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Rainer Wendt (Fußball und Sport allgemein)

Ulrich, Samstag, 18.03.2017, 17:01 (vor 3255 Tagen) @ dnb

na klar... Man ist ja im Innenministerium bisher nur "beunruhigt"

Mal im Ernst, so etwas aufzuarbeiten benötigt seine Zeit.

Nach dem was man zuletzt lesen konnte gibt es in Wendts Personalakte wohl keinerlei Informationen zu seiner Freistellung. Einerseits erschwert das natürlich die Aufklärung, andererseits könnte dies dazu führen dass Wendt über kurz oder lang eine satte Rückforderung ins Haus flattert. Da wohl alles mündlich abgelaufen ist dürfte es jetzt zunächst einmal Befragungen der Beteiligten geben.

Wendt hat erklärt, er er sei erstmals im Jahr 2000 mit Wissen des damaligen Innenministers Fritz Behrens (SPD) freigestellt worden. Damals hat Wendt wohl in NRW im Personalrat gesessen. Möglich wäre es dass er damals für diese Tätigkeit die sicherlich einiges an Zeit in Anspruch genommen hat teilweise entlastet worden ist. Wenn das ganze aber tatsächlich offiziell so gelaufen wäre dann hätte sich dies aber in Wendts Akte niederschlagen müssen. Wie bei so vielen Details dieser Affäre muss man im Augenblick wohl sagen dass das ganze stimmen könnte, aber wohl keineswegs stimmen muss. Eventuell ist Wendt ja auch bereits damals auf Teilzeit gegangen.

Bis 2006 war Wendt in Duisburg tätig und hat dort wohl auch tatsächlich Dienst getan. Danach ist er dann nach Mönchengladbach gewechselt, und ab diesem Zeitpunkt ist eine dienstliche Tätigkeit wohl nicht mehr nachweisbar. Teils wird über einen Deal mit dem damaligen Möchnengladbacher Polizeipräsident der damals CDU-Mitglied war spekuliert. Andere Stimmen vermuten einen Deal mit dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten Rüttgers (CDU) oder dem Innenminister Wolf (FDP).

Was der aktuelle Innenminister Jäger gewusst hat ist weitgehend unklar. Laut Wendt war er informiert, er selbst bestreitet das. Normalerweise spielt sich die Freistellung eines Hauptkommissars auf einer Ebene deutlich unterhalb der des Innenministers ab. Andererseits ist Wendt aber kein "normaler" Hauptkommissar sondern Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft und wurde zudem als extrem polarisierend wahrgenommen. Deshalb halte ich es schon für denkbar dass die ganze Sache durchaus bis in die Spitze des Ministeriums durchgesteckt wurde.

Ich gehe davon aus dass die ganze Sache durchaus in Gerichtsverfahren münden könnte in der das Land von Wendt die gezahlten Bezüge zurück fordert. Auch eine strafrechtliche Ahndung wäre unter Umständen möglich. Vor einigen Tagen konnte man in der Zeitung lesen dass eine pensionierte Lehrerin zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden ist weil sie obwohl sie eine Teilzeitanstellung hatte versehentlich voll bezahlt wurde und den Dienstherren darüber nicht informiert hatte. Zudem muss sie wohl 77.000 Euro zurück zahlen. Rainer Wendt könnte ähnliches drohen.


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