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Adi Hütter... (Spieltage)

Arrigo Sacchi, Donnerstag, 19.12.2019, 10:46 (vor 2352 Tagen) @ bambam191279
bearbeitet von Arrigo Sacchi, Donnerstag, 19.12.2019, 10:51

Ich glaube der Vorposter zielt ja gar nicht auf Dich persönlich ab, aber was heir nach dem Leipzig Spiel in vielen Posts und Strängen abging hatte zuweilen schon was von einer persönlichen Abrechnung mit Favre und vielen Teilen der Spieler, welche für mich darin gipfelte dass irgendein Troll hier Witsel zum Vollpfosten degradierte.

Hab mich auch nicht angesprochen gefühlt :)

Wie gesagt, die extreme muss man ignorieren. Sonst kann hier keine vernünftige Diskussion entstehen.

Diese Rundumschläge und "Trotzdem ist alles Scheisse" sind halt von Spieltag zu Spieltag an dem man den Gegner nicht mit 5:0 aus dem Stadion fegt mega kontraproduktiv.

Viele reflektieren das ja richtig.
Bis Paderborn war die Saison gefühlt ne Vollkatastrophe.

Dieses Phlegma innerhalb der Mannschaft, welches ja jetzt augenscheinlich erstmal mit der Systemumstellung vollkommen verschwunden ist lasten ja viele Favre an.
Langweiliger Fussball, Ball hin und hergeschiebe usw.
Mag ja mit ein Grund sein.

Für mich war aber viel wichtiger, dass es augenscheinlich eine Aussprache innerhalb des Teams gegeben haben soll in der es auch (positiv) gekracht haben soll.
Dies im Zusammenspiel mit der Systemumstellung (bei der ich es für absolut legitim halte wenn der Mannschaftsrat sich mit dem Trainerteam bespricht und man zusammen eine Änderung beschliesst) scheint auf jeden Fall eine Art Aufbruchstimmung erzeugt zu haben.

Ob dies über einen längeren Zeitraum so bleibt muss man abwarten, ich wette es wird zwischendurch auch wieder ne schwächere Phase geben. Aber das gehört in einem Findungsprozess dazu.
Es kann nicht alles auf einmal funktionieren.

Bin ich grundsätzlich komplett bei dir. Favre hatten dicken Anteil an der gefühlten Katastrophe zuvor, aber auch am Aufschwung. Selbst wenn´s vielleicht nicht von ihm kam. Man muss Dinge auch annehmen und gemeinsam umsetzen können, wenn man vorher vom Gegenteil überzeugt war. Können die wenigsten. Vorallem in so einer Position. Daher Hut ab. Ob es im Sommer mit ihm weitergehen soll müssen andere beurteilen. Ich kenne seinen Anteil in den verschiedenen Prozessen nicht.

Was allerdings Deine "Kritik" an der Kaderzusammenstellung im Bezug zu Favres Fussball betrifft, so finde ich schon dass Du und einige andere hier eine Art Oberlehrer spielen.

Das war jetzt vorallem auf den Satz "im Forum tummeln sich eh die besseren Trainer" bezogen. Es gab in letzter Zeit hin und wieder "große" Entscheidungen, welche hier im Forum begründet kritisiert wurden. Dann kam oft solch ein Spruch. Kritisiert man es im Nachhinein ist es auch falsch.

Vorweg, ich bin absolut kein Typ der sich Spiele ausserhalb des BVB Kosmos anschauen, deswegen kenne ich Spielertypen wie Brandt und Schulz nur aus den Zusammenfassungen.

Wer von uns weiss denn, wie man zu Anfang der Saison plante?
Dreierkette, Viererkette, beides muss spielbar sein!?
Dazu war Schulz ja auch lange verletzt, die Mannschaft kam nicht in tritt....
Ebenso Brandt. Das die Außenbahn nicht seine Paraderolle ist, klar, sieht ein Blinder.
Aber auf Außen kann er nunmal auch.
Wollte er aber anscheinend nicht.
Darf aber heutzutage eigentlich kein Kriterium sein, es gibt wenige Spieler auf der Welt, deren Position in Stein gemeißelt ist.

Ich finde schon, dass der BVB seine wichtigsten Spieler auf den Positionen einsetzen sollte auf denen sie am stärksten sind und auch bei Transfers einer solchen Größenordnung darauf achten sollte, ob die Spieler in das System passen oder ob man es eventuell anpassen muss. Das wurde offensichtlich nicht gemacht.

Bezüglich der Aufstellung kann ich nur raten und denke mir, aufgrund unserer Unzulänglichkeiten dachte man wohl 2 Sechser wären stabiler als jetzt die Dreierkette.
Eindeutig ne Fehleinschätzung.
Warum man nicht eher auf die Idee kam umzustellen?
Nun ja, bin da blauäugig.....
Die falschen Verletzten zur falschen Zeit.
Evtl. war man sich nicht sicher ob das System so wirklich funktioniert und klar, Favre ist ein Zögerer.
Mit dem Wissen von heute ist das natürlich ziemlich einfach zu kritisieren.

Ich sage weiss Gott nicht, dass da alles richtig lief.
Alleine diese komischen Umstellungen der Spielern obwohl 1:1 Wechsel möglich wären waren ne Katastrophe.

Lange Rede,kurzer Sinn.
Ich denke dass sowohl Schulz, als auch Brandt und Hazard schon REcht echt gute Einkäufe waren.
Schulz wird noch Zeit benötigen, der war lange raus, die Verunsicherung merkst Du ihm zuweilen echt an.

Es geht mir nicht um die einzelnen Spieler. Ich habe gestern hier auch geschrieben, dass der BVB niemals 11 Weltklasse Techniker mit top Einstellung und klasse Defensivverhalten haben wird.
Dementsprechend muss der BVB auf Spieler wie Schulz zurückgreifen. Die durchaus einen Mehrwert für den BVB haben können. Nur hat man sich gefühlt wenig Gedanken gemacht, wie das Spielsystem gewisse Defizite, ob technischer Natur (Schulz) oder taktischer Natur (zB Hakimi. Dahoud) oder körperlicher Natur (Hummels, Weigl, Götze) kompensieren kann.

Letzten Sommer war man der Meinung man bräuchte mehr Mentalität und holt Wolf...als Offensivspieler in Favres Spielidee...ich kann mir das nicht erklären. (Den würde ich übrigens im Winter als Hakimi-Back up durchaus gerne wieder hier sehen)

Das hat ja nichts mit Oberlehrerhaft zu tun. Jeder sieht, dass Hakimi Schwächen im Defensivverhalten hat, Schulz nicht auf dem technischen Niveau von Guerreiro ist und Hummels/Weigl/Götze für Profifussballer ziemlich langsam sind.
Nur hat man in all den Fällen nicht mal einen Ansatz gesehen, wie man diese Punkte kompensieren will.

Obwohl die Einkäufe im Sommer top waren, war das ein ziemlich schwacher Sommer unserer Verantwortlichen.

Man hat lediglich Pulisic abgegeben und der Trainer kannte die Mannschaft.
Die Analyse hinsichtlich der Strafraumbesetzung, des fehlenden Tempos im Spiel, der gerade beschriebenen Defizite einzelner Spieler oder eben das Zusammenspiel von Schlüsselspielern wie Brandt und Reus schien gefühlt gar nicht stattgefunden zu haben. Man hat ja fast die komplette Hinrunde die Fehler der letzten Rückrunde genauso wiederholt. Das und die Aussage von Favre die Systemumstellung sei intuitiv gewesen, zeugen halt schon davon, dass man hier wenig Alternatives geplant hat.
Der Aufschwung jetzt, sollte nicht darüber hinwegtäuschen. Hier muss man den Finger in die Wunde legen, damit man vorwärts kommt.
Daher gebe ich dir recht, übermäßige Kritik ist sinnlos. Dennoch sollte wie du es unten auch hinsichtlich der Spieler beschreibst, jetzt auch bei den Verantwortlichen weiter kritisch hinterfragt werden.


Wie man liest, ich nehme mehr die Mannschaft in die Pflicht.

Für mich gilt ebenfalls, der Team Auf oder Umbau ist noch lange nicht abgeschlossen.

Der wird hier beim BVB nie abgeschlossen sein :) Deswegen ist dieser Sommer ja so unfassbar bitter. Nächsten Sommer sind z.B. Hakimi und Sancho weg

Wenn ich überlege, dass derzeit genug Spieler kaum oder keine Rolle spielen, bzw. Leistungsmäßig abfallen muss da einiges passieren:

-Dahoud
-Bruun Larsen
-Götze
-Piszu
-Schmelle

sind eigentlich aussen vor, dazu die Abgänge von Hakimi und wahrscheinlich Sancho.

Ich hatte zu Anfang der Saison echt gedacht der Kader wäre richtig gut dabei, aber es gibt noch deutliche Baustellen und ich wünsche mir diesbezüglich etwas weniger Niebelungentreue, sondern auch mal nen ordentlichen Leistungsgedanken.

Auf jeden Fall ist es mir eigentlich egal wer da an der Seitenlinie das sagen hat, am Samstag war endlich mal wieder BVB Pur angesagt.

So will ich das, dann kann ich auch schweren Herzens die Fehler schlucken.


Absolut.


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