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Angriff auf HSV-Busse? (BVB)

haweka, Dienstag, 24.03.2026, 11:57 (vor 1 Tag, 0 Stunden, 22 Min.) @ FourrierTrans

Lassen wir es dabei.

Gewalt wie im Fußball gibt es dann eben in allen anderen Sportarten auch, die bösen Medien berichten halt nur über die im Fußball.

In Wirklichkeit ist das alles eine Verschwörung gegen den Fußball, unterstützt u.a. von der Polizeigewerkschaft, um Polizisten Überstunden fürs Rumsitzen zukommen zu lassen.

Real gibt es gar kein fußballspezifisches Gewaltproblem! Was sind da schon Kleinigkeiten wie das Bewerfen von Familien mit Stühlen oder das Angreifen von Bussen. Nicht der Rede wert, weil so etwas ja sooo selten vorkommt.

Die Welt kann so einfach sein!


Ich kann dir ad-hoc natürlich auch ein paar Berichte von Ausschreitungen und Festnahmen beim Eishockey oder Handball schicken, aus den letzten 2-3 Jahren.

Es gibt schlicht ein Problem mit steigender Gewalt in der deutschen Gesellschaft und mit asozialem Verhalten, am deutlichsten wird das da, wo die Masse an Menschen am größten ist. In Sachen Sport ist das eindeutig der Fußball. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, es ist, wie gesagt, schlicht Wahrscheinlichkreitsrechnung und Statistik.


Und denkst du, dass dafür die Polizei eine Mitverantwortung trägt oder dass sie eher auf diese gesellschaftlichen Veränderungen reagiert?


In den allermeisten Fällen nicht, würde ich sagen. Die Vorgänge rund um die Heimspiele des BVB in den vergangenen Wochen sind aber schon ein Stück weit rätselhaft.

Leider gibt es zunehmend Situationen, in denen Feuerwehr, Sanitäter oder schlicht Ordner bei Veranstaltungen nicht mehr ohne Unterstützung der Polizei ihrer Arbeit nachgehen können. Die Hemmschwelle sinkt. Ich habe mich bei Veranstaltungen - egal ob Sport, Konzerte o.ä. - noch nie unsicher gefühlt durch die Anwesenheit der Polizei, versuche aber stets einen großen Bogen um bestimmte Arten von Typen zu machen.


Absolut. Und auch hier gibt es ein massives Gefälle zwischen ländlicher Region oder Regionen wie Bayern und BaWü oder den großen Städten / Ballungsgebieten.
Es gibt ja beispielsweise auch zunehmend Berichte von Kliniken in Großstädten, ich meine von einer Dortmunder Klinik habe ich es kürzlich auch gelesen, die Sicherheitspersonal eingestellt haben für die Angestellten.


Und wie immer, wenn beschrieben wird, dass die Gewalt zunimmt, stellt sich die Frage, warum die polizeiliche Kriminalstatistik dies nicht widerspiegelt. Im Gegenteil, die im März von Herbert Reul vorgestellte Statistik für NRW 2025 zeigt einen Rückgang der Gewaltdelikte.

Die Gewaltdelikte sind im Jahr 2025 um 1,8 Prozent auf rund 159.000 Fälle zurückgegangen. Die Zahl der Raubdelikte sank um 6,4 Prozent auf rund 11.000 Fälle und liegt damit deutlich unter dem Niveau von 2016.


Wenn man es in so einem kleinen Scope wie jährlicher Veränderung betrachtet, ja. Wir sprachen hier ja tendenziell eher von langfristigen, gesellschaftlichen Veränderungen.
Im Jahr 1970 belief sich die Zahl der Gewaltdelikte, inkl. leicher Körperverletzung, in NRW auf knapp 75.000 Fälle (man muss schwere und einfache Gewaldelikte für das Jahr 1970 separat zusammenrechnen, da zu der Zeit noch separat dokumentiert und ausgewiesen.)

Ach so, 1970. Das waren Zeiten, als Unzucht zwischen Männern noch eine Straftat war, Vergewaltigung in der Ehe aber nicht.


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