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Nachhaltigkeit (Spieltage)

Pfostentreffer, Donnerstag, 30.07.2026, 18:10 (vor 4 Stunden, 13 Minuten) @ CHS

Nein, gibt es nicht. Er wird einem verkauft, ist aber leider keiner.


Aha! Und wenn man diese Reise machen muss? Komischerweise gibt es für den CO2-Ausstoss und den Ausgleich genug Webseiten zu dem Thema:

https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/energie-sparen-und-ressourcen-schonen/kompensation-und-co2-ausgleich-so-geht-es-richtig

Vielleicht solltest Du auch lesen, was Du verlinkst:

Mittlerweile gibt es sehr viele Anbieter für CO2-Kompensation und leider auch eine sehr große Spannweite bei der Qualität. Es sind relativ viele Schrott-Zertifikate auf dem Markt, die keine tatsächliche Klimawirkung belegen können und somit reines Greenwashing betreiben. Das liegt vor allem daran, dass der Markt der freiwilligen CO2-Kompensation völlig unreguliert ist.

Das gilt übrigens nicht für "sehr viele", sondern fast alle. Immerhin hat der WWF noch eine Lösung parat: Kauft mit unserem Label, dann wird alles gut.

Nur weil Leute einem CO2 Kompensation verkaufen wollen, klappt sie leider noch nicht.

Hier der Auszug aus Wikipedia, der es wie so oft gut zusammenfasst:

Die Wirksamkeit der Kompensation hängt aber von der zutreffenden Bilanzierung, Zusätzlichkeit und Dauerhaftigkeit der Emissionseinsparungen aus den Klimaschutzprojekten ab. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass für die meisten Kompensationsprojekte deutlich mehr CO2-Gutschriften ausgegeben werden als sie tatsächlich an Emissionsminderungen bewirken.[2][3][4] Viele Umwelt- und Verbraucherschutzverbände lehnen Klimakompensation ab.[5][6][7][8][9] Einerseits bestehe die Gefahr eines Ablasshandels: Unternehmen müssten ihre Emissionen nicht senken, um sich klimaneutral zu nennen. Es reiche, dass sie Kompensationsgutschriften kaufen, ohne Geschäftspraktiken zu ändern. Andererseits würde Kompensation genutzt, um klimaintensive Produkte wie Öl oder Rindfleisch „grün zu waschen“.[10]


Nein, Kompensation ist meistens Ablenkung, Greenwashing, zusätzliche Geschäftemacherei und häufig Beschiss. Jetzt Bäume zu pflanzen, die in 30 Jahren dann vielleicht mal vollständig CO2 aufnehmen (wahrscheinlich aber auch dann nicht mehr) ist eindeutig keine Kompensation für den jetzigen Ausstoss, auch wenn die Verkäufer es so nennen. ,

Auch nicht, wenn sie "zusätzlich" erfolgen, wie uns der WWF hier weissmachen möchte. Und häufig stecken die sich das Geld schlicht in die Tasche ohne die Bäume zu pflanzen, was ich dem WWF hier nicht unterstellen möchte, Fluglinien aber bspw. sofort, darüber gibt es bereits viele Untersuchungen.


https://www.atmosfair.de/de/

Auch der Nachhaltigkeitsbereicht des BVB ändert nichts daran, dass wir den Punkt bereits überschritten haben.


Keine Widerrede, aber was ist deine Alternative? Wandern zu den Auswärtsspielen? Nach Portugal und Italien wird das bestimmt kein Problem sein.

Nicht zu fliegen. Ganz besonders nicht um die halbe Welt, nur für eine Marketingreise mit 2 Testspielen.

Aber das ist natürlich ein Punkt, an dem Du recht hast: Die komplette Wirtschaft ist eine fossile Wirtschaft und entsprechend ausgelegt, so auch der Profisport. Wenn der BVB jetzt sagen würde, er fliegt nicht mehr, bekommt er natürlich Probleme mit der Uefa.

Umso wichtiger, dass man in den Bereichen, in dem für Klimaschutz nicht bestraft wird, konsequent ist und nicht zum Auswärtsspiel nach Stuttgart fliegt. Aber wie gesagt, um den BVB ging es mir nie, den hast Du in die Diskussion eingebracht.

Er hat das gleiche Problem wie wir alle: Es ist ein kurzfristiger Wettbewerbsnachteil. Entsprechend ist hier DFB / UEFA / FIFA gefragt. Aber denen ist Klima- und damit Menschenschutz komplett egal, es geht schliesslich darum, mehr Geld zu verdienen. Also mehr Spiele, mehr Flugreisen, in immer kürzeren Abständen. Ein klarer Zielkonflikt.


Kleiner Fun Fact dazu, der BVB hat übrigens keine CO2-Probleme gemacht, das war die DFL, die

bezahlt den Flug. ;-)

Trotzdem ist es ja der BVB der fliegt. Und wie jetzt ungefähr 5 X gesagt: In der Diskussion ging es nicht um den BVB, Du musst ihn nicht weiter verteidigen.

Wie gesagt, es gibt überhaupt keinen Grund, dass auf die perönliche Ebene zu bringen, persönliche Angriffe führen leider auch nicht zu mehr Nachhaltigkeit. Du musst Dich nicht verletzt fühlen, ich habe nicht den BVB angegriffen, sondern nur darauf hingewiesen, dass CO2 Ausstoss und wirtschaftliche Entwicklung leider noch nicht entkoppelt sind und der Profisport in Sachen Nachhaltigkeit alles andere als vorbildlich ist. Solche ultraoffensichtlichen Fakten sollten doch noch möglich sein zu benennen.


Wo wurde ich persönlich?

"Aber deren Arbeit sorgt ja für die eigene Bequemlichkeit." ist schon eine sehr persönliche Unterstellung in dem Kontect. Und auch falsch. Wàhrend der wahre Grund naütrlich ist, dass es hier um Fussballvereine ging, nicht um anderen Unternehmen oder Bauernhöfe.

Du kritisiert den Fußball bzw. dem BVB für die Reise, aber wo ist deine Kritik z.B. an die Chemiefabriken, die noch sehr viel mehr CO2 erstellen? Was ist mit (*grins*) Bauernhöfe? Keine Kritik an deren Ausstoß? Einfach nur ignoriert oder es nicht erwähnt, weil es ja für den persönlichen Gebrauch wichtig sein kann? Hast du dazu eine Lösung?

Ich habe es nicht erwähnt, weil es um Nachhaltigkeit bei Fussballvereinen / im Profisport ging. Ich habe noch nicht gesehen, dass Shell oder die örtliche Molkerei mitspielen, deswegen habe ich sie nicht erwähnt. Den Papst und Kindergärten übrigens auch nicht. Das Potenzial für Whataboutism ist also noch unbegrenzt ich bin ehrlich gesagt nur überrascht, dass er von Dir kommt.


Manche CO2-Ausstöße sind halt nicht zu vermeiden.

Das ist sicher zu diskutieren. Wir stossen erst seit 200 Jahren CO2 aus, davor haben wir ewig ohne den Ausstoss von CO2 gelebt.

Trotzdem könnte man das so sehen bei Feuerwehr, Polizei, Notarzt etc. Aber selbst für die stimmt das nicht mehr, die könnten ja längst elektrisch fahren mit PV auf dem Dach. Wenn wir das denn wollten.

Was ganz sicher nicht dazu gehört, sind beispielweise Flüge um die halbe Welt für 2 Testspiele mit einer U23 Auswahl zwecks Marketing. Das ist aus Klimasicht eindeutig nicht notwendig, nicht für den BVB, nicht für Tottenham, nicht für den TSV Castrop Rauxel, sondern ganz klar vermeidbar.

Der BVB und Tottenham halten das natürlich für notwendig - um Geld zu verdienen. Aber tatsächlich notwendig ist es natürlich in keinster Weise.

Und generell ist CO2 Ausstoss, damit Millionäre noch mehr Geld verdienen, eindeutig nicht notwendig im Klimasinne.

Wenn man sie vermeiden kann, dann sollte man auch da was machen. Nichts anderes habe ich geschrieben und diese beim BVB aufgezeigt. Wenn das für die schon Verteidigung ist, kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

Erstmal habe ich Deine Hilfe nicht angefordert, sondern Du auf meinen Beitrag geantwortet, entsprechend unnötig und absurd ist der Hinweis, dass Du mir nicht weiterhelfen kannst.

Und genau das ist ja der Punkt: Du verteidigst den BVB, obwohl ich ihn nicht mal erwähnt hatte, schon gar nicht attackiert. Entsprechend strange und unbeholfen kommt die Verteidigung rüber.


Gruss

CHS


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