.


In der katholischen Kirche geht man samstags in den Puff und sonntags zur Beichte. Das Ganze bleibt dann weiterhin geheim. Bei den Evangelikalen in den USA fliegt der Pastor mit den Spenden der Gemeinde nach Las Vegas, verzockt und verhurt das Geld, fliegt dann zurück in den Bible Belt, und gesteht dann seiner Gemeinde im Gottesdienst tränenreich seine Sünden. Und die Gemeinde nimmt den reuigen Sünder wieder in ihre Mitte auf. Bis zur nächsten Sünde.

Es gibt im Rahmen oder durch Religion allerlei Perversitäten und Absurditäten in dieser Welt.
Ich kenne jemanden, der Opfer von Bacha bazi wurde in seinem Heimatland. Gedeckt vom dortigen Klerus und wie er sagt, großflächig ausgelebt in den ländlichen Gebieten. Gruselig.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 20:03 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Ich frage mich, wie man für diese so offensichtliche Doppelmoral auch nur einen Ansatz von Verständnis haben kann.

Wenn man mal die Blase Forum als Referenz nimmt, sind das bisher 2 von Vielen und das sieht außerhalb der Blase Forum nicht viel anders aus.

Es gibt Themen, da gibt es 2 große Lager, hier nicht und das hat auch sehr viel mit der Person Spahn zu tun.

Und am Ende bleibt, dass Politiker der Altparteien wie immer Wasser predigen und Wein trinken und wer davon wieder profitiert, kann sich jeder denken.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 23:59 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 11:39 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?

Finde ich auch. Niemand sollte Begriffe nutzen, die schon in den 1980er Jahren von den Grünen benutzt wurden. Stichwort Stadtindianer.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 12:01 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?


Finde ich auch. Niemand sollte Begriffe nutzen, die schon in den 1980er Jahren von den Grünen benutzt wurden. Stichwort Stadtindianer.

Angst davor, dass die Grünen in Umfragen noch weiter zulegen könnten?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 12:25 (vor 46 Tagen) @ majae

Ich würde so etwas einfach ignorieren, habe es auch bewusst nicht zitiert. Das Thema ist wichtig, nicht nur der Rücktritt selbst, sondern auch die Frage, wie es angesichts der sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen der Welt zuspitzenden Lage weitergeht. Bereits jetzt geht die Diskussion über den ursprünglichen Anlass weit heraus. Meiner Meinung nach ist das auch nicht unbedingt schlecht. Aber eines sollte allen klar sein. Sobald das hier eskaliert, ist der Thread "dicht".

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 12:14 (vor 46 Tagen) @ majae

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?


Finde ich auch. Niemand sollte Begriffe nutzen, die schon in den 1980er Jahren von den Grünen benutzt wurden. Stichwort Stadtindianer.


Angst davor, dass die Grünen in Umfragen noch weiter zulegen könnten?

Nö. Aber "Altparteien" ist ein Begriff, den die Grünen schon in den 1980er Jahren genutzt haben. Klar, der Bernd hat ja auch zu wenig Grips, um etwas neues zu schaffen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 12:17 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?


Finde ich auch. Niemand sollte Begriffe nutzen, die schon in den 1980er Jahren von den Grünen benutzt wurden. Stichwort Stadtindianer.


Angst davor, dass die Grünen in Umfragen noch weiter zulegen könnten?


Nö. Aber "Altparteien" ist ein Begriff, den die Grünen schon in den 1980er Jahren genutzt haben. Klar, der Bernd hat ja auch zu wenig Grips, um etwas neues zu schaffen.

Es ist schon erstaunlich, wie du in einem Thread über einen cdu Politiker, in einem Strang über die AfD zu der Aussage kommst, dass man keine Kampfbegriffe der Grünen verwenden sollte.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 12:33 (vor 46 Tagen) @ majae

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?


Finde ich auch. Niemand sollte Begriffe nutzen, die schon in den 1980er Jahren von den Grünen benutzt wurden. Stichwort Stadtindianer.


Angst davor, dass die Grünen in Umfragen noch weiter zulegen könnten?


Nö. Aber "Altparteien" ist ein Begriff, den die Grünen schon in den 1980er Jahren genutzt haben. Klar, der Bernd hat ja auch zu wenig Grips, um etwas neues zu schaffen.


Es ist schon erstaunlich, wie du in einem Thread über einen cdu Politiker, in einem Strang über die AfD zu der Aussage kommst, dass man keine Kampfbegriffe der Grünen verwenden sollte.

Den Strang hast du aber schon gelesen? Ich finde das wirklich nicht okay, Gargamel wegen "Altparteien" anzugreifen. Die Nazis haben den Begriff halt nur von den Grünen geklaut.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 10:50 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Ich schreibe das so, wie ich es vernehme und da sind Begriffe wie Altparteien nun mal allgegenwärtig und das ich ja nicht meine Meinung, dass die Altparteien Wasser predigen und Wein trinken, sondern die Wahrnehmung derer, die die nun nicht mehr wählen und zur AfD oder ins Nichtwählerlager (leider nur sehr wenige) gewechselt sind.


Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?

In den "Altparteien" ist Vetternwirtschaft jedenfalls nicht unüblich (gewesen), aber die AfD hat das nun immer angeprangert und macht es genauso, vllt. sogar noch ausgeprägter, aber schaden tut es der Partei nicht.

Merz hat vor der Wahl Dinge versprochen, die er sofort gebrochen hat, seine Umfragewerte sind auch deshalb so mies.
Guck Dir an, was allein Spahn für Skandale aufzuweisen hat, das etablierte Politiker so einen schlechten Ruf, liegt u.a. auch an solchen Typen wie ihm.
Und da kann ich Deine Frage von unten mit aufgreifen...

Kannst du mal erläutern, was aus der Sicht eines offensichtlichen AfD-Smpathisanten die "Altparteien" ausmacht und was davon der braune, in weiten Teilen gesichert rechtsextreme Haufen besser macht?

Ich kann Dir eine Begründung geben, warum die einen Höhenflug in den Umfragen hinlegen, klingt zwar banal, höre ich aber sehr oft - die anderen Parteien waren lange an der Macht, haben es aber nicht hinbekommen (da wird alles aufgezählt, was man sich vorstellen kann), hat "mir" persönlich nichts gebracht, nun sollte die AfD eben regieren.
Deren Politiker sind unbekannt, haben keine (großen) Skandale im Rucksack, deshalb glaubt man denen, dass sie etwas anders machen können und darum ist es auch wumpe, dass darunter Nazis sind. Mit dem Begriff Nazi verschreckt man auch kaum noch einen. Es gibt im Osten ein Phänomen (unter Jugendlichen), das nennt sich "Abhitlern" und das sind nicht mal nur Nazis, das passiert auch aus Gaudi. Wenn die jemand dann aufgrund der Symbolik Nazi nennt, zucken die mit den Schultern.
Die fahren auch gerne mit Höcke und Ulrich Simson.

Aber, und das wird auch der AfD früher oder später auf die Füße fallen, sollten sie in Sachsen-Anhalt regieren und nix auf die Reihe bekommen, dann geht es wieder bergab, denn das Gemecker hört nicht auf, weil plötzlich deren Traum wahr wird und die Afd regiert.
Wenn nix läuft, Versprechungen umgesetzt werden, es besser wird - wird es definitiv nicht, wie auch - dann kriegt auch die AfD den Unmut zu spüren.
Immer noch auf die anderen zeigen, dass man doch gar nicht so kann, wie denn möchte, verfängt dann nicht mehr - bei denen, die die aus Protest wählen, den harten kern wird man leider nicht mehr los, aber das sind keine 20, 30, 40%.

"Altparteien"

Sascha, Dortmund, Sonntag, 19.07.2026, 12:03 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Für mich ist das auch ein Begriff, den man nicht nutzen sollte. Natürlich ist das ein Begriff, bei dem direkt weiß, wer damit gemeint ist und in gewisser Weise grenzt es auch Parteien der demokratischen Mitte von populistischen Parteien ab.

Was ich daran problematisch finde ist, dass wenn es "Altparteien" gibt, muss es auch "Neuparteien" geben. Mit "neu" verbindet man dann modern, aktuell, dem Zeitgeist entsprechend. "Alt" ist dagegen von gestern, unmodern und überholt.

Für mich transportiert man mit der Nutzung des Wortes unbewusst eine Darstellung, dass AfD, BSW etc. die Parteien sind, die die moderne Gegenwart abbilden.

"Altparteien"

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 12:22 (vor 46 Tagen) @ Sascha

Für mich ist das auch ein Begriff, den man nicht nutzen sollte. Natürlich ist das ein Begriff, bei dem direkt weiß, wer damit gemeint ist und in gewisser Weise grenzt es auch Parteien der demokratischen Mitte von populistischen Parteien ab.

Was ich daran problematisch finde ist, dass wenn es "Altparteien" gibt, muss es auch "Neuparteien" geben. Mit "neu" verbindet man dann modern, aktuell, dem Zeitgeist entsprechend. "Alt" ist dagegen von gestern, unmodern und überholt.

Für mich transportiert man mit der Nutzung des Wortes unbewusst eine Darstellung, dass AfD, BSW etc. die Parteien sind, die die moderne Gegenwart abbilden.

Ich glaube, das fasst es gut zusammen. Gargamel09 ist jemand, der die AfD glaubwürdig ablehnt. Ich hatte nichts dazu geschrieben, weil man sich für so etwas ein wenig Zeit lassen muss, ein Schnellschuss taugt da nichts. Du hast die wesentlichen Punkte genannt.

Anders als vielfach behauptet, hat die NSDAP den Begriff "Altparteien" kaum verwendet, dort sprach man von "Systemparteien". Aber auch dort sah man sich als die neue, moderne, den Zeitgeist verkörpernde Partei, während man SPD, Zentrum, Liberale, Konservative, etc. als Vertreter einer alten, untergehenden Zeit ansah. Da zeigt sich durchaus eine Parallele zum jetzigen Sprachgebrauch der AfD, auch wenn die "Altparteien" nicht erfunden, sondern sich nur angeeignet hat.

"Altparteien"

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 14:58 (vor 46 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 15:15

Anders als vielfach behauptet, hat die NSDAP den Begriff "Altparteien" kaum verwendet, dort sprach man von "Systemparteien". Aber auch dort sah man sich als die neue, moderne, den Zeitgeist verkörpernde Partei, während man SPD, Zentrum, Liberale, Konservative, etc. als Vertreter einer alten, untergehenden Zeit ansah. Da zeigt sich durchaus eine Parallele zum jetzigen Sprachgebrauch der AfD, auch wenn die "Altparteien" nicht erfunden, sondern sich nur angeeignet hat.

Dann hat sich die AfD den Begriff sozusagen angeeignet uns wir müssen und diesen zurückholen. War doch hier vor kurzem auch mal Thema, dass man sich Wörter von der AfD nicht (mehr) wegnehmen lassen sollte, gut, Altparteien ist jetzt nun nicht gerade der geilste begriff dafür, aber man darf da nicht wählerisch sein ;)

"Altparteien"

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 12:39 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Das sehe ich exakt auch so. Und es ist - wie bereits mehrfach dargelegt - eigentlich kein originärer Begriff der Nazis. Die heutige Nachgeburt spricht eher von "Kartellparteien", das Original nutzte den Begriff "Systemparteien".

Und der Begriff "Altparteien" ist in den 80ern durch die Grünen geprägt worden. Wenn die Nazis das jetzt nutzen, dann maßen sie sich also den Sprachgebrauch der Grünen aus den 80ern an.

"Altparteien"

markus, Sonntag, 19.07.2026, 14:00 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Das sehe ich exakt auch so. Und es ist - wie bereits mehrfach dargelegt - eigentlich kein originärer Begriff der Nazis. Die heutige Nachgeburt spricht eher von "Kartellparteien", das Original nutzte den Begriff "Systemparteien".

Und der Begriff "Altparteien" ist in den 80ern durch die Grünen geprägt worden. Wenn die Nazis das jetzt nutzen, dann maßen sie sich also den Sprachgebrauch der Grünen aus den 80ern an.

Der Begriff mag in den 80ern von den Grünen genutzt worden sein. Heute wird der Begriff aber vor allem von AfD und anderen rechtspopulistischen Akteuren als abwertender Kampfbegriff verwendet, um die demokratischen Parteien pauschal als einen gemeinsamen Block darzustellen.

"Altparteien"

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 14:20 (vor 46 Tagen) @ markus

Der Begriff mag in den 80ern von den Grünen genutzt worden sein. Heute wird der Begriff aber vor allem von AfD und anderen rechtspopulistischen Akteuren als abwertender Kampfbegriff verwendet, um die demokratischen Parteien pauschal als einen gemeinsamen Block darzustellen.

Das weiß der Marc doch! Den muss (und kann) man einfach nicht ernst nehmen, der will doch nur spielen und ein wenig zündeln.

"Altparteien"

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 13:53 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Was deinen irrationalen Hass gegen die Grünen angeht, stehst du auf einer Stufe mit Maggus. wobei der im Gegensatz zu dir trotz dem Einstehen für die traditionelle deutsche Staatsräson gegenüber Israel die Verbrechen von Tieren wie Natanjahu kritisiert.

"Altparteien"

Lordran, Sonntag, 19.07.2026, 14:29 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Was deinen irrationalen Hass gegen die Grünen angeht, stehst du auf einer Stufe mit Maggus. wobei der im Gegensatz zu dir trotz dem Einstehen für die traditionelle deutsche Staatsräson gegenüber Israel die Verbrechen von Tieren wie Natanjahu kritisiert.

Was ist an Fakten irrationaler Hass?
Der Begriff „Altparteien“ stammt aus den 80ern von den Grünen. Das findest du nach 10 Sekunden Recherche heraus.

Kartellparteien, nicht Altparteien

Alones, Sonntag, 19.07.2026, 12:28 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Das ist zumindest der Sprachgebrauch von Höcke. Keine Ahnung, ob und wie oft die noch den Begriff "Altparteien" verwenden, aber mittlerweile sprechen die aus meiner Sicht eher von "Kartellparteien".

Kartellparteien, nicht Altparteien

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 12:39 (vor 46 Tagen) @ Alones

Das ist zumindest der Sprachgebrauch von Höcke. Keine Ahnung, ob und wie oft die noch den Begriff "Altparteien" verwenden, aber mittlerweile sprechen die aus meiner Sicht eher von "Kartellparteien".

Auch "Altparteien" findet man noch regelmäßig bei der AfD. "Kartellparteien" wohl deshalb, weil man den Eindruck vermitteln will "Alle anderen Kinder sind böse, die wollen nicht mit mir spielen!".

Kartellparteien, nicht Altparteien

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 13:54 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Alle anderen Kinder sind böse, die wollen nicht mit mir spielen!

Würde mich nicht wundern, wenn der braune Bernd das früher genauso erlebt hat.

"Altparteien"

Chappi1991 , Sonntag, 19.07.2026, 12:21 (vor 46 Tagen) @ Sascha

Was ich daran problematisch finde ist, dass wenn es "Altparteien" gibt, muss es auch "Neuparteien" geben. Mit "neu" verbindet man dann modern, aktuell, dem Zeitgeist entsprechend. "Alt" ist dagegen von gestern, unmodern und überholt.

Das korrekte Gegenstück zur "Altpartei" ist "Neonazi". Gern geschehen.

"Altparteien"

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 12:12 (vor 46 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 12:16

Für mich ist das auch ein Begriff, den man nicht nutzen sollte. Natürlich ist das ein Begriff, bei dem direkt weiß, wer damit gemeint ist und in gewisser Weise grenzt es auch Parteien der demokratischen Mitte von populistischen Parteien ab.

Was ich daran problematisch finde ist, dass wenn es "Altparteien" gibt, muss es auch "Neuparteien" geben. Mit "neu" verbindet man dann modern, aktuell, dem Zeitgeist entsprechend. "Alt" ist dagegen von gestern, unmodern und überholt.

Für mich transportiert man mit der Nutzung des Wortes unbewusst eine Darstellung, dass AfD, BSW etc. die Parteien sind, die die moderne Gegenwart abbilden.

Die Rechten wissen eben, wie sie etwas auf den Punkt bringen können, genauso wie Remigration, Lügenpresse u.s.w. Die sind online nicht nur aktiver, deren Inhalte verfangen viel schneller, weil sie eben nicht um den heißen Brei herumreden müssen. Tiktok ist wie für sie gemacht, darum dominieren die dort auch den Diskurs und holen die Jugendlichen mit simplen, aber verständlichen, einprägsamen Inhalten ab. Da hinken alle anderen meilenweit hinterher.

Ulrich in Sachsen-Anhalt, hat 500K Follower (da werden manche Influencer neidisch) auf diversen Plattformen, Schulze nur irgendwas um die 10K

"Altparteien"

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 12:42 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Ulrich in Sachsen-Anhalt, hat 500K Follower (da werden manche Influencer neidisch) auf diversen Plattformen, Schulze nur irgendwas um die 10K

War mir gar nicht bekannt, dass ich so viele Anhänger in Sachsen-Anhalt habe, und das, ohne dort aktiv zu sein ;-)

Was die Follower bei AfDlern angeht, sind die allerdings wohl in sehr hohem Umfang gekauft und/oder Bots.

X legt wohl mittlerweile offen, wo sich ein Account befindet. Und - Überraschung - die meisten Anhänger hat beispielsweise Alice Weidel in Nigeria.

"Altparteien"

Garum, Bornum am Harz, Sonntag, 19.07.2026, 13:17 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Ulrich in Sachsen-Anhalt, hat 500K Follower (da werden manche Influencer neidisch) auf diversen Plattformen, Schulze nur irgendwas um die 10K


War mir gar nicht bekannt, dass ich so viele Anhänger in Sachsen-Anhalt habe, und das, ohne dort aktiv zu sein ;-)

Was die Follower bei AfDlern angeht, sind die allerdings wohl in sehr hohem Umfang gekauft und/oder Bots.

X legt wohl mittlerweile offen, wo sich ein Account befindet. Und - Überraschung - die meisten Anhänger hat beispielsweise Alice Weidel in Nigeria.

[/b]
Das kann nur daran liegen das Sie blond ist.:-)

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 11:13 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Ich schreibe das so, wie ich es vernehme und da sind Begriffe wie Altparteien nun mal allgegenwärtig

Unter Rechtsextremen ist der Begriff allgegenwärtig.

So findet sich das Schlagwort vielfach in Reden des Landesvorsitzenden der AfD in Thüringen, Björn Höcke. Dieser äußerte beispielsweise 2015: „Die Altparteien lösen Deutschland auf, wie ein Stück Seife unter einem Strahl lauwarmen Wassers.“[1] In ähnlicher Weise sprach der Bundessprecher der AfD, Stephan Brandner, 2020 in Bezug auf die Ausschreitungen und Plünderungen in Stuttgart 2020 davon, dass die „Kuschelpolitik der Altparteien für den Straßenterror in Stuttgart“ verantwortlich sei.[2] Der Vorsitzende der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, wiederum machte mit der Formulierung „Die Altparteien hofieren Antisemiten“ von sich reden.[3]

Der Begriff der Altpartei findet sich auch bei der rechtsextremistischen NPD (jetzt Die Heimat)[4] oder den Republikanern[5]. Nicht selten wird, beispielsweise durch den Politikwissenschaftler Wolfgang Bergem[6], „eine spezifische semantische Prägung“ durch die Sprache des Nationalsozialismus angenommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Altpartei#:~:text=“-,Definition,Begriff%20nur%20in%20Einzelfällen%20Verwendung.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 11:23 (vor 46 Tagen) @ markus

Ich schreibe das so, wie ich es vernehme und da sind Begriffe wie Altparteien nun mal allgegenwärtig


Unter Rechtsextremen ist der Begriff allgegenwärtig.

So findet sich das Schlagwort vielfach in Reden des Landesvorsitzenden der AfD in Thüringen, Björn Höcke. Dieser äußerte beispielsweise 2015: „Die Altparteien lösen Deutschland auf, wie ein Stück Seife unter einem Strahl lauwarmen Wassers.“[1] In ähnlicher Weise sprach der Bundessprecher der AfD, Stephan Brandner, 2020 in Bezug auf die Ausschreitungen und Plünderungen in Stuttgart 2020 davon, dass die „Kuschelpolitik der Altparteien für den Straßenterror in Stuttgart“ verantwortlich sei.[2] Der Vorsitzende der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, wiederum machte mit der Formulierung „Die Altparteien hofieren Antisemiten“ von sich reden.[3]

Der Begriff der Altpartei findet sich auch bei der rechtsextremistischen NPD (jetzt Die Heimat)[4] oder den Republikanern[5]. Nicht selten wird, beispielsweise durch den Politikwissenschaftler Wolfgang Bergem[6], „eine spezifische semantische Prägung“ durch die Sprache des Nationalsozialismus angenommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Altpartei#:~:text=“-,Definition,Begriff%20nur%20in%20Einzelfällen%20Verwendung.

er ist aber mittlerweile auch in den Sprachgebrauch nicht nur des normalen AfD Wählers übergegangen, da schert sich dann auch kein drum, wo der Ursprung liegt

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 14:10 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

er ist aber mittlerweile auch in den Sprachgebrauch nicht nur des normalen AfD Wählers übergegangen, da schert sich dann auch kein drum, wo der Ursprung liegt.

Kommt wahrscheinlich darauf an, in welchem Umfeld man sich bewegt. Ich kenne niemanden, der diesen Begriff verwendet.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 11:58 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Ich schreibe das so, wie ich es vernehme und da sind Begriffe wie Altparteien nun mal allgegenwärtig


Unter Rechtsextremen ist der Begriff allgegenwärtig.

So findet sich das Schlagwort vielfach in Reden des Landesvorsitzenden der AfD in Thüringen, Björn Höcke. Dieser äußerte beispielsweise 2015: „Die Altparteien lösen Deutschland auf, wie ein Stück Seife unter einem Strahl lauwarmen Wassers.“[1] In ähnlicher Weise sprach der Bundessprecher der AfD, Stephan Brandner, 2020 in Bezug auf die Ausschreitungen und Plünderungen in Stuttgart 2020 davon, dass die „Kuschelpolitik der Altparteien für den Straßenterror in Stuttgart“ verantwortlich sei.[2] Der Vorsitzende der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, wiederum machte mit der Formulierung „Die Altparteien hofieren Antisemiten“ von sich reden.[3]

Der Begriff der Altpartei findet sich auch bei der rechtsextremistischen NPD (jetzt Die Heimat)[4] oder den Republikanern[5]. Nicht selten wird, beispielsweise durch den Politikwissenschaftler Wolfgang Bergem[6], „eine spezifische semantische Prägung“ durch die Sprache des Nationalsozialismus angenommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Altpartei#:~:text=“-,Definition,Begriff%20nur%20in%20Einzelfällen%20Verwendung.


er ist aber mittlerweile auch in den Sprachgebrauch nicht nur des normalen AfD Wählers übergegangen, da schert sich dann auch kein drum, wo der Ursprung liegt

„Altparteien“ ist ein politischer Kampfbegriff, der gezielt abwertet und alle anderen demokratischen Parteien zu einem angeblich einheitlichen Block erklärt. Den Begriff sollten Demokraten nicht nutzen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 22:00 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09


Und am Ende bleibt, dass Politiker der Altparteien wie immer Wasser predigen und Wein trinken und wer davon wieder profitiert, kann sich jeder denken.

Na dann lass uns doch fröhlich die "Neupartei" wählen. Bei denen ist das ja ganz anders. Lauter Ehrenmänner und Ehrenfrauen,patriotisch ausschließlich fürs Gemeinwohl ackernd, räumen Sie auf mit diesem Sumpf der Altparteien.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Hatebreed, Samstag, 18.07.2026, 20:39 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Und am Ende bleibt, dass Politiker der Altparteien wie immer Wasser predigen und Wein trinken und wer davon wieder profitiert, kann sich jeder denken.

Dann bitte weitere Beispiele.

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Block 24

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TerraP, Köln, Samstag, 18.07.2026, 20:17 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Ich denke, es gibt auch oder gerade in "Neuparteien" viele, die irgendwas predigen, Hauptsache, es hilft ihnen teures Gesöff trinken zu können.

Und in "Altparteien" viele anständige Politiker.

Und, jemand anderes hat es schon geschrieben, Jens Spahn passt für mich auch besser in eine andere Partei als die CDU, und ich meine nicht die FDP...

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 20:26 (vor 47 Tagen) @ TerraP

Ich denke, es gibt auch oder gerade in "Neuparteien" viele, die irgendwas predigen, Hauptsache, es hilft ihnen teures Gesöff trinken zu können.

Und in "Altparteien" viele anständige Politiker.

Und, jemand anderes hat es schon geschrieben, Jens Spahn passt für mich auch besser in eine andere Partei als die CDU, und ich meine nicht die FDP...

Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 21:04 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Ich denke, es gibt auch oder gerade in "Neuparteien" viele, die irgendwas predigen, Hauptsache, es hilft ihnen teures Gesöff trinken zu können.

Und in "Altparteien" viele anständige Politiker.

Und, jemand anderes hat es schon geschrieben, Jens Spahn passt für mich auch besser in eine andere Partei als die CDU, und ich meine nicht die FDP...


Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.

Wenn man sich gerade so anguckt was da in einigen Landesverbänden los ist wundert mich das die potentiellen Wähler das alles so mitmachen. Bei denen ist eigentlich Feuer unter dem Dach wird nur von jedem AfD Sympathisanten ignoriert oder geleugnet.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 13:17 (vor 46 Tagen) @ Garum

Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.


Wenn man sich gerade so anguckt was da in einigen Landesverbänden los ist wundert mich das die potentiellen Wähler das alles so mitmachen. Bei denen ist eigentlich Feuer unter dem Dach wird nur von jedem AfD Sympathisanten ignoriert oder geleugnet.

Mein Bruder lebt in Berlin und hat einige Freundinnen und Freunde, die aus Sachsen-Anhalt stammen. Diese sind vor allem dann, wenn sie vorher auf Besuch in der "alten Heimat" waren, völlig fassungslos wegen der Stimmung, die dort herrscht. Das ist eine Mischung aus Ablehnung der Bundes- und Landespolitik, Destruktion, Untergangsstimmung und dem kindischen Gefühl, es "denen da oben" mal so richtig zeigen zu müssen. Und diese Stimmung befällt teilweise auch Menschen, die vor wenigen Jahren nichts, aber auch gar nichts mit der AfD zu tun haben wollten. Eine extrem problematische, hochgradig toxische Mischung.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 14:07 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Ich hoffe, dass die AfD in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernehmen kann, und zwar entweder mit einer absoluten Mehrheit oder aber zumindest als Alleinregierung. Macht eine andere Partei das AfD-Spiel mit, kann und wird die AfD dem anschließend die Schuld für das entstehende Chaos geben.

Regiert die AfD allein, wird sie mit Sicherheit eindrucksvoll zeigen, wohin ihre "Politik" ohne die geringsten Lösungen in den meisten der wirklich relevanten Politikfeldern führen wird.

Bei der aktuellen Realitätsverleugnung der Wähler ist das wahrscheinlich der einzige Weg, der sie zum Nachdenken bringen kann.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Kobold, Montag, 20.07.2026, 01:01 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Ich hoffe, dass die AfD in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernehmen kann, und zwar entweder mit einer absoluten Mehrheit oder aber zumindest als Alleinregierung. Macht eine andere Partei das AfD-Spiel mit, kann und wird die AfD dem anschließend die Schuld für das entstehende Chaos geben.

Regiert die AfD allein, wird sie mit Sicherheit eindrucksvoll zeigen, wohin ihre "Politik" ohne die geringsten Lösungen in den meisten der wirklich relevanten Politikfeldern führen wird.

Bei der aktuellen Realitätsverleugnung der Wähler ist das wahrscheinlich der einzige Weg, der sie zum Nachdenken bringen kann.

Die FPÖ geht auf die 40 % zu und da interessiert es keinen, dass die jahrelang bewiesen haben, dass sie nichts können. Das wird hier genauso laufen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 09:27 (vor 45 Tagen) @ Kobold

Die FPÖ und die AfD sind nun wirklich nicht eins zu eins vergleichbar. Die Partei wird als Ganzes nicht vom Staatsschutz in Österreich beobachtet und gilt auch nicht als rechtsextrem. Es sind „nur“ gelegentlich Mitglieder, Netzwerke oder Kontakte zum rechtsextremen Spektrum Gegenstand von Ermittlungen oder Beobachtungen, was dann aber regelmäßig in den Medien diskutiert wird.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 10:19 (vor 45 Tagen) @ nico36de

Die FPÖ und die AfD sind nun wirklich nicht eins zu eins vergleichbar. Die Partei wird als Ganzes nicht vom Staatsschutz in Österreich beobachtet und gilt auch nicht als rechtsextrem. Es sind „nur“ gelegentlich Mitglieder, Netzwerke oder Kontakte zum rechtsextremen Spektrum Gegenstand von Ermittlungen oder Beobachtungen, was dann aber regelmäßig in den Medien diskutiert wird.

Ich glaube mittlerweile, anders kann man die nicht wieder kleiner kriegen.

Die CDU sollte tunlichst nicht in eine Koalition mit 3 weiteren Parteien - und darunter auch noch die Linke - gehen, um irgendwie noch regieren zu können

Ich bin echt am überlegen, ob ich wählen gehe, von mir aus gebe ich Sachsen-Anhalt gerne her, dass die sich entzaubern und andere, in anderen Bundesländern sehen, wohin man mit einer AfD Regierung driftet.

Wäre die CDU irgendwo bei über 30 %, da ergebe das ja noch einen Sinn, wenn die aber bei 25% rumdümpeln, dann wollen es die Bürger hier in SA halt so haben - ob allein oder mit dem BSW.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

CF, Montag, 20.07.2026, 10:25 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Die FPÖ und die AfD sind nun wirklich nicht eins zu eins vergleichbar. Die Partei wird als Ganzes nicht vom Staatsschutz in Österreich beobachtet und gilt auch nicht als rechtsextrem. Es sind „nur“ gelegentlich Mitglieder, Netzwerke oder Kontakte zum rechtsextremen Spektrum Gegenstand von Ermittlungen oder Beobachtungen, was dann aber regelmäßig in den Medien diskutiert wird.


Ich glaube mittlerweile, anders kann man die nicht wieder kleiner kriegen.

Die CDU sollte tunlichst nicht in eine Koalition mit 3 weiteren Parteien - und darunter auch noch die Linke - gehen, um irgendwie noch regieren zu können

Ich bin echt am überlegen, ob ich wählen gehe, von mir aus gebe ich Sachsen-Anhalt gerne her, dass die sich entzaubern und andere, in anderen Bundesländern sehen, wohin man mit einer AfD Regierung driftet.

Wäre die CDU irgendwo bei über 30 %, da ergebe das ja noch einen Sinn, wenn die aber bei 25% rumdümpeln, dann wollen es die Bürger hier in SA halt so haben - ob allein oder mit dem BSW.

Das Problem mit einer AfD-Regierung in SA oder irgendeinem anderen Bundesland wäre aber, dass dann weiterhin die Schuld an Missständen oder eigenen politischen Fehlschlägen der Bundesregierung zugeschoben würden. Und die Leute würden das auch weiterhin kaufen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 10:34 (vor 45 Tagen) @ CF

Die FPÖ und die AfD sind nun wirklich nicht eins zu eins vergleichbar. Die Partei wird als Ganzes nicht vom Staatsschutz in Österreich beobachtet und gilt auch nicht als rechtsextrem. Es sind „nur“ gelegentlich Mitglieder, Netzwerke oder Kontakte zum rechtsextremen Spektrum Gegenstand von Ermittlungen oder Beobachtungen, was dann aber regelmäßig in den Medien diskutiert wird.


Ich glaube mittlerweile, anders kann man die nicht wieder kleiner kriegen.

Die CDU sollte tunlichst nicht in eine Koalition mit 3 weiteren Parteien - und darunter auch noch die Linke - gehen, um irgendwie noch regieren zu können

Ich bin echt am überlegen, ob ich wählen gehe, von mir aus gebe ich Sachsen-Anhalt gerne her, dass die sich entzaubern und andere, in anderen Bundesländern sehen, wohin man mit einer AfD Regierung driftet.

Wäre die CDU irgendwo bei über 30 %, da ergebe das ja noch einen Sinn, wenn die aber bei 25% rumdümpeln, dann wollen es die Bürger hier in SA halt so haben - ob allein oder mit dem BSW.


Das Problem mit einer AfD-Regierung in SA oder irgendeinem anderen Bundesland wäre aber, dass dann weiterhin die Schuld an Missständen oder eigenen politischen Fehlschlägen der Bundesregierung zugeschoben würden. Und die Leute würden das auch weiterhin kaufen.

Aber das machen die ohnehin und würden es weitermachen, wenn sie wieder außen vor blieben.
Es wurde doch FAST alles probiert, um die zu halbieren, sie sind aber doppelt so groß geworden - es ist alles fehlgeschlagen.

Komischerweise wird von denen keiner auf kommunaler Ebene in ein Amt gewählt, die verlieren alle Stichwahlen, aber auf Landeseben wollen es die Menschen hier und auch in anderen Bundesländern anscheinend so haben, dann sollen sie es halt mal machen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Montag, 20.07.2026, 10:45 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Die FPÖ und die AfD sind nun wirklich nicht eins zu eins vergleichbar. Die Partei wird als Ganzes nicht vom Staatsschutz in Österreich beobachtet und gilt auch nicht als rechtsextrem. Es sind „nur“ gelegentlich Mitglieder, Netzwerke oder Kontakte zum rechtsextremen Spektrum Gegenstand von Ermittlungen oder Beobachtungen, was dann aber regelmäßig in den Medien diskutiert wird.


Ich glaube mittlerweile, anders kann man die nicht wieder kleiner kriegen.

Die CDU sollte tunlichst nicht in eine Koalition mit 3 weiteren Parteien - und darunter auch noch die Linke - gehen, um irgendwie noch regieren zu können

Ich bin echt am überlegen, ob ich wählen gehe, von mir aus gebe ich Sachsen-Anhalt gerne her, dass die sich entzaubern und andere, in anderen Bundesländern sehen, wohin man mit einer AfD Regierung driftet.

Wäre die CDU irgendwo bei über 30 %, da ergebe das ja noch einen Sinn, wenn die aber bei 25% rumdümpeln, dann wollen es die Bürger hier in SA halt so haben - ob allein oder mit dem BSW.


Das Problem mit einer AfD-Regierung in SA oder irgendeinem anderen Bundesland wäre aber, dass dann weiterhin die Schuld an Missständen oder eigenen politischen Fehlschlägen der Bundesregierung zugeschoben würden. Und die Leute würden das auch weiterhin kaufen.


Aber das machen die ohnehin und würden es weitermachen, wenn sie wieder außen vor blieben.
Es wurde doch FAST alles probiert, um die zu halbieren, sie sind aber doppelt so groß geworden - es ist alles fehlgeschlagen.

Komischerweise wird von denen keiner auf kommunaler Ebene in ein Amt gewählt, die verlieren alle Stichwahlen, aber auf Landeseben wollen es die Menschen hier und auch in anderen Bundesländern anscheinend so haben, dann sollen sie es halt mal machen.

Vielleicht können sich die meisten noch nicht so genau vorstellen was eine AfD im Land dann so bewirkt? Die Landesregierung ist ja weit weg. Auf kommunaler Ebene erweist sich der ein oder andere Kandidat dann wohl doch als Rohrkrepierber.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 11:11 (vor 45 Tagen) @ Garum

Komischerweise wird von denen keiner auf kommunaler Ebene in ein Amt gewählt, die verlieren alle Stichwahlen, aber auf Landeseben wollen es die Menschen hier und auch in anderen Bundesländern anscheinend so haben, dann sollen sie es halt mal machen.


Vielleicht können sich die meisten noch nicht so genau vorstellen was eine AfD im Land dann so bewirkt? Die Landesregierung ist ja weit weg. Auf kommunaler Ebene erweist sich der ein oder andere Kandidat dann wohl doch als Rohrkrepierber.

Die haben auch nicht gerade die tollsten Kandidaten für die jeweiligen Ämter, Chrupalla ist auch nicht die hellste Kerze auf der Torte, da kann man sich ungefähr vorstellen, wer so die Kandidaten dann auf kommunaler Ebene sind und da schrecken dann die Menschen doch tlw zurück, irgendwelche Hirnis als Bürgermeister zu haben.

Wenn die AfD die Landesregierung in SA stellen sollten, müssen sie auch erst mal Minister finden, wenn schon ein Maaßen und andere Typen aus anderen Teilen Deutschlands rekrutiert werden sollen.

Mit Siegmund haben sie zwar auch so ne Blitzbirne als Spitzenkandidaten, der wirkt auf den 1. Blick aber nicht abstoßen und kommt laut Familie Simson sogar nett rüber, leider wird es dann zwischen den Ohren recht düster.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 12:35 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

leider wird es dann zwischen den Ohren recht düster.

Ist das nicht die Grundvoraussetzung, um AfD-Politiker werden zu können?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Montag, 20.07.2026, 11:42 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Komischerweise wird von denen keiner auf kommunaler Ebene in ein Amt gewählt, die verlieren alle Stichwahlen, aber auf Landeseben wollen es die Menschen hier und auch in anderen Bundesländern anscheinend so haben, dann sollen sie es halt mal machen.


Vielleicht können sich die meisten noch nicht so genau vorstellen was eine AfD im Land dann so bewirkt? Die Landesregierung ist ja weit weg. Auf kommunaler Ebene erweist sich der ein oder andere Kandidat dann wohl doch als Rohrkrepierber.


Die haben auch nicht gerade die tollsten Kandidaten für die jeweiligen Ämter, Chrupalla ist auch nicht die hellste Kerze auf der Torte, da kann man sich ungefähr vorstellen, wer so die Kandidaten dann auf kommunaler Ebene sind und da schrecken dann die Menschen doch tlw zurück, irgendwelche Hirnis als Bürgermeister zu haben.

Wenn die AfD die Landesregierung in SA stellen sollten, müssen sie auch erst mal Minister finden, wenn schon ein Maaßen und andere Typen aus anderen Teilen Deutschlands rekrutiert werden sollen.

Mit Siegmund haben sie zwar auch so ne Blitzbirne als Spitzenkandidaten, der wirkt auf den 1. Blick aber nicht abstoßen und kommt laut Familie Simson sogar nett rüber, leider wird es dann zwischen den Ohren recht düster.

Du wirst von mir nicht ein Wort dagegen hören.:-)

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

CF, Montag, 20.07.2026, 10:39 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Die FPÖ und die AfD sind nun wirklich nicht eins zu eins vergleichbar. Die Partei wird als Ganzes nicht vom Staatsschutz in Österreich beobachtet und gilt auch nicht als rechtsextrem. Es sind „nur“ gelegentlich Mitglieder, Netzwerke oder Kontakte zum rechtsextremen Spektrum Gegenstand von Ermittlungen oder Beobachtungen, was dann aber regelmäßig in den Medien diskutiert wird.


Ich glaube mittlerweile, anders kann man die nicht wieder kleiner kriegen.

Die CDU sollte tunlichst nicht in eine Koalition mit 3 weiteren Parteien - und darunter auch noch die Linke - gehen, um irgendwie noch regieren zu können

Ich bin echt am überlegen, ob ich wählen gehe, von mir aus gebe ich Sachsen-Anhalt gerne her, dass die sich entzaubern und andere, in anderen Bundesländern sehen, wohin man mit einer AfD Regierung driftet.

Wäre die CDU irgendwo bei über 30 %, da ergebe das ja noch einen Sinn, wenn die aber bei 25% rumdümpeln, dann wollen es die Bürger hier in SA halt so haben - ob allein oder mit dem BSW.


Das Problem mit einer AfD-Regierung in SA oder irgendeinem anderen Bundesland wäre aber, dass dann weiterhin die Schuld an Missständen oder eigenen politischen Fehlschlägen der Bundesregierung zugeschoben würden. Und die Leute würden das auch weiterhin kaufen.


Aber das machen die ohnehin und würden es weitermachen, wenn sie wieder außen vor blieben.
Es wurde doch FAST alles probiert, um die zu halbieren, sie sind aber doppelt so groß geworden - es ist alles fehlgeschlagen.

Komischerweise wird von denen keiner auf kommunaler Ebene in ein Amt gewählt, die verlieren alle Stichwahlen, aber auf Landeseben wollen es die Menschen hier und auch in anderen Bundesländern anscheinend so haben, dann sollen sie es halt mal machen.

Bei Stichwahlen auf kommunaler Ebene wählen eben auch SPD- oder Grüne-Wähler im Zweifelsfall den CDU-Kandidaten, wenn die Alternative AfD heißt. Auch bei Landtags- oder Bundestagswahlen ist die Mehrheit immer noch gegen die AfD, aber diese Mehrheit verteilt sich halt und dadurch kann die AfD eine prozentuale Mehrheit erringen. Ohne Koalition wird es aber wohl auch nicht gehen und jedem kleineren Koalitionspartner muss von vornerein klar sein, dass er der Sündenbock sein wird.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 10:54 (vor 45 Tagen) @ CF

Bei Stichwahlen auf kommunaler Ebene wählen eben auch SPD- oder Grüne-Wähler im Zweifelsfall den CDU-Kandidaten, wenn die Alternative AfD heißt. Auch bei Landtags- oder Bundestagswahlen ist die Mehrheit immer noch gegen die AfD, aber diese Mehrheit verteilt sich halt und dadurch kann die AfD eine prozentuale Mehrheit erringen. Ohne Koalition wird es aber wohl auch nicht gehen und jedem kleineren Koalitionspartner muss von vornerein klar sein, dass er der Sündenbock sein wird.

Es fällt in der Tat auf, dass so gut wie immer eine Mehrheit auch in Ostdeutschland AfD-Leute nicht als Bürgermeister, Landräte, etc. sehen wollen. Mein Eindruck ist sogar, dass es Menschen gibt, die zwar der AfD als Partei bei Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen ihre Stimme geben, nicht aber konkreten AfD-Politikern, die für politische Ämter antreten, bei denen es um die konkrete Leitung einer Kommune oder eines Landkreises geht. Als Bürgermeister oder als Landrat will man diese Menschen nicht.

Für eine Koalition mit der AfD steht höchstens das BSW zur Verfügung - falls es den Sprung in ein Landesparlament schaffen sollte. Und selbst diese Retortenpartei droht dieses Thema zu zerreißen.

Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt knapp vor der absoluten Mehrheit stehen, dann würde eher die Gefahr bestehen, dass einzelne CDU-MdLs die AfD unterstützen würden. Am einfachsten wäre das bei der Wahl des Ministerpräsidenten, die findet geheim statt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 14:13 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Ich hoffe, dass die AfD in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernehmen kann, und zwar entweder mit einer absoluten Mehrheit oder aber zumindest als Alleinregierung. Macht eine andere Partei das AfD-Spiel mit, kann und wird die AfD dem anschließend die Schuld für das entstehende Chaos geben.

Regiert die AfD allein, wird sie mit Sicherheit eindrucksvoll zeigen, wohin ihre "Politik" ohne die geringsten Lösungen in den meisten der wirklich relevanten Politikfeldern führen wird.

Bei der aktuellen Realitätsverleugnung der Wähler ist das wahrscheinlich der einzige Weg, der sie zum Nachdenken bringen kann.

Auch wenn eine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt scheitern würde, befürchte ich, dass die AfD dafür anderen erfolgreich die Verantwortung zuschieben könnte. "Die Bundesregierung hat und gemobbt!", "Die anderen Bundesländer haben uns auflaufen lassen!", "Die linke Justiz im Land hat uns sabotiert!", "Die linken Medien haben uns verleumdet!", "Die EU war schuld!", .....

Wer AfD wählt, der glaubt später auch so etwas!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 14:17 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Naja, wenn Mutter im Pflegeheim ständig einen halben Tag in der eigenen Scheiße sitzen bleiben muss oder der Besuch beim Facharzt für Kassenpatienten nicht mehr drei Monate sondern neun Monate dauert, weil die AfD ein paar zusätzliche Ausländer abschiebt, aber massiv andere, gut ausgebildete von sich aus Sachsen-Anhalt verlassen, wird es schwer, jemand anderen die Schuld dafür zu geben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Sonntag, 19.07.2026, 13:21 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.


Wenn man sich gerade so anguckt was da in einigen Landesverbänden los ist wundert mich das die potentiellen Wähler das alles so mitmachen. Bei denen ist eigentlich Feuer unter dem Dach wird nur von jedem AfD Sympathisanten ignoriert oder geleugnet.


Mein Bruder lebt in Berlin und hat einige Freundinnen und Freunde, die aus Sachsen-Anhalt stammen. Diese sind vor allem dann, wenn sie vorher auf Besuch in der "alten Heimat" waren, völlig fassungslos wegen der Stimmung, die dort herrscht. Das ist eine Mischung aus Ablehnung der Bundes- und Landespolitik, Destruktion, Untergangsstimmung und dem kindischen Gefühl, es "denen da oben" mal so richtig zeigen zu müssen. Und diese Stimmung befällt teilweise auch Menschen, die vor wenigen Jahren nichts, aber auch gar nichts mit der AfD zu tun haben wollten. Eine extrem problematische, hochgradig toxische Mischung.

Rational erklären kann das wohl kaum einer.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 20:45 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Ich denke, es gibt auch oder gerade in "Neuparteien" viele, die irgendwas predigen, Hauptsache, es hilft ihnen teures Gesöff trinken zu können.

Und in "Altparteien" viele anständige Politiker.

Und, jemand anderes hat es schon geschrieben, Jens Spahn passt für mich auch besser in eine andere Partei als die CDU, und ich meine nicht die FDP...


Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.

Ich befürchte, das "noch" musst Du streichen. Die Anhänger finden es toll, dass diese Leute den Staat "abzocken". Und die stören sich nicht daran, dass man sich auf einem Nominierungsparteitag (glücklicherweise aktuell noch nur verbal) die Köpfe einschlägt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TerraP, Köln, Samstag, 18.07.2026, 20:50 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Jep, die ganze Bewegung beruht auf kompletter Befreiung von Moral. Für die „oben“ eine dankbare Sache, für das Stimmvieh, weil die Zerstörung des Alten alles rechtfertigt (und die Zerstörung wird durch Unmoral ja in der Tat auch nicht behindert).

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 20:49 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Ich denke, es gibt auch oder gerade in "Neuparteien" viele, die irgendwas predigen, Hauptsache, es hilft ihnen teures Gesöff trinken zu können.

Und in "Altparteien" viele anständige Politiker.

Und, jemand anderes hat es schon geschrieben, Jens Spahn passt für mich auch besser in eine andere Partei als die CDU, und ich meine nicht die FDP...


Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.


Ich befürchte, das "noch" musst Du streichen. Die Anhänger finden es toll, dass diese Leute den Staat "abzocken". Und die stören sich nicht daran, dass man sich auf einem Nominierungsparteitag (glücklicherweise aktuell noch nur verbal) die Köpfe einschlägt.

Für jede Korruptionsaffäre von Politikern der Altparteien hat die AfD mindestens einen Freifahrtschein... Das wird doch in den Altparteien schon immer so gemacht, warum sollte das die AfD nicht machen...blablablubb

Aber die sagen doch, das man den Sumpf trocken legen wird und ganz anders ist...

...egal

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 22:36 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Ich denke, es gibt auch oder gerade in "Neuparteien" viele, die irgendwas predigen, Hauptsache, es hilft ihnen teures Gesöff trinken zu können.

Und in "Altparteien" viele anständige Politiker.

Und, jemand anderes hat es schon geschrieben, Jens Spahn passt für mich auch besser in eine andere Partei als die CDU, und ich meine nicht die FDP...


Nur fällt denen das nicht auf die Füße, wie man zu Jahresbeginn mit der Verwandtenaffäre in der AfD sehen konnte, weil da NOCH anderes Maßstäbe angelegt werden, da tritt auch keiner zurück, die ziehen das einfach durch und NOCH nehmen es die Wähler so hin.


Ich befürchte, das "noch" musst Du streichen. Die Anhänger finden es toll, dass diese Leute den Staat "abzocken". Und die stören sich nicht daran, dass man sich auf einem Nominierungsparteitag (glücklicherweise aktuell noch nur verbal) die Köpfe einschlägt.


Für jede Korruptionsaffäre von Politikern der Altparteien hat die AfD mindestens einen Freifahrtschein... Das wird doch in den Altparteien schon immer so gemacht, warum sollte das die AfD nicht machen...blablablubb

Aber die sagen doch, das man den Sumpf trocken legen wird und ganz anders ist...

...egal

Wo sind denn die ganzen Korruptionsaffären der "Altparteien"? So viele finde ich in der Geschichte der Bundesrepublik nicht.

Und wenn man irgendwelche Sümpfe trockenlegen will sollte man moralisch schon integer sein. Tatsächlich interessiert sowas aber kaum einen Wähler dieser Partei.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 22:43 (vor 47 Tagen) @ istar

Für jede Korruptionsaffäre von Politikern der Altparteien hat die AfD mindestens einen Freifahrtschein... Das wird doch in den Altparteien schon immer so gemacht, warum sollte das die AfD nicht machen...blablablubb

Aber die sagen doch, das man den Sumpf trocken legen wird und ganz anders ist...

...egal


Wo sind denn die ganzen Korruptionsaffären der "Altparteien"? So viele finde ich in der Geschichte der Bundesrepublik nicht.

Da gibt es schon einige bekannte (Aserbaidschan Affäre) und eben auch viel nicht so bekannte, auf lokaler Eben, ob CDU, SPD.

Und die Sicht der AfD Wähler ist doch sowieso eine eigene, ein krimineller Migrant, ach was, alle Ausländer kriminell und so verhält sich das auch mit deren Sicht auf die Altparteien.

Die CDU hatte eine Spendenaffäre, die AfD ebenso. Der CDU hat es damals Stimmen gekostet, der AfD? Weiter im Aufwind.



Und wenn man irgendwelche Sümpfe trockenlegen will sollte man moralisch schon integer sein. Tatsächlich interessiert sowas aber kaum einen Wähler dieser Partei.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 13:24 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Da gibt es schon einige bekannte (Aserbaidschan Affäre) und eben auch viel nicht so bekannte, auf lokaler Eben, ob CDU, SPD.

Diese Aserbaidschan-Affäre ist aber aus der Politik heraus aufgeklärt worden, es hat Verurteilungen gegeben. Lediglich einem CDU-MdB konnte man nicht nachweisen, dass er Zuwendungen entgegengenommen hatte. Eventuell war der Mann ja tatsächlich als einziger hochgradig naiv.

Politikerinnen und Politiker sind zudem auch nur Menschen. Unter denen findet man vermutlich ähnlich viele oder wenige Kriminelle wie im Querschnitt der Bevölkerung - mit einer Ausnahme, AfD-Politiker sind hochgradig kriminell, das belegen eine große Anzahl rechtskräftiger Urteile und noch laufende Verfahren.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 00:09 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Kannst du mal erläutern, was aus der Sicht eines offensichtlichen AfD-Smpathisanten die "Altparteien" ausmacht und was davon der braune, in weiten Teilen gesichert rechtsextreme Haufen besser macht?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Samstag, 18.07.2026, 20:23 (vor 47 Tagen) @ TerraP

Finde das grundsätzliche Politiker-Bashing in dem Zusammenhang völlig unangebracht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 20:42 (vor 47 Tagen) @ Schoeneschooh

Finde das grundsätzliche Politiker-Bashing in dem Zusammenhang völlig unangebracht.

So schaut es aus. Nimmt man eine bestimmte Partei aus, dann dürfte Jens Spahn eine negative Ausnahme darstellen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 21:02 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Finde das grundsätzliche Politiker-Bashing in dem Zusammenhang völlig unangebracht.


So schaut es aus. Nimmt man eine bestimmte Partei aus, dann dürfte Jens Spahn eine negative Ausnahme darstellen.

Die Geschichte um Cum-Ex vergessen?

Bei der Maskengeschichte hingen ja noch mehr Leute aus der Union dran. Dann fallen mir noch aus dem Stehgreif Schäuble und Amthor ein.
Guttenberg mit seiner Plagiatsgeschichte ist vielleicht noch eine anderes Thema, aber darunter leidet ebenso die Glaubwürdigkeit und Integrität.

Das in der AFD noch viel schlimmere Kaliber sitzen, macht das alles nicht besser.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Hatebreed, Samstag, 18.07.2026, 20:37 (vor 47 Tagen) @ Schoeneschooh

Finde das grundsätzliche Politiker-Bashing in dem Zusammenhang völlig unangebracht.

Ich finde, die so genannten "Politiker" der "Neuparteien" kann man gar nicht genug bashen... Mehr hat er doch nicht geschrieben.

--
Block 24

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:56 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Das ist Jens Spahn: ihm geht es einzig und allein und völlig ausschließlich um persönliche Vorteile.

Deswegen ist er auch Politiker geworden!

Völlig falsch

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:47 (vor 47 Tagen) @ Klopfer
bearbeitet von Murksknüller, Samstag, 18.07.2026, 19:52

Seine unmoralische, sündige Praxis ist einfach an der Moral gescheitert. An Sitte und Anstand.
Von Vorbild und Role Model wollen wir doch erst gar nicht reden…

Sündig bitte im Sinne von Gesetzesverstößen verstehen, wobei er als angeblich praktizierender Katholik ja wissen müsste, was eine Sünde ist.

Wenn man das hier sagen darf: Jens Spahn ist ein A… mit Ohren

PS: Rührung oder Mitleid ist bei Jens Spahn auf jeden Fall völlig, völlig fehl am Platze

Völlig falsch

Floatdownstream, Lünen, Samstag, 18.07.2026, 20:52 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

der ist es nicht nur, der sieht auch noch so aus. Okay, ist beleidigend, ich nehme eine mögliche Verwarnung aber in Kauf :-)

Die Gefährlichsten sind die,

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 21:39 (vor 47 Tagen) @ Floatdownstream

Die nicht so aussehen

Die Gefährlichsten sind die,

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:52 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Die nicht so aussehen

Meiner Erfahrung nach, gilt das generell im Leben.
Habe ich auch im beruflichen Kontext schon oft erlebt. Die stets lieblich lächelnde HR-Vorständin ist die radikalste Hardcore-Rausschmeißerin, wenn's drauf ankommt. ;-)

Die Gefährlichsten sind die,

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 23:59 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Die nicht so aussehen


Meiner Erfahrung nach, gilt das generell im Leben.
Habe ich auch im beruflichen Kontext schon oft erlebt. Die stets lieblich lächelnde HR-Vorständin ist die radikalste Hardcore-Rausschmeißerin, wenn's drauf ankommt. ;-)

Hmm.. Teils, teils.


Vergleiche nur mal Nazi-Demos mit denen der Antifa. Also ich würde Nazis im Schnitt als "hässlicher" bezeichnen, sowohl innerlich als auch äußerlich. ;-)

Die Gefährlichsten sind die,

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 00:12 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Also ich würde Nazis im Schnitt als "hässlicher" bezeichnen, sowohl innerlich als auch äußerlich. ;-)

Hässlich? Nicht unbedingt. Man sieht aber einem viel größeren Teil der Teilnehmer an, dass sie ihre Stärke nicht unbedingt im Nachdenken haben.

Die Gefährlichsten sind die,

Foreveralone, Dortmund, Sonntag, 19.07.2026, 07:24 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Also ich würde Nazis im Schnitt als "hässlicher" bezeichnen, sowohl innerlich als auch äußerlich. ;-)


Hässlich? Nicht unbedingt. Man sieht aber einem viel größeren Teil der Teilnehmer an, dass sie ihre Stärke nicht unbedingt im Nachdenken haben.

Ich habe ja auch geschrieben "innerlich". Aber es gibt da nach Studien diesbezüglich durchaus Zusammenhänge.

Die Gefährlichsten sind die,

Floatdownstream, Lünen, Samstag, 18.07.2026, 22:49 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Grundsätzlich volle Zustimmung.
Bei den derzeitigen "Umfrage-Gewinnern" sind die allermeisten allerdings auch richtige Arschgesichter. Ich mag mir gar nicht vorstellen, die hätten irgendwelche charismatischen Typen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 19:39 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 21:41 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Oder er hätte sich aktiv für die Erlaubnis von Leihmüttern einsetzen müssen

Leihmutterschaft generell

Blackyellow, Samstag, 18.07.2026, 21:18 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Aus der Sicht meines persönlichen Moralverständnisses ist Leihmutterschaft persönlicher Egoismus. In diesem Fall wird der Wunsch, ein Kind zu haben, über das Wohlergehen des Kindes selbst gestellt. Jeder Mensch hat das Bedürfnis, bei seinen biologischen Eltern aufzuwachsen. Das sieht man zum Beispiel in vielen verschiedenen Formaten, in denen weltweit nach Verwandten gesucht wird. Ich glaube, dass es für ein Kind sehr schwer sein wird zu erfahren, dass seine Mutter es für Geld gezeugt hat, um den Kinderwunsch eines anderen zu erfüllen. In dieser Hinsicht sind Waisenhäuser die bessere Alternative.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

bobschulz, MS, Samstag, 18.07.2026, 19:56 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.

Naja, mir hätte es gereicht, wenn er im Frühjahr sein Co-Vater-Outing während der CDU-Diskussionen zum Thema gehabt hätte und eben sich dort für einen liberaleren Umgang ausgesprochen hätte. Optimalerweise sogar vorher, d.h. bevor er das Ganze angeleiert hätte, aber an Jens S hätte ich nie die maximalen moralischen Ansprüche gehabt. Spätestens seit Fiege, immobilien-Deal...

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 20:43 (vor 47 Tagen) @ bobschulz

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.


Naja, mir hätte es gereicht, wenn er im Frühjahr sein Co-Vater-Outing während der CDU-Diskussionen zum Thema gehabt hätte und eben sich dort für einen liberaleren Umgang ausgesprochen hätte. Optimalerweise sogar vorher, d.h. bevor er das Ganze angeleiert hätte, aber an Jens S hätte ich nie die maximalen moralischen Ansprüche gehabt. Spätestens seit Fiege, immobilien-Deal...

Dann aber mit der Gefahr, dass Außenstehende massiv Druck ausüben und versuchen, ihn noch vor Gegenteil zu überzeugen. Ich kann verstehen, dass man das erst dann öffentlich macht, wenn genau das nicht mehr möglich ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Scherben, Kiel, Samstag, 18.07.2026, 20:41 (vor 47 Tagen) @ bobschulz

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.


Naja, mir hätte es gereicht, wenn er im Frühjahr sein Co-Vater-Outing während der CDU-Diskussionen zum Thema gehabt hätte und eben sich dort für einen liberaleren Umgang ausgesprochen hätte.

Das sehe ich ähnlich, zumal es ja durchaus auch sein kann, dass er seine Position zu dem Thema in Aushandlung mit seinem Partner überdacht hat. Das muss man hier ja wirklich mit einkalkulieren.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 19:52 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.


Es ist nach deutschem Recht offensichtlich nicht verboten, das in den USA zu tun. Wir reden hier über eine rein moralische Ebene. Und Jens Spahn ist offensichtlich kein Einzelfall.

Viele reisen in die USA

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ärztinnen und Ärzte machen sich strafbar, wenn sie bei einer Leihmutterschaft behilflich sind. Auch die Vermittlung von Leihmutterschaften ist verboten.Es ist allerdings nicht verboten, ein im Ausland per Leihmutterschaft geborenes Kind in Deutschland großzuziehen - wie im Falle Spahn. Die Mutter des Kindes bleibt nach deutschem Recht aber immer die Leihmutter.Viele Deutsche reisen ins Ausland, um mithilfe einer Leihmutter Eltern zu werden. Die Gesamtkosten pro Kind liegen zwischen 100.000 und 250.000 US-Dollar, wobei der Großteil auf die Vermittlung, Anwaltskosten und Versicherung entfällt. Leihmutterschaft in den USA ist also ein Geschäft und wird deshalb immer wieder auch als ethisch fragwürdig kritisiert.Auch in Kanada, der Ukraine, Russland und Georgien tragen Leihmütter Kinder aus.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/leihmutterschaft-spahn-cdu-100.html

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Pa1n, Samstag, 18.07.2026, 23:01 (vor 47 Tagen) @ markus

Trump, der nicht mal die Bedeutung einer Roten Karte versteht, ruft Infantino an, um diese zu revidieren.
- Infantino gehorscht.

Du findest das nachvollziehbar und whataboutismst auch die UEFA, dass die das ja genau so macht (macht sie nicht!)

Jens Spahn trat in seinen ganzen Politikerleben konsequent gegen Leihmutterschaft (und Schwangerschaftsabbrüche) auf, und das vehement. Auch dank ihm ist das in Deutschland (imho aus gutem Grund) verboten.

Er umgeht das Verbot, weil er das Geld dafür hat, und beansprucht für sich, dass das ja eigentlich kein Problem sei?

Und dann versuchst du mit aller Verve auch das zu verteidigen?

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 12:09 (vor 46 Tagen) @ Pa1n

Markus stellt sich einfach gerne gegen die Mehrheitsmeinung des Forums (eigene Aussage). Würde hier nur Unverständnis über die Kritik an Spahn aufkommen, hätte er uns hier detailliert aufgeschlüsselt, warum sein handeln falsch war.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Alones, Samstag, 18.07.2026, 23:12 (vor 47 Tagen) @ Pa1n

Ich kann das Argument schon verstehen. Am Ende des Tages hat Spahn eine Gesetzeslücke (oder wie auch immer man sowas bezeichnen will) ausgenutzt. Zwar hat er mit dafür gesorgt, dass diese quasi existiert, aber ein Verbrechen hat er trotzdem nicht begangen. Ich finde es dennoch gut, dass Spahn damit die gesamte Absurdität des politischen Systems aufgezeigt hat. Im Grunde genommen sollten wir ihm alle dankbar sein. Das meine ich sogar ganz unironisch so. Manchmal braucht es halt solche Leute, um echte Veränderungen zu bbewirken. Wird zwar nicht passieren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

istar, Samstag, 18.07.2026, 23:29 (vor 47 Tagen) @ Alones

Ich kann das Argument schon verstehen. Am Ende des Tages hat Spahn eine Gesetzeslücke (oder wie auch immer man sowas bezeichnen will) ausgenutzt. Zwar hat er mit dafür gesorgt, dass diese quasi existiert, aber ein Verbrechen hat er trotzdem nicht begangen. Ich finde es dennoch gut, dass Spahn damit die gesamte Absurdität des politischen Systems aufgezeigt hat. Im Grunde genommen sollten wir ihm alle dankbar sein. Das meine ich sogar ganz unironisch so. Manchmal braucht es halt solche Leute, um echte Veränderungen zu bbewirken. Wird zwar nicht passieren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Welche Veränderung hättest du denn gerne? Legalisierung der Leihmutterschaft hierzulande?
Das unter Strafe stellen der Inanspruchnahme von Leihmüttern,auch wenn man im Ausland nicht gegen Gesetze verstoßen hat?
Die Kinder geben wir in solchen Fällen zur Adoption frei?

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 00:16 (vor 47 Tagen) @ istar

und wieder mal eine der vielen istar-Bildungslücken.

Die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft als italienischer Staatsbürger ist generell verboten und wird bestraft, auch wenn sie im Land der Inanspruchnahme legal ist.

@Juristen:

Schoeneschooh, CDMX, Sonntag, 19.07.2026, 19:17 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Ich hatte es schon woanders geschrieben. Ich halte die deutsche Gesetzeslage für maximal inkonsequent und verstehe, dass es in Italien anders (wie Nico schreibt) geregelt ist.

Ginge das theoretisch in Deutschland auch oder gibt es irgendeinen deutsch-juristischen Grundsatz der so eine Regelung verhindert?

@Juristen:

istar, Montag, 20.07.2026, 11:01 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh

Ich hatte es schon woanders geschrieben. Ich halte die deutsche Gesetzeslage für maximal inkonsequent und verstehe, dass es in Italien anders (wie Nico schreibt) geregelt ist.

Ginge das theoretisch in Deutschland auch oder gibt es irgendeinen deutsch-juristischen Grundsatz der so eine Regelung verhindert?

Theoretisch geht vieles. Aber bevor man law and order fordert sollte man vielleicht mal die Konsequenzen bedenken.
Z.B. gibt es nur eine Konstellation, bei der zweifelsfrei klar ist, dass das Kind nicht durch eigene Niederkunft auf die Welt gekommen ist.
Schwule Pärchen werden also in jedem Fall rausgefischt, während bei Heteros der Typ am Flughafen guckt, ob das Baby den Eltern ähnlich sieht oder wird in jedem Fall ein Gentest fällig?
Oder das Paar bleibt noch eine gewisse Zeit im Land der Leihmutter, was soll dann mit dem Kind passieren?
Soll man es, nachdem es direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt wurde im Alter von sechs Monaten z.B. den Adoptiveltern wegnehmen? Oder zahlen die einfach nur eine Geldstrafe und alles bleibt so wie vorher?
Welcher Strafrahmen wäre überhaupt gerecht? Ausser natürlich bei Spahn, der gehört in die Knast-Wäscherei.

Sofern Leihmütter eine freiwillige Vereinbarung eingehen mit den Eltern ist das eher ein Ehtik-denn ein juristisches Problem.

Wir haben uns hier entschieden (zurecht,wie ich finde), das nicht zuzulassen.Aber wenn andere Länder das anders handhaben, dann ist das eben so.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

istar, Sonntag, 19.07.2026, 11:05 (vor 46 Tagen) @ nico36de

und wieder mal eine der vielen istar-Bildungslücken.

Die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft als italienischer Staatsbürger ist generell verboten und wird bestraft, auch wenn sie im Land der Inanspruchnahme legal ist.

Ist Spahn Italiener? War mir neu, aber von dir zu lernen ist mir natürlich eine große Ehre, auf jeden Fall.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 13:26 (vor 46 Tagen) @ istar

Nein aber der weise istar hat so getan, als sei es vollkommen abwegig, die Inanspruchnahme eines in Deutschland Verbotenen“ Dienstes“ im Ausland, wo dies erlaubt es, zu verbieten.

Solche Gedankengänge sind für dich wahrscheinlich ohnehin zu komplex, lassen wir's also dabei

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

majae, Muc, Sonntag, 19.07.2026, 12:12 (vor 46 Tagen) @ istar

und wieder mal eine der vielen istar-Bildungslücken.

Die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft als italienischer Staatsbürger ist generell verboten und wird bestraft, auch wenn sie im Land der Inanspruchnahme legal ist.


Ist Spahn Italiener? War mir neu, aber von dir zu lernen ist mir natürlich eine große Ehre, auf jeden Fall.

Willst du uns erzählen, dass deine Fragen zuvor völlig ernst gemeint waren und ich mir den ironischen Unterton nur eingebildet habe?

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:39 (vor 47 Tagen) @ istar

Ich kann das Argument schon verstehen. Am Ende des Tages hat Spahn eine Gesetzeslücke (oder wie auch immer man sowas bezeichnen will) ausgenutzt. Zwar hat er mit dafür gesorgt, dass diese quasi existiert, aber ein Verbrechen hat er trotzdem nicht begangen. Ich finde es dennoch gut, dass Spahn damit die gesamte Absurdität des politischen Systems aufgezeigt hat. Im Grunde genommen sollten wir ihm alle dankbar sein. Das meine ich sogar ganz unironisch so. Manchmal braucht es halt solche Leute, um echte Veränderungen zu bbewirken. Wird zwar nicht passieren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.


Welche Veränderung hättest du denn gerne? Legalisierung der Leihmutterschaft hierzulande?
Das unter Strafe stellen der Inanspruchnahme von Leihmüttern,auch wenn man im Ausland nicht gegen Gesetze verstoßen hat?
Die Kinder geben wir in solchen Fällen zur Adoption frei?

Das ist in der Tat eine gute Frage. Auf der anderen Seite kann man ja einer wohlhabenden Clique von Deutschen, die mal eben im Schnitt 175.000 USD für eine Kindes-Bestellung in den USA auf den Tisch blättern können, nicht erlauben, ein Gesetz zu umgehen, von dem der deutsche Rechtsstaat offenbar überzeugt ist. Oder anders gesprochen, eine Handlung durchzuführen, von der der deutsche Rechtsstaat glaubt, dass diese nicht legitim sei. Vermutlich wäre dein zweiter Vorschlag ja gar nicht verkehrt, quasi als Zusatz zu dem bisherigen Gesetz. Dass die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft im Ausland mit einer Geldstrafe belegt wird. Die könnte man ja durchaus auch stattlich ausschmücken, sagen wir pro Kind 5 Mio. Euro Strafe. Diejenigen, die sich sowas leisten können, müssen es ja eh haben und deutsche Staat braucht Geld. Win-win-Situation.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Blarry, Essen, Sonntag, 19.07.2026, 00:19 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Es würde doch reichen, von staatlicher Seite die Elternschaft im Ausland erworbener Kinder nicht anzuerkennen und auf diesem Wege in Besitz gekommene Kinder als entführt und gekidnappt zu behandeln. Bitte sowas nicht als Einkommensquelle anzapfen, dann wird's nämlich nur eine zusätzliche Steuer für die, die es sich leisten können.

Natürlich steht der Weg über eine Adoption frei. Auch wenn große Teile der Union ein Problem damit haben, dass "solche wie Spahn" Kinder adoptieren dürfen. Oder überhaupt in die Nähe von Kindern kommen. Wo wir wieder bei Spahns privatem Problem der Wahl einer komplett diametral zu seiner eigenen Lebensgestaltung stehenden Partei sind.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Alones, Samstag, 18.07.2026, 23:35 (vor 47 Tagen) @ istar

Ich dachte eher an Veränderungen, die dafür sorgen, dass Leute wie Spahn gar nicht erst in so hohe politische Ämter kommen... Aber schon gut, lassen wir das. Das ist so realistisch wie ein pünktliche Reise mit der Bahn.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 23:19 (vor 47 Tagen) @ Alones

Ich kann das Argument schon verstehen. Am Ende des Tages hat Spahn eine Gesetzeslücke (oder wie auch immer man sowas bezeichnen will) ausgenutzt. Zwar hat er mit dafür gesorgt, dass diese quasi existiert, aber ein Verbrechen hat er trotzdem nicht begangen. Ich finde es dennoch gut, dass Spahn damit die gesamte Absurdität des politischen Systems aufgezeigt hat. Im Grunde genommen sollten wir ihm alle dankbar sein. Das meine ich sogar ganz unironisch so. Manchmal braucht es halt solche Leute, um echte Veränderungen zu bbewirken. Wird zwar nicht passieren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Was sind echte Veränderungen?

Dass das politische System nicht mehr korrupt ist? Dazu wird es nicht kommen, da kann passieren was will.

Es erwischt immer nur den, der sich erwischen lässt, alles anderen machen solange weiter, bis es sie erwischt oder auch nicht.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 23:16 (vor 47 Tagen) @ Alones

Ich kann das Argument schon verstehen. Am Ende des Tages hat Spahn eine Gesetzeslücke (oder wie auch immer man sowas bezeichnen will) ausgenutzt. Zwar hat er mit dafür gesorgt, dass diese quasi existiert, aber ein Verbrechen hat er trotzdem nicht begangen. Ich finde es dennoch gut, dass Spahn damit die gesamte Absurdität des politischen Systems aufgezeigt hat. Im Grunde genommen sollten wir ihm alle dankbar sein. Das meine ich sogar ganz unironisch so. Manchmal braucht es halt solche Leute, um echte Veränderungen zu bbewirken. Wird zwar nicht passieren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Könntest du bitte noch was Ironisches schreiben? Nur so zum Vergleich.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

markus93, Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:15 (vor 47 Tagen) @ Alones

Wenn es verlogene Menschen braucht um Veränderung herbeizuführen die ohnehin nicht herbeigeführt werden, braucht es dann die verlogenen Menschen wirklich?

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Alones, Samstag, 18.07.2026, 23:20 (vor 47 Tagen) @ markus93

Wenn es verlogene Menschen braucht um Veränderung herbeizuführen die ohnehin nicht herbeigeführt werden, braucht es dann die verlogenen Menschen wirklich?

Die Chance besteht ja, dass wir als demokratisch-reflektierte Gesellschaft die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Nur glaube ich, dass genau das Gegenteil passieren wird. In einer Woche ist Spahn vergessen und die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Dazwischen noch was mit Trump oder der AfD. Aber die eigentlichen Probleme wird man trotzdem nicht anpacken. The Shitshow must go on.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 23:39 (vor 47 Tagen) @ Alones

Wenn es verlogene Menschen braucht um Veränderung herbeizuführen die ohnehin nicht herbeigeführt werden, braucht es dann die verlogenen Menschen wirklich?


Die Chance besteht ja, dass wir als demokratisch-reflektierte Gesellschaft die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Nur glaube ich, dass genau das Gegenteil passieren wird. In einer Woche ist Spahn vergessen und die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Dazwischen noch was mit Trump oder der AfD. Aber die eigentlichen Probleme wird man trotzdem nicht anpacken. The Shitshow must go on.

Tschuldigung, aber im Fall Spahn wurde wirklich keine Sau durchs Dorf getrieben. Die erste Meldung dazu habe ich am Donnerstagnachmittag gehört, schon am Freitag gab es einen außergewöhnlich breiten Konsens, dass Spahn in seiner Position nicht haltbar ist, heute morgen kam der folgerichtige Rücktritt. Da hat jemand (nicht zum ersten Mal) ziemlichen Mist gebaut und durfte nun zügig seinen Hut nehmen.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 07:59 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Wenn es verlogene Menschen braucht um Veränderung herbeizuführen die ohnehin nicht herbeigeführt werden, braucht es dann die verlogenen Menschen wirklich?


Die Chance besteht ja, dass wir als demokratisch-reflektierte Gesellschaft die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Nur glaube ich, dass genau das Gegenteil passieren wird. In einer Woche ist Spahn vergessen und die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Dazwischen noch was mit Trump oder der AfD. Aber die eigentlichen Probleme wird man trotzdem nicht anpacken. The Shitshow must go on.


Tschuldigung, aber im Fall Spahn wurde wirklich keine Sau durchs Dorf getrieben. Die erste Meldung dazu habe ich am Donnerstagnachmittag gehört, schon am Freitag gab es einen außergewöhnlich breiten Konsens, dass Spahn in seiner Position nicht haltbar ist, heute morgen kam der folgerichtige Rücktritt. Da hat jemand (nicht zum ersten Mal) ziemlichen Mist gebaut und durfte nun zügig seinen Hut nehmen.

Ja, das ging sehr schnell und überraschend sachlich.

Außergewöhnlich war auch, dass niemand aus der CDU Position für Jens Spahn bezogen hat. Entweder hat man ihn kritisiert, oder man hat geschwiegen. Aus anderen Parteien kam eher wenig bis gar nichts. Da herrschte wohl vielfach der Gedanke vor "Das muss die CDU selbst regeln!". Und auch in den Medien sind mir kaum unangemessene Artikel aufgefallen. Interessant war wohl, dass die Bild, die zuerst über den Nachwuchs im Haus Spahn berichtet hat, anscheinend recht massiv Spahns Rücktritt forderte, im Detail habe ich das nicht verfolgt. Andererseits konnte Jens Spahn aber im Podcast von Paul Ronzheimer ausführlich seine Position darstellen.

Entscheidend für den Rücktritt dürfte die Position von Friedrich Merz gewesen sein. Der hatte wohl erkannt, dass Jens Spahn nicht zu halten war, sich öffentlich nicht vor seinen Fraktionsvorsitzenden gestellt und ihm intern den Rückzug vom Amt nahegelegt.

Krisenmanagement der Union

Habakuk, OWL, Sonntag, 19.07.2026, 09:04 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Tschuldigung, aber im Fall Spahn wurde wirklich keine Sau durchs Dorf getrieben. Die erste Meldung dazu habe ich am Donnerstagnachmittag gehört, schon am Freitag gab es einen außergewöhnlich breiten Konsens, dass Spahn in seiner Position nicht haltbar ist, heute morgen kam der folgerichtige Rücktritt. Da hat jemand (nicht zum ersten Mal) ziemlichen Mist gebaut und durfte nun zügig seinen Hut nehmen.


Ja, das ging sehr schnell und überraschend sachlich.

Außergewöhnlich war auch, dass niemand aus der CDU Position für Jens Spahn bezogen hat. Entweder hat man ihn kritisiert, oder man hat geschwiegen. Aus anderen Parteien kam eher wenig bis gar nichts. Da herrschte wohl vielfach der Gedanke vor "Das muss die CDU selbst regeln!". Und auch in den Medien sind mir kaum unangemessene Artikel aufgefallen. Interessant war wohl, dass die Bild, die zuerst über den Nachwuchs im Haus Spahn berichtet hat, anscheinend recht massiv Spahns Rücktritt forderte, im Detail habe ich das nicht verfolgt. Andererseits konnte Jens Spahn aber im Podcast von Paul Ronzheimer ausführlich seine Position darstellen.

Entscheidend für den Rücktritt dürfte die Position von Friedrich Merz gewesen sein. Der hatte wohl erkannt, dass Jens Spahn nicht zu halten war, sich öffentlich nicht vor seinen Fraktionsvorsitzenden gestellt und ihm intern den Rückzug vom Amt nahegelegt.

Es war aber auch schon augenfällig, wie wenig Zeit man mit den sonst üblichen Worten der Anerkennung und des Respekts dem scheidenden Amtsträger gegenüber verschwendete. Mag sein, dass ich das überbewerte, aber besonders beliebt scheint Spahn in der eigenen Fraktion, die er anführte, nicht gewesen zu sein. Unabhängig davon finde ich es (bis jetzt) anerkennenswert, wie die CDU mit dieser kritischen Situation umgeht. Das ist natürlich dem großen Druck geschuldet, unter dem die gesamte Partei steht, allen voran natürlich vor allem Friedrich Merz. Sollte es der Union gelingen, in den nächsten Tagen ohne großes Gepolter einen neuen Fraktionschef zu präsentieren, dann wäre das durchaus bemerkenswert. Intensive parteiinterne Gespräche über eine Nachfolge dürften schon seit Samstagmorgen laufen. Eigentlich bräuchte die Union jetzt einen charismatischen Politiker, der nicht nur die Stimmen in der Fraktion, sondern auch Sympathien in der Bevölkerung besitzt, aber so einer ist weit und breit nicht in Sicht. Die schlechteste Lösung aus der Liste der gehandelten Kandidaten wäre vermutlich Carten Linnemann. Ich glaube, dass Merz selbst Thorsten Frei favorisieren würde, auch wenn er dann einen neuen Kanzleramtsminister bräuchte. Schaun wir mal.

Krisenmanagement der Union

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 13:35 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Es war aber auch schon augenfällig, wie wenig Zeit man mit den sonst üblichen Worten der Anerkennung und des Respekts dem scheidenden Amtsträger gegenüber verschwendete. Mag sein, dass ich das überbewerte, aber besonders beliebt scheint Spahn in der eigenen Fraktion, die er anführte, nicht gewesen zu sein. Unabhängig davon finde ich es (bis jetzt) anerkennenswert, wie die CDU mit dieser kritischen Situation umgeht. Das ist natürlich dem großen Druck geschuldet, unter dem die gesamte Partei steht, allen voran natürlich vor allem Friedrich Merz. Sollte es der Union gelingen, in den nächsten Tagen ohne großes Gepolter einen neuen Fraktionschef zu präsentieren, dann wäre das durchaus bemerkenswert. Intensive parteiinterne Gespräche über eine Nachfolge dürften schon seit Samstagmorgen laufen. Eigentlich bräuchte die Union jetzt einen charismatischen Politiker, der nicht nur die Stimmen in der Fraktion, sondern auch Sympathien in der Bevölkerung besitzt, aber so einer ist weit und breit nicht in Sicht. Die schlechteste Lösung aus der Liste der gehandelten Kandidaten wäre vermutlich Carten Linnemann. Ich glaube, dass Merz selbst Thorsten Frei favorisieren würde, auch wenn er dann einen neuen Kanzleramtsminister bräuchte. Schaun wir mal.

Für mich spricht vieles dafür, dass man innerhalb der CDU schon lange die Nase von Jens Spahn voll hatte. Auch dort kannte man seine Vorgeschichte genau, musste sich aber aus parteitaktischen Erwägungen immer wieder vor ihn stellen. Beispielsweise durch eine Blockade eines Masken-Untersuchungsausschusses. Zudem dürfte man genau wahrgenommen haben, wie schlecht das Bild von Jens Spahn in der Bevölkerung war. Und dieses Bild färbte auf die CDU und einzelne CDU-Politikerinnen und CDU-Politiker ab. Jetzt durfte die allgemeine Reaktion innerhalb der Partei "Es reicht!" gewesen sein, und das für Jens Spahn völlig überraschend.

Bisher managt man die ganze Angelegenheit in der Tat sehr professionell. Wer Spahn nachfolgen wird, kann ich nicht sagen, die Medien nennen einige Namen. Eventuell zieht das ganze auch eine größere Umbesetzungsaktion nach sich. Je nachdem, wer welchen Posten bekommt, kann das durchaus positive Folgen haben. An Carsten Linnemann glaube ich persönlich nicht, der scheint wohl innerhalb der Partei massiv an Einfluss verloren zu haben, und er wäre auch eine schlechte Wahl. Aber am Ende muss man abwarten.

Krisenmanagement der Union

kriwi09, Sonntag, 19.07.2026, 13:56 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

Wenn es der Hoffnungsträger es völlig übertreibt.

Krisenmanagement der Union

Garum, Bornum am Harz, Sonntag, 19.07.2026, 10:12 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Es war aber auch schon augenfällig, wie wenig Zeit man mit den sonst üblichen Worten der Anerkennung und des Respekts dem scheidenden Amtsträger gegenüber verschwendete. Mag sein, dass ich das überbewerte, aber besonders beliebt scheint Spahn in der eigenen Fraktion, die er anführte, nicht gewesen zu sein. Unabhängig davon finde ich es (bis jetzt) anerkennenswert, wie die CDU mit dieser kritischen Situation umgeht. Das ist natürlich dem großen Druck geschuldet, unter dem die gesamte Partei steht, allen voran natürlich vor allem Friedrich Merz. Sollte es der Union gelingen, in den nächsten Tagen ohne großes Gepolter einen neuen Fraktionschef zu präsentieren, dann wäre das durchaus bemerkenswert. Intensive parteiinterne Gespräche über eine Nachfolge dürften schon seit Samstagmorgen laufen. Eigentlich bräuchte die Union jetzt einen charismatischen Politiker, der nicht nur die Stimmen in der Fraktion, sondern auch Sympathien in der Bevölkerung besitzt, aber so einer ist weit und breit nicht in Sicht. Die schlechteste Lösung aus der Liste der gehandelten Kandidaten wäre vermutlich Carten Linnemann. Ich glaube, dass Merz selbst Thorsten Frei favorisieren würde, auch wenn er dann einen neuen Kanzleramtsminister bräuchte. Schaun wir mal.

Das wäre such in meinen Augen der Supergau aber wer weiß was die Union so möchte.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Alones, Samstag, 18.07.2026, 23:47 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

So what? Ist die Welt jetzt eine bessere, weil Spahn zurück in die zweite Reihe geht? Leute wie Thiel haben für so einen Fall schon längst vorgesorgt. Kommt halt der nächste nützliche Idiot. Nichts wird dadurch besser, solange die Leute, die im Hintergrund tatsächlich die Fäden ziehen, dieselben bleiben.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

markus93, Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:35 (vor 47 Tagen) @ Alones

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.
Was genau willst erwarten.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 08:24 (vor 46 Tagen) @ markus93

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.
Was genau willst erwarten.

Der Bundeskanzler wird in Deutschland vom Bundestag gewählt. Friedrich Merz, wenn ich mich richtig erinnere, als erster Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erst im zweiten Anlauf. Und meiner Meinung nach deshalb, weil ihn einige Abgeordnete aus der eigenen Partei im ersten Wahlgang nicht unterstützt haben.

Merz ist der Vorsitzende der CDU, er war bei der Bundestagswahl der Kanzlerkandidat der Union. Am Ende kam eine Konstellation heraus, bei der es nur auf eine schwarz-rote Koalition hinauslaufen konnte - die zwar eine klare, aber keineswegs überwältigende Mehrheit im Bundestag hat.

Friedrich Merz hat gravierende Schwächen, das ist mittlerweile auch den meisten innerhalb seiner eigenen Partei klargeworden. Aber trotzdem gibt es keine Alternative zu ihm als Kanzler. Zumindest keine Alternative, die sich nicht auf Demokratiefeinde stützen würde. Einerseits gibt der Rücktritt von Jens Spahn Friedrich Merz jetzt neue Handlungsspielräume. Andererseits könnte er selbst aber nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern massiv unter Druck geraten. In Sachsen-Anhalt kratzt eine dort besonders radikale und verfassungsfeindliche AfD an der absoluten Mehrheit, und in Mecklenburg-Vorpommern stürzt die CDU geradezu ab. In den letzten Umfragen hatte man gerade noch neun Prozent, und ein Boden ist nicht absehbar. Es könnte noch deutlich stärker in Richtung Fünf-Prozent-Hürde gehen. Besonders katastrophal könnte es für Friedrich Merz werden, falls es in Sachsen-Anhalt für die AfD knapp nicht zur absoluten Mehrheit reichen würde, dann aber ein Ulrich Siegmund mit der Hilfe von Überläufern doch ins Amt des Ministerpräsidenten gehoben werden würde.

Wenn ich an diesen Herbst denke, wird mir deshalb Angst und Bange. Ich hoffe, dass Merz, falls es so schlimm kommen sollte, wie man befürchten muss, weiterhin klare Kante gegenüber denjenigen zeigt, die sich doch eine Kooperation mit der AfD vorstellen können und dann auch die volle Unterstützung seiner Partei erfährt.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Garum, Bornum am Harz, Sonntag, 19.07.2026, 10:11 (vor 46 Tagen) @ Ulrich

> Wenn ich an diesen Herbst denke, wird mir deshalb Angst und Bange. Ich hoffe, dass Merz, falls es so schlimm kommen sollte, wie man befürchten muss, weiterhin klare Kante gegenüber denjenigen zeigt, die sich doch eine Kooperation mit der AfD vorstellen können und dann auch die volle Unterstützung seiner Partei erfährt.

Ich rechne da mit dem absoluten Supergau im deutschen Osten und den USA.
Eine AfD die vor Kraft kaum laufen kann wäre das denkbar schlechteste Szenario
für Deutschland. Ich würde mir bei der Union jemanden wünschen der für Zukunft und
Zuversicht steht. Ich wüsste nur gerade nicht wer das sein könnte.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 13:58 (vor 46 Tagen) @ Garum

Ich rechne da mit dem absoluten Supergau im deutschen Osten und den USA.
Eine AfD die vor Kraft kaum laufen kann wäre das denkbar schlechteste Szenario
für Deutschland. Ich würde mir bei der Union jemanden wünschen der für Zukunft und
Zuversicht steht. Ich wüsste nur gerade nicht wer das sein könnte.

Mit einem Supergau rechne ich vor allem in Sachsen-Anhalt. Hier wird die AfD die mit Abstand stärkste Partei im nächsten Landtag werden. Eine Regierungsbildung gegen die AfD dürfte ausgesprochen schwer bis unmöglich sein. Und ein Wahlsieg würde der AfD auch Rückenwind in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin verschaffen.

Aktuell sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aber nicht ganz so schlecht aus wie in Sachsen-Anhalt. Die AfD ist zwar auch hier in den Umfragen die stärkste Partei. Aber statt bei 41 bis 42 Prozent liegt sie hier bei 35 bis 36 Prozent. Die CDU ist auf dem deutlich absteigenden Ast, zuletzt lag sie bei 9 Prozent, und der Trend ist deutlich negativ. Auf der anderen Seite nähert sich die SPD langsam von unten der 30-Prozent-Marke. Viele Wirtschaftsverbände haben die Landes-CDU dort mittlerweile abgeschrieben und trommeln für die Sozialdemokraten. Das führt aber dazu, dass das, was die SPD in den Umfragen hinzugewinnt, bei der CDU verloren geht. Negativ für die CDU ist auch, dass ein langjähriger Landtagsabgeordneter vor einiger Zeit zur AfD übergetreten ist. Das trübt die Stimmung zusätzlich. Allerdings sind mir die allermeisten CDU-Leute dort als zuverlässig und umgänglich beschrieben worden. Innerhalb der Landespartei gibt es deutlich weniger Menschen mit einem Drall zur AfD als in Sachsen-Anhalt.

In den USA will Donald Trump unbedingt die Midterms gewinnen, egal wie. Das wird nicht nur zu einem enorm schmutzigen Wahlkampf führen, auch danach ist zu erwarten, dass Trump die Legitimität der Wahlen in Zweifel ziehen wird. Szenarien wie nach der Präsidentschaftswahl 2020 sind leider alles andere als unwahrscheinlich.

Vieles wird von der Entwicklung der nächsten Monate am Golf abhängen. Bisher ist die Straße von Hormus weiterhin zu, es fehlt Öl auf dem Markt. Die Preissteigerungen haben sich nur deshalb weitgehend im Rahmen gehalten, weil weltweit Rohölreserven freigegeben wurden. Nicht nur im Westen, auch China hat seine Rohölkäufe seit Kriegsausbruch fast halbiert und greift stattdessen auf Lagerbestände zurück. Im Westen allerdings kommt man in einer Reihe von Staaten mittlerweile an Grenzen. Man nähert sich Marken, unter denen die "eisernen Reserven" liegen, die man normalerweise nur im absoluten Notfall angreift. Grade im ländlichen Bereich der USA reagiert man extrem empfindlich auf steigende Spritpreise. Wenn ich mich richtig erinnere, dann schrieb die Süddeutsche vor einigen Monaten "Die republikanischen Wähler verzeihen alles - bis auf Benzinpreise von mehr als drei Dollar pro Gallone".

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:42 (vor 47 Tagen) @ markus93

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.
Was genau willst erwarten.

Amüsanterweise, während links und rechts neben ihm seine Konzern-Buddies zu tausenden die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.
Ich kann da immer nur meine anekdotische Evidenz heranführen. Bei uns im Konzern, IGM, ist es strikt verboten, einem Arbeitnehmenden einen 40h-Vertrag auszustellen, vorgegeben von Arbeitgeberseite (nicht vom BR). 35h sind die Norm. Allerdings sind Kündigungen vom Arbeitnehmer auch immer ein gern gesehener Grund zur Feier.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

markus, Sonntag, 19.07.2026, 14:19 (vor 46 Tagen) @ FourrierTrans

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.
Was genau willst erwarten.


Amüsanterweise, während links und rechts neben ihm seine Konzern-Buddies zu tausenden die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.
Ich kann da immer nur meine anekdotische Evidenz heranführen. Bei uns im Konzern, IGM, ist es strikt verboten, einem Arbeitnehmenden einen 40h-Vertrag auszustellen, vorgegeben von Arbeitgeberseite (nicht vom BR). 35h sind die Norm. Allerdings sind Kündigungen vom Arbeitnehmer auch immer ein gern gesehener Grund zur Feier.

Was nicht unbedingt ein Widerspruch ist. Es gibt Bereiche mit akutem Personalmangel und dort würde mehr arbeiten für Entlastung sorgen. Wenn dein Konzern keinen Personalmangel hat, ist das selbstverständlich anders.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 19.07.2026, 14:46 (vor 46 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Sonntag, 19.07.2026, 14:56

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.
Was genau willst erwarten.


Amüsanterweise, während links und rechts neben ihm seine Konzern-Buddies zu tausenden die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.
Ich kann da immer nur meine anekdotische Evidenz heranführen. Bei uns im Konzern, IGM, ist es strikt verboten, einem Arbeitnehmenden einen 40h-Vertrag auszustellen, vorgegeben von Arbeitgeberseite (nicht vom BR). 35h sind die Norm. Allerdings sind Kündigungen vom Arbeitnehmer auch immer ein gern gesehener Grund zur Feier.


Was nicht unbedingt ein Widerspruch ist. Es gibt Bereiche mit akutem Personalmangel und dort würde mehr arbeiten für Entlastung sorgen. Wenn dein Konzern keinen Personalmangel hat, ist das selbstverständlich anders.

Dann wäre es aber gut, dass der Bundeskanzler exemplarisch einige Bereiche nennt, in denen große Personalnot herrscht. Einfach um für Klarheit zu sorgen, wo angepackt werden kann. Ich bin sehr interessiert an beruflicher Entwicklung und möglicherweise sogar Neuorientierung, die mich aber finanziell natürlich nicht zurückwirft. Ich könnte mir vorstellen, dass das für viele gilt, weil die meisten eigentlich in erster Linie nicht faul sind.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Alones, Samstag, 18.07.2026, 23:41 (vor 47 Tagen) @ markus93

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.

Die glauben alle nicht daran, was sie da öffentlich erzählen. Merz hat nur eine einzige Aufgabe: Den Wohlstand einer kleinen Elite im Land zu erhalten und zu mehren, bevor VW und Co. endgültig einen Abgang machen. Der weiß ganz genau, dass man den Wettbewerbsnachteil gegenüber China und anderen Ländern nicht dadurch ausgleichen kann, dass wir alle ein paar Stunden mehr arbeiten. Merz kennt seine Rolle und die erfüllt er hervorragend.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:45 (vor 47 Tagen) @ Alones

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.


Die glauben alle nicht daran, was sie da öffentlich erzählen. Merz hat nur eine einzige Aufgabe: Den Wohlstand einer kleinen Elite im Land zu erhalten und zu mehren, bevor VW und Co. endgültig einen Abgang machen. Der weiß ganz genau, dass man den Wettbewerbsnachteil gegenüber China und anderen Ländern nicht dadurch ausgleichen kann, dass wir alle ein paar Stunden mehr arbeiten. Merz kennt seine Rolle und die erfüllt er hervorragend.

Ist auch mein Eindruck. Der "Asset Change" des obersten 1% muss jetzt politisch noch einige Zeit lang mit allerlei Nebelkerzen flankiert werden, z.B. mit absurden Teilzeit-Debatten oder was auch immer. Der Hofadel, Leute wie ein Merz, erhofft sich vermutlich davon, ein Stück vom Kuchen abzubekommen, und dass man demnächst in der Schweiz oder in den USA mit seiner Familie den Lebensabend verbringen kann, während in Deutschland die politische Lage eskaliert.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 23:40 (vor 47 Tagen) @ markus93

Das Volk hat mehrheitlich einen Typen zum Kanzler gewählt der der Meinung ist das die schlechte wirtschaftliche Lage daran liegt das sie nicht hart und lange genug arbeiten.
Was genau willst erwarten.


Mehrheitlich?

Knapp 30% haben ihn gewählt.

@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda?

markus93, Sauerland, Sonntag, 19.07.2026, 07:19 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone
bearbeitet von markus93, Sonntag, 19.07.2026, 07:24

Ich denke man weiß was gemeint ist, aber danke für deinen Einwand.
Und um es ganz richtig zu stellen: Das Volk hat ihn gar nicht zum Kanzler gewählt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 21:55 (vor 47 Tagen) @ markus

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.

Es ist nach deutschem Recht offensichtlich nicht verboten, das in den USA zu tun. Wir reden hier über eine rein moralische Ebene. Und Jens Spahn ist offensichtlich kein Einzelfall.

Viele reisen in die USA

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ärztinnen und Ärzte machen sich strafbar, wenn sie bei einer Leihmutterschaft behilflich sind. Auch die Vermittlung von Leihmutterschaften ist verboten.Es ist allerdings nicht verboten, ein im Ausland per Leihmutterschaft geborenes Kind in Deutschland großzuziehen - wie im Falle Spahn. Die Mutter des Kindes bleibt nach deutschem Recht aber immer die Leihmutter.Viele Deutsche reisen ins Ausland, um mithilfe einer Leihmutter Eltern zu werden. Die Gesamtkosten pro Kind liegen zwischen 100.000 und 250.000 US-Dollar, wobei der Großteil auf die Vermittlung, Anwaltskosten und Versicherung entfällt. Leihmutterschaft in den USA ist also ein Geschäft und wird deshalb immer wieder auch als ethisch fragwürdig kritisiert.Auch in Kanada, der Ukraine, Russland und Georgien tragen Leihmütter Kinder aus.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/leihmutterschaft-spahn-cdu-100.html

Tagesschau in eigener Bubble unterwegs. Musste köstlich lachen: "viele reisen in die USA", "100.000 und 250.000 US-Dollar". Wer kennt sie nicht, die ganzen deutschen Reisegruppen, die sich für im Durchschnitt 175.000 US-Doller ein Kind bestellen. :-) ;-)

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

SubZero, Ort, Samstag, 18.07.2026, 20:44 (vor 47 Tagen) @ markus

Da hat die Tagesschau schlecht recherchiert. Auch der Auftraggeber ist straffähig, zumindest war das Auffassung der CDU, die das Gesetz eingebracht hat. Das Grundsätzliche Problem beim Fall Spahn: Frau A wurde befruchtete Eizelle von Frau B eingesetzt. Das ist explizit strafbar. Ein menschliches Individuum kann niemals Subjekt eines Rechtsgeschäfts sein. Stichwort Menschenhandel und Sklaverei. Es gibt sogar einen UN Beschluss der das beschriebene Verfahren explizit ächtet. Vermutlich schreit deswegen Grün auch nicht menschenverachtend, hätte ich erwartet. Dieses Spahn ist schwul und darf das, ist definitiv kein Argument. Vielleicht hätte er sein eigenes Gesetz lesen sollen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 19:57 (vor 47 Tagen) @ markus

Was hast du an "bewusst entzieht" nicht verstanden? Die Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Dieses Verbot ist er umgangen, in dem er sie in einem Land hat vornehmen lassen, in dem es erlaubt ist.

Ich habe nicht gesagt, dass er gegen deutsche Gesetze verstoßen hat. Er ist in ein Land ausgewichen, in dem das betreffende Gesetz ihn nicht mehr betrifft.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 17:08 (vor 46 Tagen) @ Sascha

Was hast du an "bewusst entzieht" nicht verstanden? Die Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Dieses Verbot ist er umgangen, in dem er sie in einem Land hat vornehmen lassen, in dem es erlaubt ist.

Ich habe nicht gesagt, dass er gegen deutsche Gesetze verstoßen hat. Er ist in ein Land ausgewichen, in dem das betreffende Gesetz ihn nicht mehr betrifft.

Ich finde den Begriff an der Stelle deplatziert. Er hat sich dem deutschen Recht nicht „entzogen“. Deutsches Recht gilt grundsätzlich innerhalb Deutschlands. Wer eine Handlung im Ausland vornimmt, die dort legal ist, unterliegt dem dortigen Recht. Das ist etwas anderes, als sich einem geltenden deutschen Gesetz zu entziehen oder es zu umgehen.

Man kann die Leihmutterschaft politisch oder moralisch kritisieren. Juristisch ist es aber ein Unterschied, ob jemand gegen deutsches Recht verstößt oder ob er eine im Ausland legale Möglichkeit nutzt, weil das deutsche Verbot dort keine Geltung hat. Das ist keine Umgehung eines für ihn geltenden Gesetzes, sondern die Inanspruchnahme einer ausländischen Rechtsordnung.

Menschen reisen für medizinische Behandlungen, Hochzeiten (z. B. Dänemark) oder Unternehmensgründungen ins Ausland. Wenn der deutsche Gesetzgeber die Wunscheltern explizit straffrei lässt, akzeptiert er diese Entscheidung.

Und so würde ich auch die Grenze ziehen. Erst wenn ein Politiker gegen deutsches Recht verstößt und sich strafbar macht, sollte er seinen Posten verlieren.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Sonntag, 19.07.2026, 17:47 (vor 46 Tagen) @ markus

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 18:16 (vor 46 Tagen) @ Sascha

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.

Nein. „Deutsches Recht umgehen“ setzt voraus, dass auf den Sachverhalt überhaupt deutsches Recht anwendbar ist. Die Leihmutterschaft fand aber im Ausland statt und unterlag dem dort geltenden Recht. Das ist derselbe Grund, warum Deutsche im Ausland beispielsweise legal Glücksspiel betreiben oder Cannabis konsumieren können, obwohl dies in Deutschland früher verboten war. Man nutzt eine andere Rechtsordnung – man verstößt nicht gegen die deutsche.

Du kannst das moralisch kritisieren und sagen, dass Spahn bewusst in ein Land gegangen ist, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist. Das ist eine legitime Bewertung. Juristisch ist das aber etwas anderes als die Behauptung, er habe deutsches Recht umgangen oder sich ihm entzogen.

Beispiele dafür wären, z.B.:

Steuerhinterziehung: Jemand verschiebt Einkünfte oder Vermögen ins Ausland, verschweigt sie aber gegenüber dem deutschen Finanzamt, obwohl sie in Deutschland steuerpflichtig sind. Hier gilt deutsches Steuerrecht. Der Betroffene versucht, sich dessen Anwendung zu entziehen.

Scheinfirmen/Briefkastenfirmen: Ein Unternehmen verlegt seinen formalen Sitz ins Ausland, obwohl die tatsächliche Geschäftsleitung in Deutschland bleibt, um deutsche Steuern oder Vorschriften zu umgehen. Wenn deutsches Recht trotzdem anwendbar wäre, handelt es sich um eine Umgehung.

Schwarzarbeit: Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen bewusst keinen offiziellen Arbeitsvertrag und zahlen keine Sozialabgaben, obwohl deutsches Arbeits- und Sozialrecht gilt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 09:45 (vor 45 Tagen) @ markus

Den Unterschied zwischen „gegen Gesetze verstoßen“ und „Gesetze umgehen“ müsstest eigentlich selbst du verstehen.

Du kommst mir vor wie ein Vierjähriger, der heulend auf dem Hintern sitzt, mit den Händen auf den Boden schlägt und ständig kreischt: ich hab recht, ich hab recht, ich hab recht...

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:49 (vor 45 Tagen) @ nico36de

Den Unterschied zwischen „gegen Gesetze verstoßen“ und „Gesetze umgehen“ müsstest eigentlich selbst du verstehen.

Du kommst mir vor wie ein Vierjähriger, der heulend auf dem Hintern sitzt, mit den Händen auf den Boden schlägt und ständig kreischt: ich hab recht, ich hab recht, ich hab recht...

Nee, das bist Du ja schon.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Zebulon, Wattenscheid, Sonntag, 19.07.2026, 18:45 (vor 46 Tagen) @ markus

Das ist doch eine juristische Wortklauberei, er ist ja auch nicht aus juristischen sondern aus politischen Gründen zurückgetreten. Da können die die Juristen schön echauffieren, das ist völlig egal.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 19:00 (vor 46 Tagen) @ Zebulon

Das ist doch eine juristische Wortklauberei, er ist ja auch nicht aus juristischen sondern aus politischen Gründen zurückgetreten. Da können die die Juristen schön echauffieren, das ist völlig egal.

Ich habe das doch sauber getrennt:

Du kannst das moralisch kritisieren und sagen, dass Spahn bewusst in ein Land gegangen ist, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist. Das ist eine legitime Bewertung. Juristisch ist das aber etwas anderes als die Behauptung, er habe deutsches Recht umgangen oder sich ihm entzogen.“

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 19:27 (vor 46 Tagen) @ markus

Das ist doch eine juristische Wortklauberei, er ist ja auch nicht aus juristischen sondern aus politischen Gründen zurückgetreten. Da können die die Juristen schön echauffieren, das ist völlig egal.


Ich habe das doch sauber getrennt:

Du kannst das moralisch kritisieren und sagen, dass Spahn bewusst in ein Land gegangen ist, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist. Das ist eine legitime Bewertung. Juristisch ist das aber etwas anderes als die Behauptung, er habe deutsches Recht umgangen oder sich ihm entzogen.“

Demnächst im Duden zu finden unter: abspahnen

Sie wollen im Ausland gegen deutsches Recht verstoßen, aber nichts zu befürchten haben, spahnen sie mit uns ab. All-Inclusiv!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 09:43 (vor 45 Tagen) @ Gargamel09

Ich habe keinen Bock auf Gesetze, die der Durchschnittsdeutsche meiner Meinung nach einzuhalten hat. Kein Problem, ich spahne jetzt.

Gabs doch mal mit scholzen, wenn man sich an etwas partout nicht erinnern will.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 18:15 (vor 46 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von MarcBVB, Sonntag, 19.07.2026, 18:24

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.

Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.

Und noch der Hinweis auf https://openjur.de/u/2388903.html

Der BGH hat das sogar schon entschieden, dass eine solche Konstellation auch in Deutschland eintragungsfähig ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Sonntag, 19.07.2026, 18:54 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.


Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.

Der Joint von irgendwem in einem holländischen Coffeeshop interessiert aber nicht. Interessant wird es erst, wenn jemand in hoher politischer Funktion für ein strenges Cannabis-Strafrecht eintritt und dann regelmäßig zum Kaufen und Kiffen nach Holland juckelt. Das ist dann auch nicht verboten, aber höchst unglaubwürdig. Und natürlich umgeht man damit dann das im eigenen Land geltende Recht, sonst könnte man ja auch zuhause bleiben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 20.07.2026, 12:41 (vor 45 Tagen) @ Habakuk

Hatten wir doch schon x-mal. Den Unterschied wollen Marc und seine Mitstreiter einfach nicht verstehen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 19:02 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.


Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.


Der Joint von irgendwem in einem holländischen Coffeeshop interessiert aber nicht. Interessant wird es erst, wenn jemand in hoher politischer Funktion für ein strenges Cannabis-Strafrecht eintritt und dann regelmäßig zum Kaufen und Kiffen nach Holland juckelt. Das ist dann auch nicht verboten, aber höchst unglaubwürdig. Und natürlich umgeht man damit dann das im eigenen Land geltende Recht, sonst könnte man ja auch zuhause bleiben.

Guck mal hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

tim86, Hamburg, Montag, 20.07.2026, 10:06 (vor 45 Tagen) @ markus

Man kann deutsches recht umgehen, ohne es zu brechen. Deswegen gibt es dafür verschiedene Begriffe.

Nutzt jemand legale Tricks um in Deutschland ein Ergebniss zu erreichen, welches ohne diese nicht möglich ist, hat er deutsches Recht zwar nicht gebrochen, hat es aber umgangen.

Deswegen würde ich den Vergleich mit den Kiffen nicht mitgehen, da hier das Ergebniss komplett im Ausland bleibt.
Heiraten in Dänemark würde ich, wenn es als Land ausgesucht wurde, da dort weniger Unterlagen für die Behörden nötig sind und nicht weil z.B. Dänemark das Lieblingsland des Paars ist, auch als deutsches Recht umgehen auslegen.
Und würde es auch kritisch sehen, wenn ein Politiker dafür wirbt, dass die hürden für Hochzeiten in Deutschland(insbesondere wenn einer der beiden kein EU Bürger ist, wo die Hochzeit in Dänemark dann besonders beliebt ist, da die deutschen Behörden viele beglaubigte Übersetzte Kopien verlangen) so bleiben, gleichzeitig aber in Dänemark heiratet, da dort die Behörden weniger Unterlagen verlangen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 10:41 (vor 45 Tagen) @ tim86

Man kann deutsches recht umgehen, ohne es zu brechen. Deswegen gibt es dafür verschiedene Begriffe.

Nutzt jemand legale Tricks um in Deutschland ein Ergebniss zu erreichen, welches ohne diese nicht möglich ist, hat er deutsches Recht zwar nicht gebrochen, hat es aber umgangen.

Deswegen würde ich den Vergleich mit den Kiffen nicht mitgehen, da hier das Ergebniss komplett im Ausland bleibt.
Heiraten in Dänemark würde ich, wenn es als Land ausgesucht wurde, da dort weniger Unterlagen für die Behörden nötig sind und nicht weil z.B. Dänemark das Lieblingsland des Paars ist, auch als deutsches Recht umgehen auslegen.
Und würde es auch kritisch sehen, wenn ein Politiker dafür wirbt, dass die hürden für Hochzeiten in Deutschland(insbesondere wenn einer der beiden kein EU Bürger ist, wo die Hochzeit in Dänemark dann besonders beliebt ist, da die deutschen Behörden viele beglaubigte Übersetzte Kopien verlangen) so bleiben, gleichzeitig aber in Dänemark heiratet, da dort die Behörden weniger Unterlagen verlangen.

Welchen Begriff man dafür auch immer verwendet: Mir ging es vor allem darum, dass wir sauber zwischen Gesetz und Moral trennen. Wenn wir uns darüber einig sind, dass er gegen kein Gesetz verstoßen hat, dann bleibt die moralische Ebene.

Spahn steckte schon 2017 in einem Dilemma. Seine Partei war gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. Bereits damals stellte er sich gegen die Parteilinie, indem er als homosexueller Mann seinen männlichen Partner heiratete.

Wir heterosexuellen Männer wissen doch gar nicht, wie viel innerer Druck dadurch entstehen kann. Die Entscheidung für ein Kind ist eine höchst private Angelegenheit. Ich kann mir gut vorstellen, dass man so etwas nur sehr ungern öffentlich macht. Auch gegenüber der Parteispitze ist das nicht einfach, wenn man Mitglied einer Partei ist, die sich zumindest lange Zeit gegen bessere Rechte für homosexuelle Menschen ausgesprochen hat.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Zebulon, Wattenscheid, Montag, 20.07.2026, 19:11 (vor 45 Tagen) @ markus

Kinderwunsch ist das eine, gut nachvollziebar, wenn das Kind aber zusätzlich ein genetisch eigenes Erzeugnis, sein soll, ist das schon sehr viel schwerer nachvollziehbar. Es werden viele Kinder adoptiert, der Weg steht auch schwulen Paaren offen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 19:43 (vor 45 Tagen) @ Zebulon

Kinderwunsch ist das eine, gut nachvollziebar, wenn das Kind aber zusätzlich ein genetisch eigenes Erzeugnis, sein soll, ist das schon sehr viel schwerer nachvollziehbar. Es werden viele Kinder adoptiert, der Weg steht auch schwulen Paaren offen.

Ich würde behaupten, dass der Wunsch nach genetisch eigenen Kindern in der Regel deutlich größer ist. Das gilt übrigens nicht nur für homosexuelle, sondern genauso für heterosexuelle Paare.

Und Adoption ist leider keine einfache Alternative nach dem Motto „Dann adoptiert doch einfach“. Es gibt deutlich mehr adoptionswillige Eltern als zur Adoption freigegebene Kinder, die Verfahren sind langwierig und mit hohen Anforderungen verbunden. Außerdem ist Adoption in erster Linie dafür da, einem bereits geborenen Kind ein Zuhause zu geben – nicht, um einen unerfüllten Kinderwunsch zu erfüllen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Alones, Montag, 20.07.2026, 19:55 (vor 45 Tagen) @ markus

Ich würde behaupten, dass der Wunsch nach genetisch eigenen Kindern in der Regel deutlich größer ist. Das gilt übrigens nicht nur für homosexuelle, sondern genauso für heterosexuelle Paare.

Der Wunsch nach einem Lottogewinn dürfte bei homo- und hetereosexuellen Paaren ebenfalls gleich groß ausgeprägt sein. Trotzdem bleibt es oftmals nur bei einem Wunsch. Und nur weil es nicht klappt, überfalle ich deswegen nicht gleich eine Bank. So ist halt das Leben. Man kann nicht alles haben. Und nur weil etwas irgendwie irgendwo möglich ist, muss man es ja auch nicht machen. Ansonsten könnte ich ja auch sagen "Joa, Pedobären finde ich doof, aber wenn Sex mit Kindern in Land XYZ möglich ist, dann soll er das halt machen...". Die Argumentation finde ich bei dem Thema etwas zu plump.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 20:29 (vor 45 Tagen) @ Alones

Ich würde behaupten, dass der Wunsch nach genetisch eigenen Kindern in der Regel deutlich größer ist. Das gilt übrigens nicht nur für homosexuelle, sondern genauso für heterosexuelle Paare.


Der Wunsch nach einem Lottogewinn dürfte bei homo- und hetereosexuellen Paaren ebenfalls gleich groß ausgeprägt sein. Trotzdem bleibt es oftmals nur bei einem Wunsch. Und nur weil es nicht klappt, überfalle ich deswegen nicht gleich eine Bank. So ist halt das Leben. Man kann nicht alles haben. Und nur weil etwas irgendwie irgendwo möglich ist, muss man es ja auch nicht machen. Ansonsten könnte ich ja auch sagen "Joa, Pedobären finde ich doof, aber wenn Sex mit Kindern in Land XYZ möglich ist, dann soll er das halt machen...". Die Argumentation finde ich bei dem Thema etwas zu plump.

Ich finde, die Vergleiche hinken. Ein Banküberfall ist eine Straftat und sexueller Missbrauch von Kindern verletzt die Rechte eines nicht einwilligungsfähigen Menschen. Darum geht es hier gerade nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Zebulon, Wattenscheid, Montag, 20.07.2026, 20:36 (vor 45 Tagen) @ markus

Den Vergleich mit einem Banküberfall finde ich auch unpassend,
ich finde eher wie ein Waren-Termin-Geschäft.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Sonntag, 19.07.2026, 19:12 (vor 46 Tagen) @ markus

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.


Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.


Der Joint von irgendwem in einem holländischen Coffeeshop interessiert aber nicht. Interessant wird es erst, wenn jemand in hoher politischer Funktion für ein strenges Cannabis-Strafrecht eintritt und dann regelmäßig zum Kaufen und Kiffen nach Holland juckelt. Das ist dann auch nicht verboten, aber höchst unglaubwürdig. Und natürlich umgeht man damit dann das im eigenen Land geltende Recht, sonst könnte man ja auch zuhause bleiben.


Guck mal hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808

Ja, hab ich geguckt? Und nun? Das ist alles zwar sehr redundant, aber wenig überzeugend.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 20:22 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.


Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.


Der Joint von irgendwem in einem holländischen Coffeeshop interessiert aber nicht. Interessant wird es erst, wenn jemand in hoher politischer Funktion für ein strenges Cannabis-Strafrecht eintritt und dann regelmäßig zum Kaufen und Kiffen nach Holland juckelt. Das ist dann auch nicht verboten, aber höchst unglaubwürdig. Und natürlich umgeht man damit dann das im eigenen Land geltende Recht, sonst könnte man ja auch zuhause bleiben.


Guck mal hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808


Ja, hab ich geguckt? Und nun? Das ist alles zwar sehr redundant, aber wenig überzeugend.

Ok, Boomer.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TeePee, NRW, Montag, 20.07.2026, 08:00 (vor 46 Tagen) @ markus

Ok, Boomer.

Junge, wie billig ist das denn? Und wo hast Du das denn ausgegraben? 2020?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 08:09 (vor 46 Tagen) @ TeePee

Was hat man dir eigentlich in den Tee getan, dass du so gereizt reagierst?
Hast du auch inhaltlich was beizutragen?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TeePee, NRW, Montag, 20.07.2026, 08:19 (vor 45 Tagen) @ markus

Was hat man dir eigentlich in den Tee getan, dass du so gereizt reagierst?
Hast du auch inhaltlich was beizutragen?

Sowas gehaltvolles wie "Ok, Boomer"? Altersbashing?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 08:23 (vor 45 Tagen) @ TeePee

Was hat man dir eigentlich in den Tee getan, dass du so gereizt reagierst?
Hast du auch inhaltlich was beizutragen?


Sowas gehaltvolles wie "Ok, Boomer"? Altersbashing?

Kontext beachten. Ich habe ausführlich etwas dargelegt und es kam nichts gehaltvolles als Antwort.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Montag, 20.07.2026, 09:13 (vor 45 Tagen) @ markus

Was hat man dir eigentlich in den Tee getan, dass du so gereizt reagierst?
Hast du auch inhaltlich was beizutragen?


Sowas gehaltvolles wie "Ok, Boomer"? Altersbashing?


Kontext beachten. Ich habe ausführlich etwas dargelegt und es kam nichts gehaltvolles als Antwort.

Ich hatte dir mitgeteilt, dass mich deine Argumentation nicht überzeugt, auch wenn du das alles ständig wiederholst. Damit solltest du eigentlich umgehen können. Ich muss dazu nicht alles nochmal wiederholen, was schon mehrfach gesagt wurde. Ist das für dich eine Generationsfrage?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:21 (vor 45 Tagen) @ Habakuk

„Überzeugt mich nicht“ ist kein Argument. Da würde ich dann schon erwarten, dass du das begründest.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Montag, 20.07.2026, 09:39 (vor 45 Tagen) @ markus

„Überzeugt mich nicht“ ist kein Argument. Da würde ich dann schon erwarten, dass du das begründest.

Es ist zunächst mal eine Rückmeldung, dass deine Argumentation bei mir nicht den gewünschten Erfolg hatte. Ist das für dich ein Problem? Und ich sehe hier keinen Zwang, eine Diskussion endlos fortzusetzen, wenn die Argumente bereits mehrfach ausgetauscht wurden. Für deine Erwartungen kann ich leider nichts.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:49 (vor 45 Tagen) @ Habakuk

„Überzeugt mich nicht“ ist kein Argument. Da würde ich dann schon erwarten, dass du das begründest.


Es ist zunächst mal eine Rückmeldung, dass deine Argumentation bei mir nicht den gewünschten Erfolg hatte. Ist das für dich ein Problem? Und ich sehe hier keinen Zwang, eine Diskussion endlos fortzusetzen, wenn die Argumente bereits mehrfach ausgetauscht wurden. Für deine Erwartungen kann ich leider nichts.

Das ganze ist hier ein Diskussionsforum. Ein dahin geklatschtes „überzeugt mich nicht“ ist nicht sinnvoll.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Montag, 20.07.2026, 10:17 (vor 45 Tagen) @ markus

„Überzeugt mich nicht“ ist kein Argument. Da würde ich dann schon erwarten, dass du das begründest.


Es ist zunächst mal eine Rückmeldung, dass deine Argumentation bei mir nicht den gewünschten Erfolg hatte. Ist das für dich ein Problem? Und ich sehe hier keinen Zwang, eine Diskussion endlos fortzusetzen, wenn die Argumente bereits mehrfach ausgetauscht wurden. Für deine Erwartungen kann ich leider nichts.


Das ganze ist hier ein Diskussionsforum. Ein dahin geklatschtes „überzeugt mich nicht“ ist nicht sinnvoll.

Die Argumente wurden bereits ausführlich ausgetauscht. Aber du findest einfach kein Ende. Das ist nicht sinnvoll.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Jos, Ort, Montag, 20.07.2026, 10:19 (vor 45 Tagen) @ Habakuk

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

CF, Montag, 20.07.2026, 10:23 (vor 45 Tagen) @ Jos

So ist es.

https://www.bvb-forum.de/index.php?mode=entry&id=2947604

Es ist zwanghaft. Es gibt Menschen, die es nicht ertragen, wenn sie nicht das letzte Wort haben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 10:45 (vor 45 Tagen) @ CF

So ist es.

https://www.bvb-forum.de/index.php?mode=entry&id=2947604


Es ist zwanghaft. Es gibt Menschen, die es nicht ertragen, wenn sie nicht das letzte Wort haben.

Und jetzt esst ihr drei genüsslich ein Zigeunerschnitzel. Habt ihr schon immer so gemacht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Sonntag, 19.07.2026, 19:26 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Ich habe den Eindruck, dass Markus Rücktritte aus der Politik ausschließlich bei Verurteilung vor Gericht für angemessen hält. Bis zu dieser Grenze ist alles in Butter!

Aber genauso argumentiert er ja auch beim Fahnen auf der Süd. Alles, was nicht explizit verboten ist, ist gut!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 18:30 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.


Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.

Die Moral aus der Geschichte, was ein deutscher Politiker im Ausland so treibt, juckt uns dann nicht. Wer das möchte, der darf sich dann auch nicht beschweren, wenn Politiker beim Volke mehr und mehr an Ansehen verlieren, was ohnehin schon nicht groß ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 18:57 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Das ist was anderes als deutsches Recht zu umgehen?

Was bitteschön hat Spahn denn sonst gemacht? Das dürfte eine sehr exklusive Sicht von dir sein.


Er hat die Rechtslage in einem anderen Land ausgenutzt. Das ist nicht besser oder schlechter, als der Heiratstourismus nach Dänemark oder der Joint im Coffeeshop.


Die Moral aus der Geschichte, was ein deutscher Politiker im Ausland so treibt, juckt uns dann nicht. Wer das möchte, der darf sich dann auch nicht beschweren, wenn Politiker beim Volke mehr und mehr an Ansehen verlieren, was ohnehin schon nicht groß ist.

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

bigfoot49, Leipzig, Sonntag, 19.07.2026, 20:09 (vor 46 Tagen) @ markus

- genetisch verwandt ist das Kind bei Leihmutterschaft auch nur von einem der beiden….
- für die bei anderen Antworten genannte Situation (Freundin des Paars) hätte sich Spahn als CDUler in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebender ja auch für eine Gesetzesänderung aussprechen / einbringen können
- es gibt in Deutschland übrigens auch noch Adoptionen (sowohl inländische wie ausländische) bzw. Pflegekinder und dass teils zu Hauf. Den entsprechenden Leumund hätten sie gehabt. Gut, wäre keiner von beiden genetischer Verwandter (hätte auch nur einer zurückstecken müssen). Aber (natürlich Mutmaßung meinerseits) wäre das nix für deren Ego, denn kein „perfektes Kind“.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 20:13 (vor 46 Tagen) @ bigfoot49

- genetisch verwandt ist das Kind bei Leihmutterschaft auch nur von einem der beiden….
- für die bei anderen Antworten genannte Situation (Freundin des Paars) hätte sich Spahn als CDUler in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebender ja auch für eine Gesetzesänderung aussprechen / einbringen können
- es gibt in Deutschland übrigens auch noch Adoptionen (sowohl inländische wie ausländische) bzw. Pflegekinder und dass teils zu Hauf. Den entsprechenden Leumund hätten sie gehabt. Gut, wäre keiner von beiden genetischer Verwandter (hätte auch nur einer zurückstecken müssen). Aber (natürlich Mutmaßung meinerseits) wäre das nix für deren Ego, denn kein „perfektes Kind“.

* Dass nur einer der genetische Vater ist, stimmt. Trotzdem wachsen die Kinder als Kinder von Spahn und seinem Ehemann auf. Genau diese Familienkonstellation lässt sich durch dein zuvor genanntes Modell mit einer befreundeten Frau eben nicht erreichen, weil dort die Frau Mutter bleibt.
* Dass Spahn sich für eine Gesetzesänderung hätte einsetzen können, habe ich nie bestritten. Daraus folgt aber nicht, dass er es politisch auch musste. Zwischen einer privaten Lebensentscheidung und einer politischen Forderung besteht kein zwingender Zusammenhang und ist mit Risiken verbunden.
* Und der letzte Punkt ist reine Spekulation. Adoption oder Pflegekinder sind wunderbare Möglichkeiten, aber sie sind kein Argument dagegen, einen eigenen Kinderwunsch zu haben. Heterosexuellen Paaren wird ja auch nicht entgegengehalten: „Warum habt ihr kein Pflegekind aufgenommen?“ Daraus abzuleiten, Spahn habe aus Egoismus oder wegen des Wunsches nach einem „perfekten Kind“ gehandelt, ist eine Unterstellung ohne jede Grundlage.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 19:06 (vor 46 Tagen) @ markus

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.

In der katholischen Kirche hat das sogar mehr als anderthalb Jahrtausende Tradition beim Klerus.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Sonntag, 19.07.2026, 19:05 (vor 46 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.

Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 19:40 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.

Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Jop_Schlaeter, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 22:49 (vor 46 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.

Weitere Möglichkeit, wenn man es richtig findet: sich politisch dafür einsetzen, dass die Gesetze im eigenen Sinne geändert werden. Das würde dann sogar anderen in vergleichbarer Situation helfen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Sonntag, 19.07.2026, 19:50 (vor 46 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.

Ich verstehe immer noch nicht, worin da eine Tragik liegen soll. Er muss sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden (die andere Menschen gar nicht haben). Aber Tragik?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 20:00 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Ich verstehe immer noch nicht, worin da eine Tragik liegen soll. Er muss sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden (die andere Menschen gar nicht haben). Aber Tragik?

Wenn jemand einen Kinderwunsch hat und die einzige Möglichkeit, diesen in der gewünschten Form zu erfüllen, im eigenen Land verboten ist, dann steht er vor der Entscheidung, entweder auf diesen Wunsch zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu wählen. Das ist für mich eine tragische Zwickmühle, weil keine der Optionen wirklich befriedigend ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Alones, Sonntag, 19.07.2026, 19:44 (vor 46 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.

Das stimmt so aber auch nicht. Es ist auch als homosexuelles Paar möglich, ein Kind mit einer Frau zu zeugen. Entweder über Samenspende oder auf dem "klassischen Weg". Wie dieses Arrangement dann ausgestaltet wird, muss man halt sehen. Es ist jedoch nicht unmöglich. Und mit Geld lässt sich auch in Deutschland viel regeln.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 19:52 (vor 46 Tagen) @ Alones

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Das stimmt so aber auch nicht. Es ist auch als homosexuelles Paar möglich, ein Kind mit einer Frau zu zeugen. Entweder über Samenspende oder auf dem "klassischen Weg". Wie dieses Arrangement dann ausgestaltet wird, muss man halt sehen. Es ist jedoch nicht unmöglich. Und mit Geld lässt sich auch in Deutschland viel regeln.

Ja. Anders formuliert: Dann sind die Eltern aber eben nicht Spahn und sein Partner. In deinem Beispiel ist einer der beiden der biologische Vater und die Frau bleibt die Mutter des Kindes. Das ist eine völlig andere familiäre Konstellation als die, die gewollt ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 19:49 (vor 46 Tagen) @ Alones

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Das stimmt so aber auch nicht. Es ist auch als homosexuelles Paar möglich, ein Kind mit einer Frau zu zeugen. Entweder über Samenspende oder auf dem "klassischen Weg". Wie dieses Arrangement dann ausgestaltet wird, muss man halt sehen. Es ist jedoch nicht unmöglich. Und mit Geld lässt sich auch in Deutschland viel regeln.

Mein Cousin und sein Mann haben das mit einem lesbischen Paar so gehandhabt. Ich bin zwar nicht in die Details eingeweiht, aber es funktionierte und beide Paare + Kinder sind seit 20 Jahren damit glücklich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

herrNick, Sonntag, 19.07.2026, 19:44 (vor 46 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.

Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 19:47 (vor 46 Tagen) @ herrNick

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.

Es gibt in der Politik sowas wie Fraktionsdisziplin.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

tim86, Hamburg, Montag, 20.07.2026, 11:31 (vor 45 Tagen) @ markus

Es gibt im Leben auch etwas das nennt sich Integrität und wenn man die hat, dann kann man nicht nach Außen etwas vertreten und selber dagegen handeln.

Wenn Spahn wissen will, wie man als Parlamentarier seine Integrität wahren kann, auch wenn die Parteilinie anderes vorgibt, als man selbst vertreten will, kann er Bosbach fragen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

herrNick, Sonntag, 19.07.2026, 19:50 (vor 46 Tagen) @ markus

Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.


Es gibt in der Politik sowas wie Fraktionsdisziplin.

Dh nicht, dass Fraktionen für immer an bestehende Ausrichtungen gebunden sind. In der Unionsfraktion wird es auch mal Konsens gewesen sein, dass Vergewaltigung in der Ehe straffrei sein soll. Das ist zum Glück überholt. Daher könnte Spahn eben in seiner Partei dafür werben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 20:09 (vor 46 Tagen) @ herrNick

Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.


Es gibt in der Politik sowas wie Fraktionsdisziplin.


Dh nicht, dass Fraktionen für immer an bestehende Ausrichtungen gebunden sind. In der Unionsfraktion wird es auch mal Konsens gewesen sein, dass Vergewaltigung in der Ehe straffrei sein soll. Das ist zum Glück überholt. Daher könnte Spahn eben in seiner Partei dafür werben.

Das könnte er natürlich tun. Gleichzeitig wäre der Vorwurf vorprogrammiert, er betreibe Politik in eigener Sache und wolle im Nachhinein sein eigenes Handeln rechtfertigen. Ganz so einfach, wie du es darstellst, ist die Situation also nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

herrNick, Sonntag, 19.07.2026, 20:19 (vor 46 Tagen) @ markus

Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.


Es gibt in der Politik sowas wie Fraktionsdisziplin.


Dh nicht, dass Fraktionen für immer an bestehende Ausrichtungen gebunden sind. In der Unionsfraktion wird es auch mal Konsens gewesen sein, dass Vergewaltigung in der Ehe straffrei sein soll. Das ist zum Glück überholt. Daher könnte Spahn eben in seiner Partei dafür werben.


Das könnte er natürlich tun. Gleichzeitig wäre der Vorwurf vorprogrammiert, er betreibe Politik in eigener Sache und wolle im Nachhinein sein eigenes Handeln rechtfertigen. Ganz so einfach, wie du es darstellst, ist die Situation also nicht.

Wo habe ich geschrieben, dass es „einfach“ ist. Diese Problematik wird ihm nicht gestern bewusst geworden sein, sie ist ihm vermerkt schon seit einigen Jahren bewusst und genau da kann man seine Zweifel an der Fraktionsposition schon dann und wann anbringen und auch durchaus vorsichtig öffentlich auf die hinter der Problematiken dieser Position hinweisen. Die Union ist ja eine demokratische Partei in der man auch unterschiedlicher Meinung sein darf.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 20:25 (vor 46 Tagen) @ herrNick

Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.


Es gibt in der Politik sowas wie Fraktionsdisziplin.


Dh nicht, dass Fraktionen für immer an bestehende Ausrichtungen gebunden sind. In der Unionsfraktion wird es auch mal Konsens gewesen sein, dass Vergewaltigung in der Ehe straffrei sein soll. Das ist zum Glück überholt. Daher könnte Spahn eben in seiner Partei dafür werben.


Das könnte er natürlich tun. Gleichzeitig wäre der Vorwurf vorprogrammiert, er betreibe Politik in eigener Sache und wolle im Nachhinein sein eigenes Handeln rechtfertigen. Ganz so einfach, wie du es darstellst, ist die Situation also nicht.


Wo habe ich geschrieben, dass es „einfach“ ist. Diese Problematik wird ihm nicht gestern bewusst geworden sein, sie ist ihm vermerkt schon seit einigen Jahren bewusst und genau da kann man seine Zweifel an der Fraktionsposition schon dann und wann anbringen und auch durchaus vorsichtig öffentlich auf die hinter der Problematiken dieser Position hinweisen. Die Union ist ja eine demokratische Partei in der man auch unterschiedlicher Meinung sein darf.

Wenn aber Beschlüsse mehrheitlich gefasst werden, wird man erwarten, dass er nach außen dahinter steht. Nicht jeder will den Kampf gegen Windmühlen führen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Jop_Schlaeter, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 22:55 (vor 46 Tagen) @ markus

Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.


Wenn Spahn das als tragische Zwickmühle sieht, ist es überraschend, dass er nicht in seiner Partei dafür wirbt, dass es für ein männliches Paar in D einen legalen Weg gibt.


Es gibt in der Politik sowas wie Fraktionsdisziplin.


Dh nicht, dass Fraktionen für immer an bestehende Ausrichtungen gebunden sind. In der Unionsfraktion wird es auch mal Konsens gewesen sein, dass Vergewaltigung in der Ehe straffrei sein soll. Das ist zum Glück überholt. Daher könnte Spahn eben in seiner Partei dafür werben.


Das könnte er natürlich tun. Gleichzeitig wäre der Vorwurf vorprogrammiert, er betreibe Politik in eigener Sache und wolle im Nachhinein sein eigenes Handeln rechtfertigen. Ganz so einfach, wie du es darstellst, ist die Situation also nicht.


Wo habe ich geschrieben, dass es „einfach“ ist. Diese Problematik wird ihm nicht gestern bewusst geworden sein, sie ist ihm vermerkt schon seit einigen Jahren bewusst und genau da kann man seine Zweifel an der Fraktionsposition schon dann und wann anbringen und auch durchaus vorsichtig öffentlich auf die hinter der Problematiken dieser Position hinweisen. Die Union ist ja eine demokratische Partei in der man auch unterschiedlicher Meinung sein darf.


Wenn aber Beschlüsse mehrheitlich gefasst werden, wird man erwarten, dass er nach außen dahinter steht. Nicht jeder will den Kampf gegen Windmühlen führen.

Kann man das dann nicht genau so äußern: „aufgrund meiner privaten Unstände vertrete ich in diesem Thema eine andere Meinung, in meiner Beruflichen Position vertrete ich nun aber den gemeinsamen Beschluss meiner Partei“?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Sonntag, 19.07.2026, 20:43 (vor 46 Tagen) @ markus

Genau, muss man dann halt entscheiden und mit den entsprechenden Konsequenzen leben. Integer und Kampf gegen Windmühlen oder halt karrieregeil und unglaubwürdig.

Can’t have it all!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 19:04 (vor 46 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Das hat doch nichts mit Demokratie zu tun.


Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.

Eben nicht. Du kannst im Ausland im Privaten so viel machen, was hier strafbar oder moralisch verwerflich wäre. Nein, ein Politiker sollte eine Vorbildfunktion einnehmen, ansonsten könnte man auch eine zwielichtige Gestalt in ein politischer Amt wählen, da wird man am Ende wenigstens nicht enttäuscht, weil man genau weiß, was für ein Kaliber das ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 19:38 (vor 46 Tagen) @ Gargamel09

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.


Das hat doch nichts mit Demokratie zu tun.

Doch, schon. Zur Demokratie gehört, dass der Staat den Menschen einen Bereich privater Freiheit lässt. Solange jemand im Rahmen des geltenden Rechts handelt, muss man akzeptieren, dass andere Entscheidungen treffen, die man selbst moralisch ablehnt.


Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Eben nicht. Du kannst im Ausland im Privaten so viel machen, was hier strafbar oder moralisch verwerflich wäre. Nein, ein Politiker sollte eine Vorbildfunktion einnehmen, ansonsten könnte man auch eine zwielichtige Gestalt in ein politischer Amt wählen, da wird man am Ende wenigstens nicht enttäuscht, weil man genau weiß, was für ein Kaliber das ist.

Du vermischst hier wieder Recht, Moral und politische Eignung.

Natürlich dürfen Wähler hohe moralische Maßstäbe an Politiker anlegen. Daraus folgt aber nicht, dass jede legale private Entscheidung, die manche moralisch ablehnen, jemanden für ein politisches Amt disqualifiziert.

Der Begriff der „Vorbildfunktion“ ist außerdem sehr subjektiv. Für den einen ist eine Leihmutterschaft moralisch verwerflich, für den anderen ist es der nachvollziehbare Versuch eines homosexuellen Paares, sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. Soll ein Politiker sein Privatleben immer nach der jeweils strengsten Moralvorstellung ausrichten? Das wäre kaum praktikabel.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Kobold, Montag, 20.07.2026, 01:14 (vor 46 Tagen) @ markus

Natürlich dürfen Wähler hohe moralische Maßstäbe an Politiker anlegen. Daraus folgt aber nicht, dass jede legale private Entscheidung, die manche moralisch ablehnen, jemanden für ein politisches Amt disqualifiziert.

Bigotterie, wie im Falle Spahns, disqualifiziert allerdings für ein Amt. Von daher war sein Rücktritt moralisch richtig.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 06:58 (vor 46 Tagen) @ Kobold

Natürlich dürfen Wähler hohe moralische Maßstäbe an Politiker anlegen. Daraus folgt aber nicht, dass jede legale private Entscheidung, die manche moralisch ablehnen, jemanden für ein politisches Amt disqualifiziert.


Bigotterie, wie im Falle Spahns, disqualifiziert allerdings für ein Amt. Von daher war sein Rücktritt moralisch richtig.

Bist du denn komplett frei von Doppelmoral? Oder hast du – wie viele andere Heuchler auch – gestern das WM-Finale inklusive Halbzeitshow und Pokalübergabe geschaut, obwohl du die FIFA, Infantino und erst recht Donald Trump für absolut korrupt hältst und dich im Vorfeld noch darüber aufgeregt hast, dass die Halbzeitshow so lange dauert?

Doppelmoral kommt recht häufig vor. Sich an die eigene Nase zu fassen, statt sich an Hetzjagden gegen andere zu beteiligen, wäre dann auch angebracht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TeePee, NRW, Montag, 20.07.2026, 07:30 (vor 46 Tagen) @ markus

Bist du denn komplett frei von Doppelmoral? Oder hast du – wie viele andere Heuchler auch – gestern das WM-Finale inklusive Halbzeitshow und Pokalübergabe geschaut, obwohl du die FIFA, Infantino und erst recht Donald Trump für absolut korrupt hältst und dich im Vorfeld noch darüber aufgeregt hast, dass die Halbzeitshow so lange dauert?

Du willst es nicht verstehen, oder? Der Typ ist mitverantwortlich dafür, dass das hier verboten ist. Er ist kein Opfer der Gesetzgebung. Er steht mit seiner Partei in leitender Funktion dafür ein, dass das hier verboten ist, dass andere Leute das hier nicht legal machen können und praktiziert es dann selber anders. Das ist doch etwas völlig anderes als die Frage, ob jemand die Halbzeitshow geguckt hat oder nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 07:33 (vor 46 Tagen) @ TeePee

Bist du denn komplett frei von Doppelmoral? Oder hast du – wie viele andere Heuchler auch – gestern das WM-Finale inklusive Halbzeitshow und Pokalübergabe geschaut, obwohl du die FIFA, Infantino und erst recht Donald Trump für absolut korrupt hältst und dich im Vorfeld noch darüber aufgeregt hast, dass die Halbzeitshow so lange dauert?


Du willst es nicht verstehen, oder? Der Typ ist mitverantwortlich dafür, dass das hier verboten ist. Er ist kein Opfer der Gesetzgebung. Er steht mit seiner Partei in leitender Funktion dafür ein, dass das hier verboten ist, dass andere Leute das hier nicht legal machen können und praktiziert es dann selber anders. Das ist doch etwas völlig anderes als die Frage, ob jemand die Halbzeitshow geguckt hat oder nicht.

Es hat es doch auch hier nicht gemacht. Er hat gegen kein Gesetz verstoßen. Wir reden über eine rein moralische Frage.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TeePee, NRW, Montag, 20.07.2026, 07:36 (vor 46 Tagen) @ markus

Es hat es doch auch hier nicht gemacht. Er hat gegen kein Gesetz verstoßen. Wir reden über eine rein moralische Frage.

Ja, eben. Und da sind Politiker schon für weniger zurückgetreten. Ich verstehe echt nicht, wie man es okay finden kann, dass er hier für ein Gesetz eintritt, um es dann im Ausland zu umgehen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 07:43 (vor 46 Tagen) @ TeePee

Es hat es doch auch hier nicht gemacht. Er hat gegen kein Gesetz verstoßen. Wir reden über eine rein moralische Frage.


Ja, eben. Und da sind Politiker schon für weniger zurückgetreten. Ich verstehe echt nicht, wie man es okay finden kann, dass er hier für ein Gesetz eintritt, um es dann im Ausland zu umgehen.

Schau mal hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TeePee, NRW, Montag, 20.07.2026, 07:58 (vor 46 Tagen) @ markus

Schau mal hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808

Nochmal, das ist doch gar nicht mein Thema. Absolut nicht. Ist es legal, was er gemacht hat? Ja, meinetwegen. Ist es anständig, wenn man gleichzeitig hier in führender Position für ein Verbot eintritt? Nein, ist es nicht. Nur darum geht es mir.

Aber ich vermute, Du bist inzwischen längst nicht mehr offen für Argumente, sondern einfach nur noch stur und trotzig darin, Recht zu haben. Ähnlich trotzig wie Spahn übrigens, der jetzt offenbar auch noch der Meinung ist, er wäre unfair behandelt worden.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 08:06 (vor 46 Tagen) @ TeePee

Schau mal hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2946808


Nochmal, das ist doch gar nicht mein Thema. Absolut nicht. Ist es legal, was er gemacht hat? Ja, meinetwegen. Ist es anständig, wenn man gleichzeitig hier in führender Position für ein Verbot eintritt? Nein, ist es nicht. Nur darum geht es mir.

Du hast geschrieben, er habe ein Gesetz umgangen. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass das nicht der Fall ist. Bitte trennen zwischen zwischen Gesetz und Moral.


Aber ich vermute, Du bist inzwischen längst nicht mehr offen für Argumente, sondern einfach nur noch stur und trotzig darin, Recht zu haben. Ähnlich trotzig wie Spahn übrigens, der jetzt offenbar auch noch der Meinung ist, er wäre unfair behandelt worden.

Warum bist du so emotional?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 08:14 (vor 46 Tagen) @ markus

Es wird nicht richtiger, wenn du es dauernd wiederholst. Er hat ein (von ihm in seiner politischen Rolle unterstütztes) Gesetz umgangen. Oder anders gesagt: Er hat eine Gesetzeslücke genutzt. Das ist nicht illegal aber (insbesondere in seiner Doppelrolle) moralisch höchst verwerflich. Es disqualifiziert ihn in meinen Augen und denen vieler anderer für ein politisches Amt.

Er hat kein Gesetz gebrochen…das wäre der Fall in den von dir genannten Beispielen wie Falschangaben bei der Angabe eines steuerlichen Wohnsitzes.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 08:17 (vor 46 Tagen) @ Schoeneschooh

Es wird nicht richtiger, wenn du es dauernd wiederholst. Er hat ein (von ihm in seiner politischen Rolle unterstütztes) Gesetz umgangen. Oder anders gesagt: Er hat eine Gesetzeslücke genutzt. Das ist nicht illegal aber (insbesondere in seiner Doppelrolle) moralisch höchst verwerflich. Es disqualifiziert ihn in meinen Augen und denen vieler anderer für ein politisches Amt.

Er hat kein Gesetz gebrochen…das wäre der Fall in den von dir genannten Beispielen wie Falschangaben bei der Angabe eines steuerlichen Wohnsitzes.

Eine Gesetzeslücke liegt vor, wenn ein Gesetz einen Fall unbeabsichtigt nicht regelt. Das ist hier aber nicht der Fall. Der deutsche Gesetzgeber weiß seit Jahrzehnten, dass Leihmutterschaften im Ausland möglich sind, und hat sich dennoch dagegen entschieden, diese auch außerhalb Deutschlands zu verbieten oder deutsche Staatsangehörige dafür unter Strafe zu stellen.

Man kann daher sagen, dass Spahn bewusst in ein Land gegangen ist, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist. Das ist unstreitig. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass er eine Gesetzeslücke genutzt oder deutsches Recht umgangen hat. Vielmehr hat er eine Handlung vorgenommen, die nach dem Recht des Staates, in dem sie stattfand, zulässig war.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Montag, 20.07.2026, 08:24 (vor 45 Tagen) @ markus

Aber du vergleichst es mit Straftatbeständen wie falscher Angabe von Steuersitzen, etc. Niemand hat dem Spahn vorgeworfen was illegales getan zu haben. Und das Umgehen eines Gesetzes muss nicht immer illegal sein.

Am Ende ist es auch egal. Du hättest die gewünscht Spahn bleibe im Amt und ich nicht. All good!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 08:38 (vor 45 Tagen) @ Schoeneschooh

Aber du vergleichst es mit Straftatbeständen wie falscher Angabe von Steuersitzen, etc. Niemand hat dem Spahn vorgeworfen was illegales getan zu haben. Und das Umgehen eines Gesetzes muss nicht immer illegal sein.

Am Ende ist es auch egal. Du hättest die gewünscht Spahn bleibe im Amt und ich nicht. All good!

Ich mochte Spahn schon zu Corona-Zeiten nicht und wünsche mir schon lange, dass er kein politisches Amt mehr innehat. Darum sollte es in einer solchen Diskussion aber nicht gehen. An dieser Stelle muss man den Fall unabhängig von der Person betrachten. Andernfalls legt man schnell unterschiedliche Maßstäbe an und würde denselben Sachverhalt möglicherweise anders bewerten, wenn man beispielsweise SPD-Wähler wäre und es sich um einen SPD-Politiker handeln würde.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Montag, 20.07.2026, 09:07 (vor 45 Tagen) @ markus

Am Ende ist es auch egal. Du hättest die gewünscht Spahn bleibe im Amt und ich nicht. All good!


Ich mochte Spahn schon zu Corona-Zeiten nicht und wünsche mir schon lange, dass er kein politisches Amt mehr innehat. Darum sollte es in einer solchen Diskussion aber nicht gehen. An dieser Stelle muss man den Fall unabhängig von der Person betrachten. Andernfalls legt man schnell unterschiedliche Maßstäbe an und würde denselben Sachverhalt möglicherweise anders bewerten, wenn man beispielsweise SPD-Wähler wäre und es sich um einen SPD-Politiker handeln würde.

Das ist doch Unsinn, und das weißt du auch.

Ist das eigentlich irgendeine Übung, die du hier absolvierst? Oder hast du eine Wette verloren? Oder möchtest du einfach, dass der Thread geschlossen wird?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:09 (vor 45 Tagen) @ Habakuk

Am Ende ist es auch egal. Du hättest die gewünscht Spahn bleibe im Amt und ich nicht. All good!


Ich mochte Spahn schon zu Corona-Zeiten nicht und wünsche mir schon lange, dass er kein politisches Amt mehr innehat. Darum sollte es in einer solchen Diskussion aber nicht gehen. An dieser Stelle muss man den Fall unabhängig von der Person betrachten. Andernfalls legt man schnell unterschiedliche Maßstäbe an und würde denselben Sachverhalt möglicherweise anders bewerten, wenn man beispielsweise SPD-Wähler wäre und es sich um einen SPD-Politiker handeln würde.


Das ist doch Unsinn, und das weißt du auch.

Ist das eigentlich irgendeine Übung, die du hier absolvierst? Oder hast du eine Wette verloren?

Was willst du eigentlich, außer deinen Frust abzulassen?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Montag, 20.07.2026, 09:13 (vor 45 Tagen) @ markus

Am Ende ist es auch egal. Du hättest die gewünscht Spahn bleibe im Amt und ich nicht. All good!


Ich mochte Spahn schon zu Corona-Zeiten nicht und wünsche mir schon lange, dass er kein politisches Amt mehr innehat. Darum sollte es in einer solchen Diskussion aber nicht gehen. An dieser Stelle muss man den Fall unabhängig von der Person betrachten. Andernfalls legt man schnell unterschiedliche Maßstäbe an und würde denselben Sachverhalt möglicherweise anders bewerten, wenn man beispielsweise SPD-Wähler wäre und es sich um einen SPD-Politiker handeln würde.


Das ist doch Unsinn, und das weißt du auch.

Ist das eigentlich irgendeine Übung, die du hier absolvierst? Oder hast du eine Wette verloren?


Was willst du eigentlich, außer deinen Frust abzulassen?

Du solltest dich auch mal selbst reflektieren.

Es ist sinnlos

Jos, Ort, Montag, 20.07.2026, 09:29 (vor 45 Tagen) @ Garum

markus ändert seine Meinung nicht.
Die Diskussionen enden nur, wenn der andere aufgibt.
Ein Einlenken, wenn es auch nur teilweise ist, gibt es nicht.
Wenn du mit ihm diskutierst, bekommst du vielleicht andere Perspektiven und Gedanken, die deine Meinung verändern könnten, für markus ist es nahezu ausgeschlossen.

Es ist sinnlos

Garum, Bornum am Harz, Montag, 20.07.2026, 10:26 (vor 45 Tagen) @ Jos

markus ändert seine Meinung nicht.
Die Diskussionen enden nur, wenn der andere aufgibt.
Ein Einlenken, wenn es auch nur teilweise ist, gibt es nicht.
Wenn du mit ihm diskutierst, bekommst du vielleicht andere Perspektiven und Gedanken, die deine Meinung verändern könnten, für markus ist es nahezu ausgeschlossen.

Ist mir bekannt. Deswegen schrieb ich ja von Selbstreflektion.

Es ist sinnlos

markus, Montag, 20.07.2026, 09:33 (vor 45 Tagen) @ Jos

markus ändert seine Meinung nicht.
Die Diskussionen enden nur, wenn der andere aufgibt.
Ein Einlenken, wenn es auch nur teilweise ist, gibt es nicht.
Wenn du mit ihm diskutierst, bekommst du vielleicht andere Perspektiven und Gedanken, die deine Meinung verändern könnten, für markus ist es nahezu ausgeschlossen.

Stimmt zum einen nicht. Ich habe oben geschrieben, dass man moralisch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Zum anderen: Was ist denn dein Argument?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:19 (vor 45 Tagen) @ Garum

Inwiefern? Wie sollte man auf Provokationen und dumpfe persönliche Angriffe reagieren?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Montag, 20.07.2026, 09:22 (vor 45 Tagen) @ markus

Inwiefern? Wie sollte man auf Provokationen und dumpfe persönliche Angriffe reagieren?

Ich weiß du hast immer recht und bist die keiner Schuld bewusst und das nicht nur in diesem Thraed.
Ich möchte es auch dabei belassen weil die Vergangenheit zeigt das das bei Dir ausartet.
Schönen Tag noch.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 09:25 (vor 45 Tagen) @ Garum

Inwiefern? Wie sollte man auf Provokationen und dumpfe persönliche Angriffe reagieren?


Ich weiß du hast immer recht und bist die keiner Schuld bewusst und das nicht nur in diesem Thraed.
Ich möchte es auch dabei belassen weil die Vergangenheit zeigt das das bei Dir ausartet.
Schönen Tag noch.

Und Du bist unser Engel des Forums :)

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Montag, 20.07.2026, 07:35 (vor 46 Tagen) @ markus

Bist du denn komplett frei von Doppelmoral? Oder hast du – wie viele andere Heuchler auch – gestern das WM-Finale inklusive Halbzeitshow und Pokalübergabe geschaut, obwohl du die FIFA, Infantino und erst recht Donald Trump für absolut korrupt hältst und dich im Vorfeld noch darüber aufgeregt hast, dass die Halbzeitshow so lange dauert?


Du willst es nicht verstehen, oder? Der Typ ist mitverantwortlich dafür, dass das hier verboten ist. Er ist kein Opfer der Gesetzgebung. Er steht mit seiner Partei in leitender Funktion dafür ein, dass das hier verboten ist, dass andere Leute das hier nicht legal machen können und praktiziert es dann selber anders. Das ist doch etwas völlig anderes als die Frage, ob jemand die Halbzeitshow geguckt hat oder nicht.


Es hat es doch auch hier nicht gemacht. Er hat gegen kein Gesetz verstoßen. Wir reden über eine rein moralische Frage.

Es ist aber auch hierzulande nicht verboten, das WM-Finale zu gucken. Man verstößt nirgendwo gegen Gesetze.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Montag, 20.07.2026, 07:42 (vor 46 Tagen) @ istar

Bist du denn komplett frei von Doppelmoral? Oder hast du – wie viele andere Heuchler auch – gestern das WM-Finale inklusive Halbzeitshow und Pokalübergabe geschaut, obwohl du die FIFA, Infantino und erst recht Donald Trump für absolut korrupt hältst und dich im Vorfeld noch darüber aufgeregt hast, dass die Halbzeitshow so lange dauert?


Du willst es nicht verstehen, oder? Der Typ ist mitverantwortlich dafür, dass das hier verboten ist. Er ist kein Opfer der Gesetzgebung. Er steht mit seiner Partei in leitender Funktion dafür ein, dass das hier verboten ist, dass andere Leute das hier nicht legal machen können und praktiziert es dann selber anders. Das ist doch etwas völlig anderes als die Frage, ob jemand die Halbzeitshow geguckt hat oder nicht.


Es hat es doch auch hier nicht gemacht. Er hat gegen kein Gesetz verstoßen. Wir reden über eine rein moralische Frage.


Es ist aber auch hierzulande nicht verboten, das WM-Finale zu gucken. Man verstößt nirgendwo gegen Gesetze.

Richtig. Ich habe auch nur darauf hingewiesen, dass es sich um Doppelmoral handelt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

haweka, Sonntag, 19.07.2026, 19:45 (vor 46 Tagen) @ markus

Der Begriff der „Vorbildfunktion“ ist außerdem sehr subjektiv. Für den einen ist eine Leihmutterschaft moralisch verwerflich, für den anderen ist es der nachvollziehbare Versuch eines homosexuellen Paares, sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. Soll ein Politiker sein Privatleben immer nach der jeweils strengsten Moralvorstellung ausrichten? Das wäre kaum praktikabel.

Ein Politiker sollte sein Privatleben nach den Moralvorstellungen ausrichten, die er öffentlich postuliert und einfordert. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Lattenknaller, Madrid, Sonntag, 19.07.2026, 17:20 (vor 46 Tagen) @ markus

Und so würde ich auch die Grenze ziehen. Erst wenn ein Politiker gegen deutsches Recht verstößt und sich strafbar macht, sollte er seinen Posten verlieren.

Dachte sich auch Rudolf S. als er mit der Gräfin im Pool planschte....

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 17:14 (vor 46 Tagen) @ markus

Und so würde ich auch die Grenze ziehen. Erst wenn ein Politiker gegen deutsches Recht verstößt und sich strafbar macht, sollte er seinen Posten verlieren.

Da kann man nur aufatmen, dass du in der Politik nichts zu sagen hast. Bzw. auch ansonsten nichts. Auch wenn man im Leben generell und in der Politik im Besonderen auch als Extrem-Doppelmoraler gut durch die Welt kommt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 17:20 (vor 46 Tagen) @ nico36de

Und so würde ich auch die Grenze ziehen. Erst wenn ein Politiker gegen deutsches Recht verstößt und sich strafbar macht, sollte er seinen Posten verlieren.


Da kann man nur aufatmen, dass du in der Politik nichts zu sagen hast. Bzw. auch ansonsten nichts. Auch wenn man im Leben generell und in der Politik im Besonderen auch als Extrem-Doppelmoraler gut durch die Welt kommt.

Dass dir meine Argumente nicht gefallen, ist völlig in Ordnung. Persönliche Angriffe wie „zum Glück hast du nichts zu sagen“ oder Unterstellungen wie „Extrem-Doppelmoral“ ersetzen aber keine inhaltliche Auseinandersetzung.

Eigentlich kann man das Thema nun auch schließen. Eine sachliche Diskussion ist wieder einmal nicht möglich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Samstag, 18.07.2026, 20:06 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Ich habe ehrlich gesagt ein Störgefühl mit der deutschen Gesetzeslage und erachte diese (genau wie das Handeln von Jens Spahn) als maximal inkonsequent. Wir stellen etwas unter Strafe und erlauben dann ein Umgehen davon über das Ausland. In Italien ist das, was Spahn und sein Ehemann hier machen, so nicht möglich. Rein inhaltlich würde ich mich freuen, wenn an der Stelle nun eine Debatte beginnt und man entweder a.) diese bestehende Lücke schließt (wenn möglich) oder b.) das Thema insgesamt “liberalisiert” wird.

Wie es jetzt ist, sollte es in meinem Augen nicht bleiben!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 20:35 (vor 47 Tagen) @ Schoeneschooh

Ich habe ehrlich gesagt ein Störgefühl mit der deutschen Gesetzeslage und erachte diese (genau wie das Handeln von Jens Spahn) als maximal inkonsequent. Wir stellen etwas unter Strafe und erlauben dann ein Umgehen davon über das Ausland. In Italien ist das, was Spahn und sein Ehemann hier machen, so nicht möglich. Rein inhaltlich würde ich mich freuen, wenn an der Stelle nun eine Debatte beginnt und man entweder a.) diese bestehende Lücke schließt (wenn möglich) oder b.) das Thema insgesamt “liberalisiert” wird.

Wie es jetzt ist, sollte es in meinem Augen nicht bleiben!

Ich weiß nicht, inwieweit der Gesetzgeber die Möglichkeit hat, das in Auftrag geben einer Leihmutterschaft durch eine in Deutschland lebende Person zu sanktionieren, wenn das Ganze im Ausland stattfindet. Das ist eine juristische Frage.

Dass das ganze aus einer Reihe von Gründen hochgradig problematisch ist, haben bereits andere geschrieben. Eine Schwangerschaft ist nicht nur ein Geschäft, sie führt bei einer Schwangeren zu einer ganzen Reihe von physischen und psychischen Veränderungen. Es stellt sich die Frage, ob so etwas ethisch überhaupt akzeptabel sein kann. Früher einmal gab es Ammen, die die Kinder reicher Frauen stillten, vielfach waren das zu Zeiten der Sklaverei Sklavinnen, später schlecht bezahlte Bedienstete. Jetzt stellen Frauen ihren eigenen Körper zur Verfügung, als "Gebärmaschinen".

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 00:07 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Die Bezeichnung von Frauen als "Gebärmaschinen" ist dergestalt unterkomplex, dass Sie der ganzen causa absolut nicht gerecht wird.

Vielleicht ist auch beides wahr? Die rechtliche Lage in Deutschland sollte geändert werden und trotzdem ist das, was Spahn (bzw eigentlich dessen Ehemann) gemacht haben, so nicht okay. Nicht unbedingt, weil das in Deutschland verboten wäre (das war der Konsum von Cannabis eben auch!), sondern weil man das Verbot bewusst umgangen hat. Und Glaubwürdigkeit ist in der Politik ein rares Gut und ein scheues Reh. Watt fott is, dat is fott.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

TeePee, NRW, Sonntag, 19.07.2026, 14:20 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Nicht unbedingt, weil das in Deutschland verboten wäre (das war der Konsum von Cannabis eben auch!), sondern weil man das Verbot bewusst umgangen hat.

Und genau das greift bei Spahn doch zu kurz. Würden Du oder ich es umgehen, würde man mit den Schultern zucken und sagen, es sei aber so nun mal nicht illegal. Es anderen aber aktiv zu verwehren und es gleichzeitig selbst zu praktizieren, das ist doch das eigentliche Problem.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 20:37 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Ich habe ehrlich gesagt ein Störgefühl mit der deutschen Gesetzeslage und erachte diese (genau wie das Handeln von Jens Spahn) als maximal inkonsequent. Wir stellen etwas unter Strafe und erlauben dann ein Umgehen davon über das Ausland. In Italien ist das, was Spahn und sein Ehemann hier machen, so nicht möglich. Rein inhaltlich würde ich mich freuen, wenn an der Stelle nun eine Debatte beginnt und man entweder a.) diese bestehende Lücke schließt (wenn möglich) oder b.) das Thema insgesamt “liberalisiert” wird.

Wie es jetzt ist, sollte es in meinem Augen nicht bleiben!


Ich weiß nicht, inwieweit der Gesetzgeber die Möglichkeit hat, das in Auftrag geben einer Leihmutterschaft durch eine in Deutschland lebende Person zu sanktionieren, wenn das Ganze im Ausland stattfindet. Das ist eine juristische Frage.

Dass das ganze aus einer Reihe von Gründen hochgradig problematisch ist, haben bereits andere geschrieben. Eine Schwangerschaft ist nicht nur ein Geschäft, sie führt bei einer Schwangeren zu einer ganzen Reihe von physischen und psychischen Veränderungen. Es stellt sich die Frage, ob so etwas ethisch überhaupt akzeptabel sein kann. Früher einmal gab es Ammen, die die Kinder reicher Frauen stillten, vielfach waren das zu Zeiten der Sklaverei Sklavinnen, später schlecht bezahlte Bedienstete. Jetzt stellen Frauen ihren eigenen Körper zur Verfügung, als "Gebärmaschinen".

Und er war mal Gesundheitsminister...

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 19:55 (vor 47 Tagen) @ markus
bearbeitet von Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 19:58

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.

Es ist nach deutschem Recht offensichtlich nicht verboten, das in den USA zu tun. Wir reden hier über eine rein moralische Ebene. Und Jens Spahn ist offensichtlich kein Einzelfall.

An einen Politiker werden nun mal andere Maßstäbe angelegt. es gibt auch Länder, da ist Drogenkonsum erlaubt, wenn es hier verboten ist und ein Politiker sich im Ausland zudröhnt, ist das dort nicht verboten, wird ihm hier aber auf die Füße fallen, wenn er zuvor einem Beschluss/Gesetz zugestimmt hat, das diesen verbietet. Privatpersonen können sagen, legal, illegal, scheißegal, ein Politiker in der Position kann - besser gesagt sollte - das eben nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:44 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Man könnte ein Kind auch adoptieren – das machen viele…

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 00:09 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Man könnte ein Kind auch adoptieren – das machen viele…

Ja. Es gibt diverse Wege, bei unerfülltem Kinderwunsch tätig zu werden - aber es gibt halt auch die Menschen, die kein "fremdes" Kind wollen. Das ist imho ein sehr legitimer Gedanke.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 16:58 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Das ist imho ein sehr legitimer Gedanke.

Natürlich. Auch vor dem Hingerund halte ich es aber für fraglich, sich so zu verhalten wie Wasser-predigen-und-Mouton-Rothschild-saufen-Spahn.

Dass selbst die Union das bei eigenen "Spitzenkräfte" ähnlich sieht, heißt bei sonstigen generellen Rücktrittsaversion schon etwas.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Sonntag, 19.07.2026, 10:28 (vor 46 Tagen) @ MarcBVB

Klar! Aber es ist das Kind einer fremden Frau und nicht das Kind von Jens Spahn.
Da verschwinden die Unterschiede zur Adoption schon ziemlich, oder?
Ist halt Patchwork auf die technische Art…

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 19:43 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Er hat die Unionsposition als Minister und Fraktionsvorsitzender explizit mitgetragen. War jetzt nicht so, dass er einfach still war, sondern er hat diese Position verteidigt.

Und ich finde es gut, dass jetzt selbst die Union dagegen rebelliert hat.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:44 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Und es war nicht nur das. Das hat nur das Fass zum überlaufen gebracht…

+1

Schoeneschooh, CDMX, Samstag, 18.07.2026, 19:41 (vor 47 Tagen) @ Sascha

.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Chappi1991 , Samstag, 18.07.2026, 19:39 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Also tut mir leid, aber da bist du voll auf seinen Spin reingefallen. Der Typ ist charakterlich unter null. Hat nur gedacht, dass er mit allem durchkommt. Das jetzt kommt Jahre zu spät.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Pfostentreffer, Samstag, 18.07.2026, 19:34 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Dein Beitrag schockiert mich sehr.

Leider bin ich komplett absorbiert dieses WE, aber soviel vorweg: Ich komme gebürtig aus seinem Wahlkreis, hab dort gelebt bis ich 21 war, bin schwul, ungefähr in seinem Alter und verfolge ihn entsprechend seit Jahrzehnten. Identitär haben wir also viel gemeinsam und in der Theorie müsste ich ein Fan von ihm sein oder ihn zumindest schätzen.

Aber ich kann es nicht anders ausdrücken: Die einzigen Emotionen, die dieser absolut furchtbare Mensch verdient, sind Wut und Verachtung.

Für mich ist Feierstimmung angesagt, seitdem ich es vorhin gelesen habe. Ein guter Tag für alle Menschen in diesem Land.

Wenn ich in den nächsten Tagen etwas mehr Zeit habe, werde ich dir die Gründe mal deutlicher ausführen.

Full Ack

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:41 (vor 47 Tagen) @ Pfostentreffer

Habe auch in Ahaus am AHG mein Abi gemacht, wenn auch Jahre zuvor. Habe den Ottensteiner Stinkstiefel natürlich intensiv verfolgt, weil er ja aus meiner Heimat kommt. Kann nur alles bestätigen – und bin froh, dass wir ihn endlich los sind, hopefully. Das war überfällig – absolut überfällig und lange schon.

Full Ack

Schwarzgold, Samstag, 18.07.2026, 20:09 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Genau an dieser Art von Politikern geht Deutschland kaputt. Immerhin sind er und auch Lindner jetzt weg.

Ich hoffe dass den beiden, wo immer sie in Deutschland hingehen, die Menschen vor die Füße spucken und ihre Verachtung zeigen.

Full Ack

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 19.07.2026, 00:10 (vor 47 Tagen) @ Schwarzgold

Genau an dieser Art von Politikern geht Deutschland kaputt. Immerhin sind er und auch Lindner jetzt weg.

Ich hoffe dass den beiden, wo immer sie in Deutschland hingehen, die Menschen vor die Füße spucken und ihre Verachtung zeigen.

Warum sollten die Menschen das tun? Die Vorsitzende der Oblast M-V ist noch im Amt, jemand, der die Menschen in der sogenannten "DDR" bestohlen hat, durfte letztens Alterspräsident spielen, Gas-Gerd lebt auch ganz fein...

Full Ack

Schwarzgold, Sonntag, 19.07.2026, 00:23 (vor 47 Tagen) @ MarcBVB

Ja leider.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:32 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Er hat vielfach bewusst gesündigt und dann als Katholik einfach gebeichtet. Irgendwann wurden ihm aber seine Sünden nicht mehr verziehen…

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 19:16 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Der Spiegel hat mittlerweile eine knappe, wohl auch nicht vollständige Zusammenfassungen zu den unterschiedlichen Kontroversen und Skandalen um Jens Spahn aus der Vergangenheit gebracht. Das ist der Kontext, in dem der Rücktritt zusätzlich steht.
Aktuell nicht hinter der Paywall.

CDU-Politiker Jens Spahn - Maskendeals, Villenkauf und ein Treffen mit einem Antidemokraten

"Wegen seiner widersprüchlichen Haltung zu Leihmutterschaft ist Jens Spahn zurückgetreten. Dabei hatte der Konservative zuvor schon mit einigen Skandalen zu kämpfen. Der Überblick."

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Weeman, Hinterm Knauber, Samstag, 18.07.2026, 19:16 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Spahn vereint in sich quasi alles was Menschen an Politikern nicht leiden können.
Und da war das jetzt schon die Kirsche auf der Torte.
Sich so zu dem Thema zu äußern und dann im Ausland ein Kind abholen und offenbar davon auszugehen, dass das schon irgendwie hingenommen wird, zeugt von dem Charakter den ich ihm schon länger zugeschrieben hab.
Hoffentlich verpisst er sich komplett aus der Politik.

"reine Lehre" und "echtes Leben"

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 21:40 (vor 47 Tagen) @ Weeman

Spahn vereint in sich quasi alles was Menschen an Politikern nicht leiden können.
Und da war das jetzt schon die Kirsche auf der Torte.
Sich so zu dem Thema zu äußern und dann im Ausland ein Kind abholen und offenbar davon auszugehen, dass das schon irgendwie hingenommen wird, zeugt von dem Charakter den ich ihm schon länger zugeschrieben hab.
Hoffentlich verpisst er sich komplett aus der Politik.

LOL ja, aber sein "die reine Lehre" und "das echte Leben" Argument finde ich wirklich atemberaubend und genau DAS ist für mich persönlich die Spitze dieses Falls. Das zeigt, wie offenbar anscheinend auch teilweise im politischen Berlin gedacht wird. "Wir sind alle gleich, aber manche sind gleicher".

Unabhängig davon, dass man diese Argumentation für im Grunde jedes Verbot nutzen könnte.
"Ja, ich weiß ja, illegaler Waffenschmuggel von Kriegsgerät ist generell erst einmal verboten, aber das ist ja letztlich reine Lehre. Im echten Leben lässt sich damit halt so schön Geld verdienen. Und wenn ich es nicht mache, macht es doch eh ein anderer!".

"reine Lehre" und "echtes Leben"

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 00:21 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

"Ja, ich weiß ja, illegaler Waffenschmuggel von Kriegsgerät ist generell erst einmal verboten, aber das ist ja letztlich reine Lehre. Im echten Leben lässt sich damit halt so schön Geld verdienen. Und wenn ich es nicht mache, macht es doch eh ein anderer!".

Ich glaube, dass Charaktere wie Spahn u.Ä. exakt so denken. Und noch viel schlimmer: wenn du nicht ständig bereit bist, dein Gewissen abzustellen und der Parteilinie zu folgen, kannst du in der Politik nichts werden.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 20:00 (vor 47 Tagen) @ Weeman
bearbeitet von Murksknüller, Samstag, 18.07.2026, 20:06

Letzteres hoffe ich auch. Befürchte, er geht zur AfD. Die AfD steht für gelebte Doppelmoral. Beispiel: Sie propagiert ein traditionelles Familienbild aus Vater, Mutter und Kind. Und es ist wohl keine steile These, der AfD in vielen Belangen Rassismus zu unterstellen. Weidel selbst lebt jedoch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einer Frau, die ursprünglich aus Sri Lanka kommt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Pa1n, Samstag, 18.07.2026, 22:24 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Letzteres hoffe ich auch. Befürchte, er geht zur AfD. Die AfD steht für gelebte Doppelmoral.

Das stimmt einerseits.

Beispiel: Sie propagiert ein traditionelles Familienbild aus Vater, Mutter und Kind. Und es ist wohl keine steile These, der AfD in vielen Belangen Rassismus zu unterstellen. Weidel selbst lebt jedoch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einer Frau, die ursprünglich aus Sri Lanka kommt.

Andererseits ist Weidel nur noch Parteichefin von Höckes Gnaden, den Kurs der Partei gibt längst der Bernd an.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 22:41 (vor 47 Tagen) @ Pa1n

Andererseits ist Weidel nur noch Parteichefin von Höckes Gnaden, den Kurs der Partei gibt längst der Bernd an.

Bis jetzt ist in der AfD noch jede Parteiführung von Rechtsaußen gestürzt worden.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Pa1n, Samstag, 18.07.2026, 22:51 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Andererseits ist Weidel nur noch Parteichefin von Höckes Gnaden, den Kurs der Partei gibt längst der Bernd an.


Bis jetzt ist in der AfD noch jede Parteiführung von Rechtsaußen gestürzt worden.

Sieht man daran, dass Höcke, der von Remigration von 20 Millionen spricht, aus der Partei ausgeschlossen wurde.#

Ach ne, nur 2 Jahre später übernahm Weidel seine Remigrations- (eher Deportations-) Rhetorik.

Währenddessen sitzt Chrupalla in Magdeburg neben dem, auch für AfD-Verhältnisse, Rechtsaußen Siegmund und feixt, wie Steimle sich auf der Bühne wünscht, dass Merkel an die Wand gestellt wird und Merz einem Stauffenberg zum Opfer fällt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Chappi1991 , Samstag, 18.07.2026, 20:10 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Letzteres hoffe ich auch. Befürchte, er geht zur AfD. Die AfD steht für gelebte Doppelmoral. Beispiel: Sie propagiert ein traditionelles Familienbild aus Vater, Mutter und Kind. Und es ist wohl keine steile These, der AfD in vielen Belangen Rassismus zu unterstellen. Weidel selbst lebt jedoch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einer Frau, die ursprünglich aus Sri Lanka kommt.

Ach, wenn die erst an der Macht sind, räumen die schon auf mit Weidel.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 20:54 (vor 47 Tagen) @ Chappi1991

Letzteres hoffe ich auch. Befürchte, er geht zur AfD. Die AfD steht für gelebte Doppelmoral. Beispiel: Sie propagiert ein traditionelles Familienbild aus Vater, Mutter und Kind. Und es ist wohl keine steile These, der AfD in vielen Belangen Rassismus zu unterstellen. Weidel selbst lebt jedoch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einer Frau, die ursprünglich aus Sri Lanka kommt.


Ach, wenn die erst an der Macht sind, räumen die schon auf mit Weidel.

Der AfD-Landesverband NRW hält jetzt schon nichts von Weidel.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 21:05 (vor 47 Tagen) @ Garum

Letzteres hoffe ich auch. Befürchte, er geht zur AfD. Die AfD steht für gelebte Doppelmoral. Beispiel: Sie propagiert ein traditionelles Familienbild aus Vater, Mutter und Kind. Und es ist wohl keine steile These, der AfD in vielen Belangen Rassismus zu unterstellen. Weidel selbst lebt jedoch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einer Frau, die ursprünglich aus Sri Lanka kommt.


Ach, wenn die erst an der Macht sind, räumen die schon auf mit Weidel.


Der AfD-Landesverband NRW hält jetzt schon nichts von Weidel.

Alice Weidel wiederum hat sich mit einem Mann verbündet, der sich selbst als "das freundliche Gesicht des Nationalsozialismus" bezeichnet hat und der noch vor Kurzem aus der AfD fliegen sollte, weil er als untragbar galt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 19.07.2026, 17:05 (vor 46 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von nico36de, Sonntag, 19.07.2026, 17:15

Der Landesverband der AfD in NRW wird vom Verfassungsschutz (noch) als rechtsextrem eingestuft. Da muss die Kampfhenne Weidel natürlich intervenieren und versuchen, dort das freundliche Gesicht des Nationalsozialismus nach vorne zu bringen. Als Helferin für Helferich sozusagen.

Es dürfte auch für Außenstehende eine recht hohe Wahrscheinlichkeit dafür sprechen, dass das der Grund ist, aus dem der verbiesterte Kotzbrocken Weidel bei der Mehrheit der AfD hier in NRW nicht sonderlich beliebt ist.

Das zeigt mal wieder, wohin der Weg der AfD geht. Nichtrechtsextreme werden da von Nazi-Bernd, the Brain Chrupalla und der unsäglichen Weidel genauso gesehen wie die „Altparteien“. Die müssen wech!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 20:18 (vor 47 Tagen) @ Chappi1991

Maybe Baby! Aber unverhofft kommt oft. Würde die Alice nicht unterschätzen…

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 20:59 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Maybe Baby! Aber unverhofft kommt oft. Würde die Alice nicht unterschätzen…

Alice hat aber zur Zeit auch einen schweren Stand, der NRW Landesverband spurt nicht.
Im Moment schein es unter der Decke bei der AfD ziemlich zu krieseln, man ist wohl aber krampfhaft bemüht vor den Wahlen im Osten noch Einigkeit zu heucheln. Man will ja den
Wahlsieg nicht beeinflussen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 21:04 (vor 47 Tagen) @ Garum

Der NRW Landesverband spielt in der AfD doch überhaupt keine Rolle
Da sind doch auch nur Typen am Werk, die sich wichtig machen wollen. Und Typinnen natürlich, oder?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 21:14 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Der NRW Landesverband spielt in der AfD doch überhaupt keine Rolle
Da sind doch auch nur Typen am Werk, die sich wichtig machen wollen. Und Typinnen natürlich, oder?

Die haben 12500 Mitglieder ich weiß nicht ob das für die AfD viel ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 21:20 (vor 47 Tagen) @ Garum

Der NRW Landesverband spielt in der AfD doch überhaupt keine Rolle
Da sind doch auch nur Typen am Werk, die sich wichtig machen wollen. Und Typinnen natürlich, oder?


Die haben 12500 Mitglieder ich weiß nicht ob das für die AfD viel ist.

Und sie vertreten das größte Bundesland.

Es gibt Deutschlandweit einen Machtkampf zwischen denen, die sich noch ein halbwegs bürgerliches Mäntelchen übergezogen haben und den offen braunen AfDlern. Letztere sind deutlich auf dem Vormarsch. Alice Weidel ist mit dem offen braunen Lager ein dreckiges Bündnis eingegangen, um ihre Position zu sichern.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Chappi1991 , Samstag, 18.07.2026, 21:28 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Es gibt Deutschlandweit einen Machtkampf zwischen denen, die sich noch ein halbwegs bürgerliches Mäntelchen übergezogen haben und den offen braunen AfDlern. Letztere sind deutlich auf dem Vormarsch. Alice Weidel ist mit dem offen braunen Lager ein dreckiges Bündnis eingegangen, um ihre Position zu sichern.

Die haben echt schon lange keinen Vorsitz mehr gestürzt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 21:16 (vor 47 Tagen) @ Garum

Insgesamt haben sie 73.000 – das meint alles, würde Lucien sagen

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Bernd, Samstag, 18.07.2026, 18:56 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Es ist Doppelmoral.

Er muss nicht das Gegenteil sagen, was er eigentlich nicht vertreten kann.
Auch in einer Partei darf er seine Meinung sagen.

Er tut mir nicht leid. Absolut nicht. Er hat sich sicherlich keiner Behandlung unterzogen, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen.

Er ist aalglatt. Den interessiert nichts, absolut gar nichts. Der hat kein Gewissen.

Er hat dem Staat Mrd. gekostet. Es war an der Zeit, diesen schmierigen Politiker loszuwerden.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Nietzsche, Samstag, 18.07.2026, 18:23 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Ich denke, es ist in Wirklichkeit ein ziemlich grausamer Konflikt, wenn einerseits die eigene Karriere von einer Gruppenzugehörigkeit abhängt, die einen Moralcodex festschreibt, andererseits das Privatleben und private Glück, genau davon abhängt, diesen Codex abzulehnen.

Schreib das doch mal zu einem AfD-Mitglied. Hast Du da auch Verständnis?
Es gibt wirklich schwierige Fragen, z.B. Sterbehilfe, aber dieser Fall scheint mir sehr sehr einfach zu sein.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Klopfer , Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 20:28 (vor 47 Tagen) @ Nietzsche
bearbeitet von Klopfer, Samstag, 18.07.2026, 20:40

Schreib das doch mal zu einem AfD-Mitglied. Hast Du da auch Verständnis?

Geht's denn hier gar nicht mehr ohne AfD ?

Nein, ich habe kein Verständnis für sein Handeln als Politiker - nicht nur in diesem Punkt.
Im Grunde genommen können wir alle (ich auch) froh sein, dass er jetzt weg ist. Wie ich schon schrieb mag ich ihn als Politiker gar nicht. Aber das ist für mich ja kein Grund für Diskussionen, ich denke da sind sich sehr schnell alle einig.

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, dass in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.


SGG
Klopfer

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Sonntag, 19.07.2026, 11:19 (vor 46 Tagen) @ Klopfer

Vielleicht weil auf der anderen Seite viele Menschen den Eindruck haben, dass die aktuelle Regierung in ihnen auch mehr einen Kostenfaktor, denn den Menschen sehen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 14:07 (vor 46 Tagen) @ Sascha

Vielleicht weil auf der anderen Seite viele Menschen den Eindruck haben, dass die aktuelle Regierung in ihnen auch mehr einen Kostenfaktor, denn den Menschen sehen.

Mir ist das zu einfach. Wenn eine Regierung Reformen anpackt, wird ihr vorgeworfen, sie belaste die Bürger finanziell. Tut sie nichts, heißt es ein paar Jahre später, sie habe notwendige Reformen verschlafen. Viele Reformen kosten kurzfristig Geld, weil sie auf langfristige Probleme reagieren sollen. Die Alternative ist oft nicht “keine Kosten”, sondern lediglich höhere Kosten zu einem späteren Zeitpunkt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 19.07.2026, 14:20 (vor 46 Tagen) @ markus

Vielleicht weil auf der anderen Seite viele Menschen den Eindruck haben, dass die aktuelle Regierung in ihnen auch mehr einen Kostenfaktor, denn den Menschen sehen.


Mir ist das zu einfach. Wenn eine Regierung Reformen anpackt, wird ihr vorgeworfen, sie belaste die Bürger finanziell. Tut sie nichts, heißt es ein paar Jahre später, sie habe notwendige Reformen verschlafen. Viele Reformen kosten kurzfristig Geld, weil sie auf langfristige Probleme reagieren sollen. Die Alternative ist oft nicht “keine Kosten”, sondern lediglich höhere Kosten zu einem späteren Zeitpunkt.

Das ist sicherlich absolut richtig. Wem es wie viel kostet, also welcher Bevölkerungsgruppe, ist aber dann wiederum Handlungsspielraum der in Verantwortung stehenden Regierung.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 14:28 (vor 46 Tagen) @ FourrierTrans

Vielleicht weil auf der anderen Seite viele Menschen den Eindruck haben, dass die aktuelle Regierung in ihnen auch mehr einen Kostenfaktor, denn den Menschen sehen.


Mir ist das zu einfach. Wenn eine Regierung Reformen anpackt, wird ihr vorgeworfen, sie belaste die Bürger finanziell. Tut sie nichts, heißt es ein paar Jahre später, sie habe notwendige Reformen verschlafen. Viele Reformen kosten kurzfristig Geld, weil sie auf langfristige Probleme reagieren sollen. Die Alternative ist oft nicht “keine Kosten”, sondern lediglich höhere Kosten zu einem späteren Zeitpunkt.


Das ist sicherlich absolut richtig. Wem es wie viel kostet, also welcher Bevölkerungsgruppe, ist aber dann wiederum Handlungsspielraum der in Verantwortung stehenden Regierung.

Du wirst aber nie alle zufriedenstellen können. Fast jeder kann nachvollziehbar begründen, warum gerade er selbst möglichst wenig oder gar keinen Beitrag leisten sollte und warum stattdessen andere stärker belastet werden müssten. Genau deshalb sind solche Verteilungsfragen politisch so schwierig. Irgendjemand wird am Ende fast immer das Gefühl haben, zu kurz zu kommen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 19.07.2026, 14:44 (vor 46 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Sonntag, 19.07.2026, 14:49

Vielleicht weil auf der anderen Seite viele Menschen den Eindruck haben, dass die aktuelle Regierung in ihnen auch mehr einen Kostenfaktor, denn den Menschen sehen.


Mir ist das zu einfach. Wenn eine Regierung Reformen anpackt, wird ihr vorgeworfen, sie belaste die Bürger finanziell. Tut sie nichts, heißt es ein paar Jahre später, sie habe notwendige Reformen verschlafen. Viele Reformen kosten kurzfristig Geld, weil sie auf langfristige Probleme reagieren sollen. Die Alternative ist oft nicht “keine Kosten”, sondern lediglich höhere Kosten zu einem späteren Zeitpunkt.


Das ist sicherlich absolut richtig. Wem es wie viel kostet, also welcher Bevölkerungsgruppe, ist aber dann wiederum Handlungsspielraum der in Verantwortung stehenden Regierung.


Du wirst aber nie alle zufriedenstellen können. Fast jeder kann nachvollziehbar begründen, warum gerade er selbst möglichst wenig oder gar keinen Beitrag leisten sollte und warum stattdessen andere stärker belastet werden müssten. Genau deshalb sind solche Verteilungsfragen politisch so schwierig. Irgendjemand wird am Ende fast immer das Gefühl haben, zu kurz zu kommen.

Das stimmt. Ein sehr komplexes Thema, Faustformel ist aber natürlich, möglichst viele Wähler/innen hinter sich zu vereinen. In einem Wahlsystem, in dem jede Stimme gleich viel zählt, ist das elementar. Ein Gemisch aus länger anhaltendem wirtschaftlichem Niedergang/Rückgang und dem primären Fokus auf die Befriedigung einer zu kleinen Wählerschicht ist ein Spiel mit dem Feuer, was in der Regel irgendwann dann auch Feuer fängt. Deswegen ist Verantwortungsbewusstsein und Loyalität zum Wohle des Volkes so fundamental, insbesondere dann, wenn eine kleine aber sehr einflussreiche Wählerschicht genau solche Werte eben nicht mehr teilt. Sondern man sich eher als "Weltenbürger" (oder wie man heute sagt, "anywheres") sieht. Die Gefahr, dass dann irgendwann irgendjemand oder irgendeine Institution kommt, die sich sozial geriert (oder gar einige wenige soziale Entwicklungen durchpeitscht), wird rasend schnell Zuspruch finden. Dabei spielt dann die originäre Motivation dieses Spielers keine Rolle mehr, wenn das Volk endlich einen neuen "sozialen Leader", der sich um sie kümmert, gefunden hat. Vorboten sind meistens die Ausgrenzung von Minderheiten und das Suchen von Schuldigen am unteren Ende der sozialen Leiter, weil solche politischen Kräfte sehr genau wissen, dass diese "Schuldigen" dem Durchschnittswähler viel näher sind, als die eigentlichen Problemverursacher. Wenn man im politischen Betrieb dann nur Claqueure und Opportunisten sitzen hat, ist die parlamentarische Demokratie dieser Entwicklung nahezu schutzlos ausgeliefert.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Chappi1991 , Sonntag, 19.07.2026, 11:15 (vor 46 Tagen) @ Klopfer

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, dass in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.

Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass Politiker wie Merz und Co. in den Bürgern auch keine Menschen sehen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 22:40 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, dass in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.

In der heutigen Zeit suchen viele Menschen Sündenböcke und nichts ist einfacher, als anonym eine mediale Hetzjagd zu starten. Eine wirklich Diskussion findet hier ja auch eher nicht statt. Es driftet wieder ab ins Persönliche bis Beleidigende. Dabei mag ich Jens Spahn auch nicht. Aber alleine sollte nicht ausschlaggebend sein.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Aufholjagd 10-06-1995, Samstag, 18.07.2026, 22:46 (vor 47 Tagen) @ markus

Einspruch.
Meiner Meinung nach ist die Diskussionskultur hier im Forum hoch - weit höher als im Bundestag.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:50 (vor 47 Tagen) @ Aufholjagd 10-06-1995

Einspruch.
Meiner Meinung nach ist die Diskussionskultur hier im Forum hoch - weit höher als im Bundestag.

Bis auf wenige Ausnahmen sehe ich das auch so.
In 90% aller im Internet zugänglichen Diskussions-Plattformen oder Sozialen Medien wird 3 Klassen niveauloser "diskutiert". Bin ich fest überzeugt von aber immer offen dafür, wenn mir jemand niveauvollere Plattformen im Netz zur Debatte zeigt. Ich verstehe nicht, wieso das Publikum im Forum hier im Kontext von "Politik-Threads" immer so negativ bewertet wird.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 22:43 (vor 47 Tagen) @ markus

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, dass in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.


In der heutigen Zeit suchen viele Menschen Sündenböcke und nichts ist einfacher, als anonym eine mediale Hetzjagd zu starten. Eine wirklich Diskussion findet hier ja auch eher nicht statt. Es driftet wieder ab ins Persönliche bis Beleidigende. Dabei mag ich Jens Spahn auch nicht. Aber alleine sollte nicht ausschlaggebend sein.

So ist das wohl.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 21:20 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Schreib das doch mal zu einem AfD-Mitglied. Hast Du da auch Verständnis?


Geht's denn hier gar nicht mehr ohne AfD ?

Nein, ich habe kein Verständnis für sein Handeln als Politiker - nicht nur in diesem Punkt.
Im Grunde genommen können wir alle (ich auch) froh sein, dass er jetzt weg ist. Wie ich schon schrieb mag ich ihn als Politiker gar nicht. Aber das ist für mich ja kein Grund für Diskussionen, ich denke da sind sich sehr schnell alle einig.

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, dass in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.


SGG
Klopfer

Einige Politiker sehen in gewissen Bevölkerungsschichten auch nicht mehr den Menschen, ist zumindest mein Eindruck. Und ich habe eigentlich vor der Arbeit der Politiker Respekt weil ich weiß das einige wirklich versuchen was positiv zu ändern auf allen Ebenen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Nietzsche, Samstag, 18.07.2026, 21:06 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Schreib das doch mal zu einem AfD-Mitglied. Hast Du da auch Verständnis?


Geht's denn hier gar nicht mehr ohne AfD ?

Ich wollte hier gar nicht die Nazikeule rausholen. Ich meine das wirklich ganz praktisch und beziehe mich auf Deinen Text.

Ich denke, es ist in Wirklichkeit ein ziemlich grausamer Konflikt, wenn einerseits die eigene Karriere von einer Gruppenzugehörigkeit abhängt, die einen Moralcodex festschreibt, andererseits das Privatleben und private Glück, genau davon abhängt, diesen Codex abzulehnen.

Ein "grausamer" Konflikt? Alles daran ist freiwillig und kann jederzeit abgebrochen werden.
Stell Dir vor, ich trete in die AfD ein, weil dort meine Karrierechancen am besten sind und muss dann Positionen vertreten, die mit meinem Privatleben kollidieren. Wäre das auch grausam? Oder wäre ich vielleicht ein höchst unanständiger Charakter, der sich eben sein eigenes Grab geschaufelt hat?

Nein, ich habe kein Verständnis für sein Handeln als Politiker - nicht nur in diesem Punkt.

Jo. Die Sache ist wirklich sehr einfach.

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, dass in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.

Was soll denn "den Menschen sehen" heißen?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Alones, Samstag, 18.07.2026, 20:40 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, das in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.

Soll man mit Spahn jetzt Mitleid haben? Dass Politiker so einen schlechten Ruf haben... hmmh, mal überlegen... das könnte vllt. etwas damit zu tun haben, dass sie Demokratie als Selbstbedienungsladen begreifen und ihr eigenes Handeln keinerlei moralischen Grundsätzen folgt. Kurz: Dass Politiker so einen beschissenen Ruf haben, ist ihre eigene Schuld. Jetzt kann man natürlich wieder damit anfangen, dass Leute wie Spahn doch nur die Ausnahme sind... aber die Realität sieht anders aus. Die Politik zieht nun einmal einen gewissen Schlag von Menschen an. Und deswegen wird sich die Demokratie, zumindest so wie sie aktuell ausgelebt wird, irgendwann auch wieder selbst abschaffen. Das ist systembedingt. Deswegen hält sich meine "Freude" über das Scheitern von Spahn auch in Grenzen - wenngleich ich den Abgang dann doch recht spektakulär fand. Alles, was nun folgen wird, wird nicht besser. Merz & Co. können folgen, wayne? Am Ende wird der schlechteste Kanzler aller Zeiten nur durch jemanden ersetzt, der noch schlimmer ist. Wir befinden uns als Land insgesamt in einer großen Abwärtsspirale. Und der lustige Ritt in Richtung Niedergang nimmt gerade erst so richtig Fahrt auf.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 21:39 (vor 47 Tagen) @ Alones

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, das in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.


Soll man mit Spahn jetzt Mitleid haben? Dass Politiker so einen schlechten Ruf haben... hmmh, mal überlegen... das könnte vllt. etwas damit zu tun haben, dass sie Demokratie als Selbstbedienungsladen begreifen und ihr eigenes Handeln keinerlei moralischen Grundsätzen folgt. Kurz: Dass Politiker so einen beschissenen Ruf haben, ist ihre eigene Schuld. Jetzt kann man natürlich wieder damit anfangen, dass Leute wie Spahn doch nur die Ausnahme sind... aber die Realität sieht anders aus. Die Politik zieht nun einmal einen gewissen Schlag von Menschen an. Und deswegen wird sich die Demokratie, zumindest so wie sie aktuell ausgelebt wird, irgendwann auch wieder selbst abschaffen. Das ist systembedingt. Deswegen hält sich meine "Freude" über das Scheitern von Spahn auch in Grenzen - wenngleich ich den Abgang dann doch recht spektakulär fand. Alles, was nun folgen wird, wird nicht besser. Merz & Co. können folgen, wayne? Am Ende wird der schlechteste Kanzler aller Zeiten nur durch jemanden ersetzt, der noch schlimmer ist. Wir befinden uns als Land insgesamt in einer großen Abwärtsspirale. Und der lustige Ritt in Richtung Niedergang nimmt gerade erst so richtig Fahrt auf.

Die Demokratie kann sich nicht selbst abschaffen. Das machen die Wutbürger dann schon schön selbst.
Permanentes herbeifantasieren vom nahen Untergang, Pauschalisierungen wie von dir jetzt und politische "Bildung" via Tiktok helfen dabei ungemein.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 23:38 (vor 47 Tagen) @ istar

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, das in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.


Soll man mit Spahn jetzt Mitleid haben? Dass Politiker so einen schlechten Ruf haben... hmmh, mal überlegen... das könnte vllt. etwas damit zu tun haben, dass sie Demokratie als Selbstbedienungsladen begreifen und ihr eigenes Handeln keinerlei moralischen Grundsätzen folgt. Kurz: Dass Politiker so einen beschissenen Ruf haben, ist ihre eigene Schuld. Jetzt kann man natürlich wieder damit anfangen, dass Leute wie Spahn doch nur die Ausnahme sind... aber die Realität sieht anders aus. Die Politik zieht nun einmal einen gewissen Schlag von Menschen an. Und deswegen wird sich die Demokratie, zumindest so wie sie aktuell ausgelebt wird, irgendwann auch wieder selbst abschaffen. Das ist systembedingt. Deswegen hält sich meine "Freude" über das Scheitern von Spahn auch in Grenzen - wenngleich ich den Abgang dann doch recht spektakulär fand. Alles, was nun folgen wird, wird nicht besser. Merz & Co. können folgen, wayne? Am Ende wird der schlechteste Kanzler aller Zeiten nur durch jemanden ersetzt, der noch schlimmer ist. Wir befinden uns als Land insgesamt in einer großen Abwärtsspirale. Und der lustige Ritt in Richtung Niedergang nimmt gerade erst so richtig Fahrt auf.


Die Demokratie kann sich nicht selbst abschaffen. Das machen die Wutbürger dann schon schön selbst.
Permanentes herbeifantasieren vom nahen Untergang, Pauschalisierungen wie von dir jetzt und politische "Bildung" via Tiktok helfen dabei ungemein.


Ist dir das eigentlich nicht zu doof?

Fritze Merz oder iregenwelche anderen regierenden Politiker könnte auf offener Bühne Hundwelpen ertränken und du würdet die wahrscheinlich noch verteidigen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Sonntag, 19.07.2026, 11:00 (vor 46 Tagen) @ Foreveralone

Was mich beschäftigt hat, ist dieser Konflikt und die Tatsache, das in diesem Land kaum noch jemand bereit ist, in Politikern auch den Menschen zu sehen.


Soll man mit Spahn jetzt Mitleid haben? Dass Politiker so einen schlechten Ruf haben... hmmh, mal überlegen... das könnte vllt. etwas damit zu tun haben, dass sie Demokratie als Selbstbedienungsladen begreifen und ihr eigenes Handeln keinerlei moralischen Grundsätzen folgt. Kurz: Dass Politiker so einen beschissenen Ruf haben, ist ihre eigene Schuld. Jetzt kann man natürlich wieder damit anfangen, dass Leute wie Spahn doch nur die Ausnahme sind... aber die Realität sieht anders aus. Die Politik zieht nun einmal einen gewissen Schlag von Menschen an. Und deswegen wird sich die Demokratie, zumindest so wie sie aktuell ausgelebt wird, irgendwann auch wieder selbst abschaffen. Das ist systembedingt. Deswegen hält sich meine "Freude" über das Scheitern von Spahn auch in Grenzen - wenngleich ich den Abgang dann doch recht spektakulär fand. Alles, was nun folgen wird, wird nicht besser. Merz & Co. können folgen, wayne? Am Ende wird der schlechteste Kanzler aller Zeiten nur durch jemanden ersetzt, der noch schlimmer ist. Wir befinden uns als Land insgesamt in einer großen Abwärtsspirale. Und der lustige Ritt in Richtung Niedergang nimmt gerade erst so richtig Fahrt auf.


Die Demokratie kann sich nicht selbst abschaffen. Das machen die Wutbürger dann schon schön selbst.
Permanentes herbeifantasieren vom nahen Untergang, Pauschalisierungen wie von dir jetzt und politische "Bildung" via Tiktok helfen dabei ungemein.

Ist dir das eigentlich nicht zu doof?

Fritze Merz oder iregenwelche anderen regierenden Politiker könnte auf offener Bühne Hundwelpen ertränken und du würdet die wahrscheinlich noch verteidigen.

Hast du eigentlich irgendwelche sachlichen Argumente beizutragen oder kommt von dir nur irgendein deiner politischen Einstellung geschuldetes Schmalspur-Pamphlet?
Oder bist du einfach mit dem Model Demokratie überfordert?
Auch wenn du das in deiner Blase nicht verstehst, es gibt zu den meisten Themen unterschiedliche Standpunkte und Ansichten, die kann man teilen oder ablehnen, je nach Präferenz.
Dazu bist du offensichtlich nicht in der Lage, deshalb ist jede Diskussion mit dir sinnlos.
Ich hab übrigens gar nicht von "Fritze" Merz oder der Regierung gesprochen, aber das nur so am Rande.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Smeller, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 18:01 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Habe da echt null Mitleid. Wenn du privat etwas vertrittst, dann musst du das auch öffentlich machen. Wenn du in einer Gruppe bist, die da komplett gegen ist, dann musst du aus der Gruppe raus. Andernfalls bist du halt ein Heuchler.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 18:12 (vor 47 Tagen) @ Smeller

Habe da echt null Mitleid. Wenn du privat etwas vertrittst, dann musst du das auch öffentlich machen. Wenn du in einer Gruppe bist, die da komplett gegen ist, dann musst du aus der Gruppe raus. Andernfalls bist du halt ein Heuchler.

Ja. Spätestens als er und sein Partner die Entscheidung zur Leihmutterschaft getroffen haben, hätte er das seiner Fraktions mitteilen müssen. Dann hätte er noch sagen können, ich beteilige mich nicht an der Debatte darüber und ich werde mich der Stimme enthalten. Für einen Fraktionsvorsitzenden wäre das auch schon fragwürdig gewesen, aber hätte vielleicht noch toleriert werden können. Auch die angebliche "innere Zerrissenheit" wäre etwas glaubwürdiger gewesen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 19:56 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Auch die angebliche "innere Zerrissenheit" wäre etwas glaubwürdiger gewesen.

Wenn es bei jemandem diese „innere Zerrissenheit“ tatsächlich gibt, wird er sich wohl kaum dermaßen aktiv gegen die Leihmutterschaft aussprechen, um sie danach in Anspruch zu nehmen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 18:16 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Habe da echt null Mitleid. Wenn du privat etwas vertrittst, dann musst du das auch öffentlich machen. Wenn du in einer Gruppe bist, die da komplett gegen ist, dann musst du aus der Gruppe raus. Andernfalls bist du halt ein Heuchler.


Ja. Spätestens als er und sein Partner die Entscheidung zur Leihmutterschaft getroffen haben, hätte er das seiner Fraktions mitteilen müssen. Dann hätte er noch sagen können, ich beteilige mich nicht an der Debatte darüber und ich werde mich der Stimme enthalten. Für einen Fraktionsvorsitzenden wäre das auch schon fragwürdig gewesen, aber hätte vielleicht noch toleriert werden können. Auch die angebliche "innere Zerrissenheit" wäre etwas glaubwürdiger gewesen.

Ich würde jede Wette eingehen, dass ihm dann gesagt worden wäre, dass er bitte in der Öffentlichkeit trotzdem hinter der CDU Linie stehen soll.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Zebulon, Wattenscheid, Samstag, 18.07.2026, 19:10 (vor 47 Tagen) @ markus

Man hätte ihm geraten, eine Adoption anzustreben und sich nicht auf diesen grauen Weg zu begeben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 18:27 (vor 47 Tagen) @ markus

Habe da echt null Mitleid. Wenn du privat etwas vertrittst, dann musst du das auch öffentlich machen. Wenn du in einer Gruppe bist, die da komplett gegen ist, dann musst du aus der Gruppe raus. Andernfalls bist du halt ein Heuchler.


Ja. Spätestens als er und sein Partner die Entscheidung zur Leihmutterschaft getroffen haben, hätte er das seiner Fraktions mitteilen müssen. Dann hätte er noch sagen können, ich beteilige mich nicht an der Debatte darüber und ich werde mich der Stimme enthalten. Für einen Fraktionsvorsitzenden wäre das auch schon fragwürdig gewesen, aber hätte vielleicht noch toleriert werden können. Auch die angebliche "innere Zerrissenheit" wäre etwas glaubwürdiger gewesen.


Ich würde jede Wette eingehen, dass ihm dann gesagt worden wäre, dass er bitte in der Öffentlichkeit trotzdem hinter der CDU Linie stehen soll.

Dann hätte er anbieten können, der Fraktionsvorsitz abzugeben, falls das gewünscht ist. In jedem Fall wäre das der richtige Zeitpunkt gewesen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich glaube, Jens Spahn hat aus seinen diversen öffentlich bekannten Fehlern (die hier im Thread schon aufgezählt wurden) nicht viel gelernt, sondern lediglich den Schluss gezogen, dass ihm ja eh nichts passieren kann.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Smeller, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 22:58 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Natürlich konnte ihm nix mehr passieren. Der war lange genug Abgeordneter und hat seine Pension sicher.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 23:05 (vor 47 Tagen) @ Smeller

Natürlich konnte ihm nix mehr passieren. Der war lange genug Abgeordneter und hat seine Pension sicher.

Die Pension bekommt er aber erst mit 67, gegebenenfalls drei Jahre früher mit Abzügen. Was er allerdings nach Niederlegung des Abgeordnetenmandats bekommen würde, wäre ein Übergangsgeld. Ein Monat pro Jahr als Abgeordneter, wenn ich mich richtig erinnere.

Da hätte er wohl knapp zwei Jahrzehnte, die er überbrücken müsste.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:10 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Natürlich konnte ihm nix mehr passieren. Der war lange genug Abgeordneter und hat seine Pension sicher.


Die Pension bekommt er aber erst mit 67, gegebenenfalls drei Jahre früher mit Abzügen. Was er allerdings nach Niederlegung des Abgeordnetenmandats bekommen würde, wäre ein Übergangsgeld. Ein Monat pro Jahr als Abgeordneter, wenn ich mich richtig erinnere.

Da hätte er wohl knapp zwei Jahrzehnte, die er überbrücken müsste.

Das stimmt, maximal 18 Monate, 11.800 Euro ca. pro Monat. Ab dem zweiten Monat werden Nebeneinkünfte entsprechend verrechnet. Ich meine, die durchschnittliche Bezugsdauer liegt bei 8 Monaten aktuell.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:25 (vor 47 Tagen) @ markus


Ich würde jede Wette eingehen, dass ihm dann gesagt worden wäre, dass er bitte in der Öffentlichkeit trotzdem hinter der CDU Linie stehen soll.

Die Wette würdest Du verlieren. Selbst in der Christlich-Demokratischen Union weiß man, dass die Unbefleckte Empfängnis bei Männern nicht funktioniert ;-)

Man hätte gewusst, dass die Wahrheit ans Licht kommen würde. Kinder zu verheimlichen klappt nicht einmal in Russland.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 21:45 (vor 47 Tagen) @ Ulrich


Ich würde jede Wette eingehen, dass ihm dann gesagt worden wäre, dass er bitte in der Öffentlichkeit trotzdem hinter der CDU Linie stehen soll.


Die Wette würdest Du verlieren. Selbst in der Christlich-Demokratischen Union weiß man, dass die Unbefleckte Empfängnis bei Männern nicht funktioniert ;-)

Man hätte gewusst, dass die Wahrheit ans Licht kommen würde. Kinder zu verheimlichen klappt nicht einmal in Russland.

Absolut, er wäre genauso abgeschossen worden, wie jetzt auch.
Man möge sich vorstellen, die Unions-Spitze hätte das einfach wissentlich akzeptiert. Dass es irgendwann rauskäme, war so klar wie das Amen in der Kirche und die Union wäre mitsamt ihrer Mitwisser-Spitze komplett verbrannt gewesen. Mit allen Konsequenzen, die die ohnehin brenzlige nächste BTW schon bringen wird.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 21:51 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans


Ich würde jede Wette eingehen, dass ihm dann gesagt worden wäre, dass er bitte in der Öffentlichkeit trotzdem hinter der CDU Linie stehen soll.


Die Wette würdest Du verlieren. Selbst in der Christlich-Demokratischen Union weiß man, dass die Unbefleckte Empfängnis bei Männern nicht funktioniert ;-)

Man hätte gewusst, dass die Wahrheit ans Licht kommen würde. Kinder zu verheimlichen klappt nicht einmal in Russland.


Absolut, er wäre genauso abgeschossen worden, wie jetzt auch.
Man möge sich vorstellen, die Unions-Spitze hätte das einfach wissentlich akzeptiert. Dass es irgendwann rauskäme, war so klar wie das Amen in der Kirche und die Union wäre mitsamt ihrer Mitwisser-Spitze komplett verbrannt gewesen. Mit allen Konsequenzen, die die ohnehin brenzlige nächste BTW schon bringen wird.

Ja, das war ein Alleingang von Jens Spahn. Und er hat geglaubt, er würde damit durchkommen. So, wie er vorher mit allem durchgekommen ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 18:21 (vor 47 Tagen) @ markus

Habe da echt null Mitleid. Wenn du privat etwas vertrittst, dann musst du das auch öffentlich machen. Wenn du in einer Gruppe bist, die da komplett gegen ist, dann musst du aus der Gruppe raus. Andernfalls bist du halt ein Heuchler.


Ja. Spätestens als er und sein Partner die Entscheidung zur Leihmutterschaft getroffen haben, hätte er das seiner Fraktions mitteilen müssen. Dann hätte er noch sagen können, ich beteilige mich nicht an der Debatte darüber und ich werde mich der Stimme enthalten. Für einen Fraktionsvorsitzenden wäre das auch schon fragwürdig gewesen, aber hätte vielleicht noch toleriert werden können. Auch die angebliche "innere Zerrissenheit" wäre etwas glaubwürdiger gewesen.


Ich würde jede Wette eingehen, dass ihm dann gesagt worden wäre, dass er bitte in der Öffentlichkeit trotzdem hinter der CDU Linie stehen soll.

Könnte sein, so wie Denke in der Politik tlw ist, dass etwas sowieso nicht rauskommt, obwohl sie dahingehend schlauer sein sollten, denn nichts bleibt verborgen, wenn am Stuhl der Macht gesägt werden kann. Neid, Missgunst ist allgegenwärtig.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 18:19 (vor 47 Tagen) @ markus

Aber das muss er ja nicht. Es gibt einige Themen, bei denen sich die unterschiedlichen Meinungen quer durch die Fraktionsgrenzen ziehen (z. B. Sterbehilfe). Es ist einfach ein Unding, ein Verbot politisch zu unterstützen, aber privat zu unterlaufen, zumal er die damit zusammenhängenden Probleme, Ängste usw. bestens kennt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 18:26 (vor 47 Tagen) @ kolibri

Aber das muss er ja nicht. Es gibt einige Themen, bei denen sich die unterschiedlichen Meinungen quer durch die Fraktionsgrenzen ziehen (z. B. Sterbehilfe). Es ist einfach ein Unding, ein Verbot politisch zu unterstützen, aber privat zu unterlaufen, zumal er die damit zusammenhängenden Probleme, Ängste usw. bestens kennt.

Muss er in seiner Funktion als Parteivorsitzender nach außen nicht hinter den Beschlüssen der Partei stehen?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

donotrobme, Münsterland, Samstag, 18.07.2026, 18:38 (vor 47 Tagen) @ markus
bearbeitet von donotrobme, Samstag, 18.07.2026, 18:43

ja und genau hierüber ist er "gestolpert".

ABER: Er konnte eigentlich keine Ambitionen mehr haben. Mehr als Fraktionschef und Minister kann man als schwuler Konservativer eigentlich nicht werden. Was sollte da noch kommen? Parteichef? Bundeskanzler oder -präsident? Dafür war er auch nicht beliebt genug. Ich glaube, dass er durchaus in der Lage war, ein Ministerium oder eine Fraktion zu führen. Ansonsten hätte er diese Posten trotz seines "Makels" in der Union nicht bekommen.

Spahn ist Jahrgang 80, somit läuft ihm auch die Zeit davon, eine Familie zu gründen. Eine Familie zu gründen ist so eine Entscheidungen, die man treffen muss, bevor es zu spät ist. Mit derzeit 46 wird er wohl noch die Hochzeit seines Adoptivkindes erleben, aber er wird nicht so aktiv am Großziehen möglicher Enkel dabei sein können, oder gar deren Hochzeiten erleben.

Für mich ist die Story daher eher ein Zeichen, wie sehr man sich in der Politik verbiegen muss, um Karriere zu machen. Ein persönliches Schicksal, was dazu führt, dass es nicht weitergeht.
Wir wissen zum Beispiel nicht, ob Spahn die Beschlüsse zur Leihmutterschaft getragen hat, weil er es musste oder weil er es wirklich für richtig hielt.

Andererseits bin ich ein Befürworter, dass Politiker zu den Gesetzen stehen, die sie verabschieden und auch selbes Recht für alle gilt.

Aber:
Die Union wird seinen Abgang verschmerzen können, er wird es auch verkraften können. Ansonsten gilt nur zu sagen: Kinder machen ist nicht schwer, Kinder erziehen, umso mehr. Viel Erfolg bei dieser Achterbahnfahrt. Aus eigener Erfahrung: Es ist ein auf und ab, aber Kaffee regelt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 20:00 (vor 47 Tagen) @ donotrobme

Wir wissen zum Beispiel nicht, ob Spahn die Beschlüsse zur Leihmutterschaft getragen hat, weil er es musste oder weil er es wirklich für richtig hielt.

Ach so, man äußert sich selbst also auch aktiv gegen die Leihmutterschaft, wenn man der Meinung ist, sie sollte eigentlich zulässig sein?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 21:48 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Wir wissen zum Beispiel nicht, ob Spahn die Beschlüsse zur Leihmutterschaft getragen hat, weil er es musste oder weil er es wirklich für richtig hielt.


Ach so, man äußert sich selbst also auch aktiv gegen die Leihmutterschaft, wenn man der Meinung ist, sie sollte eigentlich zulässig sein?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in jeder Partei Leute gibt, die bei diesem oder jenem Thema komplett konräter Meinung sind, aber einfach die Fahne mitschwenken, um dabei zu bleiben. Sind größtenteils alles Berufsopportunisten, die genauso wenig an den Bums glauben, die sie vorbeten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 22:38 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in jeder Partei Leute gibt, die bei diesem oder jenem Thema komplett konräter Meinung sind, aber einfach die Fahne mitschwenken, um dabei zu bleiben. Sind größtenteils alles Berufsopportunisten, die genauso wenig an den Bums glauben, die sie vorbeten.

Das ist aber stark vereinfacht. In einer Regierungspartei ist es schon wichtig, eine gewissen Fraktionsdisziplin einzuhalten, sons wird das Regieren schon bald unmöglich. Und eine kleine Zahl von Abweichler kann ja durchaus toleriert werden, sofern die Mehrheitsverhältnisse das hergeben. Es ist natürlich auch erlaubt, die eigene abweichende Meinung zu äußern.

Im Fall Spahn ist die Lage aber anders. Er hat ja nicht einfach eine andere Meinung zu dem Thema, sondern er handelt aus rein privatem Interesse gegen die Linie der Fraktion, und das noch als deren Vorsitzender. Damit konterkariert er das eigene Gesetz.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:43 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in jeder Partei Leute gibt, die bei diesem oder jenem Thema komplett konräter Meinung sind, aber einfach die Fahne mitschwenken, um dabei zu bleiben. Sind größtenteils alles Berufsopportunisten, die genauso wenig an den Bums glauben, die sie vorbeten.


Das ist aber stark vereinfacht. In einer Regierungspartei ist es schon wichtig, eine gewissen Fraktionsdisziplin einzuhalten, sons wird das Regieren schon bald unmöglich. Und eine kleine Zahl von Abweichler kann ja durchaus toleriert werden, sofern die Mehrheitsverhältnisse das hergeben. Es ist natürlich auch erlaubt, die eigene abweichende Meinung zu äußern.

Im Fall Spahn ist die Lage aber anders. Er hat ja nicht einfach eine andere Meinung zu dem Thema, sondern er handelt aus rein privatem Interesse gegen die Linie der Fraktion, und das noch als deren Vorsitzender. Damit konterkariert er das eigene Gesetz.

Das stimmt. Und es stimmt auch, dass der Fall Spahn sehr extrem ist.
Aber ohne jetzt auf Namen oder Themen einzugehen, und das findet man sicherlich auch in jeder Partei, gibt es sicherlich Situationen, bei denen nicht nur der/die Durchschnittsdeutsche die Augen verdreht, sondern auch hochrangige Parteimitglieder. Sicherlich auch bei Personen oder Themen, die relativ fundamental sind, man dann aber doch die eigene Partei-Karriere vor Augen sieht und eben "mitsalutiert": :-)

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 22:52 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Das stimmt. Und es stimmt auch, dass der Fall Spahn sehr extrem ist.
Aber ohne jetzt auf Namen oder Themen einzugehen, und das findet man sicherlich auch in jeder Partei, gibt es sicherlich Situationen, bei denen nicht nur der/die Durchschnittsdeutsche die Augen verdreht, sondern auch hochrangige Parteimitglieder. Sicherlich auch bei Personen oder Themen, die relativ fundamental sind, man dann aber doch die eigene Partei-Karriere vor Augen sieht und eben "mitsalutiert": :-)

Da gebe ich dir Recht. Es dürfte weitverbreitet sein, Gesetze einfach abzunicken. Dazu ist vieles auch einfach zu komplex, als dass der einzelne Abgeordnete immer alles detailliert aufarbeiten könnte. Ein bisschen mehr "Arsch in der Hose" würde dem politischen Diskurs aber sicher gut tun und bisweilen auch einen parteiübergreifenden Konsens ermöglichen. Das ist vermutlich der Albtraum aller Lobbyisten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 23:20 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Das stimmt. Und es stimmt auch, dass der Fall Spahn sehr extrem ist.
Aber ohne jetzt auf Namen oder Themen einzugehen, und das findet man sicherlich auch in jeder Partei, gibt es sicherlich Situationen, bei denen nicht nur der/die Durchschnittsdeutsche die Augen verdreht, sondern auch hochrangige Parteimitglieder. Sicherlich auch bei Personen oder Themen, die relativ fundamental sind, man dann aber doch die eigene Partei-Karriere vor Augen sieht und eben "mitsalutiert": :-)


Da gebe ich dir Recht. Es dürfte weitverbreitet sein, Gesetze einfach abzunicken. Dazu ist vieles auch einfach zu komplex, als dass der einzelne Abgeordnete immer alles detailliert aufarbeiten könnte. Ein bisschen mehr "Arsch in der Hose" würde dem politischen Diskurs aber sicher gut tun und bisweilen auch einen parteiübergreifenden Konsens ermöglichen. Das ist vermutlich der Albtraum aller Lobbyisten.

Du hast im Bundestag in der Regel Spezialisten sitzen, die sich in ihre Fachgebiete eingearbeitet haben. Und die sitzen in den zuständigen Ausschüssen. Dort findet die eigentliche gesetzgeberische Arbeit statt. Für jedes in Arbeit befindliche Gesetz gibt es pro Regierungsfraktion mindestens einen sogenannten Berichterstatter oder eine Berichterstatterin. Diese Person verhandelt für die jeweilige Partei federführend und berichten an ihre Fraktionen. Zudem sitzen bei den Verhandlungen hochrangige Beamte der zuständigen Ministerien mit am Tisch. Wie stark diese Beamten Gesetze prägen, hängt auch davon ab, wie stark die MdBs inhaltlich sind. Auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen, versuchen auch unterschiedliche Lobbyisten. Das können Wirtschaftsvertreter sein, aber auch Gewerkschaftsvertreter, Vertreter von Umweltschutz- oder Verbrauchergruppen, etc. Und diese Personen haben keineswegs immer "finstere" Motive. Teilweise kommen von dort auch wichtige Hinweise darüber, dass z.B. geplante Details nicht praktikabel sind, etc.

Gerade bei komplexen Zusammenhängen verlassen sich die Fraktionen jeweils auf ihre Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker, weil die in der Materie stecken - oder zumindest stecken sollten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 23:52 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Gerade bei komplexen Zusammenhängen verlassen sich die Fraktionen jeweils auf ihre Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker, weil die in der Materie stecken - oder zumindest stecken sollten.

Bei der überwiegenden Mehrheit dürfte es - zumindest in den in der Öffentlichkeit diskutierten, für mich bewertbaren Politikbereichen - nicht für mehr als ein "stecken sollten" reichen. Oder aus welchem Grund benötigen die "Fachpolitiker" (bzw. die, die sich so nennen) ständig Expertenkommissionen, die ihnen erklären müssen, was richtig wäre.

Wie soll auch ein Jurist oder Verwaltungsbeamter komplexe technische Sachverhalte verstehen? Wenn man an der Schnittstelle von Technik und deren Bewertung tätig ist, weiß man eins: Die überwiegende Anzahl dieser Berufsgruppen ist entweder nicht in der Lage oder willens, sich ernsthaft mit solchem Kram auseinanderzusetzen.

Und da kommen dann die demagogisch gut ausgebildeten Lobbyisten ins Spiel und erklären den Nixcheckern (die Verallgemeinerung schließt nicht aus, dass es auch hochgebildete Politiker gibt, die sich auskennen) dann, wie sie die Sache zu verstehen haben.

Und bei der SPD störten bei einem Kanzlerkandidaten nicht einmal Gedächtnislücken, die nur durch fortgeschrittene Demenz nachvollziehbar erklärbar sind.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 23:32 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Da gebe ich dir Recht. Es dürfte weitverbreitet sein, Gesetze einfach abzunicken. Dazu ist vieles auch einfach zu komplex, als dass der einzelne Abgeordnete immer alles detailliert aufarbeiten könnte. Ein bisschen mehr "Arsch in der Hose" würde dem politischen Diskurs aber sicher gut tun und bisweilen auch einen parteiübergreifenden Konsens ermöglichen. Das ist vermutlich der Albtraum aller Lobbyisten.


Du hast im Bundestag in der Regel Spezialisten sitzen, die sich in ihre Fachgebiete eingearbeitet haben. Und die sitzen in den zuständigen Ausschüssen. Dort findet die eigentliche gesetzgeberische Arbeit statt. Für jedes in Arbeit befindliche Gesetz gibt es pro Regierungsfraktion mindestens einen sogenannten Berichterstatter oder eine Berichterstatterin. Diese Person verhandelt für die jeweilige Partei federführend und berichten an ihre Fraktionen. Zudem sitzen bei den Verhandlungen hochrangige Beamte der zuständigen Ministerien mit am Tisch. Wie stark diese Beamten Gesetze prägen, hängt auch davon ab, wie stark die MdBs inhaltlich sind. Auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen, versuchen auch unterschiedliche Lobbyisten. Das können Wirtschaftsvertreter sein, aber auch Gewerkschaftsvertreter, Vertreter von Umweltschutz- oder Verbrauchergruppen, etc. Und diese Personen haben keineswegs immer "finstere" Motive. Teilweise kommen von dort auch wichtige Hinweise darüber, dass z.B. geplante Details nicht praktikabel sind, etc.

Gerade bei komplexen Zusammenhängen verlassen sich die Fraktionen jeweils auf ihre Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker, weil die in der Materie stecken - oder zumindest stecken sollten.

Das ist ja alles richtig. Mir ging es eher um grundlegende Dinge, noch bevor es um eine detaillierte Ausarbeitung geht. Nehmen wir als Beispiel mal die Bürgerversicherung als Alternative zum dualen System der Krankenversicherung. Bei einer offenen Diskussion mit Aufhebung jeder Fraktionsdisziplin hätte es da vor einigen Jahren durchaus eine Mehrheit für einen Systemwechsel geben bisherigen können. So aber konserviert man nur den Status.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Alones, Samstag, 18.07.2026, 23:04 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Das stimmt. Und es stimmt auch, dass der Fall Spahn sehr extrem ist.
Aber ohne jetzt auf Namen oder Themen einzugehen, und das findet man sicherlich auch in jeder Partei, gibt es sicherlich Situationen, bei denen nicht nur der/die Durchschnittsdeutsche die Augen verdreht, sondern auch hochrangige Parteimitglieder. Sicherlich auch bei Personen oder Themen, die relativ fundamental sind, man dann aber doch die eigene Partei-Karriere vor Augen sieht und eben "mitsalutiert": :-)


Da gebe ich dir Recht. Es dürfte weitverbreitet sein, Gesetze einfach abzunicken. Dazu ist vieles auch einfach zu komplex, als dass der einzelne Abgeordnete immer alles detailliert aufarbeiten könnte. Ein bisschen mehr "Arsch in der Hose" würde dem politischen Diskurs aber sicher gut tun und bisweilen auch einen parteiübergreifenden Konsens ermöglichen. Das ist vermutlich der Albtraum aller Lobbyisten.

Wir könnten die Politik doch auch einfach durch eine KI ersetzen. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass a) der KI-Anteil ohnehin schon recht hoch ist, und b) würde es eine KI nicht schlechter als Scholz oder Merz machen. Früher oder später wird es sowieso darauf hinauslaufen. Hier könnte Deutschland mal ein echter Vorreiter in Sachen Digitalisierung sein.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:59 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Das stimmt. Und es stimmt auch, dass der Fall Spahn sehr extrem ist.
Aber ohne jetzt auf Namen oder Themen einzugehen, und das findet man sicherlich auch in jeder Partei, gibt es sicherlich Situationen, bei denen nicht nur der/die Durchschnittsdeutsche die Augen verdreht, sondern auch hochrangige Parteimitglieder. Sicherlich auch bei Personen oder Themen, die relativ fundamental sind, man dann aber doch die eigene Partei-Karriere vor Augen sieht und eben "mitsalutiert": :-)


Da gebe ich dir Recht. Es dürfte weitverbreitet sein, Gesetze einfach abzunicken. Dazu ist vieles auch einfach zu komplex, als dass der einzelne Abgeordnete immer alles detailliert aufarbeiten könnte. Ein bisschen mehr "Arsch in der Hose" würde dem politischen Diskurs aber sicher gut tun und bisweilen auch einen parteiübergreifenden Konsens ermöglichen. Das ist vermutlich der Albtraum aller Lobbyisten.

Ich habe die Vermutung, dass das in der Tat ein grundlegendes Problem ist mittlerweile.
Opportunismus und Ellenbogen hat es im politischen Betrieb immer gegeben. Affären und Skandale auch. Was hat Spahn davon abgehalten, wo man heutzutage auf seinem Level ohnehin immer weich fällt, sich von der Partei zu verabschieden? Einfach zu sagen "ich bin homosexuell, ich will ein Kind, ich kann das Gesetz hier inhaltlich nicht mitgehen. Ich kann sowieso einiges nicht mehr mitgehen hier"? Stattdessen stellt er sich zu einer Zeit vor die Kameras, zu der die Leihmutter schon in Umständen war, und fabuliert über das Thema konträr zu dem was er gerade akut selbst tut. Um es als Christ zu sagen, wie gottlos kann man sein? Ist er da alleine? Ich weiß es nicht. Ich glaube das nicht. Mein Eindruck ist schon, dass der heutige politische Spitzen-Betrieb solche Charaktere anzieht, wie die Motten das Licht. Wie oft kommt es vor, dass Spitzenpersonal "vergessen" hat, Wohnsitze anzugeben, sich nicht mehr "erinnern" kann, was mit der Bank XY gelaufen ist oder "versehentlich" nicht ganz richtig zitiert hat?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 23:03 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Ich habe die Vermutung, dass das in der Tat ein grundlegendes Problem ist mittlerweile.
Opportunismus und Ellenbogen hat es im politischen Betrieb immer gegeben. Affären und Skandale auch. Was hat Spahn davon abgehalten, wo man heutzutage auf seinem Level ohnehin immer weich fällt, sich von der Partei zu verabschieden? Einfach zu sagen "ich bin homosexuell, ich will ein Kind, ich kann das Gesetz hier inhaltlich nicht mitgehen. Ich kann sowieso einiges nicht mehr mitgehen hier"? Stattdessen stellt er sich zu einer Zeit vor die Kameras, zu der die Leihmutter schon in Umständen war, und fabuliert über das Thema konträr zu dem was er gerade akut selbst tut. Um es als Christ zu sagen, wie gottlos kann man sein? Ist er da alleine? Ich weiß es nicht. Ich glaube das nicht. Mein Eindruck ist schon, dass der heutige politische Spitzen-Betrieb solche Charaktere anzieht, wie die Motten das Licht. Wie oft kommt es vor, dass Spitzenpersonal "vergessen" hat, Wohnsitze anzugeben, sich nicht mehr "erinnern" kann, was mit der Bank XY gelaufen ist oder "versehentlich" nicht ganz richtig zitiert hat?

Allmählich wird mir klar, was mir bei einer großen politischen Karriere stets im Weg gestanden hat: mein gutes Gedächtnis!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 23:05 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Ich habe die Vermutung, dass das in der Tat ein grundlegendes Problem ist mittlerweile.
Opportunismus und Ellenbogen hat es im politischen Betrieb immer gegeben. Affären und Skandale auch. Was hat Spahn davon abgehalten, wo man heutzutage auf seinem Level ohnehin immer weich fällt, sich von der Partei zu verabschieden? Einfach zu sagen "ich bin homosexuell, ich will ein Kind, ich kann das Gesetz hier inhaltlich nicht mitgehen. Ich kann sowieso einiges nicht mehr mitgehen hier"? Stattdessen stellt er sich zu einer Zeit vor die Kameras, zu der die Leihmutter schon in Umständen war, und fabuliert über das Thema konträr zu dem was er gerade akut selbst tut. Um es als Christ zu sagen, wie gottlos kann man sein? Ist er da alleine? Ich weiß es nicht. Ich glaube das nicht. Mein Eindruck ist schon, dass der heutige politische Spitzen-Betrieb solche Charaktere anzieht, wie die Motten das Licht. Wie oft kommt es vor, dass Spitzenpersonal "vergessen" hat, Wohnsitze anzugeben, sich nicht mehr "erinnern" kann, was mit der Bank XY gelaufen ist oder "versehentlich" nicht ganz richtig zitiert hat?


Allmählich wird mir klar, was mir bei einer großen politischen Karriere stets im Weg gestanden hat: mein gutes Gedächtnis!

und deine Moral und Integrität vermutlich. Denn das Gedächtnis muss ja nur verloren werden, wenn es was zu verbergen gibt. ;-)

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 23:11 (vor 47 Tagen) @ FourrierTrans

Allmählich wird mir klar, was mir bei einer großen politischen Karriere stets im Weg gestanden hat: mein gutes Gedächtnis!


und deine Moral und Integrität vermutlich. Denn das Gedächtnis muss ja nur verloren werden, wenn es was zu verbergen gibt. ;-)

Gut, dass du das erwähnst. Ich war mal wieder zu bescheiden, das selbst zu schreiben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

donotrobme, Münsterland, Samstag, 18.07.2026, 20:05 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Wäre nicht das erste Mal, dass Menschen dummes Zeug gemacht haben. Ich erinnere mal an Christoph Daums freiwilligen(!) Kokain-Haartest.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

majae, Muc, Samstag, 18.07.2026, 21:54 (vor 47 Tagen) @ donotrobme

Wäre nicht das erste Mal, dass Menschen dummes Zeug gemacht haben. Ich erinnere mal an Christoph Daums freiwilligen(!) Kokain-Haartest.

Es gab vor ein paar Jahren mal ein Interview mit Daum zu dem Thema. Ihm wurde damals gesagt, dass der Test nicht ausschlagen würde, weswegen er ihm dann zugestimmt hat (seine eigene Idee war das sowieso nicht). Auch die Aussage mit „dem absolut reinen gewissen“ wurde ihm mehr oder weniger in den Mund gelegt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 22:13 (vor 47 Tagen) @ majae

Wäre nicht das erste Mal, dass Menschen dummes Zeug gemacht haben. Ich erinnere mal an Christoph Daums freiwilligen(!) Kokain-Haartest.


Es gab vor ein paar Jahren mal ein Interview mit Daum zu dem Thema. Ihm wurde damals gesagt, dass der Test nicht ausschlagen würde, weswegen er ihm dann zugestimmt hat (seine eigene Idee war das sowieso nicht). Auch die Aussage mit „dem absolut reinen gewissen“ wurde ihm mehr oder weniger in den Mund gelegt.

Wenn ich wirklich ein reines Gewissen habe, dann gebe ich den Menschen "mein Ehrenwort, ich wiederhole: mein Ehrenwort!"

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 21:59 (vor 47 Tagen) @ majae

Wäre nicht das erste Mal, dass Menschen dummes Zeug gemacht haben. Ich erinnere mal an Christoph Daums freiwilligen(!) Kokain-Haartest.


Es gab vor ein paar Jahren mal ein Interview mit Daum zu dem Thema. Ihm wurde damals gesagt, dass der Test nicht ausschlagen würde, weswegen er ihm dann zugestimmt hat (seine eigene Idee war das sowieso nicht). Auch die Aussage mit „dem absolut reinen gewissen“ wurde ihm mehr oder weniger in den Mund gelegt.

Er hatte wohl den Umfang des eigenen Kokain-Konsums unterschätzt. Wobei diese Tests vermutlich ziemlich empfindlich sind.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Schoeneschooh, CDMX, Samstag, 18.07.2026, 20:24 (vor 47 Tagen) @ donotrobme

Und beide sind ihre Position los. Also all good!

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 18:34 (vor 47 Tagen) @ markus

Er war Fraktionsvorsitzender. Und "müssen" ist sehr relativ - da gibt es dann doch schon einen gewissen Spielraum. Immerhin hat er sich mit Verweis auf seinen Glauben öffentlich gegen Leihmutterschaft ausgesprochen. Das ist schon etwas mehr als erzwungene Fraktionsdiszplin.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 18:37 (vor 47 Tagen) @ kolibri

Er war Fraktionsvorsitzender. Und "müssen" ist sehr relativ - da gibt es dann doch schon einen gewissen Spielraum. Immerhin hat er sich mit Verweis auf seinen Glauben öffentlich gegen Leihmutterschaft ausgesprochen. Das ist schon etwas mehr als erzwungene Fraktionsdiszplin.

Wann, wie, wo? Gibt es hierzu ein Video? Ich habe das gar nicht mitbekommen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 18:40 (vor 47 Tagen) @ markus

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 18:51 (vor 47 Tagen) @ kolibri

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung

Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Jop_Schlaeter, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 20:18 (vor 47 Tagen) @ markus

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.

Ich gebe dir in dem Punkt Recht, ich finde, man darf seine Meinung auch mal ändern. Warum gibt es dann aber bis dato keinen Hinweis von ihm dazu? Im Gegenteil, die CDU mit Span hat ja erst im Februar beschlossen, am Verbot der Leihmutterschaft festzuhalten. Spätestens dann hätte er ja sagen können, das er privat anderer Meinung ist, aber aus Parteiräson diesen Beschluss mitträgt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 20:51 (vor 47 Tagen) @ Jop_Schlaeter

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.


Ich gebe dir in dem Punkt Recht, ich finde, man darf seine Meinung auch mal ändern. Warum gibt es dann aber bis dato keinen Hinweis von ihm dazu? Im Gegenteil, die CDU mit Span hat ja erst im Februar beschlossen, am Verbot der Leihmutterschaft festzuhalten. Spätestens dann hätte er ja sagen können, das er privat anderer Meinung ist, aber aus Parteiräson diesen Beschluss mitträgt.

Da war das Kind aber noch nicht da und Außenstehende hätten wahrscheinlich versucht, ihn davon abzuhalten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 19:33 (vor 47 Tagen) @ markus
bearbeitet von Sascha, Samstag, 18.07.2026, 19:40

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.

Ähm, warst du es nicht, der Lunow vorgeworfen hat, seine Meinung über Watzke geändert zu haben und postuliert hat, dass man sich immer und für alle Zeiten an das halten muss, was man mal gesagt habe?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 19:46 (vor 47 Tagen) @ Sascha

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.


Ähm, warst du es nicht, der Lunow vorgeworfen hat, seine Meinung über Watzke geändert zu haben und postuliert hat, dass man sich immer und für alle Zeiten an das halten muss, was man mal gesagt habe?

Umgekehrt warst du es doch, der gemeint hat, man könne seine Meinung auch ändern.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 19:48 (vor 47 Tagen) @ markus

Habe ich Spahn hier seine alten Aussagen vorgeworfen? Ich wüsste nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 20:37 (vor 47 Tagen) @ Sascha

Habe ich Spahn hier seine alten Aussagen vorgeworfen? Ich wüsste nicht.

Aber du springt den Leuten zur Seite, die das meinen.
Analogie zu Lunow passt übrigens nicht. Der hat nicht bloß eine Meinung geändert, sondern eine Zusage nicht eingehalten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sascha, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 20:49 (vor 47 Tagen) @ markus

Habe ich Spahn hier seine alten Aussagen vorgeworfen? Ich wüsste nicht.


Aber du springt den Leuten zur Seite, die das meinen.
Analogie zu Lunow passt übrigens nicht. Der hat nicht bloß eine Meinung geändert, sondern eine Zusage nicht eingehalten.

Nein, ich halte dir deine damals geäußerte Aussage vor.

Und im Falle Spahn ging es nicht um eine Zusage, sondern um die Abschaffung, oder Beibehaltung eines Gesetzes. Ich sehe diese Analogie durchaus passend.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Sonntag, 19.07.2026, 14:03 (vor 46 Tagen) @ Sascha

Habe ich Spahn hier seine alten Aussagen vorgeworfen? Ich wüsste nicht.


Aber du springt den Leuten zur Seite, die das meinen.
Analogie zu Lunow passt übrigens nicht. Der hat nicht bloß eine Meinung geändert, sondern eine Zusage nicht eingehalten.


Nein, ich halte dir deine damals geäußerte Aussage vor.

Und im Falle Spahn ging es nicht um eine Zusage, sondern um die Abschaffung, oder Beibehaltung eines Gesetzes. Ich sehe diese Analogie durchaus passend.

Das sind zwei verschiedene Dinge. Eine politische Position oder die Haltung zu einem Gesetz kann man ändern, das ist im politischen Alltag nichts Ungewöhnliches. Lunow wurde aber nicht vorgeworfen, seine Meinung geändert zu haben, sondern eine konkrete Zusage nicht eingehalten zu haben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 19:02 (vor 47 Tagen) @ markus

Man darf definitiv seine Meinung ändern, Weiterentwicklung ist supi. Aber:

1. sollte der Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei doch genug politischen Instinkt besitzen, um die Folgen in der Öffentlichkeit zu anzizipieren. Aussagen, ob 11 Minuten oder 11 Jahre alt, sind aus diesem Internet kaum wegzukriegen. Er kann dann ja meinetwegen in einer großen rührseligen Homestory den Konflikt und seinen Meinungsumschwung erklären, was dann natürlich auch das Risiko eines Bruchs mit Fraktion und Partei beinhaltet. So steht da jetzt aber ein Politiker, dessen öffentliche Verlautbarungen und privates Handeln den Eindruck entstehen lassen, dass er sich etwas erlaubt, was er für alle anderen verboten belassen möchte. Uncool.

2. Was spricht denn eigentlich gegen eine reguläre Adoption? Leihmutterschaft ist ja schließlich nicht die einzige Option, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 19:08 (vor 47 Tagen) @ kolibri

2. Was spricht denn eigentlich gegen eine reguläre Adoption? Leihmutterschaft ist ja schließlich nicht die einzige Option, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen.

Das war auch mein erster Gedanke. Das ist aber natürlich eine grundsätzliche Frage, und ich finde Leihmutterschaften befremdlich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 19:08 (vor 47 Tagen) @ kolibri

Man darf definitiv seine Meinung ändern, Weiterentwicklung ist supi. Aber:

1. sollte der Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei doch genug politischen Instinkt besitzen, um die Folgen in der Öffentlichkeit zu anzizipieren. Aussagen, ob 11 Minuten oder 11 Jahre alt, sind aus diesem Internet kaum wegzukriegen. Er kann dann ja meinetwegen in einer großen rührseligen Homestory den Konflikt und seinen Meinungsumschwung erklären, was dann natürlich auch das Risiko eines Bruchs mit Fraktion und Partei beinhaltet. So steht da jetzt aber ein Politiker, dessen öffentliche Verlautbarungen und privates Handeln den Eindruck entstehen lassen, dass er sich etwas erlaubt, was er für alle anderen verboten belassen möchte. Uncool.

Allen anderen steht dieser Weg doch auch offen. Es ist in Deutschland verboten, in den USA aber offensichtlich erlaubt.


2. Was spricht denn eigentlich gegen eine reguläre Adoption? Leihmutterschaft ist ja schließlich nicht die einzige Option, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen.

Das weiß ich nicht. Das ist eine so private Entscheidung, da würde ich mich mich einmischen wollen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Talentförderer, Dortmund, Samstag, 18.07.2026, 19:39 (vor 47 Tagen) @ markus

Ja wenn man soviel Kleingeld wie Spahn hat kann man sich das leisten.
Passend zum CDU Tenor.
Wenn du reich bist darfst du alles. Auch Gesetze aushebeln, weil du kannst es dir ja leisten.
Wenn nicht, musst du einfach nur mehr arbeiten, dann wird das schon.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 19:13 (vor 47 Tagen) @ markus

Allen anderen steht dieser Weg doch auch offen.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es einen gewissen Kostenaufwand gibt, der mit dem Verbot hierzulande zusammenhängt, und den nicht jede:r stemmen könnte. Da kann ich dann aus privilegierter Position heraus natürlich gut auf gleiche Möglichkeiten verweisen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 19:23 (vor 47 Tagen) @ kolibri

Allen anderen steht dieser Weg doch auch offen.


Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es einen gewissen Kostenaufwand gibt, der mit dem Verbot hierzulande zusammenhängt, und den nicht jede:r stemmen könnte. Da kann ich dann aus privilegierter Position heraus natürlich gut auf gleiche Möglichkeiten verweisen.

Aber das ist doch in allen Lebenslagen so. Es kann auch nicht jeder Porsche fahren oder in einer Villa wohnen, wenn das Geld dafür fehlt. Es ist aber erlaubt und der Weg steht jedem grundsätzlich offen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 19:29 (vor 47 Tagen) @ markus

Die Analogie geht aber nur auf, wenn der Kauf des Porsche im Inland (auch) von genau demjenigen verboten wird, der sich dann den teureren Import leistet.

Aber ich glaube, dass wir beide hier nicht weiterkommen. Agree to disagree?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 18:57 (vor 47 Tagen) @ markus

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.

Viele würden es einem Politiker nicht krumm nehmen, wenn dieser seine Meinung ändert, das hätte er längst machen können, man (Wähler) würde es ihm sogar hoch anrechnen, denn wer macht das schon und das ist eben das Problem an der Sache.
Nun hat er das eben nicht gemacht, mit seiner Zustimmung zu dem Beschluss konnte das auch keiner ahnen. Das ist nun die Konsequenz daraus und dafür trägt nur er allein die Schuld.
Hier wurde auch nichts geleaked, die sind damit freiwillig an die Öffentlichkeit gegangen, weil sie sich nichts dabei dachten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 19:03 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.


Niemand würde es einem Politiker krumm nehmen, wenn dieser seine Meinung ändert, das hätte er längst machen können, man (Wähler) würde es ihm sogar hoch anrechnen, denn wer macht das schon und das ist eben das Problem an der Sache.

Aber er hat es doch zusammen mit seinem Partner öffentlich gemacht. Nur deshalb ist es doch bekannt geworden. Jetzt kann man sagen „falscher Zeitpunkt, hätte er eher machen müssen“. Aber was ist denn der richtige Zeitpunkt?

Nun hat er das eben nicht gemacht, mit seiner Zustimmung zu dem Beschluss konnte das auch keiner ahnen. Das ist nun die Konsequenz daraus und dafür trägt nur er allein die Schuld.

„Zustimmung zu dem Beschluss“. Kennt man die Abstimmungsergebnisse?

Hier wurde auch nichts geleaked, die sind damit freiwillig an die Öffentlichkeit gegangen, weil sie sich nichts dabei dachten.

Also exakt das, was du gefordert hast. Damit hat er doch ganz offen mitgeteilt, dass er privat eine ganz andere Meinung vertritt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 20:21 (vor 47 Tagen) @ markus

Also exakt das, was du gefordert hast. Damit hat er doch ganz offen mitgeteilt, dass er privat eine ganz andere Meinung vertritt.

Da du es offenbar noch nicht mitbekommen hast: ein Politiker ist nicht der Meinung seiner Fraktion/Partei, sondern dem eigenen Gewissen gegenüber verantwortlich.

Aber bei dir kann ich mir gut vorstellen, dass du da ebenso flexibel bist wie Spahn und dich im Bundestag anders äußern würdest, als du privat handelst.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 20:55 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Also exakt das, was du gefordert hast. Damit hat er doch ganz offen mitgeteilt, dass er privat eine ganz andere Meinung vertritt.


Da du es offenbar noch nicht mitbekommen hast: ein Politiker ist nicht der Meinung seiner Fraktion/Partei, sondern dem eigenen Gewissen gegenüber verantwortlich.

Aber bei dir kann ich mir gut vorstellen, dass du da ebenso flexibel bist wie Spahn und dich im Bundestag anders äußern würdest, als du privat handelst.

Weißt du, genau diese Beiträge sind der Grund dafür, warum politische Diskussionen hier im Forum nicht sinnvoll sind. Es ist gut, dass der Bereich grundsätzlich geschlossen ist. Zu schnell wird es persönlich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 19:17 (vor 47 Tagen) @ markus

https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/features/pro-contra-leihmutterschaft-respektiert-meine-zurueckhaltung


Ok. Das ist aber offenbar 11 Jahre alt. Wie aussagekräftig ist das heute noch? Da war er also 35. Darf man seine Meinung im laufe der Zeit nicht ändern? Vielleicht war es vor allem auch der Wunsch seines Partners. Mit nun 46 ist er vielleicht zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben endlich ist und man auf dem Sterbebett nicht bereuen möchte, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Auf dem natürlichen Weg ist eine Vaterschaft in der Konstellation ja ausgeschlossen. Es kann also nur über den Weg einer Adoption ablaufen.


Niemand würde es einem Politiker krumm nehmen, wenn dieser seine Meinung ändert, das hätte er längst machen können, man (Wähler) würde es ihm sogar hoch anrechnen, denn wer macht das schon und das ist eben das Problem an der Sache.


Aber er hat es doch zusammen mit seinem Partner öffentlich gemacht. Nur deshalb ist es doch bekannt geworden. Jetzt kann man sagen „falscher Zeitpunkt, hätte er eher machen müssen“. Aber was ist denn der richtige Zeitpunkt?

Jetzt, aber nicht vor dem Beschluss. Er hat alle in der CDU und darüber hinaus im Glauben gelassen, dass sich an seiner Einstellung/Meinung nichts geändert hat. Und zum Zeitpunkt des Beschlusses dürfte in Sachen Familienplanung schon einiges in die Wege geleitet worden sein, also was er zudem nicht ehrlich.

Keine Ahnung was beide da geritten hat, so mit der Tür ins Haus zu fallen, entweder sind beide zu blauäugig und haben im Freudentaumel einfach nicht nachgedacht, es war Spahn egal,...., genügend Zeit zum Nachdenken hat er jetzt, aber er wird weich fallen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 18.07.2026, 20:26 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Ich glaube eher, dass Spahn nach dem Überstehen der Skandale um seine Villa und die Masken dachte, das sei halb so wild. Bei jemandem, der solch verschobene Maßstäbe hat wie Spahn, wäre das zumindest nicht verwunderlich.

Schließlich wusste er ja, dass er das Kind nicht verheimlichen kann. Und da dürfte selbst ein Spahn der Meinung sein, dass es sinnvoller ist, das Thema von sich aus aufzumachen, als dass andere das tun.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

majae, Muc, Samstag, 18.07.2026, 21:59 (vor 47 Tagen) @ nico36de

Ich glaube eher, dass Spahn nach dem Überstehen der Skandale um seine Villa und die Masken dachte, das sei halb so wild. Bei jemandem, der solch verschobene Maßstäbe hat wie Spahn, wäre das zumindest nicht verwunderlich.

Das vermute ich auch. Zumal er ja bei Döpfner wojl recht beliebt war wegen seiner Bereitschaft mit der AfD zu koalieren. Vielleicht hat er sich mit der Bild im rücken für unbesiegbar gehalten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 19:13 (vor 47 Tagen) @ markus

Niemand würde es einem Politiker krumm nehmen, wenn dieser seine Meinung ändert, das hätte er längst machen können, man (Wähler) würde es ihm sogar hoch anrechnen, denn wer macht das schon und das ist eben das Problem an der Sache.


Aber er hat es doch zusammen mit seinem Partner öffentlich gemacht. Nur deshalb ist es doch bekannt geworden. Jetzt kann man sagen „falscher Zeitpunkt, hätte er eher machen müssen“. Aber was ist denn der richtige Zeitpunkt?

Das hatte ich dir schon an anderer Stelle geschrieben. Der richtige Zeitpunkt wäre natürlich unmittelbar nach der Entscheidung des Paares für eine Leihmutterschaft gewesen.gewesen. Das jetzt "gewählte" Vorgehen ist einfach nur typisch für Jens Spahn.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 19:43 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Niemand würde es einem Politiker krumm nehmen, wenn dieser seine Meinung ändert, das hätte er längst machen können, man (Wähler) würde es ihm sogar hoch anrechnen, denn wer macht das schon und das ist eben das Problem an der Sache.


Aber er hat es doch zusammen mit seinem Partner öffentlich gemacht. Nur deshalb ist es doch bekannt geworden. Jetzt kann man sagen „falscher Zeitpunkt, hätte er eher machen müssen“. Aber was ist denn der richtige Zeitpunkt?


Das hatte ich dir schon an anderer Stelle geschrieben. Der richtige Zeitpunkt wäre natürlich unmittelbar nach der Entscheidung des Paares für eine Leihmutterschaft gewesen.gewesen. Das jetzt "gewählte" Vorgehen ist einfach nur typisch für Jens Spahn.

Und dann wäre alles gut gewesen? Oder wäre der Druck vielleicht sogar noch größer gewesen, da man zu diesem Zeitpunkt noch versuchen könnte, ihn von dieser höchst privaten Entscheidung abzuhalten?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

kolibri, Samstag, 18.07.2026, 19:05 (vor 47 Tagen) @ markus

Ne, er hat gedacht, den Privatmann und den Politiker trennen zu können. Sonst hätte er doch mit Verkündung gleichzeitig ein politisches Statement abgeben können, das seine Meinungsänderung erklärt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:39 (vor 47 Tagen) @ markus

Er war Fraktionsvorsitzender. Und "müssen" ist sehr relativ - da gibt es dann doch schon einen gewissen Spielraum. Immerhin hat er sich mit Verweis auf seinen Glauben öffentlich gegen Leihmutterschaft ausgesprochen. Das ist schon etwas mehr als erzwungene Fraktionsdiszplin.


Wann, wie, wo? Gibt es hierzu ein Video? Ich habe das gar nicht mitbekommen.

Er hatte vor einigen Jahren ein Interview zu dem Thema gegeben. Wurde auch von einigen aktuellen Medienberichten zitiert.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 18:12 (vor 47 Tagen) @ Smeller

So ist es, dann ist er in der falschen Partei. Dann hätte er zur FDP gehen müssen…

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 17:59 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Gegen ein Gesetz hat er ja nicht verstoßen, sondern lediglich etwas getan, was seine Partei ablehnt. Bis hierhin richtig?

Aber das dürfte doch in allen möglichen Bereichen immer wieder vorkommen, dass einzelne Parteimitglieder anders leben oder persönlich eine andere Meinung vertreten, als es die Beschlüsse ihrer Partei vorgeben. Und das ist doch auch Teil der Demokratie. Man darf persönlich auch Mindermeinungen vertreten.

Diesen riesengroßen Skandal kann ich daher nicht erkennen. Beruf und Privatleben hat er getrennt.

Wo ist mein Denkfehler?

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 18:13 (vor 47 Tagen) @ markus

Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Gegen ein Gesetz hat er ja nicht verstoßen, sondern lediglich etwas getan, was seine Partei ablehnt. Bis hierhin richtig?

Er hat etwas gemacht, was in Deutschland verboten ist, aber nicht bestraft wird.
Es geht also nicht nur darum, dass die Partei das ablehnt.

Aber das dürfte doch in allen möglichen Bereichen immer wieder vorkommen, dass einzelne Parteimitglieder anders leben oder persönlich eine andere Meinung vertreten, als es die Beschlüsse ihrer Partei vorgeben. Und das ist doch auch Teil der Demokratie. Man darf persönlich auch Mindermeinungen vertreten.

Klar darf man Mindermeinungen vertreten. Spahn hat sich aber immer gegen die Legalisierung von Leihmutterschaften ausgesprochen, er hat nicht nichts gesagt oder gesagt, er würde das anders als die Partei sehen.

Diesen riesengroßen Skandal kann ich daher nicht erkennen. Beruf und Privatleben hat er getrennt.

Wann ist ein Skandal riesengroß? Er hatte aber schon mehrere Skandälchen und irgendwann ist dann Schluss.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:06 (vor 47 Tagen) @ istar

Genau: Spahn ist schon lange untragbar und hätte gar nicht erst zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden dürfen. Das muss Merz sich ankreiden lassen. Aber angesichts der sehr vielen inkompetenten Minister fällt ein inkompetenter Fraktionsvorsitzender kaum ins Gewicht…

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 19:15 (vor 47 Tagen) @ Murksknüller

Genau: Spahn ist schon lange untragbar und hätte gar nicht erst zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden dürfen. Das muss Merz sich ankreiden lassen. Aber angesichts der sehr vielen inkompetenten Minister fällt ein inkompetenter Fraktionsvorsitzender kaum ins Gewicht…

Ich glaube kaum, dass Merz überhaupt in der Lage war, das zu verhindern, auch wenn er (was ich glaube) gewollt hätte.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 19:26 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Genau: Spahn ist schon lange untragbar und hätte gar nicht erst zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden dürfen. Das muss Merz sich ankreiden lassen. Aber angesichts der sehr vielen inkompetenten Minister fällt ein inkompetenter Fraktionsvorsitzender kaum ins Gewicht…


Ich glaube kaum, dass Merz überhaupt in der Lage war, das zu verhindern, auch wenn er (was ich glaube) gewollt hätte.

Das lässt sich von außen schwer beurteilen. Gegen den Willen eines Kanzlers wird niemand Vorsitzender der Fraktion seiner Partei im Bundestag. Aber jemanden abzulehnen, kann durchaus der Beginn eines heftigen Machtkampfes werden.

Die Süddeutsche hat am 18.04.2025 einen ausführlichen Artikel zum Thema Friedrich Merz und Jens Spahn veröffentlicht, leider wohl hinter der Paywall.

https://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-spahn-merz-li.3238817

"Dazu muss man wissen: Das Verhältnis zwischen Merz und Spahn ist kompliziert, eine solche Wahl wäre auch für Merz nicht ohne Risiko. Angela Merkel band Spahn als Gesundheitsminister in die Regierungsdisziplin ein; als Fraktionschef könnte er sich mit viel eigener Hausmacht auch zu einem Gegenspieler entwickeln, wenn ihm der Kurs nicht passt. Merz hielt Spahn einst nicht für den seriösesten Politiker in Berlin. Aber Spahns Einfluss im konservativen Flügel ist nun einmal groß; er ist ein begnadeter Netzwerker. Außerdem hat Spahn in den Koalitionsgesprächen mit der SPD sein Verhandlungsgeschick bewiesen, das hat auch Merz anerkannt und geschätzt."

.....

"Über das Verhältnis zwischen Merz und Spahn sagt ein CDU-Parteistratege: „Der Jens beherrscht den Enkeltrick perfekt und hat sich das Vertrauen von Merz erschlichen.“ Deswegen wird Spahn nun vor allem für zwei Posten gehandelt: als Wirtschaftsminister – oder eben als Chef der Bundestagsfraktion.

In der CDU heißt es allerdings, einflussreiche CDU-Mitglieder hätten hinterlegt, dass sie Spahn als Fraktionschef ablehnten. Die Kritiker Spahns nennen zwei Gründe. Erstens brauche es in der Fraktion jemanden, der sich hart von der AfD abgrenze und sich nicht – wie Spahn – für eine Normalisierung ausspreche. Zumal dies schnell auch die Stabilität einer Koalition mit der SPD gefährden könnte. Und zweitens müsse jemand die Fraktion führen, der hochloyal zu Merz sei, statt sich selbst für den besseren Kanzler zu halten. Manche wünschen sich deswegen eher einen Brückenbauer wie den Merz-Vertrauten Johann Wadephul an der Spitze der Fraktion."

Interessanterweise haben sich die damaligen Befürchtungen nicht bestätigt, stattdessen ist Jens Spahn über ein Baby "gestolpert".

Stimmt - Ich vergaß

Murksknüller, Brühl/Rheinland, Samstag, 18.07.2026, 19:23 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Er ist ja gar nicht in der Lage zu regieren, sondern versucht sich nur irgendwie durchzulavieren

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:12 (vor 47 Tagen) @ markus

Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Gegen ein Gesetz hat er ja nicht verstoßen, sondern lediglich etwas getan, was seine Partei ablehnt. Bis hierhin richtig?

Aber das dürfte doch in allen möglichen Bereichen immer wieder vorkommen, dass einzelne Parteimitglieder anders leben oder persönlich eine andere Meinung vertreten, als es die Beschlüsse ihrer Partei vorgeben. Und das ist doch auch Teil der Demokratie. Man darf persönlich auch Mindermeinungen vertreten.

Diesen riesengroßen Skandal kann ich daher nicht erkennen. Beruf und Privatleben hat er getrennt.

Wo ist mein Denkfehler?

Er hat die Position der Partei sehr offensiv als seine eigene Position dargestellt. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn er ausreichend früh gesagt hätte, in diesem Punkt teile ich die Auffassung der CDU nicht.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 17:56 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Die Frage ist, wie glaubwürdig kann ein Politiker sein, der in aller Öffentlichkeit Wasser predigt, aber insgeheim Wein trinkt?

Die politische Position von Jens Spahn zur Leihmutterschaft war bekannt. Privat macht er genau das Gegenteil. Und das Kind, das so gezeugt wurde, fiel keineswegs vom Himmel. Jens Spahn und sein Mann haben sich um eine Leihmutter in den USA bemüht, schon das könnte einige Zeit gedauert haben. Dann neun Monate Schwangerschaft, und danach präsentiert man das Kind per Bild-Story und auf Instagram.

Ich habe nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden, dass Jens Spahn im Vorfeld Partei- oder Fraktionsgremien informiert hätte. Dafür hätte er lange Zeit gehabt. Er hat sie verstreichen lassen. Vermutlich war seine Entscheidung bereits gefallen, als er sich Ende Mai letzten Jahres zum Vorsitzenden der Unionsfraktion wählen ließ. Und auch jetzt hat er zwar den Kanzler und CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz persönlich ins Bild gesetzt, aber nicht seine eigene Fraktion oder wichtige Gremien der Partei. Stattdessen wählte er den Weg über einen Podcast mit Paul Ronzheimer. Da darf er sich nicht wundern, dass diejenigen, die Rücktrittsforderungen gestellt haben, nicht zuvor direkten Kontakt mit ihm aufnahmen.

Für mich ergibt sich das Bild eines Mannes, der geglaubt hat, er könne alles tun, ohne irgendwelche Konsequenzen tragen zu müssen. Vermutlich versteht er aktuell die Welt nicht mehr.

Um nicht falsch verstanden zu werden, kein Parteimitglied ist verpflichtet, alle Positionen seiner eigenen Partei ausnahmslos mitzutragen. Ausnahmen gibt es nur da, wo es um Inhalte geht, die mit dem Weltbild der eigenen Partei absolut nicht zu vereinbaren sind. Aber er darf nicht eine Position öffentlich übernehmen, um dann privat das Gegenteil zu praktizieren. Dann macht er sich nicht nur unglaubwürdig, er läuft zudem Gefahr, untragbar zu werden.

Dass die erste Rücktrittsforderung an Jens Spahn aus Mecklenburg-Vorpommern kommt, überrascht mich nicht. Die CDU steht dort massiv unter Druck. Mittlerweile ist man in den Umfragen auf unter zehn Prozent gefallen, und ein Boden ist aktuell nicht absehbar. Den Verantwortlichen dort ist sehr klar, dass das Verhalten von Jens Spahn Wasser auf die Mühlen der AfD ist. Dass sich die Werte der CDU in Berlin nach dem Verzicht von Kai Wegner auf die Spitzenkandidatur dort spürbar verbessert haben, könnte auch eine Rolle spielen.

Den Daumen über Jens Spahn gesenkt hat Friedrich Merz. Der Rücktritt seines Fraktionsvorsitzenden verschafft ihm jetzt einerseits Luft. Aber gelingt der Befreiungsschlag nicht, könnte er selbst binnen Monaten ebenfalls massiv unter Druck geraten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Sepp, Samstag, 18.07.2026, 20:04 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Es sägt an der Glaubwürdigkeit aller Politiker, jeder coloure.
Ein Barendienst von Spahn und 5% Plus für due Freunde des Ostens.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 18:03 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Jens Spahn soll innerhalb der Koalition für die SPD im Gegensatz zum Kanzler ein verlässlicher Partner gewesen sein. Jemand, die die Unionsfraktion abgenommen hat, dass er hart, aber fair verhandelt und die SPD, dass das vereinbarte auch gilt (bis auf die Wahl der Verfassungsrichterin). Es geht jetzt darum, die kommenden Reformen auch umzusetzen.

Merz hat jetzt ein Problem. Es gibt keinen natürlichen Nachfolger. Ich habe die Namen Frei oder Dobrindt gelesen, aber beide sind aktuell Minister. Es bleibt spannend.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:22 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Jens Spahn soll innerhalb der Koalition für die SPD im Gegensatz zum Kanzler ein verlässlicher Partner gewesen sein. Jemand, die die Unionsfraktion abgenommen hat, dass er hart, aber fair verhandelt und die SPD, dass das vereinbarte auch gilt (bis auf die Wahl der Verfassungsrichterin). Es geht jetzt darum, die kommenden Reformen auch umzusetzen.

Zusammen mit Matthias Miersch galt Jens Spahn als Anker der Koalition. Allerdings weiß ich, dass Friedrich Merz normalerweise ebenfalls gut mit Miersch auskommt. Das Problem bei Merz ist seine Sprunghaftigkeit. Er haut aus der Emotion heraus irgendetwas heraus, das er dann nicht mehr einfangen kann. Nach dem, was ich in den letzten Monaten gehört habe, versucht Merz durchaus, an sich zu arbeiten. Aber er kann einfach nicht heraus aus seiner Haut. Und das verunsichert auch ihn selbst. Mit seiner Art, aufzutreten ist er zudem mittlerweile auch in Teilen der eigenen Partei angeeckt, selbst bei CDU-Ministerpräsidenten. Ich hoffe, er bekommt das wieder gekittet. Aber ob er sich ausreichend ändern kann?


Merz hat jetzt ein Problem. Es gibt keinen natürlichen Nachfolger. Ich habe die Namen Frei oder Dobrindt gelesen, aber beide sind aktuell Minister. Es bleibt spannend.

Sollte auch Friedrich Merz zurücktreten, dann würde bei uns sehr wahrscheinlich zunächst politisches Chaos ausbrechen. Er war nie meine Wahl, und mittlerweile fremdeln auch Teile der CDU mit ihm. Aber er ist unsere mit Abstand beste Chance, fällt er weg, dann könnte die CDU zerbrechen. Politiker wie Herbert Reul, Karl-Josef Laumann oder Dennis Radtke warnen nicht grundlos.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 18:29 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Merz hat jetzt ein Problem. Es gibt keinen natürlichen Nachfolger. Ich habe die Namen Frei oder Dobrindt gelesen, aber beide sind aktuell Minister. Es bleibt spannend.


Sollte auch Friedrich Merz zurücktreten, dann würde bei uns sehr wahrscheinlich zunächst politisches Chaos ausbrechen. Er war nie meine Wahl, und mittlerweile fremdeln auch Teile der CDU mit ihm. Aber er ist unsere mit Abstand beste Chance, fällt er weg, dann könnte die CDU zerbrechen. Politiker wie Herbert Reul, Karl-Josef Laumann oder Dennis Radtke warnen nicht grundlos.

Ich glaube, du hast das falsch verstanden. Es gibt keinen natürlichen Nachfolger für Spahn.

Was hat Spahn denn gedacht?

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 17:48 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Dass das ganze Land sich nun für den Adoptivvater freut?

Er hat privat das im Ausland für sehr viel Geld verwirklicht, was er Paaren mit denselben Absichten in Deutschland unter Androhung des Strafrechts verwehrt hat.

Mehr Hybris, mehr Heuchlerei, mehr Doppelmoral geht nicht.

Ironie der Geschichte ist nun, dass er darüber stolpert und nicht über dubiose Maskendeals und millionenteure Hausfinanzierungen (mich interessiert immer noch, wie das alles möglich ist, millionenteure Villa in Berlin Mitte, die Leihmutterschaft kostet in den USA über 100.000$. Von seiner Abgeordnetendiät ist so ein Leben nicht möglich und sein Ehemann verdient auch keine Millionen).

Was hat Spahn denn gedacht?

Hatebreed, Samstag, 18.07.2026, 18:14 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Ironie der Geschichte ist nun, dass er darüber stolpert und nicht über dubiose Maskendeals und millionenteure Hausfinanzierungen (mich interessiert immer noch, wie das alles möglich ist, millionenteure Villa in Berlin Mitte, die Leihmutterschaft kostet in den USA über 100.000$. Von seiner Abgeordnetendiät ist so ein Leben nicht möglich und sein Ehemann verdient auch keine Millionen).

Abgesehen davon, dass sie die Villa verkauft haben, kann man mit einem geschätzten Brutto-Einkommen von 300.000-400.000€ sowas stemmen...

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Block 24

Was hat Spahn denn gedacht?

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:27 (vor 47 Tagen) @ Hatebreed

Ironie der Geschichte ist nun, dass er darüber stolpert und nicht über dubiose Maskendeals und millionenteure Hausfinanzierungen (mich interessiert immer noch, wie das alles möglich ist, millionenteure Villa in Berlin Mitte, die Leihmutterschaft kostet in den USA über 100.000$. Von seiner Abgeordnetendiät ist so ein Leben nicht möglich und sein Ehemann verdient auch keine Millionen).


Abgesehen davon, dass sie die Villa verkauft haben, kann man mit einem geschätzten Brutto-Einkommen von 300.000-400.000€ sowas stemmen...

Finanziell dürfte das kein für Jens Spahn und seinen Ehemann kein Problem sein.

Das Geld für die Immobilien allerdings war aus obskurer Quelle geliehen und wurde nach dem Verkauf wohl wieder an den Geldgeber zurückgezahlt.

Was hat Spahn denn gedacht?

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:03 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Dass das ganze Land sich nun für den Adoptivvater freut?

Er hat privat das im Ausland für sehr viel Geld verwirklicht, was er Paaren mit denselben Absichten in Deutschland unter Androhung des Strafrechts verwehrt hat.

Mehr Hybris, mehr Heuchlerei, mehr Doppelmoral geht nicht.

Ironie der Geschichte ist nun, dass er darüber stolpert und nicht über dubiose Maskendeals und millionenteure Hausfinanzierungen (mich interessiert immer noch, wie das alles möglich ist, millionenteure Villa in Berlin Mitte, die Leihmutterschaft kostet in den USA über 100.000$. Von seiner Abgeordnetendiät ist so ein Leben nicht möglich und sein Ehemann verdient auch keine Millionen).

Jens Spahn war in der Vergangenheit in so viele Skandale verwickelt wie vermutlich nach Franz-Josef Strauß kein Unionspolitiker. Trotzdem waren bisher alle Vorwürfe von im abgeperlt. Ich bin mir sicher, er hatte geglaubt, dies wäre dieses Mal genauso. Er hat völlig unterschätzt, dass er dieses Mal in einer für Teile der Partei sehr wichtigen Fragen nicht nur gegen die Parteilinie handelte, sondern zudem als jemand dastand, der diese Linie in der Vergangenheit immer offensiv auch als explizit eigene Position vertreten hatte. Dass ihn das dieses Mal seinen Posten kosten würde, hat er vermutlich im Vorfeld gar nicht in Betracht gezogen, die Empörungswelle traf ihn völlig unerwartet.

Auffällig ist für mich, dass diese Empörungswelle vor allem aus Teilen der CDU kam. Von Seiten der Grünen hat man lediglich von einzelnen Politikern etwas gehört, von Seiten der Linken ist mir nichts aufgefallen. Und der Koalitionspartner SPD hat sich eh bedeckt gehalten. Das hat verhindert, dass ein Solidarisierungsprozess einsetzte. Für Spahn hat sich niemand in die Bresche geworfen, man hat wie zum Beispiel die Junge Union oder der Wirtschaftsflügel der CDU einfach geschwiegen.

Was hat Spahn denn gedacht?

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 18:15 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Jens Spahn war in der Vergangenheit in so viele Skandale verwickelt wie vermutlich nach Franz-Josef Strauß kein Unionspolitiker. Trotzdem waren bisher alle Vorwürfe von im abgeperlt. Ich bin mir sicher, er hatte geglaubt, dies wäre dieses Mal genauso. Er hat völlig unterschätzt, dass er dieses Mal in einer für Teile der Partei sehr wichtigen Fragen nicht nur gegen die Parteilinie handelte, sondern zudem als jemand dastand, der diese Linie in der Vergangenheit immer offensiv auch als explizit eigene Position vertreten hatte. Dass ihn das dieses Mal seinen Posten kosten würde, hat er vermutlich im Vorfeld gar nicht in Betracht gezogen, die Empörungswelle traf ihn völlig unerwartet.

Das hätte man vor 20 Jahren auch noch aussitzen können. Aber angesichts der prekären Lage der demokratischen Parteien im Lande ist das einfach nicht mehr möglich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 17:48 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Unabhängig von der Person Jens Spahn finde ich das Model,sich über eine Leihmutterschaft ein Kind zu "kaufen"-und nichts anderes ist es letztendlich-sehr fraglich.

I.d.R. stellt eine Frau in wirtschaftlich prekären Verhältnissen ihren Körper gegen Geld zur Verfügung, um ein Kind auszutragen.

Welche Reaktionen, Emotionen, Gefühle löst das aus,das Kind direkt nach der Niederkunft abzugeben?

Eine Schwangerschaft birgt Risiken, was ist,wenn Komplikationen auftreten?

Und schlussendlich können sich die einen das leisten und andere nicht.

Man kann Pflegekinder aufnehmen, man kann adoptieren. Ginge auch.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Samstag, 18.07.2026, 17:44 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Auch wenn ich Jens Spahn als Politiker überhaupt nicht mag, hat mich doch seine Geschichte sehr nachdenklich gemacht, wenn nicht sogar gerührt.

Ich hatte ehrlich gesagt "Angst", dass er es einfach maskenmäßig aussitzt. Jetzt habe ich "Angst", dass er es zu einem späteren Zeitpunkt rührselig ausnutzt ubd billige Sympathiepunkte macht.

Ich versuche mir seine Situation im letzten Wahlkampf vorzustellen, als er sich ganz offen (natürlich im Sinne der Partei) gegen Leihmutterschaften ausgesprochen hat.
Zu diesem Zeitpunkt muss das Thema in seinem Privatleben bereits eine sehr große Rolle gespielt haben und trotzdem musste er als Frontmann der CDU im Wahlkampf das genaue Gegenteil von dem vertreten, was er eigentlich fühlt.

Das ist vermutlich seine Argumentation. Ich nehme sie ihm nicht ab.

Natürlich fällt hier schnell der Begriff Doppelmoral oder Scheinheiligkeit, gerade bei den politischen Gegnern, die es natürlich auch in der eigenen Partei gibt, aber ist es das wirklich ?

So schätze ich persönlich ihn ein. Ferndiagnose, da ich ihn wie 99,9% aller Politiker nicht persönlich kenne.


Ich denke, es ist in Wirklichkeit ein ziemlich grausamer Konflikt, wenn einerseits die eigene Karriere von einer Gruppenzugehörigkeit abhängt, die einen Moralcodex festschreibt, andererseits das Privatleben und private Glück, genau davon abhängt, diesen Codex abzulehnen.

Diesen Konflikt bewerte ich ebenso wie Du. Ich bezweifle aber, dass Jens Spahn ihm ausgesetzt war.

Dabei war es sicher nicht seine Idee, diese Ablehnung zum Parteiprogramm zu machen, es musste es "nur" vertreten.

Daa kann ich nicht beurteilen. Gibt aber reichlich Berichte, wonach er bereits in der Vergangenheit als auch jetzt als Fraktionschef politische Vorgaben in seiner Partei vorangetrieben hat, due nicht nur auf Gegenliebe stießen, also eher Akteur.


Sicher ist Jens Spahn nicht der Einzige, der mit diesem Konflikt leben muss. Wie ich schon schrieb, gibt es diese Konflikte überall. Für Spahn ist es allerdings besonders gravierend, da er nicht nur eine herausragende Position in der Partei inne hatte, sondern auch noch gleichzeitig sein Lebensmodell veröffentlichen musste, das von der Mehrheit in Lande grundweg abgelehnt wird.

Wird es das? Homosexualität ist doch nicht mehr wirklich ein Problem ("und das ist gut so").


Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen.

Ich habe ehrlich gesagt keine Meinung zu Leihmutterschaft (nicht mit beschäftigt). Amerikanische Gesetze hat er nicht gebrochen, deutsche wohl nur umgangen. Warum ist die Leihmutterschaft in Deutschland u.a. wegen ihm verboten, wenn sie niemandem schadet?

Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.

Sehe ich anders. Für sein Privatleben auadrücklich nicht, da soll er machen, was ihn glücklich macht. Für sein politisches Handeln habe ich aich in dieser speziellen Frage nur Verachtung für ihn übrig. So offensichtlich 'Wasser predigen und Wein trinken' nutzt nur der AfD, von der er sich mMn irgendwann zum Kanzler wählen lassen wird...trotz dann noch heftigerer angeblicher innerer Konflikte.

Aber vielleicht tue ich ihm Unrecht. Kenne ihn ja wie gesagt nicht.

SGG
Klopfer

Zurück.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 17:49 (vor 47 Tagen) @ ooohflupptnicht

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:05 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(

Das wird sich zeigen. Ich wäre nicht überrascht, wenn er zunächst einen ähnlichen Weg wie Sebastian Kurz gehen würde. Lukrativer Job im Umfeld von Peter Thiel, Wohnsitz in den USA. Und dann abwarten, wie sich die Stimmung entwickelt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 18:08 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Na sein Mandat behält er ja scheinbar. Er wird also weiter in Berlin im Dunstkreis der Macht bleiben und sein Netzwerk soll ja wirklich bemerkenswert. Vor allem auch, weil Jens Spahn Mega unbeliebt ist.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:31 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Na sein Mandat behält er ja scheinbar. Er wird also weiter in Berlin im Dunstkreis der Macht bleiben und sein Netzwerk soll ja wirklich bemerkenswert. Vor allem auch, weil Jens Spahn Mega unbeliebt ist.

Sein Mandat behält er zunächst einmal. Noch hat er keine Alternative. Aber ich halte es für recht wahrscheinlich, dass er die Zeit nutzt, um die Weichen neu zustellen und dann, wenn er alles klar gezurrt hat, sein Mandat zurückgibt.

Jetzt, wo er einfacher MdB ist, wird er von den Medien und auch von der Politik sehr kritisch beäugt werden. Und jeder, der sich enger mit ihm einlässt, muss damit rechnen, den Stempel "Mitglied von Jens Spahns Netzwerk!" aufgedrückt zu bekommen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 17:52 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(

Den will im Volke doch keiner haben, und große Teile der Partei auch - garantiert, das war nun die Gunst der Stunde, anders hätte man ihn doch nicht von der Spitze wegbekommen - den holt keiner mehr zurück

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 19:02 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(


Den will im Volke doch keiner haben, und große Teile der Partei auch - garantiert, das war nun die Gunst der Stunde, anders hätte man ihn doch nicht von der Spitze wegbekommen - den holt keiner mehr zurück

Also da habe ich was anderes gelesen, er soll wohl mit Dobrindt zusammen die Strippenzieher im Hintergrund gewesen sein. Der war seit 2002 durchgehend im Bundestag vertreten so einfach gibt man das nicht auf.
In zwei Jahren steht der wieder an vorderster Front, es sei denn von irgendwo bekommt er einen
schönen Posten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 19:11 (vor 47 Tagen) @ Garum

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(


Den will im Volke doch keiner haben, und große Teile der Partei auch - garantiert, das war nun die Gunst der Stunde, anders hätte man ihn doch nicht von der Spitze wegbekommen - den holt keiner mehr zurück


Also da habe ich was anderes gelesen, er soll wohl mit Dobrindt zusammen die Strippenzieher im Hintergrund gewesen sein. Der war seit 2002 durchgehend im Bundestag vertreten so einfach gibt man das nicht auf.
In zwei Jahren steht der wieder an vorderster Front, es sei denn von irgendwo bekommt er einen
schönen Posten.

Sobald sich die Mehrheiten im Bundestag ändern, muss Jens Spahn mit einem Masken-Untersuchungsausschuss rechnen. Und der dürfte für ihn deutlich unangenehmer werden als der Maut-Untersuchungsausschuss für Andreas Scheuer.

Meiner Meinung ist schon das ein guter Grund, um zunächst einmal von der Bühne zu verschwinden.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 19:17 (vor 47 Tagen) @ Ulrich

Sobald sich die Mehrheiten im Bundestag ändern, muss Jens Spahn mit einem Masken-Untersuchungsausschuss rechnen. Und der dürfte für ihn deutlich unangenehmer werden als der Maut-Untersuchungsausschuss für Andreas Scheuer.

Immerhin war der Andi einer der wenigen, die Jens Spahn heute zur Seite gesprungen ist. Ein Freund, ein guter Freund.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 18:01 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(


Den will im Volke doch keiner haben, und große Teile der Partei auch - garantiert, das war nun die Gunst der Stunde, anders hätte man ihn doch nicht von der Spitze wegbekommen - den holt keiner mehr zurück

Das dachte ich bei Karl-Theodor zu Guttenberg auch. Bis ausgerechnet die emotionsfreie Katharina Reiche eine Leidenschaft für ihn entdeckte. Bald sitzt der auch wieder an irgendeinem Hebel, fürchte ich.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 18:03 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(


Den will im Volke doch keiner haben, und große Teile der Partei auch - garantiert, das war nun die Gunst der Stunde, anders hätte man ihn doch nicht von der Spitze wegbekommen - den holt keiner mehr zurück


Das dachte ich bei Karl-Theodor zu Guttenberg auch. Bis ausgerechnet die emotionsfreie Katharina Reiche eine Leidenschaft für ihn entdeckte. Bald sitzt der auch wieder an irgendeinem Hebel, fürchte ich.

Sie mag auch keine-r, er ist momentan weit weg von der 1. Reihe, aber anders als Spahn war er sogar mal richtig beliebt, da gäbe es eher die Möglichkeit einer Rückkehr

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:07 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Jens Spahn ist erst 46 Jahre alt. Der er wartet etwas ab bis der Rauch sich verzogen hat und dann sehen wir den wieder :(


Den will im Volke doch keiner haben, und große Teile der Partei auch - garantiert, das war nun die Gunst der Stunde, anders hätte man ihn doch nicht von der Spitze wegbekommen - den holt keiner mehr zurück


Das dachte ich bei Karl-Theodor zu Guttenberg auch. Bis ausgerechnet die emotionsfreie Katharina Reiche eine Leidenschaft für ihn entdeckte. Bald sitzt der auch wieder an irgendeinem Hebel, fürchte ich.


Sie mag auch keine-r, er ist momentan weit weg von der 1. Reihe, aber anders als Spahn war er sogar mal richtig beliebt, da gäbe es eher die Möglichkeit einer Rückkehr

Bei zu Guttenberg ist noch immer viel Fassade mit wenig dahinter. Würde er erneut politisch aktiv, würden seine Briefkastenfirmen, sein aufgeblasener Lebenslauf und ähnliches wieder für die Medien interessant. Aber das ist ein anderes Thema.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Eisen, DO, Samstag, 18.07.2026, 18:04 (vor 47 Tagen) @ Gargamel09

Spahn weiß, dass er nicht beleibt ist, aber er ist schlau und machtbesessen. Der kommt wieder, 100%.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 18:17 (vor 47 Tagen) @ Eisen

Spahn weiß, dass er nicht beleibt ist, aber er ist schlau und machtbesessen. Der kommt wieder, 100%.

Aber ein bissel abnehmen könnte er schon.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Habakuk, OWL, Samstag, 18.07.2026, 17:41 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Danke erstmal für die tolle Einleitung zu dem Thema.

Ich sehe Jens Spahn ebenfalls sehr kritisch und glaube, dass er als Fraktionsvorsitzender der größten Regierungspartei einen nicht unwesentlichen Faktor für den Sand im politischen Getriebe darstellt. Um ehrlich zu sein, bin ich froh dass er aus dieser bedeutenden Position weg ist. Natürlich weiß man nicht, wer kommt, aber die Union sollte die Möglichkeit nutzen, an dieser Stelle eine Person zu installieren, der man grundsätzlich mehr Vertrauen entgegenbringen kann. Das täte der Regierung und der allgemeinen Stimmung im Land sicher gut.

Zum Thema Leihmutterschaft habe ich eine klare Meinung: Nicht alles, was heute biologisch* möglich ist, sollte auch gemacht werden. (*Ich schreibe bewusst nicht "medizinisch", weil sich Medizin mit der Vorbeugung und Behandlung von Krankheite beschäftigt, was hier ja nicht vorliegt.) Aus der Sicht der Leihmutter halte ich das Verfahren für sehr problematisch. Sie setzt sich dem gesundheitlichen Risiko der Schwangerschaft aus, und dieses ist nicht nur körperlich zu sehen. Dazu kommen womöglich auch psychische Beeinträchtigungen des Kindes im späteren Leben.

Natürlich ist es tragisch, dass seine privaten Wünsche sich als unvereinbar mit seiner beruflichen Karriere erwiesen haben. Aber das trifft auch für unzählige andere Menschen zu, die in exponierter Position stehen und sich in der Gesellschaft nicht alles erlauben können, was sie vielleicht gerne möchten. Und noch mehr Menschen können sich ihre persönlichen Wünsche nicht erfüllen, weil die berufliche Situation ihnen gar nicht die finanziellen Mittel zur Erfüllung der Wünsche ermöglicht.

Am meisten wundert mich jedoch, dass Jens Spahn sich darüber wundert, dass seine Geschichte zu so viel Aufmerksamkeit und Kritik führt. Und an dieser Stelle frage ich mich, wie abgehoben man sein muss, um so etwas nicht zu erkennen. Das bestätigt dann allerdings das ungute Bild, das ich in der Vergangenheit von ihm bekommen habe. Bei vielen anderen hätte ich vielleicht etwas mehr Empathie empfinden können, aber bei Jens Spahn fällt mir das schwer. So bleibt wohl nur die Erkenntnis, dass dort, wo gehobelt wird, ab und zu auch mal ein Spahn fällt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Sonntag, 19.07.2026, 17:05 (vor 46 Tagen) @ Habakuk

. So bleibt wohl nur die Erkenntnis, dass dort, wo gehobelt wird, ab und zu auch mal ein Spahn fällt.

Wahrscheinlich haben wir dem Jens jetzt eine Kabinettsumbesetzung zuverdanken.
Bin ja mal gespannt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Aufholjagd 10-06-1995, Samstag, 18.07.2026, 17:58 (vor 47 Tagen) @ Habakuk

Jens Spahn ist für mich als Politiker und Mensch seit langem untragbar. Der 46-Jährige verteidigte ursprünglich die automatische Erhöhung der Politikergehälter (Diäten) und begründete dies damit, dass gute Arbeit angemessen entlöhnt werden sollte.
Diese Begründung ist unqualifizierter Schwachsinn. Und für diesen Schwachsinn wird Spahn vom Steuerzahler bezahlt. Leider leiden viele Politiker und Beamte an Realitäts- und Logikverlust. Das ist sehr gefährlich - die dumme AfD freuts und die DDR-Hymne wird angestimmt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus, Samstag, 18.07.2026, 18:09 (vor 47 Tagen) @ Aufholjagd 10-06-1995

Jens Spahn ist für mich als Politiker und Mensch seit langem untragbar. Der 46-Jährige verteidigte ursprünglich die automatische Erhöhung der Politikergehälter (Diäten) und begründete dies damit, dass gute Arbeit angemessen entlöhnt werden sollte.
Diese Begründung ist unqualifizierter Schwachsinn. Und für diesen Schwachsinn wird Spahn vom Steuerzahler bezahlt. Leider leiden viele Politiker und Beamte an Realitäts- und Logikverlust. Das ist sehr gefährlich - die dumme AfD freuts und die DDR-Hymne wird angestimmt.

Eine automatische, an die Lohnentwicklung gekoppelte Erhöhung ist doch das einfachste und sinnvollste Instrument, wenn man sicherstellen will, dass das Niveau weder steigt noch sinkt.

Ist das Gehaltsniveau von Politikern zu hoch, wäre es sinnvoll, die Erhöhungen so lange auszusetzen, bis es wieder passt, und anschließend zum Automatismus zurückzukehren.

Es gab und gibt aber auch immer wieder Stimmen, die sagen, dass Politiker im Vergleich zu den Verdienstmöglichkeiten in der Wirtschaft deutlich zu wenig verdienen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

jniklast, Langenhagen, Samstag, 18.07.2026, 19:39 (vor 47 Tagen) @ markus

Ich würde es ja sogar begrüßen, wenn sie sich ihre Diäten verdoppeln und dafür jegliche Nebeneinnahmen verboten werden. Ich möchte, dass unsere Politiker einzig vom Volk bezahlt werden und entsprechend auch niemandem sonst einen Gefallen tun müssen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Aufholjagd 10-06-1995, Samstag, 18.07.2026, 20:13 (vor 47 Tagen) @ jniklast

Ich würde es ja sogar begrüßen, wenn sie sich ihre Diäten verdoppeln und dafür jegliche Nebeneinnahmen verboten werden. Ich möchte, dass unsere Politiker einzig vom Volk bezahlt werden und entsprechend auch niemandem sonst einen Gefallen tun müssen.
Das ist sehr gefährlich, was du schreibst: Die Politiker und höheren Beamten verdienen bereits jetzt viel zu viel. Die aktuelle Trockenheit könnte bereits die Ernte in diesem Jahr verringern und die Lebensmittelpreise erhöhen. Meteorologen sagen, dass die Trockenheit in den kommenden Jahren anhalten und sogar zunehmen wird. Das heisst, noch weniger Lebensmittel. Gleichzeitig sind wir in jedem Monat mehr Menschen auf unserem kleinen Planeten Erde.
Die Lebensmittel werden teurer. Besonders die einkommensschwache Bevölkerungsschicht wird das massiv zu spüren bekommen. Die armen Menschen brauchen in Zukunft mehr Unterstützung. Nicht die reichen und privilegierten. Woher willst du das viele Geld für die Politiker nehmen? Das wächst ja leider nicht an den Bäumen. Zumal die Bäume Wasser brauchen, von dem wir aktuell viel zu wenig haben.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

istar, Samstag, 18.07.2026, 18:04 (vor 47 Tagen) @ Aufholjagd 10-06-1995

Jens Spahn ist für mich als Politiker und Mensch seit langem untragbar. Der 46-Jährige verteidigte ursprünglich die automatische Erhöhung der Politikergehälter (Diäten) und begründete dies damit, dass gute Arbeit angemessen entlöhnt werden sollte.
Diese Begründung ist unqualifizierter Schwachsinn. Und für diesen Schwachsinn wird Spahn vom Steuerzahler bezahlt. Leider leiden viele Politiker und Beamte an Realitäts- und Logikverlust. Das ist sehr gefährlich - die dumme AfD freuts und die DDR-Hymne wird angestimmt.

Die Diäten werden aber automatisch erhöht, in diesem Jahr im Bund ausgesetzt,wenn ich mich nicht irre.
Und ich persönlich finde eine automatische Anpassung besser, als jedes Jahr erneute Debatten um ein paar Prozente.
Aber das hat mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun,deshalb müssen wir das ja nicht weiterverfolgen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Ulrich, Samstag, 18.07.2026, 18:10 (vor 47 Tagen) @ istar

Jens Spahn ist für mich als Politiker und Mensch seit langem untragbar. Der 46-Jährige verteidigte ursprünglich die automatische Erhöhung der Politikergehälter (Diäten) und begründete dies damit, dass gute Arbeit angemessen entlöhnt werden sollte.
Diese Begründung ist unqualifizierter Schwachsinn. Und für diesen Schwachsinn wird Spahn vom Steuerzahler bezahlt. Leider leiden viele Politiker und Beamte an Realitäts- und Logikverlust. Das ist sehr gefährlich - die dumme AfD freuts und die DDR-Hymne wird angestimmt.


Die Diäten werden aber automatisch erhöht, in diesem Jahr im Bund ausgesetzt,wenn ich mich nicht irre.
Und ich persönlich finde eine automatische Anpassung besser, als jedes Jahr erneute Debatten um ein paar Prozente.
Aber das hat mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun,deshalb müssen wir das ja nicht weiterverfolgen.

Trotzdem kurz ein Hinweis nur Einordnung, nicht zur Diskussion.

Bisher waren die Bezüge der Bundestagsabgeordneten an die Besoldung der Richter an den obersten Bundesgerichten gekoppelt. Hintergrund war, dass die Bundestagsabgeordneten nicht selbst regelmäßig über den Punkt entscheiden wollten/sollten.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Thor, Köln, Samstag, 18.07.2026, 17:30 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Ehrlichkeit, Integrität, Glaubwürdigkeit – bei Spahn schlicht ausverkauft, aber sein Gewissen hat er sich wenigstens vergolden lassen: Verbote für alle anderen predigen, sie selbst großzügig umschiffen, sobald das Konto es hergibt.
Und während die Maskenrechnung des Bundes geschwärzt bleibt, bleibt eins ungeschwärzt: der Preis, den andere für seine Prinzipientreue zahlen – nur er selbst ist offenbar nicht dazu bereit.
Mit Art 38 GG ist Spahn, wie alle anderen Abgeordneten auch, ist Spahn Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur seinem Gewissen verpflichtet. Womit der Kreis sich schließt, Ehrlichkeit, Integrität, Glaubwürdigkeit. Fehlanzeige.

das wird auf die nächsten Wahlen bezogen der nächste "Laschet-Moment"

Floatdownstream, Lünen, Samstag, 18.07.2026, 17:35 (vor 47 Tagen) @ Thor

natürlich mit einem komplett ernsteren Gesamt-Zusammenhang.
Da seine Lebenseinstellung so diametral der seiner Partei entgegensteht (was er offensichtlich ohne selbst überzeugt zu sein, öffentlich - und in Abstimmungen!! vertreten hat), sollte man ihm den Partei-Austritt nahelegen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 18.07.2026, 17:28 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Ein offizieler Politik-Thread war lange nicht angebracht, da die FIFA-WM allein schon genug politische Brisanz mitbrachte. Am Ende dieses Spektakles hat uns dann doch wieder der politische Alltag eingeholt.

Nun finde ich, dass es hier ein ganz spezielles Thema gibt. Über die Parteigrenzen hinweg hat sich hier ein Problem gezeigt, dass ganz sicher in vielen Parteien, Verbänden Vereinen, Firmen und sogar Familien - meistens jedoch unterdrückt - existiert.

Auch wenn ich Jens Spahn als Politiker überhaupt nicht mag, hat mich doch seine Geschichte sehr nachdenklich gemacht, wenn nicht sogar gerührt.
Ich versuche mir seine Situation im letzten Wahlkampf vorzustellen, als er sich ganz offen (natürlich im Sinne der Partei) gegen Leihmutterschaften ausgesprochen hat.
Zu diesem Zeitpunkt muss das Thema in seinem Privatleben bereits eine sehr große Rolle gespielt haben und trotzdem musste er als Frontmann der CDU im Wahlkampf das genaue Gegenteil von dem vertreten, was er eigentlich fühlt.

Natürlich fällt hier schnell der Begriff Doppelmoral oder Scheinheiligkeit, gerade bei den politischen Gegnern, die es natürlich auch in der eigenen Partei gibt, aber ist es das wirklich ?

Ich denke, es ist in Wirklichkeit ein ziemlich grausamer Konflikt, wenn einerseits die eigene Karriere von einer Gruppenzugehörigkeit abhängt, die einen Moralcodex festschreibt, andererseits das Privatleben und private Glück, genau davon abhängt, diesen Codex abzulehnen.
Dabei war es sicher nicht seine Idee, diese Ablehnung zum Parteiprogramm zu machen, es musste es "nur" vertreten.

Sicher ist Jens Spahn nicht der Einzige, der mit diesem Konflikt leben muss. Wie ich schon schrieb, gibt es diese Konflikte überall. Für Spahn ist es allerdings besonders gravierend, da er nicht nur eine herausragende Position in der Partei inne hatte, sondern auch noch gleichzeitig sein Lebensmodell veröffentlichen musste, das von der Mehrheit in Lande grundweg abgelehnt wird.

Dabei hat er ja mit den Handlungen seinem Privatleben niemandem geschadet und gegen keine Gesetze verstoßen. Aus liberaler Sicht steht niemandem eine moralische Verurteilung seines Handelens zu.

SGG
Klopfer

Bei Jens Spahn hält sich mein Mitleid in Grenzen der hätte schon viel früher zurück treten müssen.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 17:35 (vor 47 Tagen) @ Garum

Bei Jens Spahn hält sich mein Mitleid in Grenzen der hätte schon viel früher zurück treten müssen.

also bei den Interviews, die heute + gestern im TV gezeigt wurden, wo Leute auf der Straße gefragt wurden, da gab es keine einzige Stimme - zumindest was ich gesehen habe, die pro Spahn gesprochen hat. Dass ausgerechnet er über sowas stolpert, ist auf der einen Seite verwunderlich, auf der anderen Seite auch nicht.

Vor kurzem wurde noch gemutmaßt, dass Spahn auf Merz mal folgen könnte - Merz ist schon unbeliebt, aber bei Spahn würde das nach unten gar keine Grenzen kennen. Da merkt man auch, dass Spitzenpolitiker/die Spitzenpolitik tlw. in einer anderen Welt leben, wenn die nicht merken, wie etwas im Volke ankommt bzw. wer wie beim Volke ankommt.

Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert

markus93, Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 17:14 (vor 47 Tagen) @ Klopfer

Wenn er da in einem Gewissenskonflikt steht sollte er darüber nachdenken ob er wirklich die richtige Partei vertritt. Wer sich als Spitzenpolitiker so offen gegen Leihmutterschaft ausspricht und dies dann im Hintergrund selbst ausführt dem muss man einfach Doppelmoral vorwerfen. Ob es nun seine eigenen Ansichten sind oder eben nicht er vertritt diese und ist damit ein Teil dieser Ansicht.

Prognose: es wird ein seeehr langer Thread

Floatdownstream, Lünen, Samstag, 18.07.2026, 17:08 (vor 47 Tagen) @ Klopfer
bearbeitet von Floatdownstream, Samstag, 18.07.2026, 17:12

Ich kann dir leider nicht folgen, gucke jetzt aber erst mal RWO.