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Nunja (BVB)

SebWagn, HH Harvestehude, Freitag, 23.06.2023, 23:05 (vor 1146 Tagen) @ Kilian

Zunächst ist es ja das gute Recht von jedem, Vorurteile über andere die man nicht näher kennt und deren Handlungsweisen man gefühlt nur irgendwie durch Distanz beurteilt, zu haben.

Jeder empfindet auch anders und möchte mit dem oder anderen nichts zu tun haben, tlw. aufgrund eigener Meinungen oder Meinungen anderer die einem mehr zusagen.

"Dramaqueen" ist mir da aber zu polemisch und ebenso respektlos, ähnlich wie Menschen mit denen man nie vorher gesprochen hat als homophob zu betiteln. Nicht "homophobe Aktion", sondern gleich den gesamten Menschen als 100% homophob zu verurteilen.


.


Einen 22 jährigen, der keinerlei Konflikte oder Auftritte zu den vorgeworfenen Themen hatte und lediglich 2, sehr ekelhafte, Links geteilt hat final als "homophob" zu titulieren geht mir persönlich da zu weit.

"Ich bereue es, das gepostet zu haben, vor allem, weil ich nicht weiß, ob er Christ ist. Ich denke, dass es noch schlimmer wird, wenn man weiß, wer es gesagt hat und wie er es gesagt hat. Ich bin nicht damit einverstanden, wie er seine Überzeugungen vermittelt, und ich stimme auch nicht mit allem überein, was er sagt", führte er weiter aus.

https://www.sportbuzzer.de/fussball/bundesliga/felix-nmecha-bereut-instagram-post-doch-dfb-star-verteidigt-auch-kontroverse-ansichten-4BFA2BAB5B37BFD3A36FD2C...


Wie darf ich mir allein und aufgrund der Teilung von 2 Links, ein endgültiges Urteil über einen Menschen erlauben den ich nicht persönlich kenne, oder der jahrelang für solche ekelhaften homophoben oder transfeindlichen Äußerungen oder Denkweisen bekannt ist und nicht nur durch indirekte Verlinkung ?

OB das vorverurteilende Verhalten dann auch vereinbar ist mit einem ethischen Kodex den man vom gegenüber fordert, muss man gesondert beachten. Ich kann ja nicht Wasser predigen und Wein trinken. In dem Falle einem Menschen einen Stempel aufdrücken ohne je mit ihm gesprochen zu haben...und obwohl die diese 2 Handlungen definitiv problematisch sind, sollten wir vorsichtig sein, ihn allein aufgrund dieser Aktionen zu verurteilen

Ich persönlich schaue ihn mir als Spieler des BVB, aber auch als Mensch genau an und erwarte weiterhin, dass er den Eindruck der Homophobie nicht verfestigt oder schwelen lässt.

Sollte das jedoch geschehen wäre auch meine Meinung ganz schnell eine andere, nicht humane, mit der Forderung, dass er kein Spiel mehr für den BVB bestreitet.


Ohne jeden Zweifel gilt jedoch, dass der Kampf gegen Homophobie, Transphobie und viele andere Feinde von frei gewählten, menschlichen Lebensweisen weiter fortgesetzt werden muss.


https://www.edit-magazin.de/das-schwuchtel-dilemma.html

Vielleicht denkt der ein oder andere auch mal darüber nach und erinnert sich an eigene, ähnliche Handlungen wie in dieser Kolumne


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