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Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden (Sonstiges)

markus, Donnerstag, 03.02.2022, 20:42 (vor 1442 Tagen) @ Lutz09

Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.


Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.


Das sieht ja niemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder aufhören würde Fleisch zu essen, wenn er vorher mindestens einen Monat lang einmal selbst bei Tönnies Schweine zerlegen müsste. So lacht einen die Salamipackung im Supermarkt mit einem überglücklichen Schwein an und nimmt es für 99 Cent mit. Die Drecksarbeit machen andere.


Nicht umsonst sind Schlachthöfe abgeschirmt. Denke auch, dass viele aufhören würden Fleisch zu essen, wenn sie damit direkt konfrontiert würden und das Tier selbst töten müssten.

Ja, da würde ich mich persönlich nicht ausnehmen. Ich würde niemals selbst ein Schwein schlachten. Ich würde es aus Mitleid laufen lassen. Dennoch esse ich Schnitzel und Bratwurst. Man denkt im Supermarkt gar nicht daran, sondern kauft es, weil man sich schon immer so ernährt hat. Wenn man darüber nachdenkt, ist es abartig, dass bei Tönnies jeden Tag industriell eine fünfstellige Zahl an Schweinen getötet wird und dass wir uns das deshalb als „das ist schon okay so“ einreden, weil sich der Mensch gegenüber anderen Lebewesen für überlegen hält. Ist er ja auch, aber rechtfertig die Überlegenheit wirklich das massenhafte Töten anderer Lebewesen? Diese Diskussion wird aber wohl nicht ernsthaft geführt werden, zu normal ist der Fleischkonsum und zu gut schmeckt es.

Es sind weiterhin Rumänen und Bulgaren für die unser Mindestlohn ein Traum ist im Vergleich zum Lohnniveau in Rumänien und Bulgarien. An den Wohnbedingungen hat sich auch nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass jetzt Tönnies die Arbeitsverträge selbst erstellt und nicht mehr Subunternehmen dazwischen sind.


So sieht es leider aus.

War leider auch absehbar. Die Arbeitsverträge sind eine reine Formalie. Wie man davon ausgehen konnte, dass zukünftig deutsche Arbeitnehmer dort arbeiten werden, ist mir ein Rätsel. Im Gegenteil. Vermutlich ist es jetzt noch lukrativer hierher zu kommen, da zumindest das Subunternehmen wegfällt, das ja auch immer mitverdient hat. Jetzt hat Tönnies selbst entweder eine höhere Marge, oder aber die Arbeitnehmer erhalten einen entsprechenden Aufschlag. Der einzige Nachteil für Tönnies ist, dass man jetzt nicht mehr mit dem Finger auf die Subunternehmen zeigen kann. Jetzt stehen die für jeden Skandal, der rauskommt, selbst gerade.


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