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Kommunalwahlen NRW 2020 - Briefwahl ist die Ausnahme (Sonstiges)

tim86, Hamburg, Montag, 24.08.2020, 12:21 (vor 1957 Tagen) @ RE_LordVader

Onlinewahl in diesem Land? Das wird noch so ca. 2 Jahrhunderte dauern. Man kann ja noch nicht einmal die einfachsten Bürger-Aufgaben online erledigen... Also hier in D nicht, in Lettauen, Albanien und den meisten anderen Ländern geht das schon ...

Und bei einer Wahl ist das auch gut so.
Das wichtigste bei einer Wahl ist, dass sie sicher vor Manipulationen ist.

Deswegen muss man sie so weit wie möglich weg von den Computern halten.
Sicherlich Wahlcomputer oder gar online Wahl(damit man nicht mal ins Wahllokal muss), würde die Auszählung und das wählen vereinfachen.
In Hessen gab es ja bereits einmal eine Überlegung ein Wahlcomputer einzusetzen, davon wurde abgelassen, nachdem der CCC gezeigt hat wie schnell man diesen ohne spuren zu hinterlassen manipulieren kann.

Die USA benutzt heute noch viele solcher Wahlcomputer und die lokalen Regierungen berufen sich auf zu hohe kosten, wenn sie gefragt werden warum sie Sicherheitslücken nicht schließen.

Was man machen könnte, wäre ein Wahlcomputer der für jeden ein Beleg ausdruckt, wie er gewählt hat. Der Beleg wird wie gehabt in einer Urne gesammelt.
Dann könnten am Wahltag sofort die Ergebnisse vermeldet werden, die Belege müssen aber dennoch noch ausgezählt werden und mit dem Ergebnis des Computers verglichen werden(und ggf. das verkündete Ergebnis Korrigiert).
Das wären aber hohe kosten ohne großen Mehrwert.

Und das ist halt noch nicht einmal nur die Anbindung, auch wenn das auch traurig ist. (Wir haben hier "draußen" (6 km vom Wall entfernt) ein 6MBit Internet... im Urlaub letztes Jahr in Cornwall 2km von der nächsten befestigten Straße und 10km vom nächsten Ort (500 Einwohnter) gab es stabile 300Mbit...)

Dann fahr mal in die USA, da wäre man abseits der beiden Küsten und der großen Seen glücklich über 6Mbit. Viele Orte haben da die Wahl zwischen 56kbit oder Satelliten Internet, welches dann aber auch weit über 100 USD pro Monat kostet und das für ein Volumentarif, also keine Flatrate.

Eine Entscheidung ins ländliche zu ziehen ist eben auch eine Entscheidung mit schlechter Infrastruktur zu leben(wobei ich bei 6km von Dortmunder Wall schon überrascht bin, da hätte ich damit nicht gerechnet).
Man kann sicherlich auch schnelles Internet auf den Land anbieten, dies wäre aber erheblich teurer als in der Stadt.

In UK sind die Leute bereit diesen Aufschlag zu zahlen und zahlen je nach Region(außerhalb der Städte) 50- 90 Pfund. In Deutschland würde ich es bezweifeln, dass der Anteil der bereit wäre 60- 100 Euro zu zahlen groß genug wäre, damit es sich für ein Provider lohnt.


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