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Legendenbildung um Nico Kovac bei Sky, Kicker etc. Teil 2 (BVB)

Bembele, Münster, Sonntag, 15.06.2025, 14:57 (vor 214 Tagen) @ Bembele

Viel Glück benötigte man auch bei den knappen Siegen gegen Mönchengladbach (wieder erste HZ besonders schwach bis zum Ausgleich in der 41.) und besonders in Hoffenheim (irreguläres Siegtor nach Foul an TW). Dem letztlich verdienten, aber besonders (wieder einmal) in der ersten Hälfte fußballerisch trostlosen und daher mit Pfiffen in die Pause begleiteten Sieg folgte eine Vorführung durch Leverkusen in der ersten Halbzeit, die an das Märchen vom Hase und Igel erinnerte.
Überall, wo der Ball hingespielt wurde, war schon ein Leverkusener da.. 80% Ballbesitz, 6 Großchancen doch mit Hilfe von wundersamen Kobeltaten und Latte stand es nach Ende der 1. HZ wie durch ein Wunder (und mit den einzigen 2 Torannäherungen) 2:1 und am Ende 4:2 für den BVB (bei einem Chancenverhältnis von 10:5, Xgol-Werte von 2,2 : 1,16, Eckenverhältnis von 12:0 für Leverkusen). Mehr Glück geht kaum.
Und erneut fragte man sich als Zuschauer, warum es Kovac wieder nicht geschafft hatte, die Mannschaft so einzustellen, dass sie mit der angemessenen/richtigen Mentalität ins Spiel geht. Offenbar erreichen seine Ansprachen vor den Spielen nur selten die Köpfe der Akteure.

Und so ähnlich war es auch im letzten Heimspiel (gegen Kiel), als die Mannschaft trotz 1:0 – Führung mit einem Pfeifkonzert in die Pause begleitet wurde, was Owomoyela als Halbzeitgast bei Sky auch halbwegs nachvollziehen konnte, denn der schon abgestiegene Tabellenvorletzte hatte in der 39. Minute die 100-Prozentchance zum Ausgleich. Letztlich gewann man noch verdient, aber auch hier hatte man wie in den letzten Spielen überhaupt auch das nötige Glück auf seiner Seite, um am Ende die 4 Punkte Rückstand zum 4. Platz (bei Arbeitsantritt) aufgeholt zu haben.

Dieses Aufholen von 4 Punkten und die von Kovac geholten 28 Punkte den letzten 14 Saisonspielen sind allerdings keine Ruhmestat, das erreichte zuletzt auch der nicht für gut genug befundene Terzic (2023). Und selbst der punktemäßig wenig aussagekräftige Tabellensprung von 11 auf 4 wirkt blass gegen das, was im Jahr 2015 gelang: in den letzten 16 Spielen von 18. Platz 18 auf Platz 7 gerückt (und dabei 10 Punkte gut gemacht)!

Wie groß der Kovac-Anteil an der CL- Platzierung tatsächlich ist und ob er das Fußballspiel der Borussia mit diesem Kader positiv prägen kann (wie es ihm nur in Frankfurt gelang), wird sich in der neuen Saison zeigen. Wenn er sich da weiter entwickelt von seinem in München, Monaco und Wolfsburg weitgehend praktizierten 08/15-Fußball abläßt und seltsame fachliche Fehleinschätzungen wie u.a. „Brandt spielt in derselben Range wie Musiala und Wirtz“ vermeiden kann, könnte es, ganz unabhängig vom Kader, eine durchaus eine gute Saison werden, auch wenn die lange Klub-WM die Anfangsphase der Saison sicher nicht positiv prägen wird.

Interessant ist, was Can und Brandt nach dem Spiel auf die Frage „Welches war die wichtigste Stellschraube, an der Kovac gedreht hat?“ getrennt antworteten: an der Mentalitätsschraube (so Can), an Kleinigkeiten (beim Aufwärmen, an Konzentration im Bus) und allgemein an der Disziplin (so übereinstimmend Can und Brandt). Das hat also erst einmal nichts mit dem Spiel an sich zu tun.


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