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Tour de France 2023 (Sonstiges)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 01.07.2023, 13:03 (vor 932 Tagen) @ DomJay

Wahrscheinlich, weil der berühmteste Radfahrer aller Zeiten der größte Betrüger ist und dies nur in einer langen Reihe von Betrügern.

Das bekommt man eben nicht mehr weg, das Image ist verfestigt. Und jeder neue Fall bestätigt dieses Image nur erneut und wird eher wahrgenommen als positive Nachrichten.

Im Radsport wird seit jeher gedopt was das Zeug hält. Was auf den ‚Markt‘ kam wurde auch genommen. Waren es früher Amphetamine, darauf folgend anabole Steroide und Kortikosteroide, kamen dann Wachstumshormone und EPO (Aufzählung völlig lückenhaft) und weitere Substanzen und es werden noch viele folgen.

Ikonen des Radsports aus den Zeiten, als der Begriff Doping noch eher schwammig und Kontrollen noch nicht existent waren (wie Fausto Coppi oder Jaques Anquetil) haben nach ihrer Karriere zugegeben, zu leistungssteigernden Mitteln gegriffen zu haben. Der vielleicht größte Radsportler überhaupt, Eddy Merckx, wurde wie so viele andere positiv getestet. Ohne große Folgen. Rudi Altig hatte es immer zugegeben und sich über seinen Spitznamen ‚Die radelnde Apotheke‘ (der eigentlich aus einem Scherz entstanden ist) amüsiert. Wenige amused war dann Didi Thurau, als man ihm diesen Beinamen ebenfalls gab. Aber vollgestopft bis obenhin war er halt. Selbst Fahrer wie Laurent Fignon, die sich den internen Strukturen des Radsports widersetzten, griffen wiederholt zu unerlaubten Mitteln.

Der ‚Festina-Skandal‘ hat dann Ende der 90er aufgezeigt, dass Doping kein individuelles Vergehen (mehr) war, sondern systematisch-strukturiert und organisiert betrieben wurde und einen kriminellen Hintergrund hatte. Ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Lance Armstrong, Jan Ulrich oder Marco Patani hatten im Prinzip nur die besseren Möglichkeiten hinsichtlich Doping im Vergleich zu ihren Vorgängern. Und Miguel Indurain vielleicht nur Glück, dass noch nicht so systematisch hingeschaut wurde. Was wiederum das Pech der anderen war.

Unbenommen davon ist keine einzige Sportart nicht von Doping betroffen. Bei manchen fällt es dabei sehr auf wie beim Gewichtheben, bei anderen weniger. Wenn kein Interesse an effektiven Kontrollen bzw einem effektiven Kontrollsystem besteht, dann wird auch nicht viel passieren.


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