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Das ist doch aber (zum Glück) längst nicht die Mehrheit (Sonstiges)

Zico80, Freitag, 15.05.2020, 09:43 (vor 2057 Tagen) @ Foreveralone

Da liegst Du leider falsch oder verharmlost. Die Schweiz hat 2019 sexuelle Gewalt untersucht. Ergebnis:

"22 Prozent der Befragten haben während ihres Lebens ungewollte sexuelle Handlungen erlebt, 12 Prozent erlitten Geschlechtsverkehr gegen den eigenen Willen. «Es ist erschreckend, wie wenig Frauen nach einem sexuellen Übergriff selbst in ihrem nahen Umfeld darüber sprechen. Fast die Hälfte der Frauen (49 Prozent) gibt an, den Vorfall sexueller Gewalt für sich behalten zu haben. Nur 8 Prozent erstatteten nach dem Übergriff Anzeige bei der Polizei», sagte Cloé Jans von gfs.bern bei der Präsentation der Resultate an einer Medienkonferenz in Bern."

"Mehr als die Hälfte (59 Prozent) hat eine Belästigung in Form von unerwünschten Berührungen, Umarmungen oder Küssen erlebt."

«Die Ergebnisse der Umfrage sind erschütternd. Sie decken auf, dass die in der Kriminalstatistik erfassten Fälle nur die Spitze des Eisbergs sind. Sexuelle Übergriffe bleiben in der Schweiz in den allermeisten Fällen unbestraft. Viele Vergewaltigungsopfer werden von Behörden und Justiz im Stich gelassen, während Täter ohne Strafe davonkommen», sagte Manon Schick, Geschäftsleiterin von Amnesty Schweiz.
Gründe für die hohe Straflosigkeit der Täter sehen RechtsexpertInnen und Opferberatungsstellen vor allem im veralteten Schweizer Sexualstrafrecht und in Vergewaltigungsmythen, die in der Gesellschaft und im Justizsystem verbreitet sind.
«Sexuelle Gewalt hat gravierende Folgen für das Leben der Opfer. Doch der Schaden für die Betroffenen wird oft verharmlost. Opferfeindliche und den Täter entlastende Vergewaltigungsmythen stellen die Glaubwürdigkeit der Frauen in Frage und schreiben ihnen eine Mitschuld zu. Diese Mythen führen zu einer Abwertung der Opfer und hindern sie daran, Hilfe in Anspruch zu nehmen und Anzeige zu erstatten», sagte Agota Lavoyer von der Opferberatungsstelle LANTANA.

Amnesty lässt uns im letzten Abschnitt auch gleich wissen, warum man mit solchen Verharmlosungen vorsichtig umgehen sollte. Zahlen für Deutschland kenne ich nicht aber nicht.


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