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Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land (Politik)

Thomas, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 10:36 (vor 3 Tagen)

titeln SPON
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-muss-mehr-gas-sparen-als-jedes-andere-eu-land-a-7332c73c-c03d-4ee6-979e-1787f6f00c4b

und auch n-tv

Deutschland muss mehr sparen als alle anderen
https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-muss-mehr-sparen-als-alle-anderen-article23504855.html

SPON schreibt:

EU-Staaten sollen nach dem Willen der Kommission in den kommenden Monaten ihren Gasverbrauch um 15 Prozent reduzieren. Nun zeigt eine Auswertung: Deutschland müsste wegen seines hohen Verbrauchs deutlich stärker verringern als andere Länder.

Die Sechstklässler unter uns schauen nun auf und legen die Stirn in Falten. Wenn jeder von irgendwas 15% abgeben muss, dann ist es logisch, dass der, der am meisten hat (hier in dem Falle am meisten verbraucht) auch als absolute Zahl am meisten abgeben muss.
Warum also diese Schlagzeilen?

Hat man es in den Medien nicht so mit Prozentrechnung? Oder will man Verunsicherung und Zorn schüren? Oder ist man einfach nur doof? Das schlimme ist, dass man in den Artikeln auch erklärt, warum das so ist. Also ist man sich der Überschrift voll bewusst.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Goalgetter1990 @, Freitag, 05.08.2022, 10:25 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau (Heiz-Öl ist allerdings nach wie vor deutlich teurer als vor dem 24. Februar). Wenn sich das noch angleicht, wird Heizöl zur noch sinnvolleren Heizalternative als Gas. Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Hatebreed @, Freitag, 05.08.2022, 15:52 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.

Neubau setzt ja wohl hoffentlich auf Erdwärme und hoffentlich niemand kommt auf die Idee, sich eine Ölheizung einzubauen (die wird zurecht in 3 Jahren verboten einzubauen).

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Goalgetter1990 @, Freitag, 05.08.2022, 16:14 (vor 2 Tagen) @ Hatebreed

Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.


Neubau setzt ja wohl hoffentlich auf Erdwärme und hoffentlich niemand kommt auf die Idee, sich eine Ölheizung einzubauen (die wird zurecht in 3 Jahren verboten einzubauen).

"Das Verbot der Ölheizung enthält zahlreiche Ausnahmen. So gilt es nicht, wenn weder Gas- noch Fernwärmeanschlüsse möglich sind und eine Wärmepumpe aus technischen Gründen nicht infrage kommt. Also immer dann, wenn die Anlage durch einen zu geringen Wärmeschutz oder zu kleine Heizflächen nicht wirtschaftlich arbeitet."

Für viele wird die Ölheizung kurzfristig eine Alternative bleiben. Es würde mich auch nicht wundern, wenn im Laufe der nächsten 24 Monate weitere Ausnahmen dazukommen würden, gerade im ländlichen Bereich.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 11:13 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau (Heiz-Öl ist allerdings nach wie vor deutlich teurer als vor dem 24. Februar). Wenn sich das noch angleicht, wird Heizöl zur noch sinnvolleren Heizalternative als Gas. Ist natürlich in erster Linie bei einem Umzug oder Neubau relevant.

Das ist auch wichtig für Industriebetriebe, Anbieter von Fernwärme, etc. Gerade dort, wo die Wärme zentral erzeugt wird, ist eine Umstellung weg vom Erdgas hin zu Heizöl in der aktuellen Mangellage durchaus sinnvoll. Entweder komplett, oder realisiert als Zuheizung.

Boris Palmer hat dazu gestern einen Gastbeitrag im Spiegel verfasst und hier staatliche Zuschüsse verlangt. Auch wenn Palmer sonst gelegentlich Unfug erzählt, dieses Mal scheint mir das ganze recht fundiert zu sein, ich bin mir sicher, er hat sich von Experten beraten lassen: Beispiel Stadtwerke Tübingen - Atomstrom statt Gas? Das kostet!

Wichtig sind auch seine Anmerkungen zum Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung. Anders als mit klassischen Gasturbinenkraftwerken bedient man hier zu einem großen Teil die Grund- und Mittellast. Der Strom ist bereits langfristig verkauft. Fährt man jetzt die Motoren herunter und erzeugt die Wärme nur noch über die Spitzenlast-Kessel, im besten Fall auch noch mit Heizöl, dann wird man regresspflichtig. Man hat den Strom bereits lange im Voraus für z.B. 5 Cent pro kWh verkauft. Dem Käufer muss man nun Strom vom Spotmarkt für z.B. 30 oder 50 Cent pro kWh liefern.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Guido @, Freitag, 05.08.2022, 13:31 (vor 2 Tagen) @ Ulrich

Das ist auch wichtig für Industriebetriebe, Anbieter von Fernwärme, etc. Gerade dort, wo die Wärme zentral erzeugt wird, ist eine Umstellung weg vom Erdgas hin zu Heizöl in der aktuellen Mangellage durchaus sinnvoll. Entweder komplett, oder realisiert als Zuheizung.

Übrigens nicht nachvollziehbar in meinen Augen, dass die "Uniper-Umlage" bei Fernwärme nicht gelten soll. Sowohl rechtlich als auch hinsichtlich "gerecht" eine wacklige Sache in meinen Augen

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

bigfoot49 @, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 10:38 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

Der WTI.
Brent ist noch etwas höher.
Und bei allem nicht vergessen: wird in Dollar gehandelt. Der seit März stärker geworden ist. Heißt der gleiche Dollarpreis im März, kostet nun mehr in Euro.

Der Ölpreis ist übrigens seit dieser Woche wieder auf Vorkriegs-Niveau.

Guido @, Freitag, 05.08.2022, 13:48 (vor 2 Tagen) @ bigfoot49

Der WTI.
Brent ist noch etwas höher.
Und bei allem nicht vergessen: wird in Dollar gehandelt. Der seit März stärker geworden ist. Heißt der gleiche Dollarpreis im März, kostet nun mehr in Euro.

Wobei der Dollar nicht ewig so bleiben wird, dafür ist die Abweichung zur Kaufkraftparität zu hoch und die Inflation in beiden Räumen auf einem zu ähnlichen Niveau. Ich sehe den Dollar im vierten Quartal deutlich schwächer.

Bald am Verzweifeln

moffgat @, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 05:37 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Ich bin aktuell beim Thema Energiesparen bald am Verzweifeln und ich denke so wie uns geht es vielen. Im Haus ist eine uralte Gasheizung eingebaut, die einen miserablen Wirkungsgrad hat und vor 40 Jahren völlig falsch konzipiert wurde (Wohungen mit Fußbodenheizung und mit Heizkörpern am selben Wasserkreislauf daher viel zu hohe Vorlauftemperatur). Dazu kommt auch noch, dass der Wirkungsgrad der Heizung bei geringerem Verbrauch sinkt. Das ganze in unserer Wohung verbunden mit einer uralten Fußbodenheizung, die so träge reagiert, dass man sie nicht ordentlich regulieren kann und dazu nur zwei Zustände kennt, kalt oder viel zu warm. Unser Flur wird sinnloserweise immer auf über 26 Grad geheizt, weil sämtliche Leitungen zu den Zimmern durch den Flur gehen. Es blutet mir immer wieder das Herz, wenn ich die Temperatur in den Räumen durch Lüften regulieren muss. Das führt bei uns zu einem Gasverbrauch von 300kWh pro qm und Jahr.

Durch den sinkenden Wirkungsgrad der Heizung, bringt Energiesparen so gut wie gar nichts, die Heizkosten bleiben nahezu unverändert, man erhöht nur die Menge an Energie, die ungenutzt aus dem Schornstein entweicht. Trotz des höheren Strompreises würden wir inzwischen mit einer effizienten und regulierbaren Stromheizung günstiger heizen, was aber von den Stadtwerken nicht empfohlen wird. Der Vermieter bewegt sich überhaupt nicht. Als cherry on top kündigt er stattdessen jetzt auch noch eine Mieterhöhung an. Theoretisch würde der Vermieter erlauben, dass wir uns auf eigene Kosten einen Pelletofen in die Wohnung setzen. Aber so eine Investition in eine Mietwohnung zu tätigen, bin ich eigentlich nicht bereit. Dazu steigt ja auch der Pelletpreis gerade enorm an.

Umziehen wäre die beste Lösung, aber der Wohnungsmarkt ist im Moment so angespannt, dass auch das ein aussichtloses Unterfangen ist. Bei uns im Ort schon garnicht. Nächste Woche wird unsere Tochter eingeschult, es ist also auch ein maximal bescheidener Zeitpunkt um in eine andere Stadt zu ziehen.

Das alles nur um auch mal die Seite derer zu beleuchten, die sehr gerne Energie einsparen würden, es aber nicht können und jetzt vor einem Berg an zusätzlichen Kosten stehen.

Austauschpflicht?

markus @, Freitag, 05.08.2022, 20:12 (vor 2 Tagen) @ moffgat

Da die Heizung älter als 30 Jahre alt ist, müsste die vom Vermieter ausgetauscht werden. Oder liegen eine der Ausnahmen vor? Hier steht mehr:

https://www.heizsparer.de/heizung/wissen/austauschpflicht-fuer-alte-oel-oder-gasheizungen

Austauschpflicht?

moffgat @, Volmarstein, Samstag, 06.08.2022, 05:18 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 57 Min.) @ markus

Da die Heizung älter als 30 Jahre alt ist, müsste die vom Vermieter ausgetauscht werden. Oder liegen eine der Ausnahmen vor? Hier steht mehr:

https://www.heizsparer.de/heizung/wissen/austauschpflicht-fuer-alte-oel-oder-gasheizungen

Danke dir, das könnte tatsächlich ein Hebel sein, der mir bisher nicht bekannt war. Ob es aber genau 30 Jahre sind, weiß ich tatsächlich nicht. Die Heizung ist aus den 90ern, ob jetzt aber Anfang oder Mitte, ist für mich nicht herauszufinden. Das war lange vor meiner Mietzeit.

Austauschpflicht?

markus @, Samstag, 06.08.2022, 08:45 (vor 1 Tag, 12 Stunden, 29 Min.) @ moffgat

Da die Heizung älter als 30 Jahre alt ist, müsste die vom Vermieter ausgetauscht werden. Oder liegen eine der Ausnahmen vor? Hier steht mehr:

https://www.heizsparer.de/heizung/wissen/austauschpflicht-fuer-alte-oel-oder-gasheizungen


Danke dir, das könnte tatsächlich ein Hebel sein, der mir bisher nicht bekannt war. Ob es aber genau 30 Jahre sind, weiß ich tatsächlich nicht. Die Heizung ist aus den 90ern, ob jetzt aber Anfang oder Mitte, ist für mich nicht herauszufinden. Das war lange vor meiner Mietzeit.

Andere Idee: Falls Rechtsschutzversicherung vorhanden zu einem Anwalt gehen. Oder zur Verbraucherzentrale. Vielleicht können die Druck auf den Vermieter ausüben, das ganze zu modernisieren. Vielleicht ist auch eine Mietminderung drin, das hört sich ja schon nach erheblichen Mängeln an. Ansonsten immer wieder bei Immobilienscout reinschauen.

Austauschpflicht?

moffgat @, Volmarstein, Sonntag, 07.08.2022, 05:58 (vor 15 Stunden, 17 Minuten) @ markus

Immobilienscout ist schon eine gespeicherte Suche eingerichtet und ein Termin beim Mieterverein ist auch schon gebucht. Mal schauen, was dabei rauskommt.

Austauschpflicht?

RE_LordVader @, Dortmund, Samstag, 06.08.2022, 06:14 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 0 Min.) @ moffgat

Ich wünsche Dir, das es da zu Bewegung kommt.

Aber diese Austauschpflicht bezieht sich halt schon grundsätzlich eher „nur“ auf den Kessel und die zugehörige Technik. (Da allerdings auch Ausgleichbehälter/Speicherung und so etwas). Aber leider nicht unbedingt auf die Rohrleitungen und Heizkörper. Und da scheint ja einiges (auf jeden Fall aus heutiger Sicht) sehr falsch zu sein in Deinem Fall. Und das kann aufwändig sein, das zu ändern (muss es aber nicht unbedingt, aber die unisolierten Rohre durch den Flur lassen schlimmes vermuten).
Das Haupt-Problem ist tatsächlich dass der Vermieter da auf den ersten Blick nur Kosten aber keinen direkten Nutzen hat…

Bald am Verzweifeln

Davja89 @, Freitag, 05.08.2022, 17:25 (vor 2 Tagen) @ moffgat

Moin,

Das ist im großen und ganzen absoluter Mist. Wenn der Vermieter sich quer stellt sollte man mittelfristig über einen Wohnungswechsel nachdenken. Würde jetzt aber nix überstürzen. Lieber in den sauren Apfel beissen und irgendwo anders paar Euros zur Seite legen als jetzt zum Schulbeginn alles ins Chaos stürzen.

Irgendwann wird sicherlich auch wieder eine für euch sinnvolle Wohnung frei. Da ist meistens ein langer Atem nötig.

Um Heizkosten zu sparen gab es hier jetzt ja schon paar Ideen. Bezweifel das dir davon wirklich was weiter hilft aber wer weiss ...

Ganz allgemein bin ich grade sehr froh über unseren Fernwärme Anschluss.
Ist auch ein gutes Stück teuer geworden aber im absolut verkraftbaren Rahmen. Noch dazu kein Gewese mit Heiztechnik. Dafür hat man in den guten Zeiten aber auch paar Euros mehr bezahlt.

Bald am Verzweifeln

moffgat @, Volmarstein, Samstag, 06.08.2022, 05:21 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 54 Min.) @ Davja89

Das Problem mit allen Vorschlägen hier ist, dass ich in die Mietwohnung ordentlich Geld investieren müsste, um die Heizung zu individualisieren und mich von der zentralen Gastherme unabhängig zu machen. Mit dem Wissen, dass es ohnehin keinen Sinn macht, viel länger in der Wohnung zu bleiben als nötig, ist das in jedem Fall versenktes Geld, dass ich beim Auszug auch noch dem Vermieter schenke. Dazu kommt natürlich auch noch die Notwendigkeit der Zustimmung durch den Vermieter, wenn ich größere Änderungen wie Infrarotpanels mache. Dennoch bin ich wie immer begeistert von der Menge an Fachkompetenz, die hier im Forum zu finden ist.

Infrarot-Panels?

Goalgetter1990 @, Freitag, 05.08.2022, 08:29 (vor 2 Tagen) @ moffgat

Evtl. könnte man sich ausrechnen, ob es sich lohnt einfach Infrarot-Panels an die Wände anzubringen, eben in den Räumen wo man heizen möchte (so wie das hier https://www.amazon.de/K%C3%B6nighaus-Thermostat-Hersteller-Geld-Zur%C3%BCck-Garantie-Elektroheizung/dp/B09KY2ZW22/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5... ).

Je nach Raumgröße könnte ein Panel pro Raum für um die 130€ schon ausreichen. Wenn man sich ein Panel mit smartem Thermostat holt, kann man zusätzlich den Energieverbrauch optimieren. Das Anbringen sollte nicht sonderlich kompliziert sein.

Infrarot-Panels?

haweka, Ort, Samstag, 06.08.2022, 09:32 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 43 Min.) @ Goalgetter1990

Evtl. könnte man sich ausrechnen, ob es sich lohnt einfach Infrarot-Panels an die Wände anzubringen, eben in den Räumen wo man heizen möchte (so wie das hier https://www.amazon.de/K%C3%B6nighaus-Thermostat-Hersteller-Geld-Zur%C3%BCck-Garantie-Elektroheizung/dp/B09KY2ZW22/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5... ).

Je nach Raumgröße könnte ein Panel pro Raum für um die 130€ schon ausreichen. Wenn man sich ein Panel mit smartem Thermostat holt, kann man zusätzlich den Energieverbrauch optimieren. Das Anbringen sollte nicht sonderlich kompliziert sein.

Tatsächlich habe ich mir vor ein paar Tagen, vom gleichen Hersteller, eine Infrarotheizung gekauft. Die Idee dahinter, werktags in der großen Küche (Mietwohnung) die Gasheizung nur minimal aufzudrehen und für die 20 Minuten Frühstück gezielt die Infrarotheizung zu benutzen. Ob es funktioniert und Geld spart, ich hoffe es.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

babbatundee @, Lüdenscheid und Umland, Freitag, 05.08.2022, 09:41 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

haustec.de/heizung/waermepumpen/waermepumpe-versus-infrarot-was-wird-das-heizsystem-der-zukunft

Ich würde nur Profis statt Amazon da ran lassen; gerade bezogen auf das Thema Anbringung, Regelung, ... Wärmebedarf neben den Möglichkeiten der Ausführung (Wand oder Decke?!).

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 11:21 (vor 2 Tagen) @ babbatundee

haustec.de/heizung/waermepumpen/waermepumpe-versus-infrarot-was-wird-das-heizsystem-der-zukunft

Ich würde nur Profis statt Amazon da ran lassen; gerade bezogen auf das Thema Anbringung, Regelung, ... Wärmebedarf neben den Möglichkeiten der Ausführung (Wand oder Decke?!).

Ich vermute, er ist nur Mieter. Sonst würde er nicht von der theoretischen Möglichkeit eines Umzugs schreiben. Das schränkt den Spielraum extrem ein. Hier wäre der Vermieter gefragt. Sinnvoll wäre eine Komplettsanierung. Optimierung der Wärmedämmung plus völlig neue Heizungsanlage. Da wäre die Wohnung aber für eine gewisse Zeit nicht bewohnbar, der finanzielle Aufwand wäre hoch, man müsste Handwerker finden und die müssten zudem auch Material bekommen. Aktuell wohl selbst wenn der Vermieter wollte utopisch.

Grundsätzlich müsste man darüber nachdenken, Vermieter bei solchen völlig vermurksten Heizungsanlagen und/oder eklatanten Mängeln in der Wärmedämmung bei den Heizkosten mit ins Boot zu holen. Ansonsten finden die zu normalen Zeiten immer jemanden, der die Wohnung trotzdem mietet.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun @, Wolnzach, Freitag, 05.08.2022, 15:36 (vor 2 Tagen) @ Ulrich

Das ist tatsächlich eine Wohnung bei der es absolut Sinn macht den Vermieter an den Heizkosten zu beteiligen.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

markus @, Freitag, 05.08.2022, 11:32 (vor 2 Tagen) @ Ulrich

haustec.de/heizung/waermepumpen/waermepumpe-versus-infrarot-was-wird-das-heizsystem-der-zukunft

Ich würde nur Profis statt Amazon da ran lassen; gerade bezogen auf das Thema Anbringung, Regelung, ... Wärmebedarf neben den Möglichkeiten der Ausführung (Wand oder Decke?!).


Ich vermute, er ist nur Mieter. Sonst würde er nicht von der theoretischen Möglichkeit eines Umzugs schreiben. Das schränkt den Spielraum extrem ein. Hier wäre der Vermieter gefragt. Sinnvoll wäre eine Komplettsanierung. Optimierung der Wärmedämmung plus völlig neue Heizungsanlage. Da wäre die Wohnung aber für eine gewisse Zeit nicht bewohnbar, der finanzielle Aufwand wäre hoch, man müsste Handwerker finden und die müssten zudem auch Material bekommen. Aktuell wohl selbst wenn der Vermieter wollte utopisch.

Grundsätzlich müsste man darüber nachdenken, Vermieter bei solchen völlig vermurksten Heizungsanlagen und/oder eklatanten Mängeln in der Wärmedämmung bei den Heizkosten mit ins Boot zu holen. Ansonsten finden die zu normalen Zeiten immer jemanden, der die Wohnung trotzdem mietet.

Mittlerweile ist ein Energieausweis verpflichtend, oder nicht? Das heißt, potentielle Mieter können vorab sehen, dass der Wärmebedarf bei 300 kWh je Quadratmeter liegt. Das ist ein extrem schlechter Wert. Normal sind eher 100 kWh selbst bei Gebäuden aus den 90ern. Dann sollte man als Mieter davon Abstand nehmen, oder die Kaltmiete ist so niedrig, dass man den höheren Verbrauch in Kauf nimmt.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Eibaueristmeinfreund @, Freitag, 05.08.2022, 18:20 (vor 2 Tagen) @ markus

der Energieausweis ist eine Schätzung und zwar eine grobe.
Der wirkliche Bedarf kann erheblich abweichen.
Bei älteren Mietwohnungen am besten immer die Vormieter nach dem Verbrauch fragen und hoffen, dass sie ehrlich sind .

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun @, Wolnzach, Freitag, 05.08.2022, 15:37 (vor 2 Tagen) @ markus

Ich nehme an, dass der theoretische Wert weit besser ist.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

moffgat @, Volmarstein, Samstag, 06.08.2022, 05:25 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 50 Min.) @ Taifun

Das war er in der Tat. Im Mietvertrag waren 80 Euro als Heizkosten angesetzt was etwas um die 100kWh pro qm entsprochen hätte, bei der ersten Nebenkostenabrechnung waren das dann plötzlich knapp über 200 Euro. Jetzt hab ich für diesen Winter die Vorauszahlung, nur für Heizkosten, auf 500 Euro erhöht. Das ist ziemlicher Wahnsinn.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

Taifun @, Wolnzach, Samstag, 06.08.2022, 08:51 (vor 1 Tag, 12 Stunden, 24 Min.) @ moffgat

Dann würde ich über einen Anwalt klären, wie das funktionieren soll. Eine Fußbodenheizung mit normal heißem Wasser muss doch eigentlich schon immer falsch gewesen sein.

Als Alternative zur Wärmepumpe...

RE_LordVader @, Dortmund, Samstag, 06.08.2022, 09:36 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 38 Min.) @ Taifun

Ne es gab schon auch Fubodenheizungsauslegungen für 60Grad Vorlauf.
Heute macht man das natürlich nicht mehr, aber neu legt man normalerweise auch normale Heizkörper nicht mehr mit so hohen VL Temperaturen an

Infrarot-Panels?

bastlke @, Kempten, Freitag, 05.08.2022, 09:11 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

Evtl. könnte man sich ausrechnen, ob es sich lohnt einfach Infrarot-Panels an die Wände anzubringen, eben in den Räumen wo man heizen möchte (so wie das hier https://www.amazon.de/K%C3%B6nighaus-Thermostat-Hersteller-Geld-Zur%C3%BCck-Garantie-Elektroheizung/dp/B09KY2ZW22/ref=sr_1_1_sspa?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5... ).

Je nach Raumgröße könnte ein Panel pro Raum für um die 130€ schon ausreichen. Wenn man sich ein Panel mit smartem Thermostat holt, kann man zusätzlich den Energieverbrauch optimieren. Das Anbringen sollte nicht sonderlich kompliziert sein.

Wir haben im Bad eine FBH, und für den Sommer ein Infrarot Panel an der Decke, falls den Kindern doch mal etwas kalt sein sollte, wenn sie aus der Wanne kommen. Wenn wir die Panels 20 Minuten laufen lassen, merkt man natürlich direkt unter dem Panel das es warm wird, die Auswirkung auf die Raumtemperatur ist aber sehr gering. Das heißt dann, viele Panels lange laufen lassen.

Infrarot-Panels?

moffgat @, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 09:40 (vor 2 Tagen) @ bastlke
bearbeitet von moffgat, Freitag, 05.08.2022, 09:47

So hatte ich das bei den Infrarot-Panels auch immer verstanden. Die sind eher dafür da, dass sich Personen im Fokus der Panels warm fühlen. Um den Raum zu heizen, sind sie aber eher ungeeignet, da sie die Luft selber nicht, oder nur indirekt erwärmen, indem sie andere Objekte im Raum aufheizen und diese dann die Wärme abgeben. Zumindest war das mein Stand. Darum halte ich als Alternative zur normalen Heizung eher Ölradiatoren für sinnvoll.

Infrarot-Panels?

babbatundee @, Lüdenscheid und Umland, Freitag, 05.08.2022, 09:44 (vor 2 Tagen) @ moffgat

Das ist nicht ganz richtig (und nicht ganz falsch).

In der Aufheiz-Phase einer normalen Heizung profitierst du bei IR-Heizungen sofort von der Wärmestrahlung auf der Haut (wie in der Sonne).

Nach und nach erwärmen sich dann die Wände und geben Wärme ab; bei Deckenpanelen hast du sogar einen Fußbodenheizungs-Effekt.

Um es positiv auszudrücken: Du heizt mehr nach Bedarf, was sich auch positiv auf die Kosten auswirkt.

Infrarot-Panels?

Sascha @, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 08:59 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:09 (vor 2 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Thomas, Freitag, 05.08.2022, 09:20

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.

Exakt sowas habe ich immer gehört oder höre ich jetzt noch, wenn es um die Kosten einer PV-Anlage geht.
Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Infrarot-Panels?

Guido @, Freitag, 05.08.2022, 09:50 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Ja, tust du. Die 0,06 EUR werden sich bald verdoppeln oder verdreifachen. Das macht die Rechnung natürlich nur noch krasser. Wobei man auch nicht gänzlich schwarzsehen darf. Der derzeitige Gaspreis ist auch nur vorübergehend so hoch. Beruhigt sich die Situation in Russland und funktionieren alternative Lieferketten, wird er auch wieder massiv sinken. Ich würde Gas als Alternative zur Wärmepumpe (zum Heizen) oder grünem Wasserstoff (in der Industrie) noch nicht abschreiben.

Eines ist aber klar: Wir müssen noch viel mehr sanieren und erneuern.

Infrarot-Panels?

markus @, Freitag, 05.08.2022, 11:06 (vor 2 Tagen) @ Guido

Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.


Ja, tust du. Die 0,06 EUR werden sich bald verdoppeln oder verdreifachen. Das macht die Rechnung natürlich nur noch krasser. Wobei man auch nicht gänzlich schwarzsehen darf. Der derzeitige Gaspreis ist auch nur vorübergehend so hoch. Beruhigt sich die Situation in Russland und funktionieren alternative Lieferketten, wird er auch wieder massiv sinken. Ich würde Gas als Alternative zur Wärmepumpe (zum Heizen) oder grünem Wasserstoff (in der Industrie) noch nicht abschreiben.

Eines ist aber klar: Wir müssen noch viel mehr sanieren und erneuern.

Naja, die alternativen Lieferketten bestehen doch daraus, dass Gas verflüssigt wird und dann mit Schiffen transportiert werden muss. Das sind Prozesse, die auch auf Dauer deutlich teurer und umweltschädlicher sind, als wenn das Gas einfach 1:1 durch eine Pipeline fließt. Es wird sich vielleicht wieder ein wenig einpendeln, so günstig wie vorher wird es aber wohl nie wieder werden.

Auf der anderen Seite ist eine Wärmepumpe zumindest dann extrem teuer, wenn man zugleich die Kellerdecke und das Dach sanieren und die Fenster erneuern muss. Das sind dann schnell Summen, die viele nicht bereit sind zu investieren. Schon gar nicht, wenn man anschließend nicht selbst, sondern nur der olle Mieter davon profitieren würde.

Infrarot-Panels?

markus @, Freitag, 05.08.2022, 09:25 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.


Exakt sowas habe ich immer gehört oder höre ich jetzt noch, wenn es um die Kosten einer PV-Anlage geht.
Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kwh und Hatebreed mit sagen wir 100 kwh, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Das ist richtig. Deswegen wundere ich mich immer, wenn es heißt: „sind doch nur ein paar Cent Unterschied“. Aber ein paar tausend mal die paar Cent Unterschied, sind schnell dreistellige Beträge.

Infrarot-Panels?

Hatebreed @, Freitag, 05.08.2022, 15:55 (vor 2 Tagen) @ markus

Naja, schnell auch vierstellig.

Infrarot-Panels?

Sascha @, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:24 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Die Frage ist, ob sich das alles nicht wirklich nur lohnt, wenn es kein Gas mehr zum heizen gibt. Wenn du z.B. drei Paneels für 150 € extra kaufst, musst du erst mal 450 € einsparen, um +/- 0 zu kommen.


Exakt sowas habe ich immer gehört oder höre ich jetzt noch, wenn es um die Kosten einer PV-Anlage geht.
Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kw/h und Hatebreed mit sagen wir 100 kw/h, bei 50 qm:

200 x 50 x 0,06 Euro(!) = 600 Euro.

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Dabei berücksichtigst du aber nicht, dass Moffgat zum Ersatz des Gasverbrauchs mit Strom heizen muss, der idR deutlich teurer ist als Gas und es auch weiterhin bleiben wird. Ist natürlich im Einzelfall zu betrachten, wenn man einen alten Strom- und einen neuen Gasvertrag hat, kann sich das schon rechnen.

Und der Unterschied zur PV-Anlage ist eben, dass sie auf eine dauerhafte Nutzung von 20 Jahren ausgelegt ist. Diese Investition sollte sich im Idealfall schon in diesem Winter rechnen.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:29 (vor 2 Tagen) @ Sascha

Ist natürlich im Einzelfall zu betrachten, wenn man einen alten Strom- und einen neuen Gasvertrag hat, kann sich das schon rechnen.

Eben. 6 Cent ist ja höchst konservativ gerechnet. Macht man das mit derzeit realitischen 20 Cent und 70 qm sind wir bei 2800 Euro. Berücksichtigen muss man dann auch, was die Panels überhaupt verbrauchen.
Nur was ist denn die Lösung wenn man sagt, das geht nicht und das geht nicht und das rechnet sich auch nicht?

Infrarot-Panels?

Sascha @, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:33 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Ist natürlich im Einzelfall zu betrachten, wenn man einen alten Strom- und einen neuen Gasvertrag hat, kann sich das schon rechnen.


Eben. 6 Cent ist ja höchst konservativ gerechnet. Macht man das mit derzeit realitischen 20 Cent und 70 qm sind wir bei 2800 Euro. Berücksichtigen muss man dann auch, was die Panels überhaupt verbrauchen.
Nur was ist denn die Lösung wenn man sagt, das geht nicht und das geht nicht und das rechnet sich auch nicht?

Wenn (und das sind jetzt einfach nur aus der Luft gegriffene Zahlen) Gas 1.000 € mehr kostet und eine Lösung mit Strom insgesamt auch 1.000 € mehr, dann gibt es keine Lösung, mit der sich jetzt kurzfristig wirklich Geld (nicht Gas) sparen lässt. Ob die Situation in der Heizperiode 23/24 dann ähnlich ist und sich das dann doch rechnet, wenn die Anschaffungskosten nicht nur auf ein Jahr, sondern auf zwei Jahre anfallen, ist eine Spekulation, die jeder selber eingehen muss.

Infrarot-Panels?

Guido @, Freitag, 05.08.2022, 09:56 (vor 2 Tagen) @ Sascha

Wenn (und das sind jetzt einfach nur aus der Luft gegriffene Zahlen) Gas 1.000 € mehr kostet und eine Lösung mit Strom insgesamt auch 1.000 € mehr, dann gibt es keine Lösung, mit der sich jetzt kurzfristig wirklich Geld (nicht Gas) sparen lässt.

Exakt. Es gibt keine Lösung. Gut zu erkennen am Konsumklima. Muss man halt woanders sparen, wenn man das Geld nicht über hat. Ich wunder mich übrigens sehr darüber, dass unser (von den Stadtwerken betriebenes) Spaßbad die Öffnungszeiten für die Saunalandschaft jetzt von 9 Uhr morgens auf 12 Uhr mittags verschiebt, um Energie zu sparen. Ich halte die Krise für so dramatisch, dass ich der Meinung bin, man könnte auch mal generell 1-2 Jahre ohne Schwitzen, aber was weiß ich schon... Bevor man den Rentnern die Sauna nimmt, streicht man vermutlich lieber Schwimmkurse.

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Taifun @, Wolnzach, Freitag, 05.08.2022, 10:13 (vor 2 Tagen) @ Guido

Im bösen München werden die Saunen ausgeschaltet.

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waltrock ⌂ @, Freitag, 05.08.2022, 10:13 (vor 2 Tagen) @ Guido

Warum man bei den aktuellen Temperaturen nicht einfach Mal sämtliche Thermen abschaltet und auf die Außenbecken verweist erschließt sich mir eh nicht, wenn doch jeder qbm zählt.

Ich kenne öffentliche Gebäude die leer stehen, in denen aber die Gasheizung wg. Frostschutz das ganze Jahr laufen. Das ist alles einfach völlig absurd.

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bigfoot49 @, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 09:18 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Das Problem ist hier ja: moffgat ist an der Stelle dem Besitzer ausgeliefert, der nicht saniert.
Und oben drauf noch die Kaltmiete erhöht.

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Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:23 (vor 2 Tagen) @ bigfoot49

Das Problem ist hier ja: moffgat ist an der Stelle dem Besitzer ausgeliefert, der nicht saniert.
Und oben drauf noch die Kaltmiete erhöht.

Da ist jetzt die Alternative gar nichts zu unternehmen?

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bigfoot49 @, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 09:35 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Nö.
Nur vergleichst du doch den Gasverbrauch eines sanierten Hauses mit dem einer unsanierten Mietwohnung.
Bei letzterem gibt’s halt nicht viel Spielraum, da er ja nicht mal eben eine neue Heizungsanlage einbauen oder sich PV auf das Dach packen kann etc.

Die eigene Heizleistung drosseln sorgt anscheinend für Probleme.
Heizen mit Strom geht natürlich. Aber ob sich das lohnt, müsste er durchrechnen.

Ultima Ratio wäre dann wohl Auszug (was aufgrund der Kaltmietenerhöhung evtl. generell schon doppelt attraktiv sein könnte, auch wenn umziehen kacke ist…), aber natürlich auch mit Kosten einhergeht.

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Blarry @, Essen, Freitag, 05.08.2022, 09:13 (vor 2 Tagen) @ Thomas

Sagt mir, wenn ich was falsch rechne.

Wenn ich den Post richtig lese, wohnt Moffgat zur Miete, und hat daher nur begrenzte Möglichkeiten zur Anbringung einer PVA. Also müssen wir zu den Kosten der PVA noch die Kosten für ein Eigenheim dazurechnen, was je nach Lage und benötigter Größe mit mindestens 300.000 Euro in die Rechnung eingeht. Das schiebt den Zeitpunkt der Amortisierung ein klein wenig nach hinten.

Ach ja:

Nehmen wir mal Moffgat mit 300 kw/h und Hatebreed mit sagen wir 100 kw/h

Kilowattstunden kWh != Kilowatt pro Stunde. Mit 300 kW/h Leistungsabgabe durch die Heizung müsste seine Familie definitiv nicht frieren. ;)

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Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 09:20 (vor 2 Tagen) @ Blarry

Wenn ich den Post richtig lese,

Nein und ja, ich habe einen Querstrich zuviel gesetzt. Wahnsinn.

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Blarry @, Essen, Freitag, 05.08.2022, 09:03 (vor 2 Tagen) @ Sascha

Plus die Stromkosten für den Betrieb der Panele, was ebenfalls nicht billig sein wird.

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todesbrei @, Copitz, Freitag, 05.08.2022, 08:51 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

die habe ich tatsächlich auch schon eine Weile auf dem Schirm

Jemand Erfahrungen damit ?

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bigfoot49 @, Leipzig, Freitag, 05.08.2022, 09:17 (vor 2 Tagen) @ todesbrei

Hatten die mal in einer Urlaubsunterkunft.
Wärme wurde in dem Strahlungsbereich schnell angenehm spürbar, nur irgendwann zu warm, was aber an den bescheuerten Einstellungen dort lag (Thermostate im Raum ohne Funktion, zentral verwaltet und die Verwaltung vor Ort wirkte mit der neuen Technik des Besitzers generell überfordert ;-)).

Zu den Kosten dort können wir nix sagen.
Generell müsstest halt ausrechnen, wieviel eine IR-Heizung verbraucht, wie lange du die laufen lassen willst und den Strompreis ansetzen. Und das dann mit deiner „normalen“ Heizart vergleichen, was je nach Bedingung (Eigentümer oder Mieter, direkter Bezug von Rohstoff oder Fernwärme) sich einfach oder kompliziert gestalten kann.

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todesbrei @, Copitz, Freitag, 05.08.2022, 09:44 (vor 2 Tagen) @ bigfoot49

Das ist die generelle Schwierigkeit die sich bei mir gerade darstellt. Ich habe eine Gasheizung plus Solarthermi auf den Dach. Diese funktionieren in Verbund aber recht ineffektiv. Der Winter wird tatsächlich zeigen wie viel ich ohne Gas auskomme, ob die Sonne soweit reicht um Beispielsweisedas Haus hoch zu heizen und auch noch Warmwasser zu liefern, ab März gar kein Problem die Frage ist wie sich das in den kalten, sonnenarmen Monaten, verhält.

Aber denke werd erstmal mit einen Radiator zum testen arbeiten, da hab ich noch 3 da :-D

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moffgat @, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 08:39 (vor 2 Tagen) @ Goalgetter1990

Es würden wahrscheinlich sogar einfache Ölradiatoren für alle Zimmer tun und wir würden durch die bessere Regulierbarkeit wahrscheinlich sogar deutlich billiger dabei wegkommen. Allerdings sagen alle Experten und die Stadtwerke, dass man genau das eben nicht machen soll, weil sonst die Stromnetze gefährdet sind. Darum weiß ich auch nicht, ob das der richtige Weg ist.

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Franke @, Freitag, 05.08.2022, 20:05 (vor 2 Tagen) @ moffgat

Es würden wahrscheinlich sogar einfache Ölradiatoren für alle Zimmer tun und wir würden durch die bessere Regulierbarkeit wahrscheinlich sogar deutlich billiger dabei wegkommen. Allerdings sagen alle Experten und die Stadtwerke, dass man genau das eben nicht machen soll, weil sonst die Stromnetze gefährdet sind. Darum weiß ich auch nicht, ob das der richtige Weg ist.


Frag die Stadtwerke, was sie Dir für dein Problem empfehlen können. Wenn das nicht hilfreich erscheint, dann musst Du an Dich und deine Familie denken.

Infrarot-Panels?

Thomas, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 08:48 (vor 2 Tagen) @ moffgat

Die Stromnetze werden nicht gefährdet, wenn du jetzt die Dinger anschmeißt. Wenn sowas im Winter alle machen, ja dann vielleicht. Aber das wird nur passieren, wenn wir gar kein Gas mehr haben. Bis dahin solltet ihr euch das Leben wieder besser machen.

Bald am Verzweifeln

Hatebreed @, Freitag, 05.08.2022, 08:09 (vor 3 Tagen) @ moffgat

Das führt bei uns zu einem Gasverbrauch von 300kWh pro qm und Jahr.

Das ist ja komplett Wahnsinn... Wir haben unseren Altbau nach Sarnierung auf 81kWh/qm gebracht und da sehe ich auf jeden Fall noch Optimierungspotential.

Bald am Verzweifeln

RE_LordVader @, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 15:50 (vor 2 Tagen) @ Hatebreed

Wir sind lange nicht so gut, aber mit 111 kWh / Jahr und am, auch lange nicht so schlecht wie der Vorposter.

Aber das ist auch im Rahmen des - aus Vorkriegssicht - wirtschaftlich sinnvollen optimiert. Für reine Verbrauchsoptimierung gäbe es noch Optionen, die sich aber wahrscheinlich noch nicht einmal mit den aktuellen Preisaussichten rechnen würden, da der Aufwand halt enorm wäre um die letzten paar Prozent heraus zu kitzeln.

Bald am Verzweifeln

moffgat @, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 08:40 (vor 2 Tagen) @ Hatebreed

Das ist ja komplett Wahnsinn... Wir haben unseren Altbau nach Sarnierung auf 81kWh/qm gebracht und da sehe ich auf jeden Fall noch Optimierungspotential.

Von solchen Werten können wir nur träumen. :(

Bald am Verzweifeln

Eibaueristmeinfreund @, Freitag, 05.08.2022, 06:18 (vor 3 Tagen) @ moffgat

Ich kann diese Situation nachvollziehen.
Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand, sodass auch bei eiserner Disziplin kaum Einspareffekte eintreten.
Die naiven Vorschläge aus Politik und Medien einfach mal die Raumtemperatur abzusenken, sind deshalb pure Verzweiflung bzw. Populusmus .
Vor allem in älteren Mietobjekten sind Uraltheizungen am Werkeln, wo nichts einzusparen ist, außer man stellt die Heizung aus .
Eine Ursache sehe ich darin, dass sämtliche Kosten des Heizens, auch Wartungen, der Mieter tragen muss.
Dem Vermieter kann deshalb der Zustand der Heizung völlig egal sein.
Nicht alle Vermieter sind so gleichgültig, trotzdem zu viele .

Ich befürchte für die Heizperiode wirklich, dass viele zum letzten Mittel des Sparens greifen und nur noch Heizen, wenn es bitterkalt wird.
Nachfolgend sind dann leider Substanzschäden an Gebäuden durch Schimmel zu erwarten.
Eine Lösung habe ich auch nicht, aber jetzt rächt sich der massive Investitionsstau bei Heizsystemen und Energiesparmaßnahmen.
Den kann man nun nicht einfach per Dekret beheben, zudem die Kosten für Material und Personal deutlich steigen .

Bald am Verzweifeln

moffgat @, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 08:45 (vor 2 Tagen) @ Eibaueristmeinfreund

Eine Ursache sehe ich darin, dass sämtliche Kosten des Heizens, auch Wartungen, der Mieter tragen muss.
Dem Vermieter kann deshalb der Zustand der Heizung völlig egal sein.

das ist leider tatsächlich eines der Probleme. Der Fairness halber muss ich aber auch sagen, dass wir diesen Zustand jahrelang toleriert haben, weil das Gas billig war und es ja alles irgendwie bezahlbar war. Jetzt rächt sich das. Man hätte viel früher hier die Reißleine ziehen müssen und ausziehen müssen. Das erste böse Erwachen kam erst 1,5 Jahre nach dem Einzug mit der ersten echten Nebenkostenabrechnung. Aber wer zieht schon nach so kurzer Zeit wieder aus, wenn er gerade viel in eine neue Küche, die Wohnung und den Umzug investiert hat.

Bald am Verzweifeln

Hatebreed @, Freitag, 05.08.2022, 08:07 (vor 3 Tagen) @ Eibaueristmeinfreund

Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand

Also ich nehme wahr: Entweder top neu oder komplett veraltet.
Ich bin froh, dass wir während der Lockdowns und Corona und Haus komplett sarniert haben zu den "alten" Baustoffpreisen und Handwerkerlöhnen...

Bald am Verzweifeln

RE_LordVader @, Dortmund, Samstag, 06.08.2022, 08:03 (vor 1 Tag, 13 Stunden, 12 Min.) @ Hatebreed

Der Eindruck entsteht, weil natürlich diese Extreme das ist, wozu man sich äußert… wir zB sind dazwischen ;-)

Bald am Verzweifeln

Mob-Jenson @, Siegen, Freitag, 05.08.2022, 09:01 (vor 2 Tagen) @ Hatebreed

Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand


Also ich nehme wahr: Entweder top neu oder komplett veraltet.
Ich bin froh, dass wir während der Lockdowns und Corona und Haus komplett sarniert haben zu den "alten" Baustoffpreisen und Handwerkerlöhnen...

Das kommt ja jetzt auch noch dazu. Plus steigende Zinsen. Mal eben die Heizung optimieren/renovieren etc. ist für den Großteil der Hausbesitzer derzeit einfach nicht drin.
Wenn ich überlege das nächste Woche der Öltanker mit 3-4000 Litern kommt und mal eben 2-3 Monatslöhne mitnimmt, kann einem schon schwindelig werden.
Wir sind derzeit am überlegen ob wir uns nicht einen Holzofen als Zusatz in den Keller stellen. Gott sei Dank haben wir zwei Kamine im Haus.

Bald am Verzweifeln

Eibaueristmeinfreund @, Freitag, 05.08.2022, 08:58 (vor 2 Tagen) @ Hatebreed

Viele Heizungssysteme sind in einem miserablen Zustand


Also ich nehme wahr: Entweder top neu oder komplett veraltet.
Ich bin froh, dass wir während der Lockdowns und Corona und Haus komplett sarniert haben zu den "alten" Baustoffpreisen und Handwerkerlöhnen...

Wie immer gilt, dass man das nicht pauschal sagen kann.
Die sich jetzt anbahnende (Heiz)Energiekrise ist aber nur ein Beschleuniger beim Sichtbarmachen der Versäumnisse.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 15:09 (vor 3 Tagen) @ Thomas

https://www.br.de/nachrichten/bayern/wirklich-zurueck-zur-atomkraft-soeder-und-merz-besuchen-isar-2,TDVXrdl

Fritze Maverick Merz ist mit seinem, es verbraucht viel weniger als ein PKW und es war immer mein Kindheitstraum, Propellerflugzeug nach Bayern geflogen und ist mit dem, ich will keine Monster trassen, Söder Markus zur Isar2 gepilgert.

Beide haben das, modernste AKW in Europa (Merz), besichtigt, eine Probe genommen und den Daumen nach oben gehoben.

In einem Technik affinen Land (Vorsprung durch eben jene) ist es wirklich klasse zu sehen, dass der Bundeskanzler sich mit Turbinen und der Oppositionschef mit AKW auskennt.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 15:52 (vor 5 Stunden, 23 Minuten) @ Rupo

Wenn die Oberheuschrecke dem Heuschreckenlobbyisten erklärt, wo die Zukunft liegt: bei Sonne, Wind und Wasserstoff, scheinbar außerhalb Bayerns.

https://www.cnbc.com/2022/08/05/goldman-doesnt-see-nuclear-as-a-transformational-tech-for-the-future.html

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

libertador @, Sonntag, 07.08.2022, 16:01 (vor 5 Stunden, 14 Minuten) @ Zoon

Wenn die Oberheuschrecke dem Heuschreckenlobbyisten erklärt, wo die Zukunft liegt: bei Sonne, Wind und Wasserstoff, scheinbar außerhalb Bayerns.

https://www.cnbc.com/2022/08/05/goldman-doesnt-see-nuclear-as-a-transformational-tech-for-the-future.html

Man sollte den Inhalt schon vollständig wiedergeben. Es geht los mit: "Nuclear has a role to play in the years ahead but it should not be seen as a 'transformational' technology, according to Goldman Sachs." Außerdem wird noch davon gesprochen, dass es weniger Stilllegungen und einige Neubauten geben sollte.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Ulrich @, Sonntag, 07.08.2022, 16:55 (vor 4 Stunden, 20 Minuten) @ libertador

Wenn die Oberheuschrecke dem Heuschreckenlobbyisten erklärt, wo die Zukunft liegt: bei Sonne, Wind und Wasserstoff, scheinbar außerhalb Bayerns.

https://www.cnbc.com/2022/08/05/goldman-doesnt-see-nuclear-as-a-transformational-tech-for-the-future.html


Man sollte den Inhalt schon vollständig wiedergeben. Es geht los mit: "Nuclear has a role to play in the years ahead but it should not be seen as a 'transformational' technology, according to Goldman Sachs." Außerdem wird noch davon gesprochen, dass es weniger Stilllegungen und einige Neubauten geben sollte.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Das, was Merz und Söder von sich geben, ist einfach nur Unfug. Eventuell sind beide ja zu lange im "Kern des Reaktors" gewesen?

Fangen wir mal mit der Wiederinbetriebnahme von bereits stillgelegten AKW an. Die haben ihre Betriebsgenehmigung verloren. Bevor sie wieder ans Netz gehen könnten müssten sie ein neues Genehmigungsverfahren komplett durchlaufen. Dabei sind aber Anforderungen zu erfüllen, die nur aktuelle AKW-Typen wie z.B. der EPR erreichen.

Um einmal das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zu zitieren:

"Für die am 31.12.2021 abgeschalteten Anlagen ist die Berechtigung zum Leistungsbetrieb aufgrund der gesetzlichen Regelung erloschen. Ein Betrieb könnte nur aufgrund einer gesetzlichen Aufhebung des Erlöschens und einer gesetzlichen Laufzeitverlängerung erfolgen. Diese Entscheidungen des Gesetzgebers kämen hier einer "Neugenehmigung" gleich.

Ein derartiges Gesetz ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts inhaltlich und verfahrensrechtlich weitgehend wie eine entsprechende behördliche Entscheidung zu behandeln. Der Bundestag müsste die ähnlichen Verfahrensschritte einschließlich Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) dann selbst vornehmen. Insbesondere ist es im Hinblick auf den grundrechtlich geschützten Anspruch auf die bestmögliche Schadensvorsorge erforderlich, den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik der Nachweisführung zugrunde zu legen. Demnach müsste auch nachgewiesen werden, dass die Auswirkungen von Kernschmelzunfällen auf das Anlagengelände begrenzt werden können. Dieser Standard, den zum Beispiel der AKW-Typ EPR umsetzt, ist durch Nachrüstungen nicht zu erreichen. Das Bundesverfassungsgericht hat für Neugenehmigungen entschieden, dass dann, wenn die nach theoretischen wissenschaftlichen Konzepten erforderliche Schadensvorsorge praktisch nicht erreicht werden kann, die Genehmigung für ein Atomkraftwerk nicht erteilt werden darf. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass ein die Genehmigung ersetzendes Gesetz bereits im Eilverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht aufgehoben würde. (Quelle: BMUV)"

Und auch für eine Laufzeitverlängerung gibt es ganz massive Hürden. Bei AKW müssen alle zehn Jahre umfangreiche Sicherheitsprüfungen durchgeführt werden. Für die Inspektion des Primärkreislaufs müssen die Reaktoren dabei für einen längeren Zeitraum herunter gefahren werden. Bei Isar 2 wurde die letzte Revision bereits 2009 durchgeführt. Die nächste ist bereits seit drei Jahren überfällig. Man hatte darauf angesichts des Laufzeitendes 2022 verzichtet. U.a. auch deshalb, weil die Vorgaben für diese Revision aus den Achtzigern stammen und angesichts der seitdem erzielten Fortschritte bei der Prüftechnik völlig veraltet waren. Man hätte sie eigentlich komplett anpassen müssen. Selbst bei einen "Streckbetrieb" würde sich die Frage stellen, ob der ohne neue Überprüfung möglich wäre. Die nächste Frage wäre, ob so ein Streckbetrieb überhaupt von der Betriebsgenehmigung gedeckt wäre. Es gibt bei AKWs zahlreiche sehr enge Vorgaben. So darf man beispielsweise bei weitem nicht alle Brennelemente verwenden, auch da sind die Hersteller und Typen vorgeschrieben. Im Volllastbereich darf man während der gesamten Betriebszeit 100.000 Lastwechsel 100 Prozent - 80 Prozent - 100 Prozent fahren. Aber nur 400 100 Prozent - 0 Prozent - 100 Prozent. So viel zu Aussagen von Spahn und Co. AKWs könnten auch als Spitzenlastkraftwerke eingesetzt werden.

Das Laufzeitende der Anlagen ist aktuell für Ende 2020 gesetzlich festgeschrieben. Für eine Verlängerung müsste man weitaus mehr tun als nur ein paar Datumsangaben in Gesetzen zu ändern. Und selbst dann könnte man sich keineswegs sicher sein, dass nicht ein Gericht die Anlagen vorläufig stilllegt. Gut möglich, dass man zunächst eine -unter Umständen Jahre dauernde- Sicherheitsüberprüfung durchführen und danach ggf. Nachrüstungen vornehmen müsste, bevor die Anlagen weiter laufen dürfen.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 16:45 (vor 4 Stunden, 30 Minuten) @ libertador
bearbeitet von Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 17:04

Man sollte den Inhalt schon vollständig wiedergeben.

Ich habe zitiert. Zitate sind immer unvollständig. Wichtig ist, dass sie den Inhalt nicht verfremden. Das hat mein Zitat auch nicht getan, weil GS wirklich erklärt, dass Atomkraft keine Zukunftstechnologie ist.

Es geht los mit: "Nuclear has a role to play in the years ahead but it should not be seen as a 'transformational' technology, according to Goldman Sachs." Außerdem wird noch davon gesprochen, dass es weniger Stilllegungen und einige Neubauten geben sollte.

Das meint Brückentechnologie, nicht Zukunftstechnologie. Dass die Kernkraft als Brueckentechnologie noch eine Rolle spielen wird, ist eine Binsenweisheit, einfach weil es zu viele Staaten gibt, die noch auf Kernkraft setzen und lieber noch ein neues AKW bauen als in die Zukunftstechnologien zu investieren.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Aber nein, das klingt gar nicht kompatibel mit der Unionspolitik, die den Auf- und Ausbau der Zukunftstechnologien sabotiert, die "Streckung von Laufzeiten" fordert und nun schon wieder über "neue Formen der Kernenergie" (Merz) nachdenkt.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

libertador @, Sonntag, 07.08.2022, 18:07 (vor 3 Stunden, 8 Minuten) @ Zoon

Das meint Brückentechnologie, nicht Zukunftstechnologie. Dass die Kernkraft als Brueckentechnologie noch eine Rolle spielen wird, ist eine Binsenweisheit, einfach weil es zu viele Staaten gibt, die noch auf Kernkraft setzen und lieber noch ein neues AKW bauen als in die Zukunftstechnologien zu investieren.

Das Statement von Goldman Sachs beinhaltet, dass weniger Kernkraftwerke stillgelegt werden sollten und zusätzlich ein wenig Neubau. Also nicht die von Dir behauptete Binsenweisheit. Bei dem Auftritt von Merz und Söder ging es um den Erhalt der derzeitigen Kraftwerke. Das ist deckungsgleich mit weniger Stilllegungen.

Das klingt kompatibel mit Merz und Söder. Ich habe von diesen noch keine großen Pläne für unzählige AKW-Neubauten vernommen.

Aber nein, das klingt gar nicht kompatibel mit der Unionspolitik, die den Auf- und Ausbau der Zukunftstechnologien sabotiert, die "Streckung von Laufzeiten" fordert und nun schon wieder über "neue Formen der Kernenergie" (Merz) nachdenkt.

Massive Investitionen in Erneuerbare sind ein anderer Punkt. Da hat die Union ordentlich blockiert.

Goldmann Sachs hält Atomkraft für keine Zukunftstechnologie

Zoon, Sonntag, 07.08.2022, 20:25 (vor 50 Minuten) @ libertador

Das Statement von Goldman Sachs beinhaltet, dass weniger Kernkraftwerke stillgelegt werden sollten und zusätzlich ein wenig Neubau. Also nicht die von Dir behauptete Binsenweisheit. Bei dem Auftritt von Merz und Söder ging es um den Erhalt der derzeitigen Kraftwerke. Das ist deckungsgleich mit weniger Stilllegungen.

Wie kann man das Statement von Goldmann Sachs nur so verzerrt wiedergeben? Das Statement beinhaltet im Kern:
“Nuclear is not in the headlines of our report because we don’t think it’s one of the transformational technologies for the future,”.
“We think wind, solar [and] hydrogen are, but not nuclear,”

Und der Rest, der dort zur Kernkraft gesagt wird, beschreibt diese als Brückentechnologie und zwar in der von mir behaupteten Binsenweisheit, wonach die Kernkraft auf der Zeitachse als Brücke noch eine Rolle spielen wird, bis die Energieversorgung durch die Zukunftstechnologien sichergestellt ist. Je schneller die Zukunftstechnologien aufgebaut werden, desto kleiner ist die Brücke und umgekehrt.

Massive Investitionen in Erneuerbare sind ein anderer Punkt. Da hat die Union ordentlich blockiert.

Aber nein, das ist kein anderer Punkt. Denn die Politik der Union zielt ja gerade darauf ab, den Aufbau der Zukunftstechnologien solange zu sabotieren bis die Schweine fliegen können, soll heissen, "neue Formen der Kernkraft" (Merz) risikolos und kostengünstig genutzt werden können.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Ulrich @, Sonntag, 07.08.2022, 15:45 (vor 5 Stunden, 30 Minuten) @ Rupo

Merz meinte übrigens im Anschluss an den Besuch, man sei "Im Kern des Reaktors" gewesen. Wenn man schon schicke weiße Overalls trägt, um Kompetenz auszustrahlen, sollte man nachher besser die Klappe halten, um den Eindruck nicht zu zerstören.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 11:31 (vor 2 Tagen) @ Rupo

https://www.br.de/nachrichten/bayern/wirklich-zurueck-zur-atomkraft-soeder-und-merz-besuchen-isar-2,TDVXrdl

Fritze Maverick Merz ist mit seinem, es verbraucht viel weniger als ein PKW und es war immer mein Kindheitstraum, Propellerflugzeug nach Bayern geflogen und ist mit dem, ich will keine Monster trassen, Söder Markus zur Isar2 gepilgert.

Beide haben das, modernste AKW in Europa (Merz), besichtigt, eine Probe genommen und den Daumen nach oben gehoben.

In einem Technik affinen Land (Vorsprung durch eben jene) ist es wirklich klasse zu sehen, dass der Bundeskanzler sich mit Turbinen und der Oppositionschef mit AKW auskennt.

Man bietet für ein ausgesprochen komplexes Problem eine scheinbar sehr einfache Lösung. Darauf springen dann sehr viele Menschen an. Und ignorieren völlig, dass diese Lösung einen Nachteil hat. Sie funktioniert nicht. Hier wird im großen Stil Bevölkerungsverdummung betrieben. Und ein leider viel zu großer Teil der Bevölkerung lässt sich verdummen.

Es gibt ein riesiges Bündel technischer, juristischer und wirtschaftlicher Probleme, die sich vor einem solchen Weiterbetrieb auftun. Aber die werden einfach ignoriert. Statt dessen hat Markus Söder von der TÜV Süd Industrie Service GmbH eine siebenseitige Stellungnahme erstellen lassen. Eine Seite ist das undatierte Anschreiben. Drei Seiten beschäftigen sich mit der angeblich möglichen Wiederinbetriebnahme des Blocks C in Gundremmingen und drei Seiten mit einer Laufzeitverlängerung von Isar 2. Unterschrieben ist das ganze mit "Mit freundlichen Grüßen Energie und Systeme". Welche Personen das ganze erstellt haben, bleibt unklar. Jedes Schadensgutachten nach einem Autounfall ist umfangreicher.

Söder und Merz besuchen Isar 2

CB @, Donnerstag, 04.08.2022, 15:50 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Söder hat doch selber auf einen Atomausstieg gedrängt und den Ausbau der erneuerbaren verschleppt. Der ist mit seinen Entscheidungen einer der Hauptverantwortlichen für diese Energiekrise.

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Kolbenfresser @, Kaufbeuren, Donnerstag, 04.08.2022, 18:46 (vor 3 Tagen) @ CB

Das Atomstrom günstig ist, ist ein Märchen. Atomstrom wird subventioniert. Aber nur für die Energieunternehmen. Beim Endverbraucher kommt nichts an und wird es natürlich teuer wie so vieles in Deutschland.

Söder und Merz besuchen Isar 2

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:39 (vor 3 Tagen) @ Kolbenfresser

Atomstrom ist unter Vollkosten Berechnung die teuerste Energie...

Söder und Merz besuchen Isar 2

waltrock ⌂ @, Freitag, 05.08.2022, 09:56 (vor 2 Tagen) @ Rupo

Für mich stellt sich bei der Diskussion zum Endlager mittlerweile nur eine Frage:
Haben wir, weltweit betrachtet, nicht eh schon die Haupt-Kosten zur Endlagerung "verursacht".

Ich meine die aktuellen Brennstäbe müssen ja schon "Endgelagert" werden. Weltweit geht von den Stäben Gefahr aus. Die EU hat die AKWs als grüne Energie eingestuft. D. h., Deutschland geht hier als einziges Land den Weg die AKWs abzubauen. Gleichzeitig verfeuert man Kohle und Gas und pustet CO2 in die Luft.

Wäre es nicht sinnvoll, die AKWs als Zwischentechnologie zu verwenden, bis man die erneuerbaren Energien so weit hat den Strombedarf zu decken? Denn der Brennstab von heute geht ja mit Abschalten nicht einfach aus.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Stand heute 2.200 Mitarbeitende. Genehmigte Endlager gibt es derzeit nur für Nicht-AKW-Müll. Die Webseite des BGE offenbart aus meiner Sicht erschreckende Fakten - jedoch sind die Probleme jetzt bereits da und gehen wohl nicht weg, wenn man die Menge an Atommüll reduziert.

Söder und Merz besuchen Idar 2

Zico80 @, Samstag, 06.08.2022, 12:10 (vor 1 Tag, 9 Stunden, 4 Min.) @ waltrock
bearbeitet von Zico80, Samstag, 06.08.2022, 12:15

D. h., Deutschland geht hier als einziges Land den Weg die AKWs abzubauen.

Ihr müsst einfach lernen, die permanenten Lügen von CDU / CSU nicht zu glauben und weiterzuverbreiten. Deutschland ist nicht das einzige Land, das Atomkraft abbaut. Überhaupt gibt es auf der Welt nur 33 Staaten (inklusive Deutschland), die aktiv Atomenergie erzeugen. Das bedeutet, rund 170 Staaten tun dies nicht.

Beispiele aus Europa:

Italien hat seinen Atomausstieg bereits lange abgeschlossen, die Schweiz steht kurz davor. Irland (neben anderen) hat sich bewusst dazu entschieden, nie Atomkraft einzusetzen.

In Spanien wurden in den 80ern- und 90ern 10 Kernkraftwerke gebaut. 2011 wurde gesetzlich festgeschrieben, dass keines dieser Kraftwerke die Laufzeit von 40 Jahren überschreiten darf und keine Neuen gebaut werden dürfen, was faktisch einem Atomaussteig gleichkommt.

Österreich hat ein Atomkraftwerk gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Seit 2015 gilt sogar ein Importverbot von Atomstrom.

Litauen war nach Ende der Sowjetzeiten das Land mit zweitgrössten Atomstromanteil der Welt nach Frankreich. Atomausstieg abgeschlossen 2009. Eine Volksbefragung 2008 ergab das 64 % der Bevölkerung gegen eine Verlängerung stimmten.

In Bulgarien laufen nur noch 2 der ursprünglich 6 Reaktoren. Der Bau eines weiteren Kraftwerks wurde 2009 gestoppt. Grund: Man wollte die Abhängigkeit von Russland beenden...

In Schweden sind aktuell noch 6 der ursprünglich 12 Reaktoren in Betrieb.

Kroatien hat alle Atompläne auf Eis gelegt und konzentriert sich auf erneuerbare Energie.

Lettland hatte Pläne für ein Kraftwerk, in einem Volksentscheid haben sich aber 2/3 der Bevölkerung dagegen ausgesprochen.

Polen plant - gegen den Willen seiner Bevölkerung - seit Jahrzehnten Atomkraftwerke, das Erste sollte 2020 in Betrieb gehen. Kostenpunkt bisher: Knapp 40 Milliarden Euro. Inbetriebnahme verschoben auf 2040...

In Slowenien soll der letzte aktive Reaktor in Kresko 2023 abgeschaltet werden.

Auch ausserhalb der EU gibt es Länder die ausgestiegen sind oder den Einstieg letztendlich abgesagt haben. Auffällig ist zudem, dass viele Reaktoren ausserhalb der westlichen Welt unter russichem Einfluss entstanden sind und dieses weiterhin versucht, Länder durch Atomenergie abhängig zu machen, bspw. Kenia, Namibia (bisher ohne Erfolg) oder Südafrika.

Neuseeland hat sich zur New Zealand Nuclear Free Zone erklärt. Taiwan plant, alle Atomkraftwerke bis 2025 abzuschalten. In Kanada sind noch 19 der ursprünglich 24 Reaktoren am Netz. 6 davon sollen in den nächsten beiden Jahren abgeschaltet werden.

Die aktuellen Risiken durch die globale Erwärmung und autokratische Kriege wie in der Ukraine, möglicherweise in Taiwan oder anderswo waren bei diesen Entscheidungen übrigens noch nicht mitgedacht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Mär vom "deutschen Sonderweg, die als einzige Atomenenergie abbaut" ziemlich üble Fake News sind. Aber offensichtlich wirkt es ja.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Stand heute 2.200 Mitarbeitende.

Allein diese Tatsache ist so absurd kostspielig...

Genehmigte Endlager gibt es derzeit nur für Nicht-AKW-Müll.

"Derzeit" ist grob verhamlosend. Echte, sichere "Endlager" gibt es nun mal schlicht nicht Brennstäbe, die Jahrhundertausende radioaktiv sind.

Die Webseite des BGE offenbart aus meiner Sicht erschreckende Fakten -

nix, was man nicht schon lange weiss vermute ich?

jedoch sind die Probleme jetzt bereits da und gehen wohl nicht weg, wenn man die Menge an Atommüll reduziert.

Ein Satz, der mir ein weiteres Stückchen Glauben an das Überleben der Menschheit nimmt, wenn man 3 Sekunden durchdenkt, welche Szenarien in Anbetracht von Klima-, Biodiversitäts- und Demokratiekrise allein in den nächsten 30 Jahren auf uns zukommen können. Und aktuell geradezu im Höchsttempo auf uns zurasen.

Söder und Merz besuchen Idar 2

Ulrich @, Sonntag, 07.08.2022, 15:42 (vor 5 Stunden, 33 Minuten) @ Zico80

Vorweg herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!

D. h., Deutschland geht hier als einziges Land den Weg die AKWs abzubauen.

Ihr müsst einfach lernen, die permanenten Lügen von CDU / CSU nicht zu glauben und weiterzuverbreiten. Deutschland ist nicht das einzige Land, das Atomkraft abbaut. Überhaupt gibt es auf der Welt nur 33 Staaten (inklusive Deutschland), die aktiv Atomenergie erzeugen. Das bedeutet, rund 170 Staaten tun dies nicht.

Und viele der Staaten, die aktiv Atomenergie nutzen haben auch militärische Interessen.
Die USA, früher die UDSSR bzw. heute Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Nordkorea, Israel, Pakistan, Indien, der Iran, ....


Beispiele aus Europa:

Italien hat seinen Atomausstieg bereits lange abgeschlossen, die Schweiz steht kurz davor. Irland (neben anderen) hat sich bewusst dazu entschieden, nie Atomkraft einzusetzen.

In Spanien wurden in den 80ern- und 90ern 10 Kernkraftwerke gebaut. 2011 wurde gesetzlich festgeschrieben, dass keines dieser Kraftwerke die Laufzeit von 40 Jahren überschreiten darf und keine Neuen gebaut werden dürfen, was faktisch einem Atomaussteig gleichkommt.

Österreich hat ein Atomkraftwerk gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Seit 2015 gilt sogar ein Importverbot von Atomstrom.

In Zwentendorf sollte ein Siedewasser-Reaktor des gleichen Typs errichtet werden, der auch in Deutschland genutzt wurde. Bereits damals gab es die Befürchtung, eine kritische Schweißnaht im Bereich des Bodens des Reaktordruckbehälters könnte reißen, falls das Einleiten der Notkühlung des überhitzten Reaktors nach einem Störfall notwendig werden sollte. Sehr viel später haben Rechnersimulationen an der TU Berlin diesen Verdacht bestätigt. Und es waren Reaktoren dieses Typs, die nach Fukushima sehr schnell vom Netz genommen wurden.


Litauen war nach Ende der Sowjetzeiten das Land mit zweitgrössten Atomstromanteil der Welt nach Frankreich. Atomausstieg abgeschlossen 2009. Eine Volksbefragung 2008 ergab das 64 % der Bevölkerung gegen eine Verlängerung stimmten.

In Bulgarien laufen nur noch 2 der ursprünglich 6 Reaktoren. Der Bau eines weiteren Kraftwerks wurde 2009 gestoppt. Grund: Man wollte die Abhängigkeit von Russland beenden...

In Schweden sind aktuell noch 6 der ursprünglich 12 Reaktoren in Betrieb.

Kroatien hat alle Atompläne auf Eis gelegt und konzentriert sich auf erneuerbare Energie.

Lettland hatte Pläne für ein Kraftwerk, in einem Volksentscheid haben sich aber 2/3 der Bevölkerung dagegen ausgesprochen.

Polen plant - gegen den Willen seiner Bevölkerung - seit Jahrzehnten Atomkraftwerke, das Erste sollte 2020 in Betrieb gehen. Kostenpunkt bisher: Knapp 40 Milliarden Euro. Inbetriebnahme verschoben auf 2040...

Und mit dieser Verschiebung steht Polen nicht alleine da. Die AKW-Befürworter verweisen immer wieder darauf, wie viele AKW in Europa bzw. weltweit angeblich geplant seien. Nur ist es in der Vergangenheit in sehr vielen Fällen bei den Planungen geblieben, realisiert wurde nicht. Und das dürfte sich auch in der Zukunft nicht ändern. Man muss sich nur einmal anschauen, wie die Kosten und die Zeitpläne bei den drei aktuell in Europa im Bau befindlichen EPR-Reaktoren komplett aus dem Ruder gelaufen sind.


In Slowenien soll der letzte aktive Reaktor in Kresko 2023 abgeschaltet werden.

Das könnte sich leider ändern. Die letzten Parlamentswahlen hat "Gibanje Svoboda" unter Robert Golob gewonnen. Man trat mit einem "grünen" Programm an. Aber das war wohl bei Golob vor allem Fassade. Mittlerweile macht sich der Mann für die Kernenergie stark.


Auch ausserhalb der EU gibt es Länder die ausgestiegen sind oder den Einstieg letztendlich abgesagt haben. Auffällig ist zudem, dass viele Reaktoren ausserhalb der westlichen Welt unter russichem Einfluss entstanden sind und dieses weiterhin versucht, Länder durch Atomenergie abhängig zu machen, bspw. Kenia, Namibia (bisher ohne Erfolg) oder Südafrika.

Neuseeland hat sich zur New Zealand Nuclear Free Zone erklärt. Taiwan plant, alle Atomkraftwerke bis 2025 abzuschalten. In Kanada sind noch 19 der ursprünglich 24 Reaktoren am Netz. 6 davon sollen in den nächsten beiden Jahren abgeschaltet werden.

Die aktuellen Risiken durch die globale Erwärmung und autokratische Kriege wie in der Ukraine, möglicherweise in Taiwan oder anderswo waren bei diesen Entscheidungen übrigens noch nicht mitgedacht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Mär vom "deutschen Sonderweg, die als einzige Atomenenergie abbaut" ziemlich üble Fake News sind. Aber offensichtlich wirkt es ja.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Stand heute 2.200 Mitarbeitende.

Allein diese Tatsache ist so absurd kostspielig...

Genehmigte Endlager gibt es derzeit nur für Nicht-AKW-Müll.

"Derzeit" ist grob verhamlosend. Echte, sichere "Endlager" gibt es nun mal schlicht nicht Brennstäbe, die Jahrhundertausende radioaktiv sind.

Die Webseite des BGE offenbart aus meiner Sicht erschreckende Fakten -

nix, was man nicht schon lange weiss vermute ich?

jedoch sind die Probleme jetzt bereits da und gehen wohl nicht weg, wenn man die Menge an Atommüll reduziert.

Ein Satz, der mir ein weiteres Stückchen Glauben an das Überleben der Menschheit nimmt, wenn man 3 Sekunden durchdenkt, welche Szenarien in Anbetracht von Klima-, Biodiversitäts- und Demokratiekrise allein in den nächsten 30 Jahren auf uns zukommen können. Und aktuell geradezu im Höchsttempo auf uns zurasen.

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moffgat @, Volmarstein, Sonntag, 07.08.2022, 06:03 (vor 15 Stunden, 12 Minuten) @ Zico80

Wow, danke für die Zusammenfassung und Argumentationshilfe, sollte mal wieder die Diskussion mit den strahlungsfreudigen Kollegen anstehen. Hatte ich in dieser Breite tatsächlich noch nicht auf dem Schirm.

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Zico80 @, Sonntag, 07.08.2022, 13:06 (vor 8 Stunden, 9 Minuten) @ moffgat

> Wow, danke für die Zusammenfassung und Argumentationshilfe, sollte mal wieder die Diskussion mit den strahlungsfreudigen Kollegen anstehen. Hatte ich in dieser Breite tatsächlich noch nicht auf dem Schirm.

Gern geschehen, da dürftest Du nicht allein sein.

Ein gutes Beispiel dafür, was die Wahrnehmung in dem Fall verzehrt, ist das Ergebnis der Insa Umfrage: Die deutsche Bevölkerung ist zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder mehrheitlich für Atomkraft. Sagen zumindest Bild und das unionsnahe "Umfrageinstitut" INSA. Stimmt natürlich nicht, eine Mehrheit hat nie von der tatsächlichen Schwere der Probleme einer Laufzeitverlängerung gehört, da die Fake News überwiegen und drastisch emotionalisiert werden sowie scheinbar einfache Lösungen anbieten. Die Mehrheit ist deswegen bereits für eine kurzfristige Laufzeitverlängerung, nicht grundsätzlich pro Atomkraft. Trotzdem schreiben viele andere Medien, dass die Mehrheit der deutschen pro Atomkraft ist und Deutschland mal wieder alleine seinen Sonderweg geht. Das nennt man eine erfolgreiche Fake News Kampagne.

Söder und Merz liefern die entsprechenden Bilder dazu. Wäre doch alles so viel einfacher als diese blöden Windräder, die unsere Landschaft verschandeln und ach so viele arme Vögel töten.

Im Februar 2011 - also einen Monat vor Fukushima - waren noch 76 % der deutschen Bevölkerung grundsätzlich gegen die Nutzung der Atomkraft (36 % eher dagegen, 40 % voll und ganz dagegen, nur 16 % eher dafür, 5 % voll und ganz). Vermutlich würden Umfragen im Januar 2022 zu dem Thema ähnlich aussehen.

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PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 18:16 (vor 3 Tagen) @ CB
bearbeitet von PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 18:20

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.

In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Aber manche Menschen verbreiten halt gerne Fake News...

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.

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Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 11:49 (vor 2 Tagen) @ PePopp

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Aber manche Menschen verbreiten halt gerne Fake News...

Du verbreitest hier Bullshit.

Der Strom ist in Frankreich deshalb so günstig, weil er vom Staat gnadenlos subventioniert wird. Aktuell verstaatlicht Frankreich in einer Panikreaktion die EDF, weil die ansonsten Insolvenz anmelden müsste. Die EDF-Aktie sollte einmal so etwas wie eine französischer "Volksaktie" werden. 2005 erfolgte die Emission zu einem Preis von 32 Euro. Der Kurs stieg zeitweise auf über 85 Euro. Aber danach ging es nur noch bergab. Obwohl der französische Staat den Kurs durch stetige Rückkäufe stützte, lag die Aktie bei nur noch 7,40 Euro, als die Verstaatlichung angekündigt wurde.

Bis Ende 2022 wird die Verschuldung der EDF bis Ende dieses Jahres auf mindestens 65 Milliarden Euro ansteigen. Rücklagen für den Rückbau der Alt-AKWs und die Entsorgung der Nuklearabfälle hat man nicht gebildet. Experten gehen von einer dreistelligen Milliardensumme aus. Ähnlich teuer dürfte es werden, wenn die Pläne für den Neubau von Reaktoren Realität werden würden.


Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.

Wie macht Markus Söder das? Ganz einfach, er macht es wie immer. Er bescheißt.

Söder gibt nur Nennleistungen an. Faktisch kommt es aber auf die elektrische Energie an, die in die Stromnetze eingespeist wird. Schaut man sich dieses Verhältnis an, dann ist hier der Faktor bei Windkraftanlagen mindestens doppelt so hoch wie Photovoltaik-Anlagen. Schon wenn man das berücksichtigen würde, würde Bayern deutlich hinten herunter fallen. Zudem muss man immer auch die Größe des jeweiligen Bundeslandes berücksichtigen. Bei der Windenergie die Gesamtflächen der jeweiligen Länder, und bei der Photovoltaik ggf. die Dachflächen. Bayern hat eine Fläche von ca. 70.500 m², NRW eine von ca. 34.000 m².

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Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:38 (vor 3 Tagen) @ PePopp

Endlager Kosten??

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Taifun @, Wolnzach, Donnerstag, 04.08.2022, 23:45 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Ein Weiterbetrieb der drei AKWs für bis zu zwei Jahre würde prozentual fast gar keinen messbaren Unterschied machen bzgl. Endlagerung.

Hier ist die Kommision in der Findungsphase, und bevor jetzt "Söder" gerufen wird: Der hat mit der Findung nix zu tun. Jeder Zuschauer im Gerichtssaal kann irgendwas rufen, hat auf das Urteil auch keinen Einfluß.

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Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:49 (vor 3 Tagen) @ Taifun

*
In der Abwägung von Vor- und Nachteilen ist daher das Ergebnis eindeutig: Eine Laufzeitverlängerung kann nicht empfohlen werden.
*

https://www.bmuv.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicherheit/faq-akw-laufzeitverlaengerung#:~:text=Das%20Bundesministerium%20f%C3%BCr%20Umwelt%2...

well my love what did we know...

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Taifun @, Wolnzach, Freitag, 05.08.2022, 00:06 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Hat welchen Bezug zu meinen Aussagen?

Nebenbei: Das BMUV ist nicht für Wirtschaft oder Energie zuständig. Aus deren Sicht muss das falsch sein, alles andere würde bedeuten, dass die Leute dort ihre Themen nicht im Griff haben.

Hinweis: Militärische Bedrohungsszenarien aufzubauen ist vollkommener Blödsinn. Wenn Putin unsere AKWs angreift, dann gibt es weltweit ein ganz anderes Problem, nämlich einen nicht konventionellen Weltkrieg.

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Rupo @, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 11:12 (vor 2 Tagen) @ Taifun

dann bauen wir das Endlager in Wolznach und du garantierst, dass es die nächste Xtausende Jahre hält...die beiden bisher bekannten GAUS waren nicht militärisch begründet, sondern durch Schlamperei und Umwelt...kann jederzeit überall auf diesem Planten wieder geschehen

ab 59:00 reicht, obwohl die ganze Dokus sehenswert ist
https://www.ardmediathek.de/video/dokus-im-ersten/atomkraft-forever-oder-doku/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzd...

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Taifun @, Wolnzach, Freitag, 05.08.2022, 15:43 (vor 2 Tagen) @ Rupo

Du kommst ständig mit Blödsinn. Das ist völlig okay.

Hinweis für den Rest: Vollkommen unabhängig von zwei oder drei Jahren Verlängerung brauchen wir ein Endlager.

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Rupo @, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 18:49 (vor 2 Tagen) @ Taifun

Deine ersten Sätze solltest Du nicht schreiben.

Du sagst einfach mal so en Passant, dass Atomkraft verlängert werden soll. Auf die Fakten gehst du dann nicht ein:
1. Zu teuer
2. Nur 6% Anteil an der Energie Erzeugung und somit nicht notwendig
2. Endlager nicht geklärt und somit weiterer Müll auch nicht

allerdings befindest du dich laut ARD Umfrage damit mit der Mehrheit bzw. rund 40% in einem Boot
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3105.html

das Paradoxon wird versucht zu erklären u.a. mit dem Sicherheitsbedürfniss
https://www.deutschlandfunkkultur.de/atomenergie-100.html

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Ulrich @, Samstag, 06.08.2022, 09:42 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 33 Min.) @ Rupo

allerdings befindest du dich laut ARD Umfrage damit mit der Mehrheit bzw. rund 40% in einem Boot
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3105.html

das Paradoxon wird versucht zu erklären u.a. mit dem Sicherheitsbedürfniss
https://www.deutschlandfunkkultur.de/atomenergie-100.html

Aktuell herrscht teilweise nackte Panik, "Rette sich, wer kann!". Man will um jeden Preis weg von den fossilen Energieträgern, egal wohin. Und in solchen Situationen erscheint die Kernkraft wieder als verlockende scheinbare Alternative. Dazu kommt, dass in Zeiten der Not schon immer Sektenprediger Hochkonjunktur hatten, in diesem Fall Frau Wendland, Herr Klute und Co.

Ich bin mir sicher, mit den technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fakten hat sich ein Großteil der Atomkraft-Befürworter in den Umfragen nicht befasst.

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CB @, Donnerstag, 04.08.2022, 22:14 (vor 3 Tagen) @ PePopp

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Okay, das war absichtlich ungenau von mir. An der Börse sind die Preise für Strom für das Kalenderjahr 2023 in Frankreich ca. 30 Prozent teurer als in Deutschland. Das wird dann auch an die Endverbraucher weitergegeben werden. Wie die Abgaben und Steuern in Frankreich aussehen, weiß ich aber nicht, kann sein, dass es dadurch für die Endverbraucher günstiger bleiben wird.

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.

Und dennoch hat Söder den Ausbau der erneuerbaren verschleppt und durch seine Politik eine Hauptschuld an der derzeitigen Situation. Auch wenn andere Bundesländer es noch schlechter gemacht haben.

Frankreich Atomstrom

Rupo @, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 11:24 (vor 2 Tagen) @ CB

Lesetipps:
*Das Märchen vom billigen französischen Atomstrom*
https://www.sonnenseite.com/de/energie/das-maerchen-vom-billigen-franzoesischen-atomstrom/
ich hoffe Franz Alt ist unverdächtig genug und wird nicht unter links-grün-versifft subsumiert ;-)
https://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/vita/

*Ausfälle von Atomkraftwerken: Frankreich zahlt exorbitante Strompreise*
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/teurer-atomstrom-ausfaelle-von-atomkraftwerken-frankreich-zahlt-exorbitante-strompreise/28250864.html#:~:tex...

*Milliardensubventionen für Atomkraft und gefälschte Bauteile*
https://www.heise.de/tp/features/Milliardensubventionen-fuer-Atomkraft-und-gefaelschte-Bauteile-6511459.html?seite=all

*Wie EDF vom grünen EU-Label profitiert*
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/edf-taxonomie-vorteile-101.html

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Taifun @, Wolnzach, Donnerstag, 04.08.2022, 22:51 (vor 3 Tagen) @ CB

Man muss Bayern schon sehr groß reden, wenn man damit das Versagen von NRW begründen will. Gefühlt ist auch der ganze Osten schlecht dran.

Söder ist sicher aktuell eine extrem dumme Nuss, aber letztlich passiert hier im,Schnitt mehr als im Rest der Republik. Wieso schießt man nicht gegen die echten Verweigerer? NRW?

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Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 11:52 (vor 2 Tagen) @ Taifun

Man muss Bayern schon sehr groß reden, wenn man damit das Versagen von NRW begründen will. Gefühlt ist auch der ganze Osten schlecht dran.

Söder ist sicher aktuell eine extrem dumme Nuss, aber letztlich passiert hier im,Schnitt mehr als im Rest der Republik. Wieso schießt man nicht gegen die echten Verweigerer? NRW?

In Bayern passiert keineswegs mehr als anderswo. Söder bescheißt lediglich erfolgreicher als andere.

Einfach nur Nennleistungen aufzuzählen, reicht nicht aus. Windkraftanlagen gewinnen skaliert auf die Nennleistung deutlich mehr elektrische Energie als Photovoltaik-Anlagen. Und zudem muss man auch die Größen der einzelnen Bundesländer mit in die Vergleiche einfließen lassen. Beides macht Söder nicht. Ansonsten würde man sofort erkennen, dass er keinesfalls den längsten hat.

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Braumeister @, BaWü, Sonntag, 07.08.2022, 13:35 (vor 7 Stunden, 40 Minuten) @ Ulrich

Also die Fläche eines Bundesländer ist für den Energieverbrauch ja keine relevante Größe und hier drehst du die Statistik in die von dir gewünschte Richtung. Einzig wichtig ist der pro Kopf Anteil und hier steht NRW wesentlich schlechter da als Bayern. Fläche verbraucht weder elektrische Energie noch zahlt sie Steuern.

Natürlich macht sie es theoretisch auch leichter gewisse Energiequellen auszubauen, allerdings hat auf dem Land der Naturschutz eine andere Priorität als. In der schon verbauten Stadt oder am ehemaligen Tagebau.

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Ulrich @, Sonntag, 07.08.2022, 15:28 (vor 5 Stunden, 47 Minuten) @ Braumeister

Also die Fläche eines Bundesländer ist für den Energieverbrauch ja keine relevante Größe und hier drehst du die Statistik in die von dir gewünschte Richtung. Einzig wichtig ist der pro Kopf Anteil und hier steht NRW wesentlich schlechter da als Bayern. Fläche verbraucht weder elektrische Energie noch zahlt sie Steuern.

Sorry, aber das ist Unfug. Selbst wenn man bei der Windenergie nicht die völlig überzogenen Abstandsregeln in NRW der gar Bayern annimmt, stehen in Bayern deutlich mehr Flächen für die Windenergienutzung zur Verfügung als in Nordrhein-Westfalen. Hier sind Fläche (und Siedlungsstruktur) der Maßstab. Bei der Photovoltaik hingegen wären das aktuell eher die Dachflächen. Allerdings gibt es durchaus auch Ansätze, landwirtschaftliche Flächen gleichzeitig auch für Photovoltaik zu nutzen. Angesichts des Klimawandels ist Halbschatten teilweise durchaus besser als pralle Sonne.


Natürlich macht sie es theoretisch auch leichter gewisse Energiequellen auszubauen, allerdings hat auf dem Land der Naturschutz eine andere Priorität als. In der schon verbauten Stadt oder am ehemaligen Tagebau.

Du wiederholst den Unfug, den Markus Söder ständig von sich gibt.

- Keine Windkraftanlagen in der "tollen bayrischen Landschaft"
- Keine Gasförderung in der "tollen bayrischen Landschaft"
- Keine HGÜ-Strecken in der "tollen bayrischen Landschaft"
- Keine atomaren Endlager in der "tollen bayrischen Landschaft"
- .....

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istar @, Donnerstag, 04.08.2022, 22:42 (vor 3 Tagen) @ CB

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh


Okay, das war absichtlich ungenau von mir. An der Börse sind die Preise für Strom für das Kalenderjahr 2023 in Frankreich ca. 30 Prozent teurer als in Deutschland. Das wird dann auch an die Endverbraucher weitergegeben werden. Wie die Abgaben und Steuern in Frankreich aussehen, weiß ich aber nicht, kann sein, dass es dadurch für die Endverbraucher günstiger bleiben wird.

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.


Und dennoch hat Söder den Ausbau der erneuerbaren verschleppt und durch seine Politik eine Hauptschuld an der derzeitigen Situation. Auch wenn andere Bundesländer es noch schlechter gemacht haben.

Ist Söder dafür verantwortlich, dass Putin den Gashahn zudreht oder hat er von Bayern aus den Krieg gestartet?

Und seit wann ist Bayern die Bundesrepublik? Hat Söder die übrigen Bundesländer daran gehindert, anders zu handeln? Ich glaube nicht.

Während die Spanier mal eben sagen, dass Klimaanlagen nur noch auf 27 Grad kühlen dürfen und auf maximal 19 Grad geheizt werden darf, fängt bei uns das Geschrei an, wenn in Sporthallen kalt geduscht werden soll.
Und der Mieterbund würde jeden vor den Kadi zerren, der sowas ansatzweise für Wohnungen versuchen würde.

Und ob und was Söder irgendwann versäumt hat, ist für die aktuelle Situation völlig irrelevant.
In der aktuellen Situation geht es darum, den Schaden möglichst gering zu halten.

Wenn eine verlängerte Restlaufzeit der AKW dazu beitragen kann, dann nur zu.

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Zico80 @, Samstag, 06.08.2022, 12:40 (vor 1 Tag, 8 Stunden, 34 Min.) @ istar

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh


Okay, das war absichtlich ungenau von mir. An der Börse sind die Preise für Strom für das Kalenderjahr 2023 in Frankreich ca. 30 Prozent teurer als in Deutschland. Das wird dann auch an die Endverbraucher weitergegeben werden. Wie die Abgaben und Steuern in Frankreich aussehen, weiß ich aber nicht, kann sein, dass es dadurch für die Endverbraucher günstiger bleiben wird.

Und dass NRW bei den Erneuerbaren abgesehen von den Stadtstaaten und dem Saarland am schlechtesten dasteht, hab ich hier auch schon mal aufgezeigt. Bayern ist da etliche Jahre voraus.


Und dennoch hat Söder den Ausbau der erneuerbaren verschleppt und durch seine Politik eine Hauptschuld an der derzeitigen Situation. Auch wenn andere Bundesländer es noch schlechter gemacht haben.


Ist Söder dafür verantwortlich, dass Putin den Gashahn zudreht oder hat er von Bayern aus den Krieg gestartet?

Nein, allerdings sind er und Horst Seehofer mit ihrer Politik mehr dafür verantwortlich als so ziemlich alle anderen Einzelpersonen in Deutschland, dass Putin in der Position ist, den Gashahn zudrehen zu können. Trotz vieler vieler vieler Warnungen im letzten Jahrzehnt.

Nicht nur hat Bayern heute aufgrund ihrer Entscheidungen die grösste Abhängigkeit von russichem Gas und Öl aller Bundesländer (Vergleich: 22 Millionen Tonnen zu 4 Millionen in NRW / Zahlen von 2020). Ausserdem haben sie Stromtrassen (Zitat Seehofer 2014: "Ich werde alle Register ziehen, um die Monstertrassen zu verhindern") und Windenergie verhindert, um weiterhein billiges russiches Gas und Öl zu beziehen. Das darf man auch ruhig mal anmerken finde ich.

Durch ihre fianzielle, ideologische und öffentliche Unterstützung / Verbrüderung mit rechtsradikalen (möchtegern?) Diktatoren wie Putin oder Orban haben sie deren Position extrem gestärkt, auch nach dem Überfall auf die Krim. Wobei der letzte Punkt natürlich nicht nur auf Seehofer und Söder zutrifft, aber bei ihnen war auch dies besonders stark ausgeprägt.

Deswegen haben beide persönlich eindeutig einen aussergewöhnlich hohen Anteil an der aktuellen Situation. Genau wie bspw. Gerhard Schröder.

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markus @, Donnerstag, 04.08.2022, 19:23 (vor 3 Tagen) @ PePopp

In Frankreich sind gerade die Strompreise noch höher als in Deutschland eben wegen der Atomkraftwerke. Die sind auch nicht ganz so günstig wie gerne behauptet wird.


In Frankreich zahlt man aktuell als Endverbraucher maximal 0.174€/kWh.
In Deutschland im Schnitt 0.326€/kWh

Der Schnitt wird übrigens noch deutlich steigen. Denn der wird derzeit noch durch ältere Verträge nach unten gedrückt. Neuabschlüsse gehen mittlerweile bei 49 Cent los und gehen bis zum Teil über 70 Cent bei einigen Stadtwerken.

Auch die Neuabschlüsse beim Gas sind erneut teurer geworden. Mittlerweile geht es da erst ab 25 Cent los.

Quelle jeweils Check24.

Wenn wir die vierköpfige Familie mit Durchschnittsverbrauch (20.000 kWh Gas, 4.000 kWh Strom) nehmen, sind wir bei Kosten von

ca. 450 Euro monatlich für Gas
ca. 180 Euro für Strom

Das sind wie gesagt derzeit die günstigsten Preise. 630 Euro monatlich nur für Energie ist schon ziemlich happig. Das ist für viele Menschen eine zweite Miete. Und es ist nicht das Ende der Fahnenstange. Die Gasumlage und etwaige weitere Steigerungen sind da noch nicht drin.

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PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 19:47 (vor 3 Tagen) @ markus

Am günstigsten bist du aktuell sehr wahrscheinlich beim Grundversorger.

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Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 11:52 (vor 2 Tagen) @ PePopp

Am günstigsten bist du aktuell sehr wahrscheinlich beim Grundversorger.

Definitiv nicht.

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Sascha @, Dortmund, Freitag, 05.08.2022, 11:56 (vor 2 Tagen) @ Ulrich

Wenn es um einen Gasvertrag mit Startdtum in diesem Jahr geht, wird dir die Entscheidung teilweise abgenommen...

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Ulrich @, Freitag, 05.08.2022, 12:00 (vor 2 Tagen) @ Sascha

Wenn es um einen Gasvertrag mit Startdtum in diesem Jahr geht, wird dir die Entscheidung teilweise abgenommen...

Ich weiß. In der Regel findest Du gar keinen Anbieter mehr, der dich freiwillig nimmt.

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markus @, Donnerstag, 04.08.2022, 19:56 (vor 3 Tagen) @ PePopp

Am günstigsten bist du aktuell sehr wahrscheinlich beim Grundversorger.

Ja, aber auch nicht ewig. Die Grundversorger zahlen ja über kurz oder lang auch die hohen Einkaufspreise und geben die Preise nachgelagert an die Kunden weiter.

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lato @, berlin, Donnerstag, 04.08.2022, 20:29 (vor 3 Tagen) @ markus

Ein Blick nach Frankreich würde reichen um den beiden Agenten de lust auf Atomstrom zu nehmen.Gerade Söder,der sich weigert Windräder austellen zu lassen und Atommüll zu entsorgen sollte sich zurückhalten.Bayern first is out.

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bigfoot49 @, Leipzig, Donnerstag, 04.08.2022, 19:03 (vor 3 Tagen) @ PePopp

Wird halt vermixt oder übersehen, dass die (aktuellen) Erzeugerkosten so nicht 1:1 beim Kunden ankommen.
Der Großhandelspreis ist halt enorm hoch.
Der Preisanstieg für den Endverbraucher wurde Anfang des Jahres gedeckelt. Geht halt einfacher, wenn es in staatlicher Hand ist. Muss aber auch irgendwie finanziert werden.
Dazu noch die Senkung der Steuern auf Energie.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Fisheye @, Donnerstag, 04.08.2022, 13:29 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Wat? Wenn du das wirtschaftlich stärkste und Bevölkerungssreichste Land Europas bist musst du bei 15 % Einsparung in absoluten Zahlen am meisten Gas einsparen? No Shit Sherlok!

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Kapitän Haddock @, Donnerstag, 04.08.2022, 13:51 (vor 3 Tagen) @ Fisheye

Wat? Wenn du das wirtschaftlich stärkste und Bevölkerungssreichste Land Europas bist musst du bei 15 % Einsparung in absoluten Zahlen am meisten Gas einsparen? No Shit Sherlok!

Im innerdeutschen Vergleich heißt das: Wir Trottel in NRW müssen am meisten sparen, während Bayern schon wieder Nummer 1 bei den Erneuerbaren Energien ist.

Hysterie

Davja89 @, Donnerstag, 04.08.2022, 12:59 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Im Frühjahr wurde doch fast täglich mit dem Atomschlag gerechnet. Obwohl nun wirklich jeder Experte klar gemacht hat das dafür weder bei Putin noch im Kreml ernsthafte Gedanken gibt. Natürlich weisst jede Atommacht die sich in einem konventionellen Krieg befindet auf ihre theoretischen Möglichkeiten hin. Nennt sich atomare Abschreckung. Ist übrigens Sinn solcher Waffensysteme.

Danach kam der Klassiker vom Russischen Einmarsch ins Baltikum und der damit direkten Konfrontation von Russland und der Nato. Haben zwar beide Seiten immer wieder betont das es wichtig ist genau das zu verhindern aber macht den Leuten halt mächtig Angst.

Danach die Gaskrise. Natürlich wird es Wege und Mittel geben die schlimmsten Auswirkung zu verhindern. Dazu gehört dann Notfalls auch sich mit den Russen irgendwie zu arrangieren. Trotzdem wird lieber so getan als wenn wir im Dezember alle um brennende Mülltonnen stehen werden.
Natürlich werden das für viele Menschen besonders der ab der "Unteren Mittelschicht" abwärts harte Monate. Aber vom diesem Blackout Gequatsche wird es auch nicht besser.


Mal ganz nüchtern:

Wir haben in Osteruopa einen klar eingegrenzten Lokalen Krieg. Zwischen einem größeren Aggressor und einem sich verteidigen Opfer. Das ganze ist für Europa sicherlich keine Kleinigkeit aber weltweit gesehen für Menschen in Südamerika oder Afrika relativ unbedeutend. Wir haben uns entschieden im Rahmen unser Möglichkeiten dem Opfer beizustehen aber auch immer klar gemacht das wir es zu keiner direkten Konfrontation kommen lassen. Da wir Wirtschaftssanktionen verhängt haben, antwortet die Gegenseite auf die selbe Art und versucht uns wirtschaftlich so weit weh zu tun das irgendwann der Druck groß genung wird, das wir bereit sind über verschiedene Sachen zuverhandeln.
Irgendwann wird man signalisieren das man sich durchaus auch einen Waffenstillstand vorstellen kann der eine weitere Existenz des Ukrainischen Staat nicht auschließt. Da werden dann plötzlich einige westliche Länder ihren Ton ändern und am Ende wird man einen Kompromiss finden mit dem alle irgendwie leben können.

Intersant ist eher der Zeithorizont. Es scheint so als wenn Russland sich aktuell etwas festgebissen hat an der tapferen Ukrainischen Armee. Man muss sich wohl noch ein paar mehr blutige Nasen abholen bevor man zur Vernunft kommt und nur noch versucht die bisherigen Erfolge abzusichern (der Osten, die Krim). Aktuell steht man einen Prozess zum Waffenstillstand mit unrealitischen Maximalforderungen im Weg. Das wird sich ändern. Interesant wird was dann für Töne aus Berlin oder Paris kommen.

Also alles in allem ein großer Haufen Affenscheisse den der kleine Mann vom roten Platz uns dort eingebrockt hat, aber auch nicht die weltweite Existenzkrise zu der das ganz hochgejazzt wird.
Die einzigsten die man davon ausnehmen kann sind die Menschen die aktuell irgendwo im Osten unter Beschuss liegen. Aber um die geht es in der deutschen Debatte doch schon seit Monaten nicht mehr. Man haut lieber wahlweise auf Schröder , Scholz oder Merz ein. Je nach politischer Vorliebe.

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! (k.T.)

Acker, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 16:11 (vor 3 Tagen) @ Davja89

K.T.

Gas wird knapp werden

CB @, Donnerstag, 04.08.2022, 16:03 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Gas wird in diesem Winter ganz knapp werden. Das ist auch keine Hysterie, sondern das kannst nachrechnen. Die Speicher werden irgendwann im Januar oder Februar sehr leer werden und je nach Wetter und Lieferung aus Russland komplett leer sein.

Und dieses Problem muss jetzt angegangen werden und wird es auch. In den letzten Monaten ist der Gasverbrauch um mehr als 20 Prozent zurück gegangen im Vergleich 2021. Die Gaspreise sind absurd hoch, teilweise ist der Einkauf von Gas gar nicht mehr möglich, alleine das wird für weitere Einsparungen führen.

Und auch wenn es natürlich teilweise hysterisch ist, diese Hysterie hilft auch, dass in Deutschland die Lage ernst genommen wird.

nicht nur Gas...

DB146, Lokschuppen, Donnerstag, 04.08.2022, 18:08 (vor 3 Tagen) @ CB

Nur Gaskraftwerke können Stromspitzen "bedienen". Kommt da kein Gas mehr an, kollabiert das Stromnetz.

Das wird auch passieren, wenn ca. 10 Mio. Haushalte einen kleinen elektrischen Heizlüfter anmachen (das ist langsam günstiger, selbst wenn noch Gas da ist...). Die Dinger kosten auch nichts. Dann haben auch Haushalte wie unserer ein Problem, die eine Wärmepumpe haben. Fällt das Stromnetz aus, dann fällt auch die Wärmepumpe aus. Das Netz wieder hochzufahren ist laut Energiekonzernen nicht so unproblematisch - weil wenn alle ihre Heizlüfter (Verbraucher) weiterhin eingeschaltet haben, kollabiert das Stromnetz dann direkt wieder.

Ohne Strom wird es u.U. auch Probleme bei der Wasserversorgung (Trinkwasseraufbereitung, Pumpwerke etc.) geben.

Und das ist nur eine sehr kleine Auswahl an möglichen Folgen. Da muss man nicht in Hysterie verfallen - aber man muss sich klar sein, dass das mögliche Szenarien sind.

nicht nur Gas...

Jan80 @, Lünen, Donnerstag, 04.08.2022, 19:31 (vor 3 Tagen) @ DB146

Heizlüfter sind nicht günstiger. Die brauchen für 1 kWh heizen ziemlich genau 1 kWh Strom also aktuell um die dreißig Cent oder auch etwas weniger. Bei einer Gasheizung braucht man dafür knapp über 1 kWh Gas für aktuell in der Regel noch deutlich unter 20 Cent. So lange Gas nicht deutlich über 20 Cent geht, geht die Rechnung nicht auf.
Mit Strom günstiger heizen als mit Gas geht immer noch nur mit irgendeiner Form von Wärmepumpe.

nicht nur Gas...

moffgat @, Volmarstein, Freitag, 05.08.2022, 04:57 (vor 3 Tagen) @ Jan80

In der theoretischen Rechnung mag das so sein, in der Praxis aber gibt es auch Wohnungen (wie unsere) deren uralte Gasheizung einen miserablen Wirkungsgrad hat, der auch noch bei geringerem Verbrauch sinkt. Das ganze verbunden mit einer uralten Fußbodenheizung die so träge reagiert, dass man sie nicht ordentlich regulieren kann und dazu nur zwei Zustände kennt, kalt oder zu warm. Das führt bei uns zu einem Gasverbrauch von 300kWh pro qm und Jahr. Trotz des höheren Strompreises würde ich mit einer effizienten und regulierbaren Stromheizung inzwischen günstiger heizen. Wenn sich dann noch der Vermieter nicht bewegt, gehen einem langsam die Optionen aus. Als cherry on top kündigt unser Vermieter gerade jetzt auch noch eine Mieterhöhung an.

nicht nur Gas...

PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 19:57 (vor 3 Tagen) @ Jan80

Heizlüfter sind nicht günstiger. Die brauchen für 1 kWh heizen ziemlich genau 1 kWh Strom also aktuell um die dreißig Cent oder auch etwas weniger. Bei einer Gasheizung braucht man dafür knapp über 1 kWh Gas für aktuell in der Regel noch deutlich unter 20 Cent. So lange Gas nicht deutlich über 20 Cent geht, geht die Rechnung nicht auf.

Aktuell noch (wobei der Gaspreis für Neukunden im Schnitt auch schon bei über 0.26€/kWh liegt), aber ab Oktober wäre ich mir da nicht mehr so sicher. Nicht nur gibt es ab da die neue Gasumlage, die wohl zwischen 2 und 5 Cent pro kWh liegen soll, die Preise an sich dürften zudem auch noch anziehen.

nicht nur Gas...

markus @, Donnerstag, 04.08.2022, 19:50 (vor 3 Tagen) @ Jan80

Heizlüfter sind nicht günstiger. Die brauchen für 1 kWh heizen ziemlich genau 1 kWh Strom also aktuell um die dreißig Cent oder auch etwas weniger. Bei einer Gasheizung braucht man dafür knapp über 1 kWh Gas für aktuell in der Regel noch deutlich unter 20 Cent. So lange Gas nicht deutlich über 20 Cent geht, geht die Rechnung nicht auf.
Mit Strom günstiger heizen als mit Gas geht immer noch nur mit irgendeiner Form von Wärmepumpe.

Jein. Das sind die aktuellen Preise https://www.bvb-forum.de/index.php?id=2306924

Es gibt aber Konstellationen, da läuft die Vertragsbindung beim Gas eher aus als beim Strom. Dann macht der Gaspreis einen deutlichen Sprung nach oben, während Strom vielleicht noch einige Monate günstig bleibt. So ist es z.B. bei mir. Der Gaspreis läuft bereits Ende Dezember aus (und wird vorher schon durch die Gasumlage erhöht), Strom läuft aber noch bis Ende März. Beim Strom zahle ich derzeit eine ziemlich hohe Grundgebühr, für die kWh aber gerade einmal 21 Cent. Ich könnte also zwischen Januar und März für nur 21 Cent je kWh mit Strom heizen, während der Gaspreis ab dem 1. Januar vielleicht schon bereits bei 30 oder 40 Cent je kWh liegen wird.

Und das sind ausgerechnet drei sehr kalte Monate mit eigentlich hohem Gasverbrauch. Natürlich muss man dabei auch die Anschaffungskosten für mehrere Heizlüfter (je nachdem, wieviele Räume man beheizen muss) berücksichtigen, aber das könnte sich tatsächlich kurzfristig deutlich rechnen. Und wenn es nur einige hundert Euro Unterschied sind, warum soll ich die nicht mitnehmen?

Langfristig hast du natürlich recht. Strom wird wohl immer teurer bleiben als Gas.

wer keine Hysterie will, sollte weniger Medien konsumieren

CD7 @, Berlin, Donnerstag, 04.08.2022, 15:03 (vor 3 Tagen) @ Davja89

die Erzeugung von Angst hat den Menschen früher das Leben gerettet. Heute rettet es Journalisten den Arbeitsplatz.

Wenn man sich nach alternativen Energiequellen umschaut, so verstehe ich das als Risikomanagement bzw strategischer Neuausrichtung. Ich verstehe nicht, wieso man ein mediales Dauerthema dann gleich mit Hysterie gleichsetzt.

wer keine Hysterie will, sollte weniger Medien konsumieren

Fisheye @, Donnerstag, 04.08.2022, 15:13 (vor 3 Tagen) @ CD7

die Erzeugung von Angst hat den Menschen früher das Leben gerettet. Heute rettet es Journalisten den Arbeitsplatz.

Wenn man sich nach alternativen Energiequellen umschaut, so verstehe ich das als Risikomanagement bzw strategischer Neuausrichtung. Ich verstehe nicht, wieso man ein mediales Dauerthema dann gleich mit Hysterie gleichsetzt.

Den Zusammenhang verstehe ich nicht, wenn ich durch hohen Medienkonsum über viele Informationen verfüge fällt eine seriöse Lageeinschätzung einfacher.

Klar Augen und Ohren zu und auf das beste Hoffen ist auch eine Option. Aber das wäre nicht mein Weg.

Hysterie

lato @, berlin, Donnerstag, 04.08.2022, 14:26 (vor 3 Tagen) @ Davja89
bearbeitet von lato, Donnerstag, 04.08.2022, 14:32

Putin wird nicht endlos junge Männer opfern können,selbst wenn sie von der chinesischen Grenze in die Ukraine verbracht werden und die Bevölkerung fern im Osten das Märchen von den omnipräsenten Nazis glaubt.
Richtig hart trifft dieser Krieg die Staaten,die auf russisches und ukrainisches Getreide angewiesen sind.Die haben sich nix zuschulden kommen lassen und haben salopp ausgedrückt ,trotzdem die Arschkarte.Ist aber auch nichts Neues in einem Krieg.
Wichtig ist zu erkennen ,daß die Situation ,ob in Deutschland oder auch in Europa nur mit demonstrativer Einigkeit gemeistert werden kann und jetzt Parteien Klein-klein zu betreiben ist verantwortungslos und verwerflich. Erinnern hilft manchmal.

Hysterie

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 15:21 (vor 3 Tagen) @ lato

Ist halt komplett bescheuert wenn das Capitol den District 9 angreift...

Hysterie

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Donnerstag, 04.08.2022, 14:25 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Originell- ich komme zu einer etwas anderen Einschätzung, eigentlich sogar zu der genau entgegen gesetzten :-) : mag ja sein dass die unter dem Druck der Ereignisse gefertigten Analysen aus dem Frühjahr dann nicht besonders treffsicher sind oder waren.

Für mich aber VIEL schwerwiegender was man an den neueren Vorgängen sehen kann: dass wir nämlich blauäugig wie nichts durch die letzten 30 Jahre gegangen sind.

Der Kalte Krieg ist vorbei, der Russe vielleicht ganz nett und das Gas billig, China ziemlich weit weg, kann man aber prima Geschäfte mit machen, eine gemeinsame Währung für Europa mit wirklich jedem Staat als Mitglied der irgendwie mitmachen will, gerne auch die unfassbar leichtlebigen Italiener oder Volkswirtschaften auf Drittweltniveau aber nun erstklassigem Rating:

Alles war super, man muss vor nichts Angst haben ausser dass das neue Auto vielleicht nicht schnell genug fertig wird oder man auf Malle am Pool keine Liege mehr abbekommt.

In DER Zeit haben wir unglaublich viel verschlafen und liegen gelassen und mit dem vielen Geld, was dabei liegen geblieben ist im Wesentlichen Unsinn angefangen.

Und nun ist nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Aufstieg Chinas die neue provisorische Weltordnung mal wieder in Bewegung geraten. Und dass das den einfachen Zeitungsleser erstaunt kann ich ja noch verstehen. Dass aber unsere politische Führung, sowohl die von "gestern" als auch die von heute, offenbar auch auf dem Niveau der Zeitungsanalyse hängen geblieben ist verunsichert mich tatsächlich ein bisschen.

Und wenn jetzt ENDLICH mal wieder ein bisschen nachgedacht wird finde ich es gar nicht schlimm wenn dabei das Eine oder Andere etwas überzeichnet daher kommt.

Das ist wohl das was Du mit "hysterisch" meinst.

Und ich bin auch nicht übertrieben sorgenvoll ob meiner oder "unserer aller" Zukunft- egal ob jetzt Klima-, Finanz-, Euro-; Banken-, China- oder Koreakrise, irgendwas wird schon schiefgehen, das scheint mir unausweichlich.

Und deshalb begrüsse ich jetzt sehr, wenn man wenigstens den Rest Zeit den man noch hat bis zum nächsten Fundamentalereignis nutzt um sich Gedanken über eine Strategie zu machen.

Das hat man aus meiner Sicht nämlich VIEL zu lange versäumt.

Und das finde ich nicht hysterisch sondern vernünftig ;-)

Hysterie

Sascha @, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 14:05 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Erinnert mich so ein bisschen an die Darstellung, als Russland "Manöver" an der ukrainischen Grenze durchgeführt hat. Der lässt nur ein bisschen die Muskeln spielen und hört dann wieder auf. Vielleicht kommt er mal kurz über die Grenze in die annektierten Gebiete, aber niemals wird er weiter Richtung Westen gehen. Kann sich Putin gar nicht erlauben, einen echten Krieg anzufangen...

Hysterie

PePopp, Donnerstag, 04.08.2022, 13:50 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Wir haben in Osteruopa einen klar eingegrenzten Lokalen Krieg. Zwischen einem größeren Aggressor und einem sich verteidigen Opfer. Das ganze ist für Europa sicherlich keine Kleinigkeit aber weltweit gesehen für Menschen in Südamerika oder Afrika relativ unbedeutend.


Du kannst ja mal in Afrika fragen, ob er den Menschen egal ist, dass dort mittlerweile eine noch viele größere Hungersnot als ohnehin schon herrscht, weil etliche Getreideexporte ausgeblieben sind. Wir sind hier in der komfortablen Situation, dass "nur" vieles teurer geworden ist

Hysterie

Davja89 @, Donnerstag, 04.08.2022, 14:46 (vor 3 Tagen) @ PePopp

Sicherlich richtig. Das sind dann aber indirekte Folgen des Kriegs. Der Krieg an sich intersiert auf anderen Kontinenten die Menschen nur marginal.
Erklärt auch zum Teil die starke Zurückhaltung bezgl. Unterstützung der westlichen Sanktionen.

Zynisch gesagt:
Was wir grade erleben ist in anderen Ecken eher Normalzustand.
Macht es nicht besser aber zeigt dann das dass eher ein Europäisches Problem ist was für die meisten Menschen auf diesem Planeten nur ein Randthema ist.

Wenn wir mal ehrlich sind:
Hätten wir nicht die aktuellen Probleme mit Gas und Öl wäre das doch selbst hier nicht mehr das alles bestimmende Thema.

Das soll nicht die Opfer kleinreden aber das ganze etwas nüchtern einordnen. Natürlich hängt auf dieser Welt fast alles direkt und indirekt zusammen aber eigentlich müsste der Klimawandel aktuell das alles bestimmende Thema sein. Das ist für uns die wesentlich größere Gefahr aber halt nicht so direkt greifbar und vorallem sind die Lösungen komplizierter und der "Feind" nicht so direkt offensichtlich.

Hysterie

simie, Krefeld, Donnerstag, 04.08.2022, 13:32 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Und dabei vergisst man dann nämlich, wie schon zuvor bei Corona, die eigentliche Krise die sich langsam aber sicher immer stärker abzeichnet. Das was wir derzeit erleben wird im Rückblick mit hoher Wahrscheinlichkeit als Pillepalle abgetan und man wird sich wundern, wieso eine solche Hysterie herrschte.

Hysterie

Fisheye @, Donnerstag, 04.08.2022, 13:44 (vor 3 Tagen) @ simie

Und dabei vergisst man dann nämlich, wie schon zuvor bei Corona, die eigentliche Krise die sich langsam aber sicher immer stärker abzeichnet. Das was wir derzeit erleben wird im Rückblick mit hoher Wahrscheinlichkeit als Pillepalle abgetan und man wird sich wundern, wieso eine solche Hysterie herrschte.

Njoa also offener Krieg in Europa wird hoffentlich nie als Pillepalle abgetan. Das waren die Kriege auf dem Balkan in den Neunzigern nicht und es wird auch der Krieg gegen die Ukraine nicht sein. Insbesondere für die Menschen die dort Leben.

Ich hoffe das die Klima Krise die weitem größte Krise unserer Zeit wird, das bedeutet nämlich das der Krieg in Ukraine ein begrenzter Krieg geblieben ist und auf den Rest Europas und der Welt übergriffen hat und das er in absehbarer Zeit ein Ende findet.

Hysterie

Litze @, 440km Luftlinie entfernt, Donnerstag, 04.08.2022, 14:29 (vor 3 Tagen) @ Fisheye


Njoa also offener Krieg in Europa wird hoffentlich nie als Pillepalle abgetan.

Darf ich korrigieren:
Krieg - egal wo - ist kein Pillepalle!

Leider kümmern wir uns um die meisten kriegerischen Auseinandersetzungen nicht, sondern profitieren noch davon, bspw. beim Öl aus Libyen.

Hysterie

Ingo @, Europa, Donnerstag, 04.08.2022, 13:10 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Im Frühjahr wurde doch fast täglich mit dem Atomschlag gerechnet. Obwohl nun wirklich jeder Experte klar gemacht hat das dafür weder bei Putin noch im Kreml ernsthafte Gedanken gibt. Natürlich weisst jede Atommacht die sich in einem konventionellen Krieg befindet auf ihre theoretischen Möglichkeiten hin. Nennt sich atomare Abschreckung. Ist übrigens Sinn solcher Waffensysteme.

Danach kam der Klassiker vom Russischen Einmarsch ins Baltikum und der damit direkten Konfrontation von Russland und der Nato. Haben zwar beide Seiten immer wieder betont das es wichtig ist genau das zu verhindern aber macht den Leuten halt mächtig Angst.

Danach die Gaskrise. Natürlich wird es Wege und Mittel geben die schlimmsten Auswirkung zu verhindern. Dazu gehört dann Notfalls auch sich mit den Russen irgendwie zu arrangieren. Trotzdem wird lieber so getan als wenn wir im Dezember alle um brennende Mülltonnen stehen werden.
Natürlich werden das für viele Menschen besonders der ab der "Unteren Mittelschicht" abwärts harte Monate. Aber vom diesem Blackout Gequatsche wird es auch nicht besser.


Mal ganz nüchtern:

Wir haben in Osteruopa einen klar eingegrenzten Lokalen Krieg. Zwischen einem größeren Aggressor und einem sich verteidigen Opfer. Das ganze ist für Europa sicherlich keine Kleinigkeit aber weltweit gesehen für Menschen in Südamerika oder Afrika relativ unbedeutend. Wir haben uns entschieden im Rahmen unser Möglichkeiten dem Opfer beizustehen aber auch immer klar gemacht das wir es zu keiner direkten Konfrontation kommen lassen. Da wir Wirtschaftssanktionen verhängt haben, antwortet die Gegenseite auf die selbe Art und versucht uns wirtschaftlich so weit weh zu tun das irgendwann der Druck groß genung wird, das wir bereit sind über verschiedene Sachen zuverhandeln.
Irgendwann wird man signalisieren das man sich durchaus auch einen Waffenstillstand vorstellen kann der eine weitere Existenz des Ukrainischen Staat nicht auschließt. Da werden dann plötzlich einige westliche Länder ihren Ton ändern und am Ende wird man einen Kompromiss finden mit dem alle irgendwie leben können.

Intersant ist eher der Zeithorizont. Es scheint so als wenn Russland sich aktuell etwas festgebissen hat an der tapferen Ukrainischen Armee. Man muss sich wohl noch ein paar mehr blutige Nasen abholen bevor man zur Vernunft kommt und nur noch versucht die bisherigen Erfolge abzusichern (der Osten, die Krim). Aktuell steht man einen Prozess zum Waffenstillstand mit unrealitischen Maximalforderungen im Weg. Das wird sich ändern. Interesant wird was dann für Töne aus Berlin oder Paris kommen.

Also alles in allem ein großer Haufen Affenscheisse den der kleine Mann vom roten Platz uns dort eingebrockt hat, aber auch nicht die weltweite Existenzkrise zu der das ganz hochgejazzt wird.
Die einzigsten die man davon ausnehmen kann sind die Menschen die aktuell irgendwo im Osten unter Beschuss liegen. Aber um die geht es in der deutschen Debatte doch schon seit Monaten nicht mehr. Man haut lieber wahlweise auf Schröder , Scholz oder Merz ein. Je nach politischer Vorliebe.

Deine Analyse scheitert bereits an der Grundfeststellung. Es ist ein lokaler Konflikt in einem globalen Kontext. Welcher massive Verschiebungs- und Verteilungskämpfe zwischen den hegemonialländern kristallisiert.

Dass einige Dinge hochgejazzt werden, diese Einschätzung würde ich teilen. Aber es ist ein massiver Konflikt mit Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Leben. Sehr gezielt gestartet und terminiert. Ich sehe nicht, wie wir darauf cool und schulterzuckend reagieren sollten. Was wir kurzfristig nicht tun können, müssen wir nun mit langfristig angelegten Entscheidungen kompensieren.

Hysterie

Davja89 @, Donnerstag, 04.08.2022, 13:16 (vor 3 Tagen) @ Ingo

Das bestreite ich auch gar nicht. Der Fahrplan ist doch auch recht klar:

-Unabhäniger werden im Energiebereich

-Eine solide eigenständige Außenpolitik als EU machen

Usw.

Alles Themen die aus anderen Gründen (Klimawandel) sowieso angestanden hätten.
Das das gigantische Herausforderungen sind möchte ich nicht bestreiten. Aber es ist auch nicht so als befänden wir uns wie 1945 in der Stunde Null.

Etwas mehr Gelassenheit würde uns gut zu Gesicht stehen. 2023 werden wir immer noch in einem sicheren Land leben und einen Lebenstandart pflegen von den andere Menschen nur Träumen können.
Und auch dieser Krieg wird enden. Hoffentlich früher als später.

Hysterie

Ingo @, Europa, Donnerstag, 04.08.2022, 13:29 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Das bestreite ich auch gar nicht. Der Fahrplan ist doch auch recht klar:

-Unabhäniger werden im Energiebereich

-Eine solide eigenständige Außenpolitik als EU machen

Usw.

Alles Themen die aus anderen Gründen (Klimawandel) sowieso angestanden hätten.
Das das gigantische Herausforderungen sind möchte ich nicht bestreiten. Aber es ist auch nicht so als befänden wir uns wie 1945 in der Stunde Null.

Etwas mehr Gelassenheit würde uns gut zu Gesicht stehen. 2023 werden wir immer noch in einem sicheren Land leben und einen Lebenstandart pflegen von den andere Menschen nur Träumen können.
Und auch dieser Krieg wird enden. Hoffentlich früher als später.

Wie gesagt, basieren deine Schlussfolgerungen auf einer unkorrekten Grundannahme. Die von dir formulierten Ziele sind gute Titel für Wahlplakate. Aber das "wie" muss mit Inhalt gefüllt werden. Dass das Baltikum bspw. nicht bedroht wäre, halte ich für eine falsche Schlussfolgerung. Solche Konflikte, wie in der Ukraine, beschwören immer Grundfragen herauf, bspw. die der Schutzes der staatlichen Souveränität. Weichst du einmal, weichst du immer. Denn offensichtlich treibt der geographische und kulturelle Führungsanspruch der russischen Administration die Grenzen des Denk- und Machbaren immer weiter.
Wir können angesichts dieser Entwicklung nicht cool bleiben und nur irgendwie Feuer löschen in der Ostukraine. Es geht darum gewappnet zu sein in allen möglichen Konfliktthemen. Und ich bin mir nicht sicher, ob unsere Versorgungssicherheit in Sachen Energie und Waren ohne Weiteres weiterläuft. Das sind harte, existenzielle Probleme. Ein "weiter so, irgendwie läufts schon" hatten wir nun lange genug.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Lattenknaller @, Madrid, Donnerstag, 04.08.2022, 12:37 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Hat man es in den Medien nicht so mit Prozentrechnung? Oder will man Verunsicherung und Zorn schüren? Oder ist man einfach nur doof? Das schlimme ist, dass man in den Artikeln auch erklärt, warum das so ist. Also ist man sich der Überschrift voll bewusst.

Kompletter Unfug. Anstatt zu jammern sollte Deutschland mal Gesetze erlassen, die das Sparen erzwingt. So wie Ulrich schreibt, ist das in Spanien schon längst geschehen. Man hat sich geeinigt, dass Spanien 7% einspart und die Gesetze und Verordnungen sind in Kraft. So gehen die Lichter in nicht-benutzen Gebäuden ab 22 Uhr aus, Geschäfte und Läden müssen die Türen schließen und Klima nur bis 27 Grad und Heizung bis 19 Grad.
Dazu kommen noch weitere Maßnahmen. Die Regierung hat sich damit keine Freunde gemacht. Die PP fordert zwar selber einen Sparplan, schießt aber wie üblich quer, der Handel hätte da gerne vorher verhandelt. Etcpp.

Und in Deutschland macht man fleißig Sparappelle. Wird schon.
Macht die Industrie und der Handel sicher, freiwillig. Was für ein Bullshit.
Dieses deutsche Gejammer ist unerträglich. Solidarität von anderen Ländern einfordern, die man vor 10 Jahren gegängelt hat ohne Ende, und jetzt selber erst einmal nicht in Vorleistung gehen, was die Regeln angeht.
Peinlich ohne Ende.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

max09 @, Donnerstag, 04.08.2022, 13:07 (vor 3 Tagen) @ Lattenknaller

Niemand zwingt dich in Spanien zu leben.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Lattenknaller @, Madrid, Donnerstag, 04.08.2022, 13:13 (vor 3 Tagen) @ max09

Niemand zwingt dich in Spanien zu leben.

Sehr konstruktiver Beitrag. Bravo!

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Wallone @, Donnerstag, 04.08.2022, 13:26 (vor 3 Tagen) @ Lattenknaller

*Jemand, der in Spanien lebt: Deutschland soll mal xy tun!*

*Ein Deutscher, der in Deutschland lebt: Grrrr, niemand zwingt dich in Spanien zu leben!*

Macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber die Reflexe stimmen. :)

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 12:43 (vor 3 Tagen) @ Lattenknaller

Autoindustrie und Fußball Bundesliga sind aber System relevant, tut uns leid *™>

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Schaumkrone @, Celle, Donnerstag, 04.08.2022, 13:00 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Bleiben in der Bundesliga eigentlich die Duschen kalt?

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Taifun @, Wolnzach, Donnerstag, 04.08.2022, 12:42 (vor 3 Tagen) @ Lattenknaller

Die Industrie spart seit Monaten, weil das Zeug teuer ist. Es gibt Produkte, welche gar nicht mehr hergestellt werden.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 12:44 (vor 3 Tagen) @ Taifun

welche Produkte? Beispiele bitte, danke!

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Donnerstag, 04.08.2022, 13:47 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Es gibt reichlich Beispiele die man auch leicht findet wenn man denn will. Schau mal zB bei DIHK.de vorbei, bei den news auf der Startseite zum dritten Beitrag durchwischen-kann man nicht direkt verlinken- und siehst die Ergebnisse einer Umfrage die bestätigt was gesagt wurde.

Und ich kenne einige Anlagen- grosse Anlagen- die derzeit stehen, zB für Silikate die als Füllstoffe in Zahnpasta dienen.

Das ist nun nichts was die welt untergehen lässt, es ist aber schon so dass die aktuellen Ereignisse Folgen haben werden.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 15:16 (vor 3 Tagen) @ Schleicheisen

*
Anhaltende Lieferkettenstörungen, hohe Inflationsraten und steigende Energiepreise belasteten die Konjunktur weltweit und drückten insbesondere die Nachfrage nach Industrieprodukten, so DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
*

das ist völlig normal und entspricht dem gewünschten Angebot (aka Produktion) und Nachfrage. Ich hatte explizit um ein Produkt Beispiel gebeten, dass nicht mehr hergestellt werden kann weil kein oder zu wenig Gas da ist, zum Beispiel eventuell aus der Glasproduktion oder Chemie Industrie.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Donnerstag, 04.08.2022, 16:25 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Das explitite Beispiel hatte ich Dir auch bereits geliefert: Silikate die zB als Füllstoffe in Reifen und als Abrasivbeimengungen in Zahnpaste und noch tausend andere Sachen mehr gebraucht werden. Ist halt im Moment unwirtschaftlich.

Ansonsten meinte ich den Artikel hier, da geht es um das angesprochene Thema und nicht die Weltkonjunktur!

https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/wirtschaftspolitik/energie/erdgas-als-druckmittel-wege-aus-der-krise/stark-gestiegene-energiepreise-gefaehrden-p...

Besonders stark betroffen ist der Auswertung zufolge die energieintensive Wirtschaft: Hier sind die Werte durchweg noch mal doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Industrie. So beschäftigen sich insgesamt 32 Prozent dieser energieintensiven Betriebe mit einem Zurückfahren der Produktion oder einer (Teil-)Aufgabe von Geschäftsbereichen. Knapp ein Viertel von ihnen, also insgesamt 8 Prozent aller energieintensiven Unternehmen, hat entsprechende Maßnahmen bereits realisiert. Weitere 10 Prozent der Energieintensiven stecken eigenen Angaben zufolge in einem entsprechenden Abbauprozess, und zusätzliche 14 Prozent haben solche Schritte in ihrer Planung.

Ich kenne eben ein paar solcher Anlagen und erwarte, dass es noch deutlich mehr werden die dann nach irgendwohin gehen, vielleicht ja mal wieder nach China.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:41 (vor 3 Tagen) @ Schleicheisen

Zwischen unwirtschaftlich und kann nicht mehr produziert werden gibt es einen Unterschied...

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Freitag, 05.08.2022, 07:00 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Diese Unterscheidung ist aus meiner Sicht irrelevant weil es darum geht ob ein Unternehmen ein Gut X produziert oder nicht. Wenn die Voraussetzungen schlecht sind wird das Unternehmen sich überlegen ob es das woanders besser herstellen kann. In diesem Bereich rechne ich deshalb in der Zukunft mit weiteren Verlagerungen.

In den letzten Jahren gab es aber auch entgegen gesetzte Entwicklungen wo Anlagen gerade aus China wieder nach Europa zurückkehren weil es dort doch nicht so golden ist wie man Anfang der 0er Jahre gedacht hatte.

Wie dann schließlich die Bilanz aussieht, wie viele Arbeitsplätze wegfallen und wie viele Neue entstehen wird davon abhängen wie man die Rahmenbedingungen hierzulande nun neu gestaltet.

Fakt ist, dass man viel Zeit hat liegen lassen und das finde ich ärgerlich.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 11:38 (vor 2 Tagen) @ Schleicheisen

da sind wir doch aber wieder im klassischen System der Angebot und Nachfrage, dass wollen wir doch - wir wollen doch keine staatliche Lenkung. Es geht doch darum raus zu finden, auf welche Produkte man mal verzichten könnte und welche absolut notwendig sind, ok hat jeder vielleicht seine eigene Sichtweise - aber vielleicht gibt es auch Schnittmengen (medizinische Produkte, etc.)

so ab 5:40 geht es auch darum: was brauchen wir denn überhaupt für Produkte?
https://www.deutschlandfunkkultur.de/energiesparen-statt-laufzeit-verlaengerung-warum-wir-die-falsche-debatte-fuehren-dlf-kultur-ef7d6d49-100.html
aber der ganze PC ist recht gut zu hören

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Freitag, 05.08.2022, 11:58 (vor 2 Tagen) @ Rupo

da sind wir doch aber wieder im klassischen System der Angebot und Nachfrage, dass wollen wir doch - wir wollen doch keine staatliche Lenkung.

Keine Ahnung was Du willst ;-)

Dass wir uns eigentlich in ner Nachhaltigkeitsdebatte befinden war mir nicht klar, mir ging es um wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Energiesicherheit.

Ich würde mir jedenfalls wünschen dass ein "Staat" die Rahmenbedingungen schafft damit seine Bürger brauchbar leben können. Die mögliche staatliche Lenkung fällt aus meiner Sicht ohnehin immer flacher aus weil "der Staat" in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen der Infrastruktur einfach mal gar nichts gemacht hat was sich dann jetzt langsam rächt. Ob nun kaputte Autobahnbrücke, fehlende Energiesicherheit oder eine nicht einsatzfähige Armee- ich finde es nicht überzeugend wo wir derzeit stehen, haben uns viel zu lang um anderen Unsinn gekümmert. Egal.

Andererseits muss man konzidieren dass die Einflussmöglichkeiten "des Staates" auch deutlich abgenommen haben. Sei es zum einen durch übergeordnete Strukturen wie zB die Normen und Gesetze einer EU als auch durch wirtschaftliche Entwicklung a la Globalisierung wodurch einige wichtige Instrumente zur Einflussnahme abgeschafft wurden- geht man einfach ein Haus, eehh: Land weiter unn joot.

Ich denke, dass sich unsere Industrielandschaft dadurch weiter verändern wird und sehe den Entwicklungen mit Interesse entgegen.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Taifun @, Wolnzach, Donnerstag, 04.08.2022, 23:43 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Es hat aber auch niemand von "kann nicht" gesprochen.

Mir war es im Bereich Glasindustrie zu Ohren gekommen. Und ich denke auch, dass die Stahlindustrie bereits weniger produziert.

Und die Berichte, dass die Industrie seit Monaten gesamt weniger Gas verbraucht sind überall zu finden. Und die haben ihre Prozesse sicher nicht in so kurzer Zeit um 15% verbessert.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 11:30 (vor 2 Tagen) @ Taifun

da ich sechs Jahre in der Glasindustrie gearbeitet habe, Gerresheimer, kann ich dir dort genug Produkte aufzählen die man nicht braucht zum überleben, sondern die zum Konsum notwendig sind. Daneben gibt es natürlich auch Glasprodukte, zum Beispiel alles im notwendigen medizinischen Bereich
https://www.gerresheimer.com/kosmetik/produkte-services/uebersicht-glas
klar, die Glaswanne muss durchlaufen
https://de.wikipedia.org/wiki/Glasschmelzwanne
bei der Produktion von Flachglas verhält es sich ähnlich...

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Sascha @, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 15:50 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Im März wurden beispielsweise Düngemittel nicht mehr, oder nur sehr begrenzt produziert. Es bringt dir auch nichts, wenn du das Gas zur Produktion zwar hast, damit dein Produkt aber so teuer wird, dass es dir niemand mehr abkauft.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 23:43 (vor 3 Tagen) @ Sascha

es gibt aktuell kein Produkt was es nicht gibt was es vorher gab, dass es teuerer wird liegt im Wesen des Kapitalismus..

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Taifun @, Wolnzach, Freitag, 05.08.2022, 00:07 (vor 3 Tagen) @ Rupo

Du verstehst das nicht. Das ist okay.

Hinweis: Es gibt für einige Produkte keine Abnehmer, wenn die zu teuer werden. Hat gar nix mit Kapitalismus zu tun. Wobei im Sozialismus gibt es halt keine Anbieter, zu keinem Preis. Eine Banane gefällig?

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Freitag, 05.08.2022, 00:14 (vor 3 Tagen) @ Taifun

Erster Satz ist komplett irrelevant.

Erster Absatz komplett falsch.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Lattenknaller @, Madrid, Donnerstag, 04.08.2022, 12:44 (vor 3 Tagen) @ Taifun

Die Industrie spart seit Monaten, weil das Zeug teuer ist. Es gibt Produkte, welche gar nicht mehr hergestellt werden.

Und was hat das mit dem Thema zu tun? Betrifft das nur die deutsche Industrie?

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 12:46 (vor 3 Tagen) @ Lattenknaller

es geht um Verteilung des knappen Gutes Energie. Jede Industrie wird sagen zuerst die anderen. Wir müssten jetzt mal gucken was wichtiger ist herzustellen...

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Rupo @, Ruhrpott, Donnerstag, 04.08.2022, 12:06 (vor 3 Tagen) @ Thomas

*in absoluten Zahlen mehr sparen als andere*

wie Du sagst sie schreiben es ja, insofern ist die Überschrift nicht verkehrt.

Vielleicht haben sie es aber auch einfach nur auf Fussi Niveau runter gebracht: das Tor gehört zu 70% mir und zu 40% dem anderen...

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

DOinK @, Köln, Donnerstag, 04.08.2022, 11:30 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Man will wohl zunächst mal Aufmerksamkeit und Klicks. Dafür eignen sich schlechte Nachrichten besser als gute. Und warum gerade eine fast voyeuristische Freude daran herrscht, mit solchen Aussagen Unsicherheiten zu schüren, weiß ich nicht.
Ich erlebe gerade im beruflichen Kontext echte Ängste, auch von Menschen, die nach meiner Einschätzung noch weit entfernt sind von echter "Not". Ob das schon gewollte Hysterie ist, keine Ahnung.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Mottek @, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 11:45 (vor 3 Tagen) @ DOinK

Schaut euch doch mal die Meldungen der letzten Wochen nochmal an….

Es wurden immer Angst und Unsicherheit geschürt von den Medien (und auch den Politikern).
- es wird Wärmeräume geben müssen …..
- wenn alle Heizstrahler bzw. -Lüfter kaufen und gleichzeitig einschalten, wird das Stromnetz evtl. zusammenbrechen …
Was ist denn, wenn abends die immer mehr verkauften E-Autos alle Strom laden? Bricht dann das Stromnetz auch zusammen?
- Holz für unseren Kamin ist mittlerweile x-mal teurer als früher… Holzkauf, der neue Klopapierwahn?
- ……

Ich kann mich nicht erinnern, dass bzgl. Gaseinsparung ( Strom) mal keine Angst geschürt wurde. Die Medien warten doch nur darauf, Horrorszenarien zu erschaffen.

Ich warte auf gescheite Einsparvorschläge, vielleicht sollte man mal die Bevölkerung in der verschiedenen Landkreisen und deren Vorschläge einbeziehen….

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Ulrich @, Donnerstag, 04.08.2022, 11:28 (vor 3 Tagen) @ Thomas

titeln SPON
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-muss-mehr-gas-sparen-als-jedes-andere-eu-land-a-7332c73c-c03d-4ee6-979e-1787f6f00c4b

und auch n-tv

Deutschland muss mehr sparen als alle anderen
https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-muss-mehr-sparen-als-alle-anderen-article23504855.html

SPON schreibt:

EU-Staaten sollen nach dem Willen der Kommission in den kommenden Monaten ihren Gasverbrauch um 15 Prozent reduzieren. Nun zeigt eine Auswertung: Deutschland müsste wegen seines hohen Verbrauchs deutlich stärker verringern als andere Länder.

Dass Deutschland mehr leisten muss als die anderen westlichen EU-Staaten, das ist alles andere als überraschend. Aber man kann in der Tat kritisieren, dass Deutschland, was die konkreten Vorgaben der Bundesregierung angeht, sehr langsam agiert. Spanien scheint in Europa Vorreiter zu sein, dort greifen mittlerweile recht scharfe Regeln. Aber in Deutschland streitet man sich vor allem über den Weiterbetrieb von AKWs, obwohl die in Sachen Gas so gut wie gar nichts bringen, das ganze juristisch extrem komplex ist und AKWs von allen Kraftwerken im Netz am wenigsten zu den Erneuerbaren kompatibel sind.

Die konkreten Vorgaben für die geplante Gas-Umlage verzögern sich. Gas aus/über Frankreich können wir aktuell nicht in deutsche Netze einspeisen. Das betrifft auch in Frankreich angelandetes LNG. Erdgas ist an sich geruchslos. Deshalb werden ihm Stoffe zur Odorierung zugesetzt. Nur ist die in Frankreich verwendete Substanz in Deutschland aktuell nicht zugelassen. Also müsste man sie mit einem gewissen Aufwand aus dem französischen Gas entfernen und dann die in Deutschland erlaubten Substanzen zusetzten. Technisch ist das möglich, die Schweiz betreibt entsprechende Anlagen. Eine einfach Möglichkeit wäre es, die gesetzlichen Regelungen zu ändern. Dann würde das Gas "anders" riechen. Aber riechen würde es noch immer.


Die Sechstklässler unter uns schauen nun auf und legen die Stirn in Falten. Wenn jeder von irgendwas 15% abgeben muss, dann ist es logisch, dass der, der am meisten hat (hier in dem Falle am meisten verbraucht) auch als absolute Zahl am meisten abgeben muss.
Warum also diese Schlagzeilen?

Hat man es in den Medien nicht so mit Prozentrechnung? Oder will man Verunsicherung und Zorn schüren? Oder ist man einfach nur doof? Das schlimme ist, dass man in den Artikeln auch erklärt, warum das so ist. Also ist man sich der Überschrift voll bewusst.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Talentförderer @, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 11:28 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Warum also diese Schlagzeilen?

Warum wohl? Zunder für das wachsende deutsche Wutbürger und Querdenker Klientel.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Basti Van Basten @, Romania, Donnerstag, 04.08.2022, 12:10 (vor 3 Tagen) @ Talentförderer

Warum also diese Schlagzeilen?


Warum wohl? Zunder für das wachsende deutsche Wutbürger und Querdenker Klientel.

Wir sollten aufhören, dieser Klientel in irgendeiner Weise Beachtung zu schenken. Wenn wir nämlich eines gelernt haben, dann, dass sie jede Nachricht oder politische Entscheidung, seien sie auch noch so gut, für ihre Zwecke missbrauchen können.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Sascha @, Dortmund, Donnerstag, 04.08.2022, 10:46 (vor 3 Tagen) @ Thomas

titeln SPON
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-muss-mehr-gas-sparen-als-jedes-andere-eu-land-a-7332c73c-c03d-4ee6-979e-1787f6f00c4b

und auch n-tv

Deutschland muss mehr sparen als alle anderen
https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-muss-mehr-sparen-als-alle-anderen-article23504855.html

SPON schreibt:

EU-Staaten sollen nach dem Willen der Kommission in den kommenden Monaten ihren Gasverbrauch um 15 Prozent reduzieren. Nun zeigt eine Auswertung: Deutschland müsste wegen seines hohen Verbrauchs deutlich stärker verringern als andere Länder.

Die Sechstklässler unter uns schauen nun auf und legen die Stirn in Falten. Wenn jeder von irgendwas 15% abgeben muss, dann ist es logisch, dass der, der am meisten hat (hier in dem Falle am meisten verbraucht) auch als absolute Zahl am meisten abgeben muss.
Warum also diese Schlagzeilen?

Hat man es in den Medien nicht so mit Prozentrechnung? Oder will man Verunsicherung und Zorn schüren? Oder ist man einfach nur doof? Das schlimme ist, dass man in den Artikeln auch erklärt, warum das so ist. Also ist man sich der Überschrift voll bewusst.

Selbst wenn wir auch prozentual mehr einsparen müssten als die anderen Länder, würde ich dann Zorn nicht nachvollziehen können. Die Versorgungslücke im Gas ist das Ergebnis unserer deutschen Energiepolitik und wir Deutschen haben davon in der Vergangenheit auch am meisten davon profitiert.

Da ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch mehr von der Suppe auslöffen als die anderen, beziehungsweise von dort nur die wirklich notwendige Hilfe erhalten.

Sollten gerade die so sehen, die sonst immer vom "Zahlmeister Deutschland" reden und für die eine europäische Schuldenunion eine Erfindung Satans ist.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Wallone @, Donnerstag, 04.08.2022, 12:39 (vor 3 Tagen) @ Sascha

Da ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch mehr von der Suppe auslöffen als die anderen, beziehungsweise von dort nur die wirklich notwendige Hilfe erhalten.

Sollten gerade die so sehen, die sonst immer vom "Zahlmeister Deutschland" reden und für die eine europäische Schuldenunion eine Erfindung Satans ist.

So ist es. Davon betroffen sind aber leider nicht nur diejenigen, die v.a. in der Finanzkrise gegen andere europäische Staaten und eine "Schuldenunion" polemisiert haben. Es sollte sich alledings niemand wundern, dass jetzt das Bedürfnis, mit Deutschland in der Gasfrage solidarisch zu sein, nicht überall so sehr ausgeprägt ist. Bedeutung der deutschen Wirtschaft für Europa hin oder her.

Deutschland muss mehr Gas sparen als jedes andere EU-Land

Candamir85 @, Siegen, Donnerstag, 04.08.2022, 10:45 (vor 3 Tagen) @ Thomas

Die Sechstklässler unter uns schauen nun auf und legen die Stirn in Falten. Wenn jeder von irgendwas 15% abgeben muss, dann ist es logisch, dass der, der am meisten hat (hier in dem Falle am meisten verbraucht) auch als absolute Zahl am meisten abgeben muss.
Warum also diese Schlagzeilen?

Das ist in der Tat unterhalb des Niveaus, das man vom Spiegel eigentlich verlangen kann. Dass eine Redaktion für ihre Artikel ohne Bezahlschranke irgendwelche verstärkten Klickreize schaffen muss, ok, damit muss man leben. Aber bei dem nicht gerade geringen Preis für das Plus-Abo darf man dann eigentlich was anderes erwarten. Das werde ich den Damen und Herren in Hamburg nun auch per E-Mail mitteilen.

966438 Einträge in 10773 Threads, 13215 registrierte Benutzer, 959 Benutzer online (96 registrierte, 863 Gäste) Forumszeit: 07.08.2022, 21:15
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