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Mythos Tour (Sonstiges)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 01.07.2023, 20:57 (vor 932 Tagen) @ Garum

Mein Schwiegervater ist Hobbyradsportler und er erzählt mir regelmäßig, wie krass die TdF früher war. Bspw meinte er, dass die Fahrer früher die Berge mit einem Fahrrad aus schweren Stahl, ohne Gangschaltung und mit quasi ohne tauglicher Bremse hoch und runter gefahren sind.
Wer sich noch an alte Rahrräder erinnert, der kennt sicherlich noch diese Bremsmechanik, die von oben auf den Mantel drückt anstatt seitlich auf die Felge.
Somit konnten eigentlich nur Bergmänner die Etappen überstehen, die sich zwischendurch auch mal den ein oder anderen Wein gegönnt haben.


Ich hatte ganz früher noch so eins, so 74 rum, hatte es vom Sperrmüll mit 3 Gangschaltung und Tacho, bin dann im Hildesheimer Wald die Serpentinen runter und wollte sehen ob ich die 60 kmh erreiche, die Bremsen versagten, ich war jung und zäh und mein Schutzengel hatte alle Hände voll zu tun. Zwar gestürzt aber außer Schürfwunden und einen kurzen Blackout einigermaßen davon gekommen. Habe dann andere Bremsen angebaut war sicherer.

In den ganz frühen 70ern bekam ich mein erstes wirkliches Rennrad. Es gab in Dortmund zu jener Zeit zwar diverse Fahrradgeschäfte, für Rennräder hatten aber Atze Essing und Willy Witthoff den besten Ruf. Ich wollte allerdings unbedingt ein Motobécane haben, die hatten gerade in Frankreich begonnen auf dem Rennradmarkt dem Platzhirschen Peugeot Konkurrenz zu machen und dabei u.a. auf technische Finessen gesetzt (für damalige Verhältnisse). Ich hatte das bei einem Aufenthalt über den Jugendaustausch in Frankreich mitbekommen und es musste dann eben ein Motobécane sein und das gab es zu dieser Zeit in Dortmund nur bei Witthoff.

War ein astreines Teil, das ich lange gefahren bin. Bis ich eine (eher leichte) Kollision mit einem PKW hatte. Ich hatte nur Schürfwunden und der PKW hatte nur an Scheinwerfer und Kotflügel etwas abbekommen. Dafür war mein geliebtes Motobécane-Rennrad aber ziemlich im Dutt. Habe ich dann einem jüngeren Verwandten gegeben, einem Schrauber vor dem Herrn. Der hat das auch wieder hinbekommen. Ich hatte erst einmal vom Radfahren genug. Kam dann später wieder auf den Geschmack.

Unsere Tochter hat übrigens einige Jahre Downhill betrieben, diverse Stürze/Krankenhausaufenthalte inbegriffen. Der Helm ist schon ein wesentlicher Schutzfaktor, aber wir waren froh, als sie dann irgendwann damit aufgehört hat. Nicht immer sind die Schutzengel so aufmerksam wie bei Dir damals.


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