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Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden (Sonstiges)

AGraute, Donnerstag, 03.02.2022, 11:17 (vor 1443 Tagen) @ herrNick

Ich sehe auch die Politik in der Pflicht.
Ich habe mich neulich mit jemanden Unterhalten, der bei einem großen Lebensmittelhersteller arbeitet und dort für den Einkauf der Verpackungen zuständig ist.
Er berichtete mir, dass die Firma für den deutschen Markt auf Plastikverpackungen verzichten möchte - zumindest im Endkundenbereich. Für Kantinen etc. natürlich nicht, da es ja keiner sieht.
Bei der Umstellung auf Papier bzw. Pappverpackungen gibt es eine Vorgabe, die besagt, dass die Verpackung nur als Pappe ausgewiesen werden darf, wenn sie weniger als 5% Plastik enthält.
Also enthalten alle zukünftigen Verpackungen 4,9% Plastik.
Der deutsche Käufer ist zufrieden, freu sich über die "Verbesserung" und gibt sogar mehr Geld aus. Es ist ja gut für die Umwelt.
Problem ist jedoch, dass die alten Plastikverpackungen gut in den Recyclekreislauf integriert waren und es bisher für die neuen Verpackungen mit 4,9% Plastik keine Möglichkeit der Verwertung gibt. Also werden die verbrannt.
Es wird also mehr Plastik verbrannt als vorher und der deutsche Käufer isst mit gutem Gewissen aus "Pappe".

Wer gewinnt, wer verliert?
Umwelt? Verlierer, mehr verbranntes Plastik
Konsument? Verlierer, höhere Kosten
Lebensmittelhersteller? Gewinner, mehr Umsatz + größerer Marktanteil durch Neukunden

Über solche Regelungen lacht sich die Industrie den Arsch ab.
Die Politik ist gefordert, aber da habe ich jegliche Hoffnung verloren.


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