Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund (Sonstiges)
Kutte92, Münster, Dienstag, 11.07.2023, 12:06 (vor 922 Tagen)
Mal an alle "echten" Dortmunder hier: Seit wann hat denn die Verelendung in dieser Stadt so zugenommen?
Ich bin gerade geschäftlich ein paar Tage in Dortmund, in einem Hotel direkt in der City - und ich muss sagen: Ich bin vollkommen entsetzt.
Aufgrund der Borussia komme ich ja nun schon seit 25 Jahren regelmäßig nach Dortmund, bei Spielen fast immer über Nacht, natürlich hält man sich dann meistens nur in Stadionnähe auf oder geht mal auf die Galoppbahn oder ins Casino in Hohensyburg. Aber ich war durchaus auch häufiger schon zentral in Dortmund, auch mehrere Tage. Aber diesmal bin ich wirklich schockiert, so übel war das hier doch früher nicht?!
In jedem zweiten Ladeneingang liegt ein Obdachloser - oft auch bewusstlos. Alle zehn Meter kommt einem ein total fertiger, abgefuckter Mensch entgegen. Mit erheblichem Potenzial. Da weißte dann nicht: Welche Psychose hat der? Oder ist der "nur" druff oder völlig besoffen? Zieht der jetzt n Messer, wenn de den falsch anguckst oder haut dir ne Flasche aufn Kopp?
So unfassbar viel Elend. Vorhin in der Fußgängerzone kam mir ein so gut wie komplett nackter Mann entgegen, der sich schön mit seinen offenen Wunden beschäftigt hat. Zwei Meter weiter essen die Leute ihre Currywurst. Interessiert keinen. Offenbar auch die Politiker in Dortmund nicht.
An die Kirchen und andere Gebäude wird am hellichten Tag gepisst, überall stinkt es nach Scheiße, alles ist verdreckt, die ganze Innenstadt ist geprägt von Junkies, Pennern und völlig verwahrlosten Gestalten. Vom Hauptbahnhof, der eine einzige Kloake ist, mal ganz zu schweigen.
Wie kann man hier leben? Und seit wann ist das so?
Es kommen doch so viele nationale und internationale Gäste hier hin das ganze Jahr über. Was für ein Bild gibt denn Dortmund da ab?
Crack-Hochburg Dortmund?
Ulrich, Sonntag, 16.07.2023, 09:18 (vor 917 Tagen) @ Kutte92
Beim Spiegel gibt es aktuell hinter der Paywall einen Artikel darüber, dass sich Dortmund neben Frankfurt, Düsseldorf oder Bremen zu einer Crack-Hochburg entwickeln würde: https://www.spiegel.de/panorama/bremen-dortmund-duesseldorf-wo-die-kokain-welle-als-crack-tsunami-ankommt-a-9046ae3a-a873-4b7f-aa27-d1990fcbb943
Das könnte eine Erklärung für die Verschlechterung der Situation sein.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Ulrich, Freitag, 14.07.2023, 15:49 (vor 919 Tagen) @ Kutte92
Das ganze dürfte kein reines Dortmunder Problem sein, sondern sehr viele deutsche Großstädte betreffen. In den letzten Jahrzehnten ist sehr viel preiswerter Wohnraum weggefallen, gleichzeitig gab es einen unterschiedlich starken Zuzug, vielfach auch aus dem Ausland. Das macht es sowohl für die Betroffenen selbst als auch für Sozialämter, Träger der Wohlfahrtspflege, etc. schwer, geeignete Wohnungen oder Appartements zu finden.
In Berlin gibt es schon seit Jahren ganze Obdachlosen-Camps in entlegenen Winkeln von Parks oder anderen Grünanlagen. Daneben sieht man immer wieder auch einzelne Zelte hinter Büschen, etc. Ein Teil der Menschen dort hat ein Suchtproblem oder ist psychisch auffällig. Aber es gibt auch Personen, die z.B. auf dem Bau arbeiten und keine Unterkunft gefunden haben. Wegen der geografischen Nähe stammt in Berlin ein Teil der Menschen dort aus Polen. In erster Linie sind es Männer, die zum Geldverdienen nach Berlin gekommen und dann in dieser Szene gelandet sind.
Nicht nur in Deutschland eskaliert die Situation. Mein Bruder war vor einigen Monaten in Portland, Oregon. Da kampieren tausende von Menschen mitten in der Stadt. Vor ein paar Wochen war ein Verwandter in San Francisco, ein ähnliches Bild. Auf der einen Seite hat die gute wirtschaftliche Entwicklung die Immobilienpreise nach oben getrieben, auf der anderen Seite haben die USA ein riesiges Problem mit Menschen, die von synthetischen Schmerzmitteln abhängig geworden und völlig entgleist sind.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
krayzie09, Düsseldorf, Mittwoch, 12.07.2023, 18:11 (vor 921 Tagen) @ Kutte92
bearbeitet von krayzie09, Mittwoch, 12.07.2023, 18:18
Wie kann man hier leben? Und seit wann ist das so?
Es kommen doch so viele nationale und internationale Gäste hier hin das ganze Jahr über. Was für ein Bild gibt denn Dortmund da ab?
Denkst du wirklich, das ist nur in Dortmund so? Oder in DO besonders ausgeprägt? Dann scheinst du nicht viel in deutschen/NRW Großstädten unterwegs zu sein..
Ich bin im März von DTM aus geflogen, war dann am Hbf noch kurz bei der Reisebank, und fand den Bereich vom Bf/Katharinentreppen Richtung Stadt sogar verhältnismäßig schick, wusste nicht dass da inzwischen so viel erneuert wurde.
Schön ist natürlich immer noch was anderes (und vllt haben die schwarzgelben Flaggen mich auch unterbewusst beeinflusst ;) ), aber verglichen mit anderen Großstädten in der Region (selbst dem ach-so-schicken Düsseldorf) ist zumindest der Bereich um den Bahnhof/Fußballmuseum mittlerweile in Ordnung.
Und die von dir angesprochenen Probleme findest du, leider Gottes, fast überall vor, gerade in Bahnhofsgegenden, egal ob in Düsseldorf, DU, Ffm, oder eben Dortmund. Köln sticht evtl etwas positiv heraus, weil die ihre Altstadt und den Rhein direkt beim Bahnhof haben...
Und bezgl.
Es kommen doch so viele nationale und internationale Gäste hier hin das ganze Jahr über. Was für ein Bild gibt denn Dortmund da ab?
Ffm so: Hold my Ebbelwoi! ^^
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1890er, Donnerstag, 13.07.2023, 11:44 (vor 920 Tagen) @ krayzie09
Ich bin im März von DTM aus geflogen, war dann am Hbf noch kurz bei der Reisebank, und fand den Bereich vom Bf/Katharinentreppen Richtung Stadt sogar verhältnismäßig schick, wusste nicht dass da inzwischen so viel erneuert wurde.
Ich bin mir sicher, dass Kutte nicht diese Stelle gemeint hat. Tatsächlich ist der Bahnhofsvorplatz tatsächlich vergleichsweise schön.
Wo sich aber eine massive Veränderung ergeben hat, ist insbesondere der Innenstadtbereich zwischen den beiden Kirchen bis zum Ostwall.
Ich hab da zwischen 2017 und 2019 im Büro gearbeitet und konnte den täglich fortscheitenden Verfall der Einkaufsmeile hautnah beobachten. Wenn ich jetzt nochmal in der Gegend bin, teile ich leider seinen Eindruck. Es hat sich sehr schnell und sehr massiv verändert, was aber eben auch daran liegt, dass das Einkaufen in der Innenstadt nicht mehr den Stellenwert hat wie in den 90ern, sondern das Freizeitverhalten in die Randgebiete verlegt wurde.
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fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 12:46 (vor 921 Tagen) @ Kutte92
Interessiert keinen. Offenbar auch die Politiker in Dortmund nicht.
Interessiert Politik und Gewerbe schon, allerdings ist deren Antwort Verdrängung der Menschen. Es wird gegen die Menschen gearbeitet, die das extremste Ausmaß der sozialen Spaltung der Gesellschaft sind, statt Probleme zu lösen.
dazu die Initiative Schlafen statt strafen: https://www.schlafen-statt-strafen.org/
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 12.07.2023, 08:58 (vor 921 Tagen) @ Kutte92
Das ist ja kein spezielles Dortmunder Problem.
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein. Die Zeiten, in denen man Samstags in die Stadt gefahren ist um einen Fernseher zu kaufen sind nunmal vorbei. Die Leute brauchen kein Shopping-Center mehr, wo man alles bekommt und danach 70 Kilo Waren nach Hause schleppen muss.
Warum geht man in die Stadt? Zum flanieren, Eis essen, nen Cocktail trinken, was sehen und erleben, vielleicht beim Buchhändler bisschen stöbern oder eine Kleinigkeit kaufen, die in den Rucksack passt. Das ist doch die Realität inzwischen.
Und wenn wir es nicht schaffen die Innenstädte derart umzugestalten, dann geht das halt so weiter.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
guy_incognito, Rhein-Neckar, Mittwoch, 12.07.2023, 11:34 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Das ist ja kein spezielles Dortmunder Problem.
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein. Die Zeiten, in denen man Samstags in die Stadt gefahren ist um einen Fernseher zu kaufen sind nunmal vorbei. Die Leute brauchen kein Shopping-Center mehr, wo man alles bekommt und danach 70 Kilo Waren nach Hause schleppen muss.
Warum geht man in die Stadt? Zum flanieren, Eis essen, nen Cocktail trinken, was sehen und erleben, vielleicht beim Buchhändler bisschen stöbern oder eine Kleinigkeit kaufen, die in den Rucksack passt. Das ist doch die Realität inzwischen.
Und wenn wir es nicht schaffen die Innenstädte derart umzugestalten, dann geht das halt so weiter.
Jau, und da kommen die Kosten ins Spiel. Grünanlagen müssen gepflegt werden und haben keinen direkt messbaren Return-on-invest.
Bei uns in Heidelberg ist ein komplett neuer Stadtteil aus dem Boden gestampft worden. Alle öffentlichen Plätze sind aber zubetoniert und versiegelt. Ist für die Kommune viel günstiger. Dass du natürlich dadurch einen großen Stein... ähh Betonbackofen schaffst, steht auf einem anderen Blatt.
Und autofrei klingt zwar sexy. Aber ist das wirklich im Interesse der Mehrheit? Ich würde sagen jein.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 12.07.2023, 12:05 (vor 921 Tagen) @ guy_incognito
Und autofrei klingt zwar sexy. Aber ist das wirklich im Interesse der Mehrheit? Ich würde sagen jein.
Ist immer ortsabhängig. Ich mache es mal an zwei Beispielen:
Für kleine Städte wie Neheim macht es kein Sinn und dürfte nicht im Interesse der Mehrheit sein. Hierhin kommen Kunden/Passanten aus der Umgebung (Dörfer), die keine ordentliche ÖPNV Verbindung hat.
Für Ruhrgebietsstädte machen autofreie Cityzonen durchaus Sinn. Eine Co-Existenz zwischen Straßenverkehr, Fußgänger, Radfahrer (inkl. E-Scooter), usw. ist immer mit einem gewissen Stresslevel verbunden. Erreichbarkeit hat man hier über ÖPNV und Park&Ride.
Zwar mag eine gewisse Autofreiheit auch individuelle Einschränkungen mit sich bringen, jedoch kommt zum allgemeinen Wohlbefinden auch das Thema Stadtklima hinzu. Innenstädte mit viel Verkehr haben auch meist eine hohe Feinstaubbelastung und heizen sich schnell auf. Beton und Asphalt, der nicht mehr genutzt wird und nachhaltig umgewandelt wird, kann hier helfen.
Autofreundliche Erreichbarkeit bieten alternativ zu den Städten bereits jetzt schon Einkaufszentren wie Ruhrpark oder CentrO.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 12.07.2023, 10:44 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Das ist ja kein spezielles Dortmunder Problem.
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein. Die Zeiten, in denen man Samstags in die Stadt gefahren ist um einen Fernseher zu kaufen sind nunmal vorbei. Die Leute brauchen kein Shopping-Center mehr, wo man alles bekommt und danach 70 Kilo Waren nach Hause schleppen muss.
Warum geht man in die Stadt? Zum flanieren, Eis essen, nen Cocktail trinken, was sehen und erleben, vielleicht beim Buchhändler bisschen stöbern oder eine Kleinigkeit kaufen, die in den Rucksack passt. Das ist doch die Realität inzwischen.
Und wenn wir es nicht schaffen die Innenstädte derart umzugestalten, dann geht das halt so weiter.
Also in meiner Kindheit in den 60zigen fand ich die Innenstadt schön. Allerdings ist das letzte mal Dortmund schon lange her.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Abseits, Mittwoch, 12.07.2023, 13:05 (vor 921 Tagen) @ Garum
Das ist ja kein spezielles Dortmunder Problem.
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein. Die Zeiten, in denen man Samstags in die Stadt gefahren ist um einen Fernseher zu kaufen sind nunmal vorbei. Die Leute brauchen kein Shopping-Center mehr, wo man alles bekommt und danach 70 Kilo Waren nach Hause schleppen muss.
Warum geht man in die Stadt? Zum flanieren, Eis essen, nen Cocktail trinken, was sehen und erleben, vielleicht beim Buchhändler bisschen stöbern oder eine Kleinigkeit kaufen, die in den Rucksack passt. Das ist doch die Realität inzwischen.
Und wenn wir es nicht schaffen die Innenstädte derart umzugestalten, dann geht das halt so weiter.
Also in meiner Kindheit in den 60zigen fand ich die Innenstadt schön. Allerdings ist das letzte mal Dortmund schon lange her.
In den 60er-Jahren sind die Menschen ja sogar sonntags zum Schaufensterbummel in die Innenstädte gefahren und hat sich die Nase platt gedrückt.
Meine alte Heimatstadt Gevelsberg in NRW hat das in den vergangenen Jahren bzw. Jahrzehnten richtig gut gemacht. In den 80er-Jahren wurde ein Teil der Mittelstraße zur Fußgängerzone, was damals viele irritiert hatte. In den 90er-Jahren wurde per Tunnel eine Umgehungstrasse gebaut und die restliche Mittelstraße stark verkehrsberuhigt. In den vergangenen Jahren wurde außerdem noch eine alte Industrielandschaft an der Ennepe zum zentrumsnahen Freizeit- und Erholungsgebiet umgebaut.
Die früher stark befahrene Mittelstraße wird jetzt Boulevard genannt, bietet immer noch sehr viel Einzelhandel und viel Gastronomie mit Außenbereich.
Schaut man sich die Wahlergebnisse aus Gevelsberg an, dann scheinen die Menschen dort sehr glücklich zu sein mit der Entwicklung.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 12.07.2023, 10:27 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Aber all das findest du doch bereits in Dortmund und in den meisten Großstädten, nur eben nicht im Stadtzentrum, sondern bspw. im Kreuzviertel.
Warum sollen die Kneipenviertel in die Innenstadt umziehen?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Blarry, Essen, Mittwoch, 12.07.2023, 09:47 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Das ist ja kein spezielles Dortmunder Problem.
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein.
[...]
Und wenn wir es nicht schaffen die Innenstädte derart umzugestalten, dann geht das halt so weiter.
Aber das ist doch keine Frage von "die Stadtplaner müssen jetzt umdenken", wo die Innenstädte schon stehen und zugebaut sind und aussehen, wie sie aussehen. Stadtplanung bildet ja immer auch den kontemporären Spirit und aktuelle Philosophien und Denkweisen und Bedürfnisse ab, und kann schlecht 50 Jahre in die Zukunft schauen. Braucht sie auch nicht, weil in den Zeiträumen ohnehin die geplante Lebensdauer der meisten Infrastruktur abläuft und neu geschaut wird, was sich machen lässt.
Im Endeffekt ist die Forderung also: "die Stadtplaner von 1945 bis 1985 hätten mal umdenken und unsere Bedürfnisse in 2023 berücksichtigen sollen". Das funktioniert so natürlich nicht.
Gibt es heute denn aktuelle Beispiele für Innenstadtentwicklungsprogramme, die sich am klassischen Bild der Innenstädte der 1970er und -80er Jahre orientieren, und dabei den Automobilverkehr im Zentrum der Planung sehen? Mein Eindruck ist, dass überall dort, wo es geht (großes Caveat!) deutlich fußgängerorientierter geplant und gebaut wird, mit mehr Grünflächen und ohne den großen Einzelhandel. Was natürlich echt nicht trivial ist dort, wo bereits alles zugebaut ist und als pièce de résistance ein leerstehender Galeria Kaufhof über der Fußgängerzone thront wie das Auge Saurons.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 12.07.2023, 10:55 (vor 921 Tagen) @ Blarry
Das ist ja kein spezielles Dortmunder Problem.
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein.
[...]
Und wenn wir es nicht schaffen die Innenstädte derart umzugestalten, dann geht das halt so weiter.
Im Endeffekt ist die Forderung also: "die Stadtplaner von 1945 bis 1985 hätten mal umdenken und unsere Bedürfnisse in 2023 berücksichtigen sollen". Das funktioniert so natürlich nicht.
Nuja, da gehe ich nur bedingt mit. Einerseits richtig: Die heutigen Städte mussten halt mit wenig Geld und schnell aus Ruinen aufgebaut werden (Paradebeispiel: Pforzheim. Örks. Was ein Dreckloch. Aber klar, ab 1945 wurde halt anders gedacht wie heute).
Aber: Auch mit Umgestaltung des Bestandes kann man heute viel erreichen:
- Reißt die Betonhöllen auf und pflanzt Grün. Warum? Weil der FliZZa ein "Öko-Faschist" ist? Nö. Einfach weil der deutsche Sommer nicht mehr dafür gemacht sein wird, dass man sich tagsüber in den Beton-Fußgängerzonen aufhalten kann. Bei 35° im prallen Sonnenschein und aufgeheizten Straßen geht niemand einkaufen.
- Man kann z.B Parkflächen außerhalb der Städte planen und Shuttle-Busse fahren lassen (Falls z.B. keine U-Bahn in die Stadt fährt)
- Man kann als Stadt durchaus dafür Sorgen, dass nicht nur 1€-Läden oder Vape-Shops im Zentrum eröffnen
Es gibt, mit 10 Minuten Nachdenken, so vieles was man tun könnte um auch die Ekel-Citys der 50er/60er-Jahre zu verbessern.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 23:15 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
- Man kann als Stadt durchaus dafür Sorgen, dass nicht nur 1€-Läden oder Vape-Shops im Zentrum eröffnen
Es gibt, mit 10 Minuten Nachdenken, so vieles was man tun könnte um auch die Ekel-Citys der 50er/60er-Jahre zu verbessern.
Na da müssen Tausende Stadt- und Raumplaner aber ihren Job verfehlt haben. ;-)
Ansonsten frage ich mich wie das gehen soll. Soll die Stadt selbst Läden eröffnen? Ihr gehören aber die Gebäude nicht. Teilweise machen sie es wo möglich, Kunsträume etc.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Blarry, Essen, Mittwoch, 12.07.2023, 11:22 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Und nichts davon ist an einem Mittwochvormittag umsetzbar. Selbst abseits von Genehmigungsverfahren, Ausschreibungen und dem ganzen baulichen Pipapo, schau Dir nur mal diesen Kartenabschnitt der Dortmunder City an. Wo man sinnvoll etwas Grünes hinbauen wollte, steht es schon da. Die Hauptverkehrsadern für Fußgänger, alles was parallel südlich zum Westenhellweg verläuft, ist schlicht zu eng für große Begrünungsmaßnahmen. Damit man einen kühlenden Effekt kriegt, sollten schon Bäume verpflanzt werden, und die brauchen eben mehr Platz, als in weiten Teilen der Innenstadt vorhanden ist. Klar, wenn jetzt ein ganzer Häuserblock abgerissen und was Neues hingebaut ist kann man an der Stelle entsprechend weniger Fläche bebauen und mehr offen lassen, und entsprechend etwas bepflanzen. Aber wann kommt das schon vor?
Was ist an Ein-Euro-Läden etc. eigentlich so abschreckend? Dass sie eine junge, nicht immer pekuniär auf Rosen gebettete Kundschaft anziehen? Höherpreisiger Einzelhandel ist in der gleichen Innenstadt ebenfalls vertreten, und Innenstädte sollen doch ein zentraler Ort der Versammlung für alle sein. In größeren Städten ist sowas natürlich leichter zu bewerkstelligen als z.B. in Pforzheim, wo es vielleicht gar keinen Markt und keinen Bedarf nach einem Balenciaga in der City gibt.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 12.07.2023, 12:44 (vor 921 Tagen) @ Blarry
Und nichts davon ist an einem Mittwochvormittag umsetzbar. Selbst abseits von Genehmigungsverfahren, Ausschreibungen und dem ganzen baulichen Pipapo, schau Dir nur mal diesen Kartenabschnitt der Dortmunder City an. Wo man sinnvoll etwas Grünes hinbauen wollte, steht es schon da. Die Hauptverkehrsadern für Fußgänger, alles was parallel südlich zum Westenhellweg verläuft, ist schlicht zu eng für große Begrünungsmaßnahmen. Damit man einen kühlenden Effekt kriegt, sollten schon Bäume verpflanzt werden, und die brauchen eben mehr Platz, als in weiten Teilen der Innenstadt vorhanden ist. Klar, wenn jetzt ein ganzer Häuserblock abgerissen und was Neues hingebaut ist kann man an der Stelle entsprechend weniger Fläche bebauen und mehr offen lassen, und entsprechend etwas bepflanzen. Aber wann kommt das schon vor?
Vielleicht bin ich auch zu blauäugig bei dem Thema, keine Ahnung.
Ich gehe natürlich erstmal von mir aus und überlege was MICH dazu bringen würde Samstagmorgens zu meiner Frau zu sagen "Komm, lass mal nach Stuttgart in die City fahren".
Und da gehört dazu:
- Erreichbar mit den Öffentlichen (Check)
- Läden, die zum shoppen einladen. Und da gehört für mich halt nicht der 1€-Shop, Handyreparatur-Shop und der 16. H&M dazu
- Unterhaltung
- Essen und Getränke (Und auch da halt nicht zwingend MCDs und Starbucks)
- Grün. Wie schon gesagt, beo 35° renne ich nicht durch aufgeheizten Beton
Und ich vermute mal, dass manch Anderer das nicht soooo unterschiedlich sieht.
Was ist an Ein-Euro-Läden etc. eigentlich so abschreckend? Dass sie eine junge, nicht immer pekuniär auf Rosen gebettete Kundschaft anziehen? Höherpreisiger Einzelhandel ist in der gleichen Innenstadt ebenfalls vertreten, und Innenstädte sollen doch ein zentraler Ort der Versammlung für alle sein. In größeren Städten ist sowas natürlich leichter zu bewerkstelligen als z.B. in Pforzheim, wo es vielleicht gar keinen Markt und keinen Bedarf nach einem Balenciaga in der City gibt.
Pforzheim hat Bedarf nach Harris, das wäre die einzig sinnvolle Städteplanung dort.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
tzuio09, Mittwoch, 12.07.2023, 11:56 (vor 921 Tagen) @ Blarry
Und nichts davon ist an einem Mittwochvormittag umsetzbar. Selbst abseits von Genehmigungsverfahren, Ausschreibungen und dem ganzen baulichen Pipapo, schau Dir nur mal diesen Kartenabschnitt der Dortmunder City an. Wo man sinnvoll etwas Grünes hinbauen wollte, steht es schon da. Die Hauptverkehrsadern für Fußgänger, alles was parallel südlich zum Westenhellweg verläuft, ist schlicht zu eng für große Begrünungsmaßnahmen. Damit man einen kühlenden Effekt kriegt, sollten schon Bäume verpflanzt werden, und die brauchen eben mehr Platz, als in weiten Teilen der Innenstadt vorhanden ist. Klar, wenn jetzt ein ganzer Häuserblock abgerissen und was Neues hingebaut ist kann man an der Stelle entsprechend weniger Fläche bebauen und mehr offen lassen, und entsprechend etwas bepflanzen. Aber wann kommt das schon vor?
Auch da reicht ja mal ein Blick in andere Metropolen. Ob New York oder Singapur. Gerade letzteres hat es, wie keine andere Metropole der Welt, verstanden Gebäudefassaden und Dächer zu begrünen bzw überhaupt zugänglich zu machen. Am Westenhellweg z.B. hört das Leben ab dem 2. oder 3.OG ja meistens auf.
Der "Boulevard Kampstrasse" ist bis heute ein Flickenteppich ohne zukunftsfähiges Konzept. Ein Paradebeispiel von völliger Inkompetenz.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 12.07.2023, 11:54 (vor 921 Tagen) @ Blarry
Und nichts davon ist an einem Mittwochvormittag umsetzbar. Selbst abseits von Genehmigungsverfahren, Ausschreibungen und dem ganzen baulichen Pipapo, schau Dir nur mal diesen Kartenabschnitt der Dortmunder City an. Wo man sinnvoll etwas Grünes hinbauen wollte, steht es schon da.
Der nicht befahrende Bereich der Kampstraße als auch der Bereich Reinoldikirche bietet Potenzial.
Überlegenswert wäre es ggfs. ob man den Hansaplatz noch ein wenig umgestaltet. Marktfläche kann auch der Friedensplatz bieten.
Die Hauptverkehrsadern für Fußgänger, alles was parallel südlich zum Westenhellweg verläuft, ist schlicht zu eng für große Begrünungsmaßnahmen. Damit man einen kühlenden Effekt kriegt, sollten schon Bäume verpflanzt werden, und die brauchen eben mehr Platz, als in weiten Teilen der Innenstadt vorhanden ist.
Richtig, hier kann man aber zum Teil mit Dachbegrünung arbeiten. Bringt optisch "untenrum" zwar nix, aber hilft dem Stadtklima.
Klar, wenn jetzt ein ganzer Häuserblock abgerissen und was Neues hingebaut ist kann man an der Stelle entsprechend weniger Fläche bebauen und mehr offen lassen, und entsprechend etwas bepflanzen. Aber wann kommt das schon vor?
Seh ich genau so. Investoren und Inhaber gewinnen dadurch nichts, daher wird das eher weniger passieren. Und auch bei städtischen Flächen ist aufgrund der Sparzwänge wenig zu erwarten.
Was ist an Ein-Euro-Läden etc. eigentlich so abschreckend? Dass sie eine junge, nicht immer pekuniär auf Rosen gebettete Kundschaft anziehen?
Die Ein-Euro-Läden stehen für mich symbolisch für eine Reihe von Ladengeschäften, inklusive dieser bescheuerten Süßigkeiten-Outlets (die meist übrigens nicht günstiger sind als die gleiche Ware im Supermarkt), Handy-An&Verkauf usw usf. Den Betreibern mache ich keinen Vorwurf, die wollen auch nur ihre Brötchen verdienen. Jedoch ist das nicht attraktiv, so ehrlich muss man sein. Können auch gerne weiter bestehen bleiben, aber es würde allen nutzen, wenn dann weitere Freiflächen interessant, angenehm und nachhaltig gestaltet werden. Haben dann alle etwas von.
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el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 12.07.2023, 11:03 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Die heutigen Städte mussten halt mit wenig Geld und schnell aus Ruinen aufgebaut werden
Da hat sich von damals bis heute nix verändert - die Städte haben kein Geld und den Zustand mancher Innenstädte ist von "Ruine" auch nicht mehr weit entfernt ;-)
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
markus, Mittwoch, 12.07.2023, 10:24 (vor 921 Tagen) @ Blarry
So ganz habe ich auch den Zusammenhang nicht verstanden. Wenn alles grüner und autofreier wird, warum sollten sich dann weniger Obdachlose dort aufhalten? Die angenehme Umgebung wird doch auch für Obdachlose angenehmer sein, oder übersehe ich was?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Blarry, Essen, Mittwoch, 12.07.2023, 10:52 (vor 921 Tagen) @ markus
Du kannst davon ausgehen, dass jede Modernisierungsmaßnahme in den Städten auch die Bekämpfung (sprich: Vertreibung) der Wohnungslosigkeit zum Ziel hat. Stichwort: hostile architecture. Mal mehr, mal weniger explizit. Da werden die üblichen Sitzbänke durch individuell abgetrennte Sitzgelegenheiten mit "Armlehnen" ersetzt, früher offenliegende Räume unter Treppen umzäunt oder anders dekorativ aufgearbeitet, generell ebene horizontale Flächen abgeschrägt oder mit hervorstehenden Bolzen im Beton ausgestattet, Wind- und Sonnenschutz entfernt.
Und das längst nicht nur innenstädtisch. Bei mir (Neubaugebiet am Dorfrand, Gemeinde mit ~7000 Einwohnern) wurde letztens eine Bushaltestelle modernisiert: die Bordsteinkante wurde angehoben, um Rollstuhlfahrern, Menschen mit Kinderwagen und Rollator einen einfacheren Einstieg zu bieten. Ganz nebenbei wurde das Bushäuschen (eins dieser altmodischen aus Holz, mit offenem Eingang vorne) abgerissen und durch, naja, garnichts ersetzt. Jetzt wartet man in der prallen Sonne oder im strömenden Regen auf den Bus. Aber dafür sind die Anwohner vor draußen schlafenden Menschen sicher.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 12.07.2023, 10:41 (vor 921 Tagen) @ markus
So ganz habe ich auch den Zusammenhang nicht verstanden. Wenn alles grüner und autofreier wird, warum sollten sich dann weniger Obdachlose dort aufhalten? Die angenehme Umgebung wird doch auch für Obdachlose angenehmer sein, oder übersehe ich was?
Das Problem der Obdachlosigkeit wird dadurch nicht gelöst. Allerdings ging es dem Ausgangsposter auch um den Gesamteindruck einer Innenstadt.
Und doch gibt es durch eine städtische Umplanung wiederum Möglichkeiten auch dieses Problem anzupacken: Wie schon erwähnt, rückt die ursprüngliche Einkaufsmeile in den Hintergrund, bzw. bündelt sich in den Malls (hier Thier Galerie). Die restliche Fußgängerzone(n) haben immer mehr mit Leerstand und/oder Qualitätsverlust (z.B. durch massenhaft 1-Euro-Shops, Süßigkeiten-Outlets, etc.) zu kämpfen.
Wie geht man mit den Leerständen um und wie bekommt man eine neue Erlebnisqualität für potenzielle Besucher hin? Dienstleistungen, Erlebnismöglichkeiten, soziale/gesellschaftliche Einrichtungen des "Zusammenkommens" (weiß nicht, wie es sonst korrekt ausgedrückt wird).
Hier kann man natürlich auch Anlaufstellen für Obdachlose schaffen. Genau so wie man sozialpädagogisch betreute Anlaufstellen für Jugendliche schaffen könnte (die lungern ja auch motivationslos rund um die Thier Galerie herum ;-) )
Komplette Leerstände vielleicht sogar rückbauen und Grünflächen schaffen.
Problem: das alles bringt keinen Profit. Sprich Unternehmen und Investoren, denen die Fläche/ die Gebäude gehören, werden das nicht umsetzen. Und ein Kauf der Immobilien und Flächen und nachträgliche Umbauten durch die verschuldete Stadt ist auch unrealistisch...
Es ist so wie mit allen Idealen, scheitert an der Realität. Dennoch sollte man an den kleinen Punkten an denen es möglich ist anpacken.
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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.07.2023, 11:04 (vor 920 Tagen) @ el_ayudante
Es gibt Anlaufstellen für Obdachlose. Sogar fußläufig nah an der Thier-Galerie. Das Gasthaus. Man muss nur hingehen.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 09:55 (vor 921 Tagen) @ Blarry
Richtig, die Kommunen planen schon wesentlich länger um. Aber die Städte sind zugebaut und vor allem zum Großteil in Händen institutioneller Investoren, die nochmal ganz andere Interessen haben. Daneben gibt es Reibereien in den politischen Räten, weil Konservative solche Änderungen gerne blockieren. Forderungen lassen sich immer leicht formulieren, aber nicht so schnell umsetzen.
Heute in der Zeit: Standortdebakel Deutschland
Elmar, Mittwoch, 12.07.2023, 09:46 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Ich setze es mal hier rein…
Kernaussagen:
- Investitionen
es fließt zu viel Kapital aus Deutschland raus - zu wenige Investitionen in D - hauptsächlich wird in Frankreich investiert
- Fachkräftemangel
Für die gesamte Bandbreite an Tätigkeiten - fehlender Zuzug aus der EU, da meist ähnliche Demographie
- Steuerlast
durchschnittliche Steuerbelastung eines profitablen Investitionsprojekts in Deutschland im Jahr 2022 bei 28,8 Prozent. Das übersteigt den EU-Durchschnitt um zehn Prozent. Nur Spanien und Japan teurer.
- Bürokratie
bürokratischer Aufwand, wenn man ein Unternehmen gründen möchte.
Platz 18 von insgesamt 21 untersuchten Ländern.
Klingt nicht nach einem Erfolgsmodell…
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FliZZa, Mittwoch, 12.07.2023, 09:28 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
So so sieht das für die Innenstädte meiner Meinung nach aus.
Ob es uns gefällt oder nicht: Die Zeiten großer Kaufhäuser ist vorbei, schon seit einem Jahrzehnt obwohl einige künstlich am Leben erhalten werden. Und natürlich ist das Scheiße für die dort Beschäftigten, keine Frage. Aber die Situation für diese wird ja dauerhaft nicht besser werden.
Innenstädte müssen mMn zu Erholungs- und Kulturzentren werden.
Und natürlich ist auch das mit Reibung verbunden mit denen die dort wohnen (sieht man ja an dem sehr erfolgreichen Kampf einiger Anwohner gegen das Ostwallfest und die dort ansässigen Kneipen (natürlich kamen da auch andere Gründe hinzu). Und ebenso selbstverständlich ist deren Ruhebedürfnis nicht per se zu negieren… ist halt auch ein schwieriges Thema.
Wie übrigens natürlich auch das Hauptthema dieses Stranges…. Auch da gibt es keine Patentlösungen, aber um das Abrutschen von Menschen in Situationen die zu Wohnungslosigkeit führen zu verhindern, wäre bezahlbarer Wohnraum und niederschwellige Hilfen bezüglich bürokratischer Vorgänge ein wichtiger erster Schritt….
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 12.07.2023, 09:20 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Generell sollten die Stadtplaner halt auch mal umdenken. Eine Innenstadt muss grün, schattig, autofrei und spannend sein.
Und dann gibt es noch Bonn. Wo man für etwas Natur aus der Stadt rausfahren muss und man mit etwas Glück nen guten Zug vom Crack mitbekommt, wenn man das Parkhaus durchs Treppenhaus verlässt.
Aber hey. Wenigstens ist das Bonner Loch weg und da steht jetzt nen Primark etc.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 09:17 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Ja sollte man meinen, das sehen aber CDU und FDP und blockieren auch auf kommunaler Ebene eben solche Entwicklungen. Oder drehen sie zurück wie jüngst in Berlin.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 12.07.2023, 09:33 (vor 921 Tagen) @ Talentförderer
Ja sollte man meinen, das sehen aber CDU und FDP und blockieren auch auf kommunaler Ebene eben solche Entwicklungen. Oder drehen sie zurück wie jüngst in Berlin.
Und das ist mMn so unfassbar dumm.
Mal abgesehen von ökologischen Interessen. Auch eine FDP, die sich ja die Wirtschaft auf die Fahne schreibt, muss doch sehen, dass sie hier einem geschäftsschädigenden Modell anhängen.
Aber gut, die Autokonzerne werden für die Lobbyarbeit schon gut Geld ausgeben.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Blarry, Essen, Mittwoch, 12.07.2023, 10:00 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Und das ist mMn so unfassbar dumm.
Mal abgesehen von ökologischen Interessen. Auch eine FDP, die sich ja die Wirtschaft auf die Fahne schreibt, muss doch sehen, dass sie hier einem geschäftsschädigenden Modell anhängen.
Aber gut, die Autokonzerne werden für die Lobbyarbeit schon gut Geld ausgeben.
Na, das fehlt noch, dass Rosier oder Ebbinghaus eine Filiale im alten Karstadt am Hansaplatz eröffnen.
Und die Wirtschaft, die sich die FPD auf die Fahne schreibt, ist gerade der Galeria Kaufhof, und nicht die 30 inhabergeführten Einzelhandels-, Kultur- und Gastronomieklitschen, die die Fläche sonst benutzen würden. Dein innenstadttypisches Döner-Vape-Wettbüro hat für die Volksgenossen keine Bedeutung.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild der Städte
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 12.07.2023, 09:41 (vor 921 Tagen) @ FliZZa
Und das ist mMn so unfassbar dumm.
Mal abgesehen von ökologischen Interessen. Auch eine FDP, die sich ja die Wirtschaft auf die Fahne schreibt, muss doch sehen, dass sie hier einem geschäftsschädigenden Modell anhängen.
Aber gut, die Autokonzerne werden für die Lobbyarbeit schon gut Geld ausgeben.
Wobei das so ungefähr das einzige ist was in Bonn super funktioniert hat. Fahrradstraßen.
An anderen Stellen sind die Schutzstreifen natürlich immer noch ein Witz und sollten eher abgeschafft werden als auf so kleine Straßen noch Fahrradfahrer zu packen, aber dann gäbe es ja vielleicht ein bisschen weniger Stau und das wäre ja doof.
Auch die Anwohnerparkgebühren etc. werden eher dafür sorgen, dass Leute weniger Autos in der Stadt haben. Ich kenne tatsächlich auch keinen der in Bonn wohnt und in der Stadt mit dem Auto agiert.
Hier ist einfach das Problem, dass extrem viel gependelt wird. Und dafür ist der ÖPNV offensichtlich für zu viele Leute einfach keine alternative. Für mich zumindest nicht ansatzweise.
In der Stadt können die Einkäufer vom Wochenende eigentlich eh nur im Parkhaus parken. Und ob die Straßen dahin voll sind ist den Leuten fast egal. Die fehlenden Grünflächen in der Stadt haben damit nur mässig was zu tun.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
the mirrorblack, Hohenlimburg, Dienstag, 11.07.2023, 23:19 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Also Angst hab ich in Dortmund nur wenn die Bayern kommen, ansonsten fühle ich mich in der Innenstadt sauwohl, bin auch ganz oft dort, bei Andrä oder Idiots Records. Auch Sportscheck besuche ich öfter, wegen Fahrradklamotten.
Letztes Wochenende war ich auch da, den Gestank hab ich nicht wahrgenommen,an die Kirchen pissende Männer hab ich auch nicht gesehen. Obdachlose wie immer, mit dem einen, der in der Passage zwischen Kaufhof/Saturn und Andrä sitzt, quatsche ich ab und zu, geb ihm ein Euro und gehe weiter.
Sehe das nichtmal ansatzweise so schlimm wie du.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Karak Varn, Strobelallee 50, Mittwoch, 12.07.2023, 09:15 (vor 921 Tagen) @ the mirrorblack
"Morgens" vor den Plattenläden ist manchmal geil: Da stehen auch "Junkies". Ich habe schon erlebt, dass Freaks dort total nervös und Finger- kauend auf das Aufschließen warteten. Drinnen...waren sie dann plötzlich andere Menschen und in ihrem "Tunnel".
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
schwesterhilde, Dienstag, 11.07.2023, 22:50 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Mal an alle "echten" Dortmunder hier: Seit wann hat denn die Verelendung in dieser Stadt so zugenommen?
Ich bin gerade geschäftlich ein paar Tage in Dortmund, in einem Hotel direkt in der City - und ich muss sagen: Ich bin vollkommen entsetzt.
Aufgrund der Borussia komme ich ja nun schon seit 25 Jahren regelmäßig nach Dortmund, bei Spielen fast immer über Nacht, natürlich hält man sich dann meistens nur in Stadionnähe auf oder geht mal auf die Galoppbahn oder ins Casino in Hohensyburg. Aber ich war durchaus auch häufiger schon zentral in Dortmund, auch mehrere Tage. Aber diesmal bin ich wirklich schockiert, so übel war das hier doch früher nicht?!
In jedem zweiten Ladeneingang liegt ein Obdachloser - oft auch bewusstlos. Alle zehn Meter kommt einem ein total fertiger, abgefuckter Mensch entgegen. Mit erheblichem Potenzial. Da weißte dann nicht: Welche Psychose hat der? Oder ist der "nur" druff oder völlig besoffen? Zieht der jetzt n Messer, wenn de den falsch anguckst oder haut dir ne Flasche aufn Kopp?
So unfassbar viel Elend. Vorhin in der Fußgängerzone kam mir ein so gut wie komplett nackter Mann entgegen, der sich schön mit seinen offenen Wunden beschäftigt hat. Zwei Meter weiter essen die Leute ihre Currywurst. Interessiert keinen. Offenbar auch die Politiker in Dortmund nicht.
An die Kirchen und andere Gebäude wird am hellichten Tag gepisst, überall stinkt es nach Scheiße, alles ist verdreckt, die ganze Innenstadt ist geprägt von Junkies, Pennern und völlig verwahrlosten Gestalten. Vom Hauptbahnhof, der eine einzige Kloake ist, mal ganz zu schweigen.
Wie kann man hier leben? Und seit wann ist das so?
Es kommen doch so viele nationale und internationale Gäste hier hin das ganze Jahr über. Was für ein Bild gibt denn Dortmund da ab?
Bin gerade in Frankfurt. Warst Du schon mal da? Hast Du das (große) Bahnhofsviertel da gesehen? Oder selbst mal im "Bankenviertel" gewesen? Oder in Sachsenhausen? Warst Du mal in München in den nicht so vornehmen Vierteln? Oder in Hamburg? Ich war überall dort und sehe keinen Unterschied zur Stadt Dortmund.
Oder Köln...Mann, Mann, Mann.
Dieses "urbane" hat Dortmund sicher nicht exklusiv. Ganz sicher nicht.
Aussage vs. Formulierung
Timo_89, Dienstag, 11.07.2023, 22:10 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Mir fällt häufig auf, dass sich in Diskussionen auf einzelne Formulierungen gestürzt wird, die eventuell angreifbar sind.
Dabei wird dann meist nicht mehr auf den eigentlichen Inhalt eingegangen, das ist schade. Das sind dann auch z.T. gewollte Nebelkerzen, um vom Thema abzulenken.
Versuchen wir doch alle den Kontext zu sehen und die eigentliche Aussage eines Schreibers zu verstehen.
Zum Thema:
Die beschriebenen Probleme haben selbstständlich die meisten Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Was es ja alles nur noch schlimmer macht und den Handlungsdruck aufzeigt.
Jedes Einzelschicksal tut mir im Übrigen leid, das sind verlorene Seelen. Niemand sucht sich so ein Leben aus.
Gesamtgesellschaftlich mach ich mir aber durchaus Sorgen, wie unsere Gesellschaft mehr und mehr zersplittert, verroht und wie wirklich viele Dinge sich zum negativen entwickeln. Es wurde hier schon viel angesprochen.
Ich für meinen Teil möchte Clankriminalität, Sozialbetrug, Strassenschlachten zwischen Gangs, unsichere Schwimmbäder mit Sicherheitsdienst und alle diese unschönen Themen nicht als neues Normal akzeptieren, sondern ich hoffe, dass die Politik hier endlich frei von Ideologie wirksame Lösungen präsentiert, wie diesen Thematiken begegnet werden kann. Es ist am Ende im Sinne aller, um auch den sozialen Frieden zu sichern.
Aussage vs. Formulierung
Sascha, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 06:31 (vor 921 Tagen) @ Timo_89
Mir ist in der ganzen Diskussion nicht ein Mal klar geworden, was Clankriminalität und die Situation in Freibädern mit Obdachlosigkeit und deren Sichtbarkeit in der Innenstadt zu tun hat.
Aussage vs. Formulierung
Timo_89, Mittwoch, 12.07.2023, 09:59 (vor 921 Tagen) @ Sascha
Mir ist in der ganzen Diskussion nicht ein Mal klar geworden, was Clankriminalität und die Situation in Freibädern mit Obdachlosigkeit und deren Sichtbarkeit in der Innenstadt zu tun hat.
Der öffentliche Raum verändert sich an verschiedenen Stellen auf verschiedene Weisen
Meiner Ansicht nach nicht zum besseren. Die aufgeführten Phänomene sind nicht 1:1 miteinander zu verknüpfen, aber sie fügen sich leider zu einem Gesamtbild mit z.T ähnlichen Ursachen und Wirkungen zusammen. Viele Menschen fühlen sich im öffentlichen Raum weniger wohl und sicher.
Man kann das alles als nicht so schlimm abtun, aber man kann nicht leugnen, dass dies viele Menschen durchaus stört, wenn man nur diesen Thread liest.
Aussage vs. Formulierung
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.07.2023, 11:07 (vor 920 Tagen) @ Timo_89
Vielleicht hat sich auch einfach die Wahrnehmung und Sensibilität der Menschen verändert.
Da würde dann Internetverbot helfen, um sich nicht ständig weiter in Dinge reinzusteigern.
Es gibt auch Leute die erzählen einem wie schlecht alles ist und wie unsicher sie sich fühlen und man kann ja nicht mehr rausgehen. Und die waren schon seit 10 Jahren nicht mehr in der City. Kann ich auch Privat nicht ernstnehmen sowas.
Aussage vs. Formulierung
Elmar, Mittwoch, 12.07.2023, 10:18 (vor 921 Tagen) @ Timo_89
Meine gefühlte Wahrheit ist es, dass ich immer mehr mit gefühlten Wahrheiten konfrontieren werde.
Wie soll ich denn jemandem die diffuse Angst nehmen, die es objektiv in der Ausprägung nicht gibt.
Natürlich haben wir Probleme, die wir vorher nicht hatten. Aber im Allgemeinen ist es nicht schlimmer geworden.
(Soziale) Medien habe leider die Unart, dass es nur noch Extreme gibt. Da wäre für mich der effizienteste Hebel.
Aussage vs. Formulierung
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 23:50 (vor 922 Tagen) @ Timo_89
Also ich war jetzt in den letzten 2 Wochen 4 mal im schwimmbad. Sorry keine apokalypse. Straßenschlachten zwischen Gangs? Vielleicht in LA oder New York.
Aber wo genau erwähnst du jetzt das Problem mit den Obdachlosen?
Aussage vs. Formulierung
chanoumi, Rhein-Ruhr, Mittwoch, 12.07.2023, 09:16 (vor 921 Tagen) @ Talentförderer
Die Clan-Kriminalität ist ein Riesenproblem der Stadt Essen. Wird hier also fälschlicherweise angeführt.
Aussage vs. Formulierung
Jurist, Dienstag, 11.07.2023, 23:53 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Widersprichst Du aus Prinzip? Nichts von dem von Dir ignorierten Begebenheiten ist erfunden. Gib mal bei YouTube Spiegel TV und Essen ein oder bei Google Freibad und Sicherheitsdienst.
Man kann ja unterschiedliche Schlüssel ziehen, aber die Realität zu bestreiten, unterbindet jede Diskussion.
Aussage vs. Formulierung
DieRoteKarteZahlIch, UK, Dienstag, 11.07.2023, 22:29 (vor 922 Tagen) @ Timo_89
Schaut man den OECD Better Life Index an, dann schneidet Deutschland eher schlecht ab in Sachen civic engagement und community. Auch schneidet Deutschland im World Giving Index und ähnlichen Rankings eher mittelmäßig ab. Zudem kommt es mir so vor, als ob man lieber Geld Menschen gibt, mit denen man keinen direkten Kontakt hat, da man den Menschen auf der Straße eher nicht traut. All dies trifft wohl sozial schwache Menschen besonders hart.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Klopfer
, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 20:45 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Mal an alle "echten" Dortmunder hier: Seit wann hat denn die Verelendung in dieser Stadt so zugenommen?
Ich antworte dann mal, weil ich mich als "echter Dortmunder" durchaus angesprochen fühle.
Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt, ab wann die Sichtbarkeit des von dir angesprochenen Elends zugenommen. Ja, es hat zugenommen, aber das war ein kontinuierlicher Prozess.
Ein Grund ist wohl auch die häufigere Vertreibung von anderen Brennpunkten wie altes Gesundheitsamt, Nordmarkt oder Münsterstr. in den letzte 10 Jahren. Das führte zu einer Konzentration in der Fußgängerzone und vor allem am Hauptbahnhof. Hier ist die Auffälligkeit für Besucher, speziell wenn sie aus der heilen Welt der westfälischen Provinz kommen, natürlich größer.
Hinzu kommt eine massiver Verlust von preiswertem Wohnraum in der Nordstadt, vor allem durch Zuzug aus den neuen EU-Ländern nach 1990.
Insgesamt unterscheidet sich das hier in der Hinsicht alles nicht von anderen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt. Und international ist das im Vergleich mit anderen Metropolen doch sehr gemäßigt.
Dabei will ich das jetzt nicht verharmlosen, es ist unschön, das ist klar, aber dass sich internationales Publikum davon irritieren ließe, das glaube ich nicht so. Das kennen die aus ihren Ländern, sofern ihnen die Verhältnisse in Großstädten bekannt sind, sicher auch.
Das ist der Blick auf die Probleme der Welt und eine Erscheinung, die sich nicht ohne massive Benachteiligung gerade der Betroffenen einfach so beseitigen ließe. Die Fußgängerzonen und der Bereich vor dem Bahnhof ist öffentlicher Raum und wo sollten Obdachlose hin, wenn nicht in die Öffentlichkeit.
Dass es dann so Leute wie Dich gibt, die sie lieber nicht sehen, beziehungsweise riechen würden, wird diese in unserer Gesellschaft Benachteiligten nicht so interessieren.
Irgendwann kommt dann auch die Forderung an die Kommunalpolitik, dass man da ja unbedingt etwas tun müsse. Da kann ich dir als ehem. Ratsmitglied auch nur berichten, dass es viele Versuche gibt, die Probleme, speziell das der Obdachlosigkeit, zu beheben.
Das allerdings scheitert an vielen Dingen, angefangen bei fehlenden Wohnungen und bei der mangelnden Bereitschaft mancher Obdachlosen, sich einen Alltagsbetrieb in einer Wohnunterkunft anzupassen hört das noch lange nicht auf.
Drogenabhängigkeit kommt oft hinzu und das ist sicher ein massives Problem, dass man nicht mal eben so mit gutgemeinten Hilfsaktionen beseitigen kann.
Sollte irgendjemand mal eine Patentrezept entwickeln, wie man das Problem zum Vorteil der Betroffenen aus der Welt schaffen kann, dann werden ganz sicher viele Großstädte daran interessiert sein. Ich glaube auch das Bundesverdienstkreuz wäre demjenigen sicher.
Was ihnen jedoch nicht hilft, sind beleidigende Worte und diskriminierende Bezeichnungen. Das sage ich jetzt in aller Deutlichkeit, sowas Verächtliches, wie in deinem Posting, möchte ich hier nicht nochmal lesen müssen.
SGG
Klopfer
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Kutte92, Münster, Dienstag, 11.07.2023, 21:02 (vor 922 Tagen) @ Klopfer
Mal an alle "echten" Dortmunder hier: Seit wann hat denn die Verelendung in dieser Stadt so zugenommen?
Ich antworte dann mal, weil ich mich als "echter Dortmunder" durchaus angesprochen fühle.
Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt, ab wann die Sichtbarkeit des von dir angesprochenen Elends zugenommen. Ja, es hat zugenommen, aber das war ein kontinuierlicher Prozess.Ein Grund ist wohl auch die häufigere Vertreibung von anderen Brennpunkten wie altes Gesundheitsamt, Nordmarkt oder Münsterstr. in den letzte 10 Jahren. Das führte zu einer Konzentration in der Fußgängerzone und vor allem am Hauptbahnhof. Hier ist die Auffälligkeit für Besucher, speziell wenn sie aus der heilen Welt der westfälischen Provinz kommen, natürlich größer.
Hinzu kommt eine massiver Verlust von preiswertem Wohnraum in der Nordstadt, vor allem durch Zuzug aus den neuen EU-Ländern nach 1990.Insgesamt unterscheidet sich das hier in der Hinsicht alles nicht von anderen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt. Und international ist das im Vergleich mit anderen Metropolen doch sehr gemäßigt.
Dabei will ich das jetzt nicht verharmlosen, es ist unschön, das ist klar, aber dass sich internationales Publikum davon irritieren ließe, das glaube ich nicht so. Das kennen die aus ihren Ländern, sofern ihnen die Verhältnisse in Großstädten bekannt sind, sicher auch.Das ist der Blick auf die Probleme der Welt und eine Erscheinung, die sich nicht ohne massive Benachteiligung gerade der Betroffenen einfach so beseitigen ließe. Die Fußgängerzonen und der Bereich vor dem Bahnhof ist öffentlicher Raum und wo sollten Obdachlose hin, wenn nicht in die Öffentlichkeit.
Dass es dann so Leute wie Dich gibt, die sie lieber nicht sehen, beziehungsweise riechen würden, wird diese in unserer Gesellschaft Benachteiligten nicht so interessieren.Irgendwann kommt dann auch die Forderung an die Kommunalpolitik, dass man da ja unbedingt etwas tun müsse. Da kann ich dir als ehem. Ratsmitglied auch nur berichten, dass es viele Versuche gibt, die Probleme, speziell das der Obdachlosigkeit, zu beheben.
Was ihnen jedoch nicht hilft, sind beleidigende Worte und diskriminierende Bezeichnungen. Das sage ich jetzt in aller Deutlichkeit, sowas Verächtliches, wie in deinem Posting, möchte ich hier nicht nochmal lesen müssen.
Also erstens lebe ich mehr als die Hälfte des Jahres in Berlin und habe mehrere Jahre meines Lebens in durchaus heftigen Metropolen wie Rio de Janeiro, Mexico City und Kapstadt verbracht. In puncto Elend haut mich also nichts so leicht vom Hocker.
Zweitens geht es mir keineswegs darum, irgendwelche Obdachlosen an den Pranger zu stellen. Das habe ich weiter unten auch nochmal betont. Und das wird aus meiner Sicht auch in meinem Ausgangsposting mehr als deutlich. Wo du da Beleidingungen entdeckst, ist mir schleierhaft.
Ich habe einfach nur beschrieben, was ich hier in Dortmund beobachte. Und dass diese Verwahrlosung aus meiner subjektiven Sicht einfach krass zugenommen hat.
Und ich finde eben durchaus, dass das kein akzeptabler Zustand ist. Vor allem wenn man sich beispielweise mit Kindern durch die City bewegt.
Überdies ist es eben nicht so, dass das "in jeder deutschen Großstadt" so ist. So etwas wie hier in Dortmund habe ich echt selten erlebt, allenfalls in Hamburg. Aber nicht mal in Berlin oder Frankfurt ist diese geballte Dichte an Elend so ausgeprägt wie hier in der Innenstadt und am Hbf.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
markus, Dienstag, 11.07.2023, 21:36 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Zweitens geht es mir keineswegs darum, irgendwelche Obdachlosen an den Pranger zu stellen. Das habe ich weiter unten auch nochmal betont. Und das wird aus meiner Sicht auch in meinem Ausgangsposting mehr als deutlich. Wo du da Beleidingungen entdeckst, ist mir schleierhaft.
„abgefuckter Mensch“ und „Pennern und völlig verwahrlosten Gestalten“ sind ziemlich beleidigende Begriffe für Obdachlose.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Ollis, Die A7 rauf und runter ;), Dienstag, 11.07.2023, 21:19 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Da das Frankfurter Bahnhofsviertel mit einer großen, teilweise öffentlich gelebten, Drogenproblematik zu Frankfurt gehört, finde ich deine Aufzählung seltsam. Ist natürlich auch immer die Frage, wann und wo man die genannten Großstädte besucht.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 21:14 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Also dann hast du echt Probleme mit den Augen. Da empfehle ich den Besuch in Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Berlin, Frankfurt, Hamburg, oder köln. Das ist wesentlich schlimmer.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
virz3, Oberhausen, Mittwoch, 12.07.2023, 08:31 (vor 921 Tagen) @ Talentförderer
Also dann hast du echt Probleme mit den Augen. Da empfehle ich den Besuch in Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Berlin, Frankfurt, Hamburg, oder köln. Das ist wesentlich schlimmer.
Was gibt es in Oberhausen schlimmes?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
extremolo, Berlin, Dienstag, 11.07.2023, 22:12 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Also dann hast du echt Probleme mit den Augen. Da empfehle ich den Besuch in Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Berlin, Frankfurt, Hamburg, oder köln. Das ist wesentlich schlimmer.
Warum empfiehlst du jemanden den Besuch der Hauptstadt, der nach eigener Aussage "mehr als die Hälfte des Jahres in Berlin lebt"?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
chanoumi, Rhein-Ruhr, Dienstag, 11.07.2023, 23:01 (vor 922 Tagen) @ extremolo
Mit den eigenen Aussagen in Foren ist das so eine Sache.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
majae, Muc, Mittwoch, 12.07.2023, 12:48 (vor 921 Tagen) @ chanoumi
Mit den eigenen Aussagen in Foren ist das so eine Sache.
Die Auflistung mit Rio wundert mich ebenfalls. Das Elend, was man in Lateinamerikanischen Städten sehen kann, ist dann doch nochmal ein paar Stufen krasser als in Dortmund.
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
markus, Dienstag, 11.07.2023, 19:19 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Ist es wirklich auch objektiv schlimmer geworden? Oder täuscht vielleicht der subjektive Eindruck?
Hier mal eine Statistik (Link 1) über die Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland. Die Anzahl ist über einen längeren Zeitraum betrachtet abzüglich der Flüchtlinge nicht gestiegen, sondern sogar sehr deutlich gesunken. Wesentlich höher lagen die Zahlen Mitte der 90er Jahre, als über 900.000 Menschen wohnungslos waren. Zwar handelt es ist um eine ältere Statistik und die Daten ab 2016 sind geschätzt. Jedoch zeigen die tatsächlichen Zahlen aus 2022 (Link 2), dass sie mit insgesamt 262.600 Wohnungslosen ziemlich gut geschätzt waren.
Wie man sieht: Zwischen Mitte der 90er und 2005 gingen die Zahlen deutlich zurück. Seit 2005 liegt die Zahl der Wohnungslosen relativ stabil bei unter 300.000. Ein deutlicher Anstieg ist jedenfalls in Deutschland nicht erkennbar.
Das heißt natürlich nicht, dass es speziell in Dortmund nicht vielleicht doch schlimmer geworden ist. Dazu habe ich leider keine Zahlen gefunden. Aber oft trügt der subjektive Eindruck. Mir ist nicht aufgefallen, dass es deutlich schlimmer geworden ist. Die Obdachlosen lungerten nach meinem subjektiven Eindruck schon immer vor dem Bahnhof herum. Ebenso schon immer an irgendwelchen Läden auf dem Westenhellweg. Im Sommer schlimmer als im Winter. Aber auch das ist natürlich nur subjektiv.
Ebenso dürfte die Anzahl der Gewalttaten in Deutschland nicht angestiegen sein. Man bekommt es medial nur häufiger mit, weil heute jeder ein Smartphone dabei hat und drauf losfilmen kann. Irgendwelche Diskoschlägereien, eskalierende Demos, Messerattacken oder auch Vorfälle in Freibädern gab es sicherlich früher auch (wahrscheinlich sogar wesentlich häufiger). Aber es landete nicht so häufig im Internet. Heute landet so ein Video ganz schnell auf Twitter, dann auf Bild und alle denken „man, ist das schlimm geworden“, während es früher höchstens am nächsten Tag im Lokalteil der örtlichen Zeitung stand.
Deshalb muss man immer auch aufpassen, ob am subjektiven Eindruck wirklich etwas dran ist. Denn je schlechter es uns (auch nur gefühlt) geht, desto mehr Auftrieb gibt das den falschen Kräften.
es ist definitiv mehr geworden
Eisundlimonade2, Mittwoch, 12.07.2023, 14:36 (vor 921 Tagen) @ markus
zumindest hier in Leipzig bemerke nicht nur ich sondern auch freunde und bekannte, dass es deutlich mehr menschen in stadt/park/bus/bahn gibt, die zumindest den anschein vermitteln dass es ihnen am nötigsten mangelt (ich möchte nicht anmaßend sein und behaupten es würde ihnen nicht gut gehen aber sie sehen massiv so aus:/ ) ich würde denken seit etwa 2-3 jahren deutlich. auf meinem arbeitsweg sind locker am morgen doppelt so viele obdachlose auf parkbänken oder wiesen als vorher.
Messerattacken oder auch Vorfälle in Freibädern gab es sicherlich früher auch (wahrscheinlich sogar wesentlich häufiger)
ich kenne den Impuls und die Socialmediageschichte ist sicher nicht außer Acht zu lassen aber wir müssen ja nicht in die 80er zurückreisen - es reichen auch schon 10 Jahre (twitter,FB,YT & co, alles bereits da und gut verbreitet) um zu erkennen dass das Quatsch ist. Zumal ernsthafte Messerattacken bspw. in Zügen zumindest in der Zeitung gestanden hätten. Da fiele eine Recherche nicht schwer und ich denke eindeutig aus. Also der Reflex meiner Oma früher war alles besser ist mindestens genauso unzulänglich wie dein früher war es schlimmer und trägt der Realität kaum Rechnung.
BTW. Ich habe gefühlt die Sommer meiner Jugend komplett im Freibad verbracht und kann mich an nicht einen Zwischenfall erinnern. Nun sind sexuelle Übergriffe und auch größere Handgreiflichkeiten sowie Respektlosigkeiten gegenüber dem Personal leider sehr häufig.
PEACE
es ist definitiv mehr geworden
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.07.2023, 11:34 (vor 920 Tagen) @ Eisundlimonade2
Der Unterschied ist oft sexuelle Übergriffe waren früher auch einfach oft Lapalien und dumme jungen Streiche. Heute zum Glück nicht mehr. Trotzdem gibt es einfach nicht mehr.
da stimmt
Eisundlimonade2, Donnerstag, 13.07.2023, 13:45 (vor 920 Tagen) @ Talentförderer
es gibt nicht mehr. von nichts. auch nicht weniger. es ist alles gleich. schon immer. es gilt sozusagen nur zu verwalten. alles ist gut. seit eh und je.
entweder bist du 12 oder politiker.
gute nacht.
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
markus, Dienstag, 11.07.2023, 19:54 (vor 922 Tagen) @ markus
Viele Obdachlose Personen, die irgendwo bei irgendwem auf der Couch pennen sieht man gar nicht. Diese gehen teilweise einer geregelten Arbeit nach und es mangelt ihnen an Wohnraum.
Es gibt viele Faktoren, die bei Obdachlosigkeit dazu führen, dass Menschen auf der Straße landen, also nicht auf der Couch, fehlende soziale Kontakte, psychische Erkrankungen, Abhängigkeitserkrankungen, zu stolz um Hilfe zu bitten. Auf der Straße besteht dann eine sehr große Gefahr weiter in den Strudel zu geraten, gerade mit Alkohol- und Drogenabhängigkeiten und psychischen Problemen.
Das größte Problem dürfte der problematische Drogenkonsum (legal oder illegal) sein. Durch die aufkommenden günstigen synthetischen Drogen, sind wohl klassische Drogen wie Heroin und Kokain sehr günstig geworden und dazu wesentlich stärker dosiert als noch vor einigen Jahren. Die Obdachlosigkeit begünstigt den Konsum und der Konsum verhindert ein Entkommen aus der Obdachlosigkeit. Viele schießen sich mittlerweile ab, aus welchen Gründen auch immer und das sind nicht nur Obdachlose. Viele ältere Personen sieht man morgens ihre Portion Alkohol im Laden kaufen und auch bei Menschen, von denen man denkt, dass sie mitten im Leben stehen, bemerke ich teilweise einen sehr starken Konsum von Alkohol und Schmerzmitteln.
Woran das liegt, vielleicht an dem immer mehr zu nehmenden Druck, ständige Leistungsbereitschaft und Erreichbarkeit und das ständige Vorleben von Zielen, die man erreichen muss, aber kaum kann. Oder vielleicht einfach an einer immer verbreiteteren Einsamkeit.
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 11.07.2023, 23:18 (vor 922 Tagen) @ CrimsonGhost
Ist das so, dass Drogen günstiger geworden sind? Imho hat sich vor allem die Reinheit erhöht, seitdem die Kartelle beide Seiten des Ozeans kontrollieren
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
MarcBVB, Mittwoch, 12.07.2023, 12:31 (vor 921 Tagen) @ MarcBVB
Ist das so, dass Drogen günstiger geworden sind? Imho hat sich vor allem die Reinheit erhöht, seitdem die Kartelle beide Seiten des Ozeans kontrollieren
Keine Ahnung, ob es stimmt. Das was meine mir bekannten Sozialarbeiter*innen so berichten, scheint das aber so zu sein und eben vorwiegend durch die wohl sehr billigen, sehr gefährlichen neuen synthetischen Drogen.
Wenn man aber wohl allen auf die Nase bindet, dass man Geld hat, bleiben die Preise wohl hoch.
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
Fisheye, Mittwoch, 12.07.2023, 08:26 (vor 921 Tagen) @ MarcBVB
Ist das so, dass Drogen günstiger geworden sind? Imho hat sich vor allem die Reinheit erhöht, seitdem die Kartelle beide Seiten des Ozeans kontrollieren
Für Bremen kann ich sagen das sehr viel Verelendung mit den Aufkommen von Crack zu tun hat, wirkt quasi Sofort. Der Rausch ist aber auch sehr kurz und das psychische Abhängikeitspotential sehr hoch. Dadurch sind die Konsumenten ständig auf der Suche nach der nächsten Pfeiffe.
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
Fummelkutte, Berlin, Mittwoch, 12.07.2023, 10:23 (vor 921 Tagen) @ Fisheye
Jo. Crack ist ein echtes Teufelszeug. Imho auch in den USA für einen Großteil der Drogenkarrieren prägend gewesen, trotz gegenteiliger Bemühungen wie die Crack-is-Whack-Kampagne.
Statistik Anzahl der Wohnungslosen in Deutschland
CedricVanDerGun, Hamburg, Mittwoch, 12.07.2023, 10:35 (vor 921 Tagen) @ Fummelkutte
Ist Fentanyl nicht jetzt der heiße Scheiß und der auch noch super schnell tödlich ohne Gegenittel dafür aber so super günstig zu produzieren?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
padre.serata, Alicante, Dienstag, 11.07.2023, 18:28 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Um mal etwas Anderes einzuwerfen. Ich war jüngst in Köln-Nippes zu Besuch. Und habe mich dort positiv gewundert, wie blendend alles ausschaut. Und v.a. wie gut der Einzelhandel offenbar noch funktioniert. Das kenne ich von vielen Städten ganz anders. Nur der Döner sei enorm teuer geworden (wegen Prinz Poldi), teilte man mir als Kritik mit ;)
PS: Für Dortmund City und seine Leute tut es mir leid, wenn es so schlimm ausschaut...
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
tzuio09, Dienstag, 11.07.2023, 18:18 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Das was du beschreibst - viele meiner Vorredner haben das ja auch so geschildert - ist ja ein Problem vieler Großstädte. Als Dortmunder kann man das also jetzt einfach so abtun und sagen "ja isso" - nur ist damit einfach niemandem geholfen und daher finde ich es grundsätzlich immer wichtig die Probleme anzusprechen und beim Namen zu nennen. Nur sind die sicherlich vielschichtiger als viele glauben. Es gibt nämlich die Probleme, die man sieht (und die du schilderst) und dann die, die dazu führen. Ich lebe inzwischen seit über 10 Jahren im Ausland und nehme mir mal raus eine sehr neutrale Sicht zu haben.
Also fangen wir mal. Differenzierung. Leider ist es in meinen Augen sehr sehr deutsch sich nur auf die Probleme zu fokussieren, statt mal die Sachen anzusprechen, die sich sehr positiv entwickeln.
Ich war vor paar Monaten erstmals am neuen Hafen und war begeistert. Was eine geile Fläche, was für ein Potential. Dass sich ausgerechnet ein skandinavischer Entwickler dort gerade einnistet verwundert mich nicht. Die wissen, wie man das anpackt. Oder Phoenix-West. Was da an einem schönen Frühlingstag rund um die Brauerei abgeht ist einfach fantastisch. Und das gab es vor 10-15 Jahren eben nicht. Ein so wertvolles Projekt wie den Phoenix-See auch nicht. Nur frag mal die meisten Dortmunder was sie davon halten. Sie meckern. Weil irgendwas passt dem Deutschen dann eben nicht. Nur was wäre denn die Alternative zu den Villen am Hang, die den Bumms teilweise finanziert haben? Oh und wunder, ja Sonntags ist es voll.
Aber zurück zur Innenstadt. Ja die Probleme sind offensichtlich, nur liegen die Fehler nicht bei Einwanderung, Obdachlosigkeit und Co., sondern in der generellen Stadtentwicklung der letzten 30-50 Jahre. Keine historische Substanz, eine schier elendig lange Entwicklung zur autofreundlichen Stadt, kaum Wohnungsbau im Kern und eine unfassbar langsame Entwicklung von Brachflächen. Das Gebiet rund ums U, was wirklich toll ist, ist noch immer nicht fertig. Die Lokalpolitik mit ihren - sorry kleinbürgerlichen Dorfdeppen von SPD und CDU (von den Vollidioten und scheiss Rassisten wie denen der AfD oder der bei der allgemeinen Intelligenzverteilung zu kurz gekommenen Heulsuse M. Brück mal ganz zu schweigen) diskutiert lieber noch 3 Jahre über Parkplätze an einer möglichen Sporthalle, die sich in Sichtweite eine HBF befindet, statt das Teil einfach zu bauen! Einfach mal machen. Dachte immer wenn eine Region so Sätzen sagen kann, dann das Ruhrgebiet. Aber scheinbar liege ich da falsch. Andere Länder sind da schneller, effizienter, ja auch mutiger, offener, diverser.
Das sorgt nicht zwingend dafür das alle Probleme der Obdachlosigkeit heute auf morgen vergessen sind, aber es lenkt zum einen den Fokus auf andere Dinge, es vermischt sich mehr und es ergeben sich Chancen. Dass Probleme wie Obdachlosigkeit vielschichtiger sind zeigt sich auch in vielen anderen Metropolen der Welt (irgendwer hat ja das Bsp SF schon gebracht). Die Innenstadt braucht zwingend mehr Leben, mehr Diversität.
Große Büroneubauten wie Conti oder Materna zieht man raus auf die grüne Wiese, währenddessen fristen Flächen wie das Bender Areal oder die komplette Nordseite des HBFs ihr tristes dasein. Ein Projekt wie Smart Rhino wäre ein Jahrhundertprojekt für die Stadt Dortmund und die ganze Region. Es wird nun scheitern, weil sich Land/Stadt und ein privater Investor (nein keine Heuschrecke aus Fernost, Amerika oder um in die Dortmunder Vergangenheit zu schauen, aus Portugal, sondern einer aus der Nachbarstadt) sich nicht einigen können und jeder auf seinem Recht bestehen muss, statt gemeinsam Lösungen zu finden und eben "einfach mal zu machen". Diese langfristigen Ziele, der Mut und das Geld das man braucht, das fehlt. Und es ist auch kaum politischer Wille da dies zu ändern. Verglichen mit der Lokalpolitik in Ländern, in denen ich bereits gelebt habe, ist das im Dortmunder Stadthaus wirklich provinziell. Und das seit Jahren.
Das war die politische Seite und nun kommt die kulturelle, gesellschaftliche. Es darf sich jeder Dortmunder mal fragen (sorry für den Pathos), was er denn gegen den Untergang der Innenstadt getan hat in den letzten Jahren. Ja Onlinehandel ist cool und ich finde Karstadt und Co. auch aus der Zeit gefallen, aber wo ist denn der Support für lokale Händler, für die, die in der Stadt was bewegen wollen. Krombacher saufen und den Untergang der Dortmunder Brauereien bemitleiden, ist eben irgendwie ne seltene Kombi, wenn ihr versteht wodrauf ich hinauswill. Ich bin 4-5x pro Jahr in Dortmund, ich kenne mehr neue Restaurants/ Bars etc, als Freunde und Family in Dortmund. Der typische deutsche, Dortmunder Angestellte macht halt um 17:30 Feierabend und fährt dann mit dem Auto nach Hause an Weber Grill (jaja Pauschalisieren kann ich auch), in anderen Ländern geht man hier und da was essen, trinken, zu kulturellen Events. Ich war die letzten zehn Jahre öfters im Dortmunder Konzerthaus, als meine Cousine, die in Dortmund lebt. Keine Ahnung worauf alle warten, aber sich immer am "Untergang" traurig reiben und sagen "früherer alles besser", macht es heute eben nicht besser.
Jetzt habe ich mir schon mehr von der Seele geschrieben als ich eigentlich wollte. Es nervt mich aber halt, dass viele (Gruß an die Ruhr Nachrichten) halt nur noch das negative sehen. Ich weiß nicht woher das kommt, woher dieser Frust und diese Tatenlosigkeit rührt, aber das ist für mich das eigentliche, generelle Problem. In Dortmund wie in Deutschland.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 19:38 (vor 922 Tagen) @ tzuio09
Kann man kaum besser beschreiben.
Ein Blick auf die Kommentarspalten sozialer Medien wenn es um den Phoenix See geht zeigt schon was da für Leute Stimmung machen.
PS Heulsuse M. Brück wohnt zum Glück schon länger in Chemnitz.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
balisto, 44143, Dienstag, 11.07.2023, 20:14 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Kann man kaum besser beschreiben.
Ein Blick auf die Kommentarspalten sozialer Medien wenn es um den Phoenix See geht zeigt schon was da für Leute Stimmung machen.PS Heulsuse M. Brück wohnt zum Glück schon länger in Chemnitz.
Der Phönix See ist ein kaum zu übertreffendes Musterbeispiel für Gentrifizierung. Um das zu sehen, muss man nun wahrlich kein stabiler Neonazi sein.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
tzuio09, Dienstag, 11.07.2023, 23:44 (vor 922 Tagen) @ balisto
Klar, wer kann sich nicht an all die Arbeitersiedlungen zwischen Fackel und Alfred Trappen Straße erinnern? Alle weg…
Dass der Remberg gentrifiziert wurde. Da geh ich ja noch mit aber ansonsten? Das Hörder Zentrum ist jetzt noch wahrlich kein Dortmunder Eppendorf geworden. Und das wird es auch nie. Es ist schon sehr zukunftsverachtend zu kritisieren dass man ein Stahlwerk und eine mit Altlasten verseuchte Ruinenlandschaft durch n See und ne renaturierte Emscher ersetzt hat.
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 20:19 (vor 922 Tagen) @ balisto
Und trotzdem kann man Dortmund nicht nur mit Sozialbauten und Logistiklager vollbauen. Es braucht auch Wohnraum für Fachkräfte. Kann man verstehen, außer man will es nicht. Wie man sich da über einen See aufregen kann ist völlig unverständlich.
Und am lustigesten ist, dass die Leute sich auch noch in der Mehrheit wähnen, während der See permanent voll und beliebt ist. Auch ein Trauerspiel unserer Zeit.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Eisen, DO, Dienstag, 11.07.2023, 18:30 (vor 922 Tagen) @ tzuio09
Sehr schöner Beitrag!
Ich empfinde es allgemein als,Problem der gesamten deutschen Politik, die,Probleme nicht mit Engagement, Kreativität, Mut und Wille anzugehen, sondern immer nur überlegen, was alles schief gehen könnte, was man noch nicht bedacht hat und wer wann wo rüber meckern könnte. Dieses Besenkenträgertum, gepaart mit Spießigkeit und im Grunde auch Feigheit verbaut und viele Chancen im ganzen Land.
Einfach mal machen! Für mich ein ganz toller einfacher Satz, den man wirklich beherzigen sollte.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
pöhler89, COE, Dienstag, 11.07.2023, 16:33 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
bearbeitet von pöhler89, Dienstag, 11.07.2023, 16:39
Ich habe Ende der 80ger vier Jahre auf Grund meines Studiums in der Nordstadt (nähe Westfalen-Hütte) gewohnt.
Zu der Zeit habe ich mich in Dortmund sehr wohl gefühlt und wäre gerne geblieben. Ich bin dann immer wieder mal in Dortmund gewesen, aber Rund um Borussia oder bei Freunden. Als ich vor 15 Jahren mal die Nordstadt und die alten Anlaufstellen besucht habe, da fand ich es Rund um den Nordmarkt ähnlich krass, aber in der Innenstadt ok.
In der letzten Saison bin ich zu einem Freitagabend Spiel mit der Bahn angereist und auf Hin- und Rückweg zum Stadion durch die Innenstadt. Mir ging es genau so, wie du es beschrieben hast. Ich war echt schockiert.
Leider haben wir den Innenstädten und speziell auch den Brennpunkten viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies führt zu der Verwahrlosung, wie du sie beschreibst. Und dies führt auch zum Erfolg der AFD.
Ich hätte mir eine Fortführung des Solis gewünscht, um mit dem Geld gezielt Regionen/Städte zu fördern. Würde mir wünschen, dass SPD, Grüne und CDU sich dies mal auf die Fahnen schreiben. Es würde einiges in Bewegung setzen und in den Regionen ein besseres Selbstwert-Gefühl erzeugen.
Ein Satz noch zu einigen Aussagen hier - ich meide die Innenstadt - zum Glück gibst es das InterNet.
Genau dies führt zu der Verwahrlosung der Innenstädte - daher think global - buy local!
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pöhler89, Dienstag, 11.07.2023, 17:47 (vor 922 Tagen) @ pöhler89
Den Soli gibt es weiterhin.
Nur Geld verteilen an Städte ist keine Idee, welche einen Konsens findet.
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 16:37 (vor 922 Tagen) @ pöhler89
Die CDU hat andere Dinge zu tun. Zum Beispiel andere Parteien schlecht machen die sich um Klimaschutz kümmern.
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pöhler89, COE, Dienstag, 11.07.2023, 16:38 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
100 % bei dir - aber ohne wird es leider nicht gehen ...
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
luedo78, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 16:26 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Deinen Eindruck kann ich leider nur teilen. Nach 45 Jahren in Dortmund , befassen wir uns nun ernsthafter damit, die Stadt zu verlassen und das obwohl wir an einem äußeren Vorort hiervon leben. Die City meiden wir mittlerweile so gut es geht, der Verfall ist unübersehbar. Wann dies alles stattgefunden hat, kann man nicht genau sagen. Es war wohl ein langsamer und stetiger Prozess. Die Gründe sind vielschichtig und politisch wohl nicht einfach zu lösen.
Wenn wir auswärtigen Besuch aus schöneren bzw. besseren Gegenden Deutschlands haben, kam allerdings schon öfter die Frage wie man sich hier wohlfühlen kann. Natürlich sind ländlich lebende Bürger aus Bayern/BW/MV etwas anderes gewohnt und würden in vielen Großstädten ein ähnliches Bild vorfinden, trotzdem hört man so Aussage über seine Heimatstadt nicht gerne.
Baltimore
Thofrock, Dienstag, 11.07.2023, 16:39 (vor 922 Tagen) @ luedo78
Eigentlich entwickeln sich so ziemlich alle Großstädte in die falsche Richtung und werden lebensunfreundlicher. Wir sind in rasanten Tempo dabei, unsere Lebensräume zu zerstören. In den Großstädten sieht man das bereits am deutlichsten, und wenn man noch 20 Jahre weiter denkt, steht wahrscheinlich Randy Newman Pate.
feiner song
Eisundlimonade2, Dienstag, 11.07.2023, 18:51 (vor 922 Tagen) @ Thofrock
und ja:
so easy wie in den 80s wird das leben wohl nicht mehr:
aber ganz sicher ist das für viele auch gut so. für andere eben nicht.
PEACE
Baltimore
Pete H., Dienstag, 11.07.2023, 16:40 (vor 922 Tagen) @ Thofrock
Eigentlich entwickeln sich so ziemlich alle Großstädte in die falsche Richtung und werden lebensunfreundlicher. Wir sind in rasanten Tempo dabei, unsere Lebensräume zu zerstören. In den Großstädten sieht man das bereits am deutlichsten, und wenn man noch 20 Jahre weiter denkt, steht wahrscheinlich Randy Newman Pate.
Was hat Randy Newman mit Baltimore zu tun?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Winterthur, Ort, Dienstag, 11.07.2023, 15:17 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Krass.. Ich war am Wochenende in der Heimat. Hatte während der Fahrt zu einem Geburtstag ein wenig Zeit und bin am HBF umgestiegen, um mal ein paar Meter in die Stadt zu gehen.
Ich war auch ernsthaft erschrocken. Dann ist das keine selektive Wahrnehmung gewesen und ich habe nicht einfach "nen blöden Tag erwischt".
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Kutte92, Dienstag, 11.07.2023, 14:49 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Ich komme leider nur an den Spieltagen nach Dortmund, aber meistens mit einem Tag extra. So extrem wie Kutte92 es schildert, ist es mir bisher nicht aufgefallen. Auch im „schönen“ Freiburg gibt es in der Innenstadt genügend Obdachlose. Derzeit mache ich Urlaub in den USA. Da ist es in manchen Orten viel schlimmer und ich fühle mich gefährdeter. Und das sind nicht Großstädte, sondern Orte mit Tausend bis Hunderttausend Einwohnern.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 14:39 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass jeder Mensch das Recht hat, sich in der Innenstadt aufzuhalten. Die Forderung, dass Obdachlose doch bitte in irgendwelche Randgebiete gedrängt werden mögen, um das Einkaufserlebnis nicht zu stören, ist ebenso unsozial.
Und zudem ist es einfach so, dass Sichtbarkeit in erster Linie Schutz für die Betreffenden bedeutet. Natürlich gibt es Gewalt unter den Obdachlosen an sich. Kein Wunder, dass es da zu Verteilungskämpfen kommt. Allerdings sind sie auch immer wieder Angriffen anderer Personen vor allem aus der Naziszene ausgesetzt.
Klar, die sammeln ein Mal im Jahr für Obdachlose (natürlich nur für deutsche!), die restlichen 363 Tage ist es aber nicht schlimm, wenn man einen von denen totprügelt. Natürlich ist es ein elendiger Anblick und sie riechen nicht gut, sind schmutzig - aber vielleicht kann man das auch ein bisschen eher ertragen, wenn man daran denkt, dass diese Sichtbarkeit für viele dieser Menschen auch der einzige Schutz ist, den sie haben.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Kutte92, Münster, Dienstag, 11.07.2023, 17:22 (vor 922 Tagen) @ Sascha
Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass jeder Mensch das Recht hat, sich in der Innenstadt aufzuhalten. Die Forderung, dass Obdachlose doch bitte in irgendwelche Randgebiete gedrängt werden mögen, um das Einkaufserlebnis nicht zu stören, ist ebenso unsozial.
Und zudem ist es einfach so, dass Sichtbarkeit in erster Linie Schutz für die Betreffenden bedeutet. Natürlich gibt es Gewalt unter den Obdachlosen an sich. Kein Wunder, dass es da zu Verteilungskämpfen kommt. Allerdings sind sie auch immer wieder Angriffen anderer Personen vor allem aus der Naziszene ausgesetzt.
Klar, die sammeln ein Mal im Jahr für Obdachlose (natürlich nur für deutsche!), die restlichen 363 Tage ist es aber nicht schlimm, wenn man einen von denen totprügelt. Natürlich ist es ein elendiger Anblick und sie riechen nicht gut, sind schmutzig - aber vielleicht kann man das auch ein bisschen eher ertragen, wenn man daran denkt, dass diese Sichtbarkeit für viele dieser Menschen auch der einzige Schutz ist, den sie haben.
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Obdachlosigkeit geht nun mal oft einher mit massiven, anderen Problemen. Wir reden hier von Menschen mit schwersten Psychosen und psychischen Krankheiten. Von schwerer Drogenabhängigkeit und Alkoholismus. Diese Menschen sind teilweise unberechenbar. Und sie brauchen Hilfe. Deswegen wäre es an der Politik, hier für beide Gruppen etwas zu tun. Für die Betroffenen, aber eben auch für den "normalen" Anwohner, der einfach mal in die City gehen will, ohne sich diesen Dingen auszusetzen.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 13:05 (vor 921 Tagen) @ Kutte92
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Ich wohne mit Frau und Kind in dem Bereich, den Du beschreibst. Von Obdachlosen werden wir nicht bedroht. Ich werde von reichen Vorstadtkids aus ihrem BMW bedroht und verprügelt, Obdachlose noch viel öfter.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 19:26 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Ich wohne mit Frau und Kind in dem Bereich, den Du beschreibst. Von Obdachlosen werden wir nicht bedroht. Ich werde von reichen Vorstadtkids aus ihrem BMW bedroht und verprügelt, Obdachlose noch viel öfter.
Und natürlich sind das alles Almans, habe ich recht?
Ich glaube allerdings das du hier ziemlich viele Märchen erzählst um das Thema in eine andere Richtung zu lenken.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
fabian 1909, Mittwoch, 12.07.2023, 14:26 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Das glaube ich jederzeit. Obdachlose Personen haben bisher in meinem Leben nur ganz vorsichtig um Geld gebeten.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 12.07.2023, 13:10 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Ich wohne mit Frau und Kind in dem Bereich, den Du beschreibst. Von Obdachlosen werden wir nicht bedroht. Ich werde von reichen Vorstadtkids aus ihrem BMW bedroht und verprügelt, Obdachlose noch viel öfter.
Also ich kann schon verstehen, dass das Verhalten von manchen Obdachlosen manche Leute sehr beunruhigt. Ich habe auch mitbekommen wie ein offensichtlich kranker Mann eine Frau getreten hat und dabei verwirrt rum genuschelt hat.
Da kann ich schon verstehen, dass man zu ner gewissen Uhrzeit oder mit gewisser Begleitung darauf eher keinen Bock hat.
Ich hatte solche Probleme noch nicht aber gerade im ÖPNV sieht man dann doch ab und an Dinge, die man mit nem Kind vielleicht lieber aus der Entfernung sieht.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Jurist, Mittwoch, 12.07.2023, 13:14 (vor 921 Tagen) @ Weeman
Dieser Tanz, der hier veranstaltet wird… ja, auch Obdachlose haben Menschenwürde und sind wie Menschen zu behandeln. Aber warum sollte ich alkoholisierte Menschen oder im Drogenrausch befindliche Menschen anders beurteilen, wenn Sie ein Zuhause haben? Das Problem ist doch nicht, dass diese Menschen außerhalb unserer Konventionen leben, sondern dass manche von diesen laut, aggressiv, alkoholisiert, unter Drogen stehend die übrigen Menschen belästigen. Um diese Menschen geht es, nicht um jeden einzelnen Obdachlosen.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 12.07.2023, 13:25 (vor 921 Tagen) @ Jurist
Dieser Tanz, der hier veranstaltet wird…
Ist schon ein Thema wo man seine Meinung differenziert darstellen sollte.
Grundsätzlich sollte man für alle Obdachlose was tun.
Und auch bei dem Obdachlosen der die Frau getreten hat war offensichtlich, dass dieser Mensch Hilfe braucht.
Obdachlosigkeit ist ein Problem. Und gewalttätige o.Ä. Obdachlose auch.
Gott sei Dank kann man wahrscheinlich mit den selben Maßnahmen beides gleichzeitig verbessern.
Ganz abschaffen aber wohl nicht.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
balisto, 44143, Mittwoch, 12.07.2023, 13:08 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Ich wohne mit Frau und Kind in dem Bereich, den Du beschreibst. Von Obdachlosen werden wir nicht bedroht. Ich werde von reichen Vorstadtkids aus ihrem BMW bedroht und verprügelt, Obdachlose noch viel öfter.
aber sicher doch
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Jurist, Mittwoch, 12.07.2023, 13:07 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Reiche Vorstadtkids fahren mit dem BMW vor und verprügeln Dich? Kannst Du das etwas konkretisieren?
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 13:12 (vor 921 Tagen) @ Jurist
Reiche Vorstadtkids fahren mit dem BMW vor und verprügeln Dich? Kannst Du das etwas konkretisieren?
Du darfst deren Autos nicht schief angucken, nichts gegen die Vermüllung oder wie sie halten sagen, da kriegste Probleme.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Jurist, Mittwoch, 12.07.2023, 13:17 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Wieso sollte man andere Autos schief angucken? Wieso achten reiche Menschen darauf, wie man deren Auto anguckt? Wieso sollte man jemanden verprügeln, wenn man auf schlechtes Parken hingewiesen wird. Und seit wann fahren reiche Menschen vornehmlich BMW?
Verzeih mir, ich verstehe das alles nicht.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 13:25 (vor 921 Tagen) @ Jurist
Wieso sollte man andere Autos schief angucken? Wieso achten reiche Menschen darauf, wie man deren Auto anguckt? Wieso sollte man jemanden verprügeln, wenn man auf schlechtes Parken hingewiesen wird. Und seit wann fahren reiche Menschen vornehmlich BMW?
Verzeih mir, ich verstehe das alles nicht.
die vielen Spuren des Walls ziehen Nacht für Nacht, vor allem am Wochenende, immer mehr junge Leute an, die dort mit ihren Autos rumdüsen. für ihr Posen parken sie dann überall, auf Gehwegen, Radwegen etc. und schmeißen ihren Müll umher, rasen mit einer enormen Geschwindigkeit auch durch Seitenstraßen, etc.
Sonderlich kritikfähig sind die allerdings nicht, sondern haben eher eine kurze Zündschnur. Bin ich nicht der einzige, der das schon erfahren durfte.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Jurist, Mittwoch, 12.07.2023, 15:04 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Danke für die Erläuterung! Stimmt mich traurig, das zu lesen. Ich drücke die Daumen, dass man diesem Problem Herr wird. Durch die Änderung des Strafgesetzbuchs, dass die getunten Kisten als Tatwerkzeuge eingezogen werden können, hatte man sich seinerzeit viel versprochen. Des Übels Kern übersteht diese Widrigkeiten aber augenscheinlich.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 12.07.2023, 13:29 (vor 921 Tagen) @ fabian 1909
Macht die Stadt da nichts gegen? Das da mittlerweile Nachts 30 ist hab ich noch mitbekommen.
Aber wird da nicht noch zusätzlich ordentlich kontrolliert?
Es gibt wohl wenig vergleichbare Personenkreise auf die ich weniger Bock hätte tatsächlich.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.07.2023, 11:38 (vor 920 Tagen) @ Weeman
Da wird fast täglich nachts kontrolliert, Parkplätze gesperrt und Tempo 30.
Aber auch das hält egoistische Idioten nicht ab. Und die Auto Fetischisten setzen der Dummheit echt noch einen drauf.
Gewalt kommt weniger von Obdachlosen
fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 13:45 (vor 921 Tagen) @ Weeman
Macht die Stadt da nichts gegen? Das da mittlerweile Nachts 30 ist hab ich noch mitbekommen.
Aber wird da nicht noch zusätzlich ordentlich kontrolliert?
Es gibt wohl wenig vergleichbare Personenkreise auf die ich weniger Bock hätte tatsächlich.
Es gilt nachts 30, das sorgt aber nicht grad für weniger Lärm beim Motoraufheulen oder beim Start, wenn die Ampel auf Grün springt.
Und gerast wird auch weiter. Dazu auch immer mehr auf Seiten- oder Zubringerstraßen.
Zu den Unfällen, die dabei passieren, hier nur ein Beispiel. https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund-nordost/verletzte-nach-raser-unfall-in-dortmund-fahrer-ohne-fuehrerschein-und-unter-drogeneinfluss-w727317-2000797808/
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 19:29 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass jeder Mensch das Recht hat, sich in der Innenstadt aufzuhalten. Die Forderung, dass Obdachlose doch bitte in irgendwelche Randgebiete gedrängt werden mögen, um das Einkaufserlebnis nicht zu stören, ist ebenso unsozial.
Und zudem ist es einfach so, dass Sichtbarkeit in erster Linie Schutz für die Betreffenden bedeutet. Natürlich gibt es Gewalt unter den Obdachlosen an sich. Kein Wunder, dass es da zu Verteilungskämpfen kommt. Allerdings sind sie auch immer wieder Angriffen anderer Personen vor allem aus der Naziszene ausgesetzt.
Klar, die sammeln ein Mal im Jahr für Obdachlose (natürlich nur für deutsche!), die restlichen 363 Tage ist es aber nicht schlimm, wenn man einen von denen totprügelt. Natürlich ist es ein elendiger Anblick und sie riechen nicht gut, sind schmutzig - aber vielleicht kann man das auch ein bisschen eher ertragen, wenn man daran denkt, dass diese Sichtbarkeit für viele dieser Menschen auch der einzige Schutz ist, den sie haben.
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Die haben es deutlich einfacher, bzw. generell die Möglichkeit, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Kutte92, Münster, Dienstag, 11.07.2023, 19:39 (vor 922 Tagen) @ Sascha
Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass jeder Mensch das Recht hat, sich in der Innenstadt aufzuhalten. Die Forderung, dass Obdachlose doch bitte in irgendwelche Randgebiete gedrängt werden mögen, um das Einkaufserlebnis nicht zu stören, ist ebenso unsozial.
Und zudem ist es einfach so, dass Sichtbarkeit in erster Linie Schutz für die Betreffenden bedeutet. Natürlich gibt es Gewalt unter den Obdachlosen an sich. Kein Wunder, dass es da zu Verteilungskämpfen kommt. Allerdings sind sie auch immer wieder Angriffen anderer Personen vor allem aus der Naziszene ausgesetzt.
Klar, die sammeln ein Mal im Jahr für Obdachlose (natürlich nur für deutsche!), die restlichen 363 Tage ist es aber nicht schlimm, wenn man einen von denen totprügelt. Natürlich ist es ein elendiger Anblick und sie riechen nicht gut, sind schmutzig - aber vielleicht kann man das auch ein bisschen eher ertragen, wenn man daran denkt, dass diese Sichtbarkeit für viele dieser Menschen auch der einzige Schutz ist, den sie haben.
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Die haben es deutlich einfacher, bzw. generell die Möglichkeit, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen.
Da machst du es dir aber ziemlich einfach.
Was ist denn mit den vielen Leuten, die schon allein aus beruflichen Gründen jeden Tag durch die City und zum Hauptbahnhof und wieder zurück müssen? Oder direkt dort arbeiten? Oder wohnen?
Und heißt das dann grundsätzlich, dass man einfach Pech gehabt hat und mit seinen Kindern nicht mehr in die Innenstadt von Dortmund gehen kann, weil man jetzt nicht zwingend will, dass die Kids es sehen, dass sich ein Mensch einen Schuss setzt, jemanden bedroht oder in seiner eigenen Scheiße liegt?
"Generell die Möglichkeit, diesen Situationen aus dem Weg geht zu gehen" stimmt halt einfach nicht so easy, vor allem wenn man um den zentralen Bereich der City und des Hbfs spricht.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 12.07.2023, 13:15 (vor 921 Tagen) @ Kutte92
Und heißt das dann grundsätzlich, dass man einfach Pech gehabt hat und mit seinen Kindern nicht mehr in die Innenstadt von Dortmund gehen kann, weil man jetzt nicht zwingend will, dass die Kids es sehen, dass sich ein Mensch einen Schuss setzt, jemanden bedroht oder in seiner eigenen Scheiße liegt?
Das hab ich vor 22 Jahren auch schon in Bonn in ner Ubahnstation gesehen. Also das ist nichts neues. Und klar ist das für die Kinder nicht unbedingt prickelnd, aber wenn sie alt genug sind um es bewusst als solches wahrzunehmen dürften sie auch alt genug sein um ein bisschen die Hintergründe zu verstehen.
"Generell die Möglichkeit, diesen Situationen aus dem Weg geht zu gehen" stimmt halt einfach nicht so easy, vor allem wenn man um den zentralen Bereich der City und des Hbfs spricht.
Ne. Musste wegziehen. Ich kenne nämlich tatsächlich nichts, was dagegen helfen würde und in unserem Staat erlaubt ist. Die Zahlen könnte man schon verringern. Aber das man mal nen Obdachlosen oder Drogenabhängigen in der Stadt rumliegen sieht wird wohl für immer so sein.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Matze_82, Rheinhessen, Dienstag, 11.07.2023, 19:53 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass jeder Mensch das Recht hat, sich in der Innenstadt aufzuhalten. Die Forderung, dass Obdachlose doch bitte in irgendwelche Randgebiete gedrängt werden mögen, um das Einkaufserlebnis nicht zu stören, ist ebenso unsozial.
Und zudem ist es einfach so, dass Sichtbarkeit in erster Linie Schutz für die Betreffenden bedeutet. Natürlich gibt es Gewalt unter den Obdachlosen an sich. Kein Wunder, dass es da zu Verteilungskämpfen kommt. Allerdings sind sie auch immer wieder Angriffen anderer Personen vor allem aus der Naziszene ausgesetzt.
Klar, die sammeln ein Mal im Jahr für Obdachlose (natürlich nur für deutsche!), die restlichen 363 Tage ist es aber nicht schlimm, wenn man einen von denen totprügelt. Natürlich ist es ein elendiger Anblick und sie riechen nicht gut, sind schmutzig - aber vielleicht kann man das auch ein bisschen eher ertragen, wenn man daran denkt, dass diese Sichtbarkeit für viele dieser Menschen auch der einzige Schutz ist, den sie haben.
Es ist schön, dass du an die Sicherheit der Obdachlosen denkst. Aber was ist mit meiner Sicherheit und der meiner Frau und meiner Kinder?
Die haben es deutlich einfacher, bzw. generell die Möglichkeit, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen.
Da machst du es dir aber ziemlich einfach.Was ist denn mit den vielen Leuten, die schon allein aus beruflichen Gründen jeden Tag durch die City und zum Hauptbahnhof und wieder zurück müssen? Oder direkt dort arbeiten? Oder wohnen?
Und heißt das dann grundsätzlich, dass man einfach Pech gehabt hat und mit seinen Kindern nicht mehr in die Innenstadt von Dortmund gehen kann, weil man jetzt nicht zwingend will, dass die Kids es sehen, dass sich ein Mensch einen Schuss setzt, jemanden bedroht oder in seiner eigenen Scheiße liegt?
"Generell die Möglichkeit, diesen Situationen aus dem Weg geht zu gehen" stimmt halt einfach nicht so easy, vor allem wenn man um den zentralen Bereich der City und des Hbfs spricht.
Es kann ja auch nicht sein, daß man einfach bestimmte Bereiche "aufgibt" und ein Großteil der Bevölkerung diese meiden sollte. Das ist definitiv nicht der richtige Weg. Alle Bewohner einer Stadt sollten diese angstfrei nutzen können. Finde es schlimm, wenn beispielsweise junge Frauen bestimmte Bereiche meiden, weil sie Angst haben belästigt zu werden. Oder ältere Menschen, die sich nicht mehr mittels ÖPNV fortbewegen wollen zu bestimmten Zeiten.
Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet. Wenn ich mit meinen Kindern z. B. nach FFM in die Stadt möchte würde ich niemals mit der Bahn fahren, auch wenn ich es aus ökologischer Sicht besser finde. Der Hbf FFM und das berühmte Bahnhofsviertel ist einfach kein Bereich, welchen man mit kleinen Kindern durchqueren sollte. Daher kann ich Kutte92 hier absolut zustimmen.
Was kann man dagegen tun? Geld investieren. In Sicherheit, aber auch in soziale Arbeit gleichermaßen. Andere Möglichkeiten sehe ich nicht...
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 20:00 (vor 922 Tagen) @ Matze_82
Es wird in vielen Bereichen schon genug in soziale Arbeit investiert.
Viele meinen aber man muss nur genug Geld reinpumpen und die Leute sind auf wundersame Weise kuriert. Das Leben läuft so nicht.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Matze_82, Rheinhessen, Dienstag, 11.07.2023, 22:37 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Es wird in vielen Bereichen schon genug in soziale Arbeit investiert.
Viele meinen aber man muss nur genug Geld reinpumpen und die Leute sind auf wundersame Weise kuriert. Das Leben läuft so nicht.
Ich denke mal, diese These werden viele Menschen die soziale Arbeit machen nicht teilen. Natürlich muss das Geld auch sinnvoll investiert werden. Ein Schritt wäre eben diese Sozialarbeiter besser zu bezahlen um den Beruf interessanter zu machen. Gleiches gilt für den Sicherheitssektor.
Das man nicht einfach die Leute "kurieren" kann ist mir schon bewußt.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Abseits, Dienstag, 11.07.2023, 22:08 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Es wird in vielen Bereichen schon genug in soziale Arbeit investiert.
Viele meinen aber man muss nur genug Geld reinpumpen und die Leute sind auf wundersame Weise kuriert. Das Leben läuft so nicht.
Die Lösung wäre vielleicht ein Tankrabatt für Obdachlose?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Donutking, Dienstag, 11.07.2023, 21:13 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Es wird in vielen Bereichen schon genug in soziale Arbeit investiert.
Weicht jetzt etwas vom Ausgangsthema ab, aber: Hast du ein Beispiel? Mir fällt spontan tatsächlich keins ein, daher die Nachfrage. Wie ist „genug“ in dem Bereich messbar?
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Unterhändler, Dienstag, 11.07.2023, 17:54 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Gutes Thema insgesamt.
Am Hbf stört mich persönlich die Ecke am Taxistand bzw. der Bahnhofsvorfahrt (aus dem Bahnhof raus und links), da haben sich Gestrandete ja z.T. fast schon wohnlich eingerichtet und geben ein wirklich erschreckendes Bild ab.
Sowas ist fürs Stadtbild an einem Ort, wo eben auch viele Gäste und Geschäftsreisende ankommen ein absolutes No-Go. Man muss ja fast über die drüber laufen um zum Taxi oder zur Ubahn zu kommen (das ist allerdings aktuell der Baustelle geschuldet). Da sollte sich die Stadt schon was einfallen lassen, auch wenn dann wieder mit "aus den Augen, aus dem Sinn" argumentiert wird, aber am Einfallstor der Stadt so ein Lager zu dulden, geht mir zu weit, zumal es auch wirklich unangenehme Begleiterscheinungen für Passanten mit sich bringt.
Weiterhin ist der Stadtgarten mittlerweile auch grenzwertig, da hat sich die Heroin- und Drogenszene etabliert, wo tagsüber ganz offen gedrückt wird. Letztes Jahr war ich mit meinem Sohn auf dem Weihnachtsmarkt (später nachmittag) und wir sind über die Wißstr. zur Ubahn gegangen, als sich auf einer Bank einer gerade sein Arm abbindet und den Löffel heiß macht, die Fragen des Jungen könnt ihr euch denken. Sowas muss einfach nicht sein.
Klar, man kann die Leute woanders hin treiben, wo man sie nicht sieht, das ist aber auch keine Lösung. Tatenlos zusehen aber auch nicht, das wird allerdings seit Jahren so gehandhabt. Die Verwahrlosung nimmt einfach enorm zu aktuell. Zudem scheint speziell Dortmund eine Kokain-/Heroin-Hochburg geworden zu sein, so dass Schore-Junkies auch aus anderen Städten und dem Umland angezogen werden und sich hier "niederlassen", was das Problem verschärft.
Hierzu kann ich folgenden Youtube-Blog empfehlen, wo ziemlich viele Obdachlose in Dortmund interviewt werden, mit größtenteils erschreckenden Einblicken: https://www.youtube.com/@UnzensiertUnterwegs
Jedenfalls muss gehandelt werden und im Sinne der Stadt, des Tourismus, der Geschäftsreisenden und dem allgemeinen Ruf bzw. Anblick der Innenstadt sollten mMn solche Lager/Treffpunkte/Konsumorte schon geräumt werden oder zumindest einigermaßen kontrolliert woanders geduldet werden, auch wenn das wieder was von "not in my backyard" hat. Aber so kann es nicht weiter gehen. Sehr schwierig.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 19:58 (vor 922 Tagen) @ Unterhändler
Also bisher ging es immer nur über Vertreibung, oder sei es ins Umland. Aus sozialer Perspektive ist es schon ein Erfolg wenn du 1/100 aus der Szene rausbekommst. Es gibt sogar genug Einrichtungen, wie dem Cafe Kick, wo die Leute hin können, um nicht in der Öffentlichkeit sein zu müssen. Es gibt genug - auch bereits ausgezeichnete - Möglichkeiten. Die Leute nutzen es nicht und dann muss man am Ende überlegen, ob man alles so lässt oder die Leute durch Kontrolldruck eben vertreibt und vor Gericht bekommt. Auch wenn sie viele dann wieder aufregen.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
markus, Dienstag, 11.07.2023, 17:35 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Obdachlose am Bahnhof und auch in der Innenstadt vor Läden gab es schon immer. Ob es wirklich mehr geworden ist, kann ich nicht sagen. Ich bin absolut noch nie von einem Obdachlosen angegriffen worden. Und bedroht fühle ich mich auch nicht. So schlimm wie du es darstellst, empfinde ich es bei weitem nicht.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 17:27 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Solange man niemanden zwingen kann wird schwer. Die Stadt Dortmund hat schon einem Shitstorm bekommen, als sie Obdachlosen Ordnungsgeld und Platzverweise aufgedrückt hat. Fazit: man darf gar nichts tun und die dürfen sich überall benehmen wie Asoziale.
Die Politik redet dann gerne von Lösungen, dies, das, jenes. Aber ist gibt keine die alle gut finden.
Zwangseinweisung wäre an vielen Stellen das richtige.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 11.07.2023, 19:37 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Nur mal so: Ein Hafttag kostet pro Person knapp 180€ am Tag. Überleg mal bitte, wie viel das im Monat ist und was man damit sinnvoller machen könnte. Wohnung, Sozialarbeiter, etc.pp.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
CedricVanDerGun, Hamburg, Mittwoch, 12.07.2023, 13:28 (vor 921 Tagen) @ MarcBVB
Vorbild USA:
Lasst uns einfach alles und jeden für jedes Delikt wegsperren. Und dann wundern, wenn die Dinger aus ihren Nähten platzen. Und es genau gar nichts bringt da drüben
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
BukausmTal, Wuppertal, Dienstag, 11.07.2023, 19:08 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Solange man niemanden zwingen kann wird schwer. Die Stadt Dortmund hat schon einem Shitstorm bekommen, als sie Obdachlosen Ordnungsgeld und Platzverweise aufgedrückt hat. Fazit: man darf gar nichts tun und die dürfen sich überall benehmen wie Asoziale.
Die Politik redet dann gerne von Lösungen, dies, das, jenes. Aber ist gibt keine die alle gut finden.
Zwangseinweisung wäre an vielen Stellen das richtige.
Gottseidank ist das in unserem Rechtsstaat nicht ganz so einfach und nur möglich, wenn tatsächlich existentielle Selbst- oder Fremdgefährdung besteht.
Alkoholismus, Drogensucht, Gröhlen und Gestank reicht da nicht.
Vielleicht ganz gut, dass du vermutlich nicht für die Rechtssprechung zuständig bist.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Kutte92, Dienstag, 11.07.2023, 14:50 (vor 922 Tagen) @ Sascha
Die Obdachlosen sind tatsächlich für mich nirgends ein Problem. In Berlin ist es für mich normal geworden, dass ich Leergut nicht mehr selbst wegbringe, sondern geordnet in Parks abstelle, damit wenigstens die Flaschensammler unter den Obdachlosen sich versorgen können.
Herzlichen Glückwunsch.....
Bananenbernie, Ort, Dienstag, 11.07.2023, 14:37 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Zu deinem dämlichen Post!!
Du musst vorsichtig sein mit dem was du hier kund tust. Ohne zu wissen was den Leuten passiert ist...
Du bist der Held das Tages
Herzlichen Glückwunsch.....
ram1966, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 23:43 (vor 922 Tagen) @ Bananenbernie
Zu deinem dämlichen Post!!
Du musst vorsichtig sein mit dem was du hier kund tust. Ohne zu wissen was den Leuten passiert ist...Du bist der Held das Tages
Ich bin auch entsetzt ä, wie ignorant kutte92 hier seine Wahrnehmungen beschreibt. Respektlos, diskriminierend und menschenverachtend ist das aus meiner Sicht.
Aha
SebWagn, HH Harvestehude, Dienstag, 11.07.2023, 16:28 (vor 922 Tagen) @ Bananenbernie
Zu deinem dämlichen Post!!
Du musst vorsichtig sein mit dem was du hier kund tust. Ohne zu wissen was den Leuten passiert ist...Du bist der Held das Tages
Dämlich, weil er mit normalen Worten, seine Eindrücke wiedergibt OHNE jemanden herabzustufen oder irgendwie herablassend zu beschimpfen? Er sich austauschen will und das ganz ruhig und tlw. erschreckend schildert?
Den einzigen Glückwunsch für "dämlichen Post" in diesem Threadbaum solltest du erhalten für Deinen Post
Aha
Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 17:07 (vor 922 Tagen) @ SebWagn
Zu deinem dämlichen Post!!
Du musst vorsichtig sein mit dem was du hier kund tust. Ohne zu wissen was den Leuten passiert ist...Du bist der Held das Tages
Dämlich, weil er mit normalen Worten, seine Eindrücke wiedergibt OHNE jemanden herabzustufen oder irgendwie herablassend zu beschimpfen? Er sich austauschen will und das ganz ruhig und tlw. erschreckend schildert?Den einzigen Glückwunsch für "dämlichen Post" in diesem Threadbaum solltest du erhalten für Deinen Post
"Abgefuckte Menschen", "Penner" und "völlig verwahrloste Gestalten" ist nicht herablassend?
Aha
SebWagn, HH Harvestehude, Dienstag, 11.07.2023, 18:28 (vor 922 Tagen) @ Sascha
"Abgefuckte Menschen", "Penner" und "völlig verwahrloste Gestalten" ist nicht herablassend?
Ich sehe das im gesamten Kontext seines Textes, der schon etwas derber geschrieben ist. Finde aber es ist nicht eine Hasstirade als Tenor des Textes gegenüber den Menschen mit ihrem tragischen Schicksalen sondern auch das zu wenig für sie getan wird seitens der Lokalpolitik.
In anderem menschenverachtenden Grundkontext als Hasstirade würde ich dir absolut zustimmen aber das war, aus meiner Sicht, nicht seine Intention.
Aha
Nietzsche, Dienstag, 11.07.2023, 17:19 (vor 922 Tagen) @ Sascha
Zu deinem dämlichen Post!!
Du musst vorsichtig sein mit dem was du hier kund tust. Ohne zu wissen was den Leuten passiert ist...Du bist der Held das Tages
Dämlich, weil er mit normalen Worten, seine Eindrücke wiedergibt OHNE jemanden herabzustufen oder irgendwie herablassend zu beschimpfen? Er sich austauschen will und das ganz ruhig und tlw. erschreckend schildert?Den einzigen Glückwunsch für "dämlichen Post" in diesem Threadbaum solltest du erhalten für Deinen Post
"Abgefuckte Menschen", "Penner" und "völlig verwahrloste Gestalten" ist nicht herablassend?
Würde ich nicht so eng sehen. Wenn man eine spezifische Person Penner nennt, ist das natürlich beleidigend. Aber wenn man einen Gesamteindruck sprachlich darstellen will, finde ich das weniger schlimm. Es geht ja um niemanden persönlich, sondern um die Gesamtsituation.
Völlig verwahrlost ist eine Beschreibung, wie die Leute gewirkt haben. Das finde ich unproblematisch.
Außerdem schreibt er ja über "unfassbar viel Elend" und Leid. In dem Beitrag werden ja nicht die betroffenen Menschen angegriffen, sondern der Zustand der Stadt beschrieben. Das sollte man auch mit drastischen Worten darstellen dürfen und keinen übervorsichtigen Eiertanz machen.
Aha | Kein Vorwurf an die Betroffenen, aber es ist defintiv (auch) ein Sicherheitsproblem
Kutte92, Münster, Dienstag, 11.07.2023, 17:15 (vor 922 Tagen) @ Sascha
Zu deinem dämlichen Post!!
Du musst vorsichtig sein mit dem was du hier kund tust. Ohne zu wissen was den Leuten passiert ist...Du bist der Held das Tages
Dämlich, weil er mit normalen Worten, seine Eindrücke wiedergibt OHNE jemanden herabzustufen oder irgendwie herablassend zu beschimpfen? Er sich austauschen will und das ganz ruhig und tlw. erschreckend schildert?Den einzigen Glückwunsch für "dämlichen Post" in diesem Threadbaum solltest du erhalten für Deinen Post
"Abgefuckte Menschen", "Penner" und "völlig verwahrloste Gestalten" ist nicht herablassend?
"Penner" ist umgangssprachlich, das andere sind nur Beschreibungen.
Um das ganz klar zu sagen: Ich werfe das ja selbstverständlich nicht den betroffenen Menschen vor. Niemand sucht sich freiwillig so ein Leben aus. Es geht hier schon in erster Linie um das Versagen der Politik.
Und natürlich ist es keine Lösung, diese Menschen einfach zu vertreiben, wie man es beispielsweise in München macht.
Aber deinem Argument der "Sichtbarkeit" muss man trotzdem auch den Aspekt der allgemeinen Sicherheit entgegen stellen. Es ist nämlich ein Unterschied, ob jemand auf dem Boden sitzt, schläft oder nur "friedlich" bettelt.
Aber wenn - wie ebenfalls hier diese Woche geschehen - jemand im Drogenrausch oder einer schweren Psychose durch die Fußgängerzone rennt, dabei hochaggressiv rumbrüllt "fickt euch alle, ich hau euch in die Fresse", dann weiß man einfach nicht, was als nächstes passiert, wenn der auf einen zukommt. Das braucht man als Mann nicht, als Frau schon gar nicht, und mit kleinen Kindern will man solche Situationen schon gar nicht erleben. Und wir reden hier nicht von 3 Uhr nachts, sondern von 15 Uhr nachmittags.
Aha | Kein Vorwurf an die Betroffenen, aber es ist defintiv (auch) ein Sicherheitsproblem
luedo78, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 17:45 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Genau dieses Problem hatten wir erst letzte Woche, als eine augenscheinlich schwer drogenabhängige Frau, sich komplett entkleidet hat. Wild schreiend, drohend in einer kleinen Seitenstraße des Westenhellwegs am helllichten Tag. Sehr unangenehm, wenn man gerade mit seinem Kind unterwegs ist.
Der Post ist legitim
Thofrock, Dienstag, 11.07.2023, 16:22 (vor 922 Tagen) @ Bananenbernie
Wie sich eine Stadt entwickelt, sollte man schon mal thematisieren dürfen. Dortmund hat natürlich soziale Brennpunkte. Dabei hatte die Stadt in ihrem Umbau von der Arbeitermetropole zu einer Dienstleistungsregion durchaus auch erfreuliche Phasen. Aber es gibt natürlich auch Indikatoren, die dann mal wieder in die andere Richtung weisen. Die Stadt hat viele Facetten. Und unter anderem der BVB hält sie alle zusammen.
Herzlichen Glückwunsch.....
Winterthur, Ort, Dienstag, 11.07.2023, 15:42 (vor 922 Tagen) @ Bananenbernie
Er beleidigt hier niemanden persönlich, sondern spricht das offensichtliche an. Das ist doch wohl völlig in Ordnung.
Recht hat er damit sogar auch, denn scheinbar trifft es hier sehr viel Bestätigung. Inklusive meiner.
Wo ist dein Problem genau?
Herzlichen Glückwunsch.....
Jacky Colo, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 15:00 (vor 922 Tagen) @ Bananenbernie
.. zu deiner Diskussionskultur.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
BDN130671
, Hagen, Dienstag, 11.07.2023, 14:27 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Das sieht ein paar Kilometer weiter in Hagen auch nicht viel besser aus.
Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte mal in der City war.
Mir reichen die täglichen Meldungen von tätlichen Angriffen, Diebstählen etc..
Zum Einkaufen gibt es ja glücklicherweise das Internet und große Supermärkte außerhalb.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 15:26 (vor 922 Tagen) @ BDN130671
Früher gab es weniger „tägliche Meldungen“. Aber viel mehr Straftaten.
Auch der Hetzerpresse auf den Leim gegangen.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
BDN130671
, Hagen, Mittwoch, 12.07.2023, 08:43 (vor 921 Tagen) @ Talentförderer
Naja, die Meldungen der Westfalenpost, die mir tagtäglich in die Timeline gespült werden, sind ja nun der Hetzerei unverdächtig.
Mal ganz ab vom Thema Migration, Obdachlosen oder sonst was, haben wir ein gesamtgesellschaftliches Problem. Nämlich des fehlenden Respekts und das zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten. Angefangen bei der Mutter mit Kinderwagen, die das Taschentuch auf den Gehweg schmeißt, dem Rentner, der einem mit dem Einkaufswagen in die Hacken fährt, bis zum drängelnden BMW-Fahrer oder dem Fahrradfahrer, der über den Bürgersteig brettert. Im kleinen fängt es doch schon damit an, dass "Bitte" und "Danke" zu Fremdwörtern geworden sind. Und je mehr die Gesellschaft verwahrlost, verwahrlost natürlich mit ihr die Umgebung. Aber jetzt wird's philosophisch.
Vielleicht liegt es aber auch an der Region. Als meine Frau (aus Wuppertal) hier her gezogen ist, empfand sie die Menschen hier als unfreundlich, rotzig und frech. Ich habe das immer mit "westfälischer Herzlichkeit" entschuldigt ...
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Elmar, Mittwoch, 12.07.2023, 08:58 (vor 921 Tagen) @ BDN130671
Tut mir leid für dich, dass du das so wahrnimmst.
Aber da ist jetzt nichts wirklich belastbares dabei, worüber sich objektiv diskutieren lässt.
Meine Wahrnehmung ist zB eine andere.
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Kappadozianer, Dortmund, Mittwoch, 12.07.2023, 19:06 (vor 921 Tagen) @ Elmar
Tut mir leid für dich, dass du das so wahrnimmst.
Aber da ist jetzt nichts wirklich belastbares dabei, worüber sich objektiv diskutieren lässt.
Meine Wahrnehmung ist zB eine andere.
Stimmt, über die immer weiter zunehmende Verrohung der Gesellschaft braucht man nun wirklich nicht diskutieren, sie ist einfach Fakt. Wer das nicht im täglichen Leben wahrnimmt hat entweder Scheuklappen auf den Augen oder lebt in einer sozialen Bubble aus Menschen, die noch Anstand und Respekt besitzen, aber das ist heutzutage eine Minderheit. Jeder, der in den 80ern/90ern schon bewusst gelebt hat muss die negative Entwicklung einfach sehen. Wie Tag und Nacht.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Jurist, Dienstag, 11.07.2023, 16:47 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
So macht sich jeder selbst ein Bild. Ob die Gewalt- und Eigentumsdelikte zurückgegangen sind, lässt sich empirisch einigermaßen an Hand der Kriminalitätsstatistik ablesen - auch wenn hier in Anbetracht der Dunkelziffern die Möglichkeit des verzerrten Bildes gibt.
Das subjektive Sicherheitsempfinden könnte aber unabhängig von der Anzahl der erfassten Straftaten nach oben gegangen sein. Während die Straftaten früher häufig innerhalb eines sozialen Raums begangen wurden, erweitert sich dieser Raum nun (Beispiel libanesisch-syrische Auseinandersetzung am helllichten Tage in der Essener Innenstadt). Zudem trifft man an Stellen auf aggressiv auftreten Menschen, an denen man früher derlei Sorgen nicht hatte, bspw. in der Innenstadt.
Das ist auch ohne Boulevard eine unerfreuliche Entwicklung, die den Zerfall der Innenstädte wie ein Brandbeschleuniger anfacht. Wo geht Ihr denn außerhalb Düsseldorfs oder Münsters noch gerne und entspannt einkaufen? Ruhrpark in Bochum geht noch, aber da gibt es wenig hochwertiges.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
CF, Dienstag, 11.07.2023, 16:46 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Früher gab es weniger „tägliche Meldungen“. Aber viel mehr Straftaten.
Auch der Hetzerpresse auf den Leim gegangen.
Das ist schlicht falsch.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
simie, Krefeld, Dienstag, 11.07.2023, 16:51 (vor 922 Tagen) @ CF
Das ist schlicht falsch.
Ist es nun einmal nicht. Es war beispielsweise in den 70ern deutlich wahrscheinlicher Opfer einer Straftat gegen das Leben oder der Gesundheit zu werden, als es heutzutage der Fall ist.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
BukausmTal, Wuppertal, Dienstag, 11.07.2023, 19:10 (vor 922 Tagen) @ simie
Das ist schlicht falsch.
Ist es nun einmal nicht. Es war beispielsweise in den 70ern deutlich wahrscheinlicher Opfer einer Straftat gegen das Leben oder der Gesundheit zu werden, als es heutzutage der Fall ist.>
Hast du dazu eine Quelle? Wäre nett, danke.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 12.07.2023, 08:51 (vor 921 Tagen) @ BukausmTal
Das ist schlicht falsch.
Ist es nun einmal nicht. Es war beispielsweise in den 70ern deutlich wahrscheinlicher Opfer einer Straftat gegen das Leben oder der Gesundheit zu werden, als es heutzutage der Fall ist.>
Hast du dazu eine Quelle? Wäre nett, danke.
Nur die letzten 20 Jahre.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153880/umfrage/faelle-von-gewaltkriminalitaet/
Aber auch hier keine Zunahme zu sehen
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
simie, Krefeld, Dienstag, 11.07.2023, 19:30 (vor 922 Tagen) @ BukausmTal
Bei einer ganz schnellen Suche gefunden, hier für Mord, wo der Höhepunkt im Jahr 93 erreicht war:
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Ron4BVB, Frankfurt, Dienstag, 11.07.2023, 14:18 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Hallo,
ich äußere mich normalerweise ungerne politisch, aber ich finde die zum Teil sehr überraschten Reaktionen etwas verwunderlich. Die beschriebenen Szenen sind doch mittlerweile in allen deutschen Groß- und z.T. auch Mittelstädten Alltag.
Schaue ich mir in meinem Umfeld Frankfurt, Hanau oder gar Offenbach an, ist das, was Du beschreibst, Standard, wenn nicht locker überboten.
Ich gehe damit einher, dass man auch für Menschen am sogenannten Rand unserer Gesellschaft passende niederschwellige Hilfsangebote erarbeiten muss. Ich erwarte jedoch von jedem, der in unserem Land lebt, dass er die hiesigen Regeln und Gesetze achtet, unsere Traditionen respektiert und seinen Allerwertesten bewegt, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten - und mein Eindruck sowie meine Erfahrungen als Arbeitgeber sprechen da leider eine andere Sprache.
Natürlich gibt es viele Härtefälle, die Unterstützung auch finanzieller Art benötigen. Aber das bei uns mittlerweile verbreitete Gießkannenprinzip wird so nicht mehr lange gut gehen.
Ich hatte letzte Woche das Vergnügen, unser Jugendamt im Kreis zu besuchen (geschützt von einer privaten Sicherheitsfirma und zwei Polizeibussen) da wurde ich freudig begrüßt: "Der erste Besucher seit fast drei Monaten, der ohne Dolmetscher und / oder Rechtsanwalt auftaucht ..." Ich kann das zwar kaum glauben, aber ein Blick in die Wartebereiche machte zumindest für diesen Tag diese Aussage glaubwürdig. Offenbar greifen Bleiberechts- und Sozialmissbrauch so derart um sich, dass zumindest die Mitarbeiter einiger örtlicher Behörden nur noch widerwillig zur Arbeit gehen, möglichst remote arbeiten und blind "alles durchwinken", um nur ja keine Probleme zu bekommen.
So geht´s beim besten Willen nicht weiter - und da sind die Auswirkungen auf das jeweilige Stadtbild nur der abgekratzte Lack einer glänzenden Kloake.
Um eins klarzustellen: Ich bin politisch weit davon entfernt, in der schwarzen oder braunen Ecke zu landen.
Und ab jetzt wieder: Nur der BVB!
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 14:22 (vor 922 Tagen) @ Ron4BVB
Ein Großteil der Obdachlosen beziehen aus unterschiedlichen Gründen gar keine Sozialleistungen.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Ron4BVB, Frankfurt, Dienstag, 11.07.2023, 14:28 (vor 922 Tagen) @ Sascha
... das mag durchaus so sein. Ich kenne mich ehrlich gesagt mit Obdachlosen zu wenig aus.
Nachdem ich als Jugendlicher zwei Obdachlosen Dusche und ein Bett für die Nacht anbot und zum Dank Klamotten und Geld gestohlen bekam, habe ich da keine Kontakte mehr.....
Ich spreche jedoch nicht nur von Obdachlosen, sondern auch von den armen Schweinen, die im Umfeld der Drückerstuben Frankfurts wie Zombies umherschleichen, von unterbezahlten osteuropäischen Tagelöhnern, die in den Innenstädten Hanaus und Offenbachs aus Langeweile vollgedröhnt nachts rumlärmen und randalieren und von vielen anderen Gruppen von Menschen, die sich gerne ihr Leben ohne jede Form von Arbeit vertreiben.
Meines Erachtens funktioniert "sozial" nur in Verbindung mit "Leistung" - und damit meine ich nicht Sozialleistung.
Und das obwohl HoWi schon entlastet
MirkoWSG, Dienstag, 11.07.2023, 14:00 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Man darf dabei auch nicht vergessen, dass durch die neue Drogenabgabestelle in flughafennähe ein erheblicher Teil der Drogenszene tagsüber nach Holzwickede abwandert.
Mit all den zwischenmenschlichen Problemen die das so mit sich bringt.
Stadtbild Hamburg Frankfurt ist heute nicht anders. Problem der gesamten BRD?
CedricVanDerGun, Hamburg, Dienstag, 11.07.2023, 13:59 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Ich weiß nicht, ob Dortmund noch so viel krasser ist.
Aber ich bin heute früh um 5 Uhr früh mit dem Zug von HH nach FFM gefahren.
Im Eingang zur Sternschanze lagen bestimmt 8-9 Obdachlose und haben geschlafen. Der Geruch war bis hoch auf das Gleis bestialisch, wofür die armen Säue nun das wenigste können. Klar ist es die Schanze und nicht Winderhude, aber dennoch hab ich das in dem Ausmaß maximal vor der roten Flora erlebt.
HH-HBF auch ein 6ähnliches Bild, beim Snack für die Fahrt holen haben mich 2 Typen maximal mitte 30 um etwas zu essen gebeten und ich habe beiden ebenfalls eine Brezel besorgt, dass Bier um das sie mich gebeten haben aber nicht.
Zugafahrt wie immer, mit Verspätung in FFM angekommen. Kurz vor 10 auch hier ein Bild im Bahnhofsgewusel wie du es beschreibst. Klar ist es der BFH und scheinbar ja auch gerade FFM bekannt dafür, dass das Viertel etwas rauer ist. Aber das Bild bei strahlendem Sonneschein mit der Skyline im Hingergrund war schon mächtig.
Daher die Frage: Was lässt sich dagegen tun? Ist es nur subjektiv mehr geworden oder objektiv? Vermutlich zweites.
Worauf ich hinaus will. Ich schätze es ist ein Problem der gesamten BRD. Zumindest für die Großstädte. Ich hab in den USA studiert und selbst in tollen Städten wie San Fransisco oder San Diego sieht man zahlreiche Obdachlosencamps. Ich hoffe, dass wir früh genug etwas dagegen tun, damit wir die Zustände dort hier nicht im Ansatz erreichen. Und wie Sascha sagt, dazu gehört nicht aus dem Blickfeld entfernen oder wegsperren
Stadtbild Hamburg Frankfurt ist heute nicht anders. Problem der gesamten BRD?
Frankonius, Frankfurt, Dienstag, 11.07.2023, 17:31 (vor 922 Tagen) @ CedricVanDerGun
Kutte92 der Erstelle des Threads hat ja Münster als Ort angegeben.
Das ist natürlich was anderes (bin dort aufgewachsen) als Städte wie Dortmund oder Frankfurt.
Wobei selbst "laktosefreie" Städte wie Münster, Freiburg oder Mainz haben ihr Schattenseiten.
Was über Frankfurt speziell über das Bahnhofsviertel im Negativen gesagt wird kann ich als Wahl-Frankfurter nur bestätigen. Das Viertel ist ja auch über Deutschland hinaus bekannt und hat auch schon 1995 selbst in einem Roman von John Irving (Zirkuskind) Einzug gehalten.
Nur ist es seitdem noch viel schlimmer geworden (ich bin seit 2006 in Frankfurt).
Der Gegensatz hier zwischen stinkreich, brav-bürgerlich (dazu gehöre ich) und dann denen ganz weit unten ist hier extrem krass. Zur Zeit habe ich Urlaub und habe mir das gesperrte Mainufer angesehen, was mit dem Düsseldorf Rheinufer nicht mithalten kann.
Dabei habe ich auch einen älteren Mann beobachtet, der aus Mülleimer leere benutze Pappschachteln von Pommes und Currywurst praktisch ausgeleckt hat. So was Krasses habe ich selbst hier noch nicht erlebt, vielleicht mal in den USA (LA).
Aber wie gesagt, die schicken Hochhäuser, das Kulturangebot und die netten Stadteile in denen man gerne ausgeht (Bornheim, Nordend, Bockenheim, Teile von Sachsenhausen) lassen einen wenn man einigermaßen gut verdient einen in einer Bubble leben.
Stadtbild Hamburg Frankfurt ist heute nicht anders. Problem der gesamten BRD?
1890er, Dienstag, 11.07.2023, 14:49 (vor 922 Tagen) @ CedricVanDerGun
Insbesondere HH und FFM sind aber auch Extrembeispiele, die auch schon vor 20 Jahren herausstachen.
Elendsviertel gab und gibt es wahrscheinlich in allen Ballungsräumen, aber nirgends waren sie schon immer so sichtbar (weil zentral und großflächig) wie dort.
Aber genau in dem Punkt gebe ich dem Threadersteller Recht: auch in Dortmund ist es in den letzten 10 Jahren kontinuierlich sichtbarer geworden.
Die Obdach- und oft auch Schutzlosen sammeln sich dort, wo sie wenig Gefahr und befürchten, aufeinander aufpassen, vom Ehrenamt unterstützt werden und etwas Milde erwarten können. Das sind aus der Perspektive eben die Standortvorteile, so zynisch das ist.
Warum das in Düsseldorf beispielsweise anders ist, hat mal ein diensthoher Polizist in einem Interview so dargestellt, dass da eben ein politischer Wille existierte, der die Interessen der Händler vor Ort as wichtiger ansah. Entsprechend wurde die so genannte Trinkerszene nach und nach vertrieben, das Problem also woandershin verlagert.
Ich nehme an, dass sich in Dortmund auch lange eine Lobby gegen die Sichtbarmachung des Elends zur Wehr gesetzt hat, aber da der Einzelhandel ja quasi nicht mehr existiert und die Obdachlosigkeit zunimmt, nimmt es jetzt einfach seinen natürlich Lauf - so fürchterlich das ist.
Stadtbild Hamburg Frankfurt ist heute nicht anders. Problem der gesamten BRD?
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 15:29 (vor 922 Tagen) @ 1890er
Elendsviertel gibt es seit dem Siegeszug der industriellen Revolution. Oder wie die FDP sagen würde: der Markt regelt.
Subventionen nur für Unternehmer, kein Geld für Kindergrundsicherung und ähnliches.
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Guido, Dienstag, 11.07.2023, 15:54 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Elendsviertel gibt es seit dem Siegeszug der industriellen Revolution.
Blöd nur, dass das Elend, dass sich ausbreitet wenig mit der schlechten Bezahlung zu tun hat. Die gesellschaftliche Verwahrlosung, die Verrohung, Gewalt und Drogen, die hier beschrieben ist, kriegst du auch mit mehr Geld nicht in den Griff. Im übrigen auch ziemlich unfair gegenüber Leuten, die wenig verdienen und das Beste aus ihrem Leben machen. Die müssen es mit diesen Gestalten nämlich in Mehrfamilienhäusern aushalten bzw. ihre Kids auf die selben Schulen schicken, wo sie dann nichts lernen. Opfer sind doch nicht die Leute, die einen Privatpool im Garten haben oder ihre Kinder ins Ausland zum Studieren schicken können.
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CedricVanDerGun, Dienstag, 11.07.2023, 14:32 (vor 922 Tagen) @ CedricVanDerGun
Ich erlebe den krassen Unterschied zwischen Berlin, Hannover und Ingolstadt. In Berlin schaut man auch in eher besseren Gegenden genau an wen man vorbeigeht oder wer entgegenkommt und da trage ich eher ungerne teurere Uhren. Wohlgemerkt in eher besseren Gegenden. Meine Lebensgefährtin geht da ab 21:00 bzw. im Dunkeln nur noch in Begleitung raus.
In Ingolstadt komplett anders und Hannover ist auch recht angenehm, aber da gibt es auch Obdachlose, welche man in Ingolstadt nahezu gar nicht sieht.
Aktuell also noch kein Problem von ganz Deutschland.
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CedricVanDerGun, Hamburg, Dienstag, 11.07.2023, 15:16 (vor 922 Tagen) @ Taifun
In Ingolstadt komplett anders und Hannover ist auch recht angenehm, aber da gibt es auch Obdachlose, welche man in Ingolstadt nahezu gar nicht sieht.
Ist der Raschplatz hinten aus dem HBF raus nicht mehr ganz so krass wie noch vor ca 5 Jahren?
Stadtbild Hamburg Frankfurt ist heute nicht anders. Problem der gesamten BRD?
erwitterfan, Dienstag, 11.07.2023, 15:45 (vor 922 Tagen) @ CedricVanDerGun
Die Situation am Raschplatz hat sich eher verschlimmert (Das aktuell stattfindende Open Air Fest, welches die Szene kurzfristig vertrieben hat mal ausgeklammert). Die Drogen/Trinkerszene war zwar schon immer da allerdings musste man sich vor Corona keine großen Sorgen machen behelligt zu werden. Das hat sich inzwischen allerdings gedreht. Abends alleine vom/zum Kino/Lister Meile würde ich mir zweimal überlegen...
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CedricVanDerGun, Dienstag, 11.07.2023, 15:20 (vor 922 Tagen) @ CedricVanDerGun
Direkt am Bahnhof gibt es auf der Seite eine Ecke die mir nicht gefällt. Aber gefühlt wirklich sehr begrenzt. Und da gehe ich auch problemlos durch.
Der Raschplatz ist in letzter Zeit für mich kein Problem, aktuell war da ein kleiner Fußballplatz aufgebaut. Ich bin aber auch erst seit 10 Monaten in Hannover und bald GsD nicht mehr.
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Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 11.07.2023, 14:08 (vor 922 Tagen) @ CedricVanDerGun
Ich weiß nicht, ob Dortmund noch so viel krasser ist.
Aber ich bin heute früh um 5 Uhr früh mit dem Zug von HH nach FFM gefahren.
Im Eingang zur Sternschanze lagen bestimmt 8-9 Obdachlose und haben geschlafen. Der Geruch war bis hoch auf das Gleis bestialisch, wofür die armen Säue nun das wenigste können. Klar ist es die Schanze und nicht Winderhude, aber dennoch hab ich das in dem Ausmaß maximal vor der roten Flora erlebt.
HH-HBF auch ein 6ähnliches Bild, beim Snack für die Fahrt holen haben mich 2 Typen maximal mitte 30 um etwas zu essen gebeten und ich habe beiden ebenfalls eine Brezel besorgt, dass Bier um das sie mich gebeten haben aber nicht.
Zugafahrt wie immer, mit Verspätung in FFM angekommen. Kurz vor 10 auch hier ein Bild im Bahnhofsgewusel wie du es beschreibst. Klar ist es der BFH und scheinbar ja auch gerade FFM bekannt dafür, dass das Viertel etwas rauer ist. Aber das Bild bei strahlendem Sonneschein mit der Skyline im Hingergrund war schon mächtig.
Daher die Frage: Was lässt sich dagegen tun? Ist es nur subjektiv mehr geworden oder objektiv? Vermutlich zweites.
Worauf ich hinaus will. Ich schätze es ist ein Problem der gesamten BRD. Zumindest für die Großstädte. Ich hab in den USA studiert und selbst in tollen Städten wie San Fransisco oder San Diego sieht man zahlreiche Obdachlosencamps. Ich hoffe, dass wir früh genug etwas dagegen tun, damit wir die Zustände dort hier nicht im Ansatz erreichen. Und wie Sascha sagt, dazu gehört nicht aus dem Blickfeld entfernen oder wegsperren
Das Problem gab es in Hamburg schon ende der 70zigern, war aber weniger sichtbar. Ich bin mir allerdings auch sicher das es mehr geworden ist.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Davja89, Dienstag, 11.07.2023, 13:00 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Sieht doch in viele Städten kaum anders aus, auch wenn mir da NRW allgemein immer sehr auffällt. Oft besonders Trostlos.
Die Innenstädte haben halt viele Probleme.
Die ehmaligen Kunden kaufen lieber Online. Was bleibt sind Dönerläden, Spielotheken und paar Tedi Ramschläden. Dadurch wird es noch unattraktiver.
Selbst in meinem beschauchlichen Städtchen gibt es nicht wenige die lieber ins Zentrum am Stadtrand fahren als in die Innenstadt. Parksituation besser und bestimmtes Klientel auch nicht da.
Dazu kommt sicherlich nach Corona auch der enge Geldbeutel das sich Gastronomie oder Bars mal nebenbei eher eingspart wird.
Die Probleme von Wohnungslosen könnte man natürlich deutlich in den Griff bekommen aber dafür fehlt angeblich das Geld. Und der politische Wille. Die haben eben absolute keine Lobby. Wäre eigentlich etwas wo Gewerkschaften und Kirchen massiv Lobbyarbeit machen müssten.
Bei der derzeitigen Katastrophalen Lage am Wohungsmarkt wird das auf absehbare Zeit nicht mehr besser sondern sich deutlich verschärfen. Hab jetzt schon Bekannte am unteren Ende der Mittelschicht die kaum eine bezahlbare WHG finden.
Wenn wir jetzt die ganzen anstehenden Modernisierungen der nächsten 15 Jahre (ohne das inhaltlich zu bewerten) uns anschauen wird da sehr viel auf die Mieter umgelegt werden.
Gleichzeitig steigt der Bedarf schneller als das Angebot.
Ich hab mal gelernt:
1/4 maximal 1/3 des Haushaltseinkommen für Wohnen ausgeben. Als grobe Peilrichtung.
Das ist bei manchen inzwischen eher die Hälfte.
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Lattenknaller, Madrid, Dienstag, 11.07.2023, 14:07 (vor 922 Tagen) @ Davja89
Sieht doch in viele Städten kaum anders aus, auch wenn mir da NRW allgemein immer sehr auffällt. Oft besonders Trostlos.
Die Innenstädte haben halt viele Probleme.
Die ehmaligen Kunden kaufen lieber Online. Was bleibt sind Dönerläden, Spielotheken und paar Tedi Ramschläden. Dadurch wird es noch unattraktiver.
Selbst in meinem beschauchlichen Städtchen gibt es nicht wenige die lieber ins Zentrum am Stadtrand fahren als in die Innenstadt. Parksituation besser und bestimmtes Klientel auch nicht da.
Dazu kommt sicherlich nach Corona auch der enge Geldbeutel das sich Gastronomie oder Bars mal nebenbei eher eingspart wird.
Die Probleme von Wohnungslosen könnte man natürlich deutlich in den Griff bekommen aber dafür fehlt angeblich das Geld. Und der politische Wille. Die haben eben absolute keine Lobby. Wäre eigentlich etwas wo Gewerkschaften und Kirchen massiv Lobbyarbeit machen müssten.
Bei der derzeitigen Katastrophalen Lage am Wohungsmarkt wird das auf absehbare Zeit nicht mehr besser sondern sich deutlich verschärfen. Hab jetzt schon Bekannte am unteren Ende der Mittelschicht die kaum eine bezahlbare WHG finden.
Wenn wir jetzt die ganzen anstehenden Modernisierungen der nächsten 15 Jahre (ohne das inhaltlich zu bewerten) uns anschauen wird da sehr viel auf die Mieter umgelegt werden.
Gleichzeitig steigt der Bedarf schneller als das Angebot.Ich hab mal gelernt:
1/4 maximal 1/3 des Haushaltseinkommen für Wohnen ausgeben. Als grobe Peilrichtung.
Das ist bei manchen inzwischen eher die Hälfte.
Das ist sicher alles richtig. Aber hier in Spanien sind die Innenstädte nicht so runtergekommen.
Zumindest in Madrid, Barcelona, Malaga, Valencia, Sevilla und Saragossa nicht. Klar, anderes Wetter und Lebensgewohnheiten. Und einige von den Städten haben Probleme mit Übertourismus und an der ein oder anderen Stelle dann halt auch die Bettelei. Und außerhalb der Zentren gibt es häßliche Ecken. Und auch hier gibt es die ökonomischen Probleme, sogar verstärkt.
Aber ich bin immer wieder überrascht, wie man es schafft viele deutsche Innenstädte so herunterkommen zu lassen. Regelmäßig sehe ich das in Stuttgart. (Gut Bahnhof, lassen wir die Ecke). Das wird von Jahr zu Jahr häßlicher.
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simie, Krefeld, Dienstag, 11.07.2023, 15:36 (vor 922 Tagen) @ Lattenknaller
In Deutschland herrscht halt der Wahnsinn der Schuldenbremse. Das führt letztendlich dazu, dass insbesondere die Kommunen als wohl schwächstes Glied der Kette zunehmend unterfinanziert sind. Denen fehlen schlicht die Mittel für Investitionen, die über das absolut notwendige hinausgehen.
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Lattenknaller, Madrid, Dienstag, 11.07.2023, 17:33 (vor 922 Tagen) @ simie
In Deutschland herrscht halt der Wahnsinn der Schuldenbremse. Das führt letztendlich dazu, dass insbesondere die Kommunen als wohl schwächstes Glied der Kette zunehmend unterfinanziert sind. Denen fehlen schlicht die Mittel für Investitionen, die über das absolut notwendige hinausgehen.
Nun, es ist aber auch nicht so, dass in Spanien mehr Gelder zur Verfügung sind und die sozialen Gegensätze weniger. Und bis 2019 hat man schon extrem gespart. Und ich habe ja Saragossa als eine Stadt reingenommen, die nicht im Touristrom groß dabei ist.
Klar, alle von mir erwähnten Städte haben Altstadtsubstanz und sind nicht weggebombt worden. Aber auch hier in meiner Stadt (hunderttausend Einwohner) ist die Innenstadt schön und die Fußgängerzone noch lebenswert und nicht von Tedi und Co. besudelt. Und in Madrid gibt es Einkaufszentren ohne Ende.
Hat dann halt auch viel damit zu tun, dass man abends rausgeht und eine Runde flaniert und noch was trinkt.
Was ich also im Grunde sagen will: Es ist nicht hausgemacht, dass man seine Innenstädte absacken läßt, sondern man kann auch was tun.
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Guido, Dienstag, 11.07.2023, 17:50 (vor 922 Tagen) @ Lattenknaller
Klar, alle von mir erwähnten Städte haben Altstadtsubstanz und sind nicht weggebombt worden. Aber auch hier in meiner Stadt (hunderttausend Einwohner) ist die Innenstadt schön und die Fußgängerzone noch lebenswert und nicht von Tedi und Co. besudelt. Und in Madrid gibt es Einkaufszentren ohne Ende.
Hat dann halt auch viel damit zu tun, dass man abends rausgeht und eine Runde flaniert und noch was trinkt.
Was ich also im Grunde sagen will: Es ist nicht hausgemacht, dass man seine Innenstädte absacken läßt, sondern man kann auch was tun.
Sehr guter und interessanter Punkt. Eigentlich hätte man diese Entwicklung absehen können. Als in den USA die Malls am Stadtrand entstanden, sind viele Downtowns abgerutscht. Das konnte man in D lange verhindern. Der Niedergang des Einzelhandels ist nicht aufzuhalten in D, aber man könnte ihn bremsen und die Innenstädte mit besserem gastronomischen Angebot, mit Kinderbetreuung usw. aufwerten - um wieder Leute ins Zentrum zu holen. Ich befürchte nur, dass der Zug bereits abgefahren ist. Wenn der öffentliche Raum erst einmal okkupiert wurde von Leuten, die auf die bürgerliche Klientel eher abschreckend wirken, ist es sehr schwer.
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Davja89, Dienstag, 11.07.2023, 14:26 (vor 922 Tagen) @ Lattenknaller
Ja in Deutschland läuft in der Infrastruktur halt vieles auf Verschleiß. Da wird nur noch sporadisch in öffentliche Plätze oder Bahnhöfe investiert. Dann verfällt eben vieles.
Das die Städte in vielen Südeuropäischen Ländern deutlich angenehmer optisch sind würde ich subjektiv unterschreiben.
Hat aber natürlich auch was mit Tourismus zu tun. Ich denke ein Bürgermeister in Barcelona weiß schon was Touristen in die Kassen spülen und das diese eben nur kommen wenn das Flair stimmt. Das wird dann eben Geld ausgegeben damit weiterhin Geld reinkommt.
Die Anzahl der Touristen in Dortmund, Essen oder Stuttgart dürfte überschaubar sein.
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CF, Dienstag, 11.07.2023, 14:29 (vor 922 Tagen) @ Davja89
Ja in Deutschland läuft in der Infrastruktur halt vieles auf Verschleiß. Da wird nur noch sporadisch in öffentliche Plätze oder Bahnhöfe investiert. Dann verfällt eben vieles.
Das die Städte in vielen Südeuropäischen Ländern deutlich angenehmer optisch sind würde ich subjektiv unterschreiben.
Hat aber natürlich auch was mit Tourismus zu tun. Ich denke ein Bürgermeister in Barcelona weiß schon was Touristen in die Kassen spülen und das diese eben nur kommen wenn das Flair stimmt. Das wird dann eben Geld ausgegeben damit weiterhin Geld reinkommt.Die Anzahl der Touristen in Dortmund, Essen oder Stuttgart dürfte überschaubar sein.
Aber in Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt funktioniert es doch. Oder vielleicht auch nicht? Das sind doch durchaus deutsche touristische Städte.
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Frankonius, Frankfurt, Dienstag, 11.07.2023, 18:11 (vor 922 Tagen) @ CF
Frankfurt ist aber für viele aus Übersee oft die erste Station in Deutschlang, wegen des Flughafens. Mit der neuen Altstadt hat man dann so etwas wie ein Disneyland gebaut.
Zusammen mit dem Römer ist das eben so ein Klischee-Deutschland mit viel Giebeln und Fachwerk.
Dann noch der Eiserne Steg und das Mainufer. Das ist schon ganz nett. Da macht man dann eben für 1-2 Tage Stopover bevor es weiter nach Heidelberg und vor allem nach Bayern geht.
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Guido, Dienstag, 11.07.2023, 15:29 (vor 922 Tagen) @ CF
Aber in Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt funktioniert es doch. Oder vielleicht auch nicht? Das sind doch durchaus deutsche touristische Städte.
Berlin hat aus der Not aber auch eine Tugend gemacht und vermarktet seinen Untergang ja geradezu. Regierungsviertel ist noch ganz ok und beim Rest weiß man ja, worauf man sich einlässt. Hamburg - bzw. St. Pauli - hat dieses Image auch schon immer und das Frankfurter Bahnhofsviertel ebenso. Einzig München war immer etwas spießiger. Und ist es heute ja auch noch im Vergleich zu den Vorgenannten. Rund um den HBF geht es aber auch steil bergab.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Muli, Siegen;Block 12, Dienstag, 11.07.2023, 12:58 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Da helfen nur niedrigschwellige Sozialangebote bzw. Betreuung im direkten Kontakt mit einer Menge Sozialarbeitern. Und das kostet richtig Geld und scheinbar ist es uns das in Deutschland ja nicht wert.
Hier in Frankfurt schläft jede Nacht eine dreistellige Anzahl Obdachloser in der U-Bahn-Haltestelle “Hauptwache” und es ist zur vollkommenen Normalität geworden. Vom Bahnhofsviertel ganz zu schweigen.
200 Meter weiter kostet die 80qm Bude 2000€ und die Pizza 22€. Und beides geht weg wie warme Semmeln.
Die soziale Schere ist dermaßen weit auseinander, blöd nur für die Upper-Class, dass sie in den Städten geographisch so nah beieinander bleiben muss.
Aber angemessene Besteuerung von Highperformern und konsequente Verfolgung von Steueroptimierern ist ja dank Lobbyisten, Social Media und politischen Rattenfängern leider gesellschaftlich nicht mehrheitsfähig.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
el_ayudante, Dortmund-Süd, Dienstag, 11.07.2023, 14:01 (vor 922 Tagen) @ Muli
Da helfen nur niedrigschwellige Sozialangebote bzw. Betreuung im direkten Kontakt mit einer Menge Sozialarbeitern. Und das kostet richtig Geld und scheinbar ist es uns das in Deutschland ja nicht wert.
Hier in Frankfurt schläft jede Nacht eine dreistellige Anzahl Obdachloser in der U-Bahn-Haltestelle “Hauptwache” und es ist zur vollkommenen Normalität geworden. Vom Bahnhofsviertel ganz zu schweigen.
200 Meter weiter kostet die 80qm Bude 2000€ und die Pizza 22€. Und beides geht weg wie warme Semmeln.
Die soziale Schere ist dermaßen weit auseinander, blöd nur für die Upper-Class, dass sie in den Städten geographisch so nah beieinander bleiben muss.
Aber angemessene Besteuerung von Highperformern und konsequente Verfolgung von Steueroptimierern ist ja dank Lobbyisten, Social Media und politischen Rattenfängern leider gesellschaftlich nicht mehrheitsfähig.
Was erwartest du, wenn eine Regierungspartei einen Haushalt mit 150.000 € Netto-Einkommen als Mittelschicht einsortiert...
Die Lebensrealitäten sind zu vielen (Bundes-)Politikern offenbar nicht mehr bewusst oder werden bewusst ausgeblendet. Parteiübergreifend. Und bevor einer meint, die AFD wäre eine Alternative oder aus Protest wählbar: in deren Wahlprogramm ist für sozial(-schwache) Realitäten auch kein Platz.
Um so mehr steigt meine Hochachtung für die, die unabhängig der Politik anpacken und versuchen in Ihrem Umfeld Probleme zu lösen. Beispielsweisen Cansin Köktürk in Bochum. Ist zwar Mitglied bei den Grünen, nimmt aber regelmäßig ihre eigene Partei in sozialen Aspekten öffentlich auseinander. Außerdem redet sie nicht nur, sondern baut aus Spendenmitteln eine eigene Obdachlosenhilfe auf.
(kann man übrigens hier supporten, hoffe der Link ist erlaubt: https://www.betterplace.me/mittestattrand )
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Ghombre, Dienstag, 11.07.2023, 17:23 (vor 922 Tagen) @ el_ayudante
Die FDP ist hier ja nicht gerade wohlgelitten, aber geht es bei den 150.000 EUR fairnesshalber nicht um zu versteuerndes Einkommen anstelle von Nettoeinkommen?
Das macht ja schon einen Unterschied, ob wir über 150.000 EUR netto oder die vom Spiegel im Zuge dieser Diskussion kolportieren 180.000 EUR Jahreseinkommen reden, die nach allen Abzügen zu 150.000 EUR zu versteuerndem Jahreseinkommen führen.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 12.07.2023, 10:49 (vor 921 Tagen) @ Ghombre
bearbeitet von el_ayudante, Mittwoch, 12.07.2023, 11:04
Die FDP ist hier ja nicht gerade wohlgelitten, aber geht es bei den 150.000 EUR fairnesshalber nicht um zu versteuerndes Einkommen anstelle von Nettoeinkommen?
Ich stand vielen Ideen und Ansätzen der FDP gemäß Programm sehr aufgeschlossen gegenüber - daher ärgere ich mich eher sowohl über meine Naivität, als auch über die FDP, die doch wieder ins alte Klientelmuster zurückfällt.
Das macht ja schon einen Unterschied, ob wir über 150.000 EUR netto oder die vom Spiegel im Zuge dieser Diskussion kolportieren 180.000 EUR Jahreseinkommen reden, die nach allen Abzügen zu 150.000 EUR zu versteuerndem Jahreseinkommen führen.
Buschmann hat in einer dieser zig Talkshows (vielleicht als Versprecher) von Netto-Einkommen gesprochen. Das ist bei mir hängen geblieben. Vor allem, weil Buschmann als gebürtiger Gelsenkirchener durchaus wissen müsste, dass die Realität eine andere ist. Ob nun der "offizielle Sprech" doch anders ist, ändert aber auch wenig - auch 150.000 brutto sind nicht die Regel.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Ghombre, Mittwoch, 12.07.2023, 14:47 (vor 921 Tagen) @ el_ayudante
Die FDP ist hier ja nicht gerade wohlgelitten, aber geht es bei den 150.000 EUR fairnesshalber nicht um zu versteuerndes Einkommen anstelle von Nettoeinkommen?
Ich stand vielen Ideen und Ansätzen der FDP gemäß Programm sehr aufgeschlossen gegenüber - daher ärgere ich mich eher sowohl über meine Naivität, als auch über die FDP, die doch wieder ins alte Klientelmuster zurückfällt.
Das verstehe ich nur zu gut, leider wohl mit das Hauptübel für politischen Frust. Warum genau die versprochenen Dinge nicht umgesetzt wurden weiß man als Wähler so gut wie nie. War es Unwille oder wurde man schlicht getäuscht? Oder war im Rahmen eines Austarierens in einer Koalition schlicht nicht "mehr drin" und dafür wurden andere Punkte aus dem Wahlprogramm durchgeboxt, die aber für Dich nicht entscheidend für die Stimmabgabe waren?
Das mit der Klientelpolitik bringt mich immer etwas zum Schmunzeln. Ist es einer Partei nicht gerade wesensimmanent, dass sie in gewissem Maße Klientelpolitik betreibt? Klar würde man am liebsten 100% aller Stimmen holen, aber am Ende läuft es darauf hinaus, dass man "seine" Wähler holt, also Leute, die sich in den Ideen wiederfinden.
Jede Partei hat da ihre eigene Klientel, gefühlt wird da historisch am meisten bei der FDP draufgehauen, inzwischen kommen auch die Grünen in den Genuß des Anwurfs, wenn Vorschläge zu viel urban-klimabezogenes enthalten.
Wirft man in gleicher Härte der SPD auch Klientelpolitik für den "Arbeiter" vor oder der CDU für "Rentner" oder was auch immer bei der CDU die eheste Klientel ist?
Das macht ja schon einen Unterschied, ob wir über 150.000 EUR netto oder die vom Spiegel im Zuge dieser Diskussion kolportieren 180.000 EUR Jahreseinkommen reden, die nach allen Abzügen zu 150.000 EUR zu versteuerndem Jahreseinkommen führen.
Buschmann hat in einer dieser zig Talkshows (vielleicht als Versprecher) von Netto-Einkommen gesprochen. Das ist bei mir hängen geblieben. Vor allem, weil Buschmann als gebürtiger Gelsenkirchener durchaus wissen müsste, dass die Realität eine andere ist. Ob nun der "offizielle Sprech" doch anders ist, ändert aber auch wenig - auch 150.000 brutto sind nicht die Regel.
Ich bin ganz bei Dir, diese 180.000 brutto sind sicherlich ebenfalls nicht die Regel, treffen aber zumindest auch einige Akademiker in der Familiengründungsphase im eigenen Umfeld (Ärzte/Anwälte/Ingenieure/BWLer), die ich in ihren 30ern nicht als Bestandteil der Oberschicht ansehen würde. Die meisten haben sich nicht so eingerichtet, dass sie mit 50% ihres Gesamteinkommens auskommen würden.
Ist es daher nicht ebenso Klientelpolitik, die Grenze von 300.000 auf 150.000 abzusenken? Das bedient zwar den Impuls, dass es "denen da oben" ja nicht wehtut, aber im Endeffekt vertreibt man damit diejenigen, die eine beträchtliche Steuerlast tragen und auch bei vielen anderen Dingen (Krankenkasse/KiTa-Beitrag uvm) gerne mit dem Höchstsatz belegt werden oder man bekommt als Gesellschaft weniger Nachwuchs aus diesen Elternhäusern. Das Für und Wider einer derartigen Politik darf da jeder für sich abwägen.
Du liest aus meinen Zeilen, dass ich die Absenkung nicht für die klügste Entscheidung halte, aber man muss schon ein wenig schmunzeln, dass allein durch den Passus "zu versteuerndes Einkommen" geschickt die Beamten außen vor sind, die zumindest im eigenen Freundeskreis ganz überwiegend Grün wählen und so die Familienministerin der eigenen Basis an der Stelle nichts zumuten muss ;)
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
CF, Dienstag, 11.07.2023, 13:10 (vor 922 Tagen) @ Muli
Da helfen nur niedrigschwellige Sozialangebote bzw. Betreuung im direkten Kontakt mit einer Menge Sozialarbeitern. Und das kostet richtig Geld und scheinbar ist es uns das in Deutschland ja nicht wert.
Hier in Frankfurt schläft jede Nacht eine dreistellige Anzahl Obdachloser in der U-Bahn-Haltestelle “Hauptwache” und es ist zur vollkommenen Normalität geworden. Vom Bahnhofsviertel ganz zu schweigen.
200 Meter weiter kostet die 80qm Bude 2000€ und die Pizza 22€. Und beides geht weg wie warme Semmeln.
Die soziale Schere ist dermaßen weit auseinander, blöd nur für die Upper-Class, dass sie in den Städten geographisch so nah beieinander bleiben muss.
Aber angemessene Besteuerung von Highperformern und konsequente Verfolgung von Steueroptimierern ist ja dank Lobbyisten, Social Media und politischen Rattenfängern leider gesellschaftlich nicht mehrheitsfähig.
Gesellschaftlich schon (in der Masse). Doch Politik wird ja nicht von der Gesellschaft, sondern von der Wirtschaft gemacht. Das Kreuzchen jedes Einzelnen gibt demjenigen vielleicht ein gutes Gefühl von wegen Mitbestimmung und so, ist aber in der Gesamtbetrachtung bedeutungslos.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Mob-Jenson, Siegen, Dienstag, 11.07.2023, 12:52 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Mal an alle "echten" Dortmunder hier: Seit wann hat denn die Verelendung in dieser Stadt so zugenommen?
Ich bin gerade geschäftlich ein paar Tage in Dortmund, in einem Hotel direkt in der City - und ich muss sagen: Ich bin vollkommen entsetzt.
Aufgrund der Borussia komme ich ja nun schon seit 25 Jahren regelmäßig nach Dortmund, bei Spielen fast immer über Nacht, natürlich hält man sich dann meistens nur in Stadionnähe auf oder geht mal auf die Galoppbahn oder ins Casino in Hohensyburg. Aber ich war durchaus auch häufiger schon zentral in Dortmund, auch mehrere Tage. Aber diesmal bin ich wirklich schockiert, so übel war das hier doch früher nicht?!
In jedem zweiten Ladeneingang liegt ein Obdachloser - oft auch bewusstlos. Alle zehn Meter kommt einem ein total fertiger, abgefuckter Mensch entgegen. Mit erheblichem Potenzial. Da weißte dann nicht: Welche Psychose hat der? Oder ist der "nur" druff oder völlig besoffen? Zieht der jetzt n Messer, wenn de den falsch anguckst oder haut dir ne Flasche aufn Kopp?
So unfassbar viel Elend. Vorhin in der Fußgängerzone kam mir ein so gut wie komplett nackter Mann entgegen, der sich schön mit seinen offenen Wunden beschäftigt hat. Zwei Meter weiter essen die Leute ihre Currywurst. Interessiert keinen. Offenbar auch die Politiker in Dortmund nicht.
An die Kirchen und andere Gebäude wird am hellichten Tag gepisst, überall stinkt es nach Scheiße, alles ist verdreckt, die ganze Innenstadt ist geprägt von Junkies, Pennern und völlig verwahrlosten Gestalten. Vom Hauptbahnhof, der eine einzige Kloake ist, mal ganz zu schweigen.
Wie kann man hier leben? Und seit wann ist das so?
Es kommen doch so viele nationale und internationale Gäste hier hin das ganze Jahr über. Was für ein Bild gibt denn Dortmund da ab?
Willkommen im Leben! Dortmund ist da sicherlich nicht alleine. Auch kleinere Städte haben mit dem Problem zu kämpfen. Wo keine Probleme aus PC benannt werden vermehren sie sich halt. Sukzessive!
Ich bleibe lieber am Land obwohl einem hier ja auch das Leben stark verteuert wird. Aber es lohnt sich!
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 13:42 (vor 922 Tagen) @ Mob-Jenson
Das leben wird einem nicht verteuert. Es verteuert sich, dank Kapitalismus.
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Weeman, Hinterm Knauber, Dienstag, 11.07.2023, 13:00 (vor 922 Tagen) @ Mob-Jenson
Wo keine Probleme aus PC benannt werden vermehren sie sich halt. Sukzessive!
Das wir zu viele Obdachlose und Leute die kaum Essen kaufen können haben wird wegen PC nicht erwähnt?
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Mob-Jenson, Siegen, Dienstag, 11.07.2023, 15:32 (vor 922 Tagen) @ Weeman
Wo keine Probleme aus PC benannt werden vermehren sie sich halt. Sukzessive!
Das wir zu viele Obdachlose und Leute die kaum Essen kaufen können haben wird wegen PC nicht erwähnt?
Findest Du das man hier genug drüber redet? Ich finde nicht. Irgendwie wird es doch immer verleugnet. Und leider ist die Zahl derer steigend. Ich finde es schändlich.
Dazu kommen natürlich noch Menschen aus Gebieten, die die "Deutsche Gründlichkeit" nicht mit der Muttermilch aufgesogen haben. Aber selbst die gibt es ja kaum noch. Man mag mich verbessern aber rein vom Gefühl gab´s früher einen hinter die Löffel wenn das Eispapier nicht im nächsten Mülleimer landete. Heute wird es oft einfach fallengelassen. Leider sind die Erwachsenen hier oft kein gutes Vorbild.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 16:14 (vor 922 Tagen) @ Mob-Jenson
„rein vom Gefühl her“ ist das Problem in der heutigen Diskussionskultur.
Hör ich ständig auf Bild und AFD traue ich mich auch nicht mehr aus dem Haus. Was haben wir für Kriegsgebiets ähnliche Zustände da draussen.
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max09, Dienstag, 11.07.2023, 16:28 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Was haben wir für Kriegsgebiets ähnliche Zustände da draussen.
Also wir hatten in Hessen am Wochenende das sog. Eritrea-Festival in Gießen. Das waren Zustände war ein importierter Bürgerkrieg. Die regelmäßigen Vorfälle in jedem Freibad jeder deutschen Großstadt ebenfalls. Wer noch meint das wäre kein Problem, der wird sich spätestens bei der nächsten Wahl wundern. Aber dann wird man es wieder auf Union und FDP abwälzen, kennt man ja alles schon. Mir als SPD Wähler macht das Sorgen, denn mit dem Elefanten im Raum wird keine zukunftsfähige Politik möglich sein.
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Guido, Dienstag, 11.07.2023, 16:42 (vor 922 Tagen) @ max09
Mir als SPD Wähler macht das Sorgen, denn mit dem Elefanten im Raum wird keine zukunftsfähige Politik möglich sein.
Die Sozialdemokraten in anderen europäischen Ländern haben es längst kapiert. Aus meiner Sicht ist dieses Thema der größte Verrat der SPD an ihrer Klientel. Denn diese muss die Umstände am Ende ausbaden.
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Juper, Berlin, Dienstag, 11.07.2023, 16:09 (vor 922 Tagen) @ Mob-Jenson
Schädlich- da lach ich mir doch den Arsch ab.
Das blaune Gesocks wird täglich unerträglicher. Und findet sich toll dabei.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
pactum Trotmundense, Syburg, Dienstag, 11.07.2023, 13:11 (vor 922 Tagen) @ Weeman
Wo keine Probleme aus PC benannt werden vermehren sie sich halt. Sukzessive!
Das wir zu viele Obdachlose und Leute die kaum Essen kaufen können haben wird wegen PC nicht erwähnt?
Er würde gerne sagen, dass es diese Probleme nur "wechen die Nechers und die janzen Zijeuners" gibt, aber das böse linksgrünversiffte gelblackierte Kommunistenpack aus Wokistan hält uns in einer gegenderten Ökodiktatur, weswegen so ein tapferer Teutone wie er das nicht mehr sagen darf ohne für 20 Jahre nach Askaban zu kommen.
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CF, Dienstag, 11.07.2023, 12:47 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Mal an alle "echten" Dortmunder hier: Seit wann hat denn die Verelendung in dieser Stadt so zugenommen?
Ich bin gerade geschäftlich ein paar Tage in Dortmund, in einem Hotel direkt in der City - und ich muss sagen: Ich bin vollkommen entsetzt.
Aufgrund der Borussia komme ich ja nun schon seit 25 Jahren regelmäßig nach Dortmund, bei Spielen fast immer über Nacht, natürlich hält man sich dann meistens nur in Stadionnähe auf oder geht mal auf die Galoppbahn oder ins Casino in Hohensyburg. Aber ich war durchaus auch häufiger schon zentral in Dortmund, auch mehrere Tage. Aber diesmal bin ich wirklich schockiert, so übel war das hier doch früher nicht?!
In jedem zweiten Ladeneingang liegt ein Obdachloser - oft auch bewusstlos. Alle zehn Meter kommt einem ein total fertiger, abgefuckter Mensch entgegen. Mit erheblichem Potenzial. Da weißte dann nicht: Welche Psychose hat der? Oder ist der "nur" druff oder völlig besoffen? Zieht der jetzt n Messer, wenn de den falsch anguckst oder haut dir ne Flasche aufn Kopp?
So unfassbar viel Elend. Vorhin in der Fußgängerzone kam mir ein so gut wie komplett nackter Mann entgegen, der sich schön mit seinen offenen Wunden beschäftigt hat. Zwei Meter weiter essen die Leute ihre Currywurst. Interessiert keinen. Offenbar auch die Politiker in Dortmund nicht.
An die Kirchen und andere Gebäude wird am hellichten Tag gepisst, überall stinkt es nach Scheiße, alles ist verdreckt, die ganze Innenstadt ist geprägt von Junkies, Pennern und völlig verwahrlosten Gestalten. Vom Hauptbahnhof, der eine einzige Kloake ist, mal ganz zu schweigen.
Wie kann man hier leben? Und seit wann ist das so?
Es kommen doch so viele nationale und internationale Gäste hier hin das ganze Jahr über. Was für ein Bild gibt denn Dortmund da ab?
Das ist wohl mehr oder weniger ein Problem so ziemlich jeder Stadt im Ruhrgebiet. In Essen sind es Libanesen oder andere Horden, die ihren Einflussbereich sukzessive ausweiten. Die Innenstädte beherbergen Billigläden, sodass das Klientel immer übler wird. Die Weihnachtsmarktzeit sind die einzigen 4 Wochen, in denen sich noch viele Bekannte und Vertraute in die Stadt wagen. Man kann keine 100 Meter gehen, ohne angequatscht zu werden von zwielichtigen Gestalten. Meine Frau muss zurzeit leider mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Düsseldorf fahren, wird dies aber sicherlich nur in der hellen Jahreszeit tun, denn selbst in Düsseldorf sieht es im Bahnhofsbereich nicht besser aus.
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 13:44 (vor 922 Tagen) @ CF
„Sich in die Stadt zu wagen“
Tue ich jeden Tag und oh Wunder. Ich lebe.
Aber konservative Boulevard Kampagnen zeigen Wirkung.
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CF, Dienstag, 11.07.2023, 14:23 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
„Sich in die Stadt zu wagen“
Tue ich jeden Tag und oh Wunder. Ich lebe.
Aber konservative Boulevard Kampagnen zeigen Wirkung.
Überleben ja. Aber kein Bock auf Gesocks.
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Elmar, Dienstag, 11.07.2023, 15:15 (vor 922 Tagen) @ CF
Definitiv sollte der Zugang über die Kreditkarte gesteuert werden.
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CF, Dienstag, 11.07.2023, 15:19 (vor 922 Tagen) @ Elmar
Definitiv sollte der Zugang über die Kreditkarte gesteuert werden.
Nö. Man geht einfach nicht mehr hin - wie so viele andere auch. Mit den entsprechenden Konsequenzen für das Stadtbild.
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 16:29 (vor 922 Tagen) @ CF
Dann gibts doch keinen Grund sich aufzuregen. Früher war schlimmer.
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CF, Dienstag, 11.07.2023, 16:45 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Dann gibts doch keinen Grund sich aufzuregen. Früher war schlimmer.
Wann früher? Vor 20 Jahren jedenfalls ging es diesem Land in vielerlei Hinsicht besser als heute.
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markus, Dienstag, 11.07.2023, 20:51 (vor 922 Tagen) @ CF
Dann gibts doch keinen Grund sich aufzuregen. Früher war schlimmer.
Wann früher? Vor 20 Jahren jedenfalls ging es diesem Land in vielerlei Hinsicht besser als heute.
Ich möchte nicht mit vor 20 Jahren tauschen, als es schwierig war für junge Leute Ausbildungsplatz und anschließend in eine Festanstellung zu kommen. Dinge wie Mindestlohn und Begrenzung der Arbeitnehmerüberlassung gab es auch nicht. Das alles ist heute dann doch deutlich angenehmer.
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 20:22 (vor 922 Tagen) @ CF
Nicht wirklich. Zumindest nicht gemessen an Straftaten oder Wirtschaftskennziffern.
Gemessen an einer AFD mit 20% schon eher. So gesehen war es auch vor 1989 besser.
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Smasher, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 14:17 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Wenn es der einzige Anspruch ist einen Stadtbesuch zu überleben, so hat man echt gute Chancen.
Blickt man mal weiter: Die Nordstadt verkommt immer mehr zum Elendsviertel.
Wenn man sich mal mit Mitarbeitern unseres Entsorgungsunternehmens austauscht, dann weiß man was gemeint ist.
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Fatil1ty, Dienstag, 11.07.2023, 14:52 (vor 922 Tagen) @ Smasher
Wenn es der einzige Anspruch ist einen Stadtbesuch zu überleben, so hat man echt gute Chancen.
Blickt man mal weiter: Die Nordstadt verkommt immer mehr zum Elendsviertel.
Wenn man sich mal mit Mitarbeitern unseres Entsorgungsunternehmens austauscht, dann weiß man was gemeint ist.
tatsächlich habe ich mich selbst erschrocken, ich war letztes Jahr zur Saisoneröffnung ein WE mit Frau und Kindern in der Stadt. Wir haben eine Ferienwohnung für eine Nacht gebucht zum "eh nur schlafen".
Ich wusste nicht, was DO Nordstadt heißt, jetzt weiß ich es.
Als wir aus der U-Bahn kamen lag überall Müll rum, Sperrmüll in den Ecken, Einkaufswagen voll mit Unrat. Der Kindergarten war mit Doppelstabmattenzaun eingegrenzt (weiß nicht ob das so üblich ist, sieht aber nicht einladend aus) Es lag Reizwäsche auf den Gehwegen. Als wir die Wohnung betragen wollte ich eigentlich direkt wieder gehen...im Treppenaufgang wahrscheinlich auf halbem Wege ein Taubenschlag hinter verschlossener Tür. Die Bude natürlich abgeranzt ohne Ende.
Ich bin dann abends mit meiner damals noch 7-Jährigen zum Kiosk gelaufen um uns ein paar Kleinigkeiten für den Abend zu besorgen...Alter...was da für Gestalten rumlaufen...
Ich kann nur sagen: Ich, meine Frau und unsere Kinder waren heilfroh als wir wieder in unserem "langweiligem" Garten gesessen haben...
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el_ayudante, Dortmund-Süd, Dienstag, 11.07.2023, 12:39 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Ich wohne in der südlichen Innenstadt und bekomme ernsthaft (!) davon nichts mit, weil ich mich eigentlich nie innerhalb des Walls bewege.
Entweder geht es direkt zum Hbf (den ich aktuell aufgrund des Umbaus aus der Wertung nehme), oder mein Radius endet im Saarlandstraßen-/Kreuzviertel.
Aber ich konnte mit Fußgängerzonen noch nie etwas anfangen. Die sind für mich schon immer von Hamburg bis München ein abgefuckter Hort genervter Menschen (vom Shopper über Obdachlosen bis Abhänginger)
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Bernd, Dienstag, 11.07.2023, 12:32 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Ohne betreff hätte ich gedacht Du sprichst und schreibst über Gelesenkirchen. Wie muss es erst da aussehen, wenn es schon in Dortmund so aussieht wie beschrieben?
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Thofrock, Dienstag, 11.07.2023, 16:30 (vor 922 Tagen) @ Bernd
Da besteht in der Tat ein Unterschied. Auch bei objektiver Betrachtung ist der Weg zum Stadion, egal von welcher Seite, in Dortmund um einiges angenehmer. Da ich nach Gelsenkirchen nie tiefer eingedrungen bin, weiß ich nicht ob es da auch schöne Ecken gibt. Aber in Dortmund muss man danach nicht lange suchen. Dass das aber niemals für eine ganze Großstadt gelten kann, sollte sich von selbst verstehen.
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Eisen, DO, Dienstag, 11.07.2023, 12:20 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Ich habe Tränen gelacht, obwohl das gar nicht witzig ist. Aber als Außenstehender hat man einen ganz anderen Blick drauf. Meine Frau kommt ursprünglich aus dem beschaulichen bergischen Land und schimpft auch immer, wie widerlich Dortmund ist…
Ich selbst bin ehrlich gesagt kaum noch in der Innenstadt, aber selbst im Dortmunder Süden, in Hombruch zum Beispiel, ist die von dir beschriebene Obdachlosen- und Bettler Situation überall sichtbar.
Warum dagegen nichts unternommen wird, weiß ich auch nicht. Habe am Freitag mit einer Bekannten gesprochen, die wohnt ihr ganzes Leben in Bövinghausen im Dortmunder Westen und wollte da auch nie weg. Jetzt sagt sie, dass es so schlimm geworden ist, dass sie es kaum noch aushält. Eine bestimmt Volksgruppe hat sich da immer weiter ausgebreitet. Jeden Abend Theater mit Lärm, Gestank und zwielichtigen Gestalten auf der Straße. Ohne ihren Hund, würde sie sich gar nicht mehr raustrauen und jeden Tag die Polizei rufen ist auch ermüdend.
Ich habe das Gefühl, dass die Stadt den Bach runtergeht und unsere Lebensplanung sieht vor, irgendwann aufs Land zu ziehen, in der Hoffnung, dass es dort zumindest ruhiger ist.
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Basti Van Basten, Romania, Dienstag, 11.07.2023, 12:47 (vor 922 Tagen) @ Eisen
Eine bestimmt Volksgruppe hat sich da immer weiter ausgebreitet.
Ich finde, das ist eines der größten Probleme in Deutschland. Nicht die Volksgruppe, welche auch immer du meinst, sondern, dass man das Problem nicht mehr eingrenzen darf.
Wir hatten 2015 ein Problem in Köln, das, berichtigt mich, wenn ich falsch liege, hauptsächlich von männlichen unter 30-Jährigen, muslimischer Religionszugehörigkeit verursacht wurde. Menschen, die dieses Problem darauf eingrenzten wurden als Rassisten bezeichnet. Wie will man ein Problem beheben, wenn man es nicht mehr eingrenzen darf? Es waren schließlich keine weiblichen, Ü30-Katholikinnen. Warum soll man also eine Maßnahme für diese Klientel ergreifen, nur damit sich die wirklich verantwortliche Gruppe nicht beleidigt fühlt?
Und wenn du jetzt sagst, dass eine bestimmte Volksgruppe (Rromi?) Probleme macht, dann muss man das benennen. Das Problem gibt es schließlich nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ungarn, Rumänien und Bulgarien mit der selben Gruppe. Da muss man sich mal Gedanken machen wie man diese Leute dazu kriegt, ihr Leben zu ändern. Ich gebe zu bedenken, dass es sehr schwierig für diese Leute ist, sie sind seit Generationen Vertriebene, verarmt und im Elend aufgewachsen. Die müssen erst lernen, dass sie jetzt die Chance haben vorurteilsfrei eine Zukunft in sozialer Sicherheit aufzubauen. Was für Deutsche selbstverständlich ist, wirkt für Rromi wie aus einer fremden Galaxie. Da finde ich, muss man anknüpfen.
Aber das nur zur dieser Volksgruppe. Vielleicht meintest du auch eine ganz andere: z.B. AfD-Wähler. Aber ob man die jemals zurück in die Zivilisation holen kann, bezweifle ich. ;-)
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Scherben, Kiel, Dienstag, 11.07.2023, 13:14 (vor 922 Tagen) @ Basti Van Basten
Ich halte es für ein Märchen, dass man nicht benennen darf, was man für das Problem hält. Erstens tun das x Millionen Menschen in diesem Land täglich, und zweitens ist das Schlimmste, was einem als Konsequenz daraus passieren kann, dass einem bei diesem Thema widersprochen wird. Das wird man wohl aushalten können.
(Konkret zu Dortmund kann ich nichts sagen, dafür bin ich zu lange zu weit weg.)
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Basti Van Basten, Dienstag, 11.07.2023, 14:37 (vor 922 Tagen) @ Scherben
Es wird nur noch drumrumgeredet und wer etwas anderes macht gilt als Unterstützter der AfD und Rassist.
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Schwarzgold, Dienstag, 11.07.2023, 14:03 (vor 922 Tagen) @ Scherben
Ich würde auch sagen, dass die Aussage "man darf bestimmte Dinge nicht aussprechen" nicht korrekt ist. Man kann in Deutschland fast alles aussprechen und wird dafür nicht ins Gefängnis gesteckt. Mit Widerspruch muss man immer rechnen und auch damit leben können.
Was aber sicherlich stimmt, ist dass es in Deutschland in den etablierten Parteien an politischen Selbstmord grenzt, wenn man bestimmte Themen anspricht, was dazu führt dass Politiker bestimmte Themen umschiffen und ignorieren. Und das muss sich definitiv ändern, dess es treibt viele Menschen in die Arme der AFD.
Was auch ein Problem ist, ist die absolute Verurteilung von Diskussionspartnern. Man sieht es teilweise auch hier im Forum mit welcher Verachtung, Häme und Härte gegen andere vorgegangen wird. Es ist sicherlich ein schmaler Grat und man muss unterscheiden, ob jemand nur stumpf Rechte, bzw. rassistische Parolen raushaut, oder ob es sich lohnt mit demjenigen vernünftig zu reden. Aber die Debatte ist derart vergiftet, dass ein richtiger Dialog schwierig ist.
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Gargamel09, Dienstag, 11.07.2023, 14:12 (vor 922 Tagen) @ Schwarzgold
Was auch ein Problem ist, ist die absolute Verurteilung von Diskussionspartnern. Man sieht es teilweise auch hier im Forum mit welcher Verachtung, Häme und Härte gegen andere vorgegangen wird. Es ist sicherlich ein schmaler Grat und man muss unterscheiden, ob jemand nur stumpf Rechte, bzw. rassistische Parolen raushaut, oder ob es sich lohnt mit demjenigen vernünftig zu reden. Aber die Debatte ist derart vergiftet, dass ein richtiger Dialog schwierig ist.
Es ist auch ein Teil der Erfolgsgeschichte der AfD, weil die die Bevölkerungsgruppen benennen.
Ich weiß aber nicht, was nun der richtige Weg ist, denn wenn es nun alle machen, das waren wieder junge Männer aus Ostasien, Afrika, Migranten, Osteuropäer... könnte dies in der Bevölkerung auch weitaus größere Konsequenzen haben, als dass sich nur die Deutschen freuen, die sofort wissen wollen, ob es Ausländer waren und sich dann bestätigt fühlen, wenn sich jene Bevölkerungsgruppe stigmatisiert fühlen.
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Gargamel09, Dienstag, 11.07.2023, 14:48 (vor 922 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von Taifun, Dienstag, 11.07.2023, 14:52
Wenn ich in Berlin bin und RBB höre, dann nahezu täglich auch von Prügeleien in Schwimmbädern. Und bei jedem Schwimmbad sind Sicherheitsdienste stationiert.
Das in der Presse keine Nationalitäten genannt werden ist ein Problem, welches nur der AfD Wähler zuführt.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Gargamel09, Dienstag, 11.07.2023, 14:57 (vor 922 Tagen) @ Taifun
Wenn ich in Berlin bin und RBB höre, dann nahezu täglich auch von Prügeleien in Schwimmbädern. Und bei jedem Schwimmbad sind Sicherheitsdienste stationiert.
Das in der Presse keine Nationalitäten genannt werden ist ein Problem, welches nur der AfD Wähler zuführt.
Am Wochenende haben sich 2 Somalier in Dresden abgestochen, das wurde in der Presse nicht verheimlich.
Wenn sich jetzt große Gruppen von PuberTieren in Schwimmbädern so verhalten, wie sie sich verhalten, wie benennt man die? Zählt man alle Nationalitäten auf, die sich dort beteiligt haben, stempelt man die alle mit migrantischem Hintergrund ab, was einfacher ist?
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Gargamel09, Dienstag, 11.07.2023, 15:00 (vor 922 Tagen) @ Gargamel09
Wenn ich in Berlin bin und RBB höre, dann nahezu täglich auch von Prügeleien in Schwimmbädern. Und bei jedem Schwimmbad sind Sicherheitsdienste stationiert.
Das in der Presse keine Nationalitäten genannt werden ist ein Problem, welches nur der AfD Wähler zuführt.
Am Wochenende haben sich 2 Somalier in Dresden abgestochen, das wurde in der Presse nicht verheimlich.
Der eine könnte schon seit 10 Jahren hier leben und der andere seit drei Wochen.
Wenn sich jetzt große Gruppen von PuberTieren in Schwimmbädern so verhalten, wie sie sich verhalten, wie benennt man die? Zählt man alle Nationalitäten auf, die sich dort beteiligt haben, stempelt man die alle mit migrantischem Hintergrund ab, was einfacher ist?
Das ist vielleicht zum Teil ein gordischer Knoten. Ich habe keine Lösung.
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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 11.07.2023, 13:50 (vor 922 Tagen) @ Scherben
"Sprechen Sie kein Englisch?"
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Basti Van Basten, Romania, Dienstag, 11.07.2023, 13:47 (vor 922 Tagen) @ Scherben
Ich halte es für ein Märchen, dass man nicht benennen darf, was man für das Problem hält. Erstens tun das x Millionen Menschen in diesem Land täglich, und zweitens ist das Schlimmste, was einem als Konsequenz daraus passieren kann, dass einem bei diesem Thema widersprochen wird. Das wird man wohl aushalten können.
(Konkret zu Dortmund kann ich nichts sagen, dafür bin ich zu lange zu weit weg.)
Also ab und zu schaue ich mir deutsche Talkshows an. Lanz, Maischberger ect. in der Mediathek. Da wird schon sehr um das Thema drumrum geredet. Letztens war ich in Deutschland und da habe ich Spiegel oder Stern TV auf RTL gesehen. Da ging es um Schwimmbäder und Jugendliche, die sich dort nicht benehmen. Ein Bademeister oder Ex-Bademeister, der das Problem benennen wollte, wurde ständig ausgebremst und relativiert. Keiner der anderen Anwesenden traute sich auszusprechen, dass es nicht alle männlichen Jugendlichen sind, sondern nur eine bestimmte Gruppe.
Da gibt es also schon eine sehr große Hemmung, die Wahrheit auszusprechen.
ich nehme das komplett auch so war
Eisundlimonade2, Dienstag, 11.07.2023, 15:19 (vor 922 Tagen) @ Basti Van Basten
auch im Freundes und Bekanntenkreis. Aus meinem Umfeld arbeiten Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen und die Erfahrungen dort haben deren Meinung deutlich geprägt und auch verändert. Jedoch merkt man auch eine enorme Verunsicherung bei denen, davon zu sprechen.
Auf gesellschaftspolitischer Ebene halte ich das für eine Katastrophe. Vor allem für die Zukunft.
Es ist einfach ein ganz simpler Fakt, dass ich das was ich nicht benenne oder dessen Realität ich leugne einfach nicht verändern kann.
Und wenn 8 oder 9 von 10 Schwimmbadschlägereien/Vergewaltigungen/Messerstecheraktionen von muslimischen Männern verübt werden, dann muss ich das verdammt nochmal ansprechen (können).
BTW: Man kann mich gerne als Nazi bezeichnen. Darüber komme ich hinweg und könnte drüber schmunzeln.
ich nehme das komplett auch so war
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 16:43 (vor 922 Tagen) @ Eisundlimonade2
10/10 dieser Taten werden von Männern begangen. Aber hier geht man das Thema seit jeher falsch an. Traut sich auch niemand zu sagen dass wir ein Problem mit Männer haben. Vor allem nicht alte weiße Männer, die sich dann immer angegriffen fühlen.
wirklichkeitsvermeidung par excellence
Eisundlimonade2, Mittwoch, 12.07.2023, 00:39 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
komischerweise hat aber die schwimmbadnutzung und auch die messerhandhabung durch alte weiße männer wie du sie nennst bisher RELATIV ok funktioniert.
So kommen wir also nicht weiter. aber du zeigst ziemlich deutlich auf, was ich meine.
ich nehme das komplett auch so war
Basti Van Basten, Romania, Dienstag, 11.07.2023, 15:33 (vor 922 Tagen) @ Eisundlimonade2
BTW: Man kann mich gerne als Nazi bezeichnen. Darüber komme ich hinweg und könnte drüber schmunzeln.
Warum sagst du das? Wenn Männer Frauen vergewaltigen und du das Problem so benennst, bist du doch auch kein Sexist.
weil das doch der kern war
Eisundlimonade2, Dienstag, 11.07.2023, 18:43 (vor 922 Tagen) @ Basti Van Basten
dass im aktuellen volksmund die debatte "meinungsfreiheit" genau oft darum kreist. plump und salopp: nichts sagen zu können, sonst sei man gleich ein nazi, rechts bzw rassist etc.
natürlich ist das quatsch bzw. komplexer oder aber auch viel einfacher
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 14:11 (vor 922 Tagen) @ Basti Van Basten
Das Problem ist ein ganzes anderes. Sieht man ja auch hier.
Es wird wieder eine ganze Vollgruppe als schlecht eingestuft, obwohl diejenigen, die in Freibädern ärger machen, männliche Jugendliche sind.
Aber für Bildleser Helmut sind es wieder „DIE“ Moslems. Kein Wunder dass da niemand Bock auf Diskussionen hat.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dienstag, 11.07.2023, 14:57 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Dann sind es halt männliche Jugendliche. Aber vor 20 Jahren haben die nicht regelmäßig andere Besucher krankenhausreif geschlagen.
Irgendwas muss also anders sein.
Ja, aber was???
Eisundlimonade2, Dienstag, 11.07.2023, 15:11 (vor 922 Tagen) @ Taifun
nun sprich es endlich aus :)
Ja, aber was???
Eisundlimonade2, Dienstag, 11.07.2023, 15:13 (vor 922 Tagen) @ Eisundlimonade2
Zuviel Armut? Zuwenig Bildung?
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Bujolop, Dienstag, 11.07.2023, 14:40 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Das Problem ist ein ganzes anderes. Sieht man ja auch hier.
Es wird wieder eine ganze Vollgruppe als schlecht eingestuft, obwohl diejenigen, die in Freibädern ärger machen, männliche Jugendliche sind.
Aber für Bildleser Helmut sind es wieder „DIE“ Moslems. Kein Wunder dass da niemand Bock auf Diskussionen hat.
Na ja, das sind nicht nur die Freibäder. Ich wohne im Speckgürtel einer Landeshauptstadt und hier fingen vor fünf bis sechs Jahren Kurdenclans damit an, Immobilien zu kaufen oder zu bauen. Plötzlich ist hier jeder kurdischstämmige Handwerker Bauunternehmer geworden. Die kaufen hier mittlerweile ganze Straßenzüge auf. Dann hier mal ein altes deutsches Hotel für 10 Millionen € oder da eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn für 6 Millionen €. Denkmalgeschützte Häuser werden abgefackelt, niemand kann ermittelt werden und dann bauen sie es neu. In meiner Straße haben sich Rentner zusammengeschlossen und Grundstücke gekauft, damit hier keine Clanmitglieder hinziehen. Ist das Haus noch brauchbar, wird da ein Clanmitglied reingesteckt, ansonsten abgerissen, neu gebaut und dann vermietet - an Deutsche, weil die immer zahlen, hat einer von denen erzählt.
Deren Söhne fahren mit 18 schon Luxuskarossen oder führen Immobilienbüros. Gleichzeitig spielen all diese Clan-Leute hier in Dorfvereinen und fragt euch mal, wieso Spiele immer abgebrochen werden müssen...
Ich kenne einen von denen, der wurde zweimal gesperrt, weil er einen Schiedsrichter ins Gesicht geschlagen hatte. Der hat sich hier ne Villa mit Löwenstatuen in der Einfahrt gebaut und verbreitet auf Facebook PKK-Propaganda. Hier gabs auch mal Leichen in einem Waldstück.
Die müssen mittlerweile Hunderte von Immobilien besitzen und es ist kein Ende in Sicht. Bald besitzen die Tausende von Immobilien, denn die breiten sich in allen Dörfern in der ganzen Region aus.
Die deutschstämmigen Handwerksbetriebe haben das hier nicht geschafft.
Solche Entwicklungen spielen der AfD sicherlich in die Hände.
Elend, Siff, Gestank und Dreck: Das Stadtbild von Dortmund
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 16:50 (vor 922 Tagen) @ Bujolop
Auch das „treibt die Leute in die Arme der AFD“.
Mag stimmen, ist aber nur ein Grund. Hauptsächlich ist es Dummheit. Und die Leute glauben man muss nur die AFD wählen und die schmeissen alle 10-15 Mio Menschen mit Migrationshintergrund einfach aus dem Land, obwohl die meisten deutsche Staatsbürger sind. Und dann, wer macht die ganzen Mindestlohnjobs hier? Arbeitslose AFD Wähler?
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Davja89, Dienstag, 11.07.2023, 14:34 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Nö in unserem Schwimmbad sind es eben nicht alle Jugendlichen sonder explizit Jugendlich bis junge Erwachsene(ca. Ende 20) einer bestimmten Gruppe.
In diesem Fall Syrer und vorallem Nordafrikaner.
Und zwar zu 90%. Obwohl die eventuell 5% der Gäste ausmachen.
Das führt dazu das Mädels das Schwimmbad komplett meiden. Und die meisten Jungs die keinen Bock auf Ärger haben ebenfalls. Dazu gehören auch Moslems. Mein Arbeitskollege ist Türke und seine Jungs haben da selber kein Bock mehr hin in den Ferien.
Dafür braucht hier niemand die Bild. Hingehen und bewundern genügt. Natürlich ist es nicht jeder Syrer oder Nordafrikaner. Trotzdem muss man das Problemklientel klar benennen.
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Eisen, DO, Dienstag, 11.07.2023, 12:53 (vor 922 Tagen) @ Basti Van Basten
Ich selbst bin nie in Bövinghausen, aber du liegst wohl richtig mit deiner Einschätzung, um wen es sich da handelt.
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Tigo, Duisburg, Dienstag, 11.07.2023, 12:20 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Das ist leider in Duisburg seit Corona auch extrem mehr geworden und ist mir auch in anderen Städten aufgefallen.
Leider gibt es dafür keine schnellen Lösungen und für die langfristigen ist oft kein Geld über.
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Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 12:12 (vor 922 Tagen) @ Kutte92
Das ist seit Corona der Fall, als sämtliche Städte rund herum ihr Obdachlosen Betreuung komplett eingestellt haben. Bis auf Dortmund. Dort wurde am U sogar ein riesen Zelt errichtet und das FZW zur Verfügung gestellt.
Das merkt man bis heute. Die meisten sind hier geblieben.
Die Stadt versucht schon länger etwas dagegen zu tun, aber dann regen sich Politiker und Verbände auf, wie man denn ständig Obdachlose verscheuchen kann.
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Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 12:17 (vor 922 Tagen) @ Talentförderer
Das ist seit Corona der Fall, als sämtliche Städte rund herum ihr Obdachlosen Betreuung komplett eingestellt haben. Bis auf Dortmund. Dort wurde am U sogar ein riesen Zelt errichtet und das FZW zur Verfügung gestellt.
Das merkt man bis heute. Die meisten sind hier geblieben.
Die Stadt versucht schon länger etwas dagegen zu tun, aber dann regen sich Politiker und Verbände auf, wie man denn ständig Obdachlose verscheuchen kann.
Mit Recht. Das ist kein "was dagegen tun", sondern einfach nur ein nicht sichtbar machen. Und sei es mit Hilfe von Bußgelder in solcher Höhe, dass klar ist, dass es für die Bereffenden in Ersatzhaft endet.
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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 11.07.2023, 12:54 (vor 922 Tagen) @ Sascha
Ersatzhaft ist übrigens auch finanziell kompletter Unsinn. Ein Hafttag kostet den Steuerzahler so um die 180€.
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Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.07.2023, 13:04 (vor 922 Tagen) @ MarcBVB
Ersatzhaft ist übrigens auch finanziell kompletter Unsinn. Ein Hafttag kostet den Steuerzahler so um die 180€.
Die Stadt Dortmund hat für diese Praxis, Bußgelder bewusst in Höhen zu erheben, von denen ganz klar ist, dass der Empfänger sie nicht zahlen kann, vom Gericht auch schon eine böse Klatsche bekommen.