Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel (Sonstiges)
Fred789, Ort, Freitag, 08.01.2021, 15:01 (vor 1827 Tagen)
Anbei der Link zu einem sehr guten Artikel über Julian Assange und den "den Opportunismus der Medien"
der Artikel ist etwas länger, lohnt sich aber zu lesen, es wird die Entwicklung von Wikileaks und die Verdienste von Julian Assange beschrieben, um sich danach dem Bruch der Medien mit Assange zu widmen
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Didi, Schweiz, Freitag, 08.01.2021, 20:10 (vor 1826 Tagen) @ Fred789
Ist es wirklich so, dass die Demokraten bei den Vorwahlen vor fünf Jahren manipuliert haben, damit Sanders nicht gewinnt? Das war mir neu.
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Didi, Samstag, 09.01.2021, 00:16 (vor 1826 Tagen) @ Didi
Das ist richtig.
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Voomy, Berlin, Freitag, 08.01.2021, 15:42 (vor 1827 Tagen) @ Fred789
Dass der Anwalt von Assange ein Interesse daran hat, seinen Mandanten in einem besseren Licht erscheinen zu lassen, als er es verdient, ist schon relativ klar. Darum geht es in der Kritik mancher Medien auch überhaupt nicht. Ich glaube jedes westliche Medium ist sich einig darüber, dass der Umgang mit Assange in Großbritannien überaus zweifelhaft ist und dass die Anklagen in den USA ein massives Problem für Whistleblower sind - was Assange selbst übrigens nicht ist. Bei keiner Definition. Auch kein Journalist.
Es ändert aber nun einmal nichts daran, dass Assange eine fragwürdige Figur ist. Seine Führung von Wikileaks hat sowohl zum Aufstieg der Plattform geführt, ebenso schnell aber auch zum Untergang und der anschließenden Diskreditierung. Mal davon ab, dass seit drei Jahren nichts mehr auf Wikileaks erschienen ist, war die Plattform spätestens seit 2014 völlig verbrannt. Allerspätestens seit 2016. Seine früheren Weggefährten beschreiben seinen fragwürdigen Charakter, der Wikileaks als eine Plattform zur Profilierung verstanden hat. Die Leute, die damals für ihn Kaution stellten, sind nach den Monaten mit ihm völlig desillusioniert und demoralisiert. Assange hat dem Prinzip hinter der Wikileaks Plattform - und ähnlichen Plattform - mittelfristig mehr Schaden zugefügt als alles andere. Dafür brauchte es auch nie die fragwürdigen Vergewaltigungs-Vorwürfe aus Schweden.
Das ändert aber nichts daran, dass der Umgang mit ihm ein massives Problem ist. Und gerade wenn sein Geisteszustand inzwischen so ist, wie er beschrieben wird, ist Einzelhaft nicht weiter vertretbar.
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Fred789, Ort, Freitag, 08.01.2021, 16:57 (vor 1827 Tagen) @ Voomy
Dass der Anwalt von Assange ein Interesse daran hat, seinen Mandanten in einem besseren Licht erscheinen zu lassen, als er es verdient, ist schon relativ klar. Darum geht es in der Kritik mancher Medien auch überhaupt nicht. Ich glaube jedes westliche Medium ist sich einig darüber, dass der Umgang mit Assange in Großbritannien überaus zweifelhaft ist und dass die Anklagen in den USA ein massives Problem für Whistleblower sind - was Assange selbst übrigens nicht ist. Bei keiner Definition. Auch kein Journalist.
Ja es geht hier nicht wirklich um Assange, sondern darum ein Exempel zu statuieren
vielleicht ist er kein Journalist, jedoch hat er nichts anderes getan als das was wir vom Journalismus erwarten: die Wahrheit an die Öffentlichkeit bringen, dass ist meiner Meinung nach in einer Demokratie genauso schützenswert
Es ändert aber nun einmal nichts daran, dass Assange eine fragwürdige Figur ist. Seine Führung von Wikileaks hat sowohl zum Aufstieg der Plattform geführt, ebenso schnell aber auch zum Untergang und der anschließenden Diskreditierung. Mal davon ab, dass seit drei Jahren nichts mehr auf Wikileaks erschienen ist, war die Plattform spätestens seit 2014 völlig verbrannt. Allerspätestens seit 2016. Seine früheren Weggefährten beschreiben seinen fragwürdigen Charakter, der Wikileaks als eine Plattform zur Profilierung verstanden hat. Die Leute, die damals für ihn Kaution stellten, sind nach den Monaten mit ihm völlig desillusioniert und demoralisiert. Assange hat dem Prinzip hinter der Wikileaks Plattform - und ähnlichen Plattform - mittelfristig mehr Schaden zugefügt als alles andere. Dafür brauchte es auch nie die fragwürdigen Vergewaltigungs-Vorwürfe aus Schweden.
Dass Assange angeblich ein fragwürdige Figur sein soll, ist eben Teil der Mobbing-Kampagne, die gegen ihn läuft, genauso wie die haltlosen Vergewaltigungsvorwürfe, alles die gleiche Strategie - den Gegner diskreditieren
dass bei Wikileaks irgendwann nichts mehr erschien, zeigt nur wie erfolgreich die USA waren: auf die Aussicht sieben Jahre lang auf 20 qm zu leben ohne die Möglichkeit sich frei bewegen zu können geschweige denn nach draußen zu gehen, darauf haben die wenigsten Informanten Lust
deshalb gab es keine Informationen mehr für Wikileaks, am Beispiel Assange hatte jetzt jeder vor Augen, was ihm blüht - und dass eine so lange "Haft" in der Botschaft bei ihm Spuren hinterlässt, ist normal
Das ändert aber nichts daran, dass der Umgang mit ihm ein massives Problem ist. Und gerade wenn sein Geisteszustand inzwischen so ist, wie er beschrieben wird, ist Einzelhaft nicht weiter vertretbar.
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Voomy, Berlin, Freitag, 08.01.2021, 17:01 (vor 1827 Tagen) @ Fred789
bearbeitet von Voomy, Freitag, 08.01.2021, 17:04
Nein. Das er eine fragwürdige Figur ist, ist KEIN Teil der Mobbing Kampagne. Es sei denn, man unterstellt plötzlich allen Personen, die früher bei Wikileaks gearbeitet haben, dass sie sich für eine Agenda einspannen lassen. Das ist völlig lachhaft. Leute, die lange lange lange vor Assange Whistleblower Plattformen betrieben haben und ihre Zusammenarbeit mit Assange so beschreiben haben da in die gleiche Kerbe geschlagen wie Snowden, der Assange ziemlich klar charakterisiert hat.
Man muss echt mal von dieser Verblendung runterkommen, dass Assange irgendwie ein Held der Whistleblower Szene ist. Ist er nicht. Nicht einmal für die Whistleblower Szene. Er ist mit Sicherheit eine Scapegoat für die Amerikaner, das macht sein Wirken aber nicht seriöser.
Komischerweise hat es auch keinen Whistleblower abgehalten, die Informationen zu den Panama Papers zu veröffentlichen. Halt nicht bei Wikileaks. Da hat man sich lieber wieder an etablierte Medien gewendet.
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Fred789, Ort, Freitag, 08.01.2021, 17:27 (vor 1827 Tagen) @ Voomy
Nein. Das er eine fragwürdige Figur ist, ist KEIN Teil der Mobbing Kampagne. Es sei denn, man unterstellt plötzlich allen Personen, die früher bei Wikileaks gearbeitet haben, dass sie sich für eine Agenda einspannen lassen. Das ist völlig lachhaft. Leute, die lange lange lange vor Assange Whistleblower Plattformen betrieben haben und ihre Zusammenarbeit mit Assange so beschreiben haben da in die gleiche Kerbe geschlagen wie Snowden, der Assange ziemlich klar charakterisiert hat.
so viel ich weiß, hat es Snowden nur dank der Hilfe von Assange überhaupt bis Moskau geschafft und der Streit soll wohl wegen der Veröffentlichungsstrategie ausgebrochen sein, aber sei es drum, selbst wenn er ein schwieriger Mensch ist, rechtfertigt es weder den derzeitigen Umgang mit ihm noch schmälert es seine Verdienste
Man muss echt mal von dieser Verblendung runterkommen, dass Assange irgendwie ein Held der Whistleblower Szene ist. Ist er nicht. Nicht einmal für die Whistleblower Szene. Er ist mit Sicherheit eine Scapegoat für die Amerikaner, das macht sein Wirken aber nicht seriöser.
Komischerweise hat es auch keinen Whistleblower abgehalten, die Informationen zu den Panama Papers zu veröffentlichen. Halt nicht bei Wikileaks. Da hat man sich lieber wieder an etablierte Medien gewendet.
laut Wikipedia stimmt dies nicht. Die Panama Papers wurden Wikileaks angeboten:
"Bevor der anonyme Whistleblower unter dem Pseudonym John Doe die Süddeutsche Zeitung anschrieb, hatte er sich schon an mehrere Nachrichtenagenturen und WikiLeaks gewandt."
https://de.wikipedia.org/wiki/Panama_Papers
hinzu kommt, dass 2015 Assange auch schon in der Botschaft war, die Panama Papers betrafen auch nicht die stattlichen Institutionen der USA, sondern weltweite Steuerhinterziehung, das ist dann ne ganz andere Kategorie
Julian Assange und die Medien - sehr guter Artikel
Voomy, Berlin, Freitag, 08.01.2021, 17:37 (vor 1827 Tagen) @ Fred789
Es rechtfertigt nicht den Umgang mit ihm. Versteh mich da nicht falsch - es gibt nichts, das diese Form von Umgang mit Assange oder irgendeinem Menschen rechtfertigt. Aber es geht nicht darum, ob Assange ein schwieriger Mensch ist - was bei Menschen mit Autismus generell schon ein bisschen häufiger vorkommt - sondern darum, dass Assange durchaus willentlich Fehler gemacht hat, die jetzt auf Projekte wie Wikileaks zurückfallen.
Dass er das vorher Wikileaks angeboten hat war mir nicht klar, das STatement ziehe ich also zurück. Bleibt die Frage, warum die restliche Crew rund um Kristinn Hrafnsson, dem jetzigen Editor in Chief von Wikileaks, die Story nicht aufgegriffen hat.
Ja, dass die Panama Papers nicht nur die USA betrafen ist ja einer der Kritikpunkte, der von Verbündeten aus den Jahren 2010 - 2014 erhoben wird. Eine unnatürliche Fixierung von Assange auf die USA und dass man die eigenen Rohdaten, die andere Länder betroffen haben, gerade auf Assange Druck hin nun einmal nicht bearbeitet hat. Einer der vielen Kritikpunkte hinsichtlich Assange Tätigkeit bei Wikileaks. Selbst dann, wenn er mit den Panama Papers nichts am Hut hatte.