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Bittere Bilder aus Griechenland (Sonstiges)

Philipp54, Dienstag, 03.03.2020, 10:21 (vor 2130 Tagen) @ Bernhardt
bearbeitet von Philipp54, Dienstag, 03.03.2020, 10:40

Hallo Bernd,

es gibt viele Griechenlandurlauber, die Grufti´s unter ihnen immer noch mit Alexis Sorbas im Kopf, was sie nach dem Film bewog dieses Traumland kennen zu lernen.
Die Stimmung in D gegen die Griechen ist gekippt, als die Bankenrettungsaktionen und Fremdherrschaft durch die Troika als notwendige Maßnahme gesehen wurde, die Griechen zu einem nach mitteleuropäischen EU-Richtlinien Staat zu erziehen.

Man kann die Hilfsmaßnahmen für die Flüchtlinge bei den Rettungsaktionen und Aufnahme durch die Griechen eine lange Zeit als freundlich und hilfsbereit bezeichnen.Die Griechen haben in ihrer Geschichte viele Vertreibungen erlebt und besonders Ponto`s Griechen, die an der Schwarzmeerküste sich niedergelassen hatten, haben ein schlimmes Schicksal hinter sich und kämpfen heute noch um eine Anerkennung, dass an ihnen der Genozid verübt wurde. International wird das auch so gesehen, der Volksvertreter der Türkei sieht das anders.

Philiki Etaireia war ein Bund, worin viel von der Herzlichkeit der Griechen verankert ist.
Die Unterscheidung von Fremder und Einheimischer ist in der frühen Geschichte Griechenlands kein Unterscheidungsgrund für Freund oder nicht, gepaart mit hohen Akzeptanz und Respekt.
Was aus dem Mutterland der Demokratie geworden ist, erschreckt.
Dennoch findet man heute noch in Griechenland eine ausgesprochene Herzlichkeit, die nicht zwangsläufig mit finanziellen Imnteressen verbunden ist.
Aber auch den Wunsch, sein Heimatland zu verlassen, weil die Beschäftigungssituation furchtbar ist. Mehr als Auto´s zu betanken, oder zu servieren während 3 Moante Tourismus bleibt nicht für die studierte Bevölkerung, die wenige Arbeit muß mit allen geteilt werden. Mit entsprechenden Führerschein, wird man Flix-Bus-Fahren neben seinem Leidensgenosse aus Spanien.
Die Flüchtlingssituation ist inzwischen trotz internationaler Freiwilligenhilfe und bspw. Ärzte ohne Grenzen unhaltbar.
Dramatisch war der vorletzte Winter, wo die Zelte bei Wintertemparaturen nicht ausreichend zur Verfügung standen.
Jetzt ist die Situation: Keine Helfer - Keine Flüchtlinge.
Die "Lösung" der Flüchtlingssituation.
An eine europäische Lösung glaube ich nicht, die neuesten Wahlergebnisse in der EU deuten eher darauf hin, dass diese Thematik wahlentscheidend war.

Die Amerikaner haben einen Art Friedenspakt mit den Taliban geschlossen und einen Truppenrückzug aus Afghanistan zugesichert. D.h. die Philosophie und das Gedankengut fließt in die Politik und Gesellschaft ein.
Eine weitere Fluchtwelle aus Afghanistan wird die Folge sein, die Unterstützung der Taliban für den Kampf gegen IS und Al-Qaida dient ua zur Stabilisierung um die Länder des WM-Austragungsstaat Katar bei, schwächt die Türkei, die nun mehr Geld fordert und mit Flüchtlingen droht, bzw. handelt.
Zusätzlich zu der Ablehnung von Flüchtlingsaufnahmen verteilt über Europa, kommt nun internationaler Druck auf D zu, sich in der Flüchtlingsfrage unabgesprochen eine Situation geschaffen zu haben, die sie nun selber ausbaden soll. Geltendes Flüchtlingsrecht wurde bei der Kritik nicht berücksichtigt.
Auf Erdogan ist kein Verlass, dass abgesprochene Zahlungen zur Grenzabsicherung für die Flüchtlingssituation verwendet wird und stellt Nachforderungen in Hände der Staatskassen zur eigenen Verwendung, statt wie bisher Geldflukontrollen in Firmen und Unternehmen, die in der Flüchtlingsarbeit verankert werden (sollten).

Bitte leite(t) daraus keine politische Meinung ab. Es ist stammt aus einer Feder, der Griechenland und seine Bevölkerung sehr schätzt und keine Lösung parat hat.


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