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Für rund 2,3 Milliarden Euro: Generali Stadium soll San Siro ersetzen (Fußball und Sport allgemein)

jonam, BVB-Kneipe Intertank, Berlin, Freitag, 30.10.2026, 16:44 (vor 3 Stunden, 51 Minuten) @ Didi

Wann wäre das Fenster gewesen? Zur WM06? 2011-17?


Der große Bauschwung kam ja zur WM 2006, also Planungen ab WM-Zuschlag 2000. Und der BVB hatte neben dem beinahe genickbrechenden Eckenausbau noch andere (noch teurere) Ideen gehabt. Ich habe hier noch eine "Borussia live"-Ausgabe von 12/2000. Da wurde eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Da ich den Artikel hier nicht einstellen darf, als KI-Zusammenfassung. Darunter noch der Link zu den Architekten. Da sind quasi die gleichen Bilder wie im Heft zu sehen:


Der Artikel beschreibt den damaligen visionären Entwurf der Architekten Jürgen Hansen und Ralf Petersen, das Dortmunder Westfalenstadion bis zur WM 2006 in eine multifunktionale, wirtschaftlich rentable Großarena namens „Champions Dome“ zu verwandeln.
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Gesamtkonzept & Ziel: Aus dem reinen Fußballstadion sollte eine ganzjährig nutzbare Multifunktionsarena für Großveranstaltungen (Konzerte, Reitturniere, Messen, Motocross) mit einer Hallenkapazität von bis zu 70.000 Zuschauern werden, die sich selbst finanziert.

Bauabschnitt 1 (Tiefgarage West): Errichtung eines unterirdischen, mehrstöckigen Parkhauses unter dem damaligen Luftbad hinter der Westtribüne mit bis zu 2.937 Stellplätzen.

Bauabschnitt 2 (Nord-West-Ecke): Schließen der offenen Stadionecken; Bau einer neuen BVB-Geschäftsstelle („August-Lenz-Haus“) und eines Merchandising-Zentrums über mehrere Ebenen inklusive 700 m² großem Dachgarten.

Bauabschnitt 3 (Süd-West-Ecke): Errichtung eines Gebäudekomplexes bestehend aus einem First-Class-Hotel, einem Jugendfußball-Internat sowie einer Dachterrasse mit Swimmingpool und Panoramablick.

Bauabschnitt 4 (Nord-Ost- & Süd-Ost-Ecke):

Nord-Ost: Bau einer „Fußball-Bühne“ (Theater- und TV-Saal für 600 bis 700 Zuschauer), Pressezentrum, VIP-Lounges sowie riesige Videowände.

Süd-Ost: Weiteres Parkhaus (elf Ebenen) oder ein Bürokomplex, unter anderem für Organisationszwecke der WM 2006 gedacht.

Bauabschnitt 5 (Dach- und Hebekonstruktion): Spektakuläre Hebebühnentechnik aus dem Schiffsbau, um das gesamte Spielfeld an vier Pfeilern bis zu 50 Meter in die Höhe zu heben. Dies sollte dem Rasen ausreichend Sonnenlicht bieten, während darunter ein riesiger Innenraum für Events entsteht; zudem war das System in der Lage, bergbaubedingte Bodensenkungen hydraulisch auszugleichen.

Infrastruktur & Umfeld: Direkte Anbindung des Verkehrs an die B1 und B54 über neue Hochstraßen zur Entflechtung von Fußgängern und Autoverkehr sowie Einbindung des benachbarten Freibads/Volksbads in ein ganzjähriges Wellness- und Freizeitzentrum.
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Beteiligte Akteure: Entworfen vom Dortmunder Büro Hansen und Petersen in Zusammenarbeit mit Hochtief und der Planungsgruppe Schröder, Schulte-Ladbeck, Strothmann.

Einschätzung zum Konkretisierungsgrad:
Die Planungen befanden sich im Status einer sehr detaillierten Konzept- und Machbarkeitsstudie (Vorentwurf), waren jedoch weit von einer tatsächlichen Baugenehmigung oder Realisierung entfernt:

Hoher planerischer Vorlauf: Das Projekt war kein bloßes Hirngespinst auf einer Serviette. Mit Hansen & Petersen sowie der Planungsgruppe Schröder, Schulte-Ladbeck, Strothmann waren renommierte Architekten involviert, unterstützt durch den Baukonzern Hochtief. Es gab fertige Architekturmodelle, eine definierte Phasen- und Bauabschnittsplanung sowie detaillierte technische Überlegungen (Nutzung von Werft-Technik, Bergbausicherungen).

Visionärer Charakter statt Realisierungsreife: Letztlich blieb der Entwurf eine utopische Maximalvision. Die Hebekonstruktion des gesamten Spielfelds stellte ein enormes statisches, technisches und finanzielles Risiko dar. Weder die immensen Investitionskosten noch die Finanzierungsstrukturen waren gesichert.

Tatsächliche Entwicklung: Der BVB entschied sich für den realisierbaren Ausbau zur WM 2006 (Ausbau der Ecken mit den markanten gelben Pylonen durch die Architekten Schröder Schulte-Ladbeck), während die Idee eines hochfahrbaren Doms zugunsten eines reinen, kapazitätsstarken Fußballstadions verworfen wurde.

https://petersenarchitekten.de/projekt/bvb-stadion/


Manoj


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