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Das Land Bayern ist keine Bananenrepublik (Fußball und Sport allgemein)

Voomy, Berlin, Donnerstag, 17.09.2020, 15:51 (vor 1947 Tagen) @ Dimas87

Naja, du hast auf das Amigo Bayern verwiesen und es so dargestellt, dass es hier schlimmer zu geht als in anderen Ländern. Als Beleg dafür hast du angeführt, dass hier seit Jahren die gleiche Partei regiert (die ich im Übrigen nicht wähle). Als Gegenargument habe ich dir aufgezeigt, dass das nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal für Bayern ist.

Ja, weil die Amigo-Politik nun einmal DAS herausstechende Problem von Bayerns Politik ist. Der CSU-Filz, der sich durch alle Poren des Staates zieht. Das ist mit Sicherheit, gerade im Vergleich mit anderen Bundesländern, ein Luxusproblem. Darum geht es hier ja aber auch: Ganz ganz ursprünglich stand meine Überraschung, dass man im bayrischen Filz eine Entscheidung getroffen hat, die eben kein Filz ist.

Würden wir jetzt über Flughäfen und Schulden (Berlin), mangelnde Weitsicht und hanseatische Connections (Hamburg), Konzeptlosigkeit und Inkompetenz (NRW) oder rechte Strukturen (Sachsen) reden - dann wäre eben dass das Thema. Aber Amigo-Politik bleibt das große bayrische Ding.

Bayern ist ein isolationistischer Staat innerhalb eines föderalen Systems. Der Versuch in Bayern Fuß zu fassen, ohne dass du Teil des CSU Filz bist, ist quasi unmöglich. Das beginnt bei Genehmigungsverfahren, das geht weiter mit politischer Partizipation,

Ich denke nicht, dass die Aussage von bayrisch.isolationischer Politik eines konkreten Beispiels bedarf, wenn man sich die Politik der CSU auf Bundesebene anguckt. Bei den anekdotischen Beispielen der Genehmigungsverfahren und Partizipation stimme ich dir zu.

Ich habe nicht behauptet, dass hier alles toll ist. Mich stört die grundsätzliche Annahme, dass es hier schlimmer sei, als im Rest der Republik. Dass die CSU als Regionalpartei eine Nur-Bayern-Politik fährt will ich nicht einmal bestreiten, aber was hat das mit den Vorgängen innerhalb des Freistaats Bayern zu tun.

Ich habe nie behauptet, dass es "da" schlimmer ist, als sonst. Es ist "da" nur deutlich sichtbarer.

Das ist nun doch kein Argument. Die Grünen und Teile der Linken sind auch mal aus der SPD hervorgegangen. Die FW sind eben keine CSU-ler mehr, weil sie ein Problem mit der Kultur innerhalb der Partei hatten und sich dem nicht mehr fügen wollten.

Ich hätte eine andere Erklärung dafür, warum es die Freien Wähler gibt, aber da gehts dann wirklich zu tief. Fällt so ein bisschen unter: Ich finde deine Meinung okay aber lass uns vereinbaren, dass wir nicht einer Meinung sind.


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