Heute vor 80 Jahren (Sonstiges)
Ja, leider hat das Attentat und der Umsturz seinerzeit nicht geklappt. Millionen Menschenleben hatten gerettet werden können.
Die Bilder von Ulrich Graf von Schwerin im Volksgerichtshof vor Blut-Freisler sind einprägsam und für mich unvergessen. Nie wieder
Freisler konnte nicht mehr vor Gericht gestellt werden. Er wurde bei einem Bombenangriff in einem Bombenschutzkeller von einem Balken erschlagen.
Aber auch das gehört zur deutschen Geschichte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Freisler#Witwenrente
"1985 wurde bekannt, dass die monatliche Witwenrente der Kriegsopferversorgung von Marion Freisler im Jahr 1974 um 400 DM durch Zuerkennung eines Berufsschadensausgleichs erhöht worden war. Diese Ausgleichszahlung wurde damit begründet, dass im Falle Freisler unterstellt werden müsse, dass er, wenn er den Krieg überlebt hätte, als Rechtsanwalt oder Beamter des höheren Dienstes ein höheres Einkommen erzielt hätte. Nach Angabe des zuständigen Staatsministeriums habe der Bescheid auf „unselbständige Tätigkeiten in der privaten Wirtschaft bei abgeschlossenem Hochschulstudium“ abgestellt. Der Chef des Versorgungsamtes München I, Ernst Nay, versuchte den Bescheid anzufechten, scheiterte aber innerhalb der Beamtenhierarchie. Öffentlich bekannt wurde der Fall erst, als am 29. Januar 1985 der SPD-Parlamentarier Günther Wirth eine schriftliche Anfrage an die bayerische Staatsregierung stellte. Dazu legte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales dar, dass der Bewilligungsbescheid von 1974 rechtswidrig war, weil Freislers Tod beim Bombenangriff für die wirtschaftliche Lage der Witwe nicht ursächlich gewesen sein könne, was ein Schadensausgleich aber voraussetze. Denn Roland Freisler wäre nach dem Krieg zum Tode oder zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden und hätte deshalb die unterstellte Tätigkeit mit Hochschulabschluss in der privaten Wirtschaft gar nicht ausüben können. Gemäß § 48 Abs. 3 des Sozialgesetzbuchs – Zehntes Buch konnten aber nur weitere Erhöhungen der gesamten Versorgungsbezüge versagt werden. Trotz des erheblichen öffentlichen Aufsehens über diese Entscheidungen blieb es daher bei der Rentenzahlung für Freislers Witwe.
Erst 1997 – in Marion Russeggers Sterbejahr – wurde durch Einfügung des § 1a in das Bundesversorgungsgesetz für Kriegsgeschädigte, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder der Rechtsstaatlichkeit verstoßen hatten, sowie für deren Hinterbliebene eine Versorgung ausgeschlossen. Auch Altfälle waren von dieser Novellierung betroffen. Bei diesen Fällen entfiel der Anspruch auf Versorgung mit Wirkung für die Zukunft bei einer besonderen Schwere der Taten."
Antworten auf diesen Eintrag:
- Heute vor 80 Jahren -
Ulrich,
20.07.2024, 21:29
- Heute vor 80 Jahren -
Dana White,
20.07.2024, 21:44
- Heute vor 80 Jahren - micha87, 20.07.2024, 22:33
- Heute vor 80 Jahren -
Dana White,
20.07.2024, 21:44
gesamter Thread:
- Heute vor 80 Jahren -
MarcBVB,
20.07.2024, 20:45
- Gut, dass das Attentat auf Hitler misslang -
Gigant,
21.07.2024, 00:11
- Gut, dass das Attentat auf Hitler misslang - DieRoteKarteZahlIch, 21.07.2024, 01:38
- Heute vor 80 Jahren -
donotrobme,
20.07.2024, 23:25
- Heute vor 80 Jahren - simie, 20.07.2024, 23:49
- Heute vor 80 Jahren -
Thor,
20.07.2024, 21:18
- Heute vor 80 Jahren -
Ulrich,
20.07.2024, 21:29
- Heute vor 80 Jahren -
Dana White,
20.07.2024, 21:44
- Heute vor 80 Jahren - micha87, 20.07.2024, 22:33
- Heute vor 80 Jahren -
Dana White,
20.07.2024, 21:44
- Heute vor 80 Jahren -
Ulrich,
20.07.2024, 21:29
- Gut, dass das Attentat auf Hitler misslang -
Gigant,
21.07.2024, 00:11