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Regionalliga Bayern: Wenn Meister nicht aufsteigen wollen (Fußball und Sport allgemein)

Scherben, Kiel, Mittwoch, 29.04.2026, 09:05 (vor 1 Tag, 9 Stunden, 57 Min.) @ donotrobme

Hab vielen Dank für den Beitrag.

Ich halte diese ganze Diskussion für fürchterlich ignorant, weil einfach komplett aus den Augen verloren wird, wie divers Deutschland als (Fußball-)Land ist. Die Regionalliga NRW funktioniert als solche nur, weil der Teil von NRW so dicht besiedelt ist, aus dem die Vereine darin kommen. Aus der Eifel und auch Sauer- und Siegerland kommt da ja auch nur selten ein Verein, der große Rest kommt aus Rhein-Ruhr plus OWL.

Diese Diversität macht die ganze Reform einfach unglaublich schwierig, weil man geographische Entfernungen, verdichteten Raum und politische/historische Verbindungen zugleich unter einen Hut bringen muss. Selbst wenn man die RL Nordost aufsplitten würde (was ich geographisch für die machbarste Lösung hielte), hätte man dann Fahrten vom Bodensee nach Görlitz (RL Südost mit Bayern, Thüringen und Sachsen) und von Emden nach Cottbus (RL Nord/Nordost) im Programm. Mach das mal am Wochenende im Bus. Viel Spaß.

Warum sollte es die nicht geben?

Es ist der flächengrößte Bundesland mit 13 Mio Einwohnern. Da gibt es also paar Fußballer und Vereine, nur ist der größte Teil des Bundeslandes ländlich geprägt. Das ist für die Vereine jenseits von NRW von Nachteil: Von Aschaffenburg nach Rosenheim fährt man so 4,5 Stunden. Das ist dieselbe Strecke, wie von Dortmund nach Kiel. Auch die Vereine müssen die teuren Spritpreise bezahlen und so ein Bus verbraucht laut Google so 20 - 30 Liter Diesel pro 100 km.
Aus meiner Sicht beschreibt der Artikel die Auswirkungen der schwierigen Wirtschaftslage, in der Unternehmen nicht mehr so gewillt sind, Sportvereine zu sponsern, während diese gleichzeitig Mehrkosten finanzieren müssen.
Für die Vereine bedeutet dies weniger in naher Zukunft oder unsichere Einnahmen in den nächsten Jahren.

Dann hat die Regionalliga Bayern wegen der vielen ländlichen Vereine damit zu kämpfen, dass weniger Zuschauer vor Ort sind. Nur Unterhaching und Würzburg haben mehr Zuschauer als unsere 2. Mannschaft. Die rote Erde ist dabei selten gefüllt. Hier ist wieder das Problem der Ländlichkeit. Woher sollen die Zuschauer kommen?
Man unterschätzt, welche Vorteile ein dicht besiedeltes Land hat.
Zum Vergleich: Oberhausen wäre mit 213.000 Einwohnern, die viertgrößte Stadt Bayerns und nicht die 15. größte Stadt NRWs.

Somit stellt sich die Frage, was für Vereine am Rande der Profiligen finanzierbar ist.
Vereine aus anderen Sportarten haben dieselbe Frage zu beantworten.
Im Volleyball haben manche Vereine ihre Teilnahme an der Cl abgelehnt, weil dies zu teuer geworden wäre. Sie haben das Teilnahmerecht an den nächstgrößeren Verein weitergegeben, auch wenn sich dieser nicht qualifiziert hat.
Der DFB hat vor Jahren eine dritt Profiliga ausgerufen und die war nach Startschwierigkeiten für die meisten Vereine mit einer schwarzen Null finanzierbar. Es würde mich nicht wundern, wenn dies in den kommenden Jahren kippen wird. Dann werden mehr Vereine darum bitten, auf ihr Aufstiegsrecht in Liga 3 zu verzichten, um nicht insolvent zu gehen.


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