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US-Investor will bei Eintracht Frankfurt einsteigen (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 17.04.2026, 23:00 (vor 1 Tag, 23 Stunden, 57 Min.) @ Murksknüller

In NRW gab es zu meiner Zeit humanistische und naturwissenschaftliche Gymnasien, was ich da natürlich auch in den Abifächern spiegelte.
Meine Schule, das Alexander Hegius Gymnasium in Ahaus, war eine der Versuchsschulen für die Oberstufenreform. Damit wurde auch das Kurssystem eingeführt, wobei es natürlich auch Pflichtkurse gab, wie zum Beispiel Mathe oder Deutsch.
Als Versuchskaninchen hatten wir natürlich einen gewissen Bonus (und unsere Lehrer auch), weil ja alles erst mal erprobt wurde und manches auch schnell geändert.
Die für mich gravierendste Änderung war, das mit Abschluss der mittleren Reife Realschüler, vor allem aber auch Realschülerinnen, auf unser Jungen-Gymnasium wechseln konnten. Die bisher dreizügige Jahrgangsstufe mit rund 90 Jungs wurde seinerzeit um 30 people erweitert, von denen die Hälfte Mädels waren.
Und die drei Schulklassen, über fünf Jahre bis auf einige wenige Sitzenbleiber absolut konstant, wurden in den vielen Kursen völlig aufgemischt, wobei man zu Anfang ein Viertel der Leute nicht mal vom Schulhof kannte. Da ging das Leben richtig los – und manche Hassfächer wie Musik oder Französisch verschwanden aus meinem Leben.


PS: Ich finde Preußen Münster als Vereinsname ehrlicher als Borussia Mönchengladbach. ;-)
Auch, weil mein Vater ein Fan des Gründungsmitgliedes der BuLi war!

Ich war auf einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium, was als solches eine sehr lange Tradition hatte. Ab Obertertia gab es dann einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig mit Physik als Hauptfach und einen neusprachlichen Zweig mit Französisch als Hauptfach. Mathematik. Englisch und Deutsch waren für beide Zweige Hauptfächer. Da ein Schwerpunkt der Schule der deutsch-französische Schüleraustausch war, gab es die Möglichkeiten des Französischunterrichts auch für die Schüler des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweiges, was ich auch wahrgenommen habe. Es gab noch andere Schwerpunkte, u.a. Sport (wovon ich auch profitiert habe).

Zwei Jahre war ich allerdings im Ausland bzw. in einem anderen Bundesland. Ein Jahr USA / California (bei Verwandten) und ein Jahr in Bayern (auch bei Verwandten; quasi der gleiche ‚Stall‘). Die Schulbehörde in NRW wollte mich bei meiner Rückkehr nicht in das eigentliche Schuljahr für meinen Jahrgang (also meine alte Klasse) aufnehmen, da das Schuljahr in den USA nicht anerkannt wurde (nicht vergleichbare Schulform, andere Lerninhalte, etc.). Ich sollte ein Klasse tiefer wieder anfangen. Also als wenn ich ‚sitzengeblieben’ wäre. Lächerlich, aber halt preußisches Beamtentum.

Eine clevere Tante von mir, die auch für meinen USA-Aufenthalt ‚verantwortlich‘ war und eigentlich mit ihrer Familie in München lebte, meinte daraufhin, wir sollten es doch mal bei den bayrischen Beamten versuchen. Ihr Mann (also mein Onkel) war in Bayern kein Unbekannter und die bayrische Landesregierung förderte stark den Austausch mit den USA (Luft- und Raumfahrtindustrie). Der Kontakt war schnell hergestellt und die dortige Behörde war da ganz pragmatisch. Ihr kam es ausschließlich darauf an, ob ich über den für bayrische Gymnasien erforderlichen Wissensstand für die entsprechende Klasse in den Hauptfächern verfüge. Ich musste also eine Art Aufnahmeprüfung ablegen, die zwar herausfordernd, aber fair war. Mit einigen von meinen damaligen Mitschülern und Mitschülerinnen aus meinem damaligen Schuljahr in München habe ich über die Jahrzehnte immer Kontakt gehalten, mit zweien bin ich bis heute sehr gut befreundet. Einer von denen war übrigens jahrelang beim FC Bayern… ;-)

Das Schuljahr verlief ohne Probleme und ich wurde mit recht guten Noten versetzt. Ich hätte auch dort bleiben können, wollte aber wieder zurück zu meinen Eltern. Und wurde von der NRW-Schulbehörde auch tatsächlich anstandslos in der ‚richtigen‘ Klasse meiner früheren Schule aufgenommen. Es gab ja ein entsprechendes Zeugnis eines anderen Bundeslandes mit Stempel und Unterschrift… ;-)

Und nachdem die von mir besuchten Schulen sowohl in den USA, als auch in Bayern koedukativ ausgerichtet waren, war ich dann wieder zurück in meiner alten reinen Jungsklasse. Und am ersten Samstag ging es dann mit diversen Klassenkameraden wieder in die Rote Erde :-) Erst als ich nach dem Abitur abging, begann an dieser Schule das Zeitalter der Koedukation.


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