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Tesla muss keine Umstrukturierung bezahlen (Sonstiges)

Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 03.09.2020, 09:15 (vor 1947 Tagen) @ Klopfer

Das ist kompletter Unsinn. Und selbst Musk hat erst vor ein paar Tagen selbst gesagt, dass es Tesla darum nicht geht bahnbrechende Technologien selbst zu entwickeln. Sie sehen sich nur aktuell dazu gezwungen selbst diese Entwicklung zu übernehmen, da es (noch) keine Zulieferer gibt, aber sie gerne darauf verzichten würden. Mehr entlarvendes über das Geschäftsmodell kann man kaum öffentlich äußern.


Dieser vermeintliche Wettbewerbsnachteil wird aber durch einen damit zusammenhängenden Vorteil mehr als aufgewogen. Zukünftige Zulieferer von Tesla werden Tesla-Spezialisten sein, während andere noch strukturelle Altlasten aus der dem Zeitalter der Verbrenner abwickeln müssen.
Die große Cashcow von Bosch, z.B., war immer die Diesel-Einspritzpumpe.
Klar Bosch kann auch Elektrik und Elektronik, aber an der konventionellen KfZ-Technik hängen bei Bosch Arbeitsplätze in sechsstelliger Größenordnung. Das schlägt massiv auf die Preise der neuen Produkte durch.

Überhaupt ist der größte wirtschaftliche Vorteil von Tesla, keine technologischen Altlasten mitschleppen zu müssen. Tesla hat keine Mitarbeiter deren Fähigkeiten nicht mehr gebraucht werden und wo übermächtige Gewerkschaften im Hintergrund mitbestimmen, alleine mit den Ziel Althergebrachtes zu erhalten, weil das Neue viel weniger gewerbliche Arbeitnehmer benötigt.

Eigentlich wird es in Deutschland nur dann gelingen, einen starken Konkurrenten zu Tesla aufzubauen, wenn man einen neuen Konzern gründet und zu gleichen Wettbewerbsbedingungen aufbaut.
Aber da das nicht passieren wird, ist Tesla im Premiumsektor der Elektrofahrzeuge auf lange Sicht konkurrenzlos und im Low-Cost-Bereich räumen die Chinesen eh alles ab.

SGG
Klopfer

Bosch kenne ich auch aus der Binnensicht ganz gut. Die wandeln sich gerade massiv, versuchen massiv zu diversifizieren. Aber klar, mehr als 50% hängen vom klassischen Verbrenner ab. Gerade Bosch hat aber den Vorteil, dass es wirtschaftlich unabhängig ist, einen sehr kooperativen Betriebsrat hat und sehr kompetente Mitarbeiter. Nur die internen Strukturen sind sehr bürokratisch. Wenn wird es an letzterem scheitern. Alle innovativen neuen Geschäftsbereiche sind ja aus dem Grund aus den internen Vorgaben weitestgehend entlassen.
Und dazu gesehen, sind das immer noch Autos. Und auch vorher schon wurden weite Teile von den Autokonzernen dazu gekauft. Das Hauptproblem sind die Batterien und die Softwareeinbindung.
Da kämpfen alle derzeit mit und Tesla hat einen Vorsprung. Was ich so von Bekannten aus der Branche höre, wird BMW und VW das Thema hinbekommen. Um Daimler würde ich mir ernsthafte Sorgen machen.
Außerdem: Tesla kauft massiv von deutschen Zulieferern.


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