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Lasst uns reden... über den ÖRR (Sonstiges)

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 24.07.2024, 12:03 (vor 546 Tagen)

Liebe Mitforisten,

vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi.

Aber lasst uns bitte über den ÖRR reden. Über die Frage, was er uns wert ist. Darüber, was Teil des Programms sein soll und was nicht.

Der Anlass ist für mich tatsächlich ein ganzes "Motivbündel".

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

2) Funk

Hängt ein bisschen mit 1) zusammen, ist mir aber wirklich wichtig. Ich kann verstehen, dass man ein jüngeres Publikum ansprechen möchte und muss, aber mir fehlt hier komplett die Ausgewogenheit.

3) Auswahl Experten/Interviewpartner

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder CNN geschaut. Da ist mir aufgefallen, dass in der Bauchbinde die Parteizugehörigkeit oder aber auch nur die vormalige Beschäftigung offen gelegt wird. Das würde ich mir auch für den ÖRR wünschen.

4) Kostenstruktur

Vorab, ich bin ein großer Fan des ÖRR. Aber meines Erachtens muss man da ans Eingemachte. Und das kann nur bedeuten, dass man teure Sportrechte und Unterhaltungsshows nicht mehr verlängert. Man wird es sich schlicht nicht mehr leisten können, weil die Sendeanstalten in den letzten Jahrzehnten eher Versorgungswerke mit Sendeabteilung waren.

Ich halte eine deutlich schlankere Struktur, die sich insbesondere auf die Bildungsaufgaben konzentriert, für wünschenswert. Weder muss die Bundesliga im ÖRR laufen, noch Helene, Flori oder Giovanni Zarella.

Es ist geradezu absurd, dass Sonntags bei Sport im Dritten 30 Minuten Bundesliga gezeigt werden, andere Sportarten indes überhaupt nicht.

Die wunderbaren Dokus von Hajo Seppelt zum Doping versacken irgendwo im Nachtprogramm, dafür kommt die xte Verfilmung von Rosamunde Pilcher, das Volksfest der Volksmusik aus der Erich Honecker Halle aus Halle, etc
pp.

Und es ist für mich schlechterdings nicht nachvollziehbar, warum Tom Buhrow oder Kai Gniffke solche Gehälter beziehen dürfen. Für was? Glaubt jemand ernsthaft, die würden sonst von RTL abgeworben?

Unsere Kontinente (Arte Doku)

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 21:18 (vor 544 Tagen) @ MarcBVB

Europa:


arte.tv/de/videos/091174-002-A/unsere-kontinente/


Ja, ja ich mache vielleicht etwas viel Getrommel für diesen Sender, aber er ist es einfach Wert.

Interessant was manüber Norwegen erfährt:

- Wer sich kein Eigenheim leisten kann, wird vom Staat unterstützt.

- 6% des BIP werden in Bildung investiert

- In den Parlamenten sind ungefährt zur Hälfte Frauen und Männer vertreten.

Letzteres hat übrigen seinen Ursprung angeblich aus der Wikingerzeit, wo Frauen und Männer gleichermaßen wichtig waren. Also etwas, was in diesen Ländern kulturell gewachsen ist. Finde ich erstaunlich und gut.

- In den skandinavischen Ländern werden die meisten Bücher pro Jahr gelesen.


Ne keine Jammerei, aber die sind uns kulturell und fortschrittlich weit vorraus.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

Talentförderer, Dortmund, Freitag, 26.07.2024, 08:47 (vor 544 Tagen) @ Foreveralone

Vor allem jammern die Leute dort nicht ständig und klagen gegen alles und jeden was ihnen nicht passt.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 26.07.2024, 13:32 (vor 544 Tagen) @ Talentförderer

Vor allem jammern die Leute dort nicht ständig und klagen gegen alles und jeden was ihnen nicht passt.

Gilt das wohl auch für Fans und Trainerentscheidungen? :-)

Unsere Kontinente (Arte Doku)

Foreveralone, Dortmund, Freitag, 26.07.2024, 13:30 (vor 544 Tagen) @ Talentförderer

Vor allem jammern die Leute dort nicht ständig und klagen gegen alles und jeden was ihnen nicht passt.

Und sind vor allem wesentlich besser gelaunt und ranzen und jammern nicht jeden Tag 24 hours im Forum über die anderen.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

Gigant, Freitag, 26.07.2024, 14:40 (vor 544 Tagen) @ Foreveralone
bearbeitet von Gigant, Freitag, 26.07.2024, 14:43

Vor allem jammern die Leute dort nicht ständig und klagen gegen alles und jeden was ihnen nicht passt.


Und sind vor allem wesentlich besser gelaunt und ranzen und jammern nicht jeden Tag 24 hours im Forum über die anderen.

Oder verharmlosen die AfD, Trump, PiS oder Kinder, die Hakenkreuze basteln und ausländerfeindliche Parolen grölen und das in einem Bundesland, in dem 30 % der Wahlberechtigten Faschos wählen.

Hier kommt in meinen Augen auch der ÖRR ins Spiel. Gerade die ostdeutschen Ableger sollten vermehrt politische Aufklärung betreiben und eine Art von Entnazifizierung durchführen. Dem ein oder anderen hier würde das sicherlich auch guttun, wenn er noch einmal über die Machtergreifung der Nazis informiert werden würde.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

brummbaer, Donnerstag, 25.07.2024, 21:52 (vor 544 Tagen) @ Foreveralone

Europa:


arte.tv/de/videos/091174-002-A/unsere-kontinente/


Ja, ja ich mache vielleicht etwas viel Getrommel für diesen Sender, aber er ist es einfach Wert.

Interessant was manüber Norwegen erfährt:

- Wer sich kein Eigenheim leisten kann, wird vom Staat unterstützt.

- 6% des BIP werden in Bildung investiert


- In den Parlamenten sind ungefährt zur Hälfte Frauen und Männer vertreten.

Letzteres hat übrigen seinen Ursprung angeblich aus der Wikingerzeit, wo Frauen und Männer gleichermaßen wichtig waren. Also etwas, was in diesen Ländern kulturell gewachsen ist. Finde ich erstaunlich und gut.

- In den skandinavischen Ländern werden die meisten Bücher pro Jahr gelesen.


Ne keine Jammerei, aber die sind uns kulturell und fortschrittlich weit vorraus.


Soll den mitunter vorhandenen Mangel diesbezüglich bei uns nicht entschuldigen, aber das Öl (und Gas sowie weitere Bodenschätze) helfen natürlich schon enorm dabei.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 22:28 (vor 544 Tagen) @ brummbaer

Europa:


arte.tv/de/videos/091174-002-A/unsere-kontinente/


Ja, ja ich mache vielleicht etwas viel Getrommel für diesen Sender, aber er ist es einfach Wert.

Interessant was manüber Norwegen erfährt:

- Wer sich kein Eigenheim leisten kann, wird vom Staat unterstützt.

- 6% des BIP werden in Bildung investiert


- In den Parlamenten sind ungefährt zur Hälfte Frauen und Männer vertreten.

Letzteres hat übrigen seinen Ursprung angeblich aus der Wikingerzeit, wo Frauen und Männer gleichermaßen wichtig waren. Also etwas, was in diesen Ländern kulturell gewachsen ist. Finde ich erstaunlich und gut.

- In den skandinavischen Ländern werden die meisten Bücher pro Jahr gelesen.


Ne keine Jammerei, aber die sind uns kulturell und fortschrittlich weit vorraus.

Soll den mitunter vorhandenen Mangel diesbezüglich bei uns nicht entschuldigen, aber das Öl (und Gas sowie weitere Bodenschätze) helfen natürlich schon enorm dabei.

Deutschland war mal eine Zeit lang Exportweltmeister und ne gewachsene Wirtschaftsmacht und ist es im Grunde mehr oder weniger immer noch. An den Einnahmen kann es hier nicht scheitern.

Bodenschätze haben anderer Länder im übrigen auch. Wir müssen nicht immer eine Ausrede für eigene Verfehlungen finden.
Nein, es ist einfach deren Philsophie aka regieren mit gesundem Menschenverstand, unabhänhig von Konservativen oder Liberalen dort.

Ja, auch ich weiß, dass man diverse Länder nicht 1:1 vergleichen kann, aber die Ansätze und Prinzipien halte ich für die Richtigen.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

simie, Krefeld, Donnerstag, 25.07.2024, 22:39 (vor 544 Tagen) @ Foreveralone

In Norwegen ist aber tatsächlich das Öl entscheidend. Noch in den 60er Jahren war Norwegen ein im europäischen Vergleich ziemlich armes Land. Und auch kulturell und gesellschaftlich doch ziemlich abgehängtes Land, mit enorm vielen Problemen. Beispielsweise musste die Rationierung von gewissen Lebensmitteln und Gütern bis weit in die 50er Jahre aufrechterhalten werden.
Die gesamte Situation änderte sich dann als 69 in der Nordsee Öl entdeckt wurde und im Laufe der 70er dann zunehmend die Einnahmen aus der Ölförderung stiegen. Damit wurde Norwegen in die Lage versetzt, sich zum heutigen modernen Staat umzubauen. Natürlich wurde seitdem vieles richtig gemacht. Aber ohne das Öl würde Norwegen heute deutlich anders aussehen.

Unsere Kontinente (Arte Doku)

TeePee, NRW, Freitag, 26.07.2024, 16:47 (vor 543 Tagen) @ simie

Natürlich wurde seitdem vieles richtig gemacht. Aber ohne das Öl würde Norwegen heute deutlich anders aussehen.

Vieles davon klingt aber von der Chronologie her der deutschen jetzt nicht so furchtbar unähnlich ;)

Unsere Kontinente (Arte Doku)

simie, Krefeld, Samstag, 27.07.2024, 23:10 (vor 542 Tagen) @ TeePee

Finde ich eigentlich überhaupt nicht.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Gigant, Donnerstag, 25.07.2024, 14:54 (vor 544 Tagen) @ MarcBVB

Liebe Mitforisten,

vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi.

Aber lasst uns bitte über den ÖRR reden. Über die Frage, was er uns wert ist. Darüber, was Teil des Programms sein soll und was nicht.

Der Anlass ist für mich tatsächlich ein ganzes "Motivbündel".

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

2) Funk

Hängt ein bisschen mit 1) zusammen, ist mir aber wirklich wichtig. Ich kann verstehen, dass man ein jüngeres Publikum ansprechen möchte und muss, aber mir fehlt hier komplett die Ausgewogenheit.

3) Auswahl Experten/Interviewpartner

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder CNN geschaut. Da ist mir aufgefallen, dass in der Bauchbinde die Parteizugehörigkeit oder aber auch nur die vormalige Beschäftigung offen gelegt wird. Das würde ich mir auch für den ÖRR wünschen.

4) Kostenstruktur

Vorab, ich bin ein großer Fan des ÖRR. Aber meines Erachtens muss man da ans Eingemachte. Und das kann nur bedeuten, dass man teure Sportrechte und Unterhaltungsshows nicht mehr verlängert. Man wird es sich schlicht nicht mehr leisten können, weil die Sendeanstalten in den letzten Jahrzehnten eher Versorgungswerke mit Sendeabteilung waren.

Ich halte eine deutlich schlankere Struktur, die sich insbesondere auf die Bildungsaufgaben konzentriert, für wünschenswert. Weder muss die Bundesliga im ÖRR laufen, noch Helene, Flori oder Giovanni Zarella.

Es ist geradezu absurd, dass Sonntags bei Sport im Dritten 30 Minuten Bundesliga gezeigt werden, andere Sportarten indes überhaupt nicht.

Die wunderbaren Dokus von Hajo Seppelt zum Doping versacken irgendwo im Nachtprogramm, dafür kommt die xte Verfilmung von Rosamunde Pilcher, das Volksfest der Volksmusik aus der Erich Honecker Halle aus Halle, etc
pp.

Und es ist für mich schlechterdings nicht nachvollziehbar, warum Tom Buhrow oder Kai Gniffke solche Gehälter beziehen dürfen. Für was? Glaubt jemand ernsthaft, die würden sonst von RTL abgeworben?

Der ÖRR kann verschlankt werden, aber die politische Ausrichtung muss erhalten bleiben. Sie ist eines der Bollwerke gegen den Rechtsextremismus. Konservative taugen dazu nicht, stehen sie den Rechten thematisch doch meist sehr nah. Anderer Fall: Man stelle sich vor, der ÖRR müsste Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten, siehe diverse FDP-Leute. Nein, wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR, der sich den Problemen unserer Zeit widmet.

Lasst uns reden... über den ÖRR

GLEFOS, Bergkamen, Sonntag, 28.07.2024, 13:12 (vor 542 Tagen) @ Gigant

"Der ÖRR kann verschlankt werden, aber die politische Ausrichtung muss erhalten bleiben. Sie ist eines der Bollwerke gegen den Rechtsextremismus. Konservative taugen dazu nicht, stehen sie den Rechten thematisch doch meist sehr nah. Anderer Fall: Man stelle sich vor, der ÖRR müsste Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten, siehe diverse FDP-Leute. Nein, wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR, der sich den Problemen unserer Zeit widmet."

Also ganz demokratisch nur eine linke politische Ausrichtung erlauben. Tut mir Leid, davon halte ich überhaupt nichts.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Gigant, Montag, 29.07.2024, 15:51 (vor 540 Tagen) @ GLEFOS

"Der ÖRR kann verschlankt werden, aber die politische Ausrichtung muss erhalten bleiben. Sie ist eines der Bollwerke gegen den Rechtsextremismus. Konservative taugen dazu nicht, stehen sie den Rechten thematisch doch meist sehr nah. Anderer Fall: Man stelle sich vor, der ÖRR müsste Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten, siehe diverse FDP-Leute. Nein, wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR, der sich den Problemen unserer Zeit widmet."

Also ganz demokratisch nur eine linke politische Ausrichtung erlauben. Tut mir Leid, davon halte ich überhaupt nichts.

Wieso? Weshalb sollten dort auch rechte Inhalte berücksichtigt werden? Gerade diese befeuern doch AfD & Co.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Lordran, Donnerstag, 25.07.2024, 15:52 (vor 544 Tagen) @ Gigant

Liebe Mitforisten,

vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi.

Aber lasst uns bitte über den ÖRR reden. Über die Frage, was er uns wert ist. Darüber, was Teil des Programms sein soll und was nicht.

Der Anlass ist für mich tatsächlich ein ganzes "Motivbündel".

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

2) Funk

Hängt ein bisschen mit 1) zusammen, ist mir aber wirklich wichtig. Ich kann verstehen, dass man ein jüngeres Publikum ansprechen möchte und muss, aber mir fehlt hier komplett die Ausgewogenheit.

3) Auswahl Experten/Interviewpartner

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder CNN geschaut. Da ist mir aufgefallen, dass in der Bauchbinde die Parteizugehörigkeit oder aber auch nur die vormalige Beschäftigung offen gelegt wird. Das würde ich mir auch für den ÖRR wünschen.

4) Kostenstruktur

Vorab, ich bin ein großer Fan des ÖRR. Aber meines Erachtens muss man da ans Eingemachte. Und das kann nur bedeuten, dass man teure Sportrechte und Unterhaltungsshows nicht mehr verlängert. Man wird es sich schlicht nicht mehr leisten können, weil die Sendeanstalten in den letzten Jahrzehnten eher Versorgungswerke mit Sendeabteilung waren.

Ich halte eine deutlich schlankere Struktur, die sich insbesondere auf die Bildungsaufgaben konzentriert, für wünschenswert. Weder muss die Bundesliga im ÖRR laufen, noch Helene, Flori oder Giovanni Zarella.

Es ist geradezu absurd, dass Sonntags bei Sport im Dritten 30 Minuten Bundesliga gezeigt werden, andere Sportarten indes überhaupt nicht.

Die wunderbaren Dokus von Hajo Seppelt zum Doping versacken irgendwo im Nachtprogramm, dafür kommt die xte Verfilmung von Rosamunde Pilcher, das Volksfest der Volksmusik aus der Erich Honecker Halle aus Halle, etc
pp.

Und es ist für mich schlechterdings nicht nachvollziehbar, warum Tom Buhrow oder Kai Gniffke solche Gehälter beziehen dürfen. Für was? Glaubt jemand ernsthaft, die würden sonst von RTL abgeworben?


Der ÖRR kann verschlankt werden, aber die politische Ausrichtung muss erhalten bleiben. Sie ist eines der Bollwerke gegen den Rechtsextremismus. Konservative taugen dazu nicht, stehen sie den Rechten thematisch doch meist sehr nah. Anderer Fall: Man stelle sich vor, der ÖRR müsste Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten, siehe diverse FDP-Leute. Nein, wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR, der sich den Problemen unserer Zeit widmet.

Also bitte nur den „richtigen“ Stimmen eine Plattform geben, wie in einer „echten“ Demokratie eben.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Talentförderer, Dortmund, Freitag, 26.07.2024, 08:48 (vor 544 Tagen) @ Lordran

Genaugenommen sollte man nur Leuten eine Plattform bieten die nicht Lügen und absichtlich Hetze und Fake News verbreiten.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 15:18 (vor 544 Tagen) @ Gigant

Liebe Mitforisten,

vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi.

Aber lasst uns bitte über den ÖRR reden. Über die Frage, was er uns wert ist. Darüber, was Teil des Programms sein soll und was nicht.

Der Anlass ist für mich tatsächlich ein ganzes "Motivbündel".

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

2) Funk

Hängt ein bisschen mit 1) zusammen, ist mir aber wirklich wichtig. Ich kann verstehen, dass man ein jüngeres Publikum ansprechen möchte und muss, aber mir fehlt hier komplett die Ausgewogenheit.

3) Auswahl Experten/Interviewpartner

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder CNN geschaut. Da ist mir aufgefallen, dass in der Bauchbinde die Parteizugehörigkeit oder aber auch nur die vormalige Beschäftigung offen gelegt wird. Das würde ich mir auch für den ÖRR wünschen.

4) Kostenstruktur

Vorab, ich bin ein großer Fan des ÖRR. Aber meines Erachtens muss man da ans Eingemachte. Und das kann nur bedeuten, dass man teure Sportrechte und Unterhaltungsshows nicht mehr verlängert. Man wird es sich schlicht nicht mehr leisten können, weil die Sendeanstalten in den letzten Jahrzehnten eher Versorgungswerke mit Sendeabteilung waren.

Ich halte eine deutlich schlankere Struktur, die sich insbesondere auf die Bildungsaufgaben konzentriert, für wünschenswert. Weder muss die Bundesliga im ÖRR laufen, noch Helene, Flori oder Giovanni Zarella.

Es ist geradezu absurd, dass Sonntags bei Sport im Dritten 30 Minuten Bundesliga gezeigt werden, andere Sportarten indes überhaupt nicht.

Die wunderbaren Dokus von Hajo Seppelt zum Doping versacken irgendwo im Nachtprogramm, dafür kommt die xte Verfilmung von Rosamunde Pilcher, das Volksfest der Volksmusik aus der Erich Honecker Halle aus Halle, etc
pp.

Und es ist für mich schlechterdings nicht nachvollziehbar, warum Tom Buhrow oder Kai Gniffke solche Gehälter beziehen dürfen. Für was? Glaubt jemand ernsthaft, die würden sonst von RTL abgeworben?


Der ÖRR kann verschlankt werden, aber die politische Ausrichtung muss erhalten bleiben. Sie ist eines der Bollwerke gegen den Rechtsextremismus. Konservative taugen dazu nicht, stehen sie den Rechten thematisch doch meist sehr nah. Anderer Fall: Man stelle sich vor, der ÖRR müsste Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten, siehe diverse FDP-Leute. Nein, wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR, der sich den Problemen unserer Zeit widmet.

Björn Höcke oder wie der heißt wünscht sich sicher auch einen politisch einwandfreien ÖRR.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 15:30 (vor 544 Tagen) @ istar

Berd, der Mann heißt Bernd!

Lasst uns reden... über den ÖRR

Gigant, Donnerstag, 25.07.2024, 15:29 (vor 544 Tagen) @ istar

Liebe Mitforisten,

vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi.

Aber lasst uns bitte über den ÖRR reden. Über die Frage, was er uns wert ist. Darüber, was Teil des Programms sein soll und was nicht.

Der Anlass ist für mich tatsächlich ein ganzes "Motivbündel".

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

2) Funk

Hängt ein bisschen mit 1) zusammen, ist mir aber wirklich wichtig. Ich kann verstehen, dass man ein jüngeres Publikum ansprechen möchte und muss, aber mir fehlt hier komplett die Ausgewogenheit.

3) Auswahl Experten/Interviewpartner

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder CNN geschaut. Da ist mir aufgefallen, dass in der Bauchbinde die Parteizugehörigkeit oder aber auch nur die vormalige Beschäftigung offen gelegt wird. Das würde ich mir auch für den ÖRR wünschen.

4) Kostenstruktur

Vorab, ich bin ein großer Fan des ÖRR. Aber meines Erachtens muss man da ans Eingemachte. Und das kann nur bedeuten, dass man teure Sportrechte und Unterhaltungsshows nicht mehr verlängert. Man wird es sich schlicht nicht mehr leisten können, weil die Sendeanstalten in den letzten Jahrzehnten eher Versorgungswerke mit Sendeabteilung waren.

Ich halte eine deutlich schlankere Struktur, die sich insbesondere auf die Bildungsaufgaben konzentriert, für wünschenswert. Weder muss die Bundesliga im ÖRR laufen, noch Helene, Flori oder Giovanni Zarella.

Es ist geradezu absurd, dass Sonntags bei Sport im Dritten 30 Minuten Bundesliga gezeigt werden, andere Sportarten indes überhaupt nicht.

Die wunderbaren Dokus von Hajo Seppelt zum Doping versacken irgendwo im Nachtprogramm, dafür kommt die xte Verfilmung von Rosamunde Pilcher, das Volksfest der Volksmusik aus der Erich Honecker Halle aus Halle, etc
pp.

Und es ist für mich schlechterdings nicht nachvollziehbar, warum Tom Buhrow oder Kai Gniffke solche Gehälter beziehen dürfen. Für was? Glaubt jemand ernsthaft, die würden sonst von RTL abgeworben?


Der ÖRR kann verschlankt werden, aber die politische Ausrichtung muss erhalten bleiben. Sie ist eines der Bollwerke gegen den Rechtsextremismus. Konservative taugen dazu nicht, stehen sie den Rechten thematisch doch meist sehr nah. Anderer Fall: Man stelle sich vor, der ÖRR müsste Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten, siehe diverse FDP-Leute. Nein, wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR, der sich den Problemen unserer Zeit widmet.


Björn Höcke oder wie der heißt wünscht sich sicher auch einen politisch einwandfreien ÖRR.

Höcke wünscht sich sicherlich auch weiches Toilettenpapier.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Blarry, Essen, Donnerstag, 25.07.2024, 16:46 (vor 544 Tagen) @ Gigant

Sowas gibt es in der Welt des Konservativen nicht, siehe ein, zwei höher. Lauter dauerschorfer Arschlöcher.

Lasst uns reden... über den ÖRR

balisto, 44143, Donnerstag, 25.07.2024, 15:03 (vor 544 Tagen) @ Gigant

wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR

Ein echter Demokrat.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Arox, Donnerstag, 25.07.2024, 14:57 (vor 544 Tagen) @ Gigant

wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR


Alles klar, Genosse Gigant.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Gigant, Donnerstag, 25.07.2024, 15:31 (vor 544 Tagen) @ Arox

wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR

Alles klar, Genosse Gigant.

Musst du nicht irgendwo wieder Trump, die AfD, Putin, Orban und Russland verteidigen? :D

Lasst uns reden... über den ÖRR

Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 15:32 (vor 544 Tagen) @ Gigant

wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR

Alles klar, Genosse Gigant.


Musst du nicht irgendwo wieder Trump, die AfD, Putin, Orban und Russland verteidigen? :D

Mögt Ihr bitte woanders spielen? Merci.

Lasst uns reden... über den ÖRR

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 15:48 (vor 544 Tagen) @ Scherben

wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR

Alles klar, Genosse Gigant.


Musst du nicht irgendwo wieder Trump, die AfD, Putin, Orban und Russland verteidigen? :D


Mögt Ihr bitte woanders spielen? Merci.

Ich glaube tatsächlich, dass es da kein "ihr" gibt

Lasst uns reden... über den ÖRR

Abseits, Donnerstag, 25.07.2024, 18:07 (vor 544 Tagen) @ MarcBVB

wir brauchen einen starken und politisch einwandfreien ÖRR

Alles klar, Genosse Gigant.


Musst du nicht irgendwo wieder Trump, die AfD, Putin, Orban und Russland verteidigen? :D


Mögt Ihr bitte woanders spielen? Merci.


Ich glaube tatsächlich, dass es da kein "ihr" gibt

Das glaube ich auch manchmal.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Thomas, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 15:00 (vor 544 Tagen) @ Arox

Nazis raus!

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 15:32 (vor 544 Tagen) @ Thomas

Sobald der Dirigent den Taktstock hebt, fangen die anderen an zu singen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Thomas, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 15:37 (vor 544 Tagen) @ Habakuk

Irgendwann ist auch mal Schluss.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 15:40 (vor 544 Tagen) @ Thomas

Irgendwann ist auch mal Schluss.

Ja, wäre schön.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Ghombre, Donnerstag, 25.07.2024, 13:45 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Spannende Diskussion, die in etwa genauso bisher verlaufen ist wie jede bisherige in meinem Freundes- und Arbeitskreis. Je nach Parteipräferenz ist man entweder glühender Verfechter der ÖRR – auch in seiner aktuellen Verfassung – oder man ist für starke Einschnitte bis hin zum populistischen "ganz abschaffen". Die Frage scheint mir weniger eine der tatsächlichen finanziellen Belastung zu sein als vielmehr der Frage danach, ob ich mich als Individuum im Programm gesehen und repräsentiert fühle. Und da scheint die Abbildung eigener politischer Präferenzen respektive die gefühlte Übervorteilung des politischen Gegenübers mehr zu emotionalisieren als die Frage, ob mich jetzt Fußball- oder Winterspiele, Kulturradio oder Silbereisen persönlich ansprechen.

Meine Vermutung, warum dem ÖRR mehr und mehr Gegenwind entgegenschlägt: Er ist weitaus "größer" als vor einigen Jahrzehnten, also mehr Sender und kein Testbild mehr in der Nacht, sondern Programm rund um die Uhr. Dabei ist ihm meiner Wahrnehmung nach jedoch das nüchtern-neutrale und vor allem Verbindende abhanden gekommen. Der ÖRR war vielleicht mal wie eine Sendung "Wetten Dass". Da war für die Kinder, Eltern und Großeltern etwas dabei, und man konnte ohne Schmerzen gemeinsam schauen, da alle irgendwie mitgenommen wurden. Tommi Schmidt nennt das immer recht passend "Lagerfeuerfernsehen".

Dieses verbindende Element sehe ich nicht mehr. Das Programm mag vielfältiger sein, aber politisch wird ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft nicht mehr abgeholt oder empfindet es jedenfalls so. Es kann ja kein Zufall sein, dass die Umfragen unter der Parteipräferenz bei Volontären (keine Ahnung, bei welchem Sender das war) eine durchaus beträchtliche "Linkslastigkeit" ergeben und Kritik an einer vermeintlich unausgewogenen Berichterstattung primär von Wählern der Union/FDP/AfD kommt, eher selten von Wählern der Grünen/SPD. Das wird wohl daran liegen, dass deren "Geschmack" öfters getroffen wird. Das zeigt sich etwa in den Straßenumfragen, wo Mitglieder exakt dieser beiden Parteien als vermeintlich zufällige Passanten befragt werden. Anders herum scheint das eher nicht zu geschehen.

Formate wie früher Frontal existieren meines Wissens nach nicht mehr, stattdessen hat bei einigen diese merkwürdige Form des "Haltungsjournalismus" Einzug gehalten, selbst Nachrichtensendungen verkommen in Teilen zu einer Art betreutem Denken, wenn einem durch die Blume mitgegeben wird, was man von einer Nachricht halten möge. Haltung ist absolut lobenswert, aber eigene politische Überzeugungen gehören doch eher in journalistische Formate des freien Marktes (wenn die Leute es wollen, kaufen sie es – wenn nicht, dann nicht), nicht in ein über Gebühren finanziertes System. Und wenn sie doch dort auftauchen, dann sollte es halbwegs ausgeglichen sein.

An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 15:56 (vor 544 Tagen) @ Ghombre

Nur eben kurz: Frontal gibt es immer noch. Kommt Dienstags und ist eines der besten Politmagazine meiner Meinung nach.
Dann erstaunt mich schon, dass der ÖRR anscheinend woanders stark diskutiert wird. Bei uns in der Familie und auch im Freundeskreis kann ich mich an keine Diskussion zum Thema erinnern.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 16:01 (vor 544 Tagen) @ istar

Dann erstaunt mich schon, dass der ÖRR anscheinend woanders stark diskutiert wird. Bei uns in der Familie und auch im Freundeskreis kann ich mich an keine Diskussion zum Thema erinnern.

Same here übrigens.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 19:39 (vor 544 Tagen) @ Scherben

Dann erstaunt mich schon, dass der ÖRR anscheinend woanders stark diskutiert wird. Bei uns in der Familie und auch im Freundeskreis kann ich mich an keine Diskussion zum Thema erinnern.


Same here übrigens.

Teilweise wird das Thema "gemacht". Springer hat wenn ich mich richtig erinnere mindestens seit den Achtzigern gegen die Öffentlich-Rechtlichen geschossen. Später haben sich dann auch die Medien von Burda angeschlossen. Hier ging es lange auch um wirtschaftliche Interessen, Stichwort "Privatfernsehen". In der Union haben Strauß und Kohl das Thema immer wieder hoch gehalten, und das hat sich bis heute fortgesetzt. Seit einiger Zeit gibt es einen "ÖRR-Blog" mit beträchtlicher Reichweite. Vom Tonfall her auf AfD-Linie, tatsächlich steckt dahinter aber ein Lokalpolitiker der CSU.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Kurt C. Hose, Donnerstag, 25.07.2024, 18:25 (vor 544 Tagen) @ Scherben

Ebenso. Schnappe ich eigentlich nur auf, wenn irgendwo in der Kneipe mal wieder ein paar unzufriedene über links-grün versiffte Medien schwadronieren.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 19:17 (vor 544 Tagen) @ Kurt C. Hose
bearbeitet von Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 19:20

Können wir doch nix dafür wenn sich deine Sippe in der Kneipe trifft :D

Im Ernst:

Glaube auch das dieses Thema völlig überladen ist. Ich wäre für eine Reform.
Allerdings tangiert mich das nun wirklich nur ganz am Rande. Da würde es diverse Themen geben, die mir mehr auf dem Herzen liegen würden.
Trotzdem hat der Threadersteller natürlich nich unrecht das mabmn solche Themen auch mal nebenbei abfrühstücken kann.

Gemecker über den ÖRR krieg ich meistens nur zu Hören wenn es um die Taler geht. Weniger wegen dem Inhalt.
Das sind aber aber dann auch Menschen mit Eigenheim, 2+ Kinder und einem begrenzten Einkommen.
Wenn du jeden Einkauf aufgrund stundenlangen Sonderangebotsstudien planst find ich gejammer wegen 18 Euro schon ok.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 20:35 (vor 544 Tagen) @ Davja89

Wer stundenlang Sonderangebote studiert und dem 18 Euro für ÖRR zuviel ist, der sollte sich vielleicht kein Eigentum kaufen.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 21:04 (vor 544 Tagen) @ Talentförderer

Wer stundenlang Sonderangebote studiert und dem 18 Euro für ÖRR zuviel ist, der sollte sich vielleicht kein Eigentum kaufen.

Eventuell war das vor der Inflation?

Und ja, aus der Single-Blase heraus lässt sich da leicht reden. Aber selbst kinderlose checken regelmäßig Sonderangebote.

Bei Grundnahrungsmitteln die man regelmäßig isst, ist das dann auch nicht geizig, sondern clever, wenn man die dann vergünstigt auf Vorrat kauft

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 20:43 (vor 544 Tagen) @ Talentförderer

Wer stundenlang Sonderangebote studiert und dem 18 Euro für ÖRR zuviel ist, der sollte sich vielleicht kein Eigentum kaufen.

Der bekommt auch keinen Kredit. Die Banken müssen darauf aufpassen, dass der Kredit zum Gehalt passt. Und das tun sie auch, schließlich haben die auch keinen Bock auf Ausfälle. Das ist nicht so knapp kalkuliert, dass man sich hinterher kaum noch Nahrung leisten kann.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 21:54 (vor 544 Tagen) @ markus

Naja in unser Region fährst du mit einer 4 Köpfigen Familie ausserhalb teilweise besser deine Kohle in eine Immobilie zu investieren als die selbe Summe für ein Mietobjekt auszugeben.

Du kannst eben nicht zu 4te in einer 60Qm Butze ohne Balkon hocken. Wenn du dann was geeignetes mieten willst bist du teilweise beim selben was man als Kaufpreis bzw. Finanzierung hat.

Und wir reden hier nicht über 30 Jährige. Sondern Leute die vor 10 oder 15 Jahren zu sehr attraktiven Konditionen gekauft haben.
Und über Leute die eben gerne verzichten für den Traum vom Eigenheim.

Und das Familien mit Kindern beim Einkaufen auf die Preise achten müssen ist jetzt kein Phänomen der absoluten Unterschicht.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 22:15 (vor 544 Tagen) @ Davja89

Naja in unser Region fährst du mit einer 4 Köpfigen Familie ausserhalb teilweise besser deine Kohle in eine Immobilie zu investieren als die selbe Summe für ein Mietobjekt auszugeben.

Du kannst eben nicht zu 4te in einer 60Qm Butze ohne Balkon hocken. Wenn du dann was geeignetes mieten willst bist du teilweise beim selben was man als Kaufpreis bzw. Finanzierung hat.

Und wir reden hier nicht über 30 Jährige. Sondern Leute die vor 10 oder 15 Jahren zu sehr attraktiven Konditionen gekauft haben.
Und über Leute die eben gerne verzichten für den Traum vom Eigenheim.

Und das Familien mit Kindern beim Einkaufen auf die Preise achten müssen ist jetzt kein Phänomen der absoluten Unterschicht.

Aber das doch mehr aus freien Stücken, um Geld für andere schöne Dinge haben zu können (Urlaub z.B.). Weniger, weil nach Abzug der Fixkosten nur noch 200 Euro für Nahrung übrig ist und man kurz davor ist, zur Tafel gehen zu müssen. Eine Kreditrate bis 35% des Einkommens gilt für die meisten Banken als tragfähig. Das ist solide und stellt sicher, dass man daran nicht erstickt. Und mit der Zeit wird der Anteil am Einkommen immer kleiner, da die Kreditrate immer gleich bleibt, das Einkommen aber in der Regel steigt. Das ist schon vernünftig. Aber wirklich aus Zwang Sonderangebote kaufen zu müssen, das tun denke ich die wenigsten. Gehört zum Teil mit zur deutschen DNA. 2.000 Euro für einen Webergrill und gegrillt werden dann die billigen Bratwürste für weniger als 1 Euro je Stück.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 20:23 (vor 544 Tagen) @ Davja89

Können wir doch nix dafür wenn sich deine Sippe in der Kneipe trifft :D

Im Ernst:

Glaube auch das dieses Thema völlig überladen ist. Ich wäre für eine Reform.
Allerdings tangiert mich das nun wirklich nur ganz am Rande. Da würde es diverse Themen geben, die mir mehr auf dem Herzen liegen würden.
Trotzdem hat der Threadersteller natürlich nich unrecht das mabmn solche Themen auch mal nebenbei abfrühstücken kann.

Gemecker über den ÖRR krieg ich meistens nur zu Hören wenn es um die Taler geht. Weniger wegen dem Inhalt.
Das sind aber aber dann auch Menschen mit Eigenheim, 2+ Kinder und einem begrenzten Einkommen.
Wenn du jeden Einkauf aufgrund stundenlangen Sonderangebotsstudien planst find ich gejammer wegen 18 Euro schon ok.

Wer ist denn so knapp bei Kasse, dass er stundenlang Sonderangebote durchblättern muss und sich gleichzeitig ein Eigenheim leisten kann? Für letzteres benötigt man schon etwas mehr Gehalt als Mindestlohn.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 21:00 (vor 544 Tagen) @ markus

Können wir doch nix dafür wenn sich deine Sippe in der Kneipe trifft :D

Im Ernst:

Glaube auch das dieses Thema völlig überladen ist. Ich wäre für eine Reform.
Allerdings tangiert mich das nun wirklich nur ganz am Rande. Da würde es diverse Themen geben, die mir mehr auf dem Herzen liegen würden.
Trotzdem hat der Threadersteller natürlich nich unrecht das mabmn solche Themen auch mal nebenbei abfrühstücken kann.

Gemecker über den ÖRR krieg ich meistens nur zu Hören wenn es um die Taler geht. Weniger wegen dem Inhalt.
Das sind aber aber dann auch Menschen mit Eigenheim, 2+ Kinder und einem begrenzten Einkommen.
Wenn du jeden Einkauf aufgrund stundenlangen Sonderangebotsstudien planst find ich gejammer wegen 18 Euro schon ok.


Wer ist denn so knapp bei Kasse, dass er stundenlang Sonderangebote durchblättern muss und sich gleichzeitig ein Eigenheim leisten kann? Für letzteres benötigt man schon etwas mehr Gehalt als Mindestlohn.

Zechenhaus von den Eltern übernommen? Eigenheim bedeutet nicht immer nur dicker Neubau.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 21:06 (vor 544 Tagen) @ Foreveralone

Auch wer Zechenhäuser übernommen hat, musste Geld dafür haben. Die Kaufpreise waren in der Regel zwar wirklich günstig, aber der Renovierungs- und Modernisierungsbedarf enorm. Wer das mit einem schmalen Geldbeutel übernommen hat, war auch enorm blauäugig.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Abseits, Donnerstag, 25.07.2024, 14:46 (vor 544 Tagen) @ Ghombre

Nur mal so, du hast kein Zwischenfazit geschrieben, sondern deine Ansichten zum ORR.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 15:29 (vor 544 Tagen) @ Abseits

Teils/teils.

Er hat durchaus auch etwas zu den bisherigen Beiträgen geschrieben.
Viel hängt von der politischen Grundausrichtung zusammen. Auch in diesem Forum.

Es ist wahrscheinlich schon etwas dran an der Festellung die man öfters hört:

Jeder Bürger hat ein relativ stabiles Grundgerüst an Überzeugungen.
Fakten und Themen werden dann jeweils so eingeordnet das sie ins eigene Weltbild passen.
Unheimlich schwer sich davon zumindest ein wenig zu befreien.
Da läuft vieles Unterbewusst ab und man merkt es kaum.

Merkst du auch daran das sehr viele Dauerposter im Politikbereich (zu dennen ich mich ausdrücklich dazu zähle) schon ein recht geschlossenes Weltbild haben und dementsprechend hart und robust mit anderen Ansichten ins Gericht gehen.
Wenn du dich jedoch mit 0815 Bürgern unterhältst, die eventuell keine besonderes Politikintresse haben oder sich gar keiner bestimmten Richtung zugehörig fühlen dann merkt man wie vielen es schlicht komplett egal ist was der Nachbar wählt oder wie er zum ÖRR steht.

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 15:51 (vor 544 Tagen) @ Davja89

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D

Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 16:03 (vor 544 Tagen) @ Scherben

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D


Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.

Vielleicht machen sich ein paar Gutverdienende Sorgen um die weniger gut Verdienenden und wollen eine gerechtere Verteilung der Beiträge.

So zum Beispiel: Mit 50.000 brutto/Jahr zahlt man dann den vollen Beitrag. Mit nur 25.000 brutto zahlt man nur noch die Hälfte. Und wer 100.000 brutto hat, der zahlt dann das doppelte. Noch gerechter wäre ein steuerfinanzierter ÖRR. Da kommt die progressive Belastung am Einkommen voll zur Geltung. Vermutlich gäbe es dann weniger Diskussionen, weil niemandem auffallen würde, dass alle drei Monate 54 Euro vom Girokonto runtergehen.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 21:04 (vor 544 Tagen) @ markus

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D


Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.


Vielleicht machen sich ein paar Gutverdienende Sorgen um die weniger gut Verdienenden und wollen eine gerechtere Verteilung der Beiträge.

Als ob die Diskussion hier so laufen würde.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 21:09 (vor 544 Tagen) @ Scherben

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D


Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.


Vielleicht machen sich ein paar Gutverdienende Sorgen um die weniger gut Verdienenden und wollen eine gerechtere Verteilung der Beiträge.


Als ob die Diskussion hier so laufen würde.

Es war auch nur als kleiner Seitenhieb gemeint.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 25.07.2024, 17:19 (vor 544 Tagen) @ markus

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D


Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.


Vielleicht machen sich ein paar Gutverdienende Sorgen um die weniger gut Verdienenden und wollen eine gerechtere Verteilung der Beiträge.

Der war gut, oder wie es neudeutsch heißt "made my Day"...

durchaus erwartbares Zwischenfazit

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 16:17 (vor 544 Tagen) @ markus

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D


Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.


Vielleicht machen sich ein paar Gutverdienende Sorgen um die weniger gut Verdienenden und wollen eine gerechtere Verteilung der Beiträge.

So zum Beispiel: Mit 50.000 brutto/Jahr zahlt man dann den vollen Beitrag. Mit nur 25.000 brutto zahlt man nur noch die Hälfte. Und wer 100.000 brutto hat, der zahlt dann das doppelte. Noch gerechter wäre ein steuerfinanzierter ÖRR. Da kommt die progressive Belastung am Einkommen voll zur Geltung. Vermutlich gäbe es dann weniger Diskussionen, weil niemandem auffallen würde, dass alle drei Monate 54 Euro vom Girokonto runtergehen.

Das müsste dann aber auch verwaltet und kontrolliert werden.
Das braucht Personal und kostet.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 16:56 (vor 544 Tagen) @ istar

Ich glaube ein großes Problem ist das jedes Thema überladen wird von der Bedeutung.
Manchmal ist es doch auch einfach scheiß egal... :D


Japp. Und dieses Thema ist eines davon. Jeder deutsche Haushalt zahlt 70 ct. pro Tag, und vielleicht sollte sich manch ein*e Gutverdiener*in mal ganz bewusst die Frage stellen, ob das nun wirklich das Pferd ist, das es hier zu reiten gilt.


Vielleicht machen sich ein paar Gutverdienende Sorgen um die weniger gut Verdienenden und wollen eine gerechtere Verteilung der Beiträge.

So zum Beispiel: Mit 50.000 brutto/Jahr zahlt man dann den vollen Beitrag. Mit nur 25.000 brutto zahlt man nur noch die Hälfte. Und wer 100.000 brutto hat, der zahlt dann das doppelte. Noch gerechter wäre ein steuerfinanzierter ÖRR. Da kommt die progressive Belastung am Einkommen voll zur Geltung. Vermutlich gäbe es dann weniger Diskussionen, weil niemandem auffallen würde, dass alle drei Monate 54 Euro vom Girokonto runtergehen.


Das müsste dann aber auch verwaltet und kontrolliert werden.
Das braucht Personal und kostet.

Ja. War auch nur ein kleiner Scherz. Denn natürlich wären die Gutverdienenden nicht bereit, mehr zu zahlen, damit andere entlastet werden :-)

keine bessere Überschrift eingefallen ;)

Ghombre, Donnerstag, 25.07.2024, 15:17 (vor 544 Tagen) @ Abseits

In der Tat, beim erneuten Lesen von Marcs Ausgangspost habe ich auch gemerkt, dass ich nach der Lektüre des Stranges mit den Gedanken völlig wo anders war. Fand es nur erwartbar auffällig, dass sich die Positionierung doch stark mit der politischen Präferenz deckt, daher in der Tat nicht die gelungenste Überschrift ;)

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 25.07.2024, 14:40 (vor 545 Tagen) @ Ghombre

Meine Vermutung, warum dem ÖRR mehr und mehr Gegenwind entgegenschlägt: Er ist weitaus "größer" als vor einigen Jahrzehnten, also mehr Sender und kein Testbild mehr in der Nacht, sondern Programm rund um die Uhr. Dabei ist ihm meiner Wahrnehmung nach jedoch das nüchtern-neutrale und vor allem Verbindende abhanden gekommen. Der ÖRR war vielleicht mal wie eine Sendung "Wetten Dass". Da war für die Kinder, Eltern und Großeltern etwas dabei, und man konnte ohne Schmerzen gemeinsam schauen, da alle irgendwie mitgenommen wurden. Tommi Schmidt nennt das immer recht passend "Lagerfeuerfernsehen".

Natürlich gibt es noch Formate, die genau das gleiche präsentieren, wie "Wetten Dass" in den 80ern.
Nur interessiert das keine Socke mehr. Diese ganzen Spielshows, die am Samstags Abend laufen, sind genau das gleiche in Grün. Die sind auch verbindend. Man muss diese Shows aus den 80ern nicht überhöhen. Das gleiche gilt für "Dallas", "Colt Seavers" und co. Es gab halt nichts anderes, deshalb saß man am Lagerfeuer.
Bei uns war Wetten Dass tot, als der VHS-Rekorder einzog. Da sind wir in die Videothek und haben uns für Samstag Abend Filme geliehen. Und heute sieht das dann noch mal ganz anders aus.


An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.

Wo ist denn die Tagesschau bitte nicht ausgeglichen? Der ÖRR ist sehr ausgeglichen. Und nein, diese Aussage hat nichts mit meiner ideologischen Befindlichkeit zu tun.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Ghombre, Donnerstag, 25.07.2024, 16:06 (vor 544 Tagen) @ Lattenknaller

Meine Vermutung, warum dem ÖRR mehr und mehr Gegenwind entgegenschlägt: Er ist weitaus "größer" als vor einigen Jahrzehnten, also mehr Sender und kein Testbild mehr in der Nacht, sondern Programm rund um die Uhr. Dabei ist ihm meiner Wahrnehmung nach jedoch das nüchtern-neutrale und vor allem Verbindende abhanden gekommen. Der ÖRR war vielleicht mal wie eine Sendung "Wetten Dass". Da war für die Kinder, Eltern und Großeltern etwas dabei, und man konnte ohne Schmerzen gemeinsam schauen, da alle irgendwie mitgenommen wurden. Tommi Schmidt nennt das immer recht passend "Lagerfeuerfernsehen".


Natürlich gibt es noch Formate, die genau das gleiche präsentieren, wie "Wetten Dass" in den 80ern.
Nur interessiert das keine Socke mehr. Diese ganzen Spielshows, die am Samstags Abend laufen, sind genau das gleiche in Grün. Die sind auch verbindend. Man muss diese Shows aus den 80ern nicht überhöhen. Das gleiche gilt für "Dallas", "Colt Seavers" und co. Es gab halt nichts anderes, deshalb saß man am Lagerfeuer.
Bei uns war Wetten Dass tot, als der VHS-Rekorder einzog. Da sind wir in die Videothek und haben uns für Samstag Abend Filme geliehen. Und heute sieht das dann noch mal ganz anders aus.

Es ging mir gar nicht per se um Wetten Dass oder ob man das qualitativ gut oder schlecht findet, sondern darum, dass das wohl der fleischgewordene Kompromiss war. Da saßen auf dem Sofa Michael Jackson (für die Jüngeren + internationales Flair) neben Götz George oder Mario Adorf (für die Älteren + als heimische Stars), Claudia Schiffer (für Chauvis und Modeinteressierte), dem Kaiser (Fußball geht immer), Luciano Pavarotti (für das Bildungsbürgertum) und Kevin Costner mit Promo für den neuen Film (für Kinogänger/Filmgucker).
Da hat jeder was gehabt, was er richtig gut fand, was zumindest okay bis unterhaltsam war und ggf. auch etwas, was man partout nicht sehen wollte – aber das ließ sich meist dadurch auffangen, dass genug vom anderen für einen dabei war.

Mein Gefühl(!) ist, dass dieser umspannende Mantel in Formaten mit politischem Bezug so löchrig geworden ist, dass er einer größer werdenden Zahl nicht mehr ausreicht. Teile der Gebührenzahler fühlen sich da nicht mehr mit ihrer Lebenswirklichkeit und ihren Ansichten bemäntelt, was ich so vor 10 oder 20 Jahren noch nicht wahrgenommen habe.

An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.


Wo ist denn die Tagesschau bitte nicht ausgeglichen? Der ÖRR ist sehr ausgeglichen. Und nein, diese Aussage hat nichts mit meiner ideologischen Befindlichkeit zu tun.

Ich vermutete ja, dass es vielen Kritikern daran hapern wird – nicht dass es zwingend so ist. Ein Beispiel bei der Tagesschau wäre aber z.B. das früher verwendete Framing bei Beiträgen über die AfD als "rechtspopulistisch", damit macht sich ein dem Sinn nach überparteilicher Rundfunk unnötig angreifbar.
Einen unterschwelligen Hinweis, was richtig oder erwünscht ist, bemerke ich aber schon in diversen Formaten des ÖRR – zuletzt Jochen Breyers Einwand ggü. dem Begriff Spielermaterial. Ich führe allerdings auch nicht Buch darüber, kann dir nur wie im Ausgangspost meine Erfahrung schildern, dass sich in meinem sozialen Umfeld CDUler und FDPler deutlich öfters über eine gewisse Linkslastigkeit der Berichterstattung beschweren, während hingegen SPDler und Grüne das stets als Verschwörungsmythos ansehen und die Berichterstattung als ausgewogen empfinden. Ob da etwas dran ist, darüber kann man trefflich streiten.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 25.07.2024, 17:33 (vor 544 Tagen) @ Ghombre


Mein Gefühl(!) ist, dass dieser umspannende Mantel in Formaten mit politischem Bezug so löchrig geworden ist, dass er einer größer werdenden Zahl nicht mehr ausreicht. Teile der Gebührenzahler fühlen sich da nicht mehr mit ihrer Lebenswirklichkeit und ihren Ansichten bemäntelt, was ich so vor 10 oder 20 Jahren noch nicht wahrgenommen habe.

Die Lebenswirklichkeit ist halt eine komplett andere. Schon in den 90ern konnte man einfach aufstehen vom Lagerfeuer und sich bei den Privaten an den Kamin setzten, dazu dann eben Videos.
Das Ganze ist dann seit 10 Jahren komplett obsolet. Jeder baut sich seine eigene Sendung und keiner muss sich mehr Pavarotti oder Götz George antun, sondern klickt sich das zusammen, was man möchte.
Die ÖRR tragen ja dem ja auch Rechnung über die Mediatheken. Und es gibt wirklich genug unpolitisches auf den ÖRR. Das Lagerfeuer gibt es seit mindestens 30 Jahren nicht mehr und ist eine idyllische Sicht auf eine arg begrenzte Medienlandschaft. Damit finde ich nicht alles gut, was heute so passiert, im Gegenteil.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 16:19 (vor 544 Tagen) @ Ghombre

Es ging mir gar nicht per se um Wetten Dass oder ob man das qualitativ gut oder schlecht findet, sondern darum, dass das wohl der fleischgewordene Kompromiss war. Da saßen auf dem Sofa Michael Jackson (für die Jüngeren + internationales Flair) neben Götz George oder Mario Adorf (für die Älteren + als heimische Stars), Claudia Schiffer (für Chauvis und Modeinteressierte), dem Kaiser (Fußball geht immer), Luciano Pavarotti (für das Bildungsbürgertum) und Kevin Costner mit Promo für den neuen Film (für Kinogänger/Filmgucker).
Da hat jeder was gehabt, was er richtig gut fand, was zumindest okay bis unterhaltsam war und ggf. auch etwas, was man partout nicht sehen wollte – aber das ließ sich meist dadurch auffangen, dass genug vom anderen für einen dabei war.

Also ich jedenfalls nicht. Ich habe sicherlich in den ersten Jahren die ein oder andere Folge mit Frank Elstner gesehen. Spätestens seit Gottschalk übernommen hatte, habe ich nicht mehr eingeschaltet. Mitte der 80er Jahre (mit Elstner) wurde jede Sendung von rund 20 Millionen Zuschauern gesehen, danach wurden es deutlich weniger. Es waren also stets mehr als 40 Millionen in der alten BRD, die etwas Besseres zu tun hatten.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Abseits, Donnerstag, 25.07.2024, 18:18 (vor 544 Tagen) @ Habakuk

Es ging mir gar nicht per se um Wetten Dass oder ob man das qualitativ gut oder schlecht findet, sondern darum, dass das wohl der fleischgewordene Kompromiss war. Da saßen auf dem Sofa Michael Jackson (für die Jüngeren + internationales Flair) neben Götz George oder Mario Adorf (für die Älteren + als heimische Stars), Claudia Schiffer (für Chauvis und Modeinteressierte), dem Kaiser (Fußball geht immer), Luciano Pavarotti (für das Bildungsbürgertum) und Kevin Costner mit Promo für den neuen Film (für Kinogänger/Filmgucker).
Da hat jeder was gehabt, was er richtig gut fand, was zumindest okay bis unterhaltsam war und ggf. auch etwas, was man partout nicht sehen wollte – aber das ließ sich meist dadurch auffangen, dass genug vom anderen für einen dabei war.


Also ich jedenfalls nicht. Ich habe sicherlich in den ersten Jahren die ein oder andere Folge mit Frank Elstner gesehen. Spätestens seit Gottschalk übernommen hatte, habe ich nicht mehr eingeschaltet. Mitte der 80er Jahre (mit Elstner) wurde jede Sendung von rund 20 Millionen Zuschauern gesehen, danach wurden es deutlich weniger. Es waren also stets mehr als 40 Millionen in der alten BRD, die etwas Besseres zu tun hatten.

In den 80er hatten die meisten Haushalte vermutlich auch nur ein Fernsehgerät. Im Wohnzimmer. Insofern hatte man gar keine andere Wahl, als das zu schauen, was die Eltern wollten.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 18:28 (vor 544 Tagen) @ Abseits

In den 80er hatten die meisten Haushalte vermutlich auch nur ein Fernsehgerät. Im Wohnzimmer. Insofern hatte man gar keine andere Wahl, als das zu schauen, was die Eltern wollten.

Nein, in den 80ern war ein zweites, zumeist kleineres Fernsehgerät schon weit verbreitet, wenn auch oft nur mit Schwarz-Weiß-Bild.

Aus dem Film Zurück in die Zukunft aus dem Jahre 1985 hier der Dialog der Familie McFly aus dem Jahre 1955:

Lorraine: Das ist unser neuer Fernseher. Papa hat ihn heute erst abgeholt. Habt ihr auch einen Fernseher?

Marty: Tja, weisst du, ähm, wir haben zwei davon.

Milton: Wow! Dann müsst ihr aber reich sein.

Stella: Oh Milton, das sollte nur ein Scherz sein. Kein Mensch auf der Welt hat zwei Fernseher!

durchaus erwartbares Zwischenfazit

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 14:34 (vor 545 Tagen) @ Ghombre

An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.

Spontan ARD Programm ab jetzt. An welchen Stellen besteht hier die Gefahr mangelnder Ausgeglichenheit?
14:03 Der Winzerkönig (30/39) Zukunftspläne
14:45 Der Winzerkönig (31/39) Die Krise
15:30 Pfarrer Braun: Der Fluch der Pröpstin Fernsehfilm Deutschland 2004
17:00 Tagesschau
17:15 Brisant
18:00 Gefragt - Gejagt Moderation: Alexander Bommes
18:50 WaPo Elbe (5)Ewiges Leben
19:45 Sportschau vor acht - Olympia-Quiz Moderation: Esther Sedlaczek
19:50 Wetter vor acht
19:55 Wirtschaft vor acht
20:00 Tagesschau
20:15 Der Barcelona-Krimi: Der Riss in allem Fernsehfilm Deutschland 2022
21:45 Panorama Berichte - Analysen - Meinungen
22:15 Tagesthemen mit Wetter
22:50 Faking Bad - Besser als die Wahrheit Comedy-Show mit Oliver Kalkofe
23:35 Inas NachtLate-Night-Show
00:35 Tagesschau
00:45 DonnerstagsKrimi im Ersten Der Barcelona-Krimi: Der Riss in allem Fernsehfilm Deutschland 2022
02:18 Tagesschau
02:20 Spuren der Rache (1/2)Fernsehfilm Deutschland 2016
03:50 Faking Bad - Besser als die WahrheitComedy-Show mit Oliver Kalkofe
04:35 Deutschlandbilder
04:58 Tagesschau
05:00 PanoramaBerichte - Analysen - Meinungen

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 25.07.2024, 14:39 (vor 545 Tagen) @ herrNick

An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.


Spontan ARD Programm ab jetzt. An welchen Stellen besteht hier die Gefahr mangelnder Ausgeglichenheit?
14:03 Der Winzerkönig (30/39) Zukunftspläne
14:45 Der Winzerkönig (31/39) Die Krise
15:30 Pfarrer Braun: Der Fluch der Pröpstin Fernsehfilm Deutschland 2004
17:00 Tagesschau
17:15 Brisant
18:00 Gefragt - Gejagt Moderation: Alexander Bommes
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19:50 Wetter vor acht
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22:50 Faking Bad - Besser als die Wahrheit Comedy-Show mit Oliver Kalkofe
23:35 Inas NachtLate-Night-Show
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00:45 DonnerstagsKrimi im Ersten Der Barcelona-Krimi: Der Riss in allem Fernsehfilm Deutschland 2022
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02:20 Spuren der Rache (1/2)Fernsehfilm Deutschland 2016
03:50 Faking Bad - Besser als die WahrheitComedy-Show mit Oliver Kalkofe
04:35 Deutschlandbilder
04:58 Tagesschau
05:00 PanoramaBerichte - Analysen - Meinungen

Hach, was waren das noch für Zeiten als das Programm erst um 16 Uhr anfing und gegen Mitternacht endete. Testbild für alle oder für die etwas jüngeren "die schönsten Eisenbahnstrecken Deutschlands".

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Copperfield, Saarbrücken, Donnerstag, 25.07.2024, 14:38 (vor 545 Tagen) @ herrNick

An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.


Spontan ARD Programm ab jetzt. An welchen Stellen besteht hier die Gefahr mangelnder Ausgeglichenheit?
14:03 Der Winzerkönig (30/39) Zukunftspläne
14:45 Der Winzerkönig (31/39) Die Krise
15:30 Pfarrer Braun: Der Fluch der Pröpstin Fernsehfilm Deutschland 2004
17:00 Tagesschau
17:15 Brisant
18:00 Gefragt - Gejagt Moderation: Alexander Bommes
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19:45 Sportschau vor acht - Olympia-Quiz Moderation: Esther Sedlaczek
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Comedy-Show mit Kalki - wie cool. Danke ;)

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Fonzie, Münster, Donnerstag, 25.07.2024, 14:04 (vor 545 Tagen) @ Ghombre

An dieser Ausgeglichenheit wird es vielen hapern. Ob das berechtigt ist, müsste man evaluieren, soweit das möglich ist. Der Schnellcheck bei sich selbst zwischen Kreuz in der Kabine und spontaner Beantwortung der Frage, ob der ÖRR aktuell ausgewogen berichtet oder nicht ist dabei vielleicht ein Hinweis darauf, ob man hinreichend eigene Überzeugungen gespiegelt bekommt.

Die Korrelation, die du beschreibst gibt es sicherlich. Der Schnellcheck, wie du es nennst, wird mMn aber von einem ganz anderen Faktor maßgeblich beeinflusst: Welches Staatsverständnis haben die Wähler der einzelnen Parteien. Um mal bei deiner Einteilung zu bleiben:

Aktuelle Wähler der Grünen/SPD befürworten tendenziell einen stärkeren Staat, der Märkte reguliert und im Idealfall die sozial Schwächeren stützt. Grundlage ist das Solidaritätsprinzip. Dafür nimmt man höhere Besteuerung und Umverteilung in Kauf.

Aktuelle Wähler von Union/FDP/AfD setzen viel stärker auf Deregulierung und einen schlanken Staat, der nur das nötigste tut. Steuern und Abgaben sollen niedrig bleiben und jeder möglichst auf sich selbst schauen.

Ich finde es offensichtlich, dass die erste Sicht auf den Staat grundsätzlich eine positivere Haltung zum ÖRR, ungeachtet der tatsächlichen Inhalte mit sich bringt, als die zweite.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Ghombre, Donnerstag, 25.07.2024, 15:12 (vor 544 Tagen) @ Fonzie

Da hast du aber ein deutlich positiveres Bild vom Durchschnittsbürger als ich ;)

Das Staatsverständnis mag sicher hineinspielen, das würde ich aber nicht losgelöst von Parteipräferenzen sehen. Extrembeispiel: Wenn Kubitschek Superintendant des gesamten ÖRR würde und das Programm nach seinen Vorstellungen umbauen könnte, wäre doch die Zustimmung zum ÖRR bei AfD-Wählern eine ganz andere als sie das aktuell ist. Die wären dann doch mega happy, dass ihre Sicht auf die Welt endlich auch in der Glotze auf zig Programmen bestätigt würde. Und das dürfte dann sicher auch ggf. noch mehr als die aktuellen 18 Euro kosten, wenn es dafür noch mehr der gleichen Pampe oder noch bombastischer gäbe.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 13:56 (vor 545 Tagen) @ Ghombre

Das ist mir zu sehr auf das lineare TV bezogen. Der ÖRR geht deutlich weiter. Jemand verlinkt hier im Forum einen Beitrag von Tagesschau.de? Dann landest du beim ÖRR. Du schaust regelmäßig YouTube? Auch dort landet man recht schnell auf Inhalte des ÖRR. Du fährst viel Auto und nebenbei läuft Radio? Mit hoher Wahrscheinlichkeit läuft ein Sender des ÖRR.

Ich glaube, dass vielen nicht bewusst ist, wieviel ÖRR sie konsumieren.

durchaus erwartbares Zwischenfazit

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 25.07.2024, 14:13 (vor 545 Tagen) @ markus

Das ist mir zu sehr auf das lineare TV bezogen. Der ÖRR geht deutlich weiter. Jemand verlinkt hier im Forum einen Beitrag von Tagesschau.de? Dann landest du beim ÖRR. Du schaust regelmäßig YouTube? Auch dort landet man recht schnell auf Inhalte des ÖRR. Du fährst viel Auto und nebenbei läuft Radio? Mit hoher Wahrscheinlichkeit läuft ein Sender des ÖRR.

Ich glaube, dass vielen nicht bewusst ist, wieviel ÖRR sie konsumieren.

Das geht immer noch in die Millionen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Fonzie, Münster, Donnerstag, 25.07.2024, 13:31 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Liebe Mitforisten,

vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi.

Scheint leider aktuell nicht mehr möglich zu sein. Schade, dass die durchaus interessanten Diskussionsansätze (sollte der ÖRR nur informieren und bilden oder auch unterhalten, sollte es nach Quote und Interesse gehen, was könnte man strukturell verbessern usw.) nun in den üblichen politischen Scharmützeln untergehen.

Werbung im Kinderfernsehen

DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 25.07.2024, 12:57 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von DieRoteKarteZahlIch, Donnerstag, 25.07.2024, 13:03

Ein Vorteil von Kika ist offenbar das keine Werbung gezeigt wird. Die Privaten lassen da die Kassen klingeln. In Großbritannien ist Werbung für Junk Food in Kindersendungen verboten, was auch private betrifft. ITV hat daraufhin CITV eingestellt. Auch wenn das weniger Angebot bedeutet, finde ich es bei Ernaehrungsaspekten schon sinnvoll. BBC-Kindersender sind ohnehin komplett werbefrei.

Werbung im Kinderfernsehen

majae, Muc, Donnerstag, 25.07.2024, 13:43 (vor 545 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch

Ein Vorteil von Kika ist offenbar das keine Werbung gezeigt wird. Die Privaten lassen da die Kassen klingeln. In Großbritannien ist Werbung für Junk Food in Kindersendungen verboten, was auch private betrifft. ITV hat daraufhin CITV eingestellt. Auch wenn das weniger Angebot bedeutet, finde ich es bei Ernaehrungsaspekten schon sinnvoll. BBC-Kindersender sind ohnehin komplett werbefrei.

Verbote sind immer schlecht, wir sind mündige Bürger, die vom Staat nicht erzogen werden sollten und so weiter

Werbung im Kinderfernsehen

Elmar, Donnerstag, 25.07.2024, 16:08 (vor 544 Tagen) @ majae

Ironie oder ernsthaft?

Werbung im Kinderfernsehen

Blarry, Essen, Donnerstag, 25.07.2024, 16:50 (vor 544 Tagen) @ Elmar

Ein Werbeverbot für Zuckerbomben beschneidet den mündigen Bürger in seiner Freiheit, Kindern selbstbestimmt Diabetes zu schenken. Ist das wirklich, wofür unsere Großeltern an den Stränden der Normandie auf unterschiedlichen Seiten gekämpft haben?

Werbung im Kinderfernsehen

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 16:21 (vor 544 Tagen) @ Elmar

Ironie oder ernsthaft?

Das "und so weiter" weist auf Ersteres hin.

Werbung im Kinderfernsehen

Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 13:44 (vor 545 Tagen) @ majae

Ein Vorteil von Kika ist offenbar das keine Werbung gezeigt wird. Die Privaten lassen da die Kassen klingeln. In Großbritannien ist Werbung für Junk Food in Kindersendungen verboten, was auch private betrifft. ITV hat daraufhin CITV eingestellt. Auch wenn das weniger Angebot bedeutet, finde ich es bei Ernaehrungsaspekten schon sinnvoll. BBC-Kindersender sind ohnehin komplett werbefrei.


Verbote sind immer schlecht, wir sind mündige Bürger, die vom Staat nicht erzogen werden sollten und so weiter

Wer hat eigentlich das Verbot durchgesetzt?

Bei der Zuckersteuer dort waren es die linksradikalen "Tories".

Werbung im Kinderfernsehen

roymans, Ort, Donnerstag, 25.07.2024, 13:28 (vor 545 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch

Ist denn heutzutage lineares Kinderfernsehen noch ein Thema? Durch Streamingdienste lässt sich die Programmauswahl, Dauer der Fernsehzeit und eben die Werbung super von den Eltern steuern.

Werbung im Kinderfernsehen

captain_gut, Rendsburg, Donnerstag, 25.07.2024, 14:19 (vor 545 Tagen) @ roymans

Ist denn heutzutage lineares Kinderfernsehen noch ein Thema? Durch Streamingdienste lässt sich die Programmauswahl, Dauer der Fernsehzeit und eben die Werbung super von den Eltern steuern.

Auch das ist wieder sehr kurz gedacht, denn die ÖRR liefern bei weitem nicht nur lineares Fernsehen. Da gibt es bspw. den KiKa-Player, der natürlich ebenfalls werbefrei ist (bei Toggo läuft im Gegensatz dazu alle Nase lang McDonald's-Werbung). Und die Sendungen sind zumindest bei kleineren Kindern deutlich besser ausgewählt als bei Streamingdiensten. Und natürlich gibt es auch einfach viele tolle ÖRR-Produktionen (Sendung mit der Maus, Checker(in) Can/Tobi/Julian/Marina, 1,2 oder 3 etc.).

Grundsätzlich ist lineares Kinderfernsehen zumindest bei uns kein so großes Thema. Große Ausnahme ist da die Sendung mit der Maus. Die gibt's zwar natürlich auf Abrauf, aber trotzdem ist der Sendetermin immer Pflichttermin für die Kinder.

Werbung im Kinderfernsehen

Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 13:37 (vor 545 Tagen) @ roymans

Ist denn heutzutage lineares Kinderfernsehen noch ein Thema? Durch Streamingdienste lässt sich die Programmauswahl, Dauer der Fernsehzeit und eben die Werbung super von den Eltern steuern.

Wenn es sich nicht lohnen würde, dann gäbe es das private Kinderfernsehen nicht mehr.

Ich würde nicht unterschätzen, wie viele Eltern ihre Kinder einfach vor die Glotze setzen und einschalten. Ist einfacher, als sich in der Mediathek irgend etwas auszusuchen.

Werbung im Kinderfernsehen

Elmar, Donnerstag, 25.07.2024, 16:10 (vor 544 Tagen) @ Ulrich

Kann man nicht kika durchlaufen lassen?

Werbung im Kinderfernsehen

Blarry, Essen, Donnerstag, 25.07.2024, 13:34 (vor 545 Tagen) @ roymans

Am besten lässt die Werbebelastung sich steuern indem man werbefreies Fernsehen zeigt. Kika etc. laufen übrigens auch online, und verfügen über AFAIK die gleiche Mediathek wie die Großen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Copperfield, Saarbrücken, Donnerstag, 25.07.2024, 10:31 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Wie so oft fällt einem nur das auf was man selbst nutzt bzw. was einen nervt (wie die Volksmusik ;) ).
Die ÖRR haben im Kinder-Bildungsbereich aber einen enorm wichtige Stellung. Die Maus und Löwenzahn sind da herausragend. Kika als Sender kann man immer anmachen ohne Angst zu haben. Dazu auch Jugendserien usw.
Das sind bestimmt nicht die großen Kosten-Stellen, gehört aber zum Gesamtbild dazu. Genauso wie Sport, Volksmusik, Dokus, Tatort, Nachrichten usw. Natürlich kann man über einzelne Dinge reden. Aber wenn ich ein Angebot für alle 83 Millionen in D machen will dann brauche ich ein breites Spektrum.

Und allein die Tagesschau sind mir die 18 Euro Wert. ;)

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 11:20 (vor 545 Tagen) @ Copperfield

Die ÖRR haben im Kinder-Bildungsbereich aber einen enorm wichtige Stellung. Die Maus und Löwenzahn sind da herausragend. Kika als Sender kann man immer anmachen ohne Angst zu haben. Dazu auch Jugendserien usw.

Das ist definitiv so. Löwenzahn gibt es übrigens seit 1981 (vorher seit 1979 Pusteblume) und Die Sendung mit der Maus seit 1971. Die waren schon links-grün versifft, bevor es die Grünen überhaupt gab.

Und allein die Tagesschau sind mir die 18 Euro Wert. ;)

Das kann ich so unterschreiben. Für mich eine tägliche Pflichtsendung (auch wenn mir dort bisweilen die Gewichtung bestimmter Inhalte nicht gefällt), dazu das sensationelle Internetangebot. Auch die Auslandskorrespondenten leisten großartige Arbeit, die plappern nicht nur nach, was sie in den dortigen Nachrichtensendungen aufgeschnappt haben. Allein für die Beiträge von Annette Dittert aus London lohnt sich jeder Cent.

Lasst uns reden... über den ÖRR

burz, Lünen, Donnerstag, 25.07.2024, 12:09 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Die ÖRR haben im Kinder-Bildungsbereich aber einen enorm wichtige Stellung. Die Maus und Löwenzahn sind da herausragend. Kika als Sender kann man immer anmachen ohne Angst zu haben. Dazu auch Jugendserien usw.


Das ist definitiv so. Löwenzahn gibt es übrigens seit 1981 (vorher seit 1979 Pusteblume) und Die Sendung mit der Maus seit 1971. Die waren schon links-grün versifft, bevor es die Grünen überhaupt gab.

Und allein die Tagesschau sind mir die 18 Euro Wert. ;)


Das kann ich so unterschreiben. Für mich eine tägliche Pflichtsendung (auch wenn mir dort bisweilen die Gewichtung bestimmter Inhalte nicht gefällt), dazu das sensationelle Internetangebot. Auch die Auslandskorrespondenten leisten großartige Arbeit, die plappern nicht nur nach, was sie in den dortigen Nachrichtensendungen aufgeschnappt haben. Allein für die Beiträge von Annette Dittert aus London lohnt sich jeder Cent.

Die Kostenfrage sollte eigentlich immer erlaubt sein.
Aber wenn man überlegt, wofür sonst 18 Euro ausgegeben werden, sind diese 18 EUR für den ÖRR bei der gelieferten Qualität absolut angemessen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 19:25 (vor 544 Tagen) @ burz

Ein halber Becher voll von Bieresten bei der EM sozusagen. So gesehen hast du natürlich recht...

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 11:12 (vor 545 Tagen) @ Copperfield

Wie so oft fällt einem nur das auf was man selbst nutzt bzw. was einen nervt (wie die Volksmusik ;) ).
Die ÖRR haben im Kinder-Bildungsbereich aber einen enorm wichtige Stellung. Die Maus und Löwenzahn sind da herausragend. Kika als Sender kann man immer anmachen ohne Angst zu haben. Dazu auch Jugendserien usw.
Das sind bestimmt nicht die großen Kosten-Stellen, gehört aber zum Gesamtbild dazu. Genauso wie Sport, Volksmusik, Dokus, Tatort, Nachrichten usw. Natürlich kann man über einzelne Dinge reden. Aber wenn ich ein Angebot für alle 83 Millionen in D machen will dann brauche ich ein breites Spektrum.

Und allein die Tagesschau sind mir die 18 Euro Wert. ;)

Gibt es überhaupt noch Volksmusik? Musikantenstadl oder so ist doch längst eingestellt.

Lasst uns reden... über den ÖRR

burz, Lünen, Donnerstag, 25.07.2024, 11:01 (vor 545 Tagen) @ Copperfield

Wie so oft fällt einem nur das auf was man selbst nutzt bzw. was einen nervt (wie die Volksmusik ;) ).
Die ÖRR haben im Kinder-Bildungsbereich aber einen enorm wichtige Stellung. Die Maus und Löwenzahn sind da herausragend. Kika als Sender kann man immer anmachen ohne Angst zu haben. Dazu auch Jugendserien usw.
Das sind bestimmt nicht die großen Kosten-Stellen, gehört aber zum Gesamtbild dazu. Genauso wie Sport, Volksmusik, Dokus, Tatort, Nachrichten usw. Natürlich kann man über einzelne Dinge reden. Aber wenn ich ein Angebot für alle 83 Millionen in D machen will dann brauche ich ein breites Spektrum.

Und allein die Tagesschau sind mir die 18 Euro Wert. ;)

Die Checker-Formate für die nicht mehr ganz so Kleinen sind großartig.

Derartige Formate dürften aber wohl auch nur von ganz radikalen Gegnern des ÖRR in Frage gestellt werden.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 10:35 (vor 545 Tagen) @ Copperfield

Wie so oft fällt einem nur das auf was man selbst nutzt bzw. was einen nervt (wie die Volksmusik ;) ).
Die ÖRR haben im Kinder-Bildungsbereich aber einen enorm wichtige Stellung. Die Maus und Löwenzahn sind da herausragend. Kika als Sender kann man immer anmachen ohne Angst zu haben. Dazu auch Jugendserien usw.

Unbezahlbar ist vor allem ein Vorteil: Im Kinderfernsehen der Öffentlich-Rechtlichen läuft keine Werbung. In den Kindersendungen der Privaten Werbung für Fast-Food oder sonstigen Dreck. Ein Werbeverbot an dieser Stelle ist schon seit Jahrzehnten überfällig, wird aber von den entsprechenden Lobby-Gruppen verhindert.

Das sind bestimmt nicht die großen Kosten-Stellen, gehört aber zum Gesamtbild dazu. Genauso wie Sport, Volksmusik, Dokus, Tatort, Nachrichten usw. Natürlich kann man über einzelne Dinge reden. Aber wenn ich ein Angebot für alle 83 Millionen in D machen will dann brauche ich ein breites Spektrum.

Und allein die Tagesschau sind mir die 18 Euro Wert. ;)

Kleiner TV-Tipp

deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 08:38 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von deichkind, Donnerstag, 25.07.2024, 08:42

Die NDR-Doku "AfD-Angriff auf den ÖRR: Die Versprechen des Björn Höcke".

Interessanterweise, was mir nicht bekannt war, wurde einst 1978 vom Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins der NDR-Staatsvertrag gekündigt, weil der damals wohl zu links und gesellschaftskritisch war. Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.

Kleiner TV-Tipp

Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 19:52 (vor 544 Tagen) @ deichkind
bearbeitet von Talentförderer, Donnerstag, 25.07.2024, 20:08

Nicht links, sondern normal. Was für Rechte Wohl schon links ist.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 09:29 (vor 545 Tagen) @ deichkind

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.

Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.

ÖRR noch links?

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 11:02 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.

Gibt es irgendeinen Rundfunkrat, bei dem man das Gefühl haben könnte: ui, die sorgen sicher für ein krass linkes Programm?

Strobl Connection

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:08 (vor 545 Tagen) @ herrNick

Gibt es irgendeinen Rundfunkrat, bei dem man das Gefühl haben könnte: ui, die sorgen sicher für ein krass linkes Programm?

Ne, im Gegenteil. Die Tochter von Wolfgang Schäuble und Frau des Stellv BaWü Ministerpräsidenten ist Programmchefin der ARD.

Strobl Connection

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 13:57 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Gibt es irgendeinen Rundfunkrat, bei dem man das Gefühl haben könnte: ui, die sorgen sicher für ein krass linkes Programm?


Ne, im Gegenteil. Die Tochter von Wolfgang Schäuble und Frau des Stellv BaWü Ministerpräsidenten ist Programmchefin der ARD.

Du musst jetzt ganz stark sein:
https://www.turi2.de/aktuell/zitat-swr-intendant-kai-gniffke-steht-zu-seiner-spd-mitgliedschaft/

ÖRR noch links?

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 10:58 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.

Was verstehst du denn unter "links"?
Den progressiven gesellschaftlichen Teil oder den ökonomischen?

Letzteres ist bei den ÖRR schon wirklich lange kein großes Thema mehr, zumindest bei ARD und ZDF. Bei Arte kriegt man noch genüngend sozial-kritisches in dieser Hinsicht zu sehen und da haben sicherlich die Franzosen den größten Anteil daran.

Mit der deutschen Obrigkeitshörigkeit unvereinbahr und diesebezüglich denken da auch viele deutsche Linke feudalischer und unterwürfiger als sie es sich eingestehen würden. Der Fokus liegt gefühlt zu 99% auf Antidiskriminierung.

ÖRR noch links?

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 11:07 (vor 545 Tagen) @ Foreveralone

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.


Was verstehst du denn unter "links"?
Den progressiven gesellschaftlichen Teil oder den ökonomischen?

Letzteres ist bei den ÖRR schon wirklich lange kein großes Thema mehr, zumindest bei ARD und ZDF. Bei Arte kriegt man noch genüngend sozial-kritisches in dieser Hinsicht zu sehen und da haben sicherlich die Franzosen den größten Anteil daran.

Mit der deutschen Obrigkeitshörigkeit unvereinbahr und diesebezüglich denken da auch viele deutsche Linke feudalischer und unterwürfiger als sie es sich eingestehen würden. Der Fokus liegt gefühlt zu 99% auf Antidiskriminierung.

Endlich wieder ein Arte-Bildungsbürger, der dem Rest erzählt, welch obrigkeitshörige Trottel sie doch sind.

Wurde auch mal wieder Zeit.

ÖRR noch links?

Abseits, Donnerstag, 25.07.2024, 11:18 (vor 545 Tagen) @ istar

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.


Was verstehst du denn unter "links"?
Den progressiven gesellschaftlichen Teil oder den ökonomischen?

Letzteres ist bei den ÖRR schon wirklich lange kein großes Thema mehr, zumindest bei ARD und ZDF. Bei Arte kriegt man noch genüngend sozial-kritisches in dieser Hinsicht zu sehen und da haben sicherlich die Franzosen den größten Anteil daran.

Mit der deutschen Obrigkeitshörigkeit unvereinbahr und diesebezüglich denken da auch viele deutsche Linke feudalischer und unterwürfiger als sie es sich eingestehen würden. Der Fokus liegt gefühlt zu 99% auf Antidiskriminierung.


Endlich wieder ein Arte-Bildungsbürger, der dem Rest erzählt, welch obrigkeitshörige Trottel sie doch sind.

Wurde auch mal wieder Zeit.

Trotzdem ist die Frage, was ist links nicht verkehrt. Ich hatte es schon mal geschrieben, früher war man links, wenn Karl-Marx im Regal stand, Franz-Josef Degenhardt auf dem Plattenteller lag und auf Demos Ho-Ho-Ho Chi Minh gerufen hat. Heute ist man links, wenn man Balkan-Schnitzel sagt und sich mehr Fahrradwege wünscht.

ÖRR noch links?

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 11:40 (vor 545 Tagen) @ Abseits

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.


Was verstehst du denn unter "links"?
Den progressiven gesellschaftlichen Teil oder den ökonomischen?

Letzteres ist bei den ÖRR schon wirklich lange kein großes Thema mehr, zumindest bei ARD und ZDF. Bei Arte kriegt man noch genüngend sozial-kritisches in dieser Hinsicht zu sehen und da haben sicherlich die Franzosen den größten Anteil daran.

Mit der deutschen Obrigkeitshörigkeit unvereinbahr und diesebezüglich denken da auch viele deutsche Linke feudalischer und unterwürfiger als sie es sich eingestehen würden. Der Fokus liegt gefühlt zu 99% auf Antidiskriminierung.


Endlich wieder ein Arte-Bildungsbürger, der dem Rest erzählt, welch obrigkeitshörige Trottel sie doch sind.

Wurde auch mal wieder Zeit.


Trotzdem ist die Frage, was ist links nicht verkehrt. Ich hatte es schon mal geschrieben, früher war man links, wenn Karl-Marx im Regal stand, Franz-Josef Degenhardt auf dem Plattenteller lag und auf Demos Ho-Ho-Ho Chi Minh gerufen hat. Heute ist man links, wenn man Balkan-Schnitzel sagt und sich mehr Fahrradwege wünscht.

Das hat aber nichts damit zu tun, ob man angeblich obrigkeitshörig ist oder nicht. Ich würde sogar sagen, der gegen alles mögliche (Windräder) vorgehende Bürger ist alles andere als das.
Früher war man links, wenn man auf dem Stahlwerk gearbeitet hat und in der Gewerkschaft war.
Und wenn es an der Ruhr brennt,dann reicht das Wasser vom Rhein nicht zum löschen. Hat Johannes Rau zurecht gesagt.

Heute heißt links sein hauptsächlich Identitätspolitik.

Nicht nur in Deutschland wählt die klassische Arbeiterschaft heutzutage deswegen überdurchschnittlich oft rechtspopulistisch.
Das hat Wagenknecht erkannt, ob sie mag oder nicht.

ÖRR noch links?

Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:35 (vor 545 Tagen) @ Abseits

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.


Was verstehst du denn unter "links"?
Den progressiven gesellschaftlichen Teil oder den ökonomischen?

Letzteres ist bei den ÖRR schon wirklich lange kein großes Thema mehr, zumindest bei ARD und ZDF. Bei Arte kriegt man noch genüngend sozial-kritisches in dieser Hinsicht zu sehen und da haben sicherlich die Franzosen den größten Anteil daran.

Mit der deutschen Obrigkeitshörigkeit unvereinbahr und diesebezüglich denken da auch viele deutsche Linke feudalischer und unterwürfiger als sie es sich eingestehen würden. Der Fokus liegt gefühlt zu 99% auf Antidiskriminierung.


Endlich wieder ein Arte-Bildungsbürger, der dem Rest erzählt, welch obrigkeitshörige Trottel sie doch sind.

Wurde auch mal wieder Zeit.


Trotzdem ist die Frage, was ist links nicht verkehrt. Ich hatte es schon mal geschrieben, früher war man links, wenn Karl-Marx im Regal stand, Franz-Josef Degenhardt auf dem Plattenteller lag und auf Demos Ho-Ho-Ho Chi Minh gerufen hat. Heute ist man links, wenn man Balkan-Schnitzel sagt und sich mehr Fahrradwege wünscht.

Es gibt ja auch immer noch dazwischen. Und irgendwo fehlt diese Balance.

Ich habe letztens auf YT eine Folge von "Einspruch" mit Ulrich Meyer aus dem Archiv der 90er gesehen. Dort waren Störkraft und als Gegenrpart Rio Reiser zu Gast, der denn rechten Hohlbirne mit Leichtigkeit und ohne emotionale Aggression sowas von den Wind aus den Segeln nahm.

Persönlichkeiten wie Rio Reiser oder der jüngere Joschka Fischer(nein nicht den Steinschmeißer sondern mit Turnschuhen), Ströbele fehlen den modernen Linken, auch in den Medien.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:02 (vor 545 Tagen) @ Foreveralone

Was verstehst du denn unter "links"?

Im Wesentlichen, dass nur noch die Themen vorkommen, mit denen Rechts die Mitte und die Politik vor sich hertreiben. Da macht der ÖRR doch groß mit. Überall nur noch die gleichen Themen.

ÖRR noch links?

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 09:50 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.

Die Sabine Heinrichs dieser Welt lassen heutzutage nicht mehr permanent ihre politische Überzeugung raushängen. Das ist aber erstens richtig und zweitens wars das dann auch.
Ein einknicken sehe ich nicht. Es sei denn, man nimmt das erstaunlich schlecht geführte Sommer-Interview mit Alice Weidel im ZDF als Maßstab. Da durfte sie nämlich ohne dass nachgehakt wurde,reichlich Stuss erzählen.

Aber ein Interview macht noch keinen Sommer oder so.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 10:47 (vor 545 Tagen) @ istar

Aber ein Interview macht noch keinen Sommer oder so.

Oder die ständigen Einladungen in Talkshows, Buhrows Einkincken vor rechten Shitstorms, die ständigen absurden Kommentare in den Tagesthemen, etc.

ÖRR noch links?

balisto, 44143, Donnerstag, 25.07.2024, 11:29 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Aber ein Interview macht noch keinen Sommer oder so.


Oder die ständigen Einladungen in Talkshows, Buhrows Einkincken vor rechten Shitstorms, die ständigen absurden Kommentare in den Tagesthemen, etc.

werden nicht eigentlich rechte, insbesondere AfD-Politiker signifikant seltener in ÖRR-Talkshows eingeladen als Mitglieder anderer Parteien?

ÖRR noch links?

deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 11:42 (vor 545 Tagen) @ balisto

Ja, tatsächlich:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/954672/umfrage/parteizugehoerigkeit-der-politiker-in-talkshows-vs-sitzanteil-im-bundestag/

Wobei in meiner Erinnerung nach, der Anteil der AfDler schon einmal höher war und ich nach meinem Gefühl gesagt hätte, der wäre höher.

Nichtsdestotrotz finde ich den Umgang mit der AfD sollte ein anderer sein als mit demokratischen Parteien, häufig sehe ich auch, dass AfD-Politikern viel Freiraum in Diskussionen gegeben wird und nicht genug entgegengesetzt wird, z.B. beim Interview von Tilo Jung und Maximilian Krah (Ok, kein ÖRR).

ÖRR noch links?

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 11:59 (vor 545 Tagen) @ deichkind

Wobei in meiner Erinnerung nach, der Anteil der AfDler schon einmal höher war und ich nach meinem Gefühl gesagt hätte, der wäre höher.

Nichtsdestotrotz finde ich den Umgang mit der AfD sollte ein anderer sein als mit demokratischen Parteien, häufig sehe ich auch, dass AfD-Politikern viel Freiraum in Diskussionen gegeben wird und nicht genug entgegengesetzt wird, z.B. beim Interview von Tilo Jung und Maximilian Krah (Ok, kein ÖRR).

Das Hauptproblem sehe ich darin, dass in den Talkshows dann häufig über Themen dikutiert wird, die bevorzugt von der AfD bespielt werden. Zu anderen Themen erscheinen dann deren Dummschwätzer erst gar nicht, da sie außer dem Feilhalten von Maulaffen nicht viel zu bieten hätten.

Außerdem sind diese Diskussionsrunden leider immer sehr anfällig für das Verbreiten von populistischen Fehlinformationen, und auch wenn umgehend ein fundierter Widerspruch eingelegt wird, entsteht dabei oft der Eindruck, es stünden sich dabei zwei gleichwertige Positionen gegenüber und die Wahrheit müsse wohl irgendwo in der Mitte liegen. Diese Situation überfordert dann leider auch oft die Moderatoren.

ÖRR noch links?

deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 12:19 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Wobei in meiner Erinnerung nach, der Anteil der AfDler schon einmal höher war und ich nach meinem Gefühl gesagt hätte, der wäre höher.

Nichtsdestotrotz finde ich den Umgang mit der AfD sollte ein anderer sein als mit demokratischen Parteien, häufig sehe ich auch, dass AfD-Politikern viel Freiraum in Diskussionen gegeben wird und nicht genug entgegengesetzt wird, z.B. beim Interview von Tilo Jung und Maximilian Krah (Ok, kein ÖRR).


Das Hauptproblem sehe ich darin, dass in den Talkshows dann häufig über Themen dikutiert wird, die bevorzugt von der AfD bespielt werden. Zu anderen Themen erscheinen dann deren Dummschwätzer erst gar nicht, da sie außer dem Feilhalten von Maulaffen nicht viel zu bieten hätten.

Außerdem sind diese Diskussionsrunden leider immer sehr anfällig für das Verbreiten von populistischen Fehlinformationen, und auch wenn umgehend ein fundierter Widerspruch eingelegt wird, entsteht dabei oft der Eindruck, es stünden sich dabei zwei gleichwertige Positionen gegenüber und die Wahrheit müsse wohl irgendwo in der Mitte liegen. Diese Situation überfordert dann leider auch oft die Moderatoren.

Das sehe ich ähnlich. Die AfD kann fast nur etwas zum Thema Migration sagen, mal abgesehen davon, dass da viele falsche Fakten nach außen getragen werden.

Überhaupt ist das Thema Migration überrepräsentiert, es gibt Themen wie z.B. den demographischen Wandel (ich empfehle das Buch Altenrepublik von Stefan Schulz), das wird nur sehr selten besprochen. Dabei betrifft dieses Thema auch die AfD-Wähler, die sicherlich auch wütend darüber sind, dass die Infrastruktur marode ist und die Versorgung nicht angemessen ist für Deutschland. Die Situation wird aber immer schlechter werden, da wäre es doch mal gut darauf hinzuweisen, dass Migranten den demographischen Wandel zwar nicht verhindern können, aber dazubeitragen können, dass er nicht so verheerend wird.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:30 (vor 545 Tagen) @ balisto

werden nicht eigentlich rechte, insbesondere AfD-Politiker signifikant seltener in ÖRR-Talkshows eingeladen als Mitglieder anderer Parteien?

jede Einladung ist ein Einknicken vor der Stimmung und entgegen dem Auftrag.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 11:38 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

werden nicht eigentlich rechte, insbesondere AfD-Politiker signifikant seltener in ÖRR-Talkshows eingeladen als Mitglieder anderer Parteien?


jede Einladung ist ein Einknicken vor der Stimmung und entgegen dem Auftrag.

Nein. Das ist wirklich Quatsch. Ich mag die #fckafd auch nicht, halte deren Ideen für gefährlich und würde die nicht wählen. Aber die bilden - genauso wie die Linkspartei oder das BSW - durchaus einen Teil der Bevölkerung ab. Und deswegen muss man die schon einladen. Aber man muss das vernünftig einordnen.

ÖRR noch links?

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 11:53 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

werden nicht eigentlich rechte, insbesondere AfD-Politiker signifikant seltener in ÖRR-Talkshows eingeladen als Mitglieder anderer Parteien?


jede Einladung ist ein Einknicken vor der Stimmung und entgegen dem Auftrag.


Nein. Das ist wirklich Quatsch. Ich mag die #fckafd auch nicht, halte deren Ideen für gefährlich und würde die nicht wählen. Aber die bilden - genauso wie die Linkspartei oder das BSW - durchaus einen Teil der Bevölkerung ab. Und deswegen muss man die schon einladen. Aber man muss das vernünftig einordnen.

Das ist leider kaum möglich, da einfach die Zahl an falschen / irreführenden Behauptungen so hoch ist, dass man das kaum in der Zeit einer Sendung schaffen kann. Muss ich Dir ja nicht erzählen, dass das Methode bei der neuen Rechten hat. Und daher bleiben am Ende einer Sendung immer einige unwidersprochene rechte Bullshit Takes übrig.

ÖRR noch links?

deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 11:47 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

werden nicht eigentlich rechte, insbesondere AfD-Politiker signifikant seltener in ÖRR-Talkshows eingeladen als Mitglieder anderer Parteien?


jede Einladung ist ein Einknicken vor der Stimmung und entgegen dem Auftrag.


Nein. Das ist wirklich Quatsch. Ich mag die #fckafd auch nicht, halte deren Ideen für gefährlich und würde die nicht wählen. Aber die bilden - genauso wie die Linkspartei oder das BSW - durchaus einen Teil der Bevölkerung ab. Und deswegen muss man die schon einladen. Aber man muss das vernünftig einordnen.

Das ist für mich ein großes Dilemma. Auf der einen Seite wäre es nicht im Sinne der repräsentativen Abbildung des Bundestags bzw. der politischen Mehrheit, wenn man keine AfDler einlädt, auf der anderen Seite wird durch Auftritte in Talkshows und weiteren Sendungen die AfD normalisiert, ähnlich wie Le Pen und Co. in anderen Ländern.

Allerdings bin ich dafür, wenn man diese Partei einlädt, anders mit ihr umgeht als wie mit den anderen Parteien, da es bei ihr recht häufig antidemokratische Äußerungen gibt. Und man muss ihr entgegen halten können, nicht wie Tilo Jung im Interview mit Krah.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:46 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Nein. Das ist wirklich Quatsch. Ich mag die #fckafd auch nicht, halte deren Ideen für gefährlich und würde die nicht wählen. Aber die bilden - genauso wie die Linkspartei oder das BSW - durchaus einen Teil der Bevölkerung ab. Und deswegen muss man die schon einladen. Aber man muss das vernünftig einordnen.

Die Hufeisentheorie ist so überholt, dass deren Wiederholung echt langweilig ist.

Nur weil ein relevanter Teil mit der Demokratie nichts (mehr) anfangen kann, ist die Propagierung dessen dennoch gegen die öffentlichen rechtlichen Auftrag. Die Forderung von mehr sozialer Politik, Besteuerung von Reichen hingegen überhaupt nicht im geringsten. Der Vergleich taugt daher in keinster Weise.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 11:58 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Nein. Das ist wirklich Quatsch. Ich mag die #fckafd auch nicht, halte deren Ideen für gefährlich und würde die nicht wählen. Aber die bilden - genauso wie die Linkspartei oder das BSW - durchaus einen Teil der Bevölkerung ab. Und deswegen muss man die schon einladen. Aber man muss das vernünftig einordnen.


Die Hufeisentheorie ist so überholt, dass deren Wiederholung echt langweilig ist.

Nur weil ein relevanter Teil mit der Demokratie nichts (mehr) anfangen kann, ist die Propagierung dessen dennoch gegen die öffentlichen rechtlichen Auftrag. Die Forderung von mehr sozialer Politik, Besteuerung von Reichen hingegen überhaupt nicht im geringsten. Der Vergleich taugt daher in keinster Weise.

Lieber Fabian,

der Bildungsauftrag des ÖRR sollte auch keine "soziale Politik" umfassen. Und zwar schon allein deswegen, weil du und ich das jeweils anders definieren.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 12:19 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

der Bildungsauftrag des ÖRR sollte auch keine "soziale Politik" umfassen. Und zwar schon allein deswegen, weil du und ich das jeweils anders definieren.

Es ging darum, welche Forderungen gegen den Auftrag verstoßen. Du hast AfD und Die Linke gleichgestzt. Das ist hanebüchen.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 12:33 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

der Bildungsauftrag des ÖRR sollte auch keine "soziale Politik" umfassen. Und zwar schon allein deswegen, weil du und ich das jeweils anders definieren.


Es ging darum, welche Forderungen gegen den Auftrag verstoßen. Du hast AfD und Die Linke gleichgestzt. Das ist hanebüchen.

Nein, ich habe sie lediglich erwähnt, weil das die jeweiligen Ränder des politischen Spektrums sind. Ich finde die beide nicht gut, aber ich stehe auf dem Standpunkt, dass man Scheiße nicht nach dem Geschmack bewertet.

ÖRR noch links?

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 14:25 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

der Bildungsauftrag des ÖRR sollte auch keine "soziale Politik" umfassen. Und zwar schon allein deswegen, weil du und ich das jeweils anders definieren.


Es ging darum, welche Forderungen gegen den Auftrag verstoßen. Du hast AfD und Die Linke gleichgestzt. Das ist hanebüchen.


Nein, ich habe sie lediglich erwähnt, weil das die jeweiligen Ränder des politischen Spektrums sind. Ich finde die beide nicht gut, aber ich stehe auf dem Standpunkt, dass man Scheiße nicht nach dem Geschmack bewertet.

Aber Krankheiten unterscheidet man schon, ob es ein Hühnerauge (die Linke) oder ein bösartiger Tumor (AfD) ist.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 12:53 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich finde die beide nicht gut, aber

Genau das ist das Problem. Du verharmlost, die, die Demokratie und Menschenrechte überwinden wollen als "nicht gut". Sie stören Dich nur so, wie die, die nur an Dein Geld ran wollen.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 13:05 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Ich finde die beide nicht gut, aber


Genau das ist das Problem. Du verharmlost, die, die Demokratie und Menschenrechte überwinden wollen als "nicht gut". Sie stören Dich nur so, wie die, die nur an Dein Geld ran wollen.

Nein. Das ist Quatsch

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 18:27 (vor 544 Tagen) @ MarcBVB

Nein. Das ist Quatsch

Warum schreibst Du dann, dass sie Dich genauso stören?

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 18:37 (vor 544 Tagen) @ fabian 1909

Nein. Das ist Quatsch


Warum schreibst Du dann, dass sie Dich genauso stören?

Ich finde beide scheiße. Die Linkspartei wie die Bayern (Scheiße halt), die Nazis wie fie Blauen (Tod und Hass).

ÖRR noch links?

balisto, 44143, Donnerstag, 25.07.2024, 11:33 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

werden nicht eigentlich rechte, insbesondere AfD-Politiker signifikant seltener in ÖRR-Talkshows eingeladen als Mitglieder anderer Parteien?


jede Einladung ist ein Einknicken vor der Stimmung und entgegen dem Auftrag.

habe mir den gerade nochmal im Wortlaut durchgelesen, da steht nichts von der AfD

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:39 (vor 545 Tagen) @ balisto

habe mir den gerade nochmal im Wortlaut durchgelesen, da steht nichts von der AfD

Da steht was von Information, nicht Lügen. Da steht was von Demokratie, nicht deren Überwindung. Da steht was von "europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt", nicht deren Spaltung.

ÖRR noch links?

balisto, 44143, Donnerstag, 25.07.2024, 11:54 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Da steht was von Information, nicht Lügen. Da steht was von Demokratie, nicht deren Überwindung. Da steht was von "europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt", nicht deren Spaltung.

Da steht aber auch was von Unparteilichkeit, Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt. Heißt für mich, dass der ÖRR Mitgliedern einer nicht verbotenen Partei, die sich im Bund knapp unter 20 % bewegt, eine Bühne bieten MUSS, die ihrer Popularität entspricht. Solange diese Leute dann nicht unhinterfragt On Air das Horst Wessel Lied anstimmen dürfen, bewegt sich das sehr wohl im Rahmen des Auftrags.

Der ÖRR soll qua Auftrag darüber informieren, was die Menschen wissen wollen, nicht was sie wissen sollen. Auch wenn Thilo Jung das vielleicht anders sieht.

ÖRR noch links?

Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 12:10 (vor 545 Tagen) @ balisto

Da steht was von Information, nicht Lügen. Da steht was von Demokratie, nicht deren Überwindung. Da steht was von "europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt", nicht deren Spaltung.


Da steht aber auch was von Unparteilichkeit, Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt. Heißt für mich, dass der ÖRR Mitgliedern einer nicht verbotenen Partei, die sich im Bund knapp unter 20 % bewegt, eine Bühne bieten MUSS, die ihrer Popularität entspricht. Solange diese Leute dann nicht unhinterfragt On Air das Horst Wessel Lied anstimmen dürfen, bewegt sich das sehr wohl im Rahmen des Auftrags.

Der ÖRR soll qua Auftrag darüber informieren, was die Menschen wissen wollen, nicht was sie wissen sollen. Auch wenn Thilo Jung das vielleicht anders sieht.

Du meinst eine Partei, bei der der Verfassungsschutz mittlerweile den Großteil der Landesverbände und die Jugendorganisation als rechtsextrem eingestuft hat und die deshalb auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln überwacht wird?

ÖRR noch links?

Kapitän Haddock, Donnerstag, 25.07.2024, 12:19 (vor 545 Tagen) @ Ulrich

Du meinst eine Partei, bei der der Verfassungsschutz mittlerweile den Großteil der Landesverbände und die Jugendorganisation als rechtsextrem eingestuft hat und die deshalb auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln überwacht wird?

Da er die höchstwahrscheinlich wählt, hat er natürlich kein Problem damit.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 09:31 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Also der Vorwurf der Linkshaftigkeit gibt es schon sehr lange.


Früher war das beim NDR oder WDR sicher auch so.

Heute sieht das doch ganz anders aus. Eher sehen wir, wie der ÖRR von rechten Stimmungen einknickt und in vorauseilendem Gehorsam jeden kleinsten Anschein von links vermeiden will.

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.

Früher konntest du sicher sein, dass die Mitte zwischen Monitor und Report München die Wahrheit war. Nunja.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 10:45 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von fabian 1909, Donnerstag, 25.07.2024, 10:59

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.

Ja, da fällt durchaus auf, wie weit das alles ins Rutschen geraten ist. Fängt bei tagesthemen Kommentaren an und hört bei Dieter Nuhr auf WDR2 oder ARD Abendprogramm auf.

Ergänzung: Oder es ist mir ganz extrem auch bei WDR Westpol aufgefallen. Das war früher auch sehr klar in der Haltung. Heute schwimmen die auch auf der Welle der Angst mit.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 11:18 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.


Ja, da fällt durchaus auf, wie weit das alles ins Rutschen geraten ist. Fängt bei tagesthemen Kommentaren an und hört bei Dieter Nuhr auf WDR2 oder ARD Abendprogramm auf.

Ergänzung: Oder es ist mir ganz extrem auch bei WDR Westpol aufgefallen. Das war früher auch sehr klar in der Haltung. Heute schwimmen die auch auf der Welle der Angst mit.

Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.

ÖRR noch links?

CD7, Berlin, Donnerstag, 25.07.2024, 13:09 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB


Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.

Darf ich dich an deinen Ausgangspost erinnern?

"vorab eine Bitte. Ich möchte kein "Die SPD ist Schuld, die Union ist viel schlimmer" oder anderes politisches Mimimi."

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 11:28 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.

Ne, ich möchte nicht mehr den hyperventilierenden ÖRR, der den rechten Stimmungen nachrennt, sondern seinem Auftrag nachkommt.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 11:34 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.


Ne, ich möchte nicht mehr den hyperventilierenden ÖRR, der den rechten Stimmungen nachrennt, sondern seinem Auftrag nachkommt.

Dafür hätte ich gerne Beispiele. Der WDR hat nämlich zB das Geschehen in der Silvesternacht in Köln (der sitzt ungefähr 500m Luftlinie entfernt) erstmal gar nicht thematisiert.

Es ist auch nur ein bedauerlicher Zufall, dass bei "zufällig" ausgewählten Interviewpartnern oder Gästen später herauskommt, dass diese auf der linken Seite des politischen Spektrums ansässig sind.

Und naja, dann gab's noch das:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article238207447/1-Live-Instagram-Post-WDR-Team-irritiert-mit-Pro-Kutschaty-Kommentaren.html

Unterstützung für Tommy 4 Points.

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 12:16 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Puh, Kölner Silvesternacht ist dem politischen Zustand der Kohl Zeit näher als dem aktuellen.

Da hat sich doch einiges gedreht, auch wenn sicher noch viele eher links eingestellte Leute für den WDR arbeiten. Beim BR ist klar andersrum. Aus ersterem wird aber heute ein Problem gemacht. Natürlich ist es Monitor großartiger Journalismus, grad auch weil mit viel pointierter Meinung. Das gerät aber unter Beschuss in der ARD durch die Programmdirektion. Konservative Meinungsbeiträge haben keine Probleme. Klar problematisches wie von Nuhr wird geduldet bis hofiert.

Jede kleinsten Empörung von rechts wird Gehör geschenkt. Z.B. das Hühnerstall Lied, bei dem der WDR direkt eingeknickt ist.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 12:28 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Ernstgemeinte Frage:

Was findest du an Monitor "guten Journalismus"?

Weil es deiner Meinung entspricht?

ÖRR noch links?

fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 12:45 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Was findest du an Monitor "guten Journalismus"?

Gute Recherchen zu drängenden Problemen.

ÖRR noch links?

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 11:23 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.


Ja, da fällt durchaus auf, wie weit das alles ins Rutschen geraten ist. Fängt bei tagesthemen Kommentaren an und hört bei Dieter Nuhr auf WDR2 oder ARD Abendprogramm auf.

Ergänzung: Oder es ist mir ganz extrem auch bei WDR Westpol aufgefallen. Das war früher auch sehr klar in der Haltung. Heute schwimmen die auch auf der Welle der Angst mit.


Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.

Weil es den ja jemals weiter verbreitet gegeben hat.

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 11:29 (vor 545 Tagen) @ herrNick

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.


Ja, da fällt durchaus auf, wie weit das alles ins Rutschen geraten ist. Fängt bei tagesthemen Kommentaren an und hört bei Dieter Nuhr auf WDR2 oder ARD Abendprogramm auf.

Ergänzung: Oder es ist mir ganz extrem auch bei WDR Westpol aufgefallen. Das war früher auch sehr klar in der Haltung. Heute schwimmen die auch auf der Welle der Angst mit.


Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.


Weil es den ja jemals weiter verbreitet gegeben hat.

Westpol war dann doch jahrelang sehr einseitig, Monitor ist es im Übrigen auch. Und "hart aber fair" ist seit dem Wechsel zum Neubauer-Freund auch jetzt nicht der Hort der Unabhängigkeit.

ÖRR noch links?

max09, Donnerstag, 25.07.2024, 11:47 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Westpol war dann doch jahrelang sehr einseitig, Monitor ist es im Übrigen auch. Und "hart aber fair" ist seit dem Wechsel zum Neubauer-Freund auch jetzt nicht der Hort der Unabhängigkeit.

[/b]

Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun. Bei "hart aber fair" würde ich Klammroth aber mittlerweile schon in Schutz nehmen, der ist sehr um Ausgewogenheit und Neutralität bemüht. Vielleicht auch gerade wegen seiner privaten Beziehung aber trotzdem kann man ihm sowas mMn nicht unterstellen.

ÖRR noch links?

CD7, Berlin, Donnerstag, 25.07.2024, 13:12 (vor 545 Tagen) @ max09


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.


und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?

ÖRR noch links?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 13:50 (vor 545 Tagen) @ CD7


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?

Nein, weil Georg Restle sehr selektiv berichtet. Und für Korruption brauchst du idR zwei Dinge: Gelegentlich und den Willen, das so zu machen. Das hast du dann idR da, wo seit Jahren die gleiche Partei herrscht. Man kennt sich, man hilft sich.

ÖRR noch links?

balisto, 44143, Donnerstag, 25.07.2024, 13:40 (vor 545 Tagen) @ CD7


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?

Team Fakten wieder mit ganz schön vielen unbelegten Behauptungen unterwegs

ÖRR noch links?

Gigant, Donnerstag, 25.07.2024, 14:29 (vor 545 Tagen) @ balisto


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?


Team Fakten wieder mit ganz schön vielen unbelegten Behauptungen unterwegs

Setze dich doch lieber wieder dafür ein, dass der ÖRR Rechtsextremen und ihrer Lügenpropaganda eine Platzform bieten soll oder verbreite weiterhin Rechtsaußenmüll von islamistischen Parteien, die hier bald die Macht übernehmen werden oder verharmlose wieder die AfD und garniere das mit 4chan-Rechtssprech wie dem hier https://en.wiktionary.org/wiki/clown_world


Ich bin seit 15 Jahren in diesem Forum angemeldet und habe, grobe Schätzung, ca. 10-15 Beiträge im Unterforum Politik verfasst.

Halten wir also fest, dass du einen Scheiß über mich, mein Leben und meine Überzeugungen weißt.

Tja, mittlerweile wissen wir ja, wo deine Überzeugungen liegen. Das war wohl nichts.

ÖRR noch links?

balisto, 44143, Donnerstag, 25.07.2024, 14:55 (vor 544 Tagen) @ Gigant

Setze dich doch lieber wieder dafür ein, dass der ÖRR Rechtsextremen und ihrer Lügenpropaganda eine Platzform bieten soll oder verbreite weiterhin Rechtsaußenmüll von islamistischen Parteien, die hier bald die Macht übernehmen werden oder verharmlose wieder die AfD und garniere das mit 4chan-Rechtssprech wie dem hier https://en.wiktionary.org/wiki/clown_world


Ich bin seit 15 Jahren in diesem Forum angemeldet und habe, grobe Schätzung, ca. 10-15 Beiträge im Unterforum Politik verfasst.

Halten wir also fest, dass du einen Scheiß über mich, mein Leben und meine Überzeugungen weißt.

Tja, mittlerweile wissen wir ja, wo deine Überzeugungen liegen. Das war wohl nichts.

Es ist einfach komplett gesund und normal, Protokoll über die Beiträge von Usern im BVB-Forum zu führen. Lass dir da von niemandem was anderes einreden.

ÖRR noch links?

Gigant, Donnerstag, 25.07.2024, 15:24 (vor 544 Tagen) @ balisto

Setze dich doch lieber wieder dafür ein, dass der ÖRR Rechtsextremen und ihrer Lügenpropaganda eine Platzform bieten soll oder verbreite weiterhin Rechtsaußenmüll von islamistischen Parteien, die hier bald die Macht übernehmen werden oder verharmlose wieder die AfD und garniere das mit 4chan-Rechtssprech wie dem hier https://en.wiktionary.org/wiki/clown_world


Ich bin seit 15 Jahren in diesem Forum angemeldet und habe, grobe Schätzung, ca. 10-15 Beiträge im Unterforum Politik verfasst.

Halten wir also fest, dass du einen Scheiß über mich, mein Leben und meine Überzeugungen weißt.

Tja, mittlerweile wissen wir ja, wo deine Überzeugungen liegen. Das war wohl nichts.


Es ist einfach komplett gesund und normal, Protokoll über die Beiträge von Usern im BVB-Forum zu führen. Lass dir da von niemandem was anderes einreden.

Absolut herrlich, wie du inhaltlich nichts entgegenzusetzen hast und nun auf meinen Gesundheitszustand ablenken musst. Protokoll führt die Software übrigens selbst, ich muss mir da gar nichts merken. Vielleicht solltest du dich bei den Admins darüber beschweren.

Welch grandiose Selbstdemontage deinerseits. :D

ÖRR noch links?

CD7, Berlin, Donnerstag, 25.07.2024, 13:49 (vor 545 Tagen) @ balisto


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?


Team Fakten wieder mit ganz schön vielen unbelegten Behauptungen unterwegs


Ich hab eine provokante Frage gestellt als Antwort zu einer nicht belegten Behauptung.
Vielleicht hilfst du ja meinem Vorposter?

ÖRR noch links?

max09, Donnerstag, 25.07.2024, 17:10 (vor 544 Tagen) @ CD7

Sagen wir mal so, wenn ich Georg Restles Meinung hören wollte würde ich seinen Twitter Account lesen und nicht das ZDF einschalten. Und nebenbei angemerkt, ich schaue fast jede Talkshow im ÖRR.

ÖRR noch links?

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 25.07.2024, 13:31 (vor 545 Tagen) @ CD7


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?

Böse Zungen würden jetzt behaupten das das so nicht stimmt.:-) Dürfte aber der Hauptgrund sein aber das kann man ja nicht sagen.

ÖRR noch links?

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 13:36 (vor 545 Tagen) @ Garum


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?


Böse Zungen würden jetzt behaupten das das so nicht stimmt.:-) Dürfte aber der Hauptgrund sein aber das kann man ja nicht sagen.

Du kannst sagen was du willst. Du kannst es dann auch sicher belegen. Wir gönnen uns einen Kanzler mit Erinnerungslücken und der beste Wirtschaftsminister aller Zeiten hat seine buddys von den NGOs erstmal versorgt und das Heizungsgesetz versemmeln lassen.

ÖRR noch links?

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 25.07.2024, 13:49 (vor 545 Tagen) @ istar


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?


Böse Zungen würden jetzt behaupten das das so nicht stimmt.:-) Dürfte aber der Hauptgrund sein aber das kann man ja nicht sagen.


Du kannst sagen was du willst. Du kannst es dann auch sicher belegen. Wir gönnen uns einen Kanzler mit Erinnerungslücken und der beste Wirtschaftsminister aller Zeiten hat seine buddys von den NGOs erstmal versorgt und das Heizungsgesetz versemmeln lassen.

Diese Diskussion wird ja nicht. erst seit heute geführt.

spiegel.de/politik/rotfunk-totfunk-jammerfunk-a-c172eeOa-0002-0001-000013507835

Schon Ernst Albrecht nannte damals den NDR "Rotfunk"

ÖRR noch links?

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 25.07.2024, 14:02 (vor 545 Tagen) @ Garum


Was Georg Restle bei Monitor betreibt hat wirklich wenig mit journalistischer Arbeit sondern mehr mit dem Verbreiten seiner eigenen Meinung zutun.

und weil Korruption, Amtsmissbrauch, Lobbyhörigkeit, Täuschung eher im konservativ/rechten Lager aufgedeckt wird ist Monitor jetzt links?


Böse Zungen würden jetzt behaupten das das so nicht stimmt.:-) Dürfte aber der Hauptgrund sein aber das kann man ja nicht sagen.


Du kannst sagen was du willst. Du kannst es dann auch sicher belegen. Wir gönnen uns einen Kanzler mit Erinnerungslücken und der beste Wirtschaftsminister aller Zeiten hat seine buddys von den NGOs erstmal versorgt und das Heizungsgesetz versemmeln lassen.


Diese Diskussion wird ja nicht. erst seit heute geführt.

spiegel.de/politik/rotfunk-totfunk-jammerfunk-a-c172eeOa-0002-0001-000013507835

Schon Ernst Albrecht nannte damals den NDR "Rotfunk"

Der Link funktioniert nicht mehr so. Bei google einfach "Rotfunk-Totfunk- Jammerfunk" eingeben.

ÖRR noch links?

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 11:45 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.


Ja, da fällt durchaus auf, wie weit das alles ins Rutschen geraten ist. Fängt bei tagesthemen Kommentaren an und hört bei Dieter Nuhr auf WDR2 oder ARD Abendprogramm auf.

Ergänzung: Oder es ist mir ganz extrem auch bei WDR Westpol aufgefallen. Das war früher auch sehr klar in der Haltung. Heute schwimmen die auch auf der Welle der Angst mit.


Na schau, du möchtest also den klassischen Rotfunk zurück.


Weil es den ja jemals weiter verbreitet gegeben hat.


Westpol war dann doch jahrelang sehr einseitig, Monitor ist es im Übrigen auch. Und "hart aber fair" ist seit dem Wechsel zum Neubauer-Freund auch jetzt nicht der Hort der Unabhängigkeit.

Eben, das war stellenweise aber nie weiter verbreitet. Und Stellenweise gibt es als Gegenwicht natürlich auch eher konservativ geprägte Formate.

ÖRR noch links?

Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 11:26 (vor 545 Tagen) @ herrNick

Vielleicht ist man einfach farbenblind, wenn man die gleiche Ansicht hat wie die 82% der ÖR-Volontäre, die links - links- grün wählen?

ÖRR noch links?

majae, Muc, Donnerstag, 25.07.2024, 12:57 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Vielleicht ist man einfach farbenblind, wenn man die gleiche Ansicht hat wie die 82% der ÖR-Volontäre, die links - links- grün wählen?

Meine Zeit ist mir zu schade, dir ausführlich zu antworten, nur so viel: die Aussage ist faktisch falsch und es ist auch Bullshit anzunehmen, dass die Volontäre verantwortlich für den Inhalt der ÖRR-Sendungen wären. Ist dir wahrscheinlich egal, wichtiger ist die Bestätigung von der "linksgrünen Meinungsdiktatur", gelle?

ÖRR noch links?

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 11:27 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Vielleicht ist man einfach farbenblind, wenn man die gleiche Ansicht hat wie die 82% der ÖR-Volontäre, die links - links- grün wählen?

https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2638041

ÖRR noch links?

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 11:02 (vor 545 Tagen) @ fabian 1909

Genau. Schau dir einfach mal die Auswahl der Kommentare, der Politsendungen, etc. an.


Ja, da fällt durchaus auf, wie weit das alles ins Rutschen geraten ist. Fängt bei tagesthemen Kommentaren an und hört bei Dieter Nuhr auf WDR2 oder ARD Abendprogramm auf.

Kommentare bringen ja eine Meinung zum Ausdruck. Die muss man nicht zwangsläufig teilen.
Was sind das denn für Kommentare? Ich schau die Tagesthemen selten, weil zu spät.
Und falls jetzt einer sagt "boah,der guckt noch linear", für Nachrichten schmeiß ich nicht die Mediathek an. Verfassungsrechtlich bedenklich wird da nichts sein.

Und wer Nuhr nicht mag, der hat Böhmermann. Der wird jetzt sogar von führenden Imkern empfohlen.

In der Schweiz…

Didi, Schweiz, Donnerstag, 25.07.2024, 06:52 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

haben wir für die 8.7 Mio. Einwohner 2-3 deutsche Sender, 2 französische und 1-2 italienische. Die beiden letztgenannten nutze ich wirklich nicht, französisch vielleicht mal bei einem Länderspiel, weil ich den deutschsprachigen Kommentator nicht mag.

Wenn nun aber die Schweiz gegen Albanien oder Federer gegen Nadal spielt oder die Lauberhorn-Abfahrt stattfindet, dann wird das 3x übertragen bzw. kommentiert.

Inhaltlich ähnliche Diskussionen wie in Deutschland, angezettelt von Rechts und mit der Hauptaussage, da würden eh nur fiese Linke arbeiten.

Kosten pro Haushalt: 335 Franken, also mehr oder weniger 335 Euro.

Gibt allerdings Grade politischen Druck, die Kosten zu reduzieren, aber halt zulasten des Angebots. Aber mal ehrlich, ob Schweiz-Albanien nun wirklich in drei Sprachen lauden muss? Für die nationale Kohäsion wäre ein gelegentlicher Sprachkurs mit Shaqiri wohl eh nicht schlecht. Das ist aber nur mein Ansatz und der steht meines Wissens nicht im Raum.

In der Schweiz…

Pfostentreffer, Donnerstag, 25.07.2024, 08:03 (vor 545 Tagen) @ Didi

haben wir für die 8.7 Mio. Einwohner 2-3 deutsche Sender, 2 französische und 1-2 italienische. Die beiden letztgenannten nutze ich wirklich nicht, französisch vielleicht mal bei einem Länderspiel, weil ich den deutschsprachigen Kommentator nicht mag.

Wenn nun aber die Schweiz gegen Albanien oder Federer gegen Nadal spielt oder die Lauberhorn-Abfahrt stattfindet, dann wird das 3x übertragen bzw. kommentiert.

Inhaltlich ähnliche Diskussionen wie in Deutschland, angezettelt von Rechts und mit der Hauptaussage, da würden eh nur fiese Linke arbeiten.

Kosten pro Haushalt: 335 Franken, also mehr oder weniger 335 Euro.

Gibt allerdings Grade politischen Druck, die Kosten zu reduzieren, aber halt zulasten des Angebots. Aber mal ehrlich, ob Schweiz-Albanien nun wirklich in drei Sprachen lauden muss? Für die nationale Kohäsion wäre ein gelegentlicher Sprachkurs mit Shaqiri wohl eh nicht schlecht. Das ist aber nur mein Ansatz und der steht meines Wissens nicht im Raum.

Interessant. Das ist bei euch ja eine andere Situation als bei uns. Meine Vermutung wäre, dass der öffentliche Rundfunk dazu verpflichtet ist, alle Sprachregionen zu bedienen um seiner Informationspflicht nachzukommen? Was ja auch Sinn macht, du würdest ja auch dich ja vermutlich ärgern, wenn alles auf italienisch ist oder nicht? Genauso die Menschen aus der italienischen oder französischen Schweiz, wenn alles nur auf deutsch wäre.

Das ist weniger als 1 Euro am Tag. Eigentlich Wahnsinn, dass es darüber solche Diskussionen gibt. Aber wie du schon schreibst, wir wissen ja, woher es kommt.

In der Schweiz…

Didi, Schweiz, Donnerstag, 25.07.2024, 08:38 (vor 545 Tagen) @ Pfostentreffer

Aber eben, ist es denn eine "Informationspflicht", Federer-Nadal und Marco Odermatt in drei Sprachen zu bringen? Oder wäre es nicht zumutbar zu sagen, wir lassen den Sport alternierend in allen Sprachregionen laufen und muten dem Durchschnittsbürger das zu? Aber ich weiss, umsetzbar ist das vermutlich nicht. Aber schiene mir als Alternative zu Angebotskürzungen schon plausibel.

Was übrigens immer mal wieder für Ärger sorgt: Die Website des Schweizer Fernsehens ist redaktionell so gut, dass sie halt den nicht-finanzierten Zeitungen bisschen das Wasser abgräbt.

In der Schweiz…

Pfostentreffer, Donnerstag, 25.07.2024, 08:51 (vor 545 Tagen) @ Didi

Aber eben, ist es denn eine "Informationspflicht", Federer-Nadal und Marco Odermatt in drei Sprachen zu bringen? Oder wäre es nicht zumutbar zu sagen, wir lassen den Sport alternierend in allen Sprachregionen laufen und muten dem Durchschnittsbürger das zu? Aber ich weiss, umsetzbar ist das vermutlich nicht. Aber schiene mir als Alternative zu Angebotskürzungen schon plausibel.


Marco Odermatt kenne ich nicht einmal:-)

Für mich schon. Bei öffentlichen Angeboten ist es ja das Ziel möglichst viele mit den "Informationen" zu versorgen. Wenn die Leute es nicht verstehen können, können sie auch nicht am öffentlichen Diskurs teilnehmen. Kann man aber sicher drüber diskutieren.


Was übrigens immer mal wieder für Ärger sorgt: Die Website des Schweizer Fernsehens ist redaktionell so gut, dass sie halt den nicht-finanzierten Zeitungen bisschen das Wasser abgräbt.


Das habe ich schon öfter gehört. Muss ich mal ausprobieren. Gehören nicht ein relativ grosser Teil der privaten Zeitungen sowie dem Rechten Finazier Blocher oder habe ich das falsch im Kopf?

Danke und

LG

Stefan

In der Schweiz…

Didi, Schweiz, Donnerstag, 25.07.2024, 12:31 (vor 545 Tagen) @ Pfostentreffer

Blocher war mal Inhaber der Basler Zeitung, hat die dann aber verkauft. Die NZZ (Aktiengesellschaft im Streubesitz, soweit ich weiss) ist ja seit einigen Jahren übel im deutschen Raum am Fischen, indem man sich als "Westfernsehn" präsentiert und viele, überwiegend migrationskritische Texte über Deutschland verfasst. Die Arschloch-Quote in den Kommentaren auf der Facebook-Seite der NZZ liegt dann auch bei 99%.

Marco Odermatt ist übrigens auf dem Weg, einer der Top 3 Skifahrer aller Zeiten zu werden, die Bildungslücke muss ich bei dir stopfen. :-) Und davon abgesehen wirklich ein feiner Kerl, so wie es scheint.

In der Schweiz…

Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 12:38 (vor 545 Tagen) @ Didi

Blocher war mal Inhaber der Basler Zeitung, hat die dann aber verkauft. Die NZZ (Aktiengesellschaft im Streubesitz, soweit ich weiss) ist ja seit einigen Jahren übel im deutschen Raum am Fischen, indem man sich als "Westfernsehn" präsentiert und viele, überwiegend migrationskritische Texte über Deutschland verfasst. Die Arschloch-Quote in den Kommentaren auf der Facebook-Seite der NZZ liegt dann auch bei 99%.

Die haben eine komplette Redaktion in Berlin sitzen. Und die steht noch weiter rechts als die Redaktion in der Schweiz. Corona-Leugner, AfD-affine Gestalten, etc.


Marco Odermatt ist übrigens auf dem Weg, einer der Top 3 Skifahrer aller Zeiten zu werden, die Bildungslücke muss ich bei dir stopfen. :-) Und davon abgesehen wirklich ein feiner Kerl, so wie es scheint.

In der Schweiz…

Braumeister, BaWü, Donnerstag, 25.07.2024, 09:24 (vor 545 Tagen) @ Pfostentreffer

Marco Odermatt kenne ich nicht einmal:-)


Du wurdest soeben offiziell in der Schweiz auf die Fahndungsliste gesetzt und wirst bei Einreise umgehend wieder abgeschoben.

Im Kanton Nidwalden würdest du gar gesteinigt werden. :)

In der Schweiz…

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 09:35 (vor 545 Tagen) @ Braumeister

Marco Odermatt kenne ich nicht einmal:-)

Du wurdest soeben offiziell in der Schweiz auf die Fahndungsliste gesetzt und wirst bei Einreise umgehend wieder abgeschoben.

Im Kanton Nidwalden würdest du gar gesteinigt werden. :)

Den Kanton Nidwalden kennt aber doch auch niemand.

In der Schweiz…

Pfostentreffer, Donnerstag, 25.07.2024, 10:45 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Marco Odermatt kenne ich nicht einmal:-)

Du wurdest soeben offiziell in der Schweiz auf die Fahndungsliste gesetzt und wirst bei Einreise umgehend wieder abgeschoben.

Im Kanton Nidwalden würdest du gar gesteinigt werden. :)


Den Kanton Nidwalden kennt aber doch auch niemand.

Danke. So muss ich wenigstens nicht allein sterben.

In der Schweiz…

Karsten, Zürich, Donnerstag, 25.07.2024, 08:45 (vor 545 Tagen) @ Didi

Aber eben, ist es denn eine "Informationspflicht", Federer-Nadal und Marco Odermatt in drei Sprachen zu bringen? Oder wäre es nicht zumutbar zu sagen, wir lassen den Sport alternierend in allen Sprachregionen laufen und muten dem Durchschnittsbürger das zu?

Ehrlich gesagt wäre das unter Umständen sogar gar keine so doofe Idee, um die Landessprachen in den jeweils anderen Landesteilen wieder geläufiger zu machen.

In der Schweiz…

Didi, Schweiz, Donnerstag, 25.07.2024, 07:26 (vor 545 Tagen) @ Didi

Ergänzung: regionale TV- und Radios und das nationale Radio werden hier auch mitfinanziert über diesen Betrag. Weiss aber nicht, wie in Deutschland nun SWR und WDR etc. finanziert werden.

In der Schweiz…

Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 07:55 (vor 545 Tagen) @ Didi

Ergänzung: regionale TV- und Radios und das nationale Radio werden hier auch mitfinanziert über diesen Betrag. Weiss aber nicht, wie in Deutschland nun SWR und WDR etc. finanziert werden.

Genauso. Du hast den einen Rundfunkbeitrag (18 EUR pro Haushalt und Monat, also ca. 220 EUR im Jahr), mit dem ARD, ZDF, alle Dritten, 3sat, arte sowie das gesamte Radio finanziert werden.

In der Schweiz…

Didi, Schweiz, Donnerstag, 25.07.2024, 08:35 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Ah, ich dachte - habe den Thread jetzt nicht grade inhaliert - dass sich die 18 Euro auf den Jahresbetrag beziehen. Das schien mir jetzt bei den zehnfachen Einwohnerzahl und nur einer Sprachregion als Hebel nicht völlig unplausibel.

In der Schweiz…

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 08:37 (vor 545 Tagen) @ Didi

Im Jahr?
Ich bitte dich.
Das würde nicht mal für die fetten Renten ausreichen :D

In der Schweiz…

herrNick, Donnerstag, 25.07.2024, 10:52 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Im Jahr?
Ich bitte dich.
Das würde nicht mal für die fetten Renten ausreichen :D

Choose one:

( ) Jeder ÖRR Mitarbeiter bezieht nach seiner Laufbahn eine fette Rente
( ) Es gibt einzelne von privaten Medien prominent platzierte Beispiele von Verantwortlichen im ÖRR, die ein sehr großes Rentenpaket haben

Lasst uns reden... über den ÖRR

Windmill-Agogo, Pattaya, Donnerstag, 25.07.2024, 04:55 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Warum traut sich keine Partei diesen offenen Diskurs zu führen?

Ja, die meisten regelmäßigen Zuschauer der ÖRR Unterhaltungssendungen sind älter. Ja, die meisten Wähler sind älter.

Das Offensichtliche wäre also das man dieser Wählerschicht nicht vor den Kopf stoßen möchte, aber ist das wirklich so? Sägt man mit dieser Denke nicht am eigenen Ast? Merken wir nicht bei vielen anderen Themen das Stillstand falsch war und wir wären in der Nachbetrachtung über Veränderungen froh gewesen? Gerade sonst eher progressive Menschen scheinen sich beim ÖRR Stagnation zu wünschen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 08:33 (vor 545 Tagen) @ Windmill-Agogo

Naja der ÖRR ist eben das liebste Kind einer gewissen Klientel.
Da wird der minimalste Reformvorschlag direkt als Ende der Demokratie verkauft.
Die Union versucht ja hin und wieder vorsichtige Vorstöße. Danach bist du dann wieder AfD Light.
SPD und Grüne sind dort ein Totalausfall. Da gibt es gar kein Problembewusstsein.
Anstatt einen Gegenentwurf zu entwerfen wie man eine Reform attraktiv aufziehen kann, wird sich einfach jeglicher Diskussion verweigert.
Mal wieder Augen zu und durch des Linken Lagers.

Und am Ende kannst mal davon ausgehen das sich die ÖRR mit Händen und Füssen wehren werden. Da wird man jeden schmutzigen Trick rausholen um die eigenen Posten und Budgets zu schützen.

Und wie schnell du als Politiker erledigt bist wenn du von der Medienmeute zum Abschuss freigegeben wurdest, erfährt ja aktuell grade ein Joe Biden.

Den ganzen Stress für ein dann doch eher Randthema? Sehr unattraktiv für jeden Politiker.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 25.07.2024, 10:17 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Naja der ÖRR ist eben das liebste Kind einer gewissen Klientel.
Da wird der minimalste Reformvorschlag direkt als Ende der Demokratie verkauft.
Die Union versucht ja hin und wieder vorsichtige Vorstöße. Danach bist du dann wieder AfD Light.
SPD und Grüne sind dort ein Totalausfall. Da gibt es gar kein Problembewusstsein.
Anstatt einen Gegenentwurf zu entwerfen wie man eine Reform attraktiv aufziehen kann, wird sich einfach jeglicher Diskussion verweigert.
Mal wieder Augen zu und durch des Linken Lagers.

Und am Ende kannst mal davon ausgehen das sich die ÖRR mit Händen und Füssen wehren werden. Da wird man jeden schmutzigen Trick rausholen um die eigenen Posten und Budgets zu schützen.

Und wie schnell du als Politiker erledigt bist wenn du von der Medienmeute zum Abschuss freigegeben wurdest, erfährt ja aktuell grade ein Joe Biden.

Den ganzen Stress für ein dann doch eher Randthema? Sehr unattraktiv für jeden Politiker.

Was für ein Stuss. Hauptsache mal gegen Links gewettert.

Lasst uns reden... über den ÖRR

deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 08:52 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Naja der ÖRR ist eben das liebste Kind einer gewissen Klientel.
Da wird der minimalste Reformvorschlag direkt als Ende der Demokratie verkauft.
Die Union versucht ja hin und wieder vorsichtige Vorstöße. Danach bist du dann wieder AfD Light.
SPD und Grüne sind dort ein Totalausfall. Da gibt es gar kein Problembewusstsein.
Anstatt einen Gegenentwurf zu entwerfen wie man eine Reform attraktiv aufziehen kann, wird sich einfach jeglicher Diskussion verweigert.
Mal wieder Augen zu und durch des Linken Lagers.

Stimmt doch gar nicht: https://www.gruene.de/artikel/reformvorschl%C3%A4ge-f%C3%BCr-einen-starken-%C3%B6ffentlich-rechtlichen-rundfunk

Dies habe ich durch eine kurze Google-Recherche herausgefunden. Warum macht man sowas einfach nicht, bevor man einfach Behauptungen heraus posaunt? Ich meine wenn du ein wirkliches Interesse an dem Thema hast, dann hättest du das bestimmt herausgefunden?

Danke (k.T.)

Knarz Pellworm, DO-Hörde, Donnerstag, 25.07.2024, 09:00 (vor 545 Tagen) @ deichkind

.

Lasst uns reden... über den ÖRR

markus, Donnerstag, 25.07.2024, 08:50 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Und wie schnell du als Politiker erledigt bist wenn du von der Medienmeute zum Abschuss freigegeben wurdest, erfährt ja aktuell grade ein Joe Biden.

Und das war der ÖRR? Oder ist das nicht eher bei privaten Anbietern passiert?

Lasst uns reden... über den ÖRR

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 09:58 (vor 545 Tagen) @ markus

War eher darauf bezogen das die Medien natürlich auch eine gewisse Macht haben. Unabhängig ob jetzt Privat oder ÖRR.

Das eben kein besonders dankbarer Gegner für einen Politiker oder eine Partei.
Und die Ausgangsfrage war ja warum sich keiner so recht an eine grundlegende Reform des ÖRR traut.
Da verbrennen sich alle Parteien ungern die Finger.

Joe Biden fand ich nur ein super Beispiel von diesem Mechanismus. In dem Moment wenn die Medien den Schalter umlegen war es das eigentlich für ihn.

Als wenn er im Juni deutlich fitter war als im Juli ;).

Ganz unabhängig davon ob man seinen "Sturz" jetzt gut oder schlecht findet, war es schon interessant zusehen wie schnell man einen Umschwung des Meinungsbildes beobachten konnte.

Innerhalb von 2 Wochen vom Darling zur Gefahr für die Demokratie.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 08:43 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Und wie schnell du als Politiker erledigt bist wenn du von der Medienmeute zum Abschuss freigegeben wurdest, erfährt ja aktuell grade eine Joe Biden.

Ja, wer musste nicht mitansehen, wie Joe Biden vom ÖRR niedergemetzelt wurde?

Zu deinem restlichen Beitrag fällt mir grad leider gar nichts mehr ein.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Davja89, Donnerstag, 25.07.2024, 10:15 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Die Ausgangsfrage war:

Warum traut sich so recht keiner an die Reform des ÖRR?

Meine These:

Mit den Medien legt man sich als Politik/Partei/Interessenvertretung ungern an weil man natürlich massiv Gegenwind bekommt. Ist ja auch völlig nachvollziehbar. Wer lässt sich schon gerne seinen eigenen Posten wegreformieren? Menschlich völlig nachvollziehbar.

Jetzt könnte man natürlich sagen: da muss die Politik trotzdem Eier haben.

Hab dann einfach mal ein Beispiel gebracht über den mächtigsten Posten der Welt und wie schnell du dann der Depp der Welt bist wenn dich die Medien zum Abschuss freigeben.
Das kriegt dann maximal schnell eine Eigendynamik und du wirst einfach weggepült.
Das gibt es natürlich auch und vorallem in der Springerpresse.

Bin mir aber sehr sicher das wenn Scholz morgen eine große Reform des ÖRR mit Einsparideen in die Diskussion einbringen würde, er massivst unter Feuer genommen werden würde.

Einerseits aus so simplen Motiven wie Geld und Macht.

Aber natürlich lebt jeder auch in seiner Blase und überschätzt seine Wichtigkeit.
Mich eingeschloßen.

Wenn es um eine Polizeireform geht, kann dir jeder Polizist genau erklären warum das eine massive Gefährdung unser Sicherheit wäre.
Genauso glaubt natürlich auch jeder Regionalreporter im ÖRR das sein Job ein gaaaanz wichtiger Beitrag zur Gesellschaft ist.

Da glauben vermutlich wirklich viele im ÖRR das dieses Land zusammenbricht wenn wir die Kosten um 30% reduzieren und dafür eben ZDF und ARD zusammenlegen oder was auch immer noch so für Ideen kusieren.

Das wäre meine Begründung warum sich so richtig keiner an dieses Thema rantraut.
Kann man gerne anders sehen.

Und wir reden hier immer um eine Reform des ÖRR um ihn auf ein gesundes Maß runterzustutzen und nicht über eine komplett Auflösung des Systems.

Ein ÖRR ist eine Mehrwert für eine Gesellschaft aus meiner Sicht, das darf ihn aber nicht davor schützen eben auch mal reformiert zu werden oder sich kritisch mit seinen Kosten auseinanderzusetzen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 11:01 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Hab dann einfach mal ein Beispiel gebracht über den mächtigsten Posten der Welt und wie schnell du dann der Depp der Welt bist wenn dich die Medien zum Abschuss freigeben.
Das kriegt dann maximal schnell eine Eigendynamik und du wirst einfach weggepült.
Das gibt es natürlich auch und vorallem in der Springerpresse.

So ist es. Ein Grund mehr, sich für den ÖRR stark zu machen. Wer eine seriöse Berichterstattung möchte, der sollte nicht darauf hoffen, dass irgendein "Markt" das schon alles regelt. Wenn ich versehentlich mal auf eine Nachrichtensendung eines Privatsenders gerate, bekomme ich nicht das geboten, was ich als objektive Berichterstattung ansehe. Ganz davon abgesehen, dass Boulevardthemen dabei den gleichen Stellenwert haben wie wichtige politische oder gesellschaftliche Ereignisse. Derzeit verfolgen private Sender in Deutschland vorwiegend kommerzielle Interessen. Wer bei dem inzwischen nicht mehr frei empfangbaren Sender Servus mal in eine "politische Diskussion" geraten ist, der weiß, dass das nicht so bleiben wird. Beim ÖRR hingegen bin ich mir sicher, dass der journalistische Anspruch so hoch ist, dass ich den vebreiteten Meldung auch trauen kann. Ich möchte aber nicht von den Milliardären dieser Welt und ihrem zwielichtigen Umfeld "informiert" werden. Wobei ich selbst mich dem natürlich entziehen könnte. Ein großer Teil der Bevölkerung kann das aber nicht. Welche Folgen das hat, kann man ja in den sogenannten sozialen Medien sehen.

Bin mir aber sehr sicher das wenn Scholz morgen eine große Reform des ÖRR mit Einsparideen in die Diskussion einbringen würde, er massivst unter Feuer genommen werden würde.

Das ist nun mal das Wesen einer Diskussion relevanter Fragen in einem demokratischen Staat. Da muss man sich auch dem Gegenwind stellen. Wobei ich bei Olaf nicht das Gefühl habe, dass er damit Probleme hätte. Natürlich wird jeder Politiker darauf achten, dabei keine relevanten Wählergruppen zu vergraulen. Aber so etwas ist ja auch bei anderen Reformen (Rente, Gesundheit, Einkommenssteuer etc.) nicht anders.

Und wir reden hier immer um eine Reform des ÖRR um ihn auf ein gesundes Maß runterzustutzen und nicht über eine komplett Auflösung des Systems.

Da lese ich hier aber in einigen Beiträgen (nicht in deinem) etwas anderes.

Ein ÖRR ist eine Mehrwert für eine Gesellschaft aus meiner Sicht, das darf ihn aber nicht davor schützen eben auch mal reformiert zu werden oder sich kritisch mit seinen Kosten auseinanderzusetzen.

Das sehe ich auch so. Im Gegenteil, wenn man den ÖRR schützen möchte, dann muss man ihn reformieren. Dabei ist es aber wenig hilfreich, ihn als das "liebste Kind einer gewissen Klientel" zu bezeichnen. Es ist sicher so, dass Mitarbeiter mit eher "links-grüner Weltanschauung" (um es mal auf eine einfache Formulierung runterzubrechen) im ÖRR personell relativ überrepräsentiert sind. Das ist aber doch auch nicht verwunderlich. Das Gleiche wird man ohne Zweifel auch an anderen qualitativ hochwertigen Institutionen finden, sagen wir mal am Max-Planck-Institut. Wer sich journalistisch ernsthaft mit Themen wie z.B. Naturschutz, Klimawandel, Arbeitsbedingungen, Armut oder was auch immer beschäftigt, der wird am Ende kaum rechtspopulistische Thesen vertreten können. Allein das ernsthafte Interesse für gesellschaftlich relevante Themen bedingt doch schon, dass man sich dabei in eine bestimmte politische Richtung orientiert.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 05:46 (vor 545 Tagen) @ Windmill-Agogo
bearbeitet von istar, Donnerstag, 25.07.2024, 05:49

Warum traut sich keine Partei diesen offenen Diskurs zu führen?

Ja, die meisten regelmäßigen Zuschauer der ÖRR Unterhaltungssendungen sind älter. Ja, die meisten Wähler sind älter.

Das Offensichtliche wäre also das man dieser Wählerschicht nicht vor den Kopf stoßen möchte, aber ist das wirklich so? Sägt man mit dieser Denke nicht am eigenen Ast? Merken wir nicht bei vielen anderen Themen das Stillstand falsch war und wir wären in der Nachbetrachtung über Veränderungen froh gewesen? Gerade sonst eher progressive Menschen scheinen sich beim ÖRR Stagnation zu wünschen.

Vielleicht gibt's in Deutschland auch grade größere Probleme als die Reform des öffentlich rechtlichen Rundfunks zum Schwerpunktthema der nächsten Legislaturperiode zu machen.
Mir würde da jedenfalls einiges einfallen.

Und die verkrusteten Strukturen, die im Verwaltungsapparat hauptsächlich der ARD-Anstalten zuhause sind und die reformiert werden sollten,die findet man garantiert auch-vom Beamtenbund und verdi gut abgesichert-in zahlreichen Verwaltungen der Länder und Kommunen.

Das ist zwar ein anderes Thema, aber ein schlankerer Verwaltungsapparat würde den Bürgern sicher auch einen Mehrwert schaffen. Nicht nur finanziell.Geht aber auch keiner ran.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Windmill-Agogo, Pattaya, Donnerstag, 25.07.2024, 06:29 (vor 545 Tagen) @ istar

Warum traut sich keine Partei diesen offenen Diskurs zu führen?

Ja, die meisten regelmäßigen Zuschauer der ÖRR Unterhaltungssendungen sind älter. Ja, die meisten Wähler sind älter.

Das Offensichtliche wäre also das man dieser Wählerschicht nicht vor den Kopf stoßen möchte, aber ist das wirklich so? Sägt man mit dieser Denke nicht am eigenen Ast? Merken wir nicht bei vielen anderen Themen das Stillstand falsch war und wir wären in der Nachbetrachtung über Veränderungen froh gewesen? Gerade sonst eher progressive Menschen scheinen sich beim ÖRR Stagnation zu wünschen.


Vielleicht gibt's in Deutschland auch grade größere Probleme als die Reform des öffentlich rechtlichen Rundfunks zum Schwerpunktthema der nächsten Legislaturperiode zu machen.
Mir würde da jedenfalls einiges einfallen.

Und die verkrusteten Strukturen, die im Verwaltungsapparat hauptsächlich der ARD-Anstalten zuhause sind und die reformiert werden sollten,die findet man garantiert auch-vom Beamtenbund und verdi gut abgesichert-in zahlreichen Verwaltungen der Länder und Kommunen.

Das ist zwar ein anderes Thema, aber ein schlankerer Verwaltungsapparat würde den Bürgern sicher auch einen Mehrwert schaffen. Nicht nur finanziell.Geht aber auch keiner ran.

Alles richtig, aber gerade die FDP würde wohl kaum Wähler (haben ja auch nicht mehr viele) verlieren und könnte möglicherweise den Stichworten Liberalismus und Digitalisierung mit dem ÖRR ein Gesicht geben.

Selbst ein Scheitern könnte man immer den anderen Parteien in die Schuhe schieben, da man maximal der kleine Partner in einer Koalition ist.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 04:07 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Aufschlüsselung der Kosten im ÖRR

Schoeneschooh, CDMX, Donnerstag, 25.07.2024, 03:22 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Kann man hier ganz anschaulich aufbereitet finden und bekommt eine ganz gute Idee dafür, wohin das Geld wandert. https://www.ard.de/die-ard/organisation-der-ard/Verwendung-des-Rundfunkbeitrags-100/

Welche Frage hier natürlich nicht beantwortet wird ist, ob man das in jeder einzelnen Sparte nicht auch günstiger machen könnte. Habe mal mit einem ehemaligen freischaffenden Journalisten in Mexiko gesprochen, der sowohl Dinge für den ÖRR als auch private Projekte gemacht hat. Kann es nicht mehr im Detail wiedergeben und es war natürlich auch nur eine Einzelmeinung, aber es ging so in die Richtung: „Beim Privaten bist du zu zweit unterwegs und mit dem ÖRR mit ner halben Busladung!“. Verifizieren kann ich das nicht, aber vielleicht gibt es hier ja Leute aus der Branche.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Frankonius, Frankfurt, Mittwoch, 24.07.2024, 21:00 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich sehe im linearen Fernsehen wenn es nicht gerade Fußball ist (Sky) fast nur ÖRR.
Hautsächlich aber Informationsangebote (Tagesschau, Tagesthemen, heute, heute-journal).
Dazu dann auch diverse Magazine, Talk seltener (weil of zu spät).
Gut finde ich auch Sachen wie Terra-X oder ZDF-History (Hitlers Fußpfleger ;-)).
Bei Unterhaltungsprogrammen sind fast nur diverse Tatorts geblieben (besonders Münster und Dortmund, wobei letzterer besonders unter dem Abgang von Anna Schudt und Aylin Tezel gelitten hat).
Radio höre ich so nebenbei auf dem Weg zur Arbeit (HR 1 und HR 3).

Neben den Rundfunkprogrammen gibt es dann ja auch noch Aktivitäten im Bereich Musik.
Hier in Frankfurt gibt es das Europa Open Air mit dem HR Symphonie Orchester und der HR Bigband.
Früher hatte ich diese Orchester für Geldverschwendung gehalten, aber nachdem ich ein paar mal bei diesem Konzert ohne Eintritt dabei war, bin ich von diesen Musikern ziemlich angetan.
Das ist schon sehr hohes Niveau und eben mit Jazz und Klassik etwas abseits des Mainstreams. Ich denke, für Kultur kann man ruhig etwas Geld ausgeben.

Ich würde wahrscheinlich bei Sachen wie Fernsehgarten, Wetten dass und anderen Grufti-Programmen sparen, wobei ich seit diesem Jahr vom Alter auch langsam in die Zielgruppe falle (mit einer 6 vorne). Aber mit zunehmenden Alter werde ich nicht zum Schlagerfan.
Ein Verwandter jenseits der 70 hört auch weiten seinen Zappa ;-).

Die Ausgaben für Sportrechte sollten kritisch hinterfragt werden.
Wobei ich mich auf die Übertragung der Olympischen Spiele in Paris im ÖRR freue und es mir bei den Privaten oder auch Sky gruselig vorstellen würde.

Nachrichten beibehalten, Rest zusammendampfen

Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 19:48 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Es fängt bei der Diskussion um den Auftrag an. Was soll ÖRR können? Dann das wie bei Radio, TV, Internet.

Meine Meinung in Kurzfassung:

1. Auftrag definieren vor allem hinsichtlich Kultur, Nachrichten, Unterhaltung/ Sport, Bildung. Dann klären/abstimmen lassen, was gemacht werden muss (z.B. Nachrichten/Bildung).

2.Sportausgaben bei Fußball eindampfen, Breitensport erhalten. Aber z.B. keine 80 Reporter von ARD und ZDF vor Ort.

3. Unterhaltung versuchen von Kultur/Bildung abzugrenzen so gut es geht, dann abschaffen beim ÖRR.

4. Senderanzahl und Duplizität hinsichtlich Inhalt (vor allem simultan gesendet) überdenken. Beispiele:
ARD/ZDF wo deckungslgleich aufgeben, dafür meinetwegen Ersatz schaffen durch Programme ala Arte. Keine drölf Polittalksendungen.

5. Lineares TV für Ü50 erhalten. Rest geht eh ins Netz. Radio auch wichtig, da Auto-Nation und gute Alternative im Allgemeinen.

Wie viel man dann spart, keine Ahnung. ÖRR sind ja eh von Rentenzahlungen geplagt dank fettester Veteäge.

Qualität? Vielleicht noch Maßgaben schärfen, aber sonst gutes Niveau.

Ich mag die ÖRR, vor allem Dokus & Nachrichten, aber die sind zu krass teuer in der Gesamtschau, 18€ hin oder her.

Nachrichten beibehalten, Rest zusammendampfen

Schaumkrone, Celle, Donnerstag, 25.07.2024, 10:32 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Meine Eltern sind Ü80 und schauen zu 99% ÖRR weil sie die viele Werbung bei den privaten nervt oder das Angebot einfach zu albern ist. Denen würde eine Menge fehlen wenn man die „Unterhaltung“ streicht. Gefragt gejagt zB gucken die ständig.
Bitte nicht zusammendampfen- nachher muss ich dann Ersatzunterhaltung bieten und ständig zum Kartenspielen hin!!!!! ,)

Nachrichten beibehalten, Rest zusammendampfen

istar, Mittwoch, 24.07.2024, 20:42 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Es fängt bei der Diskussion um den Auftrag an. Was soll ÖRR können? Dann das wie bei Radio, TV, Internet.

Meine Meinung in Kurzfassung:

1. Auftrag definieren vor allem hinsichtlich Kultur, Nachrichten, Unterhaltung/ Sport, Bildung. Dann klären/abstimmen lassen, was gemacht werden muss (z.B. Nachrichten/Bildung).

2.Sportausgaben bei Fußball eindampfen, Breitensport erhalten. Aber z.B. keine 80 Reporter von ARD und ZDF vor Ort.

3. Unterhaltung versuchen von Kultur/Bildung abzugrenzen so gut es geht, dann abschaffen beim ÖRR.

4. Senderanzahl und Duplizität hinsichtlich Inhalt (vor allem simultan gesendet) überdenken. Beispiele:
ARD/ZDF wo deckungslgleich aufgeben, dafür meinetwegen Ersatz schaffen durch Programme ala Arte. Keine drölf Polittalksendungen.

5. Lineares TV für Ü50 erhalten. Rest geht eh ins Netz. Radio auch wichtig, da Auto-Nation und gute Alternative im Allgemeinen.

Wie viel man dann spart, keine Ahnung. ÖRR sind ja eh von Rentenzahlungen geplagt dank fettester Veteäge.

Qualität? Vielleicht noch Maßgaben schärfen, aber sonst gutes Niveau.

Ich mag die ÖRR, vor allem Dokus & Nachrichten, aber die sind zu krass teuer in der Gesamtschau, 18€ hin oder her.

Sportausgaben für Fußball auf keinen Fall eindampfen. Turniere gehören in den ÖRR,sonst verschwinden die irgendwann im paytv.
Dazu Zusammenfassungen der Ligen. Das ist Grundversorgung und wie schon geschrieben, gibt es da eine soziale Komponente.

Es wird übrigens auch ohne Ende Wintersport gezeigt. Interessiert mich gar nicht, aber wenn die Quoten nicht stimmen würden, würde es auch nicht in der Form gesendet.

Vielleicht sollte man sich auch einfach fragen, was man will. Zehn Euro sparen, um zwanzig für sky auszugeben? Oder mehr Qualität zum gleichen Preis?

Denn über Programminhalte (Tatort ja/nein) im Unterhaltungssektor hat sowieso jeder und jede 'ne andere Meinung.

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 20:08 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Ich mag die ÖRR, vor allem Dokus & Nachrichten, aber die sind zu krass teuer in der Gesamtschau, 18€ hin oder her.

Aber wie kommt man darauf? Es gab in der Vergangenheit keine wirklichen Preissteigerungen. Vor 19 Jahren, im Jahr 2005, lag der Beitrag bereits bei 17,03 Euro. Inflationsbereinigt wären das heute 24,38 Euro. Es ist preisbereinigt günstiger geworden. Im Vergleich zu den Einkommen ist die Differenz noch geößer und nimmt einen immer kleineren Anteil ein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkbeitrag#Rundfunkgebühren_bis_2012

Es sind ausschließlich private Anbieter, die ihre Preise wirklich erhöht haben und das zum Teil ganz extrem. Du kannst ja mal nachrechnen, was Sky, Dazn, Netflix usw. vor fünf Jahren gekostet haben und was sie heute kosten. Das nenne ich dann schon eher teuer.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 21:15 (vor 545 Tagen) @ markus

Du darfst nicht vergessen, dass die Einkommensgrundlage durch Umstellung auf HH zu massiven Einnahmesteigerungen geführt hat.

Vom hohen Niveau aus erklären sich auch niedrigere Steigerungen danach.

Ausserdem ist die Belastung pro HH/Bürger nicht der Punkt, sondern die Gesamteinnahmen des ÖRR. Dazu kommt, dass das Rentenmonster gefüttert werden will, was "leider" ein stetig anwachsendes Problem wird für die ÖRR. Da kann/darf/soll man ja nicht kratzen. Daher: kürzt die Programme, wo es halt geht. Darüber kann man doch gesellschaftlich reden. Wenn 50%+x das anders sehen als ich, hab ich halt Pech.

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 21:46 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Du darfst nicht vergessen, dass die Einkommensgrundlage durch Umstellung auf HH zu massiven Einnahmesteigerungen geführt hat.

Vom hohen Niveau aus erklären sich auch niedrigere Steigerungen danach.

Ausserdem ist die Belastung pro HH/Bürger nicht der Punkt, sondern die Gesamteinnahmen des ÖRR. Dazu kommt, dass das Rentenmonster gefüttert werden will, was "leider" ein stetig anwachsendes Problem wird für die ÖRR. Da kann/darf/soll man ja nicht kratzen. Daher: kürzt die Programme, wo es halt geht. Darüber kann man doch gesellschaftlich reden. Wenn 50%+x das anders sehen als ich, hab ich halt Pech.

Also möchtest du nur danach gehen, was möglichst beliebt ist? Das ist doch viel einfacher zu ermitteln und nennt sich Einschaltquoten. Die wirklichen Kostentreiber wie eine Fußball EM werden z.B. von 10-25 Mio. Menschen gesehen. Das kann ja dann schon mal nicht weg, weil es verdammt viele Menschen interessiert. Die Reportage über das Paarungsverhalten der Regenwürmer müsste nach der Argumentation dann eher weg, wenn dort nur 200.000 Leute einschalten. Nur bringt das keine wirklichen Einsparungen, weil das ein vergleichsweise günstiger Inhalt ist.

Grundsätzlich achten auch die ÖRR auf die Quoten und stellen auch Formate ein, wenn zu wenig Zuschauer einschalten. Ich sehe nicht, dass die einfach einen irgendeinen Mist senden, der kaum jemanden interessiert. Das ist doch alles eine gefühlte Ebene, die sich mit Fakten nicht untermauern lässt.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 22:11 (vor 545 Tagen) @ markus

Also möchtest du nur danach gehen, was möglichst beliebt ist? Das ist doch viel einfacher zu ermitteln und nennt sich Einschaltquoten. Die wirklichen Kostentreiber wie eine Fußball EM werden z.B. von 10-25 Mio. Menschen gesehen. Das kann ja dann schon mal nicht weg, weil es verdammt viele Menschen interessiert. Die Reportage über das Paarungsverhalten der Regenwürmer müsste nach der Argumentation dann eher weg, wenn dort nur 200.000 Leute einschalten. Nur bringt das keine wirklichen Einsparungen, weil das ein vergleichsweise günstiger Inhalt ist.

Ne, nicht ganz so gemeint. Das Verhalten geschlechtsreifer Regenwürmer ist halt Bildung, das bleibt. Tatort Deluxe aus Dortmund ist Unterhaltung. Das kann gehen.

Grundsätzlich achten auch die ÖRR auf die Quoten und stellen auch Formate ein, wenn zu wenig Zuschauer einschalten. Ich sehe nicht, dass die einfach einen irgendeinen Mist senden, der kaum jemanden interessiert. Das ist doch alles eine gefühlte Ebene, die sich mit Fakten nicht untermauern lässt.

Das trifft einen Punkt, den ich anders drehen möchte. Dass die ÖRR nach Quote gehen, ist iwo ein bisken schräg. Einerseits über (Zwangs)Gebühren finanziert und somit frei "Gutes aber Unpopuläres" zu senden, andererseits Quoten wichtig finden, bei diversen Sendungen.

Es ist für mich so, dass sie vor allem "Mist" senden, den die Privaten Zuhauf ohne Gebühren machen (Ratespielchen, Krimis, Realityscheiße, etc.) das sollte aus meiner Sicht zwingend raus aus dem ÖRR. Da ist mir die Quote der ÖRR in der Rubrik egal, das muss nicht sein.

Die Regenwürmer (Danke, jetzt krieg ich das nicht mehr raus) sollen sich in HD paaren, bevor der vom Aussterben bedrohte Weißkopfrabe sie alle frisst. Alles gut. Kann man senden.

Vielleicht noch mal etwas klarer, in welche Richtung ich marschieren will. Alles was nicht Bildung (Regenwürmer), Kultur (satirische Regenwürmer) oder Nachrichten (tote Regenwürmer) ist, kann zu einem gewissen Maß zur Disposition. Unterhaltung (RTL2-Regenwürmer) kann größtenteils weg.

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TeePee, NRW, Donnerstag, 25.07.2024, 13:07 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Ne, nicht ganz so gemeint. Das Verhalten geschlechtsreifer Regenwürmer ist halt Bildung, das bleibt. Tatort Deluxe aus Dortmund ist Unterhaltung. Das kann gehen.

Wobei der Tatort ein denkbar schlechtes Beispiel sein dürfte. Immerhin wird der an über 50 andere Länder verkauft und dürfte somit sogar Gewinne einspielen.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Donnerstag, 25.07.2024, 13:39 (vor 545 Tagen) @ TeePee

Was für mich zeigt, dass er auch privat funktionieren würde. Aber gut, jetzt kann man argumentieren, dass der im Privaten nie gedreht worden wäre (zumindest die Anzahl an Ermittlungs-Teams).

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Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 13:42 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Was für mich zeigt, dass er auch privat funktionieren würde. Aber gut, jetzt kann man argumentieren, dass der im Privaten nie gedreht worden wäre (zumindest die Anzahl an Ermittlungs-Teams).

Oder er wäre nach ein paar Jahren eingestellt worden, weil die Zielgruppe nicht mehr werbeträchtig gewesen wäre.

Und wer möchte schon einen Tatort anschauen, der drei, viermal von Werbepausen unterbrochen wird? Da wäre man bei der Zielgruppe der fünfundsiebzig Jahre alten Männer mit Prostata-Problemen ;-)

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Donnerstag, 25.07.2024, 15:21 (vor 544 Tagen) @ Ulrich

Naja, also so ganz werbefrei insgesamt ist der ÖRR ja nicht. Aber ich weiß schon, was du meinst.

Das mit der Quote ist wie ich schon woanders schrieb etwas schräg beim ÖRR. Entweder folgt man dem (wo ist dann der Unterschied zum Privaten) oder nicht (dann sollen sie nicht immer mit Quote kommen). Wohl gemerkt, ich beziehe mich nur auf Unterhaltung. Nachrichten, Bildung und Kultur sollten unangetastet bleiben von Quoten. Aber ist nur meine Meinung.

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 22:43 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Also möchtest du nur danach gehen, was möglichst beliebt ist? Das ist doch viel einfacher zu ermitteln und nennt sich Einschaltquoten. Die wirklichen Kostentreiber wie eine Fußball EM werden z.B. von 10-25 Mio. Menschen gesehen. Das kann ja dann schon mal nicht weg, weil es verdammt viele Menschen interessiert. Die Reportage über das Paarungsverhalten der Regenwürmer müsste nach der Argumentation dann eher weg, wenn dort nur 200.000 Leute einschalten. Nur bringt das keine wirklichen Einsparungen, weil das ein vergleichsweise günstiger Inhalt ist.


Ne, nicht ganz so gemeint. Das Verhalten geschlechtsreifer Regenwürmer ist halt Bildung, das bleibt. Tatort Deluxe aus Dortmund ist Unterhaltung. Das kann gehen.

Grundsätzlich achten auch die ÖRR auf die Quoten und stellen auch Formate ein, wenn zu wenig Zuschauer einschalten. Ich sehe nicht, dass die einfach einen irgendeinen Mist senden, der kaum jemanden interessiert. Das ist doch alles eine gefühlte Ebene, die sich mit Fakten nicht untermauern lässt.


Das trifft einen Punkt, den ich anders drehen möchte. Dass die ÖRR nach Quote gehen, ist iwo ein bisken schräg. Einerseits über (Zwangs)Gebühren finanziert und somit frei "Gutes aber Unpopuläres" zu senden, andererseits Quoten wichtig finden, bei diversen Sendungen.

Es ist für mich so, dass sie vor allem "Mist" senden, den die Privaten Zuhauf ohne Gebühren machen (Ratespielchen, Krimis, Realityscheiße, etc.) das sollte aus meiner Sicht zwingend raus aus dem ÖRR. Da ist mir die Quote der ÖRR in der Rubrik egal, das muss nicht sein.

Die Regenwürmer (Danke, jetzt krieg ich das nicht mehr raus) sollen sich in HD paaren, bevor der vom Aussterben bedrohte Weißkopfrabe sie alle frisst. Alles gut. Kann man senden.

Vielleicht noch mal etwas klarer, in welche Richtung ich marschieren will. Alles was nicht Bildung (Regenwürmer), Kultur (satirische Regenwürmer) oder Nachrichten (tote Regenwürmer) ist, kann zu einem gewissen Maß zur Disposition. Unterhaltung (RTL2-Regenwürmer) kann größtenteils weg.

Die Frage, was zur Grundversorgung gehört, ist ja schon vom BVerfG beantwortet worden. Das ist eben auch Unterhaltung.

"Grundversorgung" umfasst nach dem Bundesverfassungsgericht im Wesentlichen drei Elemente: Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen, die Veranstaltung von Programmen, die Information, Bildung und Unterhaltung in voller Breite ("klassischer Auftrag") sicherstellen und die Gewährleistung der Meinungsvielfalt innerhalb des Programms https://www.ard.de/die-ard/Rundfunkfreiheit-Ueberblick-der-wichtigsten-Urteile-aus-Karlsruhe-100/

Ein gutes Beispiel ist ja die EM. Die gab es auch bei RTL, aber die Vielfalt innerhalb des Programms ließ zu wünschen übrig. Die hatten nicht einmal ein eigenes Programm, sondern haben das von Magenta übernommen. Ein eigenes Format war dann das EM Studio. Und sorry, aber ein Spaßvogel wie Elton und die B-Riege ehemaliger Fußballer (Helmer, Babbel, Effenberg, Basler) sind dann einfach kein Garant für hohe Qualität.

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Scherben, Kiel, Mittwoch, 24.07.2024, 20:35 (vor 545 Tagen) @ markus

Ich mag die ÖRR, vor allem Dokus & Nachrichten, aber die sind zu krass teuer in der Gesamtschau, 18€ hin oder her.


Aber wie kommt man darauf? Es gab in der Vergangenheit keine wirklichen Preissteigerungen. Vor 19 Jahren, im Jahr 2005, lag der Beitrag bereits bei 17,03 Euro. Inflationsbereinigt wären das heute 24,38 Euro. Es ist preisbereinigt günstiger geworden. Im Vergleich zu den Einkommen ist die Differenz noch geößer und nimmt einen immer kleineren Anteil ein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkbeitrag#Rundfunkgebühren_bis_2012

Es sind ausschließlich private Anbieter, die ihre Preise wirklich erhöht haben und das zum Teil ganz extrem. Du kannst ja mal nachrechnen, was Sky, Dazn, Netflix usw. vor fünf Jahren gekostet haben und was sie heute kosten. Das nenne ich dann schon eher teuer.

Wir hatten diese Diskussion ja schon mehrfach in den letzten Monaten, und genau diese Statistik hatte ich auch einmal in den Raum geworfen. Da kam dann wenig überraschend ... nichts. Ich finde das total erstaunlich. Man mag ja gefühlt der Meinung sein, dass der Rundfunkbeitrag andauernd steigt, aber man muss doch irgendwann auch mal akzeptieren, dass der ÖRR seit einem Jahrzehnt mit faktisch sinkenden Beiträgen arbeitet und trotzdem ein gutes Gesamtprogramm abliefert. Wo natürlich nicht für alle immer was dabei ist, aber die Eierlegende Wollmilchsau ist halt noch nicht erfunden.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 08:41 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Diese Darstellung taugt aber auch nur als sehr schwaches Argument.

Ich umschreibe es einmal für Dich:

Hey, unser Produkt ist super! Warum? Vor 50 Jahren hat es eine DM gekostet, heute bezahlt Ihr nur einen Euro!

Die Inflation hat voll zugeschlagen, aber hier habt Ihr etwas, was Euch nicht viel kostet: Streichhölzer!

Das Problem: Ich habe keine Verwendung für Streichhölzer. Ich möchte keine Streichhölzer kaufen, damit andere diese günstiger erwerben können. Ich könnte mir ein Zippo kaufen oder gar kein Feuer machen wollen.

Die Preisentwicklung taugt als Argument bereits daher nicht, weil 1. vollkommen unklar ist, ob das Produkt in der Bertachtung initial richtig bewertet wurde und 2. man der Volkswirtschaft durch den ÖR 10 Mrd. € jährlich entzieht. Und die Frage lautet: Kann ich das Geld nicht besser investieren?

Mir würde C-Span auf Deutsch reichen, anderen nicht. Kein Problem, dann finden wir einen Kompromis. Das Produkt, was wir heute haben, ist das aber nicht.

An anderer Stelle schrieb jemand: Haben wir nicht dringendere Probleme! Ja, haben wir. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht mehrere Probleme gleichzeitig lösen können. Und es schafft eine Kultur, eine Kultur der spätrömischen Dekadenz gepaart mit überbordender Bürokratie, die wird jedem jeden Tag vor Augen führen. Und wenn wir solche Sündenpfuhle beseitigen, schafft das Zeichen, die weit mehr wirken als jede Rede jedes einzelnen Politikers, ob in Regierungsverantwortung oder in der Opposition.

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Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 10:07 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Nichts für ungut, aber man muss sich m.E. einmal entscheiden: Will man grundsätzlich für oder gegen den ÖRR argumentieren?

Sobald man sagt, dass man nicht grundsätzlich gegen den ÖRR argumentieren will, dann ist es schlicht kein gutes Argument, dass einem (große) Teile des Angebots nicht gefallen, denn das gehört notwendig zum ÖRR dazu. (So wie -- nur nebenbei -- es auch bei Netflix oder DAZN dazugehört, dass einen ein Großteil des Programms nicht ansprechen. Das ist bei Medien notgedrungen so, sofern die Finanzierung nicht allein auf Basis von Pay-per-View erfolgt oder erfolgen kann. Und dafür gibt es in allen Fällen sicher gute Argumente.)

Ist man grundsätzlich für den ÖRR, dann ist ein völlig berechtigtes Anliegen, dass man die Kostenfrage stellt und sich überlegt, ob man nicht ein ähnlich gutes Angebot auch für einen Bruchteil des Preises bekommen kann. Unfair finde ich allerdings, wenn dieses Argument dann mit dem Gefühl garniert wird, dass der ÖRR sich Jahr für Jahr einen großen Schluck aus der Pulle gönnen würde, obwohl das nachweislich nicht der Fall ist und der ÖRR Jahr für Jahr mit faktisch sinkenden Einnahmen zurechtkommen muss. Und die Frage bleibt natürlich, inwieweit 18 EUR pro Haushalt und Monat nun wirklich ein derartiges Drama sind, wenn man bedenkt, dass damit ein Grundangebot an Information und Unterhaltung locker befriedigt wird und niemand wirklich gezwungen ist, all das privat zu finanzieren.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 10:11 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Gerade weil ich für den ÖR bin, bin ich dafür, dass er sich auf das wesentliche konzentriert. Meine Sicht: Der Staat sollte nicht mit Zwangsmitteln Konkurrenz zur privaten Wirtschaft machen. Der Staat hat nur dann das Recht in die Wirtschaft einzugreifen, wenn ein Privater das Angebot nicht oder nicht gleichwertig erbringen kann und das Vorhandensein des Angebots für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erforderlich ist.

Stimmst Du vorstehendem zu? Wenn nicht, dann liegt unser Dissenz insoweit im Staatsverständnis. Dann ist der ÖR davon nur ein Ausprägung und wir drehen uns in unserer Diskussion um uns selber.

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Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 10:18 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Gerade weil ich für den ÖR bin, bin ich dafür, dass er sich auf das wesentliche konzentriert. Meine Sicht: Der Staat sollte nicht mit Zwangsmitteln Konkurrenz zur privaten Wirtschaft machen. Der Staat hat nur dann das Recht in die Wirtschaft einzugreifen, wenn ein Privater das Angebot nicht oder nicht gleichwertig erbringen kann und das Vorhandensein des Angebots für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erforderlich ist.

...und das BVerfG hat definiert, was darunter zu verstehen ist: Information, Kultur, Bildung und Unterhaltung. Es mag sein, dass Dir diese Definition zu weit gefasst ist, aber das ist nun einmal die rechtliche Basis, auf der die Struktur und die Finanzierung dann erfolgen muss.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 10:26 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Du hast dabei den Vorsatz vergessen:

"Eine unerlässliche Grundversorgung"

Eine Grundversorgung an Unterhaltung misst sich doch an dem vorhandenen Angebot. Und das war im Jahr 1986 (Jahr des von Dir zitierten Urteils) eine komplett andere als im Jahr 2024. 1986 gab es kaum Reichweite für die Privaten. 1986 gab es natürlich keine Streamingdienste. Trotzdem gab es 1986 ein deutlich geringeres Angebot (und das ist nicht maßgeblich auf die Trennung Deutschlands zurückzuführen).

Wenn wir (= die demokratische Mitte) die Diskussion nicht führen und zu einem Ergebnis bringen, werden das andere für uns tun. Aber die werden nicht mit Augenmaß handeln.

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Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 13:18 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Und das war im Jahr 1986 (Jahr des von Dir zitierten Urteils) eine komplett andere als im Jahr 2024.

Ich hatte mich tatsächlich an Einordnungen des Urteils von 2021 orientiert.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 12:44 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Du hast dabei den Vorsatz vergessen:

"Eine unerlässliche Grundversorgung"

Eine Grundversorgung an Unterhaltung misst sich doch an dem vorhandenen Angebot. Und das war im Jahr 1986 (Jahr des von Dir zitierten Urteils) eine komplett andere als im Jahr 2024. 1986 gab es kaum Reichweite für die Privaten. 1986 gab es natürlich keine Streamingdienste. Trotzdem gab es 1986 ein deutlich geringeres Angebot (und das ist nicht maßgeblich auf die Trennung Deutschlands zurückzuführen).

Das BVerfG hat 2021 aber eine wachsende und keine sinkende Bedeutung festgestellt.

1. Die Rundfunkfreiheit dient der freien, individuellen und öffentlichen Meinungsbildung. Der in Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG enthaltene Auftrag zur Gewährleistung der Rundfunkfreiheit zielt auf eine Ordnung, die sicherstellt, dass die Vielfalt der bestehenden Meinungen im Rundfunk in größtmöglicher Breite und Vollständigkeit Ausdruck findet. Dabei wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltsicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden. Dies gilt gerade in Zeiten vermehrten komplexen Informationsaufkommens einerseits und von einseitigen Darstellungen, Filterblasen, Fake News, Deep Fakes andererseits.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-069.html

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deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 11:36 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Wenn wir (= die demokratische Mitte) die Diskussion nicht führen und zu einem Ergebnis bringen, werden das andere für uns tun. Aber die werden nicht mit Augenmaß handeln.

Wir führen doch die Diskussion :-)

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Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 13:21 (vor 545 Tagen) @ deichkind

Wenn wir (= die demokratische Mitte) die Diskussion nicht führen und zu einem Ergebnis bringen, werden das andere für uns tun. Aber die werden nicht mit Augenmaß handeln.

Wir führen doch die Diskussion :-)

Japp.

Das will ich ihm jetzt nicht vorwerfen, aber das erinnert ein bisschen an das "Zensur!!!" von vor 10 Jahren. Nur weil mir widersprochen wird, werde ich nicht zensiert, und man kann auch eine Diskussion führen, ohne dass man sich gegenseitig am Ende zustimmt.

Und gerade beim Thema ÖRR geht es doch eigentlich nur um die Frage, wie eng oder wie weit der Auftrag auszulegen ist, und da gibt es innerhalb der Planken, die das BVerfG eingezogen hat, natürlich Spielraum. Ich sehe jetzt auch keinen Grund, warum man nicht einfach den Dissens stehen lassen könnte, dass die einen den Auftrag enger und die anderen den Auftrag weiter auslegen. Why not?

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istar, Donnerstag, 25.07.2024, 13:30 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Wenn wir (= die demokratische Mitte) die Diskussion nicht führen und zu einem Ergebnis bringen, werden das andere für uns tun. Aber die werden nicht mit Augenmaß handeln.

Wir führen doch die Diskussion :-)


Japp.

Das will ich ihm jetzt nicht vorwerfen, aber das erinnert ein bisschen an das "Zensur!!!" von vor 10 Jahren. Nur weil mir widersprochen wird, werde ich nicht zensiert, und man kann auch eine Diskussion führen, ohne dass man sich gegenseitig am Ende zustimmt.

Und gerade beim Thema ÖRR geht es doch eigentlich nur um die Frage, wie eng oder wie weit der Auftrag auszulegen ist, und da gibt es innerhalb der Planken, die das BVerfG eingezogen hat, natürlich Spielraum. Ich sehe jetzt auch keinen Grund, warum man nicht einfach den Dissens stehen lassen könnte, dass die einen den Auftrag enger und die anderen den Auftrag weiter auslegen. Why not?

Wir führen die Diskussion und wir könnten den Dissens stehenlassen.
Was wir hier machen hat allerdings verdammt wenig Einfluss.

Deshalb ist das doch sowieso eher ein Spaß .

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deichkind, Aachen, Donnerstag, 25.07.2024, 14:07 (vor 545 Tagen) @ istar

Wenn wir (= die demokratische Mitte) die Diskussion nicht führen und zu einem Ergebnis bringen, werden das andere für uns tun. Aber die werden nicht mit Augenmaß handeln.

Wir führen doch die Diskussion :-)


Japp.

Das will ich ihm jetzt nicht vorwerfen, aber das erinnert ein bisschen an das "Zensur!!!" von vor 10 Jahren. Nur weil mir widersprochen wird, werde ich nicht zensiert, und man kann auch eine Diskussion führen, ohne dass man sich gegenseitig am Ende zustimmt.

Und gerade beim Thema ÖRR geht es doch eigentlich nur um die Frage, wie eng oder wie weit der Auftrag auszulegen ist, und da gibt es innerhalb der Planken, die das BVerfG eingezogen hat, natürlich Spielraum. Ich sehe jetzt auch keinen Grund, warum man nicht einfach den Dissens stehen lassen könnte, dass die einen den Auftrag enger und die anderen den Auftrag weiter auslegen. Why not?


Wir führen die Diskussion und wir könnten den Dissens stehenlassen.
Was wir hier machen hat allerdings verdammt wenig Einfluss.

Deshalb ist das doch sowieso eher ein Spaß .

Das Thema ÖRR wird aber auch bei mir im Freundeskreis häufig diskutiert, insofern sehe ich schon, dass das in der "demokratischen Mitte" diskutiert wird.

Generell kommt es immer wieder in Diskussion zu Aussagen wie etwa "Das darf man nicht den Rechten überlassen", bspw. zum Thema Migration und Straftäter. Dabei wird das Thema in jeder x-ten Talkshow diskutiert, in Zeitungen debattiert oder im Bundestag besprochen. Ich sehe das überhaupt nicht so, dass man solche Themen dem rechten Rand überlässt. Das ist wohl subjektive Wahrnehmung.

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istar, Donnerstag, 25.07.2024, 09:07 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Diese Darstellung taugt aber auch nur als sehr schwaches Argument.

Ich umschreibe es einmal für Dich:

Hey, unser Produkt ist super! Warum? Vor 50 Jahren hat es eine DM gekostet, heute bezahlt Ihr nur einen Euro!

Die Inflation hat voll zugeschlagen, aber hier habt Ihr etwas, was Euch nicht viel kostet: Streichhölzer!

Das Problem: Ich habe keine Verwendung für Streichhölzer. Ich möchte keine Streichhölzer kaufen, damit andere diese günstiger erwerben können. Ich könnte mir ein Zippo kaufen oder gar kein Feuer machen wollen.

Die Preisentwicklung taugt als Argument bereits daher nicht, weil 1. vollkommen unklar ist, ob das Produkt in der Bertachtung initial richtig bewertet wurde und 2. man der Volkswirtschaft durch den ÖR 10 Mrd. € jährlich entzieht. Und die Frage lautet: Kann ich das Geld nicht besser investieren?

Mir würde C-Span auf Deutsch reichen, anderen nicht. Kein Problem, dann finden wir einen Kompromis. Das Produkt, was wir heute haben, ist das aber nicht.

An anderer Stelle schrieb jemand: Haben wir nicht dringendere Probleme! Ja, haben wir. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht mehrere Probleme gleichzeitig lösen können. Und es schafft eine Kultur, eine Kultur der spätrömischen Dekadenz gepaart mit überbordender Bürokratie, die wird jedem jeden Tag vor Augen führen. Und wenn wir solche Sündenpfuhle beseitigen, schafft das Zeichen, die weit mehr wirken als jede Rede jedes einzelnen Politikers, ob in Regierungsverantwortung oder in der Opposition.

Das mit den anderen Problemen war ich, Ich sehe beim ÖRR kein gravierendes Problem. Das Problem,das du in erster Linie hast, scheint ja der Rundfunkbeitrag zu sein. Würdest du alle Angebote mit Ausnahme von Unterhaltung nutzen, würdest du möglicherweise zum Schluss kommen,dass das eigentlich ein Schnäppchen ist.
Macht natürlich keiner,dazu ist das Angebot auch zu groß. Aber einschließlich der Verwertung über YouTube ist es schon ordentlich.

Ich zahle bei meiner Dauerkarte auch den ÖPNV mit, obwohl ich den kaum nutze. Andere kommen fur lau aus Bielefeld. Na und? Zahl ich gerne mit.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 09:21 (vor 545 Tagen) @ istar

Hier sehe ich einen großen Unterschied:

Ich habe die Wahl, die Dauerkarte zu erweben. Und wenn mir der Preis zu hoch wird, weil Sonderleistungen inkludiert werden, die ich nicht in Anspruch nehme, wie beispielsweise die kostenlose Nutzung des VRR, kaann ich auf das Angebot verzichten. Sollte dann die Dauerkartenverkäufe zurückgehen, wird der Ballspielverein überlegen, woran das liegt und versuchen, sein Angebot zu verbessern.

Die Kauffreiheit ist beim ÖR ausgehebelt und entsprechend funktioniert der Mechanismus zur Optimierung nicht. Das Produkt ist entsprechend.

Hinzukommt das Erfordernis einer Rechtfertigung für den ÖR generell (Information der Bevölkerung, Schutz der Demokratie) und für die konkrete Ausgestaltung. Und da mangelt es erheblich. Und da ist es mir auch schnupp, ob die Redakteure als stramme Konservative sind, Neoliberale oder RotGrüne. Mir scheint, dass ein Teil der Diskutanten diese Frage nicht systemisch, sonden im Lagerkontext beantworten.

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istar, Donnerstag, 25.07.2024, 09:40 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Hier sehe ich einen großen Unterschied:

Ich habe die Wahl, die Dauerkarte zu erweben. Und wenn mir der Preis zu hoch wird, weil Sonderleistungen inkludiert werden, die ich nicht in Anspruch nehme, wie beispielsweise die kostenlose Nutzung des VRR, kaann ich auf das Angebot verzichten. Sollte dann die Dauerkartenverkäufe zurückgehen, wird der Ballspielverein überlegen, woran das liegt und versuchen, sein Angebot zu verbessern.

Die Kauffreiheit ist beim ÖR ausgehebelt und entsprechend funktioniert der Mechanismus zur Optimierung nicht. Das Produkt ist entsprechend.

Hinzukommt das Erfordernis einer Rechtfertigung für den ÖR generell (Information der Bevölkerung, Schutz der Demokratie) und für die konkrete Ausgestaltung. Und da mangelt es erheblich. Und da ist es mir auch schnupp, ob die Redakteure als stramme Konservative sind, Neoliberale oder RotGrüne. Mir scheint, dass ein Teil der Diskutanten diese Frage nicht systemisch, sonden im Lagerkontext beantworten.

Das ist theoretisch richtig, praktisch aber nicht, weil kaum einer (ich kenne jedenfalls niemanden) auf seine DK verzichten würde wegen des ÖPNV-Anteils.
Will man bei uns regelmäßig und ohne sich zu ärgern oder zu stressen ins Stadion, dann ist eine Dauerkarte alternativlos.
Das ist jenseits der Theorie die praktische Komponente.

Um es kurz zu machen: gegen sinnvolle Reform-Vorschläge habe ich nichts. Aber den großen Kahlschlag lehne ich auch was Unterhaltung angeht, ab.

Rundfunkgebühren halbieren, damit ich dann amerikanische Konzerne teurer bezahle? Nee,echt nicht.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 10:07 (vor 545 Tagen) @ istar

Um beim Bild ÖR zu bleiben: Stell Dir vor, der Ballspielverein inkludiert jetzt auch noch die Dauerkarte für die Amateure, die Handballdamen, die Tischtennisabteilunng, außerdem noch Zugang zu den Fitnesstudios der Stadt Dortmund und einmal im jahr einen medizinischen Check-Upin die Dauerkarte. Die Dauerkarte kostet dafür aber das Doppelte.

Für die Leistung ein absolut fairer Preis. Guck mal, was Du geboten bekommst! Das Problem ist nur: Du willst zu den Spielen des BVB und alles drumherum ist für die Allgemeinheit nicht wertbildend.

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Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 10:13 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Um beim Bild ÖR zu bleiben: Stell Dir vor, der Ballspielverein inkludiert jetzt auch noch die Dauerkarte für die Amateure, die Handballdamen, die Tischtennisabteilunng, außerdem noch Zugang zu den Fitnesstudios der Stadt Dortmund und einmal im jahr einen medizinischen Check-Upin die Dauerkarte. Die Dauerkarte kostet dafür aber das Doppelte.

Das hat aber doch weder etwas mit der tatsächlichen Angebotsveränderung beim ÖRR noch mit der Preisstruktur des ÖRR zu tun. Gegen welche Chimäre kämpfst Du da bitte?

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 11:25 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Irgendwie schaffe ich es nicht, meine Überlegungn zu transportieren, habe ich das Gefühl.

Das Angebot des ÖR ist über das, was mE erforderlich ist, weit hinausgewachsen. Diese Wildwuchs senkt die Akzeptanz und führt zur Angrifsfläche, da wir bekanntlich nicht die Wahl haben, ob wir dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen, bzw. ob wir die Gegenleistung für die Nicht- Inanspruchnahme dieses Angebots leisten wollen.

Am Ende ist es aber wieder der alte Unterschied, an dem wir zu keinem gemeinsam Ergebnis kommen:

Die Grenze der Selbstbestimmung und Individualität ist bei mir an einer anderen Stelle als bei Dir, was vollkommen in Ordnung ist.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 08:44 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Was aber alles nichts an der Richtigkeit der Aussage ändert, dass der Preis inflationsbereinigt über den Zeitraum gesunken ist.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 09:04 (vor 545 Tagen) @ Sascha

Das Argument ist in der Frage, ob und in welchem Umfang der ÖR benötigt wird, allerdings irrelevant.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 09:26 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Dann ist das Argument "krass zu teuer" insgesamt allerdings irrelevant, weil es eine individuelle Empfindung ist. Für Politik- und Diskussionsrunden interessierte und für Leute, die Quizshows mögen, werden Sky und Co. preislich deutlich überteuert und der Preis für die ÖRR angemessen sein.

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 10:04 (vor 545 Tagen) @ Sascha

Nein. Das Argument kannst Du anhand der Betrachtung doch gar nicht beurteilen.

Beispiel: Ich biete Dir einen VW Golf im Jahr 2010 für 100.000 € an. Im Jahr 2024 biete ich ihn für 98.000 € an. Alles ist teurer geworden, der Golf ist billiger geworden. Also kann der Preis nicht das Argument gegen den Erwerb des Golfs sein.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 13:24 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Nein. Das Argument kannst Du anhand der Betrachtung doch gar nicht beurteilen.

Beispiel: Ich biete Dir einen VW Golf im Jahr 2010 für 100.000 € an. Im Jahr 2024 biete ich ihn für 98.000 € an. Alles ist teurer geworden, der Golf ist billiger geworden. Also kann der Preis nicht das Argument gegen den Erwerb des Golfs sein.

Wenn die Autos anderer Hersteller aber erst ab 300.000 Euro zu haben sind, ist das wiederum günstig.

Und das ist der Punkt: Die führenden Pay TV Anbieter sind wesentlich teurer. Für 18 Euro bekommst du dieses umfangreiche Paket nirgendwo. Im direkten Vergleich ist das schon sehr preiswert.

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Windmill-Agogo, Pattaya, Donnerstag, 25.07.2024, 09:47 (vor 545 Tagen) @ Sascha

Dann ist das Argument "krass zu teuer" insgesamt allerdings irrelevant, weil es eine individuelle Empfindung ist. Für Politik- und Diskussionsrunden interessierte und für Leute, die Quizshows mögen, werden Sky und Co. preislich deutlich überteuert und der Preis für die ÖRR angemessen sein.

Dann könnte der ÖRR dieser interessierten Gruppe ja ein Bezahlangebot für die Unterhaltungssendungen unterbreiten.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 10:03 (vor 545 Tagen) @ Windmill-Agogo

Ich halte den Politikanteil auch für deutlich wichtiger. Mittlerweile sind wichtige Beiträge aus diesem Bereich im Internet mehrheitlich hinter Bezahlschranken und da halte ich ein "Pflichtgrundangebot" für enorm wichtig.

Und Quizsendungen sind für mich auch nicht ausschließlich Unterhaltunhssendungen. Ob man will, oder nicht, beim Anschauen dieser Sendungen wird das Allgemeinwissen sicherlich nicht kleiner.

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Windmill-Agogo, Pattaya, Donnerstag, 25.07.2024, 10:12 (vor 545 Tagen) @ Sascha

Ich halte den Politikanteil auch für deutlich wichtiger. Mittlerweile sind wichtige Beiträge aus diesem Bereich im Internet mehrheitlich hinter Bezahlschranken und da halte ich ein "Pflichtgrundangebot" für enorm wichtig.

Kann ich verstehen und dem würde ich auch nicht grundlegend widersprechen. Das Konzept das die Talkshows oft von ihren Gesichtern selbst produziert werden (Vgl. Will Media GmbH, Mhoch2 oder weitere) finde ich jedoch eher schwierig. Da werden auf Kosten (und sicherlich auch zum Nutzen) der Allgemeinheit die Geldflüsse verschleiert.

Und Quizsendungen sind für mich auch nicht ausschließlich Unterhaltunhssendungen. Ob man will, oder nicht, beim Anschauen dieser Sendungen wird das Allgemeinwissen sicherlich nicht kleiner.

Auch das ist richtig. Aber diese Sendungen könnten ja auch problemlos bei den privaten Sendern laufen. Passiert ja auch teilweise und wenn der Bedarf wächst, könnte das sicherlich ohne größeren Aufwand skaliert werden.

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CF, Donnerstag, 25.07.2024, 13:23 (vor 545 Tagen) @ Windmill-Agogo

Und Quizsendungen sind für mich auch nicht ausschließlich Unterhaltunhssendungen. Ob man will, oder nicht, beim Anschauen dieser Sendungen wird das Allgemeinwissen sicherlich nicht kleiner.


Auch das ist richtig. Aber diese Sendungen könnten ja auch problemlos bei den privaten Sendern laufen. Passiert ja auch teilweise und wenn der Bedarf wächst, könnte das sicherlich ohne größeren Aufwand skaliert werden.

Dann würde ich die nicht mehr gucken, weil ich keine Lust auf Werbeunterbrechungen alle 10-15 Minuten habe.

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Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.07.2024, 09:55 (vor 545 Tagen) @ Windmill-Agogo

Dann ist das Argument "krass zu teuer" insgesamt allerdings irrelevant, weil es eine individuelle Empfindung ist. Für Politik- und Diskussionsrunden interessierte und für Leute, die Quizshows mögen, werden Sky und Co. preislich deutlich überteuert und der Preis für die ÖRR angemessen sein.


Dann könnte der ÖRR dieser interessierten Gruppe ja ein Bezahlangebot für die Unterhaltungssendungen unterbreiten.

Ich gehe mal davon aus, dass das dem ÖRR gar nicht erlaubt ist. Dann wärs ja auch nicht mehr ÖRR. Außerdem würden die ganzen Pay-TV-Anbieter Sturm laufen.

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Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 10:01 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Dann ist das Argument "krass zu teuer" insgesamt allerdings irrelevant, weil es eine individuelle Empfindung ist. Für Politik- und Diskussionsrunden interessierte und für Leute, die Quizshows mögen, werden Sky und Co. preislich deutlich überteuert und der Preis für die ÖRR angemessen sein.


Dann könnte der ÖRR dieser interessierten Gruppe ja ein Bezahlangebot für die Unterhaltungssendungen unterbreiten.


Ich gehe mal davon aus, dass das dem ÖRR gar nicht erlaubt ist. Dann wärs ja auch nicht mehr ÖRR. Außerdem würden die ganzen Pay-TV-Anbieter Sturm laufen.

Das würde dem Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen eklatant widersprechen.

Das Angebot dort wirkt vielfach wie ein All-You-Can-Eat-Buffet. Niemand schafft es, auch nur ansatzweise alles auch nur zu probieren. Aber eines darf man nicht vergessen. Gäbe es diese Sendere nicht und man wäre nur auf Pay-TV und Streaming-Dienste angewiesen, dann wäre für die allermeisten das Menue À-la-carte deutlich teurer. Zudem wirken ARD und ZDF durchaus als Preisbremse für Sky und Co. Hätten die in bestimmten Sparten ein Angebotsmonopol, dann würden die Preise zudem sicherlich noch deutlich anziehen.

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DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 25.07.2024, 02:22 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Sind nicht ab 2013 die Einnahmen massiv gestiegen, da der Beitrag fortan unabhängig von Nutzung anfiel? Ich meine mich zu erinnern, dass man damals aufgrund der vielen Schwarzseher quasi nur die Hälfte(?) hätte erheben müssen nach der Umstellung, aber die Höhe trotzdem gleich lies. Kann aber auch sein, dass ich das (aus dem Ausland) nicht richtig verfolgt hatte.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 08:18 (vor 545 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch

Sind nicht ab 2013 die Einnahmen massiv gestiegen, da der Beitrag fortan unabhängig von Nutzung anfiel? Ich meine mich zu erinnern, dass man damals aufgrund der vielen Schwarzseher quasi nur die Hälfte(?) hätte erheben müssen nach der Umstellung, aber die Höhe trotzdem gleich lies. Kann aber auch sein, dass ich das (aus dem Ausland) nicht richtig verfolgt hatte.

Auch das ist falsch. Zwischen 2012 und 2013 sind die Einnahmen von 7,49 auf 7,68 Milliarden gestiegen. 2014 war der Sprung auf 8,32 Milliarden dann etwas größer und anschließend folgend wieder sechs Jahre mit weniger Einnahmen.

Wir müssen wirklich weg von diesem Bauchgefühl hin zu mehr Fakten kommen. Wesentlich teurer ist es für die ehemaligen Schwarzseher geworden. Alle anderen haben von preisbereinigten Preissenkungen profitiert.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163022/umfrage/gesamtertrag-der-gez-seit-2005/#:~:text=Im%20Jahr%202023%20betrug%20der,3%20Milliarden%20Euro%2...

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DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 25.07.2024, 09:14 (vor 545 Tagen) @ markus

Interessant, der Effekt war somit deutlich kleiner als in den Medien dargestellt. Es sieht so aus als ob die Gesamteinnahmen nur um 27% gestiegen sind zwischen 2005 und 2023 was deutlich unter der Inflation liegen dürfe.

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Ingo, Europa, Donnerstag, 25.07.2024, 09:59 (vor 545 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch

Interessant, der Effekt war somit deutlich kleiner als in den Medien dargestellt. Es sieht so aus als ob die Gesamteinnahmen nur um 27% gestiegen sind zwischen 2005 und 2023 was deutlich unter der Inflation liegen dürfe.

Man muss dabei auch berücksichtigen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender grundsätzlich Konkurrenten für andere Medien und Verlage sind. Die Springer-Medien fahren seit Jahren eine aggressive Kampagne gegen die ÖR Sender, unter anderem auch deswegen, weil Springer versucht eigene Sender zu etablieren.

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Ulrich, Donnerstag, 25.07.2024, 10:07 (vor 545 Tagen) @ Ingo

Interessant, der Effekt war somit deutlich kleiner als in den Medien dargestellt. Es sieht so aus als ob die Gesamteinnahmen nur um 27% gestiegen sind zwischen 2005 und 2023 was deutlich unter der Inflation liegen dürfe.


Man muss dabei auch berücksichtigen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender grundsätzlich Konkurrenten für andere Medien und Verlage sind. Die Springer-Medien fahren seit Jahren eine aggressive Kampagne gegen die ÖR Sender, unter anderem auch deswegen, weil Springer versucht eigene Sender zu etablieren.

Das ist in der Tat ein ganz wichtiger Punkt. Es gab in der Vergangenheit ja bereits Verflechtungen, die Kirch-Gruppe war an Springer beteiligt.

Natürlich muss man bei den Öffentlich-Rechtlichen verstärkt darauf achten, wirtschaftlich zu arbeiten. Fehlentwicklungen bis hin zu eventuell kriminellen Verhalten, wie es sie beim RBB gegeben hat, dürfen sich nicht wiederholen. Aber eines muss uns allen klar sein. Ohne Öffentlich-Rechtliche würde es für die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung deutlich teurer.

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Scherben, Kiel, Donnerstag, 25.07.2024, 08:03 (vor 545 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch

Sind nicht ab 2013 die Einnahmen massiv gestiegen, da der Beitrag fortan unabhängig von Nutzung anfiel? Ich meine mich zu erinnern, dass man damals aufgrund der vielen Schwarzseher quasi nur die Hälfte(?) hätte erheben müssen nach der Umstellung, aber die Höhe trotzdem gleich lies. Kann aber auch sein, dass ich das (aus dem Ausland) nicht richtig verfolgt hatte.

Ich kenne die genaue Rechnung nicht, weiß aber, dass das damals auch für einige Leute eine Senkung bedeutet hat, weil diese unter den früheren Regelungen mehrfach zahlen mussten. Es kann aber sicher sein, dass der Haushalt 2013 deutlich üppiger war als der Haushalt 2012.

Nichtsdestotrotz hat sich der Beitrag seitdem nur unwesentlich verändert, und wir sprechen da mittlerweile über das zwölfte Jahr.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 21:10 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Der ÖRR ist teuer und liefert im Vergleich zu BBC nicht mehr Qualität. Man zielt jetzt auf HH und hat die Einnahmen im Jahr der Umstellung stark gesteigert. Deshalb auch weniger Steigung über die Jahre.

Anders rum wird für mich ein Schuh draus: wie gut würde der ÖRR doch noch bleiben, selbst wenn man das Unnötige -worüber man trefflich streiten kann - weglassen würde.

Nur so: ich bin für den ÖRR, nur nicht so wie er ist.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 09:06 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Der ÖRR ist teuer und liefert im Vergleich zu BBC nicht mehr Qualität. Man zielt jetzt auf HH und hat die Einnahmen im Jahr der Umstellung stark gesteigert. Deshalb auch weniger Steigung über die Jahre.

Anders rum wird für mich ein Schuh draus: wie gut würde der ÖRR doch noch bleiben, selbst wenn man das Unnötige -worüber man trefflich streiten kann - weglassen würde.

Nur so: ich bin für den ÖRR, nur nicht so wie er ist.

Ich wäre auch dafür. Aber halt mit einer klaren Subsidiarität. Weder Lindenstraße, noch Zarella, Helene und Florian müssen im ÖRR laufen. Die Bundesliga auch nicht. Damit werden aber sowohl Sendeplätze als auch Gebührenvolumen frei.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 09:56 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Der ÖRR ist teuer und liefert im Vergleich zu BBC nicht mehr Qualität. Man zielt jetzt auf HH und hat die Einnahmen im Jahr der Umstellung stark gesteigert. Deshalb auch weniger Steigung über die Jahre.

Anders rum wird für mich ein Schuh draus: wie gut würde der ÖRR doch noch bleiben, selbst wenn man das Unnötige -worüber man trefflich streiten kann - weglassen würde.

Nur so: ich bin für den ÖRR, nur nicht so wie er ist.


Ich wäre auch dafür. Aber halt mit einer klaren Subsidiarität. Weder Lindenstraße, noch Zarella, Helene und Florian müssen im ÖRR laufen. Die Bundesliga auch nicht. Damit werden aber sowohl Sendeplätze als auch Gebührenvolumen frei.

Helfen uns denn die 81 Cent, die wir sparen würden, wenn die ARD auf den kompletten Sport verzichten würde? Oder zahlen wir dann nicht deutlich mehr, weil Pay TV deutlich teurer ist und die jeweiligen Anbieter noch einen Grund mehr haben werden, die Preise zu erhöhen? Wir reden hier auch gleichzeitig über die reichweitenstärksten Inhalte, die dann verschwinden würden.

Ich kann auch ehrlich gesagt nicht beurteilen, welche dieser Posten gerechtfertigt sind. Sind 17 Cent für den KiKa zu viel oder vielleicht sogar zu wenig? Müssen es 18 Cent sein oder dürfen es nur 16 Cent sein? Das können wir doch gar nicht beurteilen.

Und ob es sinnig ist z.B. bei Serien zu sagen „dann abonniere doch Netflix“ stelle ich auch in Frage. Dann wandert das Geld in US Unternehmen.

https://www.ard.de/die-ard/organisation-der-ard/Verwendung-des-Rundfunkbeitrags-100/

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Jurist, Donnerstag, 25.07.2024, 10:01 (vor 545 Tagen) @ markus

Das Geld wird ja nicht notwendigerweise in Medienkonsum gesteckt. Menshcen arbeiten selten mit fixen Budgets... Vielleihct apren sie das Geld, vielleicht gehen sie öfter essen, vielleicht schließen sie eine Mitgliedschaft im Fitnessclub ab.

Wir sollten uns von der Betrachtung: Was bedeutet das für mich lösen. Viele Problem unserer Gesellschaft liegen doch gerade in dem "das geht mich nichts an" begründet und dabei werden die Wechselwirkungen ausgeblendet.

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 21:28 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Der ÖRR ist teuer und liefert im Vergleich zu BBC nicht mehr Qualität. Man zielt jetzt auf HH und hat die Einnahmen im Jahr der Umstellung stark gesteigert. Deshalb auch weniger Steigung über die Jahre.

Anders rum wird für mich ein Schuh draus: wie gut würde der ÖRR doch noch bleiben, selbst wenn man das Unnötige -worüber man trefflich streiten kann - weglassen würde.

Nur so: ich bin für den ÖRR, nur nicht so wie er ist.

Das ist aber genau der Punkt, den wir gar nicht objektiv ausdiskutieren können, es ist reine Geschmacksache. Du findest immer Befürworter und Gegner. Marc ist über 30 Jahre alt und findet Inhalte, die speziell für Nutzer zwischen 14 und 29 zugeschnitten sind, doof. Oma Inge findet Fußball doof und will Lindenstraße sehen, die eingestellt wurde. Der Funk-Liebhaber mag vielleicht Florian Silbereisen nicht. Und ich brauche keine Olympiade. Wenn für jeden was dabei sein soll, muss das Angebot sehr breit gefächert sein. Umgekehrt bedeutet dies zwangsläufig, dass immer auch Inhalte dabei sind, auf die man persönlich verzichten kann.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 22:04 (vor 545 Tagen) @ markus

Da stimme ich grundsätzlich zu, nur möchte ich einfach endlich die öffentliche Diskussion darüber haben samt Entscheidung (bleibt so, leicht anders usw.). Wenn halt sehr oft viele (kleine) Programmteile über den Kamm weg jeweils nur 1% der Masse repräsentieren (Oma findet es doof, ich nicht, Rest der Republik eher anti), dann kann das halt eben zur Disposition aus meiner Sicht. Wenn 25% der Bevölkerung Fußball wollen, ja, dann wirds halt schwierig, d.h. wird wohl bleiben. Die Frage ist für mich daher, ab wie viel % sagst du "kann weg".

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 22:19 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez
bearbeitet von markus, Mittwoch, 24.07.2024, 22:25

Da stimme ich grundsätzlich zu, nur möchte ich einfach endlich die öffentliche Diskussion darüber haben samt Entscheidung (bleibt so, leicht anders usw.). Wenn halt sehr oft viele (kleine) Programmteile über den Kamm weg jeweils nur 1% der Masse repräsentieren (Oma findet es doof, ich nicht, Rest der Republik eher anti), dann kann das halt eben zur Disposition aus meiner Sicht. Wenn 25% der Bevölkerung Fußball wollen, ja, dann wirds halt schwierig, d.h. wird wohl bleiben. Die Frage ist für mich daher, ab wie viel % sagst du "kann weg".

Das infrage stellen von Inhalten gibt es aber schon die ganze Zeit.

Noch recht frisch: https://www.tvspielfilm.de/news/tv/radikale-streichungen-bei-ard-mehrere-sendungen-werden-eingestellt,12539462,ApplicationArticle.html

Auch Formate wie hart aber fair werden kritisch hinterfragt, wenn die Quote nicht passt. https://www.dwdl.de/magazin/97753/nach_dem_talkneustart_im_ersten_hart_fair_erfolgreich_/?utm_source=&utm_medium=&utm_campaign=&utm_term=

Das ist übrigens auch so ein Punkt, den man nicht auflösen kann. Schon die Frage, ob man ausschließlich nach Quote gehen sollte, werden viele verneinen. Da gibt es auch die Meinung, dass gerade der ÖRR nicht nur nach Quote gehen soll. Selbst da besteht doch schon keine Einigkeit.

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Raducanu, Sassenberg, Mittwoch, 24.07.2024, 20:29 (vor 545 Tagen) @ markus

Bei sky, Netflix und co kann ich mich aber entscheiden.
Bei dem ÖR nicht. Ich finde diese Wichtig und Gut, aber gerade hier ist besonders wichtig das man die Gebühren im Auge behält und das Angebot nicht zu Blumig wird

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 20:40 (vor 545 Tagen) @ Raducanu

Bei sky, Netflix und co kann ich mich aber entscheiden.
Bei dem ÖR nicht. Ich finde diese Wichtig und Gut, aber gerade hier ist besonders wichtig das man die Gebühren im Auge behält und das Angebot nicht zu Blumig wird

Ich habe ja anhand einer Quelle aufgezeigt, dass man genau das tut und gefragt, wie man darauf kommen kann, dass es „krass teuer“ sein soll. Es ist preisbereinigt sogar deutlich günstiger geworden. Und im Vergleich zum Einkommen eh. Da kann man sich doch wirklich nicht beklagen.

Und im Vergleich zu früher sparen Haushalte mit mehr als einem Erwachsenen sogar. Wenn ich nicht völlig falsch liege, war das früher nicht pro Haushalt, sondern pro Person.

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Punkt, Osnabrück, Mittwoch, 24.07.2024, 21:16 (vor 545 Tagen) @ markus

ja, aber nur weil es früher noch unverschämter war (und man die dienstleistung schlecht vergleichen konnte weil man zB kein netflix daneben legen konnte um zu sehen wie es da aussieht mit mehrwert pro geld) sind 18€ für die maximal 40 Stunden ÖRR die mich im Jahr interessieren schon immer noch ein sehr sehr schlechter Deal für mich.

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 22:07 (vor 545 Tagen) @ Punkt

ja, aber nur weil es früher noch unverschämter war (und man die dienstleistung schlecht vergleichen konnte weil man zB kein netflix daneben legen konnte um zu sehen wie es da aussieht mit mehrwert pro geld) sind 18€ für die maximal 40 Stunden ÖRR die mich im Jahr interessieren schon immer noch ein sehr sehr schlechter Deal für mich.

Ich glaube, dass man sich da schnell vertut. Rein linear sind es bei mir, wenn nicht gerade EM oder WM läuft, sogar weniger als 40 Stunden pro Jahr. Aber es gibt verdammt viele Inhalte im Netz, die man automatisch konsumiert. Allein hier im Forum ist ein großer Teil verlinkter Beiträge vom ÖRR. Klickst du da nie drauf? Auch auf YouTube landet man oft auf entsprechende Inhalte. Ebenso auf Social Media. Fährst du Auto und es läuft WDR2 oder 1 Live? Auch das sind ja Inhalte des ÖRR. Ich fahre nur etwa 5.000 km pro Jahr und es läuft eigentlich immer WDR2. Wenn ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h annehme, sind das rund 83 Stunden pro Jahr im Auto mit WDR2 Konsum. ÖRR ist eben nicht nur lineares Fernsehen.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 21:19 (vor 545 Tagen) @ Punkt

Jo. Ich setze etwa Nachrichten und Satire-Zeug noch ins Programm bei mir, aber das könnte man (würde der Rest meinem Geschmack folgen) günstiger haben.

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Ulrich, Mittwoch, 24.07.2024, 20:01 (vor 545 Tagen) @ Bender B. Rodriguez

Eines sollte man nicht vergessen. Wenn sich die öffentlich-rechtlichen Sender nur auf die Nachrichten, etc. beschränken würden, dann würde Fernsehen / Streamen vermutlich zu einem teuren Gut.

Das Sky-Basispaket kostet z.B. aktuell 16,50 € pro Monat. Würde die öffentlich-rechtliche Konkurrenz den Markt räumen, denn würden Sky und andere Anbieter die Kunden vermutlich deutlich stärker zur Kasse bitten.

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Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Mittwoch, 24.07.2024, 21:18 (vor 545 Tagen) @ Ulrich

Jein. ÖRR sind doch seit Langem kein relevanter Player mehr bei den BuLi-Rechten. Die wollen die Zusammenfassungen (und ein gelegentliches Spiel?)

Bei NM-Turnieren mag das sein, ja, sehe ich ein.

Einschaltquoten

markus, Mittwoch, 24.07.2024, 19:02 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich verfolge immer wieder mal die aktuellen Einschaltquoten, https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/

Da ist das Bild eigentlich recht deutlich. Es sind beim Gesamtpublikum fast nur ARD und ZDF, die regelmäßig auf nennenswerte Einschaltquoten kommen und die 3 Mio Marke knacken. Ab und zu mogelt sich RTL dazwischen, aber eine 3 vorm Komma erreichen die auch mit den Nachrichten nicht mehr und die restlichen Sendungen liegen regelmäßig unter 2 Mio. Zuschauern.

In der Zielgruppe 14-49 erreicht fast gar nichts mehr mehr als 1 Mio. Zuschauer. Das lineare TV wird somit dominiert von der Altersgruppe ü50 und ÖRR Zuschauern. Soll man deswegen jetzt ARD und ZDF zusammenlegen? Ich meine, nein. Dafür sind die Einschaltquoten zu gut. Jedenfalls noch. Auch ist der Inhalt qualitativ besser. Die Privaten in SD sind totale Grütze und habt ihr mal das EM Studio mit Elton, Basler und Effenberg gesehen? Das war doch einfach schlecht und kein Vergleich zur Qualität, die wir im Ersten und im ZDF sehen konnten (auch ein Schweini konnte das Niveau nicht so weit runterdrücken).

Für das jüngere Publikum ist Streaming deutlich relevanter. Hier muss der ÖRR konkurrenzfähig bleiben, um die Zuschauer nicht komplett an Netflix, Disney+, RTL+ etc. zu verlieren. Auch auf der freien Plattform YouTube ist es sinnvoll, Publikum mit eigenen Kanälen zu erreichen und zwar u.a. mit Formaten wie Funk. YouTube ist eine Plattform, auf der Fakenews problemlos und im großen Stil verbreitet werden können. Da ist es auch einfach wichtig, dass es als Gegenpol Inhalte wie Mai Lab oder auch Harald Lesch gibt, die den Schwachköpfen die Ohren lang ziehen.

Rein egoistisch gedacht würde ich auch die rund 18 Euro im Monat sparen wollen, da ich nur selten lineares TV gucke. Aber die Onlineinhalte wären dann ebenfalls hinter einer Bezahlschranke. Wollen wir Tagesschau.de dann auch erst abonnieren müssen? Es ist doch nervig genug, dass ständig die Bezahlschranke überall davor steht, oder aber alternativ mit Werbung überflutet zu werden.

Ich finde daher die Diskussion mühselig. Man bekommt für moderate 18 Euro ein umfangreiches Medienpaket, das den Medienbedarf in der Breite und für alle Zielgruppen abdeckt. In der Regel vernünftig recherchiert und qualitativ vernünftig produziert. Die Erhöhungen sind moderat. Man muss nicht zwingend zusätzlich ein privates Medium konsumieren, das in seiner Preisgestaltung frei ist und auch einfach Schrott anbieten kann. Müsste man aber, wenn es das nicht gäbe. Ich sehe nicht wirklich was zum einsparen. Geschmäcker sind verschieden und dadurch, dass wirklich jeder Haushalt zahlen muss, muss auch für jeden was dabei sein.

Einschaltquoten

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 19:36 (vor 545 Tagen) @ markus

Hauptberuflich ÖRR Mitarbeiter? So ein Werbepamphlet berührt ein ja schon zum Fremdschämen. Sehr unangenehm.

Einschaltquoten

Davja89, Mittwoch, 24.07.2024, 21:14 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Hier gibt es sehr viel Beiträge die kritisch mit dem ÖRR sind. Unter anderem meiner.

Markus sieht das eben anders.
Manches würde ich ebenfalls anders sehen aber er hat ja relativ neutral und gehaltvoll seine Punkte aufgeschrieben.

Muss man dann direkt in dieser Tonlage rumpampen wie du es getan hast?

Einschaltquoten

markus, Mittwoch, 24.07.2024, 19:39 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Hauptberuflich ÖRR Mitarbeiter? So ein Werbepamphlet berührt ein ja schon zum Fremdschämen. Sehr unangenehm.

AfD Wähler? So ein billiges Gehate gegen den ÖRR berührt einen ja schon zum Fremdschämen. Sehr unangenehm.

Einschaltquoten

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 19:48 (vor 545 Tagen) @ markus
bearbeitet von Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 19:56

Wie kommst Du auf AfD Wähler? Aber wenn man beim ÖRR nichts zu reformieren sieht und als Beispiel das EM Studio mit Elton anführt, das lässt einen Kopfschüttelnd zurück. Meine Tochter ist 19 und ich hab sie gefragt ob sie jemals Funk gesehen hat, sie hat auf meine Bitte hin in ihrem Freundes und Bekanntenkreis per WA mal nachgefragt. Das Ergebnis war, niemand guckt da Funk und wer Deiner Ansicht nach Fake News bei YT konsumiert wird danach garantiert nicht Funk gucken um sich die Ohren langziehen zu lassen.
Im Gegensatz zu Dir sehe ich erheblichen Reformbedarf beim ÖRR.

Nachtrag: Reformbedarf heißt nicht abschaffen wie die AfD das möchte.

Einschaltquoten

Ollis, Die A7 rauf und runter ;), Mittwoch, 24.07.2024, 19:57 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Wie kommst Du auf AfD Wähler? Aber wenn man beim ÖRR nichts zu reformieren sieht und als Beispiel das EM Studio mit Elton anführt, das lässt einen Kopfschüttelnd zurück. Meine Tochter ist 19 und ich hab sie gefragt ob sie jemals Funk gesehen hat, sie hat auf meine Bitte hin in ihrem Freundes und Bekanntenkreis per WA mal nachgefragt. Das Ergebnis war, niemand guckt da Funk und wer Deiner Ansicht nach Fake News bei YT konsumiert wird danach garantiert nicht Funk gucken um sich die Ohren langziehen zu lassen.
Im Gegensatz zu Dir sehe ich erheblichen Reformbedarf beim ÖRR.

Nichts gegen deine Recherche im Familienkreis, aber die Zahlen zu den Kanälen, die zu Funk gehören, kann man sehr transparent nachlesen. STRG_F bspw. hat 1,19 Millionen Abonnenten und die Videos oftmals Klickzahlen jenseits der halben Millionen. Ob die alle unter 20 sind? Wahrscheinlich nicht, aber die Inhalte sind auch für ältere Zuschauer durchaus interessant. Ich bin inzwischen weit über 30 und konsumiere die Inhalte ebenfalls.

Einschaltquoten

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 19:55 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Wie kommst Du auf AfD Wähler?

De Buer kennt sien Swien an'n Gang.

Einschaltquoten

istar, Mittwoch, 24.07.2024, 20:30 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Wie kommst Du auf AfD Wähler?


De Buer kennt sien Swien an'n Gang.

Es hat jetzt immerhin fast acht Stunden gedauert, bis der erste hier wieder jemanden enttarnt haben will.
Weil man den ÖRR etwas negativer sieht.
Okay, der Quatsch mit fremdschämen ist natürlich auch kokolores, aber es ist komplett albern und der beste Beweis, dass vernünftige Diskussionen eigentlich nicht möglich sind.

Einschaltquoten

markus, Mittwoch, 24.07.2024, 20:58 (vor 545 Tagen) @ istar

Wie kommst Du auf AfD Wähler?


De Buer kennt sien Swien an'n Gang.


Es hat jetzt immerhin fast acht Stunden gedauert, bis der erste hier wieder jemanden enttarnt haben will.
Weil man den ÖRR etwas negativer sieht.
Okay, der Quatsch mit fremdschämen ist natürlich auch kokolores, aber es ist komplett albern und der beste Beweis, dass vernünftige Diskussionen eigentlich nicht möglich sind.

Mein Beitrag bestand aus mehreren Absätzen, die sich u.a. mit den Einschaltquoten sowie dem Nutzungsverhalten zwischen Jung und Alt befassen. Ich habe es sachlich formuliert und die von Marc gewünschte Meinung kundgetan. Die Grundlage für eine vernünftige Diskussion war vorhanden. Wenn darauf dann ein plumper Einzeiler kommt, ist dieser doch das Problem.

Einschaltquoten

TerraP, Köln, Donnerstag, 25.07.2024, 05:40 (vor 545 Tagen) @ markus

Aber doch kein gerechtfertigt er Anlass, um direkt die AfD-Keule rauszuholen. Wie kann das als Antwort nicht falsch sein?

Einschaltquoten

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 20:03 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Dann sollte der Bauer sich ne Brille aufsetzen, sonst kann er Schweine nicht von Kühen unterscheiden.

Einschaltquoten

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 23:16 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Dann sollte der Bauer sich ne Brille aufsetzen, sonst kann er Schweine nicht von Kühen unterscheiden.

Betrachte es dann halt als kleinen Scherz unter Nicht-AfD-Wählern. Ein freundlicherer Umgangston könnte übrigens unerwünschten Rezeptionen deiner Aussagen Vorschub leisten.

Einschaltquoten

bigfoot49, Leipzig, Mittwoch, 24.07.2024, 19:40 (vor 545 Tagen) @ markus

Perfekt ausgekontert.

:-)

Lasst uns reden... über den ÖRR

kriwi09, Mittwoch, 24.07.2024, 18:20 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

Bin ich dabei, wenn es mehr ist als ihr Glauben.

Aber dann bitte auch null Kopftücher im ÖRR als politisch-religiöses Statement. Geht man zum Gericht. Kappe runter, Mütze und Kopftuch - alles auf neutral!

Lasst uns reden... über den ÖRR

Ulrich, Mittwoch, 24.07.2024, 18:43 (vor 545 Tagen) @ kriwi09

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel. Auf Zuruf von Sawsan Chebli (bitte ignoriert ihren Twitter-Account, Kotzgefahr incoming) hat das ZDF Kiwi weitere Auftritte mit dieser Kette untersagt.

Bin ich dabei, wenn es mehr ist als ihr Glauben.

Aber dann bitte auch null Kopftücher im ÖRR als politisch-religiöses Statement. Geht man zum Gericht. Kappe runter, Mütze und Kopftuch - alles auf neutral!

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ging es nicht um ein religiöses Symbol wie ein Davidsstern -der selbstverständlich vollkommen in Ordnung gewesen wäre- sondern um einen Anhänger, der die Umrisse von "Groß-Israel" einschließlich Westbank und Gazastreifen zeigte.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Kapitän Haddock, Mittwoch, 24.07.2024, 18:33 (vor 545 Tagen) @ kriwi09

Aber dann bitte auch null Kopftücher im ÖRR als politisch-religiöses Statement. Geht man zum Gericht. Kappe runter, Mütze und Kopftuch - alles auf neutral!

Sie hörten das Wort zum Sonntag.

Lasst uns reden... über den ÖRR

simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 18:26 (vor 545 Tagen) @ kriwi09

Wieso? Einen Davidstern hätte sie ja problemlos tragen dürfen.
Problematisch war nur, dass der Anhänger Israel mit den besetzten Gebieten gezeigt hat.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:31 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Wenn man den ÖRR langfristig erhalten will, kommt man kurz bis mittelfristig nicht um eine große Reform herum. Diese könnte beinhalten z.b. Zusammenlegung von ARD und ZDF, kleine Sender wie Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk den größeren Nachbarn zuordnen, Regionalstudios grade beim WDR zusammenlegen, das Radioprogramm auf 3 max 4 Sender je Rundfunk begrenzen, alle Onlinekanäle unter 50k Abonnenten einstampfen, Vergütung am öffentlichen Dienst orientieren, zusätzliche Altersversorgung auf Höhe der VBL begrenzen, den Informationsauftrag wieder mehr beherzigen, dafür das Erziehungsbemühen einschränken.
Sollte der ÖRR so weiterlaufen wie bisher, ist sein Ende abzusehen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Scherben, Kiel, Mittwoch, 24.07.2024, 22:10 (vor 545 Tagen) @ Leviki

kleine Sender wie Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk den größeren Nachbarn zuordnen, Regionalstudios grade beim WDR zusammenlegen

Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. De facto ist es doch heutzutage so, dass man abseits der ganz großen Städte nur noch ein privates Medium (Lokalzeitung) und den ÖRR hat, der verlässlich aus der Region berichtet. Und das soll man jetzt noch zusätzlich einstampfen? Cui bono?

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Donnerstag, 25.07.2024, 00:38 (vor 545 Tagen) @ Scherben

Die regionalen Berichte sollen ja bleiben, aber braucht man dafür den ganzen RB und SR mit eigenem Intendanten und Verwaltungsaufbau oder kann man die Sender nicht zusammenlegen mit NDR und SWR um Kosten zu sparen?

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 17:51 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Wenn man den ÖRR langfristig erhalten will, kommt man kurz bis mittelfristig nicht um eine große Reform herum. Diese könnte beinhalten z.b. Zusammenlegung von ARD und ZDF, kleine Sender wie Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk den größeren Nachbarn zuordnen, Regionalstudios grade beim WDR zusammenlegen, das Radioprogramm auf 3 max 4 Sender je Rundfunk begrenzen, alle Onlinekanäle unter 50k Abonnenten einstampfen, Vergütung am öffentlichen Dienst orientieren, zusätzliche Altersversorgung auf Höhe der VBL begrenzen, den Informationsauftrag wieder mehr beherzigen, dafür das Erziehungsbemühen einschränken.
Sollte der ÖRR so weiterlaufen wie bisher, ist sein Ende abzusehen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Radioprogramme die großen Kostenfresser sind. Insbesondere Menschen, die keine Lust haben, sich den ganzen Tag mit der üblichen Mainstreammusik zu bedudeln lassen, hören lieber Spartensender wie WDR 3 oder WDR 5. Letzterer bietet zudem ein Programm, das man getrost als journalistisches Tafelsilber bezeichnen kann. Das ist unverzichtbar. Mit 3 bis 4 Sendern kannst du das nicht abdecken, insbesondere, wenn man auch nachrückenden Generationen ein passendes Radioprogramm mit entsprechender Musik bieten will. Aber auch sonst kann ich deinem Beitrag nicht zustimmen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:53 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Mainstream bieten die Privaten. Irgendwo muss man ja anfangen einzusparen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 17:58 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Mainstream bieten die Privaten. Irgendwo muss man ja anfangen einzusparen.

Man sollte die jüngeren Generationen aber nicht vollständig der Verblödung ausliefern. Oder möchtest du das?

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 18:00 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Ist da so ein großer Verblödungsunterschied zwischen z.b einslive und irgend einem privaten?

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Mittwoch, 24.07.2024, 17:46 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Wenn man den ÖRR langfristig erhalten will, kommt man kurz bis mittelfristig nicht um eine große Reform herum. Diese könnte beinhalten z.b. Zusammenlegung von ARD und ZDF, kleine Sender wie Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk den größeren Nachbarn zuordnen, Regionalstudios grade beim WDR zusammenlegen, das Radioprogramm auf 3 max 4 Sender je Rundfunk begrenzen, alle Onlinekanäle unter 50k Abonnenten einstampfen, Vergütung am öffentlichen Dienst orientieren, zusätzliche Altersversorgung auf Höhe der VBL begrenzen, den Informationsauftrag wieder mehr beherzigen, dafür das Erziehungsbemühen einschränken.
Sollte der ÖRR so weiterlaufen wie bisher, ist sein Ende abzusehen.

Welche relevante Partei abgesehen von der AfD zeigt denn Ambitionen, dem ÖRR ein Ende zu setzen?

Ich persönlich bin auch gegen eine Zusammenlegung von ARD und ZDF,auch da belebt Konkurrenz das Geschäft.
Bei den vielen Radiosendern und Länderprogrammen der ARD kann man sicher auf den einen oder anderen verzichten.

Tatsächlich gibt es viele Angebote in den Mediatheken. Wer sich kein Netflix oder Disney+ leisten kann, kann sich da bedienen. Zumal Bürgergeldempfänger auch von der Gebühr befreit sind. Das ist also eine soziale Komponente.

Was die Bezahlung angeht, gibt es soviel ich weiß da eine Zwei-oder Mehrklassen-Gesellschaft. Als freier Mitarbeiter, davon gibt es sehr viele, bist du eher nicht auf Rosen gebettet. Als feste Kraft, ein paar Stufen auf der Karriereleiter nach oben gerutscht, bist du fein raus.

Das größte Einsparpotenzial und den größten Änderungsbedarf sehe ich bei der ARD.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:50 (vor 545 Tagen) @ istar

Wenn es ohne Reformen einfach so weiterläuft werden auch mehr Bürger den anderen Parteien Druck machen. Diese Selbstbedienungsmentalität muss jedenfalls ein Ende haben.

Lasst uns reden... über den ÖRR

HH-Tim, Lüneburger Heide, Mittwoch, 24.07.2024, 17:44 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Wenn man den ÖRR langfristig erhalten will, kommt man kurz bis mittelfristig nicht um eine große Reform herum. Diese könnte beinhalten z.b. Zusammenlegung von ARD und ZDF, kleine Sender wie Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk den größeren Nachbarn zuordnen, Regionalstudios grade beim WDR zusammenlegen, das Radioprogramm auf 3 max 4 Sender je Rundfunk begrenzen, alle Onlinekanäle unter 50k Abonnenten einstampfen, Vergütung am öffentlichen Dienst orientieren, zusätzliche Altersversorgung auf Höhe der VBL begrenzen, den Informationsauftrag wieder mehr beherzigen, dafür das Erziehungsbemühen einschränken.
Sollte der ÖRR so weiterlaufen wie bisher, ist sein Ende abzusehen.

Wobei gerade die regionale Berichterstattung einen echten Mehrwert bietet. Aber vielleicht könnten die Regionalbüros eine Sendestunde täglich bei einem großen Sender bekommen, so dass die Regionalsender etwas ausgedünnt werden.
Aber dass der ÖRR verschlankt und mehr Fokus braucht ist denke ich offensichtlich.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Abseits, Mittwoch, 24.07.2024, 20:08 (vor 545 Tagen) @ HH-Tim

Wobei gerade die regionale Berichterstattung einen echten Mehrwert bietet. Aber vielleicht könnten die Regionalbüros eine Sendestunde täglich bei einem großen Sender bekommen, so dass die Regionalsender etwas ausgedünnt werden.

Die regionale Berichterstattung könnte einen echten Mehrwert bietet, tut sie aber nicht. Im WDR gibt es pro Tag zwei oder drei Sendungen (?), die dem Titel nach sich mit lokalen Themen beschäftigen. Der Rest ist ein Abklatsch oder eine Wiederverwertung von "Das Erste". Aber auch in den Sendungen wie Aktuelle Stunde oder "WDR Aktuell" geht es oft um überregionale Themen, über die auch die Tagesschau berichtet.

Ich würde mir wünschen, es würde im Dritten viel mehr über die Region berichtet. Gerne im Vergleich zum Ersten auch viel Experimenteller senden und neue Sachen ausprobieren.

Ich schaue eher selten TV, aber den Rundfunkbeitrag akzeptiere ich. Allein "Die Anstalt" ist mir das Geld wert. Gutes Beispiel auch für eine Sendung, die es so bei den Privaten niemals geben wird.

Lasst uns reden... über den ÖRR

markus, Mittwoch, 24.07.2024, 20:27 (vor 545 Tagen) @ Abseits

Wobei gerade die regionale Berichterstattung einen echten Mehrwert bietet. Aber vielleicht könnten die Regionalbüros eine Sendestunde täglich bei einem großen Sender bekommen, so dass die Regionalsender etwas ausgedünnt werden.


Die regionale Berichterstattung könnte einen echten Mehrwert bietet, tut sie aber nicht. Im WDR gibt es pro Tag zwei oder drei Sendungen (?), die dem Titel nach sich mit lokalen Themen beschäftigen.

Und hier sieht man wunderbar, wie weit die Meinungen auseinander gehen. Einer will ein bereits massiv ausgedünntes Angebot weiter zusammenstreichen. Du hingegen möchtest es massiv ausweiten.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Abseits, Mittwoch, 24.07.2024, 21:07 (vor 545 Tagen) @ markus

Wobei gerade die regionale Berichterstattung einen echten Mehrwert bietet. Aber vielleicht könnten die Regionalbüros eine Sendestunde täglich bei einem großen Sender bekommen, so dass die Regionalsender etwas ausgedünnt werden.


Die regionale Berichterstattung könnte einen echten Mehrwert bietet, tut sie aber nicht. Im WDR gibt es pro Tag zwei oder drei Sendungen (?), die dem Titel nach sich mit lokalen Themen beschäftigen.


Und hier sieht man wunderbar, wie weit die Meinungen auseinander gehen. Einer will ein bereits massiv ausgedünntes Angebot weiter zusammenstreichen. Du hingegen möchtest es massiv ausweiten.

Ich möchte keine massive Ausweitung, sondern in den 3. Programmen mehr regionale Inhalte. Gerne darf auch hier schon experimentiert werden, was die Inhalte, Herstellung und Präsentation betrifft. Die Beiträge, die der WDR in seinen regionalen Sendungen sendet, sehen von der Machart alle gleich aus. Bieder und Altbacken.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Donnerstag, 25.07.2024, 08:43 (vor 545 Tagen) @ Abseits

Wobei gerade die regionale Berichterstattung einen echten Mehrwert bietet. Aber vielleicht könnten die Regionalbüros eine Sendestunde täglich bei einem großen Sender bekommen, so dass die Regionalsender etwas ausgedünnt werden.


Die regionale Berichterstattung könnte einen echten Mehrwert bietet, tut sie aber nicht. Im WDR gibt es pro Tag zwei oder drei Sendungen (?), die dem Titel nach sich mit lokalen Themen beschäftigen.


Und hier sieht man wunderbar, wie weit die Meinungen auseinander gehen. Einer will ein bereits massiv ausgedünntes Angebot weiter zusammenstreichen. Du hingegen möchtest es massiv ausweiten.


Ich möchte keine massive Ausweitung, sondern in den 3. Programmen mehr regionale Inhalte. Gerne darf auch hier schon experimentiert werden, was die Inhalte, Herstellung und Präsentation betrifft. Die Beiträge, die der WDR in seinen regionalen Sendungen sendet, sehen von der Machart alle gleich aus. Bieder und Altbacken.

Du möchtest also eher so einen Typen mit bunten Haaren und vielen Tattoos, der mit "hey Leute, was geht ab?" in eine Sendung über einen (fiktiven) Rosenzüchterverein in Bonn-Bad Godesberg startet?
Das sind nämlich auch regionale Inhalte und da gibt es deutlich mehr als von dir skizziert. Es gibt auch die regionalen Nachrichten im WDR2 nach den überregionalen.
Das sind zwar nur kurze Meldungen, aber wenn in Castrop- Rauxel eine Bank überfallen wird,hört man das da als erstes.

Lasst uns reden... über den ÖRR

markus, Mittwoch, 24.07.2024, 22:24 (vor 545 Tagen) @ Abseits

Wobei gerade die regionale Berichterstattung einen echten Mehrwert bietet. Aber vielleicht könnten die Regionalbüros eine Sendestunde täglich bei einem großen Sender bekommen, so dass die Regionalsender etwas ausgedünnt werden.


Die regionale Berichterstattung könnte einen echten Mehrwert bietet, tut sie aber nicht. Im WDR gibt es pro Tag zwei oder drei Sendungen (?), die dem Titel nach sich mit lokalen Themen beschäftigen.


Und hier sieht man wunderbar, wie weit die Meinungen auseinander gehen. Einer will ein bereits massiv ausgedünntes Angebot weiter zusammenstreichen. Du hingegen möchtest es massiv ausweiten.


Ich möchte keine massive Ausweitung, sondern in den 3. Programmen mehr regionale Inhalte. Gerne darf auch hier schon experimentiert werden, was die Inhalte, Herstellung und Präsentation betrifft. Die Beiträge, die der WDR in seinen regionalen Sendungen sendet, sehen von der Machart alle gleich aus. Bieder und Altbacken.

Mehr Inhalte sind aber eine Ausweitung des Programms. Ebenso eine vielfältigere Machart.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:47 (vor 545 Tagen) @ HH-Tim

Ja, dafür dann eine Zoosendung oder Tatortwiederholung weniger und mehr Regionales auf den 3.

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Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 24.07.2024, 17:51 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Ja, dafür dann eine Zoosendung oder Tatortwiederholung weniger und mehr Regionales auf den 3.

Das Regionale hat man z.B. beim NDR aus dem Sender genommen weil zu teuer. Dafür dann Wiederholungen die kosten nichts.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:56 (vor 545 Tagen) @ Garum

Dann ist das der falsche Weg. Wenn die Regionalsender nichts regionales bieten können, dann können sie weg.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Mittwoch, 24.07.2024, 17:49 (vor 545 Tagen) @ Leviki

Ja, dafür dann eine Zoosendung oder Tatortwiederholung weniger und mehr Regionales auf den 3.

Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass WIEDERHOLUNGEN Kostentreiber sind?

Lasst uns reden... über den ÖRR

Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:52 (vor 545 Tagen) @ istar

Nee, aber wenn man dadurch z.b. den RB und SR auflösen und im NDR und SWR integrieren könnte, hätte man die Beiden Sender gespart.

Lasst uns reden... über den ÖRR

simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 15:59 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Na ja. Die Kette Kiewels zeigte eben nicht einfach Israel, sondern ein Großisrael. Sie negiert damit durchaus das Existenzrecht der Palästinenser. Und wenn man überlegt, wie hierzulande gegen die gegenteilige Aussage vorgegangen wird, ist die Reaktion bezüglich Kiewel schon äußerst zurückhaltend. Anstatt ihre Karriere zu beenden, wie es wohl andersrum gewesen wäre, muss sie es nur vermeiden ihre Kette in die Kamera zu halten.

Ansonsten kann man sicher viel über den ÖRR diskutieren. Und auch viel kritisieren. Gerade auch bezüglich der Ausrichtung im Fiction Bereich. Wäre es da eventuell besser ein paar weniger Eigenproduktionen herzustellen, diese dann jedoch höherwertiger? Derzeit hat man doch häufig den Eindruck Masse statt Klasse. Oder auch, ob es notwendig ist so viel Sport zu zeigen. Andererseits wäre vielleicht ein Spartensender Sport, der sich jedoch nur auf die vergleichsweise kleinen Sportarten, die sonst nicht im TV laufen, konzentriert denkbar. Auch laufen zwar viele Dokus, jedoch hat man auch da den Eindruck, dass manchmal etwas weniger mehr wäre.
Grundsätzlich ist es aber vernünftig, dass man einen starken ÖRR hat.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Mittwoch, 24.07.2024, 17:29 (vor 545 Tagen) @ simie

Na ja. Die Kette Kiewels zeigte eben nicht einfach Israel, sondern ein Großisrael. Sie negiert damit durchaus das Existenzrecht der Palästinenser. Und wenn man überlegt, wie hierzulande gegen die gegenteilige Aussage vorgegangen wird, ist die Reaktion bezüglich Kiewel schon äußerst zurückhaltend. Anstatt ihre Karriere zu beenden, wie es wohl andersrum gewesen wäre, muss sie es nur vermeiden ihre Kette in die Kamera zu halten.

Ansonsten kann man sicher viel über den ÖRR diskutieren. Und auch viel kritisieren. Gerade auch bezüglich der Ausrichtung im Fiction Bereich. Wäre es da eventuell besser ein paar weniger Eigenproduktionen herzustellen, diese dann jedoch höherwertiger? Derzeit hat man doch häufig den Eindruck Masse statt Klasse. Oder auch, ob es notwendig ist so viel Sport zu zeigen. Andererseits wäre vielleicht ein Spartensender Sport, der sich jedoch nur auf die vergleichsweise kleinen Sportarten, die sonst nicht im TV laufen, konzentriert denkbar. Auch laufen zwar viele Dokus, jedoch hat man auch da den Eindruck, dass manchmal etwas weniger mehr wäre.
Grundsätzlich ist es aber vernünftig, dass man einen starken ÖRR hat.

Kiewel ist Jüdin und lebt in Israel. Außerdem ist sie bekannt und beliebt. Glaube ich jedenfalls. Da wird man weniger schnell abgesägt im Vergleich zu einem Gagschreiber.
Wobei der Gagschreiber charakterlich natürlich total zu seinem Herrn und Meister gepasst hat.

Lasst uns reden... über den ÖRR

simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 18:00 (vor 545 Tagen) @ istar

Ich weiß nicht, ob die Tonalität in deinem Beitrag so angemessen ist.
Den kann man ganz schön falsch verstehen. Ich glaube, dass du es nicht so meintest, aber man könnte einen gewissen Antisemitismus aus dem Beitrag rauslesen.

Dann lass mal bitte hören!

BONES, aus der Wiege des Bergbaus, Mittwoch, 24.07.2024, 18:42 (vor 545 Tagen) @ simie

aber man könnte einen gewissen Antisemitismus aus dem Beitrag rauslesen.

Ich bitte dich hier um eine Begründung, alles andere schreibe ich danach.

Lasst uns reden... über den ÖRR

istar, Mittwoch, 24.07.2024, 18:32 (vor 545 Tagen) @ simie

Ich weiß nicht, ob die Tonalität in deinem Beitrag so angemessen ist.
Den kann man ganz schön falsch verstehen. Ich glaube, dass du es nicht so meintest, aber man könnte einen gewissen Antisemitismus aus dem Beitrag rauslesen.

Wenn eine Tatsachenbeschreibung, hier Wohnort und Religion von Kiewel, antisemitisch sein soll, dann gute Nacht.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Atticus_F, Berlin, Mittwoch, 24.07.2024, 16:57 (vor 545 Tagen) @ simie

Danke! +++++++1

Lasst uns reden... über den ÖRR

SantiagoKinderBueno, Mittwoch, 24.07.2024, 16:23 (vor 545 Tagen) @ simie

Derzeit hat man doch häufig den Eindruck Masse statt Klasse.

Den Eindruck habe ich auch, BBC hat hier beispielsweise deutlich mehr Klasse zu bieten. Und das mit geringeren Einnahmen (gut 30% weniger absolut und immer noch knapp 20% weniger pro Einwohner). Da käme man auch wieder zu dem woanders im thread aufgeworfenen Thema Anzahl der Sender. Wenn es weniger Sender gäbe, hätte man durch begrenzte Sendeplätze eventuell einen höheren Qualitätsdruck. Also zusammengefasst: gerne viel weniger und am besten mit höherer Qualittät.

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TeePee, NRW, Mittwoch, 24.07.2024, 16:40 (vor 545 Tagen) @ SantiagoKinderBueno

Wobei die BBC ihren Kram natürlich ohne jegliche Aufbereitung problemlos in die halbe Welt exportieren kann. Das dürfte schon den ein oder anderen Euro... ähm... das ein oder andere Pfund an Mindereinnahmen mehr als kompensieren. Aber ja, da ist natürlich qualitativ auch sehr viel hochwertiges dabei.

Lasst uns reden... über den ÖRR

simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 17:02 (vor 545 Tagen) @ TeePee
bearbeitet von simie, Mittwoch, 24.07.2024, 17:06

Klar ist das ein gewisser Vorteil. Dennoch zeigen Produktionen wie Babylon Berlin, Dark, Liebes Kind, Maxton Hall ja durchaus, dass auch internationaler Erfolg möglich ist.
Bei Babylon Berlin war man ja auch seitens der ÖRR beteiligt.
Nur hat man wohl nicht wirklich daraus gelernt und es dann bei Der Schwarm direkt wieder in den Sand gesetzt.

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istar, Mittwoch, 24.07.2024, 17:22 (vor 545 Tagen) @ simie

Klar ist das ein gewisser Vorteil. Dennoch zeigen Produktionen wie Babylon Berlin, Dark, Liebes Kind, Maxton Hall ja durchaus, dass auch internationaler Erfolg möglich ist.
Bei Babylon Berlin war man ja auch seitens der ÖRR beteiligt.
Nur hat man wohl nicht wirklich daraus gelernt und es dann bei Der Schwarm direkt wieder in den Sand gesetzt.

Was hat man denn in den Sand gesetzt? Ich hab es nicht gesehen ("der Schwarm"),mein Bruder und Schwägerin waren aber begeistert.

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simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 17:49 (vor 545 Tagen) @ istar

Ich fand Schätzings Kritik der Pilcherisierung dann schon passend.
Eigentlich hatte ich mich ziemlich auf die Serie gefreut, wurde dann aber doch stark enttäuscht.

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HH-Tim, Lüneburger Heide, Mittwoch, 24.07.2024, 17:39 (vor 545 Tagen) @ istar

Ich fand die Berichterstattung auch deutlich schlechter als es die Serie meiner Meinung nach war.
Passiert hier ja durchaus öfter mal, dass sich negative Berichterstattung verselbstständigt und man einen Überbietungswettbewerb in Kritik erlebt

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the mirrorblack, Hohenlimburg, Mittwoch, 24.07.2024, 17:09 (vor 545 Tagen) @ simie

„Der Pass“ bitte nicht vergessen. Was Serien angeht, ist das mit das beste, was ich je gesehen habe.

Lasst uns reden... über den ÖRR

simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 17:52 (vor 545 Tagen) @ the mirrorblack

OK. Das habe ich (noch) nicht gesehen. Bei den ganzen Brückenadaptionen hat man dann doch immer das Original im Hinterkopf.

Lasst uns reden... über den ÖRR

the mirrorblack, Hohenlimburg, Mittwoch, 24.07.2024, 18:18 (vor 545 Tagen) @ simie

Du meinst diese schwedische Serie?, habe zwei, drei Folgen geschaut, war nicht so meins.
„Der Pass“ ist komplett anders, andere Kulisse, die Berglandschaft ist wirklich toll gezeigt, die österreichische Folklore, mir total unbekannt, und der österreichische Schauspieler Nicholas Ofczarek, ein sehr guter und charismatischer Typ. Wobei ich ihn nicht verstanden habe und Untertitel einschalten musste :-).

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Pfostentreffer, Mittwoch, 24.07.2024, 17:16 (vor 545 Tagen) @ the mirrorblack

„Der Pass“ bitte nicht vergessen. Was Serien angeht, ist das mit das beste, was ich je gesehen habe.

Ich hab's nicht gesehen, aber das mit deinem Nickname ist doch eindeutig Blasphemie:-)

:-) kt.

the mirrorblack, Hohenlimburg, Mittwoch, 24.07.2024, 18:10 (vor 545 Tagen) @ Pfostentreffer

.

Lasst uns reden... über den ÖRR

SantiagoKinderBueno, Mittwoch, 24.07.2024, 16:44 (vor 545 Tagen) @ TeePee

Wobei die BBC ihren Kram natürlich ohne jegliche Aufbereitung problemlos in die halbe Welt exportieren kann. Das dürfte schon den ein oder anderen Euro... ähm... das ein oder andere Pfund an Mindereinnahmen mehr als kompensieren. Aber ja, da ist natürlich qualitativ auch sehr viel hochwertiges dabei.

Beim Vergleich habe ich die Gesamteinnahmen herangezogen, also bei beiden inklusive Werbung und Auslandsvermarktung. Bei der BBC sind das in der Tat nur zu 65% Gebühren, bei unseren ÖRR sind es 85%. D.h. die Lücke ist durch Zusatzeinnahmen kleiner aber beläuft sich immer noch etwa auf ein Drittel der Gesamteinnahmen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

TeePee, NRW, Mittwoch, 24.07.2024, 16:55 (vor 545 Tagen) @ SantiagoKinderBueno

Beim Vergleich habe ich die Gesamteinnahmen herangezogen, also bei beiden inklusive Werbung und Auslandsvermarktung. Bei der BBC sind das in der Tat nur zu 65% Gebühren, bei unseren ÖRR sind es 85%. D.h. die Lücke ist durch Zusatzeinnahmen kleiner aber beläuft sich immer noch etwa auf ein Drittel der Gesamteinnahmen.

Okay und danke, dann sind die Zahlen natürlich durchaus vergleichbar.

Weniger ist mehr

Davja89, Mittwoch, 24.07.2024, 15:35 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich würde einfach massiv die Quantität rausstreichen.

Die 3ten Programme kann man deutlich verschlanken. NDR für Nord. WDR für West, einen Sender für Ost. Einen Sender für Süd.
Würde die Qualität steigern und die Kosten senken.

ZDF und ARD zusammenlegen. Dann schaut man das man aus beiden Sendern die Kronjuwlen zusammen sucht und schmeißt die ganzen Programmfüller raus.
Wer zu einer Wahl gerne noch eine Alternative als Sendung hätte muss dann eben auf die Privaten ausweichen.


So wären alle guten Sachen weiterhin verfügbar und man könnte meinetwegen trotzdem 30% Kosten einsparen.

Spartensender darf es gerne weiterhin geben aber auch dort Qualität statt Quantität.

Ich denke wir würden für 30 oder 40% weniger Kosten ein fast genauso gutes Programm angeboten bekommen.

Über manche Feinheiten die du ansprichst kann man dann gerne im Zug dieser Reform auch drüber reden.

Sozialgerecht schrumpfen

Schoeneschooh, CDMX, Mittwoch, 24.07.2024, 16:51 (vor 545 Tagen) @ Davja89

Ich will gar nicht auf Details eingehen, finde den ÖRR extrem wichtig und schaue ihn (primär Nachrichten, Talkshows, Politik) oft und gerne, auch aus dem Ausland. Ich bin aber auch für ein Schrumpfen des Apparats und des Angebots und ich finde da haben wir gerade (wie in vielen Bereichen) DIE Gelegenheit genau das sozial Gerecht zu tun. In meiner Firma gehen in den nächsten 7 Jahren >30% der MA in den Ruhestand. Das wird beim ÖRR genauso sein und da kann man wunderbar Programm zusammenstreichen ohne auch nur eine Person rauswerfen zu müssen!

Sozialgerecht schrumpfen

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 16:54 (vor 545 Tagen) @ Schoeneschooh

Ich will gar nicht auf Details eingehen, finde den ÖRR extrem wichtig und schaue ihn (primär Nachrichten, Talkshows, Politik) oft und gerne, auch aus dem Ausland. Ich bin aber auch für ein Schrumpfen des Apparats und des Angebots und ich finde da haben wir gerade (wie in vielen Bereichen) DIE Gelegenheit genau das sozial Gerecht zu tun. In meiner Firma gehen in den nächsten 7 Jahren >30% der MA in den Ruhestand. Das wird beim ÖRR genauso sein und da kann man wunderbar Programm zusammenstreichen ohne auch nur eine Person rauswerfen zu müssen!

So bietet der Fachkräftemangel ungeahnte Chancen.

Sozialgerecht schrumpfen

Schoeneschooh, CDMX, Mittwoch, 24.07.2024, 19:22 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

:D

Lasst uns reden... über den ÖRR

SantiagoKinderBueno, Mittwoch, 24.07.2024, 15:16 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich schaue im linearen TV hauptsächlich arte und 3sat, in meinen Augen sind die internationalen Kooperationen was das Programm angeht das Sahnestück des ÖR. Regionalsender ab und zu, ARD und ZDF auch hin und wieder, meistens für Nachrichten. Ich habe keine Sendung, die ich immer schaue, ein paar Tatendrücke entfernt ist ja dann auch ein großes Streamingangebot. Das schaue ich deutlich mehr als lineares TV. Ich bin ganz klar für den Erhalt des ÖR, die Kosten sind aber schon sehr hoch gemessen daran wie viel Zeit ich diese Sender schaue.

Zu deinen Punkten:

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel

Das Thema ist ziemlich heikel, schon Solidaritätsbekundungen in eine der beiden Richtungen sorgt für großen Aufruhr. Man sollte dem Personal nicht jegliche subjektive Äußerung verbieten, daher wäre ich eher gegen so eine Einschränkung (Kette nicht tragen dürfen). Bei einem so aufgeladenen Thema kann das ZDF es aber auch kaum richtig machen. Würde ich ihnen jetzt keinen Strick draus drehen, obwohl ich wie gesagt dem Vorgehen nicht zustimme.

2) Funk

Hier bin ich mir nicht ganz sicher. Jedes Nischenprogramm (und jedes Redaktionsmitglied) so zu kontrollieren, dass alles perfekt ausgewogen ist. Funk hat einen klaren Einschlag, aber Kosten und Reichweite sind so weit im Rahmen. Als "Ausgleich" hat z.B. ein Dieter Nuhr sehr gutes Geld bei der ARD verdient und dort eine große Plattform bekommen.

Also: Lieber auch mal subjektive Einschätzungen, über die dann diskutiert wird als vorab eine erzwungene Ausgewogenheit, wie auch immer die aussehen könnte.

3) Auswahl Experten/Interviewpartner

Die von dir vorgeschlagene Transparenz finde ich gut. CNN ist jetzt nicht das top Vorbild was Unabhängigkeit und Objektivität angeht (das ist keiner der großen US-Nachrichtensender), aber immerhin weiß man jederzeit wer da steht.

4) Kostenstruktur

Den in meinen Augen größten Mehrwert könnte man deutlich günstiger bekommen. Ich bin wie du stark dafür, durch einen klarer (d.h. enger) definierten Auftrag die Kosten runter zu bekommen.

Lasst uns reden... über den ÖRR

simie, Krefeld, Mittwoch, 24.07.2024, 16:05 (vor 545 Tagen) @ SantiagoKinderBueno

1) Die Israel-Kette von Andrea Kiewel


Das Thema ist ziemlich heikel, schon Solidaritätsbekundungen in eine der beiden Richtungen sorgt für großen Aufruhr. Man sollte dem Personal nicht jegliche subjektive Äußerung verbieten, daher wäre ich eher gegen so eine Einschränkung (Kette nicht tragen dürfen).

Das Problem ist nicht die Solidaritätsbekundung, sondern die Art der Äußerung. Und genauso wie der Spruch "Vom Fluß bis ans Meer" zu Recht kritisiert wird, geht es auch nicht mit einem Anhänger im Fernsehen zu moderieren, der ein Großisrael mit den besetzten Gebieten zeigt.

Lasst uns reden... über den ÖRR

SantiagoKinderBueno, Mittwoch, 24.07.2024, 16:15 (vor 545 Tagen) @ simie

Großisrael mit den besetzten Gebieten

Danke für die Klarstellung. Ich hatte keinen der Artikel dazu angeklickt und kannte dieses Detail daher nicht. Ich finde auch, dass das zu weit geht und somit in Ordnung, dass dieser Schmuck zukünftig nicht mehr in der Rolle als Moderatorin getragen werden soll.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Meister Glanz, Mittwoch, 24.07.2024, 15:04 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich denke, der ÖRR würde mehr von allen Bevölkerungsschichten akzeptiert werden, wenn man sich auf das Wesentliche beschränken würde: Information, Bildung, Kultur.
Dazu gehören für mich nicht unzählige Krimis, Telenovelas und Quizshows.
Eins von jeder Sorte würde für den Unterhaltungsauftrag auch ausreichen.

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Fire Kid, Ort, Mittwoch, 24.07.2024, 14:58 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Für jedes Kuhkaff gibt es gefühlt einen eigenen Sender, sei es bei WDR oder sonst wo. Dann wird auf zig Sendern der gleiche Krempel gezeigt. Im Radio das gleiche Spiel. Das Einsparpotenzial beim ÖRR ist enorm. Aber daran wird sich keiner die Finger verbrennen...

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 14:55 (vor 545 Tagen) @ MarcBVB

Ich bin ein absoluter Befürworter des ÖRR. Ohne diesen hätte sich unsere Bundesrepublik vermutlich nicht zu dem stabilen, demokratischen, pluralistischen und lebenswerten Staat entwickelt, der er heute (noch) ist.

1. Die Nachrichtenberichterstattung (hier an erster Stelle Tagesschau und Tagesthemen) ist bis heute journalistisch vorbildlich und von höchster Qualität, und deshalb natürlich auch beliebte Zielscheibe der populistischen Verdummungspolitik. Aber auch in den Radioprogrammen erhält man wichtige Informationen zuverlässlich und verständlich. Wer lieber reißerische Überschriften und Halbwahrheiten sucht, der wird natürlich enttäuscht.

2. Es bleibt nicht allein bei den Nachrichten, auch die Hintergrundberichterstattung ist hochwertig und lässt keine Themen aus. Wer zum Beispiel hin und wieder WDR 5 hört, der weiß mehr als andere und sieht viele Dinge nicht nur aus der beschränkten Sicht der Bespaßungswelt. Gute Reportagen im Fernsehen muss man suchen, aber auch da wird man fündig.

3. Wem eine gewisse Bildung in Geschichte, Politik, Geographie oder Naturwissenschaften wichtig ist, der erhält eine geradezu unerschöpfliche Palette an Informationen in den zahlreichen Dokumentationen auf Spartensendern wie arte, 3sat, Phoenix usw.. (Neulich liefen beispielsweise auf arte mehrere Dokumentationen über den "Wilden Westen". Danach habe ich allerdings die US-Amerikaner noch weniger verstanden als je zuvor, allerdings nicht, weil ich durch das Ansehen dümmer geworden wäre.)

4. Bis zur Jahrtausendwende war der ÖRR zudem Hauptquelle der Unterhaltung aller Generationen und hat viele von uns entsprechend geprägt. Was am Dienstagabend im Fernsehen lief, war am Mittwoch Thema auf dem Schulhof, am Arbeitsplatz oder beim Sport. Ich persönlich finde bis heute noch immer genügend Angebote an Spielfilmen und Serien auf den genannten Spartensendern, ab und zu bleib ich mal bei einer Quizshow hängen. Kostenpflichtige Streamingdienste brauche ich persönlich eigentlich nicht.

Das sind nur die vier Punkte, die mir als erste eingefallen sind. Viele dürften das gute alte Fernsehen für überflüssig halten. Ich kann das nicht nachvollziehen, benutze aber auch seit etlichen Jahren stets einen Festplattenrekorder. Das erspart mir inzwischen im Gegensatz zum Streaming nerviges Rumklicken und Suchen in dösigen und wechselnden Menüs. Fernseher anmachen, Programm starten, fertig. Alles ohne Werbung. Außerdem guckt mir keiner beim Gucken zu.

Da mir das ÖRR wichtig ist und ich Beschneidungen oder gar eine Abschaffung als katastrophal empfinden würde, habe ich aber auch Kritik.

1. Die zahlreichen "Dritten Programme" senden leider extrem viel Blödsinn, und das auch häufig noch gleichzeitig. Unzählige Giraffe-Zebra-Känguruh-Sendungen aus allen Tierparks der Republik. Zweimal die Woche Schunkellieder auf allen Sendern (im MDR auch häufiger). Und irgendwelche Berufstouristen zeigen ihre Reiseerlebnisse zeitgleich am Sonntagabend. Da würden jeden Tag vier bis sechs Stunden Regionalsendungen reichen, der Rest könnte auch zentral produziert und ausgestrahlt werden. Man könnte auch überlegen, ob ARD und ZDF enger miteinander verschmolzen werden könnten.

2. Endlosserien mit weltfremden Heilewelt-Geschichten à la "In aller Freundschaft", Kochsendungen mit Martina und Moritz und ähnlicher Tüdelütt müssen von mir aus nicht sein, aber vermutlich gibt es auch oder gerade für solche Dinge ein Publikum.

3. Talkshows wie die von Lanz passen meiner Meinung nicht zum journalistischen Anspruch der ÖRR. Zu häufig werden dort Laberköpfe, Selbstdarsteller oder Populisten eingeladen. Wie Diskussionskultur selbst in unserer Zeit aussehen kann, zeigt man dagegen in der Phoenix Runde.

4. Sport ist ein schwieriges Thema. Die Übertragung von Großereignissen wie z.B. Olympischen Spielen oder kürzlich der Tour de France ist bei den ÖRR sicher besser aufgehoben als bei irgendwelchen "Jetzt-nur-ein-Spot (danach kommt Eigenwerbung)"-Privatsendern. Trotzdem sind die Kosten für so etwas irrsinnig, natürlich auch für die Fußball-EM. Hier ist der ÖRR aber auch in einer ungünstigen Verhandlungsposition.

Unterm Strich: Es gibt ein großes Verbesserungspotential. Die Abschaffungsphantasien von Rechtsaußen halte ich für totalen Schwachsinn. Außerdem wären das doch die Ersten, die einen gleichgeschalteten Rundfunk einführen würden, wenn sie an der Regierung wären.

Lasst uns reden... über den ÖRR

tim86, Hamburg, Donnerstag, 25.07.2024, 03:54 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Ich bin ein absoluter Befürworter des ÖRR. Ohne diesen hätte sich unsere Bundesrepublik vermutlich nicht zu dem stabilen, demokratischen, pluralistischen und lebenswerten Staat entwickelt, der er heute (noch) ist.

1. Die Nachrichtenberichterstattung (hier an erster Stelle Tagesschau und Tagesthemen) ist bis heute journalistisch vorbildlich und von höchster Qualität, und deshalb natürlich auch beliebte Zielscheibe der populistischen Verdummungspolitik. Aber auch in den Radioprogrammen erhält man wichtige Informationen zuverlässlich und verständlich. Wer lieber reißerische Überschriften und Halbwahrheiten sucht, der wird natürlich enttäuscht.

2. Es bleibt nicht allein bei den Nachrichten, auch die Hintergrundberichterstattung ist hochwertig und lässt keine Themen aus. Wer zum Beispiel hin und wieder WDR 5 hört, der weiß mehr als andere und sieht viele Dinge nicht nur aus der beschränkten Sicht der Bespaßungswelt. Gute Reportagen im Fernsehen muss man suchen, aber auch da wird man fündig.

3. Wem eine gewisse Bildung in Geschichte, Politik, Geographie oder Naturwissenschaften wichtig ist, der erhält eine geradezu unerschöpfliche Palette an Informationen in den zahlreichen Dokumentationen auf Spartensendern wie arte, 3sat, Phoenix usw.. (Neulich liefen beispielsweise auf arte mehrere Dokumentationen über den "Wilden Westen". Danach habe ich allerdings die US-Amerikaner noch weniger verstanden als je zuvor, allerdings nicht, weil ich durch das Ansehen dümmer geworden wäre.)

4. Bis zur Jahrtausendwende war der ÖRR zudem Hauptquelle der Unterhaltung aller Generationen und hat viele von uns entsprechend geprägt. Was am Dienstagabend im Fernsehen lief, war am Mittwoch Thema auf dem Schulhof, am Arbeitsplatz oder beim Sport. Ich persönlich finde bis heute noch immer genügend Angebote an Spielfilmen und Serien auf den genannten Spartensendern, ab und zu bleib ich mal bei einer Quizshow hängen. Kostenpflichtige Streamingdienste brauche ich persönlich eigentlich nicht.

Während ich dir bei Punkt 1-3 zustimme, muss ich dir bei Punkt 4 klar wiedersprechen. Ja lange war der ÖRR Hauptquelle der Unterhaltung, wobei zur Jahrtausendwende schon niemand sich auf dem Schulhöfen mehr über ÖRR Sendungen unterhalten hat. Es war schon da, eher das Programm der älteren Generation. Auf der Schule wurde eher über Sendungen auf RTL, Sat1, Pro7 oder RTL2(Animes) gesprochen.

Und gerade diese Unterhaltung, die hauptsächlich für eine ältere Zielgruppe Produziert wird, muss sich diese Zielgruppe dann selbst finanzieren und kann nicht von der Gesellschaft verlangen sie für sich mit zu finanzieren.

Hier hilft auch nicht funk als Feigenblatt, als Programm für die jüngere Generation. Das macht nur 0,3% der Ausgaben aus und wird auch nicht groß Konsumiert. Und funk ist auch keine Unterhaltung für die junge Generation, sondern zum großen Teil Programm mit Bildungsauftrag. Aber auch hier muss reformiert werden und stärker geguckt werden mit wen man zusammen arbeitet.

Dem ÖRR würde es gut tun, sich auf Nachrichten und Bildung zu konzentrieren und Unterhaltung/Sport nur sofern günstig zu Produzieren/kaufen als Beiwerk zu haben. Aktuell ist aber die Bildung und Nachrichten das günstige Beiwerk der Unterhaltung für die Generationen 60+ durch alle finanziert, während die jüngeren sich ihre Unterhaltung noch zusätzlich finanzieren müssen.

Guckt man sich die Ausgaben des Senders ARD an, so wird nur 21% des Budgets des Senders für Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Nachrichten ausgegeben. Für Unterhaltung, Film und Sport hingegen wird 71% ausgegeben. Es müsste eigentlich anders herum sein.

Schaut man sich alle Sender an, so bekommen jene Sender, die sich tatsächlich auf die Bildung und Informationen konzentrieren(tagesschau24, 3Sat, Phoenix, Arte, ARD Alpha) zusammen nur 2,4% der Rundfunktgebühren.

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Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 24.07.2024, 16:33 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Gucke ich regelmäßig und erfüllt imo die Grundidee des Bildungsauftrages. Wird natürlich aber auch über den französischen Rundfunk finanziert, macht ihn aber dafür auch europäischer.


Das hier etliche Leute den ÖRR aber für Spielfilme und Serien nutzen, kann ich weniger nachvollziehen. Zeigt aber wohl auch ganz gut den Altersschnitt im Forum oder die jeweilige Zielgruppe.


Deswegen denke ich aber auch, dass der ÖRR irgendwann reformiert werden muss, weil eine gewisse Generation irgendwann wegfällt und die GenZ sicherlich nicht mehr dazu bereit ist fast 20€ monatlich für extrem viel auf Rentner fixiertres Programm zu latzen.

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Pfostentreffer, Mittwoch, 24.07.2024, 17:11 (vor 545 Tagen) @ Foreveralone


Das hier etliche Leute den ÖRR aber für Spielfilme und Serien nutzen, kann ich weniger nachvollziehen. Zeigt aber wohl auch ganz gut den Altersschnitt im Forum oder die jeweilige Zielgruppe.

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.

EEAAO lief in den letzten Wochen übrigens, hat vor 1-2 Jahren oder so noch bei den Oscars abgeräumt. Es gibt also durchaus mehr als Rosamunde Pilcher:-)

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tim86, Hamburg, Donnerstag, 25.07.2024, 04:50 (vor 545 Tagen) @ Pfostentreffer

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.

Und würde der ÖRR weniger Geld für Unterhaltung ausgeben, würden die halt auf RTL, Sat1, Pro7,... laufen. Ist ja nicht so, dass es dann gar kein free TV mehr geben würde.

Und zumindest das wollen ist kein Grund, warum es die anderen mit finzanzieren müssen. Das ist dann der eigene Geiz/Entscheidung was es ein wert ist, der kein Anrecht hat, von der Geselsschaft mit finanziert zu werden.
Für die, die es nicht können, kann man nachdem der ÖRR sich auf sein Bildungsauftrag konzentriert hat und damit auch deutlich günstiger geworden ist, gerne eine 10€ Medienanteil ins Bürgergeld berechnen, damit man sich dann Netflix, Disney+ oder Amazon Prime,... bestellen kann. Wer den lieber für was anderes ausgiebt ist dann wieder bei nicht wollen.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 08:30 (vor 545 Tagen) @ tim86

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.


Und würde der ÖRR weniger Geld für Unterhaltung ausgeben, würden die halt auf RTL, Sat1, Pro7,... laufen. Ist ja nicht so, dass es dann gar kein free TV mehr geben würde.

Und zumindest das wollen ist kein Grund, warum es die anderen mit finzanzieren müssen. Das ist dann der eigene Geiz/Entscheidung was es ein wert ist, der kein Anrecht hat, von der Geselsschaft mit finanziert zu werden.
Für die, die es nicht können, kann man nachdem der ÖRR sich auf sein Bildungsauftrag konzentriert hat und damit auch deutlich günstiger geworden ist, gerne eine 10€ Medienanteil ins Bürgergeld berechnen, damit man sich dann Netflix, Disney+ oder Amazon Prime,... bestellen kann. Wer den lieber für was anderes ausgiebt ist dann wieder bei nicht wollen.

Das finde ich allerdings ganz wild, dass von der Gesellschaft weniger ÖRR dafür aber private US-Anbieter finanziert werden sollen.

Ich habe es weiter unten schon verlinkt. Die Grundversorgung besteht nicht nur aus Bildung.

"Grundversorgung" umfasst nach dem Bundesverfassungsgericht im Wesentlichen drei Elemente: Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen, die Veranstaltung von Programmen, die Information, Bildung und Unterhaltung in voller Breite ("klassischer Auftrag") sicherstellen und die Gewährleistung der Meinungsvielfalt innerhalb des Programms.“

https://www.ard.de/die-ard/Rundfunkfreiheit-Ueberblick-der-wichtigsten-Urteile-aus-Karlsruhe-100/

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Windmill-Agogo, Pattaya, Donnerstag, 25.07.2024, 09:02 (vor 545 Tagen) @ markus

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.


Und würde der ÖRR weniger Geld für Unterhaltung ausgeben, würden die halt auf RTL, Sat1, Pro7,... laufen. Ist ja nicht so, dass es dann gar kein free TV mehr geben würde.

Und zumindest das wollen ist kein Grund, warum es die anderen mit finzanzieren müssen. Das ist dann der eigene Geiz/Entscheidung was es ein wert ist, der kein Anrecht hat, von der Geselsschaft mit finanziert zu werden.
Für die, die es nicht können, kann man nachdem der ÖRR sich auf sein Bildungsauftrag konzentriert hat und damit auch deutlich günstiger geworden ist, gerne eine 10€ Medienanteil ins Bürgergeld berechnen, damit man sich dann Netflix, Disney+ oder Amazon Prime,... bestellen kann. Wer den lieber für was anderes ausgiebt ist dann wieder bei nicht wollen.


Das finde ich allerdings ganz wild, dass von der Gesellschaft weniger ÖRR dafür aber private US-Anbieter finanziert werden sollen.

Ich habe es weiter unten schon verlinkt. Die Grundversorgung besteht nicht nur aus Bildung.

"Grundversorgung" umfasst nach dem Bundesverfassungsgericht im Wesentlichen drei Elemente: Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen, die Veranstaltung von Programmen, die Information, Bildung und Unterhaltung in voller Breite ("klassischer Auftrag") sicherstellen und die Gewährleistung der Meinungsvielfalt innerhalb des Programms.“

https://www.ard.de/die-ard/Rundfunkfreiheit-Ueberblick-der-wichtigsten-Urteile-aus-Karlsruhe-100/

Das verlinkte Urteil ist aus dem Jahre 1986 und die Zeit hat sich weiter gedreht. Man vergleiche nur mal das ein TV Programm http://retro-media-tv.de/tvp/80/1986/19860623.htm

Neben vielen zusätzlichen privaten TV Sendern gibt es nun ein breites Angebot aus Pay TV, unterhaltungsspezifischen Streamingangeboten oder kostenlosen Plattformen wie YouTube.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 09:10 (vor 545 Tagen) @ Windmill-Agogo

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.


Und würde der ÖRR weniger Geld für Unterhaltung ausgeben, würden die halt auf RTL, Sat1, Pro7,... laufen. Ist ja nicht so, dass es dann gar kein free TV mehr geben würde.

Und zumindest das wollen ist kein Grund, warum es die anderen mit finzanzieren müssen. Das ist dann der eigene Geiz/Entscheidung was es ein wert ist, der kein Anrecht hat, von der Geselsschaft mit finanziert zu werden.
Für die, die es nicht können, kann man nachdem der ÖRR sich auf sein Bildungsauftrag konzentriert hat und damit auch deutlich günstiger geworden ist, gerne eine 10€ Medienanteil ins Bürgergeld berechnen, damit man sich dann Netflix, Disney+ oder Amazon Prime,... bestellen kann. Wer den lieber für was anderes ausgiebt ist dann wieder bei nicht wollen.


Das finde ich allerdings ganz wild, dass von der Gesellschaft weniger ÖRR dafür aber private US-Anbieter finanziert werden sollen.

Ich habe es weiter unten schon verlinkt. Die Grundversorgung besteht nicht nur aus Bildung.

"Grundversorgung" umfasst nach dem Bundesverfassungsgericht im Wesentlichen drei Elemente: Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen, die Veranstaltung von Programmen, die Information, Bildung und Unterhaltung in voller Breite ("klassischer Auftrag") sicherstellen und die Gewährleistung der Meinungsvielfalt innerhalb des Programms.“

https://www.ard.de/die-ard/Rundfunkfreiheit-Ueberblick-der-wichtigsten-Urteile-aus-Karlsruhe-100/


Das verlinkte Urteil ist aus dem Jahre 1986 und die Zeit hat sich weiter gedreht. Man vergleiche nur mal das ein TV Programm http://retro-media-tv.de/tvp/80/1986/19860623.htm

Neben vielen zusätzlichen privaten TV Sendern gibt es nun ein breites Angebot aus Pay TV, unterhaltungsspezifischen Streamingangeboten oder kostenlosen Plattformen wie YouTube.

Es gibt auch eine aktuelle Entscheidung aus 2021, die die alte noch einmal bestätigt. Gerade weil es inzwischen so viele private Angebote gibt, ist der ÖRR in dieser Form als Gegenpol unerlässlich.

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Foreveralone, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2024, 16:19 (vor 544 Tagen) @ markus


Es gibt auch eine aktuelle Entscheidung aus 2021, die die alte noch einmal bestätigt. Gerade weil es inzwischen so viele private Angebote gibt, ist der ÖRR in dieser Form als Gegenpol unerlässlich.


Ergibt total Sinn. Wahrscheinlich stinken in deinen Augen auch die privaten Unterhaltungs-Angebote in Form von Serien und Filmen total gegenüber dem Programm von ZDF und Co ab.

Bei so Schund wie Breaking Bad oder The Wire braucht es dringend mehr Qualität aus deutschen Landen.

Im übrigen: Eine der besten und erfolgreichsten deutschen Serien namens Dark wurde über NFX produziert
Lasst das bitte die Profis machen oder anders ausgedrückt:Schuster bleib deinen Leisten und senkt den Beitrag um 50%

Dir steht es im übrigen frei, für den ÖRR mehr Geld durch private Spenden in die Hand zu nehmen.

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markus, Donnerstag, 25.07.2024, 17:34 (vor 544 Tagen) @ Foreveralone


Es gibt auch eine aktuelle Entscheidung aus 2021, die die alte noch einmal bestätigt. Gerade weil es inzwischen so viele private Angebote gibt, ist der ÖRR in dieser Form als Gegenpol unerlässlich.

Ergibt total Sinn. Wahrscheinlich stinken in deinen Augen auch die privaten Unterhaltungs-Angebote in Form von Serien und Filmen total gegenüber dem Programm von ZDF und Co ab.

Bei so Schund wie Breaking Bad oder The Wire braucht es dringend mehr Qualität aus deutschen Landen.

Im übrigen: Eine der besten und erfolgreichsten deutschen Serien namens Dark wurde über NFX produziert
Lasst das bitte die Profis machen oder anders ausgedrückt:Schuster bleib deinen Leisten und senkt den Beitrag um 50%

Breaking Bad, Dark und 4 Blocks sind die für mich mit Abstand besten Serien. Aber der Punkt ist: Das läuft doch gar nicht im ÖRR. Wie willst du diese Serien aus dem ÖRR herauslösen, um 50% einzusparen? Und umgekehrt: Wenn das bereits mit im ÖRR inkludiert wäre, würde ich mich freuen. Denn ich halte es für einen schlechten Deal, auf der einen Seite 9 Euro einsparen zu können und auf der anderen Seite für Sky Entertainment + Netflix 27,50 Euro ausgeben zu müssen. Da bin ich rechnerisch im Minus.

Der ÖRR beinhaltet nur ein Grundangebot an Serien und nicht die neuesten Serien. Selbst wenn du die gesamte Sparte an Serien aus dem ÖRR herausnimmst, werden da auch keine 50% Ersparnis bei rauskommen. Das sind dann irgendwelche Centbeträge und letztendlich einfach nur weiterer Inhalt, für den man dann zusätzlich Pay TV benötigt.

Und Serien auf Pro 7 und Co. tu ich mir als letztes an. Das macht durch Werbeunterbrechungen wenig Spaß.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 25.07.2024, 09:15 (vor 545 Tagen) @ markus

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.


Und würde der ÖRR weniger Geld für Unterhaltung ausgeben, würden die halt auf RTL, Sat1, Pro7,... laufen. Ist ja nicht so, dass es dann gar kein free TV mehr geben würde.

Und zumindest das wollen ist kein Grund, warum es die anderen mit finzanzieren müssen. Das ist dann der eigene Geiz/Entscheidung was es ein wert ist, der kein Anrecht hat, von der Geselsschaft mit finanziert zu werden.
Für die, die es nicht können, kann man nachdem der ÖRR sich auf sein Bildungsauftrag konzentriert hat und damit auch deutlich günstiger geworden ist, gerne eine 10€ Medienanteil ins Bürgergeld berechnen, damit man sich dann Netflix, Disney+ oder Amazon Prime,... bestellen kann. Wer den lieber für was anderes ausgiebt ist dann wieder bei nicht wollen.


Das finde ich allerdings ganz wild, dass von der Gesellschaft weniger ÖRR dafür aber private US-Anbieter finanziert werden sollen.

Ich habe es weiter unten schon verlinkt. Die Grundversorgung besteht nicht nur aus Bildung.

"Grundversorgung" umfasst nach dem Bundesverfassungsgericht im Wesentlichen drei Elemente: Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen, die Veranstaltung von Programmen, die Information, Bildung und Unterhaltung in voller Breite ("klassischer Auftrag") sicherstellen und die Gewährleistung der Meinungsvielfalt innerhalb des Programms.“

https://www.ard.de/die-ard/Rundfunkfreiheit-Ueberblick-der-wichtigsten-Urteile-aus-Karlsruhe-100/


Das verlinkte Urteil ist aus dem Jahre 1986 und die Zeit hat sich weiter gedreht. Man vergleiche nur mal das ein TV Programm http://retro-media-tv.de/tvp/80/1986/19860623.htm

Neben vielen zusätzlichen privaten TV Sendern gibt es nun ein breites Angebot aus Pay TV, unterhaltungsspezifischen Streamingangeboten oder kostenlosen Plattformen wie YouTube.


Es gibt auch eine aktuelle Entscheidung aus 2021, die die alte noch einmal bestätigt. Gerade weil es inzwischen so viele private Angebote gibt, ist der ÖRR in dieser Form als Gegenpol unerlässlich.

Markus, wenn dich deine Partnerin so liebt wie das BVerfG den ÖRR, dann hast du alles richtig gemacht

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Pfostentreffer, Donnerstag, 25.07.2024, 07:46 (vor 545 Tagen) @ tim86

Oder den Geldbeutel. Ich kenne einige Leute, die sich keine Streaming-Angebot leisten können / wollen und darauf warten, dass diese Filme / Serien 2-3 Jahre später in den ÖRR-Mediatheken landen. Was manchmal passiert, manchmal nicht.


Und würde der ÖRR weniger Geld für Unterhaltung ausgeben, würden die halt auf RTL, Sat1, Pro7,... laufen. Ist ja nicht so, dass es dann gar kein free TV mehr geben würde.

Und zumindest das wollen ist kein Grund, warum es die anderen mit finzanzieren müssen. Das ist dann der eigene Geiz/Entscheidung was es ein wert ist, der kein Anrecht hat, von der Geselsschaft mit finanziert zu werden.
Für die, die es nicht können, kann man nachdem der ÖRR sich auf sein Bildungsauftrag konzentriert hat und damit auch deutlich günstiger geworden ist, gerne eine 10€ Medienanteil ins Bürgergeld berechnen, damit man sich dann Netflix, Disney+ oder Amazon Prime,... bestellen kann. Wer den lieber für was anderes ausgiebt ist dann wieder bei nicht wollen.

Das mag alles sein. Der Vorredner hatte geschrieben, dass er nicht versteht, wie Leute den ÖRR für Serien und Filme nutzen. Nur das habe ich versucht zu erklären.

Das wir es deswegen den ÖRR finanzieren müssen hat niemand gesagt.

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majae, Muc, Mittwoch, 24.07.2024, 17:00 (vor 545 Tagen) @ Foreveralone

Gucke ich regelmäßig und erfüllt imo die Grundidee des Bildungsauftrages. Wird natürlich aber auch über den französischen Rundfunk finanziert, macht ihn aber dafür auch europäischer.

Arte Dokus dürften >50% meines Youtube-Konsums ausmachen. Hier wird auch ein sehr breites Spektrum an Inhalten angeboten.
Was mich aber stört und das gilt generell für die ÖRR Angebote: die teilweise nur sehr begrenzte Verfügbarkeit in der Mediathek. Wenn ich schon für einen recht hohen monatlichen Beitrag den Tatort (oder eben besagte Dokus) mitfinanzieren muss, hätte ich das Produkt auch gerne ein Jahr später noch zur Verfügung.

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Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 16:45 (vor 545 Tagen) @ Foreveralone

Deswegen denke ich aber auch, dass der ÖRR irgendwann reformiert werden muss, weil eine gewisse Generation irgendwann wegfällt und die GenZ sicherlich nicht mehr dazu bereit ist fast 20€ monatlich für extrem viel auf Rentner fixiertres Programm zu latzen.

Da wirst du aber noch ein bisschen Geduld haben müssen. Und was in 20 Jahren ist, kann man auch nicht voraussagen. Zum einen sind die jungen Menschen von heute dann auch 20 Jahre älter, zum anderen werden auch Smartphones und Streamingdienste dann alte Hüte sein.

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Leviki, Mittwoch, 24.07.2024, 17:40 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Du glaubst doch nicht im Ernst das sich der ÖRR ohne grundlegende Reformen noch 20 Jahre hält? Der Anteil der Leute die den ÖRR kaum oder überhaupt nicht nutzen steigt von Jahr zu Jahr und diese Leute sollen weiterhin bereit sein 20 Euro im Monat für nichts zu bezahlen? Ich glaube nicht.

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Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 24.07.2024, 15:43 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

2. Endlosserien mit weltfremden Heilewelt-Geschichten à la "In aller Freundschaft",

Und was guckt dann meine Mutter?

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Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 16:12 (vor 545 Tagen) @ Lattenknaller

2. Endlosserien mit weltfremden Heilewelt-Geschichten à la "In aller Freundschaft",

Und was guckt dann meine Mutter?

Deine Mudda könnte öfter mal wieder Besuch von ihrem Sohn bekommen, dann müsste sie nicht dauernd fernsehen.

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Borsigkreisborn, Jenseits von wieso dat denn., Mittwoch, 24.07.2024, 15:29 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

aus meiner Sicht die beste Zusammenfassung.
Die ständige Thematisierung des ÖRR hat für mich einen unappetitlichen Beigeschmack.
st es doch ein banales Thema mit dem man prima ein paar treuselige Schäfchen schnell mal auf die braune Wiese treiben kann.

Wir haben unzählige Herausforderungen in denen wir in den fruchtbaren Diskurs gehen könnten.

Die Diskussion um den ÖRR gehört da nur zu wenn es darum geht das rechte Übelschergen es nicht mögen das man sie demaskiert. Der unredliche Teil des Konservatismus der um seine vordemokratischen Privilegien fürchtet.

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CF, Mittwoch, 24.07.2024, 15:12 (vor 545 Tagen) @ Habakuk

Dem kann ich fast bedingungslos zustimmen!

Was ich seit über 10 Jahren so gut wie gar nicht mehr schaue und für komplett überflüssig halte, sind 90% der Privatsender. Am skurrilsten finde ich, dass man für die in HD(+) noch zusätzlich zahlen soll....:D:D:D

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Born-to-run, Mittwoch, 24.07.2024, 16:43 (vor 545 Tagen) @ CF

Geht mir ähnlich. Zu den Privatsendern locken mich eigentlich nur die ein oder andere Sportübertragung, die es halt dort mitunter exklusiv gib (NFL), und hin und wieder ein Comedy-Format. Raab hatte mich früher auch hin und wieder mal zu Pro7 gelockt. Ansonsten fällt mir kein Grund ein, weshalb ich einen dieser Sender aufsuchen sollte. Die "kleineren" RTL/SAT1/Pro7-Ableger habe ich schon längere Zeit gar nicht mehr auf meiner Sender-Liste.

Mitte letzten Jahres habe ich dann angefangen mich auch wieder von den meisten Abos zu trennen, die sich so über die Jahre doch angesammelt hatten. Zumeist wegen einer dieser Serien, wie GOT, die halt aus der Masse heraus ragten. Um dabei aber auch festzustellen, dass der Rest eben zumeist auch nur Durchschnittsware ist, wegen der sich die Zusatzkosten auf Dauer für mich nicht wirklich lohnen.

Von mittlerweile 40€ für ein DAZN-Abo ganz zu schweigen, solange die eigentlich nur für zwei Dutzend Kicks pro Jahr ausgegeben werden. Spätestens da wundere ich mich dann auch über die Diskussionen um die Rundfunk-Gebühr, wenn ich das in Relation setze...

Sicher gibt es ÖRR auch zu viel Triviales. Und warum dann die die gleichen Folgen von "Mord mit Aussicht" (prima Serie) an jedem einzelnen Wochentag von einem anderen dritten Programm zum x.mal wiederholt werden müssen erschließt sich mir auch nicht. Wie man diesen dritten Programmen wieder etwas mehr Sinn und Leben einhauchen könnte, darüber sollte man sich tatsächlich mal den Kopf zerbrechen.

Wenn ich mich alleine der Mediatheken von ARD/ZDF/3Sat + Arte bediene, finde ich dort schon mehr ansprechende Inhalte, sowohl in Sachen Information+ Bildung als auch Unterhaltung um meinen Bedarf an Medienkonsum mehr als zu decken.

Was ich mir wünschen würde, wäre ein reiner Sport-Kanal, den ARD+ZDF gerne gemeinsam betreiben dürfen, der mir als Zuschauer/Konsument leichter die Möglichkeit bietet auch außerhalb von Olympischen Spielen mehr vom Sportgeschehen abseits des Fußballs mitzubekommen. Es gibt eine ganze Reihe von Sportarten die eine bessere Präsentation verdient hätten.

Mit diversen Wintersportarten bekommt man das ja in der Zeit von Dez bis März auch ganz gut hin. Muss ja dann aber nicht alles in den Hauptprogrammen von ARD + ZDF sein. Da reichen die Highlights, wie Weltmeisterschaften. Aber ein ausreichendes Maß an Medienpräsenz würde es vielen Sportlern, die bislang ausschließlich von der Sporthilfe unterstützt werden leichter machen Sponsoren für sich zu gewinnen, um sich so das Leben als Hochleistungssportler*in überhaupt leisten zu können.

Und dem ÖRR stünde es sicher besser zu Gesicht dort Gelder zu investieren wo Hochleistungs-Sportlern, von denen man sich bei Olympia gerne Medaillen wünscht, erstmal eine Existenzgrundlage geschaffen werden muss, anstatt beim Wettbieten um Fußballrechte mitzumachen um eh schon überbezahlte Kicker noch generöser honorieren zu können.

Lasst uns reden... über den ÖRR

Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 17:43 (vor 545 Tagen) @ Born-to-run

Das kann ich inhaltlich eigentlich alles so teilen. DAZN und Sky habe ich schon längst gekündigt, andere Streaming-Abos hatte ich nie. Mein Tag hat eh nur 24 Stunden und selbst wenn mich mal eine Serie dort reizen sollte, ändert sich an meinem Leben wenig, wenn ich sie nicht oder erst in ein paar Jahren sehen sollte.

Was ich mir wünschen würde, wäre ein reiner Sport-Kanal, den ARD+ZDF gerne gemeinsam betreiben dürfen, der mir als Zuschauer/Konsument leichter die Möglichkeit bietet auch außerhalb von Olympischen Spielen mehr vom Sportgeschehen abseits des Fußballs mitzubekommen. Es gibt eine ganze Reihe von Sportarten die eine bessere Präsentation verdient hätten.

Mit diversen Wintersportarten bekommt man das ja in der Zeit von Dez bis März auch ganz gut hin. Muss ja dann aber nicht alles in den Hauptprogrammen von ARD + ZDF sein. Da reichen die Highlights, wie Weltmeisterschaften. Aber ein ausreichendes Maß an Medienpräsenz würde es vielen Sportlern, die bislang ausschließlich von der Sporthilfe unterstützt werden leichter machen Sponsoren für sich zu gewinnen, um sich so das Leben als Hochleistungssportler*in überhaupt leisten zu können.

Und dem ÖRR stünde es sicher besser zu Gesicht dort Gelder zu investieren wo Hochleistungs-Sportlern, von denen man sich bei Olympia gerne Medaillen wünscht, erstmal eine Existenzgrundlage geschaffen werden muss, anstatt beim Wettbieten um Fußballrechte mitzumachen um eh schon überbezahlte Kicker noch generöser honorieren zu können.

Alles sehr richtig. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass wir beide da totale Außenseitermeinungen haben sollten. Die oft mehrstündigen Sportberichte im Winter sind wirklich gut. Das Ganze steht und fällt natürlich mit den Athleten. Umso schöner wäre es doch, wenn da Sportler und ÖRR von einander profitieren könnten.

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FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 24.07.2024, 15:32 (vor 545 Tagen) @ CF

Was ich seit über 10 Jahren so gut wie gar nicht mehr schaue und für komplett überflüssig halte, sind 90% der Privatsender. Am skurrilsten finde ich, dass man für die in HD(+) noch zusätzlich zahlen soll....:D:D:D

Ja.
Also wer heutzutage noch Filme bei den Privaten schaut, dem ist nicht mehr zu helfen.
Wer hat den Bock alle 25 Minuten Webung zu sehen? Dafür gibts doch effektive Adblocker.
Bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr länger als 10 Minuten irgendwas auf RTLSAT1PROSIEBEN gesehen

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istar, Mittwoch, 24.07.2024, 15:29 (vor 545 Tagen) @ CF

Dem kann ich fast bedingungslos zustimmen!

Was ich seit über 10 Jahren so gut wie gar nicht mehr schaue und für komplett überflüssig halte, sind 90% der Privatsender. Am skurrilsten finde ich, dass man für die in HD(+) noch zusätzlich zahlen soll....:D:D:D

Ich schau die auch sehr selten. Eigentlich nur, wenn auf RTL oder SAT1 Fußball läuft.
Da die sich aber selbst finanzieren, ist das ja vollkommen egal.
Darüber hinaus SpiegelTV, allerdings selten „linear“.
Die Nachrichten zur Hauptsendezeit bei RTL sind auch nicht schlecht.

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Habakuk, OWL, Mittwoch, 24.07.2024, 15:28 (vor 545 Tagen) @ CF

Was ich seit über 10 Jahren so gut wie gar nicht mehr schaue und für komplett überflüssig halte, sind 90% der Privatsender. Am skurrilsten finde ich, dass man für die in HD(+) noch zusätzlich zahlen soll....:D:D:D

Bei den Privatsendern interessiert mich das Programm überhaupt nicht. Allenfalls ganz selten mal ein Spielfilm, den ich dann aufzeichne, um die Produktinformationen überspringen zu können. Unglaublich, wie man mit sowas Lebenszeit verplempern kann.

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Marc2006, Essen-Kettwig, Mittwoch, 24.07.2024, 15:27 (vor 545 Tagen) @ CF

Hier ist es ähnlich, wobei ich die mit ihrem HD+ schon ein Stück weit verstehe. Deutschland ist halt in großen Teilen ein FreeTV-Land. Ich wäre nicht traurig, wenn es einige der privaten Sender nicht mehr geben würde, allerdings gibt es in der Gesellschaft noch einen großen Teil, die gerne „Grill den Henssler“, „Shopping Queen“ o.Ä. sehen wollen. Viele davon sind aber auch nicht bereit, dafür zu bezahlen, also haben die privaten eben den Mittelweg für sich, diese Leute als Werbekunden nicht zu verlieren, dafür gibt es dem Content nur in SD. Erhöht so sicherlich die Einnahmen der Werbung, wenn man ein größeres Publikum hat als wenn man nur noch die zahlende Kundschaft hätte.

doppelte Berichterstattung - Personal- und kostenintensiv

BVBSvente, Solingen, Mittwoch, 24.07.2024, 14:40 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Warum gibt es heutzutage noch doppelte und zeitgleiche Berichterstattung von ARD und ZDF?

An einem Wahlabend (egal welcher Art) berichten beide mit vielen Politikern und "Experten" über Stunden - und das zeitgleich.

Heutzutage dürfte es doch niemanden mehr geben, der nur einen der beiden empfangen kann.

Somit reicht es aus meiner Sicht, wenn eine der beiden "großen" Sendeanstalten das Thema tiefgehend begleitet und darüber berichtet (beim anderen reicht dann parallel die Meldung in den Nachrichten).

doppelte Berichterstattung - Personal- und kostenintensiv

SpielDesJahrhunderts, Karlsruhe, Mittwoch, 24.07.2024, 14:56 (vor 545 Tagen) @ BVBSvente

Das betrifft aber nur Top-Ereignisse und die müssen eh von beiden Kanälen begleitet werden.

Es ist nicht vorstellbar, dass die politischen Redaktionen einer Anstalt zu Hause bleiben, nur weil man gerade nicht "dran" ist.

doppelte Berichterstattung - Personal- und kostenintensiv

Professor Bienlein, Ruhrgebiet, Mittwoch, 24.07.2024, 20:07 (vor 545 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts

Das betrifft aber nur Top-Ereignisse und die müssen eh von beiden Kanälen begleitet werden.

Es ist nicht vorstellbar, dass die politischen Redaktionen einer Anstalt zu Hause bleiben, nur weil man gerade nicht "dran" ist.

Doch, in einem reformierten ÖRR wäre sowas absolut vorstellbar.

doppelte Berichterstattung - Personal- und kostenintensiv

Davja89, Mittwoch, 24.07.2024, 15:11 (vor 545 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts

Würde dafür sprechen das man fusioniert. Eine ÖRR Sendeanstalt genügt.

Man stelle sich vor man würde das beste aus ARD und ZDF zusammensuchen.
Da würde sogar ein relativ schaubares Programm herauskommen.

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TedinErzic, Mittwoch, 24.07.2024, 14:19 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Aus Gründen der Ausgewogenheit müssen natürlich auch Vertreter von Parteien wie der AfD mit mehr als 10% bei der letzten Bundestagswahl ab und zu eingeladen werden. ARD und ZDF haben ja auch einen politischen Auftrag und das nicht zu machen wäre nämlich undemokratisch.

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Earl Chekov, Köln, Mittwoch, 24.07.2024, 14:19 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Vorab: ich schaue so gut wie gar nicht linear. Rundfunk gibt es bei mir nur, wenn ich beim Frisör bin. Daher kann ich nur bedingt auf die Punkte eingehen

1) Israel-Kette: bei mir ist noch nicht angekommen, dass diese "populären" antisemitischen Tendenzen im ÖRR ausgeprägt vorkommen. Wenn ich mir die Kulturszene - insbesondere Popkultur anschaue, ist das ein Trend, der für mich aus dem Ruder läuft. Wenn sich Popbands weigern das Wort "genozid" in den Mund zu nehmen, fliegen Gegenstände auf die Bühne, Drohungen, Shitstorm etc.

2) kein Bild, das ich habe. Grundlegend ist es aber schon so, das Medien zielgruppenspezifisch zugeschnitten sind.

3) In "reinen" Nachrichtensendungen ist die Transparenz zur Rolle des Interviewpartners im Kontext der Nachricht wichtig. Mir ist es Wumpe, ob ein Dirigent ein Parteibuch besitzt und wenn ja, welches.

4) Ja, es hat sich massiv Speck angesammelt. Was mir auffällt, dass die Diskussion dazu auch schon vergiftet ist. Insbesondere durch die Vereinnahmung des ÖRR in Polen, Ungarn, Slowakei, sowie den klaren Tendenzen dazu in dem AfD-Sprech, gibt es reflexhafte Verteidigung anstelle kritischer Überprüfung auf der einen, und Rasieren-Forderungen auf der anderen Seite.

Für mich ist das Thema aber nachgelagert zur infrastruktureller Krise in D :-)

Der ÖRR kostet uns im Jahr 10 Mrd. €...

Jurist, Mittwoch, 24.07.2024, 14:15 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Sind die Mittel da richtig allokiert? Würde ein reduziertes Angebot auch ausreichen? Was könnte man beispielsweise mit den freigewordenen 9 Mrd. € anstellen, wenn man die Kosten auf ein Zehntel senken würde?

Passt der ÖRR überhaupt noch in die Zeit? Wer nutzt das Angebot und welchem Zweck dient er? Es wurde immer behauptet, dass der ÖRR dem Schutz der Demokratie dient. Kann das stimmmen in Zeiten, in denen die AfD zweitstärkste Partei bei einer bundesweiten Wahl wird?

Der ÖRR kostet uns im Jahr 10 Mrd. €...

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 24.07.2024, 15:45 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Sind die Mittel da richtig allokiert? Würde ein reduziertes Angebot auch ausreichen? Was könnte man beispielsweise mit den freigewordenen 9 Mrd. € anstellen, wenn man die Kosten auf ein Zehntel senken würde?

Passt der ÖRR überhaupt noch in die Zeit? Wer nutzt das Angebot und welchem Zweck dient er? Es wurde immer behauptet, dass der ÖRR dem Schutz der Demokratie dient. Kann das stimmmen in Zeiten, in denen die AfD zweitstärkste Partei bei einer bundesweiten Wahl wird?

Peanuts. Mit einer Zuckersteuer wäre das lässig drin.

Der ÖRR kostet uns im Jahr 10 Mrd. €...

DieRoteKarteZahlIch, UK, Mittwoch, 24.07.2024, 15:40 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Man könnte etwa 1000 Panzer kaufen ;-)

Aber 10% hört sich wie ein Kahlschlag an.

Der ÖRR kostet uns im Jahr 10 Mrd. €...

majae, Muc, Mittwoch, 24.07.2024, 15:19 (vor 545 Tagen) @ Jurist

Passt der ÖRR überhaupt noch in die Zeit? Wer nutzt das Angebot und welchem Zweck dient er? Es wurde immer behauptet, dass der ÖRR dem Schutz der Demokratie dient. Kann das stimmmen in Zeiten, in denen die AfD zweitstärkste Partei bei einer bundesweiten Wahl wird?

Wer sagt denn, dass ohne ÖRR die Afd nicht sogar stärkste Partei wäre?

Der ÖRR kostet uns im Jahr 10 Mrd. €...

markus, Mittwoch, 24.07.2024, 14:23 (vor 546 Tagen) @ Jurist

Sind die Mittel da richtig allokiert? Würde ein reduziertes Angebot auch ausreichen? Was könnte man beispielsweise mit den freigewordenen 9 Mrd. € anstellen, wenn man die Kosten auf ein Zehntel senken würde?

Passt der ÖRR überhaupt noch in die Zeit? Wer nutzt das Angebot und welchem Zweck dient er? Es wurde immer behauptet, dass der ÖRR dem Schutz der Demokratie dient. Kann das stimmmen in Zeiten, in denen die AfD zweitstärkste Partei bei einer bundesweiten Wahl wird?

Das BVerfG hat vor einiger Zeit diese Fragen bejaht. Gerade in Zeiten von Sensationsjournalismus und Fakenews ist es wichtig, ein umfangreiches Angebot als Gegenpol zu haben. Eine starke AfD widerspricht dem ja nicht, sondern sagt im Gegenteil nur aus, dass das Angebot sogar noch deutlich erweitert werden müsste.

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Grigori, Ort, Mittwoch, 24.07.2024, 14:13 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Der IGH hat bekanntlich jüngst ein Gutachten zur Situation in Israel/Palästina vorgelegt, was ich insbesondere dem Threadersteller ans Herz legen würde.

Man muss mal die Berichterstattung von BBC und Tagesschau miteinander vergleichen, um zu verstehen, wie schlecht der ÖRR manchmal informiert.

https://www.bbc.com/news/articles/cjerjzxlpvdo
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-igh-volkerrecht-100.html


Dem zartbesaiteten deutschen Publikum wird nämlich zum Beispiel verschwiegen, dass auch Gaza illegal besetzt war und ist.

Und wer sich dann mal ernsthaft mit diesem Gutachten auseinandersetzt, wird sich in Zukunft mglw. auch nicht mehr darüber aufregen, dass Menschen sich darüber echauffieren, wenn mit einer Halskette einer illegalen Besatzungsmacht incl. Apartheidssystem gehuldigt werden soll.

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Borsigkreisborn, Jenseits von wieso dat denn., Mittwoch, 24.07.2024, 15:37 (vor 545 Tagen) @ Grigori

"Dem zartbesaiteten deutschen Publikum wird nämlich zum Beispiel verschwiegen, dass auch Gaza illegal besetzt war und ist."
Das ist doch schlicht Unfug.
Jeder der sich informieren möchte, bekommt auch alle notwendigen Informationen.
Es ist ein sehr komplexes Thema das man nicht anhand eines Berichtes auch nur im Ansatz seriös einschätzen kann.
Rechtsextreme spielen da grade auf einer extrem wirren Klaviatur und so einige nehmen da die Vereinfachung gerne zum Achterbahn fahren. Zur Not wandet man sich in ein schmuddelig roter linkes Mäntelchen das ins Braun übergeht.
Davor warnte schon ein Kurt Schuhmacher
und die Zustände der Weimarer Zeit sollten uns da eine Warnung sein.

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Jurist, Mittwoch, 24.07.2024, 15:36 (vor 545 Tagen) @ Grigori

Die Palästinenser haben Gaza illegal besetzt?

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BDN130671 ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 24.07.2024, 14:09 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Wer schaut denn überhaupt noch linear Fernsehen?
Einzig das MoMa ist morgens vor der Arbeit Pflichtprogramm, um gut informiert in den Tag zu starten. Besonders sehenswert, wenn Dunja Hayali im Interview irgendeinen AfD-Fraggle auseinander nimmt. Den Rest des wichtigen Tagesgeschehen schnappt man dann im Net (z. B. hier) auf.
Gut, ZwWdF kommt auch noch dazu. Aber ansonsten ist das schon ein ziemlicher Batzen Geld für wenig (persönlichen) Nutzen.

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SpielDesJahrhunderts, Karlsruhe, Mittwoch, 24.07.2024, 15:15 (vor 545 Tagen) @ BDN130671

Brauchbare Comedy und Satire (Anstalt, Heute-Show, Nuhr, Sträter, x3).

Gute Diskussionsrunden (Unter den Linden, Phönix-Runde, Presseclub, Die Beobachter).

Aktuelle Ereignisse (oder hat RTL die Gedenkfeier zum 20. Juli auch übertragen?).

Unzählige sehenswerte Dokus.

Minderheitenkram.

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SebWagn, HH Harvestehude, Mittwoch, 24.07.2024, 16:40 (vor 545 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts

Unzählige sehenswerte Dokus.

Absolut, gerade auch und besonders von den Sendern NDR oder WDR (Heimatflimmern)

Ältere Generation?

SebWagn, HH Harvestehude, Mittwoch, 24.07.2024, 14:28 (vor 546 Tagen) @ BDN130671

Wer schaut denn überhaupt noch linear Fernsehen?
Einzig das MoMa ist morgens vor der Arbeit Pflichtprogramm, um gut informiert in den Tag zu starten. Besonders sehenswert, wenn Dunja Hayali im Interview irgendeinen AfD-Fraggle auseinander nimmt. Den Rest des wichtigen Tagesgeschehen schnappt man dann im Net (z. B. hier) auf.
Gut, ZwWdF kommt auch noch dazu. Aber ansonsten ist das schon ein ziemlicher Batzen Geld für wenig (persönlichen) Nutzen.

Also ich wüsste jetzt in der Kaffe-Runde meiner Oma nicht, dass da irgendwer das meiste digital (Inet, Mediatheken (ab und zu vielleicht Mal) konsumiert. Meine Oma hört auch immer noch gerne WDR4, trotz Unmut über das etwas modernere Programm und trotz, dass ich ihr ein Internetradio schenken wollte.

Ich schaue aufgrund des besseren Planungsmöglichkeiten, fast alle Sendungen auch nur in der Mediathek und finde da bringt der ÖRR ein gutes Paket, für das ich bereit bin auch meine 61,2 Cent pro Tag auszugeben für

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Sascha, Dortmund, Mittwoch, 24.07.2024, 14:23 (vor 546 Tagen) @ BDN130671

Für mich gehört die Folge Terra X einfach zum Sonntag Abend dazu.

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BDN130671 ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 24.07.2024, 14:28 (vor 546 Tagen) @ Sascha

OK, da kann ich mitgehen.
Allerdings hauptsächlich wenn History läuft.

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Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 24.07.2024, 14:19 (vor 546 Tagen) @ BDN130671

> Wer schaut denn überhaupt noch linear Fernsehen?

Einzig das MoMa ist morgens vor der Arbeit Pflichtprogramm, um gut informiert in den Tag zu starten. Besonders sehenswert, wenn Dunja Hayali im Interview irgendeinen AfD-Fraggle auseinander nimmt. Den Rest des wichtigen Tagesgeschehen schnappt man dann im Net (z. B. hier) auf.
Gut, ZwWdF kommt auch noch dazu. Aber ansonsten ist das schon ein ziemlicher Batzen Geld für wenig (persönlichen) Nutzen.

Das sind schon noch ein paar Millionen.

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markus, Mittwoch, 24.07.2024, 14:19 (vor 546 Tagen) @ BDN130671

Wer schaut denn überhaupt noch linear Fernsehen?

Immer noch ein paar Millionen Menschen, hauptsächlich ü50. Für die jüngeren Leute wird ja auch was gemacht. Das sind dann Social Media Inhalte und Streaminangebote wie Funk.

Einzig das MoMa ist morgens vor der Arbeit Pflichtprogramm, um gut informiert in den Tag zu starten. Besonders sehenswert, wenn Dunja Hayali im Interview irgendeinen AfD-Fraggle auseinander nimmt. Den Rest des wichtigen Tagesgeschehen schnappt man dann im Net (z. B. hier) auf.
Gut, ZwWdF kommt auch noch dazu. Aber ansonsten ist das schon ein ziemlicher Batzen Geld für wenig (persönlichen) Nutzen.

Das ist alles Geschmacksache. Ich finde teure Übertragungsrechte für Fußball z.B. auch falsch. Wenn dadurch aber Rekordeinschaltquoten zustande kommen, scheint das wiederum seine Berechtigung zu haben.

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CedricVanDerGun, Hamburg, Mittwoch, 24.07.2024, 14:13 (vor 546 Tagen) @ BDN130671

Ich gehe hier vermutlich nicht befriedigend drauf ein, nur so viel: wenn ich die Spaltung in den USA sehe mit Fox News und anderen irren wie Tucker Carlson, bin ich froh, dass wir den ÖRR haben. Auch wenn ich selbst wenig bis kaum linear schaue.

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BDN130671 ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 24.07.2024, 14:25 (vor 546 Tagen) @ CedricVanDerGun

Darum hebe ich ja auch eine Dunja Hayali hervor.
Aber eine Schwalbe ...
Vielleicht sollte man sich bei den ÖRR komplett auf Nachrichten und Info beschränken und von Sachen, von denen man keine Ahnung hat (Unterhaltung), die Finger lassen.
Dann kommt man vielleicht an ein angemessenes Preis/Leistungsverhältnis.

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FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 24.07.2024, 13:52 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Subjektive Meinung:

Der ÖRR muss Unterhalten und Informieren.

Unterhaltung:
- Quizshows und Shows ähnlich "Wetten, dass...?", "Klein gegen Groß" oder was da alles läuft
- "Lindenstraße" oder Traumschiff"
- Sport. EIGENTLICH sollte hier jegliche Sportart zu sehen sein. Aber kann mir halt vorstellen, dass es keine Sau interessiert, wenn jetzt irgendwo Dressurreiten oder Rudern stattfindet

Information:
- Spartensender wie ZDF Info. Fantastisch, liebe ich, läuft beinahe ausschließlich
- ZDF Neo soll wohl ein junges Publikum ansprechen. Gehöre ich wohl nicht mehr dazu.
- Nachrichten auf ZDF und ARD alle 2 Stunden

So alles in allem finde ich das schon ok. Mein Geschmack muss halt nicht jedem gefallen. Von dem her würde ich mich auch hüten zu sagen "Streicht das scheiß Traumschiff mit dem schmierigen Silbereisen".

Was mich allerdings richtig nervt:
Das ständige Einladen der Faschisten in die Talkshows. Werde ich nie kapieren, warum man freiwillig die Nazis an die Macht bringen will. Die werden den "Staatsfunk" doch als erstes abschaffen.

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Windmill-Agogo, Pattaya, Mittwoch, 24.07.2024, 14:32 (vor 546 Tagen) @ FliZZa

Unterhaltung dürfte nach meinem Dafürhalten nicht mehr von der Allgemeinheit finanziert werden. Dafür ist das Angebot mittlerweile zu vielfältig und die Optionen in ausreichender Menge vorhanden.

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Sascha, Dortmund, Mittwoch, 24.07.2024, 14:07 (vor 546 Tagen) @ FliZZa

Lindenstraße? Du guckst selber schon lange kein ÖRR mehr, oder?

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FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 24.07.2024, 14:29 (vor 546 Tagen) @ Sascha

Lindenstraße? Du guckst selber schon lange kein ÖRR mehr, oder?

Wie geschrieben, nur ZDFInfo im Grunde (Das aber exzessiv) und beim Abendessen vielleicht ne Quizshow auf ZDF ^^

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Gargamel09, Mittwoch, 24.07.2024, 14:31 (vor 546 Tagen) @ FliZZa

Lindenstraße? Du guckst selber schon lange kein ÖRR mehr, oder?


Wie geschrieben, nur ZDFInfo im Grunde (Das aber exzessiv) und beim Abendessen vielleicht ne Quizshow auf ZDF ^^

Bei ARD und ZDF schaue ich so gut wie gar nicht mehr vorbei, nur beim Sport - jetzt Olympia, oder EM ansonsten nur ZDFinfo, ARTE manchmal, MDR, RBB; NDR, das wars dann auch schon. Die Quizshows geben mir gar nichts, aber nicht nur im ÖRR.

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Fisheye, Mittwoch, 24.07.2024, 13:51 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Natürlich produziert der ÖRR, wie auch alle anderen Medien zu über 90 % Unsinn. Aber für die anderen 10 % zahle ich gerne. Die letzten beiden Folgen Der Tag Podcast vom Deutschlandfunk, die Folge Hintergrund zur den Problemen der Regulation des Massentourismus. Der NDR Info Podcast der Südostasien Korresponden*innen aus Neu Dehli. Find ich alles spannend.

Persönlich bin ich der Meinung man kann lineares Fernsehen und Radio jenseits von Live Sportereignissen, außerordentlichen Nachrichtenlagen und Katastrophen vollständig einstampfen. Aber gibt halt Leute die gucken das tatsächlich.

Naja und Funk? Bin da glaube ich nicht die Zielgruppe, wobei zum Beispiel MaiLab als es noch zu Funk gehörte mich total abgeholt hat. Hat wahrscheinlich eher weniger mit Funk zu tun als mit der Tatsache das Nguyen-Kim und Team mit dem Kanal großartige Arbeit abgeliefert haben.

Ich verstehe nicht warum die Leute wegen der Kosten immer so ein Fass aufmachen? Damit ihr am Ende monatlich 12 statt 18 € zahlt? Wirklich? Dem Überwiegenden Teil der Bevölkerung gehen die paar mickrigen Euro doch komplett am Arsch vorbei. Wenn es irgendwo in Deutschland ne Oma gibt die einen schönen Abend mit Florian Silbereisen im ÖRR hat, haben sich die paar Euro doch schon gelohnt.

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Scherben, Kiel, Mittwoch, 24.07.2024, 15:18 (vor 545 Tagen) @ Fisheye

Ich verstehe nicht warum die Leute wegen der Kosten immer so ein Fass aufmachen? Damit ihr am Ende monatlich 12 statt 18 € zahlt? Wirklich?

Nein, natürlich nicht. Auf der Basis des eigenen Betrags (und wir sprechen hier i.Ü. pro Haushalt) wird ja bewusst nicht argumentiert, sondern man sucht sich andere Zahlen heraus, die möglichst catchy sind: Was kostet ein*e Indendant*in? Wie hoch ist der Gesamtetat der ARD? usw. Dass das runtergebrochen wie in meinem Fall ja trotzdem z.B. nur 4,50 EUR pro Nase und Monat sind, fällt dann (leider, leider) hinten rüber.

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toni82, Ort, Mittwoch, 24.07.2024, 13:15 (vor 546 Tagen) @ MarcBVB

Ich verstehe Deinen Punkt 2) leider überhaupt nicht. Also inhaltlich.

Zu Punkt 1) - Soweit ich es verfolgt habe, solle keine 'politische Stellung' bezogen werden können. Die Kette zeigt wohl ein israelisches Staatsgebiet inklusive illegal besetzter Gebiete. Das mag für Dich kein Problem darstellen. Für andere wohl schon. Ich gehe mal davon aus, daß einem anderen Moderator oder einer anderen Moderatorin ebenfalls untersagt werden würde einen Anhänger zu tragen, der ein Palästina zeigt, welches sich von Jordanien bis Mittelmeer erstreckt. Oder ein Deutschland mit Ausdehnung bis Rumänien und Kroatien. Geht möglicherweise einfach nur darum, nicht angreifbar zu sein.

Punkt 3) - Ich habe jetzt noch nicht sonderlich darauf geachtet, meine mich aber zu erinnern, daß Parteizugehörigkeiten bei Politikern schon erkennbar sind. Oder meinst Du beispielsweise Firmenvorstände, die eben auch Mitglied einer Partei sind? Das fände ich allerdings auch interessant.

Punkt +1) - Ich glaube, das ist wieder so ein 'man kann es nicht allen Recht machen' Ding. Jeder findet wohl Dinge, wo er für sich sagt: Das brauch ich nicht. Ich denke aber, es ist ziemlich schwer, da einen harten Schnitt zu finden. Ich persönlich finde es schon gut, daß es nicht 'nur' Nachrichten im ÖRR gibt. Aber Bildung und Unterhaltung schließen sich mMn nicht aus. Ich schaue z.B. gerne Quiz-Shows. Das ist unterhaltend aber auch z.T. bildend. Auch Rosamunde Pilcher kann unterhaltend sein. Und wenn man es als 'Romanverfilmung' sieht könnte man es auch unter Bildung verbuchen...

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