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Aussage einer Zeugin in neu veröffentlichten Epstein-Akten belastet Trump (Politik)

Ulrich, Freitag, 06.03.2026, 22:18 (vor 4 Stunden, 59 Minuten) @ Eisen

Selbst in Texas wittern die Demokraten Aufwind, obwohl die nicht mal ansatzweise so etwas wie einen Oppositionsführer haben. Ich hoffe, dass denn der Laden zeitnah komplett um die Ohren fliegt, dieses ganze stinkende Konglomerate aus weißen Nationalisten, Südstaaten-Rednecks, Libertären Tech Bros und christlichen Fundsmentalisten, angeführt von einem dementen lustmolch und Möchtegern Michael Corleone…und Donald hat es nun tatsächlich geschafft, dass alle sauer sind.

Es hat in den USA Tradition, dass es so etwas wie einen "Oppositionsführer" nicht gibt. In der Regierung sind die Rollen hingegen klar verteilt, mit dem Präsidenten an der Spitze. Wichtig sind zudem der Speaker des Repräsentantenhauses, aktuell der Republikaner Mike Johnson und der Mehrheitsführer im Senat, aktuell der Republikaner John Thune. Nur wenn die Oppositionspartei eines der Ämter erkämpfen kann, hat man in der Regel eine wichtige Führungsfigur. Grundsätzlich entscheidet die Mehrheit so gut wie alles, die Minderheit hat nichts zu sagen. Allerdings gibt es im Senat die sogenannte Filibuster-Regel, für wichtige Entscheidungen benötigt man faktisch 60 Stimmen. Die könnte man per Geschäftsordnungsantrag mit einfacher Mehrheit kippen, allerdings sind in der Vergangenheit beide Parteien davor zurückgeschreckt.

Trotzdem haben die Demokraten seit der Amtseinführung von Donald Trump einige wichtige Wahlen gewonnen, bei anderen in stramm republikanischen Regionen haben sie zumindest deutlich zugelegt. Die Republikaner haben faktisch bei allen Wählergruppen deutlich verloren.

Jetzt aber könnte etwas geschehen, das noch entscheidender ist. Der MAGA-Block könnte zerbrechen. Diese Menschen haben die Hauptlast des Krieges in Afghanistan und dem Irak getragen. Entsprechend kriegsmüde sind sie. Trump hat ihnen versprochen, keine Kriege im Ausland zu führen, und er hat immer wieder behauptet, die Demokraten würden genau das planen. Er hat beispielsweise Obama beschuldigt, gegen den Iran Krieg führen zu wollen, er hat gegen Biden diese Beschuldigung erhoben, und er hat das auch gegen Harris getan. Nun ist er selbst aber derjenige, der den Angriff befohlen hat.

Donald Trump war wohl berauscht vom schnellen Erfolg in Venezuela und glaubte fest, er könne das im Iran wiederholen. Die alte Führung töten, dann mit den Nachrückern einen Deal machen. Dass dies eventuell nicht funktionieren könnte, kam ihm nicht in den Sinn. Man war dann völlig überrascht davon, dass der Iran die Straße von Hormus sperrte, und noch überraschter, dass daraufhin der Ölpreis stieg.

Nachdem Trump heute vom Iran die vollständige Kapitulation gefordert hat, ist eine eh schon reichlich unwahrscheinliche kurzfristige Verhandlungslösung komplett vom Tisch. Wie es weitergeht, hängt davon ab, ob man die Straße von Hormus zeitnah wieder öffnen kann. Darüber fließen nicht nur ein Großteil der Ölexporte aus der Region und die kompletten LNG-Exporte, die Golfstaaten sind zudem von Importen abhängig, die über diesen Weg hereinkommen. Lebensmittel, Konsumgüter, Baumaterialien, Maschinen, und, und, und ....

Bleibt der Seeweg länger geschlossen, dann dürfte der Ölpreis durch die Decke gehen. Das trifft gerade viele Wähler der Republikaner hart. Die reagieren extrem empfindlich auf Erhöhungen bei den Treibstoffpreisen. Aber die Wirtschaft der Golfstaaten dürfte schnurstracks in eine existenzielle Krise rutschen.

Problematisch für die Republikaner wäre es, wenn es zu höheren Verlusten unter den Angehörigen der US-Streitkräfte käme. Geradezu eine Katastrophe wäre es, wenn eine Landeoperation im Iran nötig wäre um den Seeweg freizukämpfen.

Ein Treppenwitz am Rande ist, dass die Iraner in diesem Konflikt massiv von russischen Geheimdienstinformationen profitieren. Man bekommt aus Moskau Informationen über Zielkoordinaten, US-Flugabwehr, etc. Dies erlaubt den Iranern, ihre Raketen und Drohnen sehr effizient einzusetzen. Den USA und ihren Verbündeten hingegen könnten die Flugabwehrraketen ausgehen. Aktuell feuert man mit Raketen im Wert von Millionen auf Drohnen, die ein paar tausend Dollar gekostet haben.

Das ganze könnte sich zu einem richtigen Clusterfuck für die USA entwickeln, mit Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.


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