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Der BVB reist erneut nach Asien - und verzichtet auf ein Trainingslager in Österreich (BVB)

Ulrich, Mittwoch, 22.04.2026, 22:11 (vor 3 Tagen) @ Beethoven

Das glaube ich erst wenn ich es sehe. Vergleiche die Preise regelmäßig, aktuell sehe ich noch keinen wirklichen Preisanstieg. 50% Preisanstieg würde für hin und zurück Barcelona auch so 120 anstatt 80 Euro bedeuten, ob das dann die Leute vom Reisen abhält ist auch fraglich.
Da muss man sich für das Klima was anderes überlegen.

Die Kerosinpreise sind noch stärker als der Rohölpreis gestiegen. Für 2026 haben sich die allermeisten Fluggesellschaften durch Termingeschäfte teilweise abgesichert. Lufthansa beispielsweise wohl für 80 Prozent des Bedarfs an Kerosin. Für alles, was man darüber benötigt, muss man den aktuellen Marktpreis zahlen. Als Reaktion hat man in der letzten Woche bekanntgegeben, dass man die Tochter Cityline statt wie geplant 2028, sondern bereits in den nächsten Tagen ihren Betrieb einstellt. Zudem will die Mutter einige weitere Flugzeuge stilllegen, die besonders viel Treibstoff benötigen. Trotzdem dürften die Preise demnächst steigen. Je länger die Treibstoffpreise hoch bleiben, umso größer wird der Druck, das auf die Kundschaft umzulegen. Ab 2027 würden hohe Kerosinpreise dann deutlich stärker durchschlagen, weil die Sicherungsgeschäfte dann auslaufen.

Die Absicherungen nutzen aber nichts, falls der Treibstoff tatsächlich ausgeht. Dieses Risiko scheint wohl vor allem in Asien zu bestehen, dort wurden eine ganze Reihe von Staaten fast ausschließlich aus der Golfregion beliefert. Fluggesellschaften müssten dann damit rechnen, dass ihre Maschinen zwar dorthin fliegen könnten, am Zielort aber nicht mehr betankt werden könnten und auf Treibstoff warten müssen.

Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, dann verbrauchen wir in Deutschland etwa 9 Millionen Tonnen Kerosin im Jahr. Knapp 5 Millionen kommen aus deutschen Raffinerien, gut 4 Millionen werden importiert. Der größte Teil der Importe stammte aus der Golfregion, jetzt versucht man, andere Lieferanten zu finden. Insbesondere kauft man wohl stärker in den USA ein. Zudem haben die Ölunternehmen in Deutschland eigene Reserven von ca. einer Million Tonnen. Hinzu kommen die staatlichen Reserven, von denen ggf. Teile freigegeben werden können.

Hin käme man also aller Wahrscheinlichkeit nach Asien, das Problem könnte der Rückweg sein ;-)

Allerdings konnte man heute lesen, dass Russland ab dem 1. Mai die Druschba-Pipeline für kasachisches Rohöl sperrt, das bisher darüber an die Raffinerie in Schwedt geliefert wurde. Da stellt sich die Frage, ob man auf andere Lieferwege oder ggf. auf andere Lieferanten ausweichen kann. Ansonsten fehlen in Ostdeutschland Kraftstoffe auf dem Markt.


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