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Kircher über VAR-Modifizierung: „Schiris fühlen sich wohler“ (Fußball und Sport allgemein)

DomJay, Köln, Freitag, 09.10.2026, 11:29 (vor 9 Stunden, 43 Minuten) @ Sascha

Das ist ja eigentlich ziemlich lustig, dass sich selbst die Schiedsrichter wohler fühlen, je weniger der VAR zum Einsatz kommt. Dabei war doch eigentlich ein Antrieb der Einführung des VAR, dass er den Schiedsrichtern Sicherheit geben und eine Hilfe sein sollte. Augenscheinlich war der Ansatz aber eher in der Theorie erfolgsversprechend und Schiedsrichter wollen doch lieber Freiräume und nicht dauerhaft unter dem Mikroskop des Frankfurter Kellers agieren.


Es dauert manchmal halt eine Weile, bis sich neu eingeführte Mechanismen oder Technologien etabliert haben und die richtige Balance gefunden wurde. Hätte schneller gehen können, aber gut.

Überhaupt ein erstaunlicher Paradigmenwechsel. In den letzten Jahren hat die Leitung der Schiedsrichter permanent vorgebetet, dass der Fußball ja viel gerechter geworden sei und das mit Zahlenmaterial korrigierter Fehlentscheidungen argumentiert. Und jetzt gestehen selbst die Schiedsrichter ein, dass Fehlentscheidungen eigentlich zum Fußball gehören und man eben mit einer gewissen Fehlerquote bei den Entscheidungen leben muss. Mehr noch, die Schiedsrichter als Regelhüter wollen selber lieber mit einer höheren Fehlerquote leben.


Das kann ich in dem kurzen Artikel nicht herauslesen. Der Fussball ist auf jeden Fall gerechter geworden, weil viele Fehlentscheidungen korrigiert werden. Vielleicht nicht alle zu 100%, aber das ist ja auch nicht zwangsläufig der Anspruch.

Das ist aber die Konsequenz darauf, wenn die Schiedsrichter mit einer Situation zufrieden sind, in der der VAR nur noch dann eingreift, wenn ein auf den ersten Blick offen erkennbarer Fehler vorliegt. Damit akzeptiert man dann eben implizit, dass Fehler, die erst bei genauerer Betrachtung erkennbar sind, dazu gehören.

Das mag Deine Ableitung sein und man kann so argumentieren. Aber das geht nicht aus dem Artikel hervor, eigentlich sogar das Gegenteil. Da steht, dass diese Entscheidungen auf der „kann man so machen“ Seite

Für die Schiris bedeutet dies laut Kircher einen „größeren Gestaltungsspielraum“. Seinem Eindruck nach fühlen sich die Schiedsrichter „mit der aktuellen Marschroute wohler, als wenn sie sich ständig hinterfragen müssten: Das war jetzt vielleicht eine 80:20 oder 70:30-Entscheidung - greift da nachträglich noch einer ein oder nicht?“

Was gut ist, dass die Lupe ein wenig seltener benutzt wird. Ich würde eher schlussfolgern, die SR akzeptieren durchaus schlechte Bewertungen nun deutlich öfter als in den letzten Jahren.

Diese Saison kann man bisher echt zufrieden sein mit den SR, hoffe das bleibt so.


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