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Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land (Politik)

Thomas, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 10:36 (vor 690 Tagen)

titeln SPON
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-muss-mehr-gas-sparen-als-jedes-andere-eu-land-a-7332c73c-c03d-4ee6-979e-1787f6f00c4b

und auch n-tv

Deutschland muss mehr sparen als alle anderen
https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-muss-mehr-sparen-als-alle-anderen-article23504855.html

SPON schreibt:

EU-Staaten sollen nach dem Willen der Kommission in den kommenden Monaten ihren Gasverbrauch um 15 Prozent reduzieren. Nun zeigt eine Auswertung: Deutschland müsste wegen seines hohen Verbrauchs deutlich stärker verringern als andere Länder.

Die Sechstklässler unter uns schauen nun auf und legen die Stirn in Falten. Wenn jeder von irgendwas 15% abgeben muss, dann ist es logisch, dass der, der am meisten hat (hier in dem Falle am meisten verbraucht) auch als absolute Zahl am meisten abgeben muss.
Warum also diese Schlagzeilen?

Hat man es in den Medien nicht so mit Prozentrechnung? Oder will man Verunsicherung und Zorn schüren? Oder ist man einfach nur doof? Das schlimme ist, dass man in den Artikeln auch erklärt, warum das so ist. Also ist man sich der Überschrift voll bewusst.

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Ulrich, Donnerstag, 25.08.2022, 19:45 (vor 668 Tagen) @ Thomas

Klimapolitik - Ungenügend (Süddeutsche Zeitung)

Hintergrund sind die CO2-Einsparziele in Deutschland. Die sind aktuell nach Sektoren aufgeteilt. Der Bereich Verkehr für den das Bundesverkehrsministerium zuständig ist, hat im letzten Jahr die Klimaziele deutlich verfehlt. Verantwortlich dafür war noch Andreas Scheuer von der CSU. Aber Volker Wissing musste deshalb ein Sofortprogramm vorlegen, um die Ziele doch noch zu erreichen. Diese Pläne werden dann vom Expertenrat für Klimafragen auf Plausibilität überprüft. Und der hat Wissing ein verheerendes Zeugnis ausgestellt.

Aber die FDP hat bereits einen "Plan B", um das Problem zu lösen. Die Sektorkopplung soll, wenn es nach Lindner, Wissing und Co. geht, aufgehoben werden. Der Verkehrssektor muss nicht mehr sparen, andere Bereiche dafür um so mehr.

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Ulrich, Montag, 29.08.2022, 19:45 (vor 664 Tagen) @ Ulrich

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

PePopp, Donnerstag, 25.08.2022, 20:31 (vor 668 Tagen) @ Ulrich

Ist der Plan der SPD für die nächste Wahl eigentlich alles noch auf die Vorgängerregierung (an der sie selbst ebenfalls beteiligt war) und auf den mit Abstand kleinsten Koalitionspartner zu schieben?

Also selbst wenn es immer an der FDP liegen sollte, warum hat man sich bitte von einer 11%-Partei bei den Koalitionsverhandlungen so über den Tisch ziehen lassen?
Warum spricht der Kanzler nicht mal ein Machtwort (von Merkel hat man das von Seiten der SPD doch auch ständig gefordert). Was ist denn mit dem berühmten Satz "Wer Führung bestellt, bekommt sie auch"? Man kann davon absolut nichts erkennen.
Ja, es sind schwierige Zeiten, aber es läuft auf regierungsebene so einiges schief, man hat nicht den Eindruck, dass die Beteiligten aus ihren Fehlern sonderlich viel lernen und die Kommunikation ist sogar noch katastrophaler - insbesondere auch vom Kanzler.

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Ulrich, Sonntag, 28.08.2022, 10:27 (vor 666 Tagen) @ PePopp

Ist der Plan der SPD für die nächste Wahl eigentlich alles noch auf die Vorgängerregierung (an der sie selbst ebenfalls beteiligt war) und auf den mit Abstand kleinsten Koalitionspartner zu schieben?

Diese Aussage ist infantil und passt zur Kindergartenpartei FDP. Volker Wissing führt sich auf wie jemand, dem im Restaurant eine Rechnung über 250 Euro präsentiert wird und der dann gönnerhaft 20 Euro auf den Tisch legt, "Stimmt so!".

Es mag Dir entgangen sein, aber wir stecken mitten in einer Klimakrise. Die Temperaturen auch in Deutschland steigen schon lange deutlich an, und seit einigen Jahren nimmt die Trockenheit im Sommer ganz massiv zu. Falls sich dieser Trend verfestigt, dann sind z.B. viele Flüsse in Europa nur noch acht bis neun Monate im Jahr voll von Frachtschiffen befahrbar. Es drohen massive Ernteausfälle, das Waldsterben bekommt noch einmal einen riesigen Schub. Bei uns z.B. sind die Fichtenbestände so gut wie komplett abgestorben. Sie konnten mangels Wasserversorgung dem Borkenkäfer nichts mehr entgegensetzen. Und jetzt beginnt das Sterben der Buchen.

Es war die SPD, die in der schwarz-roten Regierung den Korrekturmechanismus in §8 des Bundes-Klimaschutzgesetz verankert hat, der jetzt greift. Im Grunde ist das Verhalten von Wissing rechtswidrig. Würde er sich durchsetzen, dann würde die Bundesregierung wie schon ihre Vorgängerin vor dem Bundesverfassungsgericht verklagt und verurteilt werden.


Also selbst wenn es immer an der FDP liegen sollte, warum hat man sich bitte von einer 11%-Partei bei den Koalitionsverhandlungen so über den Tisch ziehen lassen?

Jetzt stellst Du dich ganz dumm. Passend zur FDP.

Warum spricht der Kanzler nicht mal ein Machtwort (von Merkel hat man das von Seiten der SPD doch auch ständig gefordert). Was ist denn mit dem berühmten Satz "Wer Führung bestellt, bekommt sie auch"? Man kann davon absolut nichts erkennen.

Jetzt stellst Du dich erneut ganz dumm. Erneut passend zur FDP.

Wie viele "Machtworte" hat Angela Merkel denn z.B. in Richtung Scheuer gesprochen? Kein einziges. Weil sie genau wusste, dass sich die CSU nicht in ihre Ressorts hinein reden lassen würde. Und die FDP ist im Zweifelsfall noch "durchgeknallter" als die CSU.

Ja, es sind schwierige Zeiten, aber es läuft auf regierungsebene so einiges schief, man hat nicht den Eindruck, dass die Beteiligten aus ihren Fehlern sonderlich viel lernen und die Kommunikation ist sogar noch katastrophaler - insbesondere auch vom Kanzler.

Netter Versuch. Aber hier haben wir ein Problem mit der "Ich-will-Spaß-ich-geb-Gas"-Partei FDP. Und nicht nur hier.

Ist das noch schlechter Klimaschutz – oder schon Arbeitsverweigerung? (Spiegel)

Die Antwort lautet: Das ist Arbeitsverweigerung. Die einzig offene Frage ist, verweigert sich Volker Wissing aus eigener Entscheidung oder auf Anweisung von Porsche-Fan Christian Lindner?

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

TerraP, Köln, Sonntag, 28.08.2022, 13:05 (vor 666 Tagen) @ Ulrich

Boah, Ulrich, das Forum ist doch keine Wahlkampfplattform...

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Ulrich, Sonntag, 28.08.2022, 13:46 (vor 665 Tagen) @ TerraP
bearbeitet von Ulrich, Sonntag, 28.08.2022, 13:50

Boah, Ulrich, das Forum ist doch keine Wahlkampfplattform...

Erklär das mal meinem Vorredner.

Es gibt klare Regeln für alle Ministerien. Auch für das Verkehrsministerium. Und es gibt ein Urteil des Bundesverfassungsgericht, das diese Regierung -und alle folgenden- auf diese Regeln verpflichtet.

Und was macht Volker Wissing? Scheißt auf diese Regeln. "Wir machen da etwas mit Home-Office, das muss reichen!". Das ist unverschämt. Und das ist irre.

P.S.: Verweigerungspartei FDP - Nichtstun First. Bedenken Second. (Spiegel)

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Habakuk, OWL, Donnerstag, 25.08.2022, 20:11 (vor 668 Tagen) @ Ulrich

Aber die FDP hat bereits einen "Plan B", um das Problem zu lösen. Die Sektorkopplung soll, wenn es nach Lindner, Wissing und Co. geht, aufgehoben werden. Der Verkehrssektor muss nicht mehr sparen, andere Bereiche dafür um so mehr.

Christian Lindner hat doch schon lange einen "Plan X" für alle Klimafragen: "Da wird schon noch was erfunden." Dank deutscher "Ingenieurskunst".

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

simie, Krefeld, Donnerstag, 25.08.2022, 21:48 (vor 668 Tagen) @ Habakuk

Bei dem Thema sehe ich leider ziemlich schwarz. Wir werden in manchen Bereichen als Menschheit ein ziemliches Scheißjahrhundert vor uns haben. Ich bin da leider sehr pessimistisch. Und ich hoffe wirklich, dass ich mich da komplett irre. Glaube ich aber nicht.Ich

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

FourrierTrans, Dortmund, Donnerstag, 25.08.2022, 21:50 (vor 668 Tagen) @ simie

Bei dem Thema sehe ich leider ziemlich schwarz. Wir werden in manchen Bereichen als Menschheit ein ziemliches Scheißjahrhundert vor uns haben. Ich bin da leider sehr pessimistisch. Und ich hoffe wirklich, dass ich mich da komplett irre. Glaube ich aber nicht.Ich

Ich habe auch das Gefühl, man hat einfach keine richtigen, greifbaren Lösungen. Also keine echten "Gamechanger", die global gleichermaßen Anklang finden. Zudem sitzt weiterhin eine äußerst schwache Generation "an den Hebeln der Macht".

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Thomas, Dortmund, Sonntag, 28.08.2022, 10:51 (vor 666 Tagen) @ FourrierTrans

Zudem sitzt weiterhin eine äußerst schwache Generation "an den Hebeln der Macht".

Ich bereue jetzt schon, dass ich gefragt habe, aber: Was ist denn eine schwache Generation? Und wie schneidet diese ab im Vergleich zu der Generation mit einem ersten Weltkrieg, der mit einem zweiten Weltkrieg, der mit einem Wirtschaftswachstum ohne Rücksicht auf Verluste und der mit einem Rüstungswettlauf und Waldsterben?

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

TerraP, Köln, Sonntag, 28.08.2022, 13:09 (vor 666 Tagen) @ Thomas

Das tragische an dieser Generation ist einfach, dass so enorm viel Kompetenz in Foren und sozialen Medien vorhanden ist, die in der praktischen Politik völlig ungenutzt bleibt.

Volker Wissing düpiert Expertenrat für Klimafragen

Ulrich, Donnerstag, 25.08.2022, 20:15 (vor 668 Tagen) @ Habakuk

Aber die FDP hat bereits einen "Plan B", um das Problem zu lösen. Die Sektorkopplung soll, wenn es nach Lindner, Wissing und Co. geht, aufgehoben werden. Der Verkehrssektor muss nicht mehr sparen, andere Bereiche dafür um so mehr.


Christian Lindner hat doch schon lange einen "Plan X" für alle Klimafragen: "Da wird schon noch was erfunden." Dank deutscher "Ingenieurskunst".

Ja. Der Mann hat einfach zu viele Hollywood-Blockbuster gesehen. Da erfindet der geniale Wissenschaftler innerhalb von Minuten irgend etwas, das die Welt vor dem scheinbar sicheren Untergang rettet.

Im wahren Leben reicht es nur zu E-Fuels, die das Aus für neue Verbrennerfahrzeuge ab 2035 verhindern sollen. Und das, obwohl alleine der Energiebedarf sechs Mal so hoch wie für E-Autos ist, ganz abgesehen von den komplexen Produktionsprozessen.

Gasspeicher mittlerweile zu mehr als 75 Prozent gefüllt und weitere Meldungen zum Thema Gas

Ulrich, Sonntag, 14.08.2022, 15:57 (vor 679 Tagen) @ Thomas

Erstes Ziel früher erreicht - Gasspeicher zu rund 75 Prozent gefüllt (Spiegel)

Auch wenn wir noch knapp unter dem langjährigen durchschnittlichen Füllstand Mitte August liegen, so hat sich doch die Geschwindigkeit der Befüllung deutlich erhöht. Aktuell speichern wir wohl pro Tag etwa 0,4 Prozent der Speicherkapazität ein. Falls es planmäßig läuft, dann sollen wir auch das nächste Ziel von 85 Prozent Füllstand am 1. Oktober recht problemlos erreichen. Die große Frage ist dann aber, ob wir auch noch die Marke von 90 Prozent am 1. Dezember erreichen, wenn die Heizsaison einsetzt.

95 Prozent Füllstand entsprechen übrigens dem langjährigen Durchschnittsverbrauch des Januar und Februar in Deutschland. Im Winter sollten dann noch die ersten schwimmenden LNG-Terminals in Betrieb gehen. Die würden zwar lediglich einen kleineren Teil dessen decken, was wir sonst aus Russland bekommen haben. Aber sie würden definitiv helfen.

In den letzten Tagen gab es allerdings auch Proteste linker Gruppen sowohl gegen das Hamburger Kohlekraftwerk Moorburg als auch gegen eine geplante Pipeline, die das LNG ins deutsche Erdgasnetz einspeisen soll.

Proteste in Hamburg: Klimaaktivisten blockieren Schienen und eine Brücke (Süddeutsche Zeitung)

"Ende Gelände": Warum Klimaaktivisten jetzt Gas-Terminals lahmlegen wollen (Süddeutsche Zeitung)

Auch wenn es definitiv Kräfte gibt, die die aktuelle Situation nutzen wollen, die Energiewende zu kippen und zurück zu einem Mix aus Kernenergie und fossiler Energie zu wechseln, so scheint mir diese Entwicklung hoch problematisch. Aktuell sind wir auf Gas angewiesen, um über den nächsten Winter zu kommen. Statt Baustellen für Gas-Pipelines zu blockieren und Baumaterial und Gerätschaften zu beschädigen, sollte man lieber dagegen protestieren, dass die Windenergie in weiten Teilen Deutschlands noch massiv ausgebremst wird.

Zudem ist der Bau einer Pipeline zwischen Spanien und Frankreich erneut auf der politischen Tagesordnung. Auf der Iberischen Halbinsel gibt es eine Vielzahl von LNG-Terminals, zudem gibt es Pipeline-Verbindungen nach Algerien. Was aber fehlt, das sind Leitungen, um das Gas weiter nach Frankreich oder auch nach Italien zu transportieren.

Zwischen Spanien und Frankreich - Altes Pipeline-Projekt könnte Deutschland aus der Gas-Abhängigkeit helfen (Tagesspiegel)

Bei einer von der spanischen Umweltministerin genannten Bauzeit von weniger als einem Jahr würde die Pipeline zwar in diesem Winter nichts bringen, aber durchaus vor dem Winter 2023/2024 fertig sein. Und mittelfristig könnte man sie durchaus für den Transport von mit Hilfe von Sonnenenergie erzeugtem Wasserstoff in Richtung Norden nutzen.

Bewertung des Ukraine-Kriegs: Zäsur oder Zeitenwende?

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 11.08.2022, 11:54 (vor 683 Tagen) @ Thomas

https://www.deutschlandfunkkultur.de/krieg-ukraine-zeitenwende-100.html

das Dingen besteht aus drei Teilen, ganz hörenswert....

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Mittwoch, 10.08.2022, 19:05 (vor 683 Tagen) @ Thomas

Lindner will mit einem Inflationsausgleichgesetz die kalte Progression bekämpfen, um Steuererhöhungen zu verhindern. Das sorgt für Kritik bei den Grünen und der SPD.

https://www.tagesschau.de/inland/entlastungspaket-inflation-lindner-103.html

Inflationsausgleichsgesetz

Davja89, Donnerstag, 11.08.2022, 12:19 (vor 683 Tagen) @ markus

Grundsätzlich schon mal nicht schlecht aber zur Wahrheit gehört auch das dass von der Ampel (die CDU etc. könnten und würden es wohl auch nicht besser machen) viel Gerede sein war. Am Ende der nächsten 1-2 Jahre werden die Otto Normal Bürger deutlich weniger in der Tasche haben. Das sollte man den Leuten auch deutlich sagen...

Man kann die gröbsten Fälle abfedern aber wir reden trotzdem von einem massiven Wohlstandsverlust.

Die Fehler wurden großteils schon vorher gemacht. Aber bisher ist man doch sehr ernüchtert von der Ampel (von dennen ich 2 Teile gewählt habe).
Nur Sympathiesches Auftreten ist dann doch irgendwann zu wenig.

Aktuell kriegt Lindner die Prügel ab. Aber am Ende ist der aktuelle Kurs der der kompletten Regierung.

Wirkt alles sehr Kopflos. Man will überall das moralisch richtige machen , riskiert dafür aber die wirtschaftliche Zukunft dieses Landes.
Gebe aber zu bin aktuell auch ratlos wie man aus der Spirale wieder heraus kommt.

Der Herbst wird heiß.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Donnerstag, 11.08.2022, 14:16 (vor 682 Tagen) @ Davja89

Ich glaube, dass du die Ausnahmesituation vollkommen übersiehst. Es kommt darauf an, dass man irgendwie durchkommt. Daher darf derzeit imho auch recht viel Geld zur Verfügung gestellt werden um den Gaspreis zu senken. Will niemand, ins links der Mitte. Links der Mitte freut es jeden wenn Gas teurer wird und weniger verbraucht wird. Die Folgen für die Unterschicht will man ausgleichen, die Mittelschicht soll mit den hohen Preisen leben.

Die echte Oberschicht interessiert sich für all das überhaupt nicht, aber das merkt man links der Mitte nicht.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Freitag, 12.08.2022, 16:08 (vor 681 Tagen) @ Taifun

Links der Mitte freut es jeden wenn Gas teurer wird und weniger verbraucht wird.

Einfach, ohne jeden Beleg, ohne auch nur einen Hinweis auf Richtigkeit der Behauptung, mal den politischen Gegner eine maximal diffamierende Aussage in den Mund legen.

Dafür gibt es den goldenen Troll am Bande….

Inflationsausgleichsgesetz

lato, berlin, Freitag, 12.08.2022, 14:28 (vor 681 Tagen) @ Taifun

Zu unterstellen,daß es irgendjemand freut wenn die Gaspreise steigen ,ist gewagt und wer bitte ist genau "links von der Mitte".

Inflationsausgleichsgesetz

majae, Muc, Freitag, 12.08.2022, 13:28 (vor 681 Tagen) @ Taifun

Links der Mitte freut es jeden wenn Gas teurer wird

Wie bitte?

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Freitag, 12.08.2022, 14:48 (vor 681 Tagen) @ majae

Ganz einfach: Es wird aus meiner Sicht von fff und Co konsequent der Nichtbetrieb von Kohlekraftwerken voran getrieben, obwohl wir diese als Ersatz derzeit brauchen und damit den Strompreis auch wieder senken könnten.
Und ja, ich denke die freuen sich wirklich, dass fossile Energien absurd teuer geworden sind.

Inflationsausgleichsgesetz

majae, Muc, Freitag, 12.08.2022, 17:02 (vor 681 Tagen) @ Taifun

Links der Mitte freut es jeden wenn Gas teurer wird

Ganz einfach: Es wird aus meiner Sicht von fff und Co konsequent der Nichtbetrieb von Kohlekraftwerken voran getrieben, obwohl wir diese als Ersatz derzeit brauchen und damit den Strompreis auch wieder senken könnten.
Und ja, ich denke die freuen sich wirklich, dass fossile Energien absurd teuer geworden sind.

Merkste selber?

Inflationsausgleichsgesetz

Sascha, Dortmund, Sonntag, 14.08.2022, 17:11 (vor 679 Tagen) @ majae

Ich verstehe nicht, wie man die fast schon historische Verquickung von linker Politik und Umweltschutz vereinen kann. Schließlich sind Orte wie Bitterfeld erst unter sozialistischer Herrschaft zu Synonymen für unberührte Natur und intakte Umwelt geworden!

Inflationsausgleichsgesetz

Habakuk, OWL, Freitag, 12.08.2022, 14:33 (vor 681 Tagen) @ majae

Nicht wundern. Und am besten gar nicht ignorieren.

Inflationsausgleichsgesetz

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 11.08.2022, 12:31 (vor 683 Tagen) @ Davja89

Grundsätzlich schon mal nicht schlecht aber zur Wahrheit gehört auch das dass von der Ampel (die CDU etc. könnten und würden es wohl auch nicht besser machen) viel Gerede sein war. Am Ende der nächsten 1-2 Jahre werden die Otto Normal Bürger deutlich weniger in der Tasche haben. Das sollte man den Leuten auch deutlich sagen...

Woher weißt Du das? Hast Du eine ökonomische Glaskugel, die die Entwicklung der nächsten 2 Jahre voraussagt. Die erhöhten Preise lassen sich schon jetzt vom Handel nicht umsetzen, sehe ich bereits im Supermarkt.
Und die Energiepreise fallen mittelfristig, wenn die Kacke in der Ukraine mal ihr Ende findet. Und die machen rund 4-5 von den derzeit 8% aus. 1-2 % kommen als Folge der Pandemie.
In den USA fällt die Inflationsrate schon drastisch. Da reagieren die Märkte immer einen Tacken schneller.

Gebe aber zu bin aktuell auch ratlos wie man aus der Spirale wieder heraus kommt.

Die Experten sind da relativ klar: Strukturell nichts ändern auf der Steuer- und Lohnseite, maximal punktuelle Unterstützung und die Zinsen erhöhen. Mit Augenmaß. Wenn man jetzt stark die Löhne und Renten erhöht und über massive Steuererleichterungen den Konsum zusätzlich ankurbelt, wäre das kontraproduktiv. Dann hast Du Deine Spirale.
Im Grunde genommen: Füsse still halten, nur geldpolitische Maßnahmen und die Schwachen punktuell unterstützen.

Inflationsausgleichsgesetz

Sascha, Dortmund, Donnerstag, 11.08.2022, 09:34 (vor 683 Tagen) @ markus

Was ist denn eigentlich mit der "konzertierten Aktion"? Kommt da nach einem Treffen Anfang Juli noch was, oder war das alles eher eine einmalige PR-Kiste?

Inflationsausgleichsgesetz

Guido, Donnerstag, 11.08.2022, 09:44 (vor 683 Tagen) @ Sascha

Was ist denn eigentlich mit der "konzertierten Aktion"? Kommt da nach einem Treffen Anfang Juli noch was, oder war das alles eher eine einmalige PR-Kiste?

Vermutlich. Wobei PR-technisch die Katar-Reise von Habeck die Latte so hochgelegt hat, dass das eigentlich nicht mehr getoppt werden kann.

Inflationsausgleichsgesetz

Ulrich, Mittwoch, 10.08.2022, 22:49 (vor 683 Tagen) @ markus

Lindner will mit einem Inflationsausgleichgesetz die kalte Progression bekämpfen, um Steuererhöhungen zu verhindern. Das sorgt für Kritik bei den Grünen und der SPD.

https://www.tagesschau.de/inland/entlastungspaket-inflation-lindner-103.html

Die LEG hat heute gewarnt. Warnung von Wohnungskonzern - »Mehrkosten in einer Dimension von ein bis zwei Nettokaltmieten« (Spiegel). In Deutschland dürfte es zahlreiche Menschen geben, die zwar oberhalb des Niveaus leben, bis zu dem es staatliche Unterstützungsleistungen gibt, die aber nicht in der Lage sein werden, so etwas einfach zu stemmen.

Das Problem ist nicht, dass Lindner einen Inflationsausgleich will. Das Problem ist, dass Lindner so tut, als habe es den Überfall Russlands auf die Ukraine nie gegeben, er auf strikte Einhaltung des Koalitionsvertrags besteht und im nächsten Jahr ohne Rücksicht auf die Realitäten zurück zur "schwarzen Null" will.

Ich selbst würde sehr deutlich von Lindners Plänen profitieren. Aber ich werde auch ohne Steuererleichterungen die erhöhten Energiekosten, etc. aufbringen können, ohne irgend welche finanziellen Probleme zu bekommen. Vielen Menschen, vor allen denen mit niedrigeren Einkommen könnte es anders ergehen.

Inflationsausgleichsgesetz

DB146, Lokschuppen, Freitag, 12.08.2022, 15:30 (vor 681 Tagen) @ Ulrich

Lindner will mit einem Inflationsausgleichgesetz die kalte Progression bekämpfen, um Steuererhöhungen zu verhindern. Das sorgt für Kritik bei den Grünen und der SPD.

https://www.tagesschau.de/inland/entlastungspaket-inflation-lindner-103.html


Die LEG hat heute gewarnt. Warnung von Wohnungskonzern - »Mehrkosten in einer Dimension von ein bis zwei Nettokaltmieten« (Spiegel). In Deutschland dürfte es zahlreiche Menschen geben, die zwar oberhalb des Niveaus leben, bis zu dem es staatliche Unterstützungsleistungen gibt, die aber nicht in der Lage sein werden, so etwas einfach zu stemmen.

Das Problem ist nicht, dass Lindner einen Inflationsausgleich will. Das Problem ist, dass Lindner so tut, als habe es den Überfall Russlands auf die Ukraine nie gegeben, er auf strikte Einhaltung des Koalitionsvertrags besteht und im nächsten Jahr ohne Rücksicht auf die Realitäten zurück zur "schwarzen Null" will.

Ich selbst würde sehr deutlich von Lindners Plänen profitieren. Aber ich werde auch ohne Steuererleichterungen die erhöhten Energiekosten, etc. aufbringen können, ohne irgend welche finanziellen Probleme zu bekommen. Vielen Menschen, vor allen denen mit niedrigeren Einkommen könnte es anders ergehen.

Meiner Familie geht es genauso. Und genau deswegen halte ich die Pläne für völlig falsch. Es werden die Falschen begünstigt. Aber das hat bei der FDP System.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 16:39 (vor 681 Tagen) @ DB146

Lindner will mit einem Inflationsausgleichgesetz die kalte Progression bekämpfen, um Steuererhöhungen zu verhindern. Das sorgt für Kritik bei den Grünen und der SPD.

https://www.tagesschau.de/inland/entlastungspaket-inflation-lindner-103.html


Die LEG hat heute gewarnt. Warnung von Wohnungskonzern - »Mehrkosten in einer Dimension von ein bis zwei Nettokaltmieten« (Spiegel). In Deutschland dürfte es zahlreiche Menschen geben, die zwar oberhalb des Niveaus leben, bis zu dem es staatliche Unterstützungsleistungen gibt, die aber nicht in der Lage sein werden, so etwas einfach zu stemmen.

Das Problem ist nicht, dass Lindner einen Inflationsausgleich will. Das Problem ist, dass Lindner so tut, als habe es den Überfall Russlands auf die Ukraine nie gegeben, er auf strikte Einhaltung des Koalitionsvertrags besteht und im nächsten Jahr ohne Rücksicht auf die Realitäten zurück zur "schwarzen Null" will.

Ich selbst würde sehr deutlich von Lindners Plänen profitieren. Aber ich werde auch ohne Steuererleichterungen die erhöhten Energiekosten, etc. aufbringen können, ohne irgend welche finanziellen Probleme zu bekommen. Vielen Menschen, vor allen denen mit niedrigeren Einkommen könnte es anders ergehen.


Meiner Familie geht es genauso. Und genau deswegen halte ich die Pläne für völlig falsch. Es werden die Falschen begünstigt. Aber das hat bei der FDP System.

Hier geht es doch einfach nur um die kalte Progression. Wer nicht weiß, was das ist: Googlen.

Darüber hinaus wird was für die unteren Einkommensgruppen gemacht. Zuschüsse für Wohngeldempfänger, Bürgergeld statt Hartz 4, Mindestlohnerhöhung sind einige Punkte, die wichtig sind und kommen werden.

Inflationsausgleichsgesetz

Ulrich, Sonntag, 14.08.2022, 16:02 (vor 679 Tagen) @ markus

Hier geht es doch einfach nur um die kalte Progression. Wer nicht weiß, was das ist: Googlen.

Darüber hinaus wird was für die unteren Einkommensgruppen gemacht. Zuschüsse für Wohngeldempfänger, Bürgergeld statt Hartz 4, Mindestlohnerhöhung sind einige Punkte, die wichtig sind und kommen werden.

Im Englischen gibt es den Spruch "First things first!". Und aktuell gibt es in Deutschland deutlich wichtigeres, als den Ausgleich der kalten Progression für Menschen, die überdurchschnittlich verdienen. Diejenigen, die bisher gerade so über die Runden gekommen sind, drohen im nächsten Winter "abzusaufen". Dreihundert Euro, etc. (die z.B. Rentner wohl nicht bekommen sollen) dürften nur einen Bruchteil der Mehrkosten decken, der auf diese Bevölkerungsgruppe zukommt. Gerade diejenigen, die ein unterdurchschnittliches Einkommen haben wohnen zudem häufig in vergleichsweise schlecht gedämmten Gebäuden mit älteren Heizungssystemen mit einem schlechteren Wirkungsgrad. Die werden von den Preissteigerungen mit einer deutlich heftigeren Wucht getroffen werden als die Familie aus dem Mittelstand im modernen, gut gedämmten Gebäude.

P.S.: Das Problem ist, dass der Finanzminister einen Teil der Bevölkerung mehr oder weniger hängen lassen will. Und das, weil er auf der Einhaltung der Schuldenbremse besteht, Stichwort "Schwäbische Hausfrau". Nur ignoriert die "schwäbische Hausfrau" komplett, dass wir uns auf absehbare Zeit wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine in einer Ausnahmesituation befinden. Ein "Das steht aber nicht im Koalitionsvertrag!" ist hier die falsche Antwort.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Sonntag, 14.08.2022, 16:31 (vor 679 Tagen) @ Ulrich

Hier geht es doch einfach nur um die kalte Progression. Wer nicht weiß, was das ist: Googlen.

Darüber hinaus wird was für die unteren Einkommensgruppen gemacht. Zuschüsse für Wohngeldempfänger, Bürgergeld statt Hartz 4, Mindestlohnerhöhung sind einige Punkte, die wichtig sind und kommen werden.


Im Englischen gibt es den Spruch "First things first!". Und aktuell gibt es in Deutschland deutlich wichtigeres, als den Ausgleich der kalten Progression für Menschen, die überdurchschnittlich verdienen. Diejenigen, die bisher gerade so über die Runden gekommen sind, drohen im nächsten Winter "abzusaufen". Dreihundert Euro, etc. (die z.B. Rentner wohl nicht bekommen sollen) dürften nur einen Bruchteil der Mehrkosten decken, der auf diese Bevölkerungsgruppe zukommt. Gerade diejenigen, die ein unterdurchschnittliches Einkommen haben wohnen zudem häufig in vergleichsweise schlecht gedämmten Gebäuden mit älteren Heizungssystemen mit einem schlechteren Wirkungsgrad. Die werden von den Preissteigerungen mit einer deutlich heftigeren Wucht getroffen werden als die Familie aus dem Mittelstand im modernen, gut gedämmten Gebäude.

P.S.: Das Problem ist, dass der Finanzminister einen Teil der Bevölkerung mehr oder weniger hängen lassen will. Und das, weil er auf der Einhaltung der Schuldenbremse besteht, Stichwort "Schwäbische Hausfrau". Nur ignoriert die "schwäbische Hausfrau" komplett, dass wir uns auf absehbare Zeit wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine in einer Ausnahmesituation befinden. Ein "Das steht aber nicht im Koalitionsvertrag!" ist hier die falsche Antwort.

Es fehlen Lösungsansätze, die jetzt von SPD und Grüne kommen müssten. Hier steckt doch Verhandlungspotential drin: Lindner bekommt das Inflationsausgleichsgesetz, wenn er dafür das Portmonee für die öffnet, die es dringend nötig haben.

Wie kann hier eine Lösung aussehen für die, die wirklich in ernste Probleme geraten? Offenbar ziehen die Koalitionspartner die Grenze bei den Wohngeldempfängern. Dabei dürften die Probleme weit darüber hinausgehen.

Wenn es um hohe Energiekosten geht, wie könnte man hier zielgerichtet entlasten? Es ist vor kurzem erst das Gegenteil beschlossen worden: Ab dem 1.10 gibt es die Gasumlage als zusätzliche Belastung.

Inflationsausgleichsgesetz

Ulrich, Montag, 15.08.2022, 08:13 (vor 679 Tagen) @ markus

Es fehlen Lösungsansätze, die jetzt von SPD und Grüne kommen müssten. Hier steckt doch Verhandlungspotential drin: Lindner bekommt das Inflationsausgleichsgesetz, wenn er dafür das Portmonee für die öffnet, die es dringend nötig haben.

Es hat durchaus immer wieder Vorschläge gegeben. Aber die wurden von Lindner vom Tisch gewischt, teilweise extrem schnoddrig. Stichwort z.B. "Gratis-Mentalität". Aber 348 bzw. 588 Euro im Jahr sind für nicht wenige Menschen viel Geld.

Auch aktuell gibt es Vorschläge: Steuern - SPD und Grüne fordern Nachbesserungen an Lindners Entlastungspaket (ZEIT).


Wie kann hier eine Lösung aussehen für die, die wirklich in ernste Probleme geraten? Offenbar ziehen die Koalitionspartner die Grenze bei den Wohngeldempfängern. Dabei dürften die Probleme weit darüber hinausgehen.

Das Problem ist, dass die FDP strikt die Punkte abarbeiten will, die sie im Koalitionsvertrag verankert hat. Nur hat sich seit Ende Februar die Situation in Deutschland grundlegend geändert. Wenn der Sturm die Pfannen vom Dach geweht hat, dann ist nicht sonderlich wichtig, wer in der aktuellen Woche das Treppenhaus reinigen muss. Was wir brauchen, ist eine Prioritätenliste, "First things first!". Für viele Menschen in Deutschland sind Sozialabgaben und Mehrwertsteuer deutlich relevanter als die Einkommenssteuer. Für die bringt eine Steuerreform wenig bis gar nichts. Um so höher das Einkommen, um so mehr schiebt sich die Einkommenssteuer nach vorne. Aktuell haben wir eine Situation, in der Lindner seine Steuerreform unbedingt durchbringen will. Aber bei anderen, aktuell wichtigeren Punkten heißt es "Steht nicht im Koalitionsvertrag!", "Dafür ist kein Geld da!", "Ab 2023 müssen wir zwingend wieder die Schuldenbremse einhalten!".


Wenn es um hohe Energiekosten geht, wie könnte man hier zielgerichtet entlasten? Es ist vor kurzem erst das Gegenteil beschlossen worden: Ab dem 1.10 gibt es die Gasumlage als zusätzliche Belastung.

Wäre Dir eine Insolvenz der großen Gasimporteure lieber? Das würde den gesamten Energiemarkt vollends ins Chaos stürzen. Die Importeure haben das Problem, dass Russland trotz langfristiger Verträge die Lieferungen massiv gekürzt hat. Auf der anderen Seite ist das Gas aber an Versorger verkauft, deshalb müssen sich Uniper und Co. kurzfristig am Spotmarkt eindecken und extrem hohe Preise zahlen. Es gibt hier drei Alternativen. Die erste wäre, Uniper und Co. in die Insolvenz laufen zu lassen. Die zweite, die dritte Stufe des Gasnotstands auszurufen. Dann könnten die Importeure die hohen Preise an ihre Kunden durchreichen. Die Versorger, die das Pech hätten, eigentlich aus Russland beliefert zu werden, müssten plötzlich das Fünffache oder sogar noch mehr zahlen. Was das für diese Unternehmen und ihre Kunden bedeuten würde, kann man sich unschwer ausrechnen. Auch her würden Firmen- und Privatinsolvenzen drohen. Da ist die Umlage, die die Mehrkosten auf möglichst viele Schultern verteilt, noch die am wenigsten schlechte Lösung.

Aber auch darüber hinaus muss man die Schwachen in der Gesellschaft schützen. Diejenigen, die wenig verdienen und zudem in der Regel in schlecht gedämmten Wohngen leben. Hier gab es Vorschläge, aber die sind am Finanzminister gescheitert. Geblieben sind 300 Euro, die völlig unzureichend sind, und die z.B. nicht an Rentner ausgezahlt werden.

Inflationsausgleichsgesetz

Grigori, Ort, Montag, 15.08.2022, 09:20 (vor 679 Tagen) @ Ulrich

Importeure haben das Problem, dass Russland trotz langfristiger Verträge die Lieferungen massiv gekürzt hat.

Hast du dazu eine Quelle für mich? Danke im Voraus.

Ich weiß zufällig, dass Uniper in NRW ziemlich viel Land besitzt. Von daher sehe ich es überhaupt nicht ein, warum dieses nicht an den Staat verkauft wird, um nötige Einnahmen zu generieren. Wenn ich in Zahlungsschwierigkeiten gerate, muss ich auch meine Assets verkaufen. Für diese Konzerne gilt das offensichtlich nicht.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Sonntag, 14.08.2022, 16:46 (vor 679 Tagen) @ markus

Nicht nur, dass es keine Lösung gibt. Es gibt nicht einmal einen Ansatz.

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tim86, Hamburg, Sonntag, 14.08.2022, 15:42 (vor 679 Tagen) @ markus

Darüber hinaus wird was für die unteren Einkommensgruppen gemacht. Zuschüsse für Wohngeldempfänger, Bürgergeld statt Hartz 4, Mindestlohnerhöhung sind einige Punkte, die wichtig sind und kommen werden.

Natürlich ist die Bekämpfung der kalten Progression richtig und wichtig. Man muss aber auch feststellen, dass es ein großen Anteil der Bevölkerung gibt, der zwar zu viel für Wohngeld und H4 verdient, aber nicht genug um durch Lindners Steuerpläne in Notwendiger Höhe zu verdienen. Für diese tut die Politik fast nichts.

Zudem könnte man die Argumentation, dass durch die Inflation die Grenzsätze bei der Steuer erhöht werden sollten, auch auf andere Bereiche anwenden. So wurde der Mindestlohn von 12 Euro vor der extrem hohen Inflation beschlossen und müsste angepasst werden(auf dann wenn man die Inflationsrate nimmt auf fast 13 Euro). Auch die Grenze bis zu derer man Wohngeld oder ein §5 Schein erhält, müsste man mit der Inflation erhöhen, die Reform dafür schiebt man aber ins nächste Jahr.

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Ulrich, Sonntag, 14.08.2022, 16:15 (vor 679 Tagen) @ tim86

Darüber hinaus wird was für die unteren Einkommensgruppen gemacht. Zuschüsse für Wohngeldempfänger, Bürgergeld statt Hartz 4, Mindestlohnerhöhung sind einige Punkte, die wichtig sind und kommen werden.


Natürlich ist die Bekämpfung der kalten Progression richtig und wichtig. Man muss aber auch feststellen, dass es ein großen Anteil der Bevölkerung gibt, der zwar zu viel für Wohngeld und H4 verdient, aber nicht genug um durch Lindners Steuerpläne in Notwendiger Höhe zu verdienen. Für diese tut die Politik fast nichts.

Zudem könnte man die Argumentation, dass durch die Inflation die Grenzsätze bei der Steuer erhöht werden sollten, auch auf andere Bereiche anwenden. So wurde der Mindestlohn von 12 Euro vor der extrem hohen Inflation beschlossen und müsste angepasst werden(auf dann wenn man die Inflationsrate nimmt auf fast 13 Euro). Auch die Grenze bis zu derer man Wohngeld oder ein §5 Schein erhält, müsste man mit der Inflation erhöhen, die Reform dafür schiebt man aber ins nächste Jahr.

Danke für die von Dir genannten Beispiele. Das Grundproblem scheint mir zu sein, dass Lindner krampfhaft versucht, sein Wahlversprechen von der Rückkehr zur Schuldenbremse durchzusetzen. Dabei ignoriert er komplett, dass sich die Situation in Deutschland grundlegend gewandelt haben. Er tut so, als habe der Krieg Russlands auf die Ukraine keinerlei Auswirkungen auf die deutsche Finanzpolitik.

Lindners Verhalten könnte sich durchaus heftig rächen. Es dürften im Verlauf des Winters Schulden in riesiger Höhe auflaufen, wenn ein Teil der Bevölkerung die Heizkosten nicht mehr bezahlen können. Das Ergebnis könnte eine zumindest teilweise völlig unnötige Wirtschaftskrise sein.

Zudem stehen wir auf vielen Gebieten vor großen Herausforderungen. Wir müssten eigentlich die Energiewende deutlich beschleunigen. Mehr Windenergie, mehr Photovoltaik, Einstieg in Energiespeicher im Netz, eine deutliche Beschleunigung bei den HGÜ-Strecken, Förderprogramme für zielgerichtete Wärmedämmmaßnahmen, Unterstützung der Unternehmen bei der Gewinnung und Schulung von Fachkräften, Modernisierung der bislang unterfinanzierten Bahn, und, und, und.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Sonntag, 14.08.2022, 16:54 (vor 679 Tagen) @ Ulrich

Lindner liegt völlig richtig. Aber die SPD liefert nix. Die werden eine Party planen, weil sie so toll die 12 Euro Mindestlohn durchgesetzt haben.

Richtig wäre es, dass man den Mindestlohn zusätzlich um die Inflationsrate vom November dazu nimmt. Und zeitgleich mit dem gleichen Wert die Progression anpasst.

Beides zusammen kann Lindner nicht ablehnen und es erhöht das Steueraufkommen.

Eine Idee zur Abfederung der hohen Gaspreise erwarte ich von der gesamten Regierung. SPD-geführt. Und das kostet dann viel Geld.

Es wird aber auch von der Regierung gesagt, dass nur hohe Preise zum Sparen animieren.

Inflationsausgleichsgesetz

majae, Muc, Sonntag, 14.08.2022, 17:09 (vor 679 Tagen) @ Taifun

Richtig wäre es, dass man den Mindestlohn zusätzlich um die Inflationsrate vom November dazu nimmt. Und zeitgleich mit dem gleichen Wert die Progression anpasst.

Müsste man zur Bekämpfung der kalten Progression genau genommen nicht die durchschnittlichen Lohnzuwächse als Grundlage nehmen? Dann würde man in etwa auch nur das zurückgeben, was der Staat an Mehreinnahmen hat.

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Taifun, Ingolstadt, Sonntag, 14.08.2022, 17:16 (vor 679 Tagen) @ majae

Die Diskussion hatte ich gestern auf Twitter und ich wurde vom Gegenteil überzeugt.

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markus, Sonntag, 14.08.2022, 17:14 (vor 679 Tagen) @ majae

Richtig wäre es, dass man den Mindestlohn zusätzlich um die Inflationsrate vom November dazu nimmt. Und zeitgleich mit dem gleichen Wert die Progression anpasst.


Müsste man zur Bekämpfung der kalten Progression genau genommen nicht die durchschnittlichen Lohnzuwächse als Grundlage nehmen? Dann würde man in etwa auch nur das zurückgeben, was der Staat an Mehreinnahmen hat.

Das wird ja so gemacht. Es wird geschaut, wie die Lohnsteigerungen waren und dann wird der Mindestlohn entsprechend erhöht. Die Erhöhung auf 12 Euro ist eine einmalige Abweichung dieser Logik. Danach kommt es wieder zu dieser Logik.

Ein echter Inflationsausgleich ist das Gesetz auch nur dann, wenn es eine Lohnerhöhung im Umfang der Inflation gibt.

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majae, Muc, Montag, 15.08.2022, 11:30 (vor 679 Tagen) @ markus

Ein echter Inflationsausgleich ist das Gesetz auch nur dann, wenn es eine Lohnerhöhung im Umfang der Inflation gibt.

Es ist ja eigentlich auch kein Inflationsausgleich, sondern soll die kalte Progression aufheben, zu der es inflationsbedingt kommt. Gibt es keine Lohnsteigerungen, bleibt jeder bei seinem gleichen Steuersatz und es gibt nur den offensichltichen Kaufkraftverlust, aber nicht den versteckten, bei dem sich der Staat immer mehr Steuern einsteckt.

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markus, Sonntag, 14.08.2022, 17:08 (vor 679 Tagen) @ Taifun

Lindner liegt völlig richtig. Aber die SPD liefert nix. Die werden eine Party planen, weil sie so toll die 12 Euro Mindestlohn durchgesetzt haben.

Richtig wäre es, dass man den Mindestlohn zusätzlich um die Inflationsrate vom November dazu nimmt. Und zeitgleich mit dem gleichen Wert die Progression anpasst.

Beides zusammen kann Lindner nicht ablehnen und es erhöht das Steueraufkommen.

Eine Idee zur Abfederung der hohen Gaspreise erwarte ich von der gesamten Regierung. SPD-geführt. Und das kostet dann viel Geld.

Es wird aber auch von der Regierung gesagt, dass nur hohe Preise zum Sparen animieren.

Ich fand die Idee, die vor einigen Wochen von der DGB Vorsitzenden kam, ganz gut: Jeder Bürger hat ein gewisses Kontingent an kWh Gas zur Verfügung zu günstigen Preisen. Alles darüber hinaus dann zu Marktpreisen. So würde jeder einzelne dazu animiert werden, möglichst im grünen Bereich zu bleiben. Weil dann jeder drauf achtet wird Gas eingespart, was dämpfend auf die Marktpreise wirkt. Aber hier gibt es wieder Gegenargumente: Dann profitieren wieder die, die in gut gedämmten Gebäuden wohnen. Aber jeden Einzelfall zu berechnen und die individuellen Besonderheiten zu berücksichtigen, das dürfte schwierig sein.

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Taifun, Ingolstadt, Sonntag, 14.08.2022, 17:17 (vor 679 Tagen) @ markus

Schlechte Idee. Für mich wäre das toll.

Wer wohnt in effizienten Wohnungen und Häusern?

Das wäre echte Umverteilung von oben nach unten.

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Habakuk, OWL, Freitag, 12.08.2022, 15:35 (vor 681 Tagen) @ DB146

Meiner Familie geht es genauso. Und genau deswegen halte ich die Pläne für völlig falsch. Es werden die Falschen begünstigt. Aber das hat bei der FDP System.

"Lieber gar nicht regieren als falsch regieren." (2017)
"Lieber die Falschen begünstigen, als gar nicht begünstigen." (2022)

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Taifun, Ingolstadt, Mittwoch, 10.08.2022, 23:10 (vor 683 Tagen) @ Ulrich

Das sind aber verschiedene Sachen.

Die kalte Progression zu bekämpfen ist langfristig immer richtig und notwendig, da man ansonsten die Mitte langfristig verkleinert (wird lustigerweise von links jeder Regierung immer vorgeworfen). Bei den hohen Inflationsraten und den folgenden hohen Lohnsteigerungen darf man das auch nicht mal für ein paar Jahre aussetzen wie in den letzten Jahren. Eigentlich müssen die Tabellen jedes Jahr angepasst werden, mit den gleichen Prozentsätzen wie die Rente.

Dazu einen Krisensoli zu erheben, der zeitlich befristet ist (befristet!!!) ist eine ganz andere Sache. Und damit kann man (befristet!!!) untere Einkommensschichten entlasten.

Die letztere Entlastung muss sowieso stattfinden. Macht man das unbefristet über ein "Geschenk" (wie auch sonst) und verzichtet gleichzeitig auf den Abbau der kalten Progression wird einzig die Mittelschicht der Verlierer sein und wird erneut sehen, dass Leistung sich nicht lohnt.

Nebenbei: Der Weg von Frankreich den Gaspreis zu deckeln würde viele Probleme bei uns nicht entstehen lassen. Aber das wollte Habeck nicht. Grundsätzlich macht er tolle Arbeit, aber mein Gefühl sagt mir, dass er da falsch liegt.

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bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 11.08.2022, 11:13 (vor 683 Tagen) @ Taifun

Weil man das immer wieder lost:
Wurde die Anpassung in den letzten Jahren ausgesetzt?
Laut Bundesbank (im Juni 2022) erfolgte seit 2013 immer eine Anpassung, wenn auch mit einem Verzug bzw. im Hinblick auf die zu erwartende Inflation, die im Großen und Ganzen die Inflation ausglich, wenn auch nicht immer im gleichen Jahr.

Damit wäre aus meiner Sicht einzig die Handlungsgeschwindigkeit zu erhöhen bei der aktuell hohen Inflation.

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Guido, Donnerstag, 11.08.2022, 09:48 (vor 683 Tagen) @ Taifun

Nebenbei: Der Weg von Frankreich den Gaspreis zu deckeln würde viele Probleme bei uns nicht entstehen lassen.

Sinnvoll wäre ein Bonus für Leute, die wenig Gas verbrauchen. Quasi ein Gas-Budget pro Kopf zu altem Preis. Wer mehr verbraucht zahlt den Marktpreis und wer sehr viel mehr verbraucht zahlt einen Malus. Und mit den Einnahmen aus dem Malus machen wir dann Sanierungsprogramme, damit der Verbrauch sinkt.
Die 300 EUR Energiepauschale ist dagegen etwas merkwürdig. Wir kriegen als Familie jetzt 900 EUR. Unsere letzte Gasrechnung war 860 EUR...

Inflationsausgleichsgesetz

Felix, Chutney, Donnerstag, 11.08.2022, 12:12 (vor 683 Tagen) @ Guido

Deutschland ist ein Mieterland. Die Mieter haben doch kaum Einfluss auf den Verbrauch… klar, ich kann statt 21 Grad nur auf 19 oder 20 Grad heizen, aber im Endeffekt gibt es genug Wohnungen, die so scheisse gedämmt sind, dass man trotzdem ohne Ende heizen muss. Und diese Mieter soll man dann bestrafen? Kann nicht der Weg sein… Wie wäre es mit der Verpflichtung, dass Vermieter min. Energieeffizienzklasse <C vorweisen müssen? Ansonsten Strafsoli.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 11.08.2022, 14:06 (vor 682 Tagen) @ Felix

Deutschland ist ein Mieterland. Die Mieter haben doch kaum Einfluss auf den Verbrauch… klar, ich kann statt 21 Grad nur auf 19 oder 20 Grad heizen, aber im Endeffekt gibt es genug Wohnungen, die so scheisse gedämmt sind, dass man trotzdem ohne Ende heizen muss. Und diese Mieter soll man dann bestrafen? Kann nicht der Weg sein… Wie wäre es mit der Verpflichtung, dass Vermieter min. Energieeffizienzklasse <C vorweisen müssen? Ansonsten Strafsoli.

Ist aber auch eine "Diskussion für später". Weder zeitlich, noch von der Verfügbarkeit von Handwerkern und Materialien sind das Lösungen, die für diesen Winter helfen.

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Felix, Chutney, Donnerstag, 11.08.2022, 14:26 (vor 682 Tagen) @ Sascha

Natürlich ist das keine Lösung für die derzeitige Situation. Aber ich wollte darauf hinweisen, dass eine „Bestrafung“ für Mieter absolut daneben ist, denn zumeist sind es die Vermieter, die die notwendigen Sanierungsarbeiten nicht durchführen. Und dann sollte man auch da ansetzen, wenn man zukünftig wirkliche Einsparungsziele bei Energie verfolgt.

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markus, Donnerstag, 11.08.2022, 12:41 (vor 683 Tagen) @ Felix

Deutschland ist ein Mieterland. Die Mieter haben doch kaum Einfluss auf den Verbrauch… klar, ich kann statt 21 Grad nur auf 19 oder 20 Grad heizen, aber im Endeffekt gibt es genug Wohnungen, die so scheisse gedämmt sind, dass man trotzdem ohne Ende heizen muss. Und diese Mieter soll man dann bestrafen? Kann nicht der Weg sein… Wie wäre es mit der Verpflichtung, dass Vermieter min. Energieeffizienzklasse <C vorweisen müssen? Ansonsten Strafsoli.

Damit der Strafsoli direkt oder (falls das auch verboten ist) indirekt auf die Miete draufkommt?

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Felix, Chutney, Donnerstag, 11.08.2022, 12:45 (vor 683 Tagen) @ markus

Mietspiegel einfrieren und nur im Rahmen der allg. Teuerungsrate Mietsanpassungen zulassen.

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Guido, Donnerstag, 11.08.2022, 13:14 (vor 683 Tagen) @ Felix

Mietspiegel einfrieren und nur im Rahmen der allg. Teuerungsrate Mietsanpassungen zulassen.

So wie in Österreich, wo viele Verträge eine Wertsicherungsklausel haben, die alle 2 Jahre zu einer Anpassung führen kann. Kennt man hier fast nur im Gewerbebereich. Grundsätzlich ist das nicht schlecht, aber verhindert auch keine saftigen Erhöhungen. Es ist aber immerhin transparent

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 11.08.2022, 13:00 (vor 683 Tagen) @ Felix

Mietspiegel einfrieren und nur im Rahmen der allg. Teuerungsrate Mietsanpassungen zulassen.

Genau das führt übrigens zu weniger Mietwohnungen.

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Felix, Chutney, Donnerstag, 11.08.2022, 13:08 (vor 683 Tagen) @ MarcBVB

Ist ja nicht unbedingt schlechter. Ich würde gerne kaufen und wäre natürlich auch bereit, alles zu modernisieren inkl. PV. Aber dann kommen so Geier wie mein aktueller Vermieter (der jetzt dann seine 6. Bude gekauft hat), treiben die Preise dadurch hoch und machen nix an der Wohnung. Und ich soll dann froh sein, dass es Vermieter gibt?

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markus, Donnerstag, 11.08.2022, 13:00 (vor 683 Tagen) @ Felix

Mietspiegel einfrieren und nur im Rahmen der allg. Teuerungsrate Mietsanpassungen zulassen.

Das stürzt aber gerade viele Mieter in massive Probleme: Indexmietverträge.

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Guido, Donnerstag, 11.08.2022, 11:52 (vor 683 Tagen) @ Guido

Im Prinzip ist der Ansatz schon gut, also wenig Verbrauch und finanzschwächere zu entlasten. Habe ich vor kurzem hier auch mal angedacht.

Das Problem ist leider, dass gerade diese oft in möglichst günstigem Wohnraum leben, das ist dann aber der der alt und wenig renoviert ist. also kaum Isoliert und mit Heizungen, die so alt sind wie es das Gesetz gerade so erlaubt. Die haben dadurch oft einen höheren Pro Kopf Verbrauch als Familien in einem modernen Eigenheim.

D.H. Solange der der die Heizung bezahlt nichts davon hat die teurere aber im Verbrauch günstigere anzuschaffen wird dieses Problem bei Mietern bestehen bleiben und sich leider auch in der kurzfristigen besonders prekären Lage nicht lösen lassen.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 11.08.2022, 10:57 (vor 683 Tagen) @ Guido

Nebenbei: Der Weg von Frankreich den Gaspreis zu deckeln würde viele Probleme bei uns nicht entstehen lassen.


Sinnvoll wäre ein Bonus für Leute, die wenig Gas verbrauchen. Quasi ein Gas-Budget pro Kopf zu altem Preis. Wer mehr verbraucht zahlt den Marktpreis und wer sehr viel mehr verbraucht zahlt einen Malus. Und mit den Einnahmen aus dem Malus machen wir dann Sanierungsprogramme, damit der Verbrauch sinkt.
Die 300 EUR Energiepauschale ist dagegen etwas merkwürdig. Wir kriegen als Familie jetzt 900 EUR. Unsere letzte Gasrechnung war 860 EUR...

Aber auch eine Maßnahme, die nicht dort hilft, wo es geldmäßig wirklich benötigt wird. Die obere Mittelklasse im gut gedämmten Reihenhaus mit energiesparender Doppelverglasung, mit PV-Anlage auf dem Dach und der Wallbox fürs E-Auto wird da locker drunter liegen. Vermutlich liegen die dann schon ohne weitere Einsparmaßnahmen unter einem durchschnittlichen Verbrauch.

Die unteren Schichten in Mietskasernen aus den 70ern werden da nur drunter kommen, wenn sie die Heizung bis ultimo runter drehen.

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Guido, Donnerstag, 11.08.2022, 11:21 (vor 683 Tagen) @ Sascha

Die unteren Schichten in Mietskasernen aus den 70ern werden da nur drunter kommen, wenn sie die Heizung bis ultimo runter drehen.

Sie würden aber einen Grundstock zum vergünstigten Preis bekommen. Und was darüber liegt, wäre dann zum Normalpreis. Das wäre also schon eine deutliche Verbesserung. Und wer zu zweit auf 200 qm wohnt und die Heizung aufdreht, zahlt halt nicht nur dreifach, sondern vierfach. Und das Geld nehmen wir wiederum, um die Mietskaserne zu sanieren. Wir können die kurzfristigen Mehrkosten nicht vollständig wegzaubern, dürfen aber vor allem nicht die langfristigen Sanierungen aus dem Blick verlieren.

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Taifun, Ingolstadt, Donnerstag, 11.08.2022, 12:02 (vor 683 Tagen) @ Guido

Was ist eine Mietskaserne? Gehören die Dinger Vonovia?

Möchtest du Twitter brennen sehen und vorschlagen, dass der Staat bei den Renovierungen Konzerne wie Vonovia unterstützen?

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Taifun, Donnerstag, 11.08.2022, 12:12 (vor 683 Tagen) @ Taifun

Da hätten halt schon Gesetze Geholfen, die die übermäßige Ausplünderung verhindert hätten.

Aber das war ja nicht im Sinne der Konzerne, in Zeiten von Niedrigzinsen mussten ja ganz gezielt Bereiche geschaffen werden, wo Renditen hoch waren, auch wenn Stehenden Auges die Probleme ignoriert wurden. Vonovia schüttet 5% des Aktienwertes als Dividende aus, aus der Miete jeder(!) einzelnen Wohnung wurden pro Monat ca 100€ abgezogen.
Bevor es falsch rüber kommt: das ist legal, aber halt gesellschaftlich dennoch irrsinnig.

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markus, Donnerstag, 11.08.2022, 12:44 (vor 683 Tagen) @ RE_LordVader

Da hätten halt schon Gesetze Geholfen, die die übermäßige Ausplünderung verhindert hätten.

Aber das war ja nicht im Sinne der Konzerne, in Zeiten von Niedrigzinsen mussten ja ganz gezielt Bereiche geschaffen werden, wo Renditen hoch waren, auch wenn Stehenden Auges die Probleme ignoriert wurden. Vonovia schüttet 5% des Aktienwertes als Dividende aus, aus der Miete jeder(!) einzelnen Wohnung wurden pro Monat ca 100€ abgezogen.
Bevor es falsch rüber kommt: das ist legal, aber halt gesellschaftlich dennoch irrsinnig.

Was wäre die Lösung? Wenn ein Vermieter kein Gewinn mehr erzielen dürfte, dann gäbe es ihn nicht. Wer wäre denn so bekloppt und investiert in eine Immobilie, wenn er dann nur die Risiken hat aber nichts verdienen dürfte?

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markus, Donnerstag, 11.08.2022, 14:04 (vor 682 Tagen) @ markus

Ja, das ist das gleiche, sorry, blödsinnige Argument wie bei der Umwandlung von Altenpflege und Gesundheitswesen in Investitionsobjekte. Auch da heißt es jetzt wendige Gewinnerziel7ngsmöglichkeit weg wäre würde es niemand machen… Spoiler: Krankenpflege hat es auch schon vorher gegeben. Und weiterer Spoiler: besser als wenn Gewinnoptimierung im Vordergrund steht.

Bei Vermietung sieht es ähnlich aus: niemand will verbieten, dass man Geld damit verdient, dieses Ausquetschen was zB die Vonovia offensichtlich betreibt ist das Problem. Und hier: Vermietung wurde schon betrieben bevor der Gewinn maximiert wurde. Meist von Leuten die sogar ein Interesse an den Mietern und den Objekten hatten. Die haben dann auch Geld investiert um sinnvolle Modernisierungen durchzuführen und nicht nur diejenigen, die sich direkt in Mieterhöhungen niederschlagen.

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markus, Donnerstag, 11.08.2022, 16:11 (vor 682 Tagen) @ RE_LordVader
bearbeitet von markus, Donnerstag, 11.08.2022, 16:20

Ja, das ist das gleiche, sorry, blödsinnige Argument wie bei der Umwandlung von Altenpflege und Gesundheitswesen in Investitionsobjekte. Auch da heißt es jetzt wendige Gewinnerziel7ngsmöglichkeit weg wäre würde es niemand machen… Spoiler: Krankenpflege hat es auch schon vorher gegeben. Und weiterer Spoiler: besser als wenn Gewinnoptimierung im Vordergrund steht.

Bei Vermietung sieht es ähnlich aus: niemand will verbieten, dass man Geld damit verdient, dieses Ausquetschen was zB die Vonovia offensichtlich betreibt ist das Problem.

Woran machst du dieses „ausquetschen“ fest? Als Beispiel führst du die Dividende an. Aber die Dividende ist doch gerade der erwirtschaftete Gewinn. Die Dividendenrendite mag derzeit hoch erscheinen, liegt aber daran, dass der Kurs niedrig ist. Momentan gibt es die Aktie für 31,20€. Vor einem Jahr lag die noch bei 48€. Die Dividende selbst ist nicht gestiegen. Im Gegenteil, sie ist sogar von 1,69€ auf 1,66€ leicht gesunken.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 15:40 (vor 681 Tagen) @ markus

5% pro Jahr als Gewinn abzuziehen ist halt (natürlich nicht immer) ausquetschen.
Wie gesagt, gierige Konzerne wie Vonovia sind zu einem Gutteil für die hohen Mieten verantwortlich. (Nochmal: Vonovia zieht deutlich über 1000€ pro Wohnung und Jahr in die Taschen der Investoren).

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 16:20 (vor 681 Tagen) @ RE_LordVader

5% pro Jahr als Gewinn abzuziehen ist halt (natürlich nicht immer) ausquetschen.
Wie gesagt, gierige Konzerne wie Vonovia sind zu einem Gutteil für die hohen Mieten verantwortlich. (Nochmal: Vonovia zieht deutlich über 1000€ pro Wohnung und Jahr in die Taschen der Investoren).

Wir reden hier über das Verhältnis Dividende zum aktuellen Kurs. Wenn der Kurs sinkt, steigt mathematisch der prozentuale Anteil der Dividende. Aber tatsächlich mehr ausgeschüttet worden ist nicht.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 17:14 (vor 681 Tagen) @ markus

5% pro Jahr als Gewinn abzuziehen ist halt (natürlich nicht immer) ausquetschen.
Wie gesagt, gierige Konzerne wie Vonovia sind zu einem Gutteil für die hohen Mieten verantwortlich. (Nochmal: Vonovia zieht deutlich über 1000€ pro Wohnung und Jahr in die Taschen der Investoren).


Wir reden hier über das Verhältnis Dividende zum aktuellen Kurs. Wenn der Kurs sinkt, steigt mathematisch der prozentuale Anteil der Dividende. Aber tatsächlich mehr ausgeschüttet worden ist nicht.

Du beziehst das auf das schon extrem üppige Vorjahr… ansonsten wurde von Jahr zu Jahr eben doch mehr ausgeschüttet, letztes Jahr wurde das dann bei dem schlechteren Kurs fixiert, ja und es ist gemessen am Aktienkurs mehr, real weniger, auf hohem Niveau.

Ansonsten ein paar Beispiele:
Dividende pro Aktie Vonovia 2014 0,70€ (3,6%), 2018 1,32€ (3,34%)

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 17:25 (vor 681 Tagen) @ RE_LordVader

5% pro Jahr als Gewinn abzuziehen ist halt (natürlich nicht immer) ausquetschen.
Wie gesagt, gierige Konzerne wie Vonovia sind zu einem Gutteil für die hohen Mieten verantwortlich. (Nochmal: Vonovia zieht deutlich über 1000€ pro Wohnung und Jahr in die Taschen der Investoren).


Wir reden hier über das Verhältnis Dividende zum aktuellen Kurs. Wenn der Kurs sinkt, steigt mathematisch der prozentuale Anteil der Dividende. Aber tatsächlich mehr ausgeschüttet worden ist nicht.


Du beziehst das auf das schon extrem üppige Vorjahr… ansonsten wurde von Jahr zu Jahr eben doch mehr ausgeschüttet, letztes Jahr wurde das dann bei dem schlechteren Kurs fixiert, ja und es ist gemessen am Aktienkurs mehr, real weniger, auf hohem Niveau.

Ansonsten ein paar Beispiele:
Dividende pro Aktie Vonovia 2014 0,70€ (3,6%), 2018 1,32€ (3,34%)

Ja, aber 3,x% ist jetzt auch keine Mega Rendite. Das ist eher solide. Da gibt es woanders mehr zu holen. Wenn wir wissen wollen, ob die Mieter ausgequetscht werden, ist doch eher die Miete im Vergleich zum Mietspiegel relevant. Und da dürfte Vonovia völlig normale Preise haben.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Montag, 15.08.2022, 11:38 (vor 679 Tagen) @ markus

Für Firmen/Industrie nicht, das stimmt. Aber halt doch für die Vermarktung eines Grundbedürfnisses.

Da liegen doch die großen bestehenden und kommenden Probleme. Die auf die Gewinnmarge reduzierten Grundbedürfnisse und halt auch die medizinische Versorgung und die Pflege.

Inflationsausgleichsgesetz

majae, Muc, Freitag, 12.08.2022, 13:22 (vor 681 Tagen) @ markus

Woran machst du dieses „ausquetschen“ fest? Als Beispiel führst du die Dividende an. Aber die Dividende ist doch gerade der erwirtschaftete Gewinn. Die Dividendenrendite mag derzeit hoch erscheinen, liegt aber daran, dass der Kurs niedrig ist. Momentan gibt es die Aktie für 31,20€. Vor einem Jahr lag die noch bei 48€. Die Dividende selbst ist nicht gestiegen. Im Gegenteil, sie ist sogar von 1,69€ auf 1,66€ leicht gesunken.

Und der erwirtschaftete Gewinn, wird am höchsten, je mehr ausgequetscht wird.
In den letzten 10 Jahren gab es 8 Mal zwischen 3 und 4% Dividendenrendite. Kannst du dir ja einfach mal ausrechnen, was das bei einer Immobilie von 500.000 Euro Wert (mittlere EW in vernünftiger Lage einer der gefragten Metropolen) bedeutet. Selbst bei der niedrigsten Rendite von 2,77% ist das immer noch vierstellig pro Monat.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 13:58 (vor 681 Tagen) @ majae

Woran machst du dieses „ausquetschen“ fest? Als Beispiel führst du die Dividende an. Aber die Dividende ist doch gerade der erwirtschaftete Gewinn. Die Dividendenrendite mag derzeit hoch erscheinen, liegt aber daran, dass der Kurs niedrig ist. Momentan gibt es die Aktie für 31,20€. Vor einem Jahr lag die noch bei 48€. Die Dividende selbst ist nicht gestiegen. Im Gegenteil, sie ist sogar von 1,69€ auf 1,66€ leicht gesunken.


Und der erwirtschaftete Gewinn, wird am höchsten, je mehr ausgequetscht wird.
In den letzten 10 Jahren gab es 8 Mal zwischen 3 und 4% Dividendenrendite. Kannst du dir ja einfach mal ausrechnen, was das bei einer Immobilie von 500.000 Euro Wert (mittlere EW in vernünftiger Lage einer der gefragten Metropolen) bedeutet. Selbst bei der niedrigsten Rendite von 2,77% ist das immer noch vierstellig pro Monat.

Du musst aber auch die Inflation dagegen rechnen. Einen realen Gewinn hast du nur dann, wenn die Rendite drüber liegt. Man konnte in den letzten zehn Jahren gutes Geld verdienen, weil neben den Mieteinnahmen die Wertsteigerungen hoch waren. Das dürfte aber jetzt vorbei sein.

Inflationsausgleichsgesetz

majae, Muc, Freitag, 12.08.2022, 17:00 (vor 681 Tagen) @ markus

Du musst aber auch die Inflation dagegen rechnen. Einen realen Gewinn hast du nur dann, wenn die Rendite drüber liegt. Man konnte in den letzten zehn Jahren gutes Geld verdienen, weil neben den Mieteinnahmen die Wertsteigerungen hoch waren. Das dürfte aber jetzt vorbei sein.

Neben den Dividen ist ja auch der Aktienkurs massiv gestiegen, 120% in knapp 10 Jahren, letztes Jahr waren es sogar zeitweise über 250%, das dürfte in etwa der Wertsteigerung der Immobilien entsprechen, während die Dividenden die Mieteinnahmen sind. Bei Dividendenrenditen von 2,77% bis 3,89% (Minimum und Maxium) entspricht das eben bei einer ETW von 500.000 Euro Wert einer jährlichen (Miet-)Rendite von 14 bis 20 Tausend Euro bzw 1150 bis 1600 Euro monatlich. Für das Geld bekomme ich aktuell in Dortmund 120qm auf der Kaiserstr, vermietet mit Einnahmen von 1140 Euro pro Monat. Nachdem man also erstmal massiv die Mieten erhöhen muss, bleibt dann trotzdem nicht mehr viel übrig, was noch in die Immobilien gesteckt werden kann.
Dass die reinen Mietrenditen eigentlich relativ schlecht sind, liegt an den völlig überbewerteten Immobilien. Wenn es hier keine großartigen Wertsteigerungen mehr gibt (<2%/Jahr), dann ist das gar nicht mehr so eine geile Wertanlage, wie einige immer behaupten.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 17:47 (vor 681 Tagen) @ majae

Du musst aber auch die Inflation dagegen rechnen. Einen realen Gewinn hast du nur dann, wenn die Rendite drüber liegt. Man konnte in den letzten zehn Jahren gutes Geld verdienen, weil neben den Mieteinnahmen die Wertsteigerungen hoch waren. Das dürfte aber jetzt vorbei sein.


Neben den Dividen ist ja auch der Aktienkurs massiv gestiegen, 120% in knapp 10 Jahren, letztes Jahr waren es sogar zeitweise über 250%, das dürfte in etwa der Wertsteigerung der Immobilien entsprechen, während die Dividenden die Mieteinnahmen sind. Bei Dividendenrenditen von 2,77% bis 3,89% (Minimum und Maxium) entspricht das eben bei einer ETW von 500.000 Euro Wert einer jährlichen (Miet-)Rendite von 14 bis 20 Tausend Euro bzw 1150 bis 1600 Euro monatlich. Für das Geld bekomme ich aktuell in Dortmund 120qm auf der Kaiserstr, vermietet mit Einnahmen von 1140 Euro pro Monat. Nachdem man also erstmal massiv die Mieten erhöhen muss, bleibt dann trotzdem nicht mehr viel übrig, was noch in die Immobilien gesteckt werden kann.
Dass die reinen Mietrenditen eigentlich relativ schlecht sind, liegt an den völlig überbewerteten Immobilien. Wenn es hier keine großartigen Wertsteigerungen mehr gibt (<2%/Jahr), dann ist das gar nicht mehr so eine geile Wertanlage, wie einige immer behaupten.

Das wäre ein ziemlich schlechtes Invest und ein hohes Klumpenrisiko. Wer 500.000 Euro hat, kann das Geld ganz einfach in einen Welt-ETF stecken und jedes Jahr 4% (oder 20.000 Euro) entnehmen, ohne dass das Kapital schrumpft. Theoretisch kann das zwar passieren und eine Garantie gibt es nie, aber statistisch ist das noch nie vorgekommen bei durchschnittlichen Marktrenditen von 7%. Wahrscheinlicher ist, dass trotz der 4% Entnahme das Vermögen wächst.

Das ist m.E. eh sinnvoller. Einfach regelmäßig einen ETF besparen. Selbst wenn es nur 50 Euro monatlich sind, lohnt sich das über mehrere Jahrzehnte. So profitiert auch der kleine Bürger von den Renditen und kann einige Jahre früher aufhören zu arbeiten. Regulär mit 67 arbeiten ist wahrscheinlich nicht das Ende der Fahnenstange. Jeder der noch 20 Jahre vor sich hat, wird wohl eher bis 70 arbeiten müssen, wenn er nichts auf der hohen Kante hat. Wer will das? Wer schafft das körperlich und mental? Vielen wird das erst bewusst, wenn es soweit ist. Dann ist es zu spät.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Freitag, 12.08.2022, 14:05 (vor 681 Tagen) @ markus

Erstmal ist nichts dagegen einzuwenden. Es muss halt auch investiert werden.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Freitag, 12.08.2022, 16:01 (vor 681 Tagen) @ Taifun

Und das passiert ja eben nicht, denn dann könnte man sich nicht soviel Geld einstecken.
Die Investitionen die gemacht werden sind nur die, die man direkt in Mieterhöhungen umsetzen und damit wieder „abziehen“ kann.

Sachen, die für die Allgemeinheit oder die Mieter sinnvoll sind, fallen halt hinten runter. Und bevor man das falsch versteht: das werfe ich keiner konkreten Person vor, das ist das Prinzip. Denn die handelnden Personen in den Konzernen sind ja genau dem verpflichtet: möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Und können darin maximal von Gesetzen reguliert werden.
Letztlich ist es das was auch Konzerne wie Amazon, Goolge uvm. machen, halt aufgrund der geringeren Internationalität mit weniger „Ausspielen von Ländergesetze gegeneinander“.

Inflationsausgleichsgesetz

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 11.08.2022, 13:02 (vor 683 Tagen) @ markus
bearbeitet von bigfoot49, Donnerstag, 11.08.2022, 13:10

Tja, vielleicht sind wir da ja schon beim Kern des Problems: nicht selbst genutzte Immobilien als Investitionsgut.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 11.08.2022, 14:06 (vor 682 Tagen) @ bigfoot49

Tja, vielleicht sind wir da ja schon beim Kern des Problems: nicht selbst genutzte Immobilien als Investitionsgut.

Naja, ansonsten würde halt der ein oder andere halt wie Oscar in der Tonne leben. Selbst kaufen wird mit ALG II halt nicht gehen

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Habakuk, OWL, Donnerstag, 11.08.2022, 14:20 (vor 682 Tagen) @ MarcBVB

Naja, ansonsten würde halt der ein oder andere halt wie Oscar in der Tonne leben.

Ich meine mich zu erinnern, das Oscar damit nicht unzufrieden war. Wie vor ihm schon Diogenes, der Erfinder des tiny house.

Inflationsausgleichsgesetz

Guido, Donnerstag, 11.08.2022, 11:59 (vor 683 Tagen) @ Guido

Auch ein guter Ansatz… aber da die Mietskasernen und die Luxuswohnungen unterschiedliche Besitzer haben so ohne weiteres nicht durchzusetzen.

Man hat ja, besonders in Hinblick auf die Mieter die Miet- und Heizkostenzuschüsse „vom Amt“ bekommen, den Energieausweis eingeführt…. Der als Instrument komplett nutzlos war. ja, im Prinzip kann ein Mieter oder das Amt sehen, welche Qualität eine Wohnung hat. Aber nicht nur dass Papier geduldig ist, die Vorgaben sind auch (bzw waren sie bis 2012, danach hatte ich damit nicht mehr viel praktische Kontakte) so schwammig, dass es wenig aussagte. Und in Gebieten wo eher Wohnungsmangel herrscht ist auch keinerlei wirklicher Druck zu besseren Werten gegeben, auch von Amtsseite nicht.

Inflationsausgleichsgesetz

Sascha, Dortmund, Donnerstag, 11.08.2022, 11:29 (vor 683 Tagen) @ Guido

Die unteren Schichten in Mietskasernen aus den 70ern werden da nur drunter kommen, wenn sie die Heizung bis ultimo runter drehen.


Sie würden aber einen Grundstock zum vergünstigten Preis bekommen. Und was darüber liegt, wäre dann zum Normalpreis. Das wäre also schon eine deutliche Verbesserung. Und wer zu zweit auf 200 qm wohnt und die Heizung aufdreht, zahlt halt nicht nur dreifach, sondern vierfach. Und das Geld nehmen wir wiederum, um die Mietskaserne zu sanieren. Wir können die kurzfristigen Mehrkosten nicht vollständig wegzaubern, dürfen aber vor allem nicht die langfristigen Sanierungen aus dem Blick verlieren.

Letzteres aber mit der Vorgabe, dass das nicht gleich zu einer Erhöhung der Mieten führt.

Inflationsausgleichsgesetz

bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 11.08.2022, 10:43 (vor 683 Tagen) @ Guido

Das mit dem Gasverbrauch ist doch aber auch praktisch nicht umsetzbar?
Wir verbrauchen gar kein Gas. Also nicht direkt.
Indirekt schon, weil Strom in irgendeinem Kraftwerk und evtl. auch ein Teil der genutzten Fernwärme damit hergestellt wird.
Taucht nur nirgends bei uns als Verbrauch auf.

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Taifun, Ingolstadt, Donnerstag, 11.08.2022, 11:41 (vor 683 Tagen) @ bigfoot49

Gas ist aber das Problem.

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Taifun, Donnerstag, 11.08.2022, 12:00 (vor 683 Tagen) @ Taifun

Aber halt auch das was zur Stromerzeugung oder für Fernwärme verbrannt wird. Genau das sagt er doch.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Donnerstag, 11.08.2022, 10:36 (vor 683 Tagen) @ Guido

Dann bekommen Menschen, welche sich neueste Wohnungen leisten können einen Bonus? Die ärmere den Malus?

Passt, bin vor 10 Monaten in einen Neubau gezogen.

Du bekommst 900 Euro nicht ausgezahlt.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Mittwoch, 10.08.2022, 19:12 (vor 683 Tagen) @ markus

Die Kritik ist unangebracht.

Scholz hat selbst in seiner Zeit als Finanzminister genau das gemacht und zwar inklusive Erhöhung der Reichensteuergrenze.

Und natürlich werden Bürger, welche keine Steuern zahlen nicht entlastet.

Für die gibt es die zeitgleiche Umwandlung von Hartz IV in das Bürgergeld, bei höheren Sätzen. Dem hat Lindner auch explizit zugestimmt. Die Entlastungen dort sind weitaus höher als durch die Anpassung der Steuersätze.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Mittwoch, 10.08.2022, 19:23 (vor 683 Tagen) @ Taifun
bearbeitet von markus, Mittwoch, 10.08.2022, 19:33

Die Kritik ist unangebracht.

Scholz hat selbst in seiner Zeit als Finanzminister genau das gemacht und zwar inklusive Erhöhung der Reichensteuergrenze.

Und natürlich werden Bürger, welche keine Steuern zahlen nicht entlastet.

Für die gibt es die zeitgleiche Umwandlung von Hartz IV in das Bürgergeld, bei höheren Sätzen. Dem hat Lindner auch explizit zugestimmt. Die Entlastungen dort sind weitaus höher als durch die Anpassung der Steuersätze.

Für mich ist dieser Satz zutreffend

„Hier geht es nicht um eine Entlastung, sondern um einen Verzicht auf Belastung", sagte Lindner.

Es ist einfach nur ein Inflationsgleich, der absolut sinnvoll ist. Denn was würde ohne Anpassung passieren? Dann rutschen alle nach und nach in die jeweils nächste Progression.

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Mittwoch, 10.08.2022, 19:52 (vor 683 Tagen) @ markus

Genau. Würde man bei den hohen Inflationsraten und entsprechenden Gehaltserhöhungen darauf verzichten, dann würde die Mittelschicht abgebaut durch sehr hohe Steuerbelastung.

Inflationsausgleichsgesetz

Jop_Schlaeter, Ruhrgebiet, Mittwoch, 10.08.2022, 22:32 (vor 683 Tagen) @ Taifun

Genau. Würde man bei den hohen Inflationsraten und entsprechenden Gehaltserhöhungen darauf verzichten, dann würde die Mittelschicht abgebaut durch sehr hohe Steuerbelastung.

Würde nicht eher nur die Kaufkraft sinken bei entsprechender Preissteigerung?

Inflationsausgleichsgesetz

Taifun, Ingolstadt, Mittwoch, 10.08.2022, 22:44 (vor 683 Tagen) @ Jop_Schlaeter

Durch die Gehaltserhöhung wird dann om Schnitt ein höherer Steuersatz fällig.

Die kalte Progression ist immer im Zusammenhang mit einer Gehaltserhöhung und der Inflation zu sehen.

Ohne Gehaltserhöhung ist es nur ein Verlust der Kaufkraft. Drm soll die Gehaltserhöhung entgegenwirken und in dem Moment schlägt die kalte Progression zu. Dann brauchst du für 8 Prozent Inflationsausgleich mehr als 8 Prozent Brutto um 8 Prozent mehr Netto zu haben. Und der prozentual Unterschied ist die kalte Progression.

Inflationsausgleichsgesetz

Jop_Schlaeter, Ruhrgebiet, Donnerstag, 11.08.2022, 09:17 (vor 683 Tagen) @ Taifun

Ah ja genau. Ich lese/höre immer wieder (z.B.) heute in Radio, man hätte bei ner Gehaltserhöhung weniger Netto, was so ja absolut erstmal nicht stimmt. Man könnte nur mehr Netto haben, wenn es einen Ausgleich gäbe.

Genau wie du sagst:
„Dann brauchst du für 8 Prozent Inflationsausgleich mehr als 8 Prozent Brutto um 8 Prozent mehr Netto zu haben.“

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Donnerstag, 11.08.2022, 09:40 (vor 683 Tagen) @ Jop_Schlaeter

Ah ja genau. Ich lese/höre immer wieder (z.B.) heute in Radio, man hätte bei ner Gehaltserhöhung weniger Netto, was so ja absolut erstmal nicht stimmt. Man könnte nur mehr Netto haben, wenn es einen Ausgleich gäbe.

Nominal hast du bei mehr Brutto immer auch mehr Netto. Aber das Realeinkommen ist entscheidend und kann trotzdem kleiner sein. Stark vereinfacht: 100€ aus dem Jahr 2021 haben jetzt nur noch eine Kaufkraft von 92€. Damit du dir weiterhin einen gleich großen Warenkorb leisten kannst, benötigst du heute 108 Euro, die du idealerweise durch eine Tariferhöhung erhältst. Dann aber rutschst du in der Progression vielleicht schon nach oben und zahlst statt 14% 15% Lohnsteuer. Und das obwohl dein Realeinkommen aufgrund der hohen Inflation gar nicht gestiegen ist. Mit dem neuen Gesetz würde man dem entgegenwirken. Dann bleibst du bei 14% Lohnsteuer.

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 17:20 (vor 681 Tagen) @ markus

Nur kurz (ich schon denke Du hast das auf dem Schirm, aber die Zahlen oben sehen zu „simpel“ aus):

Wenn die Kaufkraft von 100€ aus 2021 heute noch 92€ ist benötigt man für die gleichen Waren heute 108,70€, also gerundet auf den ganzen Euro nicht 108 sondern 109.

(Wie gesagt, ich denke Du hast das auf dem Schirm, ich will nur vermeiden dass sich das bei jemanden der es unbedarft liest falsch festsetzt, weil es wie 8 weniger, also 8 mehr aussieht. Viele machen nämlich bei Prozentrechnungen diese Fehler.)

Inflationsausgleichsgesetz

markus, Freitag, 12.08.2022, 17:49 (vor 681 Tagen) @ RE_LordVader

Nur kurz (ich schon denke Du hast das auf dem Schirm, aber die Zahlen oben sehen zu „simpel“ aus):

Wenn die Kaufkraft von 100€ aus 2021 heute noch 92€ ist benötigt man für die gleichen Waren heute 108,70€, also gerundet auf den ganzen Euro nicht 108 sondern 109.

(Wie gesagt, ich denke Du hast das auf dem Schirm, ich will nur vermeiden dass sich das bei jemanden der es unbedarft liest falsch festsetzt, weil es wie 8 weniger, also 8 mehr aussieht. Viele machen nämlich bei Prozentrechnungen diese Fehler.)

Ja. Ich habe ganz bewusst geschrieben: „Stark vereinfacht:“

Die Ukraine leitet seit Donnerstag kein russisches Öl mehr weiter

Ulrich, Dienstag, 09.08.2022, 15:44 (vor 684 Tagen) @ Thomas

Öl: Russische Öllieferungen durch Ukraine eingestellt (ZEIT)

"Über die Leitung werden Ungarn, die Slowakei und Tschechien versorgt."

Herr Orban, das tut mir jetzt aber echt leid.

Grund für den Stopp der Durchleitung ist, dass die Ukraine nicht per Vorkasse bezahlt worden ist. Russland macht dafür westliche Sanktionen verantwortlich.

Ungarn zahlt an die Ukraine für den Transport russischen Erdöls

Ulrich, Mittwoch, 10.08.2022, 17:09 (vor 683 Tagen) @ Ulrich

Ungarn will den Transfer durch die Ukraine bezahlen, zunächst dürfte es also wieder russisches Erdöl für Ungarn geben. Aber trotzdem dürfte es hier um mehr als nur um Geld gegangen sein. Das war eine deutlich Nachricht an Orban, "Schau her, wir haben deine Eier in der Hand!".

Nach Einstellung der Lieferung - Ungarn zahlt Rechnung für Nutzung der Druschba-Pipeline (Spiegel)

Die Ukraine leitet seit Donnerstag kein russisches Öl mehr weiter

Gargamel09, Dienstag, 09.08.2022, 15:55 (vor 684 Tagen) @ Ulrich

Öl: Russische Öllieferungen durch Ukraine eingestellt (ZEIT)

"Über die Leitung werden Ungarn, die Slowakei und Tschechien versorgt."

Herr Orban, das tut mir jetzt aber echt leid.

Grund für den Stopp der Durchleitung ist, dass die Ukraine nicht per Vorkasse bezahlt worden ist. Russland macht dafür westliche Sanktionen verantwortlich.

Geht die Gasleitung nach Ungarn auch durch die Ukraine? Ich hätte da einen Vorschlag...

Die Ukraine leitet seit Donnerstag kein russisches Öl mehr weiter

Ulrich, Dienstag, 09.08.2022, 16:07 (vor 684 Tagen) @ Gargamel09

Öl: Russische Öllieferungen durch Ukraine eingestellt (ZEIT)

"Über die Leitung werden Ungarn, die Slowakei und Tschechien versorgt."

Herr Orban, das tut mir jetzt aber echt leid.

Grund für den Stopp der Durchleitung ist, dass die Ukraine nicht per Vorkasse bezahlt worden ist. Russland macht dafür westliche Sanktionen verantwortlich.


Geht die Gasleitung nach Ungarn auch durch die Ukraine? Ich hätte da einen Vorschlag...

Ja, auch die Gaslieferungen erfolgen über die Ukraine.

Ich wäre nicht verwundert, wenn wir es hier mit einer Art von "Versuchsballon" zu tun hätten.

Libanon will das Ukraine Getreide nicht mehr

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 19:09 (vor 685 Tagen) @ Thomas

das im Schiff Razoni dorthin transportiert wurde bzw. der Investor der damals vor fünf Monaten die Absicht hatte. Es wird jetzt ein neuer Abnehmer gesucht...

Quelle WDR2 Radio...

Hört sich alles relativ merkwürdig an...

Libanon will das Ukraine Getreide nicht mehr

Ulrich, Montag, 08.08.2022, 19:51 (vor 685 Tagen) @ Rupo

das im Schiff Razoni dorthin transportiert wurde bzw. der Investor der damals vor fünf Monaten die Absicht hatte. Es wird jetzt ein neuer Abnehmer gesucht...

Quelle WDR2 Radio...

Hört sich alles relativ merkwürdig an...

Es handelt sich wohl um Mais, der angeblich von libanesischen Zwischenhändlern aufgekauft worden sein soll, die ihn dann auf dunklen Wegen nach Syrien schaffen wollten. Die Ukraine hat Sicherheiten verlangt, dass das Getreide im Libanon bleibt. Vermutlich wollte man die nicht geben.

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

Philipp54, Montag, 08.08.2022, 17:02 (vor 685 Tagen) @ Thomas

Die Netzagentur hat 1500m3 mehr als der wahre Zählerstand geschätzt und die Endabrechnung des Lieferanten beruht darauf. Ist mir eigentlich recht, weil die kwh mit rund 4 Cent im Altvertrag berechnet wurde. In der Grundversorgung jetzt 14ct/kwh.
Kann theoretisch jetzt Gas außer der Grundgebühr zu 0ct. beziehen, bis Zählerstand rund 1500m3 mehr anzeigt.
Geht nicht gut, oder?
Muß ich das melden?

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

Raducanu, Sassenberg, Dienstag, 09.08.2022, 13:58 (vor 684 Tagen) @ Philipp54

1500m³ oder kWh?
Zählereinheit ist m³, Abrechnung eigentlich kWh.
Brennwert 1m³ Gas liegt bei ca 11,x kWh.

1500m³ ist bei mir ein Jahresverbrauch

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

markus, Dienstag, 09.08.2022, 15:10 (vor 684 Tagen) @ Raducanu

1500m³ oder kWh?
Zählereinheit ist m³, Abrechnung eigentlich kWh.
Brennwert 1m³ Gas liegt bei ca 11,x kWh.

1500m³ ist bei mir ein Jahresverbrauch

Kurze Verständnisfrage, weil ich das irgendwie nicht verstehe. Wasser wird bei mir über m³ abgerechnet, Heizung über kWh.

Warmwasser liegt irgendwo bei 27,xxx m³. Wenn ich das x11 nehme wären das ja nur etwa 300 kWh. Das kann doch gar nicht sein, denn 1m³ sind doch 1.000 Liter. 27,xxx entsprechen dann 27.000 Liter Warmwasser. Das müssen doch wesentlich mehr als 300 kWh sein, wenn schon allein die Heizung 3.500-4.000 kWh verbraucht. Du würdest mit 1500 m³ dann über 1,5 Mio Liter verbrauchen.

Wo hab ich hier einen Denkfehler? Bei dir ist Heizung mit drin, aber trotzdem kommt mir der Unterschied zwischen 27,xxx und 1500 m³ sehr hoch vor. Oder lese ich die Uhr falsch? Es sind definitiv drei Nachkommastellen.

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

markus, Dienstag, 09.08.2022, 18:04 (vor 684 Tagen) @ markus

Ich habe es unten kurz gerechnet.
Der Faktor 11 ist beim Gas den Brennwert, damit kann man die Energiemengen ausrechnen.
Beim Heiswasser ist das anders. (Und ein hierfür errechneter Faktor wird je nach Anlage eher über 100 liegen)

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

Sascha, Dortmund, Dienstag, 09.08.2022, 15:17 (vor 684 Tagen) @ markus

1500m³ oder kWh?
Zählereinheit ist m³, Abrechnung eigentlich kWh.
Brennwert 1m³ Gas liegt bei ca 11,x kWh.

1500m³ ist bei mir ein Jahresverbrauch


Kurze Verständnisfrage, weil ich das irgendwie nicht verstehe. Wasser wird bei mir über m³ abgerechnet, Heizung über kWh.

Warmwasser liegt irgendwo bei 27,xxx m³. Wenn ich das x11 nehme wären das ja nur etwa 300 kWh. Das kann doch gar nicht sein, denn 1m³ sind doch 1.000 Liter. 27,xxx entsprechen dann 27.000 Liter Warmwasser. Das müssen doch wesentlich mehr als 300 kWh sein, wenn schon allein die Heizung 3.500-4.000 kWh verbraucht. Du würdest mit 1500 m³ dann über 1,5 Mio Liter verbrauchen.

Wo hab ich hier einen Denkfehler? Bei dir ist Heizung mit drin, aber trotzdem kommt mir der Unterschied zwischen 27,xxx und 1500 m³ sehr hoch vor. Oder lese ich die Uhr falsch? Es sind definitiv drei Nachkommastellen.

Ich kann deinen Gedanken zwar nicht so komplett folgen, aber multiplizierst du da ein Wasservolumen mit einem Gasbrennwert?

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

markus, Dienstag, 09.08.2022, 16:19 (vor 684 Tagen) @ Sascha

1500m³ oder kWh?
Zählereinheit ist m³, Abrechnung eigentlich kWh.
Brennwert 1m³ Gas liegt bei ca 11,x kWh.

1500m³ ist bei mir ein Jahresverbrauch


Kurze Verständnisfrage, weil ich das irgendwie nicht verstehe. Wasser wird bei mir über m³ abgerechnet, Heizung über kWh.

Warmwasser liegt irgendwo bei 27,xxx m³. Wenn ich das x11 nehme wären das ja nur etwa 300 kWh. Das kann doch gar nicht sein, denn 1m³ sind doch 1.000 Liter. 27,xxx entsprechen dann 27.000 Liter Warmwasser. Das müssen doch wesentlich mehr als 300 kWh sein, wenn schon allein die Heizung 3.500-4.000 kWh verbraucht. Du würdest mit 1500 m³ dann über 1,5 Mio Liter verbrauchen.

Wo hab ich hier einen Denkfehler? Bei dir ist Heizung mit drin, aber trotzdem kommt mir der Unterschied zwischen 27,xxx und 1500 m³ sehr hoch vor. Oder lese ich die Uhr falsch? Es sind definitiv drei Nachkommastellen.


Ich kann deinen Gedanken zwar nicht so komplett folgen, aber multiplizierst du da ein Wasservolumen mit einem Gasbrennwert?

Ja, geht das nicht zumindest grob? Laut Google sind 1m³ 1.000 Liter. Gleichzeitig soll 1m³ 11 kWh sein.

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

markus, Dienstag, 09.08.2022, 18:01 (vor 684 Tagen) @ markus

Nein, das geht nicht so simpel.

Gas wird in Kubikmetern gemessen. der Faktor (um die 10-12) enthält den Energiegehalt der Gasmischung, die (durchschnittlich) bei Dir ankommt. Daraus errechnet sich die KWh Menge, die dann Abgerechnet wird.
Beim Heiswasser sieht es etwaskomplizierter aus. Denn die Kosten für einen bei Dir ankommenden Kubikmeter Heiswasser ist von vielen Faktoren abhängig. Unter anderem halt auch von der Leitung (u.a. Länge, Isolierung), dem Wirkungsgrad des Kessel und anderem ab. Da erstellt dann der Vermieter einfach einen Umrechnungsfaktor, in dem er die Gesamtkosten des Heiswassers auf die verbrauchten m^3 umlegt.

natürlich kann man auch rein theoretisch die benötigte Wärmemenge für 1 m^3 ausrechnen, zumindest wenn man Kaltwasser Temperatur (zB 15 Grad) und Heiswassertemperatur (zB 65 Grad) kennt, dann benötig man pro Kubikmeter Wasser (= ca 1.000.000 g) ca 50.000.000 cal = 50.000 kcal = ca 58 KWh.

Bräuchte mal Eure Meinung bzgl. Schätzung des Gasverbrauchs

Franke, Montag, 08.08.2022, 17:19 (vor 685 Tagen) @ Philipp54

Die Netzagentur hat 1500m3 mehr als der wahre Zählerstand geschätzt und die Endabrechnung des Lieferanten beruht darauf. Ist mir eigentlich recht, weil die kwh mit rund 4 Cent im Altvertrag berechnet wurde. In der Grundversorgung jetzt 14ct/kwh.
Kann theoretisch jetzt Gas außer der Grundgebühr zu 0ct. beziehen, bis Zählerstand rund 1500m3 mehr anzeigt.
Geht nicht gut, oder?
Muß ich das melden?


Sofern der Zählerstand immer geschätzt wird, zumal wenn Du noch viele Jahre in der Wohnung drin bleibst . . . ;-)

Aber wenn mal einer kommt zum Ablesen und einen Minusverbrauch feststellt? "Joa, mein Schwager macht in Biogas und dann haben wir hier ab und zu was ins Netz geleitet. Wollten was tun für die Gesellschaft."

Gas Gerd bleibt Soze

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 15:26 (vor 685 Tagen) @ Thomas

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-bleibt-in-der-spd-a-2278a95e-70de-4f66-b0b2-475b4b2a9d01

VAR sieht keine grobe Fehlentscheidung... nun denn.

Dafür wird es vielleicht für Scholz bald Cumexlerisch.....

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Davja89, Montag, 08.08.2022, 12:24 (vor 686 Tagen) @ Thomas

zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

Ich persöhnliche nutze hauptsächlich den ÖPNV für den Arbeitsweg. Daher habe ich persöhnlich profiert.

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.

Abo-Aktion im NRW-Nahverkehr im September und Oktober

mephi, Münster, Sonntag, 28.08.2022, 15:47 (vor 665 Tagen) @ Davja89

Ich packe es mal hierhin, weil ich die Aktion sehr nett finde. Habe mal beispielhaft die Meldung vom VRR genommen. Eventuell gehört der eine oder andere hier ja zum entsprechenden Personenkreis und wusste noch nichts davon:

vrr.de/de/tickets-tarife/ticketuebersicht/abo-aktion-2022/#c232976

9 Euro Ticket nur für Autolose

Davja89, Donnerstag, 11.08.2022, 16:53 (vor 682 Tagen) @ Davja89

Laufzeit 12 Monatsabo (oder preislich etwas höher) Wäre das kein Ansatz?

Klar bedürfte es etwas bürokratischen Aufwand des Nachweises, z.B. vor Möglichkeit des Erwerbes müsste man ein Forumlar vom Straßenverkehrsamt holen/abstempeln lassen oder digitalisiert ausgehändigt bekommen, dass man kein KFZ angemeldet hat (für Personen ab 18, jüngere natürlich ohne Nachweis)

Da steckt doch Potential drin

Und das Auto läuft auf die Oma im Pflegeheim. ;-)

Franke, Donnerstag, 11.08.2022, 17:42 (vor 682 Tagen) @ DanVanKes

Laufzeit 12 Monatsabo (oder preislich etwas höher) Wäre das kein Ansatz?

Klar bedürfte es etwas bürokratischen Aufwand des Nachweises, z.B. vor Möglichkeit des Erwerbes müsste man ein Formular vom Straßenverkehrsamt holen/abstempeln lassen oder digitalisiert ausgehändigt bekommen, dass man kein KFZ angemeldet hat (für Personen ab 18, jüngere natürlich ohne Nachweis)

Da steckt doch Potential drin


Aber bitte weiter nachdenken, alles was den ÖPNV voranbringt ist gut.

9 Euro Ticket nur für Autolose

Nike79, Donnerstag, 11.08.2022, 17:09 (vor 682 Tagen) @ DanVanKes

Laufzeit 12 Monatsabo (oder preislich etwas höher) Wäre das kein Ansatz?

Klar bedürfte es etwas bürokratischen Aufwand des Nachweises, z.B. vor Möglichkeit des Erwerbes müsste man ein Forumlar vom Straßenverkehrsamt holen/abstempeln lassen oder digitalisiert ausgehändigt bekommen, dass man kein KFZ angemeldet hat (für Personen ab 18, jüngere natürlich ohne Nachweis)

Da steckt doch Potential drin

Das ist doch total kontraproduktiv. Ich verkaufe ja nicht mein Auto, um ein 9-Euro Ticket zu bekommen. Andersrum überlege ich mir bei einem 9-Euro Ticket den Umstieg auf den ÖPNV für den täglichen Arbeitsweg. Und das sollte das realistische Ziel sein, Pendler zum Umstieg zu bewegen.

Estland hat das Null-Euro-Ticket – und viele wollen es wieder abschaffen

markus, Mittwoch, 10.08.2022, 21:54 (vor 683 Tagen) @ Davja89

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Das zeigen auch die Erfahrungen in Estland. Die haben ein 0-Euro-Ticket. Erst nur in der Hauptstadt und dann im ganzen Land. Die Zahl der Autos ist in neun Jahren nicht zurückgegangen. Zudem war bereits zu Beginn die Befürchtung, dass wichtige Investitionen ausbleiben, was genau so passiert ist.

berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/estland-hat-das-null-euro-ticket-und-viele-wollen-es-wieder-abschaffen-li.253546

Estland hat das Null-Euro-Ticket – und viele wollen es wieder abschaffen

Wallone, Donnerstag, 11.08.2022, 11:33 (vor 683 Tagen) @ markus

Finde ich schwierig, das anhand dieses Artikels auf Deutschland zu übertragen. Da gibt der Artikel auch zu wenig her. Ganz sicher kann man aber aus der Anzahl der Autos, die in Estland nicht zurückgegangen ist, nicht darauf schließen, dass auch die Autofahrten im unveränderten Umfang stattgefunden haben.

Giffey gibt 9-Euro-Ticket Vorzug vor Steuersenkung

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 09.08.2022, 19:42 (vor 684 Tagen) @ Davja89

https://www.spiegel.de/auto/9-euro-ticket-franziska-giffey-kritisiert-christian-lindner-lieber-ticket-als-steuersenkung-a-1d04f0d2-c8c0-463d-b817-98dc01aed023

Wird Christian aber egal sein was Franziska denkt und sagt, es sei denn Sie kommt über Olaf an ihn ran...

Giffey gibt 9-Euro-Ticket Vorzug vor Steuersenkung

markus, Dienstag, 09.08.2022, 20:10 (vor 684 Tagen) @ Rupo

https://www.spiegel.de/auto/9-euro-ticket-franziska-giffey-kritisiert-christian-lindner-lieber-ticket-als-steuersenkung-a-1d04f0d2-c8c0-463d-b817-98dc01aed023

Wird Christian aber egal sein was Franziska denkt und sagt, es sei denn Sie kommt über Olaf an ihn ran...

Franziska ist Bürgermeisterin von Berlin. Die kann das leicht fordern. Da gibt es entsprechende Infrastruktur und jeder kann das nutzen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz ist da schon näher an der Realität:

Notwendig seien mehr Bus- und Bahnlinien mit engeren Takten besonders auf dem Land, um mehr Menschen für den ÖPNV zu gewinnen: »Dafür braucht das 9-Euro-Ticket ein Nachfolgeangebot und das ÖPNV-Angebot deutliche Verbesserungen.

Und das hier ist auch zumindest in den meisten Fällen zutreffend. Im Vergleich zum Auto sind auch die normalen Tarife nicht zu teuer:

Der Deutsche Landkreistag spricht sich ebenfalls gegen weitere Rabattaktionen aus. »Dies wäre keine nachhaltige Investition«, teilte Präsident Reinhard Sager (CDU) mit. Die Tarife des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) seien im Vergleich zu den Kosten eines eigenen Autos nicht zu teuer. Eine zusätzliche Subventionierung sei nicht notwendig.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Ulrich, Dienstag, 09.08.2022, 14:46 (vor 684 Tagen) @ Davja89

zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

Ich persöhnliche nutze hauptsächlich den ÖPNV für den Arbeitsweg. Daher habe ich persöhnlich profiert.

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.

Es stellt sich die Frage, wie belastbar die Untersuchung ist. In Hamburg z.B. hat man festgestellt, dass es in den Hauptstoßzeiten weniger Staus auf den Straßen gab.

Ich selbst habe ein paar Fahrten mit der Bahn gemacht, für die ich sonst mein Auto benutzt habe. Bei mir hat alles geklappt. Allerdings ist auf der von mir genutzten Strecke einiges an Zügen ausgefallen, u.a. zeitweise auch ein Regionalexpress. Man musste schon recht genau in der Bahn-App, etc., darauf achten, was fuhr. Zudem herrschte in den größeren Bahnhöfen, z.B. in Münster, teilweise ziemliches Chaos. Einige andere Züge waren bis zu anderthalb Stunden verspätet, deshalb wurden andere Gleise genutzt. Teilweise standen dort andere Züge, als dort laut Anzeigetafel stehen sollten. So etwas schreckt natürlich ab.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 15:22 (vor 684 Tagen) @ Ulrich

Kann ich als regelmäßiger ÖPNV-Nutzer (auf unterschiedlichen Strecken und zu verschiedenen Zeiten) so bestätigen. Die Auslastung ist sehr unterschiedlich. Von fast leeren Zügen bis zu tatsächlicher Überlastung kann alles dabei sein. Hohe Auslastung natürlich v.a. zu klassischen Pendlerzeiten, am Wochenende v.a. auf touristischen Strecken. Aber teilweise auch dort, wo es dann überraschend ist.

Das dürte dann tatsächlich oft mit der derzeit besonders hohen Baustellen- und Ausfallrate zusammenhängen. Dadurch gibt es zusätzlichen Bedarf, auch Alternativrouten zu nutzen, die dann kurzfristig überlastet werden können. Insgesamt hat natürlich das 9 €-Ticket das Niveau der Auslastung angehoben, aber die katastrophalen Zustände, die teilweise prognostiziert wurden, sind mMn weitgehend ausgeblieben.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Mob-Jenson, Siegen, Dienstag, 09.08.2022, 12:33 (vor 685 Tagen) @ Davja89

zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

Ich persöhnliche nutze hauptsächlich den ÖPNV für den Arbeitsweg. Daher habe ich persöhnlich profiert.

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.

Genauso sehe ich das auch. Habe das 9 Euro Ticket genau 2 mal genutzt. Zur Reise nach Bamberg hin- und retour. Zum Bahnhof habe ich mich sogar noch fahren lassen, weil die Busverbindung nicht passte...

In Ballungszentren wo der ÖPNV funktioniert bekommen die Nutzer diesen subventioniert. Die Landbevölkerung muß dieses dann tragen. Halte ich komplett falsch vom solidarischen Gedanken her.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 09.08.2022, 12:47 (vor 685 Tagen) @ Mob-Jenson

Wir können es ja regional machen. Alle mit PLZ die 50 TSD Plus haben bekommen 9 Euro Ticket, die Land Bevölkerung tuckert weiter durch die Gegend....

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Mob-Jenson, Siegen, Mittwoch, 10.08.2022, 09:09 (vor 684 Tagen) @ Rupo

Wir können es ja regional machen. Alle mit PLZ die 50 TSD Plus haben bekommen 9 Euro Ticket, die Land Bevölkerung tuckert weiter durch die Gegend....

Sehr gerne, wenn die Landbevölkerung nichts mit der Finanzierung zu tun hat ein toller Kompromiss.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 12:51 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Wir können es ja regional machen. Alle mit PLZ die 50 TSD Plus haben bekommen 9 Euro Ticket, die Land Bevölkerung tuckert weiter durch die Gegend....

Regional machen und regional finanzieren. Ich glaub da hätte niemand was dagegen.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Mob-Jenson, Siegen, Mittwoch, 10.08.2022, 09:07 (vor 684 Tagen) @ markus

Wir können es ja regional machen. Alle mit PLZ die 50 TSD Plus haben bekommen 9 Euro Ticket, die Land Bevölkerung tuckert weiter durch die Gegend....


Regional machen und regional finanzieren. Ich glaub da hätte niemand was dagegen.

Prinzipiell erstmal ein guter und solidarischer Gedanke. Macht sowas in einer Stadt wie Dortmund wahrscheinlich Sinn, so wird es im Lahn-Dill-Kreis oder im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte sicherlich anders aussehen. Aber mit Flickenteppich kommen wir sicherlich auch nicht weiter.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 13:49 (vor 684 Tagen) @ markus

Doch. Ich.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 12:27 (vor 685 Tagen) @ Davja89
bearbeitet von DomJay, Dienstag, 09.08.2022, 12:30

FAZ Artikel

Mich irritieren Politiker, die eine Zweckgebundene Bundessteuer zur Finanzierung der Länderhaushalte als Option bringen.

Aber auch Lindner, der auch nur diese: „alle Leute sind Schmarozer“ Einstellung kann.

Es gibt einen Frage, was wollen und was können wir uns leisten.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar(Link korrigiert)

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 15:00 (vor 684 Tagen) @ DomJay

FAZ Artikel

Sorry da war ein Fehler im Link

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Ulrich, Dienstag, 09.08.2022, 14:49 (vor 684 Tagen) @ DomJay

FAZ Artikel

Mich irritieren Politiker, die eine Zweckgebundene Bundessteuer zur Finanzierung der Länderhaushalte als Option bringen.

Steuern sind nie zweckgebunden. Der Staat ist frei darin, wie er sie ausgibt.


Aber auch Lindner, der auch nur diese: „alle Leute sind Schmarozer“ Einstellung kann.

Lindners Aussage hat durchaus etwas von "Spätrömischer Dekadenz" an sich.


Es gibt einen Frage, was wollen und was können wir uns leisten.

Dann müssen wir aber auch die Frage stellen, wollen wir uns die aktuellen Dienstwagen-Regelungen leisten?

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 15:03 (vor 684 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von DomJay, Dienstag, 09.08.2022, 15:14

FAZ Artikel

Mich irritieren Politiker, die eine Zweckgebundene Bundessteuer zur Finanzierung der Länderhaushalte als Option bringen.


Steuern sind nie zweckgebunden. Der Staat ist frei darin, wie er sie ausgibt.

Das ist nicht ganz 100% richtig, alles hierzu steht aber nachlesbar in der BHO. Frei ist der Staat eigentlich nur bei verfügbaren Steuereinnahmen. Alles was eh schon gebunden ist wird durch alle Einnahmen bezahlt.

Aber auch Lindner, der auch nur diese: „alle Leute sind Schmarozer“ Einstellung kann.


Lindners Aussage hat durchaus etwas von "Spätrömischer Dekadenz" an sich.


Es gibt einen Frage, was wollen und was können wir uns leisten.


Dann müssen wir aber auch die Frage stellen, wollen wir uns die aktuellen Dienstwagen-Regelungen leisten?

Ist die Frage was diese Regelung kostet, oder ob hier eine Milchmädchenrechnung gemacht wird.

Fehlen den Staat durch die Dienstwagenregelung Regelung wirklich 10+ Mrd an zusätzlichen Einnahmen?

Schwierig, denn wenn man es einstellt gibt es ja auch eine Reaktion. Das System ändert sich, Dienstwagen werden ggf zu 100% nur noch zur Nutzung durch die Angestellten bereit gestellt usw.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Guido, Dienstag, 09.08.2022, 15:29 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Ist die Frage was diese Regelung kostet, oder ob hier eine Milchmädchenrechnung gemacht wird.
Fehlen den Staat durch die Dienstwagenregelung Regelung wirklich 10+ Mrd an zusätzlichen Einnahmen?

Was mich an der Debatte stört: Es wird so getan, als würde der Staat das Geld "ausgeben". Das stimmt so einfach nicht. Er wendet ein vereinfachtes Steuergesetz an, was für Arbeitgeber, Steuerzahler und Finanzamt transparent und einfach ist. Pauschalen werden dort angewandt, wo aufgrund der Komplexität ansonsten gar keine Steuern gezahlt werden würden.

Ein Golf würde bei 20 tkm Privatnutzung im Jahr ca. 40 EUR zusätzlich an Steuern monatlich kosten, wenn es die 1%-Pauschalierung nicht geben würde und der Wagen 100% privat gefahren wird und nicht dienstlich.

Ob da bei 5 Millionen Dienstwagen wirklich 10 Mrd EUR zusammenkommen, glaube ich nicht. Der Verwaltungsaufwand wäre aber enorm, weil man im Grunde nachweisen müsste, wieviel man privat und wieviel man dienstlich fährt und der Arbeitgeber hätte dies monatlich bei der Gehaltsabrechnung zu berücksichtigen.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 16:01 (vor 684 Tagen) @ Guido

Eigentlich will ich an der Diskussion nicht teilnehmen, aber hier habe ich gerade nicht das Gefühl, dass es um reine Ideologie geht. Letzteres ist im allgemeinen der Fall, vor allem auf Twitter. Da haben 90 Prozent nicht einmal eine Ahnung wie die Kosten für den Nutzer berechnet werden.

Die Kosten der Fahrer hängen massiv vom Gehalt ab. Mittelschichtfamiluen mit Golf oder Passat profitieren im allgemeinen extrem davon. Warum Familien mit zusammen zum Beispiel 70.000 Euro weh tun möchte?

Die 0,5%-Regelung für hybride Autos ist Schwachsinn.

Steuerung über 1,5 % für Verbrenner ab 2023 und reine E-Autos 1 Prozent und wir haben in 5 Jahren deutlich mehr E-Autos.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 15:36 (vor 684 Tagen) @ Guido
bearbeitet von DomJay, Dienstag, 09.08.2022, 15:48

Ist die Frage was diese Regelung kostet, oder ob hier eine Milchmädchenrechnung gemacht wird.
Fehlen den Staat durch die Dienstwagenregelung Regelung wirklich 10+ Mrd an zusätzlichen Einnahmen?


Was mich an der Debatte stört: Es wird so getan, als würde der Staat das Geld "ausgeben". Das stimmt so einfach nicht. Er wendet ein vereinfachtes Steuergesetz an, was für Arbeitgeber, Steuerzahler und Finanzamt transparent und einfach ist. Pauschalen werden dort angewandt, wo aufgrund der Komplexität ansonsten gar keine Steuern gezahlt werden würden.

Ein Golf würde bei 20 tkm Privatnutzung im Jahr ca. 40 EUR zusätzlich an Steuern monatlich kosten, wenn es die 1%-Pauschalierung nicht geben würde und der Wagen 100% privat gefahren wird und nicht dienstlich.

Ob da bei 5 Millionen Dienstwagen wirklich 10 Mrd EUR zusammenkommen, glaube ich nicht. Der Verwaltungsaufwand wäre aber enorm, weil man im Grunde nachweisen müsste, wieviel man privat und wieviel man dienstlich fährt und der Arbeitgeber hätte dies monatlich bei der Gehaltsabrechnung zu berücksichtigen.

Ich würde hier auch nicht in Extremen denken wollen. Dienstwagen zu 1% unabhängig vom Preis? Diskutabel. Unabhängig vom Antrieb? Diskutabel.

Abschaffen wäre schon ein heftiger Eingriff.

Gleiches beim 9€ Ticket. Es ist zu wenig Geld, aber welcher Betrag würde einen Nutzen bringen und den Staat eine Summe kosten wo alle zustimmen?

Dauerhaft 10+ Mrd zusätzlich im HH blockieren ist in meinen Augen fatal.

Unabhängig davon ist es aber vor allem bei Abschaffung eines, eine deutliche Steuererhöhung.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Guido, Dienstag, 09.08.2022, 15:49 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Ich würde hier auch nicht in Extremen denken wollen. Dienstwagen zu 1% unabhängig vom Preis? Diskutabel. Unabhängig vom Antrieb? Diskutabel.

Nein. Man versteuert derzeit 1% des Brutto-Listenpreises sowie 0,03% pro km für die Entfernung vom Arbeitsplatz. Hybrid Hälfte, Elektro Viertel. Es ist also weder unabhängig vom Preis, noch vom Antrieb.
Den Hybrid-Vorteil kann man gerne streichen und bei Elektro kann man auch irgendwann den Vorteil abschmelzen. Aber beides war ja gewollt, um Hybdrid bzw. E-Autos in den Markt zu pushen. Meinetwegen kann man auch eine CO2-Schwelle einführen. Aber alles andere beruht in meinen Augen auf falschen Annahmen von Leuten, die vom "Privileg" eines Dienstwagens offenbar weit entfernt sind...

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 15:56 (vor 684 Tagen) @ Guido

Ich würde hier auch nicht in Extremen denken wollen. Dienstwagen zu 1% unabhängig vom Preis? Diskutabel. Unabhängig vom Antrieb? Diskutabel.


Nein. Man versteuert derzeit 1% des Brutto-Listenpreises sowie 0,03% pro km für die Entfernung vom Arbeitsplatz. Hybrid Hälfte, Elektro Viertel. Es ist also weder unabhängig vom Preis, noch vom Antrieb.
Den Hybrid-Vorteil kann man gerne streichen und bei Elektro kann man auch irgendwann den Vorteil abschmelzen. Aber beides war ja gewollt, um Hybdrid bzw. E-Autos in den Markt zu pushen. Meinetwegen kann man auch eine CO2-Schwelle einführen. Aber alles andere beruht in meinen Augen auf falschen Annahmen von Leuten, die vom "Privileg" eines Dienstwagens offenbar weit entfernt sind...

Ok, dass mit Elektro und Hybrid wusste ich nicht. Danke.

Ich glaube aber schon es gäbe eine Bereitschaft Fahrzeuge in Klassen je Brutto Listenpreis einzugliedern. CO2 würde ich auch befürworten.

Ändert aber nichts am Kern einer Steuererhöhung ;)

Geldwerter Vorteil

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 09.08.2022, 19:33 (vor 684 Tagen) @ DomJay

https://www.personio.de/hr-lexikon/geldwerter-vorteil/#:~:text=nur%20ein%20Sachbezug-,Was%20versteht%20man%20unter%20einem%20geldwerten%20Vorteil%3F,kostenlo...

*Geldwerter Vorteil Firmenwagen*

Wobei und das wurde ja hier auch schon gesagt, es ist ein Anreiz.

Warum kann sich nicht jemand der ein Auto braucht dies ganz einfach kaufen ohne dabei in irgendeiner Form den Staat in Anspruch zu nehmen?

Geldwerter Vorteil

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 19:57 (vor 684 Tagen) @ Rupo

https://www.personio.de/hr-lexikon/geldwerter-vorteil/#:~:text=nur%20ein%20Sachbezug-,Was%20versteht%20man%20unter%20einem%20geldwerten%20Vorteil%3F,kostenlo...

*Geldwerter Vorteil Firmenwagen*

Wobei und das wurde ja hier auch schon gesagt, es ist ein Anreiz.

Warum kann sich nicht jemand der ein Auto braucht dies ganz einfach kaufen ohne dabei in irgendeiner Form den Staat in Anspruch zu nehmen?

Wie kann jemand der den ÖPNV nutzen will dafür nicht einfach ein Ticket kaufen ohne dabei eine erhebliche Subvention des Staates in Anspruch zu nehmen?

Wie hier viel geschrieben wurde, i.d.R ist es eine Zweckbindung einen Dienstwagen zu haben. Musst mal gucken, wie viele IT Anbieter Sticker so Abends an Autos kleben usw.

Geldwerter Vorteil

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 09.08.2022, 20:09 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Ist erstaunlich wer alles so nen Dienstwagen hat. Vertrieb, Techniker die raus müssen OK, aber ansonsten? Könnte ja auch anderes geregelt werden. Die Firma schafft Autos an und wenn man einen beruflich braucht dann geht man zum Leiter Fuhrpark und leiht sich einen für die Zeit aus, so hatte ich es in der Firma Ende 2000er. Ansonsten fährt man mit seinem privaten Auto zur Arbeit.

Geldwerter Vorteil

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 22:48 (vor 684 Tagen) @ Rupo

Hätte für mich bedeutet, dass ich erst mit dem Auto von Wolnzach nach Westmünchen gefahren wäre um dann an Wolnzach vorbei nach Dresden, Berlin etc. zu fahren.

Dazu hätte ich selbst ein Auto gebraucht, mit höherem reelem Einkommen. Es wären also mehr Autos notwendig gewesen. Von Berlin oder Dresden direkt nach Münster zu den Eltern wäre auch nicht möglich gewesen. Zu K1 50km westlich von Nürnberg auch nicht, die habe ich oft auf dem Rückweg gleich mitgenommen. Die Kilometer wären daher eher deutlich höher gewesen.

Ich sehe die Vorteile nicht, außer in deutlich mehr Bürokratie und mehr Stunden auf der AB.

Geldwerter Vorteil

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 20:22 (vor 684 Tagen) @ Rupo

Ist erstaunlich wer alles so nen Dienstwagen hat. Vertrieb, Techniker die raus müssen OK, aber ansonsten? Könnte ja auch anderes geregelt werden. Die Firma schafft Autos an und wenn man einen beruflich braucht dann geht man zum Leiter Fuhrpark und leiht sich einen für die Zeit aus, so hatte ich es in der Firma Ende 2000er. Ansonsten fährt man mit seinem privaten Auto zur Arbeit.

Aber in 2022 ist der Arbeitsplatz doch hoch variabel. Viele Leute im HO, gerade die, die mal eben von daheim zum
Kunden vor Ort müssen.

Ist doch gar nicht mehr so wirklich gewollt im Büro zu warten sondern vom HO zu starten.

Letztlich geht es um die Frage, wie man das fehlende Geld für ein ÖPNV Ticket auftreiben kann.

Ich würde eher mal die Unternehmen in den Städten abklappern. Schließlich sind die große Profiteure der vollen Städte.

Geldwerter Vorteil

tim86, Hamburg, Dienstag, 09.08.2022, 19:50 (vor 684 Tagen) @ Rupo

Warum kann sich nicht jemand der ein Auto braucht dies ganz einfach kaufen ohne dabei in irgendeiner Form den Staat in Anspruch zu nehmen?

Weil es Berufe gibt, wo ein Auto gebraucht wird und es Ressourcen Verschwendung wäre, wenn dann zusätzlich ein Privates angeschafft wird.

Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob Innendienstler wirklich ein Dienstwagen brauchen. Aber es ist doch durchaus Sinnvoll, dass der Außendienstler oder der Handwerker seinen Dienstwagen den er auch ohne private Nutzung brauchen würde. Auch privat nutzen kann und nicht die Ressourcen für die Produktion von zwei Autos verbraucht werden müssen.

Was natürlich nicht ideal ist, ist dass man im Sinne des Klimaschutzes über den Benzinpreis versucht eine Lenkungswirkung hin zu weniger CO2 Ausstoß zu bekommen. Das aber Dienstwagenfahrer mit 1% Regelung davon gar nicht betroffen sind, da es für sie finanziell kein Unterschied macht wie viel sie fahren.
Ich hab z.B. ein Arbeitskollegen, der aufgrund seiner Flugangst immer mit den Auto in den Urlaub fährt. Er findet die lange Fahrt zwar stressig, da sie aber kostenlos ist, fährt er lieber Auto als Zug. So kommt er auf ca. 14.000km nur für sein Urlaub in Jahr(2 in Jahr in südlichen Teil der Türkei).

Würde man aber die Möglichkeit der privaten Nutzung von Dienstwagen ganz abschaffen, würde der CO2 Ausstoß der bei der Produktion des dann privat angeschafften Autos entsteht hinzu kommen.

Geldwerter Vorteil

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 09.08.2022, 20:12 (vor 684 Tagen) @ tim86

Ja verstehe ich aber siehe mein Eintrag oben. Die AK und AfA die bei der Firma im Fuhrpark liegt wäre noch zu nennen, wenn man das umgehen will.

Es ist halt auch bequem, es ist Status und natürlich werden so auch mehr Autos verkauft!

Geldwerter Vorteil

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 19:49 (vor 684 Tagen) @ Rupo

Komisch, aber nicht wenige dieser Autos werden auch beruflich genutzt.

Aber sowas wirst du sicher gerne ignorieren. Bei dir gibt es nur den Porschefahrer.

Geldwerter Vorteil

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 09.08.2022, 20:15 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Letzter Satz ist Unsinn, sonst waren es die ersten.

Meine Firmenwagen bis 2014:
Passat Kombi
A6 Kombi
A3 Stufen Heck
danach über Fuhrpark oder Mietwagen..

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 16:55 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Ich würde hier auch nicht in Extremen denken wollen. Dienstwagen zu 1% unabhängig vom Preis? Diskutabel. Unabhängig vom Antrieb? Diskutabel.


Nein. Man versteuert derzeit 1% des Brutto-Listenpreises sowie 0,03% pro km für die Entfernung vom Arbeitsplatz. Hybrid Hälfte, Elektro Viertel. Es ist also weder unabhängig vom Preis, noch vom Antrieb.
Den Hybrid-Vorteil kann man gerne streichen und bei Elektro kann man auch irgendwann den Vorteil abschmelzen. Aber beides war ja gewollt, um Hybdrid bzw. E-Autos in den Markt zu pushen. Meinetwegen kann man auch eine CO2-Schwelle einführen. Aber alles andere beruht in meinen Augen auf falschen Annahmen von Leuten, die vom "Privileg" eines Dienstwagens offenbar weit entfernt sind...


Ok, dass mit Elektro und Hybrid wusste ich nicht. Danke.

Ich glaube aber schon es gäbe eine Bereitschaft Fahrzeuge in Klassen je Brutto Listenpreis einzugliedern. CO2 würde ich auch befürworten.

Die Kosten für den Arbeitnehmer und damit die zusätzlichen Steuereinnahmen des Bundes hängen am Bruttolistenpreis. Daher ist das oftmals "Dienstwagenprivileg ist nur für Porschefahrende Oberschichtler" echter Bullshit. Die meisten Firmenwagen dürften im Bereich Octavia/Golf/3er BMW sein und werden von der Mittelschicht gefahren. Als ich noch dazu gehört habe, habe ich geschaut, dass der Bruttolistenpreis nicht zu hoch wurde. Und ich habe zusätzlich auf Geld verzichtet.

Die ganze Diskussion ist komplett verblendet. Und die Menschen ohne Ahnung diskutieren auf der linken Seite am stärksten.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

herrNick, Dienstag, 09.08.2022, 17:33 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Ich würde hier auch nicht in Extremen denken wollen. Dienstwagen zu 1% unabhängig vom Preis? Diskutabel. Unabhängig vom Antrieb? Diskutabel.


Nein. Man versteuert derzeit 1% des Brutto-Listenpreises sowie 0,03% pro km für die Entfernung vom Arbeitsplatz. Hybrid Hälfte, Elektro Viertel. Es ist also weder unabhängig vom Preis, noch vom Antrieb.
Den Hybrid-Vorteil kann man gerne streichen und bei Elektro kann man auch irgendwann den Vorteil abschmelzen. Aber beides war ja gewollt, um Hybdrid bzw. E-Autos in den Markt zu pushen. Meinetwegen kann man auch eine CO2-Schwelle einführen. Aber alles andere beruht in meinen Augen auf falschen Annahmen von Leuten, die vom "Privileg" eines Dienstwagens offenbar weit entfernt sind...


Ok, dass mit Elektro und Hybrid wusste ich nicht. Danke.

Ich glaube aber schon es gäbe eine Bereitschaft Fahrzeuge in Klassen je Brutto Listenpreis einzugliedern. CO2 würde ich auch befürworten.


Die Kosten für den Arbeitnehmer und damit die zusätzlichen Steuereinnahmen des Bundes hängen am Bruttolistenpreis. Daher ist das oftmals "Dienstwagenprivileg ist nur für Porschefahrende Oberschichtler" echter Bullshit. Die meisten Firmenwagen dürften im Bereich Octavia/Golf/3er BMW sein und werden von der Mittelschicht gefahren. Als ich noch dazu gehört habe, habe ich geschaut, dass der Bruttolistenpreis nicht zu hoch wurde. Und ich habe zusätzlich auf Geld verzichtet.

Die ganze Diskussion ist komplett verblendet. Und die Menschen ohne Ahnung diskutieren auf der linken Seite am stärksten.

Dass Leute sich an Diskussionen beteiligen ohne voll durchzublicken ist doch i.O., man kann ja durch Diskussionen lernen. Und der Standpunkt der Diskussionsteilnehmer wird einfach viel von den persönlichen Erfahrungen her geprägt. Ich komme aus der IT / Finanzbranche und habe Berührungspunkte zum Thema Firmenwagen. Ich glaube es gibt bei uns nicht einen einzigen Golf oder Oktavia. Vielleicht vereinzelte 3er oder vergleichbare Audi und Mercedes. Und das war bei allen 4 Arbeitgebern davor in meinen > 20 Berufsjahren exakt das gleiche. Da werden relativ große Autos gefahren und die wenigsten haben einen wirklichen Bedarf aus Berufssicht (also nicht im Sinne eines Handwerkers). Das ist einfach ein Incentive. Und aus diesen Erfahrungen heraus darf man schon man zweifeln, ob das so super ist, wie das ganze geregelt ist und ob die aktuelle Steuergesetzgebung hier die richtigen Anreize setzt.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 17:47 (vor 684 Tagen) @ herrNick

A) Nein, wenn man keine Ahnung hat eine Abschaffung zu fordern ist schlichtweg Blödsinn.

B) Ich hatte einen Passat. Golf wäre auch gegangen. In anderen Firmen wurde auch Octavia angeboten. 3er ging bei einer Firma auch. Notwendig für die tägliche Arbeit? Ja, ich war öfters in Dresden oder Berlin. In der Firma auch nur möglich für Personen mit Leitungsaufgaben.

Größere Autos waren nirgends denkbar.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/ranking-das-sind-die-beliebtesten-dienstwagen-in-deutschland/28195736.html

Für den Anhaltspunkt. Porsche und a6 sehe ich da weniger.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 18:20 (vor 684 Tagen) @ Taifun
bearbeitet von DomJay, Dienstag, 09.08.2022, 18:27

A) Nein, wenn man keine Ahnung hat eine Abschaffung zu fordern ist schlichtweg Blödsinn.

Ja sehe ich auch so, weil es eine erhebliche Änderung ist. Man kann sicher vieles ändern und nach 5-10 Jahren auch abschaffen. Aber für die 9€ Ticket Subvention eher ungeeignet aus „ideologischen Gründen“ eine Gruppe zu betrachten die vielleicht durch Porsche auffällt aber durch Astra und verschiedene VW (ca 35%+ Anteil) bestimmt ist.

B) Ich hatte einen Passat. Golf wäre auch gegangen. In anderen Firmen wurde auch Octavia angeboten. 3er ging bei einer Firma auch. Notwendig für die tägliche Arbeit? Ja, ich war öfters in Dresden oder Berlin. In der Firma auch nur möglich für Personen mit Leitungsaufgaben.

Größere Autos waren nirgends denkbar.

Insignia ging vielerorts auch, aber hat sich offenbar viel geändert wie ich feststellen musste (inklusive e-Auto Hybrid Regelung)

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/ranking-das-sind-die-beliebtesten-dienstwagen-in-deutschland/28195736.html

Für den Anhaltspunkt. Porsche und a6 sehe ich da weniger.

Wie geschrieben, man kann Xfach Golfklasse, Passat haben aber die Diskussion am BMX X5 fällt in der Propaganda einfach leichter. Und wenn es nur einer ist.

Auch 40% Premium (wo von den 40% wohl ca 15-18% Audi sind) heißt dann gleich mal A6, A7, A8 und nicht A4 Avant. Auch 2er BMW, A3 und A/B Klasse sind Premium.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 18:30 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Richtig.

Es geht derzeit in jeder Diskussion nur um Unterschicht vs. Oberschicht. Die Mittelschicht wird komplett vergessen und wenn man auf die Entlastungen verzichtet, dann gibt es irgendwann keine Mittelschicht mehr. Die Mittelschicht fährt aber weder einen x5 noch einen Porsche oder denkt gerade darüber nach den Pool zu heizen.

Ein paar tausend Euro mehr Kosten bei Strom und Gas wird auch von der Mittelschicht nicht einfach weggelächelt. Die Entlastung über Reduzierung der Steuersätze im Rahmen der kalten Progression wird von den Linken & Co aber auch der Mitte verweigert.

Wir müssen Kosten auch transparent machen.

Gerne eine wirklich befristete Steuer "Kriegssoli" für Einkommen ab 60.000 Euro von 1%-5% als einfach den Abbau der kalten Progression über viele Jahre nicht durchzuführen. Bei der extremen Inflation und entsprechenden Gehaltserhöhungen erlebt die Mittelschicht einen Reallohnverlust weit über die Krise hinweg.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Dienstag, 09.08.2022, 20:06 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Richtig.

Es geht derzeit in jeder Diskussion nur um Unterschicht vs. Oberschicht. Die Mittelschicht wird komplett vergessen und wenn man auf die Entlastungen verzichtet, dann gibt es irgendwann keine Mittelschicht mehr. Die Mittelschicht fährt aber weder einen x5 noch einen Porsche oder denkt gerade darüber nach den Pool zu heizen.

Ein paar tausend Euro mehr Kosten bei Strom und Gas wird auch von der Mittelschicht nicht einfach weggelächelt. Die Entlastung über Reduzierung der Steuersätze im Rahmen der kalten Progression wird von den Linken & Co aber auch der Mitte verweigert.

Wir müssen Kosten auch transparent machen.

Gerne eine wirklich befristete Steuer "Kriegssoli" für Einkommen ab 60.000 Euro von 1%-5% als einfach den Abbau der kalten Progression über viele Jahre nicht durchzuführen. Bei der extremen Inflation und entsprechenden Gehaltserhöhungen erlebt die Mittelschicht einen Reallohnverlust weit über die Krise hinweg.

Du beklagst dich darüber, dass die Mittelschicht (bei den Entlastungen) vergessen wird und dein Vorschlag ist eine befristete Steuer für Einkommen ab 60.000 EUR? Entweder ein Widerspruch oder ich verstehe es nicht.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 22:38 (vor 684 Tagen) @ haweka

Man muss langfristig denken.

Die kalte Progression ist ein langfristig wirkender Reallohnverlust. Diesen muss man imho jedes Jahr ausgleichen und zwar mit dem durchschnittlichen Lohnzuwachs (den wir zum Beispiel für die Rente berechnen). Macht man das nicht, dann wird die Mittelschicht langfristig ärmer. Das Thema interessiert die Unterschicht nicht und die Oberschicht auch nicht wirklich.

Man kann allerdings eine Zusatzabgabe durchführen um harte Krisen abzufedern. Zeitlich befristet.

Klare Fokussierung von Finanzsteuerungsmitteln.

Einkommenssteuer vs. zeitlich befristeter Kriegssteuer (Pazifisten dürfen derzeit auch Wirtchaftskriegsteuer oder Gaskrisensteuer sagen).

Finanzinstrumente, welche Bürgern Geld wegnehmen müssen imho sehr transparent gemacht werden. Das passiert nicht, wenn man einfach sagt "Auf den Abbau der kalten Progression verzichten wir wegen Krieg". Das sind dann nämlich Sätze auf Twitter oder bei Anne Will.

Klare Transparenz "Ja, wir bauen die kalte Progression ab." und "Ja, wir brauchen zeitlich befristete Einnahmen um den Krieg / äh die Gaskrise zu meistern".

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Taifun, Dienstag, 09.08.2022, 23:04 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Man muss langfristig denken.

Die kalte Progression ist ein langfristig wirkender Reallohnverlust. Diesen muss man imho jedes Jahr ausgleichen und zwar mit dem durchschnittlichen Lohnzuwachs (den wir zum Beispiel für die Rente berechnen). Macht man das nicht, dann wird die Mittelschicht langfristig ärmer. Das Thema interessiert die Unterschicht nicht und die Oberschicht auch nicht wirklich.

Man kann allerdings eine Zusatzabgabe durchführen um harte Krisen abzufedern. Zeitlich befristet.

Klare Fokussierung von Finanzsteuerungsmitteln.

Einkommenssteuer vs. zeitlich befristeter Kriegssteuer (Pazifisten dürfen derzeit auch Wirtchaftskriegsteuer oder Gaskrisensteuer sagen).

Finanzinstrumente, welche Bürgern Geld wegnehmen müssen imho sehr transparent gemacht werden. Das passiert nicht, wenn man einfach sagt "Auf den Abbau der kalten Progression verzichten wir wegen Krieg". Das sind dann nämlich Sätze auf Twitter oder bei Anne Will.

Klare Transparenz "Ja, wir bauen die kalte Progression ab." und "Ja, wir brauchen zeitlich befristete Einnahmen um den Krieg / äh die Gaskrise zu meistern".

Langfristig denken. Unterschicht und Oberschicht. Fokussierung von Finanzsteuerungsmitteln. Finanzinstrumente. Klare Transparenz ...
Frage, welche Einkommen sollen langfristig von der Abschaffung der kalten Progression profitieren?

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Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 23:13 (vor 684 Tagen) @ haweka

Die kalte Progression betrifft alle Einkommen. Bei 5 Prozent Inflation und entsprechenden Gehaltserhöhungen werden immer mehr Menschen jeden Euro aus der Gehaltserhöhung mit 42 Prozent versteuern.

Und natürlich werden auch Spitzenverdiener in absoluten Zahlen profitieren. Die zahlen aber auch mit Abstand die höchsten Steuern, ansonsten würden sie nicht profitieren. Langfristig ist es aber auch ein Teil der Gerechtigkeit, die kalte Progression für jeden abzumildern.

Das sieht man natürlich anders, wenn man höhere Einkommen grundsätzlich als unmoralisch ansieht und diese abschaffen möchte.

Und nein, ich bin definitiv kein Spitzenverdiener.

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markus, Dienstag, 09.08.2022, 18:59 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Richtig.

Es geht derzeit in jeder Diskussion nur um Unterschicht vs. Oberschicht. Die Mittelschicht wird komplett vergessen und wenn man auf die Entlastungen verzichtet, dann gibt es irgendwann keine Mittelschicht mehr. Die Mittelschicht fährt aber weder einen x5 noch einen Porsche oder denkt gerade darüber nach den Pool zu heizen.

Ein paar tausend Euro mehr Kosten bei Strom und Gas wird auch von der Mittelschicht nicht einfach weggelächelt. Die Entlastung über Reduzierung der Steuersätze im Rahmen der kalten Progression wird von den Linken & Co aber auch der Mitte verweigert.

Wir müssen Kosten auch transparent machen.

Gerne eine wirklich befristete Steuer "Kriegssoli" für Einkommen ab 60.000 Euro von 1%-5% als einfach den Abbau der kalten Progression über viele Jahre nicht durchzuführen. Bei der extremen Inflation und entsprechenden Gehaltserhöhungen erlebt die Mittelschicht einen Reallohnverlust weit über die Krise hinweg.

Die meisten Arbeitnehmer werden keine entsprechende Tariferhöhung bekommen. Aber ja, du hast recht. Selbst wenn es 7,5% gäbe, wäre das aufgrund der kalten Progression noch immer ein Reallohnverlust. Die Mittelschicht wird richtig bluten.

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Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 19:02 (vor 684 Tagen) @ markus

Ich habe 5 Prozent bekommen. Ankommen werden wohl 4 Prozent.

Die hohen Werte bei der Lufthansa möchte ich gar nicht ausrechnen. Da landet man in ganz anderen Sphären.

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DomJay, Köln, Dienstag, 09.08.2022, 18:53 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Hast du schon mal versucht eine Stimmung mit:

Wir nehmen der Mittelschicht eine weitere Entlastung weg auf Stimmenfang zu gehen?

Ne, entweder Schmarozer oder Bonzen, alles dazwischen trägt vielleicht die haupt Last ist aber nicht so populär.

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Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 19:32 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Die Art der Kritik an Lindner lässt halt nix anderes mehr zu. Es werden nur die Entlastungen einer Steuersatzanpassung der sogar unter Mindestlohn verdienenden Bürger gegen die Oberschicht gerechnet. Muss man jemanden mit 150.000 Euro p.a. Brutto entlasten? Wohl nicht, aber deswegen ist es immer noch richtig die Steuersätze zu verschieben.

Stimmen bekommt man damit nicht.

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herrNick, Dienstag, 09.08.2022, 18:10 (vor 684 Tagen) @ Taifun

A) Nein, wenn man keine Ahnung hat eine Abschaffung zu fordern ist schlichtweg Blödsinn.

B) Ich hatte einen Passat. Golf wäre auch gegangen. In anderen Firmen wurde auch Octavia angeboten. 3er ging bei einer Firma auch. Notwendig für die tägliche Arbeit? Ja, ich war öfters in Dresden oder Berlin. In der Firma auch nur möglich für Personen mit Leitungsaufgaben.

Größere Autos waren nirgends denkbar.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/ranking-das-sind-die-beliebtesten-dienstwagen-in-deutschland/28195736.html

Für den Anhaltspunkt. Porsche und a6 sehe ich da weniger.

A) es gibt Bereiche zwischen abschaffen und 1:1 beibehalten. Darüber kann man ja mal einfach sprechen. Dachte ich.
B) wie ich sagte, der eigene Diskussionsstandpunkt ist stark von den eigenen Erfahrungen abhängig.

Dieser Artikel spricht übrigens von einem Oberklasse-Marken-Anteil von 40%:
https://www.firmenauto.de/luxusmarken-in-firmenflotten-wie-viel-luxus-braucht-der-fuhrpark-10059635.html#:~:text=Ihr%20Anteil%20liegt%20bei%2028,seiner%20Fah...

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Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 18:15 (vor 684 Tagen) @ herrNick

A) Ohne Wissen vom Thema diskutieren? Gerne, aber bitte ohne mich.

B) 40 Prozent der Neuwagen von Mercedes und Co sind Dienstes. Das sagt aber doch null darüber aus wieviele Prozent aller Dienstwagen Mercedes und Co stellen.

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Guido, Dienstag, 09.08.2022, 18:01 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Die Frage ist doch: Was soll diese Debatte bezwecken?


Flotten in eine sparsame Richtung lenken? -> Führt CO2-Staffeln als Bonus/Malus ein
ÖPNV gegenfinanzieren? -> Wird bei den derzeit gehandelten Zahlen nicht klappen.

Ich hätte ja einen Gegenvorschlag: Wie wäre es mit einem komplett steuerfreien Jobticket seitens des Arbeitgebers? Der Mitarbeiter hat anstelle der Pendlerpauschale ein Anrecht auf Wandlung seines Gehalts in eine Monatskarte für den ÖPNV und dieser geldwerte Vorteil bleibt vollständig steuerfrei.

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Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 18:11 (vor 684 Tagen) @ Guido

Was ist ein Gegenvorschlag? Zu welchem Vorschlag? Der linke Teil in Deutschland will die angeblichen Subventionen bei Dienstwagen abschaffen und darauf willst du gar nicht eingehen?


Zum Vorschlag: Es gibt nur nicht den einen öpnv. Ich wohne in einem anderen Bereich als mein Arbeitgeber ist. Und meine Kunden sind dann irgendwo und werden auch noch monatlich besucht.

Bei mir müsste München bis Nürnberg abgedeckt sein. Alles andere wäre sinnlos.


Einen echten Gegenvorschlag habe ich oben genannt. Ist halt keine Abschaffung und Luisa & Co werden sicher herausfinden, dass das Porsche begünstigt.

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Guido, Dienstag, 09.08.2022, 22:32 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Mir ging es eigentlich darum einen Vorschlag zu machen, wie man Mitarbeiter ohne Chance auf einen Dienstwagen mit Steuerentlastung einen Anreiz für den ÖPNV zu schaffen. Die Regelung mit dem steuerfreien ÖPNV-Ticket gibt es übrigens so ähnlich in AT.
Aber du hast Recht: Das deutsche Steuerrecht ist zu komplex, um mit Leuten, die hauptsächlich im ÖD arbeiten, eine ernsthafte Diskussion über sowas zu führen.

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Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 22:58 (vor 684 Tagen) @ Guido

Wenn wir nur beim Thema ÖPNV-Ticket sind:

Diese Unmengen an Verkehrsverbünden sind aus meiner Sicht "die 80er melden sich". Abschaffen und ein bundesweites Ticket. Bei Deckelung auf 50 Euro wäre das heute bereits steuerfrei für Arbeitnehmer möglich. Also wäre ein Ticket für 49 Euro von der Seite super. Und zusätzlich könnte der Arbeitnehmer sogar die Entfernungspauschale in Anspruch nehmen. Da macht der Arbeitnehmer sogar Gewinn.

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Guido, Dienstag, 09.08.2022, 17:02 (vor 684 Tagen) @ Taifun

Die ganze Diskussion ist komplett verblendet. Und die Menschen ohne Ahnung diskutieren auf der linken Seite am stärksten.

Ich erinnere nur an den heutigen Wirtschaftsminister und seine Kenntnisse über die Pendlerpauschale...

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 17:12 (vor 684 Tagen) @ Guido

Zum Beispiel.

Ich wette, dass 75 Prozent der Dienstwagenprivilegabschaffer-Schreier die Steuern nicht einmal im Ansatz berechnen können.

Das gleiche mit der Abschaffung der Steuerbefreiung von Kerosin. Ist halt ein EU-Thems, dass Deutschland allein gar nicht angehen kann. Deswegen gibt es seit Jahren eine EU-Bürgerinitiative.

9€ Ticket Beliebt aber unbezahlbar

Guido, Dienstag, 09.08.2022, 16:01 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Ich glaube aber schon es gäbe eine Bereitschaft Fahrzeuge in Klassen je Brutto Listenpreis einzugliedern.

Das ist doch heute schon der Fall. Das muss auf den Euro genau nachgewiesen werden. Und bei Elektro und Hybrid gibt es sogar Grenzen für den Steuervorteil, ab dem der nicht mehr gilt.

Ändert aber nichts am Kern einer Steuererhöhung ;)

Wenn es zu teuer wird, lassen die Leute den Dienstwagen eben auf dem Firmenparkplatz stehen, lassen sich die Kosten als Gehalt auszahlen und kaufen oder leasen sich wieder privat einen Wagen.

9 Euro Ticket zeigt, dass Potential da ist

Franke, Montag, 08.08.2022, 17:32 (vor 685 Tagen) @ Davja89

Die stündlich fahrende Regionalbahn nach Würzburg und der zweistündlich fahrende Regionalexpress nach Stuttgart sind derzeit immer wieder zu mehr als 100% belegt. Wenn Leute dauerhaft Bahn statt Auto nutzen sollen, dann braucht es ein größeres Angebot.

9 Euro Ticket zeigt, dass Potential da ist

Ulrich, Dienstag, 09.08.2022, 14:51 (vor 684 Tagen) @ Franke

Die stündlich fahrende Regionalbahn nach Würzburg und der zweistündlich fahrende Regionalexpress nach Stuttgart sind derzeit immer wieder zu mehr als 100% belegt. Wenn Leute dauerhaft Bahn statt Auto nutzen sollen, dann braucht es ein größeres Angebot.

Genau das ist der Punkt. Die Bahn in Deutschland ist seit Jahrzehnten unterfinanziert. Mit Folgen, die jeder sehen kann. Und auch das tödliche Bahnunglück in Bayern vor einiger Zeit könnte auf aus finanziellen Gründen noch nicht beseitigte Gleisschäden zurückzuführen sein.

9 Euro Ticket zeigt, dass Potential da ist

Taifun, Ingolstadt, Dienstag, 09.08.2022, 18:32 (vor 684 Tagen) @ Ulrich

Die Frage am Rand: Was machen die ganzen Arbeiter heute, welche morgen an den Gleisen arbeiten sollen?
Wir haben eine relativ geringe Arbeitslosigkeit, aber Mangel von Arbeitern bei der Bahn bis hin zu Ärzten.

9 Euro Ticket zeigt, dass Potential da ist

ersiees, augsburg, Montag, 08.08.2022, 19:32 (vor 685 Tagen) @ Franke

Die stündlich fahrende Regionalbahn nach Würzburg und der zweistündlich fahrende Regionalexpress nach Stuttgart sind derzeit immer wieder zu mehr als 100% belegt. Wenn Leute dauerhaft Bahn statt Auto nutzen sollen, dann braucht es ein größeres Angebot

So ist es! Die Strecke Augsburg nach Ulm sieht nicht viel besser aus.
Man kam teilweise nur schwer auf der Wegstrecke selbst aus dem Zug raus, weil der Zug so überfüllt war. Das Zugsteigen reine Glückssache wenn die Fahrgäste bereits bis an die Tür zusammengequetscht sind. Vom allgemeinen Sicherheitsaspekt in solch überfüllten Zügen wollen wir noch gar nicht sprechen? Nicht auszudenken was los wäre, muss ein solcher Zug eine Vollbremsung einleiten. Viele Menschen bekommen nicht wirklich halt, um sich nur Ansatzweise festhalten zu können. Aber so wie es aussieht (hört man die FDP) so ist der Bedarf beim ÖPNV wirklich sinnvoll ausgebaut zu bekommen, nicht wirklich von Interesse... klingt irgendwie zynisch, wenn überall davon gesprochen wird die CO2 Emissionen reduzieren zu müssen, sofern die Klimaziele als relevant angesehen werden wollen. Viele Punkte die hier eindeutig thematisiert werden müssen. Hört man Herrn Jesus Lindner, so ist halt kein Geld mehr da. Zum Glück wird die nächsten 10 Jahre knapp 1 Billion in die Bundeswehr investiert... Prioritäten lenken leben. Well done Mr. Weitblick!

Relevante Argumente pro/contra

burz, Lünen, Montag, 08.08.2022, 14:20 (vor 685 Tagen) @ Davja89

Ich fahre aktuell vielleicht 3 Mal im Monat ins Büro. Ansonsten Home Office. Mit ÖPNV bin ich immer länger als eine Stunde unterwegs. Häufig deutlich länger. Mit dem Auto weniger als eine Stunde. Soviel zum Thema Zeitaufwand.

Dennoch habe ich mir das 9-Euro-Ticket zugelegt und bin nicht mit dem Auto ins Büro gefahren. Warum? Weil ich tatsächlich im Sinne des Tickets Energie sparen will. Vorher hätte ich dafür für eine einmalige Hin- und Rückfahrt im ÖPNV circa 25 Euro zahlen müssen. Ohne 9-Euro-Ticket hätte ich garantiert jeweils das Auto genommen.

Das 9-Euro-Ticket hat die Inflation gedämpft

Zoon, Montag, 08.08.2022, 15:08 (vor 685 Tagen) @ burz
bearbeitet von Zoon, Montag, 08.08.2022, 15:12

Das 9-Euro-Ticket dürfte in vielen Haushalten die Inflation gedämpft haben. Wenn man für das Monatsticket statt 45 € nur 9 € zahlt, können mit den ersparten 36 € höhere Preise in anderen Bereichen (teilweise) abgefangen werden.

Das 9-Euro-Ticket hat die Inflation gedämpft

burz, Lünen, Montag, 08.08.2022, 17:34 (vor 685 Tagen) @ Zoon

Das 9-Euro-Ticket dürfte in vielen Haushalten die Inflation gedämpft haben. Wenn man für das Monatsticket statt 45 € nur 9 € zahlt, können mit den ersparten 36 € höhere Preise in anderen Bereichen (teilweise) abgefangen werden.

Das dürfte tatsächlich bei vielen Leuten genauso sein.

Da ich Inflation grundsätzlich kompensieren kann, sieht mein persönlicher volkswirtschaftlicher Effekt des 9-Euro-Tickets so aus, dass ich weniger tanken muss und folglich weniger Energie verbraucht wurde. Der VRR hätte ohne das 9-Euro-Ticket wahrscheinlich keinen Cent von mir gesehen.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Scherben, Kiel, Montag, 08.08.2022, 14:04 (vor 685 Tagen) @ Davja89

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.

Das kommt stark auf die Stadt an. In Kiel ist mein Gefühl, dass so ein 9-EUR-Ticket vor allem für Pendler von außerhalb attraktiv ist, weil es das Pendeln mit dem ÖPNV plötzlich deutlich günstiger als das Pendeln mit dem Auto macht. Für Menschen aus der Stadt selbst war das Monatsticket bereits vorher gar nicht so teuer, und außerdem fahren viele Leute sowieso mit dem Rad zur Arbeit. Auch Leute 50+.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 14:14 (vor 685 Tagen) @ Scherben

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.


Das kommt stark auf die Stadt an. In Kiel ist mein Gefühl, dass so ein 9-EUR-Ticket vor allem für Pendler von außerhalb attraktiv ist, weil es das Pendeln mit dem ÖPNV plötzlich deutlich günstiger als das Pendeln mit dem Auto macht. Für Menschen aus der Stadt selbst war das Monatsticket bereits vorher gar nicht so teuer, und außerdem fahren viele Leute sowieso mit dem Rad zur Arbeit. Auch Leute 50+.

Ja natürlich, wenn der BVB die Tickets plötzlich für 10% des aktuellen Preises anbieten würde und das Gleiche für Essen und Getränke dann würde jeder BVB Fan sicher viel öfter ins Stadion wollen.

Das finanzieren wir, indem wir Gehälter zahlen wie Bochum und wenn die Einnahmen aus der CL weg fallen, dann zahlen wir eben wie Sandhausen.

Da würde sich auch niemand hinstellen und sagen: Es wir so toll angekommen, plötzlich ist BVB für alle machbar.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Montag, 08.08.2022, 14:54 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.


Das kommt stark auf die Stadt an. In Kiel ist mein Gefühl, dass so ein 9-EUR-Ticket vor allem für Pendler von außerhalb attraktiv ist, weil es das Pendeln mit dem ÖPNV plötzlich deutlich günstiger als das Pendeln mit dem Auto macht. Für Menschen aus der Stadt selbst war das Monatsticket bereits vorher gar nicht so teuer, und außerdem fahren viele Leute sowieso mit dem Rad zur Arbeit. Auch Leute 50+.


Ja natürlich, wenn der BVB die Tickets plötzlich für 10% des aktuellen Preises anbieten würde und das Gleiche für Essen und Getränke dann würde jeder BVB Fan sicher viel öfter ins Stadion wollen.

Wenn das Stadion so leer wäre wie die meisten Busse und Bahnen es waren, dann gäbe es bei MC Donald`s den Big Mac und eine Tribünenkarte für 10,99 €.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

tim86, Hamburg, Montag, 08.08.2022, 16:28 (vor 685 Tagen) @ haweka

Wenn das Stadion so leer wäre wie die meisten Busse und Bahnen es waren, dann gäbe es bei MC Donald`s den Big Mac und eine Tribünenkarte für 10,99 €.

Dafür hat das 9 Euro Ticket den Regionen mit ohnehin schon überlasteten ÖPNV den Genickschuss verabreicht. Ich bin mehrmals nicht in U- und S-Bahnen rein gekommen. Meist bin ich in die nächste Bahn gekommen.

6 Mal habe ich, da ich es eilig hatte oder mehrere Bahnen hintereinander weg fahren lassen musste mir ein Taxi genommen. So dass das 9 Euro Ticket bei mir sogar Mehrkosten verursacht hat.

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt. Der HVV geht z.B. davon aus, dass sie frühestens 2030 die durch das 9 Euro Ticket ausgelösten Fahrgastzahlen ohne stöhrungen im Betriebsablauf bewältigen könnten.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 17:06 (vor 685 Tagen) @ tim86

Wenn das Stadion so leer wäre wie die meisten Busse und Bahnen es waren, dann gäbe es bei MC Donald`s den Big Mac und eine Tribünenkarte für 10,99 €.


Dafür hat das 9 Euro Ticket den Regionen mit ohnehin schon überlasteten ÖPNV den Genickschuss verabreicht. Ich bin mehrmals nicht in U- und S-Bahnen rein gekommen. Meist bin ich in die nächste Bahn gekommen.

6 Mal habe ich, da ich es eilig hatte oder mehrere Bahnen hintereinander weg fahren lassen musste mir ein Taxi genommen. So dass das 9 Euro Ticket bei mir sogar Mehrkosten verursacht hat.

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt. Der HVV geht z.B. davon aus, dass sie frühestens 2030 die durch das 9 Euro Ticket ausgelösten Fahrgastzahlen ohne stöhrungen im Betriebsablauf bewältigen könnten.

Wie soll das gehen? Verstaatlichen wir vor Gericht alle Verkehrsbetriebe inklusive der Mitarbeiter?

Denn das 9€ ist ruinös, da gibt es keinen Gewinn. Investitionen also nur auf Pump durch den Staat oder gar nicht. Staat bedeutet aber Stadt, Land oder Bund. Und da gilt weiterhin der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Die Bundesbahn war noch schlechter als die aktuelle Bahn, vergessen viele gerne mal.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Fisheye, Montag, 08.08.2022, 23:32 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Wenn das Stadion so leer wäre wie die meisten Busse und Bahnen es waren, dann gäbe es bei MC Donald`s den Big Mac und eine Tribünenkarte für 10,99 €.


Dafür hat das 9 Euro Ticket den Regionen mit ohnehin schon überlasteten ÖPNV den Genickschuss verabreicht. Ich bin mehrmals nicht in U- und S-Bahnen rein gekommen. Meist bin ich in die nächste Bahn gekommen.

6 Mal habe ich, da ich es eilig hatte oder mehrere Bahnen hintereinander weg fahren lassen musste mir ein Taxi genommen. So dass das 9 Euro Ticket bei mir sogar Mehrkosten verursacht hat.

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt. Der HVV geht z.B. davon aus, dass sie frühestens 2030 die durch das 9 Euro Ticket ausgelösten Fahrgastzahlen ohne stöhrungen im Betriebsablauf bewältigen könnten.


Wie soll das gehen? Verstaatlichen wir vor Gericht alle Verkehrsbetriebe inklusive der Mitarbeiter?

Ich würde vermuten 90 % + X müssen nicht verstaatlicht werden weil sie zu 100 % den Kommunen gehören. Sei es die BSAG in Bremen, der HVV in Hamburg, die BVG in Berlin. Alles kommunale Unternehmen. Die gehören seit jeher dem Staat. Also in dem Fall den Kommunen.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Montag, 08.08.2022, 20:20 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Wenn das Stadion so leer wäre wie die meisten Busse und Bahnen es waren, dann gäbe es bei MC Donald`s den Big Mac und eine Tribünenkarte für 10,99 €.


Dafür hat das 9 Euro Ticket den Regionen mit ohnehin schon überlasteten ÖPNV den Genickschuss verabreicht. Ich bin mehrmals nicht in U- und S-Bahnen rein gekommen. Meist bin ich in die nächste Bahn gekommen.

6 Mal habe ich, da ich es eilig hatte oder mehrere Bahnen hintereinander weg fahren lassen musste mir ein Taxi genommen. So dass das 9 Euro Ticket bei mir sogar Mehrkosten verursacht hat.

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt. Der HVV geht z.B. davon aus, dass sie frühestens 2030 die durch das 9 Euro Ticket ausgelösten Fahrgastzahlen ohne stöhrungen im Betriebsablauf bewältigen könnten.


Wie soll das gehen? Verstaatlichen wir vor Gericht alle Verkehrsbetriebe inklusive der Mitarbeiter?

Dann bitte die Autobahnen und sonstigen Fernstraßen inkl. Bauhöhe privatisieren.


Denn das 9€ ist ruinös, da gibt es keinen Gewinn. Investitionen also nur auf Pump durch den Staat oder gar nicht. Staat bedeutet aber Stadt, Land oder Bund. Und da gilt weiterhin der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Letztlich ist so, dass auch unsere Mobilität mit dem Auto teilweise durch die Allgemeinheit mitfinanziert wird. Mineralölsteuer und Kfz-Steuer reichen bei Weitem nicht aus, um die Kosten für den Autoverkehr auszugleichen.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 18:36 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Im ÖPNV gibt es grundsätzlich keinen Gewinn und muss in irgendeiner Form über Umlage finanziert werden
https://www.zukunft-mobilitaet.net/28179/analyse/finanzierung-des-oepnv-in-deutschland/

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 19:34 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Im ÖPNV gibt es grundsätzlich keinen Gewinn und muss in irgendeiner Form über Umlage finanziert werden
https://www.zukunft-mobilitaet.net/28179/analyse/finanzierung-des-oepnv-in-deutschland/

Gibt die Bilanz diverser Verkehrsbetriebe nicht her, da ist durchaus Gewinn.

Wäre es aber bereits jetzt ruinös, wäre das 9€ sogar noch irrer und ggf gegen die Grundsätze BHO

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Guido, Montag, 08.08.2022, 16:42 (vor 685 Tagen) @ tim86

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt.

Warum eigentlich nur den ÖPNV? Anspruch sollte doch sein, dass man beispielsweise von NRW aus schneller, komfortabler und kostengünstiger in Berlin, Stuttgart oder Hamburg ist, als wenn man mit dem Auto fährt oder gar einen Inlandsflug nimmt. Dass die Massen plötzlich Regionalzüge nehmen um quer durch die Republik zu fahren, war für 3 Monate vielleicht lustig - langfristig kann aber doch eine "Flatrate" für die bundesweite Nutzung des Regionalverkehrs nicht die Lösung sein.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

tim86, Hamburg, Montag, 08.08.2022, 17:26 (vor 685 Tagen) @ Guido

Sicherlich nicht nur den ÖPNV, es ging nur eben um das 9 Euro Ticket.
Aber klar muss auch das Hochgeschwindgkeitsnetz ausgebaut werden und es sollten auch keine unnötigen Halte von Provinzfürsten durchgedrückt werden. Frankreich und Japan zeigen z.B. wie man ein sehr schnelles Hochgeschwindgkeitsnetz organisieren kann.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Montag, 08.08.2022, 17:02 (vor 685 Tagen) @ Guido

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt.


Warum eigentlich nur den ÖPNV? Anspruch sollte doch sein, dass man beispielsweise von NRW aus schneller, komfortabler und kostengünstiger in Berlin, Stuttgart oder Hamburg ist, als wenn man mit dem Auto fährt oder gar einen Inlandsflug nimmt. Dass die Massen plötzlich Regionalzüge nehmen um quer durch die Republik zu fahren, war für 3 Monate vielleicht lustig - langfristig kann aber doch eine "Flatrate" für die bundesweite Nutzung des Regionalverkehrs nicht die Lösung sein.

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann. Wenn das Netz überall gleich gut ausgebaut wäre, wäre das was anderes. Dann könnte man, wie in Luxemburg, sogar einen Schritt weitergehen und es komplett steuerfinanziert machen. Hätte den Vorteil, dass sogar Kosten eingespart werden können rund um den Ticketverkauf und der Kontrolle. Und wer dann immer noch mit einem wesentlich teureren Auto fährt, ist dann selbst schuld. Aber das setzt halt voraus, dass eine entsprechende Möglichkeit besteht. Derzeit sind viele Millionen Menschen faktisch davonführen ausgeschlossen, weil es schlicht kein Netz gibt, oder weil der Arbeitsweg statt 13 Minuten dann zwei Stunden dauern würde. Die Milliarden von Euro sollte man erst einmal in den Ausbau des ÖPNV stecken, statt es einem Teil der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.

Ich weiß schon, was die derzeitigen Nutznießer jetzt wieder mit der geballten Faust in der Tasche denken: „Dann zieh doch einfach in die Großstadt, bist ja selbst schuld, wenn du in nem 12.000 Einwohner Kaff wohnst“. Nur ist das gar keine echte Lösung und verschärft ein anderes Problem. Die Großstädte sind jetzt schon überbucht, wie man an den Immobilienpreisen und Mieten sehen kann. Da ist gar kein Platz für weitere Zuzügler. Der umgekehrte Ansatz ist richtiger: Es muss in ländlichen Gebieten attraktiver werden, damit sich die Lage in den Großstädten entspannen kann.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 07:59 (vor 685 Tagen) @ markus
bearbeitet von Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 08:02

Wie viele Steuerprivilegien, Subventionen oder Fördermaßnahmen fallen dir denn ein, von denen alle gleichermaßen profitieren? Der Erwerb und die Nutzung eines bundesweiten günstigen Nahverkehrstickets steht immerhin allen offen. Das ist bei vielen anderen Förderzielen nicht der Fall. Und in Deutschland ist es selbst im (sehr) ländlichen Raum möglich, irgendwo Anschluss an den ÖPNV zu erreichen (zur Not halt mit dem Auto) und so auch regelmäßig davon zu profitieren.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Scherben, Kiel, Dienstag, 09.08.2022, 07:18 (vor 685 Tagen) @ markus

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann.

Unabhängig davon, dass wir das alle bei unzähligen anderen Themen machen: Warum wird eigentlich ausgeschlossen, dass auch P&R eine Option sein könnte? Wenn man nur zwischen den Alternativen "mit dem Auto von A nach B" und "mit dem ÖPNV von A nach B" entscheiden kann, dann sind natürlich viele Leute de facto vom ÖPNV abgeschnitten. P&R wurde aber doch bereits vor dem 9-EUR-Ticket vielfach zum Pendeln genutzt und kann ebenfalls dazu führen, klimaschützender unterwegs zu sein und zugleich auch netto günstiger.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 10:25 (vor 685 Tagen) @ Scherben

Unabhängig davon, dass wir das alle bei unzähligen anderen Themen machen: Warum wird eigentlich ausgeschlossen, dass auch P&R eine Option sein könnte? Wenn man nur zwischen den Alternativen "mit dem Auto von A nach B" und "mit dem ÖPNV von A nach B" entscheiden kann, dann sind natürlich viele Leute de facto vom ÖPNV abgeschnitten. P&R wurde aber doch bereits vor dem 9-EUR-Ticket vielfach zum Pendeln genutzt und kann ebenfalls dazu führen, klimaschützender unterwegs zu sein und zugleich auch netto günstiger.

Es ist ja sowieso nicht nur eine Frage von Stadt vs. Land. Es geht um unterschiedliche Lebensumstände, die zwangsläufig immer dafür sorgen, dass von so einem Ticket in unterschiedlicher Weise profitiert wird. Der Bewohner einer Großstadt, der nicht pendeln muss und vielleicht auch sonst wenig Anlass hat, sein Stadtviertel zu verlassen, wird eben auch weniger profitieren, als ein Berufspendler auf dem Land, für den das (auch mit der Möglichkeit von P&R) eine echte Ersparnis sein kann.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 12:29 (vor 685 Tagen) @ Wallone

Unabhängig davon, dass wir das alle bei unzähligen anderen Themen machen: Warum wird eigentlich ausgeschlossen, dass auch P&R eine Option sein könnte? Wenn man nur zwischen den Alternativen "mit dem Auto von A nach B" und "mit dem ÖPNV von A nach B" entscheiden kann, dann sind natürlich viele Leute de facto vom ÖPNV abgeschnitten. P&R wurde aber doch bereits vor dem 9-EUR-Ticket vielfach zum Pendeln genutzt und kann ebenfalls dazu führen, klimaschützender unterwegs zu sein und zugleich auch netto günstiger.


Es ist ja sowieso nicht nur eine Frage von Stadt vs. Land. Es geht um unterschiedliche Lebensumstände, die zwangsläufig immer dafür sorgen, dass von so einem Ticket in unterschiedlicher Weise profitiert wird. Der Bewohner einer Großstadt, der nicht pendeln muss und vielleicht auch sonst wenig Anlass hat, sein Stadtviertel zu verlassen, wird eben auch weniger profitieren, als ein Berufspendler auf dem Land, für den das (auch mit der Möglichkeit von P&R) eine echte Ersparnis sein kann.

Der Großstadtbewohner der nicht pendeln muss, profitiert doch am meisten: Er muss nicht pendeln.

Wenn ich aber die Pendler betrachte und sehe, dass PKW fahren auch vorher schon wesentlich teurer war als mit Bus und Bahn pendeln (Ausnahmen vielleicht Fahrgemeinschaften), dann stellt sich mir die Frage, ob man wirklich jene begünstigen sollte, die eh schon deutlich im Vorteil waren/sind. Oder steckt man das gleiche Geld nicht besser erstmal in den Ausbau des Netztes?

P+R klingt toll, ist aber für weitere Wege interessant. Ich hab z.B. derzeit 10 km Fahrtweg mit dem Auto zur Firma. Das dauert ziemlich genau 13 Minuten. Wollte ich mit ÖPNV fahren, so würden daraus laut Google Maps 72 Minuten werden inklusive 24 Minuten Fußweg. Denn der Bus, in dem man steigt, fährt erstmal in die falsche Richtung in einen falschen Ort mit 14 Zwischenstopps. Von dort aus muss man dann umsteigen, in einen Bus mit 8 Zwischenstopps. Ich denke, das ist einleuchtend, dass das nur eine rein theoretische Möglichkeit ist. Ein 9 Euro Ticket führt nicht dazu, dass ich auf ÖPNV umsteige.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Scherben, Kiel, Dienstag, 09.08.2022, 20:43 (vor 684 Tagen) @ markus

Der Großstadtbewohner der nicht pendeln muss, profitiert doch am meisten: Er muss nicht pendeln.

Lölchen. Und die Mieten oder Grundstückspreise klammern wir mal eben aus.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 21:00 (vor 684 Tagen) @ Scherben

Der Großstadtbewohner der nicht pendeln muss, profitiert doch am meisten: Er muss nicht pendeln.


Lölchen. Und die Mieten oder Grundstückspreise klammern wir mal eben aus.

Wichtiger und richtiger Punkt. Aber ist das nicht ein weiteres Argument für den Ausbau des ÖPNV in ländlichen Regionen, damit diese an Attraktivität gewinnen und weniger Menschen auf die Idee kommen nach München, Köln oder Hamburg zu ziehen? Es verschärft doch nur die Nachfrage nach Wohnraum in Großstädten, wenn wir Dinge subventionieren, die hauptsächlich Großstadtbewohner nutzen können.

FDP verhindert Fortschritt

markus, Dienstag, 09.08.2022, 21:55 (vor 684 Tagen) @ markus

Der Großstadtbewohner der nicht pendeln muss, profitiert doch am meisten: Er muss nicht pendeln.


Lölchen. Und die Mieten oder Grundstückspreise klammern wir mal eben aus.


Wichtiger und richtiger Punkt. Aber ist das nicht ein weiteres Argument für den Ausbau des ÖPNV in ländlichen Regionen, damit diese an Attraktivität gewinnen und weniger Menschen auf die Idee kommen nach München, Köln oder Hamburg zu ziehen? Es verschärft doch nur die Nachfrage nach Wohnraum in Großstädten, wenn wir Dinge subventionieren, die hauptsächlich Großstadtbewohner nutzen können.

Permanent mit den ländlichen Regionen zu argumentieren, ist doch Quatsch. Ist das hier ein FDP-Stammtisch? Seit wann interessiert sich die FDP so stark für den ländlichen Raum? Ob der Bus jetzt einmal oder viermal pro Stunde in das nächste Oberzentrum fährt, wird Menschen, junge Menschen schon gar nicht daran hindern nach München, Köln oder Hamburg zu ziehen.

Überraschung, ich lebe derzeit in einer ländlichen Region in der Nähe von Berlin. Die älteren „Ureinwohner“ möchten gar nicht nach Berlin fahren. Zu groß, zu gefährlich, zu verrückt. Die Attraktivität in ländlichen Regionen wird nicht durch mehr Verbindungen in die Großstadt gesteigert, sondern durch eine bessere ärztliche Versorgung, durch mehr soziales Engagement (Ehrenamt, Vereine), Digitalisierung (Arbeitsplätze), Schulen, Freizeiteinrichtungen ...

Mehr Infrastruktur im ländlichen Raum kann nicht durch mehr ÖPNV ersetzt werden. Die (FDP) Lösung, wir werden den Status quo erhalten und weiter täglich die durchschnittlich 15 km pro Tag unsere 85 kg Gewicht mit 2,5 Tonnen Blech zur Arbeit bewegen und nennen es Freiheit.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 14:12 (vor 684 Tagen) @ markus

Der Großstadtbewohner der nicht pendeln muss, profitiert doch am meisten: Er muss nicht pendeln.

Wenn ich aber die Pendler betrachte und sehe, dass PKW fahren auch vorher schon wesentlich teurer war als mit Bus und Bahn pendeln (Ausnahmen vielleicht Fahrgemeinschaften), dann stellt sich mir die Frage, ob man wirklich jene begünstigen sollte, die eh schon deutlich im Vorteil waren/sind. Oder steckt man das gleiche Geld nicht besser erstmal in den Ausbau des Netztes?

P+R klingt toll, ist aber für weitere Wege interessant. Ich hab z.B. derzeit 10 km Fahrtweg mit dem Auto zur Firma. Das dauert ziemlich genau 13 Minuten. Wollte ich mit ÖPNV fahren, so würden daraus laut Google Maps 72 Minuten werden inklusive 24 Minuten Fußweg. Denn der Bus, in dem man steigt, fährt erstmal in die falsche Richtung in einen falschen Ort mit 14 Zwischenstopps. Von dort aus muss man dann umsteigen, in einen Bus mit 8 Zwischenstopps. Ich denke, das ist einleuchtend, dass das nur eine rein theoretische Möglichkeit ist. Ein 9 Euro Ticket führt nicht dazu, dass ich auf ÖPNV umsteige.

Den Netzausbau müsste man natürlich auch vorantreiben. Eine unmittelbare Nachfolgelösung des 9 €-Tickets könnte ja auch so aussehen, dass die derzeitigen Überlastungen zumindest verringert werden. Momentan sieht es aber ja eher so aus, als ob es gar keine Nachfolgelösung gibt. Für dich persönlich ist es natürlich schade, wenn für dich der Umstieg beim Pendeln nicht attraktiv ist. Aber immerhin kannst du das 9 €-Ticket ja auch in der Freizeit nutzen.

Ansonsten hatten wir diese Diskussion glaube ich schon. Du hast da so einen Anspruch, nach dem Autoverkehr und ÖPNV mehr oder weniger gleichbehandelt werden sollten bzw. sich das unterm Strich für Menschen, die in unterschiedlicher Weise auf das Auto angewiesen sind, in gleicher Weise rentieren sollte. Das ist halt nicht zu erfüllen und ist v.a. umwelt- und klimapolitisch auch nicht sinnvoll. Im Gegenteil find ich es etwas kurios, wenn einem angesichts von geschätzten 150 Mrd € jährlichen Folgekosten des Autoverkehrs, die natürlich nicht nur von Autofahrern getragen werden, ausgerechnet beim 9 € Ticket auffällt, dass von dessen Finanzierung nicht alle gleichermaßen profitieren können.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 15:21 (vor 684 Tagen) @ Wallone

Der Großstadtbewohner der nicht pendeln muss, profitiert doch am meisten: Er muss nicht pendeln.

Wenn ich aber die Pendler betrachte und sehe, dass PKW fahren auch vorher schon wesentlich teurer war als mit Bus und Bahn pendeln (Ausnahmen vielleicht Fahrgemeinschaften), dann stellt sich mir die Frage, ob man wirklich jene begünstigen sollte, die eh schon deutlich im Vorteil waren/sind. Oder steckt man das gleiche Geld nicht besser erstmal in den Ausbau des Netztes?

P+R klingt toll, ist aber für weitere Wege interessant. Ich hab z.B. derzeit 10 km Fahrtweg mit dem Auto zur Firma. Das dauert ziemlich genau 13 Minuten. Wollte ich mit ÖPNV fahren, so würden daraus laut Google Maps 72 Minuten werden inklusive 24 Minuten Fußweg. Denn der Bus, in dem man steigt, fährt erstmal in die falsche Richtung in einen falschen Ort mit 14 Zwischenstopps. Von dort aus muss man dann umsteigen, in einen Bus mit 8 Zwischenstopps. Ich denke, das ist einleuchtend, dass das nur eine rein theoretische Möglichkeit ist. Ein 9 Euro Ticket führt nicht dazu, dass ich auf ÖPNV umsteige.


Den Netzausbau müsste man natürlich auch vorantreiben. Eine unmittelbare Nachfolgelösung des 9 €-Tickets könnte ja auch so aussehen, dass die derzeitigen Überlastungen zumindest verringert werden. Momentan sieht es aber ja eher so aus, als ob es gar keine Nachfolgelösung gibt. Für dich persönlich ist es natürlich schade, wenn für dich der Umstieg beim Pendeln nicht attraktiv ist. Aber immerhin kannst du das 9 €-Ticket ja auch in der Freizeit nutzen.

Ansonsten hatten wir diese Diskussion glaube ich schon. Du hast da so einen Anspruch, nach dem Autoverkehr und ÖPNV mehr oder weniger gleichbehandelt werden sollten bzw. sich das unterm Strich für Menschen, die in unterschiedlicher Weise auf das Auto angewiesen sind, in gleicher Weise rentieren sollte. Das ist halt nicht zu erfüllen und ist v.a. umwelt- und klimapolitisch auch nicht sinnvoll. Im Gegenteil find ich es etwas kurios, wenn einem angesichts von geschätzten 150 Mrd € jährlichen Folgekosten des Autoverkehrs, die natürlich nicht nur von Autofahrern getragen werden, ausgerechnet beim 9 € Ticket auffällt, dass von dessen Finanzierung nicht alle gleichermaßen profitieren können.

Dann müssten wir den Vergleich aufstellen: Wie teuer ist die Subvention des ÖPNV je Kopf und wie teuer der Straßenverkehr je Kopf?

Der umwelt- und klimapolitische Aspekt ist ja löblich. Aber da sind wir wieder bei „kein Netz“. Ich bin ja bereit den kostengünstigen um klimafreundlichen Anreiz mitzugehen, aber es wird kein Angebot zur Verfügung gestellt. Die gewünschte Lenkungswirkung kann so nicht eintreten.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 15:31 (vor 684 Tagen) @ markus

Versteh ich jetzt nicht, ein günstiges bundesweites Nahverkehrsticket ist kein Angebot mit Anreizwirkung? Und dass es "kein Netz" gibt, ist doch einfach nicht wahr.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 16:00 (vor 684 Tagen) @ Wallone

Versteh ich jetzt nicht, ein günstiges bundesweites Nahverkehrsticket ist kein Angebot mit Anreizwirkung? Und dass es "kein Netz" gibt, ist doch einfach nicht wahr.

Für viele ist es leider sehr wohl wahr. Nicht jeder wohnt in Ballungsgebieten.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 16:08 (vor 684 Tagen) @ markus

Ok, immerhin haben wir es geschafft, wieder beim Ausgangspunkt anzukommen. :)

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 16:14 (vor 684 Tagen) @ Wallone

Ok, immerhin haben wir es geschafft, wieder beim Ausgangspunkt anzukommen. :)

Ja, du willst eine Lenkungswirkung erwirken ohne (ausreichendes) Angebot. Das funktioniert irgendwie nicht. Selbst wenn der ÖPNV kostenlos wäre, nützt das wenig, wenn kein Zug/Bus kommt, oder man unverhältnismäßig lange unterwegs wäre.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 16:23 (vor 684 Tagen) @ markus

Ach komm. Es gibt doch da kein Alles oder Nichts. Natürlich kann man auch auf Grundlage des derzeitigen ÖPNV-Angebots eine Lenkungswirkung anstreben. Wie gesagt, die Frage wäre halt auch, wie man eine Nachfolgelösung des 9 €-Tickets gestalten würde.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 16:39 (vor 684 Tagen) @ Wallone

Ach komm. Es gibt doch da kein Alles oder Nichts. Natürlich kann man auch auf Grundlage des derzeitigen ÖPNV-Angebots eine Lenkungswirkung anstreben. Wie gesagt, die Frage wäre halt auch, wie man eine Nachfolgelösung des 9 €-Tickets gestalten würde.

Die Wirkung ist dann nur sehr überschaubar. Die, die ein gescheitet Angebot bereits zur Verfügung haben, müssten eigentlich auch zu den normalen Jobticketpreisen das Auto stehen lassen, zumindest wenn sie rechnen können. Es ist ja nicht so, als sei Autofahren günstiger. Das ist schon die ganze Zeit teurer, wenn man wirklich alle Kosten berücksichtigt.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Wallone, Dienstag, 09.08.2022, 18:11 (vor 684 Tagen) @ markus

Sorry, bin etwas verwirrt, wie verschieden du die Folgen günstiger ÖPNV-Tickets interpretierst. Jetzt ist also der Punkt, dass wir unterschiedlicher Meinung sind, ob ein günstigeres Nahverkehrsticket überhaupt eine hinreichende Lenkungswirkung haben kann - weil ein Teil der Leute, für die es sich rechnen würde, trotzdem weiter das Auto nutzt. Okay, an dem Punkt werden wir uns wohl auch nicht mehr einig.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Scherben, Kiel, Dienstag, 09.08.2022, 10:36 (vor 685 Tagen) @ Wallone

Unabhängig davon, dass wir das alle bei unzähligen anderen Themen machen: Warum wird eigentlich ausgeschlossen, dass auch P&R eine Option sein könnte? Wenn man nur zwischen den Alternativen "mit dem Auto von A nach B" und "mit dem ÖPNV von A nach B" entscheiden kann, dann sind natürlich viele Leute de facto vom ÖPNV abgeschnitten. P&R wurde aber doch bereits vor dem 9-EUR-Ticket vielfach zum Pendeln genutzt und kann ebenfalls dazu führen, klimaschützender unterwegs zu sein und zugleich auch netto günstiger.


Es ist ja sowieso nicht nur eine Frage von Stadt vs. Land. Es geht um unterschiedliche Lebensumstände, die zwangsläufig immer dafür sorgen, dass von so einem Ticket in unterschiedlicher Weise profitiert wird. Der Bewohner einer Großstadt, der nicht pendeln muss und vielleicht auch sonst wenig Anlass hat, sein Stadtviertel zu verlassen, wird eben auch weniger profitieren, als ein Berufspendler auf dem Land, für den das (auch mit der Möglichkeit von P&R) eine echte Ersparnis sein kann.

Absolut. Ich hatte als Großstädter bis Mai nur deswegen ein Monatsticket, da es mich effektiv 2,50 EUR kostet.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Zoon, Montag, 08.08.2022, 23:13 (vor 685 Tagen) @ markus

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann. Wenn das Netz überall gleich gut ausgebaut wäre, wäre das was anderes.

Wenn Du Dich das fragst, solltest Du auch berücksichtigen, dass der Teil der Bevölkerung, der im städtischen Raum lebt und vom 9-Euro-Ticket profitiert, einfach sehr gross ist. Fast 80 % der Bevölkerung lebt in Städten, fast 2/3 in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern. Bei den Erwerbstätigen sind große Städte nochmals attraktiver als bei der normalen Bevölkerung. In den fast 40 Städten mit mehr als 200.000 Einwohner lebt fast 25 % der Bevölkerung und mehr als 30 % der Erwerbstätigen. Mit dem ÖPNV werden nicht nur Arbeits- und Freizeiträume sondern auch Wohnräume erschlossen, was hilft Wohnungsnot zu dämpfen. Diese Struktur zu fördern, ist einfach sehr wichtig, zumal wir perspektivisch vor der Umstellung des Autoverkehrs auf E-Autos stehen und sich nicht jeder ein E-Auto wird leisten können.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

PePopp, Montag, 08.08.2022, 23:40 (vor 685 Tagen) @ Zoon

Als wenn du glaubst, dass man in einer "Stadt" mit 20,000 Einwohnern, deine Zahlen suggerieren ja, dass du da sogar noch kleinere "Städte" miteinbeziehst, einen guten ÖPNV hast, dann solltest du dich dringen mal einem Realitätscheck unterziehen.

https://www.morgenpost.de/vermischtes/article233683199/deutsche-bahn-studie-sammeltaxis-autos-fahrgaeste-individual.html

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Zoon, Montag, 08.08.2022, 23:47 (vor 685 Tagen) @ PePopp

Als wenn du glaubst, dass man in einer "Stadt" mit 20,000 Einwohnern, deine Zahlen suggerieren ja, dass du da sogar noch kleinere "Städte" miteinbeziehst, einen guten ÖPNV hast, dann solltest du dich dringen mal einem Realitätscheck unterziehen.

Zum Glück weiß ich, was ich geschrieben habe.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

PePopp, Dienstag, 09.08.2022, 00:00 (vor 685 Tagen) @ Zoon

Als wenn du glaubst, dass man in einer "Stadt" mit 20,000 Einwohnern, deine Zahlen suggerieren ja, dass du da sogar noch kleinere "Städte" miteinbeziehst, einen guten ÖPNV hast, dann solltest du dich dringen mal einem Realitätscheck unterziehen.

Zum Glück weiß ich, was ich geschrieben habe.

Fast 80 % der Bevölkerung lebt in Städten, fast 2/3 in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern.


Die von dir damit gewählte Definition von "Stadt" ist damit halt völlig unzureichend wenn es um die ÖPNV-Anbindung geht.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Zoon, Dienstag, 09.08.2022, 00:22 (vor 685 Tagen) @ PePopp

Die von dir damit gewählte Definition von "Stadt" ist damit halt völlig unzureichend wenn es um die ÖPNV-Anbindung geht.

Ich habe nur geschrieben, dass es dort eine gibt, nicht aber, dass die ÖPNV-Anbindung gut wäre.

Warum immer ein Glaubenskrieg?

Davja89, Montag, 08.08.2022, 19:31 (vor 685 Tagen) @ markus

Mal ganz allgemein:

Warum immer dieser Glaubenskrieg?

Die Zukunft wird nicht nur der ÖPNV sein oder das Lastenfahrad.
Die Zukunft wird nicht nur das Auto sein.

Man wird einen Mischmasch haben. Im Städtischen Bereich tendenziell mehr Zug und Fahhrad. Ergänzt durch Car Sharing.
Im Ländlichen Bereich der eigene Wagen ergänzt durch Zug auf den letzten Kilometern in die Stadt rein.

Das ist der einzigst logische und praktikable Weg. Dafür wäre es jetzt wichtig Konzepte zu entwerfen. Massive Investionen in den ÖPNV. Mit Schnittstellen zum Auto (Pendlerparkplätze 10 km vor den Metropolen). Ergänzen durch subventionierte Angebote (Bikestationen, Roller, Car Sharing).
Das steckt doch alles noch in den Kinderschuhen in Deutschland.

Wir müssen nicht runter von 45mio. Fahrzeugen auf Null. Es würde vollkommen genügen auf 15 Mio oder 20 Mio Wagen runter zu kommen. Das würde unheimlich Platz schaffen in den Städten und trotzdem wäre es für Familien oder Landbewohner möglich weiter wenn benötigt einen eigenen Wagen zunutzen.


PS Ist ein allgemeiner Beitrag zur Diskussion. Nicht explizit auf deinen bezogen.

Warum immer ein Glaubenskrieg?

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 19:38 (vor 685 Tagen) @ Davja89

das haben wir damals auch schon so im 9 Euro Ticket thread raus gearbeitet.

Fakt ist aber, dass im Autoland Deutschland das Auto in den Vordergrund gestellt wird und am Status Quo es sich nichts ändert. Beispiel Tempolimit : es rettet nicht die Welt es wäre aber mal ein Signal und Anfang.

Ansonsten was du auch geschrieben hast :
1. Car sharing
2. Mitfahrgelegenheiten
3. Mobile kleine Busse
4. Ausbau ÖPNV und Bahn
5. Fahrrad, Fußgänger, gleichberechtigter zum Autoverkehr
etc.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 18:32 (vor 685 Tagen) @ markus

Ich frage mich immer noch ob all die Menschen, wie zum Beispiel meine Mutter, die noch nie selbst ein Auto bessen haben oder besitzen den Autoverkehr durch ihre Steuern subventionieren und warum das nicht in irgendeiner Form direkt über die möglich ist, die die Straßen nutzen.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Davja89, Montag, 08.08.2022, 19:21 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Deine Mutter wird aber auch froh sein das der LKW der ihre Lebensmittel in den Laden bringt eine Straße hat ? Das der Online Bote irgendwo seinen Wagen lang fahren kann? Das die Betriebe die das Wirtschaftiche Rückrad dieses Landes sind mit Rohstoffen beliefert werden ? Das die Techniker der Bahn an Stelle XY kommen?
Oder wolltest du überall ne Schiene hinlegen?
Schon sehr naiv.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 19:32 (vor 685 Tagen) @ Davja89

Ist das nicht im Produkt Preis includiert?

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Davja89, Montag, 08.08.2022, 19:36 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Die reinen Kosten des LkWs ? Ja.
Die Kosten für die Straßen und anderes ? Nein.

War nur ein Beispiel. Sollte dir nur aufzeigen das natürlich auch Menschen die kein Auto fahren massiv vom Straßennetz profitieren. Genauso wie Menschen die kein Zug fahren, vom Güterverkehr profitieren.

Wenn du dich nur auf Subventionen fürs Autos an sich beziehst, sind wir uns einig. Die Allgemeinheit muss niemanden seinen Firmenwagen sponsoren.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

klsch, Ort, Montag, 08.08.2022, 18:54 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Ich frage mich immer noch ob all die Menschen, wie zum Beispiel meine Mutter, die noch nie selbst ein Auto bessen haben oder besitzen den Autoverkehr durch ihre Steuern subventionieren und warum das nicht in irgendeiner Form direkt über die möglich ist, die die Straßen nutzen.

Wenn wir so anfangen wird die Liste sehr lang

-Warum finanzieren Nichtraucher den Rauchern die Krankenversicherung
-Warum Entwicklungshilfen von nicht bedürftigen (ich weiß Bsp. ist krass)
-Warum zahlt jemand mit 100k/Jahr mehr Steuern wie jemand mit 20k
-Warum wird Milch von nicht Milchtrinkern subventioniert
-Warum Breitband 5g von Leuten die nie ein Handy hatten
-Warum Küstenschutz von Leuten aus Bayern

usw. usw.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

ersiees, augsburg, Dienstag, 09.08.2022, 02:40 (vor 685 Tagen) @ klsch
bearbeitet von ersiees, Dienstag, 09.08.2022, 02:46

-Warum zahlt jemand mit 100k/Jahr mehr Steuern wie jemand mit 20k

Warum zahlt jemand mit 5Mio im Jahr genauso viel wie jemand mit 100k im Jahr?

usw. usw. oder wie hast du es ausgedrückt?

^^Es klingt fast wie blanker Hohn. Mal ganz davon abgesehen das man mit 20k im Jahr an der Armutsgrenze kratzt, besonders auch auf die gestiegenen Kosten umgerechnet und viele davon mal in Altersarmut abrutschen werden. Was für ein Vergleich, ernsthaft?

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

bigfoot49, Leipzig, Montag, 08.08.2022, 18:56 (vor 685 Tagen) @ klsch

Na erzähl das mal Lindner und markus…

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Montag, 08.08.2022, 18:43 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Ich frage mich immer noch ob all die Menschen, wie zum Beispiel meine Mutter, die noch nie selbst ein Auto bessen haben oder besitzen den Autoverkehr durch ihre Steuern subventionieren und warum das nicht in irgendeiner Form direkt über die möglich ist, die die Straßen nutzen.

Ja, derzeit wird auch der Straßenverkehr noch bezuschusst. Wäre das nicht ein zusätzlicher Anreiz, den ÖPNV auszubauen, damit auch andere Menschen die Möglichkeit haben, kein Auto haben zu müssen? Wenn die Menschen wirklich die Wahl haben, dann kann man auch sagen: „Wenn du trotzdem noch Auto fährst, dann zahlst du ab jetzt alles selbst“.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Taifun, Ingolstadt, Montag, 08.08.2022, 19:06 (vor 685 Tagen) @ markus

Bis eib Kuhkaff wie Wolnzach oder Albersloh so gut angebunden ist, dass man auf das Auto verzichten kann dauert es ewig. Enorme Kosten inklusive.

Das 9 Euro-Ticket ist eine minimale Subvention verglich mit den hohen Kosten für Straßen um die genannten Dörfler anzubinden.

Als Autofahrer aus einem dieser Orte wäre ich froh, wenn ich 10 Kilometer vor München oder Münster in einen fast kostenfreien Zug umsteigen könnte, der alle paar Minuten 20h am Tag fährt.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Fisheye, Montag, 08.08.2022, 18:02 (vor 685 Tagen) @ markus

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt.


Warum eigentlich nur den ÖPNV? Anspruch sollte doch sein, dass man beispielsweise von NRW aus schneller, komfortabler und kostengünstiger in Berlin, Stuttgart oder Hamburg ist, als wenn man mit dem Auto fährt oder gar einen Inlandsflug nimmt. Dass die Massen plötzlich Regionalzüge nehmen um quer durch die Republik zu fahren, war für 3 Monate vielleicht lustig - langfristig kann aber doch eine "Flatrate" für die bundesweite Nutzung des Regionalverkehrs nicht die Lösung sein.


Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann.

Du meinst sowie die E-Auto Prämie? Jedem E-Auto Käufer werden von der Allgemeinheit 6000 € in den Poppes geschoben. Auch von Leuten die kein Auto oder kein Führerschein haben

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

tim86, Hamburg, Montag, 08.08.2022, 17:51 (vor 685 Tagen) @ markus

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann.

Wie stehst du denn dazu, dass die allgemeinheit z.B. den Breitbandausbau oder Mobilfunkempfang auf dem Land subventioniert? Davon hat dann die Stadtbevölkerung auch nichts.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Montag, 08.08.2022, 18:02 (vor 685 Tagen) @ tim86

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann.


Wie stehst du denn dazu, dass die allgemeinheit z.B. den Breitbandausbau oder Mobilfunkempfang auf dem Land subventioniert? Davon hat dann die Stadtbevölkerung auch nichts.

In der Stadt sollte es das selbstverständlich auch geben.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

tim86, Hamburg, Montag, 08.08.2022, 18:26 (vor 685 Tagen) @ markus

In der Stadt wird es aber nicht subventioniert, da es sich da für die Netzbetreiber auch ohne subventionen finanziell lohnt. Würde es die Subvention nicht geben, würde sich in der Stadt nichts ändern, auf den Land müsste man auf das langsamere und teurere Sateliten Internet umsteigen.

Da kosstet dann ca. 100 Euro im Monat mit 100 GB Datenvolumen. Will man eine echte Flatrate kann man gerne noch mehr hinblättern.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Montag, 08.08.2022, 18:31 (vor 685 Tagen) @ tim86

In der Stadt wird es aber nicht subventioniert, da es sich da für die Netzbetreiber auch ohne subventionen finanziell lohnt. Würde es die Subvention nicht geben, würde sich in der Stadt nichts ändern, auf den Land müsste man auf das langsamere und teurere Sateliten Internet umsteigen.

Da kosstet dann ca. 100 Euro im Monat mit 100 GB Datenvolumen. Will man eine echte Flatrate kann man gerne noch mehr hinblättern.

Auf dem Land tut sich aber auch eher wenig und einfach so wird da meist gar nichts gemacht. Es läuft eher so ab, dass zunächst abgefragt wird, wer Interesse hat. Und nur wenn 50 oder 60% verbindlich zusagen, sich an den Kosten zu beteiligen und einen Vertrag abzuschließen, wird Glasfaser ausgebaut. Wenn sich das alles nicht rechnet, weil viel zu wenig Leute mitmachen, passiert nichts.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

herrNick, Montag, 08.08.2022, 17:09 (vor 685 Tagen) @ markus

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt.


Warum eigentlich nur den ÖPNV? Anspruch sollte doch sein, dass man beispielsweise von NRW aus schneller, komfortabler und kostengünstiger in Berlin, Stuttgart oder Hamburg ist, als wenn man mit dem Auto fährt oder gar einen Inlandsflug nimmt. Dass die Massen plötzlich Regionalzüge nehmen um quer durch die Republik zu fahren, war für 3 Monate vielleicht lustig - langfristig kann aber doch eine "Flatrate" für die bundesweite Nutzung des Regionalverkehrs nicht die Lösung sein.


Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann. Wenn das Netz überall gleich gut ausgebaut wäre, wäre das was anderes. Dann könnte man, wie in Luxemburg, sogar einen Schritt weitergehen und es komplett steuerfinanziert machen. Hätte den Vorteil, dass sogar Kosten eingespart werden können rund um den Ticketverkauf und der Kontrolle. Und wer dann immer noch mit einem wesentlich teureren Auto fährt, ist dann selbst schuld. Aber das setzt halt voraus, dass eine entsprechende Möglichkeit besteht. Derzeit sind viele Millionen Menschen faktisch davonführen ausgeschlossen, weil es schlicht kein Netz gibt, oder weil der Arbeitsweg statt 13 Minuten dann zwei Stunden dauern würde. Die Milliarden von Euro sollte man erst einmal in den Ausbau des ÖPNV stecken, statt es einem Teil der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.

Ich weiß schon, was die derzeitigen Nutznießer jetzt wieder mit der geballten Faust in der Tasche denken: „Dann zieh doch einfach in die Großstadt, bist ja selbst schuld, wenn du in nem 12.000 Einwohner Kaff wohnst“. Nur ist das gar keine echte Lösung und verschärft ein anderes Problem. Die Großstädte sind jetzt schon überbucht, wie man an den Immobilienpreisen und Mieten sehen kann. Da ist gar kein Platz für weitere Zuzügler. Der umgekehrte Ansatz ist richtiger: Es muss in ländlichen Gebieten attraktiver werden, damit sich die Lage in den Großstädten entspannen kann.

Hust. Dienstwagenprivileg.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 17:22 (vor 685 Tagen) @ herrNick
bearbeitet von DomJay, Montag, 08.08.2022, 17:27

Man muss einfach den ÖPNV ausbauen, bevor man die Massen auf die Schine holt.


Warum eigentlich nur den ÖPNV? Anspruch sollte doch sein, dass man beispielsweise von NRW aus schneller, komfortabler und kostengünstiger in Berlin, Stuttgart oder Hamburg ist, als wenn man mit dem Auto fährt oder gar einen Inlandsflug nimmt. Dass die Massen plötzlich Regionalzüge nehmen um quer durch die Republik zu fahren, war für 3 Monate vielleicht lustig - langfristig kann aber doch eine "Flatrate" für die bundesweite Nutzung des Regionalverkehrs nicht die Lösung sein.


Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann. Wenn das Netz überall gleich gut ausgebaut wäre, wäre das was anderes. Dann könnte man, wie in Luxemburg, sogar einen Schritt weitergehen und es komplett steuerfinanziert machen. Hätte den Vorteil, dass sogar Kosten eingespart werden können rund um den Ticketverkauf und der Kontrolle. Und wer dann immer noch mit einem wesentlich teureren Auto fährt, ist dann selbst schuld. Aber das setzt halt voraus, dass eine entsprechende Möglichkeit besteht. Derzeit sind viele Millionen Menschen faktisch davonführen ausgeschlossen, weil es schlicht kein Netz gibt, oder weil der Arbeitsweg statt 13 Minuten dann zwei Stunden dauern würde. Die Milliarden von Euro sollte man erst einmal in den Ausbau des ÖPNV stecken, statt es einem Teil der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.

Ich weiß schon, was die derzeitigen Nutznießer jetzt wieder mit der geballten Faust in der Tasche denken: „Dann zieh doch einfach in die Großstadt, bist ja selbst schuld, wenn du in nem 12.000 Einwohner Kaff wohnst“. Nur ist das gar keine echte Lösung und verschärft ein anderes Problem. Die Großstädte sind jetzt schon überbucht, wie man an den Immobilienpreisen und Mieten sehen kann. Da ist gar kein Platz für weitere Zuzügler. Der umgekehrte Ansatz ist richtiger: Es muss in ländlichen Gebieten attraktiver werden, damit sich die Lage in den Großstädten entspannen kann.


Hust. Dienstwagenprivileg.

Richtig, ich seh den Gas- Wasser Installateur mit Dienstwagen direkt vor mir. Diskutiert mit dem Dachdecker ob es sie demnächst ein Porsche oder Maserati als Dienstwagen bekommen.

Wir machen oft den Fehler uns die exponierte Gruppe heraus zu picken (Sylt per 9€ Ticket) Aber viele Dienstwagen sind in erster Linie zweckdienlich weil die Erwartungshaltung an die Nutzer eine gewisse Verfügbarkeit ist. Und dann reden wir in der Masse nicht über Manager.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

herrNick, Montag, 08.08.2022, 18:34 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann. Wenn das Netz überall gleich gut ausgebaut wäre, wäre das was anderes. Dann könnte man, wie in Luxemburg, sogar einen Schritt weitergehen und es komplett steuerfinanziert machen. Hätte den Vorteil, dass sogar Kosten eingespart werden können rund um den Ticketverkauf und der Kontrolle. Und wer dann immer noch mit einem wesentlich teureren Auto fährt, ist dann selbst schuld. Aber das setzt halt voraus, dass eine entsprechende Möglichkeit besteht. Derzeit sind viele Millionen Menschen faktisch davonführen ausgeschlossen, weil es schlicht kein Netz gibt, oder weil der Arbeitsweg statt 13 Minuten dann zwei Stunden dauern würde. Die Milliarden von Euro sollte man erst einmal in den Ausbau des ÖPNV stecken, statt es einem Teil der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.

Ich weiß schon, was die derzeitigen Nutznießer jetzt wieder mit der geballten Faust in der Tasche denken: „Dann zieh doch einfach in die Großstadt, bist ja selbst schuld, wenn du in nem 12.000 Einwohner Kaff wohnst“. Nur ist das gar keine echte Lösung und verschärft ein anderes Problem. Die Großstädte sind jetzt schon überbucht, wie man an den Immobilienpreisen und Mieten sehen kann. Da ist gar kein Platz für weitere Zuzügler. Der umgekehrte Ansatz ist richtiger: Es muss in ländlichen Gebieten attraktiver werden, damit sich die Lage in den Großstädten entspannen kann.


Hust. Dienstwagenprivileg.


Richtig, ich seh den Gas- Wasser Installateur mit Dienstwagen direkt vor mir. Diskutiert mit dem Dachdecker ob es sie demnächst ein Porsche oder Maserati als Dienstwagen bekommen.

Wir machen oft den Fehler uns die exponierte Gruppe heraus zu picken (Sylt per 9€ Ticket) Aber viele Dienstwagen sind in erster Linie zweckdienlich weil die Erwartungshaltung an die Nutzer eine gewisse Verfügbarkeit ist. Und dann reden wir in der Masse nicht über Manager.

Und weil die FDP schon immer der wahre Arbeiterpartei des Landes ist, halten sie so vehement daran fest. Ggf. ist es auch möglich beim Dienstwagenprivileg ein bisschen genauer hinzuschauen wofür der Wagen genutzt wird und zu überlegen, ob ein X5 wirklich steuerlich bevorteilt gehört.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 19:30 (vor 685 Tagen) @ herrNick

Ich frage mich übrigens immer noch, ob es richtig ist, dass die Allgemeinheit ein Ticket subventionieren soll, das nur ein Teil der Bürger faktisch wirklich nutzen kann. Wenn das Netz überall gleich gut ausgebaut wäre, wäre das was anderes. Dann könnte man, wie in Luxemburg, sogar einen Schritt weitergehen und es komplett steuerfinanziert machen. Hätte den Vorteil, dass sogar Kosten eingespart werden können rund um den Ticketverkauf und der Kontrolle. Und wer dann immer noch mit einem wesentlich teureren Auto fährt, ist dann selbst schuld. Aber das setzt halt voraus, dass eine entsprechende Möglichkeit besteht. Derzeit sind viele Millionen Menschen faktisch davonführen ausgeschlossen, weil es schlicht kein Netz gibt, oder weil der Arbeitsweg statt 13 Minuten dann zwei Stunden dauern würde. Die Milliarden von Euro sollte man erst einmal in den Ausbau des ÖPNV stecken, statt es einem Teil der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.

Ich weiß schon, was die derzeitigen Nutznießer jetzt wieder mit der geballten Faust in der Tasche denken: „Dann zieh doch einfach in die Großstadt, bist ja selbst schuld, wenn du in nem 12.000 Einwohner Kaff wohnst“. Nur ist das gar keine echte Lösung und verschärft ein anderes Problem. Die Großstädte sind jetzt schon überbucht, wie man an den Immobilienpreisen und Mieten sehen kann. Da ist gar kein Platz für weitere Zuzügler. Der umgekehrte Ansatz ist richtiger: Es muss in ländlichen Gebieten attraktiver werden, damit sich die Lage in den Großstädten entspannen kann.


Hust. Dienstwagenprivileg.


Richtig, ich seh den Gas- Wasser Installateur mit Dienstwagen direkt vor mir. Diskutiert mit dem Dachdecker ob es sie demnächst ein Porsche oder Maserati als Dienstwagen bekommen.

Wir machen oft den Fehler uns die exponierte Gruppe heraus zu picken (Sylt per 9€ Ticket) Aber viele Dienstwagen sind in erster Linie zweckdienlich weil die Erwartungshaltung an die Nutzer eine gewisse Verfügbarkeit ist. Und dann reden wir in der Masse nicht über Manager.


Und weil die FDP schon immer der wahre Arbeiterpartei des Landes ist, halten sie so vehement daran fest. Ggf. ist es auch möglich beim Dienstwagenprivileg ein bisschen genauer hinzuschauen wofür der Wagen genutzt wird und zu überlegen, ob ein X5 wirklich steuerlich bevorteilt gehört.

Das ist unnötiger sinnfreier Klassenkampf. Der ist seit 20 Jahren outdated. Der gewöhnliche Dienstwagen ist eher Astra, Golf bis 3er BMW/Passat Klasse.

Aber klar ist, dass diese Klasse Volumen bei den deutschen Herstellern ausmachen und damit auch Arbeitsplätze darstellen und Steuereinnahmen. In Wahrheit wird der Staat an diesen Dienstwagen nicht wirklich Geld verlieren eher gewinnen.

Die geringen Anzahl echter Luxus Dienstwagen wiegen wahrscheinlich so schwer wie der krassen Hartz IV Schmarozer bei den Sozialhilfeempfängern. Als Bild recht polarisierend aber tatsächlich nicht die Gruppe um die es wirklich geht.

Mit beiden rette ich nie im Leben den Sozialstaat oder auch das 9€ Ticket.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

herrNick, Montag, 08.08.2022, 20:17 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Hust. Dienstwagenprivileg.


Richtig, ich seh den Gas- Wasser Installateur mit Dienstwagen direkt vor mir. Diskutiert mit dem Dachdecker ob es sie demnächst ein Porsche oder Maserati als Dienstwagen bekommen.

Wir machen oft den Fehler uns die exponierte Gruppe heraus zu picken (Sylt per 9€ Ticket) Aber viele Dienstwagen sind in erster Linie zweckdienlich weil die Erwartungshaltung an die Nutzer eine gewisse Verfügbarkeit ist. Und dann reden wir in der Masse nicht über Manager.


Und weil die FDP schon immer der wahre Arbeiterpartei des Landes ist, halten sie so vehement daran fest. Ggf. ist es auch möglich beim Dienstwagenprivileg ein bisschen genauer hinzuschauen wofür der Wagen genutzt wird und zu überlegen, ob ein X5 wirklich steuerlich bevorteilt gehört.


Das ist unnötiger sinnfreier Klassenkampf. Der ist seit 20 Jahren outdated. Der gewöhnliche Dienstwagen ist eher Astra, Golf bis 3er BMW/Passat Klasse.

Aber klar ist, dass diese Klasse Volumen bei den deutschen Herstellern ausmachen und damit auch Arbeitsplätze darstellen und Steuereinnahmen. In Wahrheit wird der Staat an diesen Dienstwagen nicht wirklich Geld verlieren eher gewinnen.

Die geringen Anzahl echter Luxus Dienstwagen wiegen wahrscheinlich so schwer wie der krassen Hartz IV Schmarozer bei den Sozialhilfeempfängern. Als Bild recht polarisierend aber tatsächlich nicht die Gruppe um die es wirklich geht.

Mit beiden rette ich nie im Leben den Sozialstaat oder auch das 9€ Ticket.

Woher hast Du die Einschätzung Deines „gewöhnlichen Dienstwagens“?
Lt. dieser Seite
https://www.firmenauto.de/luxusmarken-in-firmenflotten-wie-viel-luxus-braucht-der-fuhrpark-10059635.html#:~:text=Ihr%20Anteil%20liegt%20bei%2028,seiner%20Fah...
machen die Premiumhersteller einen sehr großen Teil der Dienstwagen aus.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 20:43 (vor 685 Tagen) @ herrNick
bearbeitet von DomJay, Montag, 08.08.2022, 20:55

Hust. Dienstwagenprivileg.


Richtig, ich seh den Gas- Wasser Installateur mit Dienstwagen direkt vor mir. Diskutiert mit dem Dachdecker ob es sie demnächst ein Porsche oder Maserati als Dienstwagen bekommen.

Wir machen oft den Fehler uns die exponierte Gruppe heraus zu picken (Sylt per 9€ Ticket) Aber viele Dienstwagen sind in erster Linie zweckdienlich weil die Erwartungshaltung an die Nutzer eine gewisse Verfügbarkeit ist. Und dann reden wir in der Masse nicht über Manager.


Und weil die FDP schon immer der wahre Arbeiterpartei des Landes ist, halten sie so vehement daran fest. Ggf. ist es auch möglich beim Dienstwagenprivileg ein bisschen genauer hinzuschauen wofür der Wagen genutzt wird und zu überlegen, ob ein X5 wirklich steuerlich bevorteilt gehört.


Das ist unnötiger sinnfreier Klassenkampf. Der ist seit 20 Jahren outdated. Der gewöhnliche Dienstwagen ist eher Astra, Golf bis 3er BMW/Passat Klasse.

Aber klar ist, dass diese Klasse Volumen bei den deutschen Herstellern ausmachen und damit auch Arbeitsplätze darstellen und Steuereinnahmen. In Wahrheit wird der Staat an diesen Dienstwagen nicht wirklich Geld verlieren eher gewinnen.

Die geringen Anzahl echter Luxus Dienstwagen wiegen wahrscheinlich so schwer wie der krassen Hartz IV Schmarozer bei den Sozialhilfeempfängern. Als Bild recht polarisierend aber tatsächlich nicht die Gruppe um die es wirklich geht.

Mit beiden rette ich nie im Leben den Sozialstaat oder auch das 9€ Ticket.


Woher hast Du die Einschätzung Deines „gewöhnlichen Dienstwagens“?
Lt. dieser Seite
https://www.firmenauto.de/luxusmarken-in-firmenflotten-wie-viel-luxus-braucht-der-fuhrpark-10059635.html#:~:text=Ihr%20Anteil%20liegt%20bei%2028,seiner%20Fah...
machen die Premiumhersteller einen sehr großen Teil der Dienstwagen aus.

40% sind nicht der Großteil. Da fällt dann A4 und C Klasse, A3, A1 und A plus B Klasse ebenfalls darunter. Premium wäre dann E Klasse, 5er + drüber aber ich denke auch das ist dann nur noch eine Teilmenge der 40%.

Bestätigt mich also, dass die Masse keine großen Karren sind und zu 60% nicht-Premium Marken. Was aber auch egal ist, weil der 2ltr Diesel des VW Konzerns im Passat der Gleich ist wie im Golf oder Audi.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

majae, Muc, Dienstag, 09.08.2022, 13:43 (vor 684 Tagen) @ DomJay

Bestätigt mich also, dass die Masse keine großen Karren sind und zu 60% nicht-Premium Marken. Was aber auch egal ist, weil der 2ltr Diesel des VW Konzerns im Passat der Gleich ist wie im Golf oder Audi.

Du findest 40% wenig? Was meinst du was los wäre, wenn der gleiche Anteil an Hartz4-Empfängere Schmarotzer wären und ganz offen gar keinen Bock hätten zu arbeiten?
Und ist deine Aussage "In Wahrheit wird der Staat an diesen Dienstwagen nicht wirklich Geld verlieren eher gewinnen." genauso fundiert?

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

markus, Dienstag, 09.08.2022, 14:03 (vor 684 Tagen) @ majae


Du findest 40% wenig? Was meinst du was los wäre, wenn der gleiche Anteil an Hartz4-Empfängere Schmarotzer wären und ganz offen gar keinen Bock hätten zu arbeiten?

Wo wir grad dabei sind: Wie hoch ist denn der Anteil? Wir suchen händeringend Personal, auch für einfache Tätigkeiten, aber es kommen wenn überhaupt Leute, die man nach nur zwei Stunden wieder nach Hause schickt, weil sie mit jeder Zelle ihres Körpers ausstrahlen, dass sie nicht arbeiten wollen.

Sicher gehört nicht jeder dazu. Aber jemand der gesund ist und wirklich arbeiten möchte, der hat mittlerweile viele Möglichkeiten.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

herrNick, Dienstag, 09.08.2022, 16:17 (vor 684 Tagen) @ markus


Du findest 40% wenig? Was meinst du was los wäre, wenn der gleiche Anteil an Hartz4-Empfängere Schmarotzer wären und ganz offen gar keinen Bock hätten zu arbeiten?


Wo wir grad dabei sind: Wie hoch ist denn der Anteil? Wir suchen händeringend Personal, auch für einfache Tätigkeiten, aber es kommen wenn überhaupt Leute, die man nach nur zwei Stunden wieder nach Hause schickt, weil sie mit jeder Zelle ihres Körpers ausstrahlen, dass sie nicht arbeiten wollen.

Sicher gehört nicht jeder dazu. Aber jemand der gesund ist und wirklich arbeiten möchte, der hat mittlerweile viele Möglichkeiten.

Da gibt es vermutlich mindestens 3 Gruppen
A) Die, die einfach keine Lust haben, obwohl sie könnten
B) Die, die irgendwie wollen, aber Probleme haben anzufangen oder durchzuhalten. Und da ist die Abstufung zwischen (siehe A) und krank meines Wissens nach ziemlich komplex.
C) Die, die nicht anfangen, weil es sich einfach nicht lohnt. Was bei H4 dann gleich wieder gegenrechnet wird, wenn man mal anfängt zu arbeiten ist nicht lustig. Wenn man 40 Stunden die Woche arbeitet, um dann erstmal nur minimal mehr zu haben als H4, schlägt das auf die Motivation. Ich bin mir nicht sicher, ob die aktuellen Regelungen schon der Weisheit letzter Schluss ist.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

herrNick, Montag, 08.08.2022, 21:46 (vor 685 Tagen) @ DomJay

Hust. Dienstwagenprivileg.


Richtig, ich seh den Gas- Wasser Installateur mit Dienstwagen direkt vor mir. Diskutiert mit dem Dachdecker ob es sie demnächst ein Porsche oder Maserati als Dienstwagen bekommen.

Wir machen oft den Fehler uns die exponierte Gruppe heraus zu picken (Sylt per 9€ Ticket) Aber viele Dienstwagen sind in erster Linie zweckdienlich weil die Erwartungshaltung an die Nutzer eine gewisse Verfügbarkeit ist. Und dann reden wir in der Masse nicht über Manager.


Und weil die FDP schon immer der wahre Arbeiterpartei des Landes ist, halten sie so vehement daran fest. Ggf. ist es auch möglich beim Dienstwagenprivileg ein bisschen genauer hinzuschauen wofür der Wagen genutzt wird und zu überlegen, ob ein X5 wirklich steuerlich bevorteilt gehört.


Das ist unnötiger sinnfreier Klassenkampf. Der ist seit 20 Jahren outdated. Der gewöhnliche Dienstwagen ist eher Astra, Golf bis 3er BMW/Passat Klasse.

Aber klar ist, dass diese Klasse Volumen bei den deutschen Herstellern ausmachen und damit auch Arbeitsplätze darstellen und Steuereinnahmen. In Wahrheit wird der Staat an diesen Dienstwagen nicht wirklich Geld verlieren eher gewinnen.

Die geringen Anzahl echter Luxus Dienstwagen wiegen wahrscheinlich so schwer wie der krassen Hartz IV Schmarozer bei den Sozialhilfeempfängern. Als Bild recht polarisierend aber tatsächlich nicht die Gruppe um die es wirklich geht.

Mit beiden rette ich nie im Leben den Sozialstaat oder auch das 9€ Ticket.


Woher hast Du die Einschätzung Deines „gewöhnlichen Dienstwagens“?
Lt. dieser Seite
https://www.firmenauto.de/luxusmarken-in-firmenflotten-wie-viel-luxus-braucht-der-fuhrpark-10059635.html#:~:text=Ihr%20Anteil%20liegt%20bei%2028,seiner%20Fah...
machen die Premiumhersteller einen sehr großen Teil der Dienstwagen aus.


40% sind nicht der Großteil. Da fällt dann A4 und C Klasse, A3, A1 und A plus B Klasse ebenfalls darunter. Premium wäre dann E Klasse, 5er + drüber aber ich denke auch das ist dann nur noch eine Teilmenge der 40%.

Bestätigt mich also, dass die Masse keine großen Karren sind und zu 60% nicht-Premium Marken. Was aber auch egal ist, weil der 2ltr Diesel des VW Konzerns im Passat der Gleich ist wie im Golf oder Audi.

Also Du hast keine Quelle für Deine „gewöhnlichen Dienstwagen“, wer hätte das Gedacht. Ich schrieb übrigens nicht „Großteil“. Und netter Taschenspielertrick einfach einen Audi oder Passat zu einem Golf zu erklären.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 12:27 (vor 686 Tagen) @ Davja89

zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

Ich persöhnliche nutze hauptsächlich den ÖPNV für den Arbeitsweg. Daher habe ich persöhnlich profiert.

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.

Und damit hatte Lindner sogar am Ende Recht. Ich sehe es so:

Ein finanziell interessantes aber auch nachhaltiges Ticket ergibt schon Sinn. Das aktuelle Spaß Fahrten Ticket eher nicht, auch mit Blick auf die Umwelt

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Rupo, Ruhrpott, Montag, 08.08.2022, 13:01 (vor 686 Tagen) @ DomJay

Auto besitzen und fahren ist immer noch zu günstig(siehe auch wieder am Wochenende bei bestem Wetter mal Benzin verbrennen aus Spaß und weil man es kann) . Anfangen von diversen Subventionen bis hin zu den Kollaterschäden für die Umwelt.

Wissing wird ja noch prüfen und dann natürlich zu dem Ergebnis kommen, dass es nichts gebracht hat.

Ich kenne keinen in meiner Blase der das 9 Euro Ticket nicht genutzt hat, es gerne weiter nutzen möchte und auch wenn es manchmal stressig war.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Guido, Montag, 08.08.2022, 13:36 (vor 685 Tagen) @ Rupo

Ich kenne keinen in meiner Blase der das 9 Euro Ticket nicht genutzt hat

Ich kenne niemanden in meiner Blase, der es genutzt hat. Und nun?

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Ollis, Die A7 rauf und runter ;), Montag, 08.08.2022, 13:52 (vor 685 Tagen) @ Guido

Ich kenne keinen in meiner Blase der das 9 Euro Ticket nicht genutzt hat


Ich kenne niemanden in meiner Blase, der es genutzt hat. Und nun?

Ich habe zehn Jahre in einer Großstadt gewohnt und hätte das Ticket dort sicherlich genutzt. Jetzt wohne ich wieder auf dem Land und der nächste Bahnhof ist zwanzig Kilometer entfernt, der Nahverkehr ist eine Katastrophe und das Ticket daher nicht wirklich ein Thema.

Für mich macht dieses Thema nur Sinn, wenn es Teil eines Gesamtkonzeptes für die Verbesserung des ÖPNV ist. Als Einzelmaßnahmen halte ich davon nichts. Dafür sind die Probleme des ÖPNVs und den damit verbundenen fehlende Akzeptanz die größeren Baustellen.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Scherben, Kiel, Montag, 08.08.2022, 13:57 (vor 685 Tagen) @ Ollis

Für mich macht dieses Thema nur Sinn, wenn es Teil eines Gesamtkonzeptes für die Verbesserung des ÖPNV ist. Als Einzelmaßnahmen halte ich davon nichts. Dafür sind die Probleme des ÖPNVs und den damit verbundenen fehlende Akzeptanz die größeren Baustellen.

Du findest bereits jetzt genügend Menschen in diesem Land, die vernünftige ÖPNV-Pendelverbindungen zur Arbeit nutzen könnten, das aber aus Kostengründen nicht tun. Bei einem 9-(oder 29-)EUR-Ticket wäre das anders. Und zugleich muss man natürlich mehr Menschen in diese Position bringen. Das muss aber parallel passieren, nicht nacheinander.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Ollis, Die A7 rauf und runter ;), Montag, 08.08.2022, 14:13 (vor 685 Tagen) @ Scherben

Für mich macht dieses Thema nur Sinn, wenn es Teil eines Gesamtkonzeptes für die Verbesserung des ÖPNV ist. Als Einzelmaßnahmen halte ich davon nichts. Dafür sind die Probleme des ÖPNVs und den damit verbundenen fehlende Akzeptanz die größeren Baustellen.


Du findest bereits jetzt genügend Menschen in diesem Land, die vernünftige ÖPNV-Pendelverbindungen zur Arbeit nutzen könnten, das aber aus Kostengründen nicht tun. Bei einem 9-(oder 29-)EUR-Ticket wäre das anders. Und zugleich muss man natürlich mehr Menschen in diese Position bringen. Das muss aber parallel passieren, nicht nacheinander.

Das mag in den Ballungsräumen stimmen. In meiner Region gibt es aktuell 3 bis 4 Autos pro Familie(!) und der Nahverkehr existiert nur zu Schulzeiten regelmäßig.

Wir sind sicherlich eine extreme Region und ich will auch gar nicht gegen das Ticket argumentieren. Aber Nahverkehr im ländlichen Raum kostet nun einmal
Geld und ich weiß aus beruflichen Gründen, wie hier um jede Buslinie gefeilscht wird.

Daher kann das Ticket gerne eingeführt werden, aber dann muss ich auch grundsätzlich mit dem Thema ÖPNV und seine langfristige Ausrichtung auseinandergesetzt werden.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 13:10 (vor 686 Tagen) @ Rupo

Auto besitzen und fahren ist immer noch zu günstig(siehe auch wieder am Wochenende bei bestem Wetter mal Benzin verbrennen aus Spaß und weil man es kann) . Anfangen von diversen Subventionen bis hin zu den Kollaterschäden für die Umwelt.

Wissing wird ja noch prüfen und dann natürlich zu dem Ergebnis kommen, dass es nichts gebracht hat.

Ich kenne keinen in meiner Blase der das 9 Euro Ticket nicht genutzt hat, es gerne weiter nutzen möchte und auch wenn es manchmal stressig war.

Ja klar, würde man Benzin auf 1€/Ltr subventionieren würde das auch jeder gerne nutzen auch wenn man es vorher gar nicht vor hatte.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Sascha, Dortmund, Montag, 08.08.2022, 12:51 (vor 686 Tagen) @ DomJay

zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

Ich persöhnliche nutze hauptsächlich den ÖPNV für den Arbeitsweg. Daher habe ich persöhnlich profiert.

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.


Und damit hatte Lindner sogar am Ende Recht. Ich sehe es so:

Ein finanziell interessantes aber auch nachhaltiges Ticket ergibt schon Sinn. Das aktuelle Spaß Fahrten Ticket eher nicht, auch mit Blick auf die Umwelt

1. Es sind doch in den betreffenden Monaten gerade viele von denen, die angesprochen werden sollen, nämlich den Berufsverkehrsteilnehmer im Urlaub gewesen und

2. hat da doch bei den zusätzlichen Fahrten sicherlich auch vieles mit dem "Reiz des Neuen" zu tun. Plat gesagt: wer jetzt mit dem 9-Euro-Ticket nach Sylt fährt, weil es auf einmal günstig ist, der macht das ein paar Mal. Aber wenn das alles ein paar Mal gemacht wird, hört das doch auch auf.

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

DomJay, Köln, Montag, 08.08.2022, 13:08 (vor 686 Tagen) @ Sascha

zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

Ich persöhnliche nutze hauptsächlich den ÖPNV für den Arbeitsweg. Daher habe ich persöhnlich profiert.

Leider ist es wohl so das damit kaum Autofahrten verhindert werden sondern eher zusätzliche Reisen gemacht werden oder es einfach günstiger wird für Sowieso-Schon-ÖPNV Nutzer.

Also als Entlastung für Städter sicherlich sinnvoll. Umwelttechnisch eher nicht.


Und damit hatte Lindner sogar am Ende Recht. Ich sehe es so:

Ein finanziell interessantes aber auch nachhaltiges Ticket ergibt schon Sinn. Das aktuelle Spaß Fahrten Ticket eher nicht, auch mit Blick auf die Umwelt


1. Es sind doch in den betreffenden Monaten gerade viele von denen, die angesprochen werden sollen, nämlich den Berufsverkehrsteilnehmer im Urlaub gewesen und

Wahrscheinlich weil das Ticket eine Konsummaßnahme ist und keine Entlastung. Fahrt in die Städte, die Touristen Orte und gebt Geld aus. ;)

Hat funktioniert würde ich sagen, weil Spaßfahrten in das Nähere Umfeld nun jederzeit möglich sind. Die Städte sind rappelvoll, es wird gekauft, gegessen und getrunken. Wer es für den Weg zur Arbeit braucht wäre sicher bereit einen angemessenen Preis zu zahlen. Da kann man dann sicher eine gute Subvention finden die nicht jenseits von Gut und Böse ist wie das 9€ Ticket.

2. hat da doch bei den zusätzlichen Fahrten sicherlich auch vieles mit dem "Reiz des Neuen" zu tun. Plat gesagt: wer jetzt mit dem 9-Euro-Ticket nach Sylt fährt, weil es auf einmal günstig ist, der macht das ein paar Mal. Aber wenn das alles ein paar Mal gemacht wird, hört das doch auch auf.

Aber der Sylt Fahrer scheint trotz wahrscheinlich % kleiner Zahl das Bild des Ticket zu sein. Dabei wird es eher so eine Strecke wie Frechen-Köln sein die massiv genutzt wird. Auf einen McDonalds Burger, nen Kaffee oder Stadtpark chillen ist jetzt jederzeit möglich und es führt zu Belastungen für die Umwelt

9 Euro Ticket reduziert nicht den Verkehr

Davja89, Montag, 08.08.2022, 12:39 (vor 686 Tagen) @ DomJay

Sehe ich ähnlich. Ein fairer Preis irgendwo zwischen 30 und 50 Euro und grössere Gebiete (Bundesland Ebene) wären attraktiv.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Goalgetter1990, Freitag, 05.08.2022, 10:25 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau (Heiz-Öl ist allerdings nach wie vor deutlich teurer als vor dem 24. Februar). Wenn sich das noch angleicht, wird Heizöl zur noch sinnvolleren Heizalternative als Gas. Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Hatebreed, Freitag, 05.08.2022, 15:52 (vor 688 Tagen) @ Goalgetter1990

Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.

Neubau setzt ja wohl hoffentlich auf Erdwärme und hoffentlich niemand kommt auf die Idee, sich eine Ölheizung einzubauen (die wird zurecht in 3 Jahren verboten einzubauen).

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Goalgetter1990, Freitag, 05.08.2022, 16:14 (vor 688 Tagen) @ Hatebreed

Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.


Neubau setzt ja wohl hoffentlich auf Erdwärme und hoffentlich niemand kommt auf die Idee, sich eine Ölheizung einzubauen (die wird zurecht in 3 Jahren verboten einzubauen).

"Das Verbot der Ölheizung enthält zahlreiche Ausnahmen. So gilt es nicht, wenn weder Gas- noch Fernwärmeanschlüsse möglich sind und eine Wärmepumpe aus technischen Gründen nicht infrage kommt. Also immer dann, wenn die Anlage durch einen zu geringen Wärmeschutz oder zu kleine Heizflächen nicht wirtschaftlich arbeitet."

Für viele wird die Ölheizung kurzfristig eine Alternative bleiben. Es würde mich auch nicht wundern, wenn im Laufe der nächsten 24 Monate weitere Ausnahmen dazukommen würden, gerade im ländlichen Bereich.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 11:13 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau (Heiz-Öl ist allerdings nach wie vor deutlich teurer als vor dem 24. Februar). Wenn sich das noch angleicht, wird Heizöl zur noch sinnvolleren Heizalternative als Gas. Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.

Das ist auch wichtig für Industriebetriebe, Anbieter von Fernwärme, etc. Gerade dort, wo die Wärme zentral erzeugt wird, ist eine Umstellung weg vom Erdgas hin zu Heizöl in der aktuellen Mangellage durchaus sinnvoll. Entweder komplett, oder realisiert als Zuheizung.

Boris Palmer hat dazu gestern einen Gastbeitrag im Spiegel verfasst und hier staatliche Zuschüsse verlangt. Auch wenn Palmer sonst gelegentlich Unfug erzählt, dieses Mal scheint mir das ganze recht fundiert zu sein, ich bin mir sicher, er hat sich von Experten beraten lassen: Beispiel Stadtwerke Tübingen - Atomstrom statt Gas? Das kostet!

Wichtig sind auch seine Anmerkungen zum Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung. Anders als mit klassischen Gasturbinenkraftwerken bedient man hier zu einem großen Teil die Grund- und Mittellast. Der Strom ist bereits langfristig verkauft. Fährt man jetzt die Motoren herunter und erzeugt die Wärme nur noch über die Spitzenlast-Kessel, im besten Fall auch noch mit Heizöl, dann wird man regresspflichtig. Man hat den Strom bereits lange im Voraus für z.B. 5 Cent pro kWh verkauft. Dem Käufer muss man nun Strom vom Spotmarkt für z.B. 30 oder 50 Cent pro kWh liefern.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Guido, Freitag, 05.08.2022, 13:31 (vor 688 Tagen) @ Ulrich

Das ist auch wichtig für Industriebetriebe, Anbieter von Fernwärme, etc. Gerade dort, wo die Wärme zentral erzeugt wird, ist eine Umstellung weg vom Erdgas hin zu Heizöl in der aktuellen Mangellage durchaus sinnvoll. Entweder komplett, oder realisiert als Zuheizung.

Übrigens nicht nachvollziehbar in meinen Augen, dass die "Uniper-Umlage" bei Fernwärme nicht gelten soll. Sowohl rechtlich als auch hinsichtlich "gerecht" eine wacklige Sache in meinen Augen

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 10:38 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

Der WTI.
Brent ist noch etwas höher.
Und bei allem nicht vergessen: wird in Dollar gehandelt. Der seit März stärker geworden ist. Heißt der gleiche Dollarpreis im März, kostet nun mehr in Euro.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Guido, Freitag, 05.08.2022, 13:48 (vor 688 Tagen) @ bigfoot49

Der WTI.
Brent ist noch etwas höher.
Und bei allem nicht vergessen: wird in Dollar gehandelt. Der seit März stärker geworden ist. Heißt der gleiche Dollarpreis im März, kostet nun mehr in Euro.

Wobei der Dollar nicht ewig so bleiben wird, dafür ist die Abweichung zur Kaufkraftparität zu hoch und die Inflation in beiden Räumen auf einem zu ähnlichen Niveau. Ich sehe den Dollar im vierten Quartal deutlich schwächer.

Bald am Verzweifeln

moffgat, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 05:37 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Ich bin aktuell beim Thema Energiesparen bald am Verzweifeln und ich denke so wie uns geht es vielen. Im Haus ist eine uralte Gasheizung eingebaut, die einen miserablen Wirkungsgrad hat und vor 40 Jahren völlig falsch konzipiert wurde (Wohungen mit Fußbodenheizung und mit Heizkörpern am selben Wasserkreislauf daher viel zu hohe Vorlauftemperatur). Dazu kommt auch noch, dass der Wirkungsgrad der Heizung bei geringerem Verbrauch sinkt. Das ganze in unserer Wohung verbunden mit einer uralten Fußbodenheizung, die so träge reagiert, dass man sie nicht ordentlich regulieren kann und dazu nur zwei Zustände kennt, kalt oder viel zu warm. Unser Flur wird sinnloserweise immer auf über 26 Grad geheizt, weil sämtliche Leitungen zu den Zimmern durch den Flur gehen. Es blutet mir immer wieder das Herz, wenn ich die Temperatur in den Räumen durch Lüften regulieren muss. Das führt bei uns zu einem Gasverbrauch von 300kWh pro qm und Jahr.

Durch den sinkenden Wirkungsgrad der Heizung, bringt Energiesparen so gut wie gar nichts, die Heizkosten bleiben nahezu unverändert, man erhöht nur die Menge an Energie, die ungenutzt aus dem Schornstein entweicht. Trotz des höheren Strompreises würden wir inzwischen mit einer effizienten und regulierbaren Stromheizung günstiger heizen, was aber von den Stadtwerken nicht empfohlen wird. Der Vermieter bewegt sich überhaupt nicht. Als cherry on top kündigt er stattdessen jetzt auch noch eine Mieterhöhung an. Theoretisch würde der Vermieter erlauben, dass wir uns auf eigene Kosten einen Pelletofen in die Wohnung setzen. Aber so eine Investition in eine Mietwohnung zu tätigen, bin ich eigentlich nicht bereit. Dazu steigt ja auch der Pelletpreis gerade enorm an.

Umziehen wäre die beste Lösung, aber der Wohnungsmarkt ist im Moment so angespannt, dass auch das ein aussichtloses Unterfangen ist. Bei uns im Ort schon garnicht. Nächste Woche wird unsere Tochter eingeschult, es ist also auch ein maximal bescheidener Zeitpunkt um in eine andere Stadt zu ziehen.

Das alles nur um auch mal die Seite derer zu beleuchten, die sehr gerne Energie einsparen würden, es aber nicht können und jetzt vor einem Berg an zusätzlichen Kosten stehen.

Bald am Verzweifeln

lato, berlin, Montag, 08.08.2022, 14:52 (vor 685 Tagen) @ moffgat

Was mir am meisten auf die Nüsse geht ist,daß die jetzige Regierung für die Verteurung der Energiepreise veratwortlich gemacht ,quasi als Überbringer der schlechten Botschaft.Seit den 70ern ist "Das Ende des Wachstums"ein Thema und die weiter so Deutschland und speziell die Klimakanzlerin haben den Umbau zu erneuerbaren Energien blockiert und behindert wo es nur ging.Gerade diese Realitätsverweigerer sind in der Wählergunst im Aufwind,weil weiterhin an der Realität vorbei geredet wird,denn das wir auf einem endlichen Planeten leben scheinen sehr viele nicht wahrhaben zu wollen .Die Energiekrisen wären in dem Ausmass vermeidbar gewesen aber leugnen und ignorieren sind natürlich bequemer .Die Kuppe sind dann Typen wie Söder und Merz,die mt Konzepten von gestern die Lösung anbieten .DAs wird jetzt alles sehr viel teurer und wenn man zu Atomkraft und Kohle zurückkehrt sehr viel dreckiger. Daß die Kids noch so wenig Rabatz machen ist verwunderliich,denn ihre Zukunft wird gerade verdaddelt.

Austauschpflicht?

markus, Freitag, 05.08.2022, 20:12 (vor 688 Tagen) @ moffgat

Da die Heizung älter als 30 Jahre alt ist, müsste die vom Vermieter ausgetauscht werden. Oder liegen eine der Ausnahmen vor? Hier steht mehr:

https://www.heizsparer.de/heizung/wissen/austauschpflicht-fuer-alte-oel-oder-gasheizungen

Austauschpflicht?

moffgat, Volmarstein, Samstag, 06.08.2022, 05:18 (vor 688 Tagen) @ markus

Da die Heizung älter als 30 Jahre alt ist, müsste die vom Vermieter ausgetauscht werden. Oder liegen eine der Ausnahmen vor? Hier steht mehr:

https://www.heizsparer.de/heizung/wissen/austauschpflicht-fuer-alte-oel-oder-gasheizungen

Danke dir, das könnte tatsächlich ein Hebel sein, der mir bisher nicht bekannt war. Ob es aber genau 30 Jahre sind, weiß ich tatsächlich nicht. Die Heizung ist aus den 90ern, ob jetzt aber Anfang oder Mitte, ist für mich nicht herauszufinden. Das war lange vor meiner Mietzeit.

Austauschpflicht?

Thomas, Dortmund, Montag, 08.08.2022, 13:44 (vor 685 Tagen) @ moffgat
bearbeitet von Thomas, Montag, 08.08.2022, 13:48

Danke dir, das könnte tatsächlich ein Hebel sein, der mir bisher nicht bekannt war. Ob es aber genau 30 Jahre sind, weiß ich tatsächlich nicht. Die Heizung ist aus den 90ern, ob jetzt aber Anfang oder Mitte, ist für mich nicht herauszufinden. Das war lange vor meiner Mietzeit.

Das Typenschild gibt wohl Auskunft. Ist aber wohl bei jedem Hersteller anders. Beispiel:
https://vaillant.helpjuice.com/de_DE/heizungsbetrieb/wie-kann-ich-das-baujahr-meiner-heizung-feststellen

Austauschpflicht?

Guido, Montag, 08.08.2022, 13:38 (vor 685 Tagen) @ moffgat

Danke dir, das könnte tatsächlich ein Hebel sein, der mir bisher nicht bekannt war. Ob es aber genau 30 Jahre sind, weiß ich tatsächlich nicht. Die Heizung ist aus den 90ern, ob jetzt aber Anfang oder Mitte, ist für mich nicht herauszufinden. Das war lange vor meiner Mietzeit.

Da müssten doch so Aufkleber an der Seite sein mit den Wartungsterminen. Vielleicht hast du diesbzgl. Glück

Austauschpflicht?

markus, Samstag, 06.08.2022, 08:45 (vor 688 Tagen) @ moffgat

Da die Heizung älter als 30 Jahre alt ist, müsste die vom Vermieter ausgetauscht werden. Oder liegen eine der Ausnahmen vor? Hier steht mehr:

https://www.heizsparer.de/heizung/wissen/austauschpflicht-fuer-alte-oel-oder-gasheizungen


Danke dir, das könnte tatsächlich ein Hebel sein, der mir bisher nicht bekannt war. Ob es aber genau 30 Jahre sind, weiß ich tatsächlich nicht. Die Heizung ist aus den 90ern, ob jetzt aber Anfang oder Mitte, ist für mich nicht herauszufinden. Das war lange vor meiner Mietzeit.

Andere Idee: Falls Rechtsschutzversicherung vorhanden zu einem Anwalt gehen. Oder zur Verbraucherzentrale. Vielleicht können die Druck auf den Vermieter ausüben, das ganze zu modernisieren. Vielleicht ist auch eine Mietminderung drin, das hört sich ja schon nach erheblichen Mängeln an. Ansonsten immer wieder bei Immobilienscout reinschauen.

Austauschpflicht?

moffgat, Volmarstein, Sonntag, 07.08.2022, 05:58 (vor 687 Tagen) @ markus

Immobilienscout ist schon eine gespeicherte Suche eingerichtet und ein Termin beim Mieterverein ist auch schon gebucht. Mal schauen, was dabei rauskommt.

Austauschpflicht?

moffgat, Samstag, 06.08.2022, 06:14 (vor 688 Tagen) @ moffgat

Ich wünsche Dir, das es da zu Bewegung kommt.

Aber diese Austauschpflicht bezieht sich halt schon grundsätzlich eher „nur“ auf den Kessel und die zugehörige Technik. (Da allerdings auch Ausgleichbehälter/Speicherung und so etwas). Aber leider nicht unbedingt auf die Rohrleitungen und Heizkörper. Und da scheint ja einiges (auf jeden Fall aus heutiger Sicht) sehr falsch zu sein in Deinem Fall. Und das kann aufwändig sein, das zu ändern (muss es aber nicht unbedingt, aber die unisolierten Rohre durch den Flur lassen schlimmes vermuten).
Das Haupt-Problem ist tatsächlich dass der Vermieter da auf den ersten Blick nur Kosten aber keinen direkten Nutzen hat…

Bald am Verzweifeln

Davja89, Freitag, 05.08.2022, 17:25 (vor 688 Tagen) @ moffgat

Moin,

Das ist im großen und ganzen absoluter Mist. Wenn der Vermieter sich quer stellt sollte man mittelfristig über einen Wohnungswechsel nachdenken. Würde jetzt aber nix überstürzen. Lieber in den sauren Apfel beissen und irgendwo anders paar Euros zur Seite legen als jetzt zum Schulbeginn alles ins Chaos stürzen.

Irgendwann wird sicherlich auch wieder eine für euch sinnvolle Wohnung frei. Da ist meistens ein langer Atem nötig.

Um Heizkosten zu sparen gab es hier jetzt ja schon paar Ideen. Bezweifel das dir davon wirklich was weiter hilft aber wer weiss ...

Ganz allgemein bin ich grade sehr froh über unseren Fernwärme Anschluss.
Ist auch ein gutes Stück teuer geworden aber im absolut verkraftbaren Rahmen. Noch dazu kein Gewese mit Heiztechnik. Dafür hat man in den guten Zeiten aber auch paar Euros mehr bezahlt.

Bald am Verzweifeln

moffgat, Volmarstein, Samstag, 06.08.2022, 05:21 (vor 688 Tagen) @ Davja89

Das Problem mit allen Vorschlägen hier ist, dass ich in die Mietwohnung ordentlich Geld investieren müsste, um die Heizung zu individualisieren und mich von der zentralen Gastherme unabhängig zu machen. Mit dem Wissen, dass es ohnehin keinen Sinn macht, viel länger in der Wohnung zu bleiben als nötig, ist das in jedem Fall versenktes Geld, dass ich beim Auszug auch noch dem Vermieter schenke. Dazu kommt natürlich auch noch die Notwendigkeit der Zustimmung durch den Vermieter, wenn ich größere Änderungen wie Infrarotpanels mache. Dennoch bin ich wie immer begeistert von der Menge an Fachkompetenz, die hier im Forum zu finden ist.

Infrarot-Panels?

Goalgetter1990, Freitag, 05.08.2022, 08:29 (vor 689 Tagen) @ moffgat

Evtl. könnte man sich ausrechnen, ob es sich lohnt einfach Infrarot-Panels an die Wände anzubringen, eben in den Räumen wo man heizen möchte (so wie das hier https://www.amazon.de/K%C3%B6nighaus-Thermostat-Hersteller-Geld-Zur%C3%BCck-Garantie-Elektroheizung/dp/B09KY2ZW22/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5... ).

Je nach Raumgröße könnte ein Panel pro Raum für um die 130€ schon ausreichen. Wenn man sich ein Panel mit smartem Thermostat holt, kann man zusätzlich den Energieverbrauch optimieren. Das Anbringen sollte nicht sonderlich kompliziert sein.

Infrarot-Panels?

Goalgetter1990, Samstag, 06.08.2022, 09:32 (vor 688 Tagen) @ Goalgetter1990

Evtl. könnte man sich ausrechnen, ob es sich lohnt einfach Infrarot-Panels an die Wände anzubringen, eben in den Räumen wo man heizen möchte (so wie das hier https://www.amazon.de/K%C3%B6nighaus-Thermostat-Hersteller-Geld-Zur%C3%BCck-Garantie-Elektroheizung/dp/B09KY2ZW22/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5... ).

Je nach Raumgröße könnte ein Panel pro Raum für um die 130€ schon ausreichen. Wenn man sich ein Panel mit smartem Thermostat holt, kann man zusätzlich den Energieverbrauch optimieren. Das Anbringen sollte nicht sonderlich kompliziert sein.

Tatsächlich habe ich mir vor ein paar Tagen, vom gleichen Hersteller, eine Infrarotheizung gekauft. Die Idee dahinter, werktags in der großen Küche (Mietwohnung) die Gasheizung nur minimal aufzudrehen und für die 20 Minuten Frühstück gezielt die Infrarotheizung zu benutzen. Ob es funktioniert und Geld spart, ich hoffe es.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

babbatundee, Lüdenscheid und Umland, Freitag, 05.08.2022, 09:41 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

haustec.de/heizung/waermepumpen/waermepumpe-versus-infrarot-was-wird-das-heizsystem-der-zukunft

Ich würde nur Profis statt Amazon da ran lassen; gerade bezogen auf das Thema Anbringung, Regelung, ... Wärmebedarf neben den Möglichkeiten der Ausführung (Wand oder Decke?!).

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 11:21 (vor 689 Tagen) @ babbatundee

haustec.de/heizung/waermepumpen/waermepumpe-versus-infrarot-was-wird-das-heizsystem-der-zukunft

Ich würde nur Profis statt Amazon da ran lassen; gerade bezogen auf das Thema Anbringung, Regelung, ... Wärmebedarf neben den Möglichkeiten der Ausführung (Wand oder Decke?!).

Ich vermute, er ist nur Mieter. Sonst würde er nicht von der theoretischen Möglichkeit eines Umzugs schreiben. Das schränkt den Spielraum extrem ein. Hier wäre der Vermieter gefragt. Sinnvoll wäre eine Komplettsanierung. Optimierung der Wärmedämmung plus völlig neue Heizungsanlage. Da wäre die Wohnung aber für eine gewisse Zeit nicht bewohnbar, der finanzielle Aufwand wäre hoch, man müsste Handwerker finden und die müssten zudem auch Material bekommen. Aktuell wohl selbst wenn der Vermieter wollte utopisch.

Grundsätzlich müsste man darüber nachdenken, Vermieter bei solchen völlig vermurksten Heizungsanlagen und/oder eklatanten Mängeln in der Wärmedämmung bei den Heizkosten mit ins Boot zu holen. Ansonsten finden die zu normalen Zeiten immer jemanden, der die Wohnung trotzdem mietet.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun, Ingolstadt, Freitag, 05.08.2022, 15:36 (vor 688 Tagen) @ Ulrich

Das ist tatsächlich eine Wohnung bei der es absolut Sinn macht den Vermieter an den Heizkosten zu beteiligen.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

markus, Freitag, 05.08.2022, 11:32 (vor 689 Tagen) @ Ulrich

haustec.de/heizung/waermepumpen/waermepumpe-versus-infrarot-was-wird-das-heizsystem-der-zukunft

Ich würde nur Profis statt Amazon da ran lassen; gerade bezogen auf das Thema Anbringung, Regelung, ... Wärmebedarf neben den Möglichkeiten der Ausführung (Wand oder Decke?!).


Ich vermute, er ist nur Mieter. Sonst würde er nicht von der theoretischen Möglichkeit eines Umzugs schreiben. Das schränkt den Spielraum extrem ein. Hier wäre der Vermieter gefragt. Sinnvoll wäre eine Komplettsanierung. Optimierung der Wärmedämmung plus völlig neue Heizungsanlage. Da wäre die Wohnung aber für eine gewisse Zeit nicht bewohnbar, der finanzielle Aufwand wäre hoch, man müsste Handwerker finden und die müssten zudem auch Material bekommen. Aktuell wohl selbst wenn der Vermieter wollte utopisch.

Grundsätzlich müsste man darüber nachdenken, Vermieter bei solchen völlig vermurksten Heizungsanlagen und/oder eklatanten Mängeln in der Wärmedämmung bei den Heizkosten mit ins Boot zu holen. Ansonsten finden die zu normalen Zeiten immer jemanden, der die Wohnung trotzdem mietet.

Mittlerweile ist ein Energieausweis verpflichtend, oder nicht? Das heißt, potentielle Mieter können vorab sehen, dass der Wärmebedarf bei 300 kWh je Quadratmeter liegt. Das ist ein extrem schlechter Wert. Normal sind eher 100 kWh selbst bei Gebäuden aus den 90ern. Dann sollte man als Mieter davon Abstand nehmen, oder die Kaltmiete ist so niedrig, dass man den höheren Verbrauch in Kauf nimmt.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Eibaueristmeinfreund, Freitag, 05.08.2022, 18:20 (vor 688 Tagen) @ markus

der Energieausweis ist eine Schätzung und zwar eine grobe.
Der wirkliche Bedarf kann erheblich abweichen.
Bei älteren Mietwohnungen am besten immer die Vormieter nach dem Verbrauch fragen und hoffen, dass sie ehrlich sind .

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun, Ingolstadt, Freitag, 05.08.2022, 15:37 (vor 688 Tagen) @ markus

Ich nehme an, dass der theoretische Wert weit besser ist.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

moffgat, Volmarstein, Samstag, 06.08.2022, 05:25 (vor 688 Tagen) @ Taifun

Das war er in der Tat. Im Mietvertrag waren 80 Euro als Heizkosten angesetzt was etwas um die 100kWh pro qm entsprochen hätte, bei der ersten Nebenkostenabrechnung waren das dann plötzlich knapp über 200 Euro. Jetzt hab ich für diesen Winter die Vorauszahlung, nur für Heizkosten, auf 500 Euro erhöht. Das ist ziemlicher Wahnsinn.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun, Ingolstadt, Samstag, 06.08.2022, 08:51 (vor 688 Tagen) @ moffgat

Dann würde ich über einen Anwalt klären, wie das funktionieren soll. Eine Fußbodenheizung mit normal heißem Wasser muss doch eigentlich schon immer falsch gewesen sein.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun, Samstag, 06.08.2022, 09:36 (vor 688 Tagen) @ Taifun

Ne es gab schon auch Fubodenheizungsauslegungen für 60Grad Vorlauf.
Heute macht man das natürlich nicht mehr, aber neu legt man normalerweise auch normale Heizkörper nicht mehr mit so hohen VL Temperaturen an

Infrarot-Panels?

bastlke, Kempten, Freitag, 05.08.2022, 09:11 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

Evtl. könnte man sich ausrechnen, ob es sich lohnt einfach Infrarot-Panels an die Wände anzubringen, eben in den Räumen wo man heizen möchte (so wie das hier https://www.amazon.de/K%C3%B6nighaus-Thermostat-Hersteller-Geld-Zur%C3%BCck-Garantie-Elektroheizung/dp/B09KY2ZW22/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5... ).

Je nach Raumgröße könnte ein Panel pro Raum für um die 130€ schon ausreichen. Wenn man sich ein Panel mit smartem Thermostat holt, kann man zusätzlich den Energieverbrauch optimieren. Das Anbringen sollte nicht sonderlich kompliziert sein.

Wir haben im Bad eine FBH, und für den Sommer ein Infrarot Panel an der Decke, falls den Kindern doch mal etwas kalt sein sollte, wenn sie aus der Wanne kommen. Wenn wir die Panels 20 Minuten laufen lassen, merkt man natürlich direkt unter dem Panel das es warm wird, die Auswirkung auf die Raumtemperatur ist aber sehr gering. Das heißt dann, viele Panels lange laufen lassen.

Infrarot-Panels?

moffgat, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 09:40 (vor 689 Tagen) @ bastlke
bearbeitet von moffgat, Freitag, 05.08.2022, 09:47

So hatte ich das bei den Infrarot-Panels auch immer verstanden. Die sind eher dafür da, dass sich Personen im Fokus der Panels warm fühlen. Um den Raum zu heizen, sind sie aber eher ungeeignet, da sie die Luft selber nicht, oder nur indirekt erwärmen, indem sie andere Objekte im Raum aufheizen und diese dann die Wärme abgeben. Zumindest war das mein Stand. Darum halte ich als Alternative zur normalen Heizung eher Ölradiatoren für sinnvoll.

Infrarot-Panels?

babbatundee, Lüdenscheid und Umland, Freitag, 05.08.2022, 09:44 (vor 689 Tagen) @ moffgat

Das ist nicht ganz richtig (und nicht ganz falsch).

In der Aufheiz-Phase einer normalen Heizung profitierst du bei IR-Heizungen sofort von der Wärmestrahlung auf der Haut (wie in der Sonne).

Nach und nach erwärmen sich dann die Wände und geben Wärme ab; bei Deckenpanelen hast du sogar einen Fußbodenheizungs-Effekt.

Um es positiv auszudrücken: Du heizt mehr nach Bedarf, was sich auch positiv auf die Kosten auswirkt.

Infrarot-Panels?

Sascha, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 08:59 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:09 (vor 689 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Thomas, Freitag, 05.08.2022, 09:20

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.

Exakt sowas habe ich immer gehört oder höre ich jetzt noch, wenn es um die Kosten einer PV-Anlage geht.
Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Infrarot-Panels?

Guido, Freitag, 05.08.2022, 09:50 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Ja, tust du. Die 0,06 EUR werden sich bald verdoppeln oder verdreifachen. Das macht die Rechnung natürlich nur noch krasser. Wobei man auch nicht gänzlich schwarzsehen darf. Der derzeitige Gaspreis ist auch nur vorübergehend so hoch. Beruhigt sich die Situation in Russland und funktionieren alternative Lieferketten, wird er auch wieder massiv sinken. Ich würde Gas als Alternative zur Wärmepumpe (zum Heizen) oder grünem Wasserstoff (in der Industrie) noch nicht abschreiben.

Eines ist aber klar: Wir müssen noch viel mehr sanieren und erneuern.

Infrarot-Panels?

markus, Freitag, 05.08.2022, 11:06 (vor 689 Tagen) @ Guido

Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.


Ja, tust du. Die 0,06 EUR werden sich bald verdoppeln oder verdreifachen. Das macht die Rechnung natürlich nur noch krasser. Wobei man auch nicht gänzlich schwarzsehen darf. Der derzeitige Gaspreis ist auch nur vorübergehend so hoch. Beruhigt sich die Situation in Russland und funktionieren alternative Lieferketten, wird er auch wieder massiv sinken. Ich würde Gas als Alternative zur Wärmepumpe (zum Heizen) oder grünem Wasserstoff (in der Industrie) noch nicht abschreiben.

Eines ist aber klar: Wir müssen noch viel mehr sanieren und erneuern.

Naja, die alternativen Lieferketten bestehen doch daraus, dass Gas verflüssigt wird und dann mit Schiffen transportiert werden muss. Das sind Prozesse, die auch auf Dauer deutlich teurer und umweltschädlicher sind, als wenn das Gas einfach 1:1 durch eine Pipeline fließt. Es wird sich vielleicht wieder ein wenig einpendeln, so günstig wie vorher wird es aber wohl nie wieder werden.

Auf der anderen Seite ist eine Wärmepumpe zumindest dann extrem teuer, wenn man zugleich die Kellerdecke und das Dach sanieren und die Fenster erneuern muss. Das sind dann schnell Summen, die viele nicht bereit sind zu investieren. Schon gar nicht, wenn man anschließend nicht selbst, sondern nur der olle Mieter davon profitieren würde.

Infrarot-Panels?

markus, Freitag, 05.08.2022, 09:25 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.


Exakt sowas habe ich immer gehört oder höre ich jetzt noch, wenn es um die Kosten einer PV-Anlage geht.
Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Das ist richtig. Deswegen wundere ich mich immer, wenn es heißt: „sind doch nur ein paar Cent Unterschied“. Aber ein paar tausend mal die paar Cent Unterschied, sind schnell dreistellige Beträge.

Infrarot-Panels?

Hatebreed, Freitag, 05.08.2022, 15:55 (vor 688 Tagen) @ markus

Naja, schnell auch vierstellig.

Infrarot-Panels?

Sascha, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:24 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.


Exakt sowas habe ich immer gehört oder höre ich jetzt noch, wenn es um die Kosten einer PV-Anlage geht.
Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kw/h und Hatebreed mit sagen wir 100 kw/h, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Dabei berücksichtigst du aber nicht, dass Moffgat zum Ersatz des Gasverbrauchs mit Strom heizen muss, der idR deutlich teurer ist als Gas und es auch weiterhin bleiben wird. Ist natürlich im Einzelfall zu betrachten, wenn man einen alten Strom- und einen neuen Gasvertrag hat, kann sich das schon rechnen.

Und der Unterschied zur PV-Anlage ist eben, dass sie auf eine dauerhafte Nutzung von 20 Jahren ausgelegt ist. Diese Investition sollte sich im Idealfall schon in diesem Winter rechnen.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:29 (vor 689 Tagen) @ Sascha

Ist natürlich im Einzelfall zu betrachten, wenn man einen alten Strom- und einen neuen Gasvertrag hat, kann sich das schon rechnen.

Eben. 6 Cent ist ja höchst konservativ gerechnet. Macht man das mit derzeit realitischen 20 Cent und 70 qm sind wir bei 2800 Euro. Berücksichtigen muss man dann auch, was die Panels überhaupt verbrauchen.
Nur was ist denn die Lösung wenn man sagt, das geht nicht und das geht nicht und das rechnet sich auch nicht?

Infrarot-Panels?

Sascha, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:33 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Ist natürlich im Einzelfall zu betrachten, wenn man einen alten Strom- und einen neuen Gasvertrag hat, kann sich das schon rechnen.


Eben. 6 Cent ist ja höchst konservativ gerechnet. Macht man das mit derzeit realitischen 20 Cent und 70 qm sind wir bei 2800 Euro. Berücksichtigen muss man dann auch, was die Panels überhaupt verbrauchen.
Nur was ist denn die Lösung wenn man sagt, das geht nicht und das geht nicht und das rechnet sich auch nicht?

Wenn (und das sind jetzt einfach nur aus der Luft gegriffene Zahlen) Gas 1.000 € mehr kostet und eine Lösung mit Strom insgesamt auch 1.000 € mehr, dann gibt es keine Lösung, mit der sich jetzt kurzfristig wirklich Geld (nicht Gas) sparen lässt. Ob die Situation in der Heizperiode 23/24 dann ähnlich ist und sich das dann doch rechnet, wenn die Anschaffungskosten nicht nur auf ein Jahr, sondern auf zwei Jahre anfallen, ist eine Spekulation, die jeder selber eingehen muss.

Infrarot-Panels?

Guido, Freitag, 05.08.2022, 09:56 (vor 689 Tagen) @ Sascha

Wenn (und das sind jetzt einfach nur aus der Luft gegriffene Zahlen) Gas 1.000 € mehr kostet und eine Lösung mit Strom insgesamt auch 1.000 € mehr, dann gibt es keine Lösung, mit der sich jetzt kurzfristig wirklich Geld (nicht Gas) sparen lässt.

Exakt. Es gibt keine Lösung. Gut zu erkennen am Konsumklima. Muss man halt woanders sparen, wenn man das Geld nicht über hat. Ich wunder mich übrigens sehr darüber, dass unser (von den Stadtwerken betriebenes) Spaßbad die Öffnungszeiten für die Saunalandschaft jetzt von 9 Uhr morgens auf 12 Uhr mittags verschiebt, um Energie zu sparen. Ich halte die Krise für so dramatisch, dass ich der Meinung bin, man könnte auch mal generell 1-2 Jahre ohne Schwitzen, aber was weiß ich schon... Bevor man den Rentnern die Sauna nimmt, streicht man vermutlich lieber Schwimmkurse.

Infrarot-Panels?

Taifun, Ingolstadt, Freitag, 05.08.2022, 10:13 (vor 689 Tagen) @ Guido

Im bösen München werden die Saunen ausgeschaltet.

Infrarot-Panels?

waltrock ⌂ @, Freitag, 05.08.2022, 10:13 (vor 689 Tagen) @ Guido

Warum man bei den aktuellen Temperaturen nicht einfach Mal sämtliche Thermen abschaltet und auf die Außenbecken verweist erschließt sich mir eh nicht, wenn doch jeder qbm zählt.

Ich kenne öffentliche Gebäude die leer stehen, in denen aber die Gasheizung wg. Frostschutz das ganze Jahr laufen. Das ist alles einfach völlig absurd.

Infrarot-Panels?

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 09:18 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Das Problem ist hier ja: moffgat ist an der Stelle dem Besitzer ausgeliefert, der nicht saniert.
Und oben drauf noch die Kaltmiete erhöht.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:23 (vor 689 Tagen) @ bigfoot49

Das Problem ist hier ja: moffgat ist an der Stelle dem Besitzer ausgeliefert, der nicht saniert.
Und oben drauf noch die Kaltmiete erhöht.

Da ist jetzt die Alternative gar nichts zu unternehmen?

Infrarot-Panels?

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 09:35 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Nö.
Nur vergleichst du doch den Gasverbrauch eines sanierten Hauses mit dem einer unsanierten Mietwohnung.
Bei letzterem gibt’s halt nicht viel Spielraum, da er ja nicht mal eben eine neue Heizungsanlage einbauen oder sich PV auf das Dach packen kann etc.

Die eigene Heizleistung drosseln sorgt anscheinend für Probleme.
Heizen mit Strom geht natürlich. Aber ob sich das lohnt, müsste er durchrechnen.

Ultima Ratio wäre dann wohl Auszug (was aufgrund der Kaltmietenerhöhung evtl. generell schon doppelt attraktiv sein könnte, auch wenn umziehen kacke ist…), aber natürlich auch mit Kosten einhergeht.

Infrarot-Panels?

Blarry, Essen, Freitag, 05.08.2022, 09:13 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Wenn ich den Post richtig lese, wohnt Moffgat zur Miete, und hat daher nur begrenzte Möglichkeiten zur Anbringung einer PVA. Also müssen wir zu den Kosten der PVA noch die Kosten für ein Eigenheim dazurechnen, was je nach Lage und benötigter Größe mit mindestens 300.000 Euro in die Rechnung eingeht. Das schiebt den Zeitpunkt der Amortisierung ein klein wenig nach hinten.

Ach ja:

Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kw/h und Hatebreed mit sagen wir 100 kw/h

Kilowattstunden kWh != Kilowatt pro Stunde. Mit 300 kW/h Leistungsabgabe durch die Heizung müsste seine Familie definitiv nicht frieren. ;)

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:20 (vor 689 Tagen) @ Blarry

Wenn ich den Post richtig lese,

Nein und ja, ich habe einen Querstrich zuviel gesetzt. Wahnsinn.

Infrarot-Panels?

Blarry, Essen, Freitag, 05.08.2022, 09:03 (vor 689 Tagen) @ Sascha

Plus die Stromkosten für den Betrieb der Panele, was ebenfalls nicht billig sein wird.

Infrarot-Panels?

todesbrei, Copitz, Freitag, 05.08.2022, 08:51 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

die habe ich tatsächlich auch schon eine Weile auf dem Schirm

Jemand Erfahrungen damit ?

Infrarot-Panels?

bigfoot49, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 09:17 (vor 689 Tagen) @ todesbrei

Hatten die mal in einer Urlaubsunterkunft.
Wärme wurde in dem Strahlungsbereich schnell angenehm spürbar, nur irgendwann zu warm, was aber an den bescheuerten Einstellungen dort lag (Thermostate im Raum ohne Funktion, zentral verwaltet und die Verwaltung vor Ort wirkte mit der neuen Technik des Besitzers generell überfordert ;-)).

Zu den Kosten dort können wir nix sagen.
Generell müsstest halt ausrechnen, wieviel eine IR-Heizung verbraucht, wie lange du die laufen lassen willst und den Strompreis ansetzen. Und das dann mit deiner „normalen“ Heizart vergleichen, was je nach Bedingung (Eigentümer oder Mieter, direkter Bezug von Rohstoff oder Fernwärme) sich einfach oder kompliziert gestalten kann.

Infrarot-Panels?

todesbrei, Copitz, Freitag, 05.08.2022, 09:44 (vor 689 Tagen) @ bigfoot49

Das ist die generelle Schwierigkeit die sich bei mir gerade darstellt. Ich habe eine Gasheizung plus Solarthermi auf den Dach. Diese funktionieren in Verbund aber recht ineffektiv. Der Winter wird tatsächlich zeigen wie viel ich ohne Gas auskomme, ob die Sonne soweit reicht um Beispielsweisedas Haus hoch zu heizen und auch noch Warmwasser zu liefern, ab März gar kein Problem die Frage ist wie sich das in den kalten, sonnenarmen Monaten, verhält.

Aber denke werd erstmal mit einen Radiator zum testen arbeiten, da hab ich noch 3 da :-D

Infrarot-Panels?

moffgat, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 08:39 (vor 689 Tagen) @ Goalgetter1990

Es würden wahrscheinlich sogar einfache Ölradiatoren für alle Zimmer tun und wir würden durch die bessere Regulierbarkeit wahrscheinlich sogar deutlich billiger dabei wegkommen. Allerdings sagen alle Experten und die Stadtwerke, dass man genau das eben nicht machen soll, weil sonst die Stromnetze gefährdet sind. Darum weiß ich auch nicht, ob das der richtige Weg ist.

Infrarot-Panels?

Franke, Freitag, 05.08.2022, 20:05 (vor 688 Tagen) @ moffgat

Es würden wahrscheinlich sogar einfache Ölradiatoren für alle Zimmer tun und wir würden durch die bessere Regulierbarkeit wahrscheinlich sogar deutlich billiger dabei wegkommen. Allerdings sagen alle Experten und die Stadtwerke, dass man genau das eben nicht machen soll, weil sonst die Stromnetze gefährdet sind. Darum weiß ich auch nicht, ob das der richtige Weg ist.


Frag die Stadtwerke, was sie Dir für dein Problem empfehlen können. Wenn das nicht hilfreich erscheint, dann musst Du an Dich und deine Familie denken.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 08:48 (vor 689 Tagen) @ moffgat

Die Stromnetze werden nicht gefährdet, wenn du jetzt die Dinger anschmeißt. Wenn sowas im Winter alle machen, ja dann vielleicht. Aber das wird nur passieren, wenn wir gar kein Gas mehr haben. Bis dahin solltet ihr euch das Leben wieder besser machen.

Bald am Verzweifeln

Hatebreed, Freitag, 05.08.2022, 08:09 (vor 689 Tagen) @ moffgat

Das führt bei uns zu einem Gasverbrauch von 300kWh pro qm und Jahr.

Das ist ja komplett Wahnsinn... Wir haben unseren Altbau nach Sarnierung auf 81kWh/qm gebracht und da sehe ich auf jeden Fall noch Optimierungspotential.

Bald am Verzweifeln

Hatebreed, Freitag, 05.08.2022, 15:50 (vor 688 Tagen) @ Hatebreed

Wir sind lange nicht so gut, aber mit 111 kWh / Jahr und am, auch lange nicht so schlecht wie der Vorposter.

Aber das ist auch im Rahmen des - aus Vorkriegssicht - wirtschaftlich sinnvollen optimiert. Für reine Verbrauchsoptimierung gäbe es noch Optionen, die sich aber wahrscheinlich noch nicht einmal mit den aktuellen Preisaussichten rechnen würden, da der Aufwand halt enorm wäre um die letzten paar Prozent heraus zu kitzeln.

Bald am Verzweifeln

moffgat, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 08:40 (vor 689 Tagen) @ Hatebreed

Das ist ja komplett Wahnsinn... Wir haben unseren Altbau nach Sarnierung auf 81kWh/qm gebracht und da sehe ich auf jeden Fall noch Optimierungspotential.

Von solchen Werten können wir nur träumen. :(

Bald am Verzweifeln

Eibaueristmeinfreund, Freitag, 05.08.2022, 06:18 (vor 689 Tagen) @ moffgat

Ich kann diese Situation nachvollziehen.
Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand, sodass auch bei eiserner Disziplin kaum Einspareffekte eintreten.
Die naiven Vorschläge aus Politik und Medien einfach mal die Raumtemperatur abzusenken, sind deshalb pure Verzweiflung bzw. Populusmus .
Vor allem in älteren Mietobjekten sind Uraltheizungen am Werkeln, wo nichts einzusparen ist, außer man stellt die Heizung aus .
Eine Ursache sehe ich darin, dass sämtliche Kosten des Heizens, auch Wartungen, der Mieter tragen muss.
Dem Vermieter kann deshalb der Zustand der Heizung völlig egal sein.
Nicht alle Vermieter sind so gleichgültig, trotzdem zu viele .

Ich befürchte für die Heizperiode wirklich, dass viele zum letzten Mittel des Sparens greifen und nur noch Heizen, wenn es bitterkalt wird.
Nachfolgend sind dann leider Substanzschäden an Gebäuden durch Schimmel zu erwarten.
Eine Lösung habe ich auch nicht, aber jetzt rächt sich der massive Investitionsstau bei Heizsystemen und Energiesparmaßnahmen.
Den kann man nun nicht einfach per Dekret beheben, zudem die Kosten für Material und Personal deutlich steigen .

Bald am Verzweifeln

moffgat, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 08:45 (vor 689 Tagen) @ Eibaueristmeinfreund

Eine Ursache sehe ich darin, dass sämtliche Kosten des Heizens, auch Wartungen, der Mieter tragen muss.
Dem Vermieter kann deshalb der Zustand der Heizung völlig egal sein.

das ist leider tatsächlich eines der Probleme. Der Fairness halber muss ich aber auch sagen, dass wir diesen Zustand jahrelang toleriert haben, weil das Gas billig war und es ja alles irgendwie bezahlbar war. Jetzt rächt sich das. Man hätte viel früher hier die Reißleine ziehen müssen und ausziehen müssen. Das erste böse Erwachen kam erst 1,5 Jahre nach dem Einzug mit der ersten echten Nebenkostenabrechnung. Aber wer zieht schon nach so kurzer Zeit wieder aus, wenn er gerade viel in eine neue Küche, die Wohnung und den Umzug investiert hat.

Bald am Verzweifeln

Hatebreed, Freitag, 05.08.2022, 08:07 (vor 689 Tagen) @ Eibaueristmeinfreund

Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand

Also ich nehme wahr: Entweder top neu oder komplett veraltet.
Ich bin froh, dass wir während der Lockdowns und Corona und Haus komplett sarniert haben zu den "alten" Baustoffpreisen und Handwerkerlöhnen...

Bald am Verzweifeln

Hatebreed, Samstag, 06.08.2022, 08:03 (vor 688 Tagen) @ Hatebreed

Der Eindruck entsteht, weil natürlich diese Extreme das ist, wozu man sich äußert… wir zB sind dazwischen ;-)

Bald am Verzweifeln

Mob-Jenson, Siegen, Freitag, 05.08.2022, 09:01 (vor 689 Tagen) @ Hatebreed

Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand


Also ich nehme wahr: Entweder top neu oder komplett veraltet.
Ich bin froh, dass wir während der Lockdowns und Corona und Haus komplett sarniert haben zu den "alten" Baustoffpreisen und Handwerkerlöhnen...

Das kommt ja jetzt auch noch dazu. Plus steigende Zinsen. Mal eben die Heizung optimieren/renovieren etc. ist für den Großteil der Hausbesitzer derzeit einfach nicht drin.
Wenn ich überlege das nächste Woche der Öltanker mit 3-4000 Litern kommt und mal eben 2-3 Monatslöhne mitnimmt, kann einem schon schwindelig werden.
Wir sind derzeit am überlegen ob wir uns nicht einen Holzofen als Zusatz in den Keller stellen. Gott sei Dank haben wir zwei Kamine im Haus.

Bald am Verzweifeln

Eibaueristmeinfreund, Freitag, 05.08.2022, 08:58 (vor 689 Tagen) @ Hatebreed

Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand


Also ich nehme wahr: Entweder top neu oder komplett veraltet.
Ich bin froh, dass wir während der Lockdowns und Corona und Haus komplett sarniert haben zu den "alten" Baustoffpreisen und Handwerkerlöhnen...

Wie immer gilt, dass man das nicht pauschal sagen kann.
Die sich jetzt anbahnende (Heiz)Energiekrise ist aber nur ein Beschleuniger beim Sichtbarmachen der Versäumnisse.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 15:09 (vor 689 Tagen) @ Thomas

https://www.br.de/nachrichten/bayern/wirklich-zurueck-zur-atomkraft-soeder-und-merz-besuchen-isar-2,TDVXrdl

Fritze Maverick Merz ist mit seinem, es verbraucht viel weniger als ein PKW und es war immer mein Kindheitstraum, Propellerflugzeug nach Bayern geflogen und ist mit dem, ich will keine Monster trassen, Söder Markus zur Isar2 gepilgert.

Beide haben das, modernste AKW in Europa (Merz), besichtigt, eine Probe genommen und den Daumen nach oben gehoben.

In einem Technik affinen Land (Vorsprung durch eben jene) ist es wirklich klasse zu sehen, dass der Bundeskanzler sich mit Turbinen und der Oppositionschef mit AKW auskennt.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 15:52 (vor 686 Tagen) @ Rupo

Wenn die Oberheuschrecke dem Heuschreckenlobbyisten erklärt, wo die Zukunft liegt: bei Sonne, Wind und Wasserstoff, scheinbar außerhalb Bayerns.

https://www.cnbc.com/2022/08/05/goldman-doesnt-see-nuclear-as-a-transformational-tech-for-the-future.html

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

libertador, Sonntag, 07.08.2022, 16:01 (vor 686 Tagen) @ Zoon

Wenn die Oberheuschrecke dem Heuschreckenlobbyisten erklärt, wo die Zukunft liegt: bei Sonne, Wind und Wasserstoff, scheinbar außerhalb Bayerns.

https://www.cnbc.com/2022/08/05/goldman-doesnt-see-nuclear-as-a-transformational-tech-for-the-future.html

Man sollte den Inhalt schon vollständig wiedergeben. Es geht los mit: "Nuclear has a role to play in the years ahead but it should not be seen as a 'transformational' technology, according to Goldman Sachs." Außerdem wird noch davon gesprochen, dass es weniger Stilllegungen und einige Neubauten geben sollte.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Ulrich, Sonntag, 07.08.2022, 16:55 (vor 686 Tagen) @ libertador

Wenn die Oberheuschrecke dem Heuschreckenlobbyisten erklärt, wo die Zukunft liegt: bei Sonne, Wind und Wasserstoff, scheinbar außerhalb Bayerns.

https://www.cnbc.com/2022/08/05/goldman-doesnt-see-nuclear-as-a-transformational-tech-for-the-future.html


Man sollte den Inhalt schon vollständig wiedergeben. Es geht los mit: "Nuclear has a role to play in the years ahead but it should not be seen as a 'transformational' technology, according to Goldman Sachs." Außerdem wird noch davon gesprochen, dass es weniger Stilllegungen und einige Neubauten geben sollte.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Das, was Merz und Söder von sich geben, ist einfach nur Unfug. Eventuell sind beide ja zu lange im "Kern des Reaktors" gewesen?

Fangen wir mal mit der Wiederinbetriebnahme von bereits stillgelegten AKW an. Die haben ihre Betriebsgenehmigung verloren. Bevor sie wieder ans Netz gehen könnten müssten sie ein neues Genehmigungsverfahren komplett durchlaufen. Dabei sind aber Anforderungen zu erfüllen, die nur aktuelle AKW-Typen wie z.B. der EPR erreichen.

Um einmal das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zu zitieren:

"Für die am 31.12.2021 abgeschalteten Anlagen ist die Berechtigung zum Leistungsbetrieb aufgrund der gesetzlichen Regelung erloschen. Ein Betrieb könnte nur aufgrund einer gesetzlichen Aufhebung des Erlöschens und einer gesetzlichen Laufzeitverlängerung erfolgen. Diese Entscheidungen des Gesetzgebers kämen hier einer "Neugenehmigung" gleich.

Ein derartiges Gesetz ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts inhaltlich und verfahrensrechtlich weitgehend wie eine entsprechende behördliche Entscheidung zu behandeln. Der Bundestag müsste die ähnlichen Verfahrensschritte einschließlich Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) dann selbst vornehmen. Insbesondere ist es im Hinblick auf den grundrechtlich geschützten Anspruch auf die bestmögliche Schadensvorsorge erforderlich, den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik der Nachweisführung zugrunde zu legen. Demnach müsste auch nachgewiesen werden, dass die Auswirkungen von Kernschmelzunfällen auf das Anlagengelände begrenzt werden können. Dieser Standard, den zum Beispiel der AKW-Typ EPR umsetzt, ist durch Nachrüstungen nicht zu erreichen. Das Bundesverfassungsgericht hat für Neugenehmigungen entschieden, dass dann, wenn die nach theoretischen wissenschaftlichen Konzepten erforderliche Schadensvorsorge praktisch nicht erreicht werden kann, die Genehmigung für ein Atomkraftwerk nicht erteilt werden darf. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass ein die Genehmigung ersetzendes Gesetz bereits im Eilverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht aufgehoben würde. (Quelle: BMUV)"

Und auch für eine Laufzeitverlängerung gibt es ganz massive Hürden. Bei AKW müssen alle zehn Jahre umfangreiche Sicherheitsprüfungen durchgeführt werden. Für die Inspektion des Primärkreislaufs müssen die Reaktoren dabei für einen längeren Zeitraum herunter gefahren werden. Bei Isar 2 wurde die letzte Revision bereits 2009 durchgeführt. Die nächste ist bereits seit drei Jahren überfällig. Man hatte darauf angesichts des Laufzeitendes 2022 verzichtet. U.a. auch deshalb, weil die Vorgaben für diese Revision aus den Achtzigern stammen und angesichts der seitdem erzielten Fortschritte bei der Prüftechnik völlig veraltet waren. Man hätte sie eigentlich komplett anpassen müssen. Selbst bei einen "Streckbetrieb" würde sich die Frage stellen, ob der ohne neue Überprüfung möglich wäre. Die nächste Frage wäre, ob so ein Streckbetrieb überhaupt von der Betriebsgenehmigung gedeckt wäre. Es gibt bei AKWs zahlreiche sehr enge Vorgaben. So darf man beispielsweise bei weitem nicht alle Brennelemente verwenden, auch da sind die Hersteller und Typen vorgeschrieben. Im Volllastbereich darf man während der gesamten Betriebszeit 100.000 Lastwechsel 100 Prozent - 80 Prozent - 100 Prozent fahren. Aber nur 400 100 Prozent - 0 Prozent - 100 Prozent. So viel zu Aussagen von Spahn und Co. AKWs könnten auch als Spitzenlastkraftwerke eingesetzt werden.

Das Laufzeitende der Anlagen ist aktuell für Ende 2020 gesetzlich festgeschrieben. Für eine Verlängerung müsste man weitaus mehr tun als nur ein paar Datumsangaben in Gesetzen zu ändern. Und selbst dann könnte man sich keineswegs sicher sein, dass nicht ein Gericht die Anlagen vorläufig stilllegt. Gut möglich, dass man zunächst eine -unter Umständen Jahre dauernde- Sicherheitsüberprüfung durchführen und danach ggf. Nachrüstungen vornehmen müsste, bevor die Anlagen weiter laufen dürfen.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 16:45 (vor 686 Tagen) @ libertador
bearbeitet von Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 17:04

Man sollte den Inhalt schon vollständig wiedergeben.

Ich habe zitiert. Zitate sind immer unvollständig. Wichtig ist, dass sie den Inhalt nicht verfremden. Das hat mein Zitat auch nicht getan, weil GS wirklich erklärt, dass Atomkraft keine Zukunftstechnologie ist.

Es geht los mit: "Nuclear has a role to play in the years ahead but it should not be seen as a 'transformational' technology, according to Goldman Sachs." Außerdem wird noch davon gesprochen, dass es weniger Stilllegungen und einige Neubauten geben sollte.

Das meint Brückentechnologie, nicht Zukunftstechnologie. Dass die Kernkraft als Brueckentechnologie noch eine Rolle spielen wird, ist eine Binsenweisheit, einfach weil es zu viele Staaten gibt, die noch auf Kernkraft setzen und lieber noch ein neues AKW bauen als in die Zukunftstechnologien zu investieren.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Aber nein, das klingt gar nicht kompatibel mit der Unionspolitik, die den Auf- und Ausbau der Zukunftstechnologien sabotiert, die "Streckung von Laufzeiten" fordert und nun schon wieder über "neue Formen der Kernenergie" (Merz) nachdenkt.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

libertador, Sonntag, 07.08.2022, 18:07 (vor 686 Tagen) @ Zoon

Das meint Brückentechnologie, nicht Zukunftstechnologie. Dass die Kernkraft als Brueckentechnologie noch eine Rolle spielen wird, ist eine Binsenweisheit, einfach weil es zu viele Staaten gibt, die noch auf Kernkraft setzen und lieber noch ein neues AKW bauen als in die Zukunftstechnologien zu investieren.

Das Statement von Goldman Sachs beinhaltet, dass weniger Kernkraftwerke stillgelegt werden sollten und zusätzlich ein wenig Neubau. Also nicht die von Dir behauptete Binsenweisheit. Bei dem Auftritt von Merz und Söder ging es um den Erhalt der derzeitigen Kraftwerke. Das ist deckungsgleich mit weniger Stilllegungen.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Aber nein, das klingt gar nicht kompatibel mit der Unionspolitik, die den Auf- und Ausbau der Zukunftstechnologien sabotiert, die "Streckung von Laufzeiten" fordert und nun schon wieder über "neue Formen der Kernenergie" (Merz) nachdenkt.

Massive Investitionen in Erneuerbare sind ein anderer Punkt. Da hat die Union ordentlich blockiert.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 20:25 (vor 686 Tagen) @ libertador

Das Statement von Goldman Sachs beinhaltet, dass weniger Kernkraftwerke stillgelegt werden sollten und zusätzlich ein wenig Neubau. Also nicht die von Dir behauptete Binsenweisheit. Bei dem Auftritt von Merz und Söder ging es um den Erhalt der derzeitigen Kraftwerke. Das ist deckungsgleich mit weniger Stilllegungen.

Wie kann man das Statement von Goldmann Sachs nur so verzerrt wiedergeben? Das Statement beinhaltet im Kern:
“Nuclear is not in the headlines of our report because we don’t think it’s one of the transformational technologies for the future,”.
“We think wind, solar [and] hydrogen are, but not nuclear,”

Und der Rest, der dort zur Kernkraft gesagt wird, beschreibt diese als Brückentechnologie und zwar in der von mir behaupteten Binsenweisheit, wonach die Kernkraft auf der Zeitachse als Brücke noch eine Rolle spielen wird, bis die Energieversorgung durch die Zukunftstechnologien sichergestellt ist. Je schneller die Zukunftstechnologien aufgebaut werden, desto kleiner ist die Brücke und umgekehrt.

Massive Investitionen in Erneuerbare sind ein anderer Punkt. Da hat die Union ordentlich blockiert.

Aber nein, das ist kein anderer Punkt. Denn die Politik der Union zielt ja gerade darauf ab, den Aufbau der Zukunftstechnologien solange zu sabotieren bis die Schweine fliegen können, soll heissen, "neue Formen der Kernkraft" (Merz) risikolos und kostengünstig genutzt werden können.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Ulrich, Sonntag, 07.08.2022, 15:45 (vor 686 Tagen) @ Rupo

Merz meinte übrigens im Anschluss an den Besuch, man sei "Im Kern des Reaktors" gewesen. Wenn man schon schicke weiße Overalls trägt, um Kompetenz auszustrahlen, sollte man nachher besser die Klappe halten, um den Eindruck nicht zu zerstören.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 11:31 (vor 689 Tagen) @ Rupo

https://www.br.de/nachrichten/bayern/wirklich-zurueck-zur-atomkraft-soeder-und-merz-besuchen-isar-2,TDVXrdl

Fritze Maverick Merz ist mit seinem, es verbraucht viel weniger als ein PKW und es war immer mein Kindheitstraum, Propellerflugzeug nach Bayern geflogen und ist mit dem, ich will keine Monster trassen, Söder Markus zur Isar2 gepilgert.

Beide haben das, modernste AKW in Europa (Merz), besichtigt, eine Probe genommen und den Daumen nach oben gehoben.

In einem Technik affinen Land (Vorsprung durch eben jene) ist es wirklich klasse zu sehen, dass der Bundeskanzler sich mit Turbinen und der Oppositionschef mit AKW auskennt.

Man bietet für ein ausgesprochen komplexes Problem eine scheinbar sehr einfache Lösung. Darauf springen dann sehr viele Menschen an. Und ignorieren völlig, dass diese Lösung einen Nachteil hat. Sie funktioniert nicht. Hier wird im großen Stil Bevölkerungsverdummung betrieben. Und ein leider viel zu großer Teil der Bevölkerung lässt sich verdummen.

Es gibt ein riesiges Bündel technischer, juristischer und wirtschaftlicher Probleme, die sich vor einem solchen Weiterbetrieb auftun. Aber die werden einfach ignoriert. Statt dessen hat Markus Söder von der TÜV Süd Industrie Service GmbH eine siebenseitige Stellungnahme erstellen lassen. Eine Seite ist das undatierte Anschreiben. Drei Seiten beschäftigen sich mit der angeblich möglichen Wiederinbetriebnahme des Blocks C in Gundremmingen und drei Seiten mit einer Laufzeitverlängerung von Isar 2. Unterschrieben ist das ganze mit "Mit freundlichen Grüßen Energie und Systeme". Welche Personen das ganze erstellt haben, bleibt unklar. Jedes Schadensgutachten nach einem Autounfall ist umfangreicher.

Söder und Merz besuchen Isar 2

CB, Donnerstag, 04.08.2022, 15:50 (vor 689 Tagen) @ Rupo

Söder hat doch selber auf einen Atomausstieg gedrängt und den Ausbau der erneuerbaren verschleppt. Der ist mit seinen Entscheidungen einer der Hauptverantwortlichen für diese Energiekrise.

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Kolbenfresser, Kaufbeuren, Donnerstag, 04.08.2022, 18:46 (vor 689 Tagen) @ CB

Das Atomstrom günstig ist, ist ein Märchen. Atomstrom wird subventioniert. Aber nur für die Energieunternehmen. Beim Endverbraucher kommt nichts an und wird es natürlich teuer wie so vieles in Deutschland.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:39 (vor 689 Tagen) @ Kolbenfresser

Atomstrom ist unter Vollkosten Berechnung die teuerste Energie...

Söder und Merz besuchen Isar 2

waltrock ⌂ @, Freitag, 05.08.2022, 09:56 (vor 689 Tagen) @ Rupo

Für mich stellt sich bei der Diskussion zum Endlager mittlerweile nur eine Frage:
Haben wir, weltweit betrachtet, nicht eh schon die Haupt-Kosten zur Endlagerung "verursacht".

Ich meine die aktuellen Brennstäbe müssen ja schon "Endgelagert" werden. Weltweit geht von den Stäben Gefahr aus. Die EU hat die AKWs als grüne Energie eingestuft. D. h., Deutschland geht hier als einziges Land den Weg die AKWs abzubauen. Gleichzeitig verfeuert man Kohle und Gas und pustet CO2 in die Luft.

Wäre es nicht sinnvoll, die AKWs als Zwischentechnologie zu verwenden, bis man die erneuerbaren Energien so weit hat den Strombedarf zu decken? Denn der Brennstab von heute geht ja mit Abschalten nicht einfach aus.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Stand heute 2.200 Mitarbeitende. Genehmigte Endlager gibt es derzeit nur für Nicht-AKW-Müll. Die Webseite des BGE offenbart aus meiner Sicht erschreckende Fakten - jedoch sind die Probleme jetzt bereits da und gehen wohl nicht weg, wenn man die Menge an Atommüll reduziert.

Söder und Merz besuchen Idar 2

Zico80, Samstag, 06.08.2022, 12:10 (vor 688 Tagen) @ waltrock
bearbeitet von Zico80, Samstag, 06.08.2022, 12:15

D. h., Deutschland geht hier als einziges Land den Weg die AKWs abzubauen.

Ihr müsst einfach lernen, die permanenten Lügen von CDU / CSU nicht zu glauben und weiterzuverbreiten. Deutschland ist nicht das einzige Land, das Atomkraft abbaut. Überhaupt gibt es auf der Welt nur 33 Staaten (inklusive Deutschland), die aktiv Atomenergie erzeugen. Das bedeutet, rund 170 Staaten tun dies nicht.

Beispiele aus Europa:

Italien hat seinen Atomausstieg bereits lange abgeschlossen, die Schweiz steht kurz davor. Irland (neben anderen) hat sich bewusst dazu entschieden, nie Atomkraft einzusetzen.

In Spanien wurden in den 80ern- und 90ern 10 Kernkraftwerke gebaut. 2011 wurde gesetzlich festgeschrieben, dass keines dieser Kraftwerke die Laufzeit von 40 Jahren überschreiten darf und keine Neuen gebaut werden dürfen, was faktisch einem Atomaussteig gleichkommt.

Österreich hat ein Atomkraftwerk gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Seit 2015 gilt sogar ein Importverbot von Atomstrom.

Litauen war nach Ende der Sowjetzeiten das Land mit zweitgrössten Atomstromanteil der Welt nach Frankreich. Atomausstieg abgeschlossen 2009. Eine Volksbefragung 2008 ergab das 64 % der Bevölkerung gegen eine Verlängerung stimmten.

In Bulgarien laufen nur noch 2 der ursprünglich 6 Reaktoren. Der Bau eines weiteren Kraftwerks wurde 2009 gestoppt. Grund: Man wollte die Abhängigkeit von Russland beenden...

In Schweden sind aktuell noch 6 der ursprünglich 12 Reaktoren in Betrieb.

Kroatien hat alle Atompläne auf Eis gelegt und konzentriert sich auf erneuerbare Energie.

Lettland hatte Pläne für ein Kraftwerk, in einem Volksentscheid haben sich aber 2/3 der Bevölkerung dagegen ausgesprochen.

Polen plant - gegen den Willen seiner Bevölkerung - seit Jahrzehnten Atomkraftwerke, das Erste sollte 2020 in Betrieb gehen. Kostenpunkt bisher: Knapp 40 Milliarden Euro. Inbetriebnahme verschoben auf 2040...

In Slowenien soll der letzte aktive Reaktor in Kresko 2023 abgeschaltet werden.

Auch ausserhalb der EU gibt es Länder die ausgestiegen sind oder den Einstieg letztendlich abgesagt haben. Auffällig ist zudem, dass viele Reaktoren ausserhalb der westlichen Welt unter russichem Einfluss entstanden sind und dieses weiterhin versucht, Länder durch Atomenergie abhängig zu machen, bspw. Kenia, Namibia (bisher ohne Erfolg) oder Südafrika.

Neuseeland hat sich zur New Zealand Nuclear Free Zone erklärt. Taiwan plant, alle Atomkraftwerke bis 2025 abzuschalten. In Kanada sind noch 19 der ursprünglich 24 Reaktoren am Netz. 6 davon sollen in den nächsten beiden Jahren abgeschaltet werden.

Die aktuellen Risiken durch die globale Erwärmung und autokratische Kriege wie in der Ukraine, möglicherweise in Taiwan oder anderswo waren bei diesen Entscheidungen übrigens noch nicht mitgedacht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Mär vom "deutschen Sonderweg, die als einzige Atomenenergie abbaut" ziemlich üble Fake News sind. Aber offensichtlich wirkt es ja.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Stand heute 2.200 Mitarbeitende.

Allein diese Tatsache ist so absurd kostspielig...

Genehmigte Endlager gibt es derzeit nur für Nicht-AKW-Müll.

"Derzeit" ist grob verhamlosend. Echte, sichere "Endlager" gibt es nun mal schlicht nicht Brennstäbe, die Jahrhundertausende radioaktiv sind.

Die Webseite des BGE offenbart aus meiner Sicht erschreckende Fakten -

nix, was man nicht schon lange weiss vermute ich?

jedoch sind die Probleme jetzt bereits da und gehen wohl nicht weg, wenn man die Menge an Atommüll reduziert.

Ein Satz, der mir ein weiteres Stückchen Glauben an das Überleben der Menschheit nimmt, wenn man 3 Sekunden durchdenkt, welche Szenarien in Anbetracht von Klima-, Biodiversitäts- und Demokratiekrise allein in den nächsten 30 Jahren auf uns zukommen können. Und aktuell geradezu im Höchsttempo auf uns zurasen.

Söder und Merz besuchen Idar 2

Ulrich, Sonntag, 07.08.2022, 15:42 (vor 686 Tagen) @ Zico80

Vorweg herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!

D. h., Deutschland geht hier als einziges Land den Weg die AKWs abzubauen.

Ihr müsst einfach lernen, die permanenten Lügen von CDU / CSU nicht zu glauben und weiterzuverbreiten. Deutschland ist nicht das einzige Land, das Atomkraft abbaut. Überhaupt gibt es auf der Welt nur 33 Staaten (inklusive Deutschland), die aktiv Atomenergie erzeugen. Das bedeutet, rund 170 Staaten tun dies nicht.

Und viele der Staaten, die aktiv Atomenergie nutzen haben auch militärische Interessen.
Die USA, früher die UDSSR bzw. heute Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Nordkorea, Israel, Pakistan, Indien, der Iran, ....


Beispiele aus Europa:

Italien hat seinen Atomausstieg bereits lange abgeschlossen, die Schweiz steht kurz davor. Irland (neben anderen) hat sich bewusst dazu entschieden, nie Atomkraft einzusetzen.

In Spanien wurden in den 80ern- und 90ern 10 Kernkraftwerke gebaut. 2011 wurde gesetzlich festgeschrieben, dass keines dieser Kraftwerke die Laufzeit von 40 Jahren überschreiten darf und keine Neuen gebaut werden dürfen, was faktisch einem Atomaussteig gleichkommt.

Österreich hat ein Atomkraftwerk gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Seit 2015 gilt sogar ein Importverbot von Atomstrom.

In Zwentendorf sollte ein Siedewasser-Reaktor des gleichen Typs errichtet werden, der auch in Deutschland genutzt wurde. Bereits damals gab es die Befürchtung, eine kritische Schweißnaht im Bereich des Bodens des Reaktordruckbehälters könnte reißen, falls das Einleiten der Notkühlung des überhitzten Reaktors nach einem Störfall notwendig werden sollte. Sehr viel später haben Rechnersimulationen an der TU Berlin diesen Verdacht bestätigt. Und es waren Reaktoren dieses Typs, die nach Fukushima sehr schnell vom Netz genommen wurden.


Litauen war nach Ende der Sowjetzeiten das Land mit zweitgrössten Atomstromanteil der Welt nach Frankreich. Atomausstieg abgeschlossen 2009. Eine Volksbefragung 2008 ergab das 64 % der Bevölkerung gegen eine Verlängerung stimmten.

In Bulgarien laufen nur noch 2 der ursprünglich 6 Reaktoren. Der Bau eines weiteren Kraftwerks wurde 2009 gestoppt. Grund: Man wollte die Abhängigkeit von Russland beenden...

In Schweden sind aktuell noch 6 der ursprünglich 12 Reaktoren in Betrieb.

Kroatien hat alle Atompläne auf Eis gelegt und konzentriert sich auf erneuerbare Energie.

Lettland hatte Pläne für ein Kraftwerk, in einem Volksentscheid haben sich aber 2/3 der Bevölkerung dagegen ausgesprochen.

Polen plant - gegen den Willen seiner Bevölkerung - seit Jahrzehnten Atomkraftwerke, das Erste sollte 2020 in Betrieb gehen. Kostenpunkt bisher: Knapp 40 Milliarden Euro. Inbetriebnahme verschoben auf 2040...

Und mit dieser Verschiebung steht Polen nicht alleine da. Die AKW-Befürworter verweisen immer wieder darauf, wie viele AKW in Europa bzw. weltweit angeblich geplant seien. Nur ist es in der Vergangenheit in sehr vielen Fällen bei den Planungen geblieben, realisiert wurde nicht. Und das dürfte sich auch in der Zukunft nicht ändern. Man muss sich nur einmal anschauen, wie die Kosten und die Zeitpläne bei den drei aktuell in Europa im Bau befindlichen EPR-Reaktoren komplett aus dem Ruder gelaufen sind.


In Slowenien soll der letzte aktive Reaktor in Kresko 2023 abgeschaltet werden.

Das könnte sich leider ändern. Die letzten Parlamentswahlen hat "Gibanje Svoboda" unter Robert Golob gewonnen. Man trat mit einem "grünen" Programm an. Aber das war wohl bei Golob vor allem Fassade. Mittlerweile macht sich der Mann für die Kernenergie stark.


Auch ausserhalb der EU gibt es Länder die ausgestiegen sind oder den Einstieg letztendlich abgesagt haben. Auffällig ist zudem, dass viele Reaktoren ausserhalb der westlichen Welt unter russichem Einfluss entstanden sind und dieses weiterhin versucht, Länder durch Atomenergie abhängig zu machen, bspw. Kenia, Namibia (bisher ohne Erfolg) oder Südafrika.

Neuseeland hat sich zur New Zealand Nuclear Free Zone erklärt. Taiwan plant, alle Atomkraftwerke bis 2025 abzuschalten. In Kanada sind noch 19 der ursprünglich 24 Reaktoren am Netz. 6 davon sollen in den nächsten beiden Jahren abgeschaltet werden.

Die aktuellen Risiken durch die globale Erwärmung und autokratische Kriege wie in der Ukraine, möglicherweise in Taiwan oder anderswo waren bei diesen Entscheidungen übrigens noch nicht mitgedacht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Mär vom "deutschen Sonderweg, die als einzige Atomenenergie abbaut" ziemlich üble Fake News sind. Aber offensichtlich wirkt es ja.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Stand heute 2.200 Mitarbeitende.

Allein diese Tatsache ist so absurd kostspielig...

Genehmigte Endlager gibt es derzeit nur für Nicht-AKW-Müll.

"Derzeit" ist grob verhamlosend. Echte, sichere "Endlager" gibt es nun mal schlicht nicht Brennstäbe, die Jahrhundertausende radioaktiv sind.

Die Webseite des BGE offenbart aus meiner Sicht erschreckende Fakten -

nix, was man nicht schon lange weiss vermute ich?

jedoch sind die Probleme jetzt bereits da und gehen wohl nicht weg, wenn man die Menge an Atommüll reduziert.

Ein Satz, der mir ein weiteres Stückchen Glauben an das Überleben der Menschheit nimmt, wenn man 3 Sekunden durchdenkt, welche Szenarien in Anbetracht von Klima-, Biodiversitäts- und Demokratiekrise allein in den nächsten 30 Jahren auf uns zukommen können. Und aktuell geradezu im Höchsttempo auf uns zurasen.

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moffgat, Volmarstein, Sonntag, 07.08.2022, 06:03 (vor 687 Tagen) @ Zico80

Wow, danke für die Zusammenfassung und Argumentationshilfe, sollte mal wieder die Diskussion mit den strahlungsfreudigen Kollegen anstehen. Hatte ich in dieser Breite tatsächlich noch nicht auf dem Schirm.

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Zico80, Sonntag, 07.08.2022, 13:06 (vor 687 Tagen) @ moffgat

> Wow, danke für die Zusammenfassung und Argumentationshilfe, sollte mal wieder die Diskussion mit den strahlungsfreudigen Kollegen anstehen. Hatte ich in dieser Breite tatsächlich noch nicht auf dem Schirm.

Gern geschehen, da dürftest Du nicht allein sein.

Ein gutes Beispiel dafür, was die Wahrnehmung in dem Fall verzehrt, ist das Ergebnis der Insa Umfrage: Die deutsche Bevölkerung ist zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder mehrheitlich für Atomkraft. Sagen zumindest Bild und das unionsnahe "Umfrageinstitut" INSA. Stimmt natürlich nicht, eine Mehrheit hat nie von der tatsächlichen Schwere der Probleme einer Laufzeitverlängerung gehört, da die Fake News überwiegen und drastisch emotionalisiert werden sowie scheinbar einfache Lösungen anbieten. Die Mehrheit ist deswegen bereits für eine kurzfristige Laufzeitverlängerung, nicht grundsätzlich pro Atomkraft. Trotzdem schreiben viele andere Medien, dass die Mehrheit der deutschen pro Atomkraft ist und Deutschland mal wieder alleine seinen Sonderweg geht. Das nennt man eine erfolgreiche Fake News Kampagne.

Söder und Merz liefern die entsprechenden Bilder dazu. Wäre doch alles so viel einfacher als diese blöden Windräder, die unsere Landschaft verschandeln und ach so viele arme Vögel töten.

Im Februar 2011 - also einen Monat vor Fukushima - waren noch 76 % der deutschen Bevölkerung grundsätzlich gegen die Nutzung der Atomkraft (36 % eher dagegen, 40 % voll und ganz dagegen, nur 16 % eher dafür, 5 % voll und ganz). Vermutlich würden Umfragen im Januar 2022 zu dem Thema ähnlich aussehen.

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PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 18:16 (vor 689 Tagen) @ CB
bearbeitet von PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 18:20

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.

In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Aber manche Menschen verbreiten halt gerne Fake News...

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 11:49 (vor 689 Tagen) @ PePopp

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Aber manche Menschen verbreiten halt gerne Fake News...

Du verbreitest hier Bullshit.

Der Strom ist in Frankreich deshalb so günstig, weil er vom Staat gnadenlos subventioniert wird. Aktuell verstaatlicht Frankreich in einer Panikreaktion die EDF, weil die ansonsten Insolvenz anmelden müsste. Die EDF-Aktie sollte einmal so etwas wie eine französischer "Volksaktie" werden. 2005 erfolgte die Emission zu einem Preis von 32 Euro. Der Kurs stieg zeitweise auf über 85 Euro. Aber danach ging es nur noch bergab. Obwohl der französische Staat den Kurs durch stetige Rückkäufe stützte, lag die Aktie bei nur noch 7,40 Euro, als die Verstaatlichung angekündigt wurde.

Bis Ende 2022 wird die Verschuldung der EDF bis Ende dieses Jahres auf mindestens 65 Milliarden Euro ansteigen. Rücklagen für den Rückbau der Alt-AKWs und die Entsorgung der Nuklearabfälle hat man nicht gebildet. Experten gehen von einer dreistelligen Milliardensumme aus. Ähnlich teuer dürfte es werden, wenn die Pläne für den Neubau von Reaktoren Realität werden würden.


Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.

Wie macht Markus Söder das? Ganz einfach, er macht es wie immer. Er bescheißt.

Söder gibt nur Nennleistungen an. Faktisch kommt es aber auf die elektrische Energie an, die in die Stromnetze eingespeist wird. Schaut man sich dieses Verhältnis an, dann ist hier der Faktor bei Windkraftanlagen mindestens doppelt so hoch wie Photovoltaik-Anlagen. Schon wenn man das berücksichtigen würde, würde Bayern deutlich hinten herunter fallen. Zudem muss man immer auch die Größe des jeweiligen Bundeslandes berücksichtigen. Bei der Windenergie die Gesamtflächen der jeweiligen Länder, und bei der Photovoltaik ggf. die Dachflächen. Bayern hat eine Fläche von ca. 70.500 m², NRW eine von ca. 34.000 m².

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Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:38 (vor 689 Tagen) @ PePopp

Endlager Kosten??

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Taifun, Ingolstadt, Donnerstag, 04.08.2022, 23:45 (vor 689 Tagen) @ Rupo

Ein Weiterbetrieb der drei AKWs für bis zu zwei Jahre würde prozentual fast gar keinen messbaren Unterschied machen bzgl. Endlagerung.

Hier ist die Kommision in der Findungsphase, und bevor jetzt "Söder" gerufen wird: Der hat mit der Findung nix zu tun. Jeder Zuschauer im Gerichtssaal kann irgendwas rufen, hat auf das Urteil auch keinen Einfluß.

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Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:49 (vor 689 Tagen) @ Taifun

*
In der Abwägung von Vor- und Nachteilen ist daher das Ergebnis eindeutig: Eine Laufzeitverlängerung kann nicht empfohlen werden.
*

https://www.bmuv.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicherheit/faq-akw-laufzeitverlaengerung#:~:text=Das%20Bundesministerium%20f%C3%BCr%20Umwelt%2...

well my love what did we know...

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Taifun, Ingolstadt, Freitag, 05.08.2022, 00:06 (vor 689 Tagen) @ Rupo

Hat welchen Bezug zu meinen Aussagen?

Nebenbei: Das BMUV ist nicht für Wirtschaft oder Energie zuständig. Aus deren Sicht muss das falsch sein, alles andere würde bedeuten, dass die Leute dort ihre Themen nicht im Griff haben.

Hinweis: Militärische Bedrohungsszenarien aufzubauen ist vollkommener Blödsinn. Wenn Putin unsere AKWs angreift, dann gibt es weltweit ein ganz anderes Problem, nämlich einen nicht konventionellen Weltkrieg.

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Rupo, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 11:12 (vor 689 Tagen) @ Taifun

dann bauen wir das Endlager in Wolznach und du garantierst, dass es die nächste Xtausende Jahre hält...die beiden bisher bekannten GAUS waren nicht militärisch begründet, sondern durch Schlamperei und Umwelt...kann jederzeit überall auf diesem Planten wieder geschehen

ab 59:00 reicht, obwohl die ganze Dokus sehenswert ist
https://www.ardmediathek.de/video/dokus-im-ersten/atomkraft-forever-oder-doku/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzd...

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Taifun, Ingolstadt, Freitag, 05.08.2022, 15:43 (vor 688 Tagen) @ Rupo

Du kommst ständig mit Blödsinn. Das ist völlig okay.

Hinweis für den Rest: Vollkommen unabhängig von zwei oder drei Jahren Verlängerung brauchen wir ein Endlager.

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Rupo, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 18:49 (vor 688 Tagen) @ Taifun

Deine ersten Sätze solltest Du nicht schreiben.

Du sagst einfach mal so en Passant, dass Atomkraft verlängert werden soll. Auf die Fakten gehst du dann nicht ein:
1. Zu teuer
2. Nur 6% Anteil an der Energie Erzeugung und somit nicht notwendig
2. Endlager nicht geklärt und somit weiterer Müll auch nicht

allerdings befindest du dich laut ARD Umfrage damit mit der Mehrheit bzw. rund 40% in einem Boot
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3105.html

das Paradoxon wird versucht zu erklären u.a. mit dem Sicherheitsbedürfniss
https://www.deutschlandfunkkultur.de/atomenergie-100.html

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Ulrich, Samstag, 06.08.2022, 09:42 (vor 688 Tagen) @ Rupo

allerdings befindest du dich laut ARD Umfrage damit mit der Mehrheit bzw. rund 40% in einem Boot
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3105.html

das Paradoxon wird versucht zu erklären u.a. mit dem Sicherheitsbedürfniss
https://www.deutschlandfunkkultur.de/atomenergie-100.html

Aktuell herrscht teilweise nackte Panik, "Rette sich, wer kann!". Man will um jeden Preis weg von den fossilen Energieträgern, egal wohin. Und in solchen Situationen erscheint die Kernkraft wieder als verlockende scheinbare Alternative. Dazu kommt, dass in Zeiten der Not schon immer Sektenprediger Hochkonjunktur hatten, in diesem Fall Frau Wendland, Herr Klute und Co.

Ich bin mir sicher, mit den technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fakten hat sich ein Großteil der Atomkraft-Befürworter in den Umfragen nicht befasst.

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CB, Donnerstag, 04.08.2022, 22:14 (vor 689 Tagen) @ PePopp

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Okay, das war absichtlich ungenau von mir. An der Börse sind die Preise für Strom für das Kalenderjahr 2023 in Frankreich ca. 30 Prozent teurer als in Deutschland. Das wird dann auch an die Endverbraucher weitergegeben werden. Wie die Abgaben und Steuern in Frankreich aussehen, weiß ich aber nicht, kann sein, dass es dadurch für die Endverbraucher günstiger bleiben wird.

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.

Und dennoch hat Söder den Ausbau der erneuerbaren verschleppt und durch seine Politik eine Hauptschuld an der derzeitigen Situation. Auch wenn andere Bundesländer es noch schlechter gemacht haben.

Frankreich Atomstrom

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 11:24 (vor 689 Tagen) @ CB

Lesetipps:
*Das Märchen vom billigen französischen Atomstrom*
https://www.sonnenseite.com/de/energie/das-maerchen-vom-billigen-franzoesischen-atomstrom/
ich hoffe Franz Alt ist unverdächtig genug und wird nicht unter links-grün-versifft subsumiert ;-)
https://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/vita/

*Ausfälle von Atomkraftwerken: Frankreich zahlt exorbitante Strompreise*
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/teurer-atomstrom-ausfaelle-von-atomkraftwerken-frankreich-zahlt-exorbitante-strompreise/28250864.html#:~:tex...

*Milliardensubventionen für Atomkraft und gefälschte Bauteile*
https://www.heise.de/tp/features/Milliardensubventionen-fuer-Atomkraft-und-gefaelschte-Bauteile-6511459.html?seite=all

*Wie EDF vom grünen EU-Label profitiert*
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/edf-taxonomie-vorteile-101.html

Söder und Merz besuchen Isar 2

Taifun, Ingolstadt, Donnerstag, 04.08.2022, 22:51 (vor 689 Tagen) @ CB

Man muss Bayern schon sehr groß reden, wenn man damit das Versagen von NRW begründen will. Gefühlt ist auch der ganze Osten schlecht dran.

Söder ist sicher aktuell eine extrem dumme Nuss, aber letztlich passiert hier im,Schnitt mehr als im Rest der Republik. Wieso schießt man nicht gegen die echten Verweigerer? NRW?

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Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 11:52 (vor 689 Tagen) @ Taifun

Man muss Bayern schon sehr groß reden, wenn man damit das Versagen von NRW begründen will. Gefühlt ist auch der ganze Osten schlecht dran.

Söder ist sicher aktuell eine extrem dumme Nuss, aber letztlich passiert hier im,Schnitt mehr als im Rest der Republik. Wieso schießt man nicht gegen die echten Verweigerer? NRW?

In Bayern passiert keineswegs mehr als anderswo. Söder bescheißt lediglich erfolgreicher als andere.

Einfach nur Nennleistungen aufzuzählen, reicht nicht aus. Windkraftanlagen gewinnen skaliert auf die Nennleistung deutlich mehr elektrische Energie als Photovoltaik-Anlagen. Und zudem muss man auch die Größen der einzelnen Bundesländer mit in die Vergleiche einfließen lassen. Beides macht Söder nicht. Ansonsten würde man sofort erkennen, dass er keinesfalls den längsten hat.

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Braumeister, BaWü, Sonntag, 07.08.2022, 13:35 (vor 686 Tagen) @ Ulrich

Also die Fläche eines Bundesländer ist für den Energieverbrauch ja keine relevante Größe und hier drehst du die Statistik in die von dir gewünschte Richtung. Einzig wichtig ist der pro Kopf Anteil und hier steht NRW wesentlich schlechter da als Bayern. Fläche verbraucht weder elektrische Energie noch zahlt sie Steuern.

Natürlich macht sie es theoretisch auch leichter gewisse Energiequellen auszubauen, allerdings hat auf dem Land der Naturschutz eine andere Priorität als. In der schon verbauten Stadt oder am ehemaligen Tagebau.

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Ulrich, Sonntag, 07.08.2022, 15:28 (vor 686 Tagen) @ Braumeister

Also die Fläche eines Bundesländer ist für den Energieverbrauch ja keine relevante Größe und hier drehst du die Statistik in die von dir gewünschte Richtung. Einzig wichtig ist der pro Kopf Anteil und hier steht NRW wesentlich schlechter da als Bayern. Fläche verbraucht weder elektrische Energie noch zahlt sie Steuern.

Sorry, aber das ist Unfug. Selbst wenn man bei der Windenergie nicht die völlig überzogenen Abstandsregeln in NRW der gar Bayern annimmt, stehen in Bayern deutlich mehr Flächen für die Windenergienutzung zur Verfügung als in Nordrhein-Westfalen. Hier sind Fläche (und Siedlungsstruktur) der Maßstab. Bei der Photovoltaik hingegen wären das aktuell eher die Dachflächen. Allerdings gibt es durchaus auch Ansätze, landwirtschaftliche Flächen gleichzeitig auch für Photovoltaik zu nutzen. Angesichts des Klimawandels ist Halbschatten teilweise durchaus besser als pralle Sonne.


Natürlich macht sie es theoretisch auch leichter gewisse Energiequellen auszubauen, allerdings hat auf dem Land der Naturschutz eine andere Priorität als. In der schon verbauten Stadt oder am ehemaligen Tagebau.

Du wiederholst den Unfug, den Markus Söder ständig von sich gibt.

- Keine Windkraftanlagen in der "tollen bayrischen Landschaft"
- Keine Gasförderung in der "tollen bayrischen Landschaft"
- Keine HGÜ-Strecken in der "tollen bayrischen Landschaft"
- Keine atomaren Endlager in der "tollen bayrischen Landschaft"
- .....

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istar, Donnerstag, 04.08.2022, 22:42 (vor 689 Tagen) @ CB

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh


Okay, das war absichtlich ungenau von mir. An der Börse sind die Preise für Strom für das Kalenderjahr 2023 in Frankreich ca. 30 Prozent teurer als in Deutschland. Das wird dann auch an die Endverbraucher weitergegeben werden. Wie die Abgaben und Steuern in Frankreich aussehen, weiß ich aber nicht, kann sein, dass es dadurch für die Endverbraucher günstiger bleiben wird.

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.


Und dennoch hat Söder den Ausbau der erneuerbaren verschleppt und durch seine Politik eine Hauptschuld an der derzeitigen Situation. Auch wenn andere Bundesländer es noch schlechter gemacht haben.

Ist Söder dafür verantwortlich, dass Putin den Gashahn zudreht oder hat er von Bayern aus den Krieg gestartet?

Und seit wann ist Bayern die Bundesrepublik? Hat Söder die übrigen Bundesländer daran gehindert, anders zu handeln? Ich glaube nicht.

Während die Spanier mal eben sagen, dass Klimaanlagen nur noch auf 27 Grad kühlen dürfen und auf maximal 19 Grad geheizt werden darf, fängt bei uns das Geschrei an, wenn in Sporthallen kalt geduscht werden soll.
Und der Mieterbund würde jeden vor den Kadi zerren, der sowas ansatzweise für Wohnungen versuchen würde.

Und ob und was Söder irgendwann versäumt hat, ist für die aktuelle Situation völlig irrelevant.
In der aktuellen Situation geht es darum, den Schaden möglichst gering zu halten.

Wenn eine verlängerte Restlaufzeit der AKW dazu beitragen kann, dann nur zu.

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Zico80, Samstag, 06.08.2022, 12:40 (vor 688 Tagen) @ istar

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh


Okay, das war absichtlich ungenau von mir. An der Börse sind die Preise für Strom für das Kalenderjahr 2023 in Frankreich ca. 30 Prozent teurer als in Deutschland. Das wird dann auch an die Endverbraucher weitergegeben werden. Wie die Abgaben und Steuern in Frankreich aussehen, weiß ich aber nicht, kann sein, dass es dadurch für die Endverbraucher günstiger bleiben wird.

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.


Und dennoch hat Söder den Ausbau der erneuerbaren verschleppt und durch seine Politik eine Hauptschuld an der derzeitigen Situation. Auch wenn andere Bundesländer es noch schlechter gemacht haben.


Ist Söder dafür verantwortlich, dass Putin den Gashahn zudreht oder hat er von Bayern aus den Krieg gestartet?

Nein, allerdings sind er und Horst Seehofer mit ihrer Politik mehr dafür verantwortlich als so ziemlich alle anderen Einzelpersonen in Deutschland, dass Putin in der Position ist, den Gashahn zudrehen zu können. Trotz vieler vieler vieler Warnungen im letzten Jahrzehnt.

Nicht nur hat Bayern heute aufgrund ihrer Entscheidungen die grösste Abhängigkeit von russichem Gas und Öl aller Bundesländer (Vergleich: 22 Millionen Tonnen zu 4 Millionen in NRW / Zahlen von 2020). Ausserdem haben sie Stromtrassen (Zitat Seehofer 2014: "Ich werde alle Register ziehen, um die Monstertrassen zu verhindern") und Windenergie verhindert, um weiterhein billiges russiches Gas und Öl zu beziehen. Das darf man auch ruhig mal anmerken finde ich.

Durch ihre fianzielle, ideologische und öffentliche Unterstützung / Verbrüderung mit rechtsradikalen (möchtegern?) Diktatoren wie Putin oder Orban haben sie deren Position extrem gestärkt, auch nach dem Überfall auf die Krim. Wobei der letzte Punkt natürlich nicht nur auf Seehofer und Söder zutrifft, aber bei ihnen war auch dies besonders stark ausgeprägt.

Deswegen haben beide persönlich eindeutig einen aussergewöhnlich hohen Anteil an der aktuellen Situation. Genau wie bspw. Gerhard Schröder.

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markus, Donnerstag, 04.08.2022, 19:23 (vor 689 Tagen) @ PePopp

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Der Schnitt wird übrigens noch deutlich steigen. Denn der wird derzeit noch durch ältere Verträge nach unten gedrückt. Neuabschlüsse gehen mittlerweile bei 49 Cent los und gehen bis zum Teil über 70 Cent bei einigen Stadtwerken.

Auch die Neuabschlüsse beim Gas sind erneut teurer geworden. Mittlerweile geht es da erst ab 25 Cent los.

Quelle jeweils Check24.

Wenn wir die vierköpfige Familie mit Durchschnittsverbrauch (20.000 kWh Gas, 4.000 kWh Strom) nehmen, sind wir bei Kosten von

ca. 450 Euro monatlich für Gas
ca. 180 Euro für Strom

Das sind wie gesagt derzeit die günstigsten Preise. 630 Euro monatlich nur für Energie ist schon ziemlich happig. Das ist für viele Menschen eine zweite Miete. Und es ist nicht das Ende der Fahnenstange. Die Gasumlage und etwaige weitere Steigerungen sind da noch nicht drin.

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PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 19:47 (vor 689 Tagen) @ markus

Am günstigsten bist du aktuell sehr wahrscheinlich beim Grundversorger.

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Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 11:52 (vor 689 Tagen) @ PePopp

Am günstigsten bist du aktuell sehr wahrscheinlich beim Grundversorger.

Definitiv nicht.

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Sascha, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 11:56 (vor 689 Tagen) @ Ulrich

Wenn es um einen Gasvertrag mit Startdtum in diesem Jahr geht, wird dir die Entscheidung teilweise abgenommen...

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Ulrich, Freitag, 05.08.2022, 12:00 (vor 689 Tagen) @ Sascha

Wenn es um einen Gasvertrag mit Startdtum in diesem Jahr geht, wird dir die Entscheidung teilweise abgenommen...

Ich weiß. In der Regel findest Du gar keinen Anbieter mehr, der dich freiwillig nimmt.

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markus, Donnerstag, 04.08.2022, 19:56 (vor 689 Tagen) @ PePopp

Am günstigsten bist du aktuell sehr wahrscheinlich beim Grundversorger.

Ja, aber auch nicht ewig. Die Grundversorger zahlen ja über kurz oder lang auch die hohen Einkaufspreise und geben die Preise nachgelagert an die Kunden weiter.

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lato, berlin, Donnerstag, 04.08.2022, 20:29 (vor 689 Tagen) @ markus

Ein Blick nach Frankreich würde reichen um den beiden Agenten de lust auf Atomstrom zu nehmen.Gerade Söder,der sich weigert Windräder austellen zu lassen und Atommüll zu entsorgen sollte sich zurückhalten.Bayern first is out.

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bigfoot49, Leipzig, Donnerstag, 04.08.2022, 19:03 (vor 689 Tagen) @ PePopp

Wird halt vermixt oder übersehen, dass die (aktuellen) Erzeugerkosten so nicht 1:1 beim Kunden ankommen.
Der Großhandelspreis ist halt enorm hoch.
Der Preisanstieg für den Endverbraucher wurde Anfang des Jahres gedeckelt. Geht halt einfacher, wenn es in staatlicher Hand ist. Muss aber auch irgendwie finanziert werden.
Dazu noch die Senkung der Steuern auf Energie.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Fisheye, Donnerstag, 04.08.2022, 13:29 (vor 689 Tagen) @ Thomas

Wat? Wenn du das wirtschaftlich stärkste und Bevölkerungssreichste Land Europas bist musst du bei 15 % Einsparung in absoluten Zahlen am meisten Gas einsparen? No Shit Sherlok!

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Kapitän Haddock, Donnerstag, 04.08.2022, 13:51 (vor 689 Tagen) @ Fisheye

Wat? Wenn du das wirtschaftlich stärkste und Bevölkerungssreichste Land Europas bist musst du bei 15 % Einsparung in absoluten Zahlen am meisten Gas einsparen? No Shit Sherlok!

Im innerdeutschen Vergleich heißt das: Wir Trottel in NRW müssen am meisten sparen, während Bayern schon wieder Nummer 1 bei den Erneuerbaren Energien ist.

Hysterie

Davja89, Donnerstag, 04.08.2022, 12:59 (vor 690 Tagen) @ Thomas

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Im Frühjahr wurde doch fast täglich mit dem Atomschlag gerechnet. Obwohl nun wirklich jeder Experte klar gemacht hat das dafür weder bei Putin noch im Kreml ernsthafte Gedanken gibt. Natürlich weisst jede Atommacht die sich in einem konventionellen Krieg befindet auf ihre theoretischen Möglichkeiten hin. Nennt sich atomare Abschreckung. Ist übrigens Sinn solcher Waffensysteme.

Danach kam der Klassiker vom Russischen Einmarsch ins Baltikum und der damit direkten Konfrontation von Russland und der Nato. Haben zwar beide Seiten immer wieder betont das es wichtig ist genau das zu verhindern aber macht den Leuten halt mächtig Angst.

Danach die Gaskrise. Natürlich wird es Wege und Mittel geben die schlimmsten Auswirkung zu verhindern. Dazu gehört dann Notfalls auch sich mit den Russen irgendwie zu arrangieren. Trotzdem wird lieber so getan als wenn wir im Dezember alle um brennende Mülltonnen stehen werden.
Natürlich werden das für viele Menschen besonders der ab der "Unteren Mittelschicht" abwärts harte Monate. Aber vom diesem Blackout Gequatsche wird es auch nicht besser.


Mal ganz nüchtern:

Wir haben in Osteruopa einen klar eingegrenzten Lokalen Krieg. Zwischen einem größeren Aggressor und einem sich verteidigen Opfer. Das ganze ist für Europa sicherlich keine Kleinigkeit aber weltweit gesehen für Menschen in Südamerika oder Afrika relativ unbedeutend. Wir haben uns entschieden im Rahmen unser Möglichkeiten dem Opfer beizustehen aber auch immer klar gemacht das wir es zu keiner direkten Konfrontation kommen lassen. Da wir Wirtschaftssanktionen verhängt haben, antwortet die Gegenseite auf die selbe Art und versucht uns wirtschaftlich so weit weh zu tun das irgendwann der Druck groß genung wird, das wir bereit sind über verschiedene Sachen zuverhandeln.
Irgendwann wird man signalisieren das man sich durchaus auch einen Waffenstillstand vorstellen kann der eine weitere Existenz des Ukrainischen Staat nicht auschließt. Da werden dann plötzlich einige westliche Länder ihren Ton ändern und am Ende wird man einen Kompromiss finden mit dem alle irgendwie leben können.

Intersant ist eher der Zeithorizont. Es scheint so als wenn Russland sich aktuell etwas festgebissen hat an der tapferen Ukrainischen Armee. Man muss sich wohl noch ein paar mehr blutige Nasen abholen bevor man zur Vernunft kommt und nur noch versucht die bisherigen Erfolge abzusichern (der Osten, die Krim). Aktuell steht man einen Prozess zum Waffenstillstand mit unrealitischen Maximalforderungen im Weg. Das wird sich ändern. Interesant wird was dann für Töne aus Berlin oder Paris kommen.

Also alles in allem ein großer Haufen Affenscheisse den der kleine Mann vom roten Platz uns dort eingebrockt hat, aber auch nicht die weltweite Existenzkrise zu der das ganz hochgejazzt wird.
Die einzigsten die man davon ausnehmen kann sind die Menschen die aktuell irgendwo im Osten unter Beschuss liegen. Aber um die geht es in der deutschen Debatte doch schon seit Monaten nicht mehr. Man haut lieber wahlweise auf Schröder , Scholz oder Merz ein. Je nach politischer Vorliebe.

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! (k.T.)

Acker, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 16:11 (vor 689 Tagen) @ Davja89

K.T.

Gas wird knapp werden

CB, Donnerstag, 04.08.2022, 16:03 (vor 689 Tagen) @ Davja89

Gas wird in diesem Winter ganz knapp werden. Das ist auch keine Hysterie, sondern das kannst nachrechnen. Die Speicher werden irgendwann im Januar oder Februar sehr leer werden und je nach Wetter und Lieferung aus Russland komplett leer sein.

Und dieses Problem muss jetzt angegangen werden und wird es auch. In den letzten Monaten ist der Gasverbrauch um mehr als 20 Prozent zurück gegangen im Vergleich 2021. Die Gaspreise sind absurd hoch, teilweise ist der Einkauf von Gas gar nicht mehr möglich, alleine das wird für weitere Einsparungen führen.

Und auch wenn es natürlich teilweise hysterisch ist, diese Hysterie hilft auch, dass in Deutschland die Lage ernst genommen wird.

nicht nur Gas...

DB146, Lokschuppen, Donnerstag, 04.08.2022, 18:08 (vor 689 Tagen) @ CB

Nur Gaskraftwerke können Stromspitzen "bedienen". Kommt da kein Gas mehr an, kollabiert das Stromnetz.

Das wird auch passieren, wenn ca. 10 Mio. Haushalte einen kleinen elektrischen Heizlüfter anmachen (das ist langsam günstiger, selbst wenn noch Gas da ist...). Die Dinger kosten auch nichts. Dann haben auch Haushalte wie unserer ein Problem, die eine Wärmepumpe haben. Fällt das Stromnetz aus, dann fällt auch die Wärmepumpe aus. Das Netz wieder hochzufahren ist laut Energiekonzernen nicht so unproblematisch - weil wenn alle ihre Heizlüfter (Verbraucher) weiterhin eingeschaltet haben, kollabiert das Stromnetz dann direkt wieder.

Ohne Strom wird es u.U. auch Probleme bei der Wasserversorgung (Trinkwasseraufbereitung, Pumpwerke etc.) geben.

Und das ist nur eine sehr kleine Auswahl an möglichen Folgen. Da muss man nicht in Hysterie verfallen - aber man muss sich klar sein, dass das mögliche Szenarien sind.

nicht nur Gas...

Jan80, Lünen, Donnerstag, 04.08.2022, 19:31 (vor 689 Tagen) @ DB146

Heizlüfter sind nicht günstiger. Die brauchen für 1 kWh heizen ziemlich genau 1 kWh Strom also aktuell um die dreißig Cent oder auch etwas weniger. Bei einer Gasheizung braucht man dafür knapp über 1 kWh Gas für aktuell in der Regel noch deutlich unter 20 Cent. So lange Gas nicht deutlich über 20 Cent geht, geht die Rechnung nicht auf.
Mit Strom günstiger heizen als mit Gas geht immer noch nur mit irgendeiner Form von Wärmepumpe.

nicht nur Gas...

moffgat, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 04:57 (vor 689 Tagen) @ Jan80

In der theoretischen Rechnung mag das so sein, in der Praxis aber gibt es auch Wohnungen (wie unsere) deren uralte Gasheizung einen miserablen Wirkungsgrad hat, der auch noch bei geringerem Verbrauch sinkt. Das ganze verbunden mit einer uralten Fußbodenheizung die so träge reagiert, dass man sie nicht ordentlich regulieren kann und dazu nur zwei Zustände kennt, kalt oder zu warm. Das führt bei uns zu einem Gasverbrauch von 300kWh pro qm und Jahr. Trotz des höheren Strompreises würde ich mit einer effizienten und regulierbaren Stromheizung inzwischen günstiger heizen. Wenn sich dann noch der Vermieter nicht bewegt, gehen einem langsam die Optionen aus. Als cherry on top kündigt unser Vermieter gerade jetzt auch noch eine Mieterhöhung an.

nicht nur Gas...

PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 19:57 (vor 689 Tagen) @ Jan80

Heizlüfter sind nicht günstiger. Die brauchen für 1 kWh heizen ziemlich genau 1 kWh Strom also aktuell um die dreißig Cent oder auch etwas weniger. Bei einer Gasheizung braucht man dafür knapp über 1 kWh Gas für aktuell in der Regel noch deutlich unter 20 Cent. So lange Gas nicht deutlich über 20 Cent geht, geht die Rechnung nicht auf.

Aktuell noch (wobei der Gaspreis für Neukunden im Schnitt auch schon bei über 0.26€/kWh liegt), aber ab Oktober wäre ich mir da nicht mehr so sicher. Nicht nur gibt es ab da die neue Gasumlage, die wohl zwischen 2 und 5 Cent pro kWh liegen soll, die Preise an sich dürften zudem auch noch anziehen.

nicht nur Gas...

markus, Donnerstag, 04.08.2022, 19:50 (vor 689 Tagen) @ Jan80

Heizlüfter sind nicht günstiger. Die brauchen für 1 kWh heizen ziemlich genau 1 kWh Strom also aktuell um die dreißig Cent oder auch etwas weniger. Bei einer Gasheizung braucht man dafür knapp über 1 kWh Gas für aktuell in der Regel noch deutlich unter 20 Cent. So lange Gas nicht deutlich über 20 Cent geht, geht die Rechnung nicht auf.
Mit Strom günstiger heizen als mit Gas geht immer noch nur mit irgendeiner Form von Wärmepumpe.

Jein. Das sind die aktuellen Preise https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2306924

Es gibt aber Konstellationen, da läuft die Vertragsbindung beim Gas eher aus als beim Strom. Dann macht der Gaspreis einen deutlichen Sprung nach oben, während Strom vielleicht noch einige Monate günstig bleibt. So ist es z.B. bei mir. Der Gaspreis läuft bereits Ende Dezember aus (und wird vorher schon durch die Gasumlage erhöht), Strom läuft aber noch bis Ende März. Beim Strom zahle ich derzeit eine ziemlich hohe Grundgebühr, für die kWh aber gerade einmal 21 Cent. Ich könnte also zwischen Januar und März für nur 21 Cent je kWh mit Strom heizen, während der Gaspreis ab dem 1. Januar vielleicht schon bereits bei 30 oder 40 Cent je kWh liegen wird.

Und das sind ausgerechnet drei sehr kalte Monate mit eigentlich hohem Gasverbrauch. Natürlich muss man dabei auch die Anschaffungskosten für mehrere Heizlüfter (je nachdem, wieviele Räume man beheizen muss) berücksichtigen, aber das könnte sich tatsächlich kurzfristig deutlich rechnen. Und wenn es nur einige hundert Euro Unterschied sind, warum soll ich die nicht mitnehmen?

Langfristig hast du natürlich recht. Strom wird wohl immer teurer bleiben als Gas.

wer keine Hysterie will, sollte weniger Medien konsumieren

CD7, Berlin, Donnerstag, 04.08.2022, 15:03 (vor 689 Tagen) @ Davja89

die Erzeugung von Angst hat den Menschen früher das Leben gerettet. Heute rettet es Journalisten den Arbeitsplatz.

Wenn man sich nach alternativen Energiequellen umschaut, so verstehe ich das als Risikomanagement bzw strategischer Neuausrichtung. Ich verstehe nicht, wieso man ein mediales Dauerthema dann gleich mit Hysterie gleichsetzt.

wer keine Hysterie will, sollte weniger Medien konsumieren

Fisheye, Donnerstag, 04.08.2022, 15:13 (vor 689 Tagen) @ CD7

die Erzeugung von Angst hat den Menschen früher das Leben gerettet. Heute rettet es Journalisten den Arbeitsplatz.

Wenn man sich nach alternativen Energiequellen umschaut, so verstehe ich das als Risikomanagement bzw strategischer Neuausrichtung. Ich verstehe nicht, wieso man ein mediales Dauerthema dann gleich mit Hysterie gleichsetzt.

Den Zusammenhang verstehe ich nicht, wenn ich durch hohen Medienkonsum über viele Informationen verfüge fällt eine seriöse Lageeinschätzung einfacher.

Klar Augen und Ohren zu und auf das beste Hoffen ist auch eine Option. Aber das wäre nicht mein Weg.

Hysterie

lato, berlin, Donnerstag, 04.08.2022, 14:26 (vor 689 Tagen) @ Davja89
bearbeitet von lato, Donnerstag, 04.08.2022, 14:32

Putin wird nicht endlos junge Männer opfern können,selbst wenn sie von der chinesischen Grenze in die Ukraine verbracht werden und die Bevölkerung fern im Osten das Märchen von den omnipräsenten Nazis glaubt.
Richtig hart trifft dieser Krieg die Staaten,die auf russisches und ukrainisches Getreide angewiesen sind.Die haben sich nix zuschulden kommen lassen und haben salopp ausgedrückt ,trotzdem die Arschkarte.Ist aber auch nichts Neues in einem Krieg.
Wichtig ist zu erkennen ,daß die Situation ,ob in Deutschland oder auch in Europa nur mit demonstrativer Einigkeit gemeistert werden kann und jetzt Parteien Klein-klein zu betreiben ist verantwortungslos und verwerflich. Erinnern hilft manchmal.

Hysterie

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 15:21 (vor 689 Tagen) @ lato

Ist halt komplett bescheuert wenn das Capitol den District 9 angreift...

Hysterie

Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Donnerstag, 04.08.2022, 14:25 (vor 689 Tagen) @ Davja89

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Originell- ich komme zu einer etwas anderen Einschätzung, eigentlich sogar zu der genau entgegen gesetzten :-) : mag ja sein dass die unter dem Druck der Ereignisse gefertigten Analysen aus dem Frühjahr dann nicht besonders treffsicher sind oder waren.

Für mich aber VIEL schwerwiegender was man an den neueren Vorgängen sehen kann: dass wir nämlich blauäugig wie nichts durch die letzten 30 Jahre gegangen sind.

Der Kalte Krieg ist vorbei, der Russe vielleicht ganz nett und das Gas billig, China ziemlich weit weg, kann man aber prima Geschäfte mit machen, eine gemeinsame Währung für Europa mit wirklich jedem Staat als Mitglied der irgendwie mitmachen will, gerne auch die unfassbar leichtlebigen Italiener oder Volkswirtschaften auf Drittweltniveau aber nun erstklassigem Rating:

Alles war super, man muss vor nichts Angst haben ausser dass das neue Auto vielleicht nicht schnell genug fertig wird oder man auf Malle am Pool keine Liege mehr abbekommt.

In DER Zeit haben wir unglaublich viel verschlafen und liegen gelassen und mit dem vielen Geld, was dabei liegen geblieben ist im Wesentlichen Unsinn angefangen.

Und nun ist nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Aufstieg Chinas die neue provisorische Weltordnung mal wieder in Bewegung geraten. Und dass das den einfachen Zeitungsleser erstaunt kann ich ja noch verstehen. Dass aber unsere politische Führung, sowohl die von "gestern" als auch die von heute, offenbar auch auf dem Niveau der Zeitungsanalyse hängen geblieben ist verunsichert mich tatsächlich ein bisschen.

Und wenn jetzt ENDLICH mal wieder ein bisschen nachgedacht wird finde ich es gar nicht schlimm wenn dabei das Eine oder Andere etwas überzeichnet daher kommt.

Das ist wohl das was Du mit "hysterisch" meinst.

Und ich bin auch nicht übertrieben sorgenvoll ob meiner oder "unserer aller" Zukunft- egal ob jetzt Klima-, Finanz-, Euro-; Banken-, China- oder Koreakrise, irgendwas wird schon schiefgehen, das scheint mir unausweichlich.

Und deshalb begrüsse ich jetzt sehr, wenn man wenigstens den Rest Zeit den man noch hat bis zum nächsten Fundamentalereignis nutzt um sich Gedanken über eine Strategie zu machen.

Das hat man aus meiner Sicht nämlich VIEL zu lange versäumt.

Und das finde ich nicht hysterisch sondern vernünftig ;-)

Hysterie

Sascha, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 14:05 (vor 689 Tagen) @ Davja89

Erinnert mich so ein bisschen an die Darstellung, als Russland "Manöver" an der ukrainischen Grenze durchgeführt hat. Der lässt nur ein bisschen die Muskeln spielen und hört dann wieder auf. Vielleicht kommt er mal kurz über die Grenze in die annektierten Gebiete, aber niemals wird er weiter Richtung Westen gehen. Kann sich Putin gar nicht erlauben, einen echten Krieg anzufangen...

Hysterie

FourrierTrans, Dortmund, Sonntag, 14.08.2022, 08:48 (vor 680 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von FourrierTrans, Sonntag, 14.08.2022, 08:58

Erinnert mich so ein bisschen an die Darstellung, als Russland "Manöver" an der ukrainischen Grenze durchgeführt hat. Der lässt nur ein bisschen die Muskeln spielen und hört dann wieder auf. Vielleicht kommt er mal kurz über die Grenze in die annektierten Gebiete, aber niemals wird er weiter Richtung Westen gehen. Kann sich Putin gar nicht erlauben, einen echten Krieg anzufangen...

Stimmt ja auch, "echter" Krieg im Sinne eines "großen" Krieges. Natürlich hat Moskau noch lange nicht alles in die Waagschale geworfen, aber der jämmerliche Auftritt seines Militärs in der Ukraine legt doch schonungslos offen, dass er es sich nicht erlauben kann. Aus konventioneller Militärführung betrachtet ein einziges Desaster.
Ich wundere mich über die Naivität Anfang des Jahres. Putin stand dort bereits seit geraumer Zeit mit 7-8 Divisionen und hat "ohne angezogene Handbremse" operiert. Es war klar, dass es so kommt und es war klar, dass nicht nur die Separatistengebiete ins Visier genommen werden. Hat einfach nur wieder bestätigt, wie unfassbar naiv unsere politische Hemisphäre hier ist.
Note: Ein Gutes hat es. Putin ging fest davon aus, mit seiner "Heeresgruppe" die Ukraine zu überrollen. Der grenzenlose Dilettantismus des eigenen Militärs (war aber auch schon bei der Roten Armee so, da galt auch immer "Masse statt Klasse, alle rinn da"), wird selbst ihn ins Grübeln bringen, falls er mal ganz kurz Allmachtsphantasien hegte.

Hysterie

Zoon, Sonntag, 14.08.2022, 11:19 (vor 680 Tagen) @ FourrierTrans

Erinnert mich so ein bisschen an die Darstellung, als Russland "Manöver" an der ukrainischen Grenze durchgeführt hat. Der lässt nur ein bisschen die Muskeln spielen und hört dann wieder auf. Vielleicht kommt er mal kurz über die Grenze in die annektierten Gebiete, aber niemals wird er weiter Richtung Westen gehen. Kann sich Putin gar nicht erlauben, einen echten Krieg anzufangen...


Stimmt ja auch, "echter" Krieg im Sinne eines "großen" Krieges.

Nunja, den echten Krieg gegen die Ukraine hat er dann trotzdem angefangen, obwohl er die Schwäche seines Militärs hätte kennen müssen.

Hysterie

Ulrich, Sonntag, 14.08.2022, 15:22 (vor 679 Tagen) @ Zoon

Erinnert mich so ein bisschen an die Darstellung, als Russland "Manöver" an der ukrainischen Grenze durchgeführt hat. Der lässt nur ein bisschen die Muskeln spielen und hört dann wieder auf. Vielleicht kommt er mal kurz über die Grenze in die annektierten Gebiete, aber niemals wird er weiter Richtung Westen gehen. Kann sich Putin gar nicht erlauben, einen echten Krieg anzufangen...


Stimmt ja auch, "echter" Krieg im Sinne eines "großen" Krieges.

Nunja, den echten Krieg gegen die Ukraine hat er dann trotzdem angefangen, obwohl er die Schwäche seines Militärs hätte kennen müssen.

Das von Wladimir Putin geschaffene System hat verhindert, dass Putin die Schwäche des russischen Militärs kannte. Korruption ist bei ihm so lange kein Problem, solange diejenigen, die sich die Taschen füllen, zu ihm loyal sind. Letztlich landet zudem wohl ein beträchtlicher Anteil des Geldes in einem ihm zugerechneten Schatten-Imperium unterschiedlicher Firmen. Putins Untergebene haben ihrem Chef immer das gemeldet, was der hören wollte und was seinem Erwartungshorizont entsprach. Deshalb glaubte er, der russische Militärapparat würde funktionieren wie ein Uhrwerk und die Ukraine binnen Tagen überrollen.

Hysterie

PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 13:50 (vor 689 Tagen) @ Davja89

Wir haben in Osteruopa einen klar eingegrenzten Lokalen Krieg. Zwischen einem größeren Aggressor und einem sich verteidigen Opfer. Das ganze ist für Europa sicherlich keine Kleinigkeit aber weltweit gesehen für Menschen in Südamerika oder Afrika relativ unbedeutend.


Du kannst ja mal in Afrika fragen, ob er den Menschen egal ist, dass dort mittlerweile eine noch viele größere Hungersnot als ohnehin schon herrscht, weil etliche Getreideexporte ausgeblieben sind. Wir sind hier in der komfortablen Situation, dass "nur" vieles teurer geworden ist

Hysterie

Davja89, Donnerstag, 04.08.2022, 14:46 (vor 689 Tagen) @ PePopp

Sicherlich richtig. Das sind dann aber indirekte Folgen des Kriegs. Der Krieg an sich intersiert auf anderen Kontinenten die Menschen nur marginal.
Erklärt auch zum Teil die starke Zurückhaltung bezgl. Unterstützung der westlichen Sanktionen.

Zynisch gesagt:
Was wir grade erleben ist in anderen Ecken eher Normalzustand.
Macht es nicht besser aber zeigt dann das dass eher ein Europäisches Problem ist was für die meisten Menschen auf diesem Planeten nur ein Randthema ist.

Wenn wir mal ehrlich sind:
Hätten wir nicht die aktuellen Probleme mit Gas und Öl wäre das doch selbst hier nicht mehr das alles bestimmende Thema.

Das soll nicht die Opfer kleinreden aber das ganze etwas nüchtern einordnen. Natürlich hängt auf dieser Welt fast alles direkt und indirekt zusammen aber eigentlich müsste der Klimawandel aktuell das alles bestimmende Thema sein. Das ist für uns die wesentlich größere Gefahr aber halt nicht so direkt greifbar und vorallem sind die Lösungen komplizierter und der "Feind" nicht so direkt offensichtlich.

Hysterie

simie, Krefeld, Donnerstag, 04.08.2022, 13:32 (vor 689 Tagen) @ Davja89

Und dabei vergisst man dann nämlich, wie schon zuvor bei Corona, die eigentliche Krise die sich langsam aber sicher immer stärker abzeichnet. Das was wir derzeit erleben wird im Rückblick mit hoher Wahrscheinlichkeit als Pillepalle abgetan und man wird sich wundern, wieso eine solche Hysterie herrschte.

Hysterie

Fisheye, Donnerstag, 04.08.2022, 13:44 (vor 689 Tagen) @ simie

Und dabei vergisst man dann nämlich, wie schon zuvor bei Corona, die eigentliche Krise die sich langsam aber sicher immer stärker abzeichnet. Das was wir derzeit erleben wird im Rückblick mit hoher Wahrscheinlichkeit als Pillepalle abgetan und man wird sich wundern, wieso eine solche Hysterie herrschte.

Njoa also offener Krieg in Europa wird hoffentlich nie als Pillepalle abgetan. Das waren die Kriege auf dem Balkan in den Neunzigern nicht und es wird auch der Krieg gegen die Ukraine nicht sein. Insbesondere für die Menschen die dort Leben.

Ich hoffe das die Klima Krise die weitem größte Krise unserer Zeit wird, das bedeutet nämlich das der Krieg in Ukraine ein begrenzter Krieg geblieben ist und auf den Rest Europas und der Welt übergriffen hat und das er in absehbarer Zeit ein Ende findet.

Hysterie

Fisheye, Donnerstag, 04.08.2022, 14:29 (vor 689 Tagen) @ Fisheye


Njoa also offener Krieg in Europa wird hoffentlich nie als Pillepalle abgetan.

Darf ich korrigieren:
Krieg - egal wo - ist kein Pillepalle!

Leider kümmern wir uns um die meisten kriegerischen Auseinandersetzungen nicht, sondern profitieren noch davon, bspw. beim Öl aus Libyen.

Hysterie

Ingo, Europa, Donnerstag, 04.08.2022, 13:10 (vor 690 Tagen) @ Davja89

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Im Frühjahr wurde doch fast täglich mit dem Atomschlag gerechnet. Obwohl nun wirklich jeder Experte klar gemacht hat das dafür weder bei Putin noch im Kreml ernsthafte Gedanken gibt. Natürlich weisst jede Atommacht die sich in einem konventionellen Krieg befindet auf ihre theoretischen Möglichkeiten hin. Nennt sich atomare Abschreckung. Ist übrigens Sinn solcher Waffensysteme.

Danach kam der Klassiker vom Russischen Einmarsch ins Baltikum und der damit direkten Konfrontation von Russland und der Nato. Haben zwar beide Seiten immer wieder betont das es wichtig ist genau das zu verhindern aber macht den Leuten halt mächtig Angst.

Danach die Gaskrise. Natürlich wird es Wege und Mittel geben die schlimmsten Auswirkung zu verhindern. Dazu gehört dann Notfalls auch sich mit den Russen irgendwie zu arrangieren. Trotzdem wird lieber so getan als wenn wir im Dezember alle um brennende Mülltonnen stehen werden.
Natürlich werden das für viele Menschen besonders der ab der "Unteren Mittelschicht" abwärts harte Monate. Aber vom diesem Blackout Gequatsche wird es auch nicht besser.


Mal ganz nüchtern:

Wir haben in Osteruopa einen klar eingegrenzten Lokalen Krieg. Zwischen einem größeren Aggressor und einem sich verteidigen Opfer. Das ganze ist für Europa sicherlich keine Kleinigkeit aber weltweit gesehen für Menschen in Südamerika oder Afrika relativ unbedeutend. Wir haben uns entschieden im Rahmen unser Möglichkeiten dem Opfer beizustehen aber auch immer klar gemacht das wir es zu keiner direkten Konfrontation kommen lassen. Da wir Wirtschaftssanktionen verhängt haben, antwortet die Gegenseite auf die selbe Art und versucht uns wirtschaftlich so weit weh zu tun das irgendwann der Druck groß genung wird, das wir bereit sind über verschiedene Sachen zuverhandeln.
Irgendwann wird man signalisieren das man sich durchaus auch einen Waffenstillstand vorstellen kann der eine weitere Existenz des Ukrainischen Staat nicht auschließt. Da werden dann plötzlich einige westliche Länder ihren Ton ändern und am Ende wird man einen Kompromiss finden mit dem alle irgendwie leben können.

Intersant ist eher der Zeithorizont. Es scheint so als wenn Russland sich aktuell etwas festgebissen hat an der tapferen Ukrainischen Armee. Man muss sich wohl noch ein paar mehr blutige Nasen abholen bevor man zur Vernunft kommt und nur noch versucht die bisherigen Erfolge abzusichern (der Osten, die Krim). Aktuell steht man einen Prozess zum Waffenstillstand mit unrealitischen Maximalforderungen im Weg. Das wird sich ändern. Interesant wird was dann für Töne aus Berlin oder Paris kommen.

Also alles in allem ein großer Haufen Affenscheisse den der kleine Mann vom roten Platz uns dort eingebrockt hat, aber auch nicht die weltweite Existenzkrise zu der das ganz hochgejazzt wird.
Die einzigsten die man davon ausnehmen kann sind die Menschen die aktuell irgendwo im Osten unter Beschuss liegen. Aber um die geht es in der deutschen Debatte doch schon seit Monaten nicht mehr. Man haut lieber wahlweise auf Schröder , Scholz oder Merz ein. Je nach politischer Vorliebe.

Deine Analyse scheitert bereits an der Grundfeststellung. Es ist ein lokaler Konflikt in einem globalen Kontext. Welcher massive Verschiebungs- und Verteilungskämpfe zwischen den hegemonialländern kristallisiert.

Dass einige Dinge hochgejazzt werden, diese Einschätzung würde ich teilen. Aber es ist ein massiver Konflikt mit Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Leben. Sehr gezielt gestartet und terminiert. Ich sehe nicht, wie wir darauf cool und schulterzuckend reagieren sollten. Was wir kurzfristig nicht tun können, müssen wir nun mit langfristig angelegten Entscheidungen kompensieren.

Hysterie

Davja89, Donnerstag, 04.08.2022, 13:16 (vor 690 Tagen) @ Ingo

Das bestreite ich auch gar nicht. Der Fahrplan ist doch auch recht klar:

-Unabhäniger werden im Energiebereich

-Eine solide eigenständige Außenpolitik als EU machen

Usw.

Alles Themen die aus anderen Gründen (Klimawandel) sowieso angestanden hätten.
Das das gigantische Herausforderungen sind möchte ich nicht bestreiten. Aber es ist auch nicht so als befänden wir uns wie 1945 in der Stunde Null.

Etwas mehr Gelassenheit würde uns gut zu Gesicht stehen. 2023 werden wir immer noch in einem sicheren Land leben und einen Lebenstandart pflegen von den andere Menschen nur Träumen können.
Und auch dieser Krieg wird enden. Hoffentlich früher als später.

Hysterie

Ingo, Europa, Donnerstag, 04.08.2022, 13:29 (vor 689 Tagen) @ Davja89

Das bestreite ich auch gar nicht. Der Fahrplan ist doch auch recht klar:

-Unabhäniger werden im Energiebereich

-Eine solide eigenständige Außenpolitik als EU machen

Usw.

Alles Themen die aus anderen Gründen (Klimawandel) sowieso angestanden hätten.
Das das gigantische Herausforderungen sind möchte ich nicht bestreiten. Aber es ist auch nicht so als befänden wir uns wie 1945 in der Stunde Null.

Etwas mehr Gelassenheit würde uns gut zu Gesicht stehen. 2023 werden wir immer noch in einem sicheren Land leben und einen Lebenstandart pflegen von den andere Menschen nur Träumen können.
Und auch dieser Krieg wird enden. Hoffentlich früher als später.

Wie gesagt, basieren deine Schlussfolgerungen auf einer unkorrekten Grundannahme. Die von dir formulierten Ziele sind gute Titel für Wahlplakate. Aber das "wie" muss mit Inhalt gefüllt werden. Dass das Baltikum bspw. nicht bedroht wäre, halte ich für eine falsche Schlussfolgerung. Solche Konflikte, wie in der Ukraine, beschwören immer Grundfragen herauf, bspw. die der Schutzes der staatlichen Souveränität. Weichst du einmal, weichst du immer. Denn offensichtlich treibt der geographische und kulturelle Führungsanspruch der russischen Administration die Grenzen des Denk- und Machbaren immer weiter.
Wir können angesichts dieser Entwicklung nicht cool bleiben und nur irgendwie Feuer löschen in der Ostukraine. Es geht darum gewappnet zu sein in allen möglichen Konfliktthemen. Und ich bin mir nicht sicher, ob unsere Versorgungssicherheit in Sachen Energie und Waren ohne Weiteres weiterläuft. Das sind harte, existenzielle Probleme. Ein "weiter so, irgendwie läufts schon" hatten wir nun lange genug.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 04.08.2022, 12:37 (vor 690 Tagen) @ Thomas

Hat man es in den Medien nicht so mit Prozentrechnung? Oder will man Verunsicherung und Zorn schüren? Oder ist man einfach nur doof? Das schlimme ist, dass man in den Artikeln auch erklärt, warum das so ist. Also ist man sich der Überschrift voll bewusst.

Kompletter Unfug. Anstatt zu jammern sollte Deutschland mal Gesetze erlassen, die das Sparen erzwingt. So wie Ulrich schreibt, ist das in Spanien schon längst geschehen. Man hat sich geeinigt, dass Spanien 7% einspart und die Gesetze und Verordnungen sind in Kraft. So gehen die Lichter in nicht-benutzen Gebäuden ab 22 Uhr aus, Geschäfte und Läden müssen die Türen schließen und Klima nur bis 27 Grad und Heizung bis 19 Grad.
Dazu kommen noch weitere Maßnahmen. Die Regierung hat sich damit keine Freunde gemacht. Die PP fordert zwar selber einen Sparplan, schießt aber wie üblich quer, der Handel hätte da gerne vorher verhandelt. Etcpp.

Und in Deutschland macht man fleißig Sparappelle. Wird schon.
Macht die Industrie und der Handel sicher, freiwillig. Was für ein Bullshit.
Dieses deutsche Gejammer ist unerträglich. Solidarität von anderen Ländern einfordern, die man vor 10 Jahren gegängelt hat ohne Ende, und jetzt selber erst einmal nicht in Vorleistung gehen, was die Regeln angeht.
Peinlich ohne Ende.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

max09, Donnerstag, 04.08.2022, 13:07 (vor 690 Tagen) @ Lattenknaller

Niemand zwingt dich in Spanien zu leben.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 04.08.2022, 13:13 (vor 690 Tagen) @ max09

Niemand zwingt dich in Spanien zu leben.

Sehr konstruktiver Beitrag. Bravo!

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Wallone, Donnerstag, 04.08.2022, 13:26 (vor 689 Tagen) @ Lattenknaller

*Jemand, der in Spanien lebt: Deutschland soll mal xy tun!*

*Ein Deutscher, der in Deutschland lebt: Grrrr, niemand zwingt dich in Spanien zu leben!*

Macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber die Reflexe stimmen. :)

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 12:43 (vor 690 Tagen) @ Lattenknaller

Autoindustrie und Fußball Bundesliga sind aber System relevant, tut uns leid *™>

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Schaumkrone, Celle, Donnerstag, 04.08.2022, 13:00 (vor 690 Tagen) @ Rupo

Bleiben in der Bundesliga eigentlich die Duschen kalt?