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burz, Lünen, Donnerstag, 17.09.2026, 18:10 (vor 2 Stunden, 37 Minuten) @ Will Kane

Freiburg stellt mehr Spieler als wir.
Ist jetzt nicht zwingend unser Thema viele Spieler für die deutsche Nationalelf zu entwickeln trotzdem mittelfristig schwierig wenn es so bliebe.


Mir war das gar nicht so aufgefallen, aber es sind ja wirklich nur noch eine Handvoll deutscher Spieler im Kader: Anton, Beier, Can, Nmecha, Schlotterbeck, dazu noch die Ersatztorhüter und ein paar Nachwuchsspieler.


Meines Wissens hatten wir u.a. Interesse an Elias Baum. Ole Book wird perspektivisch vermutlich wieder einige deutsche Spieler verpflichten. Nach meiner Wahrnehmung war das auch der Fokus bei Elversberg. Kann mir nicht vorstellen, dass er diese Expertise bei uns überhaupt nicht mehr einsetzen wird.


Dass deutsche Nationalität einen Schwerpunkt bei der Spielerauswahl der SVE in der Ägide Ole Book gebildet haben sollen, kann ich nicht bestätigen.

Als man noch in der Regionalliga spielte, da spielten Leihen bei der Zusammenstellung des Kaders nur eine sehr untergeordnete Rolle. In der Hauptsache rekrutierte man Spieler aus der Oberliga, der Regionalliga und auch schon einmal von den Ersatzbänken oder Absteigern aus der 3. Liga. In diesen Ligen spielen deutlich mehr Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit oder Doppelstaatler, als dies in der Bundesliga oder 2. Bundesliga der Fall ist. Nicolas Kristof und Luca Schnellbacher wurden z.B. in dieser Zeit verpflichtet und spielen auch heute noch in der Bundesliga für die SVE. Aber auch zu dieser Zeit waren Spieler anderer Nationalitäten im Kader vertreten.

Mit dem Aufstieg in die 3. Liga erweiterten sich auch die Möglichkeiten der Rekrutierung. Neben dem bisherigen Kreis kamen die Leihen von den Ersatzbänken/2. Mannschaften der Bundesligisten hinzu, was sich In der 2. Bundesliga noch verstärkte. Da waren sowohl deutsche Staatsbürger wie Woltemade oder Spieler wie Asllani dabei, der für den Kosovo entschieden hatte.

Bei den Fixverpflichtungen richtete sich mit steigenden Fernsehgeldern der Blick auch in die zweiten Ligen Belgiens oder Dänemarks. Le Joncour oder Mickelson wurden von dort verpflichtet. Nicht erst mit dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich die Anzahl der Spieler erhöht, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Mokwa, Campbell oder Mickelson beispielsweise sind Doppelstaatler, aber ohne die deutsche Staatsangehörigkeit zu besitzen.

Entscheidend bei der Rekrutierung unter Book war immer die ‚Passung‘. Zum einen fußballerisch (Position, Eignung für die spezifische Spielweise), zum anderen finanziell (Bezahlbarkeit des Transfers / der Leihe und des Gehaltes) sowie menschlich/charakterlich (Einpassung in die Gruppe). Und das dürfte Ole Book auch beim BVB (natürlich in Abstimmung mit Ricken und Kovač) nicht anders halten.


Das war dann nicht präzise genug meinerseits. Im aktuellen Kader der Elversberger hat ein Großteil der Spieler schon Erfahrung mit der deutschen Sprache gemacht. Ich hatte auch schon das Verhältnis deutscher Fahnen zu allen anderen Fahnen im Kickerkader gezählt. Das ist 19:8 und damit m.E. "deutschlastiger" als bei den meisten anderen Vereinen. Unser Verhältnis liegt bei 9:21. Und von den meisten Spielern ohne deutsche Fahne hat der Spieler zuvor bei einem anderen deutschen Verein gespielt.


Was auch völlig normal für einen Club ist, der sich aus unteren Ligen innerhalb weniger Jahre nach oben entwickelt. Beim 1. FC Heidenheim war es genauso, sogar noch stärker ausgeprägt als bei der SVE. Als der FCH in der 2. Bundesliga gespielt hat, gab es fast nur ‚deutsche Fahnen‘. Vielleicht zwei oder drei andere Flaggen, die gehörten aber zu Doppelstaatlern.

Diese Clubs können ihre Spieler aus finanziellen Gründen nur aus den unteren deutschen Ligen rekrutieren, in denen sich halt hauptsächlich Spieler mit deutscher Staatsbürgerschaft befinden. Je höher diese Clubs klettern, desto mehr Geld steht ihnen zur Verfügung und umso mehr können sie auch aus anderen Ligen Spieler rekrutieren, in denen der Anteil an Spielern ohne deutsche Staatsangehörigkeit deutlich höher ist. Was in ausländischen Ligen naturgemäß ohnehin so ist. Womit sukzessive auch der entsprechende Anteil an Spielern, welche die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen kleiner wird.

Dass die meisten Spieler „ohne deutsche Fahne“ vorher schon bei anderen deutschen Clubs gespielt ist auch völlig normal, da der Netzwerkaufbau der Verantwortlichen in solch kleinen Clubs halt in der Nähe beginnt. Umso bemerkenswerter, dass Ole Book und sein Team schon in einem recht frühen Stadium Spieler aus den zweiten Ligen Belgiens und Dänemarks verpflichtet haben, die vorher keinerlei Kontakt zur deutschen Sprache hatten.

Sollte sich die SVE langfristig in den beiden höchsten deutschen Ligen, also Bundesliga und 2. Bundesliga, halten („Top 25“ ist das Ziel), dann wird die ‚Flaggenschau‘ auch anders ausschauen.

Ich wollte mit meinen Ausführungen auch nicht darauf hinaus, dass Book & Co keine Kenntnis von ausländischen Ligen haben. Es ging ja im Ausgangspost darum, dass aktuell unser Anteil an deutschen Spielern recht gering ist. Ich wollte unterstreichen, dass ich zuversichtlich bin, dass er auch fähige deutsche Spieler verpflichtet hat und auch verpflichten wird.

Dass der Anteil deutscher Spieler in Heidenheim in der 1. Liga mit über 90% noch höher war als bei Elversberg, war mir auch schon aufgefallen. Bei den Blauen sind es aber eben auch weniger als 50%. Paderborn sieht ähnlich aus wie Elversberg.


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