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SC Freiburg | Streich verlängert seinen Vertrag (Fußball und Sport allgemein)

Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Samstag, 13.06.2020, 09:42 (vor 2040 Tagen) @ Seavers 86
bearbeitet von Ravenga, Samstag, 13.06.2020, 09:45

Wobei Kaiserslautern eher ein heisses Pflaster für Trainer ist.Ich kann mich erinnern wie Rehagel am Ende unter lautem Jubel der Fans entlassen wurde.

Kleine Familienanekdote:
Diejenigen, die den Lauterern in dieser Beziehung locker das Wasser reichen können, sind übrigens die Bochumer. Ich habe das Kreuz zu tragen, dass sowohl mein Vater als auch mein Stiefvater VfL-Fans sind (der mütterliche Teil meiner Familie ist hingegen durchgehend schwarzgelb), deshalb habe ich über die Jahre etliche Bochumer Trainerdiskussionen ertragen müssen.
Schon als es um die Entlassung Peter Neururers ging, haben sich die Fans in der Ostkurve reihenweise gepulvert wie die Besenbinder, was eigentlich schon bizarr genug ist, aber okay. Getoppt wurde das alles aber durch die Posse um Marcel Koller, den Trainer, der sie spielend zum Aufstieg geführt hat, locker den Klassenerhalt geschafft hat und unter dem sie zwischenzeitlich sogar an der EL-Teilnahme schnupperten. Schließlich wurde ihm aber genau das zum Verhängnis, weil allein die Vorstellung einer Europapokalteilnahme bei Bochum-Fans einerseits zu Kollektivinkontinenz, andererseits zu unvorstellbarem Größenwahn führt. Koller hat das Optimum aus der dieser Truppe herausgeholt, man schwebte unter ihm nie wirklich in Abstiegsgefahr, dennoch haben die Fans in selten gekannter Einigkeit seinen Kopf gefordert. Ende vom Lied war seine Entlassung nach 6 Spieltagen (!) im September 2009*, wonach sich meine männliche Verwandtschaft so heiß und innig sehnte. Im Endeffekt konnte sich der Verein davon nie erholen, hat seitdem in 11 Jahren 9 Cheftrainer sowie 6 Übergangslösungen verschlissen und taumelte zwischenzeitlich in Richtung 3.Liga. Das ist natürlich nicht monokausal zu sehen, aber wenn ich mir in Erinnerung rufe, wie heftig Koller und seine Fähigkeiten in Zweifel gezogen wurden und wie groß der kollektive Jubel nach seiner Entlassung war, kann ich mir ein gewisses Maß an Schadenfreude bis zum heutigen Tag nicht verkneifen. Den Verein hat es letztlich in die sportliche Bedeutungslosigkeit katapultiert.

*Der BVB stand unter Jürgen Klopp zu diesem Zeitpunkt übrigens auf Platz 13, Tabellenführer war der HSV...


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