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Tesla - platzt die "Bubble"? (Sonstiges)

Lutz09, Tor zum Sauerland, Freitag, 04.09.2020, 14:56 (vor 1947 Tagen) @ Djerun
bearbeitet von Lutz09, Freitag, 04.09.2020, 15:01

Bis erst einmal sämtliche Hindernisse juristischer und versicherungstechnischer Art im Hinblick auf autonomes Fahren aus dem Weg geräumt sind, werden noch mind. 20 Jahre vergehen...


Das sind auch die einzigen wirklichen Hindernisse und sollte das in 20 Jahren ausgeräumt sein,


Da kenne ich mich nicht so aus. Mir fehlt allerdings die Fantasie...

Überleg mal, wo wir allein vor 20 Jahren standen und was heute Standard ist. Was hat man sich damals vorstellen können? Beim Blick in die Zukunft sollte man daher nicht linear extrapolieren.

wird dann autonomes Fahren auch zum Standard. Die Technologie ist weit forgeschritten, Autonomiestufe 3 ist keine Zukunftsmusik mehr.


Das sieht so aus. Technisch möglich sollte es mittelfristig sein...

Tesla verfolgt eine konsequente Datenstrategie, in der das Auto zu einem Datenobjekt transformiert. Die zentrale Schalt- und Recheneinheit verfügt über eine Leistungsfähigkeit, die wohl schon heute genügend Computing-Reserven aufweist, um autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz zu ermöglichen. Da ist Tesla klassischen Automobilherstellern Jahre voraus. Die Autos sind für das digitale Zeitalter konstruiert und warten mit extrem leistungsfähigen Dateninfrastrukturen auf, inkl. der Tesla-Cloud, da kann derzeit kaum einer mithalten.

Vermutlich wird sie vor Ablauf dieses Jahrzehnt ausgereift sein. 2050 wird kein Auto mehr in westlichen Ländern produziert, das nicht vollautonom fahren kann.


Auch wahr könnte ich mir vorstellen. Technisch möglich heißt allerdings nicht unbedingt gesellschaftlich möglich. Dass Autos 2050 das feature besitzen, autonom fahren zu können, mag sein, doch ich vermute eher so eine Art "zuschaltbare Option" auf ausgesuchten Strecken, denn in allen westlichen Ländern flächendeckend die Infrastruktur zu schaffen halte ich für unmöglich...

Genau das geschieht ja gerade mit dem Aufbau der 5G Netz-Infrastruktur – auch wenn einige andere Länder außerhalb Europas uns natürlich voraus sind. Es gibt Studien die zu dem Ergebnis kommen, dass es durch Corona einen massiven Digitalisierungsschub geben wird. Der politische Wille und die Einsicht investieren zu müssen, um nicht völlig den Anschluss zu verlieren, ist auf breiter Front vorhanden. Was die Sicherheit angeht würde ich sogar sagen, dass diese durch das autonome Fahren eher größer wird, da der Unsicherheitsfaktor Mensch wegfällt – was am Ende zur gesellschaftlichen Akzeptanz beiträgt. Aber klar, auf dem Weg dorthin wird es zu Rückschlägen kommen.

Dabei ist das autonome Fahren nur ein Punkt und greift in der Gesamtbetrachtung viel zu kurz. Hier gehts es um nichts weniger, als um Disruption, die zu immer neuen Geschäftsmodellen führen wird. Wie Flottenmanagement, datengesteuerte, vollautomatische Versicherungstarife, automatische Wartung, Logistik etc. Was da alles möglich sein wird, ist heute noch nicht annähernd vorstellbar.

Ich sage ausdrücklich nicht, dass Tesla am Ende das Rennen machen wird. Ich sage auch nicht, dass die Aktie über- oder unterbewertet ist. Je nach Blickwinkel kann man diese Frage nämlich so oder so beantworten. Aber dass die Vision hinter dem Unternehmen extrem progressiv ist, darüber gibt es wohl keine zwei Meinungen.


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