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A short story of Moria (Sonstiges)

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 18.09.2020, 13:42 (vor 1932 Tagen) @ Kruemelmonster09

Moin,
das individuelle, menschliche Schicksal ist für uns nicht fassbar :-(
Ich muss in diesen Tage immer mal wieder an den Jungen, Alan Kurdi, denken :-(

Ich schätze die Stammuser und dieses Forum hier sehr, dass wir bei unterschiedlichen Meinungen und Ansichten uns über das Thema Asyl, Migration, Flucht, etc. schon seit Jahren austauschen (meistens reflektiert und vom Ton her dem Thema angemessen). Leider sind wir im realen Leben ja fast keinen Meter entscheidend weiter gekommen :-(

Meiner Meinung nach gibt es, wie auch schon seit 2005, drei Stränge zu dem Thema:

1. Kurzfristig: Es muss JETZT was für die Menschen getan werden, die in diesen ‚Camps‘ vegetieren. 2015 war ich der Meinung, dass Ungarn als EU Land zu schnell die Menschen, die im Bahnhof schliefen, über Autobahnen liefen, etc. durch gereicht hat. Ungarn hat dies rückblickend aus Kalkül getan und gehört im Prinzip aus der EU ausgeschlossen, es ist an einer gemeinsamen EU nur als Geld Empfangsland interessiert. Griechenland ist anscheinend mit der Situation überfordert und alleine gelassen, dazu kommt das es durch die ‚Euro Rettung‘ seit 2005 kaputt gespart wurde. Es geht jetzt darum auf MENSCHLICHER Ebene zu reagieren. Also: auflösen ALLER Inselflüchtlingslager und die Menschen auf feste Unterkünfte auf das griechische Festland bringen + in EU Länder die helfen wollen.

2. Mittelfristig: Wir wissen es spätestens seit 2005, dass wir die EU Außengrenzen und das damit verbundene Asylverfahren (Dublin, Dublin II) nicht richtig aufgesetzt haben und umsetzen. Die Grundidee muss sein:
a. Der Asylsuchende kommt in einem EU Land an. Dort wird Er und seine Familie als erstes versorgt, erfasst.
b. Über den Antrag wird zügig entschieden, maximal 1 Monat.
ba) Wird der Antrag negativ entschieden, läuft die Rückführung in das Ursprungsland.
bb) Wird der Antrag positiv entschieden, wird nach Quote auf ein EU Land verteilt. Hier gibt es noch die offene Baustelle was passiert, wenn diese Menschen dann in ein anderes EU Land möchten.

Zu diesem Punkt gehört und ist essentiell, dass die Länder der Außengrenze von der Infrastruktur, dem Know How, den behördlichen Abläufen, der finanziellen Ausstattung in die Lage versetzt werden, durch die EU, dass sie diese Arbeit nach EU Mindeststandards leisten können.

Also als EIN Beispiel. Das Geld nicht mehr dem EU Nichtmitglied Türkei geben, sondern die EU Mitglieder Italien, Griechenland und andere an den Außengrenzen, entsprechend auszustatten.

3. Langfristig: Mit unserem westlichen Lebensstil sind wir der Haupttreiber für Migration und Fluchtbewegungen: Ausbeutung, Lohndumping, kriegerische Auseinandersetzung, Konsum, Klimawandel. Wir haben nur diesen einen Planten. Wachsende Bevölkerung und abnehmende Lebensgrundlagen werden ein ‚zusammenrücken‘ in Zukunft noch mehr denn je nötig machen.

Solidarische Grüße aus dem Saarland,
Thomas


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