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Roy ist bei Dir (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 14.09.2026, 11:12 (vor 3 Stunden, 59 Minuten) @ Frank1299

Ehrlich Will, Roy Black? Dann auf jeden Fall lieber Kovac-Ball :)

P.S. Ich weiß doch ebenfalls, wie gut dir der Ansatz von Kovac gefällt ;)


Ist halt alles Geschmackssache. Mein Alter Herr pflegte (im heutigen Verständnis völlig politisch unkorrekt) immer zu sagen: „Der eine liebt ´ ne Dicke, der andere ´ne Dünne“.

Dabei geht es überhaupt nicht um ‚gefallen‘. Ich habe lediglich schon vor der tatsächlichen Verpflichtung von Kovač gesagt, dass er einer verunsicherten und im Strudeln begriffenen Mannschaft die notwendige nicht nur defensive Stabilität geben wird. Und dann, dass er auf diese Stabilität aufbauend die Mannschaft sukzessive weiterentwickeln wird, wenn die Clubführung ihn lässt.

Die Spieler meutern nicht, da gibt es wohl keine charakterlich nicht ganz einwandfreien Typen. Entsprechend geht es voran. Langsam, mit Bedacht, nie den Stabilitätsgedanken aufgebend. Das hilft der Mannschaft, das hilft dem Club.


Ein nachvollziehbares und gutes Argument, nur in manchen Spielen, finde ich, übertreibt es Kovac eben mit der Stabilität. Zum Beispiel in so einem Spiel wie gestern. Wenn nicht gegen Paderborn, gegen wenn dann willst du deine Stabilität ein Stück weit zu Gunsten einer offensiven, dominanteren Variante aufgeben? Da hätte ich erwarten, dass man das "Weiterentwickeln" - zumindest den Versuch dazu - ein Stück weit sieht.

Es ist gerade einmal der dritte Spieltag der neuen Saison gewesen. Zwei neue Offensivbausteine fehlten; der eine davon wird in dieser Saison leider kaum mehr eine Rolle spielen können, der kurzfristig verpflichtete Ersatz wird auch noch etwas Zeit benötigen bis er seine Stärken für das Team gewinnbringend ausspielen kann.

Nichtsdestoweniger hätte auch ich mir gewünscht, dass die Mannschaft gerade in der ersten Hälfte mehr aus ihren Ballbesitzphasen gemacht hätte. Man ist aber nicht ins Risiko gegangen, auch weil der Gegner ein intensives und gut gestaffeltes Pressing aufgezogen hat. Sicherlich fehlt Paderborn vorne (und das heißt nicht nur in der Box) die Durchschlagskraft. Aber der BVB hat letztlich das Pressing des Gegners auch ins Leere laufen lassen.

Man hat das Pressing nicht umspielt, das mag man kritisieren. Das sollte eine Spitzenmannschaft können. Dafür hat man eigene Balleroberungen / Ballverluste des Gegners für Konter / schnelles Umschalten genutzt. Das ist Underdogstyle, ja. Aber legitim, nicht nur weil es die Führung gebracht hat.

Je mehr die Kräfte der Spieler des Gegners in der zweiten Halbzeit schwanden, desto überlegener konnte der BVB das Spiel gestalten. In der Folge fielen dann auch noch zwei Tore. Man hat den Gegner nicht müde gespielt, man hat ihn sich müde spielen lassen. Ein Ansatz, der weder dominant, noch spektakulär ist. Aber vielleicht gar nicht so unklug, wenn die Situation halt so ist wie sie eben ist (s.o.).

Paderborn hat mit seinem Pressingansatz agiert. Es werden aber auch nicht wenige Gegner kommen, deren Ansatz ausschließlich reaktiv (‚Busparken‘) sein wird. Dann wird sich zeigen, wie das aktive Moment in unserem Spiel ausschauen wird.


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