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USA: Bundesliga TV-Rechte vergeben. Einnahmen sinken deutlich (Fußball und Sport allgemein)

Vielhilftviel, Donnerstag, 16.07.2026, 21:06 (vor 1 Tag, 22 Stunden, 3 Min.) @ markus

Das sorgt aber auch nicht für eine Angleichung, nur für eine noch größere Streuung auf noch teurerem Niveau. Wenn Augsburg und Bayern beide zusätzliche 50% ihres Unternehmens verscherbeln dürfen, halten beide 50% weniger Unternehmen in der Hand. Dafür hat Augsburg 50 Millionen eingenommen und Bayern eine halbe Milliarde.

Klar kann Augsburg anschließend vielleicht mit Coventry City um Spieler konkurrieren, aber gleichzeitig zahlen wir dann einem Salih Özcan acht Millionen im Jahr.


Die Augsburgs werden natürlich nicht auf Bayern-Niveau kommen - das hast du ja auch in der Premier League nicht, dass da jeder Bumsverein um die Meisterschaft mitspielt. Aber ein paar Kandidaten gibt es in der Bundesliga sicherlich, bei denen sich eine Investition lohnen könnte. Als die Scheichs bei Manchester City einstiegen, dümpelten die auch nur irgendwo im Mittelfeld rum und ihr größtes Marketingpfund war, dass zwei psychotische Brüder aus einer 90er Britpop Band Fans waren.


Den Wunsch nach einer spannenderen Liga hat längst nicht jeder. Es gab schließlich drei spannende Jahre. 2023 hatte der BVB die große Chance, Deutscher Meister zu werden. 2024 stand der BVB im Finale der Champions League, und es gab einen neuen Deutschen Meister. 2025 folgte dann die irre Aufholjagd um die Qualifikation für die Champions League. Trotzdem waren viele unzufrieden. Da hieß es plötzlich, der Anspruch müsse sein, dass am 30. Spieltag schon alles entschieden ist.

Viele Fans sind in ihrem Handeln schlicht inkonsequent und widersprüchlich. Das ist ähnlich absurd wie der Wunsch, mit Bayern München und den Scheichklubs mithalten zu wollen, obwohl jedem klar sein müsste, dass dafür jährlich 300 bis 400 Millionen Euro Umsatz fehlen. Gleichzeitig sollen die Dauerkarten natürlich weiterhin zum Spottpreis erhältlich sein, weit unter der Summe, die der BVB im Markt nehmen könnte.

Damit hast du völlig Recht. Mein Traum ist der große Ausverkauf auch nicht (hatte ich weiter oben schonmal angedeutet), wobei ich grundsätzlich toleranter gegenüber den Konstrukten bin als die meisten hier. Es wäre in meinen Augen nur letztlich die einzig mögliche Konsequenz, wenn ich die Liga auf (internationale) Vermarktbarkeit, bessere Ausgeglichenheit an der Spitze und Konkurrenzfähigkeit im europäischen Wettbewerb optimieren möchte.
Dass das nicht jedermanns Prioritäten sind, sollte klar sein.


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