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Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab (Sonstiges)

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 19:10 (vor 517 Tagen)

Liebe Mit-Foristen,

sollte jemand von euch da arbeiten UND noch nicht mit einer Rechtsschutzversicherung versorgt sein, ich würde mich heute drum bemühen. Nehmt eine mit einer möglichst kurzen Haltefrist. Und bitte nicht "Anwalts Liebling".

Vor den Arbeitsgerichten findet in der ersten Instanz nämlich keine Kostenerstattung statt. Und don't worry, ihr findet genug fähige Kollegen, die im Arbeitsrechtlichen auf RVG-Basis abrechnen.

Nur schaut, dass ihr da nicht die Kosten tragt, was zügig dann satt vierstellig werden kann.

And as always: Keine Werbung für mich oder meine Tätigkeit, ich mache kein Arbeitsrecht. Nur eine Info.

Mache auch kein Strafrecht!

Kurt C. Hose, Freitag, 23.08.2024, 16:18 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Wollte ich euch nur wissen lassen…

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Windmill-Agogo, Pattaya, Freitag, 23.08.2024, 08:37 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Ist eine Rechtsschutzversicherung wirklich so wichtig? Übernimmt die nicht nur klare Fälle, wo man auch selbst aktiv werden kann und die Erstberatung bieten viele deiner Kollege ja auch kostenlos an.

Nur schaut, dass ihr da nicht die Kosten tragt, was zügig dann satt vierstellig werden kann.

Wäre das der einzige Nachteil oder spielte das im eigenen Portemonnaie bei einem Vergleich eine Rolle? Ich bin ja auch ein großer Freund von #Klagenhilft hatte bisher aber nur Berührungspunkte mit Airlines und da ist der Streitwert und dementsprechend auch das finanzielle Risiko natürlich überschaubar.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 23.08.2024, 09:56 (vor 516 Tagen) @ Windmill-Agogo

Je nachdem, wie hoch der Streitwert ist, lohnt es sich halt wirklich. Meine rein persönliche Empfehlung:

Arbeitsrecht und Verkehr immer versichern. Beides kann sonst teuer werden.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Windmill-Agogo, Pattaya, Freitag, 23.08.2024, 10:32 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Danke.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 23.08.2024, 11:03 (vor 516 Tagen) @ Windmill-Agogo

Und die Begründung reiche ich gerne nach. Bei nem Verkehrsunfall brauchst du, wenn es nicht gut läuft, mindestens ein Gutachten. Dafür bist du Vorschuss-pflichtig. Kostenpunkt: Ca. € 2.500,00.

Im Arbeitsrecht gibt's in der ersten Instanz keine Kostenerstattung.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 08:16 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Liebe Mit-Foristen,

sollte jemand von euch da arbeiten UND noch nicht mit einer Rechtsschutzversicherung versorgt sein, ich würde mich heute drum bemühen. Nehmt eine mit einer möglichst kurzen Haltefrist. Und bitte nicht "Anwalts Liebling".

Vor den Arbeitsgerichten findet in der ersten Instanz nämlich keine Kostenerstattung statt. Und don't worry, ihr findet genug fähige Kollegen, die im Arbeitsrechtlichen auf RVG-Basis abrechnen.

Nur schaut, dass ihr da nicht die Kosten tragt, was zügig dann satt vierstellig werden kann.

And as always: Keine Werbung für mich oder meine Tätigkeit, ich mache kein Arbeitsrecht. Nur eine Info.

Ein guter Hinweis, habe ich vor einigen Jahren auch abgeschlossen, als ich gemerkt habe, dass sich die hiesigen Konzerne zunehmend verhalten wie eine Mischung aus Jordan Belfort und Attila der Hunnenkönig.
Bei TK muss man fairerweise dazu sagen, dass der Laden wirklich schon lange ernstzunehmende Profitabilitätsprobleme hat und ständig in roten Zahlen operiert. Kann aber auch nur stellvertretend genannt werden für die Jobverlagerungsflut deutscher Fachkräfte ins Ausland. Mal sehen, was noch übrigbleibt in 5 Jahren. Alle in den Osten, da bauen die Amis zumindest noch Stellen auf, während die deutschen in Heeresgruppengröße flüchten. ;-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Didi, Schweiz, Freitag, 23.08.2024, 09:06 (vor 516 Tagen) @ FourrierTrans

Was ist aber denn sachlich analysiert der Anteil der Ampel an dieser Flucht? Also ist das selbstverschuldet mit der unsicheren Energie-Strategie, den kurzfristigen Energiekosten... oder irgendwo einfach Teil der Globalisierung, dass Industrie-Jobs in Mitteleuropa wegen eines verhältnismässig hohen Lohnes und hohen Sozialkosten einfach unter Druck geraten? Oder eine Mischung aus beidem?

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Ingo, Europa, Freitag, 23.08.2024, 12:43 (vor 516 Tagen) @ Didi

Was ist aber denn sachlich analysiert der Anteil der Ampel an dieser Flucht? Also ist das selbstverschuldet mit der unsicheren Energie-Strategie, den kurzfristigen Energiekosten... oder irgendwo einfach Teil der Globalisierung, dass Industrie-Jobs in Mitteleuropa wegen eines verhältnismässig hohen Lohnes und hohen Sozialkosten einfach unter Druck geraten? Oder eine Mischung aus beidem?

Die Stahlbranche ist generell konjunktursensibel. Und steht dazu in einem globalen Wettbewerb. Die Planungen die Stahlsparte zumindest in einem Joint Venture unterzubringen bestehen schon länger seitens des Mutterkonzerns Thyssenkrupp.
Ich denke, dass die Ampel relativ wenig für die aktuelle Krise bei Thyssenkrupp kann. Jedoch sind die Verhandlungsaussichten für den geplanten Ausbau des Joint Ventures unter den aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland schlechter geworden als vor 5 Jahren (. Daher wäre für mich eher die Frage, wieviel die Ampel für die aktuelle Konjunktur und Infrastruktur verantwortlich ist. Den Anteil für diese Punkte würde ich als klein bezeichnen. Ist für mich eher relativ viel Konzernpolitik, die sich hier offenbart.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 09:14 (vor 516 Tagen) @ Didi
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 23.08.2024, 09:19

Was ist aber denn sachlich analysiert der Anteil der Ampel an dieser Flucht? Also ist das selbstverschuldet mit der unsicheren Energie-Strategie, den kurzfristigen Energiekosten... oder irgendwo einfach Teil der Globalisierung, dass Industrie-Jobs in Mitteleuropa wegen eines verhältnismässig hohen Lohnes und hohen Sozialkosten einfach unter Druck geraten? Oder eine Mischung aus beidem?

Darauf kann ich dir auch keine eindeutige Antwort geben, aber die Ampel habe ich ja in dem Zuge gar nicht erwähnt.
Ich denke aber, wenn selbst schon Engineering und D&D-Jobs in hohem Maße abwandern (selbst SAP tut dies ja gerade, die weit weg sind von einem Fließbandgeschäftsmodell), dann wird der Korridor gut bezahlter Jobs in Deutschland nochmals deutlich kleiner (ohne, dass auch nur irgendwo ersichtlich ist, wo eigentlich neue/zukunftsorientierte Jobs in erkennbaren Maße aktuell real entstehen). Im ohnehin schon größten Billiglohnsektor Europas, der BRD. Ein Teilchenbeschleuniger für Faschisten.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

SantiagoKinderBueno, Freitag, 23.08.2024, 05:32 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

And as always: Keine Werbung für mich oder meine Tätigkeit, ich mache kein Arbeitsrecht. Nur eine Info.

Natürlich keine Werbung für deine Tätigkeit. Muss man nur lange und fest dran glauben...

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Argead, Freitag, 23.08.2024, 11:55 (vor 516 Tagen) @ SantiagoKinderBueno

Also ich glaube ihm, dass er ausschließlich altruistische Motive hat. Und falls ihn wirklich jemand hier noch nach einem der Fachanwälte fragt, die er persönlich kennt, dann haben seine Bekannte am Ende auch noch was davon und zeigen sich ihm gegenüber vielleicht sogar noch erkenntlich. Win-Win-Win.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

wisco, Freitag, 23.08.2024, 09:08 (vor 516 Tagen) @ SantiagoKinderBueno

Ich bin eigentlich stiller Mitleser, der alle 12 Monate mal postet. Habe jetzt extra über Passwort vergessen meinen Account wieder reaktiviert, weil mich dein Kommentar so unfassbar sauer macht. Das ist ein sehr gut gemeinter und wichtiger Tipp. Absolut traurig und beschämend, wie man so reagieren kann

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jurist, Freitag, 23.08.2024, 06:35 (vor 516 Tagen) @ SantiagoKinderBueno

Wie negativ kann man sein?

Marc macht kein Arbeitsrecht. Er nimmt keine arbeitsrechtlichen Mandate an, ebenso wenig wie ich.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

TerraP, Köln, Freitag, 23.08.2024, 08:04 (vor 516 Tagen) @ Jurist

Was ja keinesfalls Werbung dafür ist, dass Ihr Anwälte seid, hier uneigennützig Werbung für die Inanspruchnahme von Anwälten macht und bei Bedarf gerne bereitsteht, um auch zu erläutern, welche Rechtsgebiete ihr so selbst macht. ;-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 23.08.2024, 09:36 (vor 516 Tagen) @ TerraP

Was ja keinesfalls Werbung dafür ist, dass Ihr Anwälte seid, hier uneigennützig Werbung für die Inanspruchnahme von Anwälten macht und bei Bedarf gerne bereitsteht, um auch zu erläutern, welche Rechtsgebiete ihr so selbst macht. ;-)

Eigentlich wollte ich auf den Quatsch nicht antworten, aber nunja:

Mir persönlich ist das völlig egal. Es war ein nett gemeinter Hinweis. Ich habe allerdings derzeit weder Bedarf noch Kapazitäten an Neumandaten, weil mein Dezernat wirklich komplett zu ist und ich damit mehr als genug ausgelastet bin.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Guido, Freitag, 23.08.2024, 09:43 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Mir persönlich ist das völlig egal. Es war ein nett gemeinter Hinweis. Ich habe allerdings derzeit weder Bedarf noch Kapazitäten an Neumandaten, weil mein Dezernat wirklich komplett zu ist und ich damit mehr als genug ausgelastet bin.

Arbeitslos, geringe Abfindung, keine Transfergesellschaft, Perspektivlosigkeit, am Büdchen abhängen, langsam versumpfen, im Suff ausgerastet, weil der MSV es mal wieder verkackt hat und dann kommt die Frau und stellt einem die Koffer für die Tür. Was brauchst du dann: Nen guten Familienrechtler.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Oleoleole, Freitag, 23.08.2024, 15:46 (vor 516 Tagen) @ Guido

Naja, ob das die Klientel für 250 E Honorar pro Stunde ist.....

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 23.08.2024, 17:45 (vor 516 Tagen) @ Oleoleole

Naja, ob das die Klientel für 250 E Honorar pro Stunde ist.....

Damit kommst du nicht hin. Sorry ;-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

quincy123, Freitag, 23.08.2024, 18:11 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Bin beeindruckt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jurist, Freitag, 23.08.2024, 09:15 (vor 516 Tagen) @ TerraP

Tatsächlich ist es etwas anders.

Ich bin nur nebenberuflich als Rechtsanwalt tätig und nehme keine neuen Mandanten an.

Ich weiß, was Marc macht und arbeite auch gerne mit ihm zusammen. Auch er ist gut ausgelastet und das Forum ist in einem seiner beiden Bereiche kein geeigneter Markt (hoffe ich). Und auch in seinem anderen Segment nimmt Marc nicht jeden Fall an.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

sepos, Saarlandstraße, Freitag, 23.08.2024, 08:40 (vor 516 Tagen) @ TerraP

mein gott ey. einfach immer und überall das negative sehen ist deine stärke? andere sind mit sicherheit dankbar für den tipp und können wohl noch abwägen...und zuerst geht es erstmal um die basics, eine rechtsschutz zu haben. ohne den letzten satz von marc hättest du gar nichts zu melden gehabt. ich find ihn und den juristen auch häufiger anstrengend und bin anderer ansicht, hier aber werbung in eigener sache zu sehen ist schon...beeindruckend.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

TerraP, Köln, Freitag, 23.08.2024, 13:22 (vor 516 Tagen) @ sepos

Das wird mir selten vorgeworfen. Im Gegenteil bin ich total positiv und optimistisch, dass die abgewichsesten aller User hier es sehr gut ertragen können, wenn auch mal andere einen leicht sarkastischen Blick auf ihre Welt wagen.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Cthulhu, Essen, Freitag, 23.08.2024, 15:23 (vor 516 Tagen) @ TerraP

Das wird mir selten vorgeworfen. Im Gegenteil bin ich total positiv und optimistisch, dass die abgewichsesten aller User hier es sehr gut ertragen können, wenn auch mal andere einen leicht sarkastischen Blick auf ihre Welt wagen.

Trotzdem ist der Hinweis mit den Kosten der ersten Instanz nicht ganz unerheblich, ich habe schon mal ohne Versicherung vor dem Arbeitsgericht gestanden.

Der Fall war komplett eindeutig und in fünf Minuten erledigt, trotzdem musste ich die Kosten selber tragen.
War nicht so dramatisch zu dem Zeitpunkt, aber in der Stahlbranche geht es ja auch schon mal um Betriebszugehörigkeiten von 20-40 Jahren, da sieht das schon anders aus.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Matse, Donnerstag, 22.08.2024, 23:32 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Es würde sich auch lohnen, noch eine Schwerbehinderung/Gleichstellung zu beantragen (3 Wochen Vorfrist vor Ausspruch der Kündigung). Ein Schritt mehr für den Arbeitgeber und eine weitere Hürde im Verfahren.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

quincy123, Freitag, 23.08.2024, 06:32 (vor 516 Tagen) @ Matse

Huch, Schwerbehinderungen kann man beantragen, wenn man keine hat? Crazy.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 23.08.2024, 13:00 (vor 516 Tagen) @ quincy123

Natürlich nicht.
Braucht es schon ärztliche Diagnosen bzw Stellungnahmen zu.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

quincy123, Freitag, 23.08.2024, 16:03 (vor 516 Tagen) @ bigfoot49

Echt?

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Freitag, 23.08.2024, 13:06 (vor 516 Tagen) @ bigfoot49

Natürlich nicht.
Braucht es schon ärztliche Diagnosen bzw Stellungnahmen zu.

Nein, beantragen kann das jeder.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Freitag, 23.08.2024, 08:15 (vor 516 Tagen) @ quincy123

Huch, Schwerbehinderungen kann man beantragen, wenn man keine hat? Crazy.

Es ist ein Antrag. Dann wird geprüft, ob man eine hat.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

istar, Freitag, 23.08.2024, 08:49 (vor 516 Tagen) @ markus

Huch, Schwerbehinderungen kann man beantragen, wenn man keine hat? Crazy.


Es ist ein Antrag. Dann wird geprüft, ob man eine hat.

Das ist ein super Tipp für alle, die sich für nichts zu schade sind.
Lass das nur mal ein paar Hundert von Thyssen machen, dann rutschen die, die tatsächlich so einen Status haben, ordentlich nach hinten.

Ich würde anstatt solche Ideen zu verwirklichen, die Abfindung nehmen und mir was neues suchen.

Hat eine Stadionkollegin schon vor zwei Jahren gemacht, da hat Thyssen die ersten Angebote dieser Art gemacht.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Freitag, 23.08.2024, 11:59 (vor 516 Tagen) @ istar

Huch, Schwerbehinderungen kann man beantragen, wenn man keine hat? Crazy.


Es ist ein Antrag. Dann wird geprüft, ob man eine hat.


Das ist ein super Tipp für alle, die sich für nichts zu schade sind.
Lass das nur mal ein paar Hundert von Thyssen machen, dann rutschen die, die tatsächlich so einen Status haben, ordentlich nach hinten.

Ich würde anstatt solche Ideen zu verwirklichen, die Abfindung nehmen und mir was neues suchen.

Hat eine Stadionkollegin schon vor zwei Jahren gemacht, da hat Thyssen die ersten Angebote dieser Art gemacht.

Ja, das muss man dann mit seinem Gewissen vereinbaren können. Aber ich denke, dass, sobald einem selbst der Arsch auf Grundeis geht, bei vielen erst das Fressen und dann die Moral kommt.

Ich sag mal so: Wenn es darum geht, sich ein paar Extrasozialpunkte zu ergaunern, um weiter oben zu stehen, ist das nicht schön. Wenn es aber nur darum geht die Abfindung etwas zu erhöhen (oft gibt es dafür Zuschläge), wäre das für mich okay.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 08:53 (vor 516 Tagen) @ istar
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 23.08.2024, 09:03

Huch, Schwerbehinderungen kann man beantragen, wenn man keine hat? Crazy.


Es ist ein Antrag. Dann wird geprüft, ob man eine hat.


Das ist ein super Tipp für alle, die sich für nichts zu schade sind.
Lass das nur mal ein paar Hundert von Thyssen machen, dann rutschen die, die tatsächlich so einen Status haben, ordentlich nach hinten.

Ich würde anstatt solche Ideen zu verwirklichen, die Abfindung nehmen und mir was neues suchen.

Hat eine Stadionkollegin schon vor zwei Jahren gemacht, da hat Thyssen die ersten Angebote dieser Art gemacht.

Sowas ist aber doch schon lange etabliert in Deutschland. Ich kenne unzählige Boomer, die mit Mitte 50 in Frührente gegangen sind, alleine 5 Ex-Bahner fallen mir direkt ein. Der Clou war meistens, einen auf depressiv /Burn-Out zu machen, in Kombi mit kleineren körperlichen Gebrechen. Hat dann zwar 1-2 Jahre Rennerei zu den Ärzten bedeutet, eventuell auch eine kleine Reha, und ein paar Schikanen, aber letztlich sitzen die alle (die ich im Kopf habe) schon seit 10-15 Jahren daheim. Ohne jemals auch nur einen Tag schlechte Laune gehabt zu haben (viele haben damit auch geprahlt, sodass sie es dann nicht einmal versucht haben (Credo: "Habe ich die verarscht, bin ich ein geiler Typ"), zu verstecken). Von ehemals Mannesmann kenne ich da auch einige Fälle. Bei kleinsten Abzügen.

Aber du hast natürlich nicht unrecht.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

max09, Freitag, 23.08.2024, 10:30 (vor 516 Tagen) @ FourrierTrans

Das ist unglaublich schäbig. Es gibt genug Menschen die wirklich diese Probleme haben und Leute wie von dir beschrieben sorgen für noch mehr Stigmatisierung.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FliZZa, Sersheim, Freitag, 23.08.2024, 10:51 (vor 516 Tagen) @ max09

Das ist unglaublich schäbig. Es gibt genug Menschen die wirklich diese Probleme haben und Leute wie von dir beschrieben sorgen für noch mehr Stigmatisierung.

Er redet doch aber ganz klar von seinen subjektiven Erfahrungen. Und da mag das doch stimmen.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

max09, Freitag, 23.08.2024, 11:44 (vor 516 Tagen) @ FliZZa

Das ist unglaublich schäbig. Es gibt genug Menschen die wirklich diese Probleme haben und Leute wie von dir beschrieben sorgen für noch mehr Stigmatisierung.


Er redet doch aber ganz klar von seinen subjektiven Erfahrungen. Und da mag das doch stimmen.

Ich wollte das auch nicht in Frage stellen, bin mir sicher dass es das oft genug gibt..

Edit: Nur um das nochmal zu bestätigen, ich habe nicht den Beitrag vom Vorposter gemeint sondern das Verhalten der Leute die er da beschreibt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FliZZa, Sersheim, Freitag, 23.08.2024, 11:47 (vor 516 Tagen) @ max09

Das ist unglaublich schäbig. Es gibt genug Menschen die wirklich diese Probleme haben und Leute wie von dir beschrieben sorgen für noch mehr Stigmatisierung.


Er redet doch aber ganz klar von seinen subjektiven Erfahrungen. Und da mag das doch stimmen.


Ich wollte das auch nicht in Frage stellen, bin mir sicher dass es das oft genug gibt..

Edit: Nur um das nochmal zu bestätigen, ich habe nicht den Beitrag vom Vorposter gemeint sondern das Verhalten der Leute die er da beschreibt.

Ah. Dann hab ich das falsch verstanden.
Mea Culpa.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

max09, Freitag, 23.08.2024, 12:13 (vor 516 Tagen) @ FliZZa

Ist halt Freitag, kann passieren :-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Windmill-Agogo, Pattaya, Freitag, 23.08.2024, 08:20 (vor 516 Tagen) @ markus

Gibt sicher einige hier wo ein Foto reicht und der Sachbearbeiter bewilligt direkt ;-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Henry, Freitag, 23.08.2024, 07:49 (vor 516 Tagen) @ quincy123

Huch, Schwerbehinderungen kann man beantragen, wenn man keine hat? Crazy.

Paar Finger wird man ja wohl ma' opfern können für ne dickere Abfindung!

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

General174, Düsseldorf, Freitag, 23.08.2024, 07:58 (vor 516 Tagen) @ Henry

Oder einfach wie Homer Simpson ein paar Kilo zulegen. ;)
S07 E07, sehr geile Episode.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Davja89, Donnerstag, 22.08.2024, 19:58 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Aber die Abwanderungsbewegungen der Grundstoffindustrie (Stahl, Chemie usw.) ist schon besorgniserregend.

Kein Fehler der Ampel allein. Gewisse Entwicklungen gab es auch schon vorher. Allerdings ist auch kaum etwas ernsthaftes dagegen unternommen worden.

Und da geht es nicht nur um Energiepreise.

Auch die völlige Überregulierung und Bürokratie hemmt massiv.
Und der Fachkräfte Mangel im Bereich Facharbeiter ist ebenfalls ein Problem.

Lösungen sind schwierig.

Massive Investionen in den Bereich Infrastruktur würden helfen.
Moderne Häfen für Import und Export.
Gutes Schienen- und Straßennetz für die ersten oder letzten 500 km.
Ein bessere gesellschaftliche Stellung der Lehre im Vergleich zum Studium.
Im kleinen könnte man sicherlich auch nochmal beim Meisterbafög oder der Unterstützung der Auszubildenen nachschärfen.
Und natürlich müsste man eigentlich nochmal über einen Brückenstormpreis reden.
Bisherige Massnahmen sind großteils maximal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

gilmour, Aachen, Donnerstag, 22.08.2024, 21:09 (vor 516 Tagen) @ Davja89

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Das Deutschland kaum Bodenschätze hat ist schlicht falsch. Das Problem liegt in der Nimby (Not in my Backyard) -Mentalität, die heutzutage ja kein Bergbauprojekt mehr zulassen wird.
Lieber schön Scheuklappen auf und die katastrophalen Bedingungen ignorieren, wie teilweise in der Welt Rohstoffgewinnung erfolgt.
In Europa und auch in Deutschland gibt es viele Ressourcen, die nirgends auf der Welt so sozial und umweltschonend abgebaut werden könnten. Ohne entsprechende Subventionen natürlich nicht konkurrenzfähig, aber dafür etwas Unabhängigkeit..

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Chill-Instructor, Fußball muss bezahlbar sein, Donnerstag, 22.08.2024, 21:25 (vor 516 Tagen) @ gilmour

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.


Das Deutschland kaum Bodenschätze hat ist schlicht falsch.

Welche relevanten Bodenschätze hat Deutschland denn?

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Argead, Donnerstag, 22.08.2024, 21:41 (vor 516 Tagen) @ Chill-Instructor

Die Heinz Böckler Stiftung sieht es positiv: "Deutschland ist nur arm an bestimmten Rohstoffen. Kohle, Salz, Steine, Kalk, Ton sind in rauen Mengen vorhanden"

Heinz Böckler

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

gilmour, Aachen, Donnerstag, 22.08.2024, 21:51 (vor 516 Tagen) @ Argead

Auch zur Zeit vielleicht spannendere/kritischere Rohstoffe, wie Kupfer oder Lithium sind vorhanden.

Hier nur ein Beispielartikel:

https://www.scinexx.de/news/geowissen/gewinnung-von-lithium-und-kupfer-aus-heimischen-quellen/

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Argead, Donnerstag, 22.08.2024, 22:06 (vor 516 Tagen) @ gilmour

Fand die Aussage der HBS nur sehr lustig formuliert. Klar hat Deutschland einige signifikante Quellen an wichtigen Rohstoffen, aber wie der Artikel schon sagt, ist es in fast allen Fällen günstiger, diese Stoffe einfach zu importieren. Um wirklich im bedeutsamen Stil in Deutschland zu fördern müsste man wegen den auch im Artikel genannten Probleme (hohe Lohn- und Energiekosten, Umweltstandards, Widerstand der Bevölkerung) schon stark von staatlicher Seite subventionieren. Halte ich in diesen turbulenten Zeiten nicht prinzipiell für verkehrt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Donnerstag, 22.08.2024, 20:25 (vor 516 Tagen) @ Davja89

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Aber die Abwanderungsbewegungen der Grundstoffindustrie (Stahl, Chemie usw.) ist schon besorgniserregend.

Kein Fehler der Ampel allein. Gewisse Entwicklungen gab es auch schon vorher. Allerdings ist auch kaum etwas ernsthaftes dagegen unternommen worden.

Und da geht es nicht nur um Energiepreise.

Auch die völlige Überregulierung und Bürokratie hemmt massiv.
Und der Fachkräfte Mangel im Bereich Facharbeiter ist ebenfalls ein Problem.

Lösungen sind schwierig.

Massive Investionen in den Bereich Infrastruktur würden helfen.
Moderne Häfen für Import und Export.
Gutes Schienen- und Straßennetz für die ersten oder letzten 500 km.
Ein bessere gesellschaftliche Stellung der Lehre im Vergleich zum Studium.
Im kleinen könnte man sicherlich auch nochmal beim Meisterbafög oder der Unterstützung der Auszubildenen nachschärfen.
Und natürlich müsste man eigentlich nochmal über einen Brückenstormpreis reden.
Bisherige Massnahmen sind großteils maximal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Schöne Vorschläge. Aber seien wir ehrlich: Massive Lohnkürzungen würden solche Konzerne zum Umdenken bewegen. Die IG Metall hat über Jahrzehnte deutlich mehr herausgeholt als z.B. Verdi. Da sind die Löhne im direkten Vergleich völlig enteilt (ein einfacher Bandarbeiter mit IG Metall Tarif verdient mehr als ein ausgelernter Handwerker oder Logistiker).

Der Fachkräftemagel kommt noch dazu. Da wir hier aber keine Willkommenskultur haben (eine starke AfD und alltägliche Diskriminierung sobald der Name nicht deutsch klingt schrecken dann auch ab), ist absehbar, dass wir die Stellen nicht nachbesetzen können. Da hilft dann nur Arbeitsplatzabbau in Deutschland und Aufbau im Ausland. Wenn die Ausländer nicht hierhin kommen, geht die Arbeit ins Ausland.

Alles was mit Dienstleistung zu tun hat, wird bleiben. Elektriker, Friseure, Supermärkte und Altenheime sind ortsgebundener als so ein Industriebetrieb. Da werden die Leute zukünftig ganz dringend benötigt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MBasic, Wetter, Donnerstag, 22.08.2024, 21:22 (vor 516 Tagen) @ markus

Die AfD ist noch nicht das größte Problem. Aus Sicht der ausländischen Fachkräfte sind in erster Linie die deutsche Bürokratie, die fehlende Anerkennung der Qualifikationen und die Sprachbarriere die größten Herausforderungen.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Argead, Donnerstag, 22.08.2024, 20:53 (vor 516 Tagen) @ markus

Da wir hier aber keine Willkommenskultur haben (eine starke AfD und alltägliche Diskriminierung sobald der Name nicht deutsch klingt schrecken dann auch ab), ist absehbar, dass wir die Stellen nicht nachbesetzen können. Da hilft dann nur Arbeitsplatzabbau in Deutschland und Aufbau im Ausland. Wenn die Ausländer nicht hierhin kommen, geht die Arbeit ins Ausland.

Also das ist aber irgendwie schon eine komische Aussage. Wir haben uns beim Thema Zuwanderung seit Angela Merkels letzter Amtszeit schon sehr offen beim Thema Migration gezeigt und diese auch streckenweise komplett ohne wirkliche Kontrolle laufen lassen. Das kann man schon Willkommenskultur nennen, besonders da viele Menschen sofort Zugang zu unseren Sozialsystemen haben.

Die AFD ist natürlich kein Pull-Faktor für ausländische Arbeitskräfte, aber ich denke nicht, dass dieser Faktor besonders stark ins Gewicht fällt, wenn es um die Erklärung geht, warum Deutschland ein Problem damit hat, ausländische Fachkräfte anzuwerben, oder geringer qualifizierte Menschen entsprechend weiterzubilden.

Für viele gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland dürften bei der Entscheidung gegen Deutschland doch eher Punkte wie die extrem hohen Lohnabgaben der entscheidende Punkt sein. Deutschland ist das Land mit den zweithöchsten Lohn- und Sozialabgaben in Europa. Da muss der potentielle Arbeitgeber und andere Faktoren schon sehr attraktiv sein, damit man als gut ausgebildeter Mensch zu uns kommt.

Auf der anderen Seite gehen viele Betriebe mittlerweile lieber ins Ausland, weil Deutschland als Standortfaktor trotz vieler immer noch vorhandener Vorteile immer unattraktiver wird. Die Konkurrenz holt auf und da kann Deustchland an vielen Stellen einfach mittlerweile nicht mehr mithalten. Wie oben beschrieben, wird es immer schwerer, ausländische Fachkräfte zu gewinnen, die Bürokratie ist abschreckend und teuer und als Vorreiter bei der Infrastruktur und der Ausbildung von Human Capital kann sich Deutschland auch schon länger nicht mehr bezeichnen.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Talentförderer, Dortmund, Freitag, 23.08.2024, 00:14 (vor 516 Tagen) @ Argead

Ja so ist das. Auf der einen Seite will man Wohlstand. CDU und FDP sprechen immer sehr gerne darüber, auf der anderen Seite wird gejammert wenn Firmen ins Ausland verlagern, weil sie die Leute dort einfach schlechter bezahlen können. Letztendlich um den Gewinn zu steigern. Um nichts anderes geht es.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 08:27 (vor 516 Tagen) @ Talentförderer

Ja so ist das. Auf der einen Seite will man Wohlstand. CDU und FDP sprechen immer sehr gerne darüber, auf der anderen Seite wird gejammert wenn Firmen ins Ausland verlagern, weil sie die Leute dort einfach schlechter bezahlen können. Letztendlich um den Gewinn zu steigern. Um nichts anderes geht es.

Du musst mal im Detail in die Programme schauen. Bei TK ist es möglicherweise wirklich ein Abbau, 9 von 10 verlagern aber. Auch wenn dann immer so getan wird, als müsse man Jobs abbauen, weil es einem so schlecht ginge.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Kruemelmonster09, Donnerstag, 22.08.2024, 20:50 (vor 516 Tagen) @ markus

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Aber die Abwanderungsbewegungen der Grundstoffindustrie (Stahl, Chemie usw.) ist schon besorgniserregend.

Kein Fehler der Ampel allein. Gewisse Entwicklungen gab es auch schon vorher. Allerdings ist auch kaum etwas ernsthaftes dagegen unternommen worden.

Und da geht es nicht nur um Energiepreise.

Auch die völlige Überregulierung und Bürokratie hemmt massiv.
Und der Fachkräfte Mangel im Bereich Facharbeiter ist ebenfalls ein Problem.

Lösungen sind schwierig.

Massive Investionen in den Bereich Infrastruktur würden helfen.
Moderne Häfen für Import und Export.
Gutes Schienen- und Straßennetz für die ersten oder letzten 500 km.
Ein bessere gesellschaftliche Stellung der Lehre im Vergleich zum Studium.
Im kleinen könnte man sicherlich auch nochmal beim Meisterbafög oder der Unterstützung der Auszubildenen nachschärfen.
Und natürlich müsste man eigentlich nochmal über einen Brückenstormpreis reden.
Bisherige Massnahmen sind großteils maximal ein Tropfen auf den heißen Stein.


Schöne Vorschläge. Aber seien wir ehrlich: Massive Lohnkürzungen würden solche Konzerne zum Umdenken bewegen. Die IG Metall hat über Jahrzehnte deutlich mehr herausgeholt als z.B. Verdi. Da sind die Löhne im direkten Vergleich völlig enteilt (ein einfacher Bandarbeiter mit IG Metall Tarif verdient mehr als ein ausgelernter Handwerker oder Logistiker).


Könntest du hier mal einen Wert nennen?

Diese ganzen Begriffe wie "Arbeitsvorbereiter" etc sind für mich absolut böhmische Dörfer.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Donnerstag, 22.08.2024, 21:41 (vor 516 Tagen) @ Kruemelmonster09

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Aber die Abwanderungsbewegungen der Grundstoffindustrie (Stahl, Chemie usw.) ist schon besorgniserregend.

Kein Fehler der Ampel allein. Gewisse Entwicklungen gab es auch schon vorher. Allerdings ist auch kaum etwas ernsthaftes dagegen unternommen worden.

Und da geht es nicht nur um Energiepreise.

Auch die völlige Überregulierung und Bürokratie hemmt massiv.
Und der Fachkräfte Mangel im Bereich Facharbeiter ist ebenfalls ein Problem.

Lösungen sind schwierig.

Massive Investionen in den Bereich Infrastruktur würden helfen.
Moderne Häfen für Import und Export.
Gutes Schienen- und Straßennetz für die ersten oder letzten 500 km.
Ein bessere gesellschaftliche Stellung der Lehre im Vergleich zum Studium.
Im kleinen könnte man sicherlich auch nochmal beim Meisterbafög oder der Unterstützung der Auszubildenen nachschärfen.
Und natürlich müsste man eigentlich nochmal über einen Brückenstormpreis reden.
Bisherige Massnahmen sind großteils maximal ein Tropfen auf den heißen Stein.


Schöne Vorschläge. Aber seien wir ehrlich: Massive Lohnkürzungen würden solche Konzerne zum Umdenken bewegen. Die IG Metall hat über Jahrzehnte deutlich mehr herausgeholt als z.B. Verdi. Da sind die Löhne im direkten Vergleich völlig enteilt (ein einfacher Bandarbeiter mit IG Metall Tarif verdient mehr als ein ausgelernter Handwerker oder Logistiker).

Könntest du hier mal einen Wert nennen?

Diese ganzen Begriffe wie "Arbeitsvorbereiter" etc sind für mich absolut böhmische Dörfer.

Hier mal ein Vergleich zwischen Era Tarif, Bäckerhandwerk und Logistiker. Tätigkeiten mit einer Anlernzeit von weniger als 1 Woche gehen im Era Tarif bei 17,42 Euro pro Stunde los. Der Bäckergeselle mit dreijähriger Ausbildung verdient 14,78 bis 16,88 Euro (nach 5 Jahren). Der Logistiker verdient zwischen 14,81 und 15,99 Euro (nach 10 Jahren).

Dazu kommen die deutlich besseren Sonderleistungen.

https://www.metall.nrw/fileadmin/user_upload/Tarifkarte_2022_2024.pdf

https://www.tarifregister.nrw.de/material/baecker4.pdf

https://www.tarifregister.nrw.de/material/spedition2.pdf

Man könnte noch den Einzelhandel mit reinnehmen. Der sieht auch nicht besser aus.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die IG Metaller überbezahlt sind (eher, dass die anderen zu schlecht bezahlt werden), jedoch ist das den Arbeitgebern natürlich ein Dorn im Auge.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Kruemelmonster09, Donnerstag, 22.08.2024, 22:00 (vor 516 Tagen) @ markus

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Aber die Abwanderungsbewegungen der Grundstoffindustrie (Stahl, Chemie usw.) ist schon besorgniserregend.

Kein Fehler der Ampel allein. Gewisse Entwicklungen gab es auch schon vorher. Allerdings ist auch kaum etwas ernsthaftes dagegen unternommen worden.

Und da geht es nicht nur um Energiepreise.

Auch die völlige Überregulierung und Bürokratie hemmt massiv.
Und der Fachkräfte Mangel im Bereich Facharbeiter ist ebenfalls ein Problem.

Lösungen sind schwierig.

Massive Investionen in den Bereich Infrastruktur würden helfen.
Moderne Häfen für Import und Export.
Gutes Schienen- und Straßennetz für die ersten oder letzten 500 km.
Ein bessere gesellschaftliche Stellung der Lehre im Vergleich zum Studium.
Im kleinen könnte man sicherlich auch nochmal beim Meisterbafög oder der Unterstützung der Auszubildenen nachschärfen.
Und natürlich müsste man eigentlich nochmal über einen Brückenstormpreis reden.
Bisherige Massnahmen sind großteils maximal ein Tropfen auf den heißen Stein.


Schöne Vorschläge. Aber seien wir ehrlich: Massive Lohnkürzungen würden solche Konzerne zum Umdenken bewegen. Die IG Metall hat über Jahrzehnte deutlich mehr herausgeholt als z.B. Verdi. Da sind die Löhne im direkten Vergleich völlig enteilt (ein einfacher Bandarbeiter mit IG Metall Tarif verdient mehr als ein ausgelernter Handwerker oder Logistiker).

Könntest du hier mal einen Wert nennen?

Diese ganzen Begriffe wie "Arbeitsvorbereiter" etc sind für mich absolut böhmische Dörfer.


Hier mal ein Vergleich zwischen Era Tarif, Bäckerhandwerk und Logistiker. Tätigkeiten mit einer Anlernzeit von weniger als 1 Woche gehen im Era Tarif bei 17,42 Euro pro Stunde los. Der Bäckergeselle mit dreijähriger Ausbildung verdient 14,78 bis 16,88 Euro (nach 5 Jahren). Der Logistiker verdient zwischen 14,81 und 15,99 Euro (nach 10 Jahren).

Dazu kommen die deutlich besseren Sonderleistungen.

https://www.metall.nrw/fileadmin/user_upload/Tarifkarte_2022_2024.pdf

https://www.tarifregister.nrw.de/material/baecker4.pdf

https://www.tarifregister.nrw.de/material/spedition2.pdf

Man könnte noch den Einzelhandel mit reinnehmen. Der sieht auch nicht besser aus.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die IG Metaller überbezahlt sind (eher, dass die anderen zu schlecht bezahlt werden), jedoch ist das den Arbeitgebern natürlich ein Dorn im Auge.


Danke für den Link.

Im Verhältnis gesehen:
Der Abstand zwischen EG1 und EG8 (wenn ich das auf die schnelle richtig recherchiert habe ist EG8 ein einfacher Handwerksveruf im IG Metall Tarif?) ist hier aber auch einfach zu gering, oder?

Also EG1 zu hoch für Unqualifizierte. (Im Vergleich zu sonstigen Berufsgruppen)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Donnerstag, 22.08.2024, 22:10 (vor 516 Tagen) @ Kruemelmonster09

Was nützt uns der beste Rüstungskonzern wenn der "Rivale" uns perspektivisch von wichtigen Grundstoffen abhängen könnte?

Das Deutschland schon kaum Bodenschätze/Rohstoffe hat ist nun mal ein geografischer Nachteil den wir aber immer auffangen konnte.

Aber die Abwanderungsbewegungen der Grundstoffindustrie (Stahl, Chemie usw.) ist schon besorgniserregend.

Kein Fehler der Ampel allein. Gewisse Entwicklungen gab es auch schon vorher. Allerdings ist auch kaum etwas ernsthaftes dagegen unternommen worden.

Und da geht es nicht nur um Energiepreise.

Auch die völlige Überregulierung und Bürokratie hemmt massiv.
Und der Fachkräfte Mangel im Bereich Facharbeiter ist ebenfalls ein Problem.

Lösungen sind schwierig.

Massive Investionen in den Bereich Infrastruktur würden helfen.
Moderne Häfen für Import und Export.
Gutes Schienen- und Straßennetz für die ersten oder letzten 500 km.
Ein bessere gesellschaftliche Stellung der Lehre im Vergleich zum Studium.
Im kleinen könnte man sicherlich auch nochmal beim Meisterbafög oder der Unterstützung der Auszubildenen nachschärfen.
Und natürlich müsste man eigentlich nochmal über einen Brückenstormpreis reden.
Bisherige Massnahmen sind großteils maximal ein Tropfen auf den heißen Stein.


Schöne Vorschläge. Aber seien wir ehrlich: Massive Lohnkürzungen würden solche Konzerne zum Umdenken bewegen. Die IG Metall hat über Jahrzehnte deutlich mehr herausgeholt als z.B. Verdi. Da sind die Löhne im direkten Vergleich völlig enteilt (ein einfacher Bandarbeiter mit IG Metall Tarif verdient mehr als ein ausgelernter Handwerker oder Logistiker).

Könntest du hier mal einen Wert nennen?

Diese ganzen Begriffe wie "Arbeitsvorbereiter" etc sind für mich absolut böhmische Dörfer.


Hier mal ein Vergleich zwischen Era Tarif, Bäckerhandwerk und Logistiker. Tätigkeiten mit einer Anlernzeit von weniger als 1 Woche gehen im Era Tarif bei 17,42 Euro pro Stunde los. Der Bäckergeselle mit dreijähriger Ausbildung verdient 14,78 bis 16,88 Euro (nach 5 Jahren). Der Logistiker verdient zwischen 14,81 und 15,99 Euro (nach 10 Jahren).

Dazu kommen die deutlich besseren Sonderleistungen.

https://www.metall.nrw/fileadmin/user_upload/Tarifkarte_2022_2024.pdf

https://www.tarifregister.nrw.de/material/baecker4.pdf

https://www.tarifregister.nrw.de/material/spedition2.pdf

Man könnte noch den Einzelhandel mit reinnehmen. Der sieht auch nicht besser aus.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die IG Metaller überbezahlt sind (eher, dass die anderen zu schlecht bezahlt werden), jedoch ist das den Arbeitgebern natürlich ein Dorn im Auge.

Danke für den Link.

Im Verhältnis gesehen:
Der Abstand zwischen EG1 und EG8 (wenn ich das auf die schnelle richtig recherchiert habe ist EG8 ein einfacher Handwerksveruf im IG Metall Tarif?) ist hier aber auch einfach zu gering, oder?

Also EG1 zu hoch für Unqualifizierte. (Im Vergleich zu sonstigen Berufsgruppen)

Ja, das würde ich auch so sehen. Ich weiß nicht, ob das immer schon so war, oder ob das daran liegt, dass einige Tarifabschlüsse unten höhere Steigerungen als oben vorgesehen haben. Das wird ja auch gerne mal gemacht und irgendwann wundert man sich dann, dass die Abstände sehr gering sind.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Donnerstag, 22.08.2024, 19:56 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Liebe Mit-Foristen,

sollte jemand von euch da arbeiten UND noch nicht mit einer Rechtsschutzversicherung versorgt sein, ich würde mich heute drum bemühen. Nehmt eine mit einer möglichst kurzen Haltefrist. Und bitte nicht "Anwalts Liebling".

Oder den Rechtsschutz der IG Metall mitnehmen.

https://www.igmetall.de/im-betrieb/arbeits--und-sozialrecht/rechtsschutz-fuer-gewerkschaftsmitglieder-so-funktioniert

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 21:45 (vor 516 Tagen) @ markus

Liebe Mit-Foristen,

sollte jemand von euch da arbeiten UND noch nicht mit einer Rechtsschutzversicherung versorgt sein, ich würde mich heute drum bemühen. Nehmt eine mit einer möglichst kurzen Haltefrist. Und bitte nicht "Anwalts Liebling".


Oder den Rechtsschutz der IG Metall mitnehmen.

https://www.igmetall.de/im-betrieb/arbeits--und-sozialrecht/rechtsschutz-fuer-gewerkschaftsmitglieder-so-funktioniert

Keine freie Anwaltswahl, halte ich für einen Nachteil. Plus: Keine Haftung bei Falschberatung.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Claudi55, Ort, Donnerstag, 22.08.2024, 23:44 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Hallo Marc,

bin selbst Fachanwältin für Arbeitsrecht und teile Deine Einschätzung nicht.

Die Rechtsvertretung der Gewrkschaften ist schon in Ordnung, zumindest in Nordhessen. In jedem Fall besser als bei einem "Nicht-" Fachanwalt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Freitag, 23.08.2024, 00:49 (vor 516 Tagen) @ Claudi55

Hallo Marc,

bin selbst Fachanwältin für Arbeitsrecht und teile Deine Einschätzung nicht.

Die Rechtsvertretung der Gewrkschaften ist schon in Ordnung, zumindest in Nordhessen. In jedem Fall besser als bei einem "Nicht-" Fachanwalt.

Ist komplett okay. Ich habe das nicht bewerten wollen. Kann ich auch nicht, weil ich kein Arbeitsrecht mache. Ich sehe nur die nicht-Wahlmöglichkeit als Nachteil und die fehlende Haftung.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Donnerstag, 22.08.2024, 22:02 (vor 516 Tagen) @ MarcBVB

Liebe Mit-Foristen,

sollte jemand von euch da arbeiten UND noch nicht mit einer Rechtsschutzversicherung versorgt sein, ich würde mich heute drum bemühen. Nehmt eine mit einer möglichst kurzen Haltefrist. Und bitte nicht "Anwalts Liebling".


Oder den Rechtsschutz der IG Metall mitnehmen.

https://www.igmetall.de/im-betrieb/arbeits--und-sozialrecht/rechtsschutz-fuer-gewerkschaftsmitglieder-so-funktioniert


Keine freie Anwaltswahl, halte ich für einen Nachteil. Plus: Keine Haftung bei Falschberatung.

Ja, kann man durchaus so sehen. Auf der anderen Seite aber auch kein Anwalt, der ein Interesse daran hat, den Fall gegen Abfindung möglichst schnell zu beenden. Das gibt es leider auf dem Markt recht häufig. In einem Fall bei uns wollte sich der Anwalt eines gekündigten Mitarbeiters recht schnell auf eine normale 0,5er Abfindung einlassen (das schlagen oft die Richter als Vergleich vor). Ich habe dann mit dem Anwalt telefoniert und ihm gesagt, dass das eine Scheißidee ist, da die üblichen Freiwilligenprogramme etwa das doppelte vorsehen und die Schmerzgrenze eher in diesem Bereich liegen wird. Hat dann auch funktioniert (wobei das nicht einmal ein Vorwurf ist, ein Anwalt kann sowas ja nur wissen, wenn es ihm jemand sagt).

Wenn man den richtigen Anwalt findet, ist ein freier Anwalt natürlich besser.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Frankonius, Frankfurt, Donnerstag, 22.08.2024, 19:55 (vor 517 Tagen) @ MarcBVB

Nur schaut, dass ihr da nicht die Kosten tragt, was zügig dann satt vierstellig werden kann.

Ein guter Rechtschutzexperte holt für einen dann aber auch oft das zehnfache an Abfindung raus.
Weiß ich aus eigener Erfahrung. Rechtsschutzversicherung ist generell anzuraten. Günstig sind ja Rechtsanwälte nie. Je nach Umfeld sollten auf jeden Fall Arbeitsrecht, Mietrecht und auch Verkehrsrecht abgedeckt sein.
Da die Prämien bei den Versicherungen manchmal auch happig sind, empfiehlt sich eine gewisse Selbstbeteiligung.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Eisen, DO, Donnerstag, 22.08.2024, 19:41 (vor 517 Tagen) @ MarcBVB

Es ist einfach traurig zu sehen, wie sich dieser ehemalige Weltkonzern seit Jahrzehnten selbst herunterwirtschaftet. Für die Beschäftigten tut es mir leid. Sie finden hoffentlich schnell woanders eine neue Stelle…

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Schoeneschooh, CDMX, Donnerstag, 22.08.2024, 20:12 (vor 516 Tagen) @ Eisen

Ich kenne die Historie zu wenig und kann es nicht bewerten.

Aber mit Blick in die Zukunft (mittel- bis langfristig) - und auch die Stahlindustrie soll/muss sich ja in Richtung Net Zero bewegen - frage ich mich, ob Deutschland nicht per Definition für solche energieintensiven Industrien einfach immer unattraktiver wird. In vielen Teilen Mexikos scheint aufs Jahr gerechnet doppelt so lange die Sonne wie selbst in Südbayern und Flächen für Windenergie gibt es auch viel mehr (über Offshore denkt hier ja nichtmal wer nach, weil es Onshore noch so viel Potenzial gibt). Dazu kommt billiges US-Gas, was in Zukunft in seiner Bedeutung vermutlich eher abnehmen wird (wenn auch langsamer als von vielen erhofft). Je mehr sich die Welt also in Richtung EE bewegt, desto größer wird doch unser Standortnachteil mit Blick auf Energiepreise (zumindest angenommen die anderen Länder stellen sich nicht komplett dämlich an - Strommarktdesign, etc.).

Da können Grüne, Rote, Schwarze, Gelbe oder sonst wer an der Regierung sein und das beste Management bei Thyssen am Lenkrad sitzen. Die Rahmenbedingungen sind einfach so und werden sich nicht ändern.

Oder gibt es beim Produkt Stahl so besondere Unterklassen mit entsprechenden Patenten oder Know-How, was Thyssen-Stahl besonders macht und einen höheren Preis rechtfertigt?

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jan80, Lünen, Donnerstag, 22.08.2024, 20:39 (vor 516 Tagen) @ Schoeneschooh

Wenn wir uns nicht völlig deindustrialisieren und damit der Grundlage unseres Wohlstandes berauben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass Deutschland für Industrie attraktiver wird. Der Umweltschutz muss an dieser Stelle zurückstehen bzw. indirekt über Kompensation erfolgen. In der Industrie erfolgt die Wertschöpfung. Wir können nicht alle nur noch Dienstleister sein, so funktioniert Wirtschaft nicht. Die Bürokratie muss runter, Industriestrom muss innerhalb Europas maximal durchschnittlich kosten und am Ende muss man sich auch über Themen wie Lohnnebenkosten eventuell irgendwann mal unterhalten. Die kennen nämlich die letzten 50 Jahre in ihrer Entwicklung auch nur noch eine Richtung. Die Wirtschaft kann nicht unser implodierendes Sozialsystem retten. Wir sind keine Insel, sondern müssen global wettbewerbsfähig bleiben. Wenn Arbeit woanders genauso gut für die Hälfte erledigt wird, verlieren wir am Markt. Wir müssen also günstiger werden und dabei am besten noch besser. Um das zu erreichen, muss der Staat den Gürtel an der ein oder anderen Stelle enger schnallen. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird der langfristige Schaden aber deutlich größer. Deutschland ohne Schwerindustrie wäre nur noch ein Schatten von heute.
Ich arbeite als externer Dienstleister und wenn ich mir ansehe wie viele meiner Kunden aus der Industrie die letzten Jahre in Schieflage geraten sind, dann wird mir schlecht. Unternehmen die teilweise 100 Jahre top liefen gegen zugrunde und wir reden hier immer noch nur darüber wie wir die Welt verbessern können. Wir sind den Wohlstand so gewohnt, dass wir vom Mindset her nicht mehr konkurrenzfähig sind. Es wirkt fast als hätten wir den Bezug zur Realität komplett verloren. CO2 nein danke, 4 Tage Woche ja bitte. Oh, warum geht mein Job nach Bulgarien?
Sorry, dass ich mich da in Rage rede, aber ich kriege die schmerzen in der Industrie täglich live mit.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Schoeneschooh, CDMX, Freitag, 23.08.2024, 00:50 (vor 516 Tagen) @ Jan80

Aber die Frage ist doch viel mehr: Was können wir in der Stahlproduktion besser als andere Länder? Nehmen wir wieder Mexiko als Beispiel. Mit den Lohnkosten können und wollen wir glaube ich nicht konkurrieren. Da haben wir also schonmal einen krassen Nachteil per heute. Dann langfristig das Problem mit dem Energiekosten, die in ihrer Erzeugung einfach viel höher bei uns liegen werden (Wind und Sonne wie gesagt). Kann man subventionieren, aber zahlen dann halt alle und es ändert nichts an der Situation. Ich weiß nicht, wie sich der Preis für eine Tonne Stahl zusammensetzt, aber das wäre dafür interessant zu wissen!

Wo wollen wir diese Nachteile denn aufholen, um mit solchen Standorten konkurrieren zu können? Stahl ist ja scheinbar auch kein lokales Produkt (wie beispielsweise Zement), bei dem die Transportwege in der Gesamtkalkulation so reinhauen, dass es wenig Sinn macht das Zeug von weit weg ranzuholen.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jan80, Lünen, Freitag, 23.08.2024, 06:40 (vor 516 Tagen) @ Schoeneschooh

Stahl ist nicht gleich Stahl. Wir sind in diesem Bereit weltweit Technologieführer. Wir haben Produktionsanlegen und Prozesstechniken, die ein Land wie Mexiko in den nächsten Jahrzehnten unmöglich aufbauen kann.
Man muss es auch nicht unbedingt als Subvention deklarieren, eventuell reicht eine Ausnahme bei bestimmten Abgaben (ca. 8% vom Industriestrompreis sind Abgaben und Umlagen) und eine bessere Steuerung / Entwicklung des Energiemarktes. Der Strompreis, den Privatpersonen und Nichtindustrieunternehmen zahlen ist ja auch nicht unbedingt ein Standortvorteil und da muss ebenfalls etwas passieren.
Die Stahlindustrie ist bei uns ein wichtiger Arbeitgeber und liefert den Rohstoff für viele andere Industriezweige die die Automobilbranche (die in Deutschland ebenfalls stiefmütterlich behandelt wird).
Neben dem Preis für Strom muss auch dringend etwas am Gaspreis passieren. Die Verfügbarkeit von günstigem Gas ist für viele Industriezweige ebenfalls zwingende Voraussetzung, um in Deutschland wirtschaftlich arbeiten und am Weltmarkt bestehen zu können. Anstatt durch Fracking gewonnenes Gas quer über den Ozean zu transportieren (typisches Verschieben der negativen Folgen ins Ausland, um die eigene Bilanz zu aufzuhübschen) sollte man lieber mal anfangen die hier vorhandenen Ressourcen zu nutzen.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Talentförderer, Dortmund, Freitag, 23.08.2024, 00:21 (vor 516 Tagen) @ Jan80

Friedrich Merz wäre stolz auf dich. ;-)

Insgesamt muss man irgendwann anerkennen, dass eine Branche hier nicht mehr funktioniert und man sich was sucht, was funktioniert.

Wenn ich schon sowas höre wie „Gürtel enger schnallen“… wenn man nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es einfach das falsche. Auf Kosten der angestellten wird schon seit Jahrzehnten gespart. Vom angeblich wachsenden Wohlstand profitieren eher die oberen 10%.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 08:21 (vor 516 Tagen) @ Talentförderer
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 23.08.2024, 08:26

Friedrich Merz wäre stolz auf dich. ;-)

Insgesamt muss man irgendwann anerkennen, dass eine Branche hier nicht mehr funktioniert und man sich was sucht, was funktioniert.

Gerne ein paar Beispiele (also falls gemeint war, was in Deutschland als Branche aktuell gut funktioniert; Rotlichtmilieu in Hamburg zählt nicht).

Wenn ich schon sowas höre wie „Gürtel enger schnallen“… wenn man nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es einfach das falsche. Auf Kosten der angestellten wird schon seit Jahrzehnten gespart. Vom angeblich wachsenden Wohlstand profitieren eher die oberen 10%.

Milde ausgedrückt. Die oberen 10% feiern seit 2020 eine Party, wie sie wohl seit dem Lehnswesen nicht gesehen wurde.
Kommt aber bestimmt gleich wieder eine frisierte Reallohn-Statistik, die zeigt, dass wir alle nur zu dumm sind, obwohl sich in der Regel heute beide Partner den Po abmalochen, während vor 70 Jahren der Opa am Band mit der Oma zu Hause den Wohlstand der heutigen Generation aufgebaut hat (der nun verzehrt wird). Die waren sicherlich einfach nur sparsamer. ;-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Freitag, 23.08.2024, 08:36 (vor 516 Tagen) @ FourrierTrans

Friedrich Merz wäre stolz auf dich. ;-)

Insgesamt muss man irgendwann anerkennen, dass eine Branche hier nicht mehr funktioniert und man sich was sucht, was funktioniert.


Gerne ein paar Beispiele (also falls gemeint war, was in Deutschland als Branche aktuell gut funktioniert; Rotlichtmilieu in Hamburg zählt nicht).

Wenn ich schon sowas höre wie „Gürtel enger schnallen“… wenn man nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es einfach das falsche. Auf Kosten der angestellten wird schon seit Jahrzehnten gespart. Vom angeblich wachsenden Wohlstand profitieren eher die oberen 10%.


Milde ausgedrückt. Die oberen 10% feiern seit 2020 eine Party, wie sie wohl seit dem Lehnswesen nicht gesehen wurde.
Kommt aber bestimmt gleich wieder eine frisierte Reallohn-Statistik, die zeigt, dass wir alle nur zu dumm sind, obwohl sich in der Regel heute beide Partner den Po abmalochen, während vor 70 Jahren der Opa am Band mit der Oma zu Hause den Wohlstand der heutigen Generation aufgebaut hat (der nun verzehrt wird). Die waren sicherlich einfach nur sparsamer. ;-)

Die Platte hat einen Sprung.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 08:38 (vor 516 Tagen) @ markus

Friedrich Merz wäre stolz auf dich. ;-)

Insgesamt muss man irgendwann anerkennen, dass eine Branche hier nicht mehr funktioniert und man sich was sucht, was funktioniert.


Gerne ein paar Beispiele (also falls gemeint war, was in Deutschland als Branche aktuell gut funktioniert; Rotlichtmilieu in Hamburg zählt nicht).

Wenn ich schon sowas höre wie „Gürtel enger schnallen“… wenn man nicht konkurrenzfähig ist, dann ist es einfach das falsche. Auf Kosten der angestellten wird schon seit Jahrzehnten gespart. Vom angeblich wachsenden Wohlstand profitieren eher die oberen 10%.


Milde ausgedrückt. Die oberen 10% feiern seit 2020 eine Party, wie sie wohl seit dem Lehnswesen nicht gesehen wurde.
Kommt aber bestimmt gleich wieder eine frisierte Reallohn-Statistik, die zeigt, dass wir alle nur zu dumm sind, obwohl sich in der Regel heute beide Partner den Po abmalochen, während vor 70 Jahren der Opa am Band mit der Oma zu Hause den Wohlstand der heutigen Generation aufgebaut hat (der nun verzehrt wird). Die waren sicherlich einfach nur sparsamer. ;-)


Die Platte hat einen Sprung.

Quatsch, immer noch Platz 1 der "Problemlösungs-Charts".

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FliZZa, Sersheim, Freitag, 23.08.2024, 10:42 (vor 516 Tagen) @ FourrierTrans

Quatsch, immer noch Platz 1 der "Problemlösungs-Charts".

Ich lehn mich jetzt zurück und schaue zu wie der Bums hier demnächst implodiert.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 11:49 (vor 516 Tagen) @ FliZZa

Quatsch, immer noch Platz 1 der "Problemlösungs-Charts".


Ich lehn mich jetzt zurück und schaue zu wie der Bums hier demnächst implodiert.

1-2 Jahre noch ein bisschen was anfuttern an Gehalt wäre gut, dann mache ich das auch.
Danach kommt dann das grüne Wirtwschaftswunder, was Olaf schon vor 2 Jahren angekündigt hat: jeder nutzt seinen Garten wieder zum eigenen Anbau, die ehemalige Terrasse wird zur Viecherzucht verwendet, in der Stadt wird "gefringst". ;-)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

FliZZa, Sersheim, Freitag, 23.08.2024, 12:22 (vor 516 Tagen) @ FourrierTrans

Quatsch, immer noch Platz 1 der "Problemlösungs-Charts".


Ich lehn mich jetzt zurück und schaue zu wie der Bums hier demnächst implodiert.


1-2 Jahre noch ein bisschen was anfuttern an Gehalt wäre gut, dann mache ich das auch.
Danach kommt dann das grüne Wirtwschaftswunder, was Olaf schon vor 2 Jahren angekündigt hat: jeder nutzt seinen Garten wieder zum eigenen Anbau, die ehemalige Terrasse wird zur Viecherzucht verwendet, in der Stadt wird "gefringst". ;-)

Hühner und 1 Kälbchen täten mir ja schon gefallen :)

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jan80, Lünen, Freitag, 23.08.2024, 07:01 (vor 516 Tagen) @ Talentförderer

Das sagt sich alles so einfach. Stahl macht keinen Sinn mehr, Autos machen keinen Sinn mehr. Und was ist Plan B? Womit sollen wir denn deiner Meinung nach zukünftig Wertschöpfung betreiben und Arbeitsplätze schaffen?

Direkte Beschäftigung: Stahl- und Automobilindustrie zusammen beschäftigen direkt etwa 900.000 bis 940.000 Menschen.
Indirekte Beschäftigung: Insgesamt könnten beide Industrien zusammen für mehr als 2,5 bis 3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland verantwortlich sein.
Einschließlich der gesamten Wertschöpfungskette könnte der Anteil dieser beiden Industrien zusammen auf etwa 12% bis 14% des BIP geschätzt werden.


Meinst du diese Konkurrenzsituation zu anderen Ländern mit besseren Voraussetzungen haben andere Länder nicht? "Auf Kosten der Angestellten wir seit Jahrzenhten gespart" Sorry, das ist halt Quatsch. Gerade im Metall- und Automobilbereich verdient man selbst mit sehr geringer Qualifikation sehr gutes Geld. Da höre ich eher wieder "ich muss doch auch in einem Job, den jeder in drei Monaten lernen kann, mit einer 4 Tage Woche genug verdienen können, um meine Familie und ein Einfamilienhaus unterhalten zu können" heraus. Und wir reden hier nicht über eine mangelnde Beteiligung am wachsenden Wohlstand, sondern darüber, wie wir verhindern wollen, dass die ganze Nation Wohlstand einbüßt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Argead, Donnerstag, 22.08.2024, 21:06 (vor 516 Tagen) @ Jan80

Zum Thema Co2 Emissionen, bzw. Vereinbarkeit von Klimazielen und Wirtschaftspolitik hat mir der Feed heute eine neue, interessant Studie reingespült. Laut Jan Emblemsvåg hätte Deutschland von 2002-2022 statt einer 25% Reduktion der CO2 Emissionen eine 76% Reduzierung erreichen können und das zur Hälfte der Kosten, wenn man weiter konsequent auf Atomstrom gesetzt hätte. Ich bin eigentlich auch kein Fan von Atomenergie, aber mittelfristig hat man sich hier schon einen weiteren, großen Standortnachteil selber gebaut.

https://twitter.com/BjornLomborg/status/1826272576353509657/photo/1

What if Germany had invested in nuclear power? A comparison between the German energy policy the last 20 years and an alternative policy of investing in nuclear power

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jan80, Lünen, Donnerstag, 22.08.2024, 22:26 (vor 516 Tagen) @ Argead

Ich glaube kaum einer war je ein großer Fan von Atomenergie. Dafür bringt sie einfach zu viele Nachteile mit. Atomenergie war immer eher ein notwendige Übel. Wir haben uns nur den Luxus geleistet ungeduldig zu werden, als das Ende der Atomenergie und auch der Fossilen am Horizont sichtbar wurde. Alles was wir gemacht haben ist in der Sache richtig. Nur haben wir es halt zu früh getan und dabei nicht genug über die Folgen für den Wirtschaftsstanddort Deutschland nachgedacht. Es hat schon einen guten Grund, dass kaum ein anderes Land seine Energiewende so angeht wie wir. Die haben alle andere Ideen, andere Gewichtungen und andere Zeitpläne. Die Frage ist sind die anderen alle doof oder wir. Wenn ich mir die aktuellen Zahlen angucke, wohl eher wir.

Entwicklung BIP EU Länder

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Schoeneschooh, CDMX, Freitag, 23.08.2024, 03:42 (vor 516 Tagen) @ Jan80

Ich will gar nicht behaupten, dass bei der deutschen Energiewende alles richtig gemacht wurde. Das ist sicherlich nicht so und da haben alle Parteien ihren Anteil dran. Ich persönlich glaube, dass die Hauptverfehlungen aber nicht im Bereich der Atomkraft sondern bei der Gasabhängigkeit und dem zu langsamen Ausbau von EE und der Infrastruktur (primär „not in my backyard“) liegen. Aber egal!

Aber die Vermutung, dass alle Länder dieser Welt es anders machen als Deutsche und wir deshalb die Blöden sind, finde ich etwas platt. Gleichzeitig ist eine verschiedene Herangehensweise aber doch total logisch, weil die Ressourcen oft unterschiedlicher nicht sein könnten, unter anderem:

- Sonnenressourcen
- Windressourcen (Onshore, Offshore)
- Ressourcen für Wasserkraft (absoluter gamechanger für EE, siehe bspw. Costa Rica)
- Verlässlicher Zugang zu günstigem Gas (wird in Zukunft in Bedeutung Abnehmen, weil Gaskraftwerke vermehrt als Peaker arbeiten werden und der Anteil des Gasinputs am den Gestehungskosten somit sinkt)
- Geothermieressourcen
- Zugang zu Uran und Möglichkeiten für Endlagerung
- etc.

Die Franzosen beispielsweise bekommen zunehmend Probleme mit ihrer Atomstrategie und so langsam aber sicher schlagen nach meinem Verständnis die wahren Kosten dieser Energiequelle auf die Verbraucher durch (ist glaube ich komplex, weil da viel Subventionen im Spiel sind und Kosten, die per heute keiner genau abschätzen kann). In der oben genannten Studie geht es nach meinem Verständnis übrigens ausschließlich um CO2-Emissionen und NICHT um Preise.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jan80, Lünen, Freitag, 23.08.2024, 06:49 (vor 516 Tagen) @ Schoeneschooh

Der Ausbau der EE ist schneller nicht wirklich möglich, weil wir uns das nicht leisten können. Im Gegenteil treiben wir den Ausbau seit Jahren schneller voran als es wirtschaftlich Sinn macht. Um mal eine ungefähre Vorstellung davon zu kriegen, was uns der Spaß bisher gekostet hat:

https://www.tech-for-future.de/kosten-energiewende/

Es gibt sicher bessere Quellen, aber ist noch zu früh für mich. Die Zahlen sind von 2021. Wir reden jetzt sicher von Kosten, die deutlich über einer Billionen Euro liegen. Wenn wir in dieser Höhe investieren und andere tun das nicht, sondern gehen es langsamer an und investieren das Geld stattdessen nicht, um ihr Land als Wirtschaftsstandort unattraktiver, sondern attraktiver zu machen, dann holen sie gegenüber Deutschland auf. Und genau das ist passiert. Gerade nach Corona haben selbst die Länder, die ähnlich grün unterwegs waren wie wir, ihren Kurs korrigiert, um die Wirtschaft schneller wieder wachsen zu lassen. Wir wollen immer noch die Welt verbessern und für eine goldene Zukunft sorgen (was natürlich per se nicht falsch ist) und vergessen dabei die Probleme im hier und jetzt.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

markus, Freitag, 23.08.2024, 08:26 (vor 516 Tagen) @ Jan80

Der Ausbau der EE ist schneller nicht wirklich möglich, weil wir uns das nicht leisten können. Im Gegenteil treiben wir den Ausbau seit Jahren schneller voran als es wirtschaftlich Sinn macht. Um mal eine ungefähre Vorstellung davon zu kriegen, was uns der Spaß bisher gekostet hat:

https://www.tech-for-future.de/kosten-energiewende/

Es gibt sicher bessere Quellen, aber ist noch zu früh für mich. Die Zahlen sind von 2021. Wir reden jetzt sicher von Kosten, die deutlich über einer Billionen Euro liegen. Wenn wir in dieser Höhe investieren und andere tun das nicht, sondern gehen es langsamer an und investieren das Geld stattdessen nicht, um ihr Land als Wirtschaftsstandort unattraktiver, sondern attraktiver zu machen, dann holen sie gegenüber Deutschland auf. Und genau das ist passiert. Gerade nach Corona haben selbst die Länder, die ähnlich grün unterwegs waren wie wir, ihren Kurs korrigiert, um die Wirtschaft schneller wieder wachsen zu lassen. Wir wollen immer noch die Welt verbessern und für eine goldene Zukunft sorgen (was natürlich per se nicht falsch ist) und vergessen dabei die Probleme im hier und jetzt.

Mich erinnern solche Forderungen immer an die Wahlslogans von die Partei:

- Wollen wir wirklich die Wirtschaft zerstören, nur um den Planeten zu retten?

- Planeten gibt es viele, unsere Wirtschaft nur einmal.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Jan80, Lünen, Freitag, 23.08.2024, 13:44 (vor 516 Tagen) @ markus

Da muss man den Kontext sehen bzw. gucken wer wir ist. Wir Deutschen können den Planeten nicht retten, weil wir nur knapp 3% der Treibhausgase verursachen und folglich auf 97% keinen Einfluss haben. Wenn wir unseren eingeschlagenen Weg, die fossilen Brennstoffe loszuwerden, in einem gesunden Tempo weitergehen, sind wir da global gesehen sehr gut dabei.
Wir Deutschen können unsere Wirtschaft eventuell noch retten, wenn entsprechende Korrekturen kommen.

Wir Menschen müssen den Planeten retten, ja. Aber im Moment sollten wir Deutschen dafür unseren noch vorhandenen Hebel nutzen, um die großen Verursacher unter Druck zu setzen und nicht dafür sorgen, dass uns bald niemand mehr ernst nehmen muss.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Schoeneschooh, CDMX, Donnerstag, 22.08.2024, 19:13 (vor 517 Tagen) @ MarcBVB

Jo! Ohne das und den richtigen Anwalt (wenn es den überhaupt gibt) wird es schnell teuer. War zu dumm und habe da kürzlich eine blöde und teure Erfahrung gemacht.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 19:16 (vor 517 Tagen) @ Schoeneschooh

Jo! Ohne das und den richtigen Anwalt (wenn es den überhaupt gibt) wird es schnell teuer. War zu dumm und habe da kürzlich eine blöde und teure Erfahrung gemacht.

Du hättest mich einfach um eine Empfehlung bitten können ;-)

Zumindest in 2 von 3 RAKs in NRW könnte ich dir sagen, wer gut ist.

Thyssen baut wahrscheinlich 10.000 Stellen im Bereich Stahl ab

Schoeneschooh, CDMX, Donnerstag, 22.08.2024, 19:20 (vor 517 Tagen) @ MarcBVB

Dafür etwas zu lange her…ging auch nicht um mich direkt. Aber bittere Angelegenheit, bei der ich mich am Ende vom Anwalt verarscht gefühlt habe. Naja, Haken dran, hab mich schon genug über den und vor allem mich selber geärgert!

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