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Loveparade-Katastrophe 2010 (Sonstiges)

markus, Freitag, 24.07.2020, 19:54 (vor 1987 Tagen) @ Lambert09

Du kannst solche Einlässe machen, wenn du (wie z.B. Im Stadion) weißt, wie viele Personen kommen, und in welchem Zeitraum sie kommen. Aber bei einer kostenlosen, offenen Parade, bei der nicht mal Veranstalter wissen ob es 800.000, 1.200.000 oder 1.500.000 Menschen sind, da ist eine solche Vorgehensweise absolut fahrlässig und verantwortungslos. Für mich auch ein absolutes Unding, dass dort niemand wirklich verantwortlich gemacht wurde.

Das waren aber auch nur Fantasiezahlen für die Medien. Es waren weit weniger Menschen da. Die Fläche war nur 230.000 qm groß und etwas weiter hinten auf dem Gelände war es sogar ziemlich leer. Und nein, das Unglück hätte man so nicht vorher wissen müssen. Ich bin selbst durch den Tunnel gelaufen und fühlte mich zu keiner Zeit bedroht. Es war doch völlig undenkbar, dass soetwas in Deutschland passieren könnte. Es schien so sicher wie ein Stadionbesuch, denn es gab mindestens zwei Schleusen, die man einschließlich Kontrolle passieren musste, um auf das Gelände zu gelangen. Es sah eher nach zu viel Überwachungshysterie aus und nicht nach einer beginnenden Katastrophe.

Die Katastrophe spielte sich am Abends ab als gleichzeitig Besucher die Veranstaltung wieder verlassen wollten, während viele noch rein wollten. Einige wollten dann eine eigentlich abgesperrte Treppe nutzen, um auf das Gelände zu kommen, weshalb die Masse von hinten Richtung Treppe drückte. Die Polizei hatte zudem keine Funkgeräte dabei, sondern nur Handys. Und das Handynetz ist zusammengebrochen. Die oben erwähnten Schleusen sind dann irgendwann einfach geöffnet worden, weil man mangels Kommunikation offensichtlich gedacht hat, dass auf dem Gelände noch genügend Platz vorhanden war und die Leute ungeduldig wurden.

Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Man kann wohl niemandem eindeutig die Schuld zuweisen.


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