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Neu auf schwatzgelb.de: Der BVB bei der Klub-WM: Mehr als nur Kommerz (BVB)

Born-to-run, Montag, 30.06.2025, 22:35 (vor 197 Tagen) @ koom

Ich bleib dabei: Unterm strich find ich die NFL in der gesamten Herangehensweise professioneller und sportlich fairer. Aber da würde man die Macht und die Geldflüsse zu sehr regulieren, also wird es eher wahrscheinlicher, dass auch in DE irgendwann 50+1 fallen wird, um bei dem Fußball-Monopoly voll mitzumachen.

Nun ja, die NFL ist halt auch ein „Franchise-Unternehmen“ mit dem primären Interesse einen „Wettbewerb“ zu organisieren, der jedem „Franchise“ (von „Vereinen“ sollten wir hier nicht reden) über kurz oder lang die Möglichkeit eröffnet auch mal um den Titel mitzuspielen. Dadurch bleibt das Interesse an der Liga im ganzen Land hoch. Jeder spielt mal oben mit. Jeder muss Durststrecken durchleiden.

Der Preis hierfür ist u. A., dass die NFL (wie jede andere Major-League in den USA) ein „Closed-Shop“ ist, in dem es keine Verzahnung zu unteren Ligen gibt. Wer drin ist ist drin, wer draußen ist bleibt draußen (außer die Liga beschließt eine „Expansion“, was aber nur selten vorkommt)! Auch ist das „Draft-System“ kaum mit europäischem Arbeitsrecht vereinbar. Du hast als „Rookie“ keinerlei Einfluss wo Du landest, und wohin Du in den ersten 6 Profil-Jahren möglicherweise hinverliehen wirst.

Und wenn wir die „Kommerzialisierung“ im Profifußball kritisieren - besser „durchkommerzialisiert“ als die amerikanischen Profiligen geht wohl kaum. Alles wogegen wir uns in Deutschland versuchen immer noch zu wehren (zerstückelte Spieltage, Werbeunterbrechungen, „Halftime-Shows“, reine Sitzplatz-Arenen sowie ein Ticket-Preisniveau, welches es den einkommensschwachen Teilen der Bevölkerung schon längst nicht mehr erlaubt „live“ im Stadion dabei zu sein) ist doch in den USA längst unumkehrbare Realität!

Nichtsdestotrotz denke ich, dass es auch in Europa/Deutschland Möglichkeiten gäbe, den Wettbewerb im Sinne einer höheren Chancen-Gleichheit zu verbessern. Das dies die selbsternannten „Großclubs“ nicht hinnehmen werden wollen, ist natürlich auch klar. Solange Eigeninteresse den Blick für´s „große Ganze“ vernebeln, steuern wir im Profifußball immer tiefer in die Sackgasse.


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