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Borussia Dortmund suchte zuletzt einen "Loan- und Pathway-Manager" (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 12.02.2026, 20:35 (vor 8 Stunden, 37 Minuten) @ CHS

Wir wissen doch gar nicht, wie der BvB das umsetzen will. Eventuell verändern sie in der Umsetzung gar nicht viel sondern wollen sich professionalisieren.

Mal sehen was passieren wird.


Sehe ich ähnlich. Es scheint wie schon bei anderen Punkten beim BVB eine Professionalisierung vorangeschritten sein. Wie weit dieser gut ist oder nicht, werden wir sehen. Vor allem, weil der BVB gar nicht das Geld und die Möglichkeiten wie Chelsea hat, kann man die Sache gar nicht vergleichen.

Gruß

CHS

Diese Vergleiche mit Chelsea und deren ‚loan army‘ sind in meinen Augen unpassend, auch wenn ich die dahinter stehenden Bedenken verstehen kann.

Es geht aber doch um etwas ganz anderes, und da gehört das Thema ‚Professionalisierung‘ schlicht dazu.

Der Gedanke, z.B. jungen Talenten an der Schwelle zur Profimannschaft oder jungen talentierten Spielern im Profikader ohne allzu große Einsatzchancen die dringend gebotene Spielzeit zur Weiterentwicklung über eine U 23 - Mannschaft zu geben, klingt vielleicht fußballromantisch und auf den ersten Blick auch logisch, hat sich aber in praxi als wenig erfolgreich herausgestellt. Es bedarf schon der Teilnahme am Wettbewerbsbetrieb in der Bundesliga, der 2. Bundesliga oder einer adäquaten ausländischen Liga, um die gewünschte Weiterentwicklung im erforderlichen Maße zu bewirken. Und da bietet sich die Nutzung der Leihmöglichkeiten geradezu an.

Nicht, dass man beim BVB bislang keine diesbezüglichen Leihen getätigt hätte. Nur hat man sie, und das muss man mAn auch mit dieser Härte sagen, eher unstrukturiert, unkoordiniert und auch ein wenig nach dem Zufallsprinzip getätigt. Ein klarer Plan lag dem jedenfalls nicht zugrunde. Umso erfreulicher, dass man die Bedeutung der Leihmöglichkeiten mittlerweile entsprechend höher einschätzt und planvoll nutzen und ausbauen will. Was wiederum nicht ‚nebenbei‘ geschehen kann, sondern professionell gehandhabt werden muss. Insofern ist die Schaffung einer entsprechenden verantwortlichen Position in meinen Augen sehr begrüßenswert und ein wichtiger Schritt auf dem weiteren Weg der Professionalisierung.

So wertvoll dieses Instrument der Leihe auch sein kann. so viel kann man nämlich auch falsch machen. Und somit nicht die anzustrebende ‚win-win-win‘ erzielen, also den Nutzen für abgebenden und aufnehmenden Club und last not least für den Spieler selbst. Bei Werder z.B. haben sich zu Zeiten, als Clemens Fritz als ‚Leiter Lizenzspielabteilung‘ auch für die Leihspieler verantwortlich war, einige von ihnen über mangelnde Kommunikation mit dem abgebenden Club beschwert. Teilweise sei nicht ein einziger Anruf erfolgt. In der Konsequenz hatten sich diese Spieler zwar wie geplant weiterentwickelt, verließen Werder aber sehr schnell nach ihrer Rückkehr.

Fehler werden auch oft bereits bei der Wahl des aufnehmenden Clubs gemacht. Ein Club mit Erfahrung in der Entwicklung von jungen Spielern ist etwas anderes als ein Team, das stark auf erfahrene Spieler setzt und Leihspieler eher als Backups nutzt. Neben dem fortlaufenden Kontakt mit dem Spieler kommt es genauso auf den ständigen detaillierten Austausch mit dem aufnehmenden Club an. Wichtig ist dabei auch, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen den Akteuren entsteht und aufrecht erhalten wird. Wie immer gilt, dass niemand über den Tisch gezogen werden darf. Denn wo man einmal erfolgreich zusammengearbeitet hat, lässt sich das auch erfolgreich fortsetzen.

Ich habe es hier vor Ort verfolgen können, wie z.B. die SV Elversberg erfolgreich mit Clubs wie (insbesondere) Hoffenheim und HSV, aber auch Werder, der SGE oder Bayern zum Nutzen aller Beteiligten zusammenarbeitet. So ein passant kommt da nichts zustande. Wichtig ist allerdings auch, dass der (meist sehr junge) Leihspieler voll mitzieht. Es hat auch schon junge Herren gegeben, für die der Umzug in die saarländische Provinz unter deren Würde lag. Was für den abgebenden Club dann auch wieder ein wichtiger Fingerzeig ist. Wobei es noch so manche wichtigen Aspekte gäbe, die man erwähnen könnte.

Wie auch immer, der Uli vom Tegernsee hat völlig Recht. Die immer höheren Ablösesummen im Fußballgeschäft werden sich immer mehr nur die Investoren- und Scheichclubs erlauben können. Selektiv natürlich auch die Bayern oder andere, aber halt nur vereinzelt. Dem können Clubs wie Bayern nur begegnen, wenn deutlich mehr qualitativ hochwertige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Profikader entwickelt werden. Und Leihen können ein wichtiger Teil dieser Entwicklung sein. Dafür müssen sie allerdings professionell gemanaged werden.

Und was diesbezüglich für die Bayern gilt, gilt für den BVB erst recht. Insofern ist es mAn gar nicht deutlich genug hervorzuheben, wir richtig und wichtig dieser Prozess der Professionalisierung auch in diesem Bereich für uns ist.


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