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Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt (Sonstiges)

Bujolop, Mittwoch, 16.08.2023, 23:44 (vor 886 Tagen)

Demo gegen die rechte Gewalt? Irrtum!

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Hunderte bei rechtsradikaler Demo in sächsischer Kleinstadt

https://www.t-online.de/region/dresden/id_100225272/sebnitz-sachsen-rechtsradikale-demo-nach-angriff-auf-fluechtlingsheim.html

Hier gibt es Bilder uns Stimmen der Teilnehmer:

https://video.twimg.com/ext_tw_video/1691420268948783104/pu/vid/1280x720/7P3gFgM48IpfGUkU.mp4?tag=12

Unglaublich, was für Menschen in diesem Land leben. Ich erinnere mich an konservative Freunde, die forderten, in der Schule müsse endlich mal Schluss damit sein, dass man so viel über das Dritte Reich lerne.

Falsch: Es ist umso wichtiger, dass der Stoff bleibt.

Wer weiß, was die AfD mit Lehrplänen anstellen würde, wenn sie an die Macht käme.

Springerpresse pathologisiert Bedenken wegen des Klimawandels

Finchen, Freitag, 29.09.2023, 17:18 (vor 842 Tagen) @ Bujolop

Klicks muss man denen ja nicht schenken:

https://i.imgur.com/k1NB2yM.jpg

Wenn ich mich Recht daran erinnere, stellt Springer die Mitte der Gesellschaft dar. Also diejenigen, die über Klimakleber lachen.

Bremer CDU-Chef Meyer-Heder zur Zusammenarbeit mit AfD: "Warum nicht?"

Finchen, Freitag, 29.09.2023, 14:09 (vor 843 Tagen) @ Bujolop

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/cdu-bremen-afd-zusammenarbeit-meyer-heder-100.html

Er hat mittlerweile mehr Angst vor den Bremer Linken als vor der AfD.

Der Mann ist mittlerweile zurückgetreten. Das ging ja sehr schnell. Die Brandmauer steht - wie lange noch? Sind das nur Abweichler ohne Relevanz oder kippt der Westen zunehmends?

Könnt ihr gerne im Politikforum aufgreifen! :D

das ist schon alles ein wenig Lost

Thomas, Dortmund, Freitag, 29.09.2023, 14:21 (vor 843 Tagen) @ Finchen

"Dass es da einen Höcke gibt – das ist ein Arschloch – das weiß auch jeder. Warum der immer noch in der AfD ist? Das macht natürlich die ganze AfD kaputt"

Sowas in einer TV-Sendung zu sagen ist völlig bescheuert. Die Beleidigung und dann auch quasi zu bedauern, dass es ihn gibt, sonst wäre das alles nicht so schlimm.

CDU Köln und AfD rufen zur Teilnahme am Marsch des Lebens auf.

Finchen, Freitag, 15.09.2023, 13:18 (vor 857 Tagen) @ Bujolop

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/cdu-demo-abtreibung-koeln-100.html

Der wird von christlichen Fundamentalisten organisiert. Ist das das C in CDU?
Der CDU-Vorsitzende verteidigt sich damit, dass er ja auch beim CSD mitgelaufen sei.

Die letzten Wochen der Union zusammengefasst

Pfostentreffer, Freitag, 15.09.2023, 10:02 (vor 857 Tagen) @ Bujolop

-Spahn fordert, darüber nachzudenken, ob die Menschenrechtskonventionen noch sinnvoll sind
- Linnemann fordert Zwangsarbeit für Arbeitslose
- Die CSU legitimiert - entgegen der deutschen Staatsräson - Antisemitismus für den eigenen Machterhalt, Merz nennt das "Bravorös", nachdem er bereits die rassistische und queerfeindliche Rede in Polizeiuniform von Claudia Pechstein als "brilliant" bezeichnet hatte. Er nennt die Union selber eine "Alternative für Deutschland mit Substanz", während die Grünen gleichzeitig von ihm als "Hauptgegener" ausgerufen werden - also eine demokratische Partei, nicht die Faschisten
- Union in Berlin kürzt in Vierteln mit hohem Migrantenanteil alles soziale und stellt sich anschliessend hin und erfindet rassistische Massenvergewaltigungs- und Zwangsprostitutionsgeschichten im Görli im Stile der von Union und Springer etc. rassistisch aufgeblasenen Schwimmbad- und Sylvestergeschichten (stellvertretend für die täglichen rassistischen "Kommunikationen", die die Union so raushaut). Was allerdings nicht überraschend kam, da der Wahlkampf der Berliner CDU aussschlieslich aus Rassismus, "die Grünen sind Diktatur" und "Brumm brumm Autofahren!" bestanden hat. Hat offensichtlich gereicht.
- die von der Union eingeführten Polizeigesetze gegen die Versammlungsfreiheit führen zu haufenweiser Präventivhaft für junge Leute vor der IAA wie auch in Bayern
- Einige der offenen Nazis in der Union (Maassen, Wendt, Ostermann etc) treffen sich mit AFD Führungsleuten um über zukünftgie Zusammenarbeit zu diskutieren - schliessen dabei die Presse aus
- Der Bundesvorsitzende der Union stellt klar, dass Kreuzberg nicht Deutschland ist
- FDP und Union in Thüringen stimmen geplant und abgesprochen gegen die Minderheitsregierung und mit der Nazis, weil 1.5 % Grundsteuersenkung und Legitimierung von Nazis nun mal beides in ihre Strategie passt

und der wichtigste, leider häufig übersehene Punkt:
- Der Chef CDU / EVP im Eurpaparlament, Manfred Weber, grosser Freund von Faschisten, bekommt öffentlich harsche Kritik im Europaparlament, weil offensichtlich ist, dass er alles versucht um nach der Europawahl eine europaweite Allianz der Konservativen von der EVP mit den erstarkten Rechtsradikalen aus so vielen Ländern vorzubereiten. Noch einmal: Die CDU / CSU ist die TREIBENDE Kraft hinter der Vereinigung von Konservativen und Rechtsradikalen im europäischen Parlament.

Das sind nur die letzten 4 Wochen. Und ein Haufen Scheise noch nicht mal mit aufgezählt.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Finchen, Sonntag, 10.09.2023, 01:11 (vor 862 Tagen) @ Bujolop

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Fire Kid, Ort, Donnerstag, 14.09.2023, 19:49 (vor 857 Tagen) @ Finchen

Von den 100 Punkten, die die AfD "anstrebt" sind ohne in deren Programm zu schauen sagen wir Mal 20 Punkte, die auch bei anderen Parteien vorkommen, welche nicht Bernd als ihre führende Persönlichkeit haben. Soll man deswegen jetzt jeden dieser Punkte in die Tonne werfen weil die Braunbären ebenfalls der Meinung sind? Absolut lächerlich.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

herrNick, Donnerstag, 14.09.2023, 19:54 (vor 857 Tagen) @ Fire Kid

Von den 100 Punkten, die die AfD "anstrebt" sind ohne in deren Programm zu schauen sagen wir Mal 20 Punkte, die auch bei anderen Parteien vorkommen, welche nicht Bernd als ihre führende Persönlichkeit haben. Soll man deswegen jetzt jeden dieser Punkte in die Tonne werfen weil die Braunbären ebenfalls der Meinung sind? Absolut lächerlich.

Wenn diese Punkte mit den demokratischen Parteien keine Mehrheit findet, ja - dann muss man das erstmal auf Eis legen.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 21:46 (vor 857 Tagen) @ herrNick

Wenn diese Punkte mit den demokratischen Parteien keine Mehrheit findet, ja - dann muss man das erstmal auf Eis legen.

Und in diesem speziellen Fall gab es ein Angebot der Minderheitsregierung, durch ein gezieltes Förderprogramm den Immobilienerwerb von Familien mit Kindern zu fördern. Dieses Angebot wurde von der CDU abgelehnt, man wollte das ganze mit der AfD durch den Landtag bringen.

Ich bin mir sicher, das ganze war ein Testballon. Nach der Wahl kommt dann der "Ernstfall". CDU-Ministerpräsident, ins Amt gewählt in geheimer Wahl auch mit den Stimmen der AfD. Und dann wird man "um Mehrheiten werben". Im Zweifelsfall um gemeinsame Mehrheiten mit der AfD. Es gibt teils Jahrzehnte alte persönliche Verbindungen zwischen MdAs der CDU und der AfD.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

istar, Donnerstag, 14.09.2023, 20:29 (vor 857 Tagen) @ herrNick

Von den 100 Punkten, die die AfD "anstrebt" sind ohne in deren Programm zu schauen sagen wir Mal 20 Punkte, die auch bei anderen Parteien vorkommen, welche nicht Bernd als ihre führende Persönlichkeit haben. Soll man deswegen jetzt jeden dieser Punkte in die Tonne werfen weil die Braunbären ebenfalls der Meinung sind? Absolut lächerlich.


Wenn diese Punkte mit den demokratischen Parteien keine Mehrheit findet, ja - dann muss man das erstmal auf Eis legen.

Nee,muss man nicht.

Mehr abhängig und erpressbar machen von der AfD könnten sich die anderen Parteien nicht.

In den heute-Nachrichten von 19:00 Uhr wurde gesagt, Rot-Rot-Grün hätte das auch schonmal gemacht.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

istar, Donnerstag, 14.09.2023, 21:21 (vor 857 Tagen) @ istar

Ich sehe grundsätzlich solche Sachen ungern, aber:

Die CDU duldet seit langer Zeit diese Minderheitsregierung, ihre Themen werden aber ignoriert. Auch in diesem Fall. Die CDU und ihre Wähler bekommen also nichts. Defacto ist das aktuell eine große Koalition mit RRG und CDU, nur ohne Ministeramt für die CDU. Die Themen werden aber ignoriert.

Wen wundert dann der Zulauf zur Afd? Die CDU wird offensichtlich für viele Jahre an keiner Regierung beteiligt sein.

Dazu kommt: Das Thema hat absolut nichts mit den faschistischen Kernthemen der Afd zu tun.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 21:38 (vor 857 Tagen) @ Taifun

Ich sehe grundsätzlich solche Sachen ungern, aber:

Die CDU duldet seit langer Zeit diese Minderheitsregierung, ihre Themen werden aber ignoriert. Auch in diesem Fall. Die CDU und ihre Wähler bekommen also nichts. Defacto ist das aktuell eine große Koalition mit RRG und CDU, nur ohne Ministeramt für die CDU. Die Themen werden aber ignoriert.

Wen wundert dann der Zulauf zur Afd? Die CDU wird offensichtlich für viele Jahre an keiner Regierung beteiligt sein.

Dazu kommt: Das Thema hat absolut nichts mit den faschistischen Kernthemen der Afd zu tun.

Du redest gerade braune Scheiße schön.

Ruprecht Polenz sieht das ganze dediziert anders. Aber was ist der schon?

Ich meine außer ehemaliger CDU-Generalsekretär oder ehemaliger langjähriger CDU-MdB?

https://twitter.com/polenz_r/status/1702260108351222073

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Finchen, Donnerstag, 14.09.2023, 22:42 (vor 857 Tagen) @ Ulrich


Du redest gerade braune Scheiße schön.

Na ja, er ist immer dann zur Stelle, wenn irgendetwas von AfD und CDU relativiert werden muss. Das ist schon auffällig. :D

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Finchen, Freitag, 15.09.2023, 08:22 (vor 857 Tagen) @ Finchen

Für dich gerne ein Zitat meines Post:

"Ich sehe grundsätzlich solche Sachen ungern, aber:"

Und noch einmal: Derartige Sachen sind falsch, sonst würde ich sie nicht ungerne sehen. Aber: Ich bin bereit darüber nachzudenken, wieso etwas passiert.

Mir Nähe zur AfD zu unterstellen geht an der Realität komplett vorbei. Ich habe und werde die AfD-ler immer als Faschisten bezeichnen, welche Deutschland kaputt machen würden, wenn sie an der Macht wären.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 14.09.2023, 23:44 (vor 857 Tagen) @ Finchen

CDU manchmal, aber AfD nicht.

Man man man. Wie man jemanden angehen kann, der sich hier bisher auf demokratischem Boden bewegt hat, ist mir echt ein Rätsel.


Soll sich dann niemand mehr wundern, wenn die Mods irgendwann wieder die Nase voll haben.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Finchen, Donnerstag, 14.09.2023, 23:50 (vor 857 Tagen) @ bigfoot49

CDU manchmal, aber AfD nicht.

Man man man. Wie man jemanden angehen kann, der sich hier bisher auf demokratischem Boden bewegt hat, ist mir echt ein Rätsel.


Soll sich dann niemand mehr wundern, wenn die Mods irgendwann wieder die Nase voll haben.

Die AfD bewegt sich auch auf demokratischem Boden. Das ist doch kein Argument, das einen vor Kritik schützen kann.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

istar, Freitag, 15.09.2023, 13:31 (vor 857 Tagen) @ Finchen

CDU manchmal, aber AfD nicht.

Man man man. Wie man jemanden angehen kann, der sich hier bisher auf demokratischem Boden bewegt hat, ist mir echt ein Rätsel.


Soll sich dann niemand mehr wundern, wenn die Mods irgendwann wieder die Nase voll haben.


Die AfD bewegt sich auch auf demokratischem Boden. Das ist doch kein Argument, das einen vor Kritik schützen kann.

Dann kritisier doch den Inhalt und hör auf, da irgendwelche Unterstellungen zu raunen.

bigfoot hat recht.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 14.09.2023, 23:53 (vor 857 Tagen) @ Finchen

Ja komm jetzt, ist gut.
Ihr wisst genau, wie das demokratisch hier gemeint ist…

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 21:41 (vor 857 Tagen) @ Ulrich

Du kannst mir sicher erklären an welcher Stelle ich faschistische Sprache oder Nazisprache verwende und warum du den ersten Satz komplett ignorierst.

Oder ist es nur meine Kritik an der Minderheitsregierung RRG? Damit wird deine SPD kritisiert und da gehst du immer steil.

P.s. Das du inhaltlich nicht eingehst ist nicht überraschend gewesen.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 21:47 (vor 857 Tagen) @ Taifun

Du kannst mir sicher erklären an welcher Stelle ich faschistische Sprache oder Nazisprache verwende und warum du den ersten Satz komplett ignorierst.

Oder ist es nur meine Kritik an der Minderheitsregierung RRG? Damit wird deine SPD kritisiert und da gehst du immer steil.

P.s. Das du inhaltlich nicht eingehst ist nicht überraschend gewesen.

Du solltest dringend an deiner Lesekompetenz arbeiten. Da ist noch viel Luft nach oben. Sehr viel Luft.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 21:48 (vor 857 Tagen) @ Ulrich

Weiterhin gehst du inhaltlich nicht ein.

Q.e.d.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 21:52 (vor 857 Tagen) @ Taifun

Weiterhin gehst du inhaltlich nicht ein.

Q.e.d.

Bist Du komplett besoffen?

Noch mal ganz langsam zum Mittackern: Laut Ruprecht Polenz (CDU) von der CDU hat die rot-rot-grüne Koalition der CDU ein Kompromissangebot gemacht. Das aber hat die CDU abgelehnt. Und mit der AfD gestimmt.

https://twitter.com/polenz_r/status/1702264824833417217

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 22:00 (vor 857 Tagen) @ Ulrich

Deine ständigen persönlichen Beleidigungen sind okay. Das ist gute Kommunikation.

Voigt sieht das anders als Polenz. Das Gesetz liegt seit März vor und erst heute hat Ramelow Diskussionen über eine alternative Familienförderung angeboten.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

herrNick, Donnerstag, 14.09.2023, 21:19 (vor 857 Tagen) @ istar

Von den 100 Punkten, die die AfD "anstrebt" sind ohne in deren Programm zu schauen sagen wir Mal 20 Punkte, die auch bei anderen Parteien vorkommen, welche nicht Bernd als ihre führende Persönlichkeit haben. Soll man deswegen jetzt jeden dieser Punkte in die Tonne werfen weil die Braunbären ebenfalls der Meinung sind? Absolut lächerlich.


Wenn diese Punkte mit den demokratischen Parteien keine Mehrheit findet, ja - dann muss man das erstmal auf Eis legen.


Nee,muss man nicht.

Mehr abhängig und erpressbar machen von der AfD könnten sich die anderen Parteien nicht.

In den heute-Nachrichten von 19:00 Uhr wurde gesagt, Rot-Rot-Grün hätte das auch schonmal gemacht.

Ja, ist dann von RRG auch k*cke.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Ulrich, Donnerstag, 14.09.2023, 22:12 (vor 857 Tagen) @ herrNick

In den heute-Nachrichten von 19:00 Uhr wurde gesagt, Rot-Rot-Grün hätte das auch schonmal gemacht.


Ja, ist dann von RRG auch k*cke.

In der Tat. Wobei der Sachverhalt wohl nicht vollständig klar ist.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/thueringen/mdr-staatssekretaer-affaere-in-thueringen-cdu-und-fdp-beantragen-untersuchungsausschuss-100.html

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

herrNick, Donnerstag, 14.09.2023, 19:42 (vor 857 Tagen) @ Finchen

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Thofrock, Donnerstag, 14.09.2023, 19:41 (vor 857 Tagen) @ Finchen

Erstmal eine Woche mit unbekanntem Ziel verreist.
Das ist aber auch für Lindner sehr peinlich.

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Finchen, Donnerstag, 14.09.2023, 19:09 (vor 857 Tagen) @ Finchen

CDU und FDP in Thueringen stimmen gemeinsam mit AfD

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 14.09.2023, 19:34 (vor 857 Tagen) @ Finchen

Neuer TV-Sender: AUF1

Finchen, Samstag, 09.09.2023, 00:36 (vor 863 Tagen) @ Bujolop

https://taz.de/AUF1-im-deutschen-Fernsehen/!5958811/

Great Reset, Klimahysterie, Impfschäden und wie Freimaurer Stuttgart kontrollieren.

Neuer TV-Sender: AUF1

Thofrock, Samstag, 09.09.2023, 19:58 (vor 862 Tagen) @ Finchen

Leider steckt hinter diesem Formaten immer irgendein superreicher Unternehmer, für den Geld keine Rolle spielt. Das hier wird dann wohl ungefähr in der Preislage von Reichelt landen.

Neuer TV-Sender: AUF1

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 20:01 (vor 862 Tagen) @ Thofrock

Leider steckt hinter diesem Formaten immer irgendein superreicher Unternehmer, für den Geld keine Rolle spielt. Das hier wird dann wohl ungefähr in der Preislage von Reichelt landen.

Bei Reichelt ist es übrigens der CDU-Mann Frank Gotthardt, der vermutlich von einer schwarz-blau-braunen Koalition träumt.

Neuer TV-Sender: AUF1

Gargamel09, Samstag, 09.09.2023, 20:14 (vor 862 Tagen) @ Ulrich

Leider steckt hinter diesem Formaten immer irgendein superreicher Unternehmer, für den Geld keine Rolle spielt. Das hier wird dann wohl ungefähr in der Preislage von Reichelt landen.


Bei Reichelt ist es übrigens der CDU-Mann Frank Gotthardt, der vermutlich von einer schwarz-blau-braunen Koalition träumt.

Die kriegen mit ihren Video bei Youtube mehr Aufmerksamkeit, als im TV. Solche Spartensender werden keine große Zuschauerschaft bekommen, selbst Servus TV streicht die Segel und die sind um einiges Größer. Da verirren sich nur diejenigen hin, die denen eh schon folgen, jeder Panoramablick über die bayrischen Hügel dürfte aufregender sein.

Was die TV Landschaft betrifft, wird das hier nicht wie in den uSA werden, Bild TV musste das auch erkennen.

Neuer TV-Sender: AUF1

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 20:22 (vor 862 Tagen) @ Gargamel09

Leider steckt hinter diesem Formaten immer irgendein superreicher Unternehmer, für den Geld keine Rolle spielt. Das hier wird dann wohl ungefähr in der Preislage von Reichelt landen.


Bei Reichelt ist es übrigens der CDU-Mann Frank Gotthardt, der vermutlich von einer schwarz-blau-braunen Koalition träumt.


Die kriegen mit ihren Video bei Youtube mehr Aufmerksamkeit, als im TV. Solche Spartensender werden keine große Zuschauerschaft bekommen, selbst Servus TV streicht die Segel und die sind um einiges Größer. Da verirren sich nur diejenigen hin, die denen eh schon folgen, jeder Panoramablick über die bayrischen Hügel dürfte aufregender sein.

Was die TV Landschaft betrifft, wird das hier nicht wie in den uSA werden, Bild TV musste das auch erkennen.

Leute wie Frank Gotthardt dürften "Überzeugungstäter" sein. Der will kein Geld mit seinen Kanälen machen, sondern Propaganda. Glücklicherweise klappt das nicht wie erhofft, aber trotzdem wird er Reichelt und den sonstigen ehemaligen Bodensatz des Hauses Springer weiter finanzieren. Bild muss Geld machen, und da sieht es immer schlechter aus. Servus TV dürfte sich aus Deutschland zurückgezogen haben, weil der "Big Spender" verstorben war.

Neuer TV-Sender: AUF1

Habakuk, OWL, Samstag, 09.09.2023, 09:40 (vor 863 Tagen) @ Finchen

Man wundert sich immer wieder, was in unserer Meinungsdiktatur alles möglich ist.

Neuer TV-Sender: AUF1

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 09:49 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Man wundert sich immer wieder, was in unserer Meinungsdiktatur alles möglich ist.

Die Aufsichtsbehörde wird den Stecker ziehen. 2025, spätestens 2026.

Neuer TV-Sender: AUF1

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 09.09.2023, 08:56 (vor 863 Tagen) @ Finchen

https://taz.de/AUF1-im-deutschen-Fernsehen/!5958811/

Great Reset, Klimahysterie, Impfschäden und wie Freimaurer Stuttgart kontrollieren.

Ein bisschen hier , ein bisschen da. So was verfängt immer mehr.

Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der Unonsfraktion im Bundestag, retweeted Beitrag von der "Grünen Todessekte"

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 13:36 (vor 864 Tagen) @ Bujolop

https://twitter.com/darioschramm/status/1700088811361845513

Es gibt einen neuen Favoriten beim AfD-Lookalike-Contest von CDU und CSU.

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 13:30 (vor 864 Tagen) @ Bujolop

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

Gargamel09, Samstag, 09.09.2023, 12:02 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Thüringer Justizausschuss - Björn Höckes Immunität erneut aufgehoben (Spiegel)

Und was macht Höcke? Suhlt sich in der Opferrolle.

Wenn der im Knast landet, schreibt der noch ein Buch...

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 12:44 (vor 863 Tagen) @ Gargamel09

Thüringer Justizausschuss - Björn Höckes Immunität erneut aufgehoben (Spiegel)

Und was macht Höcke? Suhlt sich in der Opferrolle.


Wenn der im Knast landet, schreibt der noch ein Buch...

"Mein Krampf".

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 10:14 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Die Entscheidung, ob es zum Prozess kommt, ist bereits gefallen. Aber da noch nicht bestätigt ist, dass die Information darüber auch bei Höcke und Staatsanwaltschaft angekommen ist, wurde sie noch nicht bekanntgegeben.
Entscheidung über Prozess - Nächste Woche kann es für Höcke dick kommen (T-Online)

Und was macht die AfD in Passsau? Sie verwendet die gleiche Parole auf Wahlplakaten.

https://twitter.com/LarsWienand/status/1700391909481455821

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 09.09.2023, 12:01 (vor 863 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von nico36de, Samstag, 09.09.2023, 12:09

Vielleicht überzeugt es die Justiz ja, wenn Bernds Anwalt agrumentiert, er habe sich nicht an Nazi-Sprech, sondern an Tom Gerhardt orientiert: "Alles für den Dackel- alles für den Club".

Würde mich nicht wundern, wenn die Argumentation das Gericht bei einem nachgewiesenen Faschisten überzeugt. Die Justiz ist ja ganz groß darin, jedweden nationalistischen Hintergrund nicht sehen zu wollen.

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

nico36de, Samstag, 09.09.2023, 14:47 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Hast du Beispiele für deine Verunglimpfung der Justiz?

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 09.09.2023, 15:51 (vor 862 Tagen) @ Taifun

Wer eine solche Frage stellt, ist entweder uninformiert oder will es nicht zur Kenntnis nehmen. Zumindest kann ich es mir nicht anders erklären, dass man noch nichts von den Fällen gehört hat, in denen z.B. bei Körperverletzung der rassistische Hintergrund außen vor gelassen wird.

Neben dem in diesem Fred schon genannten Beispiel ging das hier durch alle Medien: https://www.opferperspektive.de/aktuelles/report_gegen_rechts_2023_cottbus

Ansonsten empfehle ich das Gespräch von Vertretern und Vertreterinnen von Opferverbänden

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Samstag, 09.09.2023, 18:36 (vor 862 Tagen) @ nico36de

Wer eine solche Frage stellt, ist entweder uninformiert oder will es nicht zur Kenntnis nehmen. Zumindest kann ich es mir nicht anders erklären, dass man noch nichts von den Fällen gehört hat, in denen z.B. bei Körperverletzung der rassistische Hintergrund außen vor gelassen wird.

Neben dem in diesem Fred schon genannten Beispiel ging das hier durch alle Medien: https://www.opferperspektive.de/aktuelles/report_gegen_rechts_2023_cottbus

Ansonsten empfehle ich das Gespräch von Vertretern und Vertreterinnen von Opferverbänden

Wahnsinn. Ein Verfahren vor dem LG Cottbus. Und das soll jetzt pars pro toto sein? Really?

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

nico36de, Samstag, 09.09.2023, 16:44 (vor 862 Tagen) @ nico36de

Die Justiz ist fehlerhaft, weil sie nie objektiv sein kann. Aber im Grundsatz bin ich der Meinung, dass das passt. Bei Höcke kann allerdings nur ein Blinder den Zusammenhang nicht sehen. Allerdings wird man ihn dafür nicht hinter Gitter schicken. Und nur das würde etwas ändern.

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

majae, Muc, Sonntag, 10.09.2023, 14:40 (vor 862 Tagen) @ Taifun

Die Justiz ist fehlerhaft, weil sie nie objektiv sein kann. Aber im Grundsatz bin ich der Meinung, dass das passt. Bei Höcke kann allerdings nur ein Blinder den Zusammenhang nicht sehen. Allerdings wird man ihn dafür nicht hinter Gitter schicken. Und nur das würde etwas ändern.

Meine Cousine, Oberstaatsanwältin in BaWü, sieht das anders und könnte dir unzählige Beispiele an rassistischen Gerichtsurteilen erzählen.

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

Gargamel09, Samstag, 09.09.2023, 15:56 (vor 862 Tagen) @ nico36de
bearbeitet von Gargamel09, Samstag, 09.09.2023, 16:01

Wer eine solche Frage stellt, ist entweder uninformiert oder will es nicht zur Kenntnis nehmen. Zumindest kann ich es mir nicht anders erklären, dass man noch nichts von den Fällen gehört hat, in denen z.B. bei Körperverletzung der rassistische Hintergrund außen vor gelassen wird.

Neben dem in diesem Fred schon genannten Beispiel ging das hier durch alle Medien: https://www.opferperspektive.de/aktuelles/report_gegen_rechts_2023_cottbus

Ansonsten empfehle ich das Gespräch von Vertretern und Vertreterinnen von Opferverbänden

Das wurde sogar in einer Doku erwähnt, als es um die Lehrer in Brandenburg ging, die dort aus der Stadt gemobbt wurden.
In der Gegend vllt noch nicht mal erstaunlich, dass dort auch vor Gericht solche Nazis ungeschorener durchkommen.

https://www.ardmediathek.de/video/kontraste/ganz-normal-rechtsradikal/das-erste/Y3JpZDovL3JiYl9lMjgxNjY3Ny0wYWM2LTRhNjEtYTc3OS0wYTRjNDkwMzJiODZfcHVibGljYXRpb24

ab Minute 19

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 10.09.2023, 13:30 (vor 862 Tagen) @ Gargamel09

Was interessieren solche Beispiele schon. Der Lieblingsanwalt weiß es halt besser als Opfervertreter. Belege braucht man als selbsternannter Lieblingsanwalt halt nicht.

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 13:02 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Vielleicht überzeugt es die Justiz ja, wenn Bernds Anwalt agrumentiert, er habe sich nicht an Nazi-Sprech, sondern an Tom Gerhardt orientiert: "Alles für den Dackel- alles für den Club".

Würde mich nicht wundern, wenn die Argumentation das Gericht bei einem nachgewiesenen Faschisten überzeugt. Die Justiz ist ja ganz groß darin, jedweden nationalistischen Hintergrund nicht sehen zu wollen.

Die Argumentation dürfte darauf hinaus laufen, dass Höcke die Parole angeblich nicht kannte. Vermutlich hat er die zahlreichen Nazi-Schinken in seinen Bücherregalen nur zur Dekoration. Ob er damit durchkommt? Dürfte auch von der Kammer abhängen. Da gibt es wohl sehr große Unterschiede.

Hier ein absolutes Negativ-Beispiel:


Prozess gegen Neonazis - Dieses Urteil ist ein Skandal (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.09.2022)

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Samstag, 09.09.2023, 18:51 (vor 862 Tagen) @ Ulrich

Vielleicht überzeugt es die Justiz ja, wenn Bernds Anwalt agrumentiert, er habe sich nicht an Nazi-Sprech, sondern an Tom Gerhardt orientiert: "Alles für den Dackel- alles für den Club".

Würde mich nicht wundern, wenn die Argumentation das Gericht bei einem nachgewiesenen Faschisten überzeugt. Die Justiz ist ja ganz groß darin, jedweden nationalistischen Hintergrund nicht sehen zu wollen.


Die Argumentation dürfte darauf hinaus laufen, dass Höcke die Parole angeblich nicht kannte. Vermutlich hat er die zahlreichen Nazi-Schinken in seinen Bücherregalen nur zur Dekoration. Ob er damit durchkommt? Dürfte auch von der Kammer abhängen. Da gibt es wohl sehr große Unterschiede.

Hier ein absolutes Negativ-Beispiel:


Prozess gegen Neonazis - Dieses Urteil ist ein Skandal (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.09.2022)


Das wird nicht funktionieren. Da steht am Ende relativ sicher eine Verurteilung

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 19:30 (vor 862 Tagen) @ MarcBVB

Vielleicht überzeugt es die Justiz ja, wenn Bernds Anwalt agrumentiert, er habe sich nicht an Nazi-Sprech, sondern an Tom Gerhardt orientiert: "Alles für den Dackel- alles für den Club".

Würde mich nicht wundern, wenn die Argumentation das Gericht bei einem nachgewiesenen Faschisten überzeugt. Die Justiz ist ja ganz groß darin, jedweden nationalistischen Hintergrund nicht sehen zu wollen.


Die Argumentation dürfte darauf hinaus laufen, dass Höcke die Parole angeblich nicht kannte. Vermutlich hat er die zahlreichen Nazi-Schinken in seinen Bücherregalen nur zur Dekoration. Ob er damit durchkommt? Dürfte auch von der Kammer abhängen. Da gibt es wohl sehr große Unterschiede.

Hier ein absolutes Negativ-Beispiel:


Prozess gegen Neonazis - Dieses Urteil ist ein Skandal (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.09.2022)

Das wird nicht funktionieren. Da steht am Ende relativ sicher eine Verurteilung

Bisher hat es recht gut geklappt. Zitat:

"Im Fall Fretterode ließ die Polizei den Neonazis genügend Zeit, Beweise zu vernichten, während die Justiz den Prozess Jahr um Jahr verschleppte."

In anderen Medien konnte man lesen, dass die Polizei die Ermittlungen geradezu torpediert hätte.

Und es handelt sich leider keineswegs um einen singulären Fall. Zitat:

"Es verwundert kaum, dass eines der Opfer nach der Urteilsverkündung erklärte, sein Vertrauen in den Rechts­staat sei „bis auf die Grundmauern erschüttert“. Auch Parteien, Gewerkschaften und Journalistenverbände protestierten umgehend dage­gen, geht es hier doch um Grundsätzliches: Können sich Opfer rechtsextremer Gewalt in Mitteldeutschland da­rauf verlassen, dass der Rechtsstaat sie schützt?

Zweifel daran kamen schon vor gut einem Jahr im Ballstädt-Prozess auf, als das Landgericht Erfurt neun Rechtsradikale, die eine Kirmesgesellschaft überfallen und mehrere Menschen schwer verletzt hatten, mit Bewährung davonkommen ließ."

Auch über diesen brutalen Überfall und die vorsichtig ausgedrückt zögerlichen Ermittlungen konnte man in der überregionalen Presse immer wieder lesen.

Am Ende könnte es dann laufen wie beim Prozess gegen die "Skinheads Sächsische Schweiz" vor zwanzig Jahren. Strafnachlass wegen (übermäßig) langer Verfahrensdauer.

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Samstag, 09.09.2023, 12:51 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Vielleicht überzeugt es die Justiz ja, wenn Bernds Anwalt agrumentiert, er habe sich nicht an Nazi-Sprech, sondern an Tom Gerhardt orientiert: "Alles für den Dackel- alles für den Club".

Würde mich nicht wundern, wenn die Argumentation das Gericht bei einem nachgewiesenen Faschisten überzeugt. Die Justiz ist ja ganz groß darin, jedweden nationalistischen Hintergrund nicht sehen zu wollen.

Nunja, die Zahlen sprechen da eine andere Sprache.

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

Pfostentreffer, Samstag, 09.09.2023, 12:59 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Welche Zahlen meinst Du denn und welche Sprache sprechen sie?

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Samstag, 09.09.2023, 14:13 (vor 863 Tagen) @ Pfostentreffer

Welche Zahlen meinst Du denn und welche Sprache sprechen sie?

Im Regelfall gehst du für Volksverhetzung halt ins Café Viereck. Siehe Horst Mahler, diese Nazi-Oma und diverse andere

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

Pfostentreffer, Sonntag, 10.09.2023, 08:59 (vor 862 Tagen) @ MarcBVB

Da lese ich keine Zahlen raus, dafür aber cryptische Sprache:-)

Björn Höcke droht Prozess wegen Verwendung einer SA-Parole

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 10.09.2023, 13:36 (vor 862 Tagen) @ Pfostentreffer

Wer allwissend ist, braucht keine Zahlen. Und was die angesprochenen Verfahren mit der Verschleppung von Verfahren, dem bewussten Ignorieren von Nationalisten Hintergrund bei Körperverletzungenund und den milden Urteilen für rechte Brutalos zu tun haben sollen, versteht man wohl nur als selbsternannter Lieblingsanwalt.

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 13:32 (vor 864 Tagen) @ Ulrich

Ich wundere mich, dass Bernd Höcke überhaupt geimpft war.

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 13:38 (vor 864 Tagen) @ Habakuk

Ich wundere mich, dass Bernd Höcke überhaupt geimpft war.

Jedenfalls nicht gegen Rechtsradikalismus ....

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 14:34 (vor 864 Tagen) @ Ulrich

Ich wundere mich, dass Bernd Höcke überhaupt geimpft war.


Jedenfalls nicht gegen Rechtsradikalismus ....

Heißt der nicht Bernd?

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

Frankonius, Frankfurt, Freitag, 08.09.2023, 20:15 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Zum Glück kommt heute wieder die heute-show. Da wird Höcke bei seinem richtigen Vornamen benannt.

Björn Höckes Immunität wurde mal wieder aufgehoben

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 09.09.2023, 12:03 (vor 863 Tagen) @ Frankonius

So ist das eben mit der Lügenpresse. Überall liest und hört man man Björn Höcke, obwohl der Bernd heißt.

„Haben sie mich gerade als #Nazi beschimpft?“

Gargamel09, Freitag, 18.08.2023, 17:19 (vor 884 Tagen) @ Bujolop

„Haben sie mich gerade als #Nazi beschimpft?“

Habakuk, OWL, Freitag, 18.08.2023, 17:45 (vor 884 Tagen) @ Gargamel09

Schlimme Zeiten. Der Herr hat ja noch nicht mal "Heil Hitler" gesagt. Wo soll uns diese ganze woke Scheiße bloß noch hin führen? Sowas hätte es unterm Adolf nicht gegeben.

„Haben sie mich gerade als #Nazi beschimpft?“

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 17:28 (vor 884 Tagen) @ Gargamel09

https://twitter.com/martingommel/status/1692279702902218803

browser ballett extrem geil, haben noch andere gute Sachen auf Lager.

„Haben sie mich gerade als #Nazi beschimpft?“

Klopfer ⌂, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 18:50 (vor 884 Tagen) @ Garum

browser ballett extrem geil, haben noch andere gute Sachen auf Lager.

Mein Favorit : "Willkommen in der Kobaltmine"

SGG
Klopfer

„Haben sie mich gerade als #Nazi beschimpft?“

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 19.08.2023, 09:56 (vor 884 Tagen) @ Klopfer

browser ballett extrem geil, haben noch andere gute Sachen auf Lager.


Mein Favorit : "Willkommen in der Kobaltmine"

SGG
Klopfer

Meiner: "Wenn das Kleid zu kurz ist". Endlich werden Männer mal verstanden.:-)

Tolle Diskussion

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 10:22 (vor 885 Tagen) @ Bujolop

Eines muss man auch mal sagen:

Bei allem rumgeheul von allen Seiten (mich eingeschloßen) über die Diskussionskultur in diesem Land, zeigt dieser Thread das es auch möglich ist Standpunkt und Meinungen auszutauschen über ein solch sensibles Thema ohne das direkt alle aufeinander losgehen. Hart und Kontrovers in der Sache aber ohne unnötigen Hass und Vorwürfe.

Will mir gar nicht ausmalen wie diese Diskussion auf Facebook, X oder manchen anderem Forum ausgesehen hätte...

Tolle Diskussion

Scherben, Kiel, Freitag, 18.08.2023, 11:28 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Das mit der fehlenden Diskussionskultur ist ja auch ein Ammenmärchen. Mit den allermeisten Menschen kann man problemlos kontrovers diskutieren.

Tolle Diskussion

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 11:24 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Eines muss man auch mal sagen:

Bei allem rumgeheul von allen Seiten (mich eingeschloßen) über die Diskussionskultur in diesem Land, zeigt dieser Thread das es auch möglich ist Standpunkt und Meinungen auszutauschen über ein solch sensibles Thema ohne das direkt alle aufeinander losgehen. Hart und Kontrovers in der Sache aber ohne unnötigen Hass und Vorwürfe.

Will mir gar nicht ausmalen wie diese Diskussion auf Facebook, X oder manchen anderem Forum ausgesehen hätte...

Wir sind ja auch gesittet, es sei denn es geht gegen die blauen Nachbarn.:-)

Tolle Diskussion

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 10:39 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Eines muss man auch mal sagen:

Bei allem rumgeheul von allen Seiten (mich eingeschloßen) über die Diskussionskultur in diesem Land, zeigt dieser Thread das es auch möglich ist Standpunkt und Meinungen auszutauschen über ein solch sensibles Thema ohne das direkt alle aufeinander losgehen. Hart und Kontrovers in der Sache aber ohne unnötigen Hass und Vorwürfe.

Will mir gar nicht ausmalen wie diese Diskussion auf Facebook, X oder manchen anderem Forum ausgesehen hätte...

Wichtig ist bei solchen Diskussionen einfach, dass nicht direkt mit der Nazikeule geschwungen wird, wenn man gewisse Dinge kritisch sieht.
Das geschieht leider viel zu schnell.

Tolle Diskussion

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 12:19 (vor 885 Tagen) @ bambam191279

> > Eines muss man auch mal sagen:
[quote][quote]
Bei allem rumgeheul von allen Seiten (mich eingeschloßen) über die Diskussionskultur in diesem Land, zeigt dieser Thread das es auch möglich ist Standpunkt und Meinungen auszutauschen über ein solch sensibles Thema ohne das direkt alle aufeinander losgehen. Hart und Kontrovers in der Sache aber ohne unnötigen Hass und Vorwürfe.

Will mir gar nicht ausmalen wie diese Diskussion auf Facebook, X oder manchen anderem Forum ausgesehen hätte...[/quote][/quote]
[quote]
Wichtig ist bei solchen Diskussionen einfach, dass nicht direkt mit der Nazikeule geschwungen wird, wenn man gewisse Dinge kritisch sieht.
[/quote]

Ich weiss nicht. Welche Dinge genau meinst Du denn?

Mich stören eher die rassistischen Aussagen bei solchen Diskussionen als die Leute die darauf hinweisen.

Wo ich dir recht gebe: Die Diskussion unten funktioniert, weil niemand auf den subtilen Rassismus oder postfaktische Äusserungen reagiert und es mittlerweile als normal akzeptiert wird. Viele der Leute, die dagegen angeschrieben haben (nicht nur hier) sind aber mittlerweile ermüdet oder gar nicht mehr da.

[quote]Das geschieht leider viel zu schnell.[/quote]
Sehe ich anders. Rassismus und Diskriminierung muss man klar benennen, der Kampf dagegen ist die absolute Grundlage unserer Verfassung und der Menschenrechte. Ob es dann gleich die Nazikeule sein muss, ist etwas anderes. Da es aber offensichtlich ist, dass der Faschismus gerade in der ganzen westlichen Welt auf dem Vormarsch ist, finde ich es extrem gefährlich Leuten vorzuwerfen, darauf hinzuweisen.

Tolle Diskussion

klsch, Ort, Freitag, 18.08.2023, 13:17 (vor 885 Tagen) @ Pfostentreffer

Das geschieht leider viel zu schnell.[/i]

Sehe ich anders. Rassismus und Diskriminierung muss man klar benennen, der Kampf dagegen ist die absolute Grundlage unserer Verfassung und der Menschenrechte. Ob es dann gleich die Nazikeule sein muss, ist etwas anderes. Da es aber offensichtlich ist, dass der Faschismus gerade in der ganzen westlichen Welt auf dem Vormarsch ist, finde ich es extrem gefährlich Leuten vorzuwerfen, darauf hinzuweisen.

Sehe ich nicht so wie du, eher ähnlich wie dein Vorredner.
Es muss absolut möglich sein über Probleme offen zusprechen und zwar ohne, dass die Nazikeule vom gegenüber rausgeholt wird.
Solange die Regeln eingehalten werden wie zB. niemanden zu beleidigen und ein gewisses Maß an Respekt gegenüber Fluchtlinge zu haben, hat ein hineininterpretieren von Rassismus bei so einer Diskussion nichts zu suchen.

Tolle Diskussion

markus, Freitag, 18.08.2023, 14:54 (vor 884 Tagen) @ klsch

Das geschieht leider viel zu schnell.[/i]

Sehe ich anders. Rassismus und Diskriminierung muss man klar benennen, der Kampf dagegen ist die absolute Grundlage unserer Verfassung und der Menschenrechte. Ob es dann gleich die Nazikeule sein muss, ist etwas anderes. Da es aber offensichtlich ist, dass der Faschismus gerade in der ganzen westlichen Welt auf dem Vormarsch ist, finde ich es extrem gefährlich Leuten vorzuwerfen, darauf hinzuweisen.


Sehe ich nicht so wie du, eher ähnlich wie dein Vorredner.
Es muss absolut möglich sein über Probleme offen zusprechen und zwar ohne, dass die Nazikeule vom gegenüber rausgeholt wird.
Solange die Regeln eingehalten werden wie zB. niemanden zu beleidigen und ein gewisses Maß an Respekt gegenüber Fluchtlinge zu haben, hat ein hineininterpretieren von Rassismus bei so einer Diskussion nichts zu suchen.

Dann wären auch die Aussagen der AfD noch kein Rassismus. Denn deren Wortwahl beinhaltet ebenfalls keine Beleidigungen. Rassismus beginnt dort, wo jemand wegen der Herkunft benachteiligt wird. Da können die Worte noch so blumig klingen, es ist dann rassistisch.

Tolle Diskussion

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 14:16 (vor 885 Tagen) @ klsch

Das geschieht leider viel zu schnell.[/i]

Sehe ich anders. Rassismus und Diskriminierung muss man klar benennen, der Kampf dagegen ist die absolute Grundlage unserer Verfassung und der Menschenrechte. Ob es dann gleich die Nazikeule sein muss, ist etwas anderes. Da es aber offensichtlich ist, dass der Faschismus gerade in der ganzen westlichen Welt auf dem Vormarsch ist, finde ich es extrem gefährlich Leuten vorzuwerfen, darauf hinzuweisen.


Sehe ich nicht so wie du, eher ähnlich wie dein Vorredner.
Es muss absolut möglich sein über Probleme offen zusprechen und zwar ohne, dass die Nazikeule vom gegenüber rausgeholt wird.

Das bestreite ich nicht, da sind wir klar einer Meinung. Welche Problem kann man denn nicht ansprechen, ohne das die Nazikeule rausgeholt wird?

Solange die Regeln eingehalten werden wie zB. niemanden zu beleidigen und ein gewisses Maß an Respekt gegenüber Fluchtlinge zu haben, hat ein hineininterpretieren von Rassismus bei so einer Diskussion nichts zu suchen.

Da sind wir tatsächlich unterschiedlicher Meinung. Ich denke, Flüchtlingen sollte man den gleichen Respekt gegenüber haben wie allen anderen Menschen auch. Welches ist denn das gewisse Maß Respekt, welches Du Flüchtlingen gegenüber zugestehen würdest? Und gibt es dort einen Unterschied zu anderen Menschen?


Beleidigungen gegen einen Flüchtling sind auch nicht per se rassistisch.

Tolle Diskussion

klsch, Ort, Freitag, 18.08.2023, 14:55 (vor 884 Tagen) @ Pfostentreffer

Solange die Regeln eingehalten werden wie zB. niemanden zu beleidigen und ein gewisses Maß an Respekt gegenüber Fluchtlinge zu haben, hat ein hineininterpretieren von Rassismus bei so einer Diskussion nichts zu suchen.


Da sind wir tatsächlich unterschiedlicher Meinung. Ich denke, Flüchtlingen sollte man den gleichen Respekt gegenüber haben wie allen anderen Menschen auch. Welches ist denn das gewisse Maß Respekt, welches Du Flüchtlingen gegenüber zugestehen würdest? Und gibt es dort einen Unterschied zu anderen Menschen?

Ok unglücklich formuliert, natürlich meine ich den selben Respekt wie zu allen anderen Menschen.
Aber du "bohrst schon kräftig nach" und legst schon jedes Wort auf die Goldwaage.

Wie auch immer, wenn man sich an die beiden Regeln hält ergibt sich automatisch eine Diskussion die vernünftig ist, und das auch bei kontroversen Ansichtigen.

Tolle Diskussion

Pfostentreffer, Samstag, 19.08.2023, 10:28 (vor 884 Tagen) @ klsch

Solange die Regeln eingehalten werden wie zB. niemanden zu beleidigen und ein gewisses Maß an Respekt gegenüber Fluchtlinge zu haben, hat ein hineininterpretieren von Rassismus bei so einer Diskussion nichts zu suchen.


Da sind wir tatsächlich unterschiedlicher Meinung. Ich denke, Flüchtlingen sollte man den gleichen Respekt gegenüber haben wie allen anderen Menschen auch. Welches ist denn das gewisse Maß Respekt, welches Du Flüchtlingen gegenüber zugestehen würdest? Und gibt es dort einen Unterschied zu anderen Menschen?

Ok unglücklich formuliert, natürlich meine ich den selben Respekt wie zu allen anderen Menschen.
Aber du "bohrst schon kräftig nach" und legst schon jedes Wort auf die Goldwaage.

Nun ja, wir haben ja nix anderes als die hier geschrieben Worte, dementsprechend kann ich ja nur auf die Worte reagieren. Wenn allerdings bereits "zu tief bohren"oder eine Gegenmeinung zu haben gleich als Nazikeule oder in die rechte Ecke stellen empfunden wird, ist es schwierig, eine sachliche Diskussion zu führen.


Wie auch immer, wenn man sich an die beiden Regeln hält ergibt sich automatisch eine Diskussion die vernünftig ist, und das auch bei kontroversen Ansichtigen.

Ich würde sagen, die beiden Regeln sind die Grundlage jeder Diskussion, egal ob um / mit Flüchtlingen oder allen anderen.

Tolle Diskussion

markus, Samstag, 19.08.2023, 11:17 (vor 884 Tagen) @ Pfostentreffer

Nun ja, wir haben ja nix anderes als die hier geschrieben Worte, dementsprechend kann ich ja nur auf die Worte reagieren. Wenn allerdings bereits "zu tief bohren"oder eine Gegenmeinung zu haben gleich als Nazikeule oder in die rechte Ecke stellen empfunden wird, ist es schwierig, eine sachliche Diskussion zu führen.

Wenn jemand auffällig unauffällig mit „Nazikeule“ oder auch „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ um die Ecke kommt, handelt es sich häufig auch um einen besorgten Bürger, der Angst vor Überfremdung hat. Dazu empfehle ich das hier https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2454698

Tolle Diskussion

Finchen, Dienstag, 22.08.2023, 14:48 (vor 880 Tagen) @ markus

AfD wirkt: Jetzt trauen sich die Leute im Westen schon, solche Dinge in die Kamera zu sagen:

https://twitter.com/hessencam/status/1693273626869416043

Tolle Diskussion

Finchen, Mittwoch, 23.08.2023, 13:51 (vor 880 Tagen) @ Finchen
bearbeitet von Finchen, Mittwoch, 23.08.2023, 14:00

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Finchen, Dienstag, 05.09.2023, 14:57 (vor 866 Tagen) @ Finchen

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 11:45 (vor 864 Tagen) @ Finchen

Man kann nur hoffen, dass dieser unangehme Prototyp eines ewig gestrigen alten weißen Mannes nicht als Kanzlerkandidat bestimmt wird. Mit dem als Kanzler besteht die Gefahr, dass es hier - wenn auch in abgeschwächter Form - zu Zuständen wie in den USA kommen kann.

Gut dass der Fritze in der Bevökerung so unbeliebt ist und nicht halb so viel Rückhalt hat wie in der JU. So kann man hoffen, dass der nächste Kanzler Daniel Günther heißt. Oder - wenns sein muss - zumindest Hendrik Wüst.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 11:52 (vor 864 Tagen) @ nico36de

Man kann nur hoffen, dass dieser unangehme Prototyp eines ewig gestrigen alten weißen Mannes nicht als Kanzlerkandidat bestimmt wird. Mit dem als Kanzler besteht die Gefahr, dass es hier - wenn auch in abgeschwächter Form - zu Zuständen wie in den USA kommen kann.

Gut dass der Fritze in der Bevökerung so unbeliebt ist und nicht halb so viel Rückhalt hat wie in der JU. So kann man hoffen, dass der nächste Kanzler Daniel Günther heißt. Oder - wenns sein muss - zumindest Hendrik Wüst.

Ich weiß nicht. Eigentlich kann ich mir auch keinen schlechteren Kanzler als Merz vorstellen. Aber vielleicht bräuchten wir genau das. Einen Kanzler Merz, der aus Machtkalkül mit der AfD koaliert. Dann können sie alle mal zeigen, was sie drauf haben. Dabei stolpern sie alle wochenlang von einem Skandal zur nächsten Peinlichkeit, bis die eigene Partei Merz absägt. Ein reinigendes Gewitter, danach Neuwahlen an der frischen Luft.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 11:56 (vor 864 Tagen) @ Habakuk

Man kann nur hoffen, dass dieser unangehme Prototyp eines ewig gestrigen alten weißen Mannes nicht als Kanzlerkandidat bestimmt wird. Mit dem als Kanzler besteht die Gefahr, dass es hier - wenn auch in abgeschwächter Form - zu Zuständen wie in den USA kommen kann.

Gut dass der Fritze in der Bevökerung so unbeliebt ist und nicht halb so viel Rückhalt hat wie in der JU. So kann man hoffen, dass der nächste Kanzler Daniel Günther heißt. Oder - wenns sein muss - zumindest Hendrik Wüst.


Ich weiß nicht. Eigentlich kann ich mir auch keinen schlechteren Kanzler als Merz vorstellen. Aber vielleicht bräuchten wir genau das. Einen Kanzler Merz, der aus Machtkalkül mit der AfD koaliert. Dann können sie alle mal zeigen, was sie drauf haben. Dabei stolpern sie alle wochenlang von einem Skandal zur nächsten Peinlichkeit, bis die eigene Partei Merz absägt. Ein reinigendes Gewitter, danach Neuwahlen an der frischen Luft.

So etwas ist aber in der deutschen Geschichte auch schon einmal in die Buchse gegangen. :-/

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 12:03 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

So etwas ist aber in der deutschen Geschichte auch schon einmal in die Buchse gegangen. :-/

Ich weiß. Mir fällt im Moment nur kein anderes Szenario ein, bei dem wir das braune Gesocks wieder soweit zusammenschrumpfen könnten, dass es wieder in das Loch hineinpasst, aus dem es herausgekrochen ist. Merz wollte doch die AfD halbieren, und ich sehe auch grad nicht, wie er das sonst schaffen könnte.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 12:35 (vor 864 Tagen) @ Habakuk

Das wäre doch relativ einfach: man müsste nur endlich mal die tatsächlichen Probleme adressieren, die dem Wahlvieh unter den Nägeln brennen und etwas dagegen unternehmen. Einfach mal das Richtige machen, auch wenn man damit einem Teil der Wähler vor den Kopf stoßen muss.

Ein Teil der AfD-Wähler sind einfach genau solche Rassisten oder Faschisten wie Bernd Höcke. Einen Grundstock solchen Menschen gibt es in jeder Gesellschaft. Mit denen kann man versuchen im Gespräch bleben, aber wenn man die nicht erreicht: drauf geschissen. Solange sich die für dumpfe Parolen prinzipiell anfälligen Wähler einigermaßen wohlfühlen und klarkommen, interessieren die die Parolen der AfD nicht.

Schlimm finde ich es nur, dass Betonköpfe wie Fritze zu doof sind, um Grundlegendes zu erkennen. Dank seiner überragenden Taktik ist aus der AfD-Halbierung eine AfD-Verdopplung geworden. Der gute Fritze kapiert nicht, dass das Ranwanzen an die AfD nichts bringt. Wenn man deren Parolen hoffähig macht, wird man von deren Wählern nicht gewählt. Die wählen nach wie vor das Original und diejenigen, die sich bisher nicht getraut haben, ihre Ansichten zu vertreten, tun das auch. Ihnen hat schließlich die CDU sagt, dass die AfD prinzipiell Recht hat.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:23 (vor 864 Tagen) @ nico36de

Schlimm finde ich es nur, dass Betonköpfe wie Fritze zu doof sind, um Grundlegendes zu erkennen. Dank seiner überragenden Taktik ist aus der AfD-Halbierung eine AfD-Verdopplung geworden. Der gute Fritze kapiert nicht, dass das Ranwanzen an die AfD nichts bringt. Wenn man deren Parolen hoffähig macht, wird man von deren Wählern nicht gewählt. Die wählen nach wie vor das Original und diejenigen, die sich bisher nicht getraut haben, ihre Ansichten zu vertreten, tun das auch. Ihnen hat schließlich die CDU sagt, dass die AfD prinzipiell Recht hat.

Friedrich Merz, Markus Söder und andere sind ganz bewusst als Brandstifter unterwegs. Wenn das Feuer dann außer Kontrolle gerät, dann waschen sie ihre Hände in Unschuld. Früher einmal hat das Blasen ins rechte Horn sogar etwas gebracht. Aber da gab es noch keine offen rechtsradikale AfD in den Parlamenten. Heute profitieren nicht sie selbst von der geschürten Stimmung, sondern andere.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 17:48 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Daran erkennt man die überragende Intelligenz der CDU und CSU-Politiker. Inwischen ist (zumindest bei denen, die sich mehr für Fakten als für Meinung interessieren) allgemein bekannt, dass vom der AfD teilwiese nicht unähnlichen Gesülze der CDU/CSU nicht sie, sondern nur die AfD profitiert. Nur der nicht aktuellen Zeit angekommene Fritze und Wendehals-Markus sehen das anders.

Wenn ich mir anschaue, wie der strunzdumme Aiwanger trotz (oder von einigen vermutlich sogar wegen) seiner Vergangenheit abgefeiert wird, kann ich aber zumindest verstehen, dass Egozentriker wie Merz und Söder lieber auf Populismus statt auf Fakten setzen. So ist das eben, wenn einen die eigene Person grundsätzlich und immer mehr interessiert als die Sache. Da sonnt man sich lieber im Beifall der Grenzintelligenten, anstatt das zu tun, was geboten wäre.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

micha87, bei Berlin, Samstag, 09.09.2023, 11:38 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Söder wirkt neben Aiwanger wie ein Intellektueller, daher hat es auch natürliche Vorteile den vorzuschicken.

Der Typ von den FW ist von seinem gesamten Auftreten, hier die Inhalte, Soziolekt und die trad. Kleidung ein Bauer (Hinterwäldler) wie er im Buche steht. Der hat da scheinbar einfach zu wenig Liebe, Luft & Sonne abbekommen.

Einmal an der Macht wirst du die auch nicht mehr so schnell los. Die Umfragewerte zeigen ja auch das Volk sehnt sich nach einfache Lösungen.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 09.09.2023, 12:07 (vor 863 Tagen) @ micha87

So einfach wie der Hubsi müssen sie doch nun wirklich nicht sein....

Der Typ ist eine überzeichnete Comicfigur in echt.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 12:44 (vor 863 Tagen) @ nico36de

So einfach wie der Hubsi müssen sie doch nun wirklich nicht sein....

Der Typ ist eine überzeichnete Comicfigur in echt.

Aiwanger entspricht genau dem Bild, das die bayrische Folklore schon seit Jahrhunderten vom bauernschlauen Rebellen zeichnet, der erfolgreich gegen die "Studierten", die "Großkopferten", die "Preißn", etc. antritt. Aiwanger könnte direkt aus einem Buch von Ludwig Thoma, einem Schwank aus dem Bauerntheater, einem Eberhoferkrimi oder irgend einem Film aus den Fünfzigern oder Sechzigern entsprungen sein. Teils ist das eventuell Hubert Aiwangers Naturell, aber sicherlich gibt er dieses Bild auch ganz bewusst ab.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Finchen, Freitag, 08.09.2023, 13:33 (vor 864 Tagen) @ nico36de

Ein Teil der AfD-Wähler sind einfach genau solche Rassisten oder Faschisten wie Bernd Höcke. Einen Grundstock solchen Menschen gibt es in jeder Gesellschaft. Mit denen kann man versuchen im Gespräch bleben, aber wenn man die nicht erreicht: drauf geschissen. Solange sich die für dumpfe Parolen prinzipiell anfälligen Wähler einigermaßen wohlfühlen und klarkommen, interessieren die die Parolen der AfD nicht.

Ich kenne einige Leute, die AfD wählen. Wollt ihr mal wissen, wie die so drauf sind?

Einer ist während Corona völlig abgedreht und sprach davon, dass die Regierung Fotos von Menschenmassen aus Mallorca manipulieren würde. Der hat die Maßnahmenpolitik nicht gut überstanden und hat sich auch nicht impfen lassen. Außerdem will er aus der EU raus, die sein Geld verschwenden würde.

Ein anderer sagt, er würde am liebsten mit dem Auto draufhalten, wenn er Frauen mit Kopftüchern sieht.

Noch ein anderer meint, deutsche Unternehmen sollen nur noch Ausländer einstellen, darum findet er keinen Job. Außerdem muss er kotzen, wenn er Flüchtlinge mit prall gefüllten Einkaufswagen sieht. Er selbst ist seit über drei Jahren arbeitslos und hat noch nicht eine einzige Bewerbung geschrieben oder schreiben müssen. Das Amt hat ihn wohl vergessen.

Alles Leute Mitte 30 bis Anfang 40.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 08.09.2023, 12:54 (vor 864 Tagen) @ nico36de

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

markus, Freitag, 08.09.2023, 17:36 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.

Es gab vor kurzem ein Interview mit dem Forsa Chef zu dem Thema. Es ist vor allem Merz, der die AfD stärkt.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

CD7, Berlin, Freitag, 08.09.2023, 14:12 (vor 864 Tagen) @ MarcBVB

Die AFD schert sich doch einen Dreck um konstruktive Lösungsvorschläge. Ich bin wirklich fasziniert davon, wie man den Zulauf einer populistischen Partei mit Scheitern von anderen Parteien erklären will.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 14:27 (vor 864 Tagen) @ CD7
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 14:34

Die AFD schert sich doch einen Dreck um konstruktive Lösungsvorschläge. Ich bin wirklich fasziniert davon, wie man den Zulauf einer populistischen Partei mit Scheitern von anderen Parteien erklären will.

Das sehe ich beides ähnlich. Alleine die Tatsache, dass in der Öffentlichkeit jetzt derart intensiv darüber gestritten wird, ob nun die aktuelle Regierung oder die Arbeit der Vorgängerregierung(en), also genaugenommen das Gleiche engstirnige Partei-Klein-Klein was uns erst hierhin geführt hat, Schuld an dem AfD-Zulauf ist, zeigt, dass es keinerlei echtes Bestreben hin zu einer Lösung zu geben scheint, im gesamten hiesigen Politbetrieb. Es geht immer nur um den Machterhalt des eigenen Erbhofes.
Erinnert mich immer ein bisschen an das Unternehmen, was scharenweise von Mitarbeidenden verlassen wird und die inkompetente GF dann die Illoyalität der Belegschaft anprangert, gewürzt mit der Weisheit, dass die Konkurrenz ja ohnehin auch gar nichts für die Mitarbeidenden tut und überhaupt gar nicht viel besser ist. Anstatt sich zu überlegen, was man konkret gegen die Fluktuation tun kann, außer sich innerbetrieblich gegenseitig zu zerfleischen und die Gräben tiefer zu graben.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Pfostentreffer, Freitag, 08.09.2023, 13:29 (vor 864 Tagen) @ MarcBVB

Die Politikwissenschaft sagt das exakte Gegenteil. Rechtsradikale werden wählbar gemacht durch Legitimierung ihrer Positionen. Und das kommt nun mal von Union und FDP. Egal wie oft Du das Gegenteil hier postest.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 17:28 (vor 863 Tagen) @ Pfostentreffer

so ist das eben heutzutage: wenn man eine gefestigte Meinung hat, sind der Meinung widersprechende Fakten eben für viele irrelevant.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:26 (vor 864 Tagen) @ Pfostentreffer

Die Politikwissenschaft sagt das exakte Gegenteil. Rechtsradikale werden wählbar gemacht durch Legitimierung ihrer Positionen. Und das kommt nun mal von Union und FDP. Egal wie oft Du das Gegenteil hier postest.

So schaut es aus. Merz, Söder, Kubicki und Co. agieren ganz bewusst als Brandstifter. Ihr Irrtum ist allerdings, dass sie anders als von ihnen erhofft nicht von der mit von ihnen geschürten Stimmung profitieren. das tun die AfD - und in Bayern Aiwanger.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Finchen, Freitag, 08.09.2023, 13:26 (vor 864 Tagen) @ MarcBVB

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.

Also ist die Ampel daran Schuld, dass die Leute nicht mehr die CDU, sondern die AfD wählen?

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 13:33 (vor 864 Tagen) @ Finchen

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.


Also ist die Ampel daran Schuld, dass die Leute nicht mehr die CDU, sondern die AfD wählen?

Die Ampelparteien sind daran "Schuld", dass sie an Zustimmung verlieren, die CDU ist daran Schuld, dass sie für die Enttäuschten keine Alternative (mehr) sind.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:41 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.


Also ist die Ampel daran Schuld, dass die Leute nicht mehr die CDU, sondern die AfD wählen?


Die Ampelparteien sind daran "Schuld", dass sie an Zustimmung verlieren, die CDU ist daran Schuld, dass sie für die Enttäuschten keine Alternative (mehr) sind.

Der Verlust an Zustimmung beruht auch auf ganz bewusst durch Lügen geschürten Ängsten. Beispielsweise davor, dass ab dem 01.01.2024 viele Millionen funktionstüchtiger und teils recht neuer Gas- und Ölheizungen abgeschaltet werden müssten.

Wie das Spiel funktioniert, konnte man auch heute wieder im Bundestag beobachten. Da entrüstet sich die Union darüber, dass das Heizungsgesetz nicht erneut in den Ausschüssen beraten worden ist. Nicht erneut beraten worden ist es, weil die Union keinen zusätzlichen Beratungsbedarf angemeldet und vor allem keine Änderungsanträge eingebracht hat. Als Begründung, dies nicht getan zu haben führt man an, das Gesetz nach einem Wahlsieg eh wieder abschaffen zu wollen.

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 17:31 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Richtig klasse, wenn jemand mal einen faktenbasierten Beitrag schreibt und es nicht dabei belässt, seine den Fakten widersprechende Meinung rauszuposaunen.

Viele Dank!

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 15:25 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".

Wie sagte Bjarne Mädel einst so treffend in der Corona-Zeit: "Also wenn alle immer nur meckern, können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen." Und jetzt läuft alles wieder genauso mit der Klimakrise. Am besten komplett abschaffen, diesen ganzen Bumms.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 15:35 (vor 863 Tagen) @ Habakuk
bearbeitet von Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 15:43

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".


Wie sagte Bjarne Mädel einst so treffend in der Corona-Zeit: "Also wenn alle immer nur meckern, können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen." Und jetzt läuft alles wieder genauso mit der Klimakrise. Am besten komplett abschaffen, diesen ganzen Bumms.

Da hilft in der Tat nur noch Sarkasmus :-(

Man kann durchaus unterschiedlicher Auffassung über die Wege hin zur Klimaneutralität sein.

Aber wesentliche Teile von Union und FDP wollen diesen Weg aus egoistischen Gründen einfach nur hintertreiben. Man möchte bewusst maximalen Schaden anrichten. Und das, obwohl einem beträchtlichen Teil der Akteure der Ernst der Lage eigentlich durchaus bekannt sein sollte.

Wir haben in letzter Zeit durchaus noch Glück gehabt, anders als einige Staaten weiter im Süden Europas. Erst gab es dort eine verheerende Dürre, nie zuvor da gewesene Hitze und jetzt stehen z.B. in Griechenland nach noch nie dagewesenen Niederschlägen riesige Landstriche komplett unter Wasser.

P.S.: Auch andere Regionen der Welt erleben Wetterextreme. In Hongkong registriert man aktuell die stärksten Regenfälle seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im vorletzten Jahrhundert.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 15:54 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Man kann durchaus unterschiedlicher Auffassung über die Wege hin zur Klimaneutralität sein.

Aber wesentliche Teile von Union und FDP wollen diesen Weg aus egoistischen Gründen einfach nur hintertreiben. Man möchte bewusst maximalen Schaden anrichten. Und das, obwohl einem beträchtlichen Teil der Akteure der Ernst der Lage eigentlich durchaus bekannt sein sollte.

Das ist für mich auch einfach unfassbar in der aktuellen politischen Situation. Wir alle werden in den nächsten Jahrzehnten diverse Kröten schlucken müssen, weil uns die Realitäten dazu zwingen werden. Da hätte die Union (und auch die FDP) froh und dankbar sein können, dass die Drecksarbeit dabei jetzt von den Grünen erledigt werden muss, nachdem in den letzten 20 Jahren so ziemlich jede Gelegenheit verpennt wurde, so etwas wie eine Energiewende einzuleiten. Stattdessen wird versucht, maximalen politischen und gesellschaftlichen Flurschaden anzurichten.

Wir haben in letzter Zeit durchaus noch Glück gehabt, anders als einige Staaten weiter im Süden Europas. Erst gab es dort eine verheerende Dürre, nie zuvor da gewesene Hitze und jetzt stehen z.B. in Griechenland nach noch nie dagewesenen Niederschlägen riesige Landstriche komplett unter Wasser.

Insbesondere die rasche Erwärmung der Weltmeere lässt ja auch befürchten, dass der gesamte Klimawandel mit sehr viel größerer Dynamik und Intensität erfolgen könnte, als dies bisher prognostiziert wurde. Welche "Kipppunkte" inzwischen schon erreicht sind und welche Konsequenzen das hat, werden wir vermutlich erst im Nachhinein so richtig wissen.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 15:43 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".


Wie sagte Bjarne Mädel einst so treffend in der Corona-Zeit: "Also wenn alle immer nur meckern, können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen." Und jetzt läuft alles wieder genauso mit der Klimakrise. Am besten komplett abschaffen, diesen ganzen Bumms.


Da hilft in der Tat nur noch Sarkasmus :-(

Man kann durchaus unterschiedlicher Auffassung über die Wege hin zur Klimaneutralität sein.

Aber wesentliche Teile von Union und FDP wollen diesen Weg aus egoistischen Gründen einfach nur hintertreiben. Man möchte bewusst maximalen Schaden anrichten. Und das, obwohl einem beträchtlichen Teil der Akteure der Ernst der Lage eigentlich durchaus bekannt sein sollte.

Wir haben in letzter Zeit durchaus noch Glück gehabt, anders als einige Staaten weiter im Süden Europas. Erst gab es dort eine verheerende Dürre, nie zuvor da gewesene Hitze und jetzt stehen z.B. in Griechenland nach noch nie dagewesenen Niederschlägen riesige Landstriche komplett unter Wasser.

Wenn hier mal im Sommer 10 Tage am Stück über 40 Grad sind und Teile von Deutschland in Flammen steht, könnte wohl ein Umdenken statt finden. Aber eigentlich gab es genug Warnschüsse.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:49 (vor 863 Tagen) @ Garum
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 15:53

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".


Wie sagte Bjarne Mädel einst so treffend in der Corona-Zeit: "Also wenn alle immer nur meckern, können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen." Und jetzt läuft alles wieder genauso mit der Klimakrise. Am besten komplett abschaffen, diesen ganzen Bumms.


Da hilft in der Tat nur noch Sarkasmus :-(

Man kann durchaus unterschiedlicher Auffassung über die Wege hin zur Klimaneutralität sein.

Aber wesentliche Teile von Union und FDP wollen diesen Weg aus egoistischen Gründen einfach nur hintertreiben. Man möchte bewusst maximalen Schaden anrichten. Und das, obwohl einem beträchtlichen Teil der Akteure der Ernst der Lage eigentlich durchaus bekannt sein sollte.

Wir haben in letzter Zeit durchaus noch Glück gehabt, anders als einige Staaten weiter im Süden Europas. Erst gab es dort eine verheerende Dürre, nie zuvor da gewesene Hitze und jetzt stehen z.B. in Griechenland nach noch nie dagewesenen Niederschlägen riesige Landstriche komplett unter Wasser.


Wenn hier mal im Sommer 10 Tage am Stück über 40 Grad sind und Teile von Deutschland in Flammen steht, könnte wohl ein Umdenken statt finden. Aber eigentlich gab es genug Warnschüsse.

Kleiner Nachtrag dazu: Die Hitze und Trockenheit des veränderten Klimas sind natürlich große Einflussfaktoren, aber gerade zum Thema "Griechenland" habe ich heute noch mit einer griechischen Kollegin gesprochen. In den dieses Jahr besonders im Feuer stehenden Regionen werden gnadenlos Brände bewusst von Menschenhand gelegt, um Wälder zu vernichten. Das ist in Griechenland gängige Praxis. Im Nachgang werden diese Flächen dann zwar vorerst kein Bauland, interessiert aber keinen, es wird darauf gebaut, ein bisschen Fakelaki hilft da. Nach ein paar Jahren ist es dann Bauland und alles ist tutti. Der überwältigende Teil der Brände und die extreme Zunahme eben dieser sind im ersten Schuss menschengemacht (was aber natürlich kein griechischer OB zugeben würde), aber selbstredend begünstigt durch die Hitze und Trockenheit, die in Griechenland allerdings keine Seltenheit ist und war, auch über 35 Grad Celsius.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 15:53 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".


Wie sagte Bjarne Mädel einst so treffend in der Corona-Zeit: "Also wenn alle immer nur meckern, können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen." Und jetzt läuft alles wieder genauso mit der Klimakrise. Am besten komplett abschaffen, diesen ganzen Bumms.


Da hilft in der Tat nur noch Sarkasmus :-(

Man kann durchaus unterschiedlicher Auffassung über die Wege hin zur Klimaneutralität sein.

Aber wesentliche Teile von Union und FDP wollen diesen Weg aus egoistischen Gründen einfach nur hintertreiben. Man möchte bewusst maximalen Schaden anrichten. Und das, obwohl einem beträchtlichen Teil der Akteure der Ernst der Lage eigentlich durchaus bekannt sein sollte.

Wir haben in letzter Zeit durchaus noch Glück gehabt, anders als einige Staaten weiter im Süden Europas. Erst gab es dort eine verheerende Dürre, nie zuvor da gewesene Hitze und jetzt stehen z.B. in Griechenland nach noch nie dagewesenen Niederschlägen riesige Landstriche komplett unter Wasser.


Wenn hier mal im Sommer 10 Tage am Stück über 40 Grad sind und Teile von Deutschland in Flammen steht, könnte wohl ein Umdenken statt finden. Aber eigentlich gab es genug Warnschüsse.


Kleiner Nachtrag dazu: Die Hitze und Trockenheit des veränderten Klimas sind natürlich große Einflussfaktoren, aber gerade zum Thema "Griechenland" habe ich heute noch mit einer griechischen Kollegin gesprochen. In den dieses Jahr besonders im Feuer stehenden Regionen werden gnadenlos Brände bewusst von Menschenhand gelegt, um Wälder zu vernichten. Das ist in Griechenland gängige Praxis. Im Nachgang werden diese Flächen dann zwar vorerst kein Bauland, interessiert aber keinen, es wird darauf gebaut, ein bisschen Fakelaki hilft da. Nach ein paar Jahren ist es dann Bauland und alles ist tutti. Der überwältigende Teil der Brände und die extreme Zunahme sind im ersten Schuss menschengemacht (was aber natürlich kein griechischer OB zugeben würde), aber selbstredend begünstigt durch die Hitze und Trockenheit, die in Griechenland aber keine Seltenheit ist und war.

Der Mensch mag da nachhelfen aber wenn alles Strohtrocken ist brennt es aus besser. Also leichteres Spiel.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:55 (vor 863 Tagen) @ Garum
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 15:59

Deutschland hat sich 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen kontinuierlich herunter zu fahren und schließlich bis auf Null abzusenken. Kanzlerin war damals die damalige CDU-Vorsitzende Merkel. Es gibt EU-weit grundsätzlich verbindliche Reduktionsfahrpläne. Beschlossen von den EU-Staaten, u.a. vom damals noch Unionsregierten Deutschland. Und vom EU-Parlament mit den Stimmen der MdEPs von CDU und CSU. Aktuell drohen bei Überschreitung "nur" Strafzahlungen, zunächst in Millionen- später ggf. in Milliardenhöhe. Aber ab dem 01.01.2027 sind der Gebäude- und der Verkehrssektor Teil des Europäischen Emissionshandels. Dann darf kein Liter Sprit oder Heizöl, keine kWh Erdgas mehr in den Bereichen verkauft werden, wenn der Verkäufer nicht im Besitz der entsprechenden Zertifikate ist. Und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dann deutlich größer als das durch die Zertifikate gedeckelte Angebot sein wird. Besitzer von Gas- oder Ölheizungen und Autos mit Verbrennungsmotoren laufen dann Gefahr, die fossilen Brenn- und Kraftstoffe schlicht nicht mehr bezahlen zu können. Das wissen auch Merz, Söder und Co. ganz genau. Sie wissen auch, dass alles, was die Nachfrage drückt, für einen geringeren Preisanstieg sorgen würde. Trotzdem zündeln sie ganz bewusst, "Nach uns die Sintflut!".


Wie sagte Bjarne Mädel einst so treffend in der Corona-Zeit: "Also wenn alle immer nur meckern, können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen." Und jetzt läuft alles wieder genauso mit der Klimakrise. Am besten komplett abschaffen, diesen ganzen Bumms.


Da hilft in der Tat nur noch Sarkasmus :-(

Man kann durchaus unterschiedlicher Auffassung über die Wege hin zur Klimaneutralität sein.

Aber wesentliche Teile von Union und FDP wollen diesen Weg aus egoistischen Gründen einfach nur hintertreiben. Man möchte bewusst maximalen Schaden anrichten. Und das, obwohl einem beträchtlichen Teil der Akteure der Ernst der Lage eigentlich durchaus bekannt sein sollte.

Wir haben in letzter Zeit durchaus noch Glück gehabt, anders als einige Staaten weiter im Süden Europas. Erst gab es dort eine verheerende Dürre, nie zuvor da gewesene Hitze und jetzt stehen z.B. in Griechenland nach noch nie dagewesenen Niederschlägen riesige Landstriche komplett unter Wasser.


Wenn hier mal im Sommer 10 Tage am Stück über 40 Grad sind und Teile von Deutschland in Flammen steht, könnte wohl ein Umdenken statt finden. Aber eigentlich gab es genug Warnschüsse.


Kleiner Nachtrag dazu: Die Hitze und Trockenheit des veränderten Klimas sind natürlich große Einflussfaktoren, aber gerade zum Thema "Griechenland" habe ich heute noch mit einer griechischen Kollegin gesprochen. In den dieses Jahr besonders im Feuer stehenden Regionen werden gnadenlos Brände bewusst von Menschenhand gelegt, um Wälder zu vernichten. Das ist in Griechenland gängige Praxis. Im Nachgang werden diese Flächen dann zwar vorerst kein Bauland, interessiert aber keinen, es wird darauf gebaut, ein bisschen Fakelaki hilft da. Nach ein paar Jahren ist es dann Bauland und alles ist tutti. Der überwältigende Teil der Brände und die extreme Zunahme sind im ersten Schuss menschengemacht (was aber natürlich kein griechischer OB zugeben würde), aber selbstredend begünstigt durch die Hitze und Trockenheit, die in Griechenland aber keine Seltenheit ist und war.


Der Mensch mag da nachhelfen aber wenn alles Strohtrocken ist brennt es aus besser. Also leichteres Spiel.

Unbestritten. Das war in Griechenland aber auch vor 50 Jahren schon so, genauso wie es jeden Sommer/Herbst Waldbrände gab. Das gleiche Thema habe ich mit einem meiner Mieter besprochen, gebürtiger Portugiese. Same picture in Portugal.
Was sich unterscheidet, ist die enorme Zunahme und die Großflächigkeit der Waldbrände. Und das liegt primär daran, dass ein Mensch ohne Gewissen ein Streichholz fallen lässt, was es so in der widerlichen Form und Häufung vor x Jahrzehnten nicht gab.

Andere Aspekte, wie das Erwärmen der Weltmeere, sind aber klare Hinweise für ein verändertes Klima.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 17:23 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Unbestritten. Das war in Griechenland aber auch vor 50 Jahren schon so, genauso wie es jeden Sommer/Herbst Waldbrände gab. Das gleiche Thema habe ich mit einem meiner Mieter besprochen, gebürtiger Portugiese. Same picture in Portugal.
Was sich unterscheidet, ist die enorme Zunahme und die Großflächigkeit der Waldbrände. Und das liegt primär daran, dass ein Mensch ohne Gewissen ein Streichholz fallen lässt, was es so in der widerlichen Form und Häufung vor x Jahrzehnten nicht gab.

Das halte ich für eine extrem gewagte These.

Seit geraumer Zeit geht man in Südeuropa deutlich schärfer gegen Brandstiftung vor als im letzten Jahrhundert. Vielfach gibt es Regeln, nah denen abgefackeltes Land nicht einfach bebaut werden darf, etc. Es spricht nichts dafür, dass die Intensität der Brandstiftungen deutlich zugenommen hat. Dafür spricht extrem viel dafür, dass die Feuer sich wegen der deutlich stärker ausgetrockneten Vegetation deutlich besser ausbreiten können, als früher.

Zudem brennt es nicht nur in Südeuropa stärker, sondern z.B. auch in Kanada. An eine Waldbrandsaison wie diese erinnert sich dort niemand.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 17:36 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Unbestritten. Das war in Griechenland aber auch vor 50 Jahren schon so, genauso wie es jeden Sommer/Herbst Waldbrände gab. Das gleiche Thema habe ich mit einem meiner Mieter besprochen, gebürtiger Portugiese. Same picture in Portugal.
Was sich unterscheidet, ist die enorme Zunahme und die Großflächigkeit der Waldbrände. Und das liegt primär daran, dass ein Mensch ohne Gewissen ein Streichholz fallen lässt, was es so in der widerlichen Form und Häufung vor x Jahrzehnten nicht gab.


Das halte ich für eine extrem gewagte These.

Seit geraumer Zeit geht man in Südeuropa deutlich schärfer gegen Brandstiftung vor als im letzten Jahrhundert. Vielfach gibt es Regeln, nah denen abgefackeltes Land nicht einfach bebaut werden darf, etc. Es spricht nichts dafür, dass die Intensität der Brandstiftungen deutlich zugenommen hat. Dafür spricht extrem viel dafür, dass die Feuer sich wegen der deutlich stärker ausgetrockneten Vegetation deutlich besser ausbreiten können, als früher.

Zudem brennt es nicht nur in Südeuropa stärker, sondern z.B. auch in Kanada. An eine Waldbrandsaison wie diese erinnert sich dort niemand.

Ich kann das alles nicht be- oder widerlegen, aber genau den Punkt hatten wir heute auch. Die griechische Kollegin hat mir dazu gesagt, vor den Kameras und in der Öffentlichkeit wird in Griechenland natürlich so getan, als würde man jetzt rigoros gegen so etwas vorgehen und es gab sogar reformierte Gesetze dazu, in der Realität hält sich aber niemand dran. Gerade im Umland Athens sollen so viele Flächen zugebaut worden sein, die in den letzten 3-4 Jahren Waldbränden (nachweislich durch Brandstiftung) zum Opfer gefallen sind, wie noch nie zuvor.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 17:49 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans
bearbeitet von Habakuk, Freitag, 08.09.2023, 17:52

Ich kann das alles nicht be- oder widerlegen, aber genau den Punkt hatten wir heute auch. Die griechische Kollegin hat mir dazu gesagt, vor den Kameras und in der Öffentlichkeit wird in Griechenland natürlich so getan, als würde man jetzt rigoros gegen so etwas vorgehen und es gab sogar reformierte Gesetze dazu, in der Realität hält sich aber niemand dran. Gerade im Umland Athens sollen so viele Flächen zugebaut worden sein, die in den letzten 3-4 Jahren Waldbränden (nachweislich durch Brandstiftung) zum Opfer gefallen sind, wie noch nie zuvor.

Es bezweifelt ja auch keiner, dass es sich bei den Bränden oft um Brandstiftung handelt. Ob das nun mehr oder weniger geworden ist, darüber kann nur spekuliert werden. Blöderweise führt die griechische Brandstifterinnung darüber keine Statistiken. Unbestritten ist aber auch, dass die Wetterbedingungen immer extremere Situationen schaffen, die sowohl die Ausbreitung der Brände fördern wie auch die Brandbekämpfung erheblich erschweren. (Ich gehe mal nicht davon aus, dass die aktuellen Überschwemmungen daran liegen, dass Bodenspekulanten Löcher in Wasserleitungen gebohrt haben.)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Montag, 11.09.2023, 11:13 (vor 861 Tagen) @ Habakuk

Ich kann das alles nicht be- oder widerlegen, aber genau den Punkt hatten wir heute auch. Die griechische Kollegin hat mir dazu gesagt, vor den Kameras und in der Öffentlichkeit wird in Griechenland natürlich so getan, als würde man jetzt rigoros gegen so etwas vorgehen und es gab sogar reformierte Gesetze dazu, in der Realität hält sich aber niemand dran. Gerade im Umland Athens sollen so viele Flächen zugebaut worden sein, die in den letzten 3-4 Jahren Waldbränden (nachweislich durch Brandstiftung) zum Opfer gefallen sind, wie noch nie zuvor.


Es bezweifelt ja auch keiner, dass es sich bei den Bränden oft um Brandstiftung handelt. Ob das nun mehr oder weniger geworden ist, darüber kann nur spekuliert werden. Blöderweise führt die griechische Brandstifterinnung darüber keine Statistiken. Unbestritten ist aber auch, dass die Wetterbedingungen immer extremere Situationen schaffen, die sowohl die Ausbreitung der Brände fördern wie auch die Brandbekämpfung erheblich erschweren. (Ich gehe mal nicht davon aus, dass die aktuellen Überschwemmungen daran liegen, dass Bodenspekulanten Löcher in Wasserleitungen gebohrt haben.)

Ich gehe davon aus, dass es sich so gut wie immer um Brandstiftung handelt. Die Frage ist nur, ob diese Brandstiftungen jeweils vorsätzlich erfolgten, z.B. um Bauland, etc. zu gewinnen, oder ob es sich um fahrlässige Brandstiftung durch weggeworfene Zigaretten, "wilde" Lagerfeuer, Grillstellen, etc. handelt.

Was in den letzten Jahren zugenommen hat, das ist definitiv in einigen Regionen der Welt, u.a. auch in Südeuropa die Trockenheit. Da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass z.B. eine einzige weggeworfene Zigarette, Funkenflug z.B. bei irgend welchen Arbeiten, etc. einen verheerenden Brand auslösen. Und brennt es erst einmal, dann ist das Feuer deutlich schwerer zu stoppen.

Und auch die Wahrscheinlichkeit verheerender Starkregenereignisse wächst mit steigenden Temperaturen. Je wärmer die Luft ist, um so mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Und in unserer vernetzten Welt haben auch Flutkatastrophen im Ausland spürbare Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.

Teilemangel nach Hochwasser - VW drosselt Produktion in mehreren Werken (Spiegel)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Pfostentreffer, Montag, 11.09.2023, 11:25 (vor 861 Tagen) @ Ulrich

lt. WWF ist der Anteil der Brände global, die vom Menschen verursacht sind, weit über 90%, ob bewusst oder unbewusst. Also nix spezielles in Griechenland.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 17:54 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Ich kann das alles nicht be- oder widerlegen, aber genau den Punkt hatten wir heute auch. Die griechische Kollegin hat mir dazu gesagt, vor den Kameras und in der Öffentlichkeit wird in Griechenland natürlich so getan, als würde man jetzt rigoros gegen so etwas vorgehen und es gab sogar reformierte Gesetze dazu, in der Realität hält sich aber niemand dran. Gerade im Umland Athens sollen so viele Flächen zugebaut worden sein, die in den letzten 3-4 Jahren Waldbränden (nachweislich durch Brandstiftung) zum Opfer gefallen sind, wie noch nie zuvor.


Es bezweifelt ja auch keiner, dass es sich bei den Bränden oft um Brandstiftung handelt. Ob das nun mehr oder weniger geworden ist, darüber kann nur spekuliert werden. Blöderweise führt die griechische Brandstifterinnung darüber keine Statistiken. Unbestritten ist aber auch, dass die Wetterbedingungen immer extremere Situationen schaffen, die sowohl die Ausbreitung der Brände fördern wie auch die Brandbekämpfung erheblich behindern. (Ich gehe mal nicht davon aus, dass die aktuellen Überschwemmungen daran liegen, dass Bodenspekulanten Löcher in Wasserleitungen gebohrt haben.)

Nein, aber parallel dazu sehen wir eine massive Versiegelung von Bodenflächen, bedauerlicherweise häufig auch genau in den für Hochwasser kritischen Umgebungen, die es so auch vor 50 Jahren nicht gegeben hat. Konkretes Beispiel die Region Altenahr, hier ist die "Versiegelungsrate" 40% höher als im Landesdurchschnitt. Unter anderem entstanden durch den Bau von riesigen Parkplatzanlagen für Weintouristen.
Ändert nichts an den heftigen Platzregen und Niederschlägen, muss man aber mit in die Rechnung einkalkulieren.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 18:06 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Nein, aber parallel dazu sehen wir eine massive Versiegelung von Bodenflächen, bedauerlicherweise häufig auch genau in den für Hochwasser kritischen Umgebungen, die es so auch vor 50 Jahren nicht gegeben hat. Konkretes Beispiel die Region Altenahr, hier ist die "Versiegelungsrate" 40% höher als im Landesdurchschnitt. Unter anderem entstanden durch den Bau von riesigen Parkplatzanlagen für Weintouristen.

Bei der Kritik an der Bodenversiegelung stimme ich dir absolut zu. Ich ärgere mich noch immer über die Grundsteuerreform, die dieses Kriterium bei der Besteuerung der Bodenflächen nicht mit aufgenommen hat. Ja, das wäre aufwändig gewesen, hätte aber vermutlich einen unfassbar hohen Gewinn für die Qualität unserer Städte und Gemeinden gehabt (Hochwasserschutz, Temperaturreduktion im Sommer, Geräuschreduktion, Biodiversität etc.). Und es hätte uns jahrelange Diskussionen und lokale Einzelverordnungen erspart, die in der Summe dann nicht halb so effektiv sein dürften - sofern der AfD-Bürgermeister diese überhaupt in Angriff nehmen möchte.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 18:10 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Nein, aber parallel dazu sehen wir eine massive Versiegelung von Bodenflächen, bedauerlicherweise häufig auch genau in den für Hochwasser kritischen Umgebungen, die es so auch vor 50 Jahren nicht gegeben hat. Konkretes Beispiel die Region Altenahr, hier ist die "Versiegelungsrate" 40% höher als im Landesdurchschnitt. Unter anderem entstanden durch den Bau von riesigen Parkplatzanlagen für Weintouristen.


Bei der Kritik an der Bodenversiegelung stimme ich dir absolut zu. Ich ärgere mich noch immer über die Grundsteuerreform, die dieses Kriterium bei der Besteuerung der Bodenflächen nicht mit aufgenommen hat. Ja, das wäre aufwändig gewesen, hätte aber vermutlich einen unfassbar hohen Gewinn für die Qualität unserer Städte und Gemeinden gehabt (Hochwasserschutz, Temperaturreduktion im Sommer, Geräuschreduktion, Biodiversität etc.). Und es hätte uns jahrelange Diskussionen und lokale Einzelverordnungen erspart, die in der Summe dann nicht halb so effektiv sein dürften - sofern der AfD-Bürgermeister diese überhaupt in Angriff nehmen möchte.

Am Ende lügen Niederschlagsmengen ja nicht, um bei dem Beispiel zu bleiben. Aber eine derartige Versiegelung potenziert die Ausmaße natürlich um ein Vielfaches. Im Grunde muss man ja auch nur mal durch ein Neubaugebiet gehen. Alles eng bei eng, überspitzt gesagt kein qm² grün.

Ihr habt in OWL echt schon einen AfD-Bürgermeister?

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 18:16 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Ihr habt in OWL echt schon einen AfD-Bürgermeister?

Nein, aber nächstes Jahr kommt vielleicht ein Stromanschluss.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 18:18 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Ihr habt in OWL echt schon einen AfD-Bürgermeister?


Nein, aber nächstes Jahr kommt vielleicht ein Stromanschluss.

Verkneif dir doch deine permanente Polemik einfach mal.

Meines Wissens nach gibt es bisher nur einen AfD-Bürgermeister, in Sachsen-Anhalt.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 23:03 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Was war daran jetzt polemisch?

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 09.09.2023, 08:22 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Was war daran jetzt polemisch?

Wie soll sonst "Nein, aber nächstes Jahr kommt vielleicht ein Stromanschluss." gemeint sein?

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Samstag, 09.09.2023, 09:37 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Wir Ostwestfalen kokettieren halt gern mit unserer Rückständigkeit. Polemik kann ich aber aus dem Satz oben eh nicht herauslesen.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 18:09 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Nein, aber parallel dazu sehen wir eine massive Versiegelung von Bodenflächen, bedauerlicherweise häufig auch genau in den für Hochwasser kritischen Umgebungen, die es so auch vor 50 Jahren nicht gegeben hat. Konkretes Beispiel die Region Altenahr, hier ist die "Versiegelungsrate" 40% höher als im Landesdurchschnitt. Unter anderem entstanden durch den Bau von riesigen Parkplatzanlagen für Weintouristen.


Bei der Kritik an der Bodenversiegelung stimme ich dir absolut zu. Ich ärgere mich noch immer über die Grundsteuerreform, die dieses Kriterium bei der Besteuerung der Bodenflächen nicht mit aufgenommen hat. Ja, das wäre aufwändig gewesen, hätte aber vermutlich einen unfassbar hohen Gewinn für die Qualität unserer Städte und Gemeinden gehabt (Hochwasserschutz, Temperaturreduktion im Sommer, Geräuschreduktion, Biodiversität etc.). Und es hätte uns jahrelange Diskussionen und lokale Einzelverordnungen erspart, die in der Summe dann nicht halb so effektiv sein dürften - sofern der AfD-Bürgermeister diese überhaupt in Angriff nehmen möchte.

Wobei die Versiegelung dann keine Rolle mehr spielt, wenn man den Niederschlag nicht in Millimetern oder Zentimetern, sondern in Metern messen kann.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 13:08 (vor 864 Tagen) @ MarcBVB

Auch wenn mal wieder Verständnisschwierigkeiten zu haben scheinst: es ging in dem Fred nicht um die Ursache für den Zuspruch für die AfD, sondern um Fritze

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Fonzie, Münster, Freitag, 08.09.2023, 13:04 (vor 864 Tagen) @ MarcBVB

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.

Und was siehst du da als Lösung an? Dass die Grünen und die SPD einfach die Positionen der CDU und/oder FDP übernehmen, damit die AfD keine Wähler dazu gewinnt?

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:42 (vor 864 Tagen) @ Fonzie

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.


Und was siehst du da als Lösung an? Dass die Grünen und die SPD einfach die Positionen der CDU und/oder FDP übernehmen, damit die AfD keine Wähler dazu gewinnt?

Das wären dann aber vielfach die Positionen der AfD, die von CDU und CSU übernommen worden sind.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 13:01 (vor 864 Tagen) @ MarcBVB

Schöner Sermon,

aber die Zugewinne der fckafd gehen auf das Konto der Regierung, nicht der Opposition.

Zu großen Teilen ja, aber die CDU bietet auch nichts an, was die Zugewinne beschränkt bzw. auf die CDU umlenkt, weder im Bund, noch auf Landesebene - u.a oder sogar in Sachsen. Da versucht sich der MP Kretschmer auf AfD light, hilft weder ihm noch der CDU. Unser MP hält die AfD immerhin auf Distanz. So einen bräuchte die CDU bundesweit auch, aber Merz muss afj weg.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 12:28 (vor 864 Tagen) @ Habakuk
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 12:31

So etwas ist aber in der deutschen Geschichte auch schon einmal in die Buchse gegangen. :-/


Ich weiß. Mir fällt im Moment nur kein anderes Szenario ein, bei dem wir das braune Gesocks wieder soweit zusammenschrumpfen könnten, dass es wieder in das Loch hineinpasst, aus dem es herausgekrochen ist. Merz wollte doch die AfD halbieren, und ich sehe auch grad nicht, wie er das sonst schaffen könnte.

Ich sorge mich manchmal, ob es irgendwann einen "sweet point of no return" gibt, was gesellschaftliche Entwicklungen angeht, die dann nicht mehr umkehrbar sind, egal welche politischen Vorstöße man plant. Wenn man das Ganze mal auf super-hoher Flughöhe betrachtet und Parteien sowie politische Denkschulen beider Seiten gedanklich einfach weglässt, ist mMn nach das Kernproblem, dass in einer im Jahr 2023 sehr hohen Prozentzahl Deutscher das Vertrauen in Politik und dem Staat stark ramponiert ist. Und das hat sich über viele Jahre potenziert. In der Weimarer Republik, nicht 1zu1 zu vergleichen, aber der Begriff ist schon in die richtige Richtung gehend, nannte man das im Volksmund "Kleptokratie". Dieses Gift ist über einige Jahrzehnte jetzt immer tiefer in die Bevölkerung eingesickert, man muss halt leider sagen, in nicht wenigen Bereichen auch nicht völlig unberechtigt.

Einige wohlbekannte Amerikaner, u.a. Ben Hodges und Andrew Michta, haben kürzlich ihre Fassungslosigkeit über die Zustände in Deutschland öffentlich vorgetragen, die Key-Message war im Grunde "Deutschland hat sich 20 Jahre lang schlafen gelegt, in allen elementaren Bereichen wie Bildung, Infrastruktur, Verteidigung, Sicherheitspolitik, Digitalisierung". (ob die Amis das so viel besser gemacht haben überall, sei mal dahingestellt; https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/dem-stillstand-im-deutschen-verkehr-entkommt-niemand-19150893.html --> leider mit Paywall)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 12:56 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

dass das Vertrauen ramponiert ist, dürfte feststehen. Aber nicht, dass das nicht umkehrbar ist.

Nur ist nicht in Ansätzen zu erkennen, dass die Politik gewillt ist, die Probleme der breiten Mehrheit der Bevölkerung zu adressieren. Warum schaut man nicht einfach mal über die Grenze, anstatt alles vollkommen hirnlos als alternativlos zu definieren.

z.B Österreich:

Auch für Beamte und Selbständige gibt es eine Rentenversicherungspflicht. Konsequenz: bei etwa gleicher Zahllast sind die durchschnittlichen Renten in Österreich um 80% (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) höher als hier.

Wien gehört seit vielen Jahren immer zu den 3 lebenswertesten Städten der Welt. Dennoch sind die Mieten dort gemessen an anderen Hauptstädten extrem gering, weil sich die meisten Wohnungen im Besitzt der Stadt befinden. Und - oh Wunder - es können dort von der Stadt sogar neue Wohnungen gebaut werden, die relativ günstig vermietet werden.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 13:29 (vor 864 Tagen) @ nico36de

Wien gehört seit vielen Jahren immer zu den 3 lebenswertesten Städten der Welt. Dennoch sind die Mieten dort gemessen an anderen Hauptstädten extrem gering, weil sich die meisten Wohnungen im Besitzt der Stadt befinden. Und - oh Wunder - es können dort von der Stadt sogar neue Wohnungen gebaut werden, die relativ günstig vermietet werden.

Das ist ja Sozialismus. Das geht so nicht.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 17:54 (vor 863 Tagen) @ bigfoot49

Stimmt. Dem guten Deutschen ist es eben lieber, wenn er seine Wohnung von einem Investor mietet, der neben der Amortisation noch ordentlich Reibach machen will.

Das ist der gute Kapitalismus und der muss natürlich auch bei der Grundversorgung wie Mieten, Gesundheitsfürsorge, Altenpflege und demnächst auch Wasser ausgelebt werden.

Scheißegal, wenn dann alle unverhältnismäßig viel zahlen oder Einschränkungen hinnehmen, nur damit ein paar Wenige so richtig Kohle abgreifen können. Alles andere ist schließlich Sozialismus.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

markus, Freitag, 08.09.2023, 18:45 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Stimmt. Dem guten Deutschen ist es eben lieber, wenn er seine Wohnung von einem Investor mietet, der neben der Amortisation noch ordentlich Reibach machen will.

Wobei ich ebenfalls eher eine Wohnung von einem Investor mieten würde als eine von einer Privatperson, weil dort die persönliche Ebene zum Vermieter fehlt. Das hat gewisse Vorteile. Dinge wie Eigenbedarf kommen nicht vor. Und man hat weniger Scheu sich bei Problemen zu melden, weil der Ansprechpartner irgendein Sachbearbeiter im Büro ist, der dich nicht kennt.

Grundsätzlich aber ist es ratsam, sich in jungen Jahren möglichst um Eigentum zu bemühen. Und wenn es erstmal nur eine kleine Wohnung zum Start ist. Es war jahrelang problemlos möglich, mit der Kaltmiete, die man ansonsten zahlen würde, eine Wohnung abzuzahlen. Und die Kohle landet dann in die eigene Tasche (der Tilgungsanteil) und nicht auf das Konto des Vermieters. Das ist der Türöffner um Vermögen aufzubauen. Denn sobald das Ding abbezahlt ist, spart man den Anteil, den man sonst als Miete zahlen müsste. Wenn das 500€ sind, sind das knapp 1.000 Euro Bruttogehalt, das man nicht mehr für den Vermieter erwirtschaften muss. Zudem lässt es sich später als Rentner besser leben. Denn 500 Euro Miete zahlen bei 900 Euro Rente, klingt eher ziemlich bescheiden.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

majae, Muc, Freitag, 29.09.2023, 15:37 (vor 842 Tagen) @ markus

Wobei ich ebenfalls eher eine Wohnung von einem Investor mieten würde als eine von einer Privatperson, weil dort die persönliche Ebene zum Vermieter fehlt. Das hat gewisse Vorteile. Dinge wie Eigenbedarf kommen nicht vor. Und man hat weniger Scheu sich bei Problemen zu melden, weil der Ansprechpartner irgendein Sachbearbeiter im Büro ist, der dich nicht kennt.

Alle Menschen, die ich in München kenne, die günstige Mieten zahlen, mieten bei Privatpersonen (oder Genossenschaften). Und natürlich waren es die Investoren, die die Mietpreise in die Höhe getrieben haben. Eine Privatperson, die ein MFH besitzt und 6.000 Euro Mieteinnahmen im Monat hat, wird sich eher denken "Passt so, davon kann ich gut leben", während bei Investoren immer das Credo gilt: Mehr Einnahmen = besser.

Grundsätzlich aber ist es ratsam, sich in jungen Jahren möglichst um Eigentum zu bemühen. Und wenn es erstmal nur eine kleine Wohnung zum Start ist. Es war jahrelang problemlos möglich, mit der Kaltmiete, die man ansonsten zahlen würde, eine Wohnung abzuzahlen. Und die Kohle landet dann in die eigene Tasche (der Tilgungsanteil) und nicht auf das Konto des Vermieters. Das ist der Türöffner um Vermögen aufzubauen. Denn sobald das Ding abbezahlt ist, spart man den Anteil, den man sonst als Miete zahlen müsste. Wenn das 500€ sind, sind das knapp 1.000 Euro Bruttogehalt, das man nicht mehr für den Vermieter erwirtschaften muss. Zudem lässt es sich später als Rentner besser leben. Denn 500 Euro Miete zahlen bei 900 Euro Rente, klingt eher ziemlich bescheiden.

Das stimmt nur zur Hälfte. Wer vor 15 Jahren oder länger Eigentum gekauft hat, hat in fast allen Fällen ein verdammt gutes Geschäft gemacht, aber auch nur weil es einen enormen Wertzuwachs seitdem gab. Bis dahin sind aber die Immobilienpreise in Deutschland relativ stabil geblieben. Und ohne die Wertzuwächse, ist es tatsächlich oft am Ende lukrativer, das benötigte Eigenkapital in den MSCI World zu stecken. Hier haben wir historisch betrachtet eine durchschnittliche Rendite von etwa 5% p.A., inklusive Wirtschaftskrisen und zwei Weltkriegen. Kaufen macht vor allem Sinn, wenn man das Eigentum einen fürs eigene Leben Vorteile liefert, also die Sicherheit dort so lange wohnen zu bleiben wie man möchte und die Möglichkeit von baulichen Veränderungen. Auf der anderen Seite bietet Mieten Flexibilität, was in der heutigen Zeit nochmal wichtiger ist, wo ja kaum noch jemand 40 Jahre beim gleichen Arbeitgeber bleibt.
Wie gesagt, rückblickend betrachtet, war es natürlich eine gute Entscheidung sich in den Nuller Jahren eine Immobilie angeschaft zu haben, aber rückblickend betrachtet sind Investitionsentscheidungen halt immer sehr einfach. Ich hätte ja z.B. eher dazu geraten, alles in Crypto zu investieren, alternativ hätte man auch am Mittwoch mit den Zahlen 2, 9, 19, 22, 40, 41 und Superzahl 8 Lotto spielen sollen ;-)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

markus, Freitag, 29.09.2023, 16:00 (vor 842 Tagen) @ majae

Wobei ich ebenfalls eher eine Wohnung von einem Investor mieten würde als eine von einer Privatperson, weil dort die persönliche Ebene zum Vermieter fehlt. Das hat gewisse Vorteile. Dinge wie Eigenbedarf kommen nicht vor. Und man hat weniger Scheu sich bei Problemen zu melden, weil der Ansprechpartner irgendein Sachbearbeiter im Büro ist, der dich nicht kennt.


Alle Menschen, die ich in München kenne, die günstige Mieten zahlen, mieten bei Privatpersonen (oder Genossenschaften). Und natürlich waren es die Investoren, die die Mietpreise in die Höhe getrieben haben. Eine Privatperson, die ein MFH besitzt und 6.000 Euro Mieteinnahmen im Monat hat, wird sich eher denken "Passt so, davon kann ich gut leben", während bei Investoren immer das Credo gilt: Mehr Einnahmen = besser.

Grundsätzlich aber ist es ratsam, sich in jungen Jahren möglichst um Eigentum zu bemühen. Und wenn es erstmal nur eine kleine Wohnung zum Start ist. Es war jahrelang problemlos möglich, mit der Kaltmiete, die man ansonsten zahlen würde, eine Wohnung abzuzahlen. Und die Kohle landet dann in die eigene Tasche (der Tilgungsanteil) und nicht auf das Konto des Vermieters. Das ist der Türöffner um Vermögen aufzubauen. Denn sobald das Ding abbezahlt ist, spart man den Anteil, den man sonst als Miete zahlen müsste. Wenn das 500€ sind, sind das knapp 1.000 Euro Bruttogehalt, das man nicht mehr für den Vermieter erwirtschaften muss. Zudem lässt es sich später als Rentner besser leben. Denn 500 Euro Miete zahlen bei 900 Euro Rente, klingt eher ziemlich bescheiden.


Das stimmt nur zur Hälfte. Wer vor 15 Jahren oder länger Eigentum gekauft hat, hat in fast allen Fällen ein verdammt gutes Geschäft gemacht, aber auch nur weil es einen enormen Wertzuwachs seitdem gab. Bis dahin sind aber die Immobilienpreise in Deutschland relativ stabil geblieben. Und ohne die Wertzuwächse, ist es tatsächlich oft am Ende lukrativer, das benötigte Eigenkapital in den MSCI World zu stecken. Hier haben wir historisch betrachtet eine durchschnittliche Rendite von etwa 5% p.A., inklusive Wirtschaftskrisen und zwei Weltkriegen. Kaufen macht vor allem Sinn, wenn man das Eigentum einen fürs eigene Leben Vorteile liefert, also die Sicherheit dort so lange wohnen zu bleiben wie man möchte und die Möglichkeit von baulichen Veränderungen. Auf der anderen Seite bietet Mieten Flexibilität, was in der heutigen Zeit nochmal wichtiger ist, wo ja kaum noch jemand 40 Jahre beim gleichen Arbeitgeber bleibt.
Wie gesagt, rückblickend betrachtet, war es natürlich eine gute Entscheidung sich in den Nuller Jahren eine Immobilie angeschaft zu haben, aber rückblickend betrachtet sind Investitionsentscheidungen halt immer sehr einfach. Ich hätte ja z.B. eher dazu geraten, alles in Crypto zu investieren, alternativ hätte man auch am Mittwoch mit den Zahlen 2, 9, 19, 22, 40, 41 und Superzahl 8 Lotto spielen sollen ;-)

Auch ohne Wertsteigerung hätte sich das oft gelohnt wegen der eingesparten Miete. Ich habe im Jahr 2012 gekauft, einschl. Nebenkosten für weniger als 1.450 Euro je qm. Demgegenüber steht die gesparte Kaltmiete von inzwischen 8 Euro je qm/Monat oder 96 Euro pro Jahr. Das sind 6,6% Rendite. Wenn du dann noch bedenkst, dass du die Miete aus verbeitragtem und versteuerten Einkommen zahlen musst, dann muss du 16 Euro Brutto verdienen, um dir 1 Qm Miete leisten zu können.

Es gibt natürlich einige nicht umlegbare Kosten (Rücklagen), die man im Vergleich zum Mieter zusätzlich hat und die die Rendite etwas schmälern. Heute sieht die Rechnung natürlich wieder anders aus, da die Kaufpreise stärker gestiegen sind als die Mieten. In in München wird es vermutlich gar nichts preiswertes geben.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 22:05 (vor 863 Tagen) @ markus

Da frage ich mich jetzt aber, wie eine Stadt dir wegen Eigenbedarf kündigen soll.

Setzen, 6, Thema verfehlt!

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 19:03 (vor 863 Tagen) @ markus

Stimmt. Dem guten Deutschen ist es eben lieber, wenn er seine Wohnung von einem Investor mietet, der neben der Amortisation noch ordentlich Reibach machen will.


Wobei ich ebenfalls eher eine Wohnung von einem Investor mieten würde als eine von einer Privatperson, weil dort die persönliche Ebene zum Vermieter fehlt. Das hat gewisse Vorteile. Dinge wie Eigenbedarf kommen nicht vor. Und man hat weniger Scheu sich bei Problemen zu melden, weil der Ansprechpartner irgendein Sachbearbeiter im Büro ist, der dich nicht kennt.

Grundsätzlich aber ist es ratsam, sich in jungen Jahren möglichst um Eigentum zu bemühen. Und wenn es erstmal nur eine kleine Wohnung zum Start ist. Es war jahrelang problemlos möglich, mit der Kaltmiete, die man ansonsten zahlen würde, eine Wohnung abzuzahlen. Und die Kohle landet dann in die eigene Tasche (der Tilgungsanteil) und nicht auf das Konto des Vermieters. Das ist der Türöffner um Vermögen aufzubauen. Denn sobald das Ding abbezahlt ist, spart man den Anteil, den man sonst als Miete zahlen müsste. Wenn das 500€ sind, sind das knapp 1.000 Euro Bruttogehalt, das man nicht mehr für den Vermieter erwirtschaften muss. Zudem lässt es sich später als Rentner besser leben. Denn 500 Euro Miete zahlen bei 900 Euro Rente, klingt eher ziemlich bescheiden.

Ich habe mit Investoren nur Negativerfahrungen gemacht.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

markus, Freitag, 08.09.2023, 19:11 (vor 863 Tagen) @ Garum

Stimmt. Dem guten Deutschen ist es eben lieber, wenn er seine Wohnung von einem Investor mietet, der neben der Amortisation noch ordentlich Reibach machen will.


Wobei ich ebenfalls eher eine Wohnung von einem Investor mieten würde als eine von einer Privatperson, weil dort die persönliche Ebene zum Vermieter fehlt. Das hat gewisse Vorteile. Dinge wie Eigenbedarf kommen nicht vor. Und man hat weniger Scheu sich bei Problemen zu melden, weil der Ansprechpartner irgendein Sachbearbeiter im Büro ist, der dich nicht kennt.

Grundsätzlich aber ist es ratsam, sich in jungen Jahren möglichst um Eigentum zu bemühen. Und wenn es erstmal nur eine kleine Wohnung zum Start ist. Es war jahrelang problemlos möglich, mit der Kaltmiete, die man ansonsten zahlen würde, eine Wohnung abzuzahlen. Und die Kohle landet dann in die eigene Tasche (der Tilgungsanteil) und nicht auf das Konto des Vermieters. Das ist der Türöffner um Vermögen aufzubauen. Denn sobald das Ding abbezahlt ist, spart man den Anteil, den man sonst als Miete zahlen müsste. Wenn das 500€ sind, sind das knapp 1.000 Euro Bruttogehalt, das man nicht mehr für den Vermieter erwirtschaften muss. Zudem lässt es sich später als Rentner besser leben. Denn 500 Euro Miete zahlen bei 900 Euro Rente, klingt eher ziemlich bescheiden.


Ich habe mit Investoren nur Negativerfahrungen gemacht.

Ja, ich kann mich dran erinnern. Aber in Summe würde ich dennoch eher einen Investor bevorzugen. Allein um das Gefühl zu umgehen, aufgrund von Eigenbedarf gekündigt werden zu können. Das wäre absolut nichts für mich.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 23:07 (vor 863 Tagen) @ markus


Ich habe mit Investoren nur Negativerfahrungen gemacht.


Ja, ich kann mich dran erinnern. Aber in Summe würde ich dennoch eher einen Investor bevorzugen. Allein um das Gefühl zu umgehen, aufgrund von Eigenbedarf gekündigt werden zu können. Das wäre absolut nichts für mich.

Klar, könnte ein Problem werden. Bei den Investorengibt es wahrscheinlich auch seriöse, aber nach allem was ich in der letzten Zeit so gelesen habe, habe ich meine Zweifel.
Mein letzter Vermieter hat hier 2 Jahre nichts getan. Unser Grundstück gleicht einem Dschungel, trotz mehrfachen Aufforderns ist nicht passiert. Und seit dem 1.09. sind wir an den nächsten Investor verkauft worden. Der letzte hat 3 Jahre lang keine Betriebskostenabrechnung gemacht. Geld für Leistungen kassiert die nie erbracht wurden.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 19:04 (vor 863 Tagen) @ Garum

Ich habe mit Investoren nur Negativerfahrungen gemacht.

Wissen wir :)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 13:21 (vor 864 Tagen) @ nico36de

dass das Vertrauen ramponiert ist, dürfte feststehen. Aber nicht, dass das nicht umkehrbar ist.

Nur ist nicht in Ansätzen zu erkennen, dass die Politik gewillt ist, die Probleme der breiten Mehrheit der Bevölkerung zu adressieren. Warum schaut man nicht einfach mal über die Grenze, anstatt alles vollkommen hirnlos als alternativlos zu definieren.

z.B Österreich:

Österreich ist jetzt wirklch nicht grade ein leuchtendes Beispiel dafür, dass es gelungen ist, Rechtspopulisten aus der Regierung herauszuhalten. Die FPÖ ist dort schon sehr viel länger "in der Mitte der Bevölkerung" (ironisch gemeint) angekommen, als hier die AfD. Die ÖVP hat sich schon vor etlichen Jahren zur Hure der Rechtspopulisten gemacht, und ist auch ohne Sebastian Kurz ein korrupter Haufen, der nur allzugern die Politik der ÖVP-FPÖ-Regierung weiterführen möchte, auch wenn der aktuelle Koalitionspartner grün ist. In Meinungsumfragen steht die FPÖ dort übrigens aktuell bei etwa 30%, die ÖVP bei gut 20%. Da darf man mal raten, wer dort den nächsten Bundeskanzler stellen wird.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 13:01 (vor 864 Tagen) @ nico36de

dass das Vertrauen ramponiert ist, dürfte feststehen. Aber nicht, dass das nicht umkehrbar ist.

Nur ist nicht in Ansätzen zu erkennen, dass die Politik gewillt ist, die Probleme der breiten Mehrheit der Bevölkerung zu adressieren. Warum schaut man nicht einfach mal über die Grenze, anstatt alles vollkommen hirnlos als alternativlos zu definieren.

z.B Österreich:

Auch für Beamte und Selbständige gibt es eine Rentenversicherungspflicht. Konsequenz: bei etwa gleicher Zahllast sind die durchschnittlichen Renten in Österreich um 80% (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) höher als hier.

Wien gehört seit vielen Jahren immer zu den 3 lebenswertesten Städten der Welt. Dennoch sind die Mieten dort gemessen an anderen Hauptstädten extrem gering, weil sich die meisten Wohnungen im Besitzt der Stadt befinden. Und - oh Wunder - es können dort von der Stadt sogar neue Wohnungen gebaut werden, die relativ günstig vermietet werden.

Um das zurückzugewinnen müssen die Menschen aber handfeste und nachhaltige Ergebnisse sehen, in ihrem eigenen Leben. Realistisch betrachtet wird dies wohl, selbst wenn man hier nun ad-hoc endlich Politik für die Masse machen würde, Jahre dauern. Ich bin mir nicht sicher, ob man noch so viel Zeit bzw. politischen Kredit hat.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 13:31 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Das Ding ist doch eher, dass das Veränderungen erfordert.

Und platt gesagt: viele Menschen wollen Veränderungen allerorten, aber sobald sie selbst betroffen sind, sind sie dagegen. Sollen sich doch andere ändern. Oder bitte alles gleich beim alten bleiben. Wenn man sich mal ansieht, was für ein Aufschrei bei sowas nebensächlichem wie den Bundesjugendspielen erfolgt...

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Gargamel09, Donnerstag, 07.09.2023, 11:49 (vor 865 Tagen) @ Finchen

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Nietzsche, Donnerstag, 07.09.2023, 12:17 (vor 865 Tagen) @ Gargamel09

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492

"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Elmar, Freitag, 08.09.2023, 08:40 (vor 864 Tagen) @ Nietzsche

Und du spielst das Spiel mit.

Deutsch ist, wer einen deutschen Pass hat.
Zu Deutschland gehört, wer in den Grenzen der Verwaltungseinheit Deutschland lebt.

Wer damit Gefühle verbindet, kann das machen. Ist aber dann sehr individuell und beliebig.
Macht jeder, weil wir irgendwo dazugehören wollen.
Ich habe dieses Gefühl beim BVB, aber nicht bei Deutschland. Ist natürlich auch irrational.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Nietzsche, Freitag, 08.09.2023, 08:57 (vor 864 Tagen) @ Elmar

Und du spielst das Spiel mit.

Das ist doch albern. Lies meinen Beitrag noch einmal. Ich spiele überhaupt kein Spiel mit.

Deutsch ist, wer einen deutschen Pass hat.

Ach was? Und "Menschen vieler Nationen" haben genau das nicht. Das ist mein Punkt. Italiener sind nicht deutsch, sie sind italienisch.

Zu Deutschland gehört, wer in den Grenzen der Verwaltungseinheit Deutschland lebt.

Ob etwas zu Deutschland gehört, ist eine ganz andere Frage. Sicherliche gehören Restaurants zu Deutschland, die Speisen anderer Kulturen und Nationen anbieten. Die gibt es hier recht häufig und auch in allen Teilen Deutschlands. Und doch sind die Restaurants und die Speisen nicht deutsch. Denn das ist ja gerade das, was sie ausmacht.

Wer damit Gefühle verbindet, kann das machen. Ist aber dann sehr individuell und beliebig.
Macht jeder, weil wir irgendwo dazugehören wollen.
Ich habe dieses Gefühl beim BVB, aber nicht bei Deutschland. Ist natürlich auch irrational.

Mein Beitrag hat überhaupt nichts mit Gefühlen zu tun. Was die Frau gesagt hat, war einfach falsch. Menschen anderer Nationen sind nicht deutsch.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

captain_gut, Rendsburg, Freitag, 08.09.2023, 14:05 (vor 864 Tagen) @ Nietzsche

Mein Beitrag hat überhaupt nichts mit Gefühlen zu tun. Was die Frau gesagt hat, war einfach falsch. Menschen anderer Nationen sind nicht deutsch.

Vielleicht habe ich die Aussage übersehen, aber sie hat doch gar nicht gesagt, dass Menschen anderer Nationen deutsch sind*. Merz hat gesagt "Nicht Kreuzberg ist deutsch", und darauf bezog sie sich. Sie hat gefragt, was an Berlin-Kreuzberg nicht deutsch ist. Und als Frage (neben einigen weiteren Aspekten): "Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?".

*Selbst das wäre ja nichtmal zwingend falsch - je nachdem, wie man "Menschen anderer Nationen" definiert und insbesondere bei doppelter Staatsbürgerschaft.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 07.09.2023, 13:07 (vor 865 Tagen) @ Nietzsche

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.

> Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.

Aber Ausland ist das auch nicht.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:45 (vor 864 Tagen) @ Garum

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.

> Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.

Aber Ausland ist das auch nicht.

Zudem haben viele der von Merz-Seite "gefühlten" Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit.

Es hatte schon seine Gründe, wieso er nicht z.B. die Grünen-Hochburg Prenzlauer Berg angeführt hat.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Nietzsche, Freitag, 08.09.2023, 08:12 (vor 864 Tagen) @ Garum

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.

> Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.

Aber Ausland ist das auch nicht.

Woher kommt jetzt Ausland? Das Wort deutsch ist ein Adjektiv, das Wort Ausland ein Substantiv. Allein deswegen passt der Vergleich nicht. Sonst aber auch nicht in diesem Zusammenhang.
Wenn beide Wörter, deutsch und Ausland, nicht passen, sollte man sie in dem Zusammenhang einfach nicht verwenden. Was genau meine Kritik war.

AfD-Mann sorgt für Eklat im Bundestag: Merkel in einer Reihe mit Hitler.

Finchen, Freitag, 08.09.2023, 00:17 (vor 864 Tagen) @ Garum

https://www.tagesspiegel.de/politik/eklat-im-bundestag-afd-abgeordneter-keuter-vergleicht-merkel-indirekt-mit-hitler-10428199.html

Er hat gesagt, dass noch niemand so viel Unglück über Deutschland gebracht habe, wie es Merkel tat - von einem böhmischen Gefreiten mal abgesehen.

Noch mal ein großes "Fuck You!" an alle, die dieses Pack in die Parlamente bringen.

AfD-Mann sorgt für Eklat im Bundestag: Merkel in einer Reihe mit Hitler.

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 09:48 (vor 864 Tagen) @ Finchen

https://www.tagesspiegel.de/politik/eklat-im-bundestag-afd-abgeordneter-keuter-vergleicht-merkel-indirekt-mit-hitler-10428199.html

Er hat gesagt, dass noch niemand so viel Unglück über Deutschland gebracht habe, wie es Merkel tat - von einem böhmischen Gefreiten mal abgesehen.

Noch mal ein großes "Fuck You!" an alle, die dieses Pack in die Parlamente bringen.

Die CDU ist nur noch ein peinliche Haufen...

AfD-Mann sorgt für Eklat im Bundestag: Merkel in einer Reihe mit Hitler.

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:04 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09

Was hat es mit der CDU zu tun, wenn ein Afd-Politiker redet?

AfD-Mann sorgt für Eklat im Bundestag: Merkel in einer Reihe mit Hitler.

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:07 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Was hat es mit der CDU zu tun, wenn ein Afd-Politiker redet?

Du solltest vielleicht mal den Artikel lesen, dann kommt du von selbst drauf.

AfD-Mann sorgt für Eklat im Bundestag: Merkel in einer Reihe mit Hitler.

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:09 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09

Dann solltest du auch erwähnen, welchen Teil du meinst. Genannt wird vorher nur der Afd-ler.

AfD-Mann sorgt für Eklat im Bundestag: Merkel in einer Reihe mit Hitler.

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:11 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Dann solltest du auch erwähnen, welchen Teil du meinst. Genannt wird vorher nur der Afd-ler.

Das ergibt sich aus dem Kontext.

Hitlervergleich und der peinliche Haufen nimmt es stillschweigend hin. Vielleicht haut irgendwer noch einen Tweet raus, der es im nachhinein verurteil, macht das Schweigen der Schwarzen nicht wett.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Gargamel09, Donnerstag, 07.09.2023, 12:26 (vor 865 Tagen) @ Nietzsche

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.

Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:47 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09


Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...

Friedrich Merz dürfte seine Gründe dafür gehabt haben, dass er nicht die Berliner Parade-Hochburg der Grünen, den Prenzlauer Berg, genannt hat.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 08:40 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 08:50

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.


Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...

Würde mich auch interessieren, ob das so gemeint war. Liegt erst einmal nahe. Es könnte aber vielleicht auch so gemeint sein, nach dem Motto "die "normalen" Menschen auf dem Land" und "die woken Verrückten aus Kreuzberg" (pauschalisierend dargestellt). Ich glaube, was viele noch nicht so richtig auf dem Schirm haben, unabhängig von Partei und Meinung, es geht in erster Linie, im Kern des gesellschaftlichen Konflikts, primär nicht um Migration oder nicht-Migration. Das mag für Teile der neuen Bundesländer gelten, aber nicht für Bayern oder BaWü. Selbst in den kleinsten Orten leben dort auch nicht nur "Boarn" oder "Schwaben" heutzutage. Im Gegenteil, wenn ich an meine Fanclub-Kollegen aus dem Süden denke, die teils wirklich aus den kleinsten denkbaren Dörfern Bayerns oder BaWÜs kommen, da sind überall Menschen mit Migrationshintergrund vollständig integriert im Vereinsleben.
Der innere Konflikt dieser Gesellschaft entbrennt sich viel mehr aus dem, was die urbane Akademikerschicht für richtig hält und was insbesondere die ländliche und nicht-urbane Bevölkerung für richtig hält. Letztere wird den Kampf politisch vermutlich auch in Zukunft "in the long-run" immer gewinnen, vor allem wenn dieser spalterisch wird und ein großer Teil der Landbevölkerung sich nicht berücksichtigt sieht oder politische Entwicklungen für unsachgemäß hält, da nur knapp 30% der Deutschen überhaupt in Großstädten leben und da natürlich auch nicht alle zur urbanen Bevölkerungsgruppe zählen.
Ist so mein Eindruck vom Ganzen.

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Lattenknaller, Madrid, Freitag, 08.09.2023, 09:00 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.


Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...


Würde mich auch interessieren, ob das so gemeint war. Liegt erst einmal nahe. Es könnte aber vielleicht auch so gemeint sein, nach dem Motto "die "normalen" Menschen auf dem Land" und "die woken Verrückten aus Kreuzberg" (pauschalisierend dargestellt). Ich glaube, was viele noch nicht so richtig auf dem Schirm haben, unabhängig von Partei und Meinung, es geht in erster Linie, im Kern des gesellschaftlichen Konflikts, primär nicht um Migration oder nicht-Migration. Das mag für Teile der neuen Bundesländer gelten, aber nicht für Bayern oder BaWü. Selbst in den kleinsten Orten leben dort auch nicht nur "Boarn" oder "Schwaben" heutzutage. Im Gegenteil, wenn ich an meine Fanclub-Kollegen aus dem Süden denke, die teils wirklich aus den kleinsten denkbaren Dörfern Bayerns oder BaWÜs kommen, da sind überall Menschen mit Migrationshintergrund vollständig integriert im Vereinsleben.
Der innere Konflikt dieser Gesellschaft entbrennt sich viel mehr aus dem, was die urbane Akademikerschicht für richtig hält und was insbesondere die ländliche und nicht-urbane Bevölkerung für richtig hält. Letztere wird den Kampf politisch vermutlich auch in Zukunft "in the long-run" immer gewinnen, vor allem wenn dieser spalterisch wird und ein großer Teil der Landbevölkerung sich nicht berücksichtigt sieht oder politische Entwicklungen für unsachgemäß hält, da nur knapp 30% der Deutschen überhaupt in Großstädten leben und da natürlich auch nicht alle zur urbanen Bevölkerungsgruppe zählen.
Ist so mein Eindruck vom Ganzen.

Zu erst einmal muss ein CDU-Fraktions- und Parteivorsitzender in der Lage sein, klar und präzise zu sprechen. Das ist Merz nicht. Der Mann ist eine komplette Fehlbesetzung. Das wissen sie auch in der CDU und sind gerade an Existstrategien.
Wenn er irgendwas mit woke hätte ansprechen wollen, hätte er wohl eher von Berlin-Mitte gesprochen.
Außerdem: Es gibt keinen Kulturkampf um das Thema in Deutschland. Auch wenn einige das Fass aufmachen wollen. Es wird niemand zu was gezwungen. Und was die von Dir angesprochenen Regionen angeht. Da ich lange in der bayerischen Region gewohnt habe und von dort sowie beruflich viele "richtige" Bayern kennen, sogar "alte weiße Bayern", die nehmen das entspannt. Einige gendern sogar, andere interessiert das nicht, andere spötteln. Und die die sich darüber lustig machen trinken trotzdem mit denen, die "woke" sind ein Bier. Gerade in den Regionen wirst Du aber z.B. einen sehr hohen Anteil an Lastenfahrrädern, Fahrradfahrern im allgemeinen, PV- und WP-Besitzern haben. Laptop und Lederhose halt. Den von Dir beschrieben Kulturkampf gibt es in den Dörfern dort so gut wie nicht.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 09:08 (vor 864 Tagen) @ Lattenknaller
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 09:19

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.


Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...


Würde mich auch interessieren, ob das so gemeint war. Liegt erst einmal nahe. Es könnte aber vielleicht auch so gemeint sein, nach dem Motto "die "normalen" Menschen auf dem Land" und "die woken Verrückten aus Kreuzberg" (pauschalisierend dargestellt). Ich glaube, was viele noch nicht so richtig auf dem Schirm haben, unabhängig von Partei und Meinung, es geht in erster Linie, im Kern des gesellschaftlichen Konflikts, primär nicht um Migration oder nicht-Migration. Das mag für Teile der neuen Bundesländer gelten, aber nicht für Bayern oder BaWü. Selbst in den kleinsten Orten leben dort auch nicht nur "Boarn" oder "Schwaben" heutzutage. Im Gegenteil, wenn ich an meine Fanclub-Kollegen aus dem Süden denke, die teils wirklich aus den kleinsten denkbaren Dörfern Bayerns oder BaWÜs kommen, da sind überall Menschen mit Migrationshintergrund vollständig integriert im Vereinsleben.
Der innere Konflikt dieser Gesellschaft entbrennt sich viel mehr aus dem, was die urbane Akademikerschicht für richtig hält und was insbesondere die ländliche und nicht-urbane Bevölkerung für richtig hält. Letztere wird den Kampf politisch vermutlich auch in Zukunft "in the long-run" immer gewinnen, vor allem wenn dieser spalterisch wird und ein großer Teil der Landbevölkerung sich nicht berücksichtigt sieht oder politische Entwicklungen für unsachgemäß hält, da nur knapp 30% der Deutschen überhaupt in Großstädten leben und da natürlich auch nicht alle zur urbanen Bevölkerungsgruppe zählen.
Ist so mein Eindruck vom Ganzen.


Zu erst einmal muss ein CDU-Fraktions- und Parteivorsitzender in der Lage sein, klar und präzise zu sprechen. Das ist Merz nicht. Der Mann ist eine komplette Fehlbesetzung. Das wissen sie auch in der CDU und sind gerade an Existstrategien.

Selbstredend machen er und die CDU das nicht ohne Hintergedanken. Es gibt einen massiven Rechtsruck in Deutschland und die Union will das abfangen bzw. sich selbst in Stellung bringen. Deshalb lässt so einer wie Merz solche Aussagen fallen. Der ist ja nicht pathologisch dumm und macht das immer wieder, wenn innerhalb der Union das alle kacke finden. Nur Dir und mir erzählen sie halt was anderes, öffentlich. Wenn die Union wollen würde, wäre Merz schon lange weg. Es gibt so viele, in der Öffentlichkeit bekannte Kandidaten innerhalb der Union, wie man unter Merkel es sich nie erträumt hätte.

Wenn er irgendwas mit woke hätte ansprechen wollen, hätte er wohl eher von Berlin-Mitte gesprochen.
Außerdem: Es gibt keinen Kulturkampf um das Thema in Deutschland. Auch wenn einige das Fass aufmachen wollen. Es wird niemand zu was gezwungen. Und was die von Dir angesprochenen Regionen angeht. Da ich lange in der bayerischen Region gewohnt habe und von dort sowie beruflich viele "richtige" Bayern kennen, sogar "alte weiße Bayern", die nehmen das entspannt. Einige gendern sogar, andere interessiert das nicht, andere spötteln. Und die die sich darüber lustig machen trinken trotzdem mit denen, die "woke" sind ein Bier. Gerade in den Regionen wirst Du aber z.B. einen sehr hohen Anteil an Lastenfahrrädern, Fahrradfahrern im allgemeinen, PV- und WP-Besitzern haben. Laptop und Lederhose halt. Den von Dir beschrieben Kulturkampf gibt es in den Dörfern dort so gut wie nicht.

Ja, natürlich, weil die Boarn gemütliche sind und im Feierabend dann da keine Diskutierrunde wollen. Trotzdem wählen sie danach dann CSU, oder verstärkt die freien Wähler und die AfD, weil sie mit nahezu nichts, was das politische Berlin ihnen via Heute-Journal Interviews erzählt, übereinstimmen.
Es ist ein Kulturkampf, der die AfD so stark werden lässt. Keine Migranten und auch kein Heizgesetz sorgen für diesen Rechtstruck, den die BRD so wohl noch nie gesehen hat in ihrer Geschichte.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Lattenknaller, Madrid, Freitag, 08.09.2023, 14:18 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Ja, natürlich, weil die Boarn gemütliche sind und im Feierabend dann da keine Diskutierrunde wollen. Trotzdem wählen sie danach dann CSU, oder verstärkt die freien Wähler und die AfD, weil sie mit nahezu nichts, was das politische Berlin ihnen via Heute-Journal Interviews erzählt, übereinstimmen.
Es ist ein Kulturkampf, der die AfD so stark werden lässt. Keine Migranten und auch kein Heizgesetz sorgen für diesen Rechtstruck, den die BRD so wohl noch nie gesehen hat in ihrer Geschichte.

Ich kenne eigentlich niemanden, der wegen des angeblichen "Kulturkampfes" die AFD wählt. Es gibt einige, die genervt sind, aber das ist es maximal. Die wählen nicht AFD, sondern bleiben bei CSU und FDP.
Mir muss man auch noch mal genauer erklären, worin der angebliche Kulturkampf neben einiger Warnhinweise den so konkret bestehen soll. OK, ich darf nicht mehr im Auto beim Warten am Fussgängerstreifen rufen "Mach schneller Du Dicke", weil mich sonst der Teenie hinten korrigiert. Aber die junge Generation tickt da auch anders, was ja auch korrekt ist.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 09:37 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Zu erst einmal muss ein CDU-Fraktions- und Parteivorsitzender in der Lage sein, klar und präzise zu sprechen. Das ist Merz nicht. Der Mann ist eine komplette Fehlbesetzung. Das wissen sie auch in der CDU und sind gerade an Existstrategien.


Selbstredend machen er und die CDU das nicht ohne Hintergedanken. Es gibt einen massiven Rechtsruck in Deutschland und die Union will das abfangen bzw. sich selbst in Stellung bringen. Deshalb lässt so einer wie Merz solche Aussagen fallen. Der ist ja nicht pathologisch dumm und macht das immer wieder, wenn innerhalb der Union das alle kacke finden. Nur Dir und mir erzählen sie halt was anderes, öffentlich.

Wesentliche Teile der Union befeuern diesen Rechtsruck aktiv, weil sie davon zu profitieren zu hoffen. Vor Jahrzehnten hat das funktioniert. Ein Franz-Josef Strauß hat diese Klaviatur ein Leben lang bespielt. Und die eine oder der andere erinnert sich sicherlich noch an die beschämende Kampagne der hessischen CDU, "Wo kann ich gegen die Ausländer unterschreiben?".

Aber heute gibt es deutschlandweit mit der AfD eine mittlerweile offen rechtsradikale Partei rechts von der Union. Und in Bayern gibt es zudem die Freien Wähler mit dem offen rechtspopulistischen Vorsitzenden Hubert Aiwanger. Und deshalb funktionieren die alten Strategien nicht mehr. Ein Markus Söder beispielsweise hat sich bereits vor Monaten auf Gedeih und Verderb an Aiwanger gekettet. Egal wie lautstark er jetzt auftritt, intern dürfte er die Hosen gestrichen voll haben. In Erding beispielsweise wurde Aiwanger gefeiert, Söder aber ausgebuht. Mittlerweile ist Söder in der bayrischen Landesregierung Kellner, Aiwanger ist Koch.

Wer rechtspopulistisch oder gar rechtsradikal tickt, der wählt heute das Original, nicht die Kopie. Nicht die CSU, nicht die CDU, und auch nicht die AfD. Da können Söder, Merz, Kubicki und Co. noch so sehr in Stammtischmanier vom Leder ziehen. Es nutzt ihnen nichts, ganz im Gegenteil. Es macht die AfD bzw. in Bayern auch die Aiwangers noch stärker.

Aber auch die Freien Wähler haben ein Problem. Hubert Aiwanger ist auf der einen Seite das Aushängeschild. Auf der anderen Seite ist er aber deutlich populistischer und auch deutlich weiter rechts stehend als die Mitte seiner Partei.


Es ist ein Kulturkampf, der die AfD so stark werden lässt. Keine Migranten und auch kein Heizgesetz sorgen für diesen Rechtstruck, den die BRD so wohl noch nie gesehen hat in ihrer Geschichte.

Das ist richtig. Aber dieser Kulturkampf wird in erster Linie von rechts befeuert. Von der AfD und von anderen Rechtsradikalen, aber auch aus CDU, CSU und AfD heraus. Was von dort behauptet wird, hat mit der Realität nichts zu tun. Stichwort z.B. "Winnetou". Da wird seit Jahrzehnten gefordert, dass sich ARD und ZDF beim Erwerb von Sendelizenzen nicht gegenseitig überbieten sollen. Dann verzichtet die ARD darauf, ihre Lizenzen für Karl-May-Filme zu verlängern, weil man dem ZDF nicht in die Quere kommen will. Dort werden die Filme selbstverständlich weiter gezeigt, Lizenzen verlängert. Trotzdem kommt von AfD, Freien Wählern, CSU, CDU und FDP im Chor "Winnetou wird verboten!".

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Guido, Freitag, 08.09.2023, 10:03 (vor 864 Tagen) @ Ulrich

Aber auch die Freien Wähler haben ein Problem. Hubert Aiwanger ist auf der einen Seite das Aushängeschild. Auf der anderen Seite ist er aber deutlich populistischer und auch deutlich weiter rechts stehend als die Mitte seiner Partei.

"Die" Freien Wähler gibt es ja nicht. Zumindest außerhalb Bayerns sind die ja arg zersplittert. Natürlich haben sie in Bayern mit Aiwanger ein Problem: Aber das ist weniger sein Standpunkt, sondern dass es dahinter kein bekanntes Gesicht gibt. Im übrigen hat der Fall Aiwanger den FW nicht geschadet. In den Umfragen zur Landtagswahl haben sie nen Sprung nach oben gemacht.

Das ist richtig. Aber dieser Kulturkampf wird in erster Linie von rechts befeuert.

Wer in seiner Mediathek altes Material von Otto Waalkes und Harald Schmidt mit Warnhinweisen versieht, liefert allerbeste Steilvorlagen. Ich bin mir sicher, dass das Verhalten des ÖR für bis zu 5% der AfD-Umfrageergebnisse mitverantwortlich ist. Da hat sich einfach soviel aufgestaut, dass die AfD nichts tun muss, außer zu schauen, in welches Fettnäpfchen die Medien als nächstes treten.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:53 (vor 863 Tagen) @ Guido

Wer in seiner Mediathek altes Material von Otto Waalkes und Harald Schmidt mit Warnhinweisen versieht, liefert allerbeste Steilvorlagen. Ich bin mir sicher, dass das Verhalten des ÖR für bis zu 5% der AfD-Umfrageergebnisse mitverantwortlich ist. Da hat sich einfach soviel aufgestaut, dass die AfD nichts tun muss, außer zu schauen, in welches Fettnäpfchen die Medien als nächstes treten.

Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.

In der Bundesrepublik Deutschland hat sich im Verlaufe ihrer Existenz vieles geändert. Früher einmal gehörte die Frau an den Herd und an die Waschmaschine. War sie verheiratet, dann musste der Ehemann den Arbeitsvertrag mit unterschreiben, auch ein Konto konnte sie ohne seine Zustimmung nicht eröffnen. Offen rassistische und homophobe Sprache war an der Tagesordnung, etc. Man rauchte auch in geschlossenen Räumen, selbst wenn Kinder anwesend waren, und, und, und ....

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Guido, Freitag, 08.09.2023, 16:47 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Wer in seiner Mediathek altes Material von Otto Waalkes und Harald Schmidt mit Warnhinweisen versieht, liefert allerbeste Steilvorlagen. Ich bin mir sicher, dass das Verhalten des ÖR für bis zu 5% der AfD-Umfrageergebnisse mitverantwortlich ist. Da hat sich einfach soviel aufgestaut, dass die AfD nichts tun muss, außer zu schauen, in welches Fettnäpfchen die Medien als nächstes treten.


Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.

Ich hab nicht von Gendersternchen gesprochen, sondern von Warnhinweisen vor alten Sendungen von Harald Schmidt und Otto Waalkes. Das ist keine Frage der politischen Korrektheit, sondern wird als abgehobene Bevormundung gesehen. Natürlich kann man den damaligen Humor heute unlustig finden, aber Warnhinweise?
Der ÖR hat in den Augen vieler Leute, die sich als Mitte sehen einfach eine linke Schlagseite bekommen. Sei es wegen linker Jugendformate wie Funk, Sendungen wie Böhmermann usw. Und es zieht sich bis in Unterhaltungsformate wie Tatort, die jede noch so seichte Story mit einem politischen Lehrauftrag versehen. Na klar: Muss man nicht gucken, wenn es einem nicht gefällt, aber der Punkt ist doch dass die AfD immer wieder betont, dass die Medien uns manipulieren. Und dann kommt die alt-ehrwürdige Tagesschau und leistet sich bei Straßeninterviews unverzeihliche Fehler. Das geht einfach nicht.

Wie auch immer: Der privaten Konkurrenz links der Mitte (Katapult, Titanic, Neues Deutschland) geht jetzt allesamt und gleichzeitig das Geld aus. Die Konkurrenz war wohl zu übermächtig.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 17:32 (vor 863 Tagen) @ Guido

Wer in seiner Mediathek altes Material von Otto Waalkes und Harald Schmidt mit Warnhinweisen versieht, liefert allerbeste Steilvorlagen. Ich bin mir sicher, dass das Verhalten des ÖR für bis zu 5% der AfD-Umfrageergebnisse mitverantwortlich ist. Da hat sich einfach soviel aufgestaut, dass die AfD nichts tun muss, außer zu schauen, in welches Fettnäpfchen die Medien als nächstes treten.


Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.


Ich hab nicht von Gendersternchen gesprochen, sondern von Warnhinweisen vor alten Sendungen von Harald Schmidt und Otto Waalkes. Das ist keine Frage der politischen Korrektheit, sondern wird als abgehobene Bevormundung gesehen. Natürlich kann man den damaligen Humor heute unlustig finden, aber Warnhinweise?

Es sind doch aber die gleichen Vollidioten, die sich über Gendersternchen aufregen und bei Facebook posten, dass man weiterhin Negerkuss sagen wird. Minderbemittelte Kreaturen bei denen die Zeit in den 80er Jahren stehen geblieben ist.

Der ÖR hat in den Augen vieler Leute, die sich als Mitte sehen einfach eine linke Schlagseite bekommen. Sei es wegen linker Jugendformate wie Funk, Sendungen wie Böhmermann usw. Und es zieht sich bis in Unterhaltungsformate wie Tatort, die jede noch so seichte Story mit einem politischen Lehrauftrag versehen. Na klar: Muss man nicht gucken, wenn es einem nicht gefällt, aber der Punkt ist doch dass die AfD immer wieder betont, dass die Medien uns manipulieren. Und dann kommt die alt-ehrwürdige Tagesschau und leistet sich bei Straßeninterviews unverzeihliche Fehler. Das geht einfach nicht.

Fehler machen und bewusstes manipulieren sind zwei verschiedene Dinge.


Wie auch immer: Der privaten Konkurrenz links der Mitte (Katapult, Titanic, Neues Deutschland) geht jetzt allesamt und gleichzeitig das Geld aus. Die Konkurrenz war wohl zu übermächtig.

Soll man aus Rücksicht vor privaten Medien nun den ÖRR einstellen? Es sind vor allem die allgemein schrumpfenden Auflagen das Problem. Die Zeiten des Papierformats sind langsam aber sicher vorbei. Wer nicht rechtzeitig auf ein vernünftiges Onlineformat umgestellt hat, wird vom Markt verschwinden.

Mensch Markus

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 08.09.2023, 19:11 (vor 863 Tagen) @ markus

jetzt bist du endgültig bei den Faschisten angekommen. Wir gegen Die, das abwerten von Menschen mit anderer Meinung (Idioten) und ganz zum Schluss Ableismus und Entmenschlichen (Minderbemittelte Kreaturen). Das ist die Sprache und die Denke der NPD oder eines Kapos.

Ich möchte kotzen.

Mensch Markus

Pfostentreffer, Samstag, 09.09.2023, 06:07 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

jetzt bist du endgültig bei den Faschisten angekommen

puh, ich hoffe für Dich, dass Dich dafür niemand verklagt.

Wahrscheinlich aber eher nicht, da Du wohl mit alten Beiträgen glaubwürdig darlegen könntest, dass Du es als Kompliment meinst.

Mensch Marc

markus, Freitag, 08.09.2023, 19:16 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Ich finde Idioten und Kreaturen noch ziemlich harmlos für Leute, die eine Partei wie die AfD wählen. Kotzen könnte ich auch bei vielen deiner Beiträge, weil du (ich hoffe unbewusst) oft ins falsche Horn bläst.

Mensch Marc

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 08.09.2023, 19:33 (vor 863 Tagen) @ markus

Ich finde Kreatur entmenschlicht Menschen.

Und as i said: Der ganze Post, den du dir hoffentlich nochmals durchliest, ist eine Einteilung in "Wir" und "Die", in "Gut" und "Böse".

Und es hat nicht mit KZs, Gulags und Bautzen angefangen. Angefangen hat es mit Entmenschlichung, "Wir" gegen "Die" und Herabwürdigung wegen einer falschen Meinung, politischen Einstellung, Religion oder Hautfarbe. Das ist faschistische Scheiße. Egal ob rot oder braun lackiert.

Mensch Marc

markus, Freitag, 08.09.2023, 19:37 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Du brauchst dringend eine Abkühlung.

Mensch Marc

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 22:17 (vor 863 Tagen) @ markus

Hilft bei dem nicht....dessen Logik ist einfach umwerfend: wenn man Faschisten für Arschlöcher hält (was sie über alles gesehen objektiv auch sind) und das dann auch klar zum Ausdruck bringt, ist man selbst ein Faschist.

Der Lieblingsanwalt ist halt ein Meister des Relativierens.....

Mensch Marc

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 08.09.2023, 23:17 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Hilft bei dem nicht....dessen Logik ist einfach umwerfend: wenn man Faschisten für Arschlöcher hält (was sie über alles gesehen objektiv auch sind) und das dann auch klar zum Ausdruck bringt, ist man selbst ein Faschist.

Der Lieblingsanwalt ist halt ein Meister des Relativierens.....

Ich weiss nicht, was du an "Minderbemittelten Kreaturen" auch nur im Ansatz richtig findest. Stell dir einfach vor, wie du das finden würdest, wenn man das zu

a) Homosexuellen
b) BiPoC
c) Transsexuellen
d) Muslimen

sagen würde. Bingo.

Mensch Marc

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 09.09.2023, 11:42 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von nico36de, Samstag, 09.09.2023, 11:51

Mal wieder einer deiner typischen, volkommen unpassenden Vergleiche.

Der AfD-Wähler, der geifernd "wir sind das Volk" gröhlt und eine Partei wählt, die all das, über das er sich beklagt, für ihn persönlich noch schlechter macht, zeichnet sich dadurch aus, dass er offensichtlich Probleme mit dem Denken und Verstehen hat. Er lässt sich also anhand seines Verhaltens und nicht seiner bloßen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe charakterisieren.

Ob das Aussprechen einer solchen Tatsache durch Begrifff minderbemittelt dann unzulässig ist, kann ich nicht beurteilen. Objektiv ist man aber minderbemittelt, wenn man sich so verhält.

Mensch Marc

markus, Samstag, 09.09.2023, 13:07 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Mal wieder einer deiner typischen, volkommen unpassenden Vergleiche.

Der AfD-Wähler, der geifernd "wir sind das Volk" gröhlt und eine Partei wählt, die all das, über das er sich beklagt, für ihn persönlich noch schlechter macht, zeichnet sich dadurch aus, dass er offensichtlich Probleme mit dem Denken und Verstehen hat. Er lässt sich also anhand seines Verhaltens und nicht seiner bloßen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe charakterisieren.

Ob das Aussprechen einer solchen Tatsache durch Begrifff minderbemittelt dann unzulässig ist, kann ich nicht beurteilen. Objektiv ist man aber minderbemittelt, wenn man sich so verhält.

Zudem sollte man aufpassen, dass man nicht permanent intolerante Personen toleriert. Denn mit ihnen stirbt die Toleranz.

„Es gibt da das „Toleranz-Paradoxon“ von Karl Popper. Das besagt: Man darf intolerante Menschen nicht tolerieren, sonst stirbt die Toleranz mit ihnen. Und intolerante Menschen sind nach Poppers Definition Menschen, die Andersdenkenden entweder Gewalt androhen oder sogar Gewalt ausüben und Menschen, die den rationalen Diskurs verweigern. Und das finde ich sehr sinnvoll, wenn man sagt: Da muss die Toleranz aufhören.“ Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim bei ttt – titel, thesen, temperamente

Mensch Marc

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Samstag, 09.09.2023, 12:45 (vor 863 Tagen) @ nico36de

Es ging nicht um Wähler der AfD. Die mag ich genauso wenig wie du. Es ging um Menschen, die Gendern und Triggerwarnungen vor Otto oder Harald Schmidt ablehnen.

Man kann, darf und soll bitte Menschen doof finden, wenn mir deren Einstellung nicht passt. Aber vielleicht beachten wir bei allen Unterschieden dann doch mal, dass es sich um Menschen handelt. Nicht um "Kreaturen".

Mensch Marc

markus, Samstag, 09.09.2023, 13:03 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Es ging nicht um Wähler der AfD. Die mag ich genauso wenig wie du. Es ging um Menschen, die Gendern und Triggerwarnungen vor Otto oder Harald Schmidt ablehnen.

Man kann, darf und soll bitte Menschen doof finden, wenn mir deren Einstellung nicht passt. Aber vielleicht beachten wir bei allen Unterschieden dann doch mal, dass es sich um Menschen handelt. Nicht um "Kreaturen".

Herrje… Kreatur ist ein Synonym für Lebewesen und Geschöpf. Sind die oben genannten Personen aus deiner Sicht keine Lebewesen? Dann bist du derjenigen, der sich selbst hinterfragen müsste.

https://www.duden.de/synonyme/Kreatur

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 17:17 (vor 863 Tagen) @ Guido

Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.


Ich hab nicht von Gendersternchen gesprochen, sondern von Warnhinweisen vor alten Sendungen von Harald Schmidt und Otto Waalkes. Das ist keine Frage der politischen Korrektheit, sondern wird als abgehobene Bevormundung gesehen. Natürlich kann man den damaligen Humor heute unlustig finden, aber Warnhinweise?

Und von wem wird das als "Bevormundung" gesehen? Nur von den Durchgeknallten, die sich vom Gendern "bedroht" fühlen. Thema ist das in erster Linie bei Rechtspopulisten und Rechtsradikalen, befeuert von den einschlägigen Medien von Bild bis Nius. Den großen Rest kratzt es nicht.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 08.09.2023, 19:15 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.


Ich hab nicht von Gendersternchen gesprochen, sondern von Warnhinweisen vor alten Sendungen von Harald Schmidt und Otto Waalkes. Das ist keine Frage der politischen Korrektheit, sondern wird als abgehobene Bevormundung gesehen. Natürlich kann man den damaligen Humor heute unlustig finden, aber Warnhinweise?


Und von wem wird das als "Bevormundung" gesehen? Nur von den Durchgeknallten, die sich vom Gendern "bedroht" fühlen. Thema ist das in erster Linie bei Rechtspopulisten und Rechtsradikalen, befeuert von den einschlägigen Medien von Bild bis Nius. Den großen Rest kratzt es nicht.


Gendern finden je nach Umfrage zwischen 66 und 80 % doof. Alles nur Durchgeknallte? Erst Markus mit seiner Fascho-Scheiße und jetzt du. War heute irgendwas im Wasser?

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 19:17 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Gendern finden je nach Umfrage zwischen 66 und 80 % doof.

ich hab tatsächlich Mitleid mit jedem, der sich darüber den Kopf zerbricht. Es ist doch so fucking scheiße egal ..... herrje.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

istar, Freitag, 08.09.2023, 19:35 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Gendern finden je nach Umfrage zwischen 66 und 80 % doof.


ich hab tatsächlich Mitleid mit jedem, der sich darüber den Kopf zerbricht. Es ist doch so fucking scheiße egal ..... herrje.

Stimmt. Gendern ist scheißegal. Dieses aufgeblasene "ich möchte bitte niemanden diskriminieren,deshalb das Sternchen"-Getue von Leuten, die einfach nur einen Stock in ihrem verklemmten Hintern haben, kann man doch nicht ernst nehmen.

Scheiß Opfer.

Finde das Niveau jetzt übrigens richtig Klasse. Genau meine Welt. Das verfickte Strebergelaber mit Toleranz-Heuchelei nervt doch nur.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 19:39 (vor 863 Tagen) @ istar

Stimmt. Gendern ist scheißegal. Dieses aufgeblasene "ich möchte bitte niemanden diskriminieren,deshalb das Sternchen"-Getue von Leuten, die einfach nur einen Stock in ihrem verklemmten Hintern haben, kann man doch nicht ernst nehmen.

Scheiß Opfer.

Finde das Niveau jetzt übrigens richtig Klasse. Genau meine Welt. Das verfickte Strebergelaber mit Toleranz-Heuchelei nervt doch nur.

Ich hoffe es erschreckt dich nicht, dass aus deinen Worten es nur so herausschreit, dass es dir nicht egal ist. Danke für diesen Post, der auf den Kopp genau beschreibt, was ich gemeint habe.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Freitag, 08.09.2023, 19:56 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Das Niveau ist im Keller.

Das gendern löst für mich keine Probleme. Symbole auf Parkplätzen und an Schildern zeigen ständig Muttis und keine Papas. Papa-Kind-Parkplätze gibt es nicht. Und dann wird diskutiert, ob Sternchen, Doppelpack oder Binnen-I. Und da wird Energie investiert. Fühlt sich nach einem Schritt an, welcher nix ändert.

Immerhin gibt es schon Wickeltoiletten außer von Frauentoiletten.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

majae, Muc, Freitag, 29.09.2023, 15:42 (vor 842 Tagen) @ Taifun

Das gendern löst für mich keine Probleme.

Und weil es keine deiner Probleme löst, braucht man es nicht?

Fühlt sich nach einem Schritt an, welcher nix ändert.

Na gut, wenn es sich nicht richtig für dich anfühlt, dann wird es wohl auch nicht richtig sein.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 20:06 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Das Niveau ist im Keller.

Das gendern löst für mich keine Probleme. Symbole auf Parkplätzen und an Schildern zeigen ständig Muttis und keine Papas. Papa-Kind-Parkplätze gibt es nicht. Und dann wird diskutiert, ob Sternchen, Doppelpack oder Binnen-I. Und da wird Energie investiert. Fühlt sich nach einem Schritt an, welcher nix ändert.

Immerhin gibt es schon Wickeltoiletten außer von Frauentoiletten.

Mit gendern werden sprachlich und gleichrangig auch andere Geschlechter angesprochen. Verstehe den Kampf dagegen nicht. Wenn du weiterhin nur die männliche Form nutzen möchtest, ist das auch okay. Niemand zwingt dich dazu, ein anderes Geschlecht sprachlich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Männer.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 20:10 (vor 863 Tagen) @ markus

Mit gendern werden sprachlich und gleichrangig auch andere Geschlechter angesprochen. Verstehe den Kampf dagegen nicht. Wenn du weiterhin nur die männliche Form nutzen möchtest, ist das auch okay. Niemand zwingt dich dazu, ein anderes Geschlecht sprachlich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Männer.

Exakt das. Mein absolutes Lieblingsbeispiel in der Diskussion: Es stehen 99 Ärztinnen zusammen und plaudern. Kommt ein männlicher Kollege vorbei. Jetzt sind es 100. Aber 100 was?

Vive la France!

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 20:37 (vor 863 Tagen) @ Thomas
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 20:56

Mit gendern werden sprachlich und gleichrangig auch andere Geschlechter angesprochen. Verstehe den Kampf dagegen nicht. Wenn du weiterhin nur die männliche Form nutzen möchtest, ist das auch okay. Niemand zwingt dich dazu, ein anderes Geschlecht sprachlich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Männer.


Exakt das. Mein absolutes Lieblingsbeispiel in der Diskussion: Es stehen 99 Ärztinnen zusammen und plaudern. Kommt ein männlicher Kollege vorbei. Jetzt sind es 100. Aber 100 was?

Ähnliches hat man auch im Französischen.
Da gibt es zwei verschiedene Formen für Plural "sie": ils und elles: Ils wird für mehrere männliche Subjekte oder eine Gruppe männlicher und weiblicher Subjekte benutzt, elles ausschließlich für mehrere weibliche Subjekte. Die alten französischen Chauvinisten. :-)

Etwaige Neologismen wurden vom Bildungsministerium verboten. Kleinere Änderungen gibt es aber schon, insbesondere in der aktiven Aussprache. Beispiel "Bienvenue à tous", "allen ein herzliches Willkommen". Da sagt man mittlerweile gelegentlich "bienvenue à tous et à toutes". Die sind halt nicht so kreativ wie wir und haben kein tous*tes entwickelt. Wäre lustig: "Liebe Anwält*innen...", "Chers*ères avocats*es...". :-)

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 20:09 (vor 863 Tagen) @ markus

Liebe Leser und Leserinnen, ich verwende seit 30 Jahren die Doppelvariante.

Leserlich und barrierefrei.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 20:11 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Liebe Leser und Leserinnen, ich verwende seit 30 Jahren die Doppelvariante.

Leserlich und barrierefrei.

ja, ist doch super!

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 20:00 (vor 863 Tagen) @ Taifun
bearbeitet von Thomas, Freitag, 08.09.2023, 20:08

Papa-Kind-Parkplätze gibt es nicht.

https://www.fahrschule-online.de/nachrichten/auch-vaeter-duerfen-mutter-kind-parkplaetze-nutzen-2603764

Wenn ich früher mit Kind und Kinderwagen unterwegs war und der Platz war größer, hab ich da geparkt. Fertig.

Übrigens: Beschwerde, dass es Papa-Kind-Parkplätze nicht gibt ist okay? Aber wenn Frauen in der Sprache gleichberechtigter vorkommen wollen, dann ist das unnötiger Scheiss?

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Freitag, 08.09.2023, 20:17 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Natürlich darf man da parken. Ein neutrales Symbol wäre nichtsdestotrotz trivial. Die Frau mit dem Kinderwagen ist ein übles Symbol.

Und die reale Benachteiligung der Frau ändert sich null durch irgendwelche Sternchen. Die sind für das gute Gewissen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 21:57 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Den Aufschrei will ich sehen, wenn jemand dieses auf Supermarktparkplätzen genutztes Verkehrsschild zu einem offiziellen, geschlechtsneutralen Verkehrszeichen erheben will. ;-)

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 21:17 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Natürlich darf man da parken. Ein neutrales Symbol wäre nichtsdestotrotz trivial. Die Frau mit dem Kinderwagen ist ein übles Symbol.

Und die reale Benachteiligung der Frau ändert sich null durch irgendwelche Sternchen. Die sind für das gute Gewissen.

Ich habe (aufgrund der Gewohnheit) auch Schwierigkeiten mit dem gendern. Aber die Intention dahinter kann ich schon verstehen und ist richtig. Wie will man denn „reale“ Benachteiligungen beseitigen und die Gleichstellung erreichen, wenn man es in der täglichen Sprache schon nicht hinkriegt? Die Sprache ist doch der erste Schritt und muss sich auch anpassen können.

Vor 50 Jahren hatten Frauen weniger Rechte als Männer. Da war es folgerichtig, dass auch die Sprache männlich ausgerichtet war. Doch jetzt ist das anders. Man versucht alle Menschen gleichzubehandeln und Diskriminierung zu beseitigen und das wird dann auch Auswirkungen auf die Sprache haben. Und auch wenn es mir selbst Schwierigkeiten bereitet, ist das für mich kein Grund, dagegen anzukämpfen und es denen madig machen zu wollen, die vielleicht schon einen Schritt weiter sind. Denn wer mit Änderungen nicht klarkommt, nicht mit der Zeit geht und die Erwartungshaltung hat, dass alles so bleibt wie es ist, wird irgendwann in einer Welt leben, die völlig fremd ist. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

istar, Freitag, 08.09.2023, 19:44 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Stimmt. Gendern ist scheißegal. Dieses aufgeblasene "ich möchte bitte niemanden diskriminieren,deshalb das Sternchen"-Getue von Leuten, die einfach nur einen Stock in ihrem verklemmten Hintern haben, kann man doch nicht ernst nehmen.

Scheiß Opfer.

Finde das Niveau jetzt übrigens richtig Klasse. Genau meine Welt. Das verfickte Strebergelaber mit Toleranz-Heuchelei nervt doch nur.


Ich hoffe es erschreckt dich nicht, dass aus deinen Worten es nur so herausschreit, dass es dir nicht egal ist. Danke für diesen Post, der auf den Kopp genau beschreibt, was ich gemeint habe.

Die Mehrheit steht hinter mir. Aber sowas von.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 19:45 (vor 863 Tagen) @ istar

Die Mehrheit steht hinter mir. Aber sowas von.

Schöne Grüße!

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 08.09.2023, 19:28 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Gendern finden je nach Umfrage zwischen 66 und 80 % doof.


ich hab tatsächlich Mitleid mit jedem, der sich darüber den Kopf zerbricht. Es ist doch so fucking scheiße egal ..... herrje.

Leben und leben lassen. Wenn du mir gegenüber Gendern möchtest, do it. Akzeptiere nur bitte, dass ich das nicht tun möchte.

Nur beim ÖRR sollte man wegen der Zwangsfinanzierung dann doch eher zurückhaltend damit umgehen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Freitag, 08.09.2023, 19:30 (vor 863 Tagen) @ MarcBVB

Akzeptiere nur bitte, dass ich das nicht tun möchte.

Natürlich, natürlich, natürlich, naturalmente!!! Mir ist völlig egal ob du das ablehnst oder vielleicht sogar dafür bist. Egal.


Nur beim ÖRR sollte man wegen der Zwangsfinanzierung dann doch eher zurückhaltend damit umgehen.

Hach Gottchen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 17:22 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.


Ich hab nicht von Gendersternchen gesprochen, sondern von Warnhinweisen vor alten Sendungen von Harald Schmidt und Otto Waalkes. Das ist keine Frage der politischen Korrektheit, sondern wird als abgehobene Bevormundung gesehen. Natürlich kann man den damaligen Humor heute unlustig finden, aber Warnhinweise?


Und von wem wird das als "Bevormundung" gesehen? Nur von den Durchgeknallten, die sich vom Gendern "bedroht" fühlen. Thema ist das in erster Linie bei Rechtspopulisten und Rechtsradikalen, befeuert von den einschlägigen Medien von Bild bis Nius. Den großen Rest kratzt es nicht.

So pauschal würde ich das nicht nur ganz rechts verorten, hier bei uns ist das auch schon ein Thema, mit der Sprache, und da wählt keiner AfD. Meine Mutter regt sich auch ständig darüber auch, wie man die Sprache nur so verhunzen kann, die schimpft aber genauso auf die AfD, außer TV und Lokale Zeitung konsumieren die auch nichts.

Und der Grünenhass ist echt schon weit verbreitet, das nervt hier alle mehr, als die AfD, weil die ja nun keine Regierung bilden, somit keinen direkten Einfluss auf das Leben haben.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 18:21 (vor 863 Tagen) @ Gargamel09

Hier auch. Aber man schaut den Sender eh nicht. Schon vorher nicht. Genauso dass die ARD kein Winnetou mehr zeigt. Hat man doch eh nicht geschaut.
Warum regt man sich dann überhaupt so darüber auf?

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 18:29 (vor 863 Tagen) @ bigfoot49

Hier auch. Aber man schaut den Sender eh nicht. Schon vorher nicht. Genauso dass die ARD kein Winnetou mehr zeigt. Hat man doch eh nicht geschaut.
Warum regt man sich dann überhaupt so darüber auf?

"wEIL DIE UNS VERBIETEN WOLLEN; wINNETOU IM fERNSEHEN ZU SCHAUEN11111"


Eventuell sollte man von "linker" Seite einfach fordern, das Gendern und vegane Milchersatzprodukte zu verbieten ...

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 17:28 (vor 863 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 17:32

Unfug. Das stört niemanden bis auf die Idioten, die sich auch von jedem Gendersternchen entmannt fühlen.


Ich hab nicht von Gendersternchen gesprochen, sondern von Warnhinweisen vor alten Sendungen von Harald Schmidt und Otto Waalkes. Das ist keine Frage der politischen Korrektheit, sondern wird als abgehobene Bevormundung gesehen. Natürlich kann man den damaligen Humor heute unlustig finden, aber Warnhinweise?


Und von wem wird das als "Bevormundung" gesehen? Nur von den Durchgeknallten, die sich vom Gendern "bedroht" fühlen. Thema ist das in erster Linie bei Rechtspopulisten und Rechtsradikalen, befeuert von den einschlägigen Medien von Bild bis Nius. Den großen Rest kratzt es nicht.


So pauschal würde ich das nicht nur ganz rechts verorten, hier bei uns ist das auch schon ein Thema, mit der Sprache, und da wählt keiner AfD. Meine Mutter regt sich auch ständig darüber auch, wie man die Sprache nur so verhunzen kann, die schimpft aber genauso auf die AfD, außer TV und Lokale Zeitung konsumieren die auch nichts.

Und der Grünenhass ist echt schon weit verbreitet, das nervt hier alle mehr, als die AfD, weil die ja nun keine Regierung bilden, somit keinen direkten Einfluss auf das Leben haben.

Ich glaube, dass da auch teilweise sowohl der Hund begraben als auch die Lösung liegt, wenn man anfängt, das nicht direkt in die Verrücktenecke zu schieben. Leute, die sich in ihrem beruflichen Alltag oder in der privaten Freizeit die Zeit um die Ohren schlagen, um gegen Gendern und co. vorzugehen, von denen kann man sicherlich sagen, dass diese in aller Regel aus dem rechten Spektrum kommen. Meine Vermutung ist dahingehend aber auch, dass einer schweigende Mehrheit die Präsenz dieser Themen doch zunehmend auf die Nerven geht. Es ist ja nicht so, als würde das nicht unweigerlich in die Alltag der Menschen einsickern, egal was man davon hält, man muss nur die Öffis einschalten.
Ich habe auch ähnliche Fälle im direkten Umfeld wie von Dir beschrieben, die sogar an der Basis SPDler und Grüne sind und sich mittlerweile darüber maximal genervt zeigen mir gegenüber.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 17:36 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Ich glaube, dass da auch teilweise sowohl der Hund begraben als auch die Lösung liegt, wenn man anfängt, das nicht direkt in die Verrücktenecke zu schieben. Leute, die sich in ihrem beruflichen Alltag oder in der privaten Freizeit die Zeit um die Ohren schlagen, um gegen Gendern und co. vorzugehen, von denen kann man sicherlich sagen, dass diese in aller Regel aus dem rechten Spektrum kommen. Meine Vermutung ist dahingehend aber auch, dass einer schweigende Mehrheit die Präsenz dieser Themen doch zunehmend auf die Nerven geht. Es ist ja nicht so, als würde das nicht unweigerlich in die Alltag der Menschen einsickern, egal was man davon hält, man muss nur die Öffis einschalten.
Habe da ähnliche Fälle im direkten Umfeld wie von Dir beschrieben, die sogar an der Basis SPDler und Grüne sind und sich mittlerweile darüber maximal genervt zeigen mir gegenüber.

Ob das eine Mehrheit ist, k.a. sicherlich auch altersabhängig, aber ja, das sind so Themen, die können nerven, weil sich viele davon wirklich bevormundet fühlen. Keiner derer wird aber jemals so sprechen und und schreiben (wollen), weil das am Ende für viele auch gar nicht wichtig ist.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Guido, Freitag, 08.09.2023, 16:52 (vor 863 Tagen) @ Guido

Das sieht hier nahezu niemand. Da wird dann nur gefaselt, dass das alles Nazis sind und man auch aus Protest keine Nazis wählt.

Ja, ist für Menschen mit höherer Bildung insbesondere im Westen imho auch so. Aber im Osten hat sich über 33 Jahre derart viel angestaut, dass es nur noch darum geht den Mainstream in die Fr* zu geben.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 16:56 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Aber im Osten hat sich über 33 Jahre derart viel angestaut, dass es nur noch darum geht den Mainstream in die Fr* zu geben.

Irgendwie komisch, dass das die 57 Jahre davor keiner gemacht hat. Und das, wo man doch heute wirklich gar nichts mehr sagen darf.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, Freitag, 08.09.2023, 17:19 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Du solltest dich mal mit dem Frust im Osten beschäftigen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 17:37 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Du solltest dich mal mit dem Frust im Osten beschäftigen.

Zum einen beschäftige ich mich gern auch mal mit den Ursachen des Frustes. In diesem Zusammenhang sollte man nicht ganz vergessen, dass die Menschen in den Neuen Bundesländern 1990 von einem großgewachsenen Pfälzer ("Er ist nicht dick", wie Asterix sagen würde) nach Strich und Faden verarscht wurden. Remember "Blühende Landschaften".

Zum anderen fehlt mir immer noch eine vernünftige Erklärung dafür, warum jemand, der mit der "Gesamtsituation" unzufrieden ist, seine Hoffnungen ausgerechnet auf eine hirnlose, offen rechtsradikale Populistenpartei setzt, die außer der Negierung der Naturgesetze und dem Wunsch, Zeiten wie vor 1990 wieder aufleben zu lassen, eigentlich keine politischen Inhalte hat.

Man kann sich gern mit dem Frust der Menschen beschäftigen. Wenn die Frustbewältigung aber darin bestehen soll, anderen Leuten in den Garten zu kacken, dann ist das aus meiner Sicht eher eine suboptimale Lösung.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 18:14 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Es geht doch vielen nicht um Lösungen. Ein Teil der Wähler wählt die AfD bewusst wegen ihrer ausländerfeindlichen Positionen und viele andere sind einfach unzufrieden und wollen es den "Altparteien" mal so richtig zeigen.

Die ersten erreicht man mit vernünftiger Politik nicht. bei der zweiten, eher dumpfbackigen Gruppe von AfD-Sympathisanten wäre es aber aus meiner Sicht sinnvoller, sie mal aufzuklären, anstatt sich an die billig ranzuwanzen wie der Herr Kretschmer. Man könnte die Leute z.B. darüber aufklären, dass es ihnen noch viel schlechter gehen wird, wenn die Ideen der AfD umgesetzt werden, weil die noch neoliberaler sind als die FDP-Hirnis.

Aber geschenkt, es ist eben sehr viel einfacher, selbst populistische Verlautbarungen abzusondern anstatt zu versuchen, Menschen aufzuklären bzw. sogar zu überzeugen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, Freitag, 08.09.2023, 18:13 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Das Programm der AfD ist denen egal. Die ist für die keine Lösung.

Die haben Angst mit der Ampelregierung erneut Vermögen zu verlieren. Die bzw. deren Eltern haben in den 90ern teilweise sehr viel verloren. Und insbesondere das Gefühl, der Westen interessiert sich sowieso nicht für ihr Schicksal. Und das muss nicht objektiv begründbar sein.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 18:20 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Das Programm der AfD ist denen egal. Die ist für die keine Lösung.

Die haben Angst mit der Ampelregierung erneut Vermögen zu verlieren. Die bzw. deren Eltern haben in den 90ern teilweise sehr viel verloren. Und insbesondere das Gefühl, der Westen interessiert sich sowieso nicht für ihr Schicksal. Und das muss nicht objektiv begründbar sein.

Wir werden um einen Wohlstandsverlust nicht herumkommen. Die Energiewende ist leider nicht kostenlos.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Guido, Freitag, 08.09.2023, 18:32 (vor 863 Tagen) @ markus


Wir werden um einen Wohlstandsverlust nicht herumkommen. Die Energiewende ist leider nicht kostenlos.

Tja, das ist die typisch Denkweise der Grünen in Deutschland…

In den USA klingt das so:
„ When I hear “climate,” I think jobs.

Good-paying, high-quality jobs that will help speed our transition to a green economy of the future and unleash sustainable growth.“ (Joe Biden)

Rate mal, wen ich eher wählen würde, wenn ich könnte

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 18:54 (vor 863 Tagen) @ Guido


Wir werden um einen Wohlstandsverlust nicht herumkommen. Die Energiewende ist leider nicht kostenlos.


Tja, das ist die typisch Denkweise der Grünen in Deutschland…

In den USA klingt das so:
„ When I hear “climate,” I think jobs.

Good-paying, high-quality jobs that will help speed our transition to a green economy of the future and unleash sustainable growth.“ (Joe Biden)

Rate mal, wen ich eher wählen würde, wenn ich könnte

Nur kann leider nicht jeder einen solchen high-quality Job erhalten. Aber jeder ist mit höheren Energiekosten konfrontiert und sie werden langfristig weiter steigen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 18:22 (vor 863 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 18:32

Das Programm der AfD ist denen egal. Die ist für die keine Lösung.

Die haben Angst mit der Ampelregierung erneut Vermögen zu verlieren. Die bzw. deren Eltern haben in den 90ern teilweise sehr viel verloren. Und insbesondere das Gefühl, der Westen interessiert sich sowieso nicht für ihr Schicksal. Und das muss nicht objektiv begründbar sein.


Wir werden um einen Wohlstandsverlust nicht herumkommen. Die Energiewende ist leider nicht kostenlos.

Oder man schraubt mal an der Vermögenssteuer und dem Terrain (die man in Deutschland immer seltsamerweise gänzlich vergisst, währenddessen man sehr gerne über weitere Maßnahmen bei der Einkommenssteuer spricht) und verhindert solche obszönen Nummern:

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/viessmann-zahlt-auf-verkauf-der-waermepumpen-sparte-kaum-steuern-33448832.html

Aber ich höre Chrissi und Fritz jetzt schon wieder laut brüllen, die Wirtschaft, die Wirtschaft und die schönen deutschen Arbeitsplätze (mal sehen, wie viele in 5-10 Jahren bei Viessmann noch in Deutschland sind, aktuell sind es knapp 50% des Gesamtunternehmens) und das Kapital, das internationale, das wollen wir doch auch anlocken. :-)

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Freitag, 08.09.2023, 18:51 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Das Programm der AfD ist denen egal. Die ist für die keine Lösung.

Die haben Angst mit der Ampelregierung erneut Vermögen zu verlieren. Die bzw. deren Eltern haben in den 90ern teilweise sehr viel verloren. Und insbesondere das Gefühl, der Westen interessiert sich sowieso nicht für ihr Schicksal. Und das muss nicht objektiv begründbar sein.


Wir werden um einen Wohlstandsverlust nicht herumkommen. Die Energiewende ist leider nicht kostenlos.


Oder man schraubt mal an der Vermögenssteuer und dem Terrain (die man in Deutschland immer seltsamerweise gänzlich vergisst, währenddessen man sehr gerne über weitere Maßnahmen bei der Einkommenssteuer spricht) und verhindert solche obszönen Nummern:

Das ist doch aber keine Lösung, um der Angst vor dem Verlust von Vermögen zu begegnen. Im Gegenteil. Mit einer Vermögenssteuer befeuerst du das zusätzlich.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 18:56 (vor 863 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 19:01

Das Programm der AfD ist denen egal. Die ist für die keine Lösung.

Die haben Angst mit der Ampelregierung erneut Vermögen zu verlieren. Die bzw. deren Eltern haben in den 90ern teilweise sehr viel verloren. Und insbesondere das Gefühl, der Westen interessiert sich sowieso nicht für ihr Schicksal. Und das muss nicht objektiv begründbar sein.


Wir werden um einen Wohlstandsverlust nicht herumkommen. Die Energiewende ist leider nicht kostenlos.


Oder man schraubt mal an der Vermögenssteuer und dem Terrain (die man in Deutschland immer seltsamerweise gänzlich vergisst, währenddessen man sehr gerne über weitere Maßnahmen bei der Einkommenssteuer spricht) und verhindert solche obszönen Nummern:


Das ist doch aber keine Lösung, um der Angst vor dem Verlust von Vermögen zu begegnen. Im Gegenteil. Mit einer Vermögenssteuer befeuerst du das zusätzlich.

Ich würde sagen, es kommt drauf an. Am Ende wird die Transformation nicht ohne Wohlstandsverlust funktionieren, das ist richtig.
Den o.g. Bereich kann man aber halt auch so oder so gestalten. Kleine Firmen und Betriebe, Elternhäuser und co. sollen nicht über die Wupper gehen, aufgrund einer reformierten Vermögenssteuer. Ohne Frage kann man auch jemandem, der seine Bude für 11 Milliarden verkauft, weil man Angst hat sich der Zukunft und dem Wettbewerb zu stellen, nahezu 98% Vermögen behalten lassen. Aber wenn man da nicht ansetzt, sondern weiterhin die "normalen" Arbeitnehmer und Kleinvermögenden schröpft, dann muss man sich einer drohenden politisch-gesellschaftlichen Eskalation bewusst sein, sich vielleicht sogar auch schon auf sie einstellen.
Das Geld bei den 1%ern ist da, sie haben großartig profitiert in den letzten 20 Jahren, teilweise auf Kosten der Mitte.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 17:50 (vor 863 Tagen) @ Habakuk
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 18:06

Du solltest dich mal mit dem Frust im Osten beschäftigen.


Zum einen beschäftige ich mich gern auch mal mit den Ursachen des Frustes. In diesem Zusammenhang sollte man nicht ganz vergessen, dass die Menschen in den Neuen Bundesländern 1990 von einem großgewachsenen Pfälzer ("Er ist nicht dick", wie Asterix sagen würde) nach Strich und Faden verarscht wurden. Remember "Blühende Landschaften".

Wir sollten das nicht auf eine Personengruppe innerhalb der alten Bundesländer schieben. Da haben sich alle nicht mit Ruhm bekleckert.

Zum anderen fehlt mir immer noch eine vernünftige Erklärung dafür, warum jemand, der mit der "Gesamtsituation" unzufrieden ist, seine Hoffnungen ausgerechnet auf eine hirnlose, offen rechtsradikale Populistenpartei setzt, die außer der Negierung der Naturgesetze und dem Wunsch, Zeiten wie vor 1990 wieder aufleben zu lassen, eigentlich keine politischen Inhalte hat.

Man kann sich gern mit dem Frust der Menschen beschäftigen. Wenn die Frustbewältigung aber darin bestehen soll, anderen Leuten in den Garten zu kacken, dann ist das aus meiner Sicht eher eine suboptimale Lösung.

Das ist halt der Denkfehler, der bei den Deutschen einfach nicht ankommen will, obwohl wir die Blaupause in den USA schon gesehen haben. Ich versuche das mal wertfrei zu beschreiben.

Es geht nicht darum, dass diese "Alternativen" keine Lösung anbieten. Das ist den meisten sogar bewusst. Es geht darum, dass schon seit geraumer Zeit die Mitte und die sozial Schwachen in dieser Gesellschaft einen stetigen Wohlstandsverlust hinnehmen müssen. Und das nicht erst seit Corona. Eine zunehmend große Gruppe von Menschen aus diesem sehr heterogenen Spektrum hat keine Hoffnung mehr auf ein besseres Leben, die Erwartungen an den Staat und die Gesellschaft gehen zunehmend gegen Null. Parallel dazu werden Themen medial in starker Präsenz etabliert, die aus der Sicht dieser Menschen im Grunde ein Hohn sind, gegenüber deren Lebenslage. Zum Beispiel Gendern. Und diese Gruppe von Menschen lebt seit dem Aufstieg der AfD getreu dem Motto "wenn ich untergehe, nehme ich euch mit". Das gleiche Muster sieht man bei den Trump-Wählern. Dabei wäre eine Bier-Partei, die es sich zur Aufgabe machen würde, dass überall und jeder Bier trinken muss/darf, genauso erfolgreich, wenn diese eben ebenfalls eine minimale Chance hätte, einen prozentmäßig ernsthaften Gegenpol zu "allem anderen was bisher da ist" zu bilden.

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FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 17:59 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Jepp. Hier sind gefühlt sehr viele Personen am diskutieren, welche so gut dastehen, dass die sich keine Sorgen machen müssen

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Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 17:50 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Du solltest dich mal mit dem Frust im Osten beschäftigen.


Zum einen beschäftige ich mich gern auch mal mit den Ursachen des Frustes. In diesem Zusammenhang sollte man nicht ganz vergessen, dass die Menschen in den Neuen Bundesländern 1990 von einem großgewachsenen Pfälzer ("Er ist nicht dick", wie Asterix sagen würde) nach Strich und Faden verarscht wurden. Remember "Blühende Landschaften".

Zum anderen fehlt mir immer noch eine vernünftige Erklärung dafür, warum jemand, der mit der "Gesamtsituation" unzufrieden ist, seine Hoffnungen ausgerechnet auf eine hirnlose, offen rechtsradikale Populistenpartei setzt, die außer der Negierung der Naturgesetze und dem Wunsch, Zeiten wie vor 1990 wieder aufleben zu lassen, eigentlich keine politischen Inhalte hat.

Man kann sich gern mit dem Frust der Menschen beschäftigen. Wenn die Frustbewältigung aber darin bestehen soll, anderen Leuten in den Garten zu kacken, dann ist das aus meiner Sicht eher eine suboptimale Lösung.

Medienkompetenz spielt da eine große Rolle. 40 Jahre lang nur Regierungspropaganda, dann 10 Jahre nach der Wende das Internet, kurze Zeit später Facebook, wer nicht gelernt hat, Fake News von Fakten unterscheiden zu können, weil einem früher alles vorgesetzt wurde, Hinterfragen "verboten", ist doch mit der Flut an Nachrichten vollkommen überfordert.
Wenn man die Wahrheit erfahren wollte, ging man in die Kirche, las sich Flugblätter durch, schaute West-TV, wenn möglich.

Die Flugblätter sind heute das Internet, Social Media, wenn dort etwas steht, muss das stimmen, denn was in den Mainstream Medien veröffentlicht wird, ist doch weiterhin nur "Propaganda".

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Fonzie, Münster, Freitag, 08.09.2023, 13:00 (vor 864 Tagen) @ Guido

Wer in seiner Mediathek altes Material von Otto Waalkes und Harald Schmidt mit Warnhinweisen versieht, liefert allerbeste Steilvorlagen. Ich bin mir sicher, dass das Verhalten des ÖR für bis zu 5% der AfD-Umfrageergebnisse mitverantwortlich ist. Da hat sich einfach soviel aufgestaut, dass die AfD nichts tun muss, außer zu schauen, in welches Fettnäpfchen die Medien als nächstes treten.

Ich sehe das so: Leute, die einen (teilweise sicher sinnvollen) Warnhinweises in der ARD auf einmal meinen, die AfD wählen zu müssen, hätten sonst einen anderen Grund gefunden um die AfD zu wählen.

Der Warnhinweis vor den Beiträgen ist doch schon ein Kompromiss aus dem Entfernen der Beiträge, weil sie eher progressiv-linke Gemüter erhitzen könnten und dem völlig unkritischen Verbreiten von aus heutiger Sicht möglicherweise rassistischen, sexistischen oder sonstwie aus der Zeit gefallenen Inhalten. Wenn selbst das verurteilt und kritisiert wird, ist das in meinen Augen ein Schritt zur Meinungsdiktatur durch eine lautstarke Minderheit.

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bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 13:38 (vor 864 Tagen) @ Fonzie

Naja, in gewisserweise ist sowas ja schon albern. Aber passt halt auch zum Trend, das es für alles eine Vorschrift braucht, weil sich sonst ja irgendwer irgendwie benachteiligt/geschädigt fühlen könnte.
Und wer nicht von alleine reflektieren kann, dass die Ausstrahlung von Filmen/Serien/Auftritte einfach nur eine Wiederholung aus dem vorherigen Jahrhundert sind, den damaligen Stand der Zeit wiedergibt und das Programm füllen, und heute vielleicht nicht mehr so stattfinden würden (außer sie verstoßen gegen ein Gesetz) ODER aber damals schon nicht allen gefallen haben könnten, zu dem fällt mir auch nix mehr ein.

Aber wie man sich darüber echauffieren kann, bleibt mir auch ein Rätsel ;-)

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Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 13:48 (vor 864 Tagen) @ bigfoot49

Aber wie man sich darüber echauffieren kann, bleibt mir auch ein Rätsel ;-)

Die Leute sind halt unzufrieden, weil sie nicht mehr auf ihrer fleischfressenden Ölheizung mit 200 km/h über die Autobahn fahren dürfen. Und das dürfen sie noch nicht mal mehr sagen. Da wird man halt schon mal böse, wenn einem dann auch noch bei laufendem Fernseher das Bier ausgeht.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 14:03 (vor 864 Tagen) @ Habakuk

Aber wie man sich darüber echauffieren kann, bleibt mir auch ein Rätsel ;-)


Die Leute sind halt unzufrieden, weil sie nicht mehr auf ihrer fleischfressenden Ölheizung mit 200 km/h über die Autobahn fahren dürfen. Und das dürfen sie noch nicht mal mehr sagen. Da wird man halt schon mal böse, wenn einem dann auch noch bei laufendem Fernseher das Bier ausgeht.

Ich glaube, dass das die Realität für gutverdienende Akademiker ist, solche wie Du und ich. Aber das gilt für einen nicht zu unterschätzenden Anteil von Deutschen sicherlich schon lange nicht mehr. Nicht wenige können sich schon lange nur noch eine Schrottlaube leisten, mit Hängen und Würgen, aber kein Auto was 200 km/h fährt. Und Fleisch wird bei denen auch nur höchstens vom Discounter serviert, weil es einfach ist, schnell geht und dazu sehr kostengünstig (warum das so ist, wissen wir alle).

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 10:24 (vor 864 Tagen) @ Guido

Aber auch die Freien Wähler haben ein Problem. Hubert Aiwanger ist auf der einen Seite das Aushängeschild. Auf der anderen Seite ist er aber deutlich populistischer und auch deutlich weiter rechts stehend als die Mitte seiner Partei.


"Die" Freien Wähler gibt es ja nicht. Zumindest außerhalb Bayerns sind die ja arg zersplittert. Natürlich haben sie in Bayern mit Aiwanger ein Problem: Aber das ist weniger sein Standpunkt, sondern dass es dahinter kein bekanntes Gesicht gibt. Im übrigen hat der Fall Aiwanger den FW nicht geschadet. In den Umfragen zur Landtagswahl haben sie nen Sprung nach oben gemacht.

Ich habe den Eindruck, was wir hier sehen ist eine Art "Amerikanisierung" unserer politischen Verhältnisse, was sich in den USA mit dem Katalysator Trump und der GOP zeigt. Vor 4-5 Jahre habe ich bedauerlicherweise schon vermutet, dass wir möglicherweise einen ähnlichen Weg einschlagen werden.
Scheinbar gibt es einen zunehmend größer werdenden Teil der deutschen Bevölkerung, der bereit ist alles andere zu wählen, solange es nicht "Links-Liberal-Grün-SPD"-you-name-it ist. Dieser Teil der Bevölkerung ist mittlerweile so hart gegen das oben angesprochene eingefahren, dass ein potenzieller Gegenpol sich nahezu alles erlauben kann. Und selbst wenn Aiwanger auf der Wies'n als Napoleon verkleidet und unten rum nackt auf der Bühne Purzelbäume schlägt, werden diese Leute lieber ihn wählen, als alles andere, was aus ihrer Sicht tendenziell zu dem oben grob zusammengefassten Parteispektrum zählt. Im Grunde ist dieser Teil der Bevölkerung für das hiesige Politsystem erst einmal verloren.
Politisch betrachtet ist das aktuell ein Molotow-Cocktail, der nicht hinfallen darf und dessen Fall oder nicht-Fall davon abhängt, wieviele Deutsche sich noch abwenden werden. Viele, quer durch alle Gesellschaftsschichten, sind sich der Gefahr nicht bewusst, glaube ich.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 10:52 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Ich habe den Eindruck, was wir hier sehen ist eine Art "Amerikanisierung" unserer politischen Verhältnisse, was sich in den USA mit dem Katalysator Trump und der GOP zeigt. Vor 4-5 Jahre habe ich bedauerlicherweise schon vermutet, dass wir möglicherweise einen ähnlichen Weg einschlagen werden.
Scheinbar gibt es einen zunehmend größer werdenden Teil der deutschen Bevölkerung, der bereit ist alles andere zu wählen, solange es nicht "Links-Liberal-Grün-SPD"-you-name-it ist. Dieser Teil der Bevölkerung ist mittlerweile so hart gegen das oben angesprochene eingefahren, dass ein potenzieller Gegenpol sich nahezu alles erlauben kann. Und selbst wenn Aiwanger auf der Wies'n als Napoleon verkleidet und unten rum nackt auf der Bühne Purzelbäume schlägt, werden diese Leute lieber ihn wählen, als alles andere, was aus ihrer Sicht tendenziell zu dem oben grob zusammengefassten Parteispektrum zählt. Im Grunde ist dieser Teil der Bevölkerung für das hiesige Politsystem erst einmal verloren.
Politisch betrachtet ist das aktuell ein Molotow-Cocktail, der nicht hinfallen darf und dessen Fall oder nicht-Fall davon abhängt, wieviele Deutsche sich noch abwenden werden. Viele, quer durch alle Gesellschaftsschichten, sind sich der Gefahr nicht bewusst, glaube ich.

Ich gebe dir in dieser Einschätzung absolut Recht. Wir befinden uns politisch in einer höchst gefährlichen Situation, die insbesondere durch das desolate Erscheinungsbild der Post-Merkel-CDU befeuert wird. Was vielen dieser "Protestwähler" allerdings überhaupt nicht klar ist, ist die Gefahr, dass man eine rechtspopulistische Regierung nicht einfach irgendwann wieder abwählen kann, so wie man das mit den Regierungen der "Etablierten" früher immer problemlos so machen konnte.

Wir sehen in Polen, Ungarn oder auch in Israel, dass diese Politiker die Demokratie als solche zerstören wollen. Da werden Gesetze erlassen, die es immer schwerer machen, die Populisten wieder aus ihren Machtpositionen zu entfernen oder ihre Gesetze wieder aufzuheben. Welche Folgen es hat, wenn Gerichte zu rein politischen Instrumenten werden, sehen wir am Beispiel des Supreme Court in den USA, der vermutlich noch über ein bis zwei Jahrzehnte für Donald Trump Politik machen wird.

Lange Zeit schienen wir in Deutschland durch die kollektive Erinnerung an die Gräuel des Nationalsozialismus gegen rechtspopulistische Entwicklungen gefeit, aber inzwischen breitet sich auch in dieser Beziehung bei uns die Meinung aus, dass es ja jetzt mal gut sein muss mit dem Adolf und den Juden.

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Guido, Freitag, 08.09.2023, 10:51 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Scheinbar gibt es einen zunehmend größer werdenden Teil der deutschen Bevölkerung, der bereit ist alles andere zu wählen, solange es nicht "Links-Liberal-Grün-SPD"-you-name-it ist.

Die SPD ist gar nicht das Problem (von Leuten wie Faeser mal abgesehen). Der ARD-Deutschlandtrend ist sehr aufschlussreich, wenn man sich die Zahlen außerhalb der reinen Wahlprognose anschaut. Da gibt es die Frage, welche Partei man bei einer Wahl grundsätzlich NICHT wählen würde. Ich habe neulich eine Trendkurve dieser Frage über die letzten 12 Monate gesehen, die so nicht von der ARD veröffentlicht wird (die zeigen immer nur die Momentaufnahme). Der Absturz der Grünen ist hier beispiellos. Und dieser Trend geht an der SPD und FDP vorbei. Deren Wahlprognosen sind auch nicht gut - aber die Ablehnung ist deutlich geringer. Und daran sind die Grünen ausschließlich selber schuld. Das ist nicht die Schuld koalitionsinterner Streitigkeiten mit der FDP oder dem Kanzler oder schon gar nicht von Friedrich Merz. Letzterer macht Oppositionsarbeit. Die Grünen wollten Volkspartei werden, einen Kanzlerkandidaten stellen und anschlussfähig in alle Richtungen sein. Davon sind die weit entfernt. Und solange die Gefahr besteht, dass die Union mit den Grünen koalieren könnte, wird die AfD profitieren, weil dies für viele ein Szenario ist, dass sie auf keinen Fall wollen.

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bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 13:55 (vor 864 Tagen) @ Guido

Sorry, aber langsam wird's doch bizarr für was die Grünen noch alles DIE Schuld haben sollen.

Ohne Frage haben die Grünen(geführten Ministerien) Fehler gemacht.
Schaut man auf die Wahlumfrage sind die Grünen doch aber weiterhin in dem Bereich, in dem sie bis dahin - bis auf den zwischenzeitlichen Höhenflug - immer waren. Und als Koalitionspartner in Frage kamen. Und mit den Zahlen auch gar nicht alleine regieren könnten. Heißt sie sind weiterhin nur mit in der Regierung, aber niemals in der Verantwortung und abhängig davon Kompromisse einzugehen.


Der Absturz der SPD + FDP ist dahingehend doch viel gravierender.
Die FDP nahezu halbiert, die SPD auf knapp 60% des Wahlergebnisses abgerutscht.


Und anscheinend gibt es nirgends eine Einsicht, dass nicht immer andere Schuld am Abrutschen der Ergebnisse sind, sondern seine eigene, beschissene Arbeit.
Und da zähl ich persönlich auch die CDU dazu, die selbst in diesen Zeiten nicht die Kurve kriegt und im historisch Tief fast stecken bleibt.

Was die Regierungsparteien abliefern ist - nach den guten Vorsätzen - insgesamt desolat, aber auch ein wenig zu befürchten gewesen, denn die Schnittmenge der drei Parteien ist jetzt nicht die Größte und bei nur etwas lauter angedachten Veränderungen brauchst Du nur bis drei Zählen bis irgendwer um die Ecke kommt und laut dagegen anschreit.

Krass find ich übrigens in dem Deutschland-Trend PDF die Übersicht darüber, wie zufrieden Befragte mit den Regierungen waren. Bis auf die große Koalition in 2014 und dann nochmal in den Corona-Jahren, kam da in den letzten 25 Jahren niemand an die 60% Zufriedenheitsmarke.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Guido, Freitag, 08.09.2023, 14:13 (vor 864 Tagen) @ bigfoot49

Schaut man auf die Wahlumfrage sind die Grünen doch aber weiterhin in dem Bereich, in dem sie bis dahin - bis auf den zwischenzeitlichen Höhenflug - immer waren.

Aber darum geht es ja nicht. Es geht ja nicht um (Stamm-)Wähler. Es geht darum, welche Partei man auf keinen Fall wählen würde und da sind die Grünen auf einem neuen Höchstwert angekommen. Und dieser Antipathie-Wert steigt parallel zum Zuspruch für die AfD. Was nicht heißt, dass Grünen-Wähler plötzlich die AfD wählen, aber ganz offensichtlich schadet die Ampel der SPD und der FDP mehr als dass sie den Grünen nutzt. Und dass die Wähler nicht scharenweise zur CDU laufen, liegt einfach daran, dass man dieser nach 16 Jahren Merkel nicht mehr vertraut. Ganz einfach.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Pfostentreffer, Freitag, 08.09.2023, 14:54 (vor 863 Tagen) @ Guido

Aber darum geht es ja nicht. Es geht ja nicht um (Stamm-)Wähler. Es geht darum, welche Partei man auf keinen Fall wählen würde und da sind die Grünen auf einem neuen Höchstwert angekommen.

Wenn Deine Zahlen stimmen, ist das korrekt. Die Frage ist: Warum?


Und dieser Antipathie-Wert steigt parallel zum Zuspruch für die AfD.

Auch das passt Gefühlsmässig. Warum? Der Grund dürfte der gleiche sein, wie bei Deiner anderen These. Nämlich die permanenten Angriffe unter der Gürtellinie und ungerechtfertigten Vorwürfe, die den Leuten täglich tausendfach in den Kopf geballert werden, so dass sie diesen Unionsquatsch irgendwann glauben.


Was nicht heißt, dass Grünen-Wähler plötzlich die AfD wählen, aber ganz offensichtlich schadet die Ampel der SPD und der FDP mehr als dass sie den Grünen nutzt.

Wenn "Die Ampel" das einzige Kriterium für die Stimmenverteilung wäre, hättest Du recht. Ist es aber nicht. Die Stammwähler sind den grünen erhalten geblieben. Mit Fussballbezug könnte man sagen, die "Erfolgsfans" sind weiter gezogen. Warum ist das so? Aus meiner Sicht liegt das an der Kampagne von Union, FDP und Afd sowie Springer, Focus, FAZ + den ganzen offiziell rechtsradikalen Medien, die täglich in tausendfacher Ausführung die Grünen als Diktatoren, Verbotspartei, Freiheitsabschaffer und Ideologiegetrieben hinstellen, obwohl exakt das Gegenteil der Fall ist und es genau diese Gruppierungen waren, die in den letzten Jahrzehnten den komplett ideologischen Neocon- Weg beschritten und uns damit in den Abgrund geführt haben, so dass es jetzt kaum noch rettbar ist.

Auch ist die Union selber, obwohl sie die Grünen immer als das bezeichnet, die freiheitsfeindliche Verbotspartei. Aber in ihrer Parralelrealität, in der -Atomkraft billig ist, die Ausländer an allem Schuld und die Queeren alle unsere Kinder indoktrinieren wollen, wollen sie das nicht erkennen. Weil sie dann ihre eigene Korruption und Fehler zugeben müssten. Da machen sie lieber Populismus und unterstützen Rechtsradikale und Antisemiten, wie wir gerade wieder in Bayern live und in Farbe erleben durften. Und jeden Tag in den sozialen Medien erleben dürfen.


Und dass die Wähler nicht scharenweise zur CDU laufen, liegt einfach daran, dass man dieser nach 16 Jahren Merkel nicht mehr vertraut. Ganz einfach.

Leider sind die einfachen Lösungen oft nicht die richtigen. Und auch als nicht Unionswähler kann man doch objektiv festhalten, das es kaum Politiker in D gibt, die so viel Vertrauen in der Bevölkerung haben wie Frau Merkel. Warum? Weil sie den Leute nicht den ganzen Tag Blödsinn, Kulturkampf und Desinformationen vorsetzt wie es nun unter Merz und Söder passiert. Das lässt Deine These in keinem guten Licht erscheinen.

+ 1 ( k.T.)

Knarz Pellworm, DO-Hörde, Freitag, 08.09.2023, 17:02 (vor 863 Tagen) @ Pfostentreffer

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„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 15:12 (vor 863 Tagen) @ Pfostentreffer

Aber darum geht es ja nicht. Es geht ja nicht um (Stamm-)Wähler. Es geht darum, welche Partei man auf keinen Fall wählen würde und da sind die Grünen auf einem neuen Höchstwert angekommen.

Wenn Deine Zahlen stimmen, ist das korrekt. Die Frage ist: Warum?


Und dieser Antipathie-Wert steigt parallel zum Zuspruch für die AfD.

Auch das passt Gefühlsmässig. Warum? Der Grund dürfte der gleiche sein, wie bei Deiner anderen These. Nämlich die permanenten Angriffe unter der Gürtellinie und ungerechtfertigten Vorwürfe, die den Leuten täglich tausendfach in den Kopf geballert werden, so dass sie diesen Unionsquatsch irgendwann glauben.

So schaut es aus. Siehe z.B. den Retweet von der "Grünen Todessekte" heute.

Mittlerweile hat man den Eindruck, dass Merz, Söder und Co. selbst die AfD gegenüber den Grünen als Koalitionspartner vorziehen würden.

Das heißt nicht, dass die Grünen keine massiven Fehler machen würden. Die grundsätzlichen Ziele sind in der Regel richtig. Das Problem ist häufig der Weg wie sie diese Ziele erreichen wollen. Aber das alles kann man diskutieren.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:05 (vor 863 Tagen) @ Pfostentreffer

Aber darum geht es ja nicht. Es geht ja nicht um (Stamm-)Wähler. Es geht darum, welche Partei man auf keinen Fall wählen würde und da sind die Grünen auf einem neuen Höchstwert angekommen.

Wenn Deine Zahlen stimmen, ist das korrekt. Die Frage ist: Warum?


Und dieser Antipathie-Wert steigt parallel zum Zuspruch für die AfD.

Auch das passt Gefühlsmässig. Warum? Der Grund dürfte der gleiche sein, wie bei Deiner anderen These. Nämlich die permanenten Angriffe unter der Gürtellinie und ungerechtfertigten Vorwürfe, die den Leuten täglich tausendfach in den Kopf geballert werden, so dass sie diesen Unionsquatsch irgendwann glauben.


Was nicht heißt, dass Grünen-Wähler plötzlich die AfD wählen, aber ganz offensichtlich schadet die Ampel der SPD und der FDP mehr als dass sie den Grünen nutzt.

Wenn "Die Ampel" das einzige Kriterium für die Stimmenverteilung wäre, hättest Du recht. Ist es aber nicht. Die Stammwähler sind den grünen erhalten geblieben. Mit Fussballbezug könnte man sagen, die "Erfolgsfans" sind weiter gezogen. Warum ist das so? Aus meiner Sicht liegt das an der Kampagne von Union, FDP und Afd sowie Springer, Focus, FAZ + den ganzen offiziell rechtsradikalen Medien, die täglich in tausendfacher Ausführung die Grünen als Diktatoren, Verbotspartei, Freiheitsabschaffer und Ideologiegetrieben hinstellen, obwohl exakt das Gegenteil der Fall ist und es genau diese Gruppierungen waren, die in den letzten Jahrzehnten den komplett ideologischen Neocon- Weg beschritten und uns damit in den Abgrund geführt haben, so dass es jetzt kaum noch rettbar ist.

Auch ist die Union selber, obwohl sie die Grünen immer als das bezeichnet, die freiheitsfeindliche Verbotspartei. Aber in ihrer Parralelrealität, in der -Atomkraft billig ist, die Ausländer an allem Schuld und die Queeren alle unsere Kinder indoktrinieren wollen, wollen sie das nicht erkennen. Weil sie dann ihre eigene Korruption und Fehler zugeben müssten. Da machen sie lieber Populismus und unterstützen Rechtsradikale und Antisemiten, wie wir gerade wieder in Bayern live und in Farbe erleben durften. Und jeden Tag in den sozialen Medien erleben dürfen.


Und dass die Wähler nicht scharenweise zur CDU laufen, liegt einfach daran, dass man dieser nach 16 Jahren Merkel nicht mehr vertraut. Ganz einfach.

Leider sind die einfachen Lösungen oft nicht die richtigen. Und auch als nicht Unionswähler kann man doch objektiv festhalten, das es kaum Politiker in D gibt, die so viel Vertrauen in der Bevölkerung haben wie Frau Merkel. Warum? Weil sie den Leute nicht den ganzen Tag Blödsinn, Kulturkampf und Desinformationen vorsetzt wie es nun unter Merz und Söder passiert. Das lässt Deine These in keinem guten Licht erscheinen.

Allerdings muss man hier, fernab davon dass deine Anmerkungen durchaus richtig sein können, festhalten, dass die Zustimmungswerte für die Bundesregierung ohne Frage katastrophal sind.

"Aktuell sind nur noch 19 Prozent mit der Arbeit der Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (-2 im Vergleich zu Anfang August). Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) sind damit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden (+1)."

https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3396.html

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 15:25 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Check mal https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3396.html und dort ziemlich in der Mitte „ 31.08.2023
DeutschlandTrend vom September 2023: Alle Grafiken zum Download“

Auf Seite 11 und 12 hast du die Zahlen der letzten 25 Jahren.

Krieg es mit dem mobilen Browser gerade nicht direkt verlinkt.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:26 (vor 863 Tagen) @ bigfoot49
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 15:31

Check mal https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3396.html und dort ziemlich in der Mitte „ 31.08.2023
DeutschlandTrend vom September 2023: Alle Grafiken zum Download“

Auf Seite 11 und 12 hast du die Zahlen der letzten 25 Jahren.

Krieg es mit dem mobilen Browser gerade nicht direkt verlinkt.

Vielen Dank, das habe ich nicht gesehen!

Dann löse ich mal auf. In so einer Spreizung, pi mal Daumen, gab es das wohl bisher nur zwei mal seit Ende der 90er. Im September 1999 und im Bereich September 2002 - September 2004. Beides dann übrigens Rot-Grün. :-D (sorry to say)
Die Union mit der FDP kratzte im September 2010 auch einmal an einer ähnlichen Spreizung für 1-2 Monate.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 16:26 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Krass find ich halt auch, hatte ich hier vorhin schon mal erwähnt, dass die Zustimmung nie höher war als bei 60%. Bis auf in den Corona Jahren…

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 15:23 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.

Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 15:27 (vor 863 Tagen) @ Garum

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.


Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.

Jepp. Erst Corona, dann der russische Überfall auf die Ukraine. Beides verbunden mit einer massiven Verunsicherung der Gesellschaft und deutlich spürbaren negativen wirtschaftlichen Folgen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 15:39 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.


Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.


Jepp. Erst Corona, dann der russische Überfall auf die Ukraine. Beides verbunden mit einer massiven Verunsicherung der Gesellschaft und deutlich spürbaren negativen wirtschaftlichen Folgen.

Man sollte auch nicht vergessen die Desinformation von außen. Die waren früher auch nicht so massiv. Hier hat ein Steve Bannon wohl ganze Arbeit geleistet.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:44 (vor 863 Tagen) @ Garum

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.


Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.


Jepp. Erst Corona, dann der russische Überfall auf die Ukraine. Beides verbunden mit einer massiven Verunsicherung der Gesellschaft und deutlich spürbaren negativen wirtschaftlichen Folgen.


Man sollte auch nicht vergessen die Desinformation von außen. Die waren früher auch nicht so massiv. Hier hat ein Steve Bannon wohl ganze Arbeit geleistet.

Das ist aber auch viel zu einfach. Man denke an die erfolgreiche Regierungszeit von Helmut Schmidt, mit mannigfaltigen Krisen wie der RAF oder Stagflation und Ölkrise.
"Führen von vorne" heißt es bei der Bundeswehr und es gibt nicht wenige Staatsmänner oder -frauen, die sich solche Krisen herbeisehnen, um als starke Führung zu performen und im Sattel bleiben zu können.
Ein Steve Bannon ist doch für Deutschland uninteressant, selbst so AfD'ler finden den Clown doch eher amüsant als seriös.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 15:50 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.


Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.


Jepp. Erst Corona, dann der russische Überfall auf die Ukraine. Beides verbunden mit einer massiven Verunsicherung der Gesellschaft und deutlich spürbaren negativen wirtschaftlichen Folgen.


Man sollte auch nicht vergessen die Desinformation von außen. Die waren früher auch nicht so massiv. Hier hat ein Steve Bannon wohl ganze Arbeit geleistet.


Das ist aber auch viel zu einfach. Man denke an die erfolgreiche Regierungszeit von Helmut Schmidt, mit mannigfaltigen Krisen wie der RAF oder Stagflation und Ölkrise.
"Führen von vorne" heißt es bei der Bundeswehr und es gibt nicht wenige Staatsmänner oder -frauen, die sich solche Krisen herbeisehnen, um als starke Führung zu performen und im Sattel bleiben zu können.
Ein Steve Bannon ist doch für Deutschland uninteressant, selbst so AfD'ler finden den Clown doch eher amüsant als seriös.

Da waren die Umstände aber im Inneren und Weltweit anders. Das kann man mit heute nicht vergleichen. Seriös war Bannon noch nie. Und nicht die Kontakte der AfD nach Russland unterschätzen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 15:41 (vor 863 Tagen) @ Garum

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.


Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.


Jepp. Erst Corona, dann der russische Überfall auf die Ukraine. Beides verbunden mit einer massiven Verunsicherung der Gesellschaft und deutlich spürbaren negativen wirtschaftlichen Folgen.


Man sollte auch nicht vergessen die Desinformation von außen. Die waren früher auch nicht so massiv. Hier hat ein Steve Bannon wohl ganze Arbeit geleistet.

Stimmt.

Auch die russische Propaganda in den Sozialen Medien dürfte noch immer enorm aktiv sein.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:25 (vor 863 Tagen) @ Garum

Aber darum geht es ja nicht. Es geht ja nicht um (Stamm-)Wähler. Es geht darum, welche Partei man auf keinen Fall wählen würde und da sind die Grünen auf einem neuen Höchstwert angekommen.

Wenn Deine Zahlen stimmen, ist das korrekt. Die Frage ist: Warum?


Und dieser Antipathie-Wert steigt parallel zum Zuspruch für die AfD.

Auch das passt Gefühlsmässig. Warum? Der Grund dürfte der gleiche sein, wie bei Deiner anderen These. Nämlich die permanenten Angriffe unter der Gürtellinie und ungerechtfertigten Vorwürfe, die den Leuten täglich tausendfach in den Kopf geballert werden, so dass sie diesen Unionsquatsch irgendwann glauben.


Was nicht heißt, dass Grünen-Wähler plötzlich die AfD wählen, aber ganz offensichtlich schadet die Ampel der SPD und der FDP mehr als dass sie den Grünen nutzt.

Wenn "Die Ampel" das einzige Kriterium für die Stimmenverteilung wäre, hättest Du recht. Ist es aber nicht. Die Stammwähler sind den grünen erhalten geblieben. Mit Fussballbezug könnte man sagen, die "Erfolgsfans" sind weiter gezogen. Warum ist das so? Aus meiner Sicht liegt das an der Kampagne von Union, FDP und Afd sowie Springer, Focus, FAZ + den ganzen offiziell rechtsradikalen Medien, die täglich in tausendfacher Ausführung die Grünen als Diktatoren, Verbotspartei, Freiheitsabschaffer und Ideologiegetrieben hinstellen, obwohl exakt das Gegenteil der Fall ist und es genau diese Gruppierungen waren, die in den letzten Jahrzehnten den komplett ideologischen Neocon- Weg beschritten und uns damit in den Abgrund geführt haben, so dass es jetzt kaum noch rettbar ist.

Auch ist die Union selber, obwohl sie die Grünen immer als das bezeichnet, die freiheitsfeindliche Verbotspartei. Aber in ihrer Parralelrealität, in der -Atomkraft billig ist, die Ausländer an allem Schuld und die Queeren alle unsere Kinder indoktrinieren wollen, wollen sie das nicht erkennen. Weil sie dann ihre eigene Korruption und Fehler zugeben müssten. Da machen sie lieber Populismus und unterstützen Rechtsradikale und Antisemiten, wie wir gerade wieder in Bayern live und in Farbe erleben durften. Und jeden Tag in den sozialen Medien erleben dürfen.


Und dass die Wähler nicht scharenweise zur CDU laufen, liegt einfach daran, dass man dieser nach 16 Jahren Merkel nicht mehr vertraut. Ganz einfach.

Leider sind die einfachen Lösungen oft nicht die richtigen. Und auch als nicht Unionswähler kann man doch objektiv festhalten, das es kaum Politiker in D gibt, die so viel Vertrauen in der Bevölkerung haben wie Frau Merkel. Warum? Weil sie den Leute nicht den ganzen Tag Blödsinn, Kulturkampf und Desinformationen vorsetzt wie es nun unter Merz und Söder passiert. Das lässt Deine These in keinem guten Licht erscheinen.


Allerdings muss man hier, fernab davon dass deine Anmerkungen durchaus richtig sein können, festhalten, dass die Zustimmungswerte für die Bundesregierung ohne Frage katastrophal sind.

"Aktuell sind nur noch 19 Prozent mit der Arbeit der Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (-2 im Vergleich zu Anfang August). Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) sind damit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden (+1)."

https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3396.html

Das sind schon verheerende Ergebnisse. Mich würde mal interessieren, gab es mal schlechtere Umfragewerte für eine amtierende Bundesregierung? Habe ich ad-hoc nichts zu finden können.


Eigentlich kann die CDU/CSU froh sein das sie ab letztes Jahr Februar nicht in Regierungsverantwortung war. Die Werte würden nicht besser aussehen.

Möglich. Davor gab es aber auch schon große Krisen, wo die Union nicht derartige, im Grunde schon regierungsunfähige, Zustimmungswerte hatte.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 14:22 (vor 864 Tagen) @ Guido

Und dass die Wähler nicht scharenweise zur CDU laufen, liegt einfach daran, dass man dieser nach 16 Jahren Merkel nicht mehr vertraut. Ganz einfach.

Ich möchte bezweifeln, dass die CDU so schlecht dastünde, wenn Merkel noch ein paar Jahre weitergewurschtelt hätte. Das Problem der CDU ist wohl eher, dass sie Muttis Planstelle seit geraumer Zeit irgendwie nicht adäquat besetzt bekommt.

Wobei... CDU und Vertrauen. 16 Jahre Kohl. Wie konnte man dieser Partei danach überhaupt jemals noch vertrauen wollen?

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2023, 15:13 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Und dass die Wähler nicht scharenweise zur CDU laufen, liegt einfach daran, dass man dieser nach 16 Jahren Merkel nicht mehr vertraut. Ganz einfach.


Ich möchte bezweifeln, dass die CDU so schlecht dastünde, wenn Merkel noch ein paar Jahre weitergewurschtelt hätte. Das Problem der CDU ist wohl eher, dass sie Muttis Planstelle seit geraumer Zeit irgendwie nicht adäquat besetzt bekommt.

Wobei... CDU und Vertrauen. 16 Jahre Kohl. Wie konnte man dieser Partei danach überhaupt jemals noch vertrauen wollen?

Wenn man bedenkt das sich die SPD nie richtig von den Hartz-Gesetzten erholt hat.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Guido, Freitag, 08.09.2023, 12:01 (vor 864 Tagen) @ Guido

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 12:06 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.

Wie kann es dann sein, dass du es hier trotzdem erwähnst?

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Pfostentreffer, Samstag, 09.09.2023, 11:04 (vor 863 Tagen) @ Habakuk

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Wie kann es dann sein, dass du es hier trotzdem erwähnst?

In der Soziologie vermutlich unter dem "Taifun- Paradox bekannt":-)

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:05 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.

Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Reaktionen von der anderen Seite.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 12:09 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.

Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

istar, Samstag, 09.09.2023, 11:41 (vor 863 Tagen) @ FourrierTrans

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.

Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 09.09.2023, 22:50 (vor 862 Tagen) @ istar

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.


Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.

https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/322503/lohnentwicklung-in-deutschland-und-europa/

"Aufgrund relativ hoher Inflationsraten und nur geringer Lohnsteigerungen haben die Deutschen und die Europäer heute weniger Geld im Portemonnaie als noch im Jahre 2000."

Aber ja, für eine handvoll Familien ging es steil bergauf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Sonntag, 10.09.2023, 21:01 (vor 861 Tagen) @ FourrierTrans

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.


Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.


https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/322503/lohnentwicklung-in-deutschland-und-europa/

"Aufgrund relativ hoher Inflationsraten und nur geringer Lohnsteigerungen haben die Deutschen und die Europäer heute weniger Geld im Portemonnaie als noch im Jahre 2000."

Aber ja, für eine handvoll Familien ging es steil bergauf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten.

Blöd nur, dass die Statistik, die sie selbst verlinken, etwas anderes sagt. Der Reallohnindex ist seit 2000 von 96,5% auf 105,2% gestiegen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 11.09.2023, 21:52 (vor 860 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 11.09.2023, 21:56

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.


Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.


https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/322503/lohnentwicklung-in-deutschland-und-europa/

"Aufgrund relativ hoher Inflationsraten und nur geringer Lohnsteigerungen haben die Deutschen und die Europäer heute weniger Geld im Portemonnaie als noch im Jahre 2000."

Aber ja, für eine handvoll Familien ging es steil bergauf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten.


Blöd nur, dass die Statistik, die sie selbst verlinken, etwas anderes sagt. Der Reallohnindex ist seit 2000 von 96,5% auf 105,2% gestiegen.

Man darf mich gerne duzen, bin erst Mitte 30, fühl mich zwar schon nicht mehr so jung, aber trotzdem noch im Duz-Alter. ;-)

Im Grunde sagt der Link genau das. Ja, der Reallohnindex ist gestiegen, aber man muss natürlich den Verbraucherpeisindex daneben legen, deren steiler Anstieg halt alles auffrisst, was der Reallohnindex abbildet.

Reallohnindex 2000: 96,5%
Verbraucherpeisindex 2000: 77,5%

Reallohnindex 2019: 105,2%
Verbraucherpeisindex 2019: 105,2%

Die letzten 24 Monate werden das Gebilde vermutlich noch einmal deutlich bescheidener aussehen lassen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Montag, 11.09.2023, 22:04 (vor 860 Tagen) @ FourrierTrans

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.


Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.


https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/322503/lohnentwicklung-in-deutschland-und-europa/

"Aufgrund relativ hoher Inflationsraten und nur geringer Lohnsteigerungen haben die Deutschen und die Europäer heute weniger Geld im Portemonnaie als noch im Jahre 2000."

Aber ja, für eine handvoll Familien ging es steil bergauf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten.


Blöd nur, dass die Statistik, die sie selbst verlinken, etwas anderes sagt. Der Reallohnindex ist seit 2000 von 96,5% auf 105,2% gestiegen.


Man darf mich gerne duzen, bin erst Mitte 30, fühl mich zwar schon nicht mehr so jung, aber trotzdem noch im Duz-Alter. ;-)

Mit „sie“ meinte ich die Urheber des Artikels, nicht dich (sonst hätte ich es groß schreiben müssen).


Im Grunde sagt der Link genau das. Ja, der Reallohnindex ist gestiegen, aber man muss natürlich den Verbraucherpeisindex daneben legen, deren steiler Anstieg halt alles auffrisst, was der Reallohnindex abbildet.

Reallohnindex 2000: 96,5%
Verbraucherpeisindex 2000: 77,5%

Reallohnindex 2019: 105,2%
Verbraucherpeisindex 2019: 105,2%

Die letzten 24 Monate werden das Gebilde vermutlich noch einmal deutlich bescheidener aussehen lassen.

Denkfehler. Der Reallohnindex ist das Ergebnis aus dem Verhältnis zwischen dem Verbraucherpreisindex und dem Nominallohnindex. Steigen die Löhne stärker als die Preise, steigt der Reallohn. Ein steigender Reallohnindex ist also ein tatsächliches Plus.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 11.09.2023, 22:06 (vor 860 Tagen) @ markus

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.


https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/322503/lohnentwicklung-in-deutschland-und-europa/

"Aufgrund relativ hoher Inflationsraten und nur geringer Lohnsteigerungen haben die Deutschen und die Europäer heute weniger Geld im Portemonnaie als noch im Jahre 2000."

Aber ja, für eine handvoll Familien ging es steil bergauf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten.


Blöd nur, dass die Statistik, die sie selbst verlinken, etwas anderes sagt. Der Reallohnindex ist seit 2000 von 96,5% auf 105,2% gestiegen.


Man darf mich gerne duzen, bin erst Mitte 30, fühl mich zwar schon nicht mehr so jung, aber trotzdem noch im Duz-Alter. ;-)


Mit „sie“ meinte ich die Urheber des Artikels, nicht dich (sonst hätte ich es groß schreiben müssen).

Auch wieder wahr.


Im Grunde sagt der Link genau das. Ja, der Reallohnindex ist gestiegen, aber man muss natürlich den Verbraucherpeisindex daneben legen, deren steiler Anstieg halt alles auffrisst, was der Reallohnindex abbildet.

Reallohnindex 2000: 96,5%
Verbraucherpeisindex 2000: 77,5%

Reallohnindex 2019: 105,2%
Verbraucherpeisindex 2019: 105,2%

Die letzten 24 Monate werden das Gebilde vermutlich noch einmal deutlich bescheidener aussehen lassen.


Denkfehler. Der Reallohnindex ist das Ergebnis aus dem Verhältnis zwischen dem Verbraucherpreisindex und dem Nominallohnindex. Steigen die Löhne stärker als die Preise, steigt der Reallohn. Ein steigender Reallohnindex ist also ein tatsächliches Plus.

Ach stimmt, mich hat der Chart irgendwie etwas verwirrt in der Darstellung.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Samstag, 09.09.2023, 13:24 (vor 863 Tagen) @ istar

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.


Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Das wundert mich auch immer wieder. Ich habe 1999 die Ausbildung gestartet. Das war nach der Kohl-Ära mit einer hohen Arbeitslosenquote. Zu einer Zeit, in der es weniger Ausbildungsplätze als Schulabgänger gab. Es sind also viele junge Leute leer ausgegangen. Es gab keinen Mindestlohn, die Leiharbeit war unreguliert, die Arbeitszeiten wurden in vielen Unternehmen erhöht, man war froh, dass man überhaupt irgendwo als junger Mensch unterkam.

Da kann ich das Gejammer heute nicht verstehen. Heute stehen jedem alle Türen offen. Es gibt mehr Lehrstellen als Schulabgänger, inzwischen gibt es einen Mindestlohn und Leiharbeit geht nur noch für 18 Monate bei tariflichen Bedingungen oder equal Pay. Wir hatten nach der Wirtschaftskrise einen unvergleichlichen Wirtschaftsaufschwung. Mit niedrigen Zinsen, wo sich plötzlich jeder Hinz und Kunz Eigentum leisten konnte.

Es wird jetzt eine Delle geben. Energie wird definitiv deutlich teurer werden. Aber mit 1999 und die 00er Jahre würde ich nicht tauschen wollen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Samstag, 09.09.2023, 13:50 (vor 863 Tagen) @ markus

Viele erzählen die Geschichte, dass durch die Sozialreform von Schröder nur Jobs im Niedriglohnsektor entstanden sind.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Thomas, Dortmund, Samstag, 09.09.2023, 13:58 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Viele erzählen die Geschichte, dass durch die Sozialreform von Schröder nur Jobs im Niedriglohnsektor entstanden sind.

Ist dir das nicht selbst zu doof mit deinen Ein-Satz-Auswürfen in komplexen Themen?
Ja und wenn es nur Jobs im Niedrigsektor waren oder sind. Es sind Jobs. Die Leute verdienen Geld, sie zahlen Steuern, sie konsumieren, sie entlasten die Sozialkassen, sie zahlen in diese ein.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Samstag, 09.09.2023, 14:41 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Viele erzählen die Geschichte, dass durch die Sozialreform von Schröder nur Jobs im Niedriglohnsektor entstanden sind.


Ist dir das nicht selbst zu doof mit deinen Ein-Satz-Auswürfen in komplexen Themen?
Ja und wenn es nur Jobs im Niedrigsektor waren oder sind. Es sind Jobs. Die Leute verdienen Geld, sie zahlen Steuern, sie konsumieren, sie entlasten die Sozialkassen, sie zahlen in diese ein.

Es war keineswegs nur der Niedriglohn-Bereich. Am Ende der Ära Kohl hatte Deutschland durchaus massive wirtschaftliche Probleme, wir galten als der angebliche "Kranke Mann" in der EU. Danach ging es deutlich bergauf. Die Wirtschaft zog wieder an, die Arbeitslosigkeit sank deutlich. Aber die Reformen hatten auch Schattenseiten. Der Niedriglohnsektor nahm deutlich mehr Raum ein als in anderen EU-Staaten, der Schutz der Beschäftigten dort war schlecht. Und es fehlte der Respekt vor der Lebensleistung von Menschen, die in mittlerem und höherem Alter unverschuldet in Notlagen gerutscht waren. Dazu Programme wie die "Riester-Rente", die vor allem Geld in die Kassen der Versicherungskonzerne und Banken spülte, etc.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

nico36de, Ruhrgebiet, Samstag, 09.09.2023, 16:24 (vor 862 Tagen) @ Ulrich

Richtig: in keiner der anderen großen Wirtschaftnationen in Europa war und seit dem Vollproll-Kanzler der Niedriglohnsektor so groß wie in Deutschland.

Man hat damit zulasten der konkurrierenden, ordentlich zahlenden Unternehmen in anderen Ländern die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen erhäht. Auf Kosten der Arbeitnehmer.

War ein Erfolgsmodell. Dummerweise aber für sehr viel wenigere, als es eigentlich gerechtfertigt gewesen wäre.

Das ist ja vielleicht noch hinnehmbar. Besser als keine Arbeit zu haben Die Auswüchse sind es aber nicht: wenn extrem gut verdienende, massivste Dividenden ausschüttendes Unternehmen ihre Stammbelegschaft durch Leiharbeiter ersetzen dürfen, die weniger als die Hälfte verdienen (z.B. Testfahrer und Versuchsingenieure bei Mercedes) und das Eingesparte dann die Aktionäre bekommen, ist das einfach gesellschaftliche Kacke.

Aber so ist das eben. Die Politik wird vorrangig für die gemacht, die keine Unterstützung brauchen: Abgeltungssteuer, Beitragsbemessungsgrenze, Absetzbarkeit von Dienstwagen in unbegrenzter Höhe, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, die nur sehr Vermögende nutzen können usw. usw.

Wie sagte Volker Pispers immer: was meinen Sie was hier los wäre, wenn die Menschen wüssten, was hier los ist.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Samstag, 09.09.2023, 18:30 (vor 862 Tagen) @ nico36de

Richtig: in keiner der anderen großen Wirtschaftnationen in Europa war und seit dem Vollproll-Kanzler der Niedriglohnsektor so groß wie in Deutschland.

Man hat damit zulasten der konkurrierenden, ordentlich zahlenden Unternehmen in anderen Ländern die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen erhäht. Auf Kosten der Arbeitnehmer.

War ein Erfolgsmodell. Dummerweise aber für sehr viel wenigere, als es eigentlich gerechtfertigt gewesen wäre.

Das ist ja vielleicht noch hinnehmbar. Besser als keine Arbeit zu haben Die Auswüchse sind es aber nicht: wenn extrem gut verdienende, massivste Dividenden ausschüttendes Unternehmen ihre Stammbelegschaft durch Leiharbeiter ersetzen dürfen, die weniger als die Hälfte verdienen (z.B. Testfahrer und Versuchsingenieure bei Mercedes) und das Eingesparte dann die Aktionäre bekommen, ist das einfach gesellschaftliche Kacke.

Das geht so einfach eben nicht mehr. Leiharbeit ist auf 18 Monate begrenzt worden und die Bezahlung muss in den ersten neun Monaten nach IGZ Tarif erfolgen (dahinter steht der DGB), danach gilt equal Pay. In der Autobranche gibt es auch noch spezielle Branchenzuschläge. Das was du beschreibst, ist früher mal so gemacht worden, als es unbegrenzt ging und „christliche“ Gewerkschaften ihr Unwesen getrieben haben, bevor das Bundesarbeitsgericht denen die Tariffähigkeit aberkannt hat. Ich arbeite selbst in einem Konzern, der das früher gnadenlos ausgenutzt hat. Und jetzt geht das halt nicht mehr.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

markus, Samstag, 09.09.2023, 15:13 (vor 862 Tagen) @ Ulrich

Viele erzählen die Geschichte, dass durch die Sozialreform von Schröder nur Jobs im Niedriglohnsektor entstanden sind.


Ist dir das nicht selbst zu doof mit deinen Ein-Satz-Auswürfen in komplexen Themen?
Ja und wenn es nur Jobs im Niedrigsektor waren oder sind. Es sind Jobs. Die Leute verdienen Geld, sie zahlen Steuern, sie konsumieren, sie entlasten die Sozialkassen, sie zahlen in diese ein.


Es war keineswegs nur der Niedriglohn-Bereich. Am Ende der Ära Kohl hatte Deutschland durchaus massive wirtschaftliche Probleme, wir galten als der angebliche "Kranke Mann" in der EU. Danach ging es deutlich bergauf. Die Wirtschaft zog wieder an, die Arbeitslosigkeit sank deutlich. Aber die Reformen hatten auch Schattenseiten. Der Niedriglohnsektor nahm deutlich mehr Raum ein als in anderen EU-Staaten, der Schutz der Beschäftigten dort war schlecht. Und es fehlte der Respekt vor der Lebensleistung von Menschen, die in mittlerem und höherem Alter unverschuldet in Notlagen gerutscht waren. Dazu Programme wie die "Riester-Rente", die vor allem Geld in die Kassen der Versicherungskonzerne und Banken spülte, etc.

Ja. Und es wurden auch viele Dinge entsprechend korrigiert. Mindestlohn, Tarifpflicht/equal Pay in der Leiharbeit, die Begrenzung auf 18 Monate und Grundrente sind allesamt SPD Positionen gewesen, die die CDU eher nicht wollte. In Summe war die Agenda 2010 notwendig, um Deutschland wieder ans laufen zu kriegen. Und es war richtig, korrigierend mit einem gewissen Mindestschutz einzugreifen als es wieder lief.

Was könnte man noch verbessern? Die Grundrente finde ich in der Berechnung zu komplex. Man hätte einfach ähnlich wie beim Mindestlohn einen fixe Summe einführen sollen, wollte aber die CDU nicht. Ansonsten sollte man die Riester-Rente begraben. Man mag von Lindner nicht viel halten, aber das Generationen-Kapital als zusätzlichen Baustein zur normalen Umlagerente ist aus meiner Sicht genau der richtige Ansatz. So profitieren dann automatisch alle von den Renditen des weltweiten Markts. Denn eins steht fest. Meine Generation und die jüngere werden nur von der gesetzlichen Rente kaum leben können. Es muss zwingend weitere Bausteine geben.

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Thomas, Samstag, 09.09.2023, 14:13 (vor 863 Tagen) @ Thomas

Ich habe das nicht bewertet. Aber die SPD ist wegen den Reformen, welche zu dem Jobwunder geführt haben, massiv in einem inneren Konflikt.

Und es gibt auch viele, welche diese Reformen als Turbo für eine Umverteilung von unten nach oben sehen.

Und auch das bewerte ich nicht.

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Davja89, Samstag, 09.09.2023, 11:53 (vor 863 Tagen) @ istar

Würde ich ähnlich sehen.

Natürlich ist nicht Merz allein schuld an diesem Rechtsruck.
Genauso wenig nur Habek oder nur Scholz

Es ist die aktuelle Gemengelage:

Hohe Inflation. Die kostet den Menschen aktuell massiv Wohlstand und das nimmt niemand gerne zur Kenntniss.

Klima Thema. Dadurch ist aktuell viel in Bewegung und das verunsichert Menschen eben.
Wohnen, Heizen, Mobilität oder der eigene Job.
Das sind eben keine Randthemen.
Wenn man dann zumindest Stellenweise mies kommuniziert wird es nicht besser.

Der Kanzler. Der ist einfach eine absolute Enttäuschung. Vor allem auf kommunikativer Ebene.

Flüchtlingsthematik. Da gibt es viele real existierende Probleme die zumindest lange von der Politik den Rechten als Thema komplett überlassen wurde.

Die CDU schafft es kaum noch als wirkliche Opposition zur Ampel wahrgenommen zu werden. "Die Parteien sind alle gleich" hat doch jeder schonmal gehört.
Merz ist eben auch kein Menschfischer wie ein J. Klopp

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Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:07 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09

Ihr geht doch steil dabei. Für die Zuwächse der AfD macht ihr konsequent die CSDU verantwortlich. Die Ampel-Parteien machen doch nur alternativlose Politik. Mit dieser Meinung insb. von Ulrich wird man hier erschlagen.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 18:27 (vor 863 Tagen) @ Taifun

Man wir eigentlich nur dann - vollkommen zurecht - verprügelt, wenn man meint, Fakten ausblenden zu können, weil der eigenen Meinung widersprechen.

Es ging bei der CDU/CSU-Diskussion übrigens nie darum, dass deren unsägliches Ranwanzen an die AfD die Ursache für deren Erstarken ist. Nur darum, dass sie es massiv begünstigt.

Wie natürlich auch das - wenn man es überhaupt noch so nennen kann - Regieren der Ampel. Ob man darauf allerdings seitens einer ernstzunehmenden Opposition darauf so reagieren sollte wie Merz, Söder oder Kretschmer, halten auch viele in der CDU für fraglich.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 12:22 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Ihr geht doch steil dabei. Für die Zuwächse der AfD macht ihr konsequent die CSDU verantwortlich. Die Ampel-Parteien machen doch nur alternativlose Politik. Mit dieser Meinung insb. von Ulrich wird man hier erschlagen.

Tja, so ist das. Das BVB-Forum ist halt nicht Gillamoos.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 12:13 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Ihr geht doch steil dabei. Für die Zuwächse der AfD macht ihr konsequent die CSDU verantwortlich. Die Ampel-Parteien machen doch nur alternativlose Politik. Mit dieser Meinung insb. von Ulrich wird man hier erschlagen.

Du gehst jedes Mal steil, wenn irgendwer an der FDP, CSU oder CDU Kritik übt.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:55 (vor 863 Tagen) @ Gargamel09

Ihr geht doch steil dabei. Für die Zuwächse der AfD macht ihr konsequent die CSDU verantwortlich. Die Ampel-Parteien machen doch nur alternativlose Politik. Mit dieser Meinung insb. von Ulrich wird man hier erschlagen.


Du gehst jedes Mal steil, wenn irgendwer an der FDP, CSU oder CDU Kritik übt.

Richtig steil eigentlich nur, wenn jemand an seinen Heiligen St. Markus packt.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 15:34 (vor 863 Tagen) @ Ulrich

Richtig steil eigentlich nur, wenn jemand an seinen Heiligen St. Markus packt.

Nich am Heiligen packen! (Am Bär darf man in Bayern ja.)

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PaBe, Freitag, 08.09.2023, 12:09 (vor 864 Tagen) @ Taifun

Ihr geht doch steil dabei.

Der einzige der aktuell dabei steil geht bist du.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 09:46 (vor 864 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 10:03

Zu erst einmal muss ein CDU-Fraktions- und Parteivorsitzender in der Lage sein, klar und präzise zu sprechen. Das ist Merz nicht. Der Mann ist eine komplette Fehlbesetzung. Das wissen sie auch in der CDU und sind gerade an Existstrategien.


Selbstredend machen er und die CDU das nicht ohne Hintergedanken. Es gibt einen massiven Rechtsruck in Deutschland und die Union will das abfangen bzw. sich selbst in Stellung bringen. Deshalb lässt so einer wie Merz solche Aussagen fallen. Der ist ja nicht pathologisch dumm und macht das immer wieder, wenn innerhalb der Union das alle kacke finden. Nur Dir und mir erzählen sie halt was anderes, öffentlich.


Wesentliche Teile der Union befeuern diesen Rechtsruck aktiv, weil sie davon zu profitieren zu hoffen. Vor Jahrzehnten hat das funktioniert. Ein Franz-Josef Strauß hat diese Klaviatur ein Leben lang bespielt. Und die eine oder der andere erinnert sich sicherlich noch an die beschämende Kampagne der hessischen CDU, "Wo kann ich gegen die Ausländer unterschreiben?".

Aber heute gibt es deutschlandweit mit der AfD eine mittlerweile offen rechtsradikale Partei rechts von der Union. Und in Bayern gibt es zudem die Freien Wähler mit dem offen rechtspopulistischen Vorsitzenden Hubert Aiwanger. Und deshalb funktionieren die alten Strategien nicht mehr. Ein Markus Söder beispielsweise hat sich bereits vor Monaten auf Gedeih und Verderb an Aiwanger gekettet. Egal wie lautstark er jetzt auftritt, intern dürfte er die Hosen gestrichen voll haben. In Erding beispielsweise wurde Aiwanger gefeiert, Söder aber ausgebuht. Mittlerweile ist Söder in der bayrischen Landesregierung Kellner, Aiwanger ist Koch.

Wer rechtspopulistisch oder gar rechtsradikal tickt, der wählt heute das Original, nicht die Kopie. Nicht die CSU, nicht die CDU, und auch nicht die AfD. Da können Söder, Merz, Kubicki und Co. noch so sehr in Stammtischmanier vom Leder ziehen. Es nutzt ihnen nichts, ganz im Gegenteil. Es macht die AfD bzw. in Bayern auch die Aiwangers noch stärker.

Aber auch die Freien Wähler haben ein Problem. Hubert Aiwanger ist auf der einen Seite das Aushängeschild. Auf der anderen Seite ist er aber deutlich populistischer und auch deutlich weiter rechts stehend als die Mitte seiner Partei.

Sehe ich auch so. Wobei man sich ja nun auch selbst als Freier Wähler / Wählerin fragen muss, was das für eine Partei ist, die man wählt. Und im Grunde muss man sich das im nächsten Schritt auch als CSU-Wähler / Wählerin fragen.

Aber hieran sieht man mMn sehr schön das Dilemma, welches sich nach und nach verstärkt, wenn größere Teile der nicht-urbanen, tendenziell konservativen, Bevölkerung (sei es nun gerechtfertigt oder nicht), sich über einen längeren Zeitraum nicht abgeholt fühlen oder gesellschaftlich/medial stark frequentierte Themen für sinnbefreit, mittelschichtsschädigend oder bevormundend halten. Wenn das dann zusammentrifft mit einem merklichen Wohlstandsverlust, dann wird es gefährlich (aktuelles Beispiel, mal ganz plump: "Die reden hier über's Kiffen und Geschlechtsanpassung im Perso um 21:45 Uhr im Heute-Journal, mein Lohn steigt aber nur um 24,60 Euro im Monat und jetzt soll ich hier in meinem Elternhaus noch eine Wärmepumpe einbauen, wo ich doch sowieso schon die Hälfte meines Gehaltes an Steuern abdrücke und der Lebensunterhalt immer teurer wird für mich, geht's noch?"). Das ist jetzt schon eine sehr fiese Zwickmühle, politisch gesehen.

Es ist ein Kulturkampf, der die AfD so stark werden lässt. Keine Migranten und auch kein Heizgesetz sorgen für diesen Rechtstruck, den die BRD so wohl noch nie gesehen hat in ihrer Geschichte.


Das ist richtig. Aber dieser Kulturkampf wird in erster Linie von rechts befeuert. Von der AfD und von anderen Rechtsradikalen, aber auch aus CDU, CSU und AfD heraus. Was von dort behauptet wird, hat mit der Realität nichts zu tun. Stichwort z.B. "Winnetou". Da wird seit Jahrzehnten gefordert, dass sich ARD und ZDF beim Erwerb von Sendelizenzen nicht gegenseitig überbieten sollen. Dann verzichtet die ARD darauf, ihre Lizenzen für Karl-May-Filme zu verlängern, weil man dem ZDF nicht in die Quere kommen will. Dort werden die Filme selbstverständlich weiter gezeigt, Lizenzen verlängert. Trotzdem kommt von AfD, Freien Wählern, CSU, CDU und FDP im Chor "Winnetou wird verboten!".

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wie die Debatte ins Rollen kam, aber ging es primär nicht darum, dass der Ravensburger Verlag geplante Begleitbücher zu Winnetou aus dem Sortiment genommen hatte, aufgrund kultureller Aneignung? Dass das ZDF sich im Zuge dessen einschaltete mit der Aufforderung, dass "I-Wort" nicht mehr zu nutzen, war, glaube ich, nur Randthema.
Mag aber durchaus sein, dass die AfD da mal wieder auf dem gänzlich falschen Dampfer unterwegs war bzgl. Sendelizenzen, das hatte aber den ursprünglichen "Streit" in der Gesellschaft bzw. diese Debatte darüber nicht vom Zaun gebrochen. Wenn ich das nicht falsch im Kopf habe.
Meiner Meinung nach tun solche Diskussionen aber generell keiner Gesellschaft gut, zumindest nicht in der Form.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 13:42 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Nene, es war auch ein Söder, der auf den Zug aufsprang und gegen die ÖR wetterte, weil sie Winnetou absetzen würden...

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Ulrich, Freitag, 08.09.2023, 14:57 (vor 863 Tagen) @ bigfoot49

Nene, es war auch ein Söder, der auf den Zug aufsprang und gegen die ÖR wetterte, weil sie Winnetou absetzen würden...

Was übrigens eine glasklare Lüge war. Brandstifter Markus Söder on Tour.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 14:05 (vor 864 Tagen) @ bigfoot49

Nene, es war auch ein Söder, der auf den Zug aufsprang und gegen die ÖR wetterte, weil sie Winnetou absetzen würden...

Klar, aufgesprungen sind alle Konservativen, alles andere wäre ja auch seltsam. Aber losgetreten haben die das nicht, sondern ein Verlag, der Winnetou-Bücher aus dem Sortiment genommen hat. Das war ja der Stein des Anstoßes.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 14:15 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Klar, aufgesprungen sind alle Konservativen, alles andere wäre ja auch seltsam. Aber losgetreten haben die das nicht, sondern ein Verlag, der Winnetou-Bücher aus dem Sortiment genommen hat. Das war ja der Stein des Anstoßes.

Dabei ist Winnetou doch so ein großartiges Beispiel für die gelunge Integration eines Ausländers (Indianer, dazu noch ein französischer) ins deutsche Festtags-TV-Programm.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Elmar, Freitag, 08.09.2023, 08:49 (vor 864 Tagen) @ FourrierTrans

Gut herausgearbeitet.
Aber ich denke, dass beides stimmt.
Die Spaltung „urban“ - „Land“ zum einen, aber auch das nationale zum anderen.
Wer Aiwanger gehört hat, wie er MigrantInnen das Kellnern beibringen möchte, der muss das leider auch erkennen.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 08:52 (vor 864 Tagen) @ Elmar

Gut herausgearbeitet.
Aber ich denke, dass beides stimmt.
Die Spaltung „urban“ - „Land“ zum einen, aber auch das nationale zum anderen.
Wer Aiwanger gehört hat, wie er MigrantInnen das Kellnern beibringen möchte, der muss das leider auch erkennen.

Ja, Aiwanger ist ein Spezialfall im schlechten Sinne. Auch hier greift aber jetzt schon diese Spaltung. Vor 15 Jahren hätten die meisten noch gesagt "Pfui Deibel, weg mit dem". Heute heißt es halt "na bevor ich Grün oder SPD wähle, was soll's, soll er halt bleiben". Die allermeisten wissen dort unten, dass Aiwanger eine ****** ist.

„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht

Nietzsche, Donnerstag, 07.09.2023, 12:41 (vor 865 Tagen) @ Gargamel09

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.


Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...

Schon klar. Nur hilft es ja nicht, darauf so einen Stuss zu erwidern.

Merz lässt Sprecher erklären "War alles gar nicht so gemeint!"

Ulrich, Dienstag, 05.09.2023, 17:06 (vor 866 Tagen) @ Finchen

Mal wieder das übliche Spiel. Friedrich Merz haut einen raus, und im Anschluss muss ein CDU-Sprecher erklären, dass alles gar nicht so gemeint war. Da stellt sich für mich die Frage, wieso lässt Merz den Sprecher nicht gleich Sommerinterviews geben und Stammtischreden halten?

Nach scharfer Kritik an Parteichef - Kreuzberg nicht Deutschland? CDU erklärt Merz-Aussage (T-Online)

Dass Friedrich Merz seltsame Aussagen tätigt, hat bei ihm übrigens seit vielen Jahren Tradition.

Merz bejubelt rechten Großvater (TAZ vom 16.01.2004)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 05.09.2023, 15:36 (vor 866 Tagen) @ Finchen

https://video.twimg.com/ext_tw_video/1698692201092440064/pu/vid/888x492/nRIZiQcUxVCQappG.mp4?tag=12

Und noch eine Warnung/Drohung an die Presse:

https://twitter.com/AnneRabe2/status/1698774356078256459

Merz reitet sich auch immer weiter rein. Teile der CDU driftet nach Rechts ab.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Ulrich, Dienstag, 05.09.2023, 16:54 (vor 866 Tagen) @ Garum

https://video.twimg.com/ext_tw_video/1698692201092440064/pu/vid/888x492/nRIZiQcUxVCQappG.mp4?tag=12

Und noch eine Warnung/Drohung an die Presse:

https://twitter.com/AnneRabe2/status/1698774356078256459


Merz reitet sich auch immer weiter rein. Teile der CDU driftet nach Rechts ab.

Und in Wetzlar haben sich CDUler, Corona-Leugner, AfDler und Ex-AfDler getroffen ...

Vernetzung in Wetzlar „Geheimes” Treffen von AfD und CDU (Belltower News)

Dabei waren von CDU-Seite u.a. Hans-Georg Maaßen, Klaus Kelle (Veranstalter, sogenannte "Werte"Union, früher u.a. stellvertretender Redaktionsleiter von „Bild NRW“), Hans-Jürgen Irmer und Rainer Wendt.

Für den ehemaligen hessischen CDU-MdB Hans-Jürgen Irmer könnte das ganze ein juristisches Nachspiel haben.

Treffen von Rechtskonservativen in Wetzlar hat Nachspiel - Wenn die "wahre Schwarmintelligenz" unter sich bleiben will (Hessenschau)

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Habakuk, OWL, Dienstag, 05.09.2023, 15:41 (vor 866 Tagen) @ Garum

Gillamoos ist Deutschland? Scheiße, wo bin ich da reingeraten?

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

herrNick, Dienstag, 05.09.2023, 16:05 (vor 866 Tagen) @ Habakuk

Gillamoos ist Deutschland? Scheiße, wo bin ich da reingeraten?

Ich glaube man täte gut daran, wenn man Reden, die auf dem Gillamoos gesprochen werden, nicht auf die Goldwaage legt. Da war Krawall schon "immer" Teil der Folklore.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 05.09.2023, 16:24 (vor 866 Tagen) @ herrNick

Gillamoos ist Deutschland? Scheiße, wo bin ich da reingeraten?


Ich glaube man täte gut daran, wenn man Reden, die auf dem Gillamoos gesprochen werden, nicht auf die Goldwaage legt. Da war Krawall schon "immer" Teil der Folklore.

Nur nimmt das ja immer mehr zu. Die Leute lassen ja immer mehr raus. Und mittlerweile sind das auch nicht mehr nur alles Einzeltäter.
Vor ein paar Jahren hat so etwas auch keinen interessiert und unsere Demokratie war stabiler.

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Argyle, Köln, Dienstag, 05.09.2023, 16:35 (vor 866 Tagen) @ Garum

Gillamoos ist Deutschland? Scheiße, wo bin ich da reingeraten?


Ich glaube man täte gut daran, wenn man Reden, die auf dem Gillamoos gesprochen werden, nicht auf die Goldwaage legt. Da war Krawall schon "immer" Teil der Folklore.


Nur nimmt das ja immer mehr zu. Die Leute lassen ja immer mehr raus. Und mittlerweile sind das auch nicht mehr nur alles Einzeltäter.
Vor ein paar Jahren hat so etwas auch keinen interessiert und unsere Demokratie war stabiler.


Wird Zeit, dass wir unsere Äcker mit Gatorade besprühen...

Merz erklärt uns, was Deutschland ist:

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 05.09.2023, 16:04 (vor 866 Tagen) @ Habakuk

Gillamoos ist Deutschland? Scheiße, wo bin ich da reingeraten?

Würde mir das einer erzählen, könnte man das kaum Glauben. Er wird Zeit das die Ampel, insbesondere die SPD das mal erst nimmt. Sonst sehen wir in 2 Jahren Schwarz/Blau.

Tolle Diskussion

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 12:46 (vor 885 Tagen) @ Pfostentreffer

> > Eines muss man auch mal sagen:


Bei allem rumgeheul von allen Seiten (mich eingeschloßen) über die Diskussionskultur in diesem Land, zeigt dieser Thread das es auch möglich ist Standpunkt und Meinungen auszutauschen über ein solch sensibles Thema ohne das direkt alle aufeinander losgehen. Hart und Kontrovers in der Sache aber ohne unnötigen Hass und Vorwürfe.

Will mir gar nicht ausmalen wie diese Diskussion auf Facebook, X oder manchen anderem Forum ausgesehen hätte...


Wichtig ist bei solchen Diskussionen einfach, dass nicht direkt mit der Nazikeule geschwungen wird, wenn man gewisse Dinge kritisch sieht.[/i]


Ich weiss nicht. Welche Dinge genau meinst Du denn?

Mich stören eher die rassistischen Aussagen bei solchen Diskussionen als die Leute die darauf hinweisen.

Wo ich dir recht gebe: Die Diskussion unten funktioniert, weil niemand auf den subtilen Rassismus oder postfaktische Äusserungen reagiert und es mittlerweile als normal akzeptiert wird. Viele der Leute, die dagegen angeschrieben haben (nicht nur hier) sind aber mittlerweile ermüdet oder gar nicht mehr da.

Das geschieht leider viel zu schnell.[/i]

Sehe ich anders. Rassismus und Diskriminierung muss man klar benennen, der Kampf dagegen ist die absolute Grundlage unserer Verfassung und der Menschenrechte. Ob es dann gleich die Nazikeule sein muss, ist etwas anderes. Da es aber offensichtlich ist, dass der Faschismus gerade in der ganzen westlichen Welt auf dem Vormarsch ist, finde ich es extrem gefährlich Leuten vorzuwerfen, darauf hinzuweisen.

Siehst Du, genau das meine ich.
Es steht doch ausser Frage, dass man gegen Rassismus und Co mit einer 0 Toleranzstrategie vorgehen muss.
Aber, genau das meine ich ja, Du reagierst direkt mit nem "Beissreflex" auf meinen Kommentar.

Ich hab doch gar nirgends geschrieben, dass man Diskriminierung und Rassismus locker flockig akzeptieren muss. Und nein, das fällt auch nicht unter Meinungsfreiheit.

Aber es scheint mittlerweile total Vogue zu sein, jemanden der etwas kritischer ist direkt in diese Ecke zu stellen.

Vorweg, ich halte es für absolut wichtig,richtig und unerlässlich Flüchtlingen einen sichere Möglichkeit des (Über)-Lebens zu sichern und zu ermöglichen.
Dafür gehts uns in D einfach zu gut als dass wir das mit "nicht unser Problem" abtun dürfen.

Dennoch, wenn ich mir die (in meinen Augen) "Fehler" anschaue:
-schlechte bis gar keine richtige REgistrierung.
Und ja, da erwarte ich eine vernünftige Feststellung der Personalien, von mir aus mit Fingerabdruck und DNA, um sozialmissbrauch vorzubeugen. Und sicherlich sind die wenigsten Betrüger, aber wenn die BRD Zuflucht und Unterstützung anbietet, dann sollte das machbar sein.
-Die Kritik an vielen Kasernierungen (zuweilen mit der NS-Lagern verglichen).
Wohnraum ist auch in D relativ knapp und teuer.
Zuerst einmal ist es wichtig den Leuten nen Dach überm Kopf zu verschaffen und für einigermaßen gescheite Verpflegung,Sanitäre Einrichtungen und medizinischer Versorgung zu sorgen.
Das ist dann nunmal auch ein Husarenstück bei mehreren 100k monatlich.

Und das sind nur Kleinigkeiten.
Das die BRD sich da zuweilen nicht mit Ruhm bekleckert hat sehe ich ein, aber wenn man solche Argumente bringt ist man schneller nen Nazi als man schauen kann....

Und vielleicht denke ich da für viele zu Radikal, aber wenn mir mein Haus weggebombt wird und mich wildfremde Menschen (Staat) aufnimmt, bin ich froh über jede Unterstützung und beschwere mich nicht wenn ich mit Personen zusammen leben muss, die meine Religion nicht anerkennt.
Demut ist das Stichwort.

Und ja, es gibt auch viele Fälle bei denen man sich fragen muss, warum die BRD in dem Fall so extrem versagt hat.

Und sicherlich weiss ich, das diese Meinung so wie ich sie äussere nicht ankommt, aber ich verurteile grundsätzlich keinen der hier Zuflucht sucht,eine gewisse Dankbarkeit zeigt und einfach froh ist nicht mehr verfolgt zu werden.

Dass dies dann innerhalb der BRD besser "verarbeitet" werden kann/muss sehe ich ein, dennoch rechtfertigt das eben auch nicht gewisse Vorfälle dieser PErsonengruppen.

Und nochmal, dass die meisten die hier Schutz suchen keine Alöcher sind weiss ich.

Wahrscheinlich hab ich mich mit dem Post für viele jetzt selbst in die Rechte Ecke gedrängt, so sehr hinterfragt man sich bei so ner Meinung schon selbst.....
Verrückt....

Tolle Diskussion

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 14:08 (vor 885 Tagen) @ bambam191279

Wichtig ist bei solchen Diskussionen einfach, dass nicht direkt mit der Nazikeule geschwungen wird, wenn man gewisse Dinge kritisch sieht.[/i]


Ich weiss nicht. Welche Dinge genau meinst Du denn?

Mich stören eher die rassistischen Aussagen bei solchen Diskussionen als die Leute die darauf hinweisen.

Wo ich dir recht gebe: Die Diskussion unten funktioniert, weil niemand auf den subtilen Rassismus oder postfaktische Äusserungen reagiert und es mittlerweile als normal akzeptiert wird. Viele der Leute, die dagegen angeschrieben haben (nicht nur hier) sind aber mittlerweile ermüdet oder gar nicht mehr da.

Das geschieht leider viel zu schnell.[/i]

Sehe ich anders. Rassismus und Diskriminierung muss man klar benennen, der Kampf dagegen ist die absolute Grundlage unserer Verfassung und der Menschenrechte. Ob es dann gleich die Nazikeule sein muss, ist etwas anderes. Da es aber offensichtlich ist, dass der Faschismus gerade in der ganzen westlichen Welt auf dem Vormarsch ist, finde ich es extrem gefährlich Leuten vorzuwerfen, darauf hinzuweisen.


Siehst Du, genau das meine ich.
Es steht doch ausser Frage, dass man gegen Rassismus und Co mit einer 0 Toleranzstrategie vorgehen muss.

Meiner Erfahrung und auch den Daten, der Geschichte und aktuellen politischen Debatten folgened steht es eben nicht ausser Frage, im Gegenteil, es wird wieder mehr und mehr legitimiert und zur Normalität.

> Aber, genau das meine ich ja, Du reagierst direkt mit nem "Beissreflex" auf meinen Kommentar.
Welchen Beissreflexx meinst Du? Weder habe ich Dir vorgeworfen dass Du Rassist bist noch Dich in die rechte Ecke gestellt. Ich habe meine Meinung zu dem Thema gesagt wie Du auch. Meine habe ich sachlich begründet. Ich sehe da weder einen Beissreflex noch unterstelle ich Dir irgend etwas.


Ich hab doch gar nirgends geschrieben, dass man Diskriminierung und Rassismus locker flockig akzeptieren muss. Und nein, das fällt auch nicht unter Meinungsfreiheit.

Habe ich ja auch nicht behauptet. Du hast gesagt es wird zu schnell die Nazikeule rausgeholt, ich finde es nicht. 2 unterschiedliche Meinungen. Alles gut.

> Aber es scheint mittlerweile total Vogue zu sein, jemanden der etwas kritischer ist direkt in diese Ecke zu stellen.
Wo habe ich Dich bitte in die Ecke gestellt? Wenn Du andere Meinungen mit Begründung auf die Themen die Du aufgebracht hast als "in die Ecke stellen" empfindest: Wie soll ich Dir in Zukunft antworten?

> Vorweg, ich halte es für absolut wichtig,richtig und unerlässlich Flüchtlingen einen sichere Möglichkeit des (Über)-Lebens zu sichern und zu ermöglichen.
[quote]Dafür gehts uns in D einfach zu gut als dass wir das mit "nicht unser Problem" abtun dürfen.
[/quote]

Nirgendwo habe ich bestritten, dass Du das so siehst, woher soll ich das auch wissen?

Dennoch, wenn ich mir die (in meinen Augen) "Fehler" anschaue:
-schlechte bis gar keine richtige REgistrierung.

sehe ich genauso als Fehler an.

Und ja, da erwarte ich eine vernünftige Feststellung der Personalien, von mir aus mit Fingerabdruck und DNA, um sozialmissbrauch vorzubeugen. Und sicherlich sind die wenigsten Betrüger, aber wenn die BRD Zuflucht und Unterstützung anbietet, dann sollte das machbar sein.

Aus meiner Sicht sollte man von unschuldigen Menschen keine Fingerabdrücke und DNA Proben nehmen, aber das ist eine Meinung. Du siehst das anders. Für beide Seiten gibt es gute Argumente. Kein Problem und kein in die rechte Ecke stellen.

-Die Kritik an vielen Kasernierungen (zuweilen mit der NS-Lagern verglichen).
Wohnraum ist auch in D relativ knapp und teuer.
Zuerst einmal ist es wichtig den Leuten nen Dach überm Kopf zu verschaffen und für einigermaßen gescheite Verpflegung,Sanitäre Einrichtungen und medizinischer Versorgung zu sorgen.
Das ist dann nunmal auch ein Husarenstück bei mehreren 100k monatlich.

Auch hier sind wir völlig einer Meinung. Das Helfen grundsätzlich eine schwierige Aufgabe ist, dürfte jedem klar sein. Und da es EU Länder gibt die ihre Qoute nicht erfüllen, wird die Aufgabe für die, die es tun, noch schwieriger. Das ist immer so wenn Partner sich unsolidarisch zeigen.

Tolle Diskussion

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 14:09 (vor 885 Tagen) @ Pfostentreffer


Und das sind nur Kleinigkeiten.
Das die BRD sich da zuweilen nicht mit Ruhm bekleckert hat sehe ich ein, aber wenn man solche Argumente bringt ist man schneller nen Nazi als man schauen kann....

Keine Ahnung wo man wegen solcher Argumente schnell als Nazi bezeichnet wird. Trotzdem verstehe ich den Punkt, dass Du es so empfindest und das ist ein tatsächliches, echtes gesellschaftliches Problem. Dafür habe ich aber keine Lösung, tut mir leid.

Die eigentliche Frage ist ja, Argumente wofür oder wogegen und für wie schwer man diese empfindet. Deine Argumente sind eine Auflistung von Probemen, von denen Du meinst, dass sie durch mehr Flüchtlinge geschaffen oder verstärkt werden. Die Teile ich. Überall, wo die Anzahl an Menschen (und nicht nur Flüchtlingen) sinkt die Anzahl an pro Kopf zur Verfügung stehender Resourcen.

Die Frage ist, welche Gewichtung man diesen Punkten einräumt im Vergleich zu der Notwendigkeit zur Hilfe von Menschen in Not. Denn genau das sind Flüchtlinge, Menschen in Not.


Und vielleicht denke ich da für viele zu Radikal, aber wenn mir mein Haus weggebombt wird und mich wildfremde Menschen (Staat) aufnimmt, bin ich froh über jede Unterstützung und beschwere mich nicht wenn ich mit Personen zusammen leben muss, die meine Religion nicht anerkennt.

Hier sind wir tatsächlich unterschiedlicher Meinung, auch wenn ich Deinen Impuls verstehe. Natürlich ist man zuerst froh, zu überleben. Aber wenn an dem Ort der mich aufgenommen hat, mein Leben durch ein quasi unveränderliches Identitäsmerkmal bedroht ist, habe ich nur 3 Möglichkeiten:

1) Es / mich zu verstecken - geht nicht immer und wird mittlerweile vom europäischen Gerichtshof als menschenunwürdig angesehen
2) Weiter zu flüchten an einen anderen Ort
3) Mir trotz dieser Umstände ein Leben aufzubauen und vielleicht zu versuchen, diese Umstände zu verbessern

Nur weil jetzt nicht mehr die Bomben über mir hereinbrechen, möchte ich trotzdem noch mein Leben leben. Deswegen bin ich ja geflohen. Wenn ich dann nur noch ruhig im Heim sitzen darf ohne zu arbeiten und einen Mucks zusagen, hätte ich auch dort bleiben können. Trotzdem kann ich aber demütig und dankbar sein, dass schliesst sich nicht aus.


[quote]Demut ist das Stichwort.
[/quote]

Die meisten Flüchtlinge die ich kennen gelernt habe, waren extrem demütig und dankbar. Aber das kannst Du natürlich anders erlebt haben.

> Und ja, es gibt auch viele Fälle bei denen man sich fragen muss, warum die BRD in dem Fall so extrem versagt hat.

Die gibt es ganz bestimmt und auch hier bin ich bei den Kritikern vorne dabei. Grundsätzlich finde ich aber, dass unser Job bezüglich Flüchtlingen in den letzten Jahren relativ (!) gut war. Und ich war seit '93 grosser Kritiker. Deutschland hat relativ viele Menschen aufgenommen und in den Arbeitsmarkt gebracht (und damit zurück ins normale Leben), das ist schon eine Leistung, speziell bei so vielen traumatisierten Menschen. Natürlich gibt es trotzdem Probleme und Konflikte, niemand würde das abstreiten. Dazu gehört aber auch zu verstehen: Gesellschaftliche Konflikte sind ein Effekt von mehr Integration, nicht von weniger (Gewaltkriminialität natürlich nicht, keine Frage).

Was mir deutlich mehr Sorgen macht als die deutsche Flüchtlingspolitik ist die europäische. Ohne Zweifel ist Deutschland daran natürlich beteiligt.

> Und sicherlich weiss ich, das diese Meinung so wie ich sie äussere nicht ankommt, aber ich verurteile grundsätzlich keinen der hier Zuflucht sucht,eine gewisse Dankbarkeit zeigt und einfach froh ist nicht mehr verfolgt zu werden.

Bei mir ist sie nicht anders angekommen, ich habe Dich nicht als rechte Flitzpiepe wahrgenommen oder so. Sondern nur meine Meinung Deiner gegenübergestellt.

> Dass dies dann innerhalb der BRD besser "verarbeitet" werden kann/muss sehe ich ein, dennoch rechtfertigt das eben auch nicht gewisse Vorfälle dieser PErsonengruppen.

Was für Vorfälle meinst Du genau?


Und nochmal, dass die meisten die hier Schutz suchen keine Alöcher sind weiss ich.

Gut. Ich würde tippen, der Ratio ist ähnlich wie bei allen anderen Menschen auch. Vermutlich etwas höher aufgrund des relativ hohen Anteils Traumatisierter. Gewalt erzeugt Gegengewalt. So, jetzt habe ich gesagt, das der Anteil Alöcher bei Flüchtlingen vermutlich höher liegt als beim Rest der Menscheheit. Werde ich deswegen jetzt hier als Nazi beschimpft? Vermutlich nicht.

> Wahrscheinlich hab ich mich mit dem Post für viele jetzt selbst in die Rechte Ecke gedrängt, so sehr hinterfragt man sich bei so ner Meinung schon selbst.....
[quote]Verrückt....
[/quote]

Glaube ich nicht, die meisten Leute hier sind schon in der Lage, dass gelesene auch zu verstehen. Aus meiner Sicht zumindest hast Du Dich mit dem Post in gar keine Ecke gestellt.

Sich selbst zu hinterfragen, ist aus meiner Sicht etwas positives. Tatsächlich wäre das sogar sehr konstruktiv, da vielen nicht bewusst ist, wo in unserer in weiten Teilen sehr schönen, aber weit von "perfekt" entfernten westlichen Welt überall Diskriminierungen und Rassismus und wie tief sie in die Lebenswirklichkeit von uns allen eingesickert sind.

Tolle Diskussion

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 10:50 (vor 885 Tagen) @ bambam191279

Ja.
Allerdings gibt es ja auch im anderen Spektrum Leute die durch ihr rechtes und rassitisches Weltbild und entsprechende Beiträge solche Diskussionen komplett vergiften.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 03:11 (vor 885 Tagen) @ Bujolop

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unna-massenschlaegerei-fluechtlingunterkunft-100.html

ist dann die andere Seite der Medaille…gab wohl heute Abend wieder Stress laut WDR2 Nachrichten gerade…

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

dNL, Sauerland, Freitag, 18.08.2023, 13:15 (vor 885 Tagen) @ Rupo

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unna-massenschlaegerei-fluechtlingunterkunft-100.html

ist dann die andere Seite der Medaille…gab wohl heute Abend wieder Stress laut WDR2 Nachrichten gerade…

Sperr mal die gleiche Menge an Deutschen über die gleiche Zeit in so ne Unterkunft. Als ob da was Anderes bei rumkommen würde..

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:51 (vor 885 Tagen) @ dNL

*Sperr mal die gleiche Menge an Deutschen über die gleiche Zeit in so ne Unterkunft.*

Bundeswehr ;-) ?!

Ja...klar...versteh auch was Du sagst...

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Freitag, 18.08.2023, 14:10 (vor 885 Tagen) @ Rupo

Auch wenn es nur ein (allerdings sehr schlechter) Scherz sein sollte… bei der heutigen Berufsarmee mit größtenteils Heimschläfern könnten die Bedingungen nicht unterschiedlicher sein.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 18:47 (vor 884 Tagen) @ RE_LordVader

ich meinte auch eher unsere Wehrdienstzeit...schön mit sieben Kameraden auf einer Stube ;-)

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 14:25 (vor 885 Tagen) @ RE_LordVader

Auch wenn es nur ein (allerdings sehr schlechter) Scherz sein sollte… bei der heutigen Berufsarmee mit größtenteils Heimschläfern könnten die Bedingungen nicht unterschiedlicher sein.

Und ergänzend: so ganz frei von Verfehlungen soll die Bundeswehr ja angeblich auch nicht sein:-)

Gäubodenfest Straubing - Polizeibericht

Schnippelbohne, Bauernland, Freitag, 18.08.2023, 10:23 (vor 885 Tagen) @ Rupo

https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/053856/index.html

Immerhin weniger Körperverletzungen als im Vorjahr. Das ist wohl der Grund, wieso der öffentliche Aufruhr ausbleibt ;)

Gäubodenfest Straubing - Polizeibericht

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 18.08.2023, 10:33 (vor 885 Tagen) @ Schnippelbohne

https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/053856/index.html

Immerhin weniger Körperverletzungen als im Vorjahr. Das ist wohl der Grund, wieso der öffentliche Aufruhr ausbleibt ;)

Hä wie, was hat das mit einem Volksfest zu tun? Und dann noch in Straubing!
Also wenn in Straubing die Welt nicht noch in Ordnung ist, dann habe ich nun wirklich keine Hoffnung mehr, bitte mach mir das nicht kaputt jetzt. :D

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Ollis, Die A7 rauf und runter ;), Freitag, 18.08.2023, 03:44 (vor 885 Tagen) @ Rupo

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unna-massenschlaegerei-fluechtlingunterkunft-100.html

ist dann die andere Seite der Medaille…gab wohl heute Abend wieder Stress laut WDR2 Nachrichten gerade…

Vielleicht lese ich das gerade auch zu überspitzt. Aber warum sind Schlägereien in einer Massenunterkunft die andere Seite der Medaille zu einem Angriff von Nazis auf eine Unterkunft mit anschließender rechter Demo?

Hier werden Menschen aus Krisengebieten, verschiedener Religionen und Herkunft auf engstem Raum über Monate untergebracht. Da sind Konflikte vorprogrammiert, die dann auch zwischen den einzelnen Nationalitäten schnell in größeren Ausmaß entstehen.

Ich glaube, wenn man weiterhin Flüchtlinge in dieser Anzahl aufnehmen möchte, muss man, insbesondere im ländlichen Raum dauerhafte Strukturen schaffen. Es ist ein schwieriges Thema, aber man sollte die unverantwortlichen Angriffe und Hetze von Rechts von den Problematiken in den Einrichtungen trennen. Auch wenn solche Nachrichten von Problemen in den Einrichtungen natürlich Wasser auf die Mühlen der Gegner sind.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:15 (vor 885 Tagen) @ Ollis

Moin,
eine Flüchtlingsunterkunft sollte sicherlich nur eine Übergangslösung sein. Sicherlich ist es auch nichts wo man sehr lange leben möchte. Du schreibst es ja richtig in deinem letzten Satz:
*Auch wenn solche Nachrichten von Problemen in den Einrichtungen natürlich Wasser auf die Mühlen der Gegner sind.*

Der Deutsche Städtetag hattes anlässlich das 'Flüchtlingsgipfel' angesprochen
https://www.staedtetag.de/presse/pressemeldungen/2023/unterbringung-gefluechtete-mpk-reicht-nicht-mehr-auf-sicht-zu-fahren

Beste Grüße,
Thomas

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 18.08.2023, 08:53 (vor 885 Tagen) @ Ollis

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unna-massenschlaegerei-fluechtlingunterkunft-100.html

ist dann die andere Seite der Medaille…gab wohl heute Abend wieder Stress laut WDR2 Nachrichten gerade…


Vielleicht lese ich das gerade auch zu überspitzt. Aber warum sind Schlägereien in einer Massenunterkunft die andere Seite der Medaille zu einem Angriff von Nazis auf eine Unterkunft mit anschließender rechter Demo?

Hier werden Menschen aus Krisengebieten, verschiedener Religionen und Herkunft auf engstem Raum über Monate untergebracht. Da sind Konflikte vorprogrammiert, die dann auch zwischen den einzelnen Nationalitäten schnell in größeren Ausmaß entstehen.

Ich glaube, wenn man weiterhin Flüchtlinge in dieser Anzahl aufnehmen möchte, muss man, insbesondere im ländlichen Raum dauerhafte Strukturen schaffen. Es ist ein schwieriges Thema, aber man sollte die unverantwortlichen Angriffe und Hetze von Rechts von den Problematiken in den Einrichtungen trennen. Auch wenn solche Nachrichten von Problemen in den Einrichtungen natürlich Wasser auf die Mühlen der Gegner sind.

Sitzen da AfD'ler mit drin oder wieso gibt es da Stress aufgrund von Nationalität?

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 09:21 (vor 885 Tagen) @ FourrierTrans

Naja auch in anderen Ländern gibt es sehr viele Menschen die Probleme mit fremden Kulturen und anderen Nationen haben.

Ich hab selten so oft abfälliges über andere Flüchtlinge gehört wie von Flüchtlingen aus anderen Nationen.

Damals waren es speziell die Nordafrikaner die mit allen dunkleren Afrikanern (Zentral oder Westafrikanern) extreme Probleme hatten.
Da sind Wort gefallen dagegen sind AfD Treffen Kindergeburtstage.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 18.08.2023, 09:17 (vor 885 Tagen) @ FourrierTrans

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unna-massenschlaegerei-fluechtlingunterkunft-100.html

ist dann die andere Seite der Medaille…gab wohl heute Abend wieder Stress laut WDR2 Nachrichten gerade…


Vielleicht lese ich das gerade auch zu überspitzt. Aber warum sind Schlägereien in einer Massenunterkunft die andere Seite der Medaille zu einem Angriff von Nazis auf eine Unterkunft mit anschließender rechter Demo?

Hier werden Menschen aus Krisengebieten, verschiedener Religionen und Herkunft auf engstem Raum über Monate untergebracht. Da sind Konflikte vorprogrammiert, die dann auch zwischen den einzelnen Nationalitäten schnell in größeren Ausmaß entstehen.

Ich glaube, wenn man weiterhin Flüchtlinge in dieser Anzahl aufnehmen möchte, muss man, insbesondere im ländlichen Raum dauerhafte Strukturen schaffen. Es ist ein schwieriges Thema, aber man sollte die unverantwortlichen Angriffe und Hetze von Rechts von den Problematiken in den Einrichtungen trennen. Auch wenn solche Nachrichten von Problemen in den Einrichtungen natürlich Wasser auf die Mühlen der Gegner sind.


Sitzen da AfD'ler mit drin oder wieso gibt es da Stress aufgrund von Nationalität?

In Essen gab's Krieg zwischen Syrern und Libanesen. Auch ganz ohne die #fckafd. Und was passiert, wenn du Menschen, die aus Ländern kommen, die Erz- und Erbfeinde sind, auf engstem Raum zusammenpferchst, das sieht man da sehr gut.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

virz3, Oberhausen, Freitag, 18.08.2023, 08:01 (vor 885 Tagen) @ Ollis

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unna-massenschlaegerei-fluechtlingunterkunft-100.html

ist dann die andere Seite der Medaille…gab wohl heute Abend wieder Stress laut WDR2 Nachrichten gerade…


Vielleicht lese ich das gerade auch zu überspitzt. Aber warum sind Schlägereien in einer Massenunterkunft die andere Seite der Medaille zu einem Angriff von Nazis auf eine Unterkunft mit anschließender rechter Demo?

Hier werden Menschen aus Krisengebieten, verschiedener Religionen und Herkunft auf engstem Raum über Monate untergebracht. Da sind Konflikte vorprogrammiert, die dann auch zwischen den einzelnen Nationalitäten schnell in größeren Ausmaß entstehen.

> Ich glaube, wenn man weiterhin Flüchtlinge in dieser Anzahl aufnehmen möchte, muss man, insbesondere im ländlichen Raum dauerhafte Strukturen schaffen. Es ist ein schwieriges Thema, aber man sollte die unverantwortlichen Angriffe und Hetze von Rechts von den Problematiken in den Einrichtungen trennen. Auch wenn solche Nachrichten von Problemen in den Einrichtungen natürlich Wasser auf die Mühlen der Gegner sind.

Wir können nicht weiterhin Flüchtlinge in dieser Anzahl aufnehmen. Das scheint allerdings noch immer nicht bei allen angekommen sein, was in meinen Augen der Hauptgrund für den Aufschwung der AfD ist.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:24 (vor 885 Tagen) @ virz3

Moin,
im Prinzip ist alles bekannt und gesagt worden seit 2005, 2015 :
1. Aufnahme und Regresstierung der Flüchtlinge an der EU Grenze dort wo sie ankommen
2. Zügige! Prüfung des Asylverfahren incl. Rückführung bei kein Asyl Anspruch
3. Verteilung auf die EU Länder

was machen 'wir' bzw. die EU:
1. Frontex mit Pushbacks (von ersaufen lassen will ich gar nicht anfangen)
2. Türkei Geld geben um die Grenze dicht zu machen
3. Italien, Griechenland, etc. Lager aufbauen die nicht Menschenwürdig sind und diese Länder nicht wirklich unterstützen
4. Keine gerechte Verteilung in der EU
etc.

Beste Grüße,
Thomas

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Elmar, Freitag, 18.08.2023, 09:05 (vor 885 Tagen) @ virz3

Schwieriger Beitrag von dir, wenn da so gar keine quantitative Einordnung stattfindet

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 09:31 (vor 885 Tagen) @ Elmar

Naja seine Meinung ist das es zu viele sind und wir das reduzieren müssen.
Damit dürften er innerhalb der Bevölkerung der EU eine Mainstream Meinung vertreten.
Innerhalb Deutschlands eine relativ weit verbreitete.
Die Probleme werden seit Monaten auf allen Kanälen hoch und runter diskutiert.
Daher ist das erst einmal eine komplett legitime Meinung.
Ich bezweifle das er 0 meint.
Daher sehe ich da nix problematisches. Er spricht ja von signifikant senken. Das wäre bei mir z.b. um 30% oder 50% verringern. Das sehe ich als fast unmöglich an, ist aber eine Größenordnung die wohl vielen Bürgern der EU in etwa vorschweben dürfte.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

markus, Freitag, 18.08.2023, 09:40 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Ohne es quantitativ einzuordnen (wie viele sind bereits da? Ab welcher Zahl ist es warum genau zu viel?) ist es aber dumpfes Wiederholen von AfD Propaganda und reines Bauchgefühl. Die Wahrheit ist, dass wir jährlich 400.000 neue Zuwanderer brauchen, um den Fachkräftemangel angehen zu können.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:18 (vor 885 Tagen) @ markus

*Die geregelte Einwanderung von Fach- und Arbeitskräften ist ein Ausweg*

https://www.staedtetag.de/presse/pressemeldungen/2022/zuwanderung-ohne-fachkraefte-aus-dem-ausland-wird-es-nicht-gehen

Flüchtling/Migration ist nicht automatisch Fachkraft.

Sicherlich sind da auch qualifizierte dabei, sicherlich kann man mit Schulung was machen.
Aber es ist sicherlich auch keine 1:1 Rechnung.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 09:57 (vor 885 Tagen) @ markus

Fachkräftemangel kriegst du so sowieso nicht behoben. Die meisten Menschen die da kommen sind eben nicht der Syrische Arzt sondern eher der Afghane der nicht mal grundlegende Schulbildung mitbringt.
Für Fachkräftemangel musste du viel gezieltere Zuwanderung aus Latein oder Südamerika betreiben oder aus Asien. Von mir aus auch aus Afrika. Aber eben gezielt..

Was du mit diesen Menschen behoben bekommen könntest, wäre der allgemeine Arbeitskraftmangel. Leute zum Putzen, Kellnern oder in der Logistik werden ja auch gesucht. Also Jobs wo Fleiss, Belastbarkeit oder Ehrgeiz wichtiger sind als grandiose Schulleistungen.
Auch in der Industrie könnte man punktuell Hilfsarbeiter benötigen.
Allerdings sind da grundlegende Sprachkenntnisse nötig. Mit den Kunden oder Kollegen muss man eben dann doch irgendwie kommunizieren können.

Aber auch dort klappt das zusammenbringen von Firmen und Menschen kaum. Wer da jetzt genau schuld hat kann man Bücher drüber schreiben.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 10:38 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Fachkräftemangel kriegst du so sowieso nicht behoben. Die meisten Menschen die da kommen sind eben nicht der Syrische Arzt sondern eher der Afghane der nicht mal grundlegende Schulbildung mitbringt.
Für Fachkräftemangel musste du viel gezieltere Zuwanderung aus Latein oder Südamerika betreiben oder aus Asien. Von mir aus auch aus Afrika. Aber eben gezielt..

Was du mit diesen Menschen behoben bekommen könntest, wäre der allgemeine Arbeitskraftmangel. Leute zum Putzen, Kellnern oder in der Logistik werden ja auch gesucht. Also Jobs wo Fleiss, Belastbarkeit oder Ehrgeiz wichtiger sind als grandiose Schulleistungen.
Auch in der Industrie könnte man punktuell Hilfsarbeiter benötigen.
Allerdings sind da grundlegende Sprachkenntnisse nötig. Mit den Kunden oder Kollegen muss man eben dann doch irgendwie kommunizieren können.

Aber auch dort klappt das zusammenbringen von Firmen und Menschen kaum. Wer da jetzt genau schuld hat kann man Bücher drüber schreiben.

Solange dort aber an der Mindestlohngrenze bezahlt wird, wären ausländische Mitarbeiter Fluch für die Arbeitslosen die es hier gibt und arbeiten wollen und Segen für die Firmen zugleich....

Als "Deutscher" oder hier groß gewordener ist es eben einfacher (gerade mit Kindern) von der Stütze zu leben als für 500.-€ mehr Vollzeit arbeiten zu gehen. zumal Dir dann gewisse staatliche Vergünstigungen wegfallen und Du zumeist durch die Fahrt zur Arbeit nochmal mehr kosten hast.
Und ja, ich rede vom Niedriglohnsektor (der sich meiner Meinung nach einfach nicht genug von Sozialleistungen abhebt).

Nachtrag

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 10:12 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Ergänzung:

Natürlich bin ich bei dir das wir Arbeit genung hätten. Aber dafür musst du Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Tunesien eben auch befähigen. Sprachkurse, eine Art abgespeckt Lehre, Wohnraum, bei den jüngeren Schulabschlüsse nachholen.

Dafür brauchst du aber auch Kapazitäten. Und diese sind eben nicht unbegrenzt verfügbar.

Simples Beispiel:

Wir arbeiten im Schichtbetrieb. Qualifikation erstmal für bestimmte Jobs unerheblich. Daher nehme wir wenn der jenige einigermaßen Deutsch kann und fleissig ist jeden. Trotzdem benötigt der jenige natürlich eine vernünftige Unterbringung. Niemand kann 38h die Woche Vollschicht arbeiten und dann in einer Gruppenunterkunft leben. Außerdem wären Sprachkurse wichtig.

Wohraum und Sprachkurse sind aber eben zwei Flaschenhälse wo du aktuell keine 400.000 Menschen jedes Jahr durchbekommst in Deutschland.

Daher müssten wir erstmal innerhalb der EU die Infrastruktur und Regelungen aufbauen so viele Menschen nicht nur irgendwie aufzunehmen sondern das ganze auch irgendwie auch gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 18.08.2023, 09:46 (vor 885 Tagen) @ markus

Ohne es quantitativ einzuordnen (wie viele sind bereits da? Ab welcher Zahl ist es warum genau zu viel?) ist es aber dumpfes Wiederholen von AfD Propaganda und reines Bauchgefühl. Die Wahrheit ist, dass wir jährlich 400.000 neue Zuwanderer brauchen, um den Fachkräftemangel angehen zu können.

Ja, aber halt Fachkräfte und nicht Menschen, die kaum lesen oder schreiben können.

Ich kann dir das so sagen, dem Staat fehlen tausende Geschäftsstellenmitarbeiter, ich würde morgen eine taugliche ReFa per sofort einstellen, Kollegen geht's ähnlich.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

herrNick, Dienstag, 05.09.2023, 17:14 (vor 866 Tagen) @ MarcBVB

Ohne es quantitativ einzuordnen (wie viele sind bereits da? Ab welcher Zahl ist es warum genau zu viel?) ist es aber dumpfes Wiederholen von AfD Propaganda und reines Bauchgefühl. Die Wahrheit ist, dass wir jährlich 400.000 neue Zuwanderer brauchen, um den Fachkräftemangel angehen zu können.


Ja, aber halt Fachkräfte und nicht Menschen, die kaum lesen oder schreiben können.

Ich kann dir das so sagen, dem Staat fehlen tausende Geschäftsstellenmitarbeiter, ich würde morgen eine taugliche ReFa per sofort einstellen, Kollegen geht's ähnlich.

"Nicht lesen und schreiben" ist ja nicht gleich dumm, sondern nicht gebildet. Dagegen lässt sich bei jüngeren Leuten i.d.R. was tun. Grundsätzlich sind Flucht und Zuwanderung aber zwei Unterschiedliche Probleme. Die Lösung hat eine Schnittmenge, die durch Bildung beeinflussbar ist.

Bei den schon fertig qualifizierten Zuwanderern sind wir in einem Wettbewerb mit anderen Ländern, ggf. sind Bildungsprogramme der einfachere Weg um gewisse Fachkräfte zu gewinnen. Wobei Stellen im Rechts-Bereich wohl weder durch Zuwanderung noch durch Bildung von Flüchtlingen zu besetzten sind. Der Mangel wird im Zweifel nur mit "mehr Geld" behoben.

Was will Aiwanger hier sagen?

Finchen, Dienstag, 05.09.2023, 21:39 (vor 866 Tagen) @ herrNick

Was will Aiwanger hier sagen?

Gargamel09, Dienstag, 05.09.2023, 21:50 (vor 866 Tagen) @ Finchen

https://video.twimg.com/ext_tw_video/1699031657167089664/pu/vid/avc1/640x360/xps3XYZo4dcB73gi.mp4?tag=12

Wer wählt solche Menschen eigentlich in politische Ämter? :D

Im Westen gibt es Bayern, im Osten Sachsen...

Was will Aiwanger hier sagen?

Finchen, Mittwoch, 06.09.2023, 13:38 (vor 866 Tagen) @ Gargamel09

Das Ergebnis dieser Umfrage, dass es Mehrheiten richtig finden, dass Aiwanger im Amt bleibe, zeigt meiner Meinung nach, wie weit sich mittlerweile auch "normal-konservative" Wähler von einer gesamtgesellschaftlichen Realität entfernt haben. Die Flugblattaffäre wird nicht zu Lasten Aiwangers, vielmehr seine Reaktion, sich nicht von den "linksgrünen Mainstream-Medien" unterkriegen zu lassen, zu seinen Gunsten ausgelegt. Eine perfide Trump-artige Underdog-Logik.

Dahinter steckt ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen. Es ist pervers, wenn man daran denkt, dass es hier um Konservative geht. Diese Leute sind zudem so anfällig für die nächste Scheisslüge, so lange "die da oben" das Gegenteil behaupten, dass man sie leicht zur AFD treiben könne.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Foreveralone, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 16:50 (vor 884 Tagen) @ MarcBVB

Ohne es quantitativ einzuordnen (wie viele sind bereits da? Ab welcher Zahl ist es warum genau zu viel?) ist es aber dumpfes Wiederholen von AfD Propaganda und reines Bauchgefühl. Die Wahrheit ist, dass wir jährlich 400.000 neue Zuwanderer brauchen, um den Fachkräftemangel angehen zu können.


Ja, aber halt Fachkräfte und nicht Menschen, die kaum lesen oder schreiben können.


Das ist halt der Punkt, aber alles andere ist nur gefühlte Wahrheit.

Was nicht sein kann, nicht sein darf.


Ich kann dir das so sagen, dem Staat fehlen tausende Geschäftsstellenmitarbeiter, ich würde morgen eine taugliche ReFa per sofort einstellen, Kollegen geht's ähnlich.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Karsten, Zürich, Freitag, 18.08.2023, 10:15 (vor 885 Tagen) @ MarcBVB

Ohne es quantitativ einzuordnen (wie viele sind bereits da? Ab welcher Zahl ist es warum genau zu viel?) ist es aber dumpfes Wiederholen von AfD Propaganda und reines Bauchgefühl. Die Wahrheit ist, dass wir jährlich 400.000 neue Zuwanderer brauchen, um den Fachkräftemangel angehen zu können.


Ja, aber halt Fachkräfte und nicht Menschen, die kaum lesen oder schreiben können.

Wo sich dann aber die Katze in den Schwanz beisst, da diese Leute in ihren Herkunftsländern natürlich ebenso gebraucht werden könnten. Bleiben dort aber nur noch Leute, die nicht lesen und schreiben können, sinken dort die Perspektiven noch weiter, und es werden neue Fluchtursachen geschaffen.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 09:45 (vor 885 Tagen) @ markus

Ohne es quantitativ einzuordnen (wie viele sind bereits da? Ab welcher Zahl ist es warum genau zu viel?) ist es aber dumpfes Wiederholen von AfD Propaganda und reines Bauchgefühl. Die Wahrheit ist, dass wir jährlich 400.000 neue Zuwanderer brauchen, um den Fachkräftemangel angehen zu können.

Das wären dann aber auch "selektierte" Zuwanderer und eher keine Flüchtlinge die man in Unterkünfte zusammenpferchen "muss".
Allerdings finde ich diese Thematik um die Flüchtlinge in Unterkünften extrem komplex, denn mir. z.B. will es nicht in den Sinn, wie ich flüchtend dann noch die Energie aufwenden kann um "verhasste" Nationalitäten oder Religionen anzugreifen.
Aber natürlich war ich auch nie in solch eine Situation und würde auch Lügen wenn ich behaupte ich kann mich in diese Lage hineinversetzen.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Fonzie, Münster, Freitag, 18.08.2023, 12:16 (vor 885 Tagen) @ bambam191279

Das wären dann aber auch "selektierte" Zuwanderer und eher keine Flüchtlinge die man in Unterkünfte zusammenpferchen "muss".

Den Fachkräftemangel löse ich ja sowieso nicht nur kurzfristig über die passende Anzahl an fertig ausgebildeten und dann zugewanderten Fachkräften, sondern es ist auch ein demographisches Problem. Die Kinder von Zuwanderern (egal ob Flüchtling oder nicht) werden aber ja hier ausgebildet und helfen dann eben in ein paar Jahren als Fachkräfte.

Wir haben bei uns an der Schule seit 2015 eigentlich dauerhaft eine Gruppe von ca. 20 Kindern und Jugendlichen in der sprachlichen Erstförderung (das sind i.d.R. die ersten 2-3 Jahre nach Zuwanderung. Aktuell sind es wegen des Ukrainekriegs allerdings doppelt so viele. Wir haben dabei bei den Eltern auch die ganze Bandbreite an Familiengeschichten von "wegen einer Stelle als Fachkraft nach D gezogen" über Migration innerhalb der EU bis hin zu Familien, die Asyl beantragt haben.

Wie bei deutschen Familien sind da sicherlich begabtere und weniger begabte Schüler dabei, aber all diese Kinder und Jugendlichen werden eben (zeitweise) in D ausgebildet und würden unter normalen Umständen irgendwann in Deutschland arbeiten, so ihnen diese Möglichkeit eben zugestanden wird. Auch bei den Eltern erlebe ich es äußerst selten, dass die mit der oft heraufbeschworenen "Einwanderung ins Sozialsystem" zufrieden sind. Für eine Flucht braucht es jede Menge Entschlossenheit und Willen und die meisten würden diese gerne in eine berufliche Karriere stecken. Leider macht es Ihnen, je nach Status, die Bürokratie wahnsinnig schwer, ein geregeltes Leben mit einer eigenen Wohnung, Arbeit usw. zu führen.

Allerdings finde ich diese Thematik um die Flüchtlinge in Unterkünften extrem komplex, denn mir. z.B. will es nicht in den Sinn, wie ich flüchtend dann noch die Energie aufwenden kann um "verhasste" Nationalitäten oder Religionen anzugreifen.

Auch hier muss man bedenken, dass Geflüchtete normalerweise diversen extremen psychischen Belastungen ausgesetzt waren. Dazu kommt dann der Druck durch eine Situation, wo man unter extremer Ungewissheit auf engstem Raum mit vielen Menschen, die man teilweise kaum versteht, eingesperrt ist. Man hat keine Arbeit als Ausgleich etc. Das sind Stresssituationen, die sich die meisten von uns kaum vorstellen können. Wenn man aber mal daran denkt, wie sich bei vielen das deutlich luxuriösere "Eingesperrt und den Behörden machtlos ausgeliefert sein" während der Lockdowns angefühlt hat, kann man es vielleicht zumindest erahnen.

Dazu kommen teilweise die bereits anderswo angesprochenen nationalen und regionalen Konflikte zwischen Nationen, die u.U. jahrzehntelang Kriege gegeneinander geführt haben. Normalerweise entstehen diese gewaltsamen Auseinandersetzungen ja nicht aus einem geplanten Angriff, sondern aus einem eskalierenden Streit, eventuell aufgrund der Sprachbarriere mit fehlender Möglichkeit zur verbalen Deeskalation.

Aber natürlich war ich auch nie in solch eine Situation und würde auch Lügen wenn ich behaupte ich kann mich in diese Lage hineinversetzen.

Das ist glaube ich der wichtigste Punkt. Ich habe wie oben beschrieben relativ regelmäßig direkten Kontakt zu Familien in solchen Situationen und kenne deshalb auch viele Geschichten über Flucht/Auswanderung und auch die Situation anschließend in D. Dazu habe auch ich eine Weile im Ausland (UK) gelebt. Komplett hineinversetzen kann man sich aufgrund der extremen Umstände trotzdem nie wirklich. Und da fehlt mir manchmal oft das Verständnis, wenn Leute ihre Urteile über Migranten fällen.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 12:55 (vor 885 Tagen) @ Fonzie

Das wären dann aber auch "selektierte" Zuwanderer und eher keine Flüchtlinge die man in Unterkünfte zusammenpferchen "muss".


Den Fachkräftemangel löse ich ja sowieso nicht nur kurzfristig über die passende Anzahl an fertig ausgebildeten und dann zugewanderten Fachkräften, sondern es ist auch ein demographisches Problem. Die Kinder von Zuwanderern (egal ob Flüchtling oder nicht) werden aber ja hier ausgebildet und helfen dann eben in ein paar Jahren als Fachkräfte.

Wir haben bei uns an der Schule seit 2015 eigentlich dauerhaft eine Gruppe von ca. 20 Kindern und Jugendlichen in der sprachlichen Erstförderung (das sind i.d.R. die ersten 2-3 Jahre nach Zuwanderung. Aktuell sind es wegen des Ukrainekriegs allerdings doppelt so viele. Wir haben dabei bei den Eltern auch die ganze Bandbreite an Familiengeschichten von "wegen einer Stelle als Fachkraft nach D gezogen" über Migration innerhalb der EU bis hin zu Familien, die Asyl beantragt haben.

Wie bei deutschen Familien sind da sicherlich begabtere und weniger begabte Schüler dabei, aber all diese Kinder und Jugendlichen werden eben (zeitweise) in D ausgebildet und würden unter normalen Umständen irgendwann in Deutschland arbeiten, so ihnen diese Möglichkeit eben zugestanden wird. Auch bei den Eltern erlebe ich es äußerst selten, dass die mit der oft heraufbeschworenen "Einwanderung ins Sozialsystem" zufrieden sind. Für eine Flucht braucht es jede Menge Entschlossenheit und Willen und die meisten würden diese gerne in eine berufliche Karriere stecken. Leider macht es Ihnen, je nach Status, die Bürokratie wahnsinnig schwer, ein geregeltes Leben mit einer eigenen Wohnung, Arbeit usw. zu führen.

Allerdings finde ich diese Thematik um die Flüchtlinge in Unterkünften extrem komplex, denn mir. z.B. will es nicht in den Sinn, wie ich flüchtend dann noch die Energie aufwenden kann um "verhasste" Nationalitäten oder Religionen anzugreifen.


Auch hier muss man bedenken, dass Geflüchtete normalerweise diversen extremen psychischen Belastungen ausgesetzt waren. Dazu kommt dann der Druck durch eine Situation, wo man unter extremer Ungewissheit auf engstem Raum mit vielen Menschen, die man teilweise kaum versteht, eingesperrt ist. Man hat keine Arbeit als Ausgleich etc. Das sind Stresssituationen, die sich die meisten von uns kaum vorstellen können. Wenn man aber mal daran denkt, wie sich bei vielen das deutlich luxuriösere "Eingesperrt und den Behörden machtlos ausgeliefert sein" während der Lockdowns angefühlt hat, kann man es vielleicht zumindest erahnen.

Dazu kommen teilweise die bereits anderswo angesprochenen nationalen und regionalen Konflikte zwischen Nationen, die u.U. jahrzehntelang Kriege gegeneinander geführt haben. Normalerweise entstehen diese gewaltsamen Auseinandersetzungen ja nicht aus einem geplanten Angriff, sondern aus einem eskalierenden Streit, eventuell aufgrund der Sprachbarriere mit fehlender Möglichkeit zur verbalen Deeskalation.

Aber natürlich war ich auch nie in solch eine Situation und würde auch Lügen wenn ich behaupte ich kann mich in diese Lage hineinversetzen.


Das ist glaube ich der wichtigste Punkt. Ich habe wie oben beschrieben relativ regelmäßig direkten Kontakt zu Familien in solchen Situationen und kenne deshalb auch viele Geschichten über Flucht/Auswanderung und auch die Situation anschließend in D. Dazu habe auch ich eine Weile im Ausland (UK) gelebt. Komplett hineinversetzen kann man sich aufgrund der extremen Umstände trotzdem nie wirklich. Und da fehlt mir manchmal oft das Verständnis, wenn Leute ihre Urteile über Migranten fällen.

Du, Ich kann Deine Ansichten absolut teilen, aber es ist dann auch eben so, wenn wir von 400k Fachkräften jährlich ausgehen, muss das mit den Einwanderern und deren Kindern mehr als ne 100% Quote sein ;-)
Und sicherlich sind da Sprache und Bildung absolut mit die wichtigsten Faktoren.

Es geht mir halt auch nicht darum, dass wir Zuwanderung brauchen, aber es kann durchaus ähnlich laufen wie bei Dtschen.
Es gibt sie ja, die faulen,kriminellen und eben auch Sozialbetrüger, die dann noch anderweitig Geld scheffeln.
Und das Deutsche Sozialsystem ist ja durchaus als sehr wohlwollend bekannt.
Ich wiederhole mich, die wenigsten zu uns geflüchteten/Einwanderer wollen diesen Weg gehen, aber bei der Menge hast Du halt auch viel "Mist" dabei.

Man sollte jetzt halt nicht den Fehler machen und behaupten, wir brauchen 400k Fachkräfte, also holen wir "einfach" 400K aus dem Ausland und die Fehlmengen sind ausgeglichen.

Bezüglich des Fachkräftemangels sollte man vielleicht auch mal innerhalb der BRD schauen, ob die Ansprüche der Firmen was Qualifikation,Arbeitszeit und Entlohnung betrifft noch zeitgemäß ist.

Sorgen habe ich bei "zu vielen" Einwanderern am ehesten,dass die sich gerade zu Beginn mit deutlich zu geringen Bezügen abspeisen lassen, denn nicht alles was tariflich als Mindestlohn oder eben gesetzlich als Mindestlohn festgesetzt ist, ist wirklich fair.

Da Du aber zig mal mehr Erfahrungen in diesem Bereich zu haben scheinst, will ich da auch gar nicht großartig gegen reden, denn eigentlich bin ich im Grunde bei Dir.

Ich bin halt (muss auch zugeben mittlerweile) recht demütig geworden und bin heilfroh in einem Land wie der BRD zu leben, auch wenn es für viele D gerade brutal bergab geht....

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Windmill-Agogo, Pattaya, Freitag, 18.08.2023, 12:41 (vor 885 Tagen) @ Fonzie

Das wären dann aber auch "selektierte" Zuwanderer und eher keine Flüchtlinge die man in Unterkünfte zusammenpferchen "muss".


Den Fachkräftemangel löse ich ja sowieso nicht nur kurzfristig über die passende Anzahl an fertig ausgebildeten und dann zugewanderten Fachkräften, sondern es ist auch ein demographisches Problem. Die Kinder von Zuwanderern (egal ob Flüchtling oder nicht) werden aber ja hier ausgebildet und helfen dann eben in ein paar Jahren als Fachkräfte.

Ist das so? Wie viele deiner Kollegen haben denn einen Migrationshintergrund? Wir schieben die Migranten in ungeliebte, schlechtbezahlte Jobs ab, aber integrieren sie nur selten. Das müsste man diskutieren, denn die fehlenden Fachkräfte werden es nicht.

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Fonzie, Münster, Freitag, 18.08.2023, 17:52 (vor 884 Tagen) @ Windmill-Agogo

Ist das so? Wie viele deiner Kollegen haben denn einen Migrationshintergrund?

Sicher nicht so viele wie im Ruhrgebiet, aber ein paar kommen selbst im ländlichen Münsterland zusammen. ;) Ich sehe da aber vor allem das Problem, dass es insbesondere. Flüchtlingen sehr schwer gemacht wird, ins Berufsleben zu kommen. Bei uns arbeitet zum Beispiel aktuell eine ukrainische Deutschlehrerin mit den ukrainischen Kindern, die wir in Teilzeit über Gelder im Ganztag anstellen durften, also wie eine Sozialpädagogin oder AG-Leiterin. Eine normale Vertretungsstelle wäre nicht möglich gewesen, weil ihr Abschluss nicht so ohne weiteres anerkannt wird. Und bei den Ukrainern ist das ganze noch mal extrem viel unbürokratischer geregelt als bei Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Myanmar, Somalia oder anderen Ländern. Die haben eigentlich keine realistische Chance, direkt in ihren eigentlichen Berufen anzufangen. Einen Aufenthaltstitel zu bekommen ist für viele ebenso schwierig, unabhängig davon, wie bemüht oder integrationsbeflissen sie sind.

In meinen Augen liegt in diesem Bereich jede Menge Potential brach.

Wir schieben die Migranten in ungeliebte, schlechtbezahlte Jobs ab, aber integrieren sie nur selten. Das müsste man diskutieren, denn die fehlenden Fachkräfte werden es nicht.

Ich finde auch, dass wir viel mehr für die Integration tun müssten. Gibt ja auch genug Studien dazu, dass sich das dort investierte Geld (Sprachkurse, vernünftige Unterbringung, ggf. Weiter Qualifikation) mittelfristig rechnet. Aber meist wird nur über die teuren Sozialleistungen gesprochen, die gestemmt werden müssen.

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simie, Krefeld, Freitag, 18.08.2023, 19:58 (vor 884 Tagen) @ Fonzie

(...) Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Myanmar, Somalia oder anderen Ländern. Die haben eigentlich keine realistische Chance, direkt in ihren eigentlichen Berufen anzufangen.

Wobei man da auch registrieren sollte, dass diese Berufsabschlüsse in vielen Bereichen auch einfach nicht vergleichbar sind.

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simie, Freitag, 18.08.2023, 20:24 (vor 884 Tagen) @ simie

Wobei ein Physiotherapeut ein Physiotherapeut ist. Aber ich bin mir sehr sicher, dass das nicht ausreicht. Letztens gelesen, dass einer dann auf Bade es geschult hat. Krass.

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markus, Freitag, 18.08.2023, 20:09 (vor 884 Tagen) @ simie

(...) Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Myanmar, Somalia oder anderen Ländern. Die haben eigentlich keine realistische Chance, direkt in ihren eigentlichen Berufen anzufangen.


Wobei man da auch registrieren sollte, dass diese Berufsabschlüsse in vielen Bereichen auch einfach nicht vergleichbar sind.

Richtig. Die Annahme, dass man einfach aus Böswilligkeit oder Unfähigkeit Abschlüsse nicht anerkennt, ist falsch. Einiges wird durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert. Aber du wirst halt schlecht z.B. einen Juristen einfach so in Deutschland arbeiten lassen.

Und das ist auch das nervige an diesen Diskussionen. Selbst keinen Plan haben, aber auf jeden Fall wissen, dass es am Versagen der Politik liegt.

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Fonzie, Münster, Samstag, 19.08.2023, 08:09 (vor 884 Tagen) @ markus

(...) Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Myanmar, Somalia oder anderen Ländern. Die haben eigentlich keine realistische Chance, direkt in ihren eigentlichen Berufen anzufangen.


Wobei man da auch registrieren sollte, dass diese Berufsabschlüsse in vielen Bereichen auch einfach nicht vergleichbar sind.


Richtig. Die Annahme, dass man einfach aus Böswilligkeit oder Unfähigkeit Abschlüsse nicht anerkennt, ist falsch. Einiges wird durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert. Aber du wirst halt schlecht z.B. einen Juristen einfach so in Deutschland arbeiten lassen.

Ich habe auch nie gesagt, dass Berufsabschlüsse in jedem Fall komplett vergleichbar sind und ohne jede Ausnahme 1:1 übernommen werden sollen. Aktuell nehme ich die Situation in den mir bekannten Fällen aber so wahr, dass man als Flüchtling kaum eine Chance hat, überhaupt in einen qualifizierten Beruf zu kommen.

Es geht auch nicht darum, dass Flüchtlinge aus Somalia kommend direkt einen Sitz am BGH erhalten. Aber in dem von mir geschilderten Fall reden wir über eine ukrainische Deutschlehrerin, die bei uns ukrainischen Kindern deutsch beibringt. Das darf sie aber nur, weil wir ein kreatives Konstrukt gefunden haben, wo sie mehr oder weniger geführt und bezahlt wird wie jemand vom Handballverein, der eine Handball-AG für Fünftklässler leitet. Auch hier wollten wir keine Verbeamtung auf Lebenszeit, sondern eine Vertretungsstelle für DAZ, die uns sowieso Zustand, mit ihr besetzen. Solche Fälle kenne ich von den Familien der Migranten leider reihenweise. Es gibt Menschen mit Ausbildung/Studium, es gibt willige Betriebe/Firmen, die sie einstellen möchten und es scheitert am Status oder der Anerkennung. Da müsste es meiner Meinung nach häufiger eine Prüfung im Einzelfall geben und auch eine realistische Möglichkeit zum Erwerb der fehlenden Zusatzqualifikationen (rechtliche Unterschiede innerhalb des Berufs in D etc.) geben, ohne die komplette Ausbildung noch mal zu durchlaufen.

Und das ist auch das nervige an diesen Diskussionen. Selbst keinen Plan haben, aber auf jeden Fall wissen, dass es am Versagen der Politik liegt.

Ich finde diesen Ton ehrlich gesagt total daneben, vor allem in Kombi damit, dass es nicht mal eine direkte Antwort auf meinen Beitrag ist. Ich habe nie vom Versagen der Politik gesprochen und glaube ich relativ klar gemacht, wo meine Kompetenzen in diesem Bereich liegen und wo nicht.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

markus, Samstag, 19.08.2023, 08:17 (vor 884 Tagen) @ Fonzie

Und das ist auch das nervige an diesen Diskussionen. Selbst keinen Plan haben, aber auf jeden Fall wissen, dass es am Versagen der Politik liegt.


Ich finde diesen Ton ehrlich gesagt total daneben, vor allem in Kombi damit, dass es nicht mal eine direkte Antwort auf meinen Beitrag ist. Ich habe nie vom Versagen der Politik gesprochen und glaube ich relativ klar gemacht, wo meine Kompetenzen in diesem Bereich liegen und wo nicht.

Eben weil es keine direkte Antwort auf deinen Beitrag war, warst du auch nicht gemeint.

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Chill-Instructor, Fußball muss bezahlbar sein, Freitag, 18.08.2023, 17:24 (vor 884 Tagen) @ Windmill-Agogo

Das wären dann aber auch "selektierte" Zuwanderer und eher keine Flüchtlinge die man in Unterkünfte zusammenpferchen "muss".


Den Fachkräftemangel löse ich ja sowieso nicht nur kurzfristig über die passende Anzahl an fertig ausgebildeten und dann zugewanderten Fachkräften, sondern es ist auch ein demographisches Problem. Die Kinder von Zuwanderern (egal ob Flüchtling oder nicht) werden aber ja hier ausgebildet und helfen dann eben in ein paar Jahren als Fachkräfte.


Ist das so? Wie viele deiner Kollegen haben denn einen Migrationshintergrund? Wir schieben die Migranten in ungeliebte, schlechtbezahlte Jobs ab, aber integrieren sie nur selten. Das müsste man diskutieren, denn die fehlenden Fachkräfte werden es nicht.

Hatte gestern mit nem Kumpel die gleiche Diskussion und verwies darauf, dass bei meinem ehemaligen Arbeitgeber (Realschule im Ruhrgebiet) inzwischen fast die Hälfte der Lehrer einen (meist türkischen) Migrationshintergrund hat.
Der Kumpel argumentierte dann dagegen wie du.
Mich würde interessieren, ob man dazu irgendwo verlässliche Statistiken finden kann (bspw. "XY % der 1., 2, 3. Generation von Migranten aus XY arbeiten in XY Berufen").

Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 12:22 (vor 885 Tagen) @ Fonzie

Danke für den Beitrag Fonzie. Ich habe ebenfalls über 10 Jahre Flüchtlingsarbeit gemacht und kann jedes Deiner Wörter nur bestätigen.

Liste über rechtsextreme Aufmärsche für zweites Quartal 2023

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 17.08.2023, 12:00 (vor 886 Tagen) @ Bujolop

*Im ersten Halbjahr sind bundesweit dreimal so viele Aufmärsche von Rechtsextremen gezählt worden wie im Vorjahreszeitraum.*

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/rechtsextremismus-demonstrationen-zahl-anstieg-neonazis-100.html

hier die offizielle Anfrage und Antwort:

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-962908

https://dserver.bundestag.de/btd/20/079/2007991.pdf

Flüchtlinge und Ausländer raus - und dann?

Gargamel09, Donnerstag, 17.08.2023, 10:17 (vor 886 Tagen) @ Bujolop

mich würde mal interessieren, ob die dann zufrieden mit dem Staat wären, weil Maximalforderungen erfüllt, oder ob sich dieser verlorene Teil der Bevölkerung dann die nächsten Opfer sucht - Linke (Ausnahme Wagenknechts Linke), Grüne, Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung... die Liste könnte lang ausfallen. Manche mögen zurück in die Gesellschaft finden, bei anderen wird (für) immer Hopfen und Malz verloren sein.

Flüchtlinge und Ausländer raus - und dann?

EloKa, Donnerstag, 17.08.2023, 11:33 (vor 886 Tagen) @ Gargamel09

Die Forderungen sind unerschöpflich.

Da haben die Freien Sachsen demonstriert, die hatten schon u.a. in Sachsen, Thüringen und Franken die Montagsspaziergänge gegen Corona-Maßnahmen organisiert. Ich meine, dass die auch für Russland im Ukraine Krieg demonstriert hatten.

Es ist nicht so wichtig gegen was man genau auf die Barrikaden geht, hauptsache man grenzt sich als gemeinsame Gruppe ab. Klassische "Wir gehen euch" Rhetorik eben.

Flüchtlinge und Ausländer raus - und dann?

badehaubendealer, Langenfeld, Donnerstag, 17.08.2023, 10:36 (vor 886 Tagen) @ Gargamel09

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Martin Niemöller

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Pa1n, Donnerstag, 17.08.2023, 00:22 (vor 886 Tagen) @ Bujolop

Demo gegen die rechte Gewalt? Irrtum!

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Hunderte bei rechtsradikaler Demo in sächsischer Kleinstadt

https://www.t-online.de/region/dresden/id_100225272/sebnitz-sachsen-rechtsradikale-demo-nach-angriff-auf-fluechtlingsheim.html

Hier gibt es Bilder uns Stimmen der Teilnehmer:

https://video.twimg.com/ext_tw_video/1691420268948783104/pu/vid/1280x720/7P3gFgM48IpfGUkU.mp4?tag=12

Unglaublich, was für Menschen in diesem Land leben. Ich erinnere mich an konservative Freunde, die forderten, in der Schule müsse endlich mal Schluss damit sein, dass man so viel über das Dritte Reich lerne.

Falsch: Es ist umso wichtiger, dass der Stoff bleibt.

Wer weiß, was die AfD mit Lehrplänen anstellen würde, wenn sie an die Macht käme.

Alles, was ich zu diesen widerlichen Faschisten-Pack (die "besrgten Bürgern", die die da oben nur wachrütteln wollen, inbegriffen) sagen könnte , ist justiziabel.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

DanzaStyle, Donnerstag, 17.08.2023, 00:45 (vor 886 Tagen) @ Pa1n

Immer wenn ich solche Menschen sehe, dann berkommt mich auch leider ein Gefühl der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, wie sich das noch weiter entwickeln wird.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

micha87, bei Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 08:34 (vor 886 Tagen) @ DanzaStyle

Menschlich, zugleich muss man in der Lage sein jene nicht zu entmenschlichen wie jene es mit Migranten der Tage handhaben. Ein Mix aus klarer Kante dagegen und vernünftiger pol. Bildung, die eine Bandbreite an demokratischen Positionen mit aufgreift, brauchen wir dringender den je. Zorniger hat es wunderbar gesagt, als Gesellschaft sind wir um kleinen dafür verantwortlich und sei es auch bloß im Stadion mit anderen zusammen. Gegen eine Faschogruppe kann einer alleine z.B. nicht ankommen.

Zugleich muss die Kritik an der Migrationspolitik möglich sein, da hilft auch kein lautes Anschreien wie bei "Hart aber Fair" diese Woche. Derlei Shows und auch gewisse Satireformate heizen das Klima eher an, statt neue Perspektiven darauf aufzuzeigen. Dazu braucht es keine Formate von Reichel & Co., dazwischen sollte es auch noch etwas geben was Diskussionen zulässt.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

max09, Donnerstag, 17.08.2023, 08:50 (vor 886 Tagen) @ micha87

Der Bund ist in der Pflicht die Kommunen endlich adäquat zu unterstützen und nicht mehr mit der Unterbringung alleine zu lassen. Entweder muss die Aufnahme seitens des Bundes massiv eingeschränkt werden oder die Kommunalpolitik darf bei der Suche nach Lösungen nicht mehr auf sich alleine gestellt sein. Das Problem wird hier auf das schwächste Glied abgewälzt.

Fast jeder wird es aus der eigenen Gemeinde bzw einer Nachbarkommune kennen, die schon an der Grenze des Machbaren ist und immer weitere Zuteilung seitens der Landkreise bekommt.

Irgendwann ist auch die letzte Turnhalle oder das letzte leerstehende Firmengebäude besetzt. Und man wird auch nicht jedes öffentliche Gebäude nutzen können, der soziale Unfrieden ist doch vorprogrammiert.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 12:45 (vor 886 Tagen) @ max09

Fast jeder wird es aus der eigenen Gemeinde bzw einer Nachbarkommune kennen, die schon an der Grenze des Machbaren ist und immer weitere Zuteilung seitens der Landkreise bekommt.

Ganz ehrlich? Nicht eine.
Grüße aus Württemberg.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

max09, Donnerstag, 17.08.2023, 12:53 (vor 886 Tagen) @ FliZZa

Wie gesagt, es scheint deutliche regionale Unterschiede zu geben.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Blarry, Essen, Donnerstag, 17.08.2023, 13:05 (vor 886 Tagen) @ max09

Insbesondere auch kulturelle und Akzeptanzunterschiede. Eine Gemeinde im Ruhrgebiet oder im Stuttgarter Speckgürtel bringt von Natur aus eine höhere Bereitschaft für und Erfahrung mit Neuankömmlingen mit als ein gleich großer Ort in Brandenburg, der zuletzt in den frühen Achtzigern ein paar vietnamesische Gastarbeiter in der LPG hatte und seitdem ethnisch und genetisch im eigenen Saft schmort.

Das Paradoxe ist doch, dass gerade die Gebiete Deutschlands, die sich selbst "abgehängt" nennen, am ehesten von Zuwanderung profitieren könnten. Da stehen Immobilien und Liegenschaften leer, da hat der Bund noch die Gelegenheit, sinnvoll und effektiv und kostengünstig zu modernisieren. Stattdessen gibt's die Wagenburgmentalität. Schade.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 17.08.2023, 13:29 (vor 886 Tagen) @ Blarry

Dort will halt aber selbst kaum ein Flüchtling hin :o)

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Hatebreed, Donnerstag, 17.08.2023, 12:06 (vor 886 Tagen) @ max09

Irgendwann ist auch die letzte Turnhalle oder das letzte leerstehende Firmengebäude besetzt. Und man wird auch nicht jedes öffentliche Gebäude nutzen können, der soziale Unfrieden ist doch vorprogrammiert.

In welchem Landkreis lebst Du?
Turnhallen oder andere Gebäude wurden kurzfristig 2015/2016 genutzt, seitdem wurden massiv "Schwedenhäuser" gebaut. Hohe Zuteilung ja, aber machbar.

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Block 24

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Ollis, Die A7 rauf und runter ;), Freitag, 18.08.2023, 03:50 (vor 885 Tagen) @ Hatebreed

Irgendwann ist auch die letzte Turnhalle oder das letzte leerstehende Firmengebäude besetzt. Und man wird auch nicht jedes öffentliche Gebäude nutzen können, der soziale Unfrieden ist doch vorprogrammiert.


In welchem Landkreis lebst Du?
Turnhallen oder andere Gebäude wurden kurzfristig 2015/2016 genutzt, seitdem wurden massiv "Schwedenhäuser" gebaut. Hohe Zuteilung ja, aber machbar.

Das ist leider, insbesondere im ländlichen Raum, nicht richtig. Spätestens mit der Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine ist dies wieder Thema. Bei uns ist eine zentrale Halle „das Bürgerhaus“ seit Kriegsbeginn belegt.
Ohne Proteste von Seiten der Bevölkerung, aber noch ohne Perspektive, wann es wieder für Sport und Zusammenkünfte genutzt werden kann.

Da kann ich dir in Osthessen einige Beispiele nennen. Unser Landkreis hat daraufhin zwar ein Container-Dorf errichtet, aber dies reicht nicht aus. Der Landkreis Fulda andererseits hat diese Problematik komplett an die Kommunen delegiert.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

max09, Donnerstag, 17.08.2023, 12:25 (vor 886 Tagen) @ Hatebreed
bearbeitet von max09, Donnerstag, 17.08.2023, 12:45

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Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

max09, Donnerstag, 17.08.2023, 12:49 (vor 886 Tagen) @ max09

Da ich im Nachgang gemerkt habe, dass meine Formulierung etwas drastisch war und ich niemanden auf den Schlips treten wollte jetzt nochmal in sachlich. Gib einfach bei Google News mal "Containerdorf Hessen" ein und schau dir die Meldungen der letzten Monate an. Es mag ja sein, dass in eurer Gegen viele Schwedenhäuser für diese Zwecke gebaut wurden, aber diese reichen doch schon lange nicht mehr aus. Vielerorts sind die Kapazitäten mittlerweile so aufgebraucht, dass nicht anderes mehr als Containerdörfer - diplomatisch gesagt, in sehr einfacher Einrichtung - übrig bleiben. Viele Kommunen so an den Rande der Machbarkeit zu bringen ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Profitieren tut davon niemand, außer evtl. Investoren die die Unterkünfte schnell zur Verfügung stellen können.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

BVBMenden ⌂ @, Menden (Sauerland), Donnerstag, 17.08.2023, 09:20 (vor 886 Tagen) @ max09

Der Bund ist in der Pflicht die Kommunen endlich adäquat zu unterstützen und nicht mehr mit der Unterbringung alleine zu lassen. Entweder muss die Aufnahme seitens des Bundes massiv eingeschränkt werden oder die Kommunalpolitik darf bei der Suche nach Lösungen nicht mehr auf sich alleine gestellt sein. Das Problem wird hier auf das schwächste Glied abgewälzt.

Fast jeder wird es aus der eigenen Gemeinde bzw einer Nachbarkommune kennen, die schon an der Grenze des Machbaren ist und immer weitere Zuteilung seitens der Landkreise bekommt.

Irgendwann ist auch die letzte Turnhalle oder das letzte leerstehende Firmengebäude besetzt. Und man wird auch nicht jedes öffentliche Gebäude nutzen können, der soziale Unfrieden ist doch vorprogrammiert.

Deine letzten beiden Absätze kann ich nicht bestätigen. Wir sind nahe an den 100% Zuteilungsquote hier, aber nein, niemand merkt etwas von vollen Turnhallen, Firmengebäuden etc. Neue Unterbringungsmöglichkeiten schaffen wir jetzt mit Mitteln des Bundes/Landes. Auch hier: die Kommune wird nicht gänzlich allein gelassen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

max09, Donnerstag, 17.08.2023, 10:42 (vor 886 Tagen) @ BVBMenden

Solltest du wirklich aus Menden kommen hat es evtl. auch was damit zutun, dass eine Stadt mit >50.000 Einwohner andere Unterbringungsmöglichkeiten und Kapazitäten hat als eine normale 5.000 Einwohner Gemeinde.

Hier im eher ländlichen Raum (kann natürlich nur von unserer Region sprechen) sind fast alle Kommunen mittlerweile an der Planung von Containerdörfern bzw. haben diese schon in Betrieb.

Der Verteilungsschlüssel nach Einwohnerzahl berücksichtigt eben nicht individuell die vorhandenen Möglichkeiten der Gemeinden, Städte und Kommunen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

BVBMenden ⌂ @, Menden (Sauerland), Donnerstag, 17.08.2023, 11:56 (vor 886 Tagen) @ max09

Solltest du wirklich aus Menden kommen hat es evtl. auch was damit zutun, dass eine Stadt mit >50.000 Einwohner andere Unterbringungsmöglichkeiten und Kapazitäten hat als eine normale 5.000 Einwohner Gemeinde.

Hier im eher ländlichen Raum (kann natürlich nur von unserer Region sprechen) sind fast alle Kommunen mittlerweile an der Planung von Containerdörfern bzw. haben diese schon in Betrieb.

Der Verteilungsschlüssel nach Einwohnerzahl berücksichtigt eben nicht individuell die vorhandenen Möglichkeiten der Gemeinden, Städte und Kommunen.

Wie willst du denn individuell auf jeden eingehen? Ein Ort mit 5000 Einwohnern sollte ja im Normfall ein Ortsteil einer Gemeinde sein und dann ist es eben Aufgabe der Gemeinde nicht alle in ein „Dorf“ zu schieben. Vor allem darf man Menschen die nicht mobil sind, nicht an den Rand der Ortschaft packen. Die müssen sich ja versorgen können. Ja, nicht jede Gemeinde hat alle Möglichkeiten, dass weiß ich auch.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

micha87, bei Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 10:52 (vor 886 Tagen) @ max09

In einem Ort mit 500 Menschen, wo die Grundversorgung zunehmend ein Problem darstellt, hilft ein Container-Dorf mit 400 Leuten nicht. Das ist ein Sozialexperiment, das man weder Geflüchteten noch Einwohnern anbieten sollte. Es mangelt an Ärzten, Kitas, Schulen, Jobs usw., eben jener Grundversorgung bzw. Grundbedürfnissen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Blarry, Essen, Donnerstag, 17.08.2023, 11:34 (vor 886 Tagen) @ micha87

Wenn du einer Ortschaft auf einen Schlag 80% neue Konsumenten verpasst, sollten dort Einzelhandel und Dienstleistungen eigentlich wie Pilze aus dem Boden sprießen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 13:07 (vor 886 Tagen) @ Blarry

Naja wenn der überwiegende Teil der neuen Konsumenten nur genug zum Überleben bekommt (Hartz4, Bürgergeld) wohl eher nicht. Wenn in einem 5.000 Seelen Ort eine Flüchtlingsunterkunft mit 500 Mann entsteht verbessert sich im Normalfall erstmal gar nix zum besseren für die Anwohner.

Das sind ja meistens Einrichtungen für Menschen die eben nicht schon im Arbeitsmarkt sind oder ihr Leben selber bestreiten sondern oft Leute die frisch angekommen sind und im Schwebezustand hocken. Da ist meistens genug Geld da um mal eine Tüte Chips zukaufen aber das wars.

Die Realität ist das die knappen Kita und Schulplätze noch enger werden. Natürlich benötigen solche Kinder auch eine besondere Förderung. Völlig natürlich. Trotzdem läuft der sonstige Unterricht dann nicht mehr so flüssig wie sonst.
Wenn dann noch Sport im Verein und/oder Schule ausfällt weil Turnhallen benötigt wird kommt das noch On Top.

Die 2 oder 3 Ärtze im Ort werden dann auch vielfach mehr zu tun haben mit Leuten die durchaus Vorerkrankungen und nicht behandelte Probleme (Körperlich/Psychisch) mitbringen. Soll gar kein Vorwurf sein aber kenne Ärtze/MFA die aufgrund von Sprache sehr beliebt sind bei Menschen aus einem Fluchbackground. Die haben enorm zu tun weil natürlich da oft Menschen sind die plötzlich das erste mal ein solches Gesundheitssystem zur Verfügung haben. Dazu ist der Aufwand (Bürokratie, Sprache) natürlich deutlich größer als beim durchschnittlichen Bernd. Da kommen die MFA gut in Arbeit.
Das kann man den einzelnen Menschen überhaupt nicht vorwerfen führt dann aber dazu das der Bernd mit seinem Augenproblemen eben plötzlich statt 3 Monate jetzt 6 Monate auf seinen Termin wartet. Oder für eine simple Krankmeldung eben 3 Stunden im Wartezimmer hockt und nicht 40 min.
Aus einem direkten Familieumfeld kann ich dir sagen das es eher dafür sorgt das die MFA die Branche wechselt. Die Arbeitsbedingungen sind sowieso schon unter aller Sau. Wenn du dann noch bei jedem 3ten Patienten Verständigungsprobleme hast oder erstmal abklären musst was jetzt wer bezahlt ist das ein ziemlich stressiger Arbeitstag auch wenn du den Menschen das alles absolut gönnst.

So kann man da jeden Bereich durch diskutieren wenn eine sowieso schon angespannte Infrastruktur (Medizin, Bildung, Wohnraum usw.) auf einen Zufluss von Menschen mit Ansprüchen trifft die dann oftmals auch noch Mehraufwand an Betreuung benötigen.

Die vereinzelt auftretenden Sicherheitsthemen und die Prolematik des bezahlbaren Wohnraums lassen wir jetzt erstmal außen vor.

Das sind jetzt alles Beispiel und natürlich so nicht überall zu finden aber auch nicht komplett aus Luft gegriffen.

Das ist kein Vorwurf an den einzelnen Menschen. Ich gönne jedem seine Behandlung beim Arzt und freue mich für jedes Kind das eine vernünftige Schulbildung bekommt oder einfach nur eine gute Zeit in der Kita ohne Krieg hat.

Trotzdem sind das eben die Gründe warum viele Menschen eben webig Lust haben in direkter Nachbarschaft mit einer (größeren) Unterkunft zu wohnen auch ohne das sie gegen die einzelnen Menschen irgendetwas hätten.
Deswegen muss man nicht mit peinlichen Pappschildern rumopfern aber so ganz problemlos läuft das eben in den seltensten Fällen.

Was ich aber wirklich noch nie gehört habe ist:

In Dorf/Stadtteil XY entsteht eine größere Unterkunft deswegen profitieren die direkten Anwohner von einem Boom.
Dafür gehört schon sehr viel Träumerei.

Die Zuwanderung die wirkich für steigenden Wohlstand sorgt lokal ist die gezielte Zuwanderung in direkte Arbeitsverhältnisse eher aus dem EU Raum. Das ist aber ein völlig anderes Thema als eine Asylunterkunft für Kriegsflüchtlinge.

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Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 13:33 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Die Zuwanderung die wirkich für steigenden Wohlstand sorgt lokal ist die gezielte Zuwanderung in direkte Arbeitsverhältnisse eher aus dem EU Raum.

Diese Zuwanderung gibt es nahezu gar nicht. In östlichen Grenzgebieten gibt es Grenzgänger, aber ansonsten erlebe ich da wenig. Die deutsche Bürokratie verhindert die Anerkennung von Abschlüssen. Und wir haben auch keine Wege, wie man eventuelle Lücken schliesst. Dazu immer die Frage "Darf der arbeiten?"

Und dazu kommt, dass Deutschland für hochqualifizierte Personen kein Zielland ist. Das wird sich im Moment auch nicht ändern. Die Gehälter zum Beispiel im IT-Bereich sind erstmal eher mau und die Steuern nicht unbedingt niedrig.

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majae, Muc, Donnerstag, 17.08.2023, 19:59 (vor 885 Tagen) @ Taifun

Und dazu kommt, dass Deutschland für hochqualifizierte Personen kein Zielland ist. Das wird sich im Moment auch nicht ändern. Die Gehälter zum Beispiel im IT-Bereich sind erstmal eher mau und die Steuern nicht unbedingt niedrig.

Das stimmt so einfach nicht, Deutschland ist weltweit eines der beliebtesten Einwanderungsländer. Die absolute Elite - oder wer einfach nur möglichst viel Gehalt möchte, wird idR in die USA gehen, aber auch in München siedeln sich Facebook, Apple, Google und Co an. Ärzte aus dem Nahen Osten, Programmierer aus Indien, das ist doch keine Seltenheit. Für viele sind auch noch andere Faktoren als das reine Nettogehalt entscheidend. Den Auswanderern, die ich so kenne, die hierhin gezogen sind, macht übrigens in erster Linie der deutsche Winter zu schaffen. Da kann die Politik aber nichts für. Problematischer scheint mir eher die Anerkennung von Qualifikationen von Geflüchteten, wo dann beispielhaft nur das Zeugnis der 12. Klasse vorhanden ist, aber das der 10. benötigt wird, Elektriker die bei Amazon in der Logistik arbeiten usw.

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Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 20:48 (vor 885 Tagen) @ majae

Und dazu kommt, dass Deutschland für hochqualifizierte Personen kein Zielland ist. Das wird sich im Moment auch nicht ändern. Die Gehälter zum Beispiel im IT-Bereich sind erstmal eher mau und die Steuern nicht unbedingt niedrig.


Das stimmt so einfach nicht, Deutschland ist weltweit eines der beliebtesten Einwanderungsländer. Die absolute Elite - oder wer einfach nur möglichst viel Gehalt möchte, wird idR in die USA gehen, aber auch in München siedeln sich Facebook, Apple, Google und Co an. Ärzte aus dem Nahen Osten, Programmierer aus Indien, das ist doch keine Seltenheit. Für viele sind auch noch andere Faktoren als das reine Nettogehalt entscheidend. Den Auswanderern, die ich so kenne, die hierhin gezogen sind, macht übrigens in erster Linie der deutsche Winter zu schaffen. Da kann die Politik aber nichts für. Problematischer scheint mir eher die Anerkennung von Qualifikationen von Geflüchteten, wo dann beispielhaft nur das Zeugnis der 12. Klasse vorhanden ist, aber das der 10. benötigt wird, Elektriker die bei Amazon in der Logistik arbeiten usw.

Der harte deutscher Winter, lol. Das war einmal. Den gibt es auch in Skandinavien und den Niederlanden.

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majae, Muc, Donnerstag, 17.08.2023, 20:50 (vor 885 Tagen) @ Foreveralone

Der harte deutscher Winter, lol. Das war einmal. Den gibt es auch in Skandinavien und den Niederlanden.

Erzähl das mal den Lateinamerikanern. Geht auch weniger um die Kälte als um einige Monate ohne nennenswert Sonne.

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Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 20:55 (vor 885 Tagen) @ majae

Der harte deutscher Winter, lol. Das war einmal. Den gibt es auch in Skandinavien und den Niederlanden.


Erzähl das mal den Lateinamerikanern. Geht auch weniger um die Kälte als um einige Monate ohne nennenswert Sonne.

Das mit der Dunkelheit ist in Schweden und Norwegen ja noch schlimmer, womit die Einheimischen selbst Probleme haben(hohe Selbstmordrate).

Es ist sowohl das Geld als auch die aus der Zeit gefallene (Arbeits)Mentalität. In Japan ist das ebenso problematisch, deswegen überaltern diese Gesellschaften auch.

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Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 11:56 (vor 885 Tagen) @ Foreveralone

> > > Der harte deutscher Winter, lol. Das war einmal. Den gibt es auch in Skandinavien und den Niederlanden.
[quote][quote]
Erzähl das mal den Lateinamerikanern. Geht auch weniger um die Kälte als um einige Monate ohne nennenswert Sonne.[/quote][/quote]
[quote]
Das mit der Dunkelheit ist in Schweden und Norwegen ja noch schlimmer, womit die Einheimischen selbst Probleme haben(hohe Selbstmordrate).
[/quote]

Du solltest wirklich mal darauf achten, Deine gefühlten Fakten auch zu prüfen bevor Du Fehlinformationen verbreitest. Erstens hängen Selbstmordraten nicht nur von der Anzahl Sonnenstunden ab, sondern sind deutlich komplexer. Ausserdem hat Deutschland eine höhere Selbstmordrate als Norwegen (zumindest pre Corona, danach keine Ahnung). Die höchsten Selbstmordraten in Europa hatten übrigens interessanterweise Litauen, Russland und die Ukraine. Die Selbstmordraten in Belgien, Kroatien oder Ungarn sind bspw. auch höher als die in Schweden und Norwegen, die Du ja auch noch erwähnt hattest.

>
[quote]Es ist sowohl das Geld als auch die aus der Zeit gefallene (Arbeits)Mentalität. In Japan ist das ebenso problematisch, deswegen überaltern diese Gesellschaften auch.
[/quote]

Welche Arbeitsmentatlität meinst Du? Deutschland hat mit die wenigsten Jahresarbeitsstunden in Europa pro Jahr, u. a. aufgrund geringer Wochenarbeitszeiten sowie vieler Ferien und Feiertage. Passt natürlich nicht zur Selbstbeweihräucherung der fleissigen Deutschen, ist aber die Realität. Dafür ist die "Arbeitsmentalität" - wenn man sie denn an der Anzahl geleisteter Stunden bemisst - eigentlich sehr zeitgemäss, da Work-Life-Balance wohl selten so ein grosses Thema war wie in den letzten Jahren.

Die japanische Gesellschaft überaltert vor allem, weil sie aufgrund ihres wirtschaftlichen Erfolges in der Vergangenheit wenig Kinder zeugt, wie in allen anderen wirtschaftlich erfolgreichen Ländern auch.

Warum ist Japan dann die älteste Gesellschaft der Welt? Weil es das einzige Land unter den 10 wirtschaftlich erfolgreichsten Nationen ist, welches so gut wie keine Einwanderung zulässt. Aus exakt diesem Grund wird es auch bald nicht mehr zu den 10 wirtschaftlich erfolgreichsten Nationen gehören.

Übrigens auch ein interessanter Fakt für diese Diskussion: 9 der 10 wirtschafltich erfolgreichsten Länder sind Einwanderungsländer. Die Art der Einwanderung ist dabei erst einmal irrelevant (also ob Flüchtlinge, Billigarbeiter, Studierende oder Fachkräfte). Der mit grossem Abstand wichtigste Faktor für den langfristigen Erfolg der Einwanderung ist der Umgang des Aufnahmelandes mit diesen Einwanderen.

Und darin sind wir eben extrem schlecht. 10 der 16 Millionen Migranten aus den Jahren 2010 - 2020 haben uns bereits wieder verlassen. Das ist der Unterschied bspw. zur USA oder vor allem Kanada: Sie halten die Leute dort (zumindest in der Vergangenheit). Wobei Kanada das bereits in der Auswahl der Flüchtlinge sicherstellt, während wir hier ein System etabliert haben, in dem nur die härtesteten und fittesten (Männer) durchkommen. Und die dann falls nicht vom Krieg traumatisiert, dann von der Flucht (hier die Frauen noch stärker als die Mànner aufgrund der Dauervergewaltigungen, die viele auf der Flucht ausgesetzt sind).

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istar, Freitag, 18.08.2023, 15:55 (vor 884 Tagen) @ Pfostentreffer


Und darin sind wir eben extrem schlecht. 10 der 16 Millionen Migranten aus den Jahren 2010 - 2020 haben uns bereits wieder verlassen. Das ist der Unterschied bspw. zur USA oder vor allem Kanada: Sie halten die Leute dort (zumindest in der Vergangenheit). Wobei Kanada das bereits in der Auswahl der Flüchtlinge sicherstellt, während wir hier ein System etabliert haben, in dem nur die härtesteten und fittesten (Männer) durchkommen. Und die dann falls nicht vom Krieg traumatisiert, dann von der Flucht (hier die Frauen noch stärker als die Mànner aufgrund der Dauervergewaltigungen, die viele auf der Flucht ausgesetzt sind).

Kanada wählt aber keine Flüchtlinge aus, Kanada selektiert Migranten. Genau wie die USA. Kanada kommt aufgrund seiner geografischen Lage auch kaum in die Situation, Flüchtlinge abschrecken zu wollen oder zu müssen.

Die USA haben z.B. so gut wie keine Kriegsflüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Und was Europa die Afrikaner sind, sind den USA die Südamerikaner. Man will sie möglichst fernhalten. Darin sind die USA ziemlich rigide.

Man kann auch noch Australien dazunehmen. Die fahren ein ausgesprochen hartes Abschreckungssystem gegen Flüchtlinge,als qualifizierte Fachkraft dürftest du aber willkommen sein.War früher jedenfalls so.

Flüchtlingsaufnahme und gewollte Migration sind zwei verschiedene Dinge.

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*krugix*Borusse*, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 21:05 (vor 885 Tagen) @ Foreveralone

Es ist sowohl das Geld als auch die aus der Zeit gefallene (Arbeits)Mentalität. In Japan ist das ebenso problematisch, deswegen überaltern diese Gesellschaften auch.

Spannend, gerade diese beiden Länder, die sich so schwer tun mit der Akzeptanz von Englisch als Sprache in vielen Arbeitsgebieten. Aber das ist wie vieles hier nur ein Aspekt unter vielen.

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Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 13:50 (vor 886 Tagen) @ Taifun

Naja kommt drauf an wie weit man das fasst:

Wir haben durchaus einen großen Personalstamm an Leuten mit irgendeiner Art von Migrationsgeschichte. Bulgaren, Polen oder Russen die in den 90/2000ern gekommen sind aus Wirtschaftlichen Gründen.
Türken deren Eltern in den 80ern gekommen sind und die jetzt teilweise in 2ter Generation bei uns arbeiten.
Das sind ja auch Migrationshintergründe die aber teilweise klar mit der Zielführung erfolgten: Ich will dort arbeiten weil ich da mir was aufbauen kann was ich in der Heimat eventuell nicht kann.

Diese Migration hat natürlich einen enormen Wohlstandseinfluss weil ohne die wäre der Laden wegen Personalmangel längst abgewandert ins Ausland.
Also kein gutbezahlter Job für mich und meine Kollegen und keine Steuereinnahmen für die Kommune.

In fast allen Industriebetrieben oder Handwerksfirmen ist doch der Multikulti Anteil sehr hoch.
Da trifft man vom Türken über den Polen bis zum Albaner doch alles.
Dagegen sind die meisten Großraumbüros doch eher noch ziemliche Kartoffelveranstaltungen. :D

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Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 14:50 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Das sind aber Migrationsgeschichten, welche vor 20-50 gestartet sind.

Gefühlt passiert das heute sehr selten und dann tatsächlich eher beim Asylanten, welcher dann von Blödmännern später ausgewiesen wird. Wobei ich der Meinung bin, dass jeder der es schafft sein Leben selbst zu finanzieren per se bereits eine Aufenthaltserlaubnis haben sollte.

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Blarry, Essen, Donnerstag, 17.08.2023, 13:31 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Was ich aber wirklich noch nie gehört habe ist:

In Dorf/Stadtteil XY entsteht eine größere Unterkunft deswegen profitieren die direkten Anwohner von einem Boom.
Dafür gehört schon sehr viel Träumerei.

Davon hast Du noch nie gehört, weil ein Szenario wie das oben genannte "400 Flüchtlinge in 500-Einwohner-Dorf" eben nicht mehr ist als konstruierte Träumerei. So wird das ja nicht verteilt. Meine Gemeinde von rund 7000 Einwohnern hat in 2022 ganze 172 Flüchtende aufgenommen, davon 140 aus der Ukraine als Einmaleffekt, die allermeisten davon sind privat untergebracht. Ohne den Krieg in der Ukraine reden wir von nicht einmal einem Prozent der Einwohnerzahl, die beherbergt werden muss. Wer das als Gemeinde nicht auf die Kette bekommt, sollte es vielleicht mit Kaninchenzucht versuchen statt mit öffentlichem Dienst.

Die Gemeinde ist finanziell übrigens blendend aufgestellt, Jahr für Jahr in den schwarzen Zahlen, trotz großteils agrarischen Produktion und keiner übertriebene strukturstarker Region in der norddeutschen Tiefebene. Scheint irgendwie doch zu gehen.

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chief wiggum, im schönen Münsterland, Donnerstag, 17.08.2023, 20:52 (vor 885 Tagen) @ Blarry

Und in Oeventrop (6200 Einwohner) sollte ein Kloster in ein Heim für 450 Flüchtlinge umgewandelt werden. Zwar weniger als die „400 im 500- Seelen Dorf“, aber deutlich mehr als in deinem Beispiel. Es scheint also schon Zuteilungsquoten zu geben, die die Einwohner mancher Gemeinde überfordern. Nach viel Protest wurde das Ganze dann auch abgeblasen. https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/arnsberg-keine-zentrale-unterbringungseinrichtung-fuer-gefluechtete-100.html

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Guido, Donnerstag, 17.08.2023, 13:56 (vor 886 Tagen) @ Blarry

Ohne den Krieg in der Ukraine reden wir von nicht einmal einem Prozent der Einwohnerzahl, die beherbergt werden muss.

Die Betrachtung von nur einem Jahr ist aber nicht sinnvoll, weil es mit einem reinen Dach über dem Kopf ja nicht getan ist. 1% hört sich wenig an, aber in Summe ist im Zeitraum 2015 bis 2022 die Einwohnerzahl Deutschland um über 4% gestiegen. Das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl von Berlin.
Und diese 4% verteilen sich ja nicht auf alle Altersgruppen, sondern ganz massiv in der Gruppe U40. Das ist gut für unsere Alterspyramide (sofern man die Leute in Arbeit bekommt), aber halt schwierig für die (ohnehin marode) Infrastruktur (Schulen, Ärzte, Wohnraum).

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majae, Muc, Donnerstag, 17.08.2023, 21:16 (vor 885 Tagen) @ Guido

Und diese 4% verteilen sich ja nicht auf alle Altersgruppen, sondern ganz massiv in der Gruppe U40. Das ist gut für unsere Alterspyramide (sofern man die Leute in Arbeit bekommt), aber halt schwierig für die (ohnehin marode) Infrastruktur (Schulen, Ärzte, Wohnraum).

Ich würde ja mal behaupten, dass Ü40 deutlich mehr Ärzte in Anspruch nimmt als U40. Und wohnen wollen die genauso irgendwo. Ich würde sogar behaupten, dass je jünger, desto einfacher zu integrieren, sowohl was Sprache angeht, als auch kulturelle Verhaltensweisen, sowie evtl Umschulungen/Weiterbildungen. Der Wille diese Menschen zu integrieren scheint halt nicht wirklich da zu sein (und sicherlich auch bei dem ein oder andren zu integrierenden)

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Davja89, Freitag, 18.08.2023, 09:17 (vor 885 Tagen) @ majae

Bin ich mir nicht so sicher.

Ich habe in der Hochphase der Flüchtlingskrise 2015 an verschiedenen Stellen unterstützt und geholfen. Dabei sehr viel Kontakt mit verschiedensten Menschen gehabt. Ganz überwiegend natürlich die klassischen Jungs von 16 bis 25 Jahren. Aber natürlich waren da auch vereinzelt 35 - 40 + Jährige.
Meine Erfahrung damals war das diese bei weitem die besseren Chancen hatten schnell im Land Fuss zufassen.
Das hat einfach was mit geistiger Reife zu tun. Der durchschnittliche 20 Jährige hat einfach noch viel mehr flaussen im Kopf als der 40 Jährige Familienvater.
Wenn du hier als Flüchtling ankommst brauchst du einen gewissen Biss und Eigeninitiative um aus diesen beschissene Gesamtsituation rauszukommen.
Natürlich bist du auch sehr fremd bestimmt aber Leute die sich aktiv selber dahinter klemmen Sprachkurse zubekommen, auf Hilfsorganisationen zugehen, selbständig bei allen möglichen Behörden vorstellig werden oder später auch aktiv auf Firmen zugehen haben natürlich eine ganz andere Chance als Leute die das etwas schleifen lassen.

Das ist gar kein Exklusives Problem:

Jeder hier kann sich ja mal selber fragen ob sein täglicher Ansporn, der Grad der eigenen Selbstorganisation und die Fähigkeit den inneren Schweinehund zu besiegen mit 16 bis 22 Jahren besonder ausgeprägt war?

Ich kann ehrlich sagen zugeben das meine Prioritäten in dieser Phase deutlich von den eigentlich wichtigen Dingen wegging. Man ist halt nicht schlagartig mit 18 Jahren Erwachsen sondern eine gewisse geistige Reife kommt meistens erst im Laufe der 20er. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

In jeder Kultur und in jedem Land auf dieser Erde sind junge Männer zwischen 16 bis 25 Jahren die problematischste Gruppe. Auch unter Deutschen. Wer boxt sich in Diskotheken um? Wer boxt sich beim Fussball oder rennt als schwarzer Block durch Hamburg? Wer dealt mit Drogen? Wer quatscht Frauen in U Bahnen voll?
Wer verprügelt in braunen Kameradschaften unschuldige?

Das hat nix mit Kultur oder Relegion zu tun.
Wenig gebildete Männer unter 30 Jahren sind weltweit die am ehsten problematische Gruppe.
Natürlich sind das auch da keine Mehrheiten aber eben prozentual höhere Anteile als bei den Älteren oder den Frauen.

Daher ist die Zusammensetzung der Migranten durchaus ein Problem. Manche Probleme hätte wir eventuell nicht wenn wir mehr Frauen allgemein und mehr Männer im Alter von 30 bis 45 Jahren dabei hätten.

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Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 09:37 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Bin ich mir nicht so sicher.

Ich habe in der Hochphase der Flüchtlingskrise 2015 an verschiedenen Stellen unterstützt und geholfen. Dabei sehr viel Kontakt mit verschiedensten Menschen gehabt. Ganz überwiegend natürlich die klassischen Jungs von 16 bis 25 Jahren. Aber natürlich waren da auch vereinzelt 35 - 40 + Jährige.
Meine Erfahrung damals war das diese bei weitem die besseren Chancen hatten schnell im Land Fuss zufassen.
Das hat einfach was mit geistiger Reife zu tun. Der durchschnittliche 20 Jährige hat einfach noch viel mehr flaussen im Kopf als der 40 Jährige Familienvater.
Wenn du hier als Flüchtling ankommst brauchst du einen gewissen Biss und Eigeninitiative um aus diesen beschissene Gesamtsituation rauszukommen.
Natürlich bist du auch sehr fremd bestimmt aber Leute die sich aktiv selber dahinter klemmen Sprachkurse zubekommen, auf Hilfsorganisationen zugehen, selbständig bei allen möglichen Behörden vorstellig werden oder später auch aktiv auf Firmen zugehen haben natürlich eine ganz andere Chance als Leute die das etwas schleifen lassen.

Das ist gar kein Exklusives Problem:

Jeder hier kann sich ja mal selber fragen ob sein täglicher Ansporn, der Grad der eigenen Selbstorganisation und die Fähigkeit den inneren Schweinehund zu besiegen mit 16 bis 22 Jahren besonder ausgeprägt war?

Ich kann ehrlich sagen zugeben das meine Prioritäten in dieser Phase deutlich von den eigentlich wichtigen Dingen wegging. Man ist halt nicht schlagartig mit 18 Jahren Erwachsen sondern eine gewisse geistige Reife kommt meistens erst im Laufe der 20er. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

In jeder Kultur und in jedem Land auf dieser Erde sind junge Männer zwischen 16 bis 25 Jahren die problematischste Gruppe. Auch unter Deutschen. Wer boxt sich in Diskotheken um? Wer boxt sich beim Fussball oder rennt als schwarzer Block durch Hamburg? Wer dealt mit Drogen? Wer quatscht Frauen in U Bahnen voll?
Wer verprügelt in braunen Kameradschaften unschuldige?

Das hat nix mit Kultur oder Relegion zu tun.
Wenig gebildete Männer unter 30 Jahren sind weltweit die am ehsten problematische Gruppe.
Natürlich sind das auch da keine Mehrheiten aber eben prozentual höhere Anteile als bei den Älteren oder den Frauen.

Daher ist die Zusammensetzung der Migranten durchaus ein Problem. Manche Probleme hätte wir eventuell nicht wenn wir mehr Frauen allgemein und mehr Männer im Alter von 30 bis 45 Jahren dabei hätten.

Wir müssen aber auch mal die Flüchtlinge einigermaßen unterscheiden. Die die hier nur ein besseres Leben suchen (legitim) oder die vor Krieg und Zerstörung geflohen sind.
Bei der zweiten Gruppe müssen ersten mal einige Traumata behandelt werden bevor einige zu überhaupt was fähig sind. Das sind aber Sachen die wir in einem so großen Umfang gar nicht mehr leisten können.
Außerdem ist das Leben in so einer Flüchtlingsunterkunft auch nicht so prickelnd.

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Davja89, Freitag, 18.08.2023, 09:46 (vor 885 Tagen) @ Garum

Diese Punkte kommen dann noch on Top.

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erwitterfan, Donnerstag, 17.08.2023, 13:51 (vor 886 Tagen) @ Blarry

Was ich aber wirklich noch nie gehört habe ist:

In Dorf/Stadtteil XY entsteht eine größere Unterkunft deswegen profitieren die direkten Anwohner von einem Boom.
Dafür gehört schon sehr viel Träumerei.


Davon hast Du noch nie gehört, weil ein Szenario wie das oben genannte "400 Flüchtlinge in 500-Einwohner-Dorf" eben nicht mehr ist als konstruierte Träumerei.

Google mal nach Upahl, laut NZZ vom 27.07. wird wohl daran festgehalten ein Containerdorf für 400 Personen aufzubauen. Aktuell ist das noch die absolute Ausnahme, ob das so bleibt wenn immer mehr Orststeile/ Stadtteile nach oben melden, dass sie keinerlei Kapazität mehr haben und und die Stadt entsprechend kurzfristig eine hohe Zahl an Plätzen bereitstellen muss?

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FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 13:55 (vor 886 Tagen) @ erwitterfan

Google mal nach Upahl, laut NZZ vom 27.07. wird wohl daran festgehalten ein Containerdorf für 400 Personen aufzubauen. Aktuell ist das noch die absolute Ausnahme, ob das so bleibt wenn immer mehr Orststeile/ Stadtteile nach oben melden, dass sie keinerlei Kapazität mehr haben und und die Stadt entsprechend kurzfristig eine hohe Zahl an Plätzen bereitstellen muss?

Ja, nach Upahl kommen jetzt wohl 250 Geflüchtete.
Das ist jetzt also ein Grund Hitler zu wählen oder wie?

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erwitterfan, Donnerstag, 17.08.2023, 14:20 (vor 886 Tagen) @ FliZZa

Google mal nach Upahl, laut NZZ vom 27.07. wird wohl daran festgehalten ein Containerdorf für 400 Personen aufzubauen. Aktuell ist das noch die absolute Ausnahme, ob das so bleibt wenn immer mehr Orststeile/ Stadtteile nach oben melden, dass sie keinerlei Kapazität mehr haben und und die Stadt entsprechend kurzfristig eine hohe Zahl an Plätzen bereitstellen muss?


Ja, nach Upahl kommen jetzt wohl 250 Geflüchtete.
Das ist jetzt also ein Grund Hitler zu wählen oder wie?

Wen bezichtigst du denn jetzt Hitler zu wählen, die Einwohner Upahls, oder mich?

Ist jeder der 500 Einwohner, der gegen das Containerdorf in dieser Konstellation ist also automatisch für dich ein Nazi oder gibts da auch noch eine Grauzone? :-)

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FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 14:23 (vor 886 Tagen) @ erwitterfan

Google mal nach Upahl, laut NZZ vom 27.07. wird wohl daran festgehalten ein Containerdorf für 400 Personen aufzubauen. Aktuell ist das noch die absolute Ausnahme, ob das so bleibt wenn immer mehr Orststeile/ Stadtteile nach oben melden, dass sie keinerlei Kapazität mehr haben und und die Stadt entsprechend kurzfristig eine hohe Zahl an Plätzen bereitstellen muss?


Ja, nach Upahl kommen jetzt wohl 250 Geflüchtete.
Das ist jetzt also ein Grund Hitler zu wählen oder wie?


Wen bezichtigst du denn jetzt Hitler zu wählen, die Einwohner Upahls, oder mich?

Leute, die deswegen Nazis wählen.


Ist jeder der 500 Einwohner, der gegen das Containerdorf in dieser Konstellation ist also automatisch für dich ein Nazi oder gibts da auch noch eine Grauzone? :-)

Nun, wer 2023 noch offen rechtsradikal wählt, der darf sich zumindest nicht wundern als rechtsradikal beschimpft zu werden ;)

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erwitterfan, Donnerstag, 17.08.2023, 14:51 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

Google mal nach Upahl, laut NZZ vom 27.07. wird wohl daran festgehalten ein Containerdorf für 400 Personen aufzubauen. Aktuell ist das noch die absolute Ausnahme, ob das so bleibt wenn immer mehr Orststeile/ Stadtteile nach oben melden, dass sie keinerlei Kapazität mehr haben und und die Stadt entsprechend kurzfristig eine hohe Zahl an Plätzen bereitstellen muss?


Ja, nach Upahl kommen jetzt wohl 250 Geflüchtete.
Das ist jetzt also ein Grund Hitler zu wählen oder wie?


Wen bezichtigst du denn jetzt Hitler zu wählen, die Einwohner Upahls, oder mich?


Leute, die deswegen Nazis wählen.


Ist jeder der 500 Einwohner, der gegen das Containerdorf in dieser Konstellation ist also automatisch für dich ein Nazi oder gibts da auch noch eine Grauzone? :-)


Nun, wer 2023 noch offen rechtsradikal wählt, der darf sich zumindest nicht wundern als rechtsradikal beschimpft zu werden ;)

Also können wir uns darauf einigen, dass nicht jeder, der sich dort konstruktiv dagegen ausgesprochen hat automatisch ein Nazi ist sondern den Stempel erst durch unkonstruktives Handeln oder dem Wählen von rechten Parteien erhält :-)

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 14:58 (vor 885 Tagen) @ erwitterfan

Nun, wer 2023 noch offen rechtsradikal wählt, der darf sich zumindest nicht wundern als rechtsradikal beschimpft zu werden ;)


Also können wir uns darauf einigen, dass nicht jeder, der sich dort konstruktiv dagegen ausgesprochen hat automatisch ein Nazi ist sondern den Stempel erst durch unkonstruktives Handeln oder dem Wählen von rechten Parteien erhält :-)

Jo. Wir reden hier aber doch über eine Demo, bei der "besorgte Bürger" mit Nazis marschieren. Und die werden dann eben nicht das große Problem mit Nazis haben...

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erwitterfan, Donnerstag, 17.08.2023, 15:14 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

An welcher Stelle wurde denn über eine Demo gesprochen? Ich bezog mich (zugegebenermaßen ohne es zu nennen) auf die Bürgerversammlung, die damals recht groß durch die Presse ging.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 15:38 (vor 885 Tagen) @ erwitterfan

An welcher Stelle wurde denn über eine Demo gesprochen? Ich bezog mich (zugegebenermaßen ohne es zu nennen) auf die Bürgerversammlung, die damals recht groß durch die Presse ging.

An jeder Stelle des Threads... Sogar in deiner Überschrift!?

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erwitterfan, Donnerstag, 17.08.2023, 16:09 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

Mea Culpa, tatsächlich hatte ich mich nur auf den Zweig konzentriert.

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FliZZa, Donnerstag, 17.08.2023, 15:05 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

Dir ist aber schon klar, dass du damit jedem die Möglichkeit nimmst gegen derartiges zu demonstrieren, oder?

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Abseits, Freitag, 18.08.2023, 00:18 (vor 885 Tagen) @ Taifun

Dir ist aber schon klar, dass du damit jedem die Möglichkeit nimmst gegen derartiges zu demonstrieren, oder?

Was ist derartiges? Vergewaltiger, Messerstecher, ... Es wurde Menschen angegriffen und es wurde nicht dagegen, sondern dafür demonstriert.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 15:11 (vor 885 Tagen) @ Taifun

Dir ist aber schon klar, dass du damit jedem die Möglichkeit nimmst gegen derartiges zu demonstrieren, oder?

Hast dir das Video im Ausgangsbeitrag angeschaut?
Mein Mitleid hält sich stark in Grenzen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Blarry, Essen, Donnerstag, 17.08.2023, 22:50 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

Wir sollten vielleicht auch aufhören, immer diese Politik in Demonstrationen mit einzubringen. Kann nicht einfach Fußball Fußball, Politik Politik und Montagsmarsch Montagsmarsch sein? Das ist doch nicht gesund, alles so miteinander zu verquicken.

(Herrje, echt mal)

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Gargamel09, Donnerstag, 17.08.2023, 15:18 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

Dir ist aber schon klar, dass du damit jedem die Möglichkeit nimmst gegen derartiges zu demonstrieren, oder?


Hast dir das Video im Ausgangsbeitrag angeschaut?
Mein Mitleid hält sich stark in Grenzen.

Die schauen nicht nur immer alle gleich aus, die mit den Rechten da mit spazieren gehen, die reden auch alle denselben Käse, warum was notwendig ist und wer warum Schuld ist. Alle über einen Kamm scheren ist da sogar angebracht. Das Klientel der ich bin kein Nazi, aber Meckerossis...

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

FliZZa, Donnerstag, 17.08.2023, 15:18 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

Ich war nicht bei der expliziten Demo, sondern allgemein. Bei jeder Demo in der Sache werden Rechtsradikale mitlaufen. Nicht verhinderbar.

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majae, Muc, Donnerstag, 17.08.2023, 19:07 (vor 885 Tagen) @ Taifun

Ich war nicht bei der expliziten Demo, sondern allgemein. Bei jeder Demo in der Sache werden Rechtsradikale mitlaufen. Nicht verhinderbar.

Und warum ist es nicht möglich, sich wenigstens davon zu distanzieren? Meine Vermutung: Weil die Leute dort sich gar nicht von den Nazis distanzieren wollen.

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majae, Donnerstag, 17.08.2023, 19:53 (vor 885 Tagen) @ majae

Wie stellst du dir die Distanzierung vor?

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majae, Muc, Donnerstag, 17.08.2023, 20:12 (vor 885 Tagen) @ Taifun

Wie stellst du dir die Distanzierung vor?

Wenn eine Gruppe Grüner dort mitlaufen würde, wär das mit dem Distanzieren sicherlich gar kein Problem mehr. Hat es nicht selbst die Wagenknecht auf ihrer Pro-Krieg Demo geschafft, sich von den Nazis dort zu distanzieren (und einige Buh-Rufe für einstecken müssen)?

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Davja89, Freitag, 18.08.2023, 12:05 (vor 885 Tagen) @ majae

Hat sie versucht wenn ich das richtig erinnere. Trotzdem war der Tenor in den Medien und auch hier: die biedert sich den Rechten an.
Glaube ganz so einfach ist das dann nicht wie man sich das vorstellt.

Aber die Demo im Ausgangspost ist auch ein ganz schlechtes Beispiel dafür. Da war und dürfte jedem klar gewesen sein was Sache ist. Da hat man weg zubleiben wenn man nichts mit Rechtsradikalen zu tun haben will.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Gargamel09, Donnerstag, 17.08.2023, 15:20 (vor 885 Tagen) @ Taifun

Ich war nicht bei der expliziten Demo, sondern allgemein. Bei jeder Demo in der Sache werden Rechtsradikale mitlaufen. Nicht verhinderbar.

Die wurde aber mal wieder von den Rechten organisiert, also Laufen andere denen hinterher und die nicht nur mit.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Argyle, Köln, Donnerstag, 17.08.2023, 16:57 (vor 885 Tagen) @ Gargamel09

Ich war nicht bei der expliziten Demo, sondern allgemein. Bei jeder Demo in der Sache werden Rechtsradikale mitlaufen. Nicht verhinderbar.


Die wurde aber mal wieder von den Rechten organisiert, also Laufen andere denen hinterher und die nicht nur mit.

Passt ins Bild, dass die zerknitterten Meckerköppe, die für ihren Pseudomissstand alles und jeden und vor allem die Regierung verantwortlich machen, nicht mal in der Lage sind, ihre Großrevolution selber auf die Beine zu stellen. Selbst da brauchen sie einen Führer.

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Blarry, Donnerstag, 17.08.2023, 11:36 (vor 886 Tagen) @ Blarry

Welche Ärzte sollen sich da ansiedeln? MFAs und Pflegekräfte wachsen auch nicht auf den Bäumen. Im Einzelhandel ist sowieso der Bedarf heute bereits höher als das Angebot.

Wie genau stellst du dir das also vor?

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

istar, Donnerstag, 17.08.2023, 11:39 (vor 886 Tagen) @ Taifun

Welche Ärzte sollen sich da ansiedeln? MFAs und Pflegekräfte wachsen auch nicht auf den Bäumen. Im Einzelhandel ist sowieso der Bedarf heute bereits höher als das Angebot.

Wie genau stellst du dir das also vor?

Einfach gescheite Löhne zahlen, steht hier doch.

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Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 11:44 (vor 886 Tagen) @ istar

Welche Ärzte sollen sich da ansiedeln? MFAs und Pflegekräfte wachsen auch nicht auf den Bäumen. Im Einzelhandel ist sowieso der Bedarf heute bereits höher als das Angebot.

Wie genau stellst du dir das also vor?


Einfach gescheite Löhne zahlen, steht hier doch.

Soll das faule Pack doch einfach zum Mindestlohn arbeiten und nur Geld für Miete und andere Fixkosten übrig haben.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Faultier, Ort, Donnerstag, 17.08.2023, 11:15 (vor 886 Tagen) @ micha87

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.

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dNL, Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 11:22 (vor 886 Tagen) @ Faultier

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.

Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.

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istar, Donnerstag, 17.08.2023, 11:35 (vor 886 Tagen) @ dNL

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.

Hast du das aus der Lügenpresse?

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bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 15:23 (vor 884 Tagen) @ istar

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?

Willst Du etwa sagen, der 12.-€ Mindestlohn wäre super?
Wir sollten evtl. mal vom Fachkräftemangel zum "Arbeitswillenmangel" rüber switchen.....

Wenn man mit dem Mindestlohn 40/Woche arbeiten geht, landet man bei ca. 2100.-€Brutto, was in etwa 1500.-€ netto bei STKL1 ist.....
Als Bürgergeld stehen Dir alleinstehend schonmal 500.-€ zu soweit ich weiss.....
Gehen wir von 650.-€ warm aus, bist Du bei 1150€ fürs zuhause sein, während Du für ganze 350.-€ mehr Vollzeit arbeiten gehst.... Und evtl. nen Auto brauchst oder mindestens ne Bahncard.....

Und das zieht sich ja dann soweit hoch, dass Fachkräfte in gewissen Berufen dann auch nicht zwingend mehr Brutto bekommen, dafür aber mit Sachleistungen "geködert" werden.

Oder aber, was nutzt es Dir im Pflegebereich so schlecht nicht zu verdienen, aber an 8h pro Tag die Arbeit für 2 machen musst wegen Unterbesetzung?

Wenn wir mal realistisch vom "Fachkräftemangel" wegdiskutieren wollen, ist der Unterschied zwischen Niedriglohn und Nichtarbeit mittlerweile so tief dass es wehtut.

Oder denkt jemand ernsthaft die Amazonkuriere,DHL Fahrer, die neueren Müllwagenfahrer usw. werden fürstlich entlohnt?

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Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 15:48 (vor 884 Tagen) @ bambam191279

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?


Willst Du etwa sagen, der 12.-€ Mindestlohn wäre super?
Wir sollten evtl. mal vom Fachkräftemangel zum "Arbeitswillenmangel" rüber switchen.....

Wenn man mit dem Mindestlohn 40/Woche arbeiten geht, landet man bei ca. 2100.-€Brutto, was in etwa 1500.-€ netto bei STKL1 ist.....
Als Bürgergeld stehen Dir alleinstehend schonmal 500.-€ zu soweit ich weiss.....

> Gehen wir von 650.-€ warm aus, bist Du bei 1150€ fürs zuhause sein, während Du für ganze 350.-€ mehr Vollzeit arbeiten gehst.... Und evtl. nen Auto brauchst oder mindestens ne Bahncard.....


Und das zieht sich ja dann soweit hoch, dass Fachkräfte in gewissen Berufen dann auch nicht zwingend mehr Brutto bekommen, dafür aber mit Sachleistungen "geködert" werden.

Oder aber, was nutzt es Dir im Pflegebereich so schlecht nicht zu verdienen, aber an 8h pro Tag die Arbeit für 2 machen musst wegen Unterbesetzung?

Wenn wir mal realistisch vom "Fachkräftemangel" wegdiskutieren wollen, ist der Unterschied zwischen Niedriglohn und Nichtarbeit mittlerweile so tief dass es wehtut.

Oder denkt jemand ernsthaft die Amazonkuriere,DHL Fahrer, die neueren Müllwagenfahrer usw. werden fürstlich entlohnt?

650€ warm für eine Einzelperson wird nicht überall beim Bürgergeld bezahlt.

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bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 16:06 (vor 884 Tagen) @ Garum

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?


Willst Du etwa sagen, der 12.-€ Mindestlohn wäre super?
Wir sollten evtl. mal vom Fachkräftemangel zum "Arbeitswillenmangel" rüber switchen.....

Wenn man mit dem Mindestlohn 40/Woche arbeiten geht, landet man bei ca. 2100.-€Brutto, was in etwa 1500.-€ netto bei STKL1 ist.....
Als Bürgergeld stehen Dir alleinstehend schonmal 500.-€ zu soweit ich weiss.....

> Gehen wir von 650.-€ warm aus, bist Du bei 1150€ fürs zuhause sein, während Du für ganze 350.-€ mehr Vollzeit arbeiten gehst.... Und evtl. nen Auto brauchst oder mindestens ne Bahncard.....


Und das zieht sich ja dann soweit hoch, dass Fachkräfte in gewissen Berufen dann auch nicht zwingend mehr Brutto bekommen, dafür aber mit Sachleistungen "geködert" werden.

Oder aber, was nutzt es Dir im Pflegebereich so schlecht nicht zu verdienen, aber an 8h pro Tag die Arbeit für 2 machen musst wegen Unterbesetzung?

Wenn wir mal realistisch vom "Fachkräftemangel" wegdiskutieren wollen, ist der Unterschied zwischen Niedriglohn und Nichtarbeit mittlerweile so tief dass es wehtut.

Oder denkt jemand ernsthaft die Amazonkuriere,DHL Fahrer, die neueren Müllwagenfahrer usw. werden fürstlich entlohnt?


650€ warm für eine Einzelperson wird nicht überall beim Bürgergeld bezahlt.

Ich habe diesbezüglich sicherlich keine aktuellen "Berechnungen" und inwiefern es da Vorgaben gibt, aber wenn ich mir überlege, dass meine alte 55qm Wohnung bei meinem Auszug knappe 550.-€ Warm vor 2.5j gekostet hat und sich die Kosten ja nicht verringert haben.....und das war Sozialer Wohnungsbau, ich brauchte nen WBS um die HÜtte zu bekommen.....

Nichts desto trotz, ich will mich hier nicht an 100.-€ mehr oder weniger aufhängen, da dies von Fall zu Fall unterschiedlich sein wird/kann.
Wenn man sich dann aber noch überlegt dass man Summe X hinzuverdienen darf.

Für mich persönlich ist die Differenz vom zuhause hocken bis hin zum Mindestlohn deutlich zu gering

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Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 16:25 (vor 884 Tagen) @ bambam191279

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?


Willst Du etwa sagen, der 12.-€ Mindestlohn wäre super?
Wir sollten evtl. mal vom Fachkräftemangel zum "Arbeitswillenmangel" rüber switchen.....

Wenn man mit dem Mindestlohn 40/Woche arbeiten geht, landet man bei ca. 2100.-€Brutto, was in etwa 1500.-€ netto bei STKL1 ist.....
Als Bürgergeld stehen Dir alleinstehend schonmal 500.-€ zu soweit ich weiss.....

> Gehen wir von 650.-€ warm aus, bist Du bei 1150€ fürs zuhause sein, während Du für ganze 350.-€ mehr Vollzeit arbeiten gehst.... Und evtl. nen Auto brauchst oder mindestens ne Bahncard.....


Und das zieht sich ja dann soweit hoch, dass Fachkräfte in gewissen Berufen dann auch nicht zwingend mehr Brutto bekommen, dafür aber mit Sachleistungen "geködert" werden.

Oder aber, was nutzt es Dir im Pflegebereich so schlecht nicht zu verdienen, aber an 8h pro Tag die Arbeit für 2 machen musst wegen Unterbesetzung?

Wenn wir mal realistisch vom "Fachkräftemangel" wegdiskutieren wollen, ist der Unterschied zwischen Niedriglohn und Nichtarbeit mittlerweile so tief dass es wehtut.

Oder denkt jemand ernsthaft die Amazonkuriere,DHL Fahrer, die neueren Müllwagenfahrer usw. werden fürstlich entlohnt?


650€ warm für eine Einzelperson wird nicht überall beim Bürgergeld bezahlt.

Ich habe diesbezüglich sicherlich keine aktuellen "Berechnungen" und inwiefern es da Vorgaben gibt, aber wenn ich mir überlege, dass meine alte 55qm Wohnung bei meinem Auszug knappe 550.-€ Warm vor 2.5j gekostet hat und sich die Kosten ja nicht verringert haben.....und das war Sozialer Wohnungsbau, ich brauchte nen WBS um die HÜtte zu bekommen.....

Nichts desto trotz, ich will mich hier nicht an 100.-€ mehr oder weniger aufhängen, da dies von Fall zu Fall unterschiedlich sein wird/kann.
Wenn man sich dann aber noch überlegt dass man Summe X hinzuverdienen darf.

Für mich persönlich ist die Differenz vom zuhause hocken bis hin zum Mindestlohn deutlich zu gering

Wenn du wenig hast sind 100€ weniger viel Geld. Es stehen Dir aber nur 50 qm zu das heißt, die 5 qm zu viel müssen aus dem Regelsatz bezahlt werden und schon sind es wieder ein paar Euro weniger. Und ruck zuck sind es schon 500€ Unterschied zum Mindestlohn.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 16:50 (vor 884 Tagen) @ Garum

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?


Willst Du etwa sagen, der 12.-€ Mindestlohn wäre super?
Wir sollten evtl. mal vom Fachkräftemangel zum "Arbeitswillenmangel" rüber switchen.....

Wenn man mit dem Mindestlohn 40/Woche arbeiten geht, landet man bei ca. 2100.-€Brutto, was in etwa 1500.-€ netto bei STKL1 ist.....
Als Bürgergeld stehen Dir alleinstehend schonmal 500.-€ zu soweit ich weiss.....

> Gehen wir von 650.-€ warm aus, bist Du bei 1150€ fürs zuhause sein, während Du für ganze 350.-€ mehr Vollzeit arbeiten gehst.... Und evtl. nen Auto brauchst oder mindestens ne Bahncard.....


Und das zieht sich ja dann soweit hoch, dass Fachkräfte in gewissen Berufen dann auch nicht zwingend mehr Brutto bekommen, dafür aber mit Sachleistungen "geködert" werden.

Oder aber, was nutzt es Dir im Pflegebereich so schlecht nicht zu verdienen, aber an 8h pro Tag die Arbeit für 2 machen musst wegen Unterbesetzung?

Wenn wir mal realistisch vom "Fachkräftemangel" wegdiskutieren wollen, ist der Unterschied zwischen Niedriglohn und Nichtarbeit mittlerweile so tief dass es wehtut.

Oder denkt jemand ernsthaft die Amazonkuriere,DHL Fahrer, die neueren Müllwagenfahrer usw. werden fürstlich entlohnt?


650€ warm für eine Einzelperson wird nicht überall beim Bürgergeld bezahlt.

Ich habe diesbezüglich sicherlich keine aktuellen "Berechnungen" und inwiefern es da Vorgaben gibt, aber wenn ich mir überlege, dass meine alte 55qm Wohnung bei meinem Auszug knappe 550.-€ Warm vor 2.5j gekostet hat und sich die Kosten ja nicht verringert haben.....und das war Sozialer Wohnungsbau, ich brauchte nen WBS um die HÜtte zu bekommen.....

Nichts desto trotz, ich will mich hier nicht an 100.-€ mehr oder weniger aufhängen, da dies von Fall zu Fall unterschiedlich sein wird/kann.
Wenn man sich dann aber noch überlegt dass man Summe X hinzuverdienen darf.

Für mich persönlich ist die Differenz vom zuhause hocken bis hin zum Mindestlohn deutlich zu gering


Wenn du wenig hast sind 100€ weniger viel Geld. Es stehen Dir aber nur 50 qm zu das heißt, die 5 qm zu viel müssen aus dem Regelsatz bezahlt werden und schon sind es wieder ein paar Euro weniger. Und ruck zuck sind es schon 500€ Unterschied zum Mindestlohn.

Deswegen schreib ich ja! Keine Ahnung ob man jemandem in einem Ort in dem die 50qm wohnungen an einer Hand abzuzählen sind die Differenz mittlerweile immer abzieht.
Meiner Mutter wurden damals 70qm voll bezahlt weil kleineres nicht günstiger war. Plus unzugskosten. Wie es heute ist weiß ich tatsächlich nicht aber ich bezweifle dass jeder der ins bürgergeld fällt auf einmal anteilig seine Miete zahlen muss.

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Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 17:00 (vor 884 Tagen) @ bambam191279

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?


Willst Du etwa sagen, der 12.-€ Mindestlohn wäre super?
Wir sollten evtl. mal vom Fachkräftemangel zum "Arbeitswillenmangel" rüber switchen.....

Wenn man mit dem Mindestlohn 40/Woche arbeiten geht, landet man bei ca. 2100.-€Brutto, was in etwa 1500.-€ netto bei STKL1 ist.....
Als Bürgergeld stehen Dir alleinstehend schonmal 500.-€ zu soweit ich weiss.....

> Gehen wir von 650.-€ warm aus, bist Du bei 1150€ fürs zuhause sein, während Du für ganze 350.-€ mehr Vollzeit arbeiten gehst.... Und evtl. nen Auto brauchst oder mindestens ne Bahncard.....


Und das zieht sich ja dann soweit hoch, dass Fachkräfte in gewissen Berufen dann auch nicht zwingend mehr Brutto bekommen, dafür aber mit Sachleistungen "geködert" werden.

Oder aber, was nutzt es Dir im Pflegebereich so schlecht nicht zu verdienen, aber an 8h pro Tag die Arbeit für 2 machen musst wegen Unterbesetzung?

Wenn wir mal realistisch vom "Fachkräftemangel" wegdiskutieren wollen, ist der Unterschied zwischen Niedriglohn und Nichtarbeit mittlerweile so tief dass es wehtut.

Oder denkt jemand ernsthaft die Amazonkuriere,DHL Fahrer, die neueren Müllwagenfahrer usw. werden fürstlich entlohnt?


650€ warm für eine Einzelperson wird nicht überall beim Bürgergeld bezahlt.

Ich habe diesbezüglich sicherlich keine aktuellen "Berechnungen" und inwiefern es da Vorgaben gibt, aber wenn ich mir überlege, dass meine alte 55qm Wohnung bei meinem Auszug knappe 550.-€ Warm vor 2.5j gekostet hat und sich die Kosten ja nicht verringert haben.....und das war Sozialer Wohnungsbau, ich brauchte nen WBS um die HÜtte zu bekommen.....

Nichts desto trotz, ich will mich hier nicht an 100.-€ mehr oder weniger aufhängen, da dies von Fall zu Fall unterschiedlich sein wird/kann.
Wenn man sich dann aber noch überlegt dass man Summe X hinzuverdienen darf.

Für mich persönlich ist die Differenz vom zuhause hocken bis hin zum Mindestlohn deutlich zu gering


Wenn du wenig hast sind 100€ weniger viel Geld. Es stehen Dir aber nur 50 qm zu das heißt, die 5 qm zu viel müssen aus dem Regelsatz bezahlt werden und schon sind es wieder ein paar Euro weniger. Und ruck zuck sind es schon 500€ Unterschied zum Mindestlohn.


Deswegen schreib ich ja! Keine Ahnung ob man jemandem in einem Ort in dem die 50qm wohnungen an einer Hand abzuzählen sind die Differenz mittlerweile immer abzieht.
Meiner Mutter wurden damals 70qm voll bezahlt weil kleineres nicht günstiger war. Plus unzugskosten. Wie es heute ist weiß ich tatsächlich nicht aber ich bezweifle dass jeder der ins bürgergeld fällt auf einmal anteilig seine Miete zahlen muss.

Bei mir war das so, auch als ich Erwerbsminderungsrentner wurde. Ab und zu wurde ich auch mal aufgefordert umzuziehen.
Das Problem ist das viele über das Bürgergeld reden aber kaum einer weiß was tatsächlich bezahlt wird und darum geht es mir. Das Amt rechnet dir alles vor.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 11:48 (vor 886 Tagen) @ istar

Gerade an Jobs mangelt es uns ja gerade nicht mehr. Jeden Tag wird doch in den Nachrichten eine weitere Branche erwähnt, die Probleme mit dem Fachkräftemangel hat.


Fachkräftemangel ist schon immer eine Ausrede der Firmen gewesen. Der einzige Mangel den es gibt, ist der Mangel an Bereitschaft, gescheite Löhne und Arbeitsbedingungen zu bieten.


Hast du das aus der Lügenpresse?

Es gibt leider immer noch genügend Unternehmen, die nicht realisieren das die Arbeitnehmer in der aktuellen Situation am höheren Hebel sitzen, um sich ihren Arbeitgeber auszusuchen und auch mal Forderungen stellen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Faultier, Ort, Donnerstag, 17.08.2023, 11:48 (vor 886 Tagen) @ istar

Werden da Lügen ausgepresst? Was kommt da raus? Lügensaft?

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Faultier, Ort, Donnerstag, 17.08.2023, 11:29 (vor 886 Tagen) @ dNL

Oder es fehlt die Qualifikation (oder sie wird nicht anerkannt)

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 11:42 (vor 886 Tagen) @ Faultier
bearbeitet von Foreveralone, Donnerstag, 17.08.2023, 11:53

Oder es fehlt die Qualifikation (oder sie wird nicht anerkannt)

Dann muss ich als Unternehmen meine Wunschvorstellungen des optimalen Mitarbeiters in diesen Zeiten zurückschrauben. Gibt ja nicht umsonst immer mehr Quereinsteiger-Ausschreibungen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Foreveralone, Donnerstag, 17.08.2023, 12:26 (vor 886 Tagen) @ Foreveralone

Ein Physiotherapeut darf ohne staatliche Anerkennung der Qualifikation nicht als Physiotherapeut arbeiten. Der Staat ist oftmals das Problem.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Faultier, Ort, Donnerstag, 17.08.2023, 11:53 (vor 886 Tagen) @ Foreveralone

Auch als Quereinsteiger braucht man irgendeine Qualifikation.

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Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 12:08 (vor 886 Tagen) @ Faultier

Auch als Quereinsteiger braucht man irgendeine Qualifikation.

Ich spreche hier schon schon von Qualifikationen im Bereich DQR 5-8. Das sind halt schon oft utopische Wunschvorstellungen.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Faultier, Ort, Donnerstag, 17.08.2023, 13:26 (vor 886 Tagen) @ Foreveralone

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.

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Hatebreed, Freitag, 18.08.2023, 16:20 (vor 884 Tagen) @ Faultier

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.

Entschuldigung, aber Arbeiten im Handwerk ist doch ein Witz:
Als ich letztens 63,50€ netto pro Stunde für Sanitär zahlen musste (+25€ Anfahrt), habe ich den Gesellen das nächste Mal gefragt, wie groß denn sein Stück vom Kuchen ist: 19,50€
Ich kann Jeden verstehen, der dafür nicht seine Knochen herhalten will.

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Block 24

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Faultier, Ort, Samstag, 19.08.2023, 01:40 (vor 884 Tagen) @ Hatebreed

Denn scheint der Fachkräftemangel in der Branche nicht schlimm genug zu sein.
Es gibt wohl nicht die eine Lösung, aber anständige Arbeitsbedingungen, ordentliche Bezahlung und gute Bildung sollten schon dafür sorgen, dass mehr Menschen etwas produktives machen.

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istar, Freitag, 18.08.2023, 16:51 (vor 884 Tagen) @ Hatebreed

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.


Entschuldigung, aber Arbeiten im Handwerk ist doch ein Witz:
Als ich letztens 63,50€ netto pro Stunde für Sanitär zahlen musste (+25€ Anfahrt), habe ich den Gesellen das nächste Mal gefragt, wie groß denn sein Stück vom Kuchen ist: 19,50€
Ich kann Jeden verstehen, der dafür nicht seine Knochen herhalten will.

Ich kenne Leute, die es mit biederem Handwerk zu beträchtlichem Wohlstand gebracht haben.

Die einen sind nach Berlin gegangen und haben einen Dachdeckerbetrieb gegründet. Dann ist die Mauer gefallen und die hatten zu tun ohne Ende.

Einer hat eben genau mit Heizung/Sanitär seine Kohle gemacht. Auch der hat nach der Wende Filialen im Osten eröffnet.

Ein weiterer Kumpel von früher ist als frischgebackener Malermeister ebenfalls nach Berlin gegangen. Seine Firma lief, solange wir noch Kontakt hatten, ebenfalls gut.

Das sind nur zwei Beispiele, ich hätte noch mehr,aber muss ja nicht sein.

Aber die sind eben auch nicht Geselle geblieben.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Foreveralone, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 17:07 (vor 884 Tagen) @ istar

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.


Entschuldigung, aber Arbeiten im Handwerk ist doch ein Witz:
Als ich letztens 63,50€ netto pro Stunde für Sanitär zahlen musste (+25€ Anfahrt), habe ich den Gesellen das nächste Mal gefragt, wie groß denn sein Stück vom Kuchen ist: 19,50€
Ich kann Jeden verstehen, der dafür nicht seine Knochen herhalten will.


Ich kenne Leute, die es mit biederem Handwerk zu beträchtlichem Wohlstand gebracht haben.

Die einen sind nach Berlin gegangen und haben einen Dachdeckerbetrieb gegründet. Dann ist die Mauer gefallen und die hatten zu tun ohne Ende.

Einer hat eben genau mit Heizung/Sanitär seine Kohle gemacht. Auch der hat nach der Wende Filialen im Osten eröffnet.

Ein weiterer Kumpel von früher ist als frischgebackener Malermeister ebenfalls nach Berlin gegangen. Seine Firma lief, solange wir noch Kontakt hatten, ebenfalls gut.

Das sind nur zwei Beispiele, ich hätte noch mehr,aber muss ja nicht sein.

Aber die sind eben auch nicht Geselle geblieben.

Problem: Du benötigst als Meister auch Gesellen.

Es will und kann auch längst nicht jeder EH-Kaufmann bzw Verkäufer den Betriebswirt machen und dennoch benötigt es die Leute.

Nein, es sollen natürlich nicht alle gleich verdienen, aber die Kluft zwischen Führungspersonen/Ebene und Angestellten darf halt nicht zu stark auseinander driften.

Mitarbeiter müssen von Gewinnen partizipieren.

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MirkoWSG, Freitag, 18.08.2023, 16:50 (vor 884 Tagen) @ Hatebreed

So schlecht ist der Stundenlohn doch gar nicht?!

Und am Wochenende kommt noch etwas Handgeld hinzu sofern man möchte.

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markus, Freitag, 18.08.2023, 16:32 (vor 884 Tagen) @ Hatebreed

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.


Entschuldigung, aber Arbeiten im Handwerk ist doch ein Witz:
Als ich letztens 63,50€ netto pro Stunde für Sanitär zahlen musste (+25€ Anfahrt), habe ich den Gesellen das nächste Mal gefragt, wie groß denn sein Stück vom Kuchen ist: 19,50€
Ich kann Jeden verstehen, der dafür nicht seine Knochen herhalten will.

Es ist aber nicht so, dass die Differenz der Gewinn ist. Da geht noch allerhand von runter.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

markus, Donnerstag, 17.08.2023, 21:40 (vor 885 Tagen) @ Faultier

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.

Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.

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bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 15:27 (vor 884 Tagen) @ markus

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.

Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....

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markus, Freitag, 18.08.2023, 15:54 (vor 884 Tagen) @ bambam191279

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....

Dann kann man immer noch einen 0815-Job ausüben oder eine Umschulung machen. Möglichkeiten gibt es heute genug. Die meisten YouTuber machen das eh erstmal nur nebenbei. Erst wenn sie merken, dass sich das durch Wachstum der Abonnenten und Klicks rechnet, machen sie sich damit selbstständig.

Ich finde eher die altbackene Einstellung, die Leute müssen eher Metzger, Paketbote oder Sachbearbeiter werden, problematisch. Denn damit wird man garantiert nicht reich. Das ist höchstens eine Garantie, ewig im Hamsterrad gefangen zu bleiben.

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bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 16:11 (vor 884 Tagen) @ markus

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....


Dann kann man immer noch einen 0815-Job ausüben oder eine Umschulung machen. Möglichkeiten gibt es heute genug. Die meisten YouTuber machen das eh erstmal nur nebenbei. Erst wenn sie merken, dass sich das durch Wachstum der Abonnenten und Klicks rechnet, machen sie sich damit selbstständig.

Genau, weil wir ja hier nicht über Fachkräftemangel und Co reden reissen sich die Firmen darum mit oder endzwanziger ohne Ausbildung oder Berufserfahrung zu nehmen.
Kann man so sehen,ich seh das als schwierig.

Ich finde eher die altbackene Einstellung, die Leute müssen eher Metzger, Paketbote oder Sachbearbeiter werden, problematisch. Denn damit wird man garantiert nicht reich. Das ist höchstens eine Garantie, ewig im Hamsterrad gefangen zu bleiben.

Ok....So wie Du das sagst, klingt das ziemlich abwertend....
Schlachtest du dann demnächst selbst?
Beim Postboten kann man ja wegen mir noch sagen in 30 Jahren kommt die Post Digital, aber mittlerweile bringt der vielerorts auch Pakete.....
Also alle ab zu Packstationen oder in die Filiale....
Sind die dort arbeitenden dann auch im Hamsterrad gefangen?
Und überhaupt, müssen alle reich werden oder sind es nicht gerade auch die im Hamsterrad gefangenen Bäcker,Logistiker,Einzelhandelskaufleute,Friseure,Starssenkehrer,Müllabfuhr die unser System am kacken halten?

Sorry ,aber diese Aussage finde ich gelinde gesagt Scheisse......

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markus, Freitag, 18.08.2023, 16:28 (vor 884 Tagen) @ bambam191279

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....


Dann kann man immer noch einen 0815-Job ausüben oder eine Umschulung machen. Möglichkeiten gibt es heute genug. Die meisten YouTuber machen das eh erstmal nur nebenbei. Erst wenn sie merken, dass sich das durch Wachstum der Abonnenten und Klicks rechnet, machen sie sich damit selbstständig.

Genau, weil wir ja hier nicht über Fachkräftemangel und Co reden reissen sich die Firmen darum mit oder endzwanziger ohne Ausbildung oder Berufserfahrung zu nehmen.
Kann man so sehen,ich seh das als schwierig.

Dann lebst du komplett hinterm Mond. Arbeitskräfte werden mittlerweile in allen Bereichen gesucht und zwar von ungelernt bis Akademiker. Und mit Ende 20 schon zu alt? Quatsch. Selbst mit 50 findest du heute Jobs.

Ich finde eher die altbackene Einstellung, die Leute müssen eher Metzger, Paketbote oder Sachbearbeiter werden, problematisch. Denn damit wird man garantiert nicht reich. Das ist höchstens eine Garantie, ewig im Hamsterrad gefangen zu bleiben.


Ok....So wie Du das sagst, klingt das ziemlich abwertend....
Schlachtest du dann demnächst selbst?
Beim Postboten kann man ja wegen mir noch sagen in 30 Jahren kommt die Post Digital, aber mittlerweile bringt der vielerorts auch Pakete.....
Also alle ab zu Packstationen oder in die Filiale....
Sind die dort arbeitenden dann auch im Hamsterrad gefangen?
Und überhaupt, müssen alle reich werden oder sind es nicht gerade auch die im Hamsterrad gefangenen Bäcker,Logistiker,Einzelhandelskaufleute,Friseure,Starssenkehrer,Müllabfuhr die unser System am kacken halten?

Sorry ,aber diese Aussage finde ich gelinde gesagt Scheisse......

Die Frage, um die es hier ging war, ob YouTuber ein Beruf ist, oder ob man müde drüber lächeln kann. Ist es natürlich und mit entsprechenden Reichweiten lässt sich das Einkommen beliebig nach oben skalieren. Und natürlich sind Leute in den oben genannten klassischen Berufen meistens im Hamsterrad gefangen, weil sie ihr Einkommen bei gleichbleibenden Aufwand nicht beliebig nach oben skalieren können. Da ist das weitere Leben vorprogrammiert: Bis 67 malochen und dann mit einer mickrigen Rente klarkommen müssen. Das ist leider Fakt. Ich bin auch nur in einem klassischen Beruf, allerdings käme ich nicht auf die Idee, erfolgreiche YouTuber müde zu belächeln.

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MirkoWSG, Freitag, 18.08.2023, 17:03 (vor 884 Tagen) @ markus

Wobei wir dann wieder bei der Ausgangsdiskussion wären.

Der Rentner, der 50 Jahre lang einen Großteil seines Lohns abgeben musste und nun trotzdem jeden Cent 2x umdrehen muss, findet das wahrscheinlich nicht so knorke wenn andere, die noch nie etwas ins Sozialsystem eingezahlt haben, ein gutes Leben ohne Arbeit führen können.

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markus, Freitag, 18.08.2023, 17:34 (vor 884 Tagen) @ MirkoWSG

Wobei wir dann wieder bei der Ausgangsdiskussion wären.

Der Rentner, der 50 Jahre lang einen Großteil seines Lohns abgeben musste und nun trotzdem jeden Cent 2x umdrehen muss, findet das wahrscheinlich nicht so knorke wenn andere, die noch nie etwas ins Sozialsystem eingezahlt haben, ein gutes Leben ohne Arbeit führen können.

Ist es keine Arbeit, vor der Kamera zu stehen und Videos zu bearbeiten? Wenn es dann so viele gucken, dass eine Menge Geld bei herumkommt, wird man das natürlich weit weniger als 50 Jahre machen müssen. Derjenige zahlt nichts in die Rentenkasse ein und bekommt hinterher auch nichts. Er hat Null Auswirkungen auf den Rentner, der nach 50 Jahren knüppeln so gerade über die Runden kommt.

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MirkoWSG, Samstag, 19.08.2023, 00:14 (vor 884 Tagen) @ markus

Ich meine damit eher die Berufsarbeitslosen.
Youtuber dürften ihre Einnahmen ja genau so versteuern wie unsereins.

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istar, Freitag, 18.08.2023, 16:11 (vor 884 Tagen) @ markus

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....


Dann kann man immer noch einen 0815-Job ausüben oder eine Umschulung machen. Möglichkeiten gibt es heute genug. Die meisten YouTuber machen das eh erstmal nur nebenbei. Erst wenn sie merken, dass sich das durch Wachstum der Abonnenten und Klicks rechnet, machen sie sich damit selbstständig.

Ich finde eher die altbackene Einstellung, die Leute müssen eher Metzger, Paketbote oder Sachbearbeiter werden, problematisch. Denn damit wird man garantiert nicht reich. Das ist höchstens eine Garantie, ewig im Hamsterrad gefangen zu bleiben.

Ich bin altbacken und sage: am wichtigsten ist ein Job,der einen ausfüllt und der einem Spaß macht.

Wenn mir jemand erzählt, er wolle mit YT reich werden, dann ist das genauso, als ob mir einer sagt,er wolle Fußballprofi werden.

Kann beides klappen, die Konkurrenz ist aber groß.

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markus, Freitag, 18.08.2023, 16:37 (vor 884 Tagen) @ istar

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....


Dann kann man immer noch einen 0815-Job ausüben oder eine Umschulung machen. Möglichkeiten gibt es heute genug. Die meisten YouTuber machen das eh erstmal nur nebenbei. Erst wenn sie merken, dass sich das durch Wachstum der Abonnenten und Klicks rechnet, machen sie sich damit selbstständig.

Ich finde eher die altbackene Einstellung, die Leute müssen eher Metzger, Paketbote oder Sachbearbeiter werden, problematisch. Denn damit wird man garantiert nicht reich. Das ist höchstens eine Garantie, ewig im Hamsterrad gefangen zu bleiben.


Ich bin altbacken und sage: am wichtigsten ist ein Job,der einen ausfüllt und der einem Spaß macht.

Wobei den nur die wenigsten haben werden. Heute ist durch Automatisierung vieles sehr monoton geworden. Und damit verbringen wir halt verdammt viel Lebenszeit.


Wenn mir jemand erzählt, er wolle mit YT reich werden, dann ist das genauso, als ob mir einer sagt,er wolle Fußballprofi werden.

Kann beides klappen, die Konkurrenz ist aber groß.

Natürlich ist es nicht einfach. Aber die, die es schaffen, belächeln doch eher uns müde und nicht umgekehrt. Darauf sollte eigentlich nur hinaus.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

bambam191279, Dortmund, Freitag, 18.08.2023, 16:12 (vor 884 Tagen) @ istar

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.


Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Das mag sein, aber da ja mittlerweile jeder mit nem Handy zum Superstar werden könnte, ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch dass die Jugend von heute eher versucht bis in die Zwanziger so zu Kohle zu kommen, denn im Zweifel fängt der Staat sie auf.....
Und schwupps ists zu spät.
Ferner sind viele Kanäle ne zeitliang hip und im Vergleich sind es dann wenige die sich dauerhaft halten.

Mal blöd überlegt, sollte die Social Media Präsenz aus welchen Gründen auch wegfallen, was machen die Leute nach 10 Jahren Youtube?
Nicht jeder wird Connections haben/behalten oder Mios zurückgelegt haben.....


Dann kann man immer noch einen 0815-Job ausüben oder eine Umschulung machen. Möglichkeiten gibt es heute genug. Die meisten YouTuber machen das eh erstmal nur nebenbei. Erst wenn sie merken, dass sich das durch Wachstum der Abonnenten und Klicks rechnet, machen sie sich damit selbstständig.

Ich finde eher die altbackene Einstellung, die Leute müssen eher Metzger, Paketbote oder Sachbearbeiter werden, problematisch. Denn damit wird man garantiert nicht reich. Das ist höchstens eine Garantie, ewig im Hamsterrad gefangen zu bleiben.


Ich bin altbacken und sage: am wichtigsten ist ein Job,der einen ausfüllt und der einem Spaß macht.

Wenn mir jemand erzählt, er wolle mit YT reich werden, dann ist das genauso, als ob mir einer sagt,er wolle Fußballprofi werden.

Kann beides klappen, die Konkurrenz ist aber groß.

Richtig. sagt ja auch niemand dass es nicht klappt.
Aber am Ende zahlt für die Träumerei erstmal wieder die Gemeinschaft. Also die im Hamsterrad gefangenen wie es der Vorposter so schön umschrieb.
Denn zum einen muss irgendwer den scheiss gucken und zum anderen muss auch einer die beworbenen Produkte kaufen.
Und das werden eher normalos denn reiche Youtuber sein.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

tim86, Hamburg, Donnerstag, 17.08.2023, 22:04 (vor 885 Tagen) @ markus

Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.

Zumal es noch weit größere Youtuber gibt als die genannten und die weit Aufwändiger betrieben werden.

Linus Sebastian, hat die letzten Tage zwar ein paar Skandale, aber seine Kanäle haben über 100 Angestellten und sind damit auch ein mittelständisches Unternehmen.


MrBeast Kanäle erinnern ebenfalls eher an einen Unternehmen auch wenn er dabei mehr im Mittelpunkt steht, als Linus Sebastian. Er hat eigene Produktionsstudios, eine Schokoladenmarke und eine Fast Food Restaurant Kette und seine Kanäle sind laut Forbes ca. 500 Mio USD Wert.

Von Mark Rober würde ich auch sagen, dass es durchaus ein Job ist. Er hat zwar nicht so viele Angestellte, aber seine Videos sind meist recht Aufwendig und Einfallsreich. Was man von ein ehemaligen NASA Ingenieur halt erwarten kann.

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Bujolop, Freitag, 18.08.2023, 00:05 (vor 885 Tagen) @ tim86

Warum sollte Youtuber kein Beruf sein? Ich glaube, dass Leute wie Montana Black oder sogar auch Gurkensohn damit mehr Geld verdienen als wir in unseren 40 Stunden Jobs. Ich glaube nicht, dass man die auslachen kann. Es ist umgekehrt. Die lachen eher uns aus.


Zumal es noch weit größere Youtuber gibt als die genannten und die weit Aufwändiger betrieben werden.

Linus Sebastian, hat die letzten Tage zwar ein paar Skandale, aber seine Kanäle haben über 100 Angestellten und sind damit auch ein mittelständisches Unternehmen.


MrBeast Kanäle erinnern ebenfalls eher an einen Unternehmen auch wenn er dabei mehr im Mittelpunkt steht, als Linus Sebastian. Er hat eigene Produktionsstudios, eine Schokoladenmarke und eine Fast Food Restaurant Kette und seine Kanäle sind laut Forbes ca. 500 Mio USD Wert.

Von Mark Rober würde ich auch sagen, dass es durchaus ein Job ist. Er hat zwar nicht so viele Angestellte, aber seine Videos sind meist recht Aufwendig und Einfallsreich. Was man von ein ehemaligen NASA Ingenieur halt erwarten kann.

Brot und Spiele wie beim Fussball eben. Im digitalen Zeitalter verdienen selbst adipöse Menschen, die sich vor die Webcam setzen und in einem Anfall von Völlerei 20 Cheeseburger essen, mehr als Pflegekräfte.

Der Mensch hat schon immer jene zur Elite auserkoren und mit Reichtum beschenkt, die ihm Ablenkung von der Sinnlosigkeit des Seins verschafften.

Darum ist Montana Black, der selbst für Reactionvideos, in denen er über Geistloses lacht, ordentlich kassiert, wertvoller als Pfleger X.

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tim86, Hamburg, Freitag, 18.08.2023, 07:09 (vor 885 Tagen) @ Bujolop

Brot und Spiele wie beim Fussball eben. Im digitalen Zeitalter verdienen selbst adipöse Menschen, die sich vor die Webcam setzen und in einem Anfall von Völlerei 20 Cheeseburger essen, mehr als Pflegekräfte.

Der Mensch hat schon immer jene zur Elite auserkoren und mit Reichtum beschenkt, die ihm Ablenkung von der Sinnlosigkeit des Seins verschafften.

Darum ist Montana Black, der selbst für Reactionvideos, in denen er über Geistloses lacht, ordentlich kassiert, wertvoller als Pfleger X.

Es ist halt ein Medium, welches auf viele Weise genutzt werden kann. Ich würde das aber nicht nur als Brot und Spiele bezeichnen. Es gibt sicherlich sehr seichten Content wie von Montanblack, den gibt es aber auch in den klassischen Medien wie TV oder Radio(im UK gibt es z.B. mit Gogglebox sogar eine TV Sendung, die die Reaktionen von Familien beim sehen von anderen TV Serien zeigt und dafür mit dem BAFTA ausgezeichnet wurde).

Es gibt aber durchaus Aufwendige Kanäle. Der von mir genannte Linus könnte man z.B. auch als Techniksendung beim TV sein. Der hat ein großes Team, welches Testet etc. das gleiche trifft auf Marques Brownlee zu, der sich aber weniger auf PC, sondern mehr auf Smartphones und Mac spezialisiert hat.

MrBeast Videos könnten so auch als Gameshow im TV laufen etc.

OverSimplified, Historia Civilis, Kings And Generals,... könnten so auch als Geschichtsdokus laufen und werden von studierten Historikern betrieben.

Ich würde da weniger das Problem im Medium sehen. Es ist einfach nur neu und genauso wie junge Menschen seit Jahrzehnten davon träumen Fußballer, Schauspieler, Sänger,... zu werden träumen jetzt viele auch davon Youtuber zu werden. Einige wenige schaffen es erfolgreich, viele werden es als Hobby betreiben und die meisten begraben irgendwann den Traum. Und am ende ist es mehr arbeit, als man zu beginn dachte. z.B. den Algorithmus analysieren um zu sehen, welcher Content erfolg hat, wie die Videos geschnitten sein müssen, welche länge, sie haben sollen,...

Und schon immer haben, die die in der Entertainment Industrie erfolg haben, weit mehr Einkommen, als der Rest der Bevölkerung.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 20:46 (vor 885 Tagen) @ Faultier

Fachkräftemangel gibt es aber auch im Handwerk. Klar hat das damit zu tun, dass man Menschen ordentlich bezahlen muss und würdige Bedingungen schaffen muss.
Es gibt aber immer mehr Schüler, die garnicht vor haben irgendwann einen Beruf auszuüben. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass die „Youtuber“ für einen Beruf halten, ob denen vorgegaukelt wird, dass Deutschland nur auf den kleinen Justus wartet weil er ja DAS Supertalent ist, oder ich täusche mich und das war schon immer so.

Youtuber ist doch ein weltweites Phänomen. Problem ist eher das Deutschland zukunftsträchtige Jobs verschleppt und das Bildungssystem einfach völlig hinterher hinkt.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 17.08.2023, 09:09 (vor 886 Tagen) @ max09

Der Bund ist in der Pflicht die Kommunen endlich adäquat zu unterstützen und nicht mehr mit der Unterbringung alleine zu lassen. Entweder muss die Aufnahme seitens des Bundes massiv eingeschränkt werden oder die Kommunalpolitik darf bei der Suche nach Lösungen nicht mehr auf sich alleine gestellt sein. Das Problem wird hier auf das schwächste Glied abgewälzt.

Fast jeder wird es aus der eigenen Gemeinde bzw einer Nachbarkommune kennen, die schon an der Grenze des Machbaren ist und immer weitere Zuteilung seitens der Landkreise bekommt.

Irgendwann ist auch die letzte Turnhalle oder das letzte leerstehende Firmengebäude besetzt. Und man wird auch nicht jedes öffentliche Gebäude nutzen können, der soziale Unfrieden ist doch vorprogrammiert.

Alles das ist kein Grund auf Menschen loszugehen. Diskutieren und kritisieren ist erlaubt und sollte auch so gehandhabt werden.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 09:43 (vor 886 Tagen) @ Garum

Unbestritten.
Natürlich sollte man jedem Menschen einen grundlegenden Respekt gegenüber zeigen. Ganz unabhänig ob mir die politischen Mechanismen dahinter stinken.
Der einzelne Mensch ist ja nie Schuld an einer politischen Situation.
Über Übergriffe oder Beleidigungen brauchen wir sowieso nicht diskutieren. Das ist ein No Go.

Trotzdem zeigt das mal wieder wie weit es in diesem Land gekommen ist bei diesem Thema. Angeheizt durch Menschen die davon profitieren und destabilisieren wollen (AfD und Konsorten) aber auch vereinfacht durch eine jahrelange Politik des "Wegschauens und Probleme nicht beheben wollen" der restlichen Parteien.
Der Laden glüht an allen Ecken und Enden. Ich kenn inzwischen kaum noch jemanden der Meinung ist das unsere aktuelle Asylpolitik irgendwie durchhaltbar ist. Langfristig wird das wirklich zu seiner Mitte-Rechts (Union +AfD) Mehrheit führen weil die Leute speziell aus dem Mitte vollkommen das Vertrauen verlieren in den Staat und die aktuell handelnden Parteien.

https://www.tagesschau.de/inland/umfrage-beamtenbund-staat-100.html


Ca. 70% der Menschen halten diesen Staat für überfordert bis handlungsunfähig.
Im Osten 77%
Im Westen aber auch über 63%.

Das ist jetzt keine vollkommen neue Entwicklung in einer globalisierten Welt aber absoluter Spitzenwert. Tendenz ansteigend.
Das ist halt eine katastrophale Ausgangslage für die Politik ganz allgemein.

Und diese Werte kommen eben nicht nur wegen großer Problemstellungen Global zusammen (sicherlich auch ein Faktor) sondern auch weil die Politik seit Jahren eine Politik an vielen Menschen vorbei macht.
Aktuel haben viele Menschen das Gefühl das grundlegendes in diesem Staat kaum noch funktioniert oder zumindest die Probleme sich auftürmen.

Es wird seit Jahren nur über moralische Themen gestritten (Corona, Waffenliegerungen ja oder nein, Flüchtlingspolitik). Die Auseinandersetzung darüber wie wir wieder das Leben der normalen Bevölkerung verbessern wird kaum geführt.
Das jedoch sollte Kernfrage jeder politischen Partei sein: Wie beeinflusse ich die Zustände in diesem Land so das möglichst viele Menschen sagen: Ja uns geht es besser als vor 10 Jahren. Damit muss nicht zwangsläufig nur das finanzielle gemeint sein.

Aktuell wüsste ich kaum einen Bereich in staatlicher Zuständigkeit wo mehrheitlich die Bürger sagen würden: Ja, da läuft es viel besser als 2012.

Vertrauen in die soziale Gerechtigkeit sinkt seit Jahren.

Abseits, Donnerstag, 17.08.2023, 22:14 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Der Laden glüht an allen Ecken und Enden. Ich kenn inzwischen kaum noch jemanden der Meinung ist das unsere aktuelle Asylpolitik irgendwie durchhaltbar ist. Langfristig wird das wirklich zu seiner Mitte-Rechts (Union +AfD) Mehrheit führen weil die Leute speziell aus dem Mitte vollkommen das Vertrauen verlieren in den Staat und die aktuell handelnden Parteien.

https://www.tagesschau.de/inland/umfrage-beamtenbund-staat-100.html


Ca. 70% der Menschen halten diesen Staat für überfordert bis handlungsunfähig.
Im Osten 77%
Im Westen aber auch über 63%.

Die Umfrage bietet auch noch andere interessante Ergebnisse. Die Aufrechterhaltung der sozialen Gerechtigkeit in der Gesellschaft halten 93 % für wichtig oder sehr wichtig. Bei den FDP-Anhängern sind es erstaunlicherweise nur 41 %. Vielleicht ist das Thema auch gar nicht so wichtig, dann für die Spaltung ist ja nicht die soziale Gerechtigkeit verantwortlich, sondern diese Wokeness.

PS. Danke: https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2454259

Der Staat ist am Ende!

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 17.08.2023, 16:26 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Es ist halt irgendwie alles ein riesiges Problem derzeit. Der Staat ist mehr oder weniger am Ende. In NRW fehlen diverse Staatsanwälte, in Hamburg hat die Ziviljustiz am Amtsgericht bereits kapituliert (https://www.rak-hamburg.de/mitglieder/mitgliederservice/meldungen/id/212).

Das hier heißt ganz konkret, dass halt Zahlungsklagen nicht bearbeitet werden. Das Insolvenzrisiko trägt dann halt der Kläger.

Gleichzeitig erwarten meine Mitarbeiterinnen dass sie regelmäßige Lohnerhöhungen bekommen. Mache ich gerne, ich bezahle gerne gut, weil ich gute Arbeit bekomme. Eine Erhöhung des RVG? Vielleicht noch jährlich an die Inflationsrate angepasst? Hahaha, good one.

Das führt übrigens nur dazu, dass manchen Personen der Zugang zum Recht erschwert wird. Ein kleines Beispiel aus der Praxis:

Eine junge Frau wird von ihrem Partner misshandelt. Ich erwirke eine eA nach dem Gewaltschutzgesetz. Der Verfahrenswert sind dann sagenhafte 1000€. Da zahle ich dann am Ende drauf, wenn ich die Akte ordentlich bearbeiten möchte.

Oder ich mache solche Dinge nur noch per Honorarvereinbarung. Kann sich dann halt nicht jeder leisten.

Der Staat ist am Ende!

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 17.08.2023, 19:14 (vor 885 Tagen) @ MarcBVB

das nimmst Du als Beispiel für Staatsversagen? (mein Anwalt hat noch nie ne bessere Zeiten erlebt als jetzt.. O-Ton)

Ich würde da mal sehen :
1. 380TSD Kinder ohne Kita Platz trotz Anspruch
2. Pflege Notstand
3. Bildung Notstand
4. Digitalisierung WTF :->
5. ÖPNV Notstand
6. Verkehr Infrastruktur Notstand
7. Fachkräfte Mangel :-> in den staatlichen Behörden
8. Bundeswehr
9. Steuergesetze
tbc.

Der Staat ist am Ende!

HoschUn, Ort, Donnerstag, 17.08.2023, 20:49 (vor 885 Tagen) @ Rupo

das nimmst Du als Beispiel für Staatsversagen? (mein Anwalt hat noch nie ne bessere Zeiten erlebt als jetzt.. O-Ton)

Konzept dieser Umfrage war es, erst allgemein zu fragen "Ist der Staat noch handlungsfähig" und dann mit einer offenen Frage Beispiele einzufordern in welchem Bereich der Staat aus der Sicht der Befragten "überfordert" ist:

Ich würde da mal sehen :
1. 380TSD Kinder ohne Kita Platz trotz Anspruch - 5%
2. Pflege Notstand - 13%
3. Bildung Notstand - 19%
4. Digitalisierung WTF :-> - 5%
5. ÖPNV Notstand - 4%
6. Verkehr Infrastruktur Notstand - 5%
7. Fachkräfte Mangel :-> in den staatlichen Behörden - 4%
8. Bundeswehr - 5%
9. Steuergesetze - 6%

10. Justiz und Rechtssprechung - 5%

Diese 10 Punkte können es also schlecht sein, die dieses allgemeine Gefühl der staatlichen Handlungsunfähigkeit produzieren. Das sind eigentlich ziemlich gute Werte für fast alle Bereiche. Auch als die Befragten Schulnoten für öffentliche Institutionen vergeben mussten, waren plötzlich doch alle abgefragten Institutionen im guten bis befriedigenden Bereich. Klingt das nach einem Staat der handlungsunfähig ist? Vielleicht sind es dann doch eher mal wieder "die Ausländer" (26%) und eher ein allgemeines diffuses negatives Grundgefühl der Zeit (vielleicht geboren aus der Überforderung ganz persönlich mit einem rasanten Wandel in allen Lebensbereichen umzugehen), wenn 18% der Befragten auf die konkrete Nachfrage womit der Staat überfordert sei aus ihrer Sicht, mit "weiß nicht" antwortet. Immerhin die dritthäufigste Antwort.


zur Umfrage: dbb.de/fileadmin/user_upload/globale_elemente/pdfs/2023/230815_dbb_Buergerbefragung_2023_final.pdf

Der Staat ist am Ende!

Pfostentreffer, Freitag, 18.08.2023, 14:33 (vor 885 Tagen) @ HoschUn

cooler link, danke für die Infos

Der Staat ist am Ende!

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:32 (vor 885 Tagen) @ HoschUn

Ok...danke für den Link!

Wenn ich das richtig sehe sind hier die Seiten 16 bis 20 relevant.
Wo nimmst Du die % Sätze her, die Du hinter den 10 Punkten geschrieben hast? Danke!

Der Staat ist am Ende!

istar, Donnerstag, 17.08.2023, 20:41 (vor 885 Tagen) @ Rupo

das nimmst Du als Beispiel für Staatsversagen? (mein Anwalt hat noch nie ne bessere Zeiten erlebt als jetzt.. O-Ton)

Was soll es denn sonst sein,wenn die Justiz mangels Personal nicht mehr richtig funktioniert?

Ich würde da mal sehen :
1. 380TSD Kinder ohne Kita Platz trotz Anspruch
2. Pflege Notstand
3. Bildung Notstand
4. Digitalisierung WTF :->
5. ÖPNV Notstand
6. Verkehr Infrastruktur Notstand
7. Fachkräfte Mangel :-> in den staatlichen Behörden
8. Bundeswehr
9. Steuergesetze
tbc.

1.,2.,3., sind gleich 7.

Der Staat ist am Ende!

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:35 (vor 885 Tagen) @ istar

1,2,3 stehen für mich noch einmal extra - nicht nur was das Personal betrifft.
Mit 7 meinte ich dann explizit das Personal rund um den öffentlichen Dienst.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Scherben, Kiel, Donnerstag, 17.08.2023, 20:02 (vor 885 Tagen) @ Rupo

Die Beispiele, die Du aufzählst, passen ganz gut dazu, was die beiden Richter von meiner Skatrunde so erzählen. Und letztlich auch dazu, was ich an der Uni mitkriege. Immer mehr Aufgaben werden politisch gewollt an staatliche Institutionen verteilt, und irgendwann läuft das Ganze halt aus dem Ruder. Am Ende ist da nichts, man muss nur wieder zurückskalieren.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 17.08.2023, 23:17 (vor 885 Tagen) @ Scherben

Die Beispiele, die Du aufzählst, passen ganz gut dazu, was die beiden Richter von meiner Skatrunde so erzählen. Und letztlich auch dazu, was ich an der Uni mitkriege. Immer mehr Aufgaben werden politisch gewollt an staatliche Institutionen verteilt, und irgendwann läuft das Ganze halt aus dem Ruder. Am Ende ist da nichts, man muss nur wieder zurückskalieren.

Die Überlastung von Gerichten und aller möglichen Behörden ist aber auch kein alleiniges deutsches Problem. Ich habe das schon aus Spanien, Italien, UK, Frankreich und den USA gehört. Es wurde halt gespart,und dann kommt eine immer höhere Regelungsdichte dazu. Da muss man sich dann aber auch an die Nase des Bürgers fassen weil bei allem immer nach dem Staat gerufen wird.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Habakuk, OWL, Donnerstag, 17.08.2023, 22:41 (vor 885 Tagen) @ Scherben

Die Beispiele, die Du aufzählst, passen ganz gut dazu, was die beiden Richter von meiner Skatrunde so erzählen. Und letztlich auch dazu, was ich an der Uni mitkriege. Immer mehr Aufgaben werden politisch gewollt an staatliche Institutionen verteilt, und irgendwann läuft das Ganze halt aus dem Ruder. Am Ende ist da nichts, man muss nur wieder zurückskalieren.

Ich bin ja ein Fan von Charles Dickens. In seinem Roman Bleak House wird die Handlung bestimmt durch die Folgen eines unsäglichen Erbschaftsprozesses "Jarndyce gegen Jarndyce". Der Prozess verschlingt nicht nur das riesige Vermögen, um das gestritten wird, sondern auch die Menschen, die darin involviert sind. Ich glaube nicht, dass unser aktuelles Rechtssystem viel besser ist als das viktorianische.

Falls es jemanden interessiert, hier mal ein Artikel dazu von 2012:

https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/200-jahre-charles-dickens-in-sachen-jarndyce-gegen-jarndyce/

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Eisen, DO, Donnerstag, 17.08.2023, 20:17 (vor 885 Tagen) @ Scherben

Ist ja auch eine Folge der vollkommen überbordenden Bürokratie, die das ganze Land so furchtbar lähmt. Und die ganzen Vorgaben und Richtlinien muss von Behörden überwacht werden, das geht gar nicht. Gleichzeitig blockiert man damit die Bewältigung der aktuellen Probleme. Meine Firma wollte z.B. viel mehr Wohnungen errichten in den letzten Jahren, als man realisieren konnte. Die Zinsen waren niedrig, die Pläne fertig in der Schublade, die Grundstücke vorhanden. Aber die Baugenehmigungen kamen nicht, dafür ein Gutachten nach dem anderen. Jetzt sind die Zinsen wieder hoch und die Pläne bleiben in der Schublade…

In meinem Empfinden ist dieser Staat nur noch disfunktional und man geht die Probleme nicht an. Man müsste Volldampf auf die Zukunft ausrichten, vor allem in Bildung und Infrastruktur. Das weiß man auch, aber man setzt es einfach nicht um. Jetzt ist es wieder die schuldenbremse. Wir haben im Grunde eine nationale Notlage, die Zukunft und der Wohlstand des Landes stehen auf dem Spiel bei dem Berg von Problemen und Regierung streitet über 2 Milliarden mehr oder weniger für die Kindergrundsicherung.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 12:17 (vor 864 Tagen) @ Eisen

Und dann hat man da noch hochintelligente Personen wie einen Herrn Lindner als Finanzminister, Herrn Habeck als Wirtschaftsminister und den Kanzler mit unerklärlichen Gedächtnislücken. Die können halt nicht weiter als bis zum Stammtisch ihrer Wähler denken.

Kennt man ja zur Genüge. Aber wenn das dazu führt, dass man nicht einmal versteht, dass in Bildung und Kingergrundsicherung investiertes Geld eine Ersparnis in vielen anderen Bereichen und höhere Steuereinkünfte bringt und somit langfristig gar nichts kostet, wird es bedenklich. in einem solchen Zusammenhang nur von der Schuldenbremse rumzuschwadronieren zeigt, dass selbst die grundlegensten volkswirtschaftlichen Kenntnisse fehlen.

Da sorgt man doch lieber dafür, dass seine Wähler den 150000 EUR-Dienstwagen auch in Zukunft noch von Polizisten, Krankenpflegern oder einfachen Angestellten mitbezahlen lassen können. Das ist eine Politik, die zumindest die erforderlichen paar Prozent sichert.

So ist das vermutlich, wenn es einem mehr um sich selbst geht als darum, das Richtige zu tun. Wenn man nicht mangels Expertise ohnehin keine Ahnung hat.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 17.08.2023, 20:59 (vor 885 Tagen) @ Eisen

Ist ja auch eine Folge der vollkommen überbordenden Bürokratie, die das ganze Land so furchtbar lähmt. Und die ganzen Vorgaben und Richtlinien muss von Behörden überwacht werden, das geht gar nicht. Gleichzeitig blockiert man damit die Bewältigung der aktuellen Probleme. Meine Firma wollte z.B. viel mehr Wohnungen errichten in den letzten Jahren, als man realisieren konnte. Die Zinsen waren niedrig, die Pläne fertig in der Schublade, die Grundstücke vorhanden. Aber die Baugenehmigungen kamen nicht, dafür ein Gutachten nach dem anderen. Jetzt sind die Zinsen wieder hoch und die Pläne bleiben in der Schublade…

In meinem Empfinden ist dieser Staat nur noch disfunktional und man geht die Probleme nicht an. Man müsste Volldampf auf die Zukunft ausrichten, vor allem in Bildung und Infrastruktur. Das weiß man auch, aber man setzt es einfach nicht um. Jetzt ist es wieder die schuldenbremse. Wir haben im Grunde eine nationale Notlage, die Zukunft und der Wohlstand des Landes stehen auf dem Spiel bei dem Berg von Problemen und Regierung streitet über 2 Milliarden mehr oder weniger für die Kindergrundsicherung.

Kaputt sparen. Eines der wichtigsten Ämter musste halt ein FDP-Politiker inne haben. Dieser Geiz wird ja auch in diversen Unternehmen gelebt, nur das Nötigste.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

istar, Donnerstag, 17.08.2023, 21:42 (vor 885 Tagen) @ Foreveralone

Ist ja auch eine Folge der vollkommen überbordenden Bürokratie, die das ganze Land so furchtbar lähmt. Und die ganzen Vorgaben und Richtlinien muss von Behörden überwacht werden, das geht gar nicht. Gleichzeitig blockiert man damit die Bewältigung der aktuellen Probleme. Meine Firma wollte z.B. viel mehr Wohnungen errichten in den letzten Jahren, als man realisieren konnte. Die Zinsen waren niedrig, die Pläne fertig in der Schublade, die Grundstücke vorhanden. Aber die Baugenehmigungen kamen nicht, dafür ein Gutachten nach dem anderen. Jetzt sind die Zinsen wieder hoch und die Pläne bleiben in der Schublade…

In meinem Empfinden ist dieser Staat nur noch disfunktional und man geht die Probleme nicht an. Man müsste Volldampf auf die Zukunft ausrichten, vor allem in Bildung und Infrastruktur. Das weiß man auch, aber man setzt es einfach nicht um. Jetzt ist es wieder die schuldenbremse. Wir haben im Grunde eine nationale Notlage, die Zukunft und der Wohlstand des Landes stehen auf dem Spiel bei dem Berg von Problemen und Regierung streitet über 2 Milliarden mehr oder weniger für die Kindergrundsicherung.


Kaputt sparen. Eines der wichtigsten Ämter musste halt ein FDP-Politiker inne haben. Dieser Geiz wird ja auch in diversen Unternehmen gelebt, nur das Nötigste.

Die Schuldenbremse steht im Grundgesetz und hat nichts mit Geiz zu tun.Sich in Zeiten steigender Zinsen und beginnender Deindustrialisierung munter ohne Limit verschulden zu wollen, wäre fahrlässig.
Für den Abbau von Bürokratie müsste man das auch nicht, eher sollte dadurch finanzieller Spielraum entstehen.

Wir haben Probleme, aber von einer nationalen Notlage sind wir noch weit entfernt.
Grade über solche Dramatisierung freut sich die AfD,

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:40 (vor 885 Tagen) @ istar

Man kann die Schuldenbremse auch wieder aus dem GG nehmen wenn man denn wollte.

Wir, unsere Generation, lebt auf Pump und unsere Nachfolgende Generationen werden wir einen schönen Berg für die Füße kippen, auch ohne Kosten für den Klimawandel ;-)...

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

istar, Freitag, 18.08.2023, 17:09 (vor 884 Tagen) @ Rupo

Man kann die Schuldenbremse auch wieder aus dem GG nehmen wenn man denn wollte.

Wir, unsere Generation, lebt auf Pump und unsere Nachfolgende Generationen werden wir einen schönen Berg für die Füße kippen, auch ohne Kosten für den Klimawandel ;-)...

Wenn es dich stört, auf Kosten (auch ohne Klimawandel) nachfolgender Generationen zu leben, müsstest du ein glühender Verfechter der Schuldenbremse sein.

Die soll das nämlich zumindest eindämmen.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 18:46 (vor 884 Tagen) @ istar

mit Schulden meinte ich eher nicht monetär, sondern dass was wir nicht machen für die nachfolgenden Generationen...oder eben gerade nicht....Erneuerung, Transformation (sic), etc. wir fahren halt auf Verschleiß..

ansonsten ist das Vermögen natürlich falsch verteilt...Stichwort aktuell Kinderarmut..

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

markus, Donnerstag, 17.08.2023, 21:59 (vor 885 Tagen) @ istar

Ist ja auch eine Folge der vollkommen überbordenden Bürokratie, die das ganze Land so furchtbar lähmt. Und die ganzen Vorgaben und Richtlinien muss von Behörden überwacht werden, das geht gar nicht. Gleichzeitig blockiert man damit die Bewältigung der aktuellen Probleme. Meine Firma wollte z.B. viel mehr Wohnungen errichten in den letzten Jahren, als man realisieren konnte. Die Zinsen waren niedrig, die Pläne fertig in der Schublade, die Grundstücke vorhanden. Aber die Baugenehmigungen kamen nicht, dafür ein Gutachten nach dem anderen. Jetzt sind die Zinsen wieder hoch und die Pläne bleiben in der Schublade…

In meinem Empfinden ist dieser Staat nur noch disfunktional und man geht die Probleme nicht an. Man müsste Volldampf auf die Zukunft ausrichten, vor allem in Bildung und Infrastruktur. Das weiß man auch, aber man setzt es einfach nicht um. Jetzt ist es wieder die schuldenbremse. Wir haben im Grunde eine nationale Notlage, die Zukunft und der Wohlstand des Landes stehen auf dem Spiel bei dem Berg von Problemen und Regierung streitet über 2 Milliarden mehr oder weniger für die Kindergrundsicherung.


Kaputt sparen. Eines der wichtigsten Ämter musste halt ein FDP-Politiker inne haben. Dieser Geiz wird ja auch in diversen Unternehmen gelebt, nur das Nötigste.


Die Schuldenbremse steht im Grundgesetz und hat nichts mit Geiz zu tun.Sich in Zeiten steigender Zinsen und beginnender Deindustrialisierung munter ohne Limit verschulden zu wollen, wäre fahrlässig.
Für den Abbau von Bürokratie müsste man das auch nicht, eher sollte dadurch finanzieller Spielraum entstehen.

Wir haben Probleme, aber von einer nationalen Notlage sind wir noch weit entfernt.
Grade über solche Dramatisierung freut sich die AfD,

Wir stehen sogar ziemlich solide da und das liegt halt auch an der gesunden Staatsverschuldung. Man stelle sich mal vor, die Generationen vor uns hätten massiv mehr Neuschulden aufgenommen (es gab damals bestimmt ähnliche Forderungen), dann würde es uns jetzt wesentlich schlechter gehen, weil ein deutlich größerer Anteil der Steuereinnahmen dafür aufgewendet werden müsste, Zinsen zu zahlen.

Es ist ähnlich wie im privaten Bereich. Da können Schulden sinnvoll sein (z.B. Immobilienkredite), allerdings funktioniert das auch dort nicht unbegrenzt. Und sie können nicht sinnvoll sein (Autokredit, Konsum), wird aber trotzdem rege von Gebrauch gemacht.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 10:34 (vor 885 Tagen) @ markus

Grundlegend bin ich bei dir.

Allerdings wären ein paar mehr Investitionen in der niedrig Zinsphase in die Infrastruktur schon auch sinnvoll gewesen. Nicht unbegrenzt aber da hätte man mehr für die Zukunft machen können.

Wenn ich weiss das ich ein neues Dach benötige sollte ich den Kredit dafür ja aufnehmen wenn ich das Geld fast geschenkt bekomme und nicht 4 Jahre später wenn ich 7% zahlen muss.

Brücken und Schulen wären so Themen, wo klar war wir werden sie auch in 10 Jahren noch benötigen also hätte man damals mit Augenmaß in die Zukunft investieren müssen.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

markus, Freitag, 18.08.2023, 11:35 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Grundlegend bin ich bei dir.

Allerdings wären ein paar mehr Investitionen in der niedrig Zinsphase in die Infrastruktur schon auch sinnvoll gewesen. Nicht unbegrenzt aber da hätte man mehr für die Zukunft machen können.

Wenn ich weiss das ich ein neues Dach benötige sollte ich den Kredit dafür ja aufnehmen wenn ich das Geld fast geschenkt bekomme und nicht 4 Jahre später wenn ich 7% zahlen muss.

Brücken und Schulen wären so Themen, wo klar war wir werden sie auch in 10 Jahren noch benötigen also hätte man damals mit Augenmaß in die Zukunft investieren müssen.

Auch das ist ohne quantitative Einordnung reines Bauchgefühl. Nehmen wir das Beispiel Brücken. Um beurteilen zu können, ob zu wenig gemacht wurde, müsste man wissen:
- wie viele Brücken gibt es?
- wie alt sind die Brücken?
- wie viele Brücken wurden in welchem Zeitraum saniert/erneuert?
- wie viele müssten zusätzlich erneuert werden?

Ich weiß das alles nicht und kann das nicht beurteilen. Angst über eine Brücke zu fahren habe ich jedenfalls nicht. Und ich habe auch noch nie gelesen, dass in Deutschland eine Brücke eingestürzt sei (wenn, sind es absolut seltene Ausnahmen). Ist es dann wirklich so schlimm?

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 11:55 (vor 885 Tagen) @ markus

Wir haben ein entscheidendes Problem:

Sehr viel Infrastruktur in diesem Bereich kommt aus der Phase 1946 bis 1965.
Vorher wurde alles in Schutt gebombt. Das hat man danach dann relativ Zeitnah wieder aufgebaut. Wirtschaftswunder als Stichwort.

Das heisst viel Infrastruktur ist von der Grundsubstanz aus diesen Jahren und wird damit aktuell 60 bis 70 Jahre alt.
Das ist ein Unterschied beispielweise zu anderen europäischen Ländern wo man nicht dermaßen zerstört wurde. Die haben deutlich mehr Mischung. Müssen also seit Jahrzehnten konstanter investieren. Haben dafür dann aber nicht schlagartig diesen Stau.
Dafür musste in Deutschland in den 80er und noch in den 90er Verhältnis wenig Bestand erneuert werden.
Dafür kommt jetzt langsam sehr viel gleichzeitig.
Brücken sind dabei ein sehr gutes Beispiel weil dieses fast flächendeckend im Krieg zerstört wurden und auch als erstes wieder aufgebaut wurden.

Das war in etwa ein O Ton eines Expertens zum Thema. Finde das Interview aktuell leider nicht mehr.

Das wäre aber etwas was eine Poltik im Zeitraum 2006 bis 2019 durchaus hätte antizipieren können und entsprechend Vorleistung betreiben können.

Also in etwa der Vergleich von einer Privaten Immobilie:

Kaufe ich Gebraucht aus BJ 1986 habe ich warscheinlich beim Kauf nur ein paar Sachen zu machen, muss dann danach aber im 5 bis 10 Jahrestakt kontinuierlich nachinvestieren.
Irgendwann ist das Bad dran, 10 Jahre später eventuell das Dach usw.

Baue ich 2023 neu hab ich danach wohl erstmal 20 bis 30 Jahre ruhe bis auf kleinere Reparaturen. 2043 oder 2053 kommen dann aber durchaus sehr viele Dinge gleichzeitig. Ein Bad , eine Küche oder die Elektrik sind ja nich für immer ausgelegt. Da wäre es dann klug wenn ich als Besitzer oder eventuelle Erben das in Hinherkopf haben und sich entsprechend vorbereitete hätten.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

markus, Freitag, 18.08.2023, 14:39 (vor 885 Tagen) @ Davja89

Wir haben ein entscheidendes Problem:

Sehr viel Infrastruktur in diesem Bereich kommt aus der Phase 1946 bis 1965.
Vorher wurde alles in Schutt gebombt. Das hat man danach dann relativ Zeitnah wieder aufgebaut. Wirtschaftswunder als Stichwort.

Das heisst viel Infrastruktur ist von der Grundsubstanz aus diesen Jahren und wird damit aktuell 60 bis 70 Jahre alt.
Das ist ein Unterschied beispielweise zu anderen europäischen Ländern wo man nicht dermaßen zerstört wurde. Die haben deutlich mehr Mischung. Müssen also seit Jahrzehnten konstanter investieren. Haben dafür dann aber nicht schlagartig diesen Stau.
Dafür musste in Deutschland in den 80er und noch in den 90er Verhältnis wenig Bestand erneuert werden.
Dafür kommt jetzt langsam sehr viel gleichzeitig.
Brücken sind dabei ein sehr gutes Beispiel weil dieses fast flächendeckend im Krieg zerstört wurden und auch als erstes wieder aufgebaut wurden.

Das war in etwa ein O Ton eines Expertens zum Thema. Finde das Interview aktuell leider nicht mehr.

Das wäre aber etwas was eine Poltik im Zeitraum 2006 bis 2019 durchaus hätte antizipieren können und entsprechend Vorleistung betreiben können.

Also in etwa der Vergleich von einer Privaten Immobilie:

Kaufe ich Gebraucht aus BJ 1986 habe ich warscheinlich beim Kauf nur ein paar Sachen zu machen, muss dann danach aber im 5 bis 10 Jahrestakt kontinuierlich nachinvestieren.
Irgendwann ist das Bad dran, 10 Jahre später eventuell das Dach usw.

Baue ich 2023 neu hab ich danach wohl erstmal 20 bis 30 Jahre ruhe bis auf kleinere Reparaturen. 2043 oder 2053 kommen dann aber durchaus sehr viele Dinge gleichzeitig. Ein Bad , eine Küche oder die Elektrik sind ja nich für immer ausgelegt. Da wäre es dann klug wenn ich als Besitzer oder eventuelle Erben das in Hinherkopf haben und sich entsprechend vorbereitete hätten.

Wie viele Privathaushalte derartige Dinge nicht im Hinterkopf haben, sieht man allerdings an der Debatte zu den Wärmepumpen. Da ist doch kaum jemand bereit, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Am besten läuft die 25 Jahre alte Gasheizung noch einmal 20 Jahre weiter. Und das ist sicherlich ein deutlich wichtigeres Thema als neue Autobahnbrücken.

Und ähnlich wie im Privaten gibt es auch im Bund ein Haushaltsbudget, welches auf die unterschiedlichen Posten verteilt werden. Wenn du nun einen höheren Anteil des Budgets in den Verkehr steckst, musst du es woanders kürzen. Viel Spaß bei den Diskussionen, denn die meisten anderen Posten erscheinen mir deutlich wichtiger zu sein als das Straßennetz.

Und: ca 9% des Bundeshaushalts sind Zinszahlungen. Das ist der viertgrößte Posten und eine Menge Geld, die woanders fehlt. Neue Schulden würden diesen Posten zukünftig vergrößern. Hier gibt es eine Übersicht dazu:

https://www.bundeshaushalt.de/DE/Bundeshaushalt-digital/bundeshaushalt-digital.html

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Davja89, Freitag, 18.08.2023, 15:08 (vor 884 Tagen) @ markus
bearbeitet von Davja89, Freitag, 18.08.2023, 15:12

1. Kenne ich wenig Eigenheimbesitzer die nur in den Tag reinleben. Die meisten haben durchaus Bausparer oder andere langfristige Spargeschichten laufen für ein eventuelles Dach oder ähnliches.
Bein Heizthema war es ja eher so das die Wärmepumpe halt 30.000 + eventuelle Sanierungen kostet während ein einfacher Austausch der alten Gasheizung gegen eine Neue oder eine Reparatur deutlich billiger ist. Und selbst da war es ja oft vorallem der enge Zeitrahmen der kritisiert wurde.
Und wenn es durch das Dach regnet nehmen die meisten eben doch einen Kredit auf weil es eben sein muss. Nützt ja nix 30.000 + 7.000 Zinsen für ein Dach sparen zu wollen wenn ich dadurch meine 250.000 Bude unnutzbar mache.

2. Kann man ja von einer Politik mit Fachberatern und Ministerien im Hintergrund durchaus mehr erwarten als vom Eigenheimbesitzer Bernd.

3. Natürlich ist Infrastruktur unsexy. Trotzdem ist es die Grundlage davon das in diesem Land der Laden weiter läuft. Wir sind hier nicht Fleißiger als die Menschen in Afghanistan. Der Unterschied ist das unsere Wirtschaft halt mit funktionierender Infrastruktur und Verwaltung arbeiten kann.
Und ja im Zweifelsfall ist das sogar wichtiger als irgendein Theater oder sogar irgendeine Sozialleistung (Kindergeld, Elterngeld etc.)
Weil diese Dinge müssen aus einem Haushalt bezahlt werden der halt nur existiert wenn die Wirtschaft/Bürger auch in den Topf einzahlen. Damit sie das können auch in Zukunft brauchst du eine vernünftige Infrastruktur.

4. Mit Infrastruktur ist natürlich nicht nur die klassische Brücke gemeint. Sondern auch Schulen, Verwaltungsgebäude und derren Ausstattung, Energieinfrastruktur oder Flughäfen. Liste lässt sich endlos weiter führen.

5. Wir würden aktuell ganz andere Wachstumsraten und weniger Probleme haben wenn in die Schiene, Stromnetze und Schulen vor 10 Jahren ordentlich investiert worden wäre.
Der Ausbau von Erneuerbaren wäre sicherlich auch ein Thema das man durchaus auch mit gezielten Schulden hätte anschiebeb können zu Beginn.

6. Wir haben enorme Schulden aufgenommen um Coronamassnahmen abzufedern. Das war im großen und ganzen auch ok. Trotzdem sind das Gelder die ohne Gegenwert weg sind. Dagegen zahlen sich Schulden für sinnvolle Infrastruktur Projekte durch den folgenden Wachstum meistens langfristig aus.
Jeden Cent den ich in Schulen, Kitas oder Unis stecke bekomme ich langfristig mehrfach in Form von Steuereinnahmen und Wachstum zurück.
Wenn du das Geld nicht mit der Gieskanne sondern gezielt in die richtigen Bereiche hinein gibst ist das ein Geschäft.


Daher auf Pump leben? Nein.
Gezielte Schulden für sinnvolle Infrastruktur in einer niedrig Zinsphase? Kann durchaus Sinnvoll sein.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

markus, Freitag, 18.08.2023, 15:25 (vor 884 Tagen) @ Davja89

1. Kenne ich wenig Eigenheimbesitzer die nur in den Tag reinleben. Die meisten haben durchaus Bausparer oder andere langfristige Spargeschichten laufen für ein eventuelles Dach oder ähnliches.
Bein Heizthema war es ja eher so das die Wärmepumpe halt 30.000 + eventuelle Sanierungen kostet während ein einfacher Austausch der alten Gasheizung gegen eine Neue oder eine Reparatur deutlich billiger ist. Und selbst da war es ja oft vorallem der enge Zeitrahmen der kritisiert wurde.
Und wenn es durch das Dach regnet nehmen die meisten eben doch einen Kredit auf weil es eben sein muss. Nützt ja nix 30.000 + 7.000 Zinsen für ein Dach sparen zu wollen wenn ich dadurch meine 250.000 Bude unnutzbar mache.

2. Kann man ja von einer Politik mit Fachberatern und Ministerien im Hintergrund durchaus mehr erwarten als vom Eigenheimbesitzer Bernd.

3. Natürlich ist Infrastruktur unsexy. Trotzdem ist es die Grundlage davon das in diesem Land der Laden weiter läuft. Wir sind hier nicht Fleißiger als die Menschen in Afghanistan. Der Unterschied ist das unsere Wirtschaft halt mit funktionierender Infrastruktur und Verwaltung arbeiten kann.
Und ja im Zweifelsfall ist das sogar wichtiger als irgendein Theater oder sogar irgendeine Sozialleistung (Kindergeld, Elterngeld etc.)
Weil diese Dinge müssen aus einem Haushalt bezahlt werden der halt nur existiert wenn die Wirtschaft/Bürger auch in den Topf einzahlen. Damit sie das können auch in Zukunft brauchst du eine vernünftige Infrastruktur.

4. Mit Infrastruktur ist natürlich nicht nur die klassische Brücke gemeint. Sondern auch Schulen, Verwaltungsgebäude und derren Ausstattung, Energieinfrastruktur oder Flughäfen. Liste lässt sich endlos weiter führen.

5. Wir würden aktuell ganz andere Wachstumsraten und weniger Probleme haben wenn in die Schiene, Stromnetze und Schulen vor 10 Jahren ordentlich investiert worden wäre.
Der Ausbau von Erneuerbaren wäre sicherlich auch ein Thema das man durchaus auch mit gezielten Schulden hätte anschiebeb können zu Beginn.

6. Wir haben enorme Schulden aufgenommen um Coronamassnahmen abzufedern. Das war im großen und ganzen auch ok. Trotzdem sind das Gelder die ohne Gegenwert weg sind. Dagegen zahlen sich Schulden für sinnvolle Infrastruktur Projekte durch den folgenden Wachstum meistens langfristig aus.
Jeden Cent den ich in Schulen, Kitas oder Unis stecke bekomme ich langfristig mehrfach in Form von Steuereinnahmen und Wachstum zurück.
Wenn du das Geld nicht mit der Gieskanne sondern gezielt in die richtigen Bereiche hinein gibst ist das ein Geschäft.


Daher auf Pump leben? Nein.
Gezielte Schulden für sinnvolle Infrastruktur in einer niedrig Zinsphase? Kann durchaus Sinnvoll sein.

Macht man doch auch. Nur hält man sich an die vernünftigen Grenzen, die im Grundgesetz geregelt sind. Ich sehe nicht, dass die Straßen zu marode sind. Nach mehr als 20 Jahren Auto fahren bin ich immer entspannt überall durchgekommen. Und an den Schulen mache ich mir auch keine Sorgen, wenn ich sehe, wie viele Jugendliche heute das Abi und das Studium einschlagen. Es sind sogar zu viele. Wenn wir wollen, dass wieder mehr Menschen einen klassischen Beruf einschlagen, müssten wir nach deiner Logik das Budget massiv kürzen.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 18.08.2023, 11:45 (vor 885 Tagen) @ markus

Grundlegend bin ich bei dir.

Allerdings wären ein paar mehr Investitionen in der niedrig Zinsphase in die Infrastruktur schon auch sinnvoll gewesen. Nicht unbegrenzt aber da hätte man mehr für die Zukunft machen können.

Wenn ich weiss das ich ein neues Dach benötige sollte ich den Kredit dafür ja aufnehmen wenn ich das Geld fast geschenkt bekomme und nicht 4 Jahre später wenn ich 7% zahlen muss.

Brücken und Schulen wären so Themen, wo klar war wir werden sie auch in 10 Jahren noch benötigen also hätte man damals mit Augenmaß in die Zukunft investieren müssen.


Auch das ist ohne quantitative Einordnung reines Bauchgefühl. Nehmen wir das Beispiel Brücken. Um beurteilen zu können, ob zu wenig gemacht wurde, müsste man wissen:
- wie viele Brücken gibt es?
- wie alt sind die Brücken?
- wie viele Brücken wurden in welchem Zeitraum saniert/erneuert?
- wie viele müssten zusätzlich erneuert werden?

Ich weiß das alles nicht und kann das nicht beurteilen. Angst über eine Brücke zu fahren habe ich jedenfalls nicht. Und ich habe auch noch nie gelesen, dass in Deutschland eine Brücke eingestürzt sei (wenn, sind es absolut seltene Ausnahmen). Ist es dann wirklich so schlimm?

Es wird Zeit das mal Inventur gemacht wird.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.08.2023, 13:39 (vor 885 Tagen) @ Garum

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 17.08.2023, 22:29 (vor 885 Tagen) @ markus

Es ist halt auch eine Frage der Nachhaltigkeit. Heute kann es sinnvoll sein, 2 Milliarden als Kredit aufzunehmen, wenn ich damit in der Zukunft sicherlich 20 Milliarden einsparen kann. Aber alles auf Pump funktioniert nicht.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

markus, Freitag, 18.08.2023, 09:07 (vor 885 Tagen) @ MarcBVB

Es ist halt auch eine Frage der Nachhaltigkeit. Heute kann es sinnvoll sein, 2 Milliarden als Kredit aufzunehmen, wenn ich damit in der Zukunft sicherlich 20 Milliarden einsparen kann. Aber alles auf Pump funktioniert nicht.

Es sind beide Faktoren wichtig. Zum einen die Nachhaltigkeit. Zum anderen aber auch die Quote der Schulden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung#Wirtschaftliche_Grenzen

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands

Man kann von Lindner halten was man will. Aber Ahnung von Finanzen hat er schon.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Bujolop, Freitag, 18.08.2023, 13:39 (vor 885 Tagen) @ markus

Es ist halt auch eine Frage der Nachhaltigkeit. Heute kann es sinnvoll sein, 2 Milliarden als Kredit aufzunehmen, wenn ich damit in der Zukunft sicherlich 20 Milliarden einsparen kann. Aber alles auf Pump funktioniert nicht.


Es sind beide Faktoren wichtig. Zum einen die Nachhaltigkeit. Zum anderen aber auch die Quote der Schulden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung#Wirtschaftliche_Grenzen

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands

Man kann von Lindner halten was man will. Aber Ahnung von Finanzen hat er schon.

Das sahen Experten nach der Wahl aber anders:

https://www.fr.de/politik/bundestagswahl-2021-fdp-christian-lindner-sondierungen-finanzminister-nobelpreis-tooze-stiglitz-91080015.html

Zwei prominente Wirtschaftswissenschaftler haben nach der Bundestagswahl 2021 davor gewarnt, dass FDP-Chef Christian Lindner in einer künftigen Bundesregierung Finanzminister wird. „Um seiner selbst willen sollte Lindner die unmögliche Aufgabe erspart werden, seine vorsintflutliche haushaltspolitische Agenda auf die finanzielle Situation von heute übertragen zu müssen“, schreiben der britische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze und der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz von der Columbia University in New York in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung Die Zeit. „Diese Art Crashtest kann sich weder Deutschland noch Europa erlauben.“

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 18.08.2023, 13:46 (vor 885 Tagen) @ Bujolop

Und wieder andere Experten sahen es anders. Weder Krugman noch Tooze haben da die allein seligmachende Weisheit.

Der Staat ist in erster Linie überlastet.

Eisen, DO, Donnerstag, 17.08.2023, 21:54 (vor 885 Tagen) @ istar

Und es war vollkommen schwachsinnig, dies ins Grundgesetz zu schreiben, zumindest in der jetzigen Form. Man hätte Investitionen davon ausnehmen können. Dass man sich nicht wahllos für soziale Wohltaten verschuldet finde ich richtig. Aber Investitionen sind ja etwas anderes. Diese sollten sich rentieren, dafür bekomme ich ein x-Faches zurück. Und genau da hapert es doch. Es wird viel zu wenig investiert. Die Steuereinnahmen sprudeln von Rekord zu Rekord und Straßen, schienen, Schulen und Unis, Mobilfunk und Internet, Wohnraum und Verwaltung sind in einem desolaten Zustand.

Man hat die Niedrigzinsphase auch hier komplett verpennt, hat sich zurückgelehnt und die steigenden Steuereinnahmen für alles mögliche, nur nicht für die Zukunft des Landes verbraten.

Der Staat ist am Ende!

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 17.08.2023, 19:57 (vor 885 Tagen) @ Rupo

Ja, weil ich es tatsächlich nicht gut finde, wenn der Zugang zum Recht für Bürger eingeschränkt wird. Da bin ich sehr staatstheoretisch. Warum erschieße ich nicht morgen auf dem Marktplatz den X? Weil wir Gesetze haben, die das verbieten. Der Staat schränkt also meine Freiheit ein, aber gewährt mir dafür das Gefühl, dass auch andere nicht einfach drauf los ballern dürfen.

Finanziell könnte mir das wirklich total egal sein. Ich habe gut zu tun und solvente Mandanten. Einen verdammt guten Leumund in meinem Bereich und natürlich zieht auch, dass ich letztens in einem überregionalen Medium mit O-Ton drin war.

Das Problem ist aber auf zwei Ebenen sehr real:

Stell dir mal vor, du hast dem X, der in Hamburg wohnt, ein Darlehen über € 4.999,00 gewährt. Die Zinsen bedient er nicht, du mahnst ihn, es passiert nichts. Du erinnerst dich, dass du nur einen Lieblingsanwalt hast. Ich erhebe noch am gleichen Tag Zahlungsklage vor dem AG Hamburg. Du bekommst selbstverständlich eine Abschrift. Und dann passiert über mehrere Monate einfach nichts. Keine Gerichtskostenrechnung, kein gar nichts.

Sachstandsanfragen versacken und am Ende ist der X insolvent. Staatshaftung? Hahaha, good one.

Zweite Ebene:

Es gibt Verfahren, die sich wirtschaftlich nicht tragen. Gewaltschutzverfahren zB. Die sind aber nicht unwichtig. Im Moment mache ich da eine Quersubvention mit Scheidungen und so. Aber im Zweifelsfall nehme ich dann lieber die Sache mit der Honorarvereinbarung. Die kann sich aber nicht jeder leisten. Und das geht vielen Kollegen so. Entweder VKH oder Honorarvereinbarung.

Der Staat ist am Ende!

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 17:25 (vor 885 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 17.08.2023, 17:28

Es ist halt irgendwie alles ein riesiges Problem derzeit. Der Staat ist mehr oder weniger am Ende. In NRW fehlen diverse Staatsanwälte, in Hamburg hat die Ziviljustiz am Amtsgericht bereits kapituliert (https://www.rak-hamburg.de/mitglieder/mitgliederservice/meldungen/id/212).

Das hier heißt ganz konkret, dass halt Zahlungsklagen nicht bearbeitet werden. Das Insolvenzrisiko trägt dann halt der Kläger.

Gleichzeitig erwarten meine Mitarbeiterinnen dass sie regelmäßige Lohnerhöhungen bekommen. Mache ich gerne, ich bezahle gerne gut, weil ich gute Arbeit bekomme. Eine Erhöhung des RVG? Vielleicht noch jährlich an die Inflationsrate angepasst? Hahaha, good one.

Das führt übrigens nur dazu, dass manchen Personen der Zugang zum Recht erschwert wird. Ein kleines Beispiel aus der Praxis:

Eine junge Frau wird von ihrem Partner misshandelt. Ich erwirke eine eA nach dem Gewaltschutzgesetz. Der Verfahrenswert sind dann sagenhafte 1000€. Da zahle ich dann am Ende drauf, wenn ich die Akte ordentlich bearbeiten möchte.

Oder ich mache solche Dinge nur noch per Honorarvereinbarung. Kann sich dann halt nicht jeder leisten.

Aber wenn man jetzt mal, so ganz stumpf und grob, auf die Bilanz der BRD der letzten 20 Jahre schaut, was kommt rein an Kohle, ist es doch nicht so, als gäbe es ein "Operating Income".
Wo bleibt die ganze Kohle? Mein alter VWL-Lehrer hat damals immer schon gesagt "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes."

Der Staat ist am Ende!

Habakuk, OWL, Donnerstag, 17.08.2023, 22:29 (vor 885 Tagen) @ FourrierTrans

Aber wenn man jetzt mal, so ganz stumpf und grob, auf die Bilanz der BRD der letzten 20 Jahre schaut, was kommt rein an Kohle, ist es doch nicht so, als gäbe es ein "Operating Income".
Wo bleibt die ganze Kohle? Mein alter VWL-Lehrer hat damals immer schon gesagt "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes."

[/b]

Wie wahr. Das Gleiche gilt allerdings auch andersherum. Manche Leute glauben ja, an der Börse würden Werte geschaffen. Auch diese Geld ist nicht plötzlich da, es fehlt jemand anderem.

Der Staat ist am Ende!

markus, Freitag, 18.08.2023, 09:30 (vor 885 Tagen) @ Habakuk

Aber wenn man jetzt mal, so ganz stumpf und grob, auf die Bilanz der BRD der letzten 20 Jahre schaut, was kommt rein an Kohle, ist es doch nicht so, als gäbe es ein "Operating Income".
Wo bleibt die ganze Kohle? Mein alter VWL-Lehrer hat damals immer schon gesagt "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes."

[/b]

Wie wahr. Das Gleiche gilt allerdings auch andersherum. Manche Leute glauben ja, an der Börse würden Werte geschaffen. Auch diese Geld ist nicht plötzlich da, es fehlt jemand anderem.

Es fehlt in erster Linie den Unternehmen, da ein Teil der Gewinne an die Aktionäre geht. Es eröffnet die Möglichkeit, dass Gewinne auch beim 0815-Bürger ankommen und nicht alles an eine steinreiche Eigentümerfamilie geht.

Der Staat ist am Ende!

Habakuk, OWL, Freitag, 18.08.2023, 11:50 (vor 885 Tagen) @ markus

Aber wenn man jetzt mal, so ganz stumpf und grob, auf die Bilanz der BRD der letzten 20 Jahre schaut, was kommt rein an Kohle, ist es doch nicht so, als gäbe es ein "Operating Income".
Wo bleibt die ganze Kohle? Mein alter VWL-Lehrer hat damals immer schon gesagt "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes."

[/b]

Wie wahr. Das Gleiche gilt allerdings auch andersherum. Manche Leute glauben ja, an der Börse würden Werte geschaffen. Auch diese Geld ist nicht plötzlich da, es fehlt jemand anderem.


Es fehlt in erster Linie den Unternehmen, da ein Teil der Gewinne an die Aktionäre geht. Es eröffnet die Möglichkeit, dass Gewinne auch beim 0815-Bürger ankommen und nicht alles an eine steinreiche Eigentümerfamilie geht.

Auch die Gewinne müssen ja erstmal erwirtschaftet werden. Und die kommen nicht aus einem Loch im Erdboden. Irgendwer muss immer sein Geld abgeben, und nicht immer bekommt er etwas dafür.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

markus, Donnerstag, 17.08.2023, 13:45 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Dieses künstliche Schlechtreden stärkt allerdings auch die AfD. In der Welt ist einiges los. Durch wirklich schlimme, lebensbedrohende Krisen in anderen Länden, entstehen bei uns 1. Welt Probleme. Wir jammern herum, wenn wir durch einen Reallohnverlust 2% weniger konsumieren können. Wir jammern, wenn wir nicht mehr SUV fahren können (oder es teurer wird). Wir jammern, wenn das Paket von Amazon nicht ankommt, weil Arbeitskräfte fehlen. Wir jammern, wenn die Dauerkarten 20 Euro teurer werden. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien tun wir uns auch schwer. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Es sind Unannehmlichkeiten und die Folge von echten Krisen.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Bujolop, Donnerstag, 17.08.2023, 14:13 (vor 886 Tagen) @ markus

Dieses künstliche Schlechtreden stärkt allerdings auch die AfD. In der Welt ist einiges los. Durch wirklich schlimme, lebensbedrohende Krisen in anderen Länden, entstehen bei uns 1. Welt Probleme. Wir jammern herum, wenn wir durch einen Reallohnverlust 2% weniger konsumieren können. Wir jammern, wenn wir nicht mehr SUV fahren können (oder es teurer wird). Wir jammern, wenn das Paket von Amazon nicht ankommt, weil Arbeitskräfte fehlen. Wir jammern, wenn die Dauerkarten 20 Euro teurer werden. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien tun wir uns auch schwer. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Es sind Unannehmlichkeiten und die Folge von echten Krisen.

Wer ist wir? Die Mindestlöhner, die die Inflation abfeiern und die nur noch arbeiten, um die Miete und Lebensmittel bezahlen zu können?

Die wählen AfD, weil es nicht ihr Krieg in der Ukraine ist, sagen sie.
Viele, die vor der AfD von Ölaugen und Molukken sprachen, wählen jetzt auch AfD.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

markus, Donnerstag, 17.08.2023, 15:41 (vor 885 Tagen) @ Bujolop

Dieses künstliche Schlechtreden stärkt allerdings auch die AfD. In der Welt ist einiges los. Durch wirklich schlimme, lebensbedrohende Krisen in anderen Länden, entstehen bei uns 1. Welt Probleme. Wir jammern herum, wenn wir durch einen Reallohnverlust 2% weniger konsumieren können. Wir jammern, wenn wir nicht mehr SUV fahren können (oder es teurer wird). Wir jammern, wenn das Paket von Amazon nicht ankommt, weil Arbeitskräfte fehlen. Wir jammern, wenn die Dauerkarten 20 Euro teurer werden. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien tun wir uns auch schwer. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Es sind Unannehmlichkeiten und die Folge von echten Krisen.


Wer ist wir? Die Mindestlöhner, die die Inflation abfeiern und die nur noch arbeiten, um die Miete und Lebensmittel bezahlen zu können?

Die wählen AfD, weil es nicht ihr Krieg in der Ukraine ist, sagen sie.
Viele, die vor der AfD von Ölaugen und Molukken sprachen, wählen jetzt auch AfD.

Der Mindestlohn ist seit 2015 zum einen stärker als die Inflation gestiegen. Zum anderen sind Mindestlöhner für die AfD Abschaum. Da muss man schon richtig doof sein, die zu wählen.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 10:55 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Viele richtige Punkte.

Diese hohe Unzufriedenheit mit dem Staat sorgt imho für die hohen Werte der AfD.

Die Bundesregierung hat in dieser Woche wieder gezeigt, warum die Unzufriedenheit hoch ist. Solange aber die hohen Werte der AfD nur auf Rechtsradikalismus der Wähler geschoben wird, brauchen die Regierungsparteien ihre Politik nicht zu ändern. Die Werte der AfD werden jetzt erneut steigen, aber man wird irgendeine Bemerkung von Söder oder Merz verantwortlich machen.

Die FDP (Lindnder und keine neuen Schulden) blockiert gerade massiv, die Grünen kümmern sich selten um Realpolitik (Stimmung im Volk? Egal) und die SPD mit Scholz schaut zu (hat die SPD überhaupt ein wichtiges Ministerium?).

Merkel hat in ihrer Zeit geführt und wir hätten aktuell eine deutliche Unterstützung der Wirtschaft, ohne Kürzung von Sozialleistungen. Das Motto war immer: Eine starke Wirtschaft generiert Steuereinnahmen.

Zur Info: Merz und Söder wären nicht die Lösung des Problems.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 17.08.2023, 17:27 (vor 885 Tagen) @ Taifun


Merkel hat in ihrer Zeit geführt und wir hätten aktuell eine deutliche Unterstützung der Wirtschaft, ohne Kürzung von Sozialleistungen. Das Motto war immer: Eine starke Wirtschaft generiert Steuereinnahmen.

Merkel? Ernsthaft? Nicht dass ich Scholz verteidigen möchte, der schläft ja auch vor sich hin. Aber hier werden doch weitestgehend strukturelle Probleme angesprochen. Und keine davon hat die Merkel ernsthaft angegangen.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 17:29 (vor 885 Tagen) @ Lattenknaller
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 17.08.2023, 17:33


Merkel hat in ihrer Zeit geführt und wir hätten aktuell eine deutliche Unterstützung der Wirtschaft, ohne Kürzung von Sozialleistungen. Das Motto war immer: Eine starke Wirtschaft generiert Steuereinnahmen.

Merkel? Ernsthaft? Nicht dass ich Scholz verteidigen möchte, der schläft ja auch vor sich hin. Aber hier werden doch weitestgehend strukturelle Probleme angesprochen. Und keine davon hat die Merkel ernsthaft angegangen.

Das denke ich auch. Es ist ein Stück weit ein parteiübergreifendes "Versagen" (wenn man das so hart ausdrücken darf) über zwei Jahrzehnte, sowohl auf Länder- als auch auf Bundesebene. Und auch die Spitzen der deutschen Wirtschaft, und deren Eigentümer, (bzw. der "westlichen Staaten", wenn man so will, ist ja kein rein deutsches Thema) müssen sich fragen, ob der Weg der vergangenen 20 Jahre so hätte aussehen müssen, wie er ausgehen hat. Und ob man nicht doch noch einmal die Geschichtsbücher zur Hand hätte nehmen sollen, was passieren kann, wenn eine Ungleichheit zunehmend außer Kontrolle gerät.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 12:56 (vor 886 Tagen) @ Taifun
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 17.08.2023, 13:11

Viele richtige Punkte.

Diese hohe Unzufriedenheit mit dem Staat sorgt imho für die hohen Werte der AfD.

Die Bundesregierung hat in dieser Woche wieder gezeigt, warum die Unzufriedenheit hoch ist. Solange aber die hohen Werte der AfD nur auf Rechtsradikalismus der Wähler geschoben wird, brauchen die Regierungsparteien ihre Politik nicht zu ändern. Die Werte der AfD werden jetzt erneut steigen, aber man wird irgendeine Bemerkung von Söder oder Merz verantwortlich machen.

Die FDP (Lindnder und keine neuen Schulden) blockiert gerade massiv, die Grünen kümmern sich selten um Realpolitik (Stimmung im Volk? Egal) und die SPD mit Scholz schaut zu (hat die SPD überhaupt ein wichtiges Ministerium?).

Merkel hat in ihrer Zeit geführt und wir hätten aktuell eine deutliche Unterstützung der Wirtschaft, ohne Kürzung von Sozialleistungen. Das Motto war immer: Eine starke Wirtschaft generiert Steuereinnahmen.

Zur Info: Merz und Söder wären nicht die Lösung des Problems.

Das empfinde ich auch so. Sind diejenigen, die die AfD wählen alle zumindest mal bereit, eine rechtsradikale Partei zu unterstützen, auch wenn sie selbst vielleicht wirklich "nur" gegen alle anderen Parteien ihre Stimme erheben wollen, ohne tiefergehenden Fremdenhass o.Ä.? Ja, natürlich. Hilft es uns, insbesonderen den Menschen, die das Spiel der AfD durchdrungen haben, welches niemandem außer den AfD Köpfen selbst Vorteile bringen wird, immer nur die gleichen Phrasen zu dreschen? Nein, in keinster Weise.

Ich bin schon erstaunt darüber, wie wenig echte Lösungen parteiübergreifend für das Gros der Bürgerinnen und Bürger gefunden werden können und konnten über die vergangenen 2 Jahrzehnte und vor allem, wie wenig "Mindset"-Change vorhanden ist in der politischen und ökonomischen Spitze des Landes, dass wir so auf Dauer unweigerlich in politische Verwerfungsprozesse geraten. Ich glaube, es gibt keine einfachen Lösungen für die komplexen Probleme, aber Lösungsfindungsprozesse für "die Mitte" des Landes sind seit der zweiten Hälfte von Angela Merkel und auch in der aktuellen Bundesregierung nahezu gar nicht zu erkennen. Im Gegenteil, es wird immer schwerer für zunehmend große Teile der Gesellschaft.

Was mich auch verwundert, ist die Priorisierung von Problemen und der Einsatz von Energie und Ressourcen. Gestern Abend wurde im Heute-Journal wieder groß und breit aus der BPK, mit Interview des Bundesgesundheitsministers im Nachgang als auch einen Einblick in einen "Cannabis-Verein", über das Thema "Legalisierung von Cannabis" berichtet. Ja, man kann in entspannten Zeiten über so ein Vorhaben debattieren, keine Frage. Aber ist das jetzt ein Thema, dass das Groß der Bevölkerung beschäftigt? Sehen die Bürgerinnen und Bürger hier jetzt Ressourcen sinnvoll eingesetzt? Wo doch vor wenigen Wochen, und meines Wissens nach auch heute noch, massive Probleme bei der Lieferfähigkeit von Antibiotika, nachhaltig schlechte Verfügbarkeit von medizinischem Personal auf dem Land sowie multiplen Herausforderungen im Gesundheitssystem vorherrschen? Ich glaube nicht.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 13:16 (vor 886 Tagen) @ FourrierTrans

Lauterbach hat ingesamt eine komische Prioritätensetzung.

Das Gesundheitssystem pfeifft aus den letzten Loch und er taucht bisher mit genau 2 Themen in der Öffentlichkeit auf:

Cannabis und Hitzschutzräume.

Beides durchaus sinnvoll. Aber beides auch absolute Randthemen.
Bei Cannabis gehts nun wirklich um absolute Luxusprobleme.
Bei Hitzeräumen kann man drüber diskutieren.
Aber beides sind Themen die 90% der Menschen relativ am Arsch vorbei gehen aktuell.
Die stockende Versorgung mit Medikamenten oder die enormen Probleme bei der grundlegend Versorgung im medzinischen Bereich dagegen sind bei vielen ernste Sorgen.

Entweder kommt da inhaltlich nix oder er schafft es nicht seine Themen in die Öffentlichkeit zubringen. Beides nicht gut.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Intertanked, Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 13:29 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Lauterbach hat ingesamt eine komische Prioritätensetzung.

Das Gesundheitssystem pfeifft aus den letzten Loch und er taucht bisher mit genau 2 Themen in der Öffentlichkeit auf:

Cannabis und Hitzschutzräume.

Beides durchaus sinnvoll. Aber beides auch absolute Randthemen.
Bei Cannabis gehts nun wirklich um absolute Luxusprobleme.
Bei Hitzeräumen kann man drüber diskutieren.
Aber beides sind Themen die 90% der Menschen relativ am Arsch vorbei gehen aktuell.
Die stockende Versorgung mit Medikamenten oder die enormen Probleme bei der grundlegend Versorgung im medzinischen Bereich dagegen sind bei vielen ernste Sorgen.

Entweder kommt da inhaltlich nix oder er schafft es nicht seine Themen in die Öffentlichkeit zubringen. Beides nicht gut.

Deine Wahrnehmung von Karl Lauterbach kann ich so gar nicht teilen.
Aus dem letzten Jahr fallen mir spontan seine Gesetzentwürfe zum Medikamentenmangel, die Krankenhausreform, Pflegereformpläne, Initiative für Menschen mit Long Covid Schäden und ernsthafte Auseinandersetzung mit Impfschäden ein. Ohne nachzugucken und ohne diese inhaltlich zu werten.

Ich hab seine Ernennung für eine Luftnummer gehalten, aber zuallermindest halte ich Lauterbach jetzt für einen hart arbeitenden Minister.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 17.08.2023, 14:06 (vor 886 Tagen) @ Intertanked

Die Themen hätte ich auch so genannt.
Zumindest bei der Krankenhausreform war das auch wochenlang in den Medien und wurde am Ende wohl auch wieder zerlegt und ist nur ein Reförmchen.

Allerdings stimmt es, dass die Themen (bis auf Krankenhausreform) nicht so präsent in den Medien waren, wie es zwei scheinbare Reizthemen sind.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 13:54 (vor 886 Tagen) @ Intertanked

Ok, eventuell ist das wirlich an mir vorbei gegangen.
Das mit der Krankenhausreform hatte ich schon durchaus mitbekommen aber extra rausgenommen aus der Aufzählung weil ich da aus der Praxis extrem unterschiedlich Stimme höre wie sich das auswirken würde.
Das wohl ziemlich verzwickt und da gibt es wohl keine Lösung ohne Opfer.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 14:05 (vor 886 Tagen) @ Davja89
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 17.08.2023, 14:12

Ok, eventuell ist das wirlich an mir vorbei gegangen.
Das mit der Krankenhausreform hatte ich schon durchaus mitbekommen aber extra rausgenommen aus der Aufzählung weil ich da aus der Praxis extrem unterschiedlich Stimme höre wie sich das auswirken würde.
Das wohl ziemlich verzwickt und da gibt es wohl keine Lösung ohne Opfer.

Das wäre an dem Punkt auch meine Frage. Kann ich jetzt so nicht bewerten, aber alle dich ich persönlich kenne, die in der Branche arbeiten (als Ärzte, Pfleger usw.) oder auch kürzlich betroffene Patienten stöhnen zumindest und sagen, es wird immer schlimer. Und das Thema war ja auch schon unter Spahn und Corona ein großes Ding. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für Partei Klein-Klein, die wollen Lösungen. Und es scheint auch vorbei zu sein, dass man immer jeweils der Vorgängerregierung oder der anderen Volkspartei den schwarzen Peter zuschieben kann, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verfängt offenbar nicht mehr.

Es bedarf erstens, einer viel höheren Geschwindigkeit. Mindestens drei mal so schnell müssen Erfolge her, als man das bisher so im Behörden- und Polit-Betrieb kannte. Diese müssen dann auch, z.B. in einer BPK, detailliert präsentiert und nachgewiesen werden. Wie bei einem Top-Management Call und dem Investoren-Team. Sichtbare Ergebnisse, das ist nun das Gebot der Stunde, um die AfD zurückzudrängen bzw. zu verhindern. Keine Reförmchen, die man mal ein bisschen anschiebt und die dann irgendwo versanden oder keine echten "impact" haben (generell gesprochen, nicht nur exklusiv im Gesundheitsministerium).

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Habakuk, OWL, Donnerstag, 17.08.2023, 16:33 (vor 885 Tagen) @ FourrierTrans

Das mit der Krankenhausreform hatte ich schon durchaus mitbekommen aber extra rausgenommen aus der Aufzählung weil ich da aus der Praxis extrem unterschiedlich Stimme höre wie sich das auswirken würde.
Das wohl ziemlich verzwickt und da gibt es wohl keine Lösung ohne Opfer.


Das wäre an dem Punkt auch meine Frage. Kann ich jetzt so nicht bewerten, aber alle dich ich persönlich kenne, die in der Branche arbeiten (als Ärzte, Pfleger usw.) oder auch kürzlich betroffene Patienten stöhnen zumindest und sagen, es wird immer schlimer. Und das Thema war ja auch schon unter Spahn und Corona ein großes Ding. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für Partei Klein-Klein, die wollen Lösungen. Und es scheint auch vorbei zu sein, dass man immer jeweils der Vorgängerregierung oder der anderen Volkspartei den schwarzen Peter zuschieben kann, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verfängt offenbar nicht mehr.

Die Probleme im Gesundheitswesen bestehen ja nicht nur aus einer dringend erforderlichen Krankenhausreform. Im ambulanten Bereich sind Reformen mindestens ebenso notwendig, es gibt aber praktisch gar keine Bestrebungen, hier wirklich etwas zu verändern. Alles ist krampfhaft auf die Digitalisierung fokussiert, die wirklichen Probleme liegen aber ganz woanders. Im sogenannten Gemeinsamen Bundesausschuss haben sich die Krankenkassen auf der einen und Vertreter der "Leistungserbringer" (Krankenhausgesellschaft, Kassenärztliche Vereinigung) auf der anderen Seite seit Jahrzehnten in einem Stellungskrieg eingebuddelt, der über die Zeit ein Verwaltungsmonster erschaffen hat, das weltweit wohl einzigartig sein dürfte. Unter diesem leidet das gesamte Personal im Gesundheitswesen und es macht eine effektive Patientenversorgung inzwischen unmöglich. Gleichzeitig sind die genannten Akteure immer mehr zum Selbstzweck geworden und pflegen ihre Machtpositionen, die ihnen selbst auch reichlich Geld in die Kassen spülten

Im Gesundheitswesen braucht es keine weiteren 99 Reformen mehr, es braucht eigentlich einen kompletten Neustart. Aber dazu würde es wie bei vielen drängenden gesellschaftlichen Problemen einer anderen Form der Politik bedürfen. Solange parteipolitischer Hickhack à la Söder (um diesen mal exemplarisch als Prototypen des kurzsichtigen Politdeppen zu benennen) in der Politik vorherrscht, werden Probleme nicht gelöst werden, sondern lediglich das mediale Feld für AfD und Konsorten bereitet. Die konsensfähigen politischen Kräfte müssen sich - unabhängig von Zugehörigkeit zu Regierung oder Opposition - zusammensetzen und gemeinsam tragfähige Lösungen anbieten, und zwar bald. Andernfalls werden diese halbwegs vernünftigen Kräfte bald nicht mal mehr Zweidrittel der gewählten Abgeordneten im Bundestag ausmachen.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 18:19 (vor 885 Tagen) @ Habakuk

Das trifft es ziemlich gut auf den Punkt was ich von der Dame des Hauses höre (MFA).

Lustig ist ja das es wohl mehrere Bereich gibt in dennen wir diesen radikalen Neustart benötigen würden.

Mir fällt da spontan auch immer das Bildungswesen ein.
Dort müsste man eigentlich auch mal den Restbutton drücken und alles neu auflegen. Oder besser ausgedrückt schauen was sich von den alten Sachen bewährt hat und das ergänzen mit neuen Erkenntnissen oder halt auch einfach mal sich global umschauen wo man gut abkupfern kann.

Aber ich habe die Befürchtung das es eine der Schwächen der Demokratie sein könnte, dass diese radikalen Schritte fast unmöglich sind. Das System ist einfach durch X Millionen Gremien und Instanzen nicht darauf ausgelegt sich neu zuerfinden.

Dazu kommt das Problem:

Wenn ich als Bildungsminister oder als Gesundheitsminster den großen Stecker ziehe würde, würde es natürlich in den ersten Monaten oder auch sogar ersten 1,2 oder sogar 3 Jahre mächtig Rumpeln im Getriebe. Das dürfte dann spätestens für jeden Minister das Ende seiner Laufbahn sein. Wenn einen nicht die Presse sogar schon vorher abschießt. Ansätze davon hat man ja bei Habek gesehen beim Heizungsthema.

Du bräuchtest also eine Regierung mit Mehrheiten das sie fast durchregieren kann und zeitgleich keinerlei Ambitionen hat wiedergewählt zu werden.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 17:17 (vor 885 Tagen) @ Habakuk

Das mit der Krankenhausreform hatte ich schon durchaus mitbekommen aber extra rausgenommen aus der Aufzählung weil ich da aus der Praxis extrem unterschiedlich Stimme höre wie sich das auswirken würde.
Das wohl ziemlich verzwickt und da gibt es wohl keine Lösung ohne Opfer.


Das wäre an dem Punkt auch meine Frage. Kann ich jetzt so nicht bewerten, aber alle dich ich persönlich kenne, die in der Branche arbeiten (als Ärzte, Pfleger usw.) oder auch kürzlich betroffene Patienten stöhnen zumindest und sagen, es wird immer schlimer. Und das Thema war ja auch schon unter Spahn und Corona ein großes Ding. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für Partei Klein-Klein, die wollen Lösungen. Und es scheint auch vorbei zu sein, dass man immer jeweils der Vorgängerregierung oder der anderen Volkspartei den schwarzen Peter zuschieben kann, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das verfängt offenbar nicht mehr.


Die Probleme im Gesundheitswesen bestehen ja nicht nur aus einer dringend erforderlichen Krankenhausreform. Im ambulanten Bereich sind Reformen mindestens ebenso notwendig, es gibt aber praktisch gar keine Bestrebungen, hier wirklich etwas zu verändern. Alles ist krampfhaft auf die Digitalisierung fokussiert, die wirklichen Probleme liegen aber ganz woanders. Im sogenannten Gemeinsamen Bundesausschuss haben sich die Krankenkassen auf der einen und Vertreter der "Leistungserbringer" (Krankenhausgesellschaft, Kassenärztliche Vereinigung) auf der anderen Seite seit Jahrzehnten in einem Stellungskrieg eingebuddelt, der über die Zeit ein Verwaltungsmonster erschaffen hat, das weltweit wohl einzigartig sein dürfte. Unter diesem leidet das gesamte Personal im Gesundheitswesen und es macht eine effektive Patientenversorgung inzwischen unmöglich. Gleichzeitig sind die genannten Akteure immer mehr zum Selbstzweck geworden und pflegen ihre Machtpositionen, die ihnen selbst auch reichlich Geld in die Kassen spülten

Im Gesundheitswesen braucht es keine weiteren 99 Reformen mehr, es braucht eigentlich einen kompletten Neustart. Aber dazu würde es wie bei vielen drängenden gesellschaftlichen Problemen einer anderen Form der Politik bedürfen. Solange parteipolitischer Hickhack à la Söder (um diesen mal exemplarisch als Prototypen des kurzsichtigen Politdeppen zu benennen) in der Politik vorherrscht, werden Probleme nicht gelöst werden, sondern lediglich das mediale Feld für AfD und Konsorten bereitet. Die konsensfähigen politischen Kräfte müssen sich - unabhängig von Zugehörigkeit zu Regierung oder Opposition - zusammensetzen und gemeinsam tragfähige Lösungen anbieten, und zwar bald. Andernfalls werden diese halbwegs vernünftigen Kräfte bald nicht mal mehr Zweidrittel der gewählten Abgeordneten im Bundestag ausmachen.

Word (wie wir als Kiddies damals in der Hip-Hop-Szene zu sagen pflegten :-D).
Gibt aber sicherlich noch 2-3 weitere "Großbaustellen", wo das so zutrifft. Und genau das ist der Punkt. Die Leute sehen das parteipolitische Hickhack und NULL echten progress (Gott dieses verfluchte Business-Denglisch).

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 17.08.2023, 14:25 (vor 886 Tagen) @ FourrierTrans

Da ist doch aber irgendwo auch ein Widerspruch im Denken: sobald die Lösungen, dann nur irgendeinen unangenehm treffen, werden Lösungen doch wieder torpediert, klein geredet und zerlegt und am Ende ist man bei den von dir angesprochenen Reförmchen.
Siehe Krankenhausreform. ;-)

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 17:19 (vor 885 Tagen) @ bigfoot49

Da ist doch aber irgendwo auch ein Widerspruch im Denken: sobald die Lösungen, dann nur irgendeinen unangenehm treffen, werden Lösungen doch wieder torpediert, klein geredet und zerlegt und am Ende ist man bei den von dir angesprochenen Reförmchen.
Siehe Krankenhausreform. ;-)

Naja, sagen wir es mal so: Vielleicht müssen die Lösungen mal jemanden treffen, dem es nicht so hart weh tut wie der Mittel- und Unterschicht (darf man Letzteres so sagen?). Weil die am Ende auch die Masse der Wählerstimmen ausmachen, nicht die 100.000 Superreichen, für die permanent Politik gemacht wird in Deutschland (wobei das auch in anderen Staaten ähnlich ist).

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Intertanked, Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 14:45 (vor 886 Tagen) @ bigfoot49

Da ist doch aber irgendwo auch ein Widerspruch im Denken: sobald die Lösungen, dann nur irgendeinen unangenehm treffen, werden Lösungen doch wieder torpediert, klein geredet und zerlegt und am Ende ist man bei den von dir angesprochenen Reförmchen.
Siehe Krankenhausreform. ;-)

Ich will mich aus einer Stadt mit zusammengebrochener Verwaltung nicht gegen schnelles politisches Handel ansprechen, aber die Politikwissenschaft zeigt locker auf, dass schnelles von oben durchregieren immer radikale Ränder stärkt und halt auch viel Fehlerpotential enthält.

In den letzten Jahren wurde - im Vergleich zu den Jahrzehnten zuvor - vieles extrem dynamisch angegangen. Aus Überzeugung, aus Not. Corona, Impfpflicht, Ukrainekrieg, russisches Gas, Heizungsgesetz.

Was ist dann fehlerbehaftet und das Thema der radikalen Kräfte? Imfppflicht, Gaspauschale, Heizungsgesetz, billige Energie.

Alles was "impact" hat, wird zu entsprechenden Gegenbewegungen führen. Das heißt nicht, die Dinge (allgemein) sollen nicht gemacht werden, sie sind nur keine Lösung gegen radikale Kräfte.

Blick nach Frankreich: war die Rentenreform notwendig? Wenig Ahnung, vermutlich ja. Wird ein relevanter Teil der U-Bahnfahrer, die nicht mehr mit 52 Jahren in Rente dürfen, ihr Kreuz bei Le Pen machen?

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 17.08.2023, 17:22 (vor 885 Tagen) @ Intertanked

Blick nach Frankreich: war die Rentenreform notwendig? Wenig Ahnung, vermutlich ja. Wird ein relevanter Teil der U-Bahnfahrer, die nicht mehr mit 52 Jahren in Rente dürfen, ihr Kreuz bei Le Pen machen?

Macht der dann sein Kreuz nicht eher bei Melenchon?

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

micha87, bei Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 10:14 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Ich bin da bei vielen Punkten bei dir. Die Unzufriedenheit ist in einer Zeit geprägt von Krisen immer um einiges höher. Inzwischen sehen wir doch aber auch eine Gegenbewegung die sagt so wie 2012 darf/kann die Welt nicht weiter sein. Für viele war diese Zeit etwas besser und ein zurück ist nicht in Sicht. Mein Eindruck ist Teile unserer Gesellschaft lehnen das auch kategorisch ab, dieses schneller, höher, weiter und sehen im Fortschritt etwas anderes. Das einschränken von vielen Dingen, wie günstiges Fliegen, was die Ernährung angeht, das Autofahren und im Allgemeinen das wir aufhören sollen unseren Wohlstand auf anderen Kosten auszuleben uvm.. Bei vielen dieser Themen haben sie auch einen guten Punkt, aber mir fällt es schwer mich mit diesen absoluten Anspruch auf genau diese Punkte zu identifizieren. Gepaart mit einer vermittelten Zukunftsangst, wir werden bei einer Erderwärmung von 3-4% nicht mehr überlebensfähig sein.

Ich glaube das wird eine natürliche Anpassung geben, Menschen werden dorthin gehen wo sie überlebensfähig sind und automatisch nicht überproportional mehr Kinder produzieren, da es die Lebensumstände gar nicht hergeben. Hat dann auch etwas von survival of the fittest, wobei es in unserer Gesellschaft ja jetzt schon so ist, das jene mit einer besseren medizinischen Versorgung und mehr Geld eine andere Lebenserwartung haben. Wir verdrängen das gekonnt, weil wir selbst womöglich nicht betroffen sind.

aerzteblatt.de/nachrichten/106639/Armut-geht-mit-verringerter-Lebenserwartung-einher

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 17.08.2023, 09:54 (vor 886 Tagen) @ Davja89

Aktuell wüsste ich kaum einen Bereich in staatlicher Zuständigkeit wo mehrheitlich die Bürger sagen würden: Ja, da läuft es viel besser als 2012.

Bleibt halt die Frage, ob das die Schuld der Regierung ist, oder ob man einfach nur den beschissenen globalen Entwicklungen hinterherhechelt...

Corona-Krise, Ukraine-Krise, Klima-Krise, Flüchtlings-Krise, Banken-Krise, Taiwan-Krise (noch nicht ausgebrochen), Hunger-Krise in Afrika (Wird noch wilder werden), Anstieg des irren Populismus (Brexit, Trump, Faschos in Italien und Frankreich, such dir was aus)..

Das sind doch Themen, die uns die letzten Jahre beschäftigen. Und was machst da als Bundesregierung? Kaum mehr als Scherben aufsammeln und den Bums hier irgendwie am Laufen halten.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 17.08.2023, 15:05 (vor 885 Tagen) @ FliZZa

*Bleibt halt die Frage, ob das die Schuld der Regierung ist, oder ob man einfach nur den beschissenen globalen Entwicklungen hinterherhechelt...*

Beides! Die von Dir zu Recht genannten Krisen fallen ja nicht vom Himmel, sondern werden von uns, den jeweiligen politischen System und deren Regierungen gemacht oder eben nicht angegangen.

In Deutschland hat man es sich nach dem Wirtschaftswachstum halt sehr bequem gemacht und dachte das geht immer so weiter, geht es halt nicht wenn man nicht vernünftig steuert und frühzeitig eingreift, lenkt.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

CD7, Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 10:08 (vor 886 Tagen) @ FliZZa

bei manchen Leuten habe ich auch den Eindruck, der Staat sei fürs Buffet verantwortlich.
Letztendlich gibt er doch nur die Rahmenbedingungen, jeder muss dann möglichst selber schauen, wo er im Leben bleibt.

Das ist zumindest so mein Eindruck von solchen verschissenen Nazis. Eine richtige Heulsuseneinstellung ist das. (Die da oben, Marionetten, Verschwörung,...)

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

Davja89, Donnerstag, 17.08.2023, 10:56 (vor 886 Tagen) @ CD7

Ich glaube beides ist wahr.

Natürlich haben wir in diesem Staat den Menschen eine gewisse Volkasko Mentalität antrainiert. Da würde ich mitgehen. Bei jedem kleinen Problem ist der Staat oder die Politik schuld. Auch eine Einstellung die ich extrem Kindisch finde.
Zur Wahrheit gehört aber auch das dieses relativ unabhänig ist vom politischen Parteibuch. Auch bei den Linken soll bitte der Staat alles für einen regeln. Der Sozialstaat soll bitte immer noch fetter werden.

Da wird gerne gegenseitig mit dem Finger aufeinander gezeigt. Die Linken zeigen dann gerne auf die Mittel bis Oberschicht: "die müssen mehr Schultern", "dennen kann man das Elterngeld streichen" usw.

Bei den Konservativen will man diese Gruppen am liebsten komplett außen vor lassen und nur bei den Sozialsystem einschneiden.

Ich befürchte die Wahrheit liegt in der Mitte:

Wir werden uns keinen unbegrenzten Sozialstaat leisten können. Daher bin ich auch kein Fan von einem Bürgergeld. Zumindest nicht komplett ohne Pflichten. Wenn ich auf Kosten der Allgemeinheit lebe, muss ich gewisse Pflichten und Regeln der Gesellschaft akzeptieren. Wennnich völlig frei und ohne "Gängellung des Staats" leben will muss ich mich eben selber um mein Einkommen kümmern.

Genauso wenig können wir aber auch nicht mehr jedes Luxusbedürfnis in der Mittel bis Oberschicht abdecken können. Daher finde ich es ok wenn man irgendwo eine mal sagt: Wenn du 200.000 aufwärts verdienst im Jahr solltest du in der Lage sein 12 Monate deine Familie zu versorgen ohne Staatliche Kompensation.
Und ich finde auch Menschen aus der Mittelschicht (Familieneinkommen Netto 40.000 bis 80.000) sind durchaus in der Lage bestimmt Härten selber abzufangen.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

micha87, bei Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 10:36 (vor 886 Tagen) @ CD7

Wobei dieses Maß an Wohlstand schon sehr vorgeprägt ist durch unser Bildungssystem. Die Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs sind begrenzt, wobei mein Eindruck ist die Durchlässigkeit ist hier noch existent.

Für Menschen die auf leichte Antworten stehen ist es einfach sich dieser Denkmuster zu bedienen und andere zu beschuldigen. Wir leben allerdings auch in einem System, wo eben nicht alles möglich ist für alle. Das es uns mehrheitlich trotzdem besser geht als Menschen in anderen Ländern ist ein Fakt. Es besteht also bei manch einem die Angst die nehmen uns noch mehr von dem was wir haben.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

istar, Donnerstag, 17.08.2023, 10:33 (vor 886 Tagen) @ CD7

bei manchen Leuten habe ich auch den Eindruck, der Staat sei fürs Buffet verantwortlich.
Letztendlich gibt er doch nur die Rahmenbedingungen, jeder muss dann möglichst selber schauen, wo er im Leben bleibt.

Richtig. Der Staat wird von vielen nur noch als Dienstleister gesehen, der möglichst alles unangenehme vom Bürger weghalten soll und wenn das nicht geht, dann soll er wenigstens zahlen.
Grade das hat er in den zurückliegenden Jahren während Corona und Energiekrise/Ukraine ja auch ausgiebig getan, trotzdem steigt das Wutbürgertum.
Sich politisch zu engagieren kommt aber auch immer weniger in Frage.

Das ist zumindest so mein Eindruck von solchen verschissenen Nazis. Eine richtige Heulsuseneinstellung ist das. (Die da oben, Marionetten, Verschwörung,...)

Sich als Opfer zu stilisieren gehört doch auch zum Markenkern der AfD.
Ich hab mir zwecks politischer Bildung das Interview mit Höcke beim MDR angesehen. Es ist ein rumopfern in Dauerschleife, ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Lösungen anzubieten.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

micha87, bei Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 10:43 (vor 886 Tagen) @ istar

bei manchen Leuten habe ich auch den Eindruck, der Staat sei fürs Buffet verantwortlich.
Letztendlich gibt er doch nur die Rahmenbedingungen, jeder muss dann möglichst selber schauen, wo er im Leben bleibt.


Richtig. Der Staat wird von vielen nur noch als Dienstleister gesehen, der möglichst alles unangenehme vom Bürger weghalten soll und wenn das nicht geht, dann soll er wenigstens zahlen.
Grade das hat er in den zurückliegenden Jahren während Corona und Energiekrise/Ukraine ja auch ausgiebig getan, trotzdem steigt das Wutbürgertum.
Sich politisch zu engagieren kommt aber auch immer weniger in Frage.

Das ist zumindest so mein Eindruck von solchen verschissenen Nazis. Eine richtige Heulsuseneinstellung ist das. (Die da oben, Marionetten, Verschwörung,...)


Sich als Opfer zu stilisieren gehört doch auch zum Markenkern der AfD.
Ich hab mir zwecks politischer Bildung das Interview mit Höcke beim MDR angesehen. Es ist ein rumopfern in Dauerschleife, ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Lösungen anzubieten.

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Deshalb gibt es ja auch Stimmen lässt die mal Realpolitik machen, dann kommen die in der Realität an. Ich will aber nicht zum Spielfeld von deren Ideen werden. Die Causa Sonneberg wird zeigen wo das alles hinführt. Ich glaube zumindest nicht das deren Nato-feindliche Positionen unsere Sicherheit verbessern. Auf derlei Schwachpunkte in ihren Programm wird zu wenig eingegangen. Russland ist für uns gewiss nicht die Lösung und auch zu Ostzeiten ging es denen nur um sich selbst. Das ist verständlich, aber nichts was für uns attraktiv ist. Egal ob im Norden, Westen, Süden,. Osten des Landes. Deren Verständnis von Freiheit will ich nicht miterleben, mir haben die Auswirkungen jener Politik in den 90ern/00er-Jahren gereicht. Die Phase des Postsozialismus hat seine Spuren hinterlassen, ich glaube nicht das es im Nationalismus etwas fortschrittliches gibt was erstrebenswert ist.

Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren.

micha87, Donnerstag, 17.08.2023, 11:01 (vor 886 Tagen) @ micha87

Die AfD würde viel versuchen, aber oft scheitern.

Trump und die Republikaner sind da weiter: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-trump-projekt2025-100.html

Alles für die Machtübernahme vorbereitet. Die werden 2025 bereit sein, und innerhalb von Wochen alle wichtigen Stellen in der Bundespolitik und in Bundesbehörden neu besetzen. Da ist es sogar egal, welcher Republikaner Präsident wäre. Die haben das komplette Kochbuch und drücken dem das dann in die Hand. Ein langer Artikel im aktuellen Stern ist empfehlenswerte Lektüre und nach dem Lesen dachte ich: "Gott stehe uns bei.

Soweit ist die AfD in Deutschland überhaupt nicht, da fehlt das komplette Personal. Und unser Föderalismus würde vieles unmöglich machen. Sachen, welche von der PiS und der Fidesz nebenbei gemacht werden konnte und zwar insbesondere im Bereich Bildung.

Nach Angriff auf Flüchtlingsheim: Demo in sächsischer Kleinstadt

micha87, bei Berlin, Donnerstag, 17.08.2023, 09:18 (vor 886 Tagen) @ Garum

Für Menschen die darüber erboßt sind reicht das aus, wie man so einen Kontrollverlust verhindert ist eine Aufgabe. Kein Mensch wird als Rechtsextremer geboren, er wird es mit der Zeit, wenn kein entgegenwirken existiert.

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