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VfB Stuttgart - wie man eine Ausgliederung "moderiert" (Fußball und Sport allgemein)

Sascha, Dortmund, Freitag, 05.05.2017, 07:39 (vor 3208 Tagen) @ Timpleton

Ja, vermutlich werden das wirklich schon vorbereitende Maßnahmen dafür sein, wenn 50+1 einmal fällt. Und der HSV+ oder Hertha BSC zeigen ja, dass die Aufnahme von Investoren bereits jetzt begrenzt möglich ist, wenn der Profifußball in eine Gesellschaft ausgegliedert wird. Im Falle des VfB ist das ja auch schon alles klar kommuniziert. Allein der Daimler-Konzern soll Anteile für über 40 Millionen erwerben, insgesamt sollen 100 Millionen zusammen kommen.

Grundsätzlich finde ich allerdings, und das wo ich mich eher als Traditionalist sehe, eine Ausgliederung von Profiabteilungen gar nicht so falsch. Auf Erstliganiveau ist es nunmal mittlerwiele ein Geschäftsfeld, auf dem Leute mit dreistelligen Millionenbeträgen hantieren müssen. Das gehört dann auch einfach irgendwo in die Hände von professionellen Geschäftsführern mit Anstellungsverträgen, anstatt in die von gewählten Vereinspräsidenten im Ehrenamt (Nein, Herr Strutz, Sie sind hier also nicht gemeint). Zudem, und das ist für mich fast das wichtigere Argument, sichert es das finanzielle Überleben des Hauptvereins, wenn die Fußballgesellschaft im Fall der Fälle Insolvenz anmelden kann.

Viele Vereine haben nunmal auch Breitensportangebote und warum sollten die darunter leiden müssen, wenn sich der Verein mit den Beträgen im Profifußball verhoben hat?

Ich bin da nicht grundsätzlich gegen, finde sogar das, dass das bei einer guten Umsetzung viele positive Aspekte hat. Die bei uns gewählte Mischform der KgaA, ist für mich z.B. ein ziemlich guter Kompromiss, mit dem ich leben kann. In dieser Form erlaubt er externe Geldgeber, beschneidet aber gleichzeitig deren Einflussnahme. Die Kapitalgesellschaft verzichtet dadurch auf den Verkauf echter Filetstücke, nämlich stimmberechtigter Anteile, der Verein muss damit leben, dass es damit einen zumindest informellen Machtgegenpol im Konzern gibt.


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