Neu auf schwatzgelb.de: BVB-Podcast: Auffe Ohren #152 - Hybride Emotionen (BVB)
Noch mal Gruß zurück auch an dieser Stelle. Das war die Folge, die mir bisher am allermeisten Spaß gemacht hat. Die Reiseberichte von Farid waren superspannend und haben mich inspiriert, nach Birmingham zu fliegen. Fish‘n chips gehen auf mich.
Empfehlenswert ist der Podcast auf jeden Fall auch für diejenigen, die nicht nur wissen wollen, was im neuen Satzungsänderungsvorschlag steht, sondern auch, welche Gedanken, Absichten und Konsequenzen dahinterstecken. Das wurde wirklich sehr zugänglich aufgearbeitet.
Zum leidigen Thema Sammer: man sollte nie vergessen, dass er sein Geld mit so einem Müll verdient. Der Aufgabenbereich, wo er als „Experte“ und Vorposten von Watzke bei in Ungnade gefallenen Mitarbeitern (Rose, Nuri oder Kehl) für eine entsprechende Geräuschkulisse sorgen muss, liegt aktuell brach. Deshalb muss er im rein sportlichen Bereich die Diskussion anheizen und das macht er, indem er in Mikros raunt, kontroverse Dinge von sich gibt, die oft Quatsch oder zumindest unpassend sind. Aufmerksamkeit erregen - das ist sein game. Und versuchen, dabei besonders tiefgründig zu wirken, derjenige zu sein, der Dinge sieht, die andere nicht sehen, derjenige zu sein, der sich wagt, auch die unangenehmen Dinge anzusprechen. Sammer, der vom Ehrgeiz getriebene Unbequeme. Das ist alles Maskerade, das macht er nur da, wo er nicht Gefahr läuft, in die Hand zu beißen, die ihn gerade füttert. Das war in der DDR schon so, ging unter Niebaum weiter und hat sich seitdem nicht geändert. Ich empfehle wirklich jedem, in Watzkes Buch die Seiten über Sammers Haltung und Äußerungen im Vorfeld zum Spiel BVB-Bayern zu lesen, welches wir 3:2 gewonnen haben (Alcacer Tor). Da referierte er durch die heiligen Hallen des BVB, dass es für die Entwicklung der Mannschaft besser sei, wenn sie das Spiel verlöre. Zu einem Zeitpunkt, wo wir uns von den Bayern ein wenig hätten absetzen können (was wir am Ende ja auch getan haben ). Glaubt man Watzkes Worten (beziehungsweise denen seines Ghostwriters), hat Sammer damals niemand wirklich ernst genommen. Stellt sich natürlich die Frage, warum man einen Berater unter Vertrag genommen hat, den man nicht ernst nimmt. Aber vielleicht ist er ja in Wirklichkeit eine Art Emma für alte weiße Männer.
Ein zweiter Aspekt, der seine Existenzberechtigung als Berater grob in Frage stellt, ist folgender: bei einem Podcast äußerte er sich über das nicht gewonnene Heimspiel gegen Mainz, welches uns die Meisterschaft gekostet hat. Da hätte er in den Tagen vor dem Spiel beim BVB und im unmittelbaren Umfeld immer wieder beobachtet, wie unbesorgt, siegessicher und nicht ausreichend fokussiert man den Samstag auf sich zukommen ließ. Man hätte sich gefühlt mehr mit den Gedanken an die Feierlichkeiten als mit dem Spiel beschäftigt. Bei ihm wären alle Alarmlichter angegangen, er hätte aber bewusst darauf verzichtet, seine Gedanken laut auszusprechen, weil er nicht schon wieder als Spielverderber dastehen wollte. Da hätte er einen Fehler gemacht. Mal abgesehen davon, ob das irgendetwas an dem Spiel geändert hätte: Ist das nicht genau der Typ Berater, den man sich wünscht?
Tipp für Masochisten: Sonntag ist er bei Sky90 mit Didi Hamann.
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Redaktion schwatzgelb.de,
29.10.2026, 08:32
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