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Italienische Gene: BVB-Trainer Kovac schwärmt von Innenverteidiger (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 04.08.2025, 12:19 (vor 161 Tagen) @ koom

Wobei ich die Aussagen zur Einfachheit schon etwas skeptisch sehe. Für eine Konsolidierung ist das sicher ok, aber um etwas perspektivisch aufzubauen, braucht man schon überall auf dem Feld Spieler, die auch mit dem Ball umzugehen wissen und sowohl Defensive, als auch das eigene Spiel beherrschen.


Richtig.

Aber oft wird vergessen, dass man einfach erstmal die Grundlagen, die Basics beherrschen sollte. Das ging beim BVB verloren in den letzten Jahren und das machte es dann auch schwierig, junge Spieler einzubauen (die keine aussergewöhnlichen Talente sind).

Das war auch der Kern der Arbeit von Kovač in der Zeit von seiner Amtsübernahme bis zum Saisonende: Die Fokussierung auf die einfachen, nichtsdestoweniger essentiellen Dinge.


Nicht nur Mane, aber auch dem zu vermitteln, dass es erstmal darauf ankommt, das man als Verteidiger nen Ball töten muss jederzeit, ist gut. Erstmal genau diese Aufgabe bewältigen, verinnerlichen und normalisieren. Danach kann man dann an den Aufbaupaß denken o.ä.

Wobei bei Mané durchaus konstatiert wird, dass er sich im Aufbauspiel verbessert hat, das bis dato eher zu seinen Schwächen zählte.

Kovač ist in vielen Dingen ‚old school‘ und er betont auch gerne seine Priorisierung der Kernaufgaben der Spieler in den einzelnen Mannschaftsteilen. Er ist aber keineswegs ein fußballerischer Hinterwäldler und weiß auch, dass ein Spieler heutzutage etwas mehr mitbringen muss. Aber zum einen macht er nicht den zweiten vor dem ersten Schritt und zum anderen wird bei ihm immer A vor B stehen.


Kovacs System beruht auf sehr klaren Trennschärfen in den Positionen. Verteidiger verteidigen. Aussenbahnspieler treiben den Ball nach vorne. Mittelfeld verbindet. Sturm geht in den Strafraum.

Dem ist im Prinzip so, dennoch sind die Abläufe bei Kovač nicht nur miteinander verzahnt, sondern durchaus auch fließend. Statisch ist sein Fußball nicht.


Ausblick auf die Zukunft:
Dein Satz oben wird halt wahr werden. Das wurde es bei den Bayern, bei anderen Vereinen (Wolfsburg bspw) gab es da keine Geduld und übertriebenes Anspruchsdenken. Kovac wird einen Kader aufbauen und "hinterlassen", der seine Kernaufgaben sehr gut beherrscht. Das ist natürlich auch ausrechenbar und wird Probleme verursachen, aber einerseits kann man sich als Verein darauf einlassen (Stichwort: Atletico Madrid) oder genießt zumindest dann den Vorteil einer bombenfesten Grundlage, wo dann ein "offensiverer" Trainer richtig stabil aufbauen kann.

Kovač war der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt, er ist es auch noch und er wird es nach meiner Einschätzung für diese Saison bleiben. Diese Ansicht habe ich von Anfang an vertreten (und Du hast es ähnlich gesehen), genauso wie es nach diesen 1,5 Jahren durchaus möglich bis sehr wahrscheinlich sein dürfte, dass Kovač Mission beendet sein könnte. Vielleicht läuft es auch auf eine weitere Saison hinaus. Das hängt sicherlich am Faktor Erfolg, aber damit verknüpft auch daran, wie gesichert und zuverlässig der fußballerische Ansatz von Kovač vonnder Mannschaft verinnerlicht wird.

Irgendwann wird aber eine fußballerische Weiterentwicklung des Teams notwendig werden und diese wird durch einen anderen Trainer erfolgen. Dieser wird dabei aber immer der grundlegenden Arbeit von Kovač aufbauen können.


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