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Mich stört da was ganz anderes dran (BVB)

CF, Donnerstag, 29.10.2026, 16:13 (vor 2 Stunden, 39 Minuten) @ CD7

Weil der BVB eben von dieser Entwicklung weniger partizipiert als die Bayern, aber mehr als die übrigen 16 Vereine der Bundesliga. Wenn es um die Verteilung von Geld geht, wird es eben keinen "Klassiker" geben, da stehen wir auf der Seite der Bayern.

Und warum sollten Cramer und Co. bestrebt sein, das zu ändern? Letztendlich kommt da des Geld rein, das am Ende auch auf ihren Konten landet. Meine das jetzt nicht abschätzig, aber die Preisspirale der letzten Jahrzehnte hat eben auch dazu geführt, dass die Funktionäre selbst nach Maßstäben von Friedrich Merz zu den Besserverdienenden gehören. Warum sollten sie da am Ast sägen, bzw. wer würde das schon tun?


Im Prinzip haben wir in den letzten 15 Jahren ja auch ein paar Mal gezeigt, wie absurd die Kräfteverhältnisse sind, auch zu unseren Gunsten. Man muss sich ja nur die schlechten Saisons ansehen.
14/15: stehen wir nach 19 Spieltagen auf dem letzten Platz, die Mannschaft reißt sich zusammen, wir ziehen am Ende ins internationale Geschäft ein.
17/18: geht das Experiment Peter Bosz schief. Unter Peter Stöger spielen wir kaum anzusehenden Fußball, der außer Pragmatismus wenig positive Eigenschaften hatte, trotzdem qualifizieren wir uns mit nur einem Sieg in den letzten fünf Spielen für die Champions League.
24/25: Mit Nuri Sahin geht es nach 18 Spieltagen und 25 Punkten auf dem zehnten Platz zu Ende. Während Tulberg als Interimstrainer ein wenig punkten konnte, startet Kovac mal eben mit vier Niederlagen aus den ersten sechs Spielen. Mit einer Energieleistung mit nur einem Punktverlust beim Unentschieden bei den Bayern trotzdem wieder der vierte Platz für uns.

Wir können 2/3 der Saison die größte Scheiße zusammenspielen und dann mit einer Energieleistung, wenn die richtigen Leute die richtigen Schlüsse ziehen, die Liga dann doch mal wieder von hinten aufrollen.

Das würde bei einer ausgeglicheneren Verteilung der Gelder vermutlich nicht mehr gehen. Seit 2011 nur einmal die Champions League verpasst ist einerseits natürlich ein Beleg für sehr gute Arbeit, aber auch einer dafür, wie kaputt die Liga eigentlich ist.

Rechnet man dann noch dazu, wie oft ein oder zwei Plätze in der CL von nichteigenständigen Teams wie Leipzig, Leverkusen und co. belegt wurde sieht man auch, warum es für andere Mannschaften nahezu unmöglich ist, sich oben festzusetzen.


Ganz richtig. Der BVB hat sich in den letzten 15 Jahren stets für die CL qualifiziert (bis auf einmal), weil man nunmal mit Abstand wirtschaftlich das zweitstärkste Team der Liga ist, nicht weil hier exorbitant gute Arbeit geleistet wird im sportlichen Bereich. Selbst wenn es mal sportlich sehr unterdurchschnittlich läuft, kann man mit ein paar guten Spielen noch 4. werden. Im Grunde feiert man die wirtschaftliche Situation, wenn man immer wieder betont, dass der BVB Stammgast in der CL ist.


ich empfehle da mal den Blick zu Vereinen, die sich in jüngster Vergangenheit für die CL qualifiziert haben und deren aktueller Leistungen.


Ganz genau. Deren wirtschaftliche Situation ist nämlich viel näher dran am Durchschnitt der Liga als die des BVB und selbstverständlich sind deren sportliche Leistungen eben auch viel größeren Schwankungen unterworfen. Alles vollkommen erklärbar.


also leistet kein Bundesligaverein exorbitant gute Arbeit im sportlichen Bereich?

Schwer zu sagen. Man muss das ja immer in Relation zur wirtschaftlichen Situation sehen. Es gibt bei jedem Verein Aufs und Abs. Tatsächlich würde ich keinen Verein in der Pole Position sehen und die sportliche Arbeit als exorbitant gut sehen. Ich könnte eher den einen oder anderen nennen, der es eher schlecht macht/gemacht hat.


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