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Wo Deutschlands rechts wählt (Sonstiges)

Foreveralone, Dortmund, Freitag, 04.09.2020, 22:13 (vor 1945 Tagen)

https://interaktiv.morgenpost.de/wo-deutschland-rechts-waehlt/

Dortmund ist wohl offensichtlich mitnichten die Hochburg der braunen Faschisten im Pott.

Ich will nix herunterspielen, aber in allen Großstädten und mittelgroßen Städten im Ruhrgebiet wird öfter sein Kreuz an rechtsextreme Parteien vergeben.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Bud_Bundy, Block 13, Samstag, 05.09.2020, 14:57 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Gestern Abend in Leipzig.

Tagesschau

Polizei Sachsen retweeted Nazi

Ingenieur84, Kassel, Sonntag, 06.09.2020, 21:23 (vor 1943 Tagen) @ Bud_Bundy

In Sachsen braut sich Übles zusammen:
https://twitter.com/stephanpalagan/status/1302676505546362881

Einzelfall

Tigo, Duisburg, Sonntag, 06.09.2020, 21:49 (vor 1943 Tagen) @ Ingenieur84

Das sind alles Einzelfälle bei der Polizei und besonders der in Sachsen. Es sind mittlerweile so viele Einzelfälle, dass man gar nicht mehr alle aufzählen kann.
Was gut für die Polizei ist, denn irgendwann wird eine ähnlich klingende Nachricht eben nicht mehr zum Skandal, weil sie Normalität geworden ist.

Polizei Sachsen retweeted Nazi

bobschulz, MS, Sonntag, 06.09.2020, 21:32 (vor 1943 Tagen) @ Ingenieur84

In Sachsen braut sich Übles zusammen:
https://twitter.com/stephanpalagan/status/1302676505546362881

braut oder braunt?

Polizei Sachsen retweeted Nazi

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 21:37 (vor 1943 Tagen) @ bobschulz

In Sachsen braut sich Übles zusammen:
https://twitter.com/stephanpalagan/status/1302676505546362881


braut oder braunt?

Wahrscheinlich letzteres.

Ob der "Hutbürger" wohl vom LKA in die Social-Media-Abteilung versetzt worden ist?

Polizei Sachsen retweeted Nazi

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 21:30 (vor 1943 Tagen) @ Ingenieur84

In Sachsen braut sich Übles zusammen:
https://twitter.com/stephanpalagan/status/1302676505546362881

War angeblich unbeabsichtigt. Andere meinen, der Mann an der Maus sei unbeaufsichtigt gewesen.

Böse Zungen behaupten, der zuständige Beamte habe über seinen privaten Account retweeten wollen, das ganze aber versehentlich über dem offiziellen Polizei-Account, den er zeitgleich betreute, heraus gehauen.

Polizei Sachsen retweeted Nazi

herrNick, Sonntag, 06.09.2020, 21:37 (vor 1943 Tagen) @ Ulrich

In Sachsen braut sich Übles zusammen:
https://twitter.com/stephanpalagan/status/1302676505546362881


War angeblich unbeabsichtigt. Andere meinen, der Mann an der Maus sei unbeaufsichtigt gewesen.

Böse Zungen behaupten, der zuständige Beamte habe über seinen privaten Account retweeten wollen, das ganze aber versehentlich über dem offiziellen Polizei-Account, den er zeitgleich betreute, heraus gehauen.

Da man einen Retweet bestätigen muss ist das Versehen eher unglaubwürdig.

Polizei Sachsen retweeted Nazi

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 21:41 (vor 1943 Tagen) @ herrNick

In Sachsen braut sich Übles zusammen:
https://twitter.com/stephanpalagan/status/1302676505546362881


War angeblich unbeabsichtigt. Andere meinen, der Mann an der Maus sei unbeaufsichtigt gewesen.

Böse Zungen behaupten, der zuständige Beamte habe über seinen privaten Account retweeten wollen, das ganze aber versehentlich über dem offiziellen Polizei-Account, den er zeitgleich betreute, heraus gehauen.


Da man einen Retweet bestätigen muss ist das Versehen eher unglaubwürdig.

Die für mich nachvollziehbarste Erklärung ist, die Person hat bewusst retweetet, und hat sich lediglich im Account vertan.

Polizei Sachsen retweeted Nazi

Tobse, Sonntag, 06.09.2020, 21:43 (vor 1943 Tagen) @ Ulrich

Klarer Fall von "mausgerutscht".

Polizei Sachsen retweeted Nazi

Thomas, Dortmund, Sonntag, 06.09.2020, 21:49 (vor 1943 Tagen) @ Tobse

Klarer Fall von "mausgerutscht".

rechtsklick

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Bud_Bundy, Sonntag, 06.09.2020, 10:14 (vor 1944 Tagen) @ Bud_Bundy

Gentrifizierung und Vertreibung von Menschen aus ihren jahrelangen Quartieren, dazu ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum und an vernünftig bezahlten Jobs sind ein großes Problem, welches viel zu wenig Aufmerksamkeit hat. In der Regel werden die Armen, die Alten und die Schwachen vertrieben, gerade Leipzig wird auch gerne als Hypzig bezeichnet auf Grund der vielen Zuzüge.

In Connewitz gab es schon immer eine radikale Linke, die sich vom Staat im Stich gelassen fühlt (siehe z.B. Ulrichs Hinweis), demnach konnte man mit Krawallen rechnen.

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 11:30 (vor 1944 Tagen) @ CrimsonGhost
bearbeitet von Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 11:37

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.

Der Schlüssel ist nicht die Zerschlagung oder Enteignung, der Schlüssel ist, ein ausreichend großes Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu schaffen. Durch kommunale Wohnungsunternehmen und durch Genossenschaften beispielsweise.

Aber leider hat sich der Staat in den letzten Jahrzehnten weitgehend aus dem Sozialen Wohnungsbau zurückgezogen. Die Stadt Berlin hat sogar unter Wowereit / Müller eine riesige Anzahl von Wohnungen verkauft. Die Folgen spüren wir jetzt.

Hier wohnen Sie gut :-)

Rupo, Ruhrpott, Montag, 07.09.2020, 16:42 (vor 1942 Tagen) @ Ulrich

Der Schlüssel ist nicht die Zerschlagung oder Enteignung, der Schlüssel ist, ein ausreichend großes Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu schaffen. Durch kommunale Wohnungsunternehmen und durch Genossenschaften beispielsweise.

ist natürlich nur halb gesprungen. Mehr Wohnungen schafft auch mehr Nachfrage, insofern wird sich das alles nur auf einem höheren Niveau hoch schaukeln.
Also:
1. Mietendeckel!
2. Wohneigentum in städtische Hände!
3. Privates Eigentum nur sehr begrenzt und ich nicht zur Gewinnmaximierung!
4. Die ländlichchen Bereiche entsprechend ausbauen:
a) ÖNPV
b) Digitalisierung, hihi ;-)..
c) Arbeitsplätze
5. Enteignen da wo es sinnvoll ist, mal so als Brainstorming Anstupser
https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/492/moderne-huetchenspieler-6969.html
6. Leipzig, Bauen, Schneider...da war doch watt :-)?
https://www.mdr.de/zeitreise/schwerpunkte/schneider-auf-schneider-immobilien-leipzig-100.html
https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Schneider_(Bauunternehmer)

Ich finde es gut....

Rupo, Dienstag, 08.09.2020, 11:03 (vor 1942 Tagen) @ Rupo

dass sich auch Menschen, die keine Ahnung vom Immobilienmarkt haben, und auf Grund von gefühlten Wahrheiten und Ressentiments ein Bild schaffen, dass mit der Wirklichkeit nur partielle Überschneidungen hat, und aus diesem Zerrbild dann Vorschläge ableiten.

Fangen wir mit Deinem ersten Punkt an (und verbleiben dort, um das Ganze nicht zu sehr ausufern zu lassen):

Mietendeckel. Ulrich hat ja bereits geschrieben, dass auf Grund fehlender Gesetzgebungskompetenz die Aussicht groß ist, dass das dieser gekippt wird. Selbst wenn Berlin das nicht technisch stümperhaft umgesetzt hätte, hätten wir hier doch erhebliche Bauchschmerzen im Hinblick auf die staatliche verordnete Preisbestimmung.

Wie kam es eigentlich zu dem Mietendeckel? Berlin war jahrelang Europas größte Baustelle. In erster Linie wurde aber nicht Wohnraum geschaffen, sondern Infrastruktur. Das ist gut, um einen wirtschaftlich destaströsen Standort aufzuwerten. Problem: Wenn nicht zugleich ein Angebot an Wohnraum geschaffen wird, setzt eine Gentrifizierung ein, d.h. lange dort lebende Personen werden von Menschen mit lukrativen Jobs, die beruflich nach Berlin gezogen sind, verdrängt.

In Berlin kommen zwei Faktoren hinzu, die das Ganze massiv begünstigt haben:

1. Berlin hatte und hat noch immer viel zu niedrige Mieten im internationalen, aber selbst im nationalen Vergleich. Wir reden hier von der Hauptstadt des Wirtschaftsmotors der EU, der größen Binnenwirtschaft der Welt. Wie hoch sind die Durchschnittsmieten in Berlin im Jahr 2019 gewesen? 10,44 EUR/qm im Schnitt. Zum Vergleich:

National: München: 17,13 EUR/qm, Stuttgart: 15,84 EUR /qm, Hamburg: 13,37 EUR/qm, Frankfurt aM: 13,04 EUR/qm, Düsseldorf: 12,13 EUR/qm.

Nur die aufgezählten Großstädte haben zwischen 20-65% höhere Mieten als Berlin.

International: London: 34€/qm, New York: 60$/qm, Paris: 28€/qm.

Zahlen aus 2016 liefert die Deutsche Welle unter https://www.dw.com/de/so-teuer-sind-die-mieten-in-europa/a-39856849

Wie diese sich berechnen, kann ich nicht sagen, die o.g. Angaben für internationale Städte sind auch recht schwer zu beurteilen, weil die Quellen häufig anders rechnen (Miete pro Wohneinheit, zT. pro Jahr, Betriebskosten inklusive oder exklusive, Instandhaltungskosten inklusive oder exklusive).

Unterstellt die DW-Zahlen stimmen, hat Berlin niedrigere Mieten als:

Ljubjana, Lissabon, Budapest, Warschau, (das hier als Vorbild gepriesene) Wien und liegt nur leicht über der Durchschnittsmiete von Tallinn oder Bratislawa.

Das Problem: Das jetzige Mietnievau hat in den letzten Jahren massiv angezogen und führt daher zur Verdrängung. Zugleich hat die Stadt Berlin aber keinen sozialen Wohnraum geschaffen, sondern diesen sogar veräußert, Baugenehmigungen in erster Linie für Nichtwohnraum erteilt und die Bevölkerung mit den NIMBYs ("not in my backyard") hat sich massiv gegen Bauvorhaben aufgelehnt.

Damit will ich das Problem für Berliner Familien auf dem Wohnungsmarkt nicht kleinreden. Dieses ist massiv vorhanden. Ich will nur die Gründe erklären, wie es dazu kam.

Diese Situation findet sich außer in Berlin noch in weiteren Städten aus unterschiedlichen Gründen (Leipzig: große Investitionen, die nicht bei allen in der Bevölkerungn gleichermaßen ankommen, Stuttgart: hohe Prosperität und geringe mögliche Expansionsflächen).

In vielen Regionen Deutschland zeichnet sich jedoch ein anderes Bild: Nicht bebaute Freiflächen, leerstehende Wohnungen, fallende Häuserpreise (trotz ordinär günstiger Finanzierungsmöglichkeiten). Und da müssen wir gar nicht so weit schauen. Teile des Ruhrgebiets und des Sauerlands, der nichtstädtische Niederrhein, hier überall hat man ein (derzeitiges) Überangebot an Platz und Immobilien. Das Ganze ist immer auch ein wenig zyklisch, auf lange Sicht sieht man aber eine Landflucht und eine höhere Mobilität.

Wir sehen gerade einen leichten Trend aus überteuerten Metropolzentren hin in die Vororte, das wird sich mit steigendem Grad an Digitalisierung und der weiterschreitenden Möglichkeiten des Home Offices in den nächsten Jahren noch etwas verstärken. Zugleich steigt aber auch der individuelle Platzbedarf. Wo früher eine 3,5-Zimmerwohnung mit 55-75qm als 3-4 Personendomizil fungierte, wird eine solche Wohnung heute häufig an Singlehaushalte vermietet. Zugleich nimmt der Anteil der Singles in der Gesellschaft zu, aber das führt hier zu weit.

Das ist ein ganz, ganz grober Überblick über den status quo.

Was mag nun ein Mietendeckel hieran verändern?

Kurzfristig, wenn korrekt umgesetzt, reduziert dieser die Mietbelastung der derzeitigen Bewohner.

Mittel- bis langfristig treten aber mE andere Aspekte in den Vordergrund: 1. geringeres Wohnungsangebot durch geringere Investitionen; 2. Kapitalabfluss vom Wohnungsmarkt, der dazu führt, dass die Schnäppchenjäger Alternativmodelle entwickeln (bspw. Boarding Houses); 3. Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden herausgezögert oder ganz unterlassen; Nachfrage bei Neuvermietung ist ja da, da man den Ertrag nicht erhöhen kann, reduziert man den Aufwand.

Wir würden also marodere und weniger Immobilien zu günstigeren Konditionen sehen bei steigender oder gleich hoher Nachfrage. Auf lange Sicht kann das nur in einem Fiasko enden, das auch zu ein Wirtschaftsabschwung der Stadt Berlin führen kann, da Gutverdiener Berlin nicht als lebenswert genug empfinden und dann doch eher nach München, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf oder Köln ziehen. Jobs gibt es dort für die meisten en masse.

Was ich bei den ganzen Diskussionen partout nicht verstehe: Warum haben die Deutschen ein so gestörtes Verhältnis zum Eigentum? Wir haben international mit den höchsten Vermietungsgrad und das obwohl jeder weiß, dass auf lange Sicht Miete deutlich mehr kostet als Eigentum. Es kann auch nicht am fehlenden EK liegen, da das verfügbare Einkommen in Deutschland deutlich höher ist als in vielen anderen Ländern. Die Immobilienpreise in Deutschland sind im internationalen Vergleich als moderat zu beschreiben, hieran kann es auch nicht liegen. Förderungen für Familien und Geringverdiener gibt es ebenso wie recht geringe Anforderungen finanzierender Banken (auch wenn diese zum Glück gerade angezogen wurden). Meine Vermutung: Viele Deutsche eine All-Inclusive-Mentalität: Man will sich nicht um die Immobilie kümmern müssen, Instandhaltung, Reparaturen, etc. das könnte ja zu hohen Belastungen führen. Zugleich darf der kapitalistische Vermieter aber ja keine zu hohe Miete verlangen und muss dreimal die Woche vorbeikommen, um den Abfluss zu reinigen, weil man dort wieder mal Haare entsorgt hat, oder die Satelitenschüssel neu ausrichten, weil das so weiße Punkte beim Empfang von WDR Köln sind..

Ich finde es gut....

Rupo, Ruhrpott, Montag, 14.09.2020, 14:07 (vor 1936 Tagen) @ Jurist81

Moin,
danke erst einmal, dass Du dir so lange und ausführlich Zeit genommen hast!

Wie Du dir sicherlich denken kannst, liege ich da gegensätzlich in der Bewertung :-)

Immobilienbesitz ist einer DER Treiber im derzeitigen kapitalistischen System und ich denke dem gehört es aufgelöst. Es gibt überhaupt keinen Grund warum wohnen im Besitz von jemandem sein soll. Es müsste vielmehr nach dem aktuellen Bedarf geschaut werden, welche Wohnform wo passt und wie Standards erreicht werden können und Wohnraum am besten, solidarisch und gerecht verteilt werden kann.

Ich wollte jetzt erst einmal kurz antworten, dass ich Deine Antwort auch gesehen habe und mich dafür bedanken! Ich schaue mal wie es zeitlich passt und gehe darauf noch etwas ausführlicher ein.

Beste Grüße,
Thomas

Hier wohnen Sie gut :-)

Ulrich, Dienstag, 08.09.2020, 10:10 (vor 1942 Tagen) @ Rupo

Der Schlüssel ist nicht die Zerschlagung oder Enteignung, der Schlüssel ist, ein ausreichend großes Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu schaffen. Durch kommunale Wohnungsunternehmen und durch Genossenschaften beispielsweise.

ist natürlich nur halb gesprungen. Mehr Wohnungen schafft auch mehr Nachfrage, insofern wird sich das alles nur auf einem höheren Niveau hoch schaukeln.

Mit Verlaub, das ist Unsinn. Schaffen denn auch weniger Wohnungen weniger Nachfrage?

Also:
1. Mietendeckel!

Der Berliner Mietendeckel ist eine Katastrophe. Das Land Berlin hat voll in Bundesrecht hinein gegrätscht. Das Gesetz wird mit Sicherheit vom Bundesverfassungsgericht kassiert werden. Und dann kommt das dicke Ende. Es gibt dann in Berlin keinen gültigen Mietspiegel mehr, und sämtliche gesetzlichen Regelungen, die auf einem gültigen Mietspiegel aufbauen, können nicht mehr greifen.

Schon heute schreiben viele Berliner Vermieter zwei Mieten in den Mietvertrag. Eine Mietendeckelkonforme, und eine für den Fall, dass der Mietendeckel kassiert wird. Da drohen vielen Mieterinnen und Mietern Nachforderungen im Wert eines Kleinwagens.

2. Wohneigentum in städtische Hände!

Du spielst auf die Berliner Enteignungsinitiative an? Grundsätzlich räumt das Grundgesetz diese Möglichkeit ein. Aber es gibt keinerlei gesetzliche Grundlage für die Durchführung. Käme es zu den Enteignungen, dann würden langjährige Rechtsstreitigkeiten folgen. Zunächst einmal um die grundsätzliche Rechtmäßigkeit der Maßnahmen. Die jetzigen Eigentümer müssten dann entschädigt werden, etc.

Das Geld könnte man weitaus besser verwenden, um neue, zusätzliche Wohnungen in öffentlicher Hand zu bauen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Nietzsche, Sonntag, 06.09.2020, 15:28 (vor 1943 Tagen) @ Ulrich

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.


Der Schlüssel ist nicht die Zerschlagung oder Enteignung, der Schlüssel ist, ein ausreichend großes Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu schaffen. Durch kommunale Wohnungsunternehmen und durch Genossenschaften beispielsweise.

Aber leider hat sich der Staat in den letzten Jahrzehnten weitgehend aus dem Sozialen Wohnungsbau zurückgezogen. Die Stadt Berlin hat sogar unter Wowereit / Müller eine riesige Anzahl von Wohnungen verkauft. Die Folgen spüren wir jetzt.

Jo. Nur genug Wohnungen zu haben hilft gegen zu wenig Wohnungen. Ist eigentlich nicht so schwer.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 20:29 (vor 1943 Tagen) @ Nietzsche

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.


Der Schlüssel ist nicht die Zerschlagung oder Enteignung, der Schlüssel ist, ein ausreichend großes Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu schaffen. Durch kommunale Wohnungsunternehmen und durch Genossenschaften beispielsweise.

Aber leider hat sich der Staat in den letzten Jahrzehnten weitgehend aus dem Sozialen Wohnungsbau zurückgezogen. Die Stadt Berlin hat sogar unter Wowereit / Müller eine riesige Anzahl von Wohnungen verkauft. Die Folgen spüren wir jetzt.


Jo. Nur genug Wohnungen zu haben hilft gegen zu wenig Wohnungen. Ist eigentlich nicht so schwer.

Ja. Und deshalb ändern irgend welche Enteignungs-Volksbegehren, etc. nichts am grundlegenden Problem.

Zudem müssen aber auch die "richtigen" Wohnungen gebaut werden. In vielen Ballungsräumen streben die privaten Investoren aber ins teure Segment. Wobei sich dann nach einiger Zeit häufig zeigt, dass die Qualität dann doch nicht den Anforderungen entspricht.

Seit einigen Jahren explodieren die Preise für Baugrundstücke und für Wohnungen geradezu. Teilweise ist das durch die erhöhte Nachfrage sowie Kostensteigerungen beim Bau geschuldet. Aber zum Teil wird ganz massiv spekuliert.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Nietzsche, Sonntag, 06.09.2020, 11:27 (vor 1944 Tagen) @ CrimsonGhost

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.

Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?

Muss wirklich JEDE Bleibe Rendite abwerfen?

Foreveralone, Dortmund, Montag, 07.09.2020, 18:17 (vor 1942 Tagen) @ Nietzsche

Oder reicht es nicht, das für ein Grundbedürfniss von Menschen einfach nur die Erhaltungskosten gedeckt werden?

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 22:09 (vor 1943 Tagen) @ Nietzsche

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.


Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotes_Wien#St%C3%A4dtischer_Wohnungsbau_und_Verkehr

Wohnungsmarkt

fabian 1909, Dortmund, Sonntag, 06.09.2020, 21:47 (vor 1943 Tagen) @ Nietzsche

Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?

Der Staat oder Genossenschaften, alles andere erhitzt den Wohnungsmarkt ja auch nur weiter.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Blarry, Essen, Sonntag, 06.09.2020, 13:14 (vor 1944 Tagen) @ Nietzsche

Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?

Mit sozialem Wohnungsbau lässt sich doch ganz normal Geld erwirtschaften. Nur eben nicht genug für die Heuschrecken. Mit 3% Rendite lockst du keinen Investor mehr hinter dem Ofen hervor, wenn die für renovierte Altbauten oder irgendwelche Glastürme woanders das Doppelte einfahren können.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 20:34 (vor 1943 Tagen) @ Blarry

Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?


Mit sozialem Wohnungsbau lässt sich doch ganz normal Geld erwirtschaften. Nur eben nicht genug für die Heuschrecken. Mit 3% Rendite lockst du keinen Investor mehr hinter dem Ofen hervor, wenn die für renovierte Altbauten oder irgendwelche Glastürme woanders das Doppelte einfahren können.

Wer seit Jahrzehnten Wohnungen besitzt und vermietet, der verdient aktuell -Berlin mal ausgenommen- sehr gutes Geld. Bei demjenigen, der aktuell bauen will, sieht es nicht so gut aus. Die Grundstückspreise sind explodiert, die Baukosten sind deutlich gestiegen. Aber wer hinschaut, der kann noch immer eine angemessene Rendite verdienen. Wer aber jetzt z.B. als "Altersvorsorge" ohne Fachkenntnisse Wohnungen kauft, um sie zu vermieten, der könnte wegen der enorm gestiegenen Preise letztendlich sehr viel Geld "versenken".

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Klopfer ⌂, Dortmund, Sonntag, 06.09.2020, 17:06 (vor 1943 Tagen) @ Blarry

Mit sozialem Wohnungsbau lässt sich doch ganz normal Geld erwirtschaften. Nur eben nicht genug für die Heuschrecken. Mit 3% Rendite lockst du keinen Investor mehr hinter dem Ofen hervor, wenn die für renovierte Altbauten oder irgendwelche Glastürme woanders das Doppelte einfahren können.


Nicht jeder Investor ist eine Heuschrecke, da wird viel Polemik betrieben um das eigentliche Problem zu verschleiern.
Seriöse Investoren gibt es genug und eine Nettorendite von 3% ist völlig in Ordnung.
Es fehlen einfach ausreichend Grundstücke für größere Wohnanlagen in gefragten Wohngebieten, die diese Rendite ermöglichen.
Das ist allerdings in der Regel ein politisches Problem. Die derzeitigen Anwohner dieser gefragten Lagen wollen weder eine bauliche Verdichtung in ihrer Nachbarschaft noch eine Umwandlung der Brachflächen in Wohngebiete, sie wollen auch schlicht keine neuen Nachbarn aus der Fremde.
Jedes größere Bauvorhaben wird feindseelig bekämpft.
Aber sie sind die aktuelle Wählerschaft und deshalb stehen viele Parteien im Wettbewerb um einen gewissen Millieuschutz, anstatt für ein ausreichendes Wohnungsangebot in ihrer Stadt zu sorgen.

SGG
Klopfer

Warum fehlen Grundstücke?

Franke, Sonntag, 06.09.2020, 22:50 (vor 1943 Tagen) @ Klopfer

Es gibt nicht genug Grundstücke, weil zu viele Leute in München, Hamburg, Berlin, Köln, . . . wohnen wollen. Anderswo in Deutschland fehlen Mieter oder Käufer. Gute Politik wäre, unattraktive Gegenden attraktiver zu machen. Es braucht eben doch schnelles Internet an jeder Milchkanne. Sonst geht da weder Home-Office noch eine Unternehmensneugründung, die nur mit Internetzugang funktioniert. Anderswo in der Welt geht das doch auch.

Jeder Versuch, die Nachfrage nach Wohnungen etwa in München zu befriedigen, führt nur dazu, dass weitere Menschen hoffen, sie könnten auch was passendes finden. Und wenn mal ein Ungleichgewicht besteht, das steigende Preise erwarten lässt, dann kommen natürlich noch Anleger dazu, die ihr Kapital unterbringen wollen und so steigen die Preise noch weiter.

Wenn einer in unsicheren Zeiten sein Geld in einem als sicher eingeschätzten Land wie Deutschland unterbringen will oder Schwarzgeld gewaschen werden soll, dann interessiert den noch nicht einmal, wie viel Ertrag durch Vermietung erzielt werden kann. Er lässt es leer stehen, um gegebenenfalls schnell und problemlos wieder verkaufen zu können und so steigt der Mangel an Wohnungen weiter.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Nietzsche, Sonntag, 06.09.2020, 15:24 (vor 1943 Tagen) @ Blarry

Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?


Mit sozialem Wohnungsbau lässt sich doch ganz normal Geld erwirtschaften. Nur eben nicht genug für die Heuschrecken. Mit 3% Rendite lockst du keinen Investor mehr hinter dem Ofen hervor, wenn die für renovierte Altbauten oder irgendwelche Glastürme woanders das Doppelte einfahren können.

Mag alles sein, aber die Idee war ein "Verbot mit Miete eine Rendite zu erwirtschaften". Und das ergibt halt überhaupt keinen Sinn.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Blarry, Sonntag, 06.09.2020, 13:35 (vor 1944 Tagen) @ Blarry

Blarry, laber nicht rum. Kauf mal ein paar Objekte mit Sozialdbindung und geh mit gutem Beispiel voran. Ist doch ein super Investment. Da kriegst Du 3% Anfangsrendite (aus Deiner Sicht), nach Abzug der 2% AfA bist Du dann zwar nur noch bei 1%, aber hey, wo kriegt man das heute denn noch?

Gut, für die 1% trägst Du dann das Ausfallrisiko der Mieter, schlägst Dich mit nicht umlegbaren Betriebskosten herum, kannst bei Betriebskostensalden von 30€ überlegen, ob Du klagen willst oder es einfach dabei belassen lässt, weil es sich nicht lohnt, und darfst Verwalter für Deine Mieter spielen. Gut, alle drei Jahre kannst Du dann hoffen, dass Du einen ordentlichen Schluck aus der Pulle bekommst, wenn sich die Kostenmiete um 0,1€ / qm erhöht b

Und wenn Du die öffentliche Förderung (Darlehen, die weniger attraktiv sind als die Konditionen, die man derzeit regulär bekommst) nicht ablöst, wird das Objekt bei einer Veräußerung weniger attraktiv sein, da ein Käufer noch 10 Jahre Sozialbindung genießen darf.

Ich verstehe echt nicht, warum das so unattraktiv ist....

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 18:10 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Anscheinend lohnt es sich ja kaum noch für Hausbesitzer, der arbeitenden Bevölkerung auf der Tasche zu liegen. Mein herzliches Beileid!

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Sonntag, 06.09.2020, 18:18 (vor 1943 Tagen) @ Grigori

Das schlimme ist, dass es echt Menschen gibt, die diesen Schwachsinn, den Du laberst, glauben. Passt nur irgendwie nicht ins Weltbild, dass schon heute 90% der Bevölkerung auf Kosten der übrigen 10% leben. Und kleiner Spoiler: die 90% sind eher keine Immobilieneigentümer.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 18:40 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Das schlimme ist, dass es echt Menschen gibt, die diesen Schwachsinn, den Du laberst, glauben. Passt nur irgendwie nicht ins Weltbild, dass schon heute 90% der Bevölkerung auf Kosten der übrigen 10% leben. Und kleiner Spoiler: die 90% sind eher keine Immobilieneigentümer.

Wo hast du denn diese merkwürdigen Zahlen her?

Man braucht diesen "Schwachsinn" nicht einmal zu glauben, die Stadt Wien hat Anfang des letzten Jahrhunderts eindrucksvoll und nachhaltig gezeigt, dass es keiner Klasse handaufhaltender privater Hauseigentümer bedarf, um jedem Menschen ein bezahlbares Dach über dem Kopf zu bieten. (Stichwort: das rote Wien) Die positiven Auswirkungen sieht man bis heute, natürlich nur, wenn man nicht die Augen davor verschließt.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 18:25 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Das schlimme ist, dass es echt Menschen gibt, die diesen Schwachsinn, den Du laberst, glauben. Passt nur irgendwie nicht ins Weltbild, dass schon heute 90% der Bevölkerung auf Kosten der übrigen 10% leben. Und kleiner Spoiler: die 90% sind eher keine Immobilieneigentümer.

Du meinst Schmarotzer wie Rentner, Feuerwehrleute im öffentlichen Dienst oder Kleinkinder? Oder wie kommst du auf diese Zahl?

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Sonntag, 06.09.2020, 18:29 (vor 1943 Tagen) @ HoschUn

Und da ist der nächste DKPler... jetzt fehlt nur noch ichem...

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 18:31 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Verrate mir doch einfach wie du auf diese abenteuerliche "Statistik" kommst. Ein Link würde schon reichen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Sonntag, 06.09.2020, 19:02 (vor 1943 Tagen) @ HoschUn

Ein Link wird nicht reichen. Aber zwei Links sollten hier zusammen ausreichen:

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2020/IW-Report_2020_Online-Tool_Steuern_Transfers.pdf

Hier ist unter der Tabelle 3-5 die Differenz zwischen Abgaben und Transferleistungen aufgeführt. Bereits hier zeigt sich, dass die untere Hälfte der Haushaltseinkommen eine negative Bilanz haben.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Man muss vielmehr berücksichtigen: wo kommt das Geld her? Menschen, die Umsatzsteuer leisten aus Geldern, die sie über Transferleistungen haben, tragen nichts an dem umzuverteilenden Vermögen bei.

Genau genommen müsste man staatliche Bedienstete und Beamten ebenfalls aus der Verlosung nehmen, da diese bezahlt werden von dem Geld, das andere erwirtschaftet haben, aber lassen wir das, das würde unnötige Diskussionen nach sich ziehen.

Also nehmen wir alle aus der Betrachtung heraus, die steuerpflichtig sind und keine Einkommenssteuer bezahlen (auch wenn Rentner und Pensionäre das tun, was die Bilanz noch mehr verschiebt).

https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/martin-beznoska-wer-zahlt-wie-viel-einkommensteuer-in-deutschland-405957.html

51,7% der Einkommenssteuerzahler zahlen mehr als 11.000€ Einkommensteuer, aber nur 10% der einkommenssteuerpflichtigen Personen zahlen mehr als diese Summe an Einkommensteuer.

Unter dem Strich wird die Quote 9/1 wahrscheinlich noch düsterer sein...

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 19:56 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Ein Link wird nicht reichen. Aber zwei Links sollten hier zusammen ausreichen:

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2020/IW-Report_2020_Online-Tool_Steuern_Transfers.pdf

Hier ist unter der Tabelle 3-5 die Differenz zwischen Abgaben und Transferleistungen aufgeführt. Bereits hier zeigt sich, dass die untere Hälfte der Haushaltseinkommen eine negative Bilanz haben.

Ja, oder 50-60% der Haushalte eine positive.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Man muss vielmehr berücksichtigen: wo kommt das Geld her? Menschen, die Umsatzsteuer leisten aus Geldern, die sie über Transferleistungen haben, tragen nichts an dem umzuverteilenden Vermögen bei.

Da sind sie wieder die bösen schmarotzenden Rentner, Beamte, Öffentlicher Dienst und Kinder.

Genau genommen müsste man staatliche Bedienstete und Beamten ebenfalls aus der Verlosung nehmen, da diese bezahlt werden von dem Geld, das andere erwirtschaftet haben, aber lassen wir das, das würde unnötige Diskussionen nach sich ziehen.

Ja, wenn man das machen würde, dann könnte man vielleicht irgendwie von einer Statistik über Haushalte zur Aussage über 90% der Bevölkerung kommen.

Also nehmen wir alle aus der Betrachtung heraus, die steuerpflichtig sind und keine Einkommenssteuer bezahlen (auch wenn Rentner und Pensionäre das tun, was die Bilanz noch mehr verschiebt).

Es sind ungefähr 40-44 Millionen Menschen die in Deutschland keine Einkommenssteuer zahlen. Weil sie Rentner, Pensionäre, Kinder, Arbeitslos, zu gering verdienend oder beliebiger anderer Grund sind. Also ca. 50% der Bevölkerung.

https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/martin-beznoska-wer-zahlt-wie-viel-einkommensteuer-in-deutschland-405957.html

51,7% der Einkommenssteuerzahler zahlen mehr als 11.000€ Einkommensteuer, aber nur 10% der einkommenssteuerpflichtigen Personen zahlen mehr als diese Summe an Einkommensteuer.

Und haben diese 11.000€ irgendeine magische Bedeutung, dass man nur ab dieser Grenze einen positiven Saldo aus Abgaben und Transferleistungen hat? Oder ist das wieder nur zum drölfmillionsten mal die triviale Erkenntnis, dass in einem progressiven Steuersystem die höchstverdienenden auch am meisten bezahlen? No shit Sherlock! Deswegen heißt es p-r-o-g-r-e-s-s-i-v.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 19:28 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Solange unsere sogenannten Leistungsträger noch genügend Kohle übrig haben, um das IW durchzufüttern, kann es ja nicht so schlimm sein.

Zum Inhalt: Die Studie ignoriert die Entstehung der verschiedenen Einkommen, sondern konzentriert sich lediglich auf die Verteilung. Das liegt daran, weil dem Denken eine neoklassische Vorstellung des Arbeitsmarktes zu Grunde liegt, nach der jeder genau das verdient, was er produziert. Dieses Modell ist so dermaßen hanebüchen, eignet sich allerdings wunderbar als ideologische Legitimation des Status Quo.
In Wahrheit ist es jedoch so, dass bereits mit der Höhe des Lohns verteilt wird (man nennt es auch Primärverteilung). Es gibt genügend Beispiele von Firmen, die gleiche Arbeit unterschiedlich vergüten, z.B. über Werkverträge oder Leiharbeit. Angenommen, ein neu eingestellter Leiharbeiter verdient so viel weniger als sein Kollege, der das Gleiche tut, dass er aufstocken muss: laut den unter der Bezeichnung Wissenschaftler agierenden Quacksalbern beim IW erhöht sich dann dadurch die Belastung der oberen 10 %. Völlig absurd!

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Sonntag, 06.09.2020, 21:16 (vor 1943 Tagen) @ Grigori

Wenn 51,7% der Steuerzahler einem Wert von 10% der Steuerpflichtigen entspricht, geht es nicht um einen Betrag an Einkommensteuerabfuhr, sondern um die Verteilung in unserem Land. Daher passen Deine Ausführungen zur Lohnungleichheit nicht. Dies gilt umso mehr, da wir diese Problem nun wirklich nicht haben. Problematisch ist viel mehr die (ererbte) Vermögensungleichheit. Mit Deinen Ideen kommt man diesen aber nicht bei, sondern sorgt für schwindende Investitionen in Deutschland.

Und es hat auch nichts mit Schmarotzertum bei Rentnern und vom Staat Beschäftigten zu tun, dass diese Gruppe nichts erwirtschaftet, was man umverteilen könnte.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Grigori, Ort, Sonntag, 06.09.2020, 21:32 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Sorry, aber ich verstehe deinen Post beim besten Willen nicht. Müsstest du nochmal erläutern.

Nochmal: Die Studie des IW geht nur auf die sekundäre Verteilung ein, weil die primäre Verteilung von den meisten Ökonomen nicht hinterfragt wird. Allerdings liegt dort die Wurzel der Ungleichheit, weswegen die Studie als Beleg dafür, dass alle den Kapitalisten auf der Tasche liegen würden, nicht taugt.

Ich weiß nicht, welche vorgeschlagenen Maßnahmen du von mir meinst aber falls es um den öffentlichen Wohnungbau in Wien geht, würde ich mir einfach mal die Fakten reinziehen anstatt weiter deine Glaubenssätze runter zu beten.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Annika, Luzern, Sonntag, 06.09.2020, 20:39 (vor 1943 Tagen) @ Grigori

Solange unsere sogenannten Leistungsträger noch genügend Kohle übrig haben, um das IW durchzufüttern, kann es ja nicht so schlimm sein.

Zum Inhalt: Die Studie ignoriert die Entstehung der verschiedenen Einkommen, sondern konzentriert sich lediglich auf die Verteilung. Das liegt daran, weil dem Denken eine neoklassische Vorstellung des Arbeitsmarktes zu Grunde liegt, nach der jeder genau das verdient, was er produziert. Dieses Modell ist so dermaßen hanebüchen, eignet sich allerdings wunderbar als ideologische Legitimation des Status Quo.
In Wahrheit ist es jedoch so, dass bereits mit der Höhe des Lohns verteilt wird (man nennt es auch Primärverteilung). Es gibt genügend Beispiele von Firmen, die gleiche Arbeit unterschiedlich vergüten, z.B. über Werkverträge oder Leiharbeit. Angenommen, ein neu eingestellter Leiharbeiter verdient so viel weniger als sein Kollege, der das Gleiche tut, dass er aufstocken muss: laut den unter der Bezeichnung Wissenschaftler agierenden Quacksalbern beim IW erhöht sich dann dadurch die Belastung der oberen 10 %. Völlig absurd!

Also ich finde es super, dass hier jemand wie der Jursit81 endlich mal die ungleiche Einkommensverteilung anprangert und klarstellt, dass diese Pyramide so nicht weiter funktionieren kann. Hätte ich von seiner Seite zwar nicht erwartet, aber anscheinend kommt auch der Neoliberalste irgendwann zur Besinnung.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Annika, Sonntag, 06.09.2020, 21:10 (vor 1943 Tagen) @ Annika

Dieses Problem gibt es doch in der Schweiz nicht, Flügelflitzer. Schon scheiße, wenn man nicht aufpasst, ob seine Legende zum Inhalt der Posts passt...

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Annika, Luzern, Sonntag, 06.09.2020, 21:42 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Dieses Problem gibt es doch in der Schweiz nicht, Flügelflitzer. Schon scheiße, wenn man nicht aufpasst, ob seine Legende zum Inhalt der Posts passt...

Lieber Günther,
Es geht hier doch aber um die Bunesrepublik, in der ich übrigens geboren bin. Deine Aussage ist darüberhinaus falsch, genauso wie der überwiegende Teil deiner Äußerungen zu volkswirtschaftlichen Themen hier.

https://wid.world/country/switzerland/

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 21:45 (vor 1943 Tagen) @ Annika

Dieses Problem gibt es doch in der Schweiz nicht, Flügelflitzer. Schon scheiße, wenn man nicht aufpasst, ob seine Legende zum Inhalt der Posts passt...


Lieber Günther,
Es geht hier doch aber um die Bunesrepublik, in der ich übrigens geboren bin. Deine Aussage ist darüberhinaus falsch, genauso wie der überwiegende Teil deiner Äußerungen zu volkswirtschaftlichen Themen hier.

https://wid.world/country/switzerland/

Flügelflitzer, Du nervst.

Trotz "Umzugs" in die Schweiz und trotz "Geschlechtsumwandlung".

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Annika, Luzern, Sonntag, 06.09.2020, 21:56 (vor 1943 Tagen) @ Ulrich

Dieses Problem gibt es doch in der Schweiz nicht, Flügelflitzer. Schon scheiße, wenn man nicht aufpasst, ob seine Legende zum Inhalt der Posts passt...


Lieber Günther,
Es geht hier doch aber um die Bunesrepublik, in der ich übrigens geboren bin. Deine Aussage ist darüberhinaus falsch, genauso wie der überwiegende Teil deiner Äußerungen zu volkswirtschaftlichen Themen hier.

https://wid.world/country/switzerland/


Flügelflitzer, Du nervst.

Trotz "Umzugs" in die Schweiz und trotz "Geschlechtsumwandlung".

Lieber Ulrich,
scheinbar hast du meinen letzten Post an dich nicht mehr gelesen, weil der ganze Strang wegen deinen unflätigen Beleidigungen gelöscht wurde. Ich möchte dich an dieser Stelle nochmal bitten, dein Stalking zu unterlassen. Dein Kumpel scheint bei dir ja ganz schöne Spuren hinterlassen zu haben, aber das ist nicht mein Problem. Such dir bitte einen deiner anderen Flügelflitzer raus und geh denen statt mir auf die Nerven.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 22:05 (vor 1943 Tagen) @ Annika

Dieses Problem gibt es doch in der Schweiz nicht, Flügelflitzer. Schon scheiße, wenn man nicht aufpasst, ob seine Legende zum Inhalt der Posts passt...


Lieber Günther,
Es geht hier doch aber um die Bunesrepublik, in der ich übrigens geboren bin. Deine Aussage ist darüberhinaus falsch, genauso wie der überwiegende Teil deiner Äußerungen zu volkswirtschaftlichen Themen hier.

https://wid.world/country/switzerland/


Flügelflitzer, Du nervst.

Trotz "Umzugs" in die Schweiz und trotz "Geschlechtsumwandlung".


Lieber Ulrich,
scheinbar hast du meinen letzten Post an dich nicht mehr gelesen, weil der ganze Strang wegen deinen unflätigen Beleidigungen gelöscht wurde. Ich möchte dich an dieser Stelle nochmal bitten, dein Stalking zu unterlassen. Dein Kumpel scheint bei dir ja ganz schöne Spuren hinterlassen zu haben, aber das ist nicht mein Problem. Such dir bitte einen deiner anderen Flügelflitzer raus und geh denen statt mir auf die Nerven.

Ach Flügelflitzerin, lass es einfach.

Die "unflätigen Beleidigungen" hat es nie gegeben.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Annika, Luzern, Sonntag, 06.09.2020, 22:37 (vor 1943 Tagen) @ Ulrich

Dieses Problem gibt es doch in der Schweiz nicht, Flügelflitzer. Schon scheiße, wenn man nicht aufpasst, ob seine Legende zum Inhalt der Posts passt...


Lieber Günther,
Es geht hier doch aber um die Bunesrepublik, in der ich übrigens geboren bin. Deine Aussage ist darüberhinaus falsch, genauso wie der überwiegende Teil deiner Äußerungen zu volkswirtschaftlichen Themen hier.

https://wid.world/country/switzerland/


Flügelflitzer, Du nervst.

Trotz "Umzugs" in die Schweiz und trotz "Geschlechtsumwandlung".


Lieber Ulrich,
scheinbar hast du meinen letzten Post an dich nicht mehr gelesen, weil der ganze Strang wegen deinen unflätigen Beleidigungen gelöscht wurde. Ich möchte dich an dieser Stelle nochmal bitten, dein Stalking zu unterlassen. Dein Kumpel scheint bei dir ja ganz schöne Spuren hinterlassen zu haben, aber das ist nicht mein Problem. Such dir bitte einen deiner anderen Flügelflitzer raus und geh denen statt mir auf die Nerven.


Ach Flügelflitzerin, lass es einfach.

Die "unflätigen Beleidigungen" hat es nie gegeben.

Vielleicht sollte man den entsprechenden Mod nochmal fragen, warum der Strang dann gelöscht wurde. Das du nicht immer verbal unter Kontrolle hast, wäre ja nix Neues. Wie dem auch immer sei, sehe doch bitte ab sofort einfach davon ab, mich ständig zu nerven und geh einer anderen imaginären Reinkarnation auf den Geist.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Montag, 07.09.2020, 07:35 (vor 1943 Tagen) @ Annika

Vielleicht sollte man den entsprechenden Mod nochmal fragen, warum der Strang dann gelöscht wurde. Das du nicht immer verbal unter Kontrolle hast, wäre ja nix Neues. Wie dem auch immer sei, sehe doch bitte ab sofort einfach davon ab, mich ständig zu nerven und geh einer anderen imaginären Reinkarnation auf den Geist.

Du kannst ja gerne nachfragen. Über Post vom Flügelflitzer dürften die Admins vermutlich so richtig freuen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Sonntag, 06.09.2020, 19:13 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Ein Link wird nicht reichen. Aber zwei Links sollten hier zusammen ausreichen:

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2020/IW-Report_2020_Online-Tool_Steuern_Transfers.pdf

Hier ist unter der Tabelle 3-5 die Differenz zwischen Abgaben und Transferleistungen aufgeführt. Bereits hier zeigt sich, dass die untere Hälfte der Haushaltseinkommen eine negative Bilanz haben.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Man muss vielmehr berücksichtigen: wo kommt das Geld her? Menschen, die Umsatzsteuer leisten aus Geldern, die sie über Transferleistungen haben, tragen nichts an dem umzuverteilenden Vermögen bei.

Genau genommen müsste man staatliche Bedienstete und Beamten ebenfalls aus der Verlosung nehmen, da diese bezahlt werden von dem Geld, das andere erwirtschaftet haben, aber lassen wir das, das würde unnötige Diskussionen nach sich ziehen.

Also nehmen wir alle aus der Betrachtung heraus, die steuerpflichtig sind und keine Einkommenssteuer bezahlen (auch wenn Rentner und Pensionäre das tun, was die Bilanz noch mehr verschiebt).

https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/martin-beznoska-wer-zahlt-wie-viel-einkommensteuer-in-deutschland-405957.html

51,7% der Einkommenssteuerzahler zahlen mehr als 11.000€ Einkommensteuer, aber nur 10% der einkommenssteuerpflichtigen Personen zahlen mehr als diese Summe an Einkommensteuer.

Unter dem Strich wird die Quote 9/1 wahrscheinlich noch düsterer sein...

Was ist denn jetzt die Quintessenz dieser Berichte? Wenn man Sklavenarbeit einführen würde, dann würden die 10% 100% aller Einkommensteuer zahlen und man wäre denen noch zu Dank verpflichtet?

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Sonntag, 06.09.2020, 19:17 (vor 1943 Tagen) @ NGM

Die Quintessenz habe ich erläutert. Wo haben wir den Sklaven in Deutschland? Also taugt diese Überlegung nicht. Und zum Dank ist niemand verpflichtet, aber was wir hier lesen, ist das genaue Gegenteil.

Ten Thousand years a slave

Rupo, Ruhrpott, Montag, 07.09.2020, 16:29 (vor 1942 Tagen) @ Jurist81
bearbeitet von Rupo, Montag, 07.09.2020, 16:44

Wo haben wir den Sklaven in Deutschland?

Spontan:
1. Prostitution
2. Fleischindustrie
3. Paketdienste
4. Leiharbeit und hier gerne Sub/Sub/Sub *Unternehmer* aus osteuropäischen Ländern

https://www.dw.com/de/sklaverei-auf-der-stra%C3%9Fe/a-45153779
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/knochenjobs-und-hungerloehne-lohnsklaven-in-deutschland-102.html

Ten Thousand years a slave

tim86, Hamburg, Dienstag, 08.09.2020, 17:22 (vor 1941 Tagen) @ Rupo
bearbeitet von tim86, Dienstag, 08.09.2020, 17:29

Zwangsprostitution ist sicherlich moderne Sklaverei, aber bereits heute illegal und hat nichts mit unseren Wirtschaftssystem zutun.

Die anderen genannten sind zwar die Zustände sicherlich kritikwürdig. Aber sie als Sklaverei zu bezeichnen, verharmlost das Leiden, welches Sklaven erlitten haben und heute noch erleiden.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Sonntag, 06.09.2020, 19:24 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Die Quintessenz habe ich erläutert. Wo haben wir den Sklaven in Deutschland? Also taugt diese Überlegung nicht. Und zum Dank ist niemand verpflichtet, aber was wir hier lesen, ist das genaue Gegenteil.

Wenn die 10% die 90% Steuern erwirtschaftet hätten wäre das ja ok. Die Arbeit wird aber von den 90% geleistet die so wenig bezahlt werden daß sie nur 10% der Steuern zahlen.
Genau deswegen hab ich ja das auch mit der Sklavenarbeit erwähnt.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

HoschUn, Montag, 07.09.2020, 08:09 (vor 1943 Tagen) @ NGM

das Versteht er nicht. also dass diese Art der Berechnung kompletter Schwachsinn ist und eine Pseudolegitimation von Ausbeutung ist. Denn je mehr die „unteren“ geknechtet werden, desto besser sieht diese Bilanz für die Reichen aus. letztlich würde sie noch besser aussehen, wenn die „unteren“ gar nicht mehr bezahlt werden, denn dann wäre ihre Bilanz noch schlechter und die der Reichen noch besser.... aber das zu verstehen übersteigt offensichtlich seine Möglichkeiten.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Philipp54, Montag, 07.09.2020, 16:45 (vor 1942 Tagen) @ RE_LordVader

das Versteht er nicht. also dass diese Art der Berechnung kompletter Schwachsinn ist und eine Pseudolegitimation von Ausbeutung ist. Denn je mehr die „unteren“ geknechtet werden, desto besser sieht diese Bilanz für die Reichen aus. letztlich würde sie noch besser aussehen, wenn die „unteren“ gar nicht mehr bezahlt werden, denn dann wäre ihre Bilanz noch schlechter und die der Reichen noch besser.... aber das zu verstehen übersteigt offensichtlich seine Möglichkeiten.

Die Bilanz nach Steuern wäre schlechter.
Man müßte die Sozialleistungen erhöhen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Annika, Luzern, Montag, 07.09.2020, 15:35 (vor 1942 Tagen) @ RE_LordVader

das Versteht er nicht. also dass diese Art der Berechnung kompletter Schwachsinn ist und eine Pseudolegitimation von Ausbeutung ist. Denn je mehr die „unteren“ geknechtet werden, desto besser sieht diese Bilanz für die Reichen aus. letztlich würde sie noch besser aussehen, wenn die „unteren“ gar nicht mehr bezahlt werden, denn dann wäre ihre Bilanz noch schlechter und die der Reichen noch besser.... aber das zu verstehen übersteigt offensichtlich seine Möglichkeiten.

Nimms ihm nicht übel, ein 5 jähriges Jurastudium hinterlässt bei so manchem starke kongitive Spuren.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Pietschi, Sonntag, 06.09.2020, 15:16 (vor 1943 Tagen) @ Jurist81

Fair bleiben...von Anfangsrendite hat er nicht gesprochen. Und da wo ich herkomme kalkuliere ich die Rendite erst nach den AfA...So hab ich ihn auch verstanden.

Bezüglich aller anderen Punkte gebe ich dir recht - auch ein Grund warum nach meinem Dafürhalten der private Wohnungsbau mit Vermietung sich auch nur lohnt wenn man das gut skaliert aka ziemlich viel davon macht.

Edit: Wohne in Leipzig (Südost, also gleich neben Connewitz) und habe es bei weitem nicht als so furchtbar empfunden wie es teilweise heute in den Medien gemacht wird. Den Hintergrund für den Unmut kann ich verstehen. Den hat Ulrich aber auch schon ganz gut dargestellt.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

TerraP, Köln, Sonntag, 06.09.2020, 13:22 (vor 1944 Tagen) @ Blarry

3 % sind für viele Investoren sehr spannend, wenn sie risikoarm und eigenkapitalschonend erwirtschaftet werden können. Viel Geld muss ja z. B. von risikoaversen Versicherungen oder Pensionseinrichtungen investiert werden.

cash-online.de/immobilien/2018/sozialer-wohnungsbau-auch-fuer-investoren-interessant/439886

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Nietzsche, Sonntag, 06.09.2020, 11:39 (vor 1944 Tagen) @ Nietzsche

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.


Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?

Der Staat würde es.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Nietzsche, Sonntag, 06.09.2020, 15:21 (vor 1943 Tagen) @ NGM

Der Staat sollte endlich anfangen bundesweit hunderttausende von Wohnungen samt ÖPNV Infrastruktur zu bauen, um den Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen. Dazu große Wohnungsgesellschaften wie Vonovia zerschlagen, und ein Verbot aussprechen Rendite mit der Miete zu machen.


Solch ein Verbot würde ja alle privaten Bauprojekte verhindern. Wer würde Wohnungen bauen, wenn ihm verboten wäre, damit Geld zu verdienen?


Der Staat würde es.

Ja klar kann der Staat das tun. Aber der braucht ja kein Verbot, der kann es einfach lassen.
Ein Verbot kann sich ja nur auf andere Leute beziehen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Trainingskiebitz, Block 36, Sonntag, 06.09.2020, 11:26 (vor 1944 Tagen) @ CrimsonGhost

Sehr gute Ideen! Die haben in der DDR seinerzeit ja bereits herausragende Ergebnisse geliefert.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

simie, Krefeld, Sonntag, 06.09.2020, 12:46 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Sowohl in der DDR als auch in der BRD war der staatlich geförderte bzw. komplett staatliche Wohnungsbau eine Erfolgsgeschichte.
Auch die Plattenbauten haben tatsächlich, so komisch das aus heutiger Sicht klingt, die Wohnsituation Hunderttausender verbessert.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Samstag, 05.09.2020, 15:06 (vor 1944 Tagen) @ Bud_Bundy

Gestern Abend in Leipzig.

Tagesschau

Leider nichts neues. Teile der Szene scheinen sich übel zu radikalisieren. Vor einiger Zeit wurden auch Journalisten bedroht.

Andererseits wird die linke Hochburg regelmäßig von Rechtsradikalen bedroht.

Vor einigen Jahren beispielsweise überfiel eine dreistellige Zahl von Nazis den Stadtteil. Beteiligt waren wohl u.a. auch ein Justizbeamter und ein Rechtsreferendar.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Trainingskiebitz, Block 36, Sonntag, 06.09.2020, 08:29 (vor 1944 Tagen) @ Ulrich

Klassischer Fall von Whataboutism.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Trainingskiebitz, Sonntag, 06.09.2020, 11:21 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Der Verweis auf die lRadale von Linken in einem Thread über Rechtsradikale? Ja ist es.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

prosakind, wäre-gerne-in-Graz, Sonntag, 06.09.2020, 09:11 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Der Beitrag von Bud_Bundy? Ja, das stimmt wohl. Oder was hat der Verweis in diesem Thread zu suchen?

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 08:46 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Klassischer Fall von Whataboutism.

Meinst Du damit meinen Verweis auf die rechtsradikalen Angriffe auf den Stadtteil, die bei vielen Bewohnern das Gefühl ausgelöst haben, von der Polizei nicht geschützt zu werden? Die Täter kamen wohl vielfach aus dem Umfeld von Legida. Als Reaktion haben sich leider ihrerseits Teile der linken Szene dort ganz massiv radikalisiert. Das ganze steht im Kontext.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Trainingskiebitz, Block 36, Sonntag, 06.09.2020, 09:55 (vor 1944 Tagen) @ Ulrich

Krawalle linksextremer Chaoten im „linksalternativen“ Conmewitz steht also im Kontext zu Angriffen von Rechtsextremen in anderen Stadtteilen? Klingt für mich nach „Huhn oder Ei“.

Konsequent gegen beide Seiten vorgehen und keinen Raum für derartige Exzesse.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 10:24 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Krawalle linksextremer Chaoten im „linksalternativen“ Conmewitz steht also im Kontext zu Angriffen von Rechtsextremen in anderen Stadtteilen? Klingt für mich nach „Huhn oder Ei“.

Konsequent gegen beide Seiten vorgehen und keinen Raum für derartige Exzesse.

Mit anderen Worten, Du weigerst dich, dich mit der konkreten Situation dort und mit den zeitlichen Abläufen auseinanderzusetzen, damit Du hier weiter deine Stammtischparolen abladen kannst.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Trainingskiebitz, Block 36, Sonntag, 06.09.2020, 10:50 (vor 1944 Tagen) @ Ulrich

Dann hilf mir doch bitte bei der Einordnung der Geschehnisse, damit ich mich vom Stammtischniveau lösen kann. Leitfrage: Inwiefern ist die linksextreme Krawalle gerechtfertigt, begründet oder sonst wie abschwächend in einen Kontext zu setzen?

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 11:27 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Dann hilf mir doch bitte bei der Einordnung der Geschehnisse, damit ich mich vom Stammtischniveau lösen kann. Leitfrage: Inwiefern ist die linksextreme Krawalle gerechtfertigt, begründet oder sonst wie abschwächend in einen Kontext zu setzen?

Du bist das personifizierte Beispiel, wieso es unmöglich und unnütz ist, mit AfDlern reden zu wollen.

Du bist ja nicht einmal bereit und / oder in der Lage das zu lesen, was ich geschrieben und verlinkt habe.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Trainingskiebitz, Block 36, Sonntag, 06.09.2020, 11:50 (vor 1944 Tagen) @ Ulrich

Danke für die nochmalige Bestätigung, dass Meinungen der Mitte hier nicht willkommen sind. Ich werde mich daher in politischen / gesellschaftlichen Themen hier nicht mehr äußern. Zum Glück ist dieses Forum nur ein kleiner Ausschnitt der politischen Landkarte. Mehr als 20% werden es auch bei der nächsten Bundestagswahl nicht werden.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

Ulrich, Sonntag, 06.09.2020, 20:36 (vor 1943 Tagen) @ Trainingskiebitz

Danke für die nochmalige Bestätigung, dass Meinungen der Mitte hier nicht willkommen sind. Ich werde mich daher in politischen / gesellschaftlichen Themen hier nicht mehr äußern. Zum Glück ist dieses Forum nur ein kleiner Ausschnitt der politischen Landkarte. Mehr als 20% werden es auch bei der nächsten Bundestagswahl nicht werden.

Deine AfD wird hoffentlich einstellig bleiben.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

TerraP, Köln, Sonntag, 06.09.2020, 11:56 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Bei allem Verständnis: Der Beitrag von Ulrich ist wirklich ein schlechtes Ziel für so einen Angriff, und das rückt Dich dann doch leicht in eine Troll-Ecke.

Und Connewitz ist sicher ein spannendes Thema, warum es aber hier - scheinbar - zusammenhanglos in einen Thread über rechte Hochburgen gepackt wird, darf man sich dann schon fragen.

Krawalle im linksalternativen Connewitz

pactum Trotmundense, Syburg, Sonntag, 06.09.2020, 11:02 (vor 1944 Tagen) @ Trainingskiebitz

Geiles Derailing von dir und deinem Kameraden Bud_Bundy. Es geht im Thread rechte Wahlhochburgen und dank euch soll es jetzt über Connewitz gehen, weil... ja, weil! Auf die genannten Punkte gehst du auch nicht ein. Hauptsache "Krawalle" und "linksalternativ" stehen oft genug in der Hauptübersicht.

leider doch eine Hochburg

fabian 1909, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 14:50 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Dortmund ist wohl offensichtlich mitnichten die Hochburg der braunen Faschisten im Pott.

Naja, Dortmund ist vielleicht weniger eine rechte Hochburg an den Wahlurnen, dafür umso mehr im Raumkampf um Immobilien, Verfolgung und Ermordung missliebiger Personen (NSU nur ein Beispiel) oder Demonstrationen auf der Straße.

leider doch eine Hochburg

Talentförderer, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 18:25 (vor 1944 Tagen) @ fabian 1909

Wo sie vor Jahren noch 1000 Leute auf die Straße gebracht haben sind es jetzt meist kaum mehr als 50-100.

Wo Deutschlands rechts wählt

Buzzbomb ⌂ @, Howi, Samstag, 05.09.2020, 10:39 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Kann es sein das "Die Rechte" für eine Wählerstimme, ungefähr 50 Plakate aufhängen muss, wie bezahlen die das denn?

Wo Deutschlands rechts wählt

Ulrich, Samstag, 05.09.2020, 10:51 (vor 1945 Tagen) @ Buzzbomb

Kann es sein das "Die Rechte" für eine Wählerstimme, ungefähr 50 Plakate aufhängen muss, wie bezahlen die das denn?

Die melken die eigene Szene. Vertrieb von Aufklebern, T-Shirts, sonstigen Nazi-Devotionalien.

Wo Deutschlands rechts wählt

Kapitän Haddock, Samstag, 05.09.2020, 14:14 (vor 1945 Tagen) @ Ulrich

Kann es sein das "Die Rechte" für eine Wählerstimme, ungefähr 50 Plakate aufhängen muss, wie bezahlen die das denn?


Die melken die eigene Szene. Vertrieb von Aufklebern, T-Shirts, sonstigen Nazi-Devotionalien.

Der Ursprung dieser Gelder dürfte damit in nicht geringem Maß aus staatlichen Transferleistungen bestehen, oder sehe ich das falsch?

Wo Deutschlands rechts wählt

Ulrich, Samstag, 05.09.2020, 14:26 (vor 1945 Tagen) @ Kapitän Haddock

Kann es sein das "Die Rechte" für eine Wählerstimme, ungefähr 50 Plakate aufhängen muss, wie bezahlen die das denn?


Die melken die eigene Szene. Vertrieb von Aufklebern, T-Shirts, sonstigen Nazi-Devotionalien.


Der Ursprung dieser Gelder dürfte damit in nicht geringem Maß aus staatlichen Transferleistungen bestehen, oder sehe ich das falsch?

Ich glaube nicht, dass Du das falsch siehst.

Wo Deutschlands rechts wählt

Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Samstag, 05.09.2020, 09:24 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone
bearbeitet von Ravenga, Samstag, 05.09.2020, 09:27

Dortmund ist wohl offensichtlich mitnichten die Hochburg der braunen Faschisten im Pott.

Klar, quantitativ nicht. Was in Dortmund unsere Dorstfelder und Martener Freunde von "Die Rechte" sind, sind in Essen halt die Steeler Jungs, Identitäre usw. Das Problem ist halt die Art der Vernetzung und die Radikalisierung. In Dortmund kommen direkt die Kahlins aus ihrem safe space und verjagen/verkloppen dich nach Strich und Faden, während du Steele schon noch auf die Schnelle ein paar Antifas mobilisiert bekommst, die dann ihrerseits offensiv vorgehen. Diesbezüglich ist der Dortmunder (Nord-)Westen dagegen leider verloren, da stehst du auf verlorenem Posten, wenn du dich nicht gründlich vorbereitest.

Wo Deutschlands rechts wählt

Foreveralone, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 10:21 (vor 1945 Tagen) @ Ravenga

Dortmund ist wohl offensichtlich mitnichten die Hochburg der braunen Faschisten im Pott.


Klar, quantitativ nicht. Was in Dortmund unsere Dorstfelder und Martener Freunde von "Die Rechte" sind, sind in Essen halt die Steeler Jungs, Identitäre usw. Das Problem ist halt die Art der Vernetzung und die Radikalisierung. In Dortmund kommen direkt die Kahlins aus ihrem safe space und verjagen/verkloppen dich nach Strich und Faden, während du Steele schon noch auf die Schnelle ein paar Antifas mobilisiert bekommst, die dann ihrerseits offensiv vorgehen. Diesbezüglich ist der Dortmunder (Nord-)Westen dagegen leider verloren, da stehst du auf verlorenem Posten, wenn du dich nicht gründlich vorbereitest.

Ehrlich gesagt begreife ich das nicht. Wenn ich mir die Jungs von Die Rechte auf den Bildern angucke, sehe ich in erster Linie untrainierte, bierbäuchige, schlacksige Jungs mit zu großer Ärmelweite, während die Steeler Jungs eindeutig der Kategorie Türsteher zuzuordnen sind. Und nach Kampfsport sehen die auch nichts aus, kein Vergleich zu den sportlichen von 0231 z.B.

Dann muss die Dortmunder Antifa sich wohl wirklich aus den allergrößten Lauchs rekrutieren, wenn man dem nix entgegen setzen kann.

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Sascha, Dortmund, Sonntag, 06.09.2020, 09:12 (vor 1944 Tagen) @ Foreveralone

Aus der Dortmunder Szene nehmen Leute an rechten MMA-Events teil. Und Unterstützung für NSU, Combat 18 und einem Kahlin, der schon jemanden erstochen hat, zeigen, dass einem auch das Leben an sich keinen hohen Wert darstellt.

Hitler, Göbbels und Himmler sahen nun auch nicht gerade wie einer germanischen Heldensage entsprungen aus.

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Ulrich, Samstag, 05.09.2020, 10:06 (vor 1945 Tagen) @ Ravenga

Dortmund ist wohl offensichtlich mitnichten die Hochburg der braunen Faschisten im Pott.


Klar, quantitativ nicht. Was in Dortmund unsere Dorstfelder und Martener Freunde von "Die Rechte" sind, sind in Essen halt die Steeler Jungs, Identitäre usw. Das Problem ist halt die Art der Vernetzung und die Radikalisierung. In Dortmund kommen direkt die Kahlins aus ihrem safe space und verjagen/verkloppen dich nach Strich und Faden, während du Steele schon noch auf die Schnelle ein paar Antifas mobilisiert bekommst, die dann ihrerseits offensiv vorgehen. Diesbezüglich ist der Dortmunder (Nord-)Westen dagegen leider verloren, da stehst du auf verlorenem Posten, wenn du dich nicht gründlich vorbereitest.

Kahlin? Schlägt der noch immer zu? Dann wäre es angesichts seiner Vorgeschichte durchaus angebracht, bei der nächsten Verurteilung zusätzlich über Sicherungsverwahrung nachzudenken.

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Elmar, Montag, 07.09.2020, 00:37 (vor 1943 Tagen) @ Ulrich

Der Mörder ist ja der eine, der Bruder definitiv auch rechtsradikal.
Ob die beiden Schläger sind weiß ich nicht, aber es ist nicht nur einer in der Szene.
Wenn meine Erinnerung mich nicht ganz täuscht, ist die Frau vom Mörder sogar Veranstalterin beim Kampf der Nibelungen gewesen vor nicht allzu langer Zeit.

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Ulrich, Montag, 07.09.2020, 07:33 (vor 1943 Tagen) @ Elmar

Der Mörder ist ja der eine, der Bruder definitiv auch rechtsradikal.
Ob die beiden Schläger sind weiß ich nicht, aber es ist nicht nur einer in der Szene.
Wenn meine Erinnerung mich nicht ganz täuscht, ist die Frau vom Mörder sogar Veranstalterin beim Kampf der Nibelungen gewesen vor nicht allzu langer Zeit.

Das mit der Frau könnte stimmen. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann war der Bruder wohl laut Zeitungsmeldungen ebenfalls an Gewalttaten beteiligt, z.B. im Rahmen eines Junggesellenabschieds in Bochum. Er dürfte wohl in der Tat ähnlich ticken.

Kahlin, der mittlerweile den Namen seiner Frau angenommen hat, scheint wohl noch immer in der rechtsradikalen Kampfsportszene sehr aktiv zu sein. Er ist halt jemand, bei dem sich in den Oberarmen deutlich mehr abspielt als im Oberstübchen. Aber strafrechtlich scheint er in letzter Zeit nicht mehr in Erscheinung getreten zu sein.

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*krugix*Borusse*, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 07:46 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Hochburg bedeutet nicht zwangsläufig Wahlgewinn sondern eher die Mobilisierung. Und da ist Dortmund leider vorn mit dabei.
Man hat diese Menschen viel zu lange einfach machen lassen.

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Talentförderer, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 00:13 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Tja solange in den Medien und von irgendwelchen Ahnungslosen ständig von der Hochburg im Westen geredet wird, wird sich das Image leider nie ändern, obwohl es totaler Unsinn ist.

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Ulrich, Samstag, 05.09.2020, 07:42 (vor 1945 Tagen) @ Talentförderer

Tja solange in den Medien und von irgendwelchen Ahnungslosen ständig von der Hochburg im Westen geredet wird, wird sich das Image leider nie ändern, obwohl es totaler Unsinn ist.

Vom Wählerzuspruch stimmt es nicht. Aber in Dortmund wohnten und wohnen seit Jahrzehnten viele führende Gestalten der Nazi-Szene in NRW. Das begann mit Borchardt und Co., und aktuell sind es die Leute aus der Nazi-Partei Die Rechte in Dorstfeld. Allerdings fühlen sie sich seit einigen Jahren nicht mehr so wohl, Polizei und Staatsanwaltschaft rücken ihnen deutlich konsequenter auf den braunen Pelz, und Gerichte setzen auch kürzere Haftstrafen nicht mehr zur Bewährung aus.

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Talentförderer, Samstag, 05.09.2020, 06:34 (vor 1945 Tagen) @ Talentförderer

Dortmund ist schon eine Hochburg des Rechtsextremismus in Deutschland, auch wenn es in den Wahlergebnissen nicht so aussieht. Die dorstfelder Naziszene ist halt ein zentraler und wichtiger Verknüpfungs- und Organisationspunkt. Und natürlich sichtbares Aushängeschild mit einer sehr aktiven und mobilen Menge an Nazis in Dortmund und Umgebung.

Aktuellste Zahlen 2013

Goalgetter1990, Freitag, 04.09.2020, 23:14 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone
bearbeitet von Goalgetter1990, Freitag, 04.09.2020, 23:20

Mal abgesehen davon, dass sich zwar durchaus generelle Unterscheidungen zwischen Landstrichen ziehen lassen, sind die aktuellsten Daten des Links 7 (!) Jahre alt. Das heißt, die interessanten Entwicklungen der letzten Jahre fehlen ganz. Von daher, schwierig bis sinnlos über die veralteten Zahlen zu diskutieren, auch wenn die untenstehenden Thesen durchaus interessant sind...

Aktuellste Zahlen 2013

Franke, Freitag, 04.09.2020, 23:25 (vor 1945 Tagen) @ Goalgetter1990

Mal abgesehen davon, dass sich zwar durchaus generelle Unterscheidungen zwischen Landstrichen ziehen lassen, sind die aktuellsten Daten des Links 7 (!) Jahre alt. Das heißt, die interessanten Entwicklungen der letzten Jahre fehlen ganz. Von daher, schwierig bis sinnlos über die veralteten Zahlen zu diskutieren...


"Berliner Morgenpost, 23.01.2017 (Text-Update: 15.05.2017)"

Aktuellste Zahlen 2013

Goalgetter1990, Samstag, 05.09.2020, 01:02 (vor 1945 Tagen) @ Franke

Mal abgesehen davon, dass sich zwar durchaus generelle Unterscheidungen zwischen Landstrichen ziehen lassen, sind die aktuellsten Daten des Links 7 (!) Jahre alt. Das heißt, die interessanten Entwicklungen der letzten Jahre fehlen ganz. Von daher, schwierig bis sinnlos über die veralteten Zahlen zu diskutieren...

"Berliner Morgenpost, 23.01.2017 (Text-Update: 15.05.2017)"

Exakt, und die Grafikdaten sind aus 2013, also die Daten der damals aktuellsten Bundestagswahl!

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Balin, Freitag, 04.09.2020, 22:27 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Dortmund ist im Westen die Hochburg der vernetzten, gewalttätigen Neonaziszene. Die AfD-Wählerschaft ist hier vergleichbar mit anderen Städten im Ruhrgebiet.

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Talentförderer, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 00:16 (vor 1945 Tagen) @ Balin

Eigentlich ist es hier sogar weniger, die meisten wohnen in irgendwelchen Kuhdörfern rund herum. Dortmund ist insgesamt eine sehr linke und von Migration geprägte Stadt.
Dortmund ist einzig und allein Dank seiner Lage der Haupttreffpunkt geworden.

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fabian 1909, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 14:52 (vor 1945 Tagen) @ Talentförderer

Dortmund ist einzig und allein Dank seiner Lage der Haupttreffpunkt geworden.

Das sagt Herr Sierau vielleicht gerne, stimmt aber einfach so nicht. In Dortmund wurde den Nazis lange nichts wirklich entgegen gesetzt, das hat ihnen Freiräume gelassen.

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Foreveralone, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 00:37 (vor 1945 Tagen) @ Talentförderer

Eigentlich ist es hier sogar weniger, die meisten wohnen in irgendwelchen Kuhdörfern rund herum. Dortmund ist insgesamt eine sehr linke und von Migration geprägte Stadt.
Dortmund ist einzig und allein Dank seiner Lage der Haupttreffpunkt geworden.

Naja, dass würde ich absolut nicht behaupten. Dortmund bewegt sich hier auf dem selben Level wie Bochum und Essen laut der Statistik. Als sonderlich links bzw stark weltoffen wie z.B Hamburg oder Bremen habe ich Dortmund nie wahrgenommen, eher als Querschnitt der Gesellschaft. Düsseldorf und Hannover haben bei ähnlicher Einwohnerzahl wesentlich weniger Rechtspopulisten und Extremisten.

Es ist auch wirklich auffällig, aber auch nicht sonderlich überraschend, dass Städte mit sozialen Schwierigkeiten, größere Probleme damit haben.

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Foreveralone, Dortmund, Freitag, 04.09.2020, 22:43 (vor 1945 Tagen) @ Balin

Dortmund ist im Westen die Hochburg der vernetzten, gewalttätigen Neonaziszene. Die AfD-Wählerschaft ist hier vergleichbar mit anderen Städten im Ruhrgebiet.


Aber die Bürger hier wählen laut Grafik trotzdem deutlich weniger rechtsextrem als Duisburg und Gelsenkirchen.
In Dortmund sind wohl eher die Alphatiere sesshaft.

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Lambert09, Am Rande Westfalens, Samstag, 05.09.2020, 08:22 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Aber wie schon oben gesagt, die Daten sind 7 Jahre alt.

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micha87, bei Berlin, Samstag, 05.09.2020, 00:13 (vor 1945 Tagen) @ Foreveralone

Dortmund ist im Westen die Hochburg der vernetzten, gewalttätigen Neonaziszene. Die AfD-Wählerschaft ist hier vergleichbar mit anderen Städten im Ruhrgebiet.

Aber die Bürger hier wählen laut Grafik trotzdem deutlich weniger rechtsextrem als Duisburg und Gelsenkirchen.
In Dortmund sind wohl eher die Alphatiere sesshaft.

Dortmund und viele andere Städte auch haben ein Problem mit Rechts, da ist es wenig zielführend mit dem Finger auf GE & Duisburg zu zeigen weil dort noch mehr Leute rechtsextrem wählen.

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Talentförderer, Dortmund, Samstag, 05.09.2020, 00:18 (vor 1945 Tagen) @ micha87

Na zum Glück machen das aber permanent die Bürgermeister von GE, DU, Essen, Wuppertal, Gladbach oder Aachen. Um von ihren Rechtenproblemen abzulenken.

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Talentförderer, Samstag, 05.09.2020, 15:32 (vor 1944 Tagen) @ Talentförderer

Na zum Glück machen das aber permanent die Bürgermeister von GE, DU, Essen, Wuppertal, Gladbach oder Aachen. Um von ihren Rechtenproblemen abzulenken.

Machen im Fall von GE nicht nur die Bürgermeister sondern auch die S05 Fans. Man vergisst gerne das man selber genug Probleme mit rechten hat was man auch daran sieht das man eine Meldestelle eingeführt hat wo man unter anderem Rechte Fans melden kann.

Daher muss ich immer den Kopfschütteln wenn die auf uns zeigen.

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micha87, bei Berlin, Samstag, 05.09.2020, 18:24 (vor 1944 Tagen) @ Kaiser23

Wer angesichts der Probleme die wir als Gesellschaft mit Rechts haben es noch schafft zuerst auf andere Demokraten zu zeigen um sich besser zu fühlen (bei uns gibt's nicht so viele Rechte) dem ist echt nicht mehr zu helfen und er hat überhaupt nichts verstanden.

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micha87, Samstag, 05.09.2020, 18:28 (vor 1944 Tagen) @ micha87

Wer angesichts der Probleme die wir als Gesellschaft mit Rechts haben es noch schafft zuerst auf andere Demokraten zu zeigen um sich besser zu fühlen (bei uns gibt's nicht so viele Rechte) dem ist echt nicht mehr zu helfen und er hat überhaupt nichts verstanden.

Da stimme ich dir zu, jeder Nazi ist einer zuviel und man sollte nicht auf andere zeigen wenn man selber Probleme mit Nazis hat. Diese "bei euch ist es aber schlimmer" Vergleiche bringen nix und sind nicht förderlich.

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micha87, bei Berlin, Samstag, 05.09.2020, 00:35 (vor 1945 Tagen) @ Talentförderer

Was im Endeffekt nichts bringt. Wir sehen ja bei den ganzen Idioten die sich mit Rechts gemein machen im Zuge von Corona sie kommen aus ganz Deutschland angereist um zu demonstrieren.

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