RIP Rene Weller (Sonstiges)
SebWagn, HH Harvestehude, Dienstag, 22.08.2023, 23:55 (vor 880 Tagen)
René Weller ist tot: Der frühere Box-Europameister im Leichtgewicht starb im Alter von 69 Jahren in seiner Heimat Pforzheim. Das teilte seine Ehefrau der "Bild"-Zeitung mit. "Ich habe ihn gehen lassen und es war in den letzten Wochen sehr schwierig, er hat geschrien, er hatte Schmerzen", wird Maria Weller zitiert. Der frühere Boxer litt seit 2014 an Demenz, seine Ehefrau Maria pflegte ihn in den vergangenen Jahren im Haus des Ehepaars.
https://www.n-tv.de/sport/Schillernde-Box-Ikone-Rene-Weller-ist-tot-article24343561.html
Demenz
Kapitän Haddock, Mittwoch, 23.08.2023, 11:03 (vor 880 Tagen) @ SebWagn
René Weller ist tot: Der frühere Box-Europameister im Leichtgewicht starb im Alter von 69 Jahren in seiner Heimat Pforzheim. Das teilte seine Ehefrau der "Bild"-Zeitung mit. "Ich habe ihn gehen lassen und es war in den letzten Wochen sehr schwierig, er hat geschrien, er hatte Schmerzen", wird Maria Weller zitiert. Der frühere Boxer litt seit 2014 an Demenz, seine Ehefrau Maria pflegte ihn in den vergangenen Jahren im Haus des Ehepaars.
https://www.n-tv.de/sport/Schillernde-Box-Ikone-Rene-Weller-ist-tot-article24343561.html
Wenn Krebs ein Arschloch ist, was ist dann Demenz?
So lange Jahre das Martyrium dieser Scheißkrankheit durchstehen zu müssen, einfach nur grauenhaft, für alle. Mein Elternteil hat 12 Jahre "geschafft", mein anderes ist daran zu Grunde gegangen. Sollte es mich erwischen, werde ich alles unternehmen, es nicht so weit kommen zu lassen.
Demenz
thatEmJay, zurück in Berlin, Donnerstag, 24.08.2023, 11:16 (vor 879 Tagen) @ Kapitän Haddock
So lange Jahre das Martyrium dieser Scheißkrankheit durchstehen zu müssen, einfach nur grauenhaft, für alle. Mein Elternteil hat 12 Jahre "geschafft", mein anderes ist daran zu Grunde gegangen. Sollte es mich erwischen, werde ich alles unternehmen, es nicht so weit kommen zu lassen.
Zwölf Jahre sind eine unglaublich lange Zeit, und es tut mir sehr leid für dich und deiner Familie, dass ihr dies durchmachen musstet.
Mein Vater hat die Diagnose Frontotemporale Demenz seit letztem Jahr. Im letzten Winter war die Situation hier wirklich unerträglich. Bin seit einer Weile ins Haus meiner Eltern gezogen und habe hautnah miterlebt, was diese Krankheit anrichten kann. Wir haben uns alle vom Winter noch immer nicht komplett erholt.
Mittlerweile ist es ruhiger geworden. Ein Hoch auf Medikamente. Aber zu sehen, wie mein Vater, der einst so agil war, nur noch auf der Couch liegt und oftmals mit leerem Blick in die Ferne schaut, tut schon verdammt weh. Die eigene Resilienz wird täglich aufs Neue geprüft.
Wenn Krebs ein Arschloch ist, was ist dann Demenz?
Gute Frage. Vielleicht ein Arschloch mit Hirnschäden?
Demenz
Kapitän Haddock, Mittwoch, 23.08.2023, 11:28 (vor 880 Tagen) @ Kapitän Haddock
Mit 69 Jahren an den Folgen einer Demenzerkrankung zu sterben ist auch recht früh. Die Frage bleibt, in wie weit seine Boxkarriere und sein Lebensstil das Risiko für die Demenz erhöht haben.
Demenz
Gargamel09, Mittwoch, 23.08.2023, 11:09 (vor 880 Tagen) @ Kapitän Haddock
René Weller ist tot: Der frühere Box-Europameister im Leichtgewicht starb im Alter von 69 Jahren in seiner Heimat Pforzheim. Das teilte seine Ehefrau der "Bild"-Zeitung mit. "Ich habe ihn gehen lassen und es war in den letzten Wochen sehr schwierig, er hat geschrien, er hatte Schmerzen", wird Maria Weller zitiert. Der frühere Boxer litt seit 2014 an Demenz, seine Ehefrau Maria pflegte ihn in den vergangenen Jahren im Haus des Ehepaars.
https://www.n-tv.de/sport/Schillernde-Box-Ikone-Rene-Weller-ist-tot-article24343561.html
Wenn Krebs ein Arschloch ist, was ist dann Demenz?So lange Jahre das Martyrium dieser Scheißkrankheit durchstehen zu müssen, einfach nur grauenhaft, für alle. Mein Elternteil hat 12 Jahre "geschafft", mein anderes ist daran zu Grunde gegangen. Sollte es mich erwischen, werde ich alles unternehmen, es nicht so weit kommen zu lassen.
Das möchte man seinen Mitmenschen auch nicht antun, der Vater meines Freundes sagte, wenn das mit ihm passiert, ich hoffe, sein Sohn erschlägt ihn vorher. Drastisch ausgedrückt, aber dahinzusiechen, der Familie eine Last zu sein, da such ich mir vorher auch irgendwas, um dem vorzubeugen. Meine Oma hat es zwar erst mit Mitte 80 erwischt, aber das war überhaupt nicht lustig zum Schluss, eine stolze Frau, so zu sehen, dann ins Altersheim - da gehe ich garantiert nicht hin, solange ich es verhindern kann.
Demenz
Schaumkrone, Celle, Mittwoch, 23.08.2023, 11:34 (vor 880 Tagen) @ Gargamel09
dann ins Altersheim - da gehe ich garantiert nicht hin, solange ich es verhindern kann.
Das lässt sich nicht so einfach umsetzen. Der Prozess kommt ja oft schleichend. Gerade bei Demenz.
Meine Oma war mit Mitte 80 topfit (und hat bis dahin in ihrem eignen Haushalt gelebt und den gemeistert)- bis sie plötzlich während eines Wanderurlabes einen Schlaganfall erlitt. Sie lag dann im KH und hatte die "üblichen" Probleme...Sprachfindungsstörungen, Arm gelähmt usw.
Sie wusste auch, dass sie nicht mehr in ihr Haus zurückkehren würde und versuchte im KH aus dem Fenster zu springen...riss sich von den Apparaten ab usw.
DAS war für uns Angehörige auch nicht gerade leicht. Soll man einen Menschen dann bestärken??
"Yo versuchs nochmal!?"
Sie lebte dann 1-2 Jahre bei uns bis der Gesundheitszustand deutlich schlechter wurde.
Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wieder ins KH- dort wurde ihr der halbe Unterlaib rausoperiert.
Keine Aussicht jemals wieder "normal" leben zu können. Wieder Versuche der Selbsttötung... Wieder gescheitert. Sie stellte dann die Nahrungsaufnahme ein und verstarb im KH.
Ein Nachbar hat sich eher entscheiden... seine Kinder hatten einen Platz in einem Heim für betreutes Wohnen schon organisiert. Er war an sich fit (Mitte 70). Am Tag des Umzuges hat er sich mit einem Jagdgewehr in den Kopf geschossen. Nur wer bringt sowas zu stande wenn man geistig und körperlich voll im Leben steht??
Demenz
Gargamel09, Mittwoch, 23.08.2023, 11:45 (vor 880 Tagen) @ Schaumkrone
dann ins Altersheim - da gehe ich garantiert nicht hin, solange ich es verhindern kann.
Das lässt sich nicht so einfach umsetzen. Der Prozess kommt ja oft schleichend. Gerade bei Demenz.
Meine Oma war mit Mitte 80 topfit (und hat bis dahin in ihrem eignen Haushalt gelebt und den gemeistert)- bis sie plötzlich während eines Wanderurlabes einen Schlaganfall erlitt. Sie lag dann im KH und hatte die "üblichen" Probleme...Sprachfindungsstörungen, Arm gelähmt usw.
Sie wusste auch, dass sie nicht mehr in ihr Haus zurückkehren würde und versuchte im KH aus dem Fenster zu springen...riss sich von den Apparaten ab usw.
DAS war für uns Angehörige auch nicht gerade leicht. Soll man einen Menschen dann bestärken??
"Yo versuchs nochmal!?"
Sie lebte dann 1-2 Jahre bei uns bis der Gesundheitszustand deutlich schlechter wurde.
Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wieder ins KH- dort wurde ihr der halbe Unterlaib rausoperiert.
Keine Aussicht jemals wieder "normal" leben zu können. Wieder Versuche der Selbsttötung... Wieder gescheitert. Sie stellte dann die Nahrungsaufnahme ein und verstarb im KH.
Ein Nachbar hat sich eher entscheiden... seine Kinder hatten einen Platz in einem Heim für betreutes Wohnen schon organisiert. Er war an sich fit (Mitte 70). Am Tag des Umzuges hat er sich mit einem Jagdgewehr in den Kopf geschossen. Nur wer bringt sowas zu stande wenn man geistig und körperlich voll im Leben steht??
Du kannst das ja nur zustande bringen, wenn du noch geistig und körperlich fit bist, ansonsten bist du deinem Schicksal erlegen und kannst dich nicht mehr dagegen wehren. Wenn du die Diagnose früh genug gestellt bekommst, kannst du ja auch andere Wege beschreiten, als das Gewehr dazu zu benutzen. In Deutschland eher nicht, aber im Ausland. Oder eben andere Mittel anwenden, die "sanfter" sind.
Das klingt aus der jetzigen Perspektive total absurd, wenn man aber erst in der Situation ist und weiß, dass es keinen Ausweg mehr gibt, welches Ende da auf einen wartet, dann stellt sich das nun mal anders dar.
Demenz
Unterhändler, Mittwoch, 23.08.2023, 12:40 (vor 879 Tagen) @ Gargamel09
Um das Schlimmste zunächst zu verhindern, gibt es eine Reihe an Tests, die man unbedingt frühzeitig durchführen sollte:
https://www.pflege.de/krankheiten/demenz/test/
Dann gibt es Methoden ohne Medikamente um den "Verfall" bzw. die schwindende Gehirnleistung zu verlangsamen, u.a. ist Tanzen ein wohl sehr hilfreiches Mittel.
https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/behandlung/
Die Forschung ist da auf einem guten Weg, das wichtigste ist halt die Früherkennung. Leider sträuben sich zumindest in meinem Umfeld doch einige, sich diesen Tests zu unterziehen um das Schlimmste zumindest raus zu zögern mit der Bemerkung, "meinst du ich hab nicht sie nicht mehr alle" / "ich will doch nicht in Klapse" / "das sind normale Vergesslichkeiten" etc.
Nun kann ich das nicht beurteilen, ob das tatsächlich normale Alterserscheinungen sind (kann sehr gut sein), aber zur Sicherheit ein paar Tests zu machen, da scheut sich jeder vor mit den o.g. Begründungen. Das kann ich absolut nicht verstehen, bei körperlichen Beschwerden oder gar Krebs geht jeder sofort zum Arzt, bei der "Birne" nicht.
Und den letzten Schritt zu gehen, bevor der Scheiß wirklich schlimm wird, kann ich absolut nachvollziehen und würde es (denke ich) auch tun, aber dann nicht unbedingt mit der Wumme a la Gunter Sachs.
Schlimme Sache jedenfalls.
Demenz
Gargamel09, Mittwoch, 23.08.2023, 13:04 (vor 879 Tagen) @ Unterhändler
Um das Schlimmste zunächst zu verhindern, gibt es eine Reihe an Tests, die man unbedingt frühzeitig durchführen sollte:
https://www.pflege.de/krankheiten/demenz/test/
Dann gibt es Methoden ohne Medikamente um den "Verfall" bzw. die schwindende Gehirnleistung zu verlangsamen, u.a. ist Tanzen ein wohl sehr hilfreiches Mittel.
https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/behandlung/
Die Forschung ist da auf einem guten Weg, das wichtigste ist halt die Früherkennung. Leider sträuben sich zumindest in meinem Umfeld doch einige, sich diesen Tests zu unterziehen um das Schlimmste zumindest raus zu zögern mit der Bemerkung, "meinst du ich hab nicht sie nicht mehr alle" / "ich will doch nicht in Klapse" / "das sind normale Vergesslichkeiten" etc.
Nun kann ich das nicht beurteilen, ob das tatsächlich normale Alterserscheinungen sind (kann sehr gut sein), aber zur Sicherheit ein paar Tests zu machen, da scheut sich jeder vor mit den o.g. Begründungen. Das kann ich absolut nicht verstehen, bei körperlichen Beschwerden oder gar Krebs geht jeder sofort zum Arzt, bei der "Birne" nicht.
Und den letzten Schritt zu gehen, bevor der Scheiß wirklich schlimm wird, kann ich absolut nachvollziehen und würde es (denke ich) auch tun, aber dann nicht unbedingt mit der Wumme a la Gunter Sachs.
Schlimme Sache jedenfalls.
Ich weiß nicht ob es was bringt, weiß man ja nie, bin aber schon vor Längerem dazu übergegangen, im Intervall zu fasten. 16:8 - 16 Stunden nichts Essen, in 8 Stunden 2 Mahlzeiten. Geht auch noch anders, aber für mich die bessere Methode.
Es hat viele, eigentlich nur positive Effekte, soll u.a. auch vor Demenz, Alzheimer und Parkinson schützen.
Wer den Willen hat und auch mal etwas hungern kann, besonders abends, echt zu empfehlen, irgendwann geht das in den Tagesablauf über und auch der Hunger kommt abends nicht mehr so zum tragen.
Zur Vorbeugung, kostet nichts, man spart dadurch sogar noch Zeit und Geld, weil eine Mahlzeit wegfällt, nimmt nebenbei noch etwas ab (war aber nicht mein Anliegen).
Demenz
Leipniz, Dortmund, Mittwoch, 23.08.2023, 13:44 (vor 879 Tagen) @ Gargamel09
Prinzipiell stimme ich Dir zu, dass Intervallfasten eine gute Sache ist.
Aber bitte nicht "Zentrum der Gesundheit" verbreiten.
https://www.quarks.de/podcast/science-cops-der-fall-zentrum-der-gesundheit/
Demenz
Unterhändler, Mittwoch, 23.08.2023, 13:26 (vor 879 Tagen) @ Gargamel09
Ich weiß nicht ob es was bringt, weiß man ja nie, bin aber schon vor Längerem dazu übergegangen, im Intervall zu fasten. 16:8 - 16 Stunden nichts Essen, in 8 Stunden 2 Mahlzeiten. Geht auch noch anders, aber für mich die bessere Methode.
Es hat viele, eigentlich nur positive Effekte, soll u.a. auch vor Demenz, Alzheimer und Parkinson schützen.
Wer den Willen hat und auch mal etwas hungern kann, besonders abends, echt zu empfehlen, irgendwann geht das in den Tagesablauf über und auch der Hunger kommt abends nicht mehr so zum tragen.Zur Vorbeugung, kostet nichts, man spart dadurch sogar noch Zeit und Geld, weil eine Mahlzeit wegfällt, nimmt nebenbei noch etwas ab (war aber nicht mein Anliegen).
Das ist interessant, das mache seit rund 5 Jahren, aber eher aus Gründen der Darmgesundheit und des Stoffwechsels, der Organ-Regeneration sowie des Immunsystems. Dass das auch gegen Demenz vorbeugt, erfreut mich gerade. Nach kurzer Zeit merkt man den Hunger vormittags nicht mehr, dafür esse ich ca. ab 12 bis 20 Uhr alles was ich will, außer Zucker (den meide ich generell), allerdings gibts je nach Tagesablauf auch Ausnahmen.
Zudem kann ich jedem empfehlen, am besten täglich 2-3 Tassen Tee mit geschnittenem Ingwer- und Curcuma-Wurzeln (Bio mit Schale) und unbedingt mit Cayennepfeffer (am besten selbst gemahlen) und gepresste Zitrone zu trinken. Die Geschmäcker sind verschieden, ich nehme schwarzen Tee dabei, am geeignetsten wäre sicherlich grüner Tee (oder sogar Matcha). Nach rund 2-3 Wochen merkt man tatsächlich ein sichtlich besseres Wohlbefinden.
In den Sommermonaten reißt das allerdings bei mir etwas ein, was an sich nicht logisch ist. :-)
Der Thread nimmt einen interessanten Verlauf, RIP Rene Weller.