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Christoph Daum ist heute verstorben (Sonstiges)

Kutte92-, Münster, Sonntag, 25.08.2024, 11:12 (vor 514 Tagen) @ donotrobme

so kann man Christoph in paar Sätzen beschreiben.
Wobei

rückblickend finde ich es fast schon tragisch-absurd, wie sich diese kokain-affäre entwickelt hat.
Es gab wohl Gerüchte über Daums Kokain-Konsum, die aber nie in die breiten Öffentlichkeit gelangt sind; trotz der Bild-Zeitung und dem Kölner-Express.

Anstatt die Gerüchte zu ignorieren, wie es heute viele Menschen im öffentlichen Leben machen, lässt Christoph Daum eine Haaranalyse machen und oh wunder, sie überführt ihn.
Außerdem wird heute sicherlich nicht weniger gekokst als früher, trotz all der richtigen Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden.
Heute würde alle nur mit den Schultern zucken, das sei nicht schlimmer als was andere sich leisten.

Ja, das sehe ich auch so. Daum war damals sehr naiv und schlecht beraten. Hätte er diese Haaranalyse nicht machen lassen, wäre das Thema irgendwann in den Hintergrund gerückt und er wäre wie geplant Nationaltrainer geworden.
Zumal damals auch absolut keine Notwenigkeit zu diesem Schritt bestand. Ich weiß noch sehr gut, dass die öffentliche Meinung sehr pro Daum und contra Hoeneß war - bis zu eben jener Haaranalyse.

Mit welcher heuchlerichen Panik dann aber mit dem Thema umgegangen wurde, war grotesk.

Wie du schreibst: In der Kölner High-Society-Partyszene war jahrelang bekannt, dass Daum nicht "Nein" sagt, wenn zu entsprechenden Gelegenheiten mal irgendwo ne Line angeboten wird. Kann man übrigens gut nachlesen in dem Buch von Bernd Thränhardt.

Daum war ein harmloser Gelegenheitskokser.

Heute wird nicht nur nicht weniger gekokst als früher - sondern deutlich mehr. Der Unterschied ist, dass es inzwischen wirklich in jede (!) Gesellschaftsschicht vorgedrungen ist. Natürlich weiter führend ist alles, was mit Medien zu tun hat (Hallo, Axel-Springer-Verlag!), aber wir reden genauso vom Polizisten, vom Chefarzt, von der Kindergärtnerin, dem Politiker, dem Bauarbeiter und der Hausfrau.

Ich bin auch sicher, dass man heute anders mit so einem "Skandal" umgehen würde. Der australische Hockeyspieler, der sich in Paris die lächerliche Menge von einem (!) Gramm gekauft hat, musste sich öffentlich entschuldigen und wird jetzt ein paar Wochen im Büßerhemd gehen. Und danach wird er wieder für die Nationalmannschaft spielen.


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