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Die Tabelle ist nicht DAS Argument (Spieltage)

markus, Montag, 19.10.2026, 17:04 (vor 1 Stunden, 46 Minuten) @ McMisch

Ist ja schön und nachvollziehbar beschrieben. Das Problem ist, dass die Ebenen der Diskussion hier munter gewechselt werden. Und dadurch häufig eben nicht mehr diskutiert wird sondern jeder für seine Sichtweise/Perspektive kämpft.

Du hast wohl recht - noch sind die Ergebnisse zu gut um Grundlegendes zu hinterfragen und zu ändern. Kleines „leider“.

Dennoch sollten alle, die mit unsrer Spielweise unzufrieden sind, mindestens gehört werden. Und es sollte ihnen erlaubt sein, das immer wieder zu kritisieren.

Ich weiß die Stabilität schon auch zu schätzen, die Kovac gebracht hat. Aber ich sehne mich wie sehr viele unfair vom Verein im Sommer angekündigt nach attraktiverem Spiel. Daher ist das gerade sehr ernüchternd. Wobei man dabei eben anerkennen darf, dass mit Konstantelias und quasi Karetsas die beiden Hauptargumente für unseren Optimismus aus dem Sommer nicht spielen.

Die Gefahr ist halt, dass die Stabilität verloren geht, wenn der öffentliche Druck durch Unzufriedenheit aus dem Umfeld steigt. Ein Umfeld, das nicht unterstützend agiert, sondern ständig unzufrieden ist, ist Gift für den Verein.

Ich fand den Optimismus im Sommer schon übertrieben. Man wollte eigentlich einen neuen Weg einschlagen und mit einem Rekordtransfer die Qualität in der Spitze verbessern. Unabhängig davon, ob man den Spieler gut oder schlecht findet oder den Transfer finanziell für sinnvoll hält oder nicht, wäre das zumindest eine Kampfansage gewesen.

Es ist dann aber nach wochenlangem Hin und Her gescheitert, und stattdessen gab es B- und C-Lösungen. Da fehlt für mich schon die Grundvoraussetzung, um in Optimismus zu verfallen. Es waren einfach weitere Spieler aus dem 20- bis 30-Mio. Regal und damit weiterhin Qualität in der Breite. Noch dazu kamen die Spieler aus schwächeren Ligen, die die meisten von uns vorher gar nicht kannten.

Wenn man dann trotzdem euphorisiert ist, kann man hinterher eigentlich nur bitter enttäuscht werden. Verletzungen sind dann das Worst-Case-Szenario. Ich war nicht euphorisch und bin daher jetzt auch nicht bitter enttäuscht.

Mit dem System und dem Spielermaterial gerade wird es auf absehbare Zeit realistisch gesehen nicht groß anders laufen. Daher ist es besser das zu akzeptieren und anzunehmen statt jedes Spiel Besserung zu erwarten und neu enttäuscht zu sein.

Niko Kovac ist ein Trainer mit einem defensiven Ansatz. Das kann er, damit hat er Erfolg. Erst mit einem neuen Trainer könnte sich etwas in Richtung Hurra-Fußball ändern.

Das Schöne ist doch: Man muss sich das nicht anschauen. Man kann seine Zeit auch anders nutzen oder zumindest die Zahl der Spiele reduzieren, wenn das in Summe keinen Spaß mehr macht.


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