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Ramaj … dann eben Dahmen als Kobel-Nachfolger? (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 18.07.2026, 15:46 (vor 23 Stunden, 48 Minuten) @ Lordran

Ich hatte ihn bei COMUNIO und habe etliche Paraden gefeiert. Er hatte schon einige Spiele, wo er das Team lange im Spiel gehalten hat. So meine Wahrnehmung.

Aber er ist auch etwas wild und mitunter Harakiri, Ja. Daher kann man sicher auch ganz fiese Videos zusammenschneiden. Wie das bei einer TopMannschaft aussähe, wo er viel mehr mitspielt und weniger auf den Kasten bekommt, ist halt eine echte Unbekannte.

Die Gefahr besteht durchaus, dass er dann zu oft danebengreift.


Ich persönlich glaube, hätte Heidenheim einfach Müller im Tor gelassen, wäre der Klassenerhalt wahrscheinlicher gewesen.
Man hat sich da von einem bekannteren Namen blenden lassen. Sehe bei Ramaj wirklich nichts, was ihn für einen Topclub auszeichnen soll.

In der Vorbereitung auf die Saison 25/26 sollten sich der bis dato langjährige Stammtorhüter Kevin Müller sowie das Torwarttalent Frank Feller einen Wettbewerb um die Position der Nr. 1 im Tor der Heidenheimer zur damals anstehenden Saison liefern. Feller, der auch in den U-Teams des DFB diverse Spiele im Tor absolviert hatte, war in der Saison davor bereits zu einigen Einsätzen in der Bundesliga, im DFB-Pokal sowie der Conference League gekommen und konnte jeweils überzeugen. Im Trainingslager zog er sich dann einen Außenbandriss zu, der einen längeren Ausfall erwarten ließ.

Ohne diesen Ausfall Fellers wäre es überhaupt nicht zur Leihe Ramajs gekommen. Heidenheim benötigte zumindest eine neue Nr. 2.; man hätte dann mit Müller als Nr. 1 in die Saison gehen können. Doch die Gemengelage war nicht so einfach, vor allem mit einigen Widersprüchen versehen und mit dem BVB als zusätzlichem Akteur auch mit einer für Heidenheimer Verhältnisse gewissen Brisanz versehen.

Müller hatte schon einmal damit kokettiert, dass die MLS für ihn interessant sei. Das griff die Clubführung auf und stellte es so dar, alsdass es von Müller kein klares Bekenntnis zum Club gäbe. Müller gab als Antwort darauf öffentlich sein Interesse an der MLS zu, verwies aber darauf keinerlei Angebote vorliegen zu haben und sich voll auf die Saison mit dem FCH zu fokussieren. Die Clubführung postulierte, man wolle sich auf der Torwartposition neu ausrichten auf einen am Spiel teilnehmenden Keeper. Da hatte man aber schon die Ramaj-Leihe eingestielt.

Ramaj war von 2018 bis 2021 schon einmal beim FCH Torhüter, bevor er zur Frankfurter Eintracht wechselte. Man kannte sich also gut. Dennoch löste es im weiteren und durchaus auch engeren Heidenheimer ‚Umfeld’ Irritationen aus, wie schnell nach dem Aus für Feller Ramaj auf der Bildfläche erschien.

In diesem ‚Umfeld‘ hieß es, nicht Heidenheim sei auf den BVB zugekommen, sondern es sei umgekehrt gewesen. Ramaj sei vom BVB als Ersatz für Kobel geholt worden, bei dem man einen Wechsel für möglich/wahrscheinlich hielt, der aber nicht stattfand. Nun brauchte man aber eine Möglichkeit für Ramaj als Nr. 1 möglichst auf Bundesliganiveau Spielpraxis zu erwerben; als Nr. 2 wolle sich Ramaj nicht beim BVB auf die Bank setzen. Der BVB sei habe in der Gehaltsfrage ‚Entgegenkommen signalisiert’ und auf eine Leihgebühr verzichtet. Auch von einer zusätzlichen Vergütung für den Club sei die Rede gewesen.

Ramaj war jedenfalls da und Müller blieb nichts anderes übrig als dies zu akzeptieren, Loyalität zu zeigen und seine neue Rolle anzunehmen. Was er auch tat. Dass er dann zum nächsten Transferfenster die Chance zum Wechsel zu den Blauen als dortige Nr. 2 nutzte (zunächst als Leihe), war dann wohl für alle Beteiligten die beste Lösung.

Wenn man so will, dann ist Müller aus der ganzen Geschichte sogar als Gewinner herausgegangen. Mittlerweile haben die Gelsenkirchener ihn als Nr. 2 fest verpflichtet und er ist somit weiterhin in der Bundesliga; Heidenheim ist abgestiegen. Ramaj hatte Spiele in denen er überzeugte, aber mindestens genauso viele, in denen er er wenig überzeugende Leistungen zeigte. Er hatte in dieser Saison den mWn höchsten Wert aller Bundesligakeeper bezüglich spielentscheidender Tore nach Fehlern, blieb (bis mWn auf ein Spiel gegen Saisonende) nie ohne Gegentor. Es Spiel im Tor bei einem Abstiegskandidaten war sehr ungewohnt für ihn; so viele Schüsse auf sein Tor hatte er bei seinen vorherigen Stationen nie bekommen. In den letzten beiden Saisonspielen stellte Trainer Frank Schmidt Feller ins Tor, der in der neuen Saison dann auch die Nr. 1 sein wird.

Das ist noch eine Aufgabe für Ole Book.


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