Allgemeine Newsschlagzeilen vom 06.02.2026 (Fußball und Sport allgemein)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Freitag, 06.02.2026, 08:00 (vor 22 Stunden, 45 Minuten)
Aktuelle Fußballnews, die den BVB nicht betreffen, bitte in diesen Thread posten.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
uwelito, Wambel forever, Freitag, 06.02.2026, 12:19 (vor 18 Stunden, 25 Minuten) @ Redaktion schwatzgelb.de
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
SG Artikel dazu
alexey83, Dortmund, Freitag, 06.02.2026, 16:00 (vor 14 Stunden, 44 Minuten) @ uwelito
bearbeitet von alexey83, Freitag, 06.02.2026, 16:04
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Vor mehr als zwei Jahren haben wir dazu was geschrieben.
Warum dort Rummenigge und nicht Neuendorf steht - weiß ich nicht mehr.
SG Artikel dazu
uwelito, Wambel forever, Freitag, 06.02.2026, 16:46 (vor 13 Stunden, 58 Minuten) @ alexey83
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Vor mehr als zwei Jahren haben wir dazu was geschrieben.
Warum dort Rummenigge und nicht Neuendorf steht - weiß ich nicht mehr.
Gut, den Artikel noch mal gelesen zu haben. An deinen (und Saschas) Argumenten gibt es weiterhin nichts zu rütteln. Setzt man die entsprechenden Aussagen von Watzke noch mal in ein Verhältnis zu dem Geschwafel von ihm (oder auch von Cramer und Gruszecki bei dem famosen OMR- Podcast) rund um den Rheimetalldeal, dann kann das schon ganz schön fassungslos machen.
Rummenigge war damals übrigens mit in der Verlosung, weil er zusammen mit Watzke im UEFA-ExCo saß.
SG Artikel dazu
bob, Bad Oeynhausen, Freitag, 06.02.2026, 16:26 (vor 14 Stunden, 18 Minuten) @ alexey83
Guter Artikel, danke. Ist damals an mir vorbei gegangen. Das macht für mich Watzkes Gerede über "Verantwortung" im Zuge von Rheinmetall nochmal deutlich zynischer
SG Artikel dazu
istar, Freitag, 06.02.2026, 17:03 (vor 13 Stunden, 41 Minuten) @ bob
Guter Artikel, danke. Ist damals an mir vorbei gegangen. Das macht für mich Watzkes Gerede über "Verantwortung" im Zuge von Rheinmetall nochmal deutlich zynischer
Was hat das Rheinmetall-Sponsoring damit zu tun? Nichts.
Ob man U17-Teams an Turnieren oder internationalen Spielen teilnehmen lassen muss oder nicht sei mal dahingestellt,das muss jeder für sich bewerten,zumal es aktuell nicht stattfindet.
Es gibt aber durchaus Argumente dafür, Jugendliche mal aus ihrer Blase rauszuholen und mit anderen in Kontakt kommen zu lassen. Bis 16-jährige können rein altersmäßig am wenigsten für den Krieg und wenn ihnen andere Sichtweisen vor Augen geführt werden,hat das vielleicht einen-wenn auch geringen-Input nach innen.
Ob sich in Russland jemals was ändert oder nicht, weiß man Stand heute nicht, es gibt eigentlich auch wenig Grund zum Optimismus, aber wenn überhaupt, dann werden Veränderungen von denen eingeleitet, die jetzt noch Kinder oder Jugendliche sind.
SG Artikel dazu
bob, Bad Oeynhausen, Freitag, 06.02.2026, 17:29 (vor 13 Stunden, 15 Minuten) @ istar
Für dich mag das nichts miteinander zu tun haben, für mich schon. Sind halt gegensätzliche Meinungen, ist ok. Ich sprach auch nicht vom Sponsoring ansich, sondern von Watzkes Aussagen Richtung "Verantwortung".
Zu deinen Aussagen bzgl der Jugendlichen: hast du den Artikel nochmal gelesen? Stehe da persönlich eher der Meinung des Artikels näher als dem was du geschrieben hast. Wer davon richtig liegt? Keine Ahnung, für mich fühlt sich der Ausschluss richtiger an. Ob indoktrinierte russische Jugendliche da irgendwas aus Fußballspielen mitnehmen...halte ich für so erfolgversprechend wie "Wandel durch Handel"
SG Artikel dazu
Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 17:36 (vor 13 Stunden, 9 Minuten) @ bob
Für dich mag das nichts miteinander zu tun haben, für mich schon. Sind halt gegensätzliche Meinungen, ist ok. Ich sprach auch nicht vom Sponsoring ansich, sondern von Watzkes Aussagen Richtung "Verantwortung".
Zu deinen Aussagen bzgl der Jugendlichen: hast du den Artikel nochmal gelesen? Stehe da persönlich eher der Meinung des Artikels näher als dem was du geschrieben hast. Wer davon richtig liegt? Keine Ahnung, für mich fühlt sich der Ausschluss richtiger an. Ob indoktrinierte russische Jugendliche da irgendwas aus Fußballspielen mitnehmen...halte ich für so erfolgversprechend wie "Wandel durch Handel"
Wie man die letzten 25 Jahre unter Putins Fuchtel gesehen hat, keinen positiven Einfluss. Und auch zuvor waren die Russen kein friedvolles Volk.
Da müsste man mit den Jugendlichen auch kommunizieren können - wie viele sprechen mindestens englisch? Und um ein Weltbild zu zerstören oder wenigstens anzuknacksen, da muss intensiv Einfluss genommen werden und wenn die 90 Minuten gegeneinander spielen, wo niemand über sowas redet oder man sich im Hotel begegnet, wo das auch nie passieren wird, kann man die Argumentation knicken, dass irgendwelche Fußballspiele irgendwas bringen.
SG Artikel dazu
uwelito, Wambel forever, Freitag, 06.02.2026, 18:07 (vor 12 Stunden, 38 Minuten) @ Gargamel09
Für dich mag das nichts miteinander zu tun haben, für mich schon. Sind halt gegensätzliche Meinungen, ist ok. Ich sprach auch nicht vom Sponsoring ansich, sondern von Watzkes Aussagen Richtung "Verantwortung".
Zu deinen Aussagen bzgl der Jugendlichen: hast du den Artikel nochmal gelesen? Stehe da persönlich eher der Meinung des Artikels näher als dem was du geschrieben hast. Wer davon richtig liegt? Keine Ahnung, für mich fühlt sich der Ausschluss richtiger an. Ob indoktrinierte russische Jugendliche da irgendwas aus Fußballspielen mitnehmen...halte ich für so erfolgversprechend wie "Wandel durch Handel"
Wie man die letzten 25 Jahre unter Putins Fuchtel gesehen hat, keinen positiven Einfluss. Und auch zuvor waren die Russen kein friedvolles Volk.Da müsste man mit den Jugendlichen auch kommunizieren können - wie viele sprechen mindestens englisch? Und um ein Weltbild zu zerstören oder wenigstens anzuknacksen, da muss intensiv Einfluss genommen werden und wenn die 90 Minuten gegeneinander spielen, wo niemand über sowas redet oder man sich im Hotel begegnet, wo das auch nie passieren wird, kann man die Argumentation knicken, dass irgendwelche Fußballspiele irgendwas bringen.
Grundsätzlich finde ich, dass man Entscheidungen bezüglich Boykotts, Ausschlüssen und auch die Auswahl von Austragungsorten immer als Einzelfälle analysieren muss. Wie geht ein entsprechender Staat mit der eigenen Bevölkerung -inklusive der Sportler - um, wie verhält er sich anderen Ländern gegenüber, verhält er sich als Gastgeber restriktiv gegenüber Besuchern, welche Funktion haben betroffene Sportler über ihren ursprünglichen Auftrag hinaus, wer ist Teil der Delegation, ist es sinnvoll komplett oder nur individuell zu sanktionieren etc? Ich finde deinen Hinweis auf die spezielle Situation einer Fußballmannschaft durchaus passend. In meinen Augen ist die Führung eines Angriffskriegs in der Dimension, die wir in der Ukraine beobachten, eine Kategorie, die durch keine anderen Argumente aufgewogen werden kann.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Sascha, Dortmund, Freitag, 06.02.2026, 14:06 (vor 16 Stunden, 38 Minuten) @ uwelito
Meine Prognose: Im Bereich der Nationalmannschaften und im Jugendbereich werden wir bald wieder russische Teams im Fußball sehen. Spannend wird es auf Vereinsebene im Profibereich. Hier könnte es durchaus sein, dass die Gier nach Geld die Vereine dazu bringt, ausnahmsweise mal das Richtige zu tun.
Die Vereine werden alle keine Lust daran haben, die russischen Clubs wieder an den reich gedeckten Prämientisch zu lassen und den Kuchen unter mehr Clubs aufzuteilen. Vor allem die Clubs aus den kleinen und mittleren Ligen und die Mittelfeldclubs der großen Ligen werden sich dagegen wehren, Startplätze an den lukrativen Europapokalwettbewerben wieder an den russischen Verband abzutreten. Vor allem, da durch die Rückkehr von Clubs wie Zenit St. Petersburg und ZSKA Moskau nicht gerade neue Vermarktungshorizonte eröffnet werden.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 12:31 (vor 18 Stunden, 13 Minuten) @ uwelito
bearbeitet von Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 12:35
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Neuendorf und Watzke stimmten für Rückkehr russischer U17-Teams
DFL-Chef Hans-Joachim Watzke ist Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee, DFB-Präsident Bernd Neuendorf sitzt im FIFA-Rat. Beide stimmten im Herbst 2023 zu, als in den beiden Gremien die Wiederzulassung russischer U17-Teams beschlossen wurde.
Weil damals zwölf andere der insgesamt 55 europäischen Nationalverbände mögliche Spiele gegen Russland verweigerten, wurde der Beschluss zunächst nicht umgesetzt. England, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Finnland, Rumänien, Irland und Dänemark sowie die Ukraine kündigten an, nicht gegen Russland zu spielen.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Kayldall, Luxemburg, Freitag, 06.02.2026, 13:50 (vor 16 Stunden, 55 Minuten) @ Gargamel09
Wobei, was haben die Sportler mit den Politikern zu tun, die den Krieg angefangen haben? Die Diskussion gab es auch im Schach, wo russische Spieler nicht mehr eingeladen wurden zu Turnieren aber hier einfach ohne Begründung(es wurde nicht klar gesagt, dass man sie wegen Putins Angriffskrieges gegen die Ukraine ausschließt). Wobei Leute wie Nepo oder Grischuk ganz klar gegen diesen Krieg sind.
Ich versteh auch das Ding mit den Flaggen nicht. Beim Schach werden alle Spieler mit der Flagge des Landes, für welches sie spielen angezeigt aber bei allen russischen Spielern wird jetzt die Flagge des Verbandes FIDE angezeigt. Bei einem Sieg von Nepo wurde dann die Hymne des Schachverbandes FIDE gespielt. Macht das wirklich Sinn? Wo hilft sowas denn der Ukraine? Genauso könnte man die amerikanische Flagge und Hymne verbannen, weil Trump nur Mist baut. Die Probleme würde das aber auch nicht lösen.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 14:14 (vor 16 Stunden, 31 Minuten) @ Kayldall
Wobei, was haben die Sportler mit den Politikern zu tun, die den Krieg angefangen haben? Die Diskussion gab es auch im Schach, wo russische Spieler nicht mehr eingeladen wurden zu Turnieren aber hier einfach ohne Begründung(es wurde nicht klar gesagt, dass man sie wegen Putins Angriffskrieges gegen die Ukraine ausschließt). Wobei Leute wie Nepo oder Grischuk ganz klar gegen diesen Krieg sind.
Ich versteh auch das Ding mit den Flaggen nicht. Beim Schach werden alle Spieler mit der Flagge des Landes, für welches sie spielen angezeigt aber bei allen russischen Spielern wird jetzt die Flagge des Verbandes FIDE angezeigt. Bei einem Sieg von Nepo wurde dann die Hymne des Schachverbandes FIDE gespielt. Macht das wirklich Sinn? Wo hilft sowas denn der Ukraine? Genauso könnte man die amerikanische Flagge und Hymne verbannen, weil Trump nur Mist baut. Die Probleme würde das aber auch nicht lösen.
Würde sich Trump Grönland einverleiben, würde man in Europa - hoffentlich - darüber nachdenken, die WM zu boykottieren. Dann wäre es auch nur konsequent, die USA von allen Wettbewerben auszuschließen. Da wird wohl eher nicht passieren, weil von dort in jeden Verband viel Geld fließt, auch die großen Sponsoren von dort kommen, da kann man Russland halt leichter verschmerzen.
Wer andere Länder überfällt, Krieg führt, wie Deutschland nach 1939, oder Serbien, sollte dafür nicht noch belohnt werden, indem man weiter business as usual macht.. Natürlich trifft man mit Strafen auch diejenigen, die im Inland nicht der Marschroute folgen, die können das aber ganz gut verstehen, warum man so handeln muss.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Kayldall, Luxemburg, Freitag, 06.02.2026, 14:32 (vor 16 Stunden, 13 Minuten) @ Gargamel09
Ja, da bin ich ja komplett bei dir, dass sowas nicht belohnt werden soll. Verständnis haben die Gegner des Krieges natürlich dafür, aber in dem Fall von Profi Schachspielern streichst du ihnen dann ihre Einnahmequelle, wenn sie nicht mehr eingeladen werden zu großen Turnieren. Fußballer verdienen ihr Geld ja noch bei ihren Vereinen selbst wenn die Nationalelf ausgeschlossen ist von Turnieren.
Lösungen sind halt schwierig finden, wenn Rußland und die USA mittlerweile Diktatoren haben. War auch Thema bei Lanz. Wie will man Sicherheitsgarantien der Ukraine liefern, wenn die USA notfalls nicht eingreifen. Deutschland kann nicht, ist nicht bereit und selbst mit Frankreich und dem Rest der EU kann man kein so großes Land wie die Ukraine sichern. Trump ist es egal, solange er den Ruhm für den Frieden erntet und Putin wird den Punkt Sicherheitsgarantien einfach streichen lassen.
Grönland ist doch auch so ein Ding. Wenn Trump nicht freiwillig bekommt was er will(siehe Friedensnobelpreis) dann holt er es sich mit Gewalt und in dem Fall würde nur helfen, wenn die Soldaten erkennen, dass es unethisch ist verbündete Natotruppen anzugreifen und die Amerikaner sich gegen ihn wenden. Leider gibt es im Militär Kommandostrukturen und alle sind drauf gedrillt Befehle auszuführen(siehe Nürnberger Prozess, da beriefen die Nazis sich ja auch drauf, dass sie nur Befehle ausgeführt hätten). Keiner will Verantwortung für sein Handeln übernehmen, wenn es ihm von Oben befohlen wurde. Leider hat Trump in einem Punkt Recht und zwar, dass die US Truppen den europäischen Verteidigern haushoch überlegen sind falls er Grönland angreift. Da wird die WM boykottieren dann nicht wirklich viel helfen.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Ulrich, Freitag, 06.02.2026, 13:53 (vor 16 Stunden, 52 Minuten) @ Kayldall
Wobei, was haben die Sportler mit den Politikern zu tun, die den Krieg angefangen haben? Die Diskussion gab es auch im Schach, wo russische Spieler nicht mehr eingeladen wurden zu Turnieren aber hier einfach ohne Begründung(es wurde nicht klar gesagt, dass man sie wegen Putins Angriffskrieges gegen die Ukraine ausschließt). Wobei Leute wie Nepo oder Grischuk ganz klar gegen diesen Krieg sind.
Ich versteh auch das Ding mit den Flaggen nicht. Beim Schach werden alle Spieler mit der Flagge des Landes, für welches sie spielen angezeigt aber bei allen russischen Spielern wird jetzt die Flagge des Verbandes FIDE angezeigt. Bei einem Sieg von Nepo wurde dann die Hymne des Schachverbandes FIDE gespielt. Macht das wirklich Sinn? Wo hilft sowas denn der Ukraine? Genauso könnte man die amerikanische Flagge und Hymne verbannen, weil Trump nur Mist baut. Die Probleme würde das aber auch nicht lösen.
Wer im Spitzensport für Russland antritt, der steht hinter Putins Agenda. Ansonsten säße er im Ausland oder im Gefängnis.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Habakuk, OWL, Freitag, 06.02.2026, 14:15 (vor 16 Stunden, 29 Minuten) @ Ulrich
Wer im Spitzensport für Russland antritt, der steht hinter Putins Agenda. Ansonsten säße er im Ausland oder im Gefängnis.
Vielleicht sollte man auch mal einen anderen Aspekt nicht außer Acht lassen. Öffnet man den Sport für russische Sportler, dann sind Oppositionelle gezwungen, sich entweder vor Putins Propagandakarren spannen zu lassen oder sich offen gegen das Regime zu stellen. Denen tut man damit wirklich keinen Gefallen.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 14:16 (vor 16 Stunden, 28 Minuten) @ Habakuk
Wer im Spitzensport für Russland antritt, der steht hinter Putins Agenda. Ansonsten säße er im Ausland oder im Gefängnis.
Vielleicht sollte man auch mal einen anderen Aspekt nicht außer Acht lassen. Öffnet man den Sport für russische Sportler, dann sind Oppositionelle gezwungen, sich entweder vor Putins Propagandakarren spannen zu lassen oder sich offen gegen das Regime zu stellen. Denen tut man damit wirklich keinen Gefallen.
Das ist auch wieder wahr.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 14:05 (vor 16 Stunden, 40 Minuten) @ Ulrich
Wobei, was haben die Sportler mit den Politikern zu tun, die den Krieg angefangen haben? Die Diskussion gab es auch im Schach, wo russische Spieler nicht mehr eingeladen wurden zu Turnieren aber hier einfach ohne Begründung(es wurde nicht klar gesagt, dass man sie wegen Putins Angriffskrieges gegen die Ukraine ausschließt). Wobei Leute wie Nepo oder Grischuk ganz klar gegen diesen Krieg sind.
Ich versteh auch das Ding mit den Flaggen nicht. Beim Schach werden alle Spieler mit der Flagge des Landes, für welches sie spielen angezeigt aber bei allen russischen Spielern wird jetzt die Flagge des Verbandes FIDE angezeigt. Bei einem Sieg von Nepo wurde dann die Hymne des Schachverbandes FIDE gespielt. Macht das wirklich Sinn? Wo hilft sowas denn der Ukraine? Genauso könnte man die amerikanische Flagge und Hymne verbannen, weil Trump nur Mist baut. Die Probleme würde das aber auch nicht lösen.
Wer im Spitzensport für Russland antritt, der steht hinter Putins Agenda. Ansonsten säße er im Ausland oder im Gefängnis.
Es wird sicherlich auch viele geben, die sich vor den Karren spannen lassen, um letzterem zu entgehen und/oder ihren Sport weiter betreiben zu können. Den gleichen Opportunismus sehen wir im Grunde in der gesamte US-Wirtschaft, die jetzt treu die MAGA-Fähnchen schwingen, wo zuvor noch Regenbogen-Fahnen hingen. Der Mensch ist selten ein Held, meistens eher Opportunist. Das hat beispielsweise auch Juve bewiesen, mit einem freundlichen Mannschaftsfoto im Oval Office hinter Trump. Wobei es in den o.g. beiden Beispielen vermutlich viel einfacher und weniger lebensbedrohlich gewesen wäre, "nein" zu sagen und nicht mitzumachen, als für einen Spitzensportler im System Putin.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Kayldall, Luxemburg, Freitag, 06.02.2026, 14:04 (vor 16 Stunden, 41 Minuten) @ Ulrich
Nee, stimmt so nicht. Um bei meinem Beispiel zu bleiben, da gib es Leute wie Alexander Grischuk, die in Rußland leben wegen ihrer Familie und deswegen zwar keine großen Reden gegen Putin schwingen können, aber wo jeder der ihn kennt, genau weiß, dass er diesen Krieg nicht im geringsten befürwortet. Nepo hat sogar Aussagen klar gegen Russlands Angriff auf die Ukraine gemacht und sich klar positioniert.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 14:03 (vor 16 Stunden, 41 Minuten) @ Ulrich
Wobei, was haben die Sportler mit den Politikern zu tun, die den Krieg angefangen haben? Die Diskussion gab es auch im Schach, wo russische Spieler nicht mehr eingeladen wurden zu Turnieren aber hier einfach ohne Begründung(es wurde nicht klar gesagt, dass man sie wegen Putins Angriffskrieges gegen die Ukraine ausschließt). Wobei Leute wie Nepo oder Grischuk ganz klar gegen diesen Krieg sind.
Ich versteh auch das Ding mit den Flaggen nicht. Beim Schach werden alle Spieler mit der Flagge des Landes, für welches sie spielen angezeigt aber bei allen russischen Spielern wird jetzt die Flagge des Verbandes FIDE angezeigt. Bei einem Sieg von Nepo wurde dann die Hymne des Schachverbandes FIDE gespielt. Macht das wirklich Sinn? Wo hilft sowas denn der Ukraine? Genauso könnte man die amerikanische Flagge und Hymne verbannen, weil Trump nur Mist baut. Die Probleme würde das aber auch nicht lösen.
Wer im Spitzensport für Russland antritt, der steht hinter Putins Agenda. Ansonsten säße er im Ausland oder im Gefängnis.
Es kämpft ja auch nicht nur Putin gegen die Ukraine, sondern auch das russische Volk. Die Zustimmung zum Krieg ist nicht gering und da sind garantiert auch Sportlich darunter, die den befürworten.
Wenn alles so weiter geht, wie bisher, niemand bestraft wird, keine Sanktionen usw. dann "Willkommen im Krieg", es wird Dir nicht schaden
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Kayldall, Luxemburg, Freitag, 06.02.2026, 14:13 (vor 16 Stunden, 32 Minuten) @ Gargamel09
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 14:18 (vor 16 Stunden, 26 Minuten) @ Kayldall
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, wie oben geschrieben, trifft man natürlich auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 14:24 (vor 16 Stunden, 20 Minuten) @ Gargamel09
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Pfostentreffer, Freitag, 06.02.2026, 14:37 (vor 16 Stunden, 7 Minuten) @ FourrierTrans
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
Das ist so. Und wir sehen ja schon, wie sich mehr und mehr Länder aus der Region Russland und China zuwenden, weil sie uns einfach - völlig zurecht - nicht mehr trauen. Der Prozess läuft aber bereits einige Jahrzehnte. Und ich glaube ebenso wie Du, dass der Irak Krieg da ein Beschleuniger war. Leider bei weitem nicht der Einzige.
Was die Begründungen angeht: Leider sehen wir das genaue Gegenteil. Es wurde einfach immer die Begründung rausgekramt, die man gerade politisch verkaufen konnte. Und die "neue Ehrlichkeit", die Trump gerade zur Norm macht (Why did you go to Venezuela? We want the Oil!) hilft dabei auch nicht besonders.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 14:47 (vor 15 Stunden, 58 Minuten) @ Pfostentreffer
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
Das ist so. Und wir sehen ja schon, wie sich mehr und mehr Länder aus der Region Russland und China zuwenden, weil sie uns einfach - völlig zurecht - nicht mehr trauen. Der Prozess läuft aber bereits einige Jahrzehnte. Und ich glaube ebenso wie Du, dass der Irak Krieg da ein Beschleuniger war. Leider bei weitem nicht der Einzige.Was die Begründungen angeht: Leider sehen wir das genaue Gegenteil. Es wurde einfach immer die Begründung rausgekramt, die man gerade politisch verkaufen konnte. Und die "neue Ehrlichkeit", die Trump gerade zur Norm macht (Why did you go to Venezuela? We want the Oil!) hilft dabei auch nicht besonders.
Wobei ich absolut nicht daran glaube, dass sich da echt ein Umdenken durchgesetzt hat. An Personen wie Baerbock, von der Leyen, Spahn oder Scholz sehen wir ganz deutlich, dass die politische Spitze in Deutschland weiterhin Politik und Gesellschaft ohne Transatlantizismus überhaupt nicht denken kann. Es ist quasi ihre Identität. Eine eigene, echte europäische/deutsche Identität haben sie nicht, im Grunde große Teile dieser Generation(en) nicht.
Mich beschleicht auch zunehmend das Gefühl, dass all das, was Deutschland und Europa hier jetzt als Emanzipationsgehabe gegenwärtig vorträgt, im Grunde nur reine Show ist, und man hofft, dass in 2-3 Jahren wieder gesagt werden kann "America is back". Der einzige Staatsmann im Westen, der einigermaßen glaubwürdig vermittelt hat in Davos, dass man die USA auf Dauer von sich wegstoßen muss, ist der kanadische Premierminister gewesen. Wenngleich bei ihm auch der Fokus eher auf Ökonomie und Sicherheit gelegen hat, als auf einen holistischen Ansatz.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Garum, Bornum am Harz, Freitag, 06.02.2026, 15:18 (vor 15 Stunden, 27 Minuten) @ FourrierTrans
bearbeitet von Garum, Freitag, 06.02.2026, 15:29
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
Das ist so. Und wir sehen ja schon, wie sich mehr und mehr Länder aus der Region Russland und China zuwenden, weil sie uns einfach - völlig zurecht - nicht mehr trauen. Der Prozess läuft aber bereits einige Jahrzehnte. Und ich glaube ebenso wie Du, dass der Irak Krieg da ein Beschleuniger war. Leider bei weitem nicht der Einzige.Was die Begründungen angeht: Leider sehen wir das genaue Gegenteil. Es wurde einfach immer die Begründung rausgekramt, die man gerade politisch verkaufen konnte. Und die "neue Ehrlichkeit", die Trump gerade zur Norm macht (Why did you go to Venezuela? We want the Oil!) hilft dabei auch nicht besonders.
Wobei ich absolut nicht daran glaube, dass sich da echt ein Umdenken durchgesetzt hat. An Personen wie Baerbock, von der Leyen, Spahn oder Scholz sehen wir ganz deutlich, dass die politische Spitze in Deutschland weiterhin Politik und Gesellschaft ohne Transatlantizismus überhaupt nicht denken kann. Es ist quasi ihre Identität. Eine eigene, echte europäische/deutsche Identität haben sie nicht, im Grunde große Teile dieser Generation(en) nicht.
Mich beschleicht auch zunehmend das Gefühl, dass all das, was Deutschland und Europa hier jetzt als Emanzipationsgehabe gegenwärtig vorträgt, im Grunde nur reine Show ist, und man hofft, dass in 2-3 Jahren wieder gesagt werden kann "America is back". Der einzige Staatsmann im Westen, der einigermaßen glaubwürdig vermittelt hat in Davos, dass man die USA auf Dauer von sich wegstoßen muss, ist der kanadische Premierminister gewesen. Wenngleich bei ihm auch der Fokus eher auf Ökonomie und Sicherheit gelegen hat, als auf einen holistischen Ansatz.
Es gibt schon ein neues Cap von DT mit der Aufschrift "America is back" allerdings ist das
gemeint.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Pfostentreffer, Freitag, 06.02.2026, 15:05 (vor 15 Stunden, 39 Minuten) @ FourrierTrans
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
Das ist so. Und wir sehen ja schon, wie sich mehr und mehr Länder aus der Region Russland und China zuwenden, weil sie uns einfach - völlig zurecht - nicht mehr trauen. Der Prozess läuft aber bereits einige Jahrzehnte. Und ich glaube ebenso wie Du, dass der Irak Krieg da ein Beschleuniger war. Leider bei weitem nicht der Einzige.Was die Begründungen angeht: Leider sehen wir das genaue Gegenteil. Es wurde einfach immer die Begründung rausgekramt, die man gerade politisch verkaufen konnte. Und die "neue Ehrlichkeit", die Trump gerade zur Norm macht (Why did you go to Venezuela? We want the Oil!) hilft dabei auch nicht besonders.
Wobei ich absolut nicht daran glaube, dass sich da echt ein Umdenken durchgesetzt hat. An Personen wie Baerbock, von der Leyen, Spahn oder Scholz sehen wir ganz deutlich, dass die politische Spitze in Deutschland weiterhin Politik und Gesellschaft ohne Transatlantizismus überhaupt nicht denken kann.
Unbedingt. Wobei man Baerbock und Scholz vielleicht noch zugute halten kann, dass sie zu ihrer Amtszeit noch hoffen konnten, dass der Spuk nicht wiederkommt.
Es ist quasi ihre Identität. Eine eigene, echte europäische/deutsche Identität haben sie nicht, im Grunde große Teile dieser Generation(en) nicht.
Mich beschleicht auch zunehmend das Gefühl, dass all das, was Deutschland und Europa hier jetzt als Emanzipationsgehabe gegenwärtig vorträgt, im Grunde nur reine Show ist, und man hofft, dass in 2-3 Jahren wieder gesagt werden kann "America is back".
Du meinst das Gehabe bezüglich unserer eigenen Emanzipation, quasi als eigenständiger Kontinent?
Das finde ich extrem schwer einzuschätzen. Einerseits gibt es schon ernsthafte Bestrebungen in die Richtung, anderseits gibt es aber auch viele, bei denen ich deinen Punkt unterstreichen würde. Ich würde sagen, es ist noch nicht entschieden, welche Seite sich durchsetzt. Was man auch noch bedenken muss: Es gibt sowohl innerhalb als auch ausserhalb Europas Player, die entweder aus strategischem Nutzen (bswp. China und Russland) oder aus Verantwortunglosikeit / Opportunismus / Idelogie (bspw. Spahn oder viele andere Rechte in Europa) viel dafür tun, eine europäische Einheit zu verhindern.
Der einzige Staatsmann im Westen, der einigermaßen glaubwürdig vermittelt hat in Davos, dass man die USA auf Dauer von sich wegstoßen muss, ist der kanadische Premierminister gewesen.
Auch bspw. aus Spanien sind da schon glaubwürdige Aussagen / Aktionen gekommen. Und Starmers Rede wurde - wohl zurecht - ordentlich gelobt. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass er nicht voll in die Opferrolle rutscht, sondern auch unsere bisherige Täterrolle betont hätte, dass wir "Westler" mindestens Jahrzehnte lang davon profitiert haben während andere den Preis bezahlt haben. Dann hätte er nämlich auch den den von dir angesprochenen Süden mitnehmen können, den wir brauchen, wenn wir eine halbwegs Regelbasierte Ordnung wollen. Weil das müsste dann mal für alle sein, nicht nur für den Westen. Das hat er mMn verpasst. Wer weiss, vielleicht im nächsten Schritt. Auch wenn ich das nicht erwarte.
Wenngleich bei ihm auch der Fokus eher auf Ökonomie und Sicherheit gelegen hat, als auf einen holistischen Ansatz.
Was leider das Grundproblem ziemlich treffend in einem Satz widerspiegelt.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 15:21 (vor 15 Stunden, 24 Minuten) @ Pfostentreffer
Wobei ich absolut nicht daran glaube, dass sich da echt ein Umdenken durchgesetzt hat. An Personen wie Baerbock, von der Leyen, Spahn oder Scholz sehen wir ganz deutlich, dass die politische Spitze in Deutschland weiterhin Politik und Gesellschaft ohne Transatlantizismus überhaupt nicht denken kann.
Unbedingt. Wobei man Baerbock und Scholz vielleicht noch zugute halten kann, dass sie zu ihrer Amtszeit noch hoffen konnten, dass der Spuk nicht wiederkommt.
Da musste man aber auch schon bewusst die Realität verweigern. Die Amerikaner waren immer harte Nationalisten, in Teilen auch Rassisten, auch schon lange vor Trump. Mit Trump kam dann nur der erste Demagoge, der es ausgespielt hat. Wenn Trump weg ist, wird ein neuer Freak kommen, weil jetzt klar geworden ist, wie man die Amis bespielen kann, um an die Macht zu gelangen.
Es ist quasi ihre Identität. Eine eigene, echte europäische/deutsche Identität haben sie nicht, im Grunde große Teile dieser Generation(en) nicht.
Mich beschleicht auch zunehmend das Gefühl, dass all das, was Deutschland und Europa hier jetzt als Emanzipationsgehabe gegenwärtig vorträgt, im Grunde nur reine Show ist, und man hofft, dass in 2-3 Jahren wieder gesagt werden kann "America is back".
Du meinst das Gehabe bezüglich unserer eigenen Emanzipation, quasi als eigenständiger Kontinent?Das finde ich extrem schwer einzuschätzen. Einerseits gibt es schon ernsthafte Bestrebungen in die Richtung, anderseits gibt es aber auch viele, bei denen ich deinen Punkt unterstreichen würde. Ich würde sagen, es ist noch nicht entschieden, welche Seite sich durchsetzt. Was man auch noch bedenken muss: Es gibt sowohl innerhalb als auch ausserhalb Europas Player, die entweder aus strategischem Nutzen (bswp. China und Russland) oder aus Verantwortunglosikeit / Opportunismus / Idelogie (bspw. Spahn oder viele andere Rechte in Europa) viel dafür tun, eine europäische Einheit zu verhindern.
Im Grunde ja. Angefangen von der Sicherheit (die wir immer noch größtenteils in den USA bestellen, trotz möglicher "Kill Switch"-Problematik), bis über die Ökonomie (die wir immer noch nicht als europäischen Binnenmarkt denken wollen), aber auch insbesondere kulturell. Europa ist kulturell so reichhaltig und so vielfältig, dass es eine absolute Sünde ist, wie hart wir unsere Gesellschaften "amerikanisiert" haben. Das fängt im ganz Kleinen an, wenn wir unsere Polizisten auf einmal in Miami Vice Uniformen rumlaufen lassen und hört im Großen auf, wenn ein Film- und Kulturbetrieb bei vielen außerhalb des US-Geschäfts gar nicht mehr existent ist. Ich bekomme auch immer depressive Schübe, wenn ich Städtearchitektur von vor 100-200 Jahren sehe und dann durch modernisierte Stadtviertel laufe. Es ist einfach ein Scheußlichkeit die physisch schmerzt.
Meine persönliche Meinung ist aber, dass insbesondere das Großkapital (die "Anywheres") in Europa und ganz besonder in Deutschland der größte Faktor für alle negativen Entwicklungen ist. Sie verhindern auch den Aufau einer europäischen Volkswirtschaft, weil ihnen dadurch ein paar Kröten flöten gehen im ersten Schritt. Sie wollen keine europäische Kultur, sondern einen Globalismus, der alles und jeden weltweit austauschbar macht. Sie predigen den Liberalismus, während sie selbst in ihren Familien weiterhin ganz klare, oder deutlicher gesagt konservative, Strukturen pflegen, um so Generation zu Generation die Familie zusammenzuhalten. Sie sorgen mit ihrer Verlagerung von Wertschöpfung und guten Arbeitsplätzen, trotz Verdopplung ihres Vermögens seit Corona, auch primär für die politischen Verwerfungen aka AfD und wie sie im europäischen Ausland alle heißen, mit unterwandertern Betriebsräten und Gewerkschaften. Sie sind im Grunde die Wurzel allen Übels, wenngleich ich, um das vorwegzunehmen, kein Sozialist bin. Aber das was wir hier gesellschaftlich sehen, seit 2-3 Jahrzehnten, wird ins Verderben führen und den Bärenanteil an diesen Entwicklungen ist initiiert und machtpolitisch getrieben von diesen 1%ern.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Gargamel09, Freitag, 06.02.2026, 14:30 (vor 16 Stunden, 14 Minuten) @ FourrierTrans
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Vor Russland muss sich China, egal unter welcher Führung, nicht mehr ins Hemd machen und auch eine "normale" Regierung würde mit den Chinesen gut Freund sein wollen. Vielleicht könnten sie Russland dann nicht mehr so ausnehmen, davor könnten sie Sorge haben und sind auch deshalb ein großer Unterstützer im Krieg. Sanktioniert werden die Chinesen immer noch nicht, also sie haben nichts zu verlieren und können so munter mit ihrer Unterstützung weitermachen.
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
2001 wurden sie angegriffen, aber, wie man heute weiß, haben sich alle anderen nur im Hinterland versteckt und die Eier geschaukelt, während die Amis ihre Leben dort gelassen haben. 2003 haben zum Glück nicht alle mitgemacht.
Wären die USA wirtschaftlich auf dem Niveau von Russland, dann würde man sich auch an die herantrauen. Aber ohne die Amis läuft halt nichts auf der Welt und auch nicht die ganze Welt boykottiert die Russen, nicht mal in Europa.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 14:39 (vor 16 Stunden, 6 Minuten) @ Gargamel09
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 06.02.2026, 14:42
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Vor Russland muss sich China, egal unter welcher Führung, nicht mehr ins Hemd machen und auch eine "normale" Regierung würde mit den Chinesen gut Freund sein wollen. Vielleicht könnten sie Russland dann nicht mehr so ausnehmen, davor könnten sie Sorge haben und sind auch deshalb ein großer Unterstützer im Krieg. Sanktioniert werden die Chinesen immer noch nicht, also sie haben nichts zu verlieren und können so munter mit ihrer Unterstützung weitermachen.
Die Frage ist, wie verrückt sind manche Ideologen? Russland sitzt immer noch auf das größte Arsenal atomarer Waffen, wenngleich auch fraglich ist, wie viele davon einsatzbereit sind.
Was aber für die Chinesen der viel wichtigere Aspekt ist: welche Staatsform stellt sich im Nachgang ein? Vielleicht würde Russland ja auch demokratisch werden. Sowas will ein autokratischer Staat niemals im Grenzebiet vor der eigenen Tür haben.
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
2001 wurden sie angegriffen, aber, wie man heute weiß, haben sich alles anderen nur im Hinterland versteckt und die Eier geschaukelt, wären, die Amis ihre Leben dort gelassen haben. 2003 haben zum Glück nicht alle mitgemacht.
Wären die USA wirtschaftlich auf dem Niveau von Russland, dann würde man sich auch an die herantrauen. Aber ohne die Amis läuft halt nichts auf der Welt und auch nicht die ganze Welt boykottiert die Russen, nicht mal in Europa.
Hier als Antwort vom globalen Süden: Achso, ihr wollt also nur eure "Werte" durchsetzen, wenn sie euch in den Kram passen bzw. ihr keinen Wohlstandsverlust hinnehmen müsst? Schön für euch, wir sitzen seit 100 Jahren in der Armut. ;-)
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
istar, Freitag, 06.02.2026, 15:20 (vor 15 Stunden, 24 Minuten) @ FourrierTrans
Klar sind auch Sportler die den Krieg befürworten, aber dir ist schon klar, dass man in dem Fall dann die Kollektivstrafe befürwortet. Alles was Trump macht womit er Europa wirtschaftlich schadet und somit Rußland indirekt hilft, da macht man aber gar nix dagegen. Illegale Eingriffe wie in Venezuela werden mit Terrorbekämpfung gerechtfertigt.
Ein Land wird bestraft, dann wie oben geschrieben, trifft man auch die Nicht-Befürworter, das hat man ab 1939 auch bei Deutschland in Kauf genommen. Es gibt eben nicht nur einen Hebel, auf einen Krieg zu reagieren, der Aggressor muss irgendwann einsehen, dass es sich nicht lohnt, weiter Krieg zu führen. Leider kann man Russland nicht wie Deutschland im eigenen Land besiegen, sonst hätte man vermutlich dort auch mal für ein paar Jahrzehnte Ruhe, denn dort wird sich auch nach Putin nichts ändern.
[/b]
Das ist im Grunde auch eine große Sorge Chinas, die ja auch eine lange Grenze (nimmt man mal die Anreiner-Staaten unter russischer Gefolgschaft mit dazu) und eine schwierige Historie mit Russland haben. Was passiert mit Russland ex-Putin? Wer füllt das Vakuum?
Vor Russland muss sich China, egal unter welcher Führung, nicht mehr ins Hemd machen und auch eine "normale" Regierung würde mit den Chinesen gut Freund sein wollen. Vielleicht könnten sie Russland dann nicht mehr so ausnehmen, davor könnten sie Sorge haben und sind auch deshalb ein großer Unterstützer im Krieg. Sanktioniert werden die Chinesen immer noch nicht, also sie haben nichts zu verlieren und können so munter mit ihrer Unterstützung weitermachen.
Die Frage ist, wie verrückt sind manche Ideologen? Russland sitzt immer noch auf das größte Arsenal atomarer Waffen, wenngleich auch fraglich ist, wie viele davon einsatzbereit sind.
Was aber für die Chinesen der viel wichtigere Aspekt ist: welche Staatsform stellt sich im Nachgang ein? Vielleicht würde Russland ja auch demokratisch werden. Sowas will ein autokratischer Staat niemals im Grenzebiet vor der eigenen Tür haben.
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt mal Advocatus Diaboli spielen und die Rolle des globalen Südens einnehmen, der die Frage stellen würde: Warum reagiert ihr Wessis jetzt so hart auf Putins Krieg, ihr seid den Amerikanern doch im Großen und Ganzen auch gefolgt, als sie ohne UN-Mandat in den Irak gegangen sind und dort eine verheerende menschliche Katastrophe hinterlassen haben, die die gesamte Region pulverisiert hat, oder habt bei Guantanmo geflissentlich weggesehen?
Wir müssen als "Westen" in Zukunft viel genauer überlegen, wie wir welche Dinge begründen und angehen, sonst haben wir den globalen Süden komplett für uns verloren.
2001 wurden sie angegriffen, aber, wie man heute weiß, haben sich alles anderen nur im Hinterland versteckt und die Eier geschaukelt, wären, die Amis ihre Leben dort gelassen haben. 2003 haben zum Glück nicht alle mitgemacht.
Wären die USA wirtschaftlich auf dem Niveau von Russland, dann würde man sich auch an die herantrauen. Aber ohne die Amis läuft halt nichts auf der Welt und auch nicht die ganze Welt boykottiert die Russen, nicht mal in Europa.
Hier als Antwort vom globalen Süden: Achso, ihr wollt also nur eure "Werte" durchsetzen, wenn sie euch in den Kram passen bzw. ihr keinen Wohlstandsverlust hinnehmen müsst? Schön für euch, wir sitzen seit 100 Jahren in der Armut. ;-)
Und du bist der Sprecher des globalen Südens? Das hakt schon daran, dass es fraglich sein dürfte, dass die alle gleich ticken,gleiche Interessen haben oder alle die gleiche Staatsform.
Wenn du dann noch "Werte"-für die man in erster Linie nach innen verantwortlich ist- durch "Interessen" ersetzt, dann sieht das schon anders aus. Seine eigenen Interessen zu vertreten ist nämlich nicht verwerflich, sondern grade in der heutigen Zeit zwingend notwendig.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 14:11 (vor 16 Stunden, 34 Minuten) @ Gargamel09
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 06.02.2026, 14:14
Wobei, was haben die Sportler mit den Politikern zu tun, die den Krieg angefangen haben? Die Diskussion gab es auch im Schach, wo russische Spieler nicht mehr eingeladen wurden zu Turnieren aber hier einfach ohne Begründung(es wurde nicht klar gesagt, dass man sie wegen Putins Angriffskrieges gegen die Ukraine ausschließt). Wobei Leute wie Nepo oder Grischuk ganz klar gegen diesen Krieg sind.
Ich versteh auch das Ding mit den Flaggen nicht. Beim Schach werden alle Spieler mit der Flagge des Landes, für welches sie spielen angezeigt aber bei allen russischen Spielern wird jetzt die Flagge des Verbandes FIDE angezeigt. Bei einem Sieg von Nepo wurde dann die Hymne des Schachverbandes FIDE gespielt. Macht das wirklich Sinn? Wo hilft sowas denn der Ukraine? Genauso könnte man die amerikanische Flagge und Hymne verbannen, weil Trump nur Mist baut. Die Probleme würde das aber auch nicht lösen.
Wer im Spitzensport für Russland antritt, der steht hinter Putins Agenda. Ansonsten säße er im Ausland oder im Gefängnis.
Es kämpft ja auch nicht nur Putin gegen die Ukraine, sondern auch das russische Volk. Die Zustimmung zum Krieg ist nicht gering und da sind garantiert auch Sportlich darunter, die den befürworten.
Das ist sicherlich richtig. In den USA haben aber auch knapp die Hälfte wohlwissentlich ein zweites Mal einen Faschisten und offenen Befürworter von Rasse und Rassenhass gewählt. Erhebliche Teile der amerikanischen Bevölkerung erfreuen sich an ersten Gestapo-Methoden auf amerikanischem Boden, wo Kinder von Eltern weggeschliffen werden, wie in Nazi-Deutschland. Wo sind die großen Demonstrationen, bei denen Millionen Amerikaner auf die Straßen gehen?
Was machen wir jetzt mit den Amis?
Wenn alles so weiter geht, wie bisher, niemand bestraft wird, keine Sanktionen usw. dann "Willkommen im Krieg", es wird Dir nicht schaden
Sanktionen gibt es ja gegen Russland durchaus.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
BukausmTal, Wuppertal, Freitag, 06.02.2026, 13:07 (vor 17 Stunden, 37 Minuten) @ Gargamel09
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Neuendorf und Watzke stimmten für Rückkehr russischer U17-TeamsDFL-Chef Hans-Joachim Watzke ist Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee, DFB-Präsident Bernd Neuendorf sitzt im FIFA-Rat. Beide stimmten im Herbst 2023 zu, als in den beiden Gremien die Wiederzulassung russischer U17-Teams beschlossen wurde.
Weil damals zwölf andere der insgesamt 55 europäischen Nationalverbände mögliche Spiele gegen Russland verweigerten, wurde der Beschluss zunächst nicht umgesetzt. England, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Finnland, Rumänien, Irland und Dänemark sowie die Ukraine kündigten an, nicht gegen Russland zu spielen.
Danke für die Info mit Watzke!
Lange wurde ja im Westfalenstadion offiziell auf den eingeblendeten LED-Tafeln zur Solidaität mit der Ukraine aufgerufen. Von dieser postulierten Haltung ist beim BVB unter der Führung von Watzke vermutlich gar nichts mehr übrig. Wenn Watzke schon 2023 bereit war, Russland wieder scheibchenweise Normalität im internationalen Fußball zu ermöglichen, wird er seinen Einfluss heute kaum dazu nutzen, gegen die Rückkehr Russlands auf die Fußballbühne Druck zu machen.
Und das in einer Zeit, in der die Intensität des russischen Terrors gegen die Bevölkerung der Ukraine mit permanenten Terrorangriffen gegen die Menschen und ihre Infrastruktur immer weiter eskaliert. Ekeleregend und beschämend.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 06.02.2026, 13:25 (vor 17 Stunden, 20 Minuten) @ BukausmTal
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 06.02.2026, 13:30
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Neuendorf und Watzke stimmten für Rückkehr russischer U17-TeamsDFL-Chef Hans-Joachim Watzke ist Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee, DFB-Präsident Bernd Neuendorf sitzt im FIFA-Rat. Beide stimmten im Herbst 2023 zu, als in den beiden Gremien die Wiederzulassung russischer U17-Teams beschlossen wurde.
Weil damals zwölf andere der insgesamt 55 europäischen Nationalverbände mögliche Spiele gegen Russland verweigerten, wurde der Beschluss zunächst nicht umgesetzt. England, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Finnland, Rumänien, Irland und Dänemark sowie die Ukraine kündigten an, nicht gegen Russland zu spielen.
Danke für die Info mit Watzke!Lange wurde ja im Westfalenstadion offiziell auf den eingeblendeten LED-Tafeln zur Solidaität mit der Ukraine aufgerufen. Von dieser postulierten Haltung ist beim BVB unter der Führung von Watzke vermutlich gar nichts mehr übrig. Wenn Watzke schon 2023 bereit war, Russland wieder scheibchenweise Normalität im internationalen Fußball zu ermöglichen, wird er seinen Einfluss heute kaum dazu nutzen, gegen die Rückkehr Russlands auf die Fußballbühne Druck zu machen.
Und das in einer Zeit, in der die Intensität des russischen Terrors gegen die Bevölkerung der Ukraine mit permanenten Terrorangriffen gegen die Menschen und ihre Infrastruktur immer weiter eskaliert. Ekeleregend und beschämend.
Das ist doch in allen gesellschaftlichen Bereichen nur noch Show. Im Grunde ist es egal, wo man hinschaut, Rückgrat und ehrliche Prinzipien sind einfach Werte der Vergangenheit. Die sind mit den letzten 1-2 Generationen von der Bildfläche verschwunden. Es ist gut, wenn man sie ihm privaten Umfeld beibehält, aber im öffentlichen Raum gibt es sowas nicht mehr. Das muss man einfach immer im Kopf behalten. Es gäbe unzählige Beispiele dafür, ohne jetzt diesen o.g. Vorgang reinwaschen zu wollen. Gehe in jeden x-beliebigen deutschen Konzern und du wirst 24/7 bombardiert mit "(we are) one family", "Diversity" und "Empowerment" und parallel dazu werden in den Unternehmen die aggressivsten Abbaumaßnahmen / Attacken auf Arbeitnehmer seit Bestehen der Bundesrepublik durchgeführt. Flankiert von BRs, die permanent eine Show à la "wir sind Eure Stimme" durchziehen, defacto aber im Grunde nur noch als Sprachrohr der Arbeitgeber fungieren. Das ist teilweise so grotesk im Arbeitsalltag, als Außenstehender oder Rentner/Pensionär, kann man sich das gar nicht vorstellen. Da haben wir uns der US-Gesellschaft halt schon gänzlich angenähert: es ist alles nur noch eine riesengroße Show, ob in der Politik, der Wirtschaft oder im Sport. Und wenn sich der politische Wind dreht, hängt man die "Diversity"-Plakate ab und die "MAGA"-Plakate auf, siehe US-Wirtschaft.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
uwelito, Wambel forever, Freitag, 06.02.2026, 13:16 (vor 17 Stunden, 29 Minuten) @ BukausmTal
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Neuendorf und Watzke stimmten für Rückkehr russischer U17-TeamsDFL-Chef Hans-Joachim Watzke ist Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee, DFB-Präsident Bernd Neuendorf sitzt im FIFA-Rat. Beide stimmten im Herbst 2023 zu, als in den beiden Gremien die Wiederzulassung russischer U17-Teams beschlossen wurde.
Weil damals zwölf andere der insgesamt 55 europäischen Nationalverbände mögliche Spiele gegen Russland verweigerten, wurde der Beschluss zunächst nicht umgesetzt. England, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Finnland, Rumänien, Irland und Dänemark sowie die Ukraine kündigten an, nicht gegen Russland zu spielen.
Danke für die Info mit Watzke!Lange wurde ja im Westfalenstadion offiziell auf den eingeblendeten LED-Tafeln zur Solidaität mit der Ukraine aufgerufen. Von dieser postulierten Haltung ist beim BVB unter der Führung von Watzke vermutlich gar nichts mehr übrig. Wenn Watzke schon 2023 bereit war, Russland wieder scheibchenweise Normalität im internationalen Fußball zu ermöglichen, wird er seinen Einfluss heute kaum dazu nutzen, gegen die Rückkehr Russlands auf die Fußballbühne Druck zu machen.
Und das in einer Zeit, in der die Intensität des russischen Terrors gegen die Bevölkerung der Ukraine mit permanenten Terrorangriffen gegen die Menschen und ihre Infrastruktur immer weiter eskaliert. Ekeleregend und beschämend.
Ich glaube eher, dass Watzkes Position das Ergebnis einer Reihe von Denkfehlern war.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
bob, Bad Oeynhausen, Freitag, 06.02.2026, 13:15 (vor 17 Stunden, 30 Minuten) @ BukausmTal
Hallo, er lässt Rheinmetall zahlen, damit die auf unseren Banden werben dürfen. Das ist ja wohl genug Verantwortung!
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
uwelito, Wambel forever, Freitag, 06.02.2026, 13:03 (vor 17 Stunden, 41 Minuten) @ Gargamel09
Man kann lange über den Sinn von Boykotts und Ausschlüssen bei internationalen Sportveranstaltungen nachdenken. In meinen Augen ist der Angriffskrieg auf die Ukraine und insbesondere auf die dortige Zivilbevölkerung ein zwingender Grund, russische Delegationen von Veranstaltungen wie WMs oder Olympischen Spielen weiterhin auszuschließen.
Neuendorf und Watzke stimmten für Rückkehr russischer U17-TeamsDFL-Chef Hans-Joachim Watzke ist Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee, DFB-Präsident Bernd Neuendorf sitzt im FIFA-Rat. Beide stimmten im Herbst 2023 zu, als in den beiden Gremien die Wiederzulassung russischer U17-Teams beschlossen wurde.
Weil damals zwölf andere der insgesamt 55 europäischen Nationalverbände mögliche Spiele gegen Russland verweigerten, wurde der Beschluss zunächst nicht umgesetzt. England, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Finnland, Rumänien, Irland und Dänemark sowie die Ukraine kündigten an, nicht gegen Russland zu spielen.
Was Rummenigge und Watzke dabei verschweigen ist, dass in Ländern wie Russland Delegationen (egal wie jung die Sportler sind) auch -oftmals sogar in erster Linie - als politische Botschafter ins Rennen geschickt werden. Im Einzelfall treffen solche Ausschlüsse natürlich häufig Sportler, die sich selbst in keiner Weise schuldig gemacht haben. Andererseits laufen in solchen Delegationen aber natürlich auch jede Menge Scharfmacher -und in diesem Fall insbesondere auch Kriegstreiber - rum. Auffällig ist, wie gerade Funktionäre, die den Sport immer wieder für politische Zwecke instrumentalisieren, bei passender Gelegenheit auf eine strikte Trennung von Sport und Politik pochen.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Ulrich, Freitag, 06.02.2026, 13:11 (vor 17 Stunden, 34 Minuten) @ uwelito
Was Rummenigge und Watzke dabei verschweigen ist, dass in Ländern wie Russland Delegationen (egal wie jung die Sportler sind) auch -oftmals sogar in erster Linie - als politische Botschafter ins Rennen geschickt werden. Im Einzelfall treffen solche Ausschlüsse natürlich häufig Sportler, die sich selbst in keiner Weise schuldig gemacht haben. Andererseits laufen in solchen Delegationen aber natürlich auch jede Menge Scharfmacher -und in diesem Fall insbesondere auch Kriegstreiber - rum. Auffällig ist, wie gerade Funktionäre, die den Sport immer wieder für politische Zwecke instrumentalisieren, bei passender Gelegenheit auf eine strikte Trennung von Sport und Politik pochen.
Russland ist auch bekannt für seine "Delegationen" mit jungen weiblichen "Delegationsmitgliedern", die ein Vergnügungsprogramm für VIPs anbieten.
ARD: Russlands Rückkehr in den Fussball.
Ulrich, Freitag, 06.02.2026, 12:57 (vor 17 Stunden, 47 Minuten) @ Gargamel09
Neuendorf und Watzke stimmten für Rückkehr russischer U17-Teams
Das war 2023 eine Schande, das ist heute noch mehr eine Schande. Im Herbst 2023 wütete Russland mehr als anderthalb Jahre ganz offen in der Ukraine, nachdem man schon neun Jahre lang einen nicht erklärten Krieg gegen das Land geführt hatte.
Mittlerweile bombardiert Russland in der Ukraine die Infrastruktur, bei -20 Grad kann man weite Teile von Kiew nicht mehr beheizen. Vor einigen Tagen konnte man lesen, dass dort eine Holocaust-Überlebende erfroren ist. Sie ist mit Sicherheit nicht das einzige Opfer dieses Terrors gegen die Zivilbevölkerung.
Ich könnte kotzen.
Aber ich vermute, Hans-Joachim Watzke hat sich damit für die FIFA-Friedensmedaille in Bronze qualifiziert. Eventuell hängt Wladimir Putin sie ihm ja persönlich um?