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Fabrizio Romano: Brunner für 3 Millionen + Add-Ons nach Monaco (BVB)

Cthulhu, Essen, Freitag, 09.08.2024, 16:05 (vor 648 Tagen) @ Alones

2010/2011 haben wir mit einer besseren Jugendmannschaft die Meisterschaft gerockt. Als Klopp damals zum BVB gekommen ist, war eine seiner ersten Amtshandlungen Subotic zu verpflichten und auf den jungen Hummels, der von Bayern ausgeliehen war, zu setzen. Dann hat er auf Schmelzer gesetzt, als die BVB-Legende Dede sich das Kreuzband gerissen hat, und Leute wie Großkreutz, Bender und Kagawa eingebunden, die aus der zweiten Liga kamen (der eine sogar aus der japanischen). Auf den jungen Götze hat er sowieso gesetzt, obwohl eine seiner ersten Profiaktionen noch zu einem Gegentor geführt hat. Und unser heutiger Trainer bekam eine faire Chance, die er genuzt hat, als er von seiner Leihe aus Holland zurückkam - da war es auch egal, dass Klopp den Spieler nicht kannte. Man hat sich etwas getraut, weil man einen Trainer hatte, der genau wusste, was er macht und wie er Talente einbinden kann. Davon sind wir mittlerweile völlig abgekehrt - mit vllt. ganz wenigen Ausnahmen. Seit Jahren schon schafft kein selbst ausgebildeter Spieler mehr den Sprung und spannende sowie kreative Transfers sucht man zumeist vergebens. Kann ja sein, dass Moukoko, Brunner und Rothe einfach nicht gut genug sind. Doch ich habe auch nicht das Gefühl, dass sie hier eine echte Chance bekommen. Es geht darum, irgendwie den Status quo zu erhalten, anstatt eine neue Mannschaft mit Perspektive zu entwickeln. Deshalb setzt man ja beispielsweise auch einem Wätjen einen Groß vor die Nase. Die Angst vor dem (temporären) Qualitätsverlust ist größer als der Mut, hier eine neue Geschichte mit einer entwicklungsfähigen Mannschaft zu schreiben.

Wobei selbst ausgebildete Spieler unter Klopp auch nicht unbedingt eine besondere Spezialität vom BVB waren.

Eher woanders ausgebildete, junge Spieler, wobei wir damals definitiv den Vorteil hatten, dass es keine Sau interessiert hat, wenn wir einen jungen Spieler holen. Heute geht auch der abgebende Verein erstmal davon aus, dass man hier einen Spieler mit Potential zur internationalen Klasse hat.
Mittlerweile sind die Kaderkosten immens höher, was auch dazu führt, dass wir Minimalziele erreichen müssen und wenn wir irgendwo anfragen wird das Maximum rausgekitzelt, 2008 war das mehr oder minder Shopping mit leeren Taschen.

Natürlich ist die Forderung nach mehr Risiko attraktiv, aber auch eine Eigenheit der Klopp Zeit dürfte sein, dass er die einzige Dortmunder Meistermannschaft der Bundesliga aufgestellt hat, für die man keine finanziellen Wagnisse eingegangen ist.
Das würde nämlich heute zwangsläufig mit mehr Risiko kommen.


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