Neu auf schwatzgelb.de: Der BVB und die SV Elversberg: Als der BVB um die Ecke Book (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Montag, 30.03.2026, 20:19 (vor 1 Tag, 18 Stunden, 30 Min.)
Nach Horst Steffen verliert das Erfolgsmodell des SV 07 Elversberg mit Ole Book bereits seinen zweiten Protagonisten. In den nächsten Jahren wird er beim BVB im Mittelpunkt stehen und für frischen Wind im Stall sorgen.
Vielen Dank an DocKay - mein Feedback
THengen, Monday, 30.03.2026, 19:00 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 49 Min.) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von THengen, Monday, 30.03.2026, 19:11
Vielen Dank an DocKay für den gut geschriebenen Bericht! Ich würde gerne meine Gedanken dazu niederschreiben.
Mit dem Wechsel an der sportlichen Spitze von Borussia Dortmund endet eine prägende Ära – und zugleich beginnt ein neues, vielversprechendes Kapitel.
Zunächst gilt der ausdrückliche Dank dem Dortmunder Urgestein Sebastian Kehl. Er hat den BVB nicht nur als Spieler mitgeprägt, sondern auch als Sportdirektor maßgeblich gestaltet. Seine Handschrift zeigt sich in zahlreichen klugen und nachhaltigen Transfers – man denke etwa an Gregor Kobel, Ramy Bensebaini, Julian Ryerson, Waldemar Anton oder Serhou Guirassy. Auch Verpflichtungen wie Felix Nmecha sowie die Rückkehr von Jadon Sancho auf Leihbasis unterstreichen seine strategische Weitsicht (wäre ja zu genial, wenn es einen zweiten rerun von Jadon gibt). Kehl verkörperte stets Loyalität und Identifikation – Werte, die im heutigen Fußballgeschäft alles andere als selbstverständlich sind.
Und doch gilt: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Vor dem Hintergrund der immer wieder "dynamischen" Atmosphäre in den Entscheidungspositionen unseres Vereins erscheint es folgerichtig, dass mit Ole Book eine neue Persönlichkeit Verantwortung übernimmt. Book bringt nicht nur eigene Erfahrung als Profi und U21-Nationalspieler mit, sondern hat insbesondere bei der SV Elversberg eindrucksvoll bewiesen, welch außergewöhnliches Gespür er für Talente besitzt. Da stimme ich DocKay gänzlich, und ehrlich gesagt kann hier im Grunde niemand widersprechen.
Wie im Bericht treffend formuliert, muss er dieses Talent nun auf größerer Bühne unter Beweis stellen müssen - oder, um im Bild zu bleiben, eher als "Danny Archer" denn als stiller Steinbeckscher Perlentaucher "Kino" agieren (lustig, haben wir neulich im LK gelesen). Die Anforderungen in Dortmund sind andere, sie sind immens, und die die Fallhöhe ist viel größer, doch genau darin liegt auch die Chance.
Ich blicke dieser neuen Phase mit großer Spannung entgegen – in dem festen Bewusstsein, dass die Leistungen und Errungenschaften Kehls niemals in Vergessenheit geraten werden. Loyalität bleibt ein hohes Gut, gerade in Zeiten permanenter Veränderung. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Ole Book seiner neuen Aufgabe gerecht werden wird. Neben Intelligenz und analytischem Scharfsinn bringt er die notwendige soziale und kommunikative Kompetenz mit, um sich im komplexen Gefüge eines Spitzenklubs wie dem BVB zu behaupten... im Spannungsfeld interner Erwartungshaltungen und öffentlicher Beobachtung. Da braucht es mitunter starke Nerven.
Ole Book (den Nils hat er längst hinter sich gelassen, wie er selbst augenzwinkernd bemerkte) steht für Akribie, Energie und Leidenschaft. Diese Eigenschaften lassen hoffen, dass wir künftig wieder Transfers erleben, die an Namen wie Shinji Kagawa, Robert Lewandowski, Jude Bellingham, Erling Haaland oder erneut Jadon Sancho erinnern. Book wird den Markt mit großem Fleiß durchdringen und Talente europa- wie weltweit akribisch beobachten.
Die im Bericht genannten Spieler wie Nick Woltemade, Fisnik Asllani, Paul Wanner und Younes Ebnoutalib sollten dabei durchaus um Namen wie Semih Şahin, Maximilian Rohr, Frederik Schmahl und insbesondere Lukas Petkov ergänzt werden. Wer die 2. Bundesliga aufmerksam verfolgt – ich bin Rheinland-Pfälzer und als solcher FCK-Fan im Nebenerwerb - erkennt sehr genau die Qualität und Entwicklung dieser Spieler. Wo kamen diese Spieler her, und wo spielen sie heute bzw. noch vielmehr, was können sie heute?! einen Lukas Petkov würde ich sogar gerne bei uns in Dortmund sehen!
Gerade dieser Aspekt stimmt mich besonders optimistisch: Mit Book könnte beim BVB wieder verstärkt das „Kagawa-Prinzip“ greifen – das gezielte Entdecken und Entwickeln von Talenten, die andernorts noch unter dem Radar laufen oder gar gänzlich unbekannt sind. Was in Elversberg (nicht zuletzt auch mit finanzieller Unterstützung von Mäzen Frank Holzer, der ein sehr vernünftiger Mensch ist) entstanden ist, war bemerkenswert: vom Oberligisten zum ernsthaften Anwärter auf höchste Spielklasse des deutschen Fußballs. Diese Fähigkeit, in Spielern mehr zu sehen als den Status quo, ist essenziell. Sie könnte sich exemplarisch auch bei Spielern wie Said El Mala, Deniz Undav oder Nicolo Tresoldi (safe, dass ich ihn hier erwähne) zeigen, und zwar vor zwei oder drei Jahren, al sie kaum jemand auf dem Zettel hatte.
Auch die oft gestellte Frage nach der Vereinbarkeit von Books offensivem Ansatz mit der eher defensiv orientierten Spielidee von Niko Kovac lässt sich aus meiner Sicht klar beantworten: unbedingt! Ein Blick auf Kovacs erfolgreiche Zeit bei Eintracht Frankfurt zeigt, dass defensive Stabilität und offensive Durchschlagskraft (übrigens auch mit einem veritablen Konterspiel, was bei uns aktuell eher behutsam genutzt wird => Gacinovic, Rebic, Kamada und ein gewisser Marius Wolf) sich keineswegs ausschließen.
Seit seiner Übernahme im Frühjahr 2025 hat Kovac Struktur und Fitness auf ein neues Niveau gehoben und das Maximum aus dem Kader herausgeholt. Mit gezielten Anpassungen können sich zusätzliche Optionen eröffnen, ohne die neu gewonnene defensive Stabilität zu gefährden.
Ich freue mich auf das, was kommt. Lassen wir uns von der positiven sportlichen Entwicklung tragen, danken wir Sebastian Kehl aufrichtig und blicken wir mit Zuversicht nach vorne. Denn eines ist sicher: Mit der aktuellen Stabilität im Rücken kann uns so schnell nichts mehr aus der Bahn werfen. Und das ist, gerade nach den nervenaufreibenden Jahren zuvor, ein beruhigendes Gefühl (schöne Grüße an alle Kardiologen in Dortmund um Umgebung). Auch das "Horst-Steffen-Risiko" sehe ich nicht. Ich denke, da sprechen wir schon von in der Sache sehr unterschiedlichen Konstellationen, auch wenn man sich vielleicht beim Gedanken daran ertappen mag.
Beste Grüße! Freuen wir uns auf das, was kommt!
THengen
Neu auf schwatzgelb.de: Der BVB und der SV Elversberg: Als der BVB um die Ecke Book
Murksknüller, Brühl/Rheinland, Monday, 30.03.2026, 16:08 (vor 1 Tag, 22 Stunden, 41 Min.) @ Redaktion schwatzgelb.de
Man könnte aber auch den Präsidenten der SVE Dominik Holzer als Architekten des Erfolgs bezeichnen: Immerhin hat er dafür gesorgt, dass Leute wie Steffen oder Book geholt wurden. Und offenbar läuft sein Gewerk auch ohne Steffen, vielleicht auch ohne Book. We shall See...
Präsidenten wie Willi Rößler, Franz Kremer, Reinhard Rauball oder Ottokar Wüst haben zu Ihrer Zeit mit Ihrem Verein ungeahnte Erfolge erzielt - mit Menschenkenntnis, Durchsetzungskraft und Organisationstalent.
Frank Holzer als Urgestein der SVE
THengen, Monday, 30.03.2026, 19:09 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 40 Min.) @ Murksknüller
Definitiv, wobei Dominik eher der Nachfolger ist. Frank Holzer hat den Verein finanziell massiv unterstützt (Ursapharm), hat ihn sogar trainert. Sehr spannender Mensch: ehemaliger Fußballprofi, hat Pharmazie studiert und dann den elterlichen Betrieb expandiert. Er ist im Grunde die Basis der SV Elversberg, wobei immer alle Zahnräder sauber laufen müssen. Ole Book war ein großes Zahnrad, und er hat einen hervorragenden Job gemacht.
Frank Holzer als Urgestein der SVE
Murksknüller, Brühl/Rheinland, Monday, 30.03.2026, 19:45 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 4 Min.) @ THengen
bearbeitet von Murksknüller, Monday, 30.03.2026, 19:51
Stimmt natürlich, der Vater war von 1990 bis 2008 Präsident und hat auch jetzt noch als Aufsichtsratsvorsitzender alles im Griff. Wobei er Teamwork groß schreibt und offensichtlich sehr gut delegieren kann.
Im August 2008 wurde, wie vom DFB wegen der Zugehörigkeit zur Regionalliga Südwest gefordert, ein Aufsichtsrat im Verein gebildet. Zur Wahl angetreten waren mit dem bisherigen Präsidenten Frank Holzer, dessen Sohn Dominik und Rolf Schneider drei Geschäftsführer von Ursapharm.
Von 2008–2011 war demzufolge Norbert Glaub Präsident, jetzt ist der Mitglied des Aufsichtsrates. Auch er natürlich ein Mitarbeiter von Ursapharm. Von ihm übernahm dann Holzers Sohn Dominik. Mit ihm gelang der Aufstieg in die dritte Liga und nach dem direkten Abstieg dann 2022 der erneute Aufstieg mit dem Durchmarsch in die zweite Liga. Dort spielt der Aufsteiger seither oben mit - und ist auch dieses Jahr in der Verlosung um den Aufstieg.
Man könnte also fast von einer Familienunternehmung sprechen, ähnlich wie bei Steilmanns SG Wattenscheid 09. Dort war ja später auch die Tochter involviert.
Frank Holzer als Urgestein der SVE
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 30.03.2026, 21:51 (vor 1 Tag, 16 Stunden, 58 Min.) @ Murksknüller
Frank Holzer ist ein genauso guter Unternehmer wie er ein guter Clubchef ist. Top.
Und sein Sohn Dominik ist ein adäquater Nachfolger, so wie Frank es bei seinem Vater war.
Interessant ist es, wie die jeweiligen Söhne zwar einerseits in die Fußstapfen ihrer jeweiligen Väter treten, dennoch andererseits mit neuen Sichtweisen sowohl im Unternehmen, als auch im Club wirkliche Weiterentwicklungsschübe bewirken.
Frank Holzer als Urgestein der SVE
THengen, Monday, 30.03.2026, 20:06 (vor 1 Tag, 18 Stunden, 43 Min.) @ Murksknüller
Das stimmt... und der Erfolg gibt diesem Projekt Recht! Das ist eine richtige bottom-up Entwicklung:-)
Frank Holzer als Urgestein der SVE
SebWagn, HH Harvestehude, Monday, 30.03.2026, 19:21 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 28 Min.) @ THengen
Definitiv, wobei Dominik eher der Nachfolger ist. Frank Holzer hat den Verein finanziell massiv unterstützt (Ursapharm), hat ihn sogar trainert. Sehr spannender Mensch: ehemaliger Fußballprofi, hat Pharmazie studiert und dann den elterlichen Betrieb expandiert. Er ist im Grunde die Basis der SV Elversberg, wobei immer alle Zahnräder sauber laufen müssen. Ole Book war ein großes Zahnrad, und er hat einen hervorragenden Job gemacht.
Frank Holzer als Urgestein der SVE
THengen, Monday, 30.03.2026, 19:39 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 10 Min.) @ SebWagn
Sehr interessant, danke Dir!
Es lief übrigens nicht immer rund, und genau das ist das Spannende an der SVE!
Hier saß Frank Holzer noch selber auf der Trainerbank. Was für ein coooles Foto aus dem Jahr 2008 :-)
https://www.kicker.de/holzer-denkt-an-ruecktritt-178926/artikel
Neu auf schwatzgelb.de: Der BVB und der SV Elversberg: Als der BVB um die Ecke Book
Tremonius III, Ort, Monday, 30.03.2026, 18:34 (vor 1 Tag, 20 Stunden, 15 Min.) @ Murksknüller
Man könnte aber auch den Präsidenten der SVE Dominik Holzer als Architekten des Erfolgs bezeichnen: Immerhin hat er dafür gesorgt, dass Leute wie Steffen oder Book geholt wurden. Und offenbar läuft sein Gewerk auch ohne Steffen, vielleicht auch ohne Book. We shall See...
Präsidenten wie Willi Rößler, Franz Kremer, Reinhard Rauball oder Ottokar Wüst haben zu Ihrer Zeit mit Ihrem Verein ungeahnte Erfolge erzielt - mit Menschenkenntnis, Durchsetzungskraft und Organisationstalent.
[/b]
Ich würde der Liste noch Klaus Steilmann von Wattenscheid 09 hinzufügen, der zeitweilig immerhin Talente wie die Altintop Zwillinge, Bastürk, Demirbay, Souleiman Sane und Carlos Babington nach Bochum 6 holte.
Und in 4630 Bochum spielten unter Ottokar Wüst ständig Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend, die in keiner anderen Bundesligamannschaft auch nur in die Nähe der Ersatzbank gekommen wären, dort aber Stammspieler waren. Hermann "Tiger" Gerland eingeschlossen!
Es ist die SV (= Spielvereinigung) Elversberg und nicht der
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Monday, 30.03.2026, 15:59 (vor 1 Tag, 22 Stunden, 50 Min.) @ Redaktion schwatzgelb.de
Außerdem sollte man hinsichtlich der Ursachen der Leistungen Werders, die zur Demission Horst Steffens geführt haben, den in jeder Hinsicht schlechten Kaderzustand (für den Steffen nicht verantwortlich war/ist) und das Verletzungspech nicht außen vor lassen.
Soviel unangenehme Überraschungen wird es für Ole Book beim BVB allerdings nicht geben. Im Gegenteil, Kovač hatte da sehr gute Arbeit geleistet, hatte aber mit dem Kader schon andere Voraussetzungen als Steffn in Bremen. Und so mies war die Arbeit von Kehl dann auch nicht, zumal Transfers nicht ohne die Zustimmung / Mitarbeit des Geschäftsführers Sport laufen.
Interessant dürfte in der Tat die Abstimmung der fußballerischen Grundausrichtungen von Book und Kovač werden, wenn es nicht nur um einzelne Transfers, sondern allgemein um die Ausrichtung des Kaders gehen wird.
Es ist die SV (= Spielvereinigung) Elversberg und nicht der
yps77, Monday, 30.03.2026, 18:24 (vor 1 Tag, 20 Stunden, 25 Min.) @ Will Kane
Sogar "Sportvereinigung" und nicht "Spielvereinigung".
Noch wilder ist es nur im Dortmunder Süden:
Der SV Berghofen heißt eigentlich "Spielvereinigung Berghofen", wird vom Fußballverband im DFBnet/fussball.de als "SpVg Berghofen" geführt, nennt sich aber selber "der SV Berghofen".
Es ist die SV (= Spielvereinigung) Elversberg und nicht der
chief wiggum, im schönen Münsterland, Monday, 30.03.2026, 18:03 (vor 1 Tag, 20 Stunden, 46 Min.) @ Will Kane
Gespannt bin ich, wie Books und Kovacs fußballerische Vorstellungen kompatibel sind. Book sagte nach Elversberg Aufstieg in die 2. Liga, dass es das Ziel seiner Mannschaften sei, die meisten Tore zu schießen. So steige man vielleicht nicht auf, sicher aber nicht ab. Abgesehen davon, dass der Nicht-Abstieg beim BVB kein mehrheitsfähiges Ziel ist, wirkt der Kovac-Fußball immer so, dass es das primäre Ziel ist, dass man defensiv sicher steht. quasi "die Null muss stehen". Meiner Meinung nach eine diametral andere Herangehensweise an Fußball als sie Book verstehet. Ich hoffe, beide können sich auf eine Marschrichtung verständigen - und können den Kader gemeinsam so planen, dass sie nicht noch Akis Wunschträume a la Rückkehr von Sancho unterbringen müssen.
Es ist die SV (= Spielvereinigung) Elversberg und nicht der
Karsten, Zürich, Monday, 30.03.2026, 16:09 (vor 1 Tag, 22 Stunden, 40 Min.) @ Will Kane
Außerdem sollte man hinsichtlich der Ursachen der Leistungen Werders, die zur Demission Horst Steffens geführt haben, den in jeder Hinsicht schlechten Kaderzustand (für den Steffen nicht verantwortlich war/ist) und das Verletzungspech nicht außen vor lassen.
Ich finde auch die Lesart befremdlich, dass quasi Vorsicht geboten sei, weil Horst Steffen es dann in Bremen halt nicht gepackt hat und diese Gefahr dann auch bei Book bestünde.
Es ist ja aber nicht Books Aufgabe gewesen, einen Trainer nach Elversberg zu holen, der später Erfolg bei Werder Bremen hat. Sondern es war seine Aufgabe, einen Trainer und Spieler nach Elversberg zu holen, die JETZT (also vom damaligen Zeitpunkt an) Erfolg in Elversberg haben. Und das ist ihm ja wohl ohne Zweifel herausragend gelungen.